Samstag den 29. März ^4-4 Der Klrltener Anzeiger crfd'fmT täglich, »tt Ausnahme de- Montags. Die Gießener P«»ikie»§tLtter «erden dem Anzeiger »dchenllich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. 18öS Vierteljähriger AvonnementspretKS 2 Mark 20 Pfg. mit vringerlohn. Durch die Post bezog«, 2 Mark 60 Pfg. Redaktion, Expedition und Druckerei: KchutßraßeAr.H. Fernsprecher 61. Amts- und Anzeigeblatt für den 'ltreis Gieren. Gratisbeilage: Hießmer Jamilienklätter. Amtlicher Tbeil. Bekanntmachung. Im Interesse des Publikums macht man noch ausdrücklich darauf aufmerksam, daß Reclamationen gegen Einkommen- un’b Kapitalrentensteueransätze 1- Abtheilung immer, aber ai-ch Remonstrationen gegen Ansätze dieser Abthellung, sowie Reclamationen gegen Einkommen- und Kapitalrentensteueransätze 2. Abtheilung möglichst schriftlich und zwar unter genauer Angabe der für eine etwaige Ermäßigung sprechenden Gründe (nenn aber mündlich, nur an den Amstagen Dienstags uiiti) Samstags) während der gesetzlichen Frist bei dem Unterzeichneten vorzubringen sind, damit der Commission das zuc Beschlußfassung erforderliche Material demnächst unterbreitet werden kann. Gießen, den 30. März 1890. Der Vorsitzende: Süfsert. Bekanntmachung, das Ersatzgeschäft pro 1890 betreffend. Die Musterung und Loosziehung der Militärpflichtigen btti Kreises Gießen für das Jahr 1890 findet an den nach- bmannten Tagen statt und zwar: I, Zn Grimberg im Gasthaus zum Rappen. Montag den 14. April, Vormittags van 8 Uhr an: Musterung den Militärpflichtigen der Gemeinden Allertshausen, Belters- hcin, Climbach, Geilshausen, Göbelnrod, Grünberg, Larbach. Kisselbach, Lauter, Lindeustruth und Londorf; Dienstag den 15. April, Vormittags von 8 Uhr an: derjenigen der Gemeinden £3unvt>a, Ovenhausen, OueckbovN, Reinhardshain, Rüddingshausen, Saasen, Stangenrod, Stock- housen, Weickartshain und Weitershain. II. Zu Gießen in dem früheren Hofgerichtsgebäude (B r a n d p l a tz). Mittwoch den 16. April, Vormittags von 73/4 Uhr an: Musterung der Militärpflichtigen der Gemeinden Allendorf a. d. Lda., Men-Buseck, Annerod, Bersrod mii Winnerod, Beuern, Bmrkhardsfelden, Daubringen, Großen-Buseck und Hattenrod; Donnerstag den 17. April, Vormittags von 73/4 Uhr an: derjenigen der Stadt Gießen der beiden ältesten Jahrgänge (1888 und 1889); Freitag den 18. April, Vormittag von 73/4 Uhr an: derjenigen des jüngsten Jahrgangs (1890) der Stadt Gießen und derjenigen der Gemeinden Heuchelheim und Klein-Linden; Samstag den 19. April, Vormittags von 73/4 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Lollar, Mainzlar, Oppenrod, Reiskirchen, Rödgen, Ruttershausen, Staufenberg, Treis a. d. Lda., Trohe und Wieseck; Montag den 21. April, Vormittags von 83/4 Uhr an: Loosziehung (auch der in Grünberg Gemusterten). III. Zu Lich im Rathhaussaale. Dienstag den 22. April, Vormittags von 8 Uhr an: Musterung der Militärpflichtigen der Gemeinden Albach, Allendorf a. d. Lahn, Bellersheim, Bettenhausen, Birklar, Dors-Gill, Eberstadt, Ettingshausen, Garbenteich, Großen-Linden und Grüningen; Mittwoch den 23. April, Vormittags von 9 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Hausen, Holzheim, Hungen, Inheiden, Langd, Lang-Göns, Langsdorf und Leihgestern; Donnerstag den 24. April, Vormittags von 9 Uhr an: d-erjenigen der Gemeinden Lich, Muschenheim, Münster, Rieder- Vessingen, Ronnenroth, Obbornhofen, Ober-Bessingen, Ober- Lörgern, Rabertshausen, Rodheim und Röthges; Freitag den 25. April, Vormittags von 9 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Steinbach, Steinheim, Trais-Horloff, lAphe, Villingen und Watzenborn mit Steinberg. Samstag den 26. April, Vormittags von 9 Uhr an: Loosziehung Besondere Bestimmungen. 1) Zur Musterung haben sich, bei Meidung der gesetzlichen Strafen, zu stellen: Diejenigen, dem Großherzogthum Hessen oder einem amdern Staate des deutschen Reiches angehörigen Militär- pMchtigen, welche a) in einer Gemeinde des Kreises Gießen ihr gesetzliches Domicil — ihre Heimath oder ihren ständigen Wohnsitz — haben und sich nicht in einem andern Theile des Großherzogthums Hessen oder einem andern Staate in einer der nachstehend unter b) angegebenen Eigenschaften aufhalten; b) in einer Gemeinde des Kreises Gießen sich als Dienstboten, Haus- oder Wirthschaftsbeamte, Handlungs- diener und Lehrlinge, Handwerksgesellen und Lehrburschen, Fabrikarbeiter oder in ähnlicher Eigenschaft aufhalten, oder die Universität Gießen oder das Gymnasium daselbst oder eine sonstige Lehranstalt in einer Gemeinde des Kreises Gießen besuchen; c) in einer Gemeinde des Kreises Gießen, oder während ihre Eltern einer solchen angehörten, im Auslande geboren sind, und weder im Großherzogthum Hessen, noch in einem andern deutschen Staate Domicil besitzen oder sich aufhalten; und im Jahre 1870 geboren sind; ferner Sämmtliche Militärpflichtige, welche im Jahre 1888 bezw. 1889 zurückgestellt worden, oder nach ihrer gezogenen Nummer disponibel geblieben, d. h. nicht einberufen worden s»ind. Entbunden von der persönlichen Gestellung sind Diejenigen, welchen Ausstand bewilligt, oder B e- rechtigung zum einjährig-freiwilligen Militärdienst ertheilt worden ist. 2) Diejenigen Militärpflichtigen, welche zum zweiten- oder drittenmale erscheinen, haben ihre Loofungsscheine mitzubringen. __ 3) Wenn von einem MMtärpsucyttgen, voer sur einen solchen von seinem Vater, oder seiner Mutter Zurückstellung in Anspruch genommen wird, so ist für Vorlage der zur Beurkundung der behaupteten Thatsachen erforderlichen Nachweise und Zeugnisse vor dem zur Musterung anberaumten Termine zu sorgen. Die Zeugnisse müssen amtlich ausgestellt oder beglaubigt sein. Wenn die Zurückstellung auf die Arbeitsunfähigkeit eines Familienangehörigen gegründet wird, so hat der betreffende Familienangehörige sich selbst persönlich im Termin vor der Ersatz-Commission einzufinden. Noch nicht eingereichte IurücksteüungSansprüche sind bei der Großherzoglichen, Bürgermeisterei vorzubringen und die Verhandlungen baldigst — unter allen Umstünden vor Beginn des Ersatzgeschäfte- — an die Ersatz-Commission einzusenden. Verspätete Gesuche haben keinen Anspruch auf Berücksichtigung. 4) Wenn ein Militärpflichtiger an Gebrechen leidet, die äußerlich mcht wahrnehmbar sind, z. B. Taubheit, Harthörigkeit, Kurzsichtigkeit, Geistesschwäche u. s. tu., so ist dies durch amtlich ausgestellte oder beglaubigte Zeugnisse des Arztes, sowie des Bürgermeisters, Geistlichen, Lehrers u. s. w. nachzuweisen. Das Vorhandensein von Epilepfie ist durch die eidliche Erklärung von mindesten- drei glaubwürdigen Zeugen zu erhärten. 5) An der Loosziehung persönlich Theil zu nehmen, steht jedem Militärpflichtigen frei; für Diejenigen, welche bei dem Aufrufe nicht anwesend sind, zieht ein Mitglied der Ersatz-Commission das Loos. 6) Die Großherzoglichen Bürgermeistereien haben sämmtliche ihrer Gemeinde angehörigen oder in ihrer Gemeinde gestellungspflichtigen Militärpflichtige auf Grund der ihnen bereits zugegangenen Stammrollen zu der Musterung vorzuladen. Bemerkt wird hierbei, daß Militärpflichtige, welche sich auswärts aushalten, zur Musterung nicht geladen werden dürfen, va solche nur an ihrem Aufenthaltsort gestellungspflichtig find. Die Großherzoglichen Bürgermeister oder Beigeordneten haben mit den Militärpflichtigen ihrer Gemeinde im Musterungstermin rechtzeitig anwesend zu sein und sich darum zu bemühen, daß die Letzteren y2 Stunde vor der bestimmten Zeit zur Stelle sind, nüchtern und reinlich gekleidet erscheinen und während des Musterungsgeschäftes ein anständiges und ruhiges Verhalten beobachten. Wenn ein Militärpflichtiger wegen Gebrechen oder Krankheit persönlich zu erscheinen nicht im Stande ist, oder wenn er sich in gerichtlicher Haft befindet, so ist darüber ein auf persönlicher Anschauung beruhendes Zeugniß des Arztes und der Bürgermeisterei, bezw. eine Bescheinigung des Gerichts vorzulegen. Den Großherzoglichen Bürgermeistereien liegt es ob, darauf aufmerksam zu machen, daß ein Militärpflichtiger wegen gerichtlicher Bestrafung des Militärdienstes unwürdig ist, und sind deshalb die erforderlichen Nachweise amtlich zu erwirken und vorzulegen. Im Anschluß an das Ersatz-Geschäft findet Dienstag den 13. April im Gasthaus zum Rappen zu Grünberg, SamStag den 19. April in dem früheren Hofgerichtsgebäude zu Gießen, Freitag den 23. April im Rathhaus zu Lich, die Klasfificirung der Mannschaften der Reserve, der Landwehr ersten und zweiten Aufgebot- und der Ersatz-Reserve rücksichtlich ihrer häuslichen und gewerblichen Verhältnisse statt. Es haben daher diejenigen Reservisten und Landwehrmänner ersten und zweiten Aufgebots, sowie die Ersatz- Reservisten, welche im Falle einer Einberufung auf Zurückstellung wegen häuslicher Verhältnisse einen Anspruch machen zu können glauben, an den bezeichneten Tagen, Morgens 11 Uhr, zu erscheinen und ihre Gesuche zu begründen. Gießen, den 22. März 1890. Der Civil-Vorsitzende der Ersatz-Commission des Kreises Gießen. I o st, Negierungsrath. Deutsches Reich. Darmstadt, 27? März. Seine Königliche Hoheit der Großherzog kehrten gestern Abend 10 Uhr 15 Minuten von Berlin hierher zurück und empfingen heute Vormittag im Neuen Palais u. A. den Hauptmann z. D. Ritsert, Vai iuxiu Gießen. Darmstadt, 27. März. Das heute ausgegebene Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 8 enthält: 1. Verordnung, die Verwaltung des Civildiener-Wittwen- Jnstituts betreffend. 2. Verordnung, die Vergleichsbehörden zur Vornahme des Sühneversuchs in Beleidigungssachen betreffend. 3. Verordnung, die Führung der Handelsregister betreffend. Da rmstadt, 27. März. Herr Geheimerath und Ober- consistorialrath Melior feierte gestern sein 50jähriges Dienstjubiläum. — Der heute stattfindenden Stadtverordneten-Versamm- lung wird der Antrag auf Ernennung des Fürsten Bismarck zum Ehrenbürger von Darmstadt unterbreitet werden. (S. Privatdepesche). Halle a. S., 26. März. Die erste deutsche Landesversammlung der criminalistischen Vereinigung wurde heute 10 Uhr eröffnet. Die Betheiligung war sehr zahlreich, die Debatte über die „bedingte Verurtheilung" äußerst interessant. Eine Menge von reichsgerichtlichen Beamten war erschienen. Den Vorsitz führte in trefflicher Weise Reichsgerichtsrath Stellmacher. Nach den befürwortenden Referaten von Wirth (Plötzensee) und St.-Anw. Blume (Göttingen) sprach zuerst v. Kirchenheim (Heidelberg) gegen die bedingte Verurtheilung. Dafür sprachen Werner (Halle), Seuffert (Bonn), Harburger (München), Abg. Kulemann (Braunschweig). Den Gegnern schlossen sich an Mittelstädt (Leipzig) und insbesondere Olshausen (Berlin). Obwohl über die Einzelheiten eine Einigung nicht erzielt wurde, wurde die „bedingte Verurtheilung" dennoch (aber nicht „als neues Strafmittel") mit 42 Stimmen gegen 10 (6 Enthaltung) angenommen. Halle a. S., 27. März. In der heutigen Sitzung der criminalistischen Vereinigung wurden folgende Fragen einstimmig bejaht: 1. Ist Rückfall anzunehmen, wenn eine neue und eine frühere Strafthat in derselben Straffallgruppe liegen? 2. Soll eine Verjährung des Rückfalls zugelassen werden? 3. Soll wiederholter Rückfall einen nothwendigen Strafverschärfungsgrund bilden? 4. Empfiehlt sich als Strafmittel gegen wiederum Rückfällige eine nach Art resp. nach Maß geschärfte Freiheitsstrafe mit Zulassung von nachfolgendem Arbeitshause? 5. Soll das Gesetz Anordnungen treffen, welche eine dauernde Unterbringung für unverbesserlich Erklärte in besonderen Abteilungen des Zucht-, des Arbeits- oder Irrenhauses sichern? 