ä’l«riekart»n i 25 P(g. Win. -Painen a 50 Pf • , lNhX.r ’ Ber^r, fi* Itz 6r«0ori,Kr417 wünscht = ein hlholti, anz. mar: Uhr. il geschlchi. 31» r Vorstand. »!■ angel \s Tietbohrung, r Garantie für y unst wird im Gch ■rbach crtheilt.« hnnkmhultt. kvergouge«. H. Schneider. if sofort wird in dnW ift ein meheudrr ■ sich jeder üoMmtnbtn »r. ■ besitzt. Nur lolche wolle» W r A Lust zur WW- ber feto* @,6allämÄT®S [oOfatoM- cht KaBseslhasl- »«• Ä«** ^liCrte* llfl* H.y rr^ «.tu J14^ £0 20t2» 1N<: 00 >0 Nr. 27 Erstes Blatt. Sonntag den 1. Februar 1891. Der öMtMt Asjdgtt tsteint täglich, eh Lo-nahme deS RontagH. flHt Gir-mer ivrrder, dem Anzeiger NÄ-entlich dreimal deigelegt. Gießener Anzeiger Keneral-Mnzeiger. vierLÄjShriger A-s»ne«e«ttpre^r 2 Msrk 20 Pfg. n& Dringerlohn. Durch die Post bezotz« 2 Mark 60 Pfg. Kedaction, LxpedÄla« imb Druckerei: Kch«tstr«te Mr^- Kmchrrecher 51, Amts- irird Anzeigeblatt fflr den Aveis Gieren. Svvahme eoa Anzeigen zu der Nachmittags für d« fvigendrn Lag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. rattsöeikage: Gießener Kamikienökätter. Alle Annoncen-Sureaux der In» und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgeg«. Amtlicher Thatt. Bietzen, am 1. Februar 1891. Betr.: Das Ersatzgeschäft für 1891. Der Civil-Vorsitzende der Großherzogl. Ersatz-Commission Gießen; an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Die wollen nunmehr mit Ausstellung der Stammrollen sofort beginnen und dieselben mit denjenigen für 1889 und 1890 bis längsten- den 10. L MtS. bei Meldung -er Abholung durch Wartboten einsendeu. Hierbei wollen Sie die dem Formulare vorgedruckte Anmerkung genau beachten, insbesondere alle Bestrafungen re. unter Rubrik „Bemerkungen" eintragen. Falls ein Bruder eines Militärpflichtigen bei der Musterung mit zur Vorstellung kommen, oder bereits im Heere dienen sollte, wollen Sie dies in der Stammrolle bemerken. Z. B. Ein Bruder geb. am . . ten . . . . 187 . komm: pro 1891 mit zur Vorstellung, oder ein Bruder dient seit . . ten 18 . . im Regiment Nr.......te Compagnie. Außerdem wollen Sie am Schlüsse der Stammrolle Ausdrücklich bescheinigen: 1) daß und bezw. wann die Aufforderung zur Anmeldung zur Stammrolle erfolgt ist,- 2) daß die in derselben eingetragenen und nicht im Orte geborenen Militärpflichtigen in Ihrer Gemeinde zur Zeit der Anmeldung ihren dauernden Aufenthalt haben; Z) daß die in ihren Gemeinden zuständigen, stch daselbst jedoch nicht aufhaltenden Militärpflichtigen angewiesen worden sind, sich bei der Bürgermeisterei ihres Aufenthaltsortes zur Stammrolle anzumelden. Reclamationen aus früheren Jahren, welche pro 1891 erneuert werden sollen, sind alsbald mittelst Bericht einzufordern. Neue Reclamationen sind mit den Stammrollen vorzulegen. Jost, Regierungsrath. Gefunden: 1 Kinderschuh, 1 ©trumpf, 2 Portemonnaies mit Inhalt, 65 Pfennige, 1 Cigarren-Etuis, 1 kleiner Ring, 2 Meffer, 1 weißes Umhängetuch. Gießen, am 31. Januar 1891. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Ausland. Paris, 30. Januar. Im Theatre frantzais kam es gestern Abend während der Aufführung des ersten Stückes zu neuen Kundgebungen. Man rief: „Es lebe Sardou! Es lebe Claretie! Thermidor!" Der Vorhang mußte sallen. 30 Manifestanten wurden veranlaßt, in das Verwaltungsbureau zu kommen, um ihr Eintrittsgeld zurückzuerhalten. Daraus wurde das Lustspiel „Gringoire" ohne Zwischenfall zu Ende gespielt. Mexiko, 29. Januar. (Meldung des Bureau Reuter.) Die Bemühungen des englischen Consuls in Lima, zwischen -em Präsidenten Balmaceda und dem Congreß von Chile zu vermitteln, sind gescheitert. Die Regierungstruppen weigerten sich, gegen die Aufständischen zu kämpfen. Es heißt, daß die chilenische Regierung Truppen in Santiago zusammenziehe und daß bei Valparaiso in den nächsten Tagen ein Zusammenstoß zu erwarten sei. Deutscher Aeichrtag. 