1890 Samstag den 30. August Nr. 201 o * Ladens 0 8 L? 2lutunb ünjdgcblatt für den ICtds Gieren. GratisZeikage: Gießener Aamikienökatter von Feuilleton Uavahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den falzenden Tag erscheinenden Nummer bi- Bonn. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureaux de- In» und Au-lande- nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgcqm. Neuefte Nachrichten. Wolff- telegraphisches Correspondenz-Bureau. ‘1 „#•**!S s i295f 171S 162$ 9550 158$ 89^ St so 9540 77.00 LoesLes utiö provtitsUOe». Gießen, 29. August. — Die Lehrer und Schülerinnen der höheren und erweiterten Mädchenschule, welche sich am Festzuge am 2. September betheiligen, versammeln sich um Hal- drei Uhr im Schulhose in der Schillerstraße und ziehen von da aus nach Oswalds Garten. — Unter den Neuerungen für Feld und Manöver, welche gegenwärtig eine eingehendere Prüfung quf ihre Zweckmäßigkeit bestehen sollen, befinden sich auch die Flnrentschädig- ungen. Solche Beschädigungen sind im Gefolge der Manöver nur zu häufig auch dort vorgekommen, wo sie leicht vermeidlich waren. Nunmehr lautet die Bestimmung: „Jedenfalls aber ist es unstatthaft, daß Truppenabtheilungen nach Beendigung einer Uebung, also im Allgemeinen nach dem Signale „Das Ganze sammeln" noch weitere Flurschäden lediglich aus dem Grunde verursachen, um durch ein Marschiren querfeldein den Weg abzukürzen. Jede Truppen- abtheilung hat vielmehr nach erfolgtem Signal „Das Ganze sammeln", bezw. nach eingegangenem Befehle zum Einrücken möglichst sofort und unter thunlichster Vermeidung von Flurschäden die nächste Straße zu erreichen, um dann hier zu rasten oder den Weitermarsch auf Straßen fortzufetzen. Für nicht gerechtfertigte Flurbeschädigungen bleibt der Führer der betreffenden Truppenabtheilung persönlich verantwortlich." — Wir machen an dieser Stelle auf das nächsten Sonntag in Steins Garten stattfindende große Concert der hiesigen Negimentsmufik aufmerksam. Da die Capelle in letzter Zeit keine Gelegenheit hatte, ein großes Concert ztr veranstalten, so dürfte sich ein Besuch desselben sehr empfehlen, zumal die Witterung für Parthien rc. nicht geeignet ist. Die Mitglieder der Gesellschaft „Bürgerclub" haben lt. Ueber- einkunft freien Zutritt zu diesem Concert. — Im Seuling'schen Garten, Wallthorstraße 71, stehb eben ein mit Früchten behangener Aepfelbaum in Blüthe. — Die Zahl der Todesfälle, ausschließlich der Todt- geborenen, betrug in der Woche vom 10. bis 16. August in Mainz mit Castel 34, in Darmstadt 23, in Offenbach 14, in Worms 12 und in Gießen 7, zusammen 90, darunter 42 im ersten Lebensjahre. — Die Todesursache anlangend, verstürben an Rachenbräune 1 (Darmstadt), an Halsbräune 1 (Darmstadt), an Keuchhusten 3 (Mainz 2, Darmstadt 1, an Unterleibstyphus 1 (Worms), an Diarrhoe und Brechdurchfall 23 (Mainz 12, Darmstadt 4, Offenbach 3, Worms und Gießen je 2), an Lungenschwindsucht 4 (Darmstadt, Offenbach, Worms und Gießen je 1), an entzünd!. Krankheiten der berg ernannt. — Prinz Albrecht wurde ä la suite der Litthauischen Dragoner gestellt. Dresden, 28. August. Gestern begannen hier die Arbeiten zur Legung des unterirdischen Kabels Dresden-Hof- Mimchen. Rostock, 28. August. Der Deutsche Apotheker- v er ein wählte Brunnengräber (Rostock), Thäter (München) und Frölich (Berlin) in den Vorstand. Die nächste Versammlung 1891 soll in Magdeburg abgehalten werden. Paris, 28. August. Die Blätter melden: Zwei Torpedoboote gehen nach Toulon ab, um dort das englische Geschwader zu begrüßen. — Die „Justice" meldet, daß von 1900 Conscribirten $90 geistliche Lehramts candidaten dispensirt wurden. Da man weiß, daß die Kirche keine schwächlichen Leute tn Len Orden aufnimmt, wünscht das Blatt, daß man Vergleiche Larüber anstelle, ob bei anderen Civillehranstalten ebenso viele Lispensirt würden. Paris, 28. August. Der Marineminister beschloß, ein drittes Bataillon senegalischer Tirailleure zu errichten. — Die Blätter tadeln das Project Rolland für die Transsaharabahn. Das Journal „Pans" empfiehlt, Lie Linie Oran-Ainsefra zu verlängern. Paris, 28. August. Die brasilianische Gesandtschaft Lementirt die Nachricht, daß der brasilianische Finanzminister Ruiz Barbose feine Entlassung genommen habe. Mons, 28. August. Heute Nachmittag durchzogen etwa $00 Ausständische die Straßen. In Quaregnon Men einige gewaltthätige Scenen vor. Vorübergehende wurden beschimpft und nicht ausständische Arbeiter ausgepfiffen. Mons, 28. August. Nach dem gestrigen Meeting m Paturages schlug eine Bande von 3000 Strikenden die Richtung auf Dur und Wasmes ein; sie wurde jedoch von der Gensdarmerie zerstreut, wobei vier Personen verhaftet wurden. Die Zahl der Strikenden hat sich heute auf 16,800 vermehrt. Königsberg, 28. August. Superintendent Poetz Insterburg wurde zum Generalsuperintendenten von Ostpreußen und ersten Hofprediger an der Schloßkirche zu Königs- Madrid, 28. August. In der Provinz Toledo kamen acht Cholera fälle vor, darunter vier tödliche; in Toledo starb der Director der Militärakademie an der Cholera. In den Provinzen Alikante und Valencia kamen mehrere Erkrankungen vor. Madrid, 28. August. Gestern sind in den Provinzen Alicante Badajoz, Tarragona, Toledo und Valencia ins- gesammt 100 Cholerafälle, davon 47 mit tödtlichem Verlauf, vorgekommen. Petersburg, 28. August. Die Stadt Kinesh m a (4000 Einwohner, im Gouvernement ^Kostroma), ist größtenteils abgebrannt. Der Schaden wird auf drei Millionen geschätzt. Den obdachlosen Einwohnern fehlen überdies die Nahrungsmittel. Ferner sind in O r e l 20 Gebäude, darunter ein Hanfspeicher, und in der Vorstadt von Kursk 150 kleinere Gebäude durch Feuer zerstört. Petersburg, 28. August. Der Groß Herzog und Erb- großherzog von Hessen haben sich mit dem Großfürsten und der Großfürstin Sergius auf deren Landgut Jlinskoje bei Moskau begeben. Sofia, 28. August. Der Wald bei Bellova wird seit zwei Tagen durch eine Feuersbrunst verheert, zurLocali- sirung des Brandes ist ein Infanterie-Regiment abgeschickt. Sofia, 28. August. Ein Theil der Reservisten der Jahrgänge 1882/83 ist zu einer vierzehntägigen Uebung mit dem Mannlichergewehr einberufen worden. Belgrad, 28. August. Die Reservisten des stehenden Heeres werden nach den Wahlen vom 25. September (alten Stils) zu der jährlichen Waffenübung eingezogen. Athen, 28. August. Die Kaiserin Friedrich nebst den Prinzessinnen Victoria und Margarethe sind heute nach Korinth abgereist, wo sie sich auf dem Aviso „Surprise" einschifften. Die Weiterreise erfolgt über Korfu, Venedig nach Berlin. Rewyork, 28. August. Depeschen von heute aus San Salvador melden, Ezeta habe die Friedensprotokolle mit Guatemala unterzeichnet. Melbourne, 28. August. Die Bemühungen der Vermittelung zwischen Rhedern und Ausständischen werden eifrig fortgesetzt. In Folge des Strikes der Gasarbeiter sind einige Stadttheile dunkel. Die Ausständischen versuchen hier und in Newcastle, wohin Artillerie geschickt wurde, die Nichtunionisten an der Arbeit zu verhindern. Die Situation ist augenblicklich ruhiger. Der Otesteoer Anzeiger erfchemt täglich, Mit Ausnahme des Montags. Die Gießener MnmttienSrätter «erden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal beigelegt. an feiner Seite war makellos gewesen. Sie hatte ihm nie Gelegenheit zur Eifersucht, aber zahllose Veranlassungen gegeben , seinen Hochmuth, seine Eitelkeit zu nähren. Er schwelgte im Besitz der schönsten, gefährlichsten, aber unnahbarsten Frau; und damit hatte sie ihre Bestimmung erfüllt. Als das fürstliche Paar in den Sälen des Residenz- schloffes erschien, war die Gesellschaft schon vollzählig versammelt, bis auf die höchsten Herrschaften und den Helden des Tages. Trotzdem sich alle Erwartung dem Einen zu- wandte, der in der Musikwelt einen Namen trug wie kein zweiter, lenkte die strahlende Erscheinung der Fürstin Schreckenstein sofort die fieberhafte Spannung in eine andere Bahn und bewog die Mehrzahl der anwesenden Gäste, sich ihr zu nähern und ihr die gewohnten Huldigungen darzubrtngen. Ihre Blicke flogen unstät umher; wer sie scharf beobachtet, hätte ihre Haut um einen Ton bleicher, ihre beredten Mienen gezwungener als sonst finden müssen. Dennoch wurde ihr inneres Ringen um die gewohnte Selbstbeherrschung, um die Entfaltung aller der geselligen Reize, die sie zur Königin ihrer kleinen Welt machten, von Erfolg gekrönt. Als sie, umringt von ihrem Hofstaat, lichtweiß, von Licht umflossen, in der Mitte eines Saales in vollem Kerzenglanze dastand, fühlte sie insünctiv, daß eine Gegenströmung von einem der Nebenzimmer ausging. Zwischen den bunten Uniformen schwarz und ernst sich abzeichnend, erschien in der Thür die Silhouette eines Fremden, ihr nur zu wohlbekannt. Sie drückte ihren Fächer gegen das Herz, das im Schmerz zusammenzuckte. Beifälliges staunendes Geflüster begleitete den berühmten Gast durch die Reihen der auserwählten Gesellschaft, in der er sich wie ein Ebenbürtiger einführte. Also das ist aus ihm geworden, meinem einstigen, meinem lieben Georg.....Er hat die Manieren eines vollendeten Cavaliers. Aber die Art, wie er mir entgegentritt, wird dies erst recht beglaubigen. Nur keine Sentimentalitäten . • ?* Er mußte sie von Weitem schon gesehen haben, sie blieb nicht unbemerkt. Aber er eilte ihr nicht entgegen, nicht einmal mit den Augen. Als der Hosmarschall_ ihn ihr sehr förmlich vorführte, verneigte er sich so tief, daß zunächst ihre Blicke sich nicht trafen; als er ihr dann gegenüberstand und sie sich gerade in die Augen sahen, glitt ein flüchtiger Blick höchster Bewunderung über sein ausdrucksvolles Gesicht. Zu welcher Frauenschönheit hatte sich die Knospe entwickelt! Göttergleich wie die Venus von Milo, Canovas liebliche Marmorgebilde, die kühl und weiß aus ihren goldenen Nischen herabschauten, und dabei Geist und Leben athmend, warm gefärbt! Er sagte nicht mehr als: „Ich hatte schon früher, in Wien, die Ehre, Durchlaucht zu begegnen . . . ." Man konnte die Worte nicht kühler aussprechen, und die Hand, die sie ihm in der Aufwallung entgegenhielt, übersah er, verneigte sich und folgte seinem Führer zu einer anderen Gruppe, die ungeduldig seiner harrte. Antonie fühlte sich erleichtert, daß der erste Sturm vorübergegangen, aber auch enttäuscht, wenn sie es sich auch nicht zugestand; und in ihrem Innern bebte jetzt der Ton seiner lange entbehrten Stimme nach. Sie fühlte Schmerzen, ohne sagen zu können, wo, und ein nervöses Zittern ging ihr durch den ganzen Körper. Sie hätte sich gern gesetzt^ aber die Zeit dazu war noch nicht gekommen. Sie folgte ihm mit den Augen. Wie schlank und schmat war ihr Georg geblieben, wie viel Sorgen- und Arbeits-- linien hatte ihm der ruhelose Genius um Schläfen und Lippen gezogen, aber wie leuchtete feine Stirn, wie brannten die dunklen tiefgelegenen Augen und wie erinnerte der sprechende Zug um den Mund an alte, selige Zeiten, der Mund, der so gut zu lächeln wußte, damals! Jetzt stand er ihrem Gatten gegenüber, der, seiner Mäcenrolle gemäß, den Künstler mit reichem Wortschwall. SS- Hichmer Anzeiger Keneral-Unzeiger. ^ÖOQQqq ’ Holdren- vierteljähriger ASs«»e«e*trpretO4 2 Mark 20 Psg. ort» Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expeditir» und Druckerei: -cholgrateAr.Z. Fernsprecher 61. AH.'L-rs ——■ ?^inenneifter -—Jl^rurterjh. 129. -in mit der Cölöniäl?isH^ oertrauteä 3M6Ä — 100 an die Exved, d. Bl Ein Rädchen wirb behufs einer Aufwärts auf me täglich zum 1. CepteL < Bahnhofstraße 27. — Lotvitzkt. ^A^.Rädchm mit guten mr Küche und Haus sofort caheres bei jvrau Bärru, Asterweg 7, $ür ein hiesiges Frachtgeschäft 'Eger zuverlässiger «mcht irgen Eintritt gesucht- -______________Neuenweg 39. Ein braves reinliches Rädchen niethen gesucht. Liebigstr. 13 l Gute Pflegemutter f ein kl. -cht. Wo? sagt die Erp, b. 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Kein Lebenszeichen watj je von ihm zu thr herübergedrungen; so lange sie in der Heimath weilte, hatte er diese nicht betreten. Dabei wußten und hörten sie beide ohne Unterlaß von einander, denn beide waren sie in ihrem Kreise Sterne erster Größe geworden, die sich nicht unbemerkt verbergen konnten. Er, ein unerreichter Herrscher im Reiche der Töne, sie der bewunderte Abgott der großen Welt, hatten sie beide begreiflicher Weise am meisten in großen Residenzen oelebt und geglänzt. Oft schienen sich ihre Bahnen zu begegnen, aber kometenartig wußte der Künstler sich der Annäherung seines ehemaligen Leitgestirns zu- entziehen. Was mochte ihn jetzt bestimmen, ihr hier, an dem kleinen norddeutschen Hofe, an den ihr Gatte vorübergehend gefesselt mar, su begegnen? War er es müde geworden, sie zu fürchten, oder zu strafen? Sein Name war häufig mit dem gefeierter Frauen des Auslandes, mit romantischen Abenteuern in Verbindung gebracht worden. Er mochte sie vergessen h°^Seufzend erhob sie sich, als ihr Gemahl erschien, um sie abzuholen. Sie bemühte sich, ihm das herkömmliche Lächeln zu zeigen, um nicht den geringsten Argwohn zu wecken. Sie glaubte, daß ihm zur Zeit seiner Bewerbung, durch ihren kurzen, erfolglosen Kampf eine Ahnung ihrer Jugendliebe ausgegangen sei. Gleichviel, das spätere Leben Athmungsorgane 5 (Mainz 3, Offenbach und Worms je 1), an Gehirn-Apoplexie 2 (Mainz und Darmstadt je 1), gewaltsamen Tod 7 Personen (in Offenbach 3, Darmstadt 2, Worms und Gießen je 1). e- Sich, 28. August. Auch hier hat gestern Abend, zwischen 8 und 10 Uhr ein sehr heftiger Sturm gewüthet, der besonders an den Obstbäumen nicht unerheblichen Schaden an- richtete. — Seine Durchlaucht der Fürst dahier ist zum Ehrenmitgliede des hiesigen Kriegervereins ernannt worden. — Das Sedanfest wird nächsten Dienstag Nachmittag in der seither üblichen Weise (Festzug der Schulkinder und Vereine, Musik und Tanz aus dem Festplatze, Jugendspiele) aus dem sog. Hardtberg gefeiert werden. G. Nidda, 28. August. Gester Abend zwischen 7 und 8 Uhr zog ein schweres Gewitter über die hiesige Gegend. Nach einigen heftigen Blitzen und Donnerschlägen folgte ein starker Regenguß und in dessen Begleitung ein so starker Sturm, daß Bäume aus den Wurzeln gerissen, oder an den Aesten beschädigt wurden. In Folge dieses Sturmes wurde viel Obst zur Erde geschleudert, das aber von den Leuten gesammelt und verwendet wird. — In dem benachbarten Bade Salzhausen hielten die Curgäste seither wacker aus- jetzt wird ihnen die Wittteruug aber doch auch zu ungemüthlich und es sind in den letzten Tagen öfter Gäste abgereist. Der Sommer ist ein solcher gewesen, daß man „Sommerfrischen" überall haben konnte, also auch zu Hause. Schotten, 27. August. Im Anschluß an die gegenwärtig zu Cassel tagende allgemeine deutsche Forstversammlung findet in Gießen eine Versammlung der Delegirten der deutschen forstlichen Versuchsanstalten statt, an welche sich nach Abhandlung der wissenschaftlichen Themata eine Reihe von Excursionen in die Obersörstereien Schiffenberg, Lich, Laubach und Schotten anreihen. Die forstlichen Versuchsanstalten haben sich die Aufgabe gestellt, die wirthschaftlichen Maßregeln im Walde durch genaue, nach allgemein festgesetzten Regeln vorgenommene Untersuchungen mittels sogen. Probeflächen zu begründen und zu verbessern. Die im deutschen Reiche bestehenden 9 Versuchsanstalten sind seit 1872 zu einem Verein unter einer Centralleitung (Preußen) zusammen- zetreten, welcher alljährlich in einem der betheiligten Staaten zwecks Regelung der allgemeinen Angelegenheiten einen Dele- girtentag abhält. Die Leitung der Versuchsanstalt ist in den meisten Staaten Docenten an den höheren forstlichen Lehranstalten übertragen. Von den neun bestehenden Versuchsanstalten werden sieben bei der in die Oberförsterei Schotten staitfindenden Excursion vertreten sein und zwar: Baden durch Forstrath Schuberg aus Karlsruhe, Bayern durch Professor Dr. von Baur aus München, Braunschweig durch Kammerrath Horn aus Braunschweig, Hessen durch Pros. Dr. Heß und Professor Dr. Wimmenauer aus Gießen, Elsaß-Lothringen durch Forstmeister Carl aus ^Straßburg, Preußen durch Obersorstmeister Dr. Danckelmann und Professor Dr. Schwappach aus Eberswalde, Württemberg durch Professor Dr. Lorey aus Tübingen. Unter Führung der Localsorstbeamten werden die vorgenannten Herren in Begleitung ihrer Assistenten am 2. September Abends von Laubach her in Schotten eintreffen und am anderen Morgen zu Wagen, bezw. per Bahn sich nach Eichelsdors begeben, von wo aus eine Tour nach den in den Districten Horschen- stein, Breitenstein und Lehnkopf gelegenen Probeflächen unternommen wird. Nach einem Frühstück auf Hof Zwiefalten werden die Flächen in den Districten Bleistatt, Roth und Bilstein besucht werden und über Busenborn die Rückkehr nach Schotten stattfinden. cf Zeche Hedwig bei Rinderbügen, 27. August. Es regt sich was im Seementhal! Seit einiger Zeit wird energisch an der Wiederherstellung unserer Kreis st raße gearbeitet, welche durch das schwere Fuhrwerk arg zusammengefahren ist. Daß Letzteres so schnell nach Errichtung der Straße erfolgte, begreift sich bald, wenn man die großen Lasten beachtet, die aus dieser Straße befördert werden. und vieler Artigkeit bewillkommnete. Welche Contraste! Der kleinliche, zur Corpulenz neigende, reichbesternte Fürst, mit dem erdbeerrothen, gutmüthig - nichtssagenden Gesicht und eiteln, selbstgefälligen Allüren . . . Wie dachte Georg über ihn? Neber sie? Trug er Mitleid oder Verachtung für sie im Herzen? Oder Schlimmeres, oder beides, Gleichgiltigkeit? Kein Blick flog zu ihr herüber, und sie hörte doch, von ihrem Standpunkte aus, daß von ihr die Rede war, daß ihr Gatte von dem ersten Unterricht, der ersten künstlerischen Anregung sprach, die sie, wie er wußte, von dem damals noch so jugendlichen Meister erhalten, und daß man folglich es ihm zu danken habe, daß die Fürstin Bedeutendes leiste. Georg neigte nur leise das Haupt und keine Bemerkung, keine Frage bethätigte sein Interesse daran. Nur, als Jemand die Gelegenheit ergriff, um dem Fürsten durch die Frau zu schmeicheln und ihr Talent bis in die Wolken erhob, lächelte Georg gezwungen und sagte kalt: „Ich darf mir nichts von diesen Lorbeeren aneignen- es war ein erster Versuch aus der Kinderzeit." Was noch weiter gesprochen wurde, verlor sich für ihr Gehör, so sehr sie es schärfte. Er wollte sie strafen, durch Nichtachtung strafen - er hatte das Recht, das Vermögen dazu- so niedergeschmettert hatte sie sich nie gefühlt wie heute. Jetzt erschien der Hof. Dem nothwendigen Ceremoniell war bald Genüge gethan, die Thüren des Musiksaales wurden geöffnet, die Gesellschaft vertheilte sich. Es gelang Antonie, einen etwas abgelegenen Divan zu finden, wo sie gut hören konnte, sich aber nicht im Mittelpunkte befand. Leider wurde es ihr nicht vergönnt, allein zu bleiben- ein Theil ihres stehenden Gefolges zog ihr nach. Jedoch wußte sie mit unnachahmlicher Grazie den Kreis etwas zu sichten. Sie war Künstlerin Lenug, um nicht von Zeit zu Zeit auch Launen zu haben, die ein untertäniger Hosstaat zu fürchten gelernt hatte. (Fortsetzung folgt.) Braunkohlen, Basalte, Sandsteine und Waldproducte jeder Art sind es, welche aus der Straße in vielen Tausenden von Centnern transportirt werden. Verschiedene Strecken der Straße sind ganz von den Waldbäumen überschattet, es entsteht stockende Nässe, die den besten Bau verdirbt. Nur eine Schienenverbindung kann helfen! Das ist jetzt die Ueber- zeugung Vieler geworden. Schon vor Monaten hat dieses Blatt darauf hingewiesen. Die Straßenreparatur kostet gegenwärtig mindestens 8000—10 000 Mk. In zwei Jahren ist die Straße wieder gerade so weit wie heute. Somit müsse der Kreis alle zwei Jahre ein so hohes Capital arsiwenden, wie dieses Jahr, was aus die Dauer unmöglich ist. Ein Schienenweg ist das einzige Rettungsmittel! Aber wie? Durch das Seementhal nach Lauterbach nordöstlich und westlich über Düdelsheim nach Lindheim und Frankfurt. Die Idee ist gut, aber sie kommt leider gar späte. Eine Zweite Kammer, die einen solchen Segen von Millionen für Eisenbahnen speydet, kommt nicht wieder. Das Zuspätekommen hat man schon Mehr erlebt. Als vor vielen Jahrzehnten die große Straße von Nidda nach Gelnhausen gebaut wurde, ließ sie Büdingen links liegen - es gelang ihr nicht, hinein und hindurch zu kommen. Der Bahnhof gerieth seiner Zeit zu weit von der Stadt ab. Die Zuckerfabrik „Büdingen" hat sich sogar fast 10 Kilometer nordwestlich nach' Stockheim verschoben. Aehnlich geht es dieses Jahr mit den Eisenbahnen. Es ist gar zu schade! Einige energische Männer sind zusammengetreten, um vorwärts zu kommen. Man spricht davon, daß weitere industrielle Unternehmungen in Aussicht stünden. Die fürstliche Standes- herrschaft ist sicher für einen Schienenweg, denn die bessere Verwerthung der Forstproducte wird dadurch möglich gemacht. Trotzalledem und alledem wollen einige mißtrauische Köpse und Pessimisten daraus wetten, daß entweder nichts dabei herauskommt oder wenn doch, daß das Endresultat ein ähnliches sein wird wie etwa dasjenige bei der großen Staatsstraße, bei der Eisenbahn oder bei der Zuckerfabrik. Selbsthilfe bei landwirthschaftlichen Anfällen. Von Wenzel Petter. (Aus der Deutschen Allg. Zeitung für Landwirthschaft.) Der landwirthschastliche Betrieb ist unter allen Erwerbsund Berufsarten nicht allein einer der ungefährlichsten, sondern auch einer von den wenigen, der bei richtiger Verwendung der Arbeitskraft den Körper stählt und ihn gegen Krankheiten widerstandsfähiger macht. Nach den statistischen Berichten sind unter der ländlichen Bevölkerung nicht allein Unglücksfälle, sondern auch Krankheitsfälle seltener als bei anderen Ständen. Nur die immer mehr sich ausbreitende Verwendung der Maschinen hat die Unfälle bei landwirthschaftlichen Arbeiten vermehrt. Die Ursache hiervon ist aber meistens in mangelnder Vorsicht oder in Unkenntniß der in Betrieb gesetzten Maschine zu suchen. Nicht ausgeschlossen sind aber auch Fälle, wo ein Unfall ohne jedwedes Verschulden stattfindet. Bei landwirthschaftlichen Arbeiten sind namentlich Schnittoder Quetschwunden nichts Seltenes. Obwohl derartige Verletzungen meistentheils leichter Art sind, so nehmen sie doch häufig gefährlichere Dimensionen an, weil wegen zu weiter Entfernung vom Wohnsitze des Arztes derselbe nicht zu Rathe gezogen wird, oder weil diejenigen Personen, bei welchen die Verletzung eintrat, nur leichtfertig darüber denken, dieselbe vernachlässigen oder gar sich nicht zu helfen wissen. Wunden sind im Allgemeinen Trennungen des Zusammenhangs weicher Körpertheile durch schneidende Instrumente, als Sensen, Sicheln, Hacken, Aexte u. dgl., oder stechender Werkzeuge, als Gabeln, oder auch reißender Instrumente, als Sägen u. s. w. Bei ihnen ist vor Allem die Blutung und die Zusammenziehung der getrennten Fleischtheile zu beachten. Keinerlei Blutung ist gering zu achten, bei jeder soll man immer auf sofortige Stillung bedacht sein. Fließt das Blut ruhig aus der Wunde fort, ohne zu spritzen, so ist eine der Venen, die meist oberflächlich liegen, verletzt. Es genügt ein sestes Verbinden mit einer Leinwandbinde oder mit einem reinen Leinwandsacktuche. Nach einigen Stunden wird der Verband entfernt und dann ist in den meisten Fällen die Wunde und mit ihr die Oeffnungen der kleinen Gesäße durch das Gerinnen des aussickernden Blutes verschlossen und verklebt und nach kurzer Zeit auch jede Spur der Verwundung verschwunden. War das Instrument, durch welches die Wunde hervorgerufen wurde, unrein, so läßt man dieselbe einige Secunden bluten und wäscht sie vor dem