«M-hltii iur ’e"Ä^tm6en der * W«, MriHoL .' p°ktuglknscheu, holAdi. "" ^2« ^kdischtll tmb Nlsstschtll ichäfta- und tangaaprache. in 3 aBonatett ■not 11*, fjrdBm unb leien in lernen. i Selbstunterricht von Richard S. Rosenthal. 4 - Kuglisch - EMU, in je 10 Lectionen i 1 X ch - W4, complet tn je 20 Lectionen 11 X W )a|B ä 1 ®U. 50 Ps. iich - holländisch - Da- Schmdisch, complet in je 10 Lectionen b 1 X efe aller 9 Sprachen h SO Pf. Perlagsyanblung. __’WIC' WK» ?sWD cher« 1 au'L August hWer Sprachen kennt h ZU nenne, ijbt &S- a* , 405 26 209 W ,555» ,44.6» „SO 168.7» 42.10 8460 fes** -Ü-erren« 3«'f. ?«• 10' 7 ,637» ttW’ . d ßonjettio”' eil ahl die neueren käntelS Ligen Preisen. ntnänteln 0* 8-h»-ogi«r. Stock > m mielheu gesucht, »r 6309 werde« au [bduy tr Soifo irstoffe d, DHW Nr. 175 Donnerstag den 30. Juli 1890 ießener Anzeiger Kenerat-Mzeiger Amts- unb Anzrigeblutt für den ALreis Giefzen. chratisöeitage: Hießmer Kamikienökätter Alle Annonvm-Bureaux des In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgeg«. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Sonn. 10 Uhr. Redactton, Expedition und Druckerei: -chntstraßeMr.^ Fernsprecher 51. dierteljährher AdonnementspreßAH 2 Mark 20 Pfg. mH Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Die Gießener MamtttenSkLtter »erden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal beigelegt. Der Hießener Anzeiger erscheint täglich, *tt Ausnahme des Montags. Amtlicher Ltzeil. Bekanmmachung. Nachdem die hi drei Stallungen zu Ober-Hörgern ausgebrochen gewesene Maul- und Klauenseuche wieder erloschen ist, heben wir neben der Sperre der verseuchten Gehöfte die über die Gemarkung Ober-Hörgern verhängte Sperre hierdurch aus. Gießen, am 29. Juli 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Bekanntmachung. Die zu Dreihausen und Hachborn im Kreis Marburg ausgebrochen gewesene Maul- und Klauenseuche ist wieder erloschen. Gießen, den 29. Juli 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern._______ Deutscher Reich. Darmstadt, 29. Juni. Das heute ausgegebene Großherzogliche Regierungsblatt (Beilage Nr. 20) enthält u. A.: Oeffentliche Anerkennung einer edlen That. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben dem Pionier Hermann Seibel von der 2. Compagnie Hessischen Pionier-Bataillons Nr. 11 zu Mainz in Anerkennung der von demselben am 22. Juni mit Muth und Entschlossenheit bewirkten Rettung der Helene Hammacher aus Mainz vom Tode des Ertrinkens eine Geldprämie zu verleihen geruht, was hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Ordensverleihungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 12. Juli der Maria Geiß aus Breitenborn, z. Zt. in Stellung bei Kaufmann Moritz Heidelberg in Offenbach, die Silberne Medaille des Ludewigsordens, am 24. Juli dem Forstmeister des Forstes Lorsch Dr. Eduard Heyer daselbst das Ritterkreuz 1. Klasse des Ludewigsordens zu verleihen. Zulassung zur Rechtsanwaltschaft. Am 21. Juli wurde Rechtsanwalt August Wagner zu Lauterbach zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgericht Schotten zugelassen. Aufgabe der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft. Rechtsanwalt August Wagner zu Lauterbach hat die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgerichte Lauterbach aufgegeben. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: Eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Framersheim mit einem Gehalte von 900 Mk. Eine mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Roßdorf mit einem nach dem Dienstalter sich bemessenden Gehalte von 1000 bis 1500 Mk. Dem betreffenden Lehrer können die Functionen eines Oberlehrers an dieser Schule übertragen werden. Berlin, 28. Juli. Generalseldmarschall Graf Blumenthal feierte am Mittwoch in erfreulicher geistiger Frische und verhältnißmäßiger körperlicher Rüstigkeit seinen 80. Geburtstag, aus welchem Anlasse dem Jubilar auch aus weiteren Kreisen zahlreiche Zeichen herzlicher Theilnahme zugingen. Möge dem berühmten Heerführer, der in zwei großen Kriegen seinem König und seinem Vaterland so hervorragende Dienste geleistet bat, noch ein langer und beschaulicher Lebensabend beschieden sein! — Die Ankunft des Fürsten Bismarck in Kissingen wird demnächst erwartet. Wie in den früheren Jahren, so sind dem Fürsten auch diesmal während seines Kissinger Cur- aufenthaltes infolge Anordnung des Prinz-Regenten königlich bayerische Hoswagen nebst Pferden und der nöthigen Bedienung zur Verfügung gestellt worden und bereits nach Kissingen abgegangen. — Die Besserung im Befinden des Reichscommissars Major v. Wißmann schreitet langsam fort; am Samstag konnte er zum ersten Male wieder eine Stunde außerhalb des Bettes zubringen. Neueste Nachrichten. WolffS telegraphisches Tnrrespondenz-Bureau. Berlin, 29. Juli. Der „Norddeutschen" zufolge begleiten Prinz Heinrich und Prinz Albert von Sachsen-Altenburg den Kaiser nach Petersburg. — Der Kaiser schenkte der t h i e r ä r z t l i ch e n H o ch - schule anläßlich ihres hundertjährigen Bestehens sein Oelbild für die Aula. Wilhelmshaven, 29. Juli. Der Kaiser hörte gestern den Vortrag des Generalmajors Bogel von Falken st ein in Vertretung des Kriegsministers, sowie den Admiral Hollmanns, empfing heute den Vortrag des Reichskanzlers und wohnte dem Lause des Kriegsdampfers „Pelikan" bei und folgte einer Einladung des Seeosfiziercorps. Nachmittags gedenkt der Kaiser