55. Plenarfitzung. Freitag, 30. Januar 1891, 1 Uhr. Zur Berathung steht der Etat der Reichsjustizver- waltung. Buol (Ctr.) macht aufmerksam auf die Zunahme der kleinen Strafen und fordert Aenderung der Strafgesetzgebung und Einführung des bedingten Strafvollzugs. Böckel (Antisemit) interpellirt über das langsame Zustande- Lommm des bürgerlichen Gesetzbuches; er bemängelt dasselbe, weil eS den Realcredit fördere und damit indtrect zur Mobilifirung des Grundbesitzes beitrage. Zu tadeln seien auch die Bestimmungen des bürgerlichen Gesetzbuches über Beleidigung, die exorbitant seien, ja die Preßfreiheit aufböben, ferner die über Wucher. Es scheine, daß die Gesetze nur im Interesse der Betrüger und Verleumder gemacht würden. Die Wucherprocesse sollten bet der großen Kluft, die zwischen dem Volksbewußtsein und dem gelehrten Rtchterthum sei, vom Schwurgericht behandelt werben. Bet solchen Zuständen, einem Parteiischen Rtchterthum und dem Schutz der Juden, wie er im Erlaß des Darmstädter Oberstaatsanwalts ausgesprochen sei, wundere man stch noch über die Zunahme der Soctaldemokratie? Staatssecretär Oehlschläger: Die allgemeinen Beschwerden des Vorredners seien nicht discutirbar, das Vorgehen deS Darmstädter Oberstaatsanwalts gehöre vor die hessische Kammer. Dann gibt Redner Aufschluß über den Stand der Arbeiten des bürgerlichen Gesetzbuches. Die vom Abg. Buol angeregte Einfübrung des bedingten Strafvollzugs sei noch nicht spruchreif; einer Revision der Strafgesetzgebung stehe die Regierung sympathisch gegenüber. Heine (Socialist) kritisirt die Praxis der Rechtsprechung speciell beim Wuchergesetz. Die städtischen Behörden trieben durch Leihhäuser den schlimmsten WucherlW Stadthagen (Socialist) bemängelt gleichfalls die jetzige Strafgesetzgebung und das bürgerliche Gesetzbuch; auch durch die Schwurgerichte, die doch nur Klassengerichte seien, könne der Wucher nicht bekämpft werden. Hierauf kritisirt er die Behandlung der Untersuchungsgefangenen, die Zeugnißverwetgerung der Beamten und die Praxis, wonach die höheren Richterstellen den Staatsanwälten Vorbehalten würden. Hahn (cons.) fordert eine Regelung des Wasserrechtes. Der Etat des Justizamts ist damit erledigt. Es folgt die Fortsetzung der Berathung des Etats der Postverwaltung. Hartmann (cons.) wünscht eine Gehaltserhöhung für die Postdirectoren, Meyer-Arns walde (wildcons.) eine Aufbesserung der Postagenten. Staatssecretär Stephan berichtet 'über die neuesten Anlagen telegraphischer Kabel und über die Versuche electrischer Kraftübertragung, wobei er auf die Frankfurter Electricttätsausstellung Bezug nimmt, der 300 Pferdekraft von Lauffen am Neckar zugeführt werden sollen. Auf eine Lobpreisung der subventionirten^Dampserlinien durch den Referenten kritisirt Bamberger (dfr.) die schlechten Erfolge, namentlich der ostaftikanischen Linie. Damit ist der Postetat erledigt. Es folgt der Etat der Reichsdruckerei. Abg. Schmidt (Soc.) führt Klage, daß die Löhne in der Reichsdruckerei 18 Mk. pro Woche für Setzer betragen, also 7.60 Mk. niedriger sind, als in Prioatdruckereien. Dabei werden trotz der großen Arbeitslosigkeit von den Arbeitern des Reichsinstituts Ueber- stunden verlangt. Man sollte lieber mehr Arbeiter einstellen, um der Arbeitslosigkeit entgegenzuwirken und den Tarif des Allgemeinen deutschen Buchdrucker-Vereins, den Herr v. Berlepsch sehr gelobt hat, einführen. Geh. Oberpostrath Fischer: Die Löhne der Reichsbruckerei sind höher als in jeder Privatanstalt. Die Arbeiter sind zur Sonntagsarbeit nicht verpflichtet; Ueberstundenarbeit wird nur in Nothfällen verlangt. Abg. Singer (Soc.): Die Ueberstunden- und Sonntagsarbeit ist ein Uebelstand, der schwer von den Arbeitern empfunden wird. Man hat einzelne Arbeiter zu Beamten gemacht und diese muffen nun ohne Entschädigung Sonntags- und Ueberstunden arbeiten. (Hört! hort!)! Geh. Oberpostrath Fischer betont, daß ein Zwang zur Sonn- tagsarbeit nicht ausgeübt wird. Betriebsbeamtenstellen sind nicht yeu eingerichtet, sondern nur soweit erhalten, als sie vom Reiche mit der Anstalt übernommen find. Beamte, welche Sonntagsarbeiten verrichten, erhalten dafür jährlich eine einmalige Remuneration. Der Etat der Reichsdruckerei wird genehmigt. Hierauf vertagt sich das Haus. Nächste Sitzung Dienstag 1 Uhr. Tagesordnung: Handfeuer- waffen-Gesetz. Etat (Auswärtiges Amt). Schutztruppen-Gesetz. Schluß 58/< Uhr.