1890 Freitag den 31. Januar Nr. 26 Amts- unb Anzeigeblatt für den Aveis Giefze»» Aintliehev Theil yijrtnadjtt zu stellen. v. Gagern. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. der Opposition berichtet, Anstiftung von Unruhen noch im Keime erstickt verlies in aller Ordnung tion , welche nur einen des und ein Die Gießener Ai«micienörälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. rlegang* ch mmwehr im Hause -eg 25. 1 Geismar, Uhrwacher. Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme des Montags. zu benutzen, welche Versuche jedoch worden sind. Das Wahlgeschäft und sehr ungünstig für die Opposi- einzigen Abgeordneten durchzusetzen gelangt sei, nicht ohne und auch nicht gegen die Deutschen regieren zu können, und diese Erkenntnis werde allen Deutschen zu gute kommen. — Auch im Wiener Gemeinderathe gedachte Bürgermeister Dr. Prix in einer Ansprache mit freudigen Worten der nun vollzogenen nationalen Verständigung in Böhmen. Seit vorigem Sonntag weht in Adoa, der Hauptstadt Tigries, der nördlichsten Provinz Abyssiniens, die italienische Flagge und unzweifelhaft haben die Italiener mit der fast spielenden Besetzung dieses wichtigen Platzes ihre colonial- politische Stellung in Ostafrika erheblich verstärkt. Indessen hat man nach den italienischerseits vorliegenden Versicherungen in dem Marsche des Generals Orero nach Adoa keineswegs eine fernere Erweiterung des colonialen Gebietes Italiens auf Kosten Abyssiniens zu erblicken. Wie General Orero beim Einrücken in Adoa den dortigen Notabeln erklärte, sei er nicht beauftragt, die Provinz Tigris zu unterwerfen, sondern er wollte nur die Wünsche der Einwohner vernehmen und dann nach Mareb zurückkehren. Indessen ist es doch nicht sehr glaublich, daß General Orero mit seinem 6000 Mann starken Expeditionscorps den sehr schwierigen Marsch von Osmara nach Adoa blos deßhalb unternommen hat, um die Gießen, am 29. Januar 1890. Betreffend: Die Reichstagswahlen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzh. Bürgermeistereien des Kreises» Mit dem morgigen Tage ist die Frist für Offenlegung der Wählerlisten und damit auch diejenige für Einsprachen gegen deren Richtigkeit und Vollständigkeit abgetaufen; — beides unter der Voraussetzung, daß die Listen seit dem 23. L M. offengelegen haben. Wir erinnern Sie daher — wie bereits von uns unterm 14. d. Mts. (Anzeiger Rc. 13) verfügt — unverzüglich und spätestens bis Montag den 3 Februar hierher zu berichten, daß die Wählerlisten nach vorausgegangener ortsüblicher Bekanntmachung am 20 und 2l. d Mts., vom Donnerstag den 23. dis Donnerstag den 30. Januar, beide Tage einschließlich, offengelegen haben, und daß Erinnerungen gegen die Richtigkeit und Vollständigkeit der Liften nicht erhoben, bezw. von Ihnen erledigt worden sind. Soweit etwaige Erinnerungen gegen den Inhalt der Wählerlisten von Ihnen nicht erledigt werden konnten, sind — gleichfalls bis spätestens Montag den 3. Februar — die gesummten Acten mit Begleitbericht an uns einzusenden. Der Begleitbericht hat außer dem auf die Reclamation bezüglichen Inhalt den Nachweis der ordnungsmäßig erfolgten Offenlegung zu enthalten. (Vergl. Absatz 2.) Mit Rücksicht auf die Kürze der Fristen sehen wir uns genöthigt, denjenigen von Ihnen, welche den oben ^setzten Termin nicht einhalten, ohne nochmalige Erinnerung die sofortige Zusendung eines Wartboten in Aussicht Gießen, am 24. Januar 1890. Betr.: Die Verpflegung von Landarmen. k Das Großherzogliche Kreisamt Gießen au die Grotzh. Bürgermeistereien des Kreises. Wir erinnern Sie, soweit Sie unserer Verfügung vom 24. v- Mts. — Kreisblatt Rr. 302 — noch nicht nachgekommen sind, an umgehende Vorlage der bei Ihnen etwa eingelaufenen Anerbietungen. v. Gagern. Berlin, 30. Januar. (Privatdepes che.) Einer Wiener Blättermeldung zufolge haben gestern 500 excedirende Glasarbeiter einige Schleifmühlen in Neudorf-Wiesenthal (Bezirk Gablonz) zerstört. Zwei der Exeedenten wurden getödtet, mehrere verwundet. Abends rückte Militär von Reichenberg dahin ab. Vierteljähriger AVonnementspreis: 2 Mark 20 Psg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Rcdaction, Expedition und Druckerei: Schutstraße Wr.1. Fernsprecher 51. Locales und provinzielles. Gießen, 30. Januar. Theater. Auf die morgen stattfindende Gastvorstellung vermochte. Die Absicht der serbischen Regierung, von der Skupschtina einen Nachtragseredit für artilleristische Zwecke zu verlangen, hat eine Menge Sensationsgerüchte, wie daß die Mvbilisirung der serbischen Armee, die Reactivirung des Generals Hor- vatocie, die Befestigung von Zajesar an der bulgarischen Grenze u. s. w. bevorstehe, gezeitigt. Eine amtliche Belgrader Meldung dememirt jetzt aber alle diese Gerüchte in bestimmter Weise. - Alle Annoncen-Bureaux des In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. mit 30 Mann und 200 Weibern überwältigt und gefangen. Nach 2 Tagen wurde Buschiri von Eingeborenen des Dorfes Mohamed-Soa gefangen und ausgeliefert, sein Unterführer Gomero Jehasi entkam, Buschiri sagte aus, der Sultan Said Kalifa habe ihm, ehe er zum ersten Mal bei Bagamoyo geschlagen wurde, sagen lassen, wenn er sich gegen die Deutschen halte, würde er zum Vezir der ganzen Küste ernannt werden, den Beleg dafür konnte er nicht vorbringen. Das Todesurtheil überraschte ihn, er bat um eine Unterredung und sagte, die Hauptschuld an dem Erscheinen Mafitis trage ein gefangener Jumba. Das Urtheil wurde am 15. December vollzogen und die Leiche den Arabern auf ihre Bitte zur Beerdigung übergeben. Es folgt sodann der Bericht vom 28. December über die Befestigungen. Im ganzen Lande herrscht Ruhe und bestes Einvernehmen mit den Eingeborenen, welche mit gegen die Rebellen fechten. Es folgt dann der Bericht vom 1. Januar 1890 über die Recognoscirung von Lieutenant Schmidt nach Useguhwaha und das Gefecht gegen Banaheri, welches Wißmann als für ihn ungünstig verlaufen hinstellt, jedoch der Schutztruppe die größte Anerkennung zollt. Wißmann hat dann Saadami befestigt und gedachte am 2. Januar den Feldzug gegen Banaheri zu beginnen. Paris, 29.' Januar. In der heutigen Plenarversammlung der Republikaner waren alle Schattirungen der Linken vertreten. Vielte schlug Brisson zum Präsidenten vor. Dieser nahm den Vorsitz jedoch nicht an und bekämpfte den Antrag Brousts, ein permanentes Bureau zu ernennen, da dies daraus hinausliefe, eine geheime Macht zu schaffen. Schließlich wurde der Antrag Lancssan angenommen, wonach alle republikanischen Abgeordneten ohne vorherige Einberufung sich an jedem letzten Mittwoch eines jeden Monats versammeln sollen. Die Versammlung beschloß dann, eine Liste zu eröffnen, in welche sich alle Anwesenden eintragen sollten. 