den Vortrag des Chefs des Civilcabinets entgegenzunehmen. — Der Finanzminister Miquel ist zum Bundesrathsbevollmächtigten ernannt. Wilhelmshaven, 29. Juli. In Gegenwart des Kaisers erfolgte der glückliche S t a p e l l a u f eines Transportdampsers; । er erhielt bei der durch Viceadmiral Paschen vollzogenen Taufe I den Namen „Pelikan". Wilhelmshaven, 29. Juli. Der Kaiser und Prinz Heinrich dinirten nach dem Stapellaus des „Pelikan" iin Marine-Kasino. An dem Diner nahchen die Admiräle, Com- mandanten und Bauleiter des „Pelikan", die Oberbauräthe Guijot und Bauk, sowie die Marinebaumeister Giese und Nott Theil. Friedrichsruh, 29. Juli. Fürst Bismarck ist heute Mittag mit dem Grafen Herbert zunächst nach Schönhausen abgereist; sodann nach Kissingen. Am Bahnhof wurden ihm von einem zahlreichen Publikum lebhafte Ovationen entgegengebracht. Die Fürstin ist gestern Abend nach Homburg abgereist. Frauenfeld, 29. Juli. Bei dem Schützensestbanket wurde ein Brief des Ausschusses des 10. deutschen Bundesschießens in Berlin verlesen mit den besten Wünschen für den schönen Verlauf des nationalen Festes. Horn (Nürnberg) brachte ein Hoch aus die Festleitung wegen des den deutschen Schützen bewiesenen Entgegenkommens aus. Garen, 29. Juli. In Küttig en, wo kürzlich zweimal Feuersbrünste waren, entstand gestern Abend abermals Schadenfeuer. Vier Wohnhäuser sind abgebrannt, sieben Familien obdachlos. Wien, 29. Juli. Das „Fremdenblatt" bezeichnet die Meldung eines hiesigen Blattes, Prinz Ferdinand habe i die Rückkehr nach Bulgarien von der Zustimmung der Regie- I rung zum Eintritt österreichischer Offiziere in die bulgarische Armee abhängig gemacht, als vollständig erfunden. Die Meldung habe lediglich die Tendenz, in den Balkanländern Beunruhigung und Mißtrauen gegen Oesterreich-Ungarn zu verbreiten. Paris, 29. Juli. Im Ministerrathe theilte Constans mit, er werde die Interpellation Lefemes, betreffs Auswanderung nach' Argentinien Donnerstag beantworten, hierbei werde er eine Gesetzvorlage ankündigen, wodurch die Auswanderer vor den schwindelhaften Auswanderungs-Agenten geschützt werden sollen. — Der Dampfer „Kergülen", welcher sich gegenwärtig an der Dahomeyküste aufhält, wurde nach Buenos Aires beordert. — Mehrfach aufgetretene Meldungen, wonach das französisch-englische Ueb er einkomm en bereits unterzeichnet sein sollte, werden offiziös dementirt. Die Verhandlungen nehmen ihren regelmäßigen. Gang. Bordeaux, 29. Juli. Der heute Nacht in der Sägemühle und Holzniederlage Bourges ausgebrochene Brand dauerte bis Mittags fort. Der Schaden beträgt 2 800 000 Francs. London, 29. Juli.^ Im Unterhaufe verlas Fer- guffon zwei Telegramme aus Buenos Aires. Eines vom 28. Juli, 2.30 N., besagt, daß die Waffenruhe bis zum 29. Juli zwei Uhr verlängert und der Präsident Celman in Feuilleton. Ein Studentenstreich. Humoreske von W. Achilles. Es war zu Anfang des Sommersemesters, als das Uni- versitätsgerichr zu H. verschiedene Anzeigen über die Schuldenlast der Studentenverbindung N. erhielt und sich demnach veranlaßt sah, dem ersten Chargirten die Mittheilung zu machen, im Falle die Gläubiger nicht bald befriedigt würden, die Auflösung der Verbindung verfügen zu müssen. Das war eine trübe Aussicht, denn gegen Ende des Semesters wollte letztere gerade mit möglichstem Glanze das 25jährige Stiftungsfest feiern. Geld war nicht in der Kaffe zur Befriedigung der hungrigen Manichäer und die einzelnen Mitglieder hatten auch mehr Schulden als Baarvermögen. Unter solchen Umständen richteten sich Aller Blicke Rettung hoffend auf den stuck, jur. Kiese, dem man in Anbetracht seiner außergewöhnlichen Findigkeit das schwere Amt des Kassenwartes übertragen hatte. „Brüder!" begann dieser in gehobener Stimmung am Anfang des nächsten Kneipabends, welcher der niederschlagenden Nachricht der akademischen Behörde folgte, „wir werden siegen. Den Grundstein habe ich zum schwierigen Werke schon gelegt, ich habe unseren Hausbesitzer heute eingeladen. 9 Ich darf Euch bitten, ihm recht höflich zu begegnen, ihn ausgesucht fein zu behandeln und hauptsächlich, wenn Ihr Euch in das Gespräch, welches ich mit ihm führe, mischt, auf das, was ich sage, einzugehen." Jeder war gespannt, welche Absichten Kniese damit verband, denn den Hausbesitzer, der Gemüsehändler war, außerdem für ungebildet und als erste Klatschbase in der Stadt galt, an der Kneiptafel zu haben, angenehm war das keineswegs. Allein man versprach zu folgen und nicht lange wurde gewartet, als der Geladene erschien. „Endlich, endlich, Papa Römer," eilte ihm Kiese entgegen, „Sie haben lange auf sich warten lassen. Bitte, setzen Sie sich zu mir. Ich darf mir das Vergnügen bereiten, Ihnen unsere neuen Füchslein vorzustellen, die anderen Herren sind Ihnen ja wohl schon aus früherer Zeit bekannt. Hier Herr Reichenau, Herr von Uhlendorff und schließlich hler Herr Levysohn, Sohn des bekannten Bankiers in Moskau. Uebrigens den Namen des letzteren werden Sie gewiß schon aus der Geschichte gehört haben," fuhr vertraulich im leisen Zwiegespräche Kiese fort. „Der Großvater von Levysohn ist jener berühmte Börsenmann gewesen, der in den Freiheitskriegen Alexander I. ohne weitere Sicherheitsleistung zwölf Millionen Rubel gewährte. Er sollte dafür geadelt werden, schlug es jedoch dankend ab. Wir haben eine herrliche Acquisition gemacht, mein lieber Römer." Dieser war starr vor Staunen, während Kiese in