__ Neueste Nachrichten. WolfiS telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 30. Januar. Der „Reichsanzeiger" schreibt: Die Meldung, der Bundes'rath habe die von der Reichstags-Commission zu der Gewerbeordnungs-Novelle gefaßten Beschlüsse in ihrer Gesammtheit für unannehmbar erklärt, ist unrichtig. Berlin, 30. Januar. Die Reichstags-Budgetcommission setzte heute die Berathung des die Geldvergütung zur Beschaffung von Dienstpserden für alle berittenen Offiziere betreffenden Etatspostens fort. Der Berichterstatter v. Keudell, die Abgg. Dr. v. Frege und Graf Behr, sowie der Kriegsminister Generallieutenant v. Kaltenborn-Stachau, der Staatssecretär des Reichsschatzamts Frhr. v. Maltzahn, die Bundes- commissare Generallieutenant Vogel v. Falckenstein und Major Gaede traten energisch für die Bewilligung des Postens ein. Gegen denselben sprachen die Abgg. Hinze und Richter. — Die Fortsetzung der Berathung erfolgt morgen. Köln, 30. Januar. Der „Köln. Zeitung" wird aus Petersburg gemeldet, daß während der französischen Ausstellung in Moskau vier französische wissenschaftliche Expeditionen mit Genehmigung der russischen Regierung unter Führung Girards die volkswirthschastlichen und industriellen Verhältnisse in Rußland untersuchen würden, um Material zu Vorarbeiten für einen neuen französischrussischen Handelsvertrag zu gewinnen. Guben, 30. Januar. Prinz Car o lath ist zum Ehrenbürger der Stadt ernannt. Hamburg, 30. Januar. Die Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft setzte der „Hamburger Börsenhalle" zufolge heute den Fahrpreis nach Baltimore um 30 Mk. herab. Wien, 30. Januar. Das Kaiserpaar verrichtete Morgens ein gemeinsames Gebet am Sarge des Kronprinzen und wohnte hierauf einer stillen Messe in der Hosburg- capelle an. Wien, 30. Januar. Gegenüber den Auslassungen der „Hamburger Nachrichten, daß der Handelsvertrag mit Oesterreich-Ungarn ein Eingriff in die innere wirth- schaftliche Gesetzgebung des Deutschen Reiches wäre, bemerkt das offiziöse „Fremdenblatt": Die „Hamburger Nachrichten" vergessen ganz, daß Fürst Bismarck, für welchen sie zu kämpfen vorgeben, selber den Wunsch nach einem Handelsverträge mit Oesterreich-Ungarn hegte. Schon dies allein beweise, daß die Voraussetzung, die politischen ^Auslassungen der „Hamburger Nachrichten" seien von Bismarck inspirirt, eine falsche sei. Am allerwenigsten aber würde Bismarck, zu dessen größten Ruhmesthaten die Herstellung des deutschösterreichischen Bündnisses gehöre, sich herbeilassen, zwischen den beiden Neichen Mißtrauen zu erwecken. Die „Hamb. Nachr." arbeiten, den Nimbus benützend, den ihnen einige Unterredungen ihres Chesredacteurs mit Bismarck verschafft hätten, auf eigene Faust, man sollte nicht hinter Allem in ihren Spalten Anschauungen des großen Staatsmannes suchen, man würde dem letzteren damit bitter Unrecht thun. Wien, 30. Januar. Die Kronprinzessin begab sich Abends nach der Kapuzinergruft und verweilte längere Zeit in stiller Andacht am Sarge des Kronprinzen. Nachmittags überbrachte ein Mitglied der deutschen Botschaft den von Kaiser Wilhelm gespendeten Kranz. London, 30. Januar. Das Unterhausmitglied John Bradlaugh ist heute halb 7 Uhr früh gestorben. Athen, 30. Januar. Im Bezirke Athamana bei Trikala ging eine Lawine nieder, wobei gegen 80 Häuser verschüttet, etwa 25 Personen getödtet und zahlreiche Menschen verletzt worden sein sollen. Newyork, 30. Januar. Der Schatzsecretär William Windom ist gestern Abend auf einem von dem Newyorker Handelsgericht veranstalteten Bankett Plötzlich gestorben. Derselbe hatte soeben eine Rede beendet, als er tobt vom Stuhle fiel. Washington, 30. Januar. Der Congreß hat die Bill, betreffend die Vermehrung der Zahl der Mitglieder deS Repräsentantenhauses um 24, angenommen. CocäU» nn6 ^provinzielle». Gießen, 31. Januar. — Eine Regierungs-Vorlage