162 Teilnehmer schrieben sich ein, während sich ungefähr 50 dessen weigerten. Wer den Vorsitz in den künftigen Versammlungen führen solle, wurde noch nicht festgesetzt. Durham, 29. Januar. Die heutige Versammlung des Centralbureaus des Nationalvereins der Bergarbeiter, die unter dem Vorsitz des Parlamentsmitgliedes Burf statt- faud, nahm einstimmig eine Resolution an dahingehend, daß angesichts der befriedigenden Antworten, die von den Bergarbeitern in Frankreich, Belgien, Deutschland und anderen Ländern aus die an sie ergangene Aufforderung, Vertreter zu dem beabsichtigten internationalen Congreß zu entsenden, eingegangen sind, die Versammlung es für erforderlich hält, diesen internationalen Congreß in der letzten Hälfte des Mai in Belgien abzuhalten. Weitere Resolutionen bestätigen den früheren Beschluß, wonach alle die Bergarbeiter bindenden Zusicherungen abgelehnt werden. Lens, 29. Januar. Der Strike in den 8 Gruben der „Compagnie Lens" ist heute ein Allgemeiner geworden. Es herrscht große Aufregung unter den Arbeitern. Zwei Com- pagnieen Infanterie und Pioniere sind heute von Arras hier eingerroffen, um die Gruben zu schützen. pottttsche Ueverficht. Gießen, 30. Januar. In den Berliner parlamentarischen Kreisen geht das Gerücht, Fürst Bismarck werde im Abgeordnetenhause noch vor dessen anläßlich der Reichstagswahlen zu erwartender Vertagung über die innere politische Lage sprechen. Die von der schweizerischen Bundesregierung schon im vorigen Jahre angeregte Frage einer internationalen Regelung des Arbetterschutzes scheint nunmehr in Fluß kommen zu wollen. Der Bundesrath hat die Regierungen aller europäischen Industriestaaten zu einer Conserenz in Sachen des Arbeiterschutzes eingeladen, welche am 5. Mai in Bern zusammentreten soll; schweizerischerseits wird der Conferenz ein Entwnf der zur Discussion kommenden Dinge vorgelegt werden. Ob indessen die Conferenz einen großen practfichen Erfolg haben wird, mochte bei der Verschiedenartigkeit der Arbeiterverhältnisse in den einzelnen Ländern beinahe zu bezweifeln sein. Der von den Abgeordneten der Deutsachöhmen wie der Altczechen und des Großgrundbesitzes in Böhmen rückhaltlos angenommene Ausgleich, der zwischen ihren Vertrauensmännern in Wien vereinbart worden ist, wird von dem gesammten Deutschthum in Oesterreich als ein erster großer Erfolg der deutschen Sache nach jahrelangen herben Enttäuschungen empfunden. Die großen Wiener Blätter werden nicht müde, immer wieder die Bedeutung des nationalen Einigungswerkes in Böhmen für die Deutschen Oesterreichs hervorzuheben, während sie zugleich betonen, der Ausgleich sei für das ganze Reich von Wichtigkeit, da er dessen Kraft erheblich festige. Mit Recht heben die Führer der Deutschböhmen, die Abgeordneten Schmeykal und v. Plener, in ihren an das deutschböhmische Volk gerichteten Aufrufen hervor, wieviel durch den Ausgleich für die Deutschen in Böhmen erreicht worden sei, trotzdem daß noch so manche berechtigte Forderungen derselben sich noch in der Schwebe befänden. Mit offenkundiger Ge- nugthuung hebt hierbei Herr v. Plener noch hervor, daß man in den Wiener maßgebenden Kreisen jetzt zu der Erkenntniß "Nb Bezüge mrd^sch ------:___847 Gesinnungen und Wünsche der Einwohner keimen zu lernen, viel wahrscheinlicher ist es, daß die Italiener Adoa besetzt haben, um für alle Fälle gegenüber ihrem Bundesgenossen, dem König Menelik und jetzigen Negus von Abyssinien, gesichert zu sein. Uebrigens sand sich im Fort von Adoa die von dem abyssinischen General Ras Alula bei Dogali den Italienern abgenommene Mitrailleuse vor, welche die italienischen Soldaten jubelnd wieder in Besitz nahmen. General Orero ist nach seinem Berichte von der Geistlichkeit und der Bevölkerung Adoas sehr sreundlich ausgenommen worden. In Rumänien fanden am Montag sechs Ersatzwahlen zur Depntirrenkammer statt und scheint hierbei die Partei des zurückgetretenen Ministerpräsidenten Catargin einen kleinen Putsch geplant zu haben.- Wenigstens wird von Versuchen die Wahlen zu beeinflussen und zur chraiisöeikage: Gießener Ilawikienökätter 1 Ditzingen unb «Mlllte von unl) »ußttgeivShn. "Ze, Maschinen-, ^Brauereien und 0 Md Oberhessen bei bbach, Gießen. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 29. Januar. Das Emin-Pascha-Comite empfing heute zn^i Depeschen aus Zanzibar von gestern, die von Borchert mittheilen, daß er die Station Kenia erreichte, von wo Peters und Tiedemann 40 Tage vorher, Anfangs November, gesund abgereist waren. Er passirte ohne Kamps das Nassariland iuiD sei jetzt weit über Baringo hinaus. Das zweite Telegramm rührt von Hansing her. Nach demselben liegt Borchert krank in Lamu. Französische Missionare melden, daß Peters in Ukanba angekommen sei. Berlin, 29. Januar. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht folgende Ordensverleihungen: Die Schwerter zum Kronenorden dritter Klasse und den rothen Adlerorden dritter Klasse mit Schwertern an Major Wißmann, den Kronenorden vierter Klasse an die Chefs der ostafrikanischen Schutztruppe Krenzler, Schmidt, Eberstein, Sulzer, den Generalvertreter der deutsch-ostafrikamschen Gesellschaft St. Paul Jllaire und den Adjutanten Bumiller, den Kronenorden vierter Klasse mit Schwertern am weißen Bande und schwarzer Einfassung an den Chefarzt Kohlstock,, das Militärehrenzeichen zweiter Klasse den ProviantmeisMn Trenoire und Jllich, dem Feldwebel Hoffmann, den Unteroffizieren Hocke und Nutter- das allgemeine Ehrenzeichen den Feldwebeln Näter und Kay. Berlin, 29. Januar. Der Reichsanzeiger' veröffentlicht einen Bericht des Majors Wißmann vom 27. December 1889, betreffend die Gefangennahme und Hinrichtung Buschiris. Ches Schmidt überfiel das Lager des Nachts, trotz des Verbotes zu schießen fielen dennoch einige Schüsse, wodurch Buschiri in einen dicken Busch entkam, während der größte Th eil seiner Leute im Lager niedergemacht wurden. Bei der Verfolgung wurden drei aufständische Jumbes von Bagamoyo Fräulein Toni Tusch vom Frankfurter Stadttheater des Herrn Siegmann von Hanau weisen wir noch Mal besonders hin. Die erstere ist eine talentirte Künstlerin und hat noch erst vor Kurzem im „Dorfbarbier" Gießener Anzeiger Kenerak-Mnzeiger. die umfangreichste Partie mit großem Beifall gesungen. Herr Siegmann ist ein trefflicher und in Hanau höchst beliebter Comiker, den Herr Lerch auf Grund persönlicher Bekanntschaft vermocht hat, hier zu gastiren. Die Wahl der Stücke ist eine sehr glückliche. Wer kennt nicht das „Versprechen hinter dem Herde?" Nicht weniger amüsant ist das darnach zur Aufführung kommende „Des Nächsten Hausfrau". Zugleich darf man versichert sein, daß diesmal Herr Richard Lerch, der sich durch seine sorgfältige und ver- ständnißvolle Direction des musikalischen Theiles der Aufführungen und sein gewandtes Clavierspiel einen guten Namen bei den Theaterbesuchern gemacht hat, eine ganz besondere Sorgfalt auf die Einübung der beiden Operetten verwandt hat. Die Vorstellung findet ja bekanntlich zum Benefiz unseres tüchtigen Theater-Capellmeisters