leutseligster Weise fortfuhr: „Wissen Sie, ein Glück haben wir diesmal, ein Glück! Wir haben auch noch den Sohn des berühmten Staatsmannes Z. in unserem Kreise zu erwarten, dessen Vater uns schon zu unserem Stiftungsfeste mit feiner hohen Gegenwart beehren wird. Wir müssen uns deßhalb sehr stark anstrengen, neue Decorationen kaufen, uns auch ein eigenes Heim schaffen. Wir wollen nämlich" — dabei schaute Kiese Römer so fragend an — „uns ein Haus kaufen." Nichts konnte Römer mehr srappiren als dieses, suchte er doch sein eigenes schon seit Jahren vortheilhaft zu verkaufen. „E nee," wiederholte er, „Se wolln sich e Haus koofen? „Ja, gewiß. Das Geld wird uns vom Vater des Levysohn zur Verfügung gestellt. Wir wissen nur noch nicht, in welcher Gegend wir wählen sollen." „Ich würde am liebsten," fuhr der Fuchsmajor verständ- nißinnig dazwischen, „hier bleiben. Ich habe mich einmal hierher gewöhnt." „Sehn Se, Sie habn recht, Sie habn recht. Wie viel will denn eegentlich der alte Herr Levysohn gäbn?" „Ach, das kommt ja hier," erklärte, vom Fuchsmajor angeregt, Füchslein Levysohn, „auf zehn- oder zwanzigtaufend Mark nicht an. Wenn mein Vater mir dadurch eine Freude bereiten kann, so spielt eine derartige Kleinigkeit keine Rolle." „Herr Bankier Levysohn will uns nämlich daS Haus zu unserem fünfundzwanzigjährigen Stiftungsfeste schenken. Wir haben also zum Suchen noch bis gegen Mitte August Zeit," fügte der Fuchsmajor erläuternd hinzu. „Heern Se, Sie habn wohl e Hauptwort mit in die Geschichte nein zu reden, Herr Kiese?" frug Römer vertraulich. „Gewiß, ich bin jetzt sogar Kassenwart geworden." „Da habn Se wohl den ganzen Koof ooch fast ganz alleene abzumachen?" „Nun, auf mich wird es wohl hauptsächlich ankommen." „Brüstchen, Herr Kiese, uff Ihr Wohl! — Heern Se, da sin Se nu schon zwee Jahre da un habn mich noch nich eenmal besucht, s is doch eene Sinde und Schande." „Aber wie sollte ich zu der Ehre kommen?" „Nu, mer habn uns doch schon öfter gesehn un gesprochen. Dhun Se mer den Gefalln, s baßt grade recht hibsch, komm Se morgen zum Sonndage zum Mittagseffen zu mer. Ich habbe heite eene recht hibsche fette Ente gekooft." „Das kann ich unmöglich annehmen." „Ach, machen Se doch keen Summs, ich bin Se sonst wärklich beese, ich habbe doch ooch Ihre Einladung angenommen." die Hauptstadt zurückgekehrt sei. Die Regierungstruppen wären erheblich verstärkt. Das zweite vom 28. Juli, 6 Uhr Abends, besagt, daß die Feindseligkeiten nicht erneuert seien und die Unterhandlungen wegen (Kapitulation der Insurgenten sortdauern. Die Regierungsbedingungen seien noch nicht angenommen. London, 29. Juli. In der Generalversammlung der Niger Companie theilte der Präsident mit, daß ein Vertrag mit dem Königreiche Borgn abgeschlossen sei, welcher dasselbe unter die englische Flagge stellt- auch seien Verträge abgeschlossen mit den Kaiserreichen Sohoto und Granda, wodurch der Compagnie vollständige Jurisdiction in diesen Reichen über alle Personen übertragen wird, welche der Nationalität derselben nicht angehören. Der Präsident lenkte die Aufmerksamkeit auf die dem deutsch-englischen Abkommen angefügte Depesche Sir Percy Andersons, in welcher der Niger Companie günstige Erwähnung geschehen sei. London, 29. Juli. Im Unterhause fragte Sammers an, ob die Regierung mit Deutschland darüber unterhandle, etwaige Streitigkeiten aus dem englisch-deutschen Abkommen der Entscheidung eines Schiedsspruchs zu unterbreiten, ob die Regierung entsprechende Artikel über die Beilegung von Differenzen durch Schiedsspruch in den beabsichtigten Vertrag mit Frankreich und Portugal aufzunehmen gedenke. Fer- gusson erwiderte, daß die Regierung solche allgemeine Verpflichtungen nicht eingehen könne- bei mehreren Fällen habe die Regierung in jüngster Zeit ihre Bereitwilligkeit gezeigt, specielle definitive Fälle einem Schiedssprüche zu unterwerfen. Es könnten aber Differenzen vorkommen, wo unveräußerliche englische Rechte angegriffen würden, welche England nicht als offene Frage einem Schiedssprüche unterbreiten könne. Cardiff, 29. Juli. Die D o ck a r b e i t e r haben vorläufig bis zur Regelung der Streitfrage die Arbeit wieder aufgenommen. Girgenti, 29. Juli. Kaiserin Friedrich nahm gestern an Bord der „Surprise" die Revue des britischen Geschwaders ab. Sie besuchte mit ihren Töchtern die Sehenswürdigkeiten der Stadt. Abends war der Hafen prachtvoll electrisch erleuchtet und fand zu Ehren der Kaiserin Feuerwerk und Serenade statt. — Kaiserin Friedrich mit ihren Töchtern ist Vormittags nach dem Piräus abgereist. ' , Konstantinopel, 29. Juli. Telegrammen einiger hiesiger Generalconsulen zufolge brach in Mekka die Cholera aus. 13 Erkrankungen und sieben Todesfälle sind bisher vorgekommen. Die türkischen Behörden trafen alle Vorsichtsmaßregeln. Rewyork, 29. Juli. Nach einer Depesche aus Lalib er- tad hieb ein Indianer mit dem Messer auf Barillas ein. Der Präsident wich zurück und blieb unverletzt. Der verhaftete Attentäter gestand, von den Conservativen gedungen zu sein. Baltimore, 26. Juli. Ein Dampfer collidirte mit einem Vergnügungsboot mit 1500 Passagieren. Vier wurden getodtet, viele verletzt. Rio de Janeiro, 29. Juli. (Meldung des Bureau Reuter.) In Buenos Aires ist heute Vormittag der Congreß zufammengetreten. Cecate» nnö provittjiclU». Gießen, 30. Juli. — Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten am Donnerstag den 31. Juli 1890, Nachmittags •4 Uhr: 1. Mittheilungen. 