6. Soll bei für unverbesserlich Erklärten eine Probeentlassung zulässig sein? — Mit großer Majorität bejaht wurde die Frage, ob es sich empfehle, den pracrischen Juristen nach der großen Staatsprüfung für den Strafvollzug practisch und theoretisch vorzubereiten. Neueste Nachrichten. WolffS telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 27. März. Der „Reichsanzeiger" meldet: Der Kaiser verlieh dem Staatsminister Grasen Bismarck das Kreuz' der Großcomthure des Hohenzollernschen Hausordens. — Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht den kaiserlichen Erlaß, nach dem Gras Bismarck auf seinen Antrag aus dem Amt in Gnaden entlassen wird. Berlin, 27. März. Der „Köln. Ztg." wird von hier telegraphirt: Nachdem Graf Alvensleben die Berufung als Staatssecretär des Auswärtigen Amts abgelehnt hat, ist jetzt der badische Gesandte am hiesigen Hofe und Bundesraths-Bevollmächtigte Freiherr v. Marschall für dieses Amt in Aussicht genommen worden und hat die an ihn ergangene Berufung angenommen. Berlin, 27. März. Director Bohsen ist hier aus Ostafrika eingetroffen und hat der ostafrikanischen Gesellschaft, wie man hört, über die dortige Lage für die deutschen Colonialinteressen günstige Nachrichten überbracht. Gelsenkirchen, 27. März. Aus der Zeche „Wilhelmine Victoria" ist heute Mittag ebenfalls ein Strike ausgebrochen. Esten, 27. März. Die „Rhein.-Westf. Ztg." berichtet: Auf der Zeche „Consolidation" bei Schalke sind bei der heutigen Morgenschicht 76 von 430 Bergleuten mit Schicht I, 75 von 410 mit Schicht H, 210 und 470 mit Schicht III angefahren. Aus „Hibernia" sind Morgens 400 von 500 nicht angesahren. Die Zeche „Consolidation" theilt ihren Abnehmern mit, daß in Folge des Ausstandes Kohlenlieserungen unmöglich seien. Auf den Zechen „Shamrock", „Wilhelmine" und „Victoria" arbeitet Alles. Hamm-Soest, 27. März. Bei der gestrigen Nachwahl ist Landgerichtsrath Schneider, nationalliberal, mit 7650 Stimmen gegen Racke, Centrum, 6800 St., gewählt worden. Chemnitz, 27. März. In der Webwaarensabrik Karl Dürfeld (Alt-Chemnitz) stellten 200 Weber und Weberinnen die Arbeit ein. Auch in der hiesigen mechanischen Weberei der Gebr. Göritz brach ein Strike aus. Chemnitz, 27. März. Die anläßlich der Lohnbewegung gebildete Vereinigung der Webw aarensabrikanten soll beschlossen haben, von der Kündigungsfrist gegenüber den Arbeitern abzusehen und die Fabriken zu schließen, falls die Arbeiter in der Fabrik eines zur Vereinigung gehörigen Fabrikanten ohne vorherige Kündigung striken und, wenn eine eigens hierfür einzusetzende Commission die Grundlosigkeit des Strikes dargethan, die Wiederaufnahme der Arbeit trotzdem verweigern. Zur Commission sollen außer den Vertretern aus Fabrikantenkreisen auch je eia Arbeiterdelegirrer jeder Fabrik durch die Fabrikanten, je zwei dergleichen durch die Arbeiter ernannt werdet. Wien, 27» März. Der „Polit. Corr." wird aus Konstantinopel gemeldet, in türkischen Kreisen werde die Ueber- zeugung ausgedrückt, ba&. imr ü rf f r.Lt± a ü.v-fo n 1 Bismarck keinen Wechsel der für die Türkei freundlichen Politik Deutschlands bedeute- das Verbleiben des Herrn v. Radowitz, in welchem die türkischen Kreise den Hauptträger der freundschaftlichen Beziehungen erblicken, flößt denselben lebhafte Befriedigung ein. Paris, 27. März. Sicherem Vernehmen nach berichtete im heutigen Ministerrathe Ribot über die Arbeiten der Berliner Conferenz. Da voraussichtlich die Sitzungen am Samstag geschlossen würden, beabsichtigten die französischen Delegirten, Berlin am Montag zu verlassen. Etienne machte Mittheilung von einem neuerdings bei Kotonu stattgehabten Kamps, wobei die Colonialtruppe drei Todte und zwölf Verwundete hatte. Dem Vernehmen nach beabsichtige Deroulede den Minister des Innern Constans wegen der Diäten zu interpelliren, welche sich die Municipalräthe bewilligten. Paris, 27. März. Den Morgenblättern zufolge haben die Arbeiter der Schlachthäuser von La Vilette beschlossen, übermorgen zu feiern und eine Demonstration zu ver- | anstalten. Christiania, 27. März. Der Gemeinderath setzte einen Ausschuß ein, um über den festlichen Empfang des deutschen Kaiserpaares zu berathen. Madrid, 27. März. Im Senat verlas der Präsident einen Befehl des Kriegsministers, wonach General Daban mit zweimonatlichem Arrest belegt wird. Der Befehl rief lebhafte Protestrufe hervor. Der Marquis Sardoal bemerkte, da Daban Senator sei, könne er nicht ohne vorgängige Genehmigung des Senats bestraft werden. Es heißt, daß die Rede davon sei, eine besondere Commission zur Berichterstattung über das Verfahren der Regierung zu ernennen. Madrid, 27. März. Die Kammer nahm den Gesetzentwurf betreffend das allgemeine Stimmrecht an. Athen, 27. März. Die Königin hat heute Abend 6 Uhr ihre Reise nach Petersburg über Odessa angetreten. Canea (Kreta), 27. März. Amtlicher Meldung zufolge hat die Pforte die auf Einsperrung lautenden kriegsrechtlichen Verurteilungen ausgehoben und in Geldstrafen umgewandelt. Bukarest, 27. März. Die Parlamentssession wurde bis zum 28. März alten Stils (9. April) verlängert. Belgrad, 27. März. Dem Vernehmen nach erfolgt in Rücksicht auf das Zusammentreten des Staatsraths die Neubildung des Cabinets in nächster Zeit. Gruic wird wohl die Bildung des Cabinets übernehmen und das Portefeuille des Aeußeren beibehalten. Sofia, 27. März. Die „Swoboda" sagt, Frankreich müsse sich nach Ablauf der Handelsconvention mit der Türkei an Bulgarien wenden. Wenn dies nicht geschehe, bewahre sich Bulgarien gegenüber den französischen Maaren seine Actionssreiheit. — Wie die „Agence Balcanique" meldet, sind in der Angelegenheit Panitza abermals drei Offiziere verhaftet worden. Es