iftr 9l i'fftOggi ^^hioht röa h V bci sagen. Moh« dfe 66 iri86t Weitaus. ™®m, einen ■NE MEDAILLE ee<1»i88e ,t6**^he„ ittHW1’ J •< 2 Jiuinö1^1 «j ^W'rtal1 nV .er« ir,t" I C :k^sS' ft Mchm. NMM an den Nachlaß lhristian Fischer mnhalb 14 Tagen bei ii. Spätere Forderungen berülkjlchtigt. [9878 2Z November 1890. itt. Hammstraße 4.W ne Haber J)W t9^5 fc 4,1. Äock. auf sofort ober ^^Ffuckrstraße 78. Mft irgesE—------- Ne» ü . • SBobnuns eon drei Zim- * -"ruhig, &ut?p« M Näheres _ Walltborstraße 711, des Herrii , °°n Riefel ist die meines Hauses für sofort moeit zu vrmiethen. ttaupt, Asteiweg 29, '^togis zu vermtethen. Dammftraße 19, zu Dermietben. Sttlmr, RitterMe 18, Ltock m. Hinterh, neu -n. W. Ferber Wwe, en mit Bett zu vermieden. Katharinengasse 10. es Stübchen an einen Hem Seltersweg 52, fyittnb. mSblirtes ßimmtr ui oer- ber (Sartinftra^t 38 und i-, gtgtnföir Steins (Satttu r%tf S t AM 7 '1 381 ' Samstag den 29. November 1890. Nr. 279. Gießener Anzeiger Generat-Mnzeiger. Rebaction, ExpebMs« uttb Druckerei: Lchatstrate Ar.^ Aerahprecher 61. Biertiljährlger ASo«ueNe«ts,reßAr 2 Mark 20 Psg. wfc Bringerlohn. Durch dir Post bezog« 2 Stark 50 Pf,. Die Gießener ?Aa«irre«SkL1ler »erben bem Anzeiger rs^chmtlich breimal Vei^etegt. Der Gistener Kuzet-rr erscheütt täglich, rrNt LuSnabme beS Montags. Atttts- unb HttjetgeHatt Mv bett KwU Gieren. ztzerojMiL.w.BWBg?-"'Ll,,,e"' ——. .■1 .jjj.'jssseg Äanahme von Anzeigen zn der Nachmittags für drn folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. .f^qWUWWWWWW»>M>—-u!Wi» imirwglgggg GratisSeikage: Gießener JaMikienökLLLer Aste Lnnoacen-Nureaux beS In» unb AuSlanbeS nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Urntlid?«* ChrN. Bekanntmachung, die Veranstaltung einer landwirthschaftlichen Verloosung zu Butzbach während des dortigen Frühjahrsfaselmarktes in 1891. Das Großh. Ministerium des Innern und der Justiz hat die Genehmigung zur Vornahme einer, mit dem am 19. März k. Js. stattfindenden Frühjahrssaselmarkte in Butzbach zu verbindenden Verloosung von Faseln, Rindern, Schweinen, Geflügel und landwirthschaftlichen Geräthen unter der Bedingung ertheilt, daß nicht mehr als 11000 Loose ä 1 jä ausgegeben werden dürfen und (abzüglich eines Betrags von 300 «X für Prämiirung) mindestens 70% des Bruttoerlöses aus dem Verkaufe der Loose zum Ankauf von Gewinngegen- fiänden zu verwenden sind. Großh. Ministerium hat den Vertrieb der Loose im Großherzogthum gestattet. Gießen, am 25. November 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Bekanntmachung. Sonntag den 30. November 1. I., Nach» mittags 3 Uhr, findet in der Restauration Feidel („Bavaria") zu Gießen, Kanzleiberg, eine Versammlung des Obstbauvereins statt, in welcher Herr Landwirthschaftslehrer Reichest von Friedberg über Zwergobstbau und Herr Obftbautechniker Metz von da über einige den Obstbau im Allgemeinen betr. Fragen, besonders über Sortenauswahl, sprechen werden. Alle Mitglieder des Obstbauvereins und alle Freunde des Obstbaues werden zu dieser Versammlung freundlichst eingeladen. Gießen, am 27. November 1890. Der Vorsitzende der Section Gießen des Obstbauvereins. Nebel, Amtmann. Deutscher Reich. Darmstadt, 27. November. Während der gestrigen Hof- tafel brachten Seine Königliche Hoheit der Großherzog den ersten Toast auf Seine getreuen Stände und auf Sein geliebtes Hessenland aus. Der Präsident der Ersten Kammer, Fürst zu Isenburg-Büdingen, Durchlaucht, erwiderte mit einem Toast auf Seine Königliche Hoheit den Großherzog, der Präsident der zweiten Kammer mit einem Toast auf Seine Königliche Hoheit den Erbgroßherzog und die Großherzogliche Familie. Darmstadt, 27. November. Seine Königliche Hoheit der Groß Herzog und Seine Königliche Hoheit Prinz Heinrich von Preußen haben'Sich heute früh auf Einladung des Fürsten zu Leiningen zur Jagd nach Waldleiningen begeben. Die Allerhöchsten Herrschaften kehren voraussichtlich im Lause des morgenden Tages hierher zurück. nn. Darmstadt, 27. November. Zweite 7Aammer der Stände. Die Verhandlungen beginnen heute um %10 Uhr. Vor Eintritt in die Tagesordnung findet die Vereidigung des Abgeordneten Müller (Soc.) durch den Präsidenten statt, wobei sich das gesammte Haus von den Sitzen erhebt. Es erfolgt nunmehr die Verkündigung einer Reihe neuer Einläuse, darunter ein Antrag des Abgeordneten Lautz und Genossen wegen Erbauung einer Nebenbahn Darmstadt—Roßdorf—Reinheim nach Groß-Umstadt. Zur Ehrung des Andenkens an den verstorbenen Abgeordneten Kre del-Michelstadt erhebt sich das Haus von den Sitzen. Finanzminister Weber überreicht nunmehr Namens des Großherzogs der Kammer das Finanzgesetz zum Hauptvoranschlag pro 1891/94 und gibt über den Inhalt und den Abschluß desselben eine kurze Uebersicht. Aus dieser ist hervorzuheben, daß die Matrikularbeiträge an das Reich von jährlich 4 Millionen auf jährlich 6 Millionen gestiegen sind. Ferner fiuo in den Voranschlag eingestellt zur Unterstützung von Gemeinden bei Schulhausbauten statt früher 40,000 Mk. jetzt 60,000 Mk.; für die Entwässerung des Riedes .257,000 Mk.- Beiträge zur Erbauung von Kreisstraßen 105,000 Mk. - für die Erwerbung des Zeughauses zum Bauplatz für ein neues Museum 135,000 Mk.,- für den Bau einer Turnhalle in der Soderstraße und Errichtung von Lehrräumen für das Gymnasium 191,000 Mk.- Errichtung eines Dienstgebäudes für die Großh. Centralstelle für Gewerbe nebst Erweiterung der Räume des Kreisamts 170,000 Mk.; Erweiterung des Arbeitshauses in Dieburg 106,000 Mk.