2. Gesuch des Karl Dräbing um Erlaubniß zum Betrieb einer Zapswirthschast. 3. Desgl. des Levi Löwenstein. 4. Desgl. des Heinrich Kempf. 5. Desgl. des Christian Riegelmann. 6. Ermittelung der landwirth- schastlichen Bodenbenutzung und des Ernteertrags im Jahre 1890. 7. Gesuch der Firma F. Bender & Co. um käufliche Ueberlaffung von städtischem Gelände. 8. Der Ankauf des Strohbedarfs fürs Schlachthaus. 9. Die Unterhaltung „Wenn Sie es durchaus wollen, lieber Römer, gut, dann werde ich morgen Mittag mich einstellen." „Silentium!“ tönte es plötzlich vom Präsidium, „wir singen das angekündigte Lied!" Damit war das Gespräch zwischen Römer und Kiese gestört, und es sollte im Laufe des Abends nunmehr auf Anrath en des Kassenwarts Herr Römer unter den größten Schmeicheleien und Hochachtungsbezeugungen zugetrunken bekommen. Dieses wurde denn auch bestens ausgeführt, bis er endlich zu mitternächtiger Stunde schwer- beladen heimwankte. „Kinder!" rief der Herr Kassirer freudig, als Römer das Local verlaffen, „unsere Rettung wird gelingen, „Muth, nur Muth!" Nicht lange ließen die Erfolge des Herrn stud. jur. Kiese auf sich warten. Er hatte vollständig richtig erwogen, daß Römer die ganze Angelegenheit in der Stadt herumtragen werde. Jedes Kind wußte nach etlichen Tagen bereits, daß die Verbindung H. die Absicht habe, das Haus, in dem ihre Kneipe gelegen, sich käuflich zu erwerben- ja sogar das Wochenblatt des Städtchens konnte nicht umhin, in seinen Spalten das löbliche Beginnen der erstaunten Welt mitzutheilen. Die Gerüchte von dem reichen Bankierssohn, dem im nächsten Semester noch hinzukommenden filius des berühmten Staatsmannes, der zu erwartende Besuch des letzteren beim Commers durchzogen pfauenartig geschmückt die Stadt. Mit einem Schlage hatte die Verbindung H. wieder Credit, ja, die meisten alten Gläubiger bemühten sich unter lebhaftem Bedauern ihres früheren Vorgehens um neue Aufträge. Am großartigsten anzuschauen war es, wie oft und ernst der Herr Kassenwart mit dem eigenen Bierwirth seiner Verbindung über die einzelnen Punkte des zukünftigen Con- tractes unterhandelte, während Römer glückselig, lächelnd dabei saß, da dem stud. jur. Kiese, wie er ständig mit der der Staatsstraßen im Bereich der Stadt. 10. Der Weg in den Wingerten. 11. Erhöhung städtischer Trottoirs von der Schulstraße bis zur Schloßgasse. 12. Baugesuch des Heinrich Faß, hier: Festsetzung der Baufluchtlinie. 13. Dte Verbreiterung der Wetzsteingasse. 14. Gesuch des H. Rörig um Dispensation von den Vorschriften des § 18 des Ortsbaustatuts. 15. Die definitive Anstellung der Schutzmänner Zink und Schmidt. 16. Die Abhaltung des Jugendfestes. 17. Die Uebersicht über die wirklichen Einnahmen und Ausgaben des Realgymnasiums und der Realschule zu Gießen für 1889/90. 18. Verschiedene Weißbinderarbeiten im Realschulgebäude. — Gestern Nachmittag kurz nach drei Uhr brach in der Scheuer des öeconomen Flett in der Wallthorstraße Feuer aus, welches so rasch um sich griff, daß binnen kurzer Zeit die Scheuer krachend in sich zusammenstürzte. Da die Scheuer inmitten anderer feuergefährlicher Objecte, Ställe, Zehnt- scheuer u. s. w. stand, war die Gefahr für diese Nachbargebände eine große, sie wurde aber namentlich durch das rasche Eingreifen von Militärmannfchaften des 2. Bataillons, die sofort Schläuche von den Hydranten an der Kaserne durch den Hof des Kreisamtsgebäudes legten und das bereits die Zehntscheuer ergreifende Feuer zerstörten, abgewendet. Bald nach Eintreffen der Feuerwehr gelang es, den Brand zu löschen. In der bereits pom Brande ergriffenen Zehntscheuer lagerten große Tabaksvorräthe, ebenso war das Fabrikgebäude der Kempff'schen Cigarrenfabrik gefährdet - hier gelang es aber, Dank dem Eingreifen der Fabrikarbeiter, die Gefahr abzuwenden. — Sechs verschiedene recht gelungene Ansichten des Liebig-Denkmals während und nach den Enthüllungsfeierlichkeiten sind von Herrn Photograph M o o k ausgenommen und bei demselben ausgestellt. § Rieder-Moos, 28. Juli. Der Vorsitzende unseres Gauverbandes vom landwirthschaftlichen Bezirksverein Lauterbach hat bekannt gemacht, daß nächsten Sonntag, Nachmittags, hierin der Wirthschaft des Herrn Rühl ein Vortrag des Kreis- Wiesenbautechnikers Kunz von Lauterbach über Wiesenbau 'gehalten und die Landwirthe gebeten werden, sich ebenso zahlreich einfinden zu wollen, wie am vorigen Sonntag in Grebenhain. (] HaiN'Gründan, 29. Juli. Ein bedauerlicher Unfall trug sich am Samstag hier zu. Mehrere Knaben spielten in einer hiesigen Hofraithe miteinander. Der eine kettete den Hofhund los. Das Thier scheint durch die fremden Kinder gereizt worden zu fein, es stürzte sich auf einen der Knaben im Alter von etwa 7 bis 8 Jahren und biß ihm eine tiefe Wunde in den Oberarm. Die Wunde war so groß, daß nicht weniger als 5 Nadeln eingesetzt werden mußten. Glücklicherweise war der Kreiswundarzt bald zur Stelle, welcher die Wunde kunstgerecht verband. Es scheint, daß die Sache noch ein gerichtliches Nachspiel erhalten wird. Lauterbach, 28. Juli. Der hiesige Schützenverein feierte gestern, vom besten Wetter begünstigt, sein diesjähriges Hauptschießen. — Nachdem mit den Zügen um 2 Uhr eine Anzahl Schützen aus Alsfeld und Fulda eingetroffen waren, marschirte der Schützenzug durch die reichbeflaggten Straßen nach dem Festplatz, woselbst der Vicepräsident die Gäste in einer kurzen