habe sich ergeben, daß zwei Pläne bestanden, bei welchen eS sich um die Entführung des Prinzen Ferdinand und um die darnach einzuleitende Action gehandelt habe. ______________ Darmstadt, 28. März. Die Stadtverordneten-Versamm- lung ernannte den Fürsten Bismarck zum Ehrenbürger Darmstadts. Loyale» «nd provinsiclUs. Gießen, 28. März. — Die von dem Nationalliberalen Verein auf gestern Abend in Steins Garten einberufene Wählerversammlung war sehr zahlreich besucht. Herr Landgerichtsrath Schäfer eröffnete die Versammlung mit dem Hinweis auf den Zweck I derselben, bemerkend, daß zunächst der Candidat der Partei, Herr Heyligenstädt, sich den Wählern vorstellen und dann Herr Dr. Osann aus Darmstadt zu einem weiteren Vortrage das Wort nehmen werde. Herr Heyligenstädt I führte hieraus in seiner Ansprache aus, daß er nicht um der 1 Ehre, sondern um der Sache der nationalliberalen Partei willen die ihm angebotene Candidatur angenommen. Nicht parlamentarisch, d. h. in dem Sinne geschult genug, um mit einer Candidatenrede vor seine Wähler zu treten, habe er sein Programm schriftlich der Oeffentlichkeit übergeben, er erkläre hiermit mündlich seine Anerkennung desselben- gleichzeitig spreche er seinen Dank sür das in ihn durch Ueber- tragung der Candidatur gesetzte Vertrauen an dieser Stelle aus. Die Ziele der nationalliberalen Partei vor,der Versammlung darzulegen, habe Herr Dr. Osann übernommen. Herr Dr. Osann ergriff hierauf das Wort zu einer 1 i/Mndigen Ansprache und leitete dieselbe mit der Bemerkung ein, daß er geglaubt habe, mit der Stichwahl am 28. Februar auch im hiesigen Wahlkreis den Wahlkamps beendet zu sehen, leider habe mit der nothwendig gewordenen Nachwahl eine Vermehrung der Candidaten sich ergeben, indem die Conservativen, die stets sür die Nationalliberalen eingetreten, einen eigenen Candidaten aufgestellt. Was die mit so bedeutendem Erfolge arbeitende antisemitische Partei betreffe, so müsse das Auftreten derselben, weil nach ihren Bestrebungen eine ganze Bevölkerungsklasse rechtlos gemacht würde, bedauert werden, umsomehr, als ihr namentlich auf dem Lande, wo die nationalliberale Partei im Vergleich zur Stadt eine starke sei, so mancher kräftige ! nationalliberale Baum zum Opfer gefallen sei. Die antisemitische Partei habe, ebenso wie die übrigen der nationalliberalen Partei gegenüberstehenden Parteien, der Deutschsreisinn nicht zum wenigsten, ihre Erfolge dem Heranziehen unzufriedener Elemente zu verdanken - sie werde auch wieder so verschwinden, wie sie gekommen. Die nationalliberale Partei sei bei den letzten Wahlen unterlegen, das sei wahr, dies könne und dürfe aber nicht entmuthigen. Auch andere Parteien seien früher unterlegen, er verweise wieder auf die Deutschsreisinnigen, aber immer sei denselben ihre Niederlage ein Sporn zu um yö^auov Ctipuijtoi* gowofctt, uni> ntd)t ohno Cfrfofß Di« nationalliberale Partei, gegen welche alle Parteien sich zu dem Zwecke geeinigt, sie tobt zu machen und welche nun auch im Wahlkreise Gießen von ihren Freunden, den Conservativen, bekämpft werde, solle deshalb sich nicht entmuthigt zeigen, sondern rüstig an die Arbeit gehen, sich andere Parteien zum Vorbild nehmen- wenn die Partei unterlegen, so sei sie zum großen Theile selbst schuld, indem sie es nicht verstanden, sich den veränderten Zeitverhältnissen anzupassen, sie dürfe es nicht unterlassen, mit der Bevölkerung, mit ihren Verhältnissen Fühlung zu behalten. Herr Dr. Osann characterisirte hieraus die hauptsächlich in Betracht kommenden Parteien, einen Vergleich zwischen ihnen und der nationalliberalen Partei ziehend und daran die Mahnung knüpsend, auch nach den Wahlen im Interesse der nationalliberalen Partei, die nicht, wie es die Gegner gewollt, vernichtet, sondern nur in der Zahl ihrer Abgeordneten geschwächt worden sei, thätig zu sein. Redner hob hieraus aus dem Programm des Herrn Heyligenstädt Einiges hervor, um die Stellung der nationalliberalen Partei im Vergleich zu derjenigen anderer Parteien zu demselben zu beleuchten und Veranlassung zu nehmen, aus einige der nationalliberalen Partei gemachte Vorwürfe einzugehen. Der nationalliberalen Partei sei u. A. der Vorwurf gemacht worden, sie sei nur eine Partei des Jasagens, sie sei mit allem zufrieden, was Bismarck wolle. Dem gegenüber müsse denn doch gesagt werden, daß die Partei alle die Interessen des Vaterlandes berührenden Vorlagen geprüft habe und auch prüfen werde, nachdem Fürst Bismarck nicht mehr im Amte sei. Und könne denn der nationalliberalen Partei daraus ein Vorwurf gemacht werden, wenn sie sich aus die Seite eines Mannes gestellt, der stets das Wohl des deutschen Vaterlandes im Auge gehabt, bis in sein hohes Alter mit klarem Geiste sür dasselbe thätig gewesen, der Deutschland groß gemacht, demselben in der ganzen Welt zu so großem Ansehen verholfen habe? Die Partei habe in der Person des ! Herrn Heyligenstädt einen Candidaten gefunden, der aus eigener Kraft sich eine Stellung im Leben errungen, in welcher er eigentlich nicht nöthig habe, so schlicht und bescheiden zu sein. Es sei nicht richtig, anzunehmen, daß ein zum Reichstagsabgeordneten bestimmter Mann unbedingt ein großer Redner sein müsse, im Gegentheil, er sür seine Person möchte fast wünschen, daß im Reichstage weniger geredet, desto mehr gehandelt würde, mit vielem Reden sei noch kein Gesetz zu Stande gekommen, die Hauptarbeit werde in den Commissionen verrichtet, dort könne der practische, die Wünsche und die Bedürfnisse seiner Wähler kennende Mann, wie die Partei in Herrn Heyligenstädt ihn gesunden, thätig sein. Er (Redner) würde sich freuen, Herrn Heyligenstädt im Reichstage begrüßen zu können. Möge deshalb jeder echte deutsche I Mann seine Stimme Herrn Heyligenstädt geben und