statt. »i MU7 ick tu vermiethen-—— Lbft allein Zubehör L , gt. stresMÜnbttF^^F^ 1 enfliM des Ha,,less xtr«ctett 1,:Bnn- 1 '^Sich ,cith’ei^ SG flbeta11 vorrätig — Wie aus nachfolgenden Ziffern ersichtlich, war der Fleischkonsum in hiesiger Stadt im Jahre 1889 wiederum ein recht erheblicher. Es wurden geschlachtet: 1431 Ochsen, 54 Fassel/^181 Kühe, 1290 Rinder und Stiere, 120 Pferde, 7583 Schweine, 5773 Kälber, 521 Hammel, 370 Schafe, 20 Ziegen, zusammen 17,343 Stück. rrnwerfitSts. Nachrichten. Berlin, 29. Januar. Der bekannte Psychiatriker Geheimrath Vrofessor Westphal ist gestorben. Karl Friedrich Otto Westphal, aeb 23 März 1833, hatte sich 1861 als Privatdocent an der Berliner Universität habtlitirt und war fett 1874 ordentlicher Professor der ^rrenbeilkunde an dieser Hochschule, zu deren Zierden er gehörte. Leider verfiel der thatkräftige Mann der Morphtumsucht, die seinem Leben ein so frühes Ende gemacht bat. teresse sein. * Berlin, 22. Januar. Sie kriegt Achttausend mit! Ein empfehlenswerther Schwiegerpapa ist ohne Zweifel Herr W., der an der K.-Straße ein flottes Cigarrengeschäst besitzt. Herr W. hält stets gute Sorten auf Lager und so war es kein Wunder, daß ein Herr N., glücklicher Besitzer einer Möbeltischlerei und Verehrer feiner Cigarren, zu seinen I Kunden zählte. Herrn R.s Verehrung erstreckte sich aber auch aus feines Cigarrenlieseranten liebreizendes Töchterlein, und da Herr W. an dem jungen Manne nichts auszusetzen hatte, kams nach den üblichen Präliminarien zu einer Verlobung zwischen diesem und der frischen, blonden Mieze W. Gelegentlich der Verlobungsseier raunte der künftige Schwiegerpapa, ein gemüthlicher Herr, seinem Schwiegersöhne vertraulich zu: „Mein ganzes Vermögen besteht zwar eigentlich nur in „Rauch"-Waaren — allein, Achttausend kriegt die Mieze doch mit und zwar gleich am Hochzeitstage!" Herr N. hatte es nun zwar nicht gerade „nöthig", auch hatte er höchstens auf eine anständige Ausstattung seiner Zukünftigen gerechnet, doch meinte er, die verheißenen „Achttausend" würden ihm durchaus I nicht ungelegen kommen. Dieser Tage nun fand die Hochzeit statt. Die Feier verlies in aller Gemüthlichkeit, und den I Neuvermählten gelang es, sich auf gut französisch zu empfehlen I und in ihr neues Heim zu gelangen. Doch was war das? All die funkelnagelneuen Möbel, die die junge Frau erst noch am Tage vor der Hochzeit mit zärtlich prüfendem Blick auf ihren tadellosen Glanz hin gemustert, von denen sie jedes feine Stäubchen sorgfältig entfernt, waren über und über mit kleinen, braunrothen Kistchen besetzt; Tische, Stühle, sogar I Sopha und Büffet waren damit vollgepackt. Und auf einem der rähselhaften Kistchen lag ein Brief, adressirt au den jungen Ehemann. In erklärlicher Wißbegier erbrach dieser das Schreiben und seiii Weibchen, das ja nunmehr ein Anrecht an Allem, was „Ihn" betraf, zu habeu glaubte, lugte ihm über die Schulter, und beide lasen die wenigen, inhalts- schweren Worte, die da geschrieben standen und so da lauteten. I „Beifolgend, lieber Schwiegersohn, die versprochenen Acht- tansend — in bester GüteErst blickten sie einander erstaunt an, dann ließen sie ihre Blicke über die achtzig wohl- | gezählten Zehntel Kistchen schweifen und schließlich brachen sie | beide in ein herzliches Lawen au§ — sie, die sie in dem Scherz so recht ihren lieben, lustigen Vater erkannte, er, da er's eben nicht „nöthig" hatte und die verheißenen Achttausend auch in dieser Gestalt als willkommene Mitgift betrachtete. * Berlin, 27. Januar. Die Frage, wie lange die Studirenden im Durchschnitt aus der Universität verbleiben, ist an sich nicht ohne Interesse - sie wird aber für die Politik des akademischen Unterrichts ir.it) der Staatsprüfungen geradezu wichtig. Nun stellt sich nach den neuesten amtlichen Berechnungen die durchschnittliche Dauer des Aufenthalts aus der Universität für evangelische Theologen auf 7,85, für katholische Theologen auf 10,70, für Juristen aus 7,17, für Mediciner aus 12,16, für Philologen u. s. w. aus 11,70 und für Naturwissenschaftler u. s. w. auf 11,16 Semester. Es muß hinzugefügt werden, daß die hier ermittelte durchschnittliche Dauer des Aufenthalts aus der Universität wegen der Wirkungen des ziemlich umsänglichen Facultätswechsels, welcher eine Verzögerung des Studienabschlusses mit sich bringt, nicht gleichbedeutend ist mit der durchschnittlichen I Dauer des Facultätsstudiums. * Nach der vom Statistischen Reichsamt veröffentlichten Statistik der Krankenversicherung der Arbeiter gab es Anfangs 1888 bereits 19573 Krankenkassen mit 4,842,226 Mitgliedern Vermischtes. * Marburg, 29. Januar. Die bei der letzten Personenstandsaufnahme im Herbst v. I. ermittelte Einwohnerzahl hiesiger Stadt ergab 14021, worunter 649 Militärpersonen. * Wetzlar, 28. Januar. Die Bewohner unserer Vorstädte, namentlich die vor der Neustadl wohnenden Bürger- Hatten gestern Abend allen-Anlaß, mit Besorgniß der Nacht errtgegenzusehen. Die Dill war nämlich im Laufe des Tages so enorm gewachsen, daß das ganze weite Feld wie ein einziger See aussah. Breit und trüb wälzten sich die Fluthen gegen die Brücke, deren Bogen natürlich in keiner Weise dazu ausreichten, die andrängenden Wassermassen durchzulassen. Wesentlich durch die hierbei veranlaßte Stauung wurde die Ueberfluthung der ganzen umliegenden Gemarkung veranlaßt. Uebrigens hegte man vielerseits wirkliche Sorge wegen der Brücke, von der man glaubte, daß sie einer länger andauernden Überschwemmung nicht mehr Stand halten und einstürzeu werde. Jedenfalls ist gestern wieder einmal dringend erwiesen worden, wie nothwendig der Umbau der Brücke, zu dem ja glücklicherweise die Gelder bereits bewilligt sind, in der Reiskirchen, 29. Januar. Herrn Bürgermeister Heinrich Jünger IV. wurde von Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für langjährige treue Dienste" verliehen. Bad-Nauheim. Das Ministerium hat das Gesuch des hier ansässigen Rentners Manice aus Newyork um Con- cessionirung einer Dampfwagenbahn von dem Bahnhof über die Parkstraße nach dem Johannisberg abschlägig beschieden. Maßgebend für die Entscheidung dürfte die Opposition verschiedener Hausbesitzer gegen das Project und das ungünstige Gutachten mehrerer Aerzte gewesen sein. Die Ablehnung ist nach allgemeiner Ansicht hier aufs Höchste zu bedauern. Herbstein, 27. Januar. Durch die in den letzten Tagen stattgehabten starken Niederschläge wurde unserem Nachbarorte Rixfeld eine solche Wassermasse zugeführt, daß der größte Theil des Ortes, worunter auch die Kirche, von diesem Elemente stark heimgesucht wurde. Das Wasser drang nicht allein in die Keller, sondern auch in die Wohnhäuser, Stallungen re., und machte auch die nach Rixfeld führende Staatsstraße unpassirbar - nunmehr ist der Wasserstand etwas im Abnehmen begriffen. Herbstein, 27. Januar. Während die umliegenden Orte von der Influenza