Ansprache bewillkommnete - ein Hoch aufs deutsche Vaterland sand begeistertes Echo. Da nur zwei Schießstände intact sind, mußten die Lauterbacher Schützen meistens zurücktreten, um den Gästen gerecht zu werden. Es wurde folgendermaßen geschossen: Aus der Ringscheibe mit 13 Ringen bei 5 Schuß erhielten: den 1. Preis mit 59 Ringen C. Schwarz-Lauterbach, den 2. mit 57 Krause-Alsfeld, den 3. mit 57 Ziegler-Fulda, den 4. mit 57 Weber-Alsfeld, den 5. mit 56 Hoffmann-Schlitz, den 6. mit 56 Malkemus-Alsfeld, den 7. mit 56 Weber-Fulda, den 8. mit 55 Rohling-Fulda, den 9. mit 54 Koch-Alsfeld, den 10. mit 53 Höfling-Fulda, J)en 11. mit 52 Töpfer-Lauterbach. — Auf der Freihand- Feldscheibe mit 20 Ringen bei 3 Schuß erhielten Preise: treuesten Miene der Welt versicherte, der geforderte Preis für das Haus durchaus nicht zu hoch war. Eine emsige Thätigkeit entfaltete der Herr Kassirer für die Vorbereitungen der Festlichkeiten. Der größte Saal, welcher in der Stadt vorhanden, wurde zur Abhaltung des Commerses gemiethet, zwei Musikkapellen engagirt, Dekorationen in reichstem Maße wurden angebracht, Vierspänner standen zur Abholung der alten Herren bereit, mit einem Worte, was man hie gedacht, es ging in Erfüllung: das 25jährige Geburtstagsfest wurde glänzend gefeiert. Am Abend des Commerses überreichte der erste Chargirte, Nachdem Kiese in einer launigen Rede zum Schrecken des neben ihm sitzenden Römer der Festversammlung die tiefbetrübende Mittheilung gemacht hatte, daß der Herr Bankier Levyfohn aus Moskau bankrottirt, der Staatsmann Z. wegen Mangels des nötigen Reisegeldes am Kommen verhindert sei, diesem einen mächtigen Lorbeerkranz. Römer, der bis dahin gespannt auf Lje Ankunft des Festgebers gewartet, verließ wüthend in Anbetracht der verschwendeten Freundschaft, die er Kiese bewiesen, den Festsaal, während die ganze Runde jubelnd unter den Klängen der Musik ihrem Retter brausendes Lob spendete. Die alten Herren aber versprachen durch Bezahlung der Schulden die Liebe zum Bunde von Neuem zu bekunden, und so wurde nicht nur die Zukunft der Verbindung gesichert, sondern auch der brave Kiese vor unangenehmen Folgen geschützt. Von allen Philistern jedoch ward von dieser Zeit ab der Herr stud. jur. als ein Mann von höchster Gefährlichkeit betrachtet, und der Gemüsehändler Römer soll sogar in der Ohnmacht seines Zornes die Worte haben fallen lassen, daß Kiese ein — „Gauner vom reinsten Wasser" sei. den 1. Preis mit 57 Ringen Koch-Alsfeld, den 2. mit 54 Hoffmann-Schlitz, den 3. mit 50 Weber-Fulda, den 4. mit 49 Büttner-Fulda, den 5. mit 47 Malkemus-Alsfeld und Ziegler- Fulda. — Den Ehrenpreis für beste Leistung auf der Zwei- Punktscheibe erhielt bei 10 Schuß mit 17 Punkten Ziegler- Fulda. — Sieger auf den drei herausgefchossenen Ehren- Scheiben waren, Roßling-Fulda, Schwarz-Lauterbach und Groh-Lauterbach. — Der Festplatz war sowohl am Tage wie am Abend stark besetzt - ebenso war die Betheiligung am Ball eine recht zahlreiche. Zur Befriedigung der Festtheilnehmer trugen vor allem die Capelle Stumpf durch ihre anerkannt gute Musik, sowie der gute „Stoff" viel bei. Lauterbach, 29. Juli. Heute Morgen y25 Uhr zog ein Gewitter über unsere Stadt ohne Schaden anzurichten. — Der Kornschnitt, welcher in den Gemarkungen Angersbach und Salzschlirf seit einigen Tagen begonnen hat, nimmt auch in hiesiger Gemarkung feinen Anfang, möge die Ernte eine reichliche werden, damit der Landwirth für seine Mühe belohnt werde. Die Spatzen haben in unserer Gemarkung an einigen Weizen- und Gerstenäckern ihre Vernichtungsarbeit ausgiebig besorgt. Aus einigen Aeckern ist die Ernte durch diese frechen Räuber fast vollständig vernichtet worden. Durch aufgestellte Puppen lassen sich dieselben nicht verscheuchen, am besten wirkt noch das Schießen unter die Räuber. — Das diesjährige Hainigfest wird Sonntag den 17. August abgehalten werden. — Das volkstümliche Turnen setzt sich aus Freihoch- und Freiweitsprung, Wettlaufen und Stemmen zusammen. Lauterbach, 28. Juli. In dem Garten des Chr. Schwarzhaupt zu Crainfeld steht ein junges Birnbäumchen in voller Blüthe- dasselbe wurde vergangenen Herbst gepflanzt und war durch die Vermittelung des landwirthschaftlichen Vereins bezogen worden. Von vielen Orten hort man, daß Birnbäume jetzt zum zweitenmale blühen, die Erscheinung ist in diesem Jahre sehr häufig. Die Wärme im ersten Frühjahre und die darauf folgende Regenzeit haben wohl diese ungewöhnliche Entwickelung herbeigeführt. * Berlin, 28. Juli. Gegen die Kurtaxen in den Badeorten, die tatsächlich keine Berechtigung mehr haben, wird jetzt von hier ans energisch vorgegangen. Die „Vossische Zeitung" leitet die Bewegung mit einem sehr kräftigen Artikel ein, in welchem es heißt: „Mögen die Badeverwaltungen thun, was sie in ihrem Interesse für nützlich halten, aber mit ihren eigenen Mitteln - Kurtaxen dürfen sie nicht erheben, wenigstens nicht für den Aufenthalt am Orte. Mögen alle Fremden einmüthig jener ungesetzlichen und unmäßigen Begehrlichkeit entgegenstehen und einfach die Zahlung der Kurtaxe verweigern!" Den deutschen Bädern, welche Kurtaxen erheben, werden bezügliche Erklärungen übermittelt werden, und wollen die Badeverwaltungen die Taxe nicht aufgeben, so mögen sie sehen, wo sie Gäste herbekommen. * Ratibor, 26. Juli. Eine Frau aus Deutsch-Rasselwitz, nicht mehr jung an Jahren, erschien neulich mit ihrem Bräutigam vor dem Standesbeamten