- Erweiterung des LandeShoSpitalS 1,250,000 Mk - für weitere Bauten an den Kliniken zu Gießen 139,800 Mk. - für Herstellung der Stadtkirche zu Friedberg, auf 6 Jahre vertheilt, 100,000 Mk. - Errichtung eines Gebäudes für jugendliche Verbrecher 252,000 Mk. - Erbauung eines Amtsgerichtsgebäudes in Nieder-Olm 94,500 Mk. - desgleichen in Schlitz 57,000 Mk.- desgl. eines Haftlocals in Worms 54,400 Mk. - Aufbau am Collegiengebäude 117,500 Mk.; desgleichen auf dem Münzgebäude für Diensträume des Oberconsistoriums 152,000 Mk. - für Errichtung von Dienstgebäuden in Bingen und Offenbach a. M. 195,000 Mk. - für Erweiterung des Güterbahnhofes in Darmstadt 550,000 Mk. - für Hafenbauten zu Bingen 440,000 Mk.- desgl. zu Oppenheim 220,000 Mk.- für die Main-Canalisirung zwischen Offenbach und Frankfurt 1,350,000 Mk. und für die Regulirung des Rheinstromes am „Geier" 13,000 Mk. Ferner betonte Finanzminister Weber, daß durch die Nebenbahn-, Wasser- und Brückenbauten die hessische Staatsschuld bedeutend gestiegen sei, so daß diese gegen 35 Millionen in der Finanzperiode 1888/90, am Schluß der Finanzperiode 1891/94 53 Millionen Mk. betragen werde. Trotzdem seien die Finanzverhältnisse wohlgeordnete und die Staats- und Wohlfahrtseinrichtungen im Lande könnten sich getrost an die Seite anderer Staaten des Deutschen Reiches stellen. Lebhafter Beifall wurde dem Finanzminister bei dieser Erklärung vom Hause gespendet. Hierauf erfolgten die Wahlen zu den Ausschüssen und wurden gewählt in den Finanzausschuß die Abgeordneten Wolfskehl, Theobald, Jöckel, Schröder, Möllinger, Haas und Graf Oriola, in den Gesetzgebungsausschuß : Heinzerling, Arnold, Reinhard, Metz-Darm- stadt, Ohly und Hirsch, in den Petitionsausschuß die Abgeordneten Erb, Friedrich, Heinzerling, Muth, v. Rabenau, Michel und Weith und in den Ausschuß für Gesuche die Abgeordneten v. Rabenau, Lautz, Weber, Westernacher, Berg- sträßer und Hechler. Bei der Berathung des Voranschlags der zweiten Kammer für den 27. Landtag wird constatirt, daß sich derselbe von 78,000 auf 90,000 Mk. erhöht hat. Hierbei stellt der Abg. Frank einen Antrag in Aussicht, welcher eine Erhöhung der Diäten für auswärtige Abgeordnete im Auge hat, weil er die Diäten derselben nach den jetzigen Verhältnissen für zu gering hält. Ferner beschließt das Haus, eine Adresse an Seine Königliche Hoheit den Großherzog abgehen zu lassen. Hiermit ist die Thätigkeit der Kammer beendigt und vertagt sich dieselbe bis Anfang Januar 1891. Darmstadt, 27. November. Der den Landständen heute zugegangene Budgetentwurf sieht 24 312000 Mk. ordentliche und 14 640 000 Mk. außerordentliche Ausgaben vor. Unter den letzteren sind für Maincanalisirung 1 356 000 Mk., für die Restauration des Wormser Domes 65 000 Mk., für Hasenanlagen in Bingen und Oppenheim 440000 und 220000 Mk. gefordert. Nachdem beide Kammern die üblichen Dankadressen auf die Thronrede des Großherzogs beschlossen hatten, vertagten sie sich bis voraussichtlich Anfangs Januar. Bielefeld, 25. November. Die hiesige Handelskammer beschloß in ihrer letzten Sitzung, eine Petition an den Reichstag zu richten, in welcher sie sich gegen die weiteren Beschränkungen der freien Hilfs lassen in der Novelle zum Krankenkassengesetz erklärt. Ebenso sprach sich die Handelskammer gegen die Einbeziehung der Handlungsgehilfen in die Krankenversicherung aus. Netteste Nachrichtet«. WolffS telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 27. November. Der „Reichsanzeiger" meldet: Der Kaiser entsandte sofort nach Eintritt des Thronwechsels im Haag den Generaladjutanten General Wittich nach Frankfurt, um den Großherzog anläßlich seines Regierungsantritts zu begrüßen und demselben ein Handschreiben des Kaisers zu übergeben. General Wittich wurde am 25. November vom Großherzog in besonderer Audienz empfangen und ist gestern wieder hier eingetroffen. Magdeburg, 27. November. Die Handelskammer des Regierungsbezirks mit dem Sitz in Halberstadt berief anläßlich der neuen Zuckersteuer-Vorlage auf den 6. De- cember eine Versammlung ein, um den Rübenzuckerindustrie- Vereinen, den landwirthschaftlichen Vereinen und den Mitgliedern des Handelsstandes Gelegenheit zu geben, gegen die Zuckersteuernovelle Stellung zu nehmen. Königsberg, 27. November. Durch die hier herrschende Kälte ist die Schifffahrt sehr schwierig geworden. Im Hasen liegen fünf Dampfer, welche Pillau mit dem Eisbrecher erreichen wollen. Der Dampfer „Deutscher Kaiser" ist gestern hier ausgelaufen, kam durch das Treibeis aus der Fahrstraße und blieb im Haff auf dem Grunde festsitzen. Heute sind 18 Grad Kälte. Der Pregel hat eine 4 Zoll starke Eisdecke. Königsberg, 27. November. Nach einer Bekanntmachung der Kaufmannschaft an der Börse ist die Schifffahrt geschlossen. Erfurt, 27. November. Die Strecke Dietzhausen-Nohr- Grimmenthal ist wieder fahrbar- die Züge verkehren fahrplanmäßig. Klausthal, 27. November. Hier wird am 11. December allgemein der Geburtstag Kochs gefeiert werden. Am Geburtshause wird eine Gedenktafel angebracht. Karlsruhe, 27. November. Das letzte Bulletin über das Befinden des Prinzen Karl besagt: Der gestrige Tag wurde durch vielen Husten gestört. Nach besserem Appetit ist der Kräftezustand befriedigend. Die Besserung schreitet fort. Bern, 27. November. Bundescommissär Künzli telegra- phirte aus Bellinzona, der Große Rath werde über das Decret für die Verfaffungsrathswahlen erst am Montag berathen und dann sofort die Wahlen in die Regierung vornehmen. Voraussichtlich würden sich keine Schwierigkeiten mehr ergeben. Bern, 27. November. Künzli telegraphirte nach Bellinzona an den Ausschuß des Großen Raths von Tessin und empfahl dem letzteren die Annahme des Wahldecrets im Sinne der stattgefundenen Verständigung. Die Sitzung des Großen Raths findet Nachmittags statt. Luxemburg, 27 November. In der von der Kammer- angenommenen Beileidsadreffe an die Königin Emma heißt es: Die Luxemburger fühlen mit den Niederländern den unendlichen Verlust, da auch sie vierzig gedeihliche Jahre unter dem Scepter Wilhelms III. durchlebt hätten. Die Bitterkeit der nach dem Staatsrecht nunmehr eintretenden Trennung Luxemburgs von Holland werde durch die Erinnerung an die glückliche Regierungszeit Wilhelms III. gemildert. Die Luxemburger würden die Erinnerung an die Königin nie verlieren. Paris, 27. November. Bei der Beisetzung des Königs von Holland läßt die französische Regierung sich durch eine von einem Generale geführte Militär-Deputation vertreten. — Zur Begrüßung und Beglückwünschung des Großherzogs von Luxemburg bei dessen Ankunft im Lande wird ein hoher Beamter des Ministeriums des Auswärtigen nach Luxemburg abgeordnet werden. Paris, 27. November. Aus Buenos-Aires wird gemeldet, daß die Lage sich gebessert hat. London, 27. November. Professor Watson Cheyne nahm gestern im KingsCollegeHospital an vier verschiedenartig tuberkulösen Patienten die ersten Impfungen mit Koch'scher Lymphe in London vor. Petersburg, 27. November. Die „Petersburgskya Wiedo- mosti" wollen wissen, es habe der Vatican die russische Regierung aufgefordert, einen bei ihm ständigen diplomatischem Vertreter zu accreditiren, Iswolski fei kein solcher, sondern ein Beamter des Departements der fremden Confessionen. Die Annahme des Vorschlags würde die Creirung einer päpstlichen Nuntiatur in Petersburg involviren. Der Vorschlag wurde indessen abgelehnt, obwohl der Vatican mit demselben ein Entgegenkommen in den schwebenden Fragen in Aussicht gestellt. Charkow, 27. November. Die medicinische Gesellschaft wählte Dr. Koch zum Ehrenmitglied. Newyork, 27. November. Das Gerücht von einem Kampfe bei Fort Keogh zwischen Truppen der Vereinigten Staaten und Indianern hat sich nicht bestätigt. Weder ber Kriegsminister, noch der Obercommandant der Truppen von Dakota glauben daran. Nach den letzten Nachrichten darf gehofft werden, daß sich die Unruhen beilegen laffen. New-Aork, 27. November. Die Nachrichten aus dem Jndianergebiete lauten widersprechend. Während eine von dem Chicagoer Journal „Jnterocean" veröffentlichte Depesche aus Miffonla in Montana meldet, daß bei Fort Keogh in Montana erbitterte Kämpfe zwischen Indianern und Unionstruppen und Scharmützel auf der ganzen Linie stattfänden, geht aus einer neuerlichen Depesche aus Pine Ridge, dem Centrum der ganzen Jndianerbewegung, hervor, daß die Un- ruhen anscheinend schon beendet sind. Cocefc» «»v proHnjiclle». Gießen, 28. November. — Se. König!. Hoheit der Erbgroßherzog empfingen am 25. l. M. in Darmstadt die Vertreter der Corps und gesterrr hier die Vertreter der Burschenschaften, der Verbindungen, der wissenschaftlichen Vereine und der einer Corporation nicht. den Hindernissen, welche man der Expedition bereitet habe, Krieger- 15jährige- Ochsen Rinder Fasselochsen Kühe Kälber Hammel Schase Schweine Ziegen Pferde Spanferkel vor Erlaß des Verbotes 1363 1354 32 162 6139 574 270 7703 13 87 10 nach Erlaß deS Verbotes 1465, mehr 102, 1232, weniger 122, 55, mehr 23, 236, mehr 74, 5287, weniger 842, 579, mehr 5, 350, mehr 80, 7042, weniger 661, 15, mehr 2, 144, mehr 57, bereits in voriger Sitzung über E. Grüuberg, 27. November. Der hiesige Verein feiert Übermorgen (Samstag) sein Vom 1. Dee, m FMng fc im Mvntagr W Hannover, Die Ben'jkigl Sorst- unb Fchstra 1890 wb Dar mit evinehmerei Gießen Gießen, den G Dermifdytc». *A Mai»), 27. November. In hiesigen Lehrerkreise« trägt man sich, wie die „M. Z." mittheilt, mit dem Ge- danken, gleich der Lehrerschaft von Worms und Darmstadt, bei der städtischen Verwaltung eine Aufbesserung der i Gehalte anzustreben. Gleichzeitig wünscht man eine em Es gelangte, nachdem für die . . die Zuständigkeit der Stadtverordneten zur Beschlußfassung über den Antrag der Fleischerinnung und über die Zweckmäßigkeit in dieser Richtung zu unternehmender Schritte zu Der Vortrag, welcher ein anschauliches Bild der Gefahren und Entbehrungen der Theilnehmer einer Expedition Methode bch-mdeln zu lassen. I im dunklen Erdtheile wiedergab, wurde mit lebhaftem Beifall — Der Oberhe'ff. Gkschichtsdtttiu wird demnächst seine ausgenommen. r r ......c": '"r“" — Berkehrsnoti,. Wie aus der diesbezüglichen Bekanntmachung in vorliegender Nummer ersichtlich, wird vom 1. De- cember d. I. ab der um 9 Uhr 11 Min. Abends von hier nach Marburg abgehende Pcrsonenzug nach Bedarf an dem neu eröffneten Haltepunkte Friedelhausen halten. Die Reffen- den, welche in Friedelhausen aussteigen wollen, haben dies beim Einsteigen dem Schaffner mitzutheilen. „In Erwägung, daß die Stadtverordnetenversammlung zwar nicht berufen ist, darüber zu beschließen, ob die Aushebung der Bieheinfuhrverbote sür das Deutsche Reich zur Zeit geboten erscheint oder nicht, daß dieselbe wohl aber verpflichtet ist, die b e s o n d e r e n I n t e r e s s e n de r städtischen Bevölkerung Gießens, als einer bei der Viehzucht wenig betheiligten, dagegen aus einen billigen Fleischbezng vorzugsweise hingewiesenen, allenthalben zu vertreten, in Erwägung, daß ohne allen Zweifel im Zusammenhang mit jenen Verboten die Fl-ischpreisc dahier -'ne seit lange nicht dagewesene Höh- erreicht haben und demgemäß der" Fleischverbrauch eine bedauerliche Verminderung und Ber- wird ^beantragt, ^an Großherzogliche Staatsregierung die Stiftungsfest. Lauterbach, 27. November. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 26. November l. Js. den Kreisrath des Kreises Lauterbach, Dr. Carl Wolff, auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. December d. I. an bis zur Wiederstellung seiner Gesundheit in den Ruhestand zu versetzen- an demselben Tage den Amtmann bei dem Kreisamte Offenbach, Dr. Otto Fächer, zum Kreisrath des Kreises Lauterbach zu ernennen._________ Der Tvkan k Wl/92 liegt" b" Wi aut ^Uendvrf ( ^'"bei^'den^bevorstehenden Entschließungen des Bundes- rathes in Würdigung der vorgeschilderten Juterefsen unserer Bevölkerung in erster Lime für Aushebung der Vieheinsuhrverbote einzutreten, in zweiter Linie ober - wenn eine solche nicht thunlich wäre — wenigstens dasür zu sorgen, daß auch das Gießener Schlachthaus unter die Zahl deriemgen Städte bezw. Schlachthöfe ausgenommen wird, welchen sur ine Einfuhr aller Gattungen von Schlachtvieh möglichste Erleichterungen gewährt werden." - Sitzung Großh. Handelskammer vom 21. November. Anwesend waren die Herren Koch, Klingspor, Gail, Heichelheim, Kraatz, Scheel, Wortmann 9 Es liegt eine Mit.heilung des Kammermitgliedes Herrn Schirmer vor, nach welcher derselbe wegen fortgesetzten Unwohlseins sein Mandat als Handelskammerniitglied meder- leqt. Die Kammer gibt ihrem Bedauern über das Ausscheiden dieses langjährigen verdienten Mitgliedes und hochverehrten Collegen durch Erheben von den Sitzen Ausdruck. Für Herrn Schirmer, sowie sür die dem Gesetze nach weiter ausscheidenden Herren Hornberger und Kraatz haben Ersatzwahlen stattzufinden. Es wird deshalb Wahltermin auf den 10. December l. I. anberaumt und zum Wahlcommissar Herr Scheel erwählt. Das Nähere ergeben die erlassenen Bekanntmachungen. „ , . . Das Präsidium des deutschen Handelstages hat der Kammer eine Zusammenstellung der bei ihm eingelaufenen Gutachten über die Erneuerung des deutfch-österreichilchen Handelsvertrages übersandt. Zur Vorbereitung dieser umfangreichen Materie wird eine aus den Herren Koch, Kraatz lind Wortmann bestehende Commission erwählt. I Es gehen uns Nachrichten zu, wonach in Argentinien in letzter Zeit Vielsache Beschwerden laut geworden sind über mangelhafte Waarensenduiigen Seitens deutscher Exporteure. Insbesondere beziehen sich diese Beschwerden aus die häufig vorkommende Mangelhafligkeit der Verpackung und den dadurch hervorgerufenen Verderb der Maaren. Es wird dies zur | Kenntniß der Interessenten gebracht und daraus hingewiesen, daß in einer Zeit, in welcher ein Stillstand im deutsche» Export zu verzeichnen ist, deutsche Fabrikanten und Kaufleute sorgfältig darauf bedacht fein sollten, die Bestellungen aus dem Auslande nach Form, Ausmachung und Verpackung tadellos auszusühren, um nicht dem empfanget der Waat en Grund zu Ausstellungen zu geben. Es wird noch bemerkt, daß nach den uns vorliegenden Mittheilungen andere Lander, insbesondere England und Frankreich, was die Aufmachung I und Verpackung der Maaren anlangt, sich Deutschland gegenüber vortheilhast auszeichnen sollen. I Desgleichen gehen uns Nachrichten zu, nach welchen der I Geschäftsbetrieb in Spanien bei nicht genauer Senntmfj er Verhältnisse mit großen Gefahren verknüpft sein soll. Es wird deshalb wiederholt vor leichtsinnigen Geschäftsabschlüssen I in Spanien gewarnt und thunlichstes Znsammenwirken de I Handelsstandes trotz der Coneurrenz möglichste Beschränkung I des Verkauss an Kleinhändler und weises Zurückhalten aller Derjenigen, deren eapi.alistffche und Produetive Kruste e,n I vereinzeltes Vorgehen nicht rechtfertigen, empfohlen. _ Wie wir hören, ist der Koch'sche Jmpsstoff gegen I Tuberkulose an hiesiger medieinischer Klinik emgetroffen und wird Herr Geh. Med.-Rath Dr. Riegel bereitsm den nächsten Tagen mit den Jmpsungen beginnen. — b'- w r weiter hören, haben sich von auswärts eine große Zahl Privat- I kranker angemeldet, um an hiesiger Klinik sich nach Koch scher öffentliche Winterthätigkeit wieder aufnehmen und seinen ersten I Vortragsabend halten. Die Franzosenzeit, sie liegt noch nicht hundert Jahre hinter uns, und doch wie sehr ist sie dem jetztlebenden Geschlechte aus dem Gedachtmß entrückt. Aber es ist gut, wenn immer wieder daran erinnert wird, wie schlecht es unseren Großeltern und Urgroßeltern oft in der Franzosenzeit erging und wie wir uns unserer Haut wehren müssen, daß solche Zeiten nie wiederkehren. „An» der Gießener Franzosen,eit 1797“ ist das Thema, über welches nächste Woche im Geschichtsverein ein Vortrag angekündigt ist. Genaueres wird noch mitgetheilt werden. — Der gestrige, auf Veranlassung der Abteilung Gießen des Deutschen Colouialvereins im Clubsaale gehaltene Vortrag des Herrn Lieutenant v. Tiedemann hatte eine große An- 'abl von Zuhörerinnen und Zuhörern zusammengefuhrt. Das von Herrn v. Tiedemann über den Zug zur Befreiung Emin Paschas, über Entstehung und Vorgeschichte der Expedition Voraetragene vermochte recht anregend zu wirken, namentlich war auch die Mitiheilung von den Schwierigkeiten, welche der Expedition sowohl von Seiten der Engländer, als auch von dem Sultan von Zanzibar gemacht worden waren, von besonderem Interesse für die Freunde der Colomalbewegung. So habe z. B. der Sultan von Zanzibar bei Todesstrafe verboten, seine Unterthanen für Dr. Peters anwerben zu An der Spitze der Expedition hätten Dr. Peters, Un * Gr. wrden babei äia”eNijer tum. Much ®?en/& tot «ä: e ^kltk h “^1 fei es doch möglich gewesen, mit der in Bombay gecharterten ,Diera" das englische Geschwader, d-ffen Ausgabe es gewesen eine Landung der Expedition zu verhindern, äu tauben und am 15. Juni 1889 in der Reveiho-Bucht zu landen. Im Ganzen habe man etwa 100 Träger erhalte», z»m größten Theil waren dieselben den Gesängnissen entnommene, wegen allerlei Vergehen bestrafte Menschen schlimmster eoxte, te man ohne Skrupel mit dem Namen Räuberbande bezeichn könnte, die sich aber, namentlich was Ausdauer und Schlagfertigkeit bei den vielen der Expedition beschiedeu gewesenen U-berfälleu durch fast alle in Betracht kommenden Stamme betrifft, sonst gut bewährten. Nach der Landung jet man sofort auf Witu marschirt, woselbst die Expedition einige Wochen Gast des Sultans Tuma Bakari gewesen sei. In Wnu sei die Colonne getheilt worden. Borchert sei nach Zanzibar gegangen und Rust habe sich nach Lamu begeben, um dort Maaren zu taufen, doch habe man von Beiden nichts mehr gehört ' Dr. Peters und v. Tiedemann marfchirten den Tana- fluß hinauf und machten alsdann den Versuch, von den kriegerischen Wokokomo zu den bereits vorher angefauften Booten (Kanoes) weitere Boote zu kaufen. Dies sei aber nicht ge- lungen, vielmehr sei jeder derartige Versuch an dem Widerstande der Gallas, denen nur mit Feuerwaffen begegnet weiden konnte, gescheitert, so daß die Expedition sich entschlossen habe, in das Innere zu Fuß vorzudrmgen. Hier habe sich die Ravenstein'sche Karte als sehr ungenau gezeigt- die Expedition hätte bis zum Keniaberg marschiren wollen, aber anstatt zehn Tage zehn Wochen hierzu gebraucht. Man sei durch Lander gekommen, in welchen noch kein Weißer gewesen: die Wafsakka hätten nicht einmal die Feuerwaffen gekannt. Von hier s« man in das Land der kriegerischen und gefürchteten Mas ai gedrungen, wo die Situation sehr kritisch gewesen, doch hätte sich auch hier gezeigt, was man mit wenigen, allerdings Jur afrikanische Verhältnisse gut bewaffneten Leuten erreichen könne, wenn man den Negern zeige, daß man sich mast furchte.» Arn 23. December kam der Expedition eine totale Sonnen« finsterniß zu Hülfe, welche die Wilden für ein böses Omen angesehen haben mochten, denn sie ließen die Expedition, nach dem schon vorher alle Vorbereitungen zu einem Angriffe getroffen, für einige Tage unbelästigt. Auch einen moralifcheir Erfolg hätte diese Expedition gehabt, indem die sür unbesiegbar geltenden Massais, allerdings unter verhältnißmaßig bedeutenden Opfern (es fielen von der Expedition 11 Mann), in ihrem eigenen Lande geschlagen worden seien. -Lies hatte viel dazu beigetragen, der Expedition Respeet zu verichaffen. Der Vortragende berichtete dann weiter, wie von Gnasiunda, der Station Jacksons, nach Uganda marschirt wurde. Daselbst erfuhr man erst, daß Stanley und Emm Pascha bereits unterwegs seien. Herr v. Tiedemann theilte noch mit, daß der Engländer Jackson an den König von Uganda einen Br.es geschrieben habe mit der Bitte, Peters und Tiedemann zu verhaften und in das Gesängniß zu werfen. Der König, der fammt feinen christliche» Unterthanen mit den Nachbarstammen im Kampfe lag, schenkte indeß dem Schreiben nur fo viel Aufmerksamkeit, daß er es, nachdem es vorgelesen, anspre und zerriß- er hätte es am liebsten gesehen, wenn die Expedition ganz in feinem Lande geblieben wäre, denn er war während I ihrer Anwesenheit von den Feinden nicht mehr belästigt worden. Hier bot sich auch der Expedition Gelegenheit zum Erwerb von Fahrzeugen, mit denen sie, der Küste des Nyanza entlang fahrend, in ca. 3 Wochen eine katholische Misstons- ftation erreichten, wo sie gut bewirthet und nach den langen- Entbehrungen gepflegt wurden. Nachdem sie in Ugogo die falsche Nachricht erhalten hatten, daß ihnen Emin Pascha entgegenzöge, trafen sie denselben erst viel später in Mpwapwa. Statt Emin Pascha aufzusuchen, seien sie jetzt von diesem auf- I gefunden worden. Das Wiedersehen sei ein ungeheuer herzliches gewesen und jetzt hätten sie sich nach so vielen Tagen I der Entbehrung wieder einmal gütlich gethan. Mitte Juli 1890 seien sie endlich in Bagamoyo eingetroffen, woselbst ihnen, als Todtgeglaubte, ein herzlicher Empfang bereuet worden. Peters fei einige Tage nachher nach Europa zurück- gekehrt, v. Tiedemann habe jedoch noch einige Zeit im Laza- reth in Zanzibar zubringen müssen. Mit einem Dampfer der Meseagieres maritimes fei auch er dann nach Europa zurückgekehrt, über Italien und Süddeutschland in die Arme feiner B $om 1. Decetr Abends von Gießer Ledarf an dem r Mar und Fronhaus diesem Haltepunkte. Meizen beabftd^t Einsteitzen mitzutheil W * u -n E k des Dr; test« 1,3 W"©et G°ub«' iis°°d-rS gute" Emd Übungen m» W J Leendigung der N. (Ur die Dauer von U ♦ Bei einer kürz »etfamtnlung ‘ftä * Stoiken. Seiner sich plötzlich eine Stimme niederdeutscher Treuher Zung, wie hem ok T * 4094 Männer, bm sich am Dienstag angehörigen Studirenden der Hochschule. Die genamiteu I Vertreter Überbrachten Sr. Königl. Hoheit zu ®«» ® - j burtstag (25. l. M.) die unterthanigsten Glückwünsche der von ihnen vertretene» Theile der hiesigen Studentenschast. . - Gesteni Abend >/,7 Uhr brachten die vereinigte» ; Gießener M änn er g e san gv e r ein e tor. Konigl. Hoheit dem Erbgroßherzog eine Serenade. Es kamen -um Vortrag i „Der Abend sinkt" von Abt, „Sturm- I beschwörung^ von Dürrner und „Der frohe Wandersmann von Mendelssohn. Herr Dr. Baur, als Sprecher der Sanger, hielt nach Beendigung des Gesanges eine Ansprache, welche mit einem Hoch auf Se. Königl. Hoheit den Erbgroßherzog endiqte. Die Präsidenten der mitwirkenden Vereine, Herr Dr. Baur, sowie der Dirigent des Gesammtchors, Großh. Mnsikdirector Kranße, wurden hierauf von Sr. Königl. Hoheit in liebenswürdigster Weise empfangen. Herr Provinzial- Direetor Frhr. v. Gagern, Herr Oberbürgermeister Gnauth und der Rector der Universität, Herr Prof. Dr. Gottschm, I waren während des Empfanges anwesend. — Sitzung der Stadtverordneten am 27. November. An- I wesend: Herr Oberbürgermeister Gnauth, Herr Beigeordneter Lanasdorff, von Seiten der Stadtverordneten dw Herren I Adami, Georgi, Grüneberg, Habenicht, H^^ berger, Jughardt, Keller, Löber, Dr.Ploch Scheel, Schop- bach, Simon,'Dr. Thaer, Vogt und Wallenfe ’ , I Das Gesuch des Herrn Maximilian Jaskow^kl um Erlaubniß zum Ausschank von Branntwein, bezüg ich deffen schon bei dem Gesuche um Ertheilung der Concesston zum Wirthschastsbetrieb beschlossen wurde, es zu besnrworten sofern die Coneession zum Wirthschastsbetrieb überhaupt ertheilt wurde, wird, nachdem Herrn Jaskowskl der Wirthschastsbetrie I ohne Branntweinausschank von Großh. Kreisamt ertheilt worden, ohne weiteren Vorbehalt besnrwortet Es entspricht Lieser Beschluß der schon mehrsach bei Behandlung derartiger besuche bargelegten Ansicht des Stadtvorstandes, daß ohne die Berechtigung zum Ausschank von Branntwein em W'rth- schaftsbetrieb sehr in Frage gestellt nmrde. — Betreffs de Unterhaltung der städtischen Wiesen wird auf Antrag der Landwirthschaftlichen Cornrntlsion beichlossen, m Len Ochsenwiesen zur Herstellung einer entsprechenden Be- I Wässerung 3 Schleusen anzulegen, ferner, unter Einhaltung eines 4jährigen Turnus in der Düngung der städtischen Wiesen, im Ganzen 429 Morgen, die für das nächste -jatjr erforderlichen künstlichen Düngemittel, die neben dem aus Straßenkehricht hergestellten Dünger verwendet werden sollen, 200 Ctr. Kainit und 200 Ctr. Thornasphosphatrnehl, zu be- schaffen. — Das Gesuch des Herrn Jo Hs. Bernhardt um Erlaubniß zur Beseitigung eines städtischen Rains an seinem zur Ausbeutung als Backsteinmater,al bestimmten Acker in der Schwarzlach wird unter Festsetzung des von dem Ge- snchsteller wie von den Angrenzern zu entrichtenden Preises sür das an diese abzulassende Grabengelände genehmigt. 3» Ausführung eines früher gefaßten Befchluffes, die Einfahrt nach den neuen Kliniken von der Frankfurter Straße aus durch Ueberwölbung des Straßengrabens und Pflasterung des in die Frankfurterstraße mündenden Theiles der neuen Zufuhrstraße für Krankentransportwagen passirbarer zu machen, ist der Versammlung Voranschlag im Belause von 1740 unterbreitet worden. Weiter wurde beantragt, an der südlichen Seite der neuen Zusuhrstraße, bis S"m Haupteingange dec Kliniken, erhöhtes Trottoir anzulegen. Diese Arbeit ist veranschlagt auf 1375 Mk. Es wird dem Anträge der Baudeputation auf Bewilligung dieses Betrages und alsbaldige Anssührung der Straßenherstellung, bezw. der Ueberfahrt, stattgegeben. — Verschiedene vorliegende Rechnungen über Arbeiten, deren Anssührung nicht in Aceord gegeben werden konnte, erhalten die ersorderliche Bestätigung der Verfamm- kunq. — Der in voriger Sitzung berathene Antrag der Fleischer-Innung, die Stadt möge einem aus Aufhebung des Vieheinsuhrverbotes gerichteten, der hiesigen Handelskammer -u unterbreitenden Anträge der Innung Unterstützung verleihen, wurde, wie in Nr. 273 d. Bl. berichtet, nicht genehmigt, sondern in Anbetracht der int Schooße der Stadtver- ordneten-Versammlung hervorgetretenen Meinungsverschiedenheit über die Zuständigkeit dieser städtischen Körperschaft insoweit berücksichtigt, als er als Grundlage für ein der Großh. Regierung zu unterbreitendes Gesuch der Stadtver- ordneten-Versammlung aus Gewährung der Vergünstigung zur Einsuhr von ausländischem Vieh in das Gießener Schlachthaus dienen würde. Dieser letztere Antrag, in der vorigen Versammlung von Herrn Georgi gestellt, wurde einer Commission, zu der auch ein Vertreter der Fleischermuung als Auskunftsperson zugezogen wurde, zur Vorberathung überwiesen. Nach den dieser Commission behufs OrienNrung über die event. Wirkung des Vieheinfuhrverbotes unterbreiteten Mittheilungen über die Schlachtungen vor und nach dem Erlaß des Vieheinfuhrverbotes wurden geschlachtet im Jahre L ebgöirewnen AnMe» nochmals von den einzelnen Herren lassen. der Spitze der Expedition hatten Dr. Peters Stadtverordneten eingetreten worden war, folgender von der | Lieutenant Rust, Borchert und v. Tiedemann gestanden. Trotz Commission gestellte Antrag zur Annahme: ' d-- ^»rrn^n. mrirbo mnn der ErvedMon bereitet habe, Fern- sprwher Ne. 51. 1 werden in jeder J Schriftart und Papiersorte angefertigt in der Brühl’scbenDrnckerei Schulatrasse 7. ÄZeK(i.u. K.Hofltef. Zürich. Muster um. npTt««a Rriefvorto nach der Schweiz. ooo* f gehend- Doppeltes Briefporto nach der Schweiz. Bekanntmachung 9916 Bekanntmachung Sirljw Uuttch«, i» ^rtihrln iiun 59 pMrrtaf. 9941 Um gütigen Zuspruch bilUt Adolf Baer DirectX Fabrik Carl Petri. Gr. Gerichtsvollzieher. 6952 9935 [97^7 bei Otto Schaaf, Drogenhandlung. Südanlage. 9717 vollwichtigen Pfundpacketen in i Qualitäten bei Gebr. Kaufmann, 7] Kreuzplatz. 9715] Ein Haus mit Wirthschaft und Lade« sofort zu verkaufen. Näheres in der Exped. d. Bl. Versteigern««; Gam-tag den 29. Nsvember d. I., Nachmittags 2 Uhr, »ersteigere ich Marktplatz 20 dahier gegen äi?& und allerlei Hausmobilien, insbesondere Belten- Born Einlege Schweine stnd zu verkaufen. Neuenweg 33. [9931 Bester Medicia. - Leberthran Eier garanttrt frisch, pro Stück . ♦ 7 $fjh» , 100 Stück 6.40 Mk., Hch. Arnold II Schloßgasse 5. Ball-Seidenstoffe von 93 Pfge. b,z Jt 14.80 v. M-t-r - glatt, gestreift und gemustert - uersenbet »dem und siückweif- Ar* und zoMrekdas FEk-D^t Rein leinene 1373b ster Taschentücher, >. JL 3.—, 3.80. 4.30 u 5.—, »mt# empsiehlt in bekannter Tute Fritz Wowack, Seltersweg. ^werden daher Alle, welche An- fnrüche an fraglichen Nachlaß zu bilden haben, aufgeforbwrt, solche binnen 14 Tagen dahier anzumelden, anderenfalls aus sie bei Ordnung de« Nachlasse» Rücksicht nicht genommen werden kann. Gießen, 25. November 1890. Großh. Amtsgericht Gießen. Stammler. 