verlangt 50,000 Mk. für ein neues physikalisches Institut in Gießen. — Von der Universität. Der außerordentliche Professor der Theologie, Lic. Dr. Gustav Krüger, hat — unter Ablehnung eines gleichzeitig an ihn ergehenden Rufes an die Universität Straßburg — eine Berufung in gleicher Eigenschaft nach Göttingen angenommen. — In den nächsten Tagen soll der zweite hessische Städte- tag abgehalten werden und zwar in Offenbach a. M. Hauptgegenstände der Berathung werden sein: Die Vorstellung an die Regierung um Ermächtigung, für die untersten Steuerklassen die Communalsteuer unerhoben zu lassen, ohne Schmälerung der politischen Rechte der Befreiten, sowie Neuregnli- rung der Volksschullehrer-Gehalte. — Im Kaiser-Panorama gelangt von heute, Sonntag, ab Oberitalien zur Ausstellung. Als malerisch sind besonders hervorzuheben die Thäler, Dörfer, Seen u. s. w. Es ist eine der schönsten landschaftlichen Serien, welche das Panorama bietet. Auch wollen wir nicht verfehlen, auf die im Jnseratentheil angekündigte Extra - Ausstellung hinzuweisen. Dieselbe umfaßt ca. 100 plastische Aufnahmen, u. A. die Einzugsfeierlichkeiten des Königs Humbert in Berlin, Gallerie moderner Meister, überseeische Reisen. In der Glasphoplastik soll ein großartiges Effectstück fein, das Bad einer römischen Kaiserin, auS dem Passage-Panoptikum zu Berlin, sowie der Schah von Persien und die deutsche Kaiserin nebst Gefolge, der Kaiser von Rußland und Kaiser Wilhelm II. in Berlin u. s. w. — Wie sehr Fräulein Natalie Köhlers Talent auch hochbedeutende Männer der Wissenschaft und Literatur zu fesseln im Stande war, kann man u. A. aus folgender fast rührenden Episode entnehmen. Als Frl. Köhler — noch vor ihrer drohenden Erblindung — zum letzten Male in Heidelberg einen Vortrag hielt, da ließ sich der greise Historiker Ge0rg Weber, den andauerndes Siechthum an seinen Krankenstuhl fesselte, aus seiner Villa in Neuenheim herüberfahren und im Tragsessel in den Museumssaal tragen, in welchem Frl. Köhler die „Antigone" recitirte.— Hoffen wir, daß unsere verehrten Mitbürger die beiden Abschiedsvorlesungen der von dem Schicksal schwer heimgesuchten Dame recht zahlreich besuchen! w. Theater. Zu guter Stunde ist nunmehr auch ein Drama modern-französischer Richtung im Neuen Theater zur Aufführung gelangt und so die schönste Gelegenheit zum Vergleiche der Producte dieser Art mit den Werken unserer zeitgenössischen Dramatiker auch für diejenigen geboten, die Sardou und seine Schule seither nicht kannten, aber Repräsentanten der modernen Bühne bei uns wie die „Ehre" und „Sodoms Ende" kennen gelernt hatten. Auch ein blöder Hödur gewahrt, wie sehr dieser Vergleich zu Ungunsten Sardous aussallen muff. Wie unendlich viel oberflächlicher und flacher sind die Menschen und ihre Handlungen in seinen Dramen aufgefaßt, als z. B. in den Sudermann'schen Stücken. Eine eingehendere Characterzeichnung ist kaum versucht- alle die austreten, sind Salonmenschen, bei denen nur hier der eine, dort der andere Zug etwas schärfer hervortritt- bei der Gräfin Rosars macht sich dieser eine Zug, hier die Leidenschaftlichkeit und Rachsucht, wenigstens so stark geltend, daß er als der Grundzug einer Individualität angesehen werden könnte - indessen ist eine wirkliche, innerlich begriffene und scharf umrissene Persönlichkeit, die consequent handelt, wie sie nach ihrem Character handeln muß, einzig und allein „Fernande". Ueber die zweite Hauptperson in Sardous Drama, die kaum von der Bühne einmal wegkommt und fortgesetzt die längsten Reden hält, über Andre, erfahren wir dagegen nicht viel mehr, als daß er früher einigermaßen geludert hat und trotz seiner Vergangenheit noch so viel kritiklose Romantik und Schwärmerei besitzt, um sich bis zum Heirathen in ein Mädchen zu verlieben, das er bis unmittelbar vor der Hochzeit nach eigener Aussage nie länger als höchstens zehn Minuten gesprochen hat. Was die Redeweise der Sardou'schen Figuren anbetrifft, so klingt sie im Gegensatz zu der kernigen, für jede einzelne Person besonders