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Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. PB—BMMSaJW—BBMBgBMSgaWSawaMMtMttia^ga ■ . .......... H____j./-™1” Hraiisösikage: chiehener Kanülienbtäiier. Acte Annoncen-Burcaur de§ In- unv Auslandes netyiirti Anzeigen für Den „Gießener Anzeige:" entgegen. ArrrtLicheV Shell. Gießen, den 27. October 1890. Betr.: Den Wiesengang. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzh. Bürgermeistereien deS KreiseO. Wir erinnern Sie, soweit Sie noch im Rückstände damit sind, wiederholt an Erledigung der Verfügung vom 22. September l. I. — Anzeiger Nr. 223. v. Gagern. Bekanntmachung. Nachstehende Bekanntmachung Großh. Kreisamts Friedberg bringen wir hiermit zur Kcnntniß der Interessenten. Gießen, den 20. October 1890. Grobherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Bekanntmachung. Wegen des Ueberhandnehmens der Maul- und Klauenseuche im Kreise Friedberg wird bis aus Weiteres die Abhaltung von ViehmLrkten — Pferdemärkte ausgenommen — verboten. Ebenso wird der Hausirhandel mit Klauenvieh im Kreise Friedberg hiermit untersagt. Der Friedberger und Butzbacher Schweinemarkt, ebenso der Friedberger Faselmarkt finden nicht statt. Friedberg, den 15. October 1890. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Gießen, den 25. October 1890. Betreffend: Herbst-Controlversammlungen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. BnrgerMeiftereien des Kreises. Nachstehende Bekanntmachung wollen Sie auf ortsübliche Weise zur öffentlichen Kenntniß bringen lassen. v. Gagern. Bekanntmachung. Bei den diesjährigen Herbst-Controlversammlungen im Kreise Gießen haben zu erscheinen alle zum Hauptmelde- amt Gießen gehörigen: 1) Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamten der Reserve. 2) Reservisten, sowie die zur Disposition des Truppentheils und der Ersatz-Behörden Entlassenen. 3) Diejenigen der Landwehr I. Aufgebots angehörigen Mannschaften, welchen ein besonderer Gestellungsbefehl zur Gestellung bei der Herbst'Controlversammlung zugegangen ist. Die Ersatz-Neservisten haben bei der Herbst-Control- versammlung nicht zu erscheinen. Nachstehend ist Angegeben, wo und zu welcher Zeit die Controlpflichtigen anzutreten haben: A. Zu Gießen am 8. November 1890 im Oswald Aschen Garten für die Bewohner von Annerod, Burkhardsfelden, Gießen mit Schiffen- berg und Herrnmald, Heuchelheim, Kleinlinden, Oppenrod. 1. Appell Vormittags 8 Uhr: Reservisten der Infanterie, 2. Appell Vormittags 9 Uhr 30 Min.: Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamte der Reserve, Reservisten der Garde, Jäger, Cavallerie, Artillerie, Pioniere, Eisenbahn- . und Lustschiffertruppen, hes Trains (einschl. Krankenträger), Sanitäts-und Beterinärpersonals, Büchsen- machergehülfen, Oecouomiehandmerker, sowie alle übrigen im Reserveverhältniß stehendell Mannschaften. Diejenigen Wehrleute I. Aufgebots, denen ein besonderer Gestellungsbefehl für die diesmalige Herbst-Controlversammlnng zugegangen ist. 3. Appell Nachmittags 2 Uhr für die Bewohner von Allen- dorf a. d. Lahn, Großen-Linden, Langgöns, Leih- gestern, Watzenborn und Steinberg, Hausen. B. Zu Lollar am 10. November 1890, Vormittags 9 Uhr, neben dem neuen Bahnhofsgebäude für die Bewohner von Allendorf a. d. Lda., Alteu-Buseck, Bersrod, Beuern, Climbach, Daub- ringen mit Heibertshausen, Großen-Buseck, Lollar, Mainzlar, Rödgen, Ruttershausen mit Kirchberg, Staufenberg mit Friedel- Hausen, Treis a. d. Lda., Trohe, Wieseck. J C. Zu Grünberg am 10. November 1890, Nachmittags 12 Uhr 30 Minuten, an dem Bahnhose für die Bewohner von: Allertshausen, Beltershain, Geilshausen, Göbelnrod, Grünberg mit der Dickelsmühle, Neumühle, Stadtmühle, Steinmühle, Obere und Untere Ziegelhütte, Latzmühle, Hattenrod, Harbach mit der Kolbenmühle und Sommermühle, Kesselbach mit der Rabenau'schen Papiermühle, Lauter mit der Arztmühle, Bingmühle, Georgenhammer, Strelles-Mühle und Walk-Mühle, Lindenstruth, Londorf mit der Burg Rabenau, Vurgmühle, Schmidtmühle, Reitzenmühle und Ziegelhütte, Lumda (Groß- und Klein-), Odenhausen mit Appenbörnerhos, Queckborn, Reinhardshain, Reiskirchen, Rüddingshausen, Saasen mit Bollnbach, Veitsberg und Wirberg, Stangenrod, Stockhausen, Weickartshain, Weitershain mit dem Hainerhof, Winnerod. D. Zu Hungen am 11. November 1890, Vormittags 9 Uhr 30 Minuten: an dem Friedhof für die Bewohner von: Bellersheim, Bettenhausen, Hungen, Inheiden, Langd, Langsdorf, Muschenheim mit Hof-Güll, Nonnenroth, Obbornhofen, Rabertshausen mit Ringelshausen, Rodheim mit Hof-Graß, Röthges, Steinheim, Trais-Horloff, Utphe, Villingen. E. Zu Lich am 11. November 1890, Nachmittags 3 Uhr: am Bahn- Hof für die Bewohner von: Wach, Birklar, Dors-Güll, Eberstadt mit Arnsburg, Ettingshausen, Garbenteich, Grüningen, Holzheim, Lich mit Albacher- Hof, Kolnhausen und Mühlsachsen, Münster, NiederiBessingen, Ober-Bessingen, Ober-Hörgern, Steinbach. Besreiungsgesnche sind bis längstens 8 Tage vorm Appell auf dem Dienstwege durch das Hauptmeldeamt einzureichen und müssen durch die Bürgermeisterei beglaubigt sein — werden aber nur int dringendsten Nothsalle genehmigt. Die Leute treten in bürgerlicher Kleidung an: Stöcke, Schirme, Pfeifen und Cigarren sind vorher abzulegen. Die Militärpapiere (Paß und Führungszeugniß) müssen zur Stelle sein. Sämmtliche Mannschaften stehen im Laufe oes ganzen Controltages bis einschließlich Mitternacht unter dem Militärgesetz. Gießen, den 23. October 1890. Casp ary, Oberstlieutenant z. D. und Bezirks Commandeur. tanmaw rwm n r mnni«i ri r ■ mn miwe—«ne—ajom.AmemacKttiammcwa»»y TTr< ,,-inr ■. r i i im r ■ i■ PoiMsche Usberficht. Gießen, 27. October. In den weitesten Kreisen der deutschen Nation, in allen Gauen des deutschen Vaterlandes ist an diesem Sonntag der 90. Geburtstag des Generalfeldmarschalls Grafen Moltke durch entsprechende Festlichkeiten freudig gefeiert worden und zahllose Glückwunsch-Telegramme und Glückwunsch-Schreiben, Adressen u. s. w. haben dem greisen Helden davon Kunde gegeben, welcher unbegrenzten Liebe, Bewunderung und Verehrung er sich in seinem Volke erfreut. Diese Gefühle spiegelten sich auch in den Artikeln wieder, welche die Tagespresse, ohne Unterschied der Parteistellung, dem selten festlichen Ereignisse widmete und diese Preßkundgebungen zeugten davon, wie hoch das Bild des allverehrten großen Heerführers über dem Streite der politischen Parteien schwebt. Ganz besonders glänzend aber hat sich der Verlauf Oer Moltke- Feier in Berlin gestaltet, woselbst Generalfeldmarschall Gras Moltke, begleitet von seiner Schwester und seinem persönlichen Adjutanten und Neffen, Major v. Moltke, bereits am Nachmittag des 24. October eingetroffen war. Schon am Samstag wurde Moltkes Geburtsfest in der Reichshauptstadt durch eine Reihe von Vorfeierlichkeiten begangen, deren Glanzpunkt der großartige und vollkommen künstlerisch gehaltene Fackelzug bildete, welchen die Berliner Bürgerschaft dem Feldmarschall darbrachte. Als der eigentliche Mittelpunkt der gesammten Moltke-Feier jedoch muß die^Beglückwünschung Moltkes durch den Kaiser in der Wohnung Moltkes, im Generalstabsgebäude, am Sonntag Vormittag gelten, welcher Vorgang sich zu einem bedeutsamen und ergreifenden Aete gestaltete. Umgeben vom König von Sachsen, sowie von den Großherzögen von Baden und von Hessen, ferner im Beisein der königlichen Prinzen, der im Gardecorps dienenden Prinzen aus souveränen Häusern, der Generalfeldmarschälle Prinz Georg von Sachsen und Graf Moltke, des Generalstabschefs Grafen Waldersee, des preußischen Kriegsministers, sämrnt- licher eommandirenden Generäle der deutschen Armee und sonstiger hochgestellten Militärs brachte der allerhöchste Kriegsherr dem berühmten Schlachtendenker feine und des Heeres Glückwünsche dar, woran sich die Beglückwünschung des Gefeierten Seitens der übrigen Anwesenden anreihte. Sonntag Abend fand bei den kaiserlichen Majestäten im Neuen Palais bei -Potsdam große Galatafel zu Ehren des Generalseld- marschalls Grafen Moltke statt. Auch von den Deutschen im Auslande ist der 90. Geburtstag Moltkes vielfach festlich begangen worden und liegen hierüber eine ganze Reihe von Meldungen vor. Zahlreich sind die dem Feldmarschall zu seinem Geburtstage gewidmeten Gaben, deren ersten Platz natürlich der neue kostbare Marschallstab entnimmt, den der Kaiser dem Nestor der deutschen Heerführer verehrt hat. Auch vom russischen Kaiser ist Moltke anläßlich seines 90. Geburtstages in besonderer Weise ausgezeichnet worden durch Zusendung des Bildnisses Kaiser Alexanders III. Während die Frage nach dem Zeitpunkte des Zusammentritts des preußischen Landtages nunmehr entschieden ist, herrschen über den Termin für die Fortsetzung der Reichstagsarbeiten noch immer Zweifel. Verschiedene Blätter wollten wