1890 99 Mittwoch den 30. April Gießener Anzeiger Kenerat-Wrzeiger Aints- unb Anzeigeblatt für den Nreis Giefzen chratisöerkage: chießener Kamitienötatter Aintticher Theil $et H Hier wurde heute Morgen ein Die „Agence Balcanique" erklärt m- en, Donnerstag b c n 1. Mai 1890, Nachmittags am 4 Uhr: hoffentlich das Vertrauen der Beamten zur stärkt werden. In diesem Interesse müßten etatsmäßigen Stellen tieiminbert werden. Innahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgcuben Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. Die Gießener itieuvtäller rffbcn dem Anzeiger -ichentlich dreimal beigelegt. Dem englischen Parlamente ist soeben von dem General- consul Englands in Kairo, Sir Evelyn Baring, der Jahres« bericht über die egyptischen Finanzen für das Jahr 1889 zugegangen. Der Bericht Sir Evelyns charakterisirt das genannte Jahr als das vom finanziellen Standpunkte aus befriedigendste in der Geschichte Egyptens. Ausdrücklich wird dann weiter betont, wie nöthig zur fortschreitenden Entwickelung Egyptens die Aufrechterhalung der englischen Occupation sei und schließlich bedauert der Bericht die Weigerung Frankreichs, der Conversion der egyptischen Schuld zuzustimmen, welche Weigerung den Interessen der egyptischer Steuerzahler wie der Bondsinhaber nachtheilig sei. — In Paris dürste der Bericht Sir Evelyns bedeutend verschnupfen, da in demselben so offen die Fortdauer der englischen Occupation Egyptens als nothwendig erklärt wird. Die Meinungsverschiedenheiten im brasilianischen Miuistc- rium sind wieder beigelegt. Die Minister des Aeußern und der Finanzen, welche zurücktreten wollten, werden nun auf ihren Posten verbleiben. Lisiabon, 28. April. Erdstoß verspürt. Sofia, 27. April. Der ^t«ner Anzeiger rfdbrint täglich, nt Ausnahme des Montags. Alle Annoncen-Burcaux des In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. totales uni* provinzielles. Gießen, 29. April. — Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten die Nachricht aus Belgrad von einem Einfall bulgarischer Flüchtlinge in den District von Widdin für unbegründet- zwar seien bulgarische Flüchtlinge fortgesetzt thätig/ doch herrsche längs der Grenze Ruhe- die Behörden beobachteten die größte Wachsamkeit. Petersburg, 28. April. Botschafter Graf Schuwalow begab sich heute auf sein Gut im Kurländischen - er verweilt dort einige Tage und begibt sich dann über Warschau nach Berlin zurück. Bukarest, 28. April. Heute wurde die außerordentliche Kammersession mit einer vom Ministerpräsidenten verlesenen königlichen Botschaft eröffnet. Die Kammer beschäftigte sich zunächst in ihren Sectionen mit der Prüfung der Befestigungs-Credite. Melbourne, 28. April. Nach Berichten aus Samoa wurde der auf den Beschlüssen der Samoa-Conserenz beruhende Vertrag von Malietoa in Gegenwart der Consuln und zahlreicher Eingeborenen unterzeichnet. Die Partei Tamasejes zeigte ihre förmliche Unterwerfung an. Jtiw Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Darmstadt, 28. April. Die Königin Victoria empfing Nachmittags den württembergischen Generalmajor Falkenstein, der ein Dankschreiben des Königs von Württemberg für Verleihung des Hosenbandordens überreichte. Berlin, 28. April. Der Besuch der Königin von Italien wird Hierselbst nunmehr in der Woche vor Pfingsten erwartet. Es heißt, sie werde den Frühjahrsparaden der Berliner und Potsdamer Garnison beiwohnen und das Eintreffen des Kronprinzen von Italien hier erwarten. — Bei Herbette findet am 5. Mai ein größeres Diner statt, zu dem der Reichskanzler, der Staatssecretär des Aeußeren, die Vertreter der deutschen Staaten und andere hochgestellte Persönlichkeiten geladen sind. Berlin, 28. April. Abgeordnetenhaus. Auf der Tagesordnung steht zunächst die erste Berathung des Nachtragsetats, betreffend Gehaltsaufbesserung. Frhr. v. Huene (Ccntrum) beantragt Verweisung an die Budget-Commission. Diesem Vorschläge schließen sich Graf Limburg-Stirum (cvns.) und Rickert (dfr.) an. Letzterer bezeichnet diesen Nachtrag als eine etatsrechtlich horrible Forderung. Finanzminister Dr. v. Scholz erklärt, daß die Vorlage bei der Schwierigkeit der Materie etatsrechtlich nicht correcter habe eingebracht werden können. Der Minister läßt sich des Weiteren über die Grundsätze bei Fertigstellung dieses Nachtrags aus. Die Theuerung der Lebensmittel sei nicht der Grund für die Gehaltsverbesserung. Man könne die Beamtengehälter nicht Vierteljähriger Zvonnemcxtspreis: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringcrlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Nedaction, Expedition und Druckerei: Schutstraßc Sir.7. Fernsprecher 51. äs- in Saum Seiden-M Bekanntmachung. ' Wegen Legung einer Rohrleitung bleibt die Sonnenstraße m Kreuzplatz bis zur Schulstraße von heute ab für Fuhr- wtrfe und Retter gesperrt. Gießen, am 30. April 1890. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Eisenach, 28. April. Der Kaiser ist heute Vormittag hier eingetroffen- er wurde vom Kriegcrverein und dem Publikum begeistert empfangen und vom Großherzog sehr herzlich begrüßt. Der Erbgroßherzog hatte den Kaiser in Bebra eiugeholt. Eisenach, 28. April. Beim Eintreffen auf der Wartburg wurde der Kaiser von der Herzogin Johann Albrecht von Mecklenburg und dem Commandanten der Wartburg begrüßt. Der Kaiser erschien alsbald zur Frühstückstafel. Um 7 Uhr begibt er sich auf die Auerhahnjagd. Wien, 28. April. Den hiesigen Arbeiterführern ist von der Polizeidirection zugestanden worden, daß an Versammlungsorten im Prater eigene Ordner der Arbeiter, durch weiße Schleifen kenntlich, die Ordnung aufrechterhalten sollen, ohne daß ein besonderes Polizeiaufgebot stattfindet. Pest, 28. April. Die „Ungar. Post" meldet, die bisherige Mi nisterconferenz unter dem Vorsitze Kalnokys beschäftigte sich hauptsächlich mit dem diesjährigen Mehr erforderniß für die Einführung des rauchlosen Pulvers und andere hiermit verbundene Posten. Die Einstellung des diesbezüglichen Budgetpostens fand Zustimmung- eine endgiltige Ziffer ist noch nicht vereinbart. Sollte die Nachmittags unter dem Vorsitze des Kaisers stattfindende Berathung der Minister keine definitive Feststellung des Mehrersordernisses herbeisühren, so werden den bisherigen Ministerberathungen weitere Nach- conferenzen folgen. Paris, 28. April. Bei den Pariser G e m e i n d e w a h l e n wurden gewählt: 8 Conservative, 12 Republikaner und 1 Bonlangist - 59 Stichwahlen sind nöthig, für welche 42 Republikaner, 4 Conservative und 13 Boulangisten die meiste Aussicht haben. — Bei der Deputirtenwah l im Departement Corröze wurde der Republikaner Delpench mit 8118 Stimmen gewählt- der Boulangist Bacher erhielt 8018 Stimmen. In den Departements Eure, Donne und Charente haben Stichwahlen stattzufinden. London, 28. April. Lord Fergusson erklärte in der heutigen N n t e r h a u s s i tz u n g, es verlaute gerüchtweise, daß alle gegen Mussa Bey erhobenen Anschuldigungen bis auf eine sich in der Bornntersuchung als unbegründet herausgestellt hätten. London, 27. April. Reuters Bureau erfährt, daß die in mehreren Zeitungen enthaltende Nachricht, die Pforte hätte den Botschafter Rustem Pascha instruirt, mit der englischen Negierung Verhandlungen wegen einer Räumung Egyptens oder irgendwelchen Theiles desselben einzuleiten, jeder Begründung entbehre. Die gegenwärtig zwischen der Ottomanischen Botschaft Hierselbst und dem britischen Minister des Aeußern ausgetauschte Correspondenz beziehe sich lediglich auf die laufenden Geschäfte. ' uet NinFrto V Material Mj - Gegen baar ets aus Lager. TL Bul p durch den h- 1. Gesuch des W. Kinzenbach um Erlaubniß zum Verkauf von Branntwein über die Straße. 2. Gesuch des Friedrich Stoß um Erlaubniß zum Ausschank von Liqueur. 3. Gesuch des Wilh. Nagel um Ertheilung der Wirthschasts- concession. 4. Gesuch des Martin Weiner um Erlaubniß. zum Ausschank von Branntwein. 5. Anschaffung von Schul-- inW; in) 1W ,ti baue*"1, E iooo E ort nach den Schwankungen der Lebensmittelpreise einrichten. Besoldungen seien keine Löhne. Die Regierung sei bemüht, die Gehälter immer nur in aufsteigender Linie zu ändern. Hobrecht (nl.) meint, bei Bewilligung dieses Nachtrags müsse man auch die Verantwortung 'für Einstellungen in den nächsten Etat übernehmen. Besonders fühlbar mache sich der Mangel eines Uebersichtsplanes, welchen die Budget-Commission zunächst werde Herstellen müssen. Durch diese Vorlage werde Verwaltung ge- auch die außer- Deutsche- Reich. Berlin, 27. April. Die Formation der beiden neuen Armcecorps hat so weitgreifende und zahlreiche Aenderungen im Personalstande, sowie in der Garnisonirung der preußischen Armee hcrbeigeführt, daß Se. Majestät der Kaiser und König die Herausgabe einer neuen Rangliste befohlen haben, welche den gesammten activen Dienststand bex Armee, die Reserveoffiziere der neugestifteten Truppentheile, ferner die vollständige Anciennetätsliste der Generalität und Stabsoffiziere, das Garnisonverzeichniß und eine tabellarische Ueber- sicht der Armee in ihrer neuen Eintheilung — dies alles nach dem Stande vom 1. April bfa. Js. — enthält. Die Herausgabe bcr Rangliste sott auch in Zukunft immer im April erfolgen unb stets ben Stanb ber Armee vom 1. April verzeichnen. Somit bildet bic jetzt erschienene neue Ausgabe ben Ausgangspunkt für die ihr alljährlich im Frühjahre folgenben Jahrgänge. Berlin, 27. April. Wegen Nichtbewilligung bes 1. Mai als Feiertag st r i k e n hier sämmtliche Arbeiter (456 Mann) ber Beermann'schen lanbwirthschaftlichen Maschinenfabrik, sowie Dreher, Schlosser unb Hilfsarbeiter ber Näh- maschincnfabrik von Frisier u. Roßmann Hierselbst. in i«rtre* M. Tisch- und fr P«s' jnfel irchenplatz 21. ement • efigea Plch ttei DrB politNche llcberficbt. Gießen, 29. April. Die Begegnung Kaiser Wilhelme mit der Königin tiitioorirt von England in Darmstadt hat zu verschiedenen Gerüchten Anlaß gegeben, von denen namentlich dasjenige bnrwrzuheben ist, welchem zufolge es sich bei der Zusammen- hiiif: von Darmstadt auch um die Angelegenheit des Welscn- loiiD# gehandelt habe. Es wird hierbei darauf hingewiesen, da>; die Königin von England das Haupt des Gesammt- jjusLS Hannover sei und daß sie demnach auch in der An- gel^zenheit des beschlagnahmten hannoverschen HauSvermögenS, Dlio des Welfenfonds, mit interessirt sei. Ob indessen die W-je des Welsenfonds resp. seiner Aufhebung bei der Begeg- myz zwischen dem deutschen Kaiser und seiner königlichen SrWmutter wirklich zur Besprechung gelangt ist, entzieht sich mlmlich noch der allgemeinen Kenntniß und möchte dies bei dm vorwiegend familiären Charakter, welchen die Zusammen- hin jät trug, auch einigermaßen bezweifelt werden. Der erste Mai steht vor der Thur und mir gcrecht- fertiyter Spannung erwartet man allseitig seinen Verlaus. 2erm nachdem seit vielen Wochen schon in den Arbeiterkreisen für die Demonstration am genannten Tage zu Gunsten des Mstündigen Normalarbeitstages nach Krästen agitirt morden ist, hat man durch diese stete Agitation unverkennbar ein Misses Elenient der Gährung und Beunruhigung in die Arbeiterschaft hineingetragen und dieser Strömung gegenüber »scheinen die aufgetauchten Pesorgnisse wegen etwaiger Aus- jchrmlungen der Arbeiter am 1. Mai nicht gerade unbegründet, te indessen die deutsche Arbeiterschaft anbelangt, so darf mari wohl zu ihr das Zutrauen hegen, daß sie sich aller Aerjstöße gegen die öffentliche Ruhe und Ordnung enthalten roirto, im Allgemeinen überwiegen bei uns in Deutschland tic nuhigen und verständigen Elemente der Arbeiterschaft noch Mil. die ewig unzufriedenen und daher leichter zu Ausschreit- liligsen geneigten Elemente — Gott sei Dank! Außerdem kann inam bestimmt annehmen, daß bei uns die Zahl der am 1. Mai ganz oder theilweise feiernden Arbeiter nur eine ver- Mnißmäßig kleine fein wird und dieser Umstand dürfte aus bett hoffentlich ruhigen Verlauf der Arbeiterkundgebung mit ks seinige beitragen. Der dem Bundesrathe zur Zeit vorliegende Entwurf, tetr, die Abänderung der Gewcrbcordnnng, hat dem Ber- nHmen nach einen weit größeren Umfang als die ähnlichen tereitd vorn Reichstage angenommenen Entwürfe über die Arider-, Frauen- und Sonntagsarbeit. Namentlich soll die Wage weitgehende Bestimmungen zu Gunsten der Ar- teiterinnen und hinsichtlich eines Maximalarbeitstages für Eriwachsene enthalten und daneben noch eine ganze Reihe mderer bemerkenswerther Punkte aufweisen. In Hinblick iin den bevorstehenden Zusammentritt des Reichstages und in Anbetracht der Wichtigkeit der Vorlage wäre es jedenfalls chll wnnschenswerth, wenn ihr Inhalt nebst der Begründung kiloigi’t der Oeffentlichkcit übergeben würde. Tie griechische Regierung hat sich endlich, wenngleich sehic post festum, zu energischen Maßnahmen gegen einige Uibotmüßige Ossiziere aufgerafft. Ein königliches Decret enllhebt ben bisherigen Commandeur des thessalischen Armee- (oi.pd, General Valtinos, seines CommandoS, versetzt ihn in Nichtactivität und verfügt die gleiche Maßregel gegen acht onßöere Offiziere, die an der Bewegung in Larissa im ver- fittnngenen Februar theilgenommen haben. Wie erinnerlich, sollte General Valtinos eine Art Pronunciamento zu Gunsten einner militärischen Unterstützung des Ausstandes auf Kreta ikittens Griechenlands in Scene setzen und als sich der Minister- Msident Tricupis dies entschieden verbat, nahmen General Winos unb die von ihm gewonnenen Offiziere eine drohende i-tnellung gegen die Regierung ein. Die gemeldete Maß- reg$elung der thatenlustigen Offiziere war daher im Interesse tenr Aufrechterhaltung der Displin im griechischen Heere vollkommen gerechtfertigt, wie man sie aber in letzterem selbst chmehmen wird, bleibt freilich noch abzuwarten. IlllÜi-kkß >08,054,124 ÜÜütp: 651 Mark Lersitn i0en Ä-stehens A>. achlossm unb fiit idjon Seit thrm' HMschayko unt. gltkber als durch il bst in ben hagele: r-Mräge. 4« Pfg., H die Lchädin umt bis 50% fteigenhii: itclMg. der wn ben Mikglir einen Äckeavirlhe te Aestllsihasl ist da k >en mehr als bk j) s Qtiimbtn haben, lug von Anlrasssm & Thomas ir' idm, « Tpitgtldr ßll., MM K inet ll. , Z. tz. E- bdnlfR |ih on ■ :h'ralßi)imin)iiiiii. •’ .^rvftclüiliß bon Wämncii fnv Mr ?-tabltu|jc. 7. > ociliniß hcv ‘2. Mlnffc ber ^Inbitiicibcn l)ici bie ilkfd)»f|iiiiß uon Wäumcn hierfür. H. Umbau bet Fraukfni iersiraße bei bcm Uvbcrnaiiß her übet hessischen Bahnen. U. VhiObfiii bet ^'nhivißfuahe. 10. Gesuch deS flmmb Nousiadt um Bauerlanbnts; an ber Grlinberger- ftvnke. I I. besuch den ß 9‘mfcrbcif unb Joh. Gg. Psuff um Eilnubnlß zum Umbau dr- .Miller'scheu Hanse-. 1'4. l/h'pnKthir de Wehre- bei der ObrrmÜhlr. 13. Gesuch be Weutß 'ßrlhnev um Ucberlaffiuig eine- lÜlc'SlagerplstzeS, HL Gesuch be- flacob M1liißCll)ljffer um pachtweise lieber* laffnuß eine- HolzlllgerplatzcS. Ih. Umbau bei Militärschirß l'iäube; hier Vlbßnbc von Gründ dazu. Hl. Schießübungen be- '3nhiuici ie ^feßlmeutö Nr. I Hl. 17. Neubau bei Mil nlfcii; hier Ausstellung von vier Danipfkesseln. IH. Da- Schlachthau-- hier bie 'dallgcblUjreu. 10. Die Erläuterung hei Nevisivn-Klemerl'ungen zur Stabtrechnung nun 1887/88. *2o. Die Ausübung ber osseneu Arrnelipsirgr. ‘21. (besuch be- PH. flennet II um Erlanbuiß zum Betrieb einer . >apl wtrlhschasi. 22. Wahl bei ElufchätzniißScomnilffiou sür ble Gemerbeslener. Herr Professor Hr. Sknccfc Ijiei wurde auf sein NOHsuchen seine- Dienste- entlassen, an seine Stelle ist Herr Prlvatdocent Dr Aronf in Marburg al- orbenllichei Präses sor in bei furistischeu flacullftt bei Mande-nniversität ernannt worben. (Stehe gestr. sßl. unter Uniu. Nachr.) s?lm Schlüsse be- Schuljahre-, vou heute bi- nächsten Donnerstag einschließlich, sind Im lurnfaale der Stabtmäbchen schule au bei Westaulage die Handarbeiten der Schülerinnen vom Schuljahre 1889/50 au-gelegl, woraus wir ble Eltern ber Kinder, sowie alle, die sich bajür interessiren, hiermit aufmerksam machen wollen. Die Arbeiten können an ge« nannten lagen von H) bis 1'2 Uhr Borrniuag- unb von *2 bis h Uhr Nachmittags besichtigt werben. Am II. Mai sinbet in ber stäbtischen Turnhalle eine Bvrtnriterstnndc de- Gaue- Hessen statt, an welcher sieh eine Versammlung stimmtlicher J. nriiutarie unb Vorturner anschUeßen wirb. Die für den 15». Juni geplante Gan tu»nsahn, verbunbsu mit BvlkSwettlnriien, sinbet in Wölfers heim statt. j Heater. Bor beinahe au-verkauftem Hause sand gestern Abend bie Ausführung be- ,,M tkabo" von Sullivan statt, diese- Werke- be- englischen Eomponisleu, welche- rasch seinen Weg über alle größeren Bühnen gesunden unb vermöge seiner eigenartigen Musik, seiner heiteren und abwechslungsreichen Handlung, sowie der fremdartigen An-stattnng eine besondere Anziehung au-übt. Bon ber gestrigen Aufführung de- „Mikado" kann man sagen die Baar-'sche Truppe ist ihrer Ausgabe gerecht geworden. Die Damen Rolvfs, Warn« unb Hofmann (y)um y)um, Pitti-Sing unb Peep-Bo) boten anerkennen-werthe Leistungen - ebenso fl-rau Tauben in ber Nolle ber liebebürstenden Kati-Ha - die Herren 5ki-ker (Nanki Poo), Hertzog al- „Pool) Bah", der elssache, sehr bestechliche Würdenträger, Herr Machinek al- „Ko Mo" unb Herr Al teilt - Darsteller be- „Mtkabo" führten ihre Nollen zufrieden stellend durch unb ernteten reichen Beifall. Die EostÜme und die Ausstattung waren glänzend. Wie wir hören, steht eine nochmalige Ausführung de- „Mikado" für Doiuier-lag den I. Mai bevor. (Rrünbern, *28. April. Zu Ehren de- von hier nach 'Friedberg versetzten Herrn Amtsrichter- Böttict) er findet am Montag den 5. Mai ein Festessen im „Hirsch" statt. Ariebberg, ‘28. April. Dpr „Oberh. Anz." berichtet über die hiesige Blindenanstalt Am 8. April waren e- •10 Jahre, daß die hiesige Blindenanstalt mit einem Knaben eröffnet wurde und jetzt haben schon 283 Aufnahme gesunden, von welchen dermalen noch 20 in ber Anstalt sich befinden. E- könnten noch mehr sein, denn e- sind mindesten- 80 bi- dO Blinde im stände, aber man bringt sie nicht bi die Anstalt. Entweder man benutzt sie al- Aushängeschild zum Betteln ober au- anderen nichtigen Gründen. Ans der Provinz Oberhesfeu waren 09, Provinz Starkenburg 73, Provinz Nheiuhessen 3(1, Kurhessen *28, Nassau 8, Bremen 0, Frank flirt 5, Nhein Buhern *2, Rhein Preußen I, Berleburg I, stothringen l, Fürstenthnni Neuß 1, Waldeck I. Von sämmt lichen 233 sind 18 gestorben, aber nur 3 in ber Anstalt. Nun fragt man billig: wa- ist au- den anderen 185 ge- wvrben? Soweit unsere Kenntniß reicht, ist eine Anzahl leider sittlich verkommen, indem sie da- alte Bettelleben wieder begonnen, Ihnen aber weniger al- ihren Angehörigen die Schuld beiznmesseu ist, Indem sie e- vortheilhafler finden, mit einer Drehorgel hernmznziehen, al- sich von ihrer Hände Arbeit zu nähren. Manche würden gerne arbeiten, wenn sie Arbeit in ihrer Heimath fänden. Besonder- gilt da- von den weiblichen Blinden, beim bereu Handarbeiten, wie Häkeln und Stricken k. wirst allzuwenig ab. Mit Stuhlstechten verdienen sie noch am meisten, aber wer hat auf dem staube In den Gebirg-dörsern Nohrstühle? Die männlichen Zöglinge sind weit besser daran, beim Seiler unb Korbmacherarbelten braucht man überall. Wir haben Selter und Korbmacher, auch Nohrstrihlslechter, denen e- sehr gut geht. Einer der felbeit hat 18 Arbeiter. Derselbe treibt die Seilerei im Großen nun schon 26 Jahre und ist ein wohlstehender verheirat het er Mann. Andere treiben- klein und ernähren fl-rau unb Kinder ans die anständigste Weise. Eine Schülerin ist vor HO Jahren nach Amerika au-gewaiidert unb betreibt in New sfjvr k ein Juftrninrmien Geschäft. Sie besuchte den Dsteetor der "Blinden Anstalt im Herbst 1889 auf einige Wochen. M Lauterbach. 28. April. Herr Wiesenbaiiwchniker ^11113 wird hier In diesem Jahre einen 'Wiefenwärter tLnrfuS errichten. M WaNenrob |Kr. Lauterbach), '28. April. Der Ge melnbeialli hat den Beschluß gefaßt, aus Gemelndekosteu eine Wasserleitung zu erbauen. Mil Ausarbeitung eines Projcet- ist Herr Wlesenbanmelster M 11113 beaustragt worden. . vermisehtes. Darmstadt, 28. April. 9?ach einem vom hiesigen Krei-amt veröffentlichten An-schreiben finden die diesjährigen S ch i e ft ü b 1111 ß e 11 ber Artillerie ans dein Griesheimer Schieß« Nr. 13 vom Hl. Mai bi- I. Juni, „ 29 „ (L Juni „ 25. Juni, „ 25 „ 25. „ „ 4. Juli, // 27 „ 4. Juli „ 19. „ „II „ 21. „ „ a. August, ui, 27. April. Die am Freitag in gericht-ärztliche Seelriing der steiche hie" Im Walde ausgesuudeneii stand Dudenhofen soll, wie mau hört, als eigentliche ode-ursache eine durch Uebersahren herbeigeführte totale Schädelzertrümmernug conftatirt haben, flerner soll aber auch eine mit bcm Uebersahren absolut in feinem Zusammenhänge stehende Eindrückung de- Kehlkopfes fest gestellt worden feilt, woraus, wenn sich die- bewahrheitet, ber untrügliche Beweis eines vorliegenden Mordes sich eonstruiren lassen dürfte. Der Thäter würde in diesem flalle dann wohl sein rücklings überfallene- Opfer zu erwürgen oder zu erschlagen versucht und dann den besinnungslos ge" wordenen Eckert unter den Wagen geworfen haben, um den Glauben au einen geschehenen Unglück-sali zu erwecken. Der unter dem dringenden Verdachte de- Naubmorde- verhaftete unb zur steichenseeiruug vorgesührte Händler Kuhn an- Messen Hansen leugnet entschieden bie ihm zur stast gelegten Per brechen, allein die gegen ihn vorliegenden Verdacht-gründe sollen doch sehr schwerer Natur sein. Die steiche des Eckert wurde nach beendeter Seeirung unter zahlreicher Belheiligitng der herbeigeeilten Dudenhofener Bevölkerung nach Dudenhofen verbracht und gestern Vormittag in feierlicher Weife ans dem dortigen flrtedhose beigefetzt. Als der steichenzug die Gemeinden Weiskirchen und Jügesheim paffirte, ertönte von den dortigen Kirchen Trauergelänte und die Bewohnerschaft bildete Spalier. In Weiskirchen hatte sich wegen der stelchenfeelrung eine unabsehbare Menschenmenge angesammelt, welche sich bei dem Anblick deS dorthin eSevrtirlen Kuhn in die bittersten Verwünschungen gegen denselben erging. *' Daö biirften allerdingü lefenüwerthe Memoiren werden! Da- „Deutsche Tageblatt" will erfahren haben, daß Fürst Bismarck bereits alle Vorbereitungen trifft, um feine stebenü- erlmieiungen auszuarbeiten. Die Hilfsarbeiter für biefc Ausarbeitung soll Fürst Bismarck sich schon nach FriedrichSrnh haben kommen lassen. Der eine soll der bisherige Assistenzarzt von Professor Schweninger sein, der schon wiederholt Dr. Schweninger al- steibarzt des Fürsten vertreten und dabei das Wertraucn Bismarcks gewonnen hat, der zweite füll ein junger Privatgelehrter an- Hamburg fein und zwar aus Kreisen, die dem Fürsten Bismarck seit Jahren nahe stehen, mit Namen Dr. Ehrhsander. lH Ein interessante- Stück befindet sich unter den im städtischen Alterthnm-museum zu Göttingen aufbewahrten Gegenständen. ES ist die Thüre de- ehemaligen Universitätö carzcrS, In welche der sind. jur. Otto v. Bismarck im Jahre 1833, während er eine über ihn verhängte Strafe abbüßte, feinen Namen groß eingefchnitten har. Der „Hessen Nassauische staudwirth", gemeinsames Organ de- kurhessischen und nassauischen Bauernverein-, bringt in seiner April Nummer folgende Jkitijtmiißr Warnung! In der am Palmfonntag in Villmar abgehaltenen zahl reich besuchten Versammlung unsere- Vereins kam auch die Sprache auf die sich geltend machenden Bestrebungen, die Bauernvereine In da- antisemitische Fahrwasser zu leiten. Solche Bestrebungen sind wirklich vorhanden und treten zu Tage in dem Plane, einen „Mitteldeutschen Bauernverein" zu gründen, der sich über Hessen, Nassau, Rheinland, Franken n. f. w. erstrecken und „alle unserer Partei angehörige Bauern" umfassen soll. Die Partei, von der hier die Nedo ist, sind die sogen. Antisemiten, die bekanntlich sehr scharf gegen die Juden reden unb vorgehen. Allein es ist gegen die Statuten de- Bauernverein-, Politik zu treiben und sich also für einen politischen Standpunkt ausschließlich zu ep klären. Dadurch wird auch die Sache der standwinhe, welche allen gemeinsam ist, nicht gefördert und der Zweck ber Bauernvereine geradezu vereitelt. Denn die Bauernvereine wollen die Bauern ebenso vereinen zur Vertheidigung ihrer Staude-interessen u. s. w., wie da- bei anderen Ständen der Fall ist. So verkehrt e- wäre, einen Gewerbeverein zu gründen, dem nur Anhänger einer bestimmten Partei bei treten sollen, so verkehrt ist e- auch, einen Bauernverein zu gründen, der nur antisemitisch gesinnte Bauern umfassen soll. E- ist eine solche Gründung aber nicht blo- verkehrt, son dem and) höchst überflüssig. Denn wa- die Sache betrifft, um die e- sich bei der Neugründung diese- Mitteldeutschen Bauernverein- handelt, so werden die berechtigten Klagen gegen Wucherer, Halsabschneider .'e. in den bereit- bestehenden Vereinen nicht nur gründlich untersucht und vorhandene Mängel rücksichtlo- anfgedeckt, sondern e- werden ruhig und still, ohne zu rufen: „Ans ihn, e- ist ein Jude!" Ein« richtnngen berat Heu und eingesührt, die auch wirkliche Ab Hilfe schaffen. Hier aber auf einmal den Nus gegen die Juden in hetzender Weise in die Bauernvereine tragen, ist auch nicht gerecht, beim e- sind die Wucherer und Bedrücker der Bauern nicht alle unb au-uahm-lo- Inden und, wenn e- and) alle Juden wären, so kommen doch bei jeder lieber vortHeilung u. s. w. zwei Personen in Betracht: der, welcher übervortheilt, unb der andere, welcher übervortheilt wird. Ist e- mm gerecht, Sturm zu rennen und zu lausen allein gegen den Juden, ber übervortheilt, und wird damit die Sache besser und ander- ? // platze wie folgt statt: Feld Artlllerie-Neginienl // // // // // // // // Alldem Wobfl vollzogene „Tannenml Eckert aus Weiskirchen des bei der wirthv Hch. Citeratnr und Kunft. „Bismarck daheim!" Nemtntscen-en zu fetnem 75. (Seburi- tagc von Adolf Feldmann, tn dem soeben erschienen tiefte 18 L tUuftrtrtcn Familtenzetlschrtst »Univerfwm* enthalten, tfi I Gabe, die gerade in der gegenwärtigen Zeit von allen fceulfötn von Alt und Jung willkommen geheißen werden wird. Der t characlerisirt in der liebenswürdigen Schilderung den populärfk Mann unsere« Jahrhundert«, wie er „zu Hause" ist, er führt um den großen Staatsmann in seiner Knaben und Jünglingen ali Familienvater vor die Augen und bringt dadurch den Vielbewuiidmi» unserem Fühlen und Denken — unserem Herzen näher, so daß oh den „eisernen .scanzler" auch al« Mensch liebgewinnen müssen. Di, dem Aussage beigegebcnen Illustrationen von Alb. Richter eMr» noch den Werth desselben. Außerdem enthält da« Heft dir fori seßung de« spannenden Romanü: Eine Versuchung, von Sop l. Iunghau«; die flott geschriebene hübsche Novelle: Der elfte von Eduard Engel; Schluß de« interessanten Nomanö: Die fol!ntl von Falkenhos, von der Gräfin Battestrem; Aus den Mauern liM afrikanischer Städte, von Ernst Harter!, sowie eine reiche «mch kleinerer Aufsätze. Von dem reichen Bilderschmuck ist besonder» fc vorzuheben ein Lichtdruck nach dem Vautier'schen Bilde ^atedjlialloii außerdem Sicmiradzki^ Ebrigu«; Iasinöki, die Mutter krank; Rosgi' Nordenvkjöld, sowie Sonderland, Lustige Arrestanten. Und so ti,i. pfehlen wir da- reichhaltige, in jeder Beziehung hübsch auflßtftalliK Heftchen auf« Wärmste. Der Preis 50 H — ist im äergltij zu dem Gebotenen ein geradezu lächerlich billiger zu nennen. Wir meinen, unb alle ruhig denke,..... Landwirthe werben dieselbe Meinung haben, hier mim/ doch auch fragen: warum läßt sich denn auch ber Übervorthellen, ist er denn hierbei so ganz ohne Schuld daß der Jude immer alle Schuld hat? Wir erinnern °' daß ein Bauer von einem andern eine .Nnh kaufen m' Allein der kauflustige Bauer wollte nicht wegen bec> ^Q| : mit feinen Standevgeuofseu reden, obwohl beide Nachd'^' waren. Der Jude hatte unterdessen die .Nuh ßefamt nun kam der Bauer, der zu seinem Nachbar nicht wollte, zum Juden unb halte das Vergnügen, die Siiiij ihenrer zu bezahlen, als der Jude sie gekauft hatte. Helsen nicht die Bauernvereine, die nur gegen die Hetzen, sondern diejenigen, welche den Bauer auch an j/," eigene Brust schlagen und mea culpa (meine Schuld- / kennen lehren. Und daü thirn nufere Bauernvereine und j lassen sich darin nicht irre machen, weil auf diesem allein da- liebel, welche- bekämpft werden soll, ÖH b Wurzel gefaßt unb au-gerottet werden kann. Es wird U her and) der Mitteldeutsche Partei. Baumwcrejö feine Mitglieder suchen müssen außerhalb des Nheinischen Bauernverein-, des Nass. Banernvercins, ds fllnrhefsischeu Bauernverein-. ,\m Interesse der Blumig vereine und ihrer segen-reichen Wirksamkeit sind diese geschrieben, die nicht ernst und eindringlich genug bauor warnen körnten, politische und fremdartige Bestrebungen w diese nur der Vaudwirthschast und dem Wohle aller Vanb. wirthe dienenden Vereine hpieinzutragen. Verkehr, £aw». unb vo»k»wirthschaft Eine Reihe von neuen Anordnnngen der Reichstpch Verwaltung sind geeignet, i» wetteren Kretfen Befriedigung hkM zurufen, weil sie die Erfüllung langgehegter Wünsche barfttlkn. Ss ist zunächst der eine Fortschritt zu verzeichnen, daß die Verstcknr von Flüssigkeiten al« Waarenprobcn erleichtert ist, eine AnocdnuU die namentlich für die Weinhändlcr, die SpriifabrikEntcn u. a.m von großem Nutzen ist. Ferner liegt bereit« dem Bundeöralh bn Antrag vor, die jetzige hohe Gebühr für die PostnachnahmesenduW zu verbilligen und zu vereinfachen. Bisher kamen außer bcm taui- mäßigen Porto von 20 bi« 40 Pfg. noch je 2 Pfg. für jcde Mll oder jeden Theil einer Mark der Nachnahmefumme, mindeftenS M 10 Pfg. zur Berechnung, jetzt soll nur noch da« gewöhnliche PA für die betreffende Sendung nebst einer einfachen Vorzeigegebührm 10 Pfg. sowie die gewöhnliche Gebühr für die Ucbersenduiig M nachgenommenen Betrage« durch Postanweisung erhoben rodln, mit anderen Worten also eine ähnliche Berechnung eintreten, mit fit jetzt schon für Postauftiäge gilt. Der betreffende Antrag ist fN im Bundeürath vorgelegt und an der baldigen Annahme unb ißro wirklichung ist nicht zu zweifln. Angesicht« dieser Fortschritte, btnn Bedeutung für den ganzen Handel und Verkehr nicht zu unleilchW ist, glauben wir auch die Hoffnung hegen und auvsprechen w bürftn daß nunmehr baldigit auch die Verbesserung in der Versendiing M Drucksachen eingesührt werden wird. Bisher beträgt die Gebühr fiii Drucksachen bi« zum Gewichte von 50 Gramm 3 Pfg., über ÖO(Mramo: 10 Pfg. Die Nothwendigkeit, eine Zwischenstufe etnzuführen, foM Drucksachen von k>0 bi« 100 Gramm für 5 Pfg., die über 100 Oroöin: für 10 Pfg. zu befördern sind, hat sich im Lause der Jahre itnina mehr fühlbar gemacht, vor Allem für den Buchhandel und Hit kt> endung von Waarenkatalogen. Der Leipziger Buchhändlervticlii ha! ich mit besonderem Nachdruck alljährlich für diese Forderung au» gesprochen, fast alle Handelskammern hab.n die Berechtigimg do eiben ausführlich dargeihan. Wir glauben, daß jetzt, ruo bk voi genannten Fortschritte bereit« zu verzeichnen sind, auch der M-iM gekommen ist, diese wohl begründete Forderung zu verwirkllihtn, zumal wir nicht bezweifeln, daß durch die Zunahme der Scnbungtn schon binnen Jahresfrist jeder etwaige Ausfall in den Einnahmiu gedeckt sein wird. — Attr bie Küche. C. ich 0 riengemüse. In dieser no4 gemüsearmen Jahreszeit bilden die Blätter der Eichorte eine schma" hafte, in Deutschland fast unbekannte Speise. Eie wer den in kochenbeui Wasser mit Salz abgebrüht (blanchirt), in einem k nche recht treck«: auvgcpreßt und möglichst fein gehackt. In einer (Safferole fcbuiiln man et» Viertel Butter, gibt einen Löffel Mehl hinzu und löfU 2 bl« 3 Minuten sieben, worauf man die Eicdorie unter tüchtigein llunübrau hiireinihut. Ist alle in ihr enthaltene Feuchtigkeit eingegmigen, gießt man nach und nach so viel Auflösung von Liebig« Fleisch-Mw in Wasser ober auch gute Bouillon daran, daß daü Gtinüse v» gewünschte Eonsistenz erhält. Beim Anrichten läßt man eintiil'Slw guter Butter darin zergehen. 3tvei «feinde der Detterie. (Nachdruck verboten ) siird zwei Mitglieder der Familie Der Schmetterlinge, deren znstände unseren Selleriepflanzen oft nennenüwerthen Schaben N*' fügen, der Schwalbenschwanz und der Kümmelpfeifer, auch schabe genannt. Ersterer, der durch seine Schönheit den, bekannt sein dürste, legt seine Eier mit Vorliebe an die pflanzen. Die leicht kenntliche Raupe ist in der Jugend weißerr Flecken auf dem Rücken und rotben stachelartigen i*"1' wird sie Älter, so färbt sie sich grün mit schwarzen Ringen 3" Monaten Juli und August treibt sie ihr Zerstörungüwerl «ul vr Seiler ieblättern. Viel kleiner, aber weit gefährlicher, ist der -ßll11111 ,,1C Pfeifer, welcher, wie der Name schon sagt, auch die ÄflmmeipWL gerne besucht. Die Raupe ist olivengrün, nur Kopf und l sehr bunt. Schon bald nachdem die jungen Sellertepflnnzen " , fiele Land gebracht sind, legt der Falter feine Eier jur 1 dieselben ab. Häufig wird die Sellerie auch KümmelcuitM ül \, dieselben arg geichädtgt, auch ist da« Absammeln dieser Raupen . schwieriegr wie da« der Schwalbenschwanzraupen, beim f«M D<1 Das €nbe 1 Mische » Mittwoch Nachmittags Stelle vtrpnd Gießen, bei Großherzoglick 1 ri^s^ zum f MÄn der 8 f JJfSjriniifl" ‘ E iwsuv" «roo'aa1 . eon üormitW ! M" ”,e* A. ÄaU', gfl Eiche^^ meter, 29 NadeH SI meter, 20 Buchen^ meter, r 247 Fichten-S meter. ß Schtül Ulmtr. i Buchen «3 I Eiche« 20 ! Wen - ! Mel - Die Zchm I druch aus de 1 ringen. Gießen, am Großh. Bk MiNntttth Nach! vrrstrigttr ich i Mm--. DoyhaS, b IvM.Bi tär t, 1 Vl tSlaükastei rokflt 111I1 Waage, I Plaiüm '2 Hobelbä 3 Klriht 4 Wazm *3852 . _ Naä ollen tnf bem M-willgeSAns Wiltwe geb. GemaikuiiaGt 6lm' 8 3lr 7' ralil eiur 8 3?r?9- ifhuid) mch Mieden, 23. Mittwr w . vo, werden an M 27 aste und altes steigert. Ättmoif Ich ! ^vpha 1 ^ntico Ze Füi F*nft fr iu idntm; k "schiene^ «Itjoltu ru. von aatt: frlden wird. • ?ewng btnN ist, n ' und 3ünoij- M dm Vich- Herzen näher,t ledgewinnen x von Alb. Rih "Kält das Versuchung, r? Novelle.' $trr lm Romans; -Aus dm Mur sowie eine rr? schwulk ist bchi c'schm Me die Mutter ftr Arrestanten, i ebung hübslh q 50 - ist hol billiger zu nm: lr «-k hi 6 LjS I Nor^ l'.i h hS L®* < h (e*s Pch Qui v. • »*.i* h. s ^erhalb JJ M J Msmd^ Pr,n91id) C(.'. "ige Wohle lk-Virthft töÄflto -tt Siir "Hin flff [ifblßq t Wünsche darstil ien, daß die & »tert ist, eine fc Lvrittabriktntui ceits dem Buck tePoftnachnah^ t kamen außer k ' je 2 Pfg. fH mesumme, mtck ich das gewöhn nfachm Vorzeit ür die Uebersc!! Weisung erhol« rechnung einht's Reffende Antrc Idigen Annah«!- ts dieser Fortis kehr nicht zu ur' mb aussprech«' ig in der W ier betrügt die^ m3Pfg, üw enstufe etnzuf^ Rfg., die flbeil" t Lause der $ Buchhandel d iger Buchhandel für biek$* ■n dl- Sir* n, WMM i find. «u41“- ittnni I“ •? -junnhin-dn- efaU Io d-"- otüfe. »* der Mrie^ SiewerM. einem l*A einer )»M hinzu w-, antertE SD -.si' wV$ Berlins/' «•**5 ' SchEztz WÄ tzÄ Sitdroitiring lassen sich dieselben an einem Faden zur Erde und ver- pec^'iü. Zum Verpuppen bohren fie sich in die Stengel. Schon Sn$'ii:i Juni schlüpft häufig eine neue Generation aus. Die sorg- fLlPh!! Beseitigung des Kümmelstrohs, der Abfälle der Sellerieknollen, AbUmii ln der Raupen durch Menschen oder besser durch Hühner f!n)Mc einzigen Vertilgungsmittel, die wir besitzen. - »erwerthnng von altem Obstbanmholz. (Nachdruck veceänn ) Adgesägte oder ausgerodete alte Obst bäume werden, vbstgl>t das Holz oft noch zum grasten Theil gesund ist, als Feuern hoiti«.- Schaaf, 3746 Seltersweg 39. Nr. 1 Arb Gebühren- und f Hochachtungsvoll Heimricik Heuler, Frankfurterstrasse Nr. la. Monaten. — Mk. 1 20 per Büchse. Peptonisirter Milchzwieback vom vierten Monat an. Dem Der vorgena zur J4 der Rei< sie ten Kasse tn 18 e jÄÄ te. fertigen gediegener guter Waare das geehrten Abnehmer zu erwerben und zu erhalten, den von der Conditorei getrennten Kaffee - Zimmern verabreiche ich äusser einer guten Tasse Kaitee, eine Condilorei nebst Cafe Form. 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