Verbände in einer Essig- oder Alaunlösung. Auch ist es gut, als Verbandsmaterial Jodoformgaze zu nehmen. Kommt die Blutung trotz des festen Verbandes nicht zum Stillstände, was man an der Durchtränkung des ganzen Verbandes ersehen kann, oder ist eine Schlag- oder Pulsader (Arterie) verletzt, so daß bei größeren und tieferen Wunden das hellrothe Blut stoßweise oder in einem Bogen hervorschießt, so verstopfe man die Wunde mit Leinwand- charpie bis zur Ankunft des Arztes. Derselbe muß die verletzte Schlagader unterbinden, da in Folge der Herzthätigkeit selten eine Verklebung der Gefäße durch geronnenes Blut zu Stande kommt. Auch ist es angezeigt, bis zur Ankunft des Arztes durch den Druck eines oder zweier Finger oberhalb der blutenden Stelle eine Aderpresse herzustellen. Dauert es lange, so kann man den Finger mit einem undurchlässigen Gegenstand vertauschen, den man auf die blutende Stelle bindet, so z. B. mit einem reinen Korkstücke. Leichte Blutungen bedürfen nur kalter Wasserumschläge, doch erheischen sie immerhin gewisse Sorgfalt, wenn sie keine Gefahren bringen sollen. Jede größere Blutung erzeugt Schwäche und kann bei Pulsaderverletzungen selbst den Tod im Gefolge haben, wenn nicht durch eine Ohnmacht die Herzthätigkeit geschwächt wird und ein Stillstand der Blutung dadurch von selbst eintritt. Ist der Verwundete durch Blutverlust sehr erschöpft, so lasse man ihn an Essig oder kölnischem Wasser riechen und flöße ihm etwas Wasser mit Essig oder Wein gemischt ein. Eine Tasse kräftige Suppe oder eine Schale warmen Kaffees leistet gleichfalls gute Dienste. Gegen tödtliche oder sogenannte Verblutungen giebt es nur ein Mittel, die Bluttransfusion- Das sogenannte Btutversprechen ist ein leerer Hokuspokus^ nur Abergläubige können an dasselbe glauben. Die getrennten oder zum Theil abgerissenen Stücke der- nach der Blutstillung ausgewaschenen Wunde werden sodann womöglich in gehörige Ordnung gebracht und unausgesetzt durch kalte Umschläge von frischem Wasser oder Eis vor einer weiteren Blutung und vor der beginnenden Entzündung zu bewahren gesucht. Es gilt im Allgemeinen die Regel„ daß jede durch Stoß, Schnitt, Quetschung u. s. w. hervorgerufene Verletzung, welche sich auf die Oberhaut und auf die derselben naheliegenden Blutgefäße erstreckt, bet einem sonst gesunden Menschen innerhalb dreier Tage trocken zu stellen und ohne Schmerzgefühl innerhalb sechs Tagen zu heilen ist. Tiefere Wunden erfordern selbsterklärlich längere Zeit. Klaffen dieselben weit, so müssen sie nebstdem vom Arzte geheftet oder mit dem in jeder Apotheke erhältlichen Heftpflaster zusammengezogen und zusammengehalten werden. Jedes verletzte Glied bedarf zur Heilung der Ruhe und der peinlichsten Reinhaltung. Gelangen in Wunden fremde oder gar scharfe Stoffe, so tritt eine scharfe Eiterung eiu und selbst der sogenannte „kalte Brand" kann entstehen- Letzterer führt, wenn nicht zu raschem Ende, so doch im günstigsten Falle zur Amputation. Ist durch Nachlässigkeit die Wunde brandig geworden, was sich durch Schwellung, heftigen Schmerz in allen benachbarten Muskeln und Nerven und besonders durch Aenderung der Farbe der Oberhaut ankündigt, so ist es nöthig, sofort Eisumschläge in Anwendung zu bringen. Sollte solches nicht vorhanden sein, so nehme man kaltes Wasser, das aber eine Temperatur von höchstens 6 Grad Celsius haben darf. Die Kühlung ist solange hintereinander vorzunehmen, bis sie der Verwundete nicht mehr zu ertragen vermag. Sodann gönne man ihm eine kleine Ruhepause und beginne dann von Neuem mit den kalten Umschlägen. Durch Beachtung dieser einfachen Regel können viel Schmerz und viel Unglück und selbst pecuniäre Nachtheile leicht verhütet oder noch verwildert werden. Bei eintretendem Wundfieber gebe man dem Kranken nur kühles Getränk als Wasser, Limonade, Mandelmilch u. dgl. und halte ihn diät. Die Quetschungen (Contusionen) entstehen durch den heftigen schnellen Druck oder Stoß " fester Körper, es möge sich nun der Körper des Menschen gegen sie, wie beim Falle, oder sie gegen denselben, wie beim Treffen von Steinen, Holzstücken u. dgl. bewegen. Bei Quetschungen schwillt die gequetschte Stelle entweder sogleich und oft sehr bedeutend aus, wird roth und blau, oder es entsteht nur ein sogenannter blauer Fleck (Suggillation) von aus den feinsten Gesäßen in das Zellengewebe unter der Haut ausgetretenem Blute. Bei der bloßen Quetschung ist die Haut unverletzt und die Stelle blutet nicht, es ist nun neben der Quetschung auch eine Wunde (gequetschte Wunde) zu beachten. Liegt ein Knochen der gequetschten Stelle sehr nahe, so ist der Schmerz sehr groß, dagegen kleiner, wenn derselbe tiefer liegt. Leichtere Quetschungen vergehen von