und verlangte das Aufgebot. Dem Anträge konnte jedoch nicht stattgegeben werden, weil die erforderlichen Papiere fehlten. Der Bräutigam versprach, die Papiere zu beschaffen. Die Sache dauerte aber der Braut zu lange. Schon nach zwei Tagen erschien sie wieder vor dem Standesbeamten, aber diesmal mit einem ehrbaren Rassel- witzer Wittwer. An demselben Tage kam auch der frühere Bräutigam mit feinen Papieren und mußte zu seinem Schrecken erfahren, daß die Brauy das Aufgebot bereits mit einem andern vollzogen habe. .'Der verabschiedete Bräutigam war indeß schnell getröstet, er verlangte nur eine Entschädigung von 6 Mk. für den Zeitverlust, welche die Braut jedoch nicht zahlen will. * „Wenn wir den Dieb fangen wollen, wird es doch gut fein, noch einen recht beherzten Mann mitzunehmen!" — „Dann hol ich den Schuster von drüben. Der hat Muth! Er hat gestern zum dritten Male geheirathet!" Itnivcriität» < Nachrichten. Leipzig, 26. Juli. Zum Rector magnifioua der Universität für das nächste Studienjahr wurde Professor der Rechte Dr. Btndtng gewählt. — Aus Leipzig wird berichtet: Der als Erforscher des AU- franzostschen rühmlichst bekannte Professor Dr. W. Förster in Bonn ist als Nachfolger des verstorbenen Romanisten Professor Dr. Ebert an die hiesige Universität berufen worden. Der bisherige Honorarprofessor Dr. Adolf Mayer ist zum ordentlichen Professor der philosophischen Facullät ernannt worden. Professor Mayer ist Mathematiker. — Habilitirt haben sich: Dr. Max Wolf für Astronomie in Heidelberg, Dr. Albert Socin für Philosophie in Leipzig. — Professor Lemme in Bonn hat eine Berufung nach Heidelberg angenommen. Gerichtliche Entscheidungen. — Der Art. 42 des hessischen AusführungsgefetzeS zur E.-P.-O. gibt dem Vermiether wegen seiner Mielhgelldforderurtg auch außerhalb des Concurses das Vorzugsrecht des S 41, 4 der Concurs- ordnung und bestimmt, daß dieses Vorzugsrecht dem späteren durch Pfändung erworbenen Vorzugsrecht vorgehe. Aber diese Vorzugsrechte deS Art. 42 unterliegen denselben Voraussetzungen wie die in der Concursordnung ftatutrtcn Vorzugsrechte, insbesondere der Voraussetzung, daß dte in dte Mtethwohnung etngebrachten Mobiltar- gegenstände stch noch in der Wohnung befinden; das Vorzugsrecht entsteht hiernach mit der Einbringung der Sachen in die Mietwohnung und erlischt, wenn die Sachen vor der Geltendmachung des Rechts aus der Wohnung von dem Mtether weggebracht werdm.. Wenn aber die in die Wohnung etngebrachten Sachen des Miethers, nachdem bereits der Vermiether für feine Mtethforderung das ihm gesetzlich gewährte Vorzugsrecht erworben hat, für einen anderen Gläubiger des Schuldners gepfändet und infolge dieser Pfändung durch dm Gerichtsvollzieher aus der Mtethwohnung gebracht werdm, dann kommt der S 710 E.-P.-O. zur Anwendung; der Vermtether kann, wetl und soweit er sich nicht im Besitz der Sachen befindet, die Pfändung derselbm für dm Dritten nicht hindern, fein Recht gegend NM", n getragen, b Preise für HO Paar bejaM Lr oorba Ferkel waren®* 160 das Paar H ^geo il **wb ’ _ Zgi Monat Auf 1L" M ä”'Äi Dm 18- in Echzel Den 19. in Gietze Den 19. in Ober- Den 25. in Langs Den 26. in Geber Dm 27. Frankfu! Dm 28. in Gründ _ Die „Deutsche B gemeinen VersicherunMdi Vttfi-tt«ngs'Stsellscha zeichnen sich durch eine A sofort für sie rinnehmen .offenbar bet der Redigtrunj sicherungsvertrag zu Wi lautet, so daß der Persicher und Pflichten sein kann, um so weniger mit dieser übertreW Aan;u.Tl SficknS- u. Glanzlacken, leit überleget in der Vn Haltbars taWrt Tiedemann tafwMchtoch über Nacht trocknend, gern nachklebend,mitFarbeiiE HAHD daher viel I itbni Haugh Schutzmarke. 1 und 3% S iur echt mit dieser Schot MWkMllll ,6ofl«ftram begrünbtt 18$. «onatyg zum Fabrikpreis oHriche und Prospecte c GMenb.Ferd.D Markt»,, gl, mi Fischbach, &li Nr. 24 3um flnf ««»t alten « b" Arrae, feSÄ ic/ '^Pnch; h k test «I ; 8iet>t u 1h|- Ui. 5tr,tu oh„e n VS-'«'1 1. 2. 8. all- Wemmerieh ä Ueberaus practisch QEORQ COSti 9 B g Die Ikaschenbier-Aandlung von Daniel Heil Telephon Ur. 55 Lindenplatz 3 Kreuzplatz « 5563] 554] 4902 Den Den Den Den Den Den Den Den 18. 19. 19. 25. 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Aus dem überaus reichen Inhalte feien nur folgende Abschnitte heroorgehoben: Die Igeschichtliche Entwickelung der deutschen Volksschulpädagogik und der deutschen Volksschule. — Adolf Diesterweg, fein Leben und Schaffen. — Aufgaben der Pädagogik, Quellen, Theorie und Praxis« — Object der Erziehung; die menschliche Natur und die Gesetze ihrer Entwicklung. — BestimmungundAufgabedes Menschenlebens; Zweck, Ziel und Weg der Erziehung. — Mittel der Erziehung. — Allgemeine Unterrichtslehre. — Lehrerbildung ; Lehrkunst; Fortbildung. — Äußerlichkeiten in der Schule. — Spezielle Unten ichtslehre (Methodik). — Spezielle Erziehungslehre(Schuldisciplin)—Schul- organisation. — Characteristik der Diester- weg'schen Pädagogik. — Anhänge, Utter- arischer Wegweiser für Fortbildung der Lehrer. Preis Mk. 2.— franco bei Einsendung des Betrags. Herr Friedrich DitteS in Wie« schreibt an den Verfasser: „Erst heute Vormittag konnte ich mit der Lectüre Ihres vortreffliche« Buches zu Ende kommen- Ich sage Ihnen nur kurz, daß Ihr Buch nach meinem Ermessen das beste ist unter allen denen, welche das Diesterweg-Jubiläum heroorgerufen hat u. s. xd.