stark heimgesucht wurden, ist dies dahier bis jetzt nicht der Fall gewesen. Erst im Laufe weniger Wochen ist dieselbe in ganz geringem Maße dahier aufgetreten und ist nunmehr ein Abnehmen derselben zu beobachten. und zwar 3754 Ortskassen mit 1,909,046 Mitgliedern, 5724 Betriebs(Fabrik)-Kassen mit 1,374,683 Mitgliedern, 1838 eingeschriebene Kassen mit 727,127 Mitgliedern, 7343 Gemeindekassen mit 628,985 Mitgliedern, 466 landesrecht- tiche Kassen mit 143,374 Mitgliedern, 350 Jnnungskassen mit 41,700 Mitgliedern, 98 Baukassen mit 17,311 Mitgliedern. Es geht hieraus hervor, daß schon Ansangs 1888 unter den 7 durch das Gesetz eingerichteten bezw. zugelassenen Kassenarten die Ortskrankenkassen die größte Anzahl von Mitgliedern zählen. Es gehörten den Ortskrankenkassen 39,4 pCt. aller Versicherten an. * Graz, 27. Januar. In der Strafanstalt Karlau bei Graz starb der vom Schwurgericht Botzen zu 18 Jahren I Kerkers verurtheilte Gattenmörder Henri Tourville, I dessen Verbrechen seinerzeit so großes Aufsehen erregte, 53 Jahre alt. * Am 8. d. M. feierte Hans v. Bülow seinen 60. Geburtstag und erhielt aus diesem Anlaß von vielen Seiten Glückwünsche. In Deutschland circuliren nun originelle Er- | wider ungskarten, welche der ewig frondirende Künstler an alle Gratulanten versendet. Aus denselben ist., der „N. Fr. Pr." zufolge, zu lesen: „Dr. Hans v. Bülow, Hof- capellmeister und Hauspianist Sr. Majestät des deutschen | Volkes". * Düsseldorf, 28. Januar. Gestern Vormittag gegen lli/2 Uhr, als der Sturm in seiner ärgsten Kraft wüthete, wollte der Pächter der Grimlinghausener Rheinfähre, J o h. Pascher, Vater von sieben Kindern, ein Boot mit acht Insassen von der rechten zur linken Rheinseite übersetzen. Inmitten des Stromes setzte der Sturm mit solcher Gewalt ein, daß das Segel riß und das Boot trotz aller Anstrengung kenterte. Es war entsetzlich für die am Ufer stehenden Personen, die Hülseruse zu vernehmen, ohne Hülfe bringen zu können. Von der aus acht Mann bestehenden Besatzung des I Bootes sanden, nach der „Eres. Ztg.", sieben ihren Tod in den Fluthen, darunter der Fährmann I. Pascher, dessen 15 Jahre alter Sohn Mathias, der Schneider Wilhelm Bauer und der Arbeiter Michael Krüll aus Neukirchen, letzterer I Vater von sieben Kindern, ein Milchmädchen und ein Junge I aus Grimlinghausen, und ein junger Mann aus Uedesheim, I der nächsten Samstag heirathen wollte. Der Arbeiter Hart- I stein, ein geübter Schwimmer, an dessen Bein sich zwei andere Bootsinsassen festklammerten, wurde von vier anderen Schiffern, die herbeieilten, noch rechtzeitig gerettet. * Newyork, 27. Januar. Auf dem hier im Dock liegenden, mit Jute von Calcutta angekommenen Schiffe „Philomele" brach Feuer aus. 10 Feuerleute verloren bei dem Löschen I in dem furchtbaren Rauche die Besinnung. Die Ladung That ist. * Frankfurt a. M., 30. Januar. Unter der Spitzmarke „Musikalisches" schreibt der „Gen.-Anz.": In einem Hause des vornehmen Westens war die Clavierseuche ausgebrochen. Vier Stockwerke — vier Elaviere, vier Meths- p arteten — vier saitenzermarternde Jungfrauen und Jünglinge: 24 Tagesstunden und 15 Stunden unausgesetzten Geklimpers. Das war genug, um die Nachbarn rasend zu machen. Zunächst wurden sie dies jedoch nicht, sie machten vielmehr den Einwohnern des musikalischen Hauses höfliche Vorstellungen, man verschrieb ganze Ballen Papier und begründete eingehend die höfliche Bitte um eine geringe Einschränkung des musikalischen Sportes, ja man warf sich in Frack und weiße Binde und suchte allerunterthänigst um eine Audienz nach, um auch mündlich die gerechte Forderung vorzubringen. Hier ward man höflich hinauscomplimentirt, dort wurden halbe Versprechungen gemacht, aber es blieb alles beim Alten. Nach wie vor ertönte aus dem Erdgeschoß das „Gebet der Jungfrau" in die Lüfte, stiegen aus dem ersten Stockwerk die Töne auf ihrer Leiter lustig und unaufhörlich auf und nieder, erklangen aus den anderen Stockwerken das Misere aus dem „Troubadour" und das wehmuthsdurchzitterte „Es wär so schön gewesen". Da lies, wie man zu sagen pflegt, den Nachbarn doch die Laus über die Leber. Man hielt Rath und kam zu der Einsicht, daß hier nur Selbsthilfe am Platze sei. Worin diese bestehen sollte, werden wir gleich erfahren. Es war Vormittags gegen 9 Uhr. Das musikalische Haus war aus dem Schlafe erwacht und bereits ertönte es präludirend aus allen Fenstern — da fielen aus dem Nachbarhofe lustig und quietschend die Klänge einer Drehorgel ein. In das „Gebet der Jungfrau" mischten sich die profanen Töne des „Fatinitzamarsches"; im Nu fiel eine zweite Drehorgel mit einem Walzer aus dem „Zigeunerbaron", eine dritte mit „Freut Euch des Lebens" und eine vierte mit der ewig jungen „Donna Theresa" ein. Und während des tollen Tohu-Wabohu stürzten an alle Fenster des musikalischen Hauses wuthentbrannte Gesichter und sahen im Nachbarhofe vier grinsende Leierkastenmänner, die von den gemarterten Anliegern engagirt waren, um den Nachbarn einen Begriff von musikalischem Genuß beizubringen. Die Leetion soll geholfen haben, freilich soll der Act der Selbsthilfe aber auch eine Anklage wegen groben Unfugs nach sich ziehen. Jedenfalls dürfte der musikalische Proceß, wenn er zum Austrage gelangt, für weitere Kreise von In- Dame Haus und dort rückt der Herr Prälat mit der etwas „faustisch" anhebenden Frage heraus: .....„Darf ichs wagen, Nach dem Namen Sie zu fragen?" Und das rasche Musenkind Schnell auf Antwort sich besinnt: „Aus der Frage kann ich sehn, Daß sie nie zur Oper gehn; Als die erste Sängerin Jedermann bekannt ich bin. Nun ist wohl an mir zu fragen, Und ich bitte Sie, zu sagen, Wer mir unterm Schirm soeben Gütig das Geleit gegeben?"-- „Aus der Frage kann ich sehn, Daß Sie nie zur Kirche gehn; Alle Frommen kennen mich, Denn der Herr Prälat bin ich!" * Selbstgefühl. Gelegentlich der Trauerfeier für die Kaiserin Augusta, so erzählt der „Hann. Cour.", redet in der Schule der betreffende Lehrer von den Schicksalsschlägen, welche in den letzten Jahren unser -Kaiserhaus getroffen. I Als derselbe jedoch auch aus den Segen hinweist, der dem Kaiser Wilhelm II. in seinen fünf hoffnungsvollen Spröß- lingen erwächst, ruft ein sechsjähriger A-B-C-Schütz, der elfte Sohn eines Kaufmanns, triumphirend aus: „Die könne« an uns nicht tippen (d. h. sie kommen nicht gegen uns auf), denn wir sind unserer elf!" * Zu arg. Gläubiger (wüthend): „Herr, wann wollen Sie eigentlich einmal zahlen?" (Schuldner schweigt.) — Gläubiger (in höchsterWuth): „So, die Antwort bleiben Sie mir auch noch schuldig?" * Paffendes Geschenk. A.: „Wenn ich nur wüßte, Waich eigentlich meinem Onkel zum Geburtstage kaufen soll. Er ist nämlich so furchtbar geizig, — schenke ich ihm etwa-, so benutzt er es doch nicht i" V. • „Ach, das ist ja herrlich! Da fülle ein halbes Dutzend Flaschen mit Wasser, verkorke und versiegele sie