selbst, indem der anfangs dunkelblaue, dann violette Fleck sich roth und später gelb färbt. Das aus den Gesäßen sich ergossene Blut wird nämlich vom Körper selbst aufgesogen. Bei stärkeren und größeren Quetschungen lege man nur, allsogleich mehrfach zusammengelegte Leinwandlappen, im Nothfalle Löschpapier^ in kaltes Wasser getaucht und mäßig ausgedrückt, stundenlang, ja oft tagelang aus, und erneuere sie stets, wenn sie warm geworden sind. Noch besser sind Umschläge von Branntwein oder in rothem Weine aufgelöster Salmiak, da. diese ebenfalls nicht allein den Bluterguß zur Aufsaugung, bringen, sondern auch Entzündung und brandige Zerstörung., verhüten. Hat man Blutegel zur Hand, so lege man diese an und lasse diesen das unter die Oberhaut sich erßoffener Blut anziehen. Sind mit der Quetschung Wunden verbunden,, so muß natürlich auch diesen besondere Aufmerksamkeit unk Sorgfalt geschenkt werden. (Forts, folgt.) — Frankfurt a. M., 28. August. Der organartige- Sturm, von dem ich Ihnen noch gestern Abend kurz berichtete, hat noch weit größere Verheerungen angerichtet, als- man anfänglich befürchtete. Die Zierbäume in und um unserer Stadt sind zum Theil stark beschädigt, theils vernichtet. In der Eschersheimer- und Bockenheimer- Landstraße, der Ginn- Heimer-, Rinz- und andern Straßen wurden die Ahornbäume entwurzelt. Aus der Friedberger Landstraße wurde eine altehrwürdige Kastanie vom Sturm umgerissen, Lattenzäune niedergeworsen, Dächer abgedeckt re. Vom Dach der Pauls- kirche, das augenblicklich einer Reparatur unterzogen wird, flogen die Schiefer wie Spreu herab, am Bockenheimer Thor wurden schwere Bohlen wie Strohhalme vom Winde^davon- getragen. Fensterläden und Fensterrahmen wurden herabgerissen, Schornsteine beschädigt, kurz der Sturm hat in entsetzlicher Weise gehaust und allenthalben seine Spuren hinterlassen. In der Bornheimer Gemarkung wurden mehr als 200 Malter Aepfel vom Sturm abgeschüttelt; überhaupt hat tye Obsternte durch das gestrige Unwetter enormen Schaden gelitten. — Aber nicht nur in Frankfurt selbst hat der Sturm so fürchterlich gehaust, sondern auch meilenweit in der Umgebung. Es wird z. B. aus Cronberg im Taunus gemeldet^ daß die ganze Aepfelcrescenz am Boden liege- im nahen Badeort Soden scheint das Wetter noch schlimmer gehaust zu haben. Man schreibt von dort, die gesammte Obsternte sei vernichtet, Felder, Gärtnereien, Gewächshäuser und Rosen- züchtereien seien ruinirt, eine neu errichtete Scheune wurde umgerissen und der Eigenthümer und seine Kinder nur mit knapper Noth gerettet. Der Bürgermeister von Soden erläßt heute bereits in den Zeitungen einen Hülferus- man kann sich darnach ein Bild von den Verheerungen machen. Aus Neu-Dsenburg, Aschaffenburg, aus dem Odenwald und von brannte j Die W*”" niÄtete ** ias sffietttr * W 101** Mond inbe.81«®to * WM,' jrofeffw Z>, l* Stuttgart « -chimen. W Gebell an dem \ [tjroien vom St sagte hdhmich de kräftiger Mann Ws!' - erwidert der Pr> kräftigste Studen * Humor ü Arten Därmq gi därme." — Le Endlich erhebt ft und ruft: „Kä ^ Miernte f Geri - Utter kürzlich eine geri tzachiMern m wirb, die aber c Wichtigkeit ist. und wurde, al wohnenden and diesen ecken Kl Arzt mit Rucks gewesen war, ei entrichtet wurde ärztliche Besuch Besuch berechnet WW Mit dem 1. deutscher Güte für den unb LuMöura be§ ftltbe Were AM erpebitionen. Aßen, den 2i Grc BderW W . M SBirtfan d. I werden ckchkN Localba! denvorbezeichne Ahere Aus ertheiien die G Gießen, den v (Är ___der Ober! der can wiese der Dar Dienstag, ‘ Nachwiti bei Wirth 6( Meigett. Tick 0 Nil. Ode Alles schweigt. SU?isisnach richten. 26. August. (Per transatlantischen Telegraph.) rer Elbe, Capt. C. Thalenhorst, vom Norddeutschen Bremen, 7176 NeL K roch und spater r.x »rnnfiptip. Blut wirb 7098 Höchste Auszeichnung | Cöln 1889 j Verkaufsstelle Giessen: Mch. Wallach, Markt 8. Gr- Gerichtsvollzieher. 7172 7155 Stephan. in den Apotheken [5251 Neuftadt 11 6552 7061 Kohlheyer. Neustadt 56. 6948 Goldene Medaille. Silberne Medaille. Gnies Zugpferd zu verkaufen. [6946] Dammstraße 6. Mendorf a/Lumda. Rein. Gerichtliche Entscheidungen. — Neber die Bereinbarnvg ärztliche« Honorars ist kürzlich eine gerichtliche Entscheidung ergangen, die von den ärztlichen Hochblättern gegenwärtig vielfach zum Gegenstände der Kritik gemacht wird, die aber auch für das ärztliche Hilfe suchende Publikum von Wichtigkeit ist. Ein Arzt behandelte in einem Hause einen Kranken und wurde, als er diesen besuchte, zu einem in demselben Hause wohnenden anderen Kranken gerufen. Bezüglich des Honorars für Liesen ersten Krankenbesuch bei dem zweiten Kranken verlangte der Arzt mit Rücksicht darauf, daß ein besonderer Weg nicht nöthig gewesen