“ — Herr Director Dr. Bartels in Gera sagt darüber u. A.: „Mit größtem Interesse habe ick das Manuscript ftudirt und es ist mir eine Freude, ein wirklicher Genuß gewesen, die so fleißige Arbeit durchzuarbeiten. Dem Altmeister der Pädagogik, Diesterweg, setzen Sie ein herrliches Denkmal und der Lehrerwelt erweisen Sie durch die Herausgabe einen großen Dienst.* ____________________ Colossaln Gewinnchancen bietet die Betheiligung an einer Loos- Gesellachaft, welche jährlich Millionen verdienen kann, jedenfalls aber, selbst im ungünstigsten Falle,einige Tausend Mark gewinnen muss. 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M., Abends 9 Uhr: Schluß-Derfammlung bei Ulrich. 6340 Um allseitiges Erscheinen zur genaueren Bestimmuna der Abfahrtszeit wird ersucht. Disconto-Comm- Darmstädter Bank-Act. Dresdener Bank-Act. Berliner Handelsges. Oesterr. Credit-Act. Wiener BankvereinS-Act. Oesterr. Staatsbahn Lombard. Eisenbahn! David, Königl. Rentmeister. Buschtherader Elbethal-Bahn-Act. Gotthard-Bahn-Act. Schweizer Nordost , West V Gelsenkirchener Ver. Kön.- und'Laurahütte-Act. Oesterr. Alpine-Montan ___ ,'ftpreußev 157.10 Bochumer GutzstahlaLtrn« 107.30 4 pCt. Ungar. Goldrente ICC.'3 5 „ Italiener Rente ! •:• .... - ' frei in'sHaus geliefert ■ treuer Rathgeber für alte u. junge Personen, die in Folge übler Jugendgewohnheiten sich geschwächt fühlen. ES lese eS auch Jeder, der an Nervosität, HerzNopfen, BerdauungSbeschwer- den, Hämorrhoiden leidet, seine aufrichtige Be- lehrunt,* hilft jährlich vielen Tausenden zur Gesundheit und Kraft Gegen Einsendung von 1 Mark in Briefmarken zu beziehen-von l>r.med. 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Dem Wiederbringer eine Belohnung. BL Sckretzdv. — Truct und Verlag der Brühl'scheu Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. ®ie heutig« Shtetmet amfatzt 6 Ceile*. 2 »itb nn* “9erS. & Unfein, Die q * *<**»^**«41. r •*£*** 1!li””U"9ber l)i« 6 nadj öjährig- !&«=; ‘Berlin. 28. Jill'. ° „iiormirung ta «'** J namentlich 'M Fernff /erhalten postblausarbene in bei den männlichen B' men und Alchlagen neb lienft zu tragen laben. ■ ? es auch fernerhin nach >h ;r porigen M ist den « Mftigten Damen zu der , srden. Die neue eracht mach soll sie den Mal iiieswegs gesunden haben ij ihren Dank kaum rechnen Frankfurt a. M., 29. ersuch wurde gestern bei b( irg gemacht. Ein fremde- WM von 500 Ml. lautei tt Deutschland gegenwärtig A Pr." zufolge sich in h mliren. Auf den Wechseln lmrikaners, worauf der K um machte. Derselbe erklc u wollen. Während der Irottfc auf ben Weg machte mr ein Telegramm ein, ibe er verloren ober sie fei ntkags sand sich der dreiste it jetzt mit (natürlich gesi Achsel, wurde aber, statt G Migten Criminalfchutzmanr 3/ Ulrich zu heißen und a: >mde Vomittags in Begle veier Männer gesehen. N inen ein Consortium von '«ratag, den 28. A «im Nachmittags 3 Uhr * -250^ [USSy tert5-* fe-C« ■ riZLA«? ■i« »8* «"';■«« * Düsseldorf, 25. Juli. Ein Einbrecher wählte in vorletzter Nacht das Haus des Ersten Staatsanwalts zum Schauplatze seiner gesetzwidrigen Thätigkeit und brach daselbst in den Keller ein, wo er sich jedenfalls erst verborgen halten wollte, um später dann „activ" zu werden. Dem dort ausgestapelten Wein konnte der Dieb nicht widerstehen; er kostete von dem edlen Rebensaft so viel, daß er seiner Sinne und seiner Beine nicht mehr mächtig war und, alle Vorsicht außer Acht lassend, sich im Garten zum Schlaf niederlegte. Hier hätte man seine Anwesenheit vielleicht auch noch nicht bemerkt, wenn der Bezechte nicht durch ein weithin hörbares Schnarchen die Aufmerksamkeit aus sich gelenkt hätte. Man fand bei dem Einschleicher, der übrigens Morgens um 10 Uhr noch nicht vernehmungsfähig war, eine ganze Einbrecher-Ausrüstung. * Lüttich, 27. Juli. Der Notar Lecampe aus^dem nahen Argenteau hatte kürzlich beim Essen zwei künstliche Zähne verschluckt, die sich in der Speiseröhre sestsetzten. Da es weder gelang, den fremden Körper durch den Mund herauszuholen, noch in den Magen hinabzustoßen, entschlossen die Aerzle sich zum Speiseröhrenschnitt, nach welchem eine derartige Blutung eintrat, daß der Leidende derselben erlag. * Daß Grenzstreitigkeiten mitten im deutschen Vaterlande noch möglich sind, zeigte sich, wie man der „Köln. Ztg." aus Kreuznach schreibt, kürzlich an der durch das benachbarte Hüttenthal sich hinziehenden preußisch-bayerischen Grenze. Lange Jahre hindurch waren der preußische und der bayerische Theil des reizenden Thälchens am Fuße des Rheingrafensteins an einen Wirth vermiethet, dem es ganz gleichgültig blieb, ob er die haarscharfe Richtung der Grenze kannte oder nicht. In diesem Jahre hielten nun zwei Restaurateure ihren Einzug ins Hüttenthal, indem der eine aus dem preußischen, der andere auf dem pfälzischen Theil des Thales Wirthschast betrieb. Nach der bisherigen Ansicht ging die Grenze mitten durch einen stattlichen Baum, um dessen Stamm ein runder Tisch angebracht war, dessen eine Hälfte blauweiß und dessen andere Hälfte schwarzweiß gestrichen wurde, zum Zeichen, daß durch die Grenze der Tisch in eine preußische und eine bayrische Hälfte getheilt werde. Es entstand nun die Frage, welcher von den beiden Wirthen den Tisch benutzen dürfe, und damit war der Grenzzwischensall geschaffen. Man erhob Vorstellung an amtlicher Stelle und jetzt wurde an Ort und Stelle die Grenzstreitigkeit geschlichtet. Zwei Commissionen waren zu diesem Zweck erschienen, die preußische mit dem Landrath des Kreises