characterisirten und darum wirkungsvollen Art der Suder- mann'schen Menschen zu sprechen, wie eine hohle, conventionelle, ewig gleichmäßige Declamation. Die Handlung des Dramas endlich ist in ihren Elementen zweifellos originell und geistreich erfunden, aber ihre Durchführung stützt sich immerzu auf willkürliche und darum unglaubliche Zufälligkeiten oder gar aus widersinnige Handlungen entscheidender Personen. Eine kurze Analyse des Inhalts wird das Gesagte bestätigen. Madame Senechal und ihre Tochter Fernande sind durch die bitterste Roth gezwungen, ein zweifelhaftes Hotel garni zu unterhalten, in dem auch Fernande ihre Reinheit einbüßt und einen Fehltritt thut. Aus diesem Schmutz zieht sie die Gräfin Rosars, aber zu ihrem eigenen Verderben. Denn Andre, ihr Geliebter, trifft jetzt zufällig auf Fernande und wird zum ersten Mal von wahrer Liebe zu dem Mädchen, dessen Vergangenheit er nicht kennt, entflammt. Sobald die Gräfin Rosars davon erfährt, zeigt sie sich als eine in der That recht sonderbare Idealistin. Sie denkt gar nicht daran, ihre Nebenbuhlerin irgendwie zu beseitigen und sich ihren Geliebten zu erhalten, sondern will für seine Untreue dadurch Rache nehmen, daß sie ihn erst recht mit Fernande zusammenbringt und ihm dann deren Vergangenheit ausdeckt. Fernande selber aber möchte nach heftigem Seelenkampse ihren Bräutigam, den sie aufs Aeußerste liebt, über ihre Verirrung aufklären, um ihn nicht zu betrügen. Die Gräfin weiß ihr jedoch den betreffenden Brief, in dem das geschehen soll, abzulisten und Andre vorzuenthalten. In demAugenblicke, wo Fernande aus dem Munde Andres ihr Verdammungsurtheil erwartet, ist dieser darum nichts weniger als gewillt, die Verlobung rückgängig zu machen. (ES ist ein ebenso glücklicher wie merkwürdiger Zufall, daß Fernande auch nicht mit einer Silbe ihren Brief erwähnt und so eine Klärung herbeiführt und daß sie, die eben noch überzeugt war, daß ihr nie verziehen werden könne, sich jetzt nach einigen gleichgültigen Worten vollkommen beruhigt.) Jenen unterschlagenen Brief gedenkt die Gräfin Rosare dem jungen Eheherrn als aygenehme Ueberraschung nach seiner Rückkehr aus der Kirche zu überreichen, wird daran aber durch Pomerol verhindert, der ihr den Brief entringt. Dieser Biedermann scheint den Ibsen nicht gründlich gelesen zu haben - denn obwohl er den morschen Grund des Betruges, auf dem sein Freund das Gebäude seines Lebensglückes errichtet, genau kennt und sich bei einiger Klugheit jagen muß, daß die Gräfin über kurz oder lang eine Entdeckung herbeiführen werde, auch wenn zwischen dem Ehepaar selber, wie es doch zu erwarten wäre, keine Aussprache über die Vergangenheit mehr stattfinden würde, schweigt er sich complet aus, behält den Brief und thut nicht einmal das Mindeste gegen die Jntriguen der Rosars. So kommt es, daß diese eines schönen Tages dem jungen Ehemann Alles enthüllt. Dieser ist in Heller Verzweiflung. Aber der brave Pomerol überzeugt ihn in einer- längeren Rede, die seinem guten Herzen mehr Ehre macht, als seiner advokatorischen Beredtsamkeit, daß Andres Hauptschmerz, die Furcht vor dem Klatsch der Demimonde, unbe- rechtigr ist. „Und wenn ich ihr auch in dieser Hinsicht verzeihen wollte," flicht bei dieser paffenden Gelegenheit Andre so nebenbei ein, „würde nicht doch wegen ihres Betruges ewig ein Schatten auf unser Verhältniß fallen?" Glücklicher Weise hat Pomerol de» berühmten Bries gerade bei sich und überzeugt seinen Freund durch diesen von der Wahrhaftigkeit seiner Gattin, die zur Erhöhung des Effectes zufällig in das Zimmer tritt. Unter allgemeiner Freude der Guten und ebenso allgemeiner Verabscheuung der Gräfin Rosars fällt der Vorhang. Ueber die Aufführung das nächste Mal. — Wir theilen heute im Jnseratentheile unserer Zeitung einen Ausruf zum Eintritt in den in Berlin constituirten deut- jchen „Verein zur Abwehr des Antisemitismus" mit. Derselbe ist von nahezu 500 Christen unterzeichnet, Männern von bekannten Namen, aus verschiedenen Parteien und Berufskreisen. Wie uns mitgetheilt