war, ein Honorar von nur einer Mark, die ihm auch sofort entrichtet wurde. Später machte er dem zweiten Kranken noch mehrere ärztliche Besuche, für welche er schließlich zwei Mark für jeden Besuch berechnete. Diesen Betrag wollte aber der Schuldner nicht sofort schmerzlos zu machen und sicher zu entfernen, erreicht man unbedingt am bequemsten durch das weltbekannte Borbergers Hühneraugenpflaster aus der Hofapotheke Bad «isflngen» Röllchen ä «AL 0,50 zu haben in Gießen Gaben für Königsberg an Stroh u. dergl. nimmt Herr H. Schomber, Rodheimerstraße 56, entgegen. Buxkirr, Kammgarn und Velours reine Wolle, «adelfertig, a Mk. 1.95 per Meter bis 5.75 versenden direct an Jedermann das Buxkln-Fabrik-Depot Oettinger & Co-, Frankfurt a.M Muster-Collect. umgeh franco. 1168 Die Lieferung von 230 Centner Steinkohlen — Nußkohlen I. Sorte — und von 60 Centner Braunkohlen für das Gericht und das Hastlocal soll im Submissionsweg vergeben werden. Schriftliche Angebote find bis zum 4. September d. I. einzureichen. Lich, am 25. August 1890. Großheczogl. Amtsgerichtsschreiberei. zahlen, erklärte sich vielmehr nur zur Zahlung von einer Mark für jeden der folgenden Besuche bereit, da diele nicht theurer sein könnten, als dec erste Besuch. Auf seine gerichtliche Klage wurde der Arzt mit der Mehrsorderung abgewiesen. Das Amtsgericht führte aus, daß wegen des Honorars ein Vergleich vorltege. Zu einem solchen Vergleich ist eine ausdrückliche wörtliche Zustimmung nicht erforderlich, es genügt, wenn der betreffende Theil seine Zustimmung stillschweigend oder durch concludente Handlungen zu erkennen gibt. Der Verklagte mußte in dem Glauben sein, daß nach der Vereinbarung für den ersten Besuch auch die ferneren Besuche nicht theurer sein würden, und es wäre Sache des Klägers gewesen, wenn er für die späteren Besuche ein höheres Honorar beanspruchte, dieses ausdrücklich zu erklären. Gegen diese Entscheidung legte der Kläger des wichtigen Princips wegen die Berufung ein. Das zuständige Landgericht hat dieselbe zurückgewiesen und die erste Entscheidung lediglich bestätigt. An dem Zustandekommen eines Vergleichs für das Besuchshonorar sei nicht zu zweifeln. Der Patient sei zweifellos der Meinung gewesen, daß der Besuch nur eine Mark koste, wollte der Kläger für spätere Besuche mehr fordern, so wäre es nötbig gewesen, dies dem Patienten ausdrücklich zu erklären, bevor die späteren Besuche demselben abgestattet wurden. Der Schnelldampfer Elbe, Eapt. C. Thalenhorst, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 16. August von Bremen und am 17. August von Southampton abgegangen war, ist heute 8 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Der Postdampfer „Waesland" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 27. August wohlbehalten in New- york angckommen. fwnen) entstehen durch den toß fester Körper, es möge n gegen sie, wie beim Falle, beim Tressen von Steinen, iei Quetschungen schwillt die xid) und ost sehr bedeutend r es entsteht nur ein söge« tion) von aus den seinsten Arbeitsversteigerung. Montag, 1. September l. I., Mittags 12 Uhr, werden auf hiesigem Rathhaus folgende Arbeiten an den Wenigstnehmenden öffentlich in Accord gegeben und zwar: 1) die Planirung und Chaussirung verschiedener Wege incl. Lieferung der hierzu nöthigen Steine u. s. w., veranschl. zu 1050 «AL, 2) die Neubedachung des Schiffs hiesiger Kirche, veranschlagt zu 1400 Mark. Mendorf a/Lumda, am 27. August 1890. Großherzogliche Bürgermeisterei Steinkohlen Lieferung. Die Lieferung der zur Heizung unserer Stadtkirche im Winter 1890/91 nöthigen Steinkohlen soll auf dem Weg der Submission vergeben werden- Angebote wolle man bis zum 6. September d. I. einschließlich in der Wohnung des mitunterzeichneten C. S ch w a n sen. (Seltersweg 64) abgeben, Velociped * Versteigerung. Mittwoch de« 3. Septbr. d. I., Nachm. IVa Uhr, in der früher Bramm- schen Hofraithe (Neustadt 55) dahier werde ich: , ,, x. _ 1 neues, noch nicht gebrauchtes Beloeiped — Sicherheitsrad — von jedem Herrn zu fahren — ««ter Garantie öffentlich gegen Baar versteigern. Der Steigpreis wird indessen auch gegen gute Bürgschaft geflnndet. Versteigerung bestimmt. Gießen, den 28. August 1890. Engel. ersuchen Sie gefl. 455 Schusters Caffee. Gnßwaareu. Füllregulirofen, Regulir kochofeu, Wirthschafts ofen, Herde rc. rc. empfiehlt zu billigsten Preisen ntet bet poot ausgetreterim mg ist bie Haut Mverleßt f nun neben der OlwtschMss iöe) zu beachten. W em bT nahe, so \\t der Schmerz MN derselbe neser hegt, von selbst, indem der °n- Endlich erhebt sich ein kleiner Junge von der letzten Bank und ruft: „Kärchdärme!" Sprach- und Reiseführer. Practisch und leicht fasslich. Parlez - vous fran