sür dessen Wahl alles aufbieten. Lebhafter Beifall lohnte die I hier nur in kurzen Umrissen wiedergegebenen Ausführungen I des Herrn Dr. Osann. Herr Landgerichtsrath Schäfer forderte in seinem Schlußwort die Anwesenden auf, Alles aufzubieten, um der nationalliberalen Sache, der Candidatur des Herrn Heyligenstädt zum Siege zu verhelfen. Einem alten Brauche gemäß werde die Versammlung nicht auseinandergehen, ohne den Gefühlen deutscher Männer sür ihr Vaterland und sein Oberhaupt auch äußerlich Ausdruck zu geben, er fordere die Anwesenden deßhalb auf, mit ihm einzustimmen in den Ruf „Unser deutsches Vaterland, Se. Majestät der Kaiser leben hoch!" Nachdem das Hoch verklungen, erklärte der Vorsitzende die Versammlung für geschlossen. Wie bereits angeführt, war die Versammlung sehr zahlreich besucht, nicht nur von Angehörigen der nationalliberalen Partei, sondern alle Parteien waren vertreten. Vom Standpunkte des unparteiischen Beobachters aus ist wohl nicht zu viel behauptet, wenn gesagt wird, daß die Rede des Herrn Dr. Osann bei allen Anwesenden den denkbar besten Eindruck gemacht hat, klar legte der Redner seine Ansichten dar, ohne auch nur im Entferntesten dieser oder jener der von ihm erwähnten Parteien zu nahe zu treten. — Im großen Saale des Cafe Leib tagte zur gleichen Zeit die vom freisinnigen Wahlcomitv einberufene allgemeine Wähler- Versammlung. Dieselbe war ungemein zahlreich besucht, so daß es verspäteten Ankömmlingen schwer gelang, noch Eintritt zu finden- Saal und Gallerten waren völlig besetzt. Herr Stadtverordneter Scheel eröffnete die Versammlung mir dem Hinweise, daß die Herren Georgi und Metz sich noch aus Wahlreisen befänden und er deshalb mit dem Vorsitze betraut sei. Er stellte den erschienenen freisinnigen Candidaten Herrn Landrichter Dove aus Frankfurt a. M. vor, der, schon bei seinem Eintritte in den Saal mit anhaltendem Beifall begrüßt, nun das Wort ergriff, um sein Programm zu entwickeln. Herr Dove schilderte den Ernst der gegenwärtigen politischen Lage und legte dar, wie er, der schon seit Jahren unentwegt zur sreisinnigen Sache halte in Treue zu Kaiser und Reich, auch künftig den von ihm für richtig erkannten freiheitlichen Grundsätzen getreu zu bleiben gedenke. Er halte hoch das allgemeine und freie Wahlrecht, er sei gegen jede Wahlbeeinflussung, für dreijährige Legislaturperioden, für Wahrung der Volkstümlichkeit der Wahlen durch Bewilligung von Diäten an die Abgeordneten. Er werde, so wenig als seine Partei zu rütteln versuchen an der Heereskraft des Reichs, aber Sparsamkeit üben, wo immer sie möglich sei, insbesondere in Bezug aus die übermäßige Ausdehnung der Marine und zweifelhafte Colonialunternehmungen. Er sei für Schonung der Volkskräfte durch Einführung der zweijährigen Dienstzeit, sür gerechte Vertheilung der Steuern und Abgaben nach der Leistungsfähigkeit der Bevölkerung, gegen zu große Belastung der nothwendigen Lebensbedürfnisse, für eine Reichseinkommensteuer aus die größeren Einkommen. Er sei für Ausbau unserer Rechtseinheit, Verbesserung der Militärstrafproceßordnung, Einführung der Berufung in Strafsachen, Entschädigung unschuldig Verhafteter, Beseitigung der Härten im Proceßkosten- wesen. Er habe stets die Pflichten des Staates zur Hilfe ans sncialpolitischem Gebiete erkannt und daher auch die neueste Bewegung zur Schaffung eines Arbeiterschutzes freudig begrüßt. Das Socialistengesetz verwerfe er, wie jede Ausnahmegesetzgebung aus politischem oder kirchlichem Gebrere. Daher trete er auch mit allem Ernste der im Kreise hochgehenden antisemitischen Bewegung entgegen, welche in schneidendem Widerspruche stehe mit den Grundsätzen der Humanität und Gerechtigkeit, aus deren Uebung Deutschland seither stolz gewesen sei. Redner schloß mit dem Hinweise, daß er einig zu sein bitte in der Ablehnung dieser schmachvollen Agitation- er verwerfe die politische Gehässigkeit und Anfeindung und rechne auf die friedliche Mitarbeit aller einsichtigen Parteien für das Wohl des Vaterlandes. (Schluß folgt.) Bad Nauheim, 26. März. Im Laufe der vorigen Woche wurde der hiesige Gemeindewald von Mitgliedern der Forstbehörde, darunter Oberforstrath Willbrand, sowie der Gemeinde- und Badebehörde begangen. Wie wir hören, werden noch im Lause dieses Frühjahrs neue Weganlagen daselbst hergerichtet. Das sehr practisch eingerichtete und mit einer kleinen Wohnung versehene neue Wirtschaftsgebäude in dem i/4 Stunde von hier entfernten Hochwalde wird mit dem 1. April verpachtet und sind Angebote bis zu diesem Termin dahier auf der Bürgermeisterei einzureichen. Da der Hochwald ein beliebter Ausflugsort ist und besonders im Sommer von Kurgästen und Personen aus dem nahegelegenen Friedberg sehr stark bei günstiger Witterung besucht wird, so wird bei Verabreichung guter Speisen und Getränke die Wtrth- schast jedenfalls sich zu einer sehr rentablen gestalten. Das erst vor einigen Jahren auf dem Forsthause Winterstein errichtete Wirthschaftsetablissement war im Laufe des vorigen Jahres von 6000 Fremden besucht, darunter 3000 Kurgäste, ein Beweis, welch ein Bedürfniß vorlag zur Errichtung einer Gastwirthschaft daselbst. Das Badehaus Nr. 1 wird mit dem 1. April eröffnet. — Der hier in gesellschaftlichen Kreisen allgemein beliebte Bahnassistent Föhr wird mit dem 1. April als Stationsausseher aus die Bahnstation Windecken-Heldenbergen versetzt. vermrischter. * Darmstadt, 26. März. Am Sonntag ist in der vormals Böttinger'schen Brauerei an der Griesheimer Chaussee ein gutes Rechenexempel practisch angewandt worden. Zwei hiesige Lehrer machten. mit einer Anzahl Schüler einen Spaziergang und kehrten nachher in gen. Wirthschaft ein. Aus die Frage des einen Lehrers, was ein Butterbrod kostt, wurde erwidert: 15Psg., woraus der Lehrer, nach Durchsicht der Speisekarte, für jeden Schüler Butterbrod und Handkäse bestellte, was zusammen 20 Psg. kostete. Nachdem der Lehrer nun noch für 3 Pfg. Brod nachbestellt, hatte er jedeSmal -« LH Sb BL K Rede be§ c‘s E«r !