wird, sind in den letzten Tagen aus vielen anderen Orten Deutschlands noch zahlreiche Unterzeichnungen angemeldet, der Vorstand glaubt jedoch, die Veröffentlichung dieser erste» Liste nicht länger hinausschieben zu sollen, da eine baldige Organisation des Vereins erwünscht erschien. Brockensammlung der Anstalt Bethel. Eo. Joh. 6, D. 12. Seit einiger Zeit haben wir in unserer Colonie Bethel, in welcher gegen 1000 epileptische Kranke, aber auch viele Krüppel, Lahme, Blinde, Irre, Verlassene, Wittwen und Waisen, Alles in Allem über 2000 Personen in über 100 Häusern verpflegt »erden, eine Brockensammlung errichtet, welche Kranken den Segen der Arbeit und unseren Haushaltungen mancherlei Erleichterungen oder doch unserer Kaffe einen kleinen Gewinn verschaffen soll. Unter Brocken verstehen wir: Eigorrenabschnttte, Cigarrenktstchen, Staniolkapsel», Stahlfedern, altes Papier, Zeitungen, Hefte, Acten, Kleidungsstücke, Zeuzreste, Lumpen, abgetragene Schuhe und Handschuhe, Hüte, Strümpfe, Schirme, alte Lampen, Eisen und jedes andere Metall, Glas und Flaschen, aber auch abgestempelte Marken und jegliche Art von werthvolleren Gegenständen, die im Hause unnütz umherliegen, z. B- Sammlungen von Steinen, Pflanzen, Münzen. — An die Brockensammlung schließt sich auch ein Antiquariat an, — die Sammlung und Verwerthung jener alten Bücher und Schriften aller Art, welche so häufig, eine Last für die Haushaltungen, unbenutzt in den Ecken umherltegen. — Es gibt viele liebe Wohlthäter, die zwar nicht baares Geld senden, aber doch mit einer solchen Sammlung sich und den Kranken eine Freude bereiten können. Um die Wohlthat nicht illusorisch zu machen, wird herzlich gebeten, die Sachen a:et zu senden unter der Adresse: Anstalt Bethel, Brockm- ung, Poststatton Gadderbaum, Eisenbahnstation Bielefeld. Der Dorstand der Anstatt Bethel. v. Bodelschwingh, Pastor. OerrnWe*. * Darmstadt, 30. Januar. Die Erbschafts- und Schenkungssteuer betrug im Rechnungsjahre 1889—90 im Großherzogthum Hessen 475,119 Mk. Hiervon entfielen aus die Erbschaftssteuer 472,831 Mk. und auf die Schenkungssteuer 2,288 Mk. * Offenbach, 30. Januar. Unsere Stadtverordneten haben in einer gestern Abend abgehaltenen Sitzung die Errichtung eines Sicherheitshafens beschlossen, da ein solcher bei Weitersührung der Maincanalisirung von Frankfurt bis Offenbach als eine unbedingte Nothwendigkeit erkannt wurde. Der Hafen wird jedenfalls unterhalb der neuen Brücke in den Nordring gelegt werden. * Berlin, 28. Januar. Die statistischen Ermittelungen, welche der Kaninchenzüchterverein zur Zeit anstellt, um über den Consnm von Kaninchenfleisch in Berlin zuverlässige Angaben zu erhalten, versprechen sehr interessante und überraschende Resultate. Ein einziger der städtischen Ver- kaussvermittler, Herr Sandmann, hat im vorigen Jahre über 10000 Stück Kaninchen aus den Berliner Markt zum Verkauf gebracht. * Die „Bromb. Ztg." bringt folgende Mittheilung: Ein curioser Herr ist der Dorfschulze einer Gemeinde im Kreise Schwetz. Derselbe hat allen Ernstes ein Gesuch an die vorgesetzte Behörde des Inhalts gerichtet, mit seiner Gemeinde eine Ausnahme zu machen und dieselbe von den Verpflichtungen des Altersversicherungs- und Jnvaliditätsgesetzes zu entbinden, da die gejammten Gemeindebewohner erklärt hätten, aus die Wohlthaten des betreffenden Gesetzes Verzicht leisten zu wollen. Verkehr, £anfc< und Volkswrrryjchaft. Siehe«, 31. Januar. Marktbericht. Auf dem heutige» Wochemnarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 0,80—0,90, Hühnereier 1 St. 7-9, 2 St. - 4, Enteneier 1 St.