gut und kleb darauf: Alter Rheinwein 1780!" * Wer nur einmal geliebt hat, soll nicht mitrede«- er ist der Mann, der nur einmal eine einzige Cigarre geraucht hat, und die erste bekommt dem zarten Alter meist übel. _ wurde stark beschädigt. Rian wurde der Flammen erst Herr, als man das Schiff ms Wasser sinken ließ. — Die Fabrikanten des Aufzuges des Eissel-Thurmes, Otis Brothers in Newyork, haben einen Proceß angestrengt, um den ihnen gebührenden Antheil am erzielten Gewinne des Thurmes zu erhalten. — Der Kassier des Newyorker Postamtes, George Lounsberry, beging Selbstmord, als seine sich aus 30000 Dollars belaufende Unterschlagung ans Licht gekommen war. * Newyork, 28. Januar. Zu viel Hilfe in der Noth. Eine Amerikanerin hatte vor einiger Zeit einen Preis von 100,000 Fr. für ein Heilmittel gegen Krebs ausgesetzt. Seitdem ward ihr Haus in Clatonsen von Bewerbern um den Hunderttausendfrankenpreis förmlich belagert, während die Post täglich ganze Wagenladungen von Zuschriften bringt. Die kranke Dame hat sich daher genöthigt gesehen, den Preis wieder zurückzuziehen und sich von Neuem den Aerzten anzuvertrauen, die sie bisher bebandelt haben. * Ein origineller Miethzins. Ein Fischhändler in Wittenberg hat an seinen Wirth für die Erlaubniß, aus dem Hose einige Fässer lagern zu dürfen, täglich einen Häring zu entrichten. Die Häringsmiethe wird pünktlich jeden dritten Tag vom Empfänger abgehoben. * Zur Gruß-Reform. Die Zeitungen brachten kürzlich die Nachricht, daß in Graz sich eine Anzahl Männer zusammengethan, um den militärischen Gruß auch für Civilisten' durchzusetzen. Es dürfte alle Freunde dieser Bestrebungen — und solche werden es wohl viele sein interessiren, wie Goethe über das lästige Hutabnehmen dachte. Er sagt: Ehret die Frauen, begrüßt sie mit Neigen, Begrüßt sie mit freundlichem, sittioem Beugen Des bedeckten männlichen Haupts! Glaubts dem erfahrenen: Jede erlaubts'. Wollt Ihr trotz hippogratischem Schelten Denn mit Gewalt das Genie Euch erkälten? Lasset die Hüte, die stattlichen Mützen Fest auf der Locke, auf Glatzen fest sitzen! Grüßet mit Worten, grüßt mit der Hand, Ehret die Sitte, schont den Verstand! * Prälat und Sängerin. Ein hübsches Erlebniß, das der kürzlich zu Stuttgart verstorbene Dichter und Prälat Carl von Gerok einst gehabt haben soll, besingt eine Ravensburgerin, Frl. Thekla Schneider, im „Oberschw. Anzeiger". Nachdem sie zuerst in schwärmerischen Worten die Pracht eines Frühlingstages in den K.-Anlagen geschildert — die Sonne scheint hell neben regendrohenden Wolken — sagt die Dichterin: Auf dem Philosophenpfad — Sinnend kommt ein Herr Prälat . . . Vorsichtig trägt er einen Regenschirm in der Hand, indeß eine bekannte Stuttgarter Sängerin aus dem Seitenwege arglos und keiner Tücke des Regengottes gewärtig daherschreitet. Plötzlich sängt es an zu tröpfeln, es regnet stärker, und der Herr Prälat, ebenso christliche Nächstenliebe als ritterliche Galanterie übend, tritt herbei, die Sängerin zn „beschirmen". Keines kennt da- Andere. Sie wandeln in freundlichem Gespräche vor der der 9?otL ; b'nen Preis iWi’ bit6rtSänb[er « täglich oh, auf de» Mtafafu £ ®s* ■ .n ^UB °»-h fc ”lle 6«imbe bitjtr « M Viele (ein _ “|h9c Hmbnkhmk« mit Reigen, i'titoem Beuaen lupts! e erlaubte n Schelten buch eilten? Uchen Mühen .^eufestiitzrnt ti der Hand, erstand l hübsches Mebmtz, dar w Dichter und Prälat olt, besingt eine Ravens- n „Oberschty. Anzeiger", scheu Warten die Pracht Ingen geschildert — die ndeu Wolken — sagt die ad — Sinnend kommt igt er einen Regenschirm :e Stuttgarter Sängerin keiner Tücke des Regen- Mötzlich sängt es an zu der Herr' Prälat, ebenso e Galanterie iibenb, tritt en". Keines kennt bat chem Gespräche vor der r Prälat mit der etwas nne des r tne, 115 feine 'n*'"»' 19,119 °"s Ä J äVÄs M!-^ al- M, W sragrnt" ktnd id) besinnt', ich sehn, er gehn; lerin h bin. zu fragen, tagen, ( jtrm soeben leben?" - " i ich sehn, rche $n; n mich, SlatbiniL. 9er JMWtfeiet für die tan 6«.", «d-t " Len Sch'-ki°>sichl°gk"' Ä ;[acn hinweist, der '♦Sä!“ men nW 9ey hV he«, w°n" ,>'wwott ;x nut roiife *» F-n" “ k-nf-" f« ' , Geburtstage 4/ $. »'**'„ ”et' h*.,'£S i-i •' efomi”1 Eingesandt. Gießen, 30. Januar. Eine Stätte, wo achter Patriotismus gepflegt wird, ist unzweifelhaft der Gießener Eisenbahnbeamtenveretn, welcher Dienstag (Vereinsabend) den 28. ds. Mts. den Geburtstag Seiner Majestät des Deutschen Kaisers in Lonys anmuthigen Räumen feierte. Nachdem die Feier durch eine schneidige, von Patriotismus getragene Rede durch Herrn Stationsvorsteher Heidt etngeleitel war, wurden Ztthervorträge durch die Herren Photographen Gebr. Müller in wahrhaft kunstvoller Weise zu Gehör gebracht, welchen eract vorgetragene Klavierstücke, ausgeführt durch die Geschwister Frl. Burghard, folgten, alsdann trat Fidelitas in ihre Rechte und sah man selbst mehrere ältere graubärtige Herren munter das Tanzbein schwingen. Das Fest, verschönt durch einen reichen Damen- fior, wurde äußerst animirt, wozu der ausgezeichnete Stoff das Seinige beitrug. Das Fest verlief in sehr heilerer ungezwungener Weise und nahm Jeder das Bewußtsein, einen wirklich schönen Abend verlebt zu haben, mit nach Hause. Der aufmerksamen Be- dienung durch Herrn und Frau Lony gebührt besonderer Dank. | § — Fays ächte Sodener Mineral Pastillen, in heißer Milch aufoelöst und während des Tages wiederholt genommen, leisten bei Influenza-Epidemien treffliche Dienste. Durch ihre ausgezeichnete Wirkung auf die afficirten Athmungsorgane wird die Heftigkeit, die Beschwerden und die Dauer der Krankheit sehr gemildert resp. gekürzt. Erhältlich in allen Apotheken und Droguen * 85 65 Schissrnachrichter». — Nach einer Zusammenstellung Seitens der Etnwanderungs- behölde in Newyork wurde von nachstehend verzeichneten Linien die folgende Anzahl Passagiere im Jahre 1889 dort gelandet: *) Außerdem beförderte der Norddeutsche Lloyd tm Jahre 1889 nach Baltimore 482 Cajüts- und 26146 Zwtschendeckspassagiere. Name der Gesellschaft Woher Cajüte Zwischendeck Norddeutscher Lloyd . . . Bremen 16436 60469*) Hamb.-Amer. Pack.-A.-G. . Hamburg 5306 34672 Cunard Linie..... Liverpool 16028 26850 Inman Linie..... ff 12962 26055 White Star Linie.... 7247 25001 General Transatlantic . . Havre 9330 23398 Red Star Linie .... Antwerpen 4091 22318 Guion Linie...... Liverpool 5922 15815 Anker-Linie...... Glasgow 9484 12604 Nieder!. Amerik. D.-G. . . Rotterdam 2209 10163 National-Ltnie..... Liverpool 1347 8120 State Linie...... lÄlasgow 3071 7702 Union Linie...... Hamburg — 5815 Nieder!. Amerik. D.