^er bet t? ^ur gleiche^ gemeine te, ^blch besuch^ ^nochEi^ 'N besetzt. lammlung mit^ ReHid) noch ^orsitze bette Kandidaten Hen! ,or'1fck ^Beisallbegm- lm Zn enthiidt:- Artigen polittz Jahren unenhy? Kaiser und M wten freiheitlich« r halte hoch !n jede Wahlbe^ / Rt Wahrung t» -igung von Diäte 8 als seine Pm des Reichs, ok h lei, insbesoM! 3 der Marine ui ! durch Einsühlun te Vertheilung k ssähigkeit der $f- der nothwendigu imensteuer aus h >au unserer Akte cocetzordnuug, 61: Entschädigung ua en im ProceM Staates Zur hilie । baffer aud? d iterschutzes steck, er, wie jede Hui tirtyWm öeta )er im Kreise H; [gegen, welche in n Grundsätzen te Hebung Deutsch!^ ■ mit dem HmBi! tung dieser schmö che Gehässigkeit te Mitarbeit aller te terlandes. e der vorigen M itgtiebern der 8» nb, I°»>- e wir H°M, W-g°»l-gen b«|» djttte unb mt °c « J ialbe mrd ®>‘" is jii diesm W n D- der H'» VÄ Getränke öie . ‘Saut“®"111* $»*f bt§ w* i“t?JOW««£ ,^.1 ttiib«"1 «reifen eB BiS>* lni° i, I* 2 Stück Butterbrot) und 1 Handkäs für 23 Pfg., während 2 Butterbrode allein 30 Pfg. gekostet hätten. *△ Mainz, 27. März. Ein blutiges Drama, in welchem zwei Offiziere der hiesigen Garnison die Hauptrollen spielten, bewegt heute die Gemüther von Mainz. Premierlieutenant Stoll von der 4. Jngenieur-Jnspection lauerte verflossene Nacht dem aus einer Gesellschaft heimkehrenden Hauptmann Salm vom 118. Infanterie-Regiment vor dessen Wohnung auf und schoß demselben drei Kugeln in den Leib. Zwei Kugeln gingen Hauptmann Salm in den Unterleib und eine in den Rücken und verletzten denselben lebensgefährlich. Von mehreren Personen verfolgt, schoff^keutenant Stoll eine glücklicher Weise ihr Ziel verfehlende vierte Kugel auf seine Verfolger ab und entleibte sich dann selbst mit einem wohlgezielten Schuß in den Kopf. Lieutenant Stoll hatte sich so gut getroffen, daß sein Tod sofort eintrat. Als die die Leiche umstehenden Personen den Revolver aus der Hand des Selbstmörders nehmen wollten, entlud sich eine sechste Kugel, ohne indeß weiteres Unheil anzurichten. Der schwerverwundete Hauptmann, sowie die Leiche des Lieutenants, bei deren Entkleidung man noch ein großes Dolchmesser vorsand, wurden sofort in das nahe Rochushospital verbracht, wo eine Reche Militär- und Civilärzte sich des Verwundeten annahmen, lieber das Motiv der unseligen That durchschwirren die verschiedenartigsten Gerüchte die Stadt, von welchen folgende Bsersion den meisten Anspruch auf Glaubwürdigkeit hat. Der bei seinen Kameraden als sehr excentrisch bekannte Lieutenant Stoll, der von Heidelberg aus einer wohlhabenden Familie jtLMmt, hatte die Absicht, von den Pionieren zu der Infanterie üb'erzutreten — oder wie er sich öfters selbst ausdrückte, den schwarzen mit dem rothen Kragen zu vertauschen. Zu diesem BChufe trat er im verflossenen Jahre zur Dienstleistung in do s 118. Infanterie-Regiment und wurde der Compagnie des hrnuptmanns Salm zugetheilt. Nach Absolvirung dieses Cnmmandos trat Stoll, der an der Grenze stand, Hauptmann zu werden, wieder zu den Pionieren zurück. Stoll glaubte nun, nach der Versicherung mehrerer seiner Kameraden, daß er durch einen Bericht des Hauptmanns Salm in seiner Kirriere behindert worden, wodurch ihn ein glühender Haß gegen den Hauptmann erfüllte, der ihn schließlich zu det unseligen That trieb. Stoll war in der letzten Zeit in Köln und ist extra zu der That hierhergefahren. Hauptmann Salm, der aus Aachen gebürtig ist, wird allgemein als ein strenger, aber gerechter Charaeter geschildert. Beide Offiziere (ab unverheirathet. — Hauptmann Salm ist heute Nachmittag gestorben. * Wer behauptet, daß aus unserer aufgeklärten Zeit der Marchenzauber geschwunden sei? Von einem Schatzgräber haben wir heilte zu berichten, einem Elsässer Bauern. Der gute Mann kam neulich gegen Abend — so erzählt die „Straßb. Post" — von einem Besuch im Nebendors auf seinem Rückweg nahe an die Stelle, wo früher ein blühendes, durch den dreißigjährigen Krieg vollständig eingeäschertes Dors gestanden haben soll. Nattirlich dachte er an dort verborgene Schätze, und siehe, aus einmal erblickt er ein bläuliches Flämmchen aus dem Boden heraussteigen, verschwinden und wiederkommen. Er bleibt mit hochklopfendem Herzen stehen, betrachtet die Erscheinung einen Augenblick und, schnell entschlossen, sich des Schatzes zu bemächtigen, geht er behutsamen Schrittes, um die Geister nicht zu wecken, seine Mütze in der Hand, zur Stelle, wirft die Mütze auf den Geist, nimmt eilenden Schrittes seine Beute mit und freut sich des glücklichen Fundes, bis er endlich mit jähem Schmerzensschrei Alles aus der Hand wirft. Hatte ihn der Geist gebissen? Nein! Als er wieder auf den Boden zu schauen wagte, da lag seine Mütze in Fetzen und rauchend. Nicht ein Schatz war es, was er ersaßt hatte, sondern die noch glimmenden Kohlen eines Heckenseuers! * Seligenstadt, 25. März. Dieser Tage ereignete sich hier der seltsame Fall, daß man für einen Todten zwei Särge von verschiedenen Schreinermeistern nach dem Sterbehause verbrachte und damit bei den Hinterbliebenen nicht geringes Erstaunen erregte. Von zwei Angehörigen des Verstorbenen hatte nämlich jeder ohne Vorwissen des anderen bei dem ihm genehmen Schreiner einen Sarg bestellt, welche denn auch zur bestimmten Stunde anlangten. * Weimar, 25. März. In unserem Landtage wurde gestern das von der Regierung eingebrachte Gesetz über die Unfallversicherung der Mitglieder der Feuerwehren, daS erste derartige Gesetz in Deutschland, angenommen und ein Jahresbeitrag von 5000 Mk. zur Feuerwehr-Unfallkasse aus Staatsmitteln bewilligt. Ganz seid, bedruckte Foulards Mk. 1.90 bis 6.25 pr. Met- — vers. roben- und stückweise porto- und zollfrei ins Haus das Seidenfabrik-Döpöt 3 Uhr Passionsandacht. Abends um 6 Uhr -Fastenpredigt. Gründonnerstag, 3. April. Mittwoch: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um Vr8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. Donnerstag: Morgens von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um Vs7, um 7 und um Va8 Uhr Austheilung der hl. Kommunion; um 8/<10 Uhr Hochamt. Abends um 6 Uhr Passtonsandacht. Charfreitag, 4. April. , , - ,. Freitag: Morgens um 7 Uhr Aussetzung des hochwürdrgsten Gutes; um 8/<10 Uhr Hochamt. Abends um 6 Uhr Predigt und Passionsandacht. Charsamstag, 5. April. Samstag: Morgens um 7 Uhr Beginn der hl. Weihen; um 8 Uhr Hochamt. Nachmittags um 4 Uhr und Abends um Vi8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. Gottesdienst in der Synagoge. 29. März. Freitag Abend 6o° Uhr, Samstag Morgen 830 Uhr, Samstag Mittag 3oo Uhr, Samstag Abend 7“ Uhr. Holzversteigerung. Dienstag de« 1« und Mittwoch den 2. April, Vormittags 9 Uhr anfangend, soll im Leihgesterner Gemeindewald nachstehendes Holz ver- päigert werden: 4 Raummeter Nadel-Scheit, 208 „ „ -Knüppel, 45 „ „ -Stöcke, 15-480 Nadel-Wellen, hierunter 1300 lange Wellen, sich zu Spalierlatten eignend, 8 Eichen-Slämme mit 1,50 Festmeter, 69 Nadel-Stämme mit 14,31 Festmeter, 234 Nadel-Derbstangen mit 16,55 Festmeter. Zusammenkunft in Abteilung Hang. Stamm- und Stangenholz kommt m ersten Tag zum Ausgebot. Leihgestern, am 27. März 1890. Großh. Bürgermeisterei Leihgestern. Heß. 2760 Rutz- und Brenn- Holz-Verkauf. Am Dienstag den 1. April d.. I. sollen in der Waldung zu Niordeck meistbietend versteigert werden: Fichtenstangen: 2 Stück II. Klaffe, 58 „ H. u 258 „ IV. „ 220 „ V. „ 220 „ VI. „ 2015 „ VII. „ 22 Rm. Buchen-Scheit, 15 „ Buchenprügel, 35 „ Buchenstockholz, 305 „ Buchenzopfreisig, 1170 „ Buchenstammreifig, 130 „ Weichholz, 15,5 „ Fichtenprügel, 3,5 , Fichtenstockholz, 140 y Fichtenreisig. Versammlung bei der Stelzen- buch'schen Wirthschast in Nordeck, v oselbst auch bei ungünstiger Witte- mng die Versteigerung stattfindet. Marburg und Nordeck, 27. März 1890. 2762 Der Waldvorstand. Prima Kuhmist ß M verkaufen. Lahnßraße 14. Mobiliar- Versteigerung Samstag den 29 März, Nachmittags 2 Uhr, werden die zum Nachlaß der Gg. Kanipo Mittmo gehörigen Gegenstände, als Haus- und Küchengeräthe, Kleider, Bettzeug, Weißzeug und bergt in deren Wohnung, Neuenbäue 7, gegen Baarzahlung versteigert. 2726 Tricottaillen, Tricotkleidchen, Tricotblousen, Tricotjäckchen empfiehlt in großer Auswahl und billigen Preisen Robert Haas, 2773 Seltersweg 18. Friste- und Taschenkämme jeder Art, Zahn- und Nagel- bürsten, Toilette-Kasten und -Spiegel und sonstige Toilette- Artikel empfiehlt billigst [2763 J.H.Fuhr, Sonnenstr. 25. 2761] In einem Ort unweit Dillenburgs ist ein gemischtes Maaren- geschLft unter günstigen Bedingungen (etwa 2öu0 bis 3000 JL kostend) abzugeben. Näheres in der Exped. d. Bl. E i n Apollo-safety (Bicyclette), e t n hohes Zweirad (vernickelt) zu verkaufen. Näheres im MPostkeller". [2758 Ochsenfteisch, nicht ladenrein, per Pfund 45 Pfennig, 2781]_____an der Freibank. Itlidififl für OaMracke! ' ffl. Schiitze’8 Universal- Hell- u. Ausschlag - Salbe, o von d. berühmtesten Haut- spezialisten geprüft und tH empfohlen unb behördlich genehmigt. Bei Flechten jeder Art. bei Geschwüren, die auf verdorbenes Blut zurückzuführen sind u. b.GesichtS- AuSschlägen wirkt d.Salbe sicher und dabei schmerzstillend; L Dose 1.50. Unter zwei Dosen werden nicht versandt. . Echt zu haben in fast allen Apotheken, sowie ix bezieh, durch d. Engel-Apotheke in Köstritz- S ferner eie aus guter Quelle bezogen, bringt in empfehlende Erinnerung Th. Loo-, Neuenweg. 2527] Zwei Bettstelle« billig zu Verkäufern_______________Bahnhofstraße 11. Prima Saat-Wicken I AR! sind zu haben bei Gebr. Rosenbaum, 2621________Westanlage 36.______ Harrer Kümmelkäse, fett und pikant, h Post-Colli 90 bis 100 Stück 3 Mark 60 Pfennig inclusive franco versendet unter Nachnahme [2510 Earl Rost in Ouedliudurg am Harz. Spitzen und Stickereien in großer Auswahl. Geschwister Peth, 2695 Seltersweg 46. Opel-Fahrräder ,j. ax» der renommirten Fabrik, toh Adam Opel, Rüsselsheim a. M. Deutsches Fabrikat Z5 ersten Ranges, Die grossartigsten Erfolge der letzten Saison wurden mit Opel-Fahrrädern errangen, so die Meisterschaften von Enrona England, Deutschland, Preussen, Süddentachland, Westfalen, Böhmen, Hessen’ -Bayern, Mähren, Schlesien nod des Continents. Opel-Räder sind zu beziehen in Giessen durch: Wilhelm Hamel (Bleichetraese), alleiniger Vertreter für Glessen- l2312 Sämmtliche Neuheiten in to fc 4- 4» TepMeil, TWklKtti unb MöbeiAOu im modernsten Geschmack und großer Auswahl empfiehlt Ernst Blöclner, Seltersweg. _________________NB. Muster nach auswärts franco.____________2640 Buckskin u Paletotstoffe empfehlen in mittel und hochfeinen Qualitäten und in reicher Avswahl Gebrüder Scheel, 2495 Tucbhandlung en gros & en detail. Rad fahrbar von Mk. 75 an fabriziren in bester Ausführung 2229 mit Differential - Räderstellung. Einziger zweischariger Pflug, welcher auch als einschariger Tiefkulturpflug od. auch als Kulturpflug u. Untergrundpflug combinirt, benützt werden kann! Kein geht auf dem gepflügten Land! Einfachste Construction! Vorzüglichste Leistung! — Cambridgewalzen 3theilig fahrbar, Ringelwalzen 1-, 2- u. 3theilig Ph. Mayfarth & Co., Hanau.SU.i7i, Frankfurt a. M. — Cataloge gratis und franco. — Seltersweg 18 Robert Haas Seltersweg 18 empfiehlt in großer Auswahl Damen - Stoff - Unterröcke in Beige, Lustre, Gloria, Seide u. s. ro., von den billigsten bis zu _______________________den hochfeinsten Qualitäten.