--4, 2 St. - 4, Käse pr. St. 5—8 4, Käsematte pr. St. 3 4, Erbsen vr. Liter 30 4, Linsen pr. Liter 28 4, Tauben pr. Paar 0,60—0,70, Hühner pr. Stück vM 1,20—1.50, Hahnen pr. St. 1,40—1,70, Enten pr. Stück JL 2,00-2,20, Ochsenfleisch pr. Pfd. 70—74 4, Kuh- und Rindfleisch 60-64 4, Schweinefleisch 60-70 4, HammAleisch 62—68 4, Kalbfleisch 60-64 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo JL 6,00-0,00, Weißkraut pr. St- 3—7 4, Zwiebeln per Centner .SS t , » Ltstl» g. (W1-3' iB« Louis Reich, HM-Wer uhn, Tochter des oBordenen D. r Philipp Haun eine Tochter, ^'Sttel eine Tochter, Lina ann Snacker eine ToM, Uma Smilie, geboren den ^Wernerein Sohn, Heinrich >-’S**ubi8 fit 3* PrioatlnanN' ^a^eädjW' larW,tff Mche« Sa6e ^raN^ i89L lertu Aufgebot. Holz - Versteigerung. Die Anna Maria Schmidt do* Steinbach, Tochter des verlebten Philipp Schmidt und dessen ebenfalls verstorbenen Frau Katharina Margarethe geb. Frank von da, geboren am 19. Juni 1800, ist seit langer Ait an unbekanntem Orte ab« wesend und ist zur Verwaltung ihres z Zt. 1032,87 JL betragenden Vermögen- Wilhelm Schäfer von Steinbach als Pfleger gerichtlich bestellt. Auf Antrag dieses Pflegers werden die genannte Abwesende bezw. ihre etwaige Nachkommen oder sonstige unbekannte Rechtsnachfolger hiermit ausgefordert, bis zum Termine: Donnerstag den 19. März d. I., Vorm. 8V2 Uhr, sich dahier anzumelden, bezw. als Rechtsnachfolger auszuweisen, als sonst die Todeserklärung der Abwesenden statthaben und deren Nachlaß den zur Anmeldung gekommenen Erben, bezw. Rechtsnachfolgern überwiesen werden wird. Freitag de« 6. Februar l. I, der Vormittags um 10 Uhr anfangend, sollen folgende Holzsortimente in hiesigen Waldungen versteigert werden, als. 28,4 Rm. Buchen-Scheit, 5 ,, Buchen-Knüppel, . ( 5 „ Buch-Stock, ! 2600 Vuchen-Wellen, 8 „ EicheN'Scheit, 10 ,, EicheN'Knüppel, 9,2 „ EicheN'Stock, 535 Eichen-Wellen, 26 „ Nadel-Scheit, 189 „ Nadel-Knüppel, 30 „ Nadel-Stock, 3955 Nadel-Wellen, 49 Eichen-Stämme mit 21,51 fm, 159 Nadel-Stämme „ 38,92 „ 190 Nadel-Stangen „ 13,44 „ Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Juli 1891 gestattet. Der Anfang ist zur bestimmten Stunde im District Bergwald ober* Gießen, 24 Januar 1891. Großh Amtsgericht. Fresenius. 920 Vergebung von Buuurbeite«. Für den Umbau der seitherigen Entbindungsanstalt dahier sind folgende Arbeiten aus dem Wege des öffentlichen Angebots zu vergeben: Maurerarbeit veranschl. zu 50 7.00 je Zimmerarbeit „ „ 475.00 „ Bau-Schreinerarbeit „ 75000 „ Weißbinderarbeit „ 1233.00 „ Voranschläge und Bedingungen liegen zur Einsicht in unserem Bureau offen, woselbst die Angebote verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen einzuZeichen sind. Die Eröffnung erfolgt Samstag den 7. Februar, Vormittags 10 Uhr. Großh. Kreisbauamt Gießen. Neuling. 954 Holzversteigerung. Donnerstag de» 5. Februar I. Jahre-, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Anneröder Gemeindewald in de* Abtheilungen Garbenteicher- Theil, Pfingstweide und Wolsskaute nachverzeichnetes Holz versteigert werden A- Bau, und Nutzholz: 2 Buchen--Stämme, 62 und 76 Cen- timeter Durchmesser, 5,6 und 7 Meter lang, 4,87 Festmeter haltend. 8 Buchen-Klötze, wobei 5 Metzger- Hackklötze sind, 80 bis 112 Cen- timeter Durchmesser. 132 Eichen-Stämme, 19 bis 54 Zentimeter Durchmesser, 5 bis 12 Meter lang, 55,48 Festmeter haltend. 108 Fichten-Stämme, 15 bis 36 Cen- timeter Durchmesser, 7 bis 20 Meter lang, 38 Festmeter haltend. 260 Fichten-Derbstangen mit 29,74 Festmeter haltend. 144 Fichten - Reisstangen mit 3,60 Festmeter haltend. B Brennholz: Scheith. Kuüppelh. Stockh Wellen. Rmtr. Rmtr. Rmtr. Buchen 9 3 5 200 Eichen 34,6 23,4 14 1750 Birken — 34 — Nadel 4 33 16 5632 Aspe — — — 450 Die Zusammenkunft ist am Müller- weg an der Grenzschneiße zwischen dem Fernewald und Anneröderwald bei Werkholz Nr. 7. Annerod, den 30. Januar 1891. ®r°6b. Bürgermeisterei Annerod. 937] Engelhardt. Holzverkauf. Samstag den 7. Februar <♦, von 1 Uhr ab, wirb im Locale der Wtrthin Pfaff zu Lauusbach nacho. Holz aus dem Gemeind^Walde LaunSbach ver- fteigert: 1) Sichen r a) Stämme r 44 St. II., III, IV. Kl. mit 33,85 Fest«; b) Brennholzr rm: 8,5 Scheit, 3 Kpl., 14 Stöcke, 353 Reiser. 2) Nadelholz r a) Stämmer 126 St. III, IV. Kl. mit ?r4,6?r?eS*‘: b) Stange« r 17 Stück II., III. Kl. mit 1,17 Festm.; c) Brenn- 40lzr rm: 16,5 Scheit, 36 Kpl., 14 Stöcke, 322 Reiser. Krofdorf, am 29. Januar 1891. 