9897 $ Hamburger Kaffee® Fabrikat, kräftig und schön schmeckend, versendet zu 60 H und 80 H das Pfund tn Postcollts von 9 Pfund an zollfrei Ferd. Rahmstorff, 9497 Ottensen bet Hamburg. an Husten und Auswurf litt, wurde am Dienstag Morgen in der Klinik des Dr. Vossen in Frankfurt unter Assistenz eines hiesigen Arztes eine Koch'sche Einspritzung gemacht. Kaum war das Mädchen hierher zurückgekehrt, konnte schon erhöhte Temperatur nachgewiesen werden und gegen Abend war das Fieber bis über 40 Grad gestiegen. Die seither blassen Narben am Oberkiefer rötheten sich und auch die Halsdrüsen schwollen sichtlich- es traten kurz bekannten Symptome ein, die das Leiden als aus tuberkulöser Basis ruhend kennzeichnen. In hiesigen ärztlichen Kreisen ist man über den weiteren Verlaus des Heilungsprocesses sehr gewannt. . heitliche Scala, wonach allen Lehrern die Dienstjahre von ihrem Definitorialexamen ab gerechnet werden sollen. * A Mainz, 27. November. Einem 16jährigen Mädchen oon hier, das seit mehreren Jahren an Knochenfraß am Ober- vv.i ....S fo.i- c hiaph Otsnrhf’n mnm -i D«e«mb«r d S- ab bis auf Weitere» wird der um 4S8 VM Friedberg fahrende, 500 in Hanau (Ost) eintreffende Zug 270 nur Montag« befördert. Hannover, den 27. November 1890. Königliche Eisenbahn-Direction. «chMiltz- AWtdkmg. Aufforderung Die Testamentserbin de« kürzlich DerunbekanntwoabwefendeJsa, verstorbenen Gr. Gymnasiallehrers Stranß, früher in Gießen wok . P. Dr. $ßilb«lm Di.dl zu - ----- ®ie6en hat dessen Erbschaft unter der Rechtiwohlthat des Inventar, an- Princip: Grosser Umsatz, kleiner Nutzen! 9813 * Schulprüfung in Kamerun. Vor dem deutschen Gouverneur in Kamerun hat eine Prüfung der Schüler der dortigen beiden deutschen Lehrer, Christaller und Flad, stattgesunden. Der Gouverneur hat sein Urtheil dahin abgegeben, daß die von den schwarzen Schülern gemachten Fortschritte ganz erstaunlich sind, und daß die Leistungen der beiden Lehrer alle Anerkennung verdienen. Namentlich erwies die Schulprüfung die bewunderungswürdige Veranlagung der Dualla für das Rechnen, aber auch im Schreiben und m der Geographie wurde recht Anerkennenswerthes geleistet. Einen besonders guten Eindruck machten das Turnen, die grev= Übungen und das Marschiren mit Gesangbegleitung. Nach Beendigung der Prüfungen wurden beiden Schulen Ferien sür die Dauer von 14 Tagen bewilligt. * Bei einer kürzlich in Hamburg abgehaltenen Volksversammlung gerietb einer der Redner einige Augenblicke in'S Stocken. Seiner sichtbaren Verlegenheit abzuhelfen, ries plötzlich eine Stimme aus der dichtgedrängten Menge mit niederdeutscher Treuherzigkeit: „Laat di man Tiet, micn Jung, wie hewn ok Tiet!" * 4094 Männer, 593 Weiber und 4 Säuglinge befanden sich am Dienstag in Berlin „hinter Schloß und Riegel'. _ Plenum venter non studet libenter, oder: „Mit vollem Mauen ist schlecht zu studtren". Dt-ses Spruche« Wahrheit bat wohl schon Mancher beobachtet, der nach eingenommener Mahlzeit sich einer geistigen Arbeit unterziehen wollte und bald ermattet den Kopf sinken ließ, weil die bev Functionen des Gehirnes erlahmen macht. Das in neuester Ze t dargestellte Kemmerich'sche Fleisch-Pepton schrankt jedoch die Wahrbeit obigen Spruches erheblich ein, weil dec Genuß desselben in der Bouillon oder anderen Speisen dem Organismus die Arbeit der Verdauung erspart und demzufolge eine allgemeine körperliche und geistige Frische hervorruft; außerdem hat es noch den großen Vorzug, alle anderen Nahrungsmittel an Nährwerth zu ubertnffcn. 1407 !• «Sl-ni’? * t “• -flfdap ■ y Bekanntmachung. Di- Bericktiauna der im Monat November 1890 gerichtlich erkannter »orft- unb SB bat in den ersten 25 Tagen des Manat, Dec°m 1890 und zwar mit Ausschluß der 12 13^und 14. an dte Großh. Dtstrrets einnehmerei Gießen I bei Meldung der Beitreibung zu erfolgen- Gießen, den 24. November 1890. , Großherzogliche^Bürg^mersterer Gießen. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Allendorf a. b. 8 ffa 1891/92 liegt vom 30. November bis 7. Secentber L I. zur Et der Betheiligten auf dem Bürgermeisterei-Bureau daselbst offen. »tlenborf a. b. Lahn, am ^- November 1890. Großh. Bürgermeisterei Mendorf a. d. Lahn. Volk-__ gentefen: bie$a|faf(a efannt. Von hier sei d gefürchteten Massai : i) gewesen, doch hätte »enigen, allerdings für :ten Leuten erreichen ! ; man sich nicht fürchte., i eine totale Sonnen- i sür ein böseS Omen ; n die Expedition, nach- zu einem Angriffe ge- Auch einen morslischeu ndem die sür unbeffeg- er verhältnißmäßig be- Expedition 11 Wann), j irden seien. W hätte | Respect jii mschassen. er, wie bon Guassunda, ! mar/'chirt wurde. Da- ’ Emin Pascha bereits theilte noch mit, daß in Uganda einen Bries Z und Tiedemann zu ersen. Der König, der it den Nachbarstämmen Schreiben nur so viel vorgelesen, achte und n, wenn dstExpedmon denn er war während 'icht mehr belästigt wor- tbition Gelegenheit zum der »des WM jne k°th°lW Msw^ het und nach den langen "chdem ft ^Ug°g° d J (fiter in MPMpm. tri ein ungeheuer her, . iel utlhn Tage» ch mH f° L.., -fO! 10 ‘'"ä bctti." -ich-- 1 zurL-k- °ch £,n’9 Aampf« 6,1 , U8 na* •ft«*’ Men Nam i December d. Js. ab wird der um 9 Uhr 11 ^ltlut2I »bßnbß von Gießen nach Marburg abgehende Personenzug 99 nach Bedarf an dem neu eröffneten Haltepunkte Friedel h ausen Ätschen Nar und Fronhaufen anhalten und zwar für d°n Verkehr nach und von biefetn Laltevunkte. Die Reisenden, welche in F^^elh ausen aus^ zusteigen beabsichtigen, werden ersucht, dieses dem Schaffner sofort beim Sinfteigen mitMeil^^^ ^fenbahn-BetriebS-Amt lMain-Weser-Babn). Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. 1. Advent, 30 November: Anfang des neuen Kirchenjahres. Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Beichte und heiliges Abendmahl im Vormittags- NachmttMgs 5 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Nach den Gottesdiensten Collecte für die Kirchenkasse tur Vermehrung des Capitalvermöaens der Gemeinde. iUt Kinderkirche Vormittags 11-/. Uhr: M"r°r Schloss e r- Bibelstunde am Montag den 1. December, Abends 8Uhr, in der Kleinkinderschule: Jak-busbrief Cap- 3, von Vers an: die richte Weisheit uni> Klugheit im Chrtstenleben- Marrer Dr* AdveVtsa'bendgottesdienst am Donnerstag den 4. Dezember Abends 8 Uhr, in der Kirche- Pfarrer Schlosser. Die Pfarrgeicüäfte in der Woche vom 30. November bis 6. December besorgt Pfarrer Dr. Naumann. Katholische Gemeinde. Samst^agNachmittags um^4 Uhr und Abends um Vr8 Uhr °on 6 Uhr an Gelegenheit zur hl Beichte; um */a7 Ubr Austheilung der hl Communion; um V»8 Uhr Früh- meffe; um ®/.10 Ubr Hochamt mit Predigt Nachmittags um '/-3 Uhr Christenlehre und darauf Adventsandacht. Gottesdienst in der Synagoge. Samstag, 29. November. Freitag Abend 4°° Uhr, Samstag Morgen 830 Uhr, Samstag Mittag 3oo Uhr, Samstag Abend 451 Uhr. Central-Baznr .—— Marktpl. 9 Adolf Baer Marktpl. 9 | Hierdurch z^ige ich ergebens! an, daß meine I a Mejhnaihts-Kusstelluns "—■—I"v eröffnet ist, und lade zum Besuche höfl. ein. 2 Mnrlriula^ l 1 Das Lager ist gut sortiert und bietet eine 8 Lil reiche Airswahl in den neuesten und schönsten | i Spielwaaren ™ sowie Galanterie-, Schmuck und Leder-1 . ä HF tiffl waaren. 1 Puppen, ■'Wlfll llkkletdete und ung kleidete, in größter Aus- - v -. W .<$-■ i !j Mg wabl. Als Neuheit empfehl: Miss Blondin, ex- -^«.i,s^Clowns, August undToni, springende < " Hasen und Hunde rc. Ban- und Malkasten. 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Der längste Bries ist wohl der, den Timur von Tamerlan an den Sultan schrieb. Derselbe war 70 Ellen lang, drei Ellen breit und mit Goldbuchstaben geschrieben und als Unterschrift drückte Tamerlan seine in rothe Farbe getauchte Hand aus den Brief. Der Sultan von Egypten soll sich übermäßig beim Empfange dieses Brieses gefreut haben. * Boshafte Frage. Assessor: „Sie wollen verreisen. — Alte Jungfer: „Ja, Herr Assessor, in meinem Hause wird alles von Grund au8 neu gemacht und verschönert. — Assessor: „Was! Und da bleiben Sie nicht zu Hause?" Verkehr, Can6» Utt6 - «huni anb Chemie. Eine gemeinoerstöndltche Dar- fienuna der pdostkattlcheu und ch-mticken Eeschelnungen in ihren Rettebunaen tum practtschen Leben. Von Dr. A. Ritter v. Ur- b-nibku und Dr ®. Z-is-l. Mit zahlreichen Illustrationen. In ea. 3b Aes-rung-n L ö0 Psg. Das oon UN« bereits -rwähnte Werk tft nunmehr bis zur 14. Lieserung vorgeichritten. Es zeichnet sich dadurch aus, daß die beiden Verloster sich nicht bamit begnügen, Mo“ die physikalilchen und chemischen Erlcheinung-n als solche zu belchreiben und zu erklären, sondern daß vielmehr >ede Gelegenheit benutzt wird, um aus vrociische Anwendungen Hinzuwei,en und dadurch der innigere Zusammenhang zwischen Tb°orie und Praxis Irhbait vor Augen geführt wird. Hierdurch gewinnt das Werk de. deutend an Interesse, ohne deshalb auf Gründlichkeit zu verzichten. Die Grundlehren der Pbhstk und Chemie werden B*‘!P,$r an der ßanb iolcher vractiicher Anwenbungen viel klarer und sicherer ein- genräg, ba uns so bas tägliche Leben tagtagli» Mefe praclltoen Sdlpleie vor Augen führt, für welche uns ba8 vorliegende Werk ble wissenschaftlichen Erklärungen liefert. Schlittschuhe. große Auswahl zu billigen Preisen, empsiehlt [9d98 J. HappeS, Neustadt 56. Frische Senöuiig Nürnberger sowie selbstfabrizirte Basler Lebkuchen und ff. Franks. 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Bett: Beschädige As Wer an dir Großh. Wir erinnern § an Erledigung unsei (Anzeiger Nr. 259) 8101] Im Hause Nordanlage 29 ist die untere Etage mit allen Bequemlichkeiten und Gartenantheil, auf Wunsch auck mit betr- Kellerfenster geschloffen zu halten. Wir empfehlen diese Vorsichtsmaßregeln allen Betheiligten zur besonderen Beachtung, um sowohl Beschädigungen an Leitung und Gebäuden fern zu halten, als auch die Lieferung deS WafferS möglichst zu fichern. Gießen, den 27. November 1890. Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. Vorkehrungen Mu im Eiuflierkn iikk Wujseckituugeu Disconto - Co mmand.-Anth. Darmstädter Bank-Act. Dresdener Bank-Act. '♦'’orbb. Lloyd-Act. Wiener Bankoer.-Act. Oest Credit-Act. Oeft. Staatsb.-Act. GtfuudiN: i Rechenbuch, 1 C 1 Cheniürtuch. Gießen, am Gro Lomb. E-B.-Act. Buschtherader E. B.-Act. Elbthal-Bahn-Act. Gotthard-Bahn-Act. Schweizer Nordost-B.-Act. Mainzer E.-B.-Act. Marienburger E.-B.-Act. Kaiser-Panorama, MüuSburg 12. parterre. 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A.U. 29.11.90 Friedel 99*26 Verwandten und Bekannten die schmerzliche Mittheilung, daß unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Tante Frau Kath. Weller, geb. Wadenpsuhl, heute nach kurzem Leiden im Alter von 67 Jahren sanft entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, 28. November 1890. Die Beerdigung findet Sonntag, Nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehause, Bleichstraße 12, aus statt. 9927 Bett.: Das Mehr Das MM an die Großb I Diejenigen von Wgiuig vom 4 d. ßande sind, erinnern Sonntagsverein für Mädchen. An jedem Sonntag von 2 bis *1 Uhr Nachmittags ist das Local in der Sleinkiuderschule geöffnet zur Vereinigung der Mädchen. Um 3/44 Uhr gemeinsame Unterhaltung. Bucher und Spiele reichlich vorhanden. Für den Vorstand: 9933 Dr. Naumann« Pfarrer. Keilgeöotenes« Feinschalige Wallnüfse, 3°/o Preuß. Conftls bo. Coursbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft Frankfurter Börse vom 28. November 1890. 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