Kreuznach, die bayerische mit dem Bezirksamtmann von Kirchheimbolanden an der Spitze. Die Entscheidung fiel für Preußen bezw. den preußischen Wirth günstig aus- genaue Messungen ergaben, daß der fragliche Baum mit seinem Stamm ganz aus preußischem Gebiete stehe, mit letzterem aber auch haarscharf die Grenze abschneide, sodaß der preußische Wirth doch nur einen halben Tisch anbringen, während der bayerische gar keinen Tisch an den Baum anlehnen darf. Auch sonst wurde die Grenzlinie noch verschiedentlich um mehrere Meter zu Gunsten des preußischen Theils erneuert. * London, 25. Juli. Ein geldmüder Nabob aus Leeds, Herr Samson Fox, wohnte im December 1887 einem Concert des Royal College os Music bei, fand heraus, daß dessen Räumlichkeiten zu eng waren, und rückte sofort mit 30000 L. heraus, die er dem Ehrenpräsidenten des Collegs, dem Prinzen von Wales, zum Bau eines Conservatoriums zur Verfügung stellte. Der Prinz zeigte sich der Gelegenheit vollständig gewachsen, ließ sich ein Grundstück in Kensington dafür schenken und von dem Architekten Sir A. -Bloomfield ein Gebäude darauf errichten, welches 45 000 L. kostete, und siehe da, der biedere Samson Fox griff wieder in seinen Geldsack und holte daraus die nöthigen 15 000 L. heraus, und mit diesen 45000 L. (900 000 M.) kam das Gebäude zustande und ward in der vorigen Woche durch den Prinzen von Wales in Gegenwart von Mitgliedern der königlichen Familie, der Aristokratie, des Clerus, der Kunst und Literatur seierlichst eröffnet. Das Schülerorchester spielte Beethovens Ouvertüre, zur Weihe des Hauses, woraus dann Samson Fox dem Prinzen eine Ansprache halten durfte, welche dieser mit Lobsprüchen aus seine Freigebigkeit beantwortete. Das Conservatorium ist in einen männlichen und einen weiblichen Flügel eingetheilt und ist musikdicht gebaut, sodaß der Schall sich möglichst wenig sortpflanzt. Wahrscheinlich wird es noch mit einer Bühne ausgestattet werden, wozu Samson Fox wiederum in seinen Seckel steigen wird. So werden hier Conservatorien gebaut. Citeratur und KuttfL — Nicht nur für die langen Winterabende ist eine angenehme und fesselnde Lectüre Bedürfniß. Wir meinen vielmehr, daß die heißen Sommertage erst recht ein Verlangen nach gutem Lesestoff rechlfeittaen. Wer sollte nicht froh sein, wenn er dem heißen Tagewerk entfliehen, in schattiger Laube sich erholen und an anmuthiger Lectüre erfreuen kann? Als eine solche empfehlen wir allen unfern Lesern aufrichtig das allgemein beljebte Schorer'sche Familienblatt, welches außerordentlich anregende, vielseitige Unterhaltung bietet. Namentlich das laufende Quartal bringt vieles, was besonders hervorzuheben ist, z. B. einen vorzüglichen Roman von H. Schobert („Künstlerblut"), „Spukgeschichten" von Nataly von Esckstruth. Auch A. Oskar Klaußmann bietet wieder 'hochamüsante Beiträge. Wir empfehlen immer gern diese treffliche illustrirte Zeitschrift, weil wir es mit gutem Gewissen thun können. tuen, en ""d WM MWZZ SnX17-"Ät riö Junge ** Liftes wird ein Wann zum sofortigen in die Lehre gesucht, unter M, z«K t die Expedition Hatte«. 6341 Kesacht KauSHLltekin In die Nähe bei einen einzelnen Herrn auf Lues durch Vermietherin izrüu MÜer, Löwenaasse. önomiearbeiter iät. [6336] Slittztlvfad ü. ; Selbsthilfe, ntba fitelitu. junge Perf-acn, bit ■ sHa OnatntgettoMeiten sich g<-- ailen. « left kt auch Jeder, der a° i -enllztfen. 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Sie erhalten postblaufarbene Schoßtaillen aus Tricotstoff mit tcn bei den männlichen Beamten gültigen orangefarbenen fragen und Aufschlägen nebst blanken Knöpfen, die sie im Dienst zu tragen^haben. Hinsichtlich der Kleiderröcke sollen .;fic es auch fernerhin nach ihrem Belieben halten können. In jdcr vorigen Woche ist den in Berlin, besonders an der Börse itcschäftigten Damen zu der „Amtskleidung" Maß genommen ivorden. Die neue Tracht dürste nicht unkleidsam sein- dennoch soll sie den Beifall der betheiligten Damenwelt [keineswegs gefunden haben und Excellenz v. Stephan wird aus ihren Dank kaum rechnen dürfen. Frankfurt a. M., 29. Juli. Ein frecher Betrugsversuch wurde gestern bei dem hiesigen Bankhause E. Laden- burg gemacht. Ein fremder Mann versuchte zwei aus die Summe von 500 Mk. lautende Wechsel eines Amerikaners, der Deutschland gegenwärtig zum Vergnügen bereist und der „Kl. Pr." zufolge sich in Heidelberg z. Zt. aufhält, zu dis- tontiren. Auf den Wechseln fehlte indeß die Unterschrift des Amerikaners, worauf der Kassirer den Präsentanten aufmerksam machte. Derselbe erklärte, dieselbe in Heidelberg holen wollen. Während der Gauner sich angeblich zu diesem Zwecke auf den Weg machte, traf von dem fraglichen Amerikaner ein Telegramm ein, worin er mittheilte, die Wechsel habe er verloren oder sie seien ihm gestohlen worden. Nachmittags fand sich der dreiste Betrüger wieder ein, präsentirte die jetzt mit (natürlich gefälschter) Unterschrift versehenen Wechsel, wurde aber, statt Geld zu erhalten, von einem verständigten Criminalschutzmann verhaftet. Der Gauner giebt on, Ulrich zu heißen und aus Würzburg zu sein. Derselbe tourbe Vormittags in Begleitung eines Frauenzimmers und zweier Männer gesehen. Man glaubt, daß diese vier Personen ein Consortium von Betrügern bilden. Beilage zu Nr. 175. - 1890. Corsets Corsets I- 21: Bogt. 6970 6103 Tapeten-, Teppich- und Möbelstoff-Geschäft. 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