19 DaS Bürgermeisteramt. halb des Orts. Rödgen, am 30. Januar 1891. Großh. Bürgermeisterei Rödgen. ___Jnderthal. 918 SolMßkjgMINgtN in den Waldungen der Gemeinde Wieseck. Freitag den 6. Februar 1891, von Vormittags 9 Uhr an, soll in den Wiesecker Gemeindewaldungen, Districten Blockswald und Dörrloch, das nachverzeichnete Holz versteigert werden: A. Bau«, Werk- und Nutzholz : 7 Eichenstämme mit 0,75 Festm., 47 Nadelstämme „ 8,22 „ 26 Eichenstangen „ 1,23 „ 1325 Nadelstangen „ 36,99 „ 185 Nadelreisstangen mit 1,19 Fstm. B. Brennholz: Scheith. Knüpph. Stockh. Reish. Raummeter Wellen Buchen 14— 1200 Eichen 2 106,2 — 4135 Nadel — 80 — 1655 Die Zusammenkunft ist zur angegebenen Stunde an der Straße nach Daubringen. Wieseck, am 30. Januar 1891. Großh. Bürgermeisterei Wieseck. Sommerlad. 979 Mittwoch den 11. Februar, Nachmittags 2J/2 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht erb- theilungshalber die den Erben der Heinrich Wolf Gheleuten in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 27 Nr. 173 - 4025 Meter Acker am Brennofen, Flur 33 Nr. 116 — 769 Meter Acker am Nahrungsberg freiwillig meistbietend versteigert werden. Gießen, 31. Januar 1891. Großh. Ortsgericht Gießen. I. A.: Vogt. 953 Aeikgeöotenes. 962] Schön gelegener Garten auf dem Nahrungsberge zu verkaufen. Zu erfragen bei Herrn Kaufmann Nassauer. Sine »69 frische Stniiung „Bock“ in Zapf. Reichspost“ Schulstraße 4. 926] Wohnhaus mit Werkstätte, für y.b Handwerker geeignet, zu verkaufen. Näheres bei der Exoed, d. Bl. Der Turnverein Wieseck beabsichtigt seinen an der Hauptstraße gelegenen früheren Turnplatz zu verkaufen. Reflectanten wollen die Bedingungen bei dem I. Sprecher einsehen. (925 ____Oer Vorstand■ Eeismekl in prima and mittel Qualitäten ist noch preiswert!! abzugeben. Näheres sub Reismakler 400 an Rudolf Mosse, Ann.-Exped., Bremen. 934 978 Versende franco gegen Nachnahme; SVa Pfd. Cervelatwurst für Mark 8.— 9V2 Pfd. Vkauckfleich zum Rohessen für Mark 5 9Vi Pfd. frisch Fleisch ohne Knochen für Mark 2.50. 973s Kessler, Pferdemetzger, Starkes Pferd nebst Wagen und Geschirr zu verkaufen. Conrad Bender Ul., 961 Rodbeim a. Bieber. 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Rechnen, Wechsel-Lehre und z v j Schönschrift lehrt brieflich gegen gerinae Monatsraten dos erste kaufmännische t Unterrichtsinstitut von 935 । Jul. Morgensteri, Tragödie des Sophokles. Deutsch v. Donner. AlsMelodramamit der Mus. v. Mendelssohn. Pianoforte und Harmoniumbegleitung. Karten im Vorverkauf zu den bekannten Preisen bei den Herren: Challier, Musikalienhandlung, in der Ferber’sehen tmd Rioker’schen Buchhandlung. Anfang 8 Uhr. Ende 9*/2 Uhr. Kassenpreis ä 1 50 Fleissige und strebsame Schüler und Schülerinnen der höheren Lehranstalten, welche von ihren Herren Lehrern l41 ei- karten zum Vortrage der „Antigone“ erhalten haben, können dieselben für diesen Vortrag wieder benutzen.__ Neues Theater, Giessen. (Direction: Adam Reiners). Sonntag den 1. Februar 1891: So sind sie Alle. Gesangsposse in 5 Bild. v. W. Mannstädt. Personen: [965 '949] Logis, 3 Zimmer mit Zubeh., per 1. April zu vermiethen. Schillerstr. 29. 945] Eine Mansarden ' Wohnung mit geschloffenem Corridor auf den 1. Marz zu vermiethen. Frankfurterstraße 30. 930] Eine schöne Mansardenwohnung mit Wasserlettung zu vermiethen. ____________________Bahnhofstraße 6. 938] In meinem neuerbauten'Hause, Ecke der Bahnhof- und Marktstraße, ist Laden, 2. Stock und Mansarde zu ver- miethen.____________Georg Möhl.^ 963] Fünf Zimmer, Zubehör, in der Bleichstraße zu vermiethen. A. Huh«, Seltersweg 63, H. 976] Ein kleines Logis zu vermiethen. I. Becker, Schottstraße 17. niffen versehener junger Mann wird für April oder früher auf mein Comptoir in die Lehre gesucht. glttaa.1* Mil«-« «end bn Akademischer Gefankverein. Die Probe» für da- mittelrheinische Mastkfest in Wiesbaden finden jeden Montag und Freitag 8 Uhr Abends statt. Nur regelmäßiger Besuch derselben berechtigt zur Mitwirkung. 889 Der Vorstand. 3°/e Reichsanleihe 3V2o/0 do. 30/0 Preuß. SonselS 3V»0/e do. M G>x Xenerx M-