__________________[2772 2205] Einen Lehrling sucht I 2645] Eia tüchtiges Dienstmädchen ^Karl Köhler, Schreiuermeister, gegen hohen Lohn auf sofort oder später Flügelsgaffe. I gesucht. Neuenweg 33. i «nnall jolgendc Albach - Mendors Melldors MeN'Bv Annerod BellerSh' Beltersh Bersrod Bettenha Beuern Birklar Burkhard Climbach Daubrin Dorf-Gi Eberstad • Ettings! Garben! Geilrhai Gießen: Göbelnn Großen- Großen- Gründei Grünin; Harbach Hattenr, Hausen Heuchelh Holzhein Hungen Jnheidel Kesselbac KseiN'Lii Langgöns Langd . Langsdor Lauter. Leihgestei Lichmit^ und Lindenstr Lollar . Londorf Lumda. Mainzla Münster Müschen Niedert Nonnenr Obbornh Ober-Bel Ober-Hö, vdichaus fflenrob Wbosn Mardz mMtt #ti® 1 S» Sw s* ZS: v ♦i*«“ (d*liel „ii 2676] Grünbergerstratze 36. 1077] Alicestraße 13 ist ein elegantes Zimmer mit Cabinet, gut möblirt, zu ver- miethen. Frau Dr. Franz Eckstein. 2701] Frankfurterstraße 11 ein Pferdestall und Burschenzimmer zu vermiethen- Näheres Wallihorstraße 15. Verein der deutsch freisinnige» Partei. Heute Freitag Abend von 8 Uhr an: g Zusammenktmst im Saale des Lale C iti- Freiwillige GMHe Ftmivehr. General-Versammlung (in Uniform) Bux gesucht 2721 Ostanlage Nr. 4. T 2654] Per sofort tüchtige Hand« Näherinnen gesucht. Geübte Weißzeugnäherinnen erhalten den Vorzug. M. Levi, Schirmfabrik. Kellnerjunge gesucht | Bahnhof Restauration. Lehrmädchen für mein Ladengeschäft gesucht. 2778 H. Kühn, Papierhandlung. ' 2779] Ein Lanfmädchen gesucht. ~ Zu erfragen in der Exped. d. Bl. 2709] Junger Kellner gesucht. Restaurant »zum Postkeller". Lehrling mnter günstigen Bedingungen gesucht. Ernst Bloedner, [2613 Tapeten-, Teppich- und Mobelstoffgeschäft. 1973] Es wird zu einem jüngeren Gymnasiasten'^ ein -weiter Pensionär gesucht Bleichstraße 26 M. 1980] Ein Fräulein- welches perfect französisch spricht, wird für einige Nach, Mittagsstunden zu Kindern gesucht. Auskunft bei der Exped. d- Bl. 2751] Mädchen finden Stellung hier und auswärts durch Frau Hütten- berger, Seltersweg 52.__ 2697] Ein Junge zur Erlernung der TapeziergeschäfteS kann unter sehr günstigen Bedingungen eintreten bei _____________Th. Brück. ■”2692] Ein Lehrling gesucht von Zimmermeister Schubecker, _____ ___Bismarckstraße 8._____ 2651] Ein braver Junge kann dar Tapeziergeschäft erlernen- __H. EnderS, Südanlage 7. 2)70] Lehrling für mein Colontal- waaren: Geschäft auf Ostern gesucht- ________Carl Petri, Marktplatz 18. 1958] Wir suchen einen Lehrling, welcher gute Schulkenntnisse besitzt- Gebr. Hanstei«. Für Einj.-Freiwillige. 2744] In der Nähe der alten Kaserne gut moblirte Zimmer zu vermiethen. __________________________Schloßgasse 9. 273u] Ein gut möblirtes Zimmer, nach der Stratze gelegen in einem Neubau, paffend für einen Einjährigen oder sonst befferen Herrn zu vermiethen in der Nähe der alten Kaserne. Näheres Asterweg Nr. 12, 2. Stock. Iür Einjährige! 2718] Möblirte Zimmer zu vermiethen. Rest. Kronprinz. Licherstraße. 2623] Freundliches, gesundes Zimmer zu vermiethen. Ludwigsplatz 14, 2 Tr. Vermischte Anzeigen. 2768] Zu pachten gesucht ein Stück Ackerland auf sofort. Wo? sagt die Erped. d. Bl.___________ 2764] Kleinere eiserne Drehbank zu kaufen gesucht- Näheres in der Exped. d. Bl________i 2492] Grotzer Garten (Bauplatz) an der Heuchelheimer Chaussee zu verkaufen oder zu verpachten. Näheres bei F. Hoffmann, Seltersweg 33. Schrotwößiger Keller zu pachten gesucht. [2699 Gefl. Offerten unter W. Nr. 101 befördert die Exped. d. Bl.__ “2594] Privatstunden inF den Elementarfächern resp- Nachhülfe in denselben ertheilt C. Franz, Lehrer. Gründliche Nachhülfe ertheilt e. Abiturient d. Realgymnasiums Näheres Bahnhofstraße 41 IV. se710 Neuer Regenschirm mit gebogenem Griff am Eingang des Schwurgerichtssaals Montag Abend abhanden gekommen. \ _Abzugeben in der Exped- d. Bl. 2405] Schüler oder Schülerinnen finden gute Pension in einer gebildeten Familie. ^150 ? zu erfragen in der Exp. d. Bl. 2458] Nordanlage, Weserstratze 4 l parterre r zwei freundl. möblirte Zimmer I zu vermiethen, auch für Einjährige. Für Einjährige. Zwei moblirte Zimmer einzeln per 1. April beziehbar, zu vermietben. 2128] Grünoergerstraße 13, 2. Stock. J. B. Heim jr., Großh. Tifn:n,z Cigarren- I Hoflief- Jmport-Gesch-D 2711] Ein kleines Familtenlogis zu vermiethen._________Wallthorstraße 51. 2664] Mehrere Logis von 3 Zimmern mit Wasserleitung u. s- w zu vermiethen h.i «"«HS Hellmold, SteinstrMe^. 2220] Wohnung, 5—6Zimmer mit allem Zubehör, zu vermiethen. Bleichstraße 5. 1766] Mansarden-Logis zu vermiethen per 1-^April.__Marktplatz 18. 2472] In meinem Hause, Alicestr. 16, schöne Wohnung, 8 Zimmer, 3 Kammern, Gas- und Wasserleitung, Gartenantheil, event. Pferdestall und Burschenstube, per 1. Juli zu vermiethen- Eommerzienrath Silbereisen. 2615] Wegzugshalber der 1. u- 3. Stock, ein jeder mit 6 Zimmern, Küche und Zubehör, auf Wunsch auch Gartenantheil, zu vermiethen. Frankfurterstraße 53. 2506] Kleine Wohnung zu vermiethen. Neustadt 17. Für Einjährige! Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen (nächste Nähe der neuen Kaserne). [2756 K. Möbus Wwe., Licherstr- 21, 2. St. Für Einjährige! 2406] Möbl. Zimmer mit oder ohne Pension zu vermiethen. Ludwigsplatz 13. 2767] Möbl. Zimmer z. vermiethen. ___________Grünbergerstratze 34. 2601] Zwei gut möblirte Zimmer sind sofort zu vermiethen bei Frau Dr. Spengel, Süd-Anlage 22 II. 2531] Ein möbl- Zimmer sofort zu vermiethen._________Bahnhofstraße 11. 2599] Eine möbl. Stube zu vermiethen. ________________Neuenweg 19 III. 275?] Möblirte Zimmer zu vermiethen. Asterweg 2. " 2746] Grünbergerstratze Nr. 24 möblirte Zimmer zu vermiethen. e