-G. . . Amsterdam 1368 5753 Thingoalla...... Eopenbagen 610 4809 Anker-Linie...... Liverpool 3020 3409 Baltische Linie..... Stettin 20 2546 Verkehr, Land- nnd Volk-wirthschaft. — Im Jahre 1890 finden in Gießen die Krämer- u*> Biehmärkte wie folgt statt: Kram- und Viehmärkte: 18. und 19 März, 1. und 2., 22. und 23. April, 13. und 14. Mai, 24. und 25. Juni, 22. und 23 Juli 5. und 6. August, 2. und 3. September, 21. und 22. October, 18. und 19. November, 9. und 10. December. Viehmärkte: 4. und 5., 18. und 19. Februar, 4. und 5. März, 8. und 9. Juli, 19. August, 23. September. Nademanns Kindermehl, Medaille, unerreicht i. Näbrwerth und Leichtverdaulichkeit, ist nächst der Muttermilch «tatsächlich die beste und zuträglichste Nahrung für Säuglinge. Zu haben ä 1.20 pro Büchse in allen Apotheken, Drogen- und Colontalwaarenhandlungen. [7 Gottesdienst der israelitischen Keligionsgesestschast. Freitag Abend 430 Uhr, Samstag Vormittag 830 Uhr, Samstag Nachmittag 300 Uhr, Samstag Abend 540 Uhr. m Länge und 15—32 cm Durchmesser b—22 200 von m Länge und 16—30 cm Durchmesser 9-20 270 von m Länge und 8—14 cm Durchmesser 4—16 141 von Stück 48 rm // Buchen-, 800 Eichen-Reiserwellen Die Flaschenbierhandlung von Daniel Heil Dr. Dieffenbach 881 an. an. Freie Lieferung. Langjährige Garantie. Bedeutende Auswahl. 7945 Wilk. 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September 1890 an auf zehn Jahre verpachtet werden. Die Mühle, seit 35 Jahren an die Familie Christ verpachtet, rst 1880 nach dem neuesten System vollständig neu umgebaut und eingerichtet worden, hat eisernes vorzügliches Wasserrad, zwei Mahlgänge, eimn Walzen- stuhl Putzerei rc. :c , neues Wohnhaus und Oecvnomiegebäude. 30 brs 40 Morgen Land, unmittelbar an der Mühle liegend, sollen mitvcrpachtet werden. Zur Uebernahme sind circa 25 000 «AL erforderlich und auf Wunsch nachzuweisen. Nähere Auskunft ertheilt Di« Freiherrlich v. d. Hoop'sch« Gutsverwaltung aus der Sckmitt« bei Nodheim a. d. B»eb«r. [903 Die Zusammenkunft ist auf dem Abtriebsschlag am Weg von Mühllachsen her. Dienstag den 4» Februar, Ansang genau 9Vr Uhr Vormittags im District Konzebühl: Bouquet», Rränze und dergleichen superfeine Vanille-Chocolade und die ausgezeichneten Kaiser-Täfelchen Mk. 0,80 Mk. 1.25 (Jeder Bonbon und jedes Täfelchen ist mit der Firma der Fabrik versehen.) Vorräthig in den meisten Verkaufsstellen Stoll werckscher Chocoladen und Cstcao’s: durch Firmenschilder kenntlich. Die Zusammenkunft ist auf der Chaussee von Lich nach Gießen am Damm des unteren, jetzt abgelassenen Teichs. Lich, am 23. Januar 1890. Das Lettfedern-Lager Schliemann & Kähler in Hamburg versendet portofrei gegen Nachnahme «ute Bettfedern 8D Piund für..........«AL • ej^ Pfund vorzüglich gute cAL H ^5 • • Pfund la. Halbdaunen «A(/ fl • 8^ Piund la. Daunen... • Schellfische treffen Donnerstag Abend ein. Elegante Herren- und Damen Stiefel sowie gewöhnliche Sorten habe eine Parthie , _ 726 zum Ausverkauf übernommen- Louis Rothenberger, Neuenweg 22. empfiehlt: Bier der Actien-Bruurrei Lichen Nutz- und Brennholz - Versteigerung in der fürstlichen Oberförsterei Lich. Montag den 3. Februar, Anfang genau 9Va Uhr Vormittags im District Langeberg bei Mühlsachsen: Freitag und Samstag wird zum letztenmal holländ. Asth- kraur, Zwiebeln und sonstiges Gemüse auf dem Brandplatz * verkauft [928 / „ W-K..jfinlif -rt'i'rr * i 'l 6 Medaillen u. Ehren-Diplome. | Loeflun/j Uhr, Anfang 8 Uhr, Ende IO1/« Uhr. GeHrudisbrunnign. Natürlich kohlensaures Mineral-Wasser. Labetrunk für Gesunde und Kranke. Empfohlen von vielen ärztlichen Autoritäten sowohl in In- wie Ausland. Zu haben in Gießen bei Frau L. Kalkhof Wwe., Seltersberg. Genannte Firma wird jederzeit in der Lage sein, dem vorhandenen Geschäfts - Verlegung. Bon heute ab befindet fich mein Laden W Seltersweg 35. 3« seinem Benefiz erlaubt sich erqebenst einzuladen Richard Lerch Iagiwrrpachlung. Die der Gemeinde Alb ach zustehende Wald- u. Feldjagd soll Montag den 3. Februar, Vormittags 10 Uhr, aus dem Bureau unterzeichneter Bürgermeisterei unter den im Versteigerungstermine bekannt gegebenen Be- dingungen öffentlich meistbietend auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. Albach, am 24. Januar 1890. Großherzogl. Bürgermeisterei Albach. Balser. 805 Redaction: A. Scheyda. - Druck und Verla« der Brübl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen verein Heiterkeit Samstag dein t« Fcbniar») Abends S Uiirt Fahnenweihe mit COUCEBT und BALL UM Bekanntmachung ersucht. Marburg und Nordeck, am 29. Januar 1890. Der Waldvorstand.- Röhr. Wirker. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem schmerzlichen Verlust meiner innigstgeliebten, unvergeßlichen Gattin, sowie für die überaus reiche Blumenspende sage ich im Namen der trauernden Hinterbliebenen herzlichen Dank. meindewald Kirschberg 49 Stück Eichenstämme — 58,53 GoAMtz'EOt m E, Wasserschieben, Bankgeschäft FranSfrrrter Börse vo« 30. Januar 1890. Schlußcourse 1 Uhr 15 Min- versteigert. Im Auftrag: Hoffmann. H fg®* Stelleusuchende jeden Be- WrufS placirt schnell Reuters Bureau Mn Dresden, Maxstraße 6.982^ 803] Ein eins, möbl Zimmer zu vermiethen. Lindengasse 1. Rutzholz- Bersteigerung. Am Donnerstag den 6. Februar d. Js., von Vormittags 10 Ubt an, sollen in der Stelzen- bach'schen Wirthschast in Nordeck aus der dasigen Waldung versteigert werden: 270 Fichtenstämme 3-, 4., 5. Klaffe von ca- 100 Fstmtr-, 700 Fichtenstämme (Nutzstangen) 1.-3. Klasse, 2000 Fichtenftämme (Bohnenstangen), 2 Buchenwerkholzstämme, 1 Eichenbaustamm. Die Schutzbeamten werden auf Ansuchen die Hölzer vorzeigen. Die Herren Bürgermeister werden Laura, Stubenmädchen Helene Pauli. Johann, Kellner Otto Frank. Das Versprechen hinterm Herd« Liederspiel in 2 Acten von A. Baumann. Personen: 107.60 4 pCt- Ungar. Goldrente 1221" 5 „ Italiener Rente 106 70 Oesterr. Silberrente Otto Frank. Albert Ullrich. * * *. Adam Reiners. 720] In meinem Hause in der Eder- straße 7 ist der Mansardeuftock mit 3 Zimmern, Corridorabschluß, Küche, Speisekammer, Wasserleitung, Kellerund Sveicherräume vom 1. Februar ab zu vermiethen. Jacob Helfenbein, Marburgerstr. 83. Telegraphischer C-ursbericht der Berliner Börse vom 30. Zanuar 179 901 DtÄcouwsLoA.-Antheile 4 pCt. Reichsanleihe 3V2 , 4 „ Preuß- ConsolS 8 Vs * it w 630] Ein schönes Familienlogis, 5 Zimmer mit Wasserleitung und allem »Zubehör, per April oder später zu vermiethen. ___Neustadt Nr- 8. 766] Zwei^ Familienlogis nebst Stallung und Grabland zu vermiethen. Frankfurterftraße Nr. 165, vis-ä-vis dem neuen Maschinen-Schuppen. 89] Wallthorstraße 71 I. St. (früher Meyerfeld'sche Besitzung), schöne Wohnung von 6 großen Zimmern rc. rc, schönem großem Garten, per April beziehbar, oer- miethet L. Seuling Asterweg 48. 542] Die L und 2. Etage in meinem Hause, bestehend aus je 5 Zimmern mit allem Zubehör, großem Bleichplatz rc., sind per März und April anderweit zu vermiethen. Heinrich Ruckstuhl II-, Asterweg 50. 601] Hammstraße Nr. 12 ein kleines Familien Logis mit Zubehör zu vermiethen. Näheres__Lahnstraße 11. 95] Die Bel - Etage meines Hauses, Ludwigsplatz 9, ist in Folge Berufung des Herrn Professor von Hippel nach Königsberg zum 1. April d. I zu ver- mktfrn.— L _ MyliuS. 858] Im Neubau Schiffenbergerstraße 43 ist der 2. Stock, 4 schöne Zimmer, Küche, Speisekammer, Corridor, nebst Zubehör zu vermiethen. Johannes Lepper. 814] Freundliches Logt« im Hinterhause, 2 Zimmer, 2 Cabinette, Küche und Zubehör, zu vermiethen. ____________ Bahnhofstraße 24. 305] Kleines Logis zu vermiethen. Lina Greiner, Frankfurterftr. 103. 863] Ein kleines möblirtes Zimmer in guter Lage billigst zu vermiethen. Näheres in der Exped. d. Bl-_______ die sich vorzüglich zu Ofen- und Kesselfeuerung eignet, und offerirt die 10,000 Ko. ab Station Herborn zu Mk. 98.— 790 Gknmkschlsit der SreiimhljkHgnibf „Wohlfahrt" in Herborn. Vermischte Anzeigen. 909] Eine kleine Familie sucht ein Logis von 3 Zimmern. Off. unt. L. B. an die Exped. d. Bl. _____ Wohnungsgesuch. Suche per sofort eine Parterre -Wohnung, möglichst mit Hof oder Garten, innerhalb der Stadt Wittwe Mothe, 244.90 178 00 Dresdener „ , „ 184.20 Berliner Handelsgesellsch-Antheile 196.80 Oesterr. 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Bl. s926 900] Für Flickarbeiten wird eine Näherin an einem Tag in der Woche gesucht. Anmeldungen in die Expedition dieses Blattes erbeten.__________________________ 927] Ein junges Mädchen tagsüber zu einem kleinen Kinde gesucht. ____________________Südanlage 18 I. Eine deutsche Feuerverstcherungs- Gesellschaft sucht für Gießen und Umgegend einen tüchtigen Vertreter unter günstigen Bedingungen. Offerten unter „Feuer" a. d. Exped° d. Bl. 820 Für eine kleine Oeconomie wird per 1. März ein Bursche mit guten Zeugnissen gesucht. [865 Von wem? sagt die Exped- d- Bl. Wermieihungen. 913] Ein Familienlogis, 4 Zimmer nebst Zubehör, per 15. April zu vermiethen. Hch. Bourgeois, Kirchenplatz 18. 919] Ein Logis zu vermiethen. __________________ Kreuzplatz 11. 899] Mittlerer Stock (7 Zimmer nebst Zubehör) zu vermiethen- _______L. Bramrn, Ostanlage 31. ~ 902] Der untere Stock Bahnhofstraße Nr. 64: 6 Zimmer mit Zubehör per April zu vermiethen. Wilhelm Reiber, Bahnhofstraße 66. 924] Ein Logis und mehrere Zimmer vermiethet S. Elsoffer, Marktstraße 27. " ___~ , ’ „ ' ~ 4101 2)ie 00N jperrn vr. meu. ziuciil-o Montag den 10. Februar innegehabte Wohnung ist anderweit zu d. A., Vormittags um Vrll Uhr, soll die Jagd der Gemarkung Feldheim 742] Ein tüchtiger Hausbursche gesucht- Steins Garten. Neues Theater, Giessen (Direotion: Adam Reiners). 920 Freitag den 31 Januar: Einmaliges Gastspiel des Erl. Toni Tusch vom Stadttheater in Frankfurt a. M. Benefiz für Herrn Kapellmeister Eerch. Äusser Abonnement Äusser Abonnement Vereinskarten ungültig. „Des Nächsten Hausfrau6*. Schwank in 3 Acten von Julius Rosen. Personen: Fstmtr., von 3 bis 9 Meter Länge, 40 bis 60 Ctm. Durchmesser ; beste Qualität; die Hälfte der Stämme enthalten 2 bis 3,50 Fstmtr-, 2) 36 Rmtr. Eichenscheit zur Versteigerung. Der Anfang beginnt bei Nr. 1 des Stammholzes. Roßbach, den 28. Januar 1890. 906 Frink, Bürgermeister. Samstag den1.Mruar, von 9 Uhr Morgens ab, werden an der Ecke der Löwengaffe und Bahnhofstraße eine große Partie altes Bauholz, Dielen, Fenster, Thüren, gute Dachziegeln u. dgl. meistbietend versteigert.910 Versteigerung. Samstag den 1.Februar 1.3 , Vormittags 9 Uhr, versteigere ich in Allendorf a. d. Lda.r 1 Holzschneidmaschine, 3 Hobelbänke, 6 neue Bettstellen, 1 Bretterhütte mit Ziegeldach, verschiedene Schreiner-Utevsilten, Dielen, Leisten und Holzabfälle gegen Baarzahlung. Versammlung vor dem RathhauS. Gießen, den 29. Januar 1890. ~~ * Fräulein Toni Tusch a. G. Ms-K M? feit möbToi^L32. Mia^ä mo®HFVHE«6qB. »en. -9J-SÖtoe D WtsSse«. Ä*Äss »»rnietV* * Sch-«- u °-^h7» * obtt °hne "lchte Anzeigen. ? FEine Familie sucht cin LkT" °ff-«At •wiff, 'N sofort tittt kr re-Wohnung ” Wittwe Rothe, _____^tnbeTgartnetln. ' ^5\7^3eTS ^:, ^,C*'3 ^nais das M widerrechtlich mitnahm, dasselbe bis zum Freitag r-bruar, AbcndS, in der tton Spies zurückzugeben, s,er gerichtlich belangt wird. besucht :r Pferdeknecht für Oeconomie inen Brodwagen zu fahren- gt die Exped. d. Bl. [926 ür Flickarbeiten wird eine an tinttn Lag in der Woche nfltn in bie Expedition dieses eien._______________________________ i junges Mädchen tagsüber einen Kinde gesucht. ______MüMge 1BI._ uW Feuerversichernngs- lst sucht für Gießen und einen tüchtigen Vertreter ifligm SedinWI-n. i unter „5* «■ b- ®fg ine Keine Demnomie wirb per , ein «ursche ®il 3ut“ tn gefugt. . ,L eSSL-s sSfitf.'1 ZSSS reitag den 3'JeTdes Frl. SÄ'ff" “““"12 jonnement Mjx. •elnskarten U frau-. -- Personen: skL " ö““b“' jßn *1?* -!°° Anni ßjif' Lute^ohüli-g. .Tobtet ^ 9^. Cellner ■ech®”, «» ‘ . \Virth albert L * •in i5°.bD Reiner8; / K\^w Ada® h, G. -11 An die Wilhlkr des 1. hessischen Weich stags-Wahlkreises. Unser seitheriger Abgeordneter Herr Geheimer Kommerzienrath Buderus hat nach fünf Jahren opferwilliger und ersprießlicher Thätigkcit die Annahme einer Wiederwahl in den Reichstag endgiltig abgelehnt. Den Diensten, die er uns in ernster Zeit geleistet, bleibt unsere warme Dankbarkeit gesichert. An seiner Stelle schlagen wir unseren Gesinnungs-Genossen in Stadt und Land Hm» Alsstsitzkr Karl Sdilrukr auf dem Hardthof bei Gießen zur Wahl in den Reichstag vor. ' ~ 7 ’ 16 Seit langen Jahren ist er der Vertrauensmann seiner Bernfsgenossen nnd als II. Vorsitzender des landwirthschaftlichen Vereins für Oberhesfen unter unfern Wählern allgemein bekannt. Zum Abgeordneten gewählt, würde er als treues Mitglied der Partei eiusteheu für die Aufrechterhaltung der Wehrkraft des deutschen Reiches, seines Heeres und seiner Flotte; denn der Weltfriede, der uns durch die Weisheit des Kaisers und die Staatskunst des Fürsten Bismarck bisher erhalten worden ist, ruht am letzten Ende doch ans der Ueberlegenheit unserer Waffen über jeden Feind nnd über jedes Bünduiß von Feinden. Er würde ferner einstehen für den Schutz der deutschen Schule, der deutschen Wissenschaft und der Freiheit des deutschen Gewiffeus gegen die offenkundigen Bestrebungen der Ultramontanen, die bei den Dentschfreisiunigen seither reichliche Unterstützung gefunden haben. Er würde einstehen für den Schutz der deutschen Arbeit, die dem Zolltarif von 1879 einen mächtigen Aufschwung, der Handels-Politik des Fürsten Bismarck neue überseeische Absatzwege zu verdanken hat. Nicht minder würde er sich angelegen sein lassen die Erhaltung und Belebung des selbstständigen Handwerks und im Besondern würde er sich widmen der Förderung der Landwirthschast. Die jetzigen Getreide-Zölle müssen fortbestehen, so lange die Landwirthschast ihrer bedarf zum Schutze ihrer redlichen Arbeit gegen die Masfen-Einfuhr fremden Getreides, das unter Bedingungen erzeugt und auf den Markt geworfen wird, mit denen dem deutschen Landwirth ein Wettbewerb nicht möglich ist. Die von den Antisemiten gerügten Uebelstände im Handel und Geschäftsleben, insbesondere die wucherische Ausbeutung des Volks bei vielen Börsen- und Handelsgeschäften bekämpfen auch wir — aber ohne Rücksicht darauf, ob diese Ausschreitungen von Christen oder Juden begangen werden. Unser Candidat würde jederzeit bereit sein, Maßregeln zuzustimmen, die zur Abstellung dieser Uebelstände geeignet sind, aber er wird nicht in den Fehler der Antisemiten verfallen, dafür einseitig eine ganze Bevölkerungsklasse verantwortlich zu machen und somit mittelbar und unmittelbar Haß und Verhetzung gegen Schuldige und Unschuldige zugleich zu schüren. Er ist ein überzeugter Anhänger der sozialen Reform-Gesetze. In den Gesetzen über die Zwangs-Versicherung gegen die Folgen von Krankheit, Unfällen, Altersschwäche und Arbeits-Unfähigkeit erblickt er mit uns die großartigste Schöpfung, welche jemals eine starke Monarchie in Verbindung mit einem wohlgesinnten Parlament zustande gebracht hat. Die Wohlthaten dieser Gesetze kommen ebenso sehr der ländlichen wie der städtischen Arbeiterschaft zu gute, und es ist eine heilige Pflicht aller Patrioten, die theilweise absichtlich verbreiteten Mißverständnisse zu zerstreuen, welche verhindern, daß dieser Sachverhalt zum allgemeinen Bewußtsein komme. In dem Maße, in welchem das deutsche Reich allen Ländern der Welt voranschreitet mit Gesetzen über Arbeiterfürsorge, wie sie noch niemals in der Geschichte gegeben worden sind, in dem Maße haben auch seine Leuker das gute Gewissen, das man haben muß beim Einschreiten gegen solche Parteien, welche unter dem wohlklingenden Namen „Freiheit" den Bürgerfrieden untergraben und, wenn ihnen nicht gewehrt wird, die Bürgerfreiheit vernichten würden. Denn ohne Bürgerfrieden kann Bürgerfreiheit nicht bestehen. Vor solchen Parteien darf der Staat nicht entwaffnen, denn es ist seine Pflicht, den ruhigen, gesetzestreuen Bürger zu schützen gegen die Anarchisten deren „Freiheit" nichts wäre als Schreckensherrschaft und Bürgerkrieg. . . Das sind die Gesinnungen, von welchen unser Kandidat als Abgeordneter sich wiirde leiten lassen. Von Allen, die diese Gesinnungen theilen, erwarten wir, daß sie, wie schon zwei Mal, jetzt ein drittes Mal kräftig und entschlossen in den Wahlkampf eintreten und am 20. Februar ds. Js. stimmen werden für Herrn Gickstlistr Karl Schienst auf dem Hardthof bei Gietzen. Zum ersten Male wählen wir auf fünf Jahre statt auf drei. Bei dieser Neuerung hat Niemand verloren, der nicht ans dem Parteikampf ein Gewerbe macht Die Rechte des deutschen Volkes würden nur dann verlieren, wenn durch Lässigkeit der Wähler ein falsches Bild entstände von dem, was die Nation will und nicht will, wenn wiederum, und jetzt auf fünf Jahre, eine Volksvertretung zustande käme, wie die, welche am 21. Februar 1887 zum Heil des Vaterlandes durch Volksurtheil beseitigt worden ist. , ■ Deshalb erinnere sich Jeder, daß jedes Volksrecht seinen Werth verliert, wenn seine Ausübung nicht als Bürgerpflicht erachtet werd, und wer sich der Gewißheit getrösten will, daß er zum Wohle Deutschlands stimme für Kaiser und Reich, der wähle am 20. Februar d. Js. Herrn Enisdescher Karl Schienst auf dem Hardthof bei Gießen. NM- Beitrittserklärungen aus dem Wahlkreise werden in den nächsten Tagen veröffentlicht werden. "HW R. Schaum, Ingenieur in Hirzenhain. H. Schmidt VL, Landwirth in Großen-Buseck. Schnitzel, Kreisbaumeister in Grünberg. C. Schuchard, Neuhof bei Leihgestern. Schwaabe, Pfarrverwalter in Selters. Seipp, Lehrer in Gießen. Dr. Siebeck, Professor in Gießen. Snell, Steuer-Commissar in Hungen. Stephan, Bürgermeister in Stauffenberg. Dr. Streng, Geh. Hofrath u. Prof, in Gießen. Stroh, Rendant in Gießen. Ubrich, Postmeister in Grünberg. Dr. med. Weher, Arzt in Gießen. Dr. Weiffenbach, Gymnasiallehrer in Gießen. Weihrich, Realschuldirektor in Gießen. Gg. Weimer, Rechner in Nidda. Wiener, Landgerichtsdirektor in Gießen. Dr. Wim men au er, Professor in Gießen. Ed. Wolff. Rentner in Gießen. Ernst Zimmer, Müller in Lauter bei Grünberg. Adolf Zurbuch, Fabrikant in Gießeu. Win. Zurbuch, Fabrikant in Gießen. F. Georgi in Gießen. Georg Gerhard, Zeichenlehrer in Gießen. Dr. Grossmann, Bezirksstrafricht. i. P. in Gießen. Dr. med. Haupt, Arzt in Gießen. Fr. Helfrich in Gießen. Henzerling, Kaufmann in Gießen. Dr. Hess, Professor in Gießen. Äug. Hess, Rentner in Gießen. Heyligenstaedt, Fabrikant in Gießen. Hof, Lehrer in Echzell. F. Jost. Kaufmann in Nidda. K. dann, Reallehrer in Gießen. Jung, Lehrer in Großen-Buseck. 0. Klingelhöfer, Pächter in Hof-Graß. Koch, Rechner in Inheiden C. Koch, Bauunternehmer in Gießen, Jean Kirch in Gießeu. Carl Klees, Agent in Gießen. Dr. H. Köhler, Thierarzt in Langsdorf Phil. Köhler-Lugge, Landwirth in Bettenhausen. Krämer, Bürgermeister in Steinbach. Krüger, Oberpostsekretär in Gießen Dr. Linkenheld, Landgerichtsrath in Gießen. Louis Lotz, Gerbereibesitzer in Gießen. Äug. Mayer, Weinhändler in Gießen. C. Meyer, Landwirth in Großen-Buseck. Meinert. Gutspächter in Conradsdorf. Mickel, Oberamtsrichter in Grünberg. Dr. Molly, Lehrer in Gießen Müller, Distriktseinnehmer in Grünberg. t. Münchow, Druckereibesitzer, in Gießen. Dr. Naumann, Professor in Gießen. Dr. Oncken, Geh. Hofrath u. Prof, in Gießen. P. Passavant, Gutspächter in Großen-Buseck. C. Petry, Gutspächter in Friedelhausen Louis Petri II., Bauunternehmer in Gießen. W. Reiber, Kaufmann in Ruppertenrod. Reitz, Bureaugehilfe in Inheiden. Joh. Rompf, XII. in Langgöns. Dr. von der Ropp, Professor in Gießen. Herrn. Roth, Gerbereibesitzer in Nidda. Louis Rothenberger, Gerichtstaxator in Gießen. Rückert, Lehrer in Großen Buseck L. Rullmann. Bürgermeister in Nidda. Rullmann, Revisor in Gießen Dr. Schäfer, Landgerichtsrath in Gießeu. Schäffer, Universitäts-Sekretär in Gießen. Andr. Schäfer, Lehrer in Londorf. Im Namen der Nationalliberalen des 1. Hess. Reichstagsmahlkreises die Versammlung der Vertrauensmänner und Vereinsmitglieder vom 26. Januar 1890. Chr. Albach, Realgymnasiallehrer in Gießen. Arnold, Kreisbauaufseher in Gießen. Balzer, Steuer-Controlleur in Gießen. Dr. 0. Behaghel, Professor in Gießen. Boensel, Lehrer in Langgöns. W. Braun II., Mühlenbes. u. Beig. in Nldda. C. Brück, Goldarbeiter in Gießen. Dr. Otto Buchner, Professor in Gießen. Louis Buss, Bahnmeister in Gießen. Carl, Sparkassenrechner in Grünberg. Daubert, Bürgermeister in Ober-Lais. C. Demuth, Kohlenhändler in Gießen. W. Erck, Landtagsabg. u. Mühlenbes. in Nldda. Dr. Rud. Erb, Realgymnasiallehrer in Gießen. Eitester, Redakteur in Gießen. Eberhard, Ingenieur, Margarethenhütte. Joh. Faber X. in Leihgestern. Ad. Felchner, Univ.-Musikdirektor in Gietzen F. W. Feller, Ingenieur in Lollar. Feldmann, Bürgermeister in Lauter. Wm. Ferber, Buchhändler in Gießen. Fresenius, Oberamtsrichter in Gießen. Fr. Giller, Hüttenbeamter in Hirzenhain. W. Geiger, Realgymnasiallehrer in Gießen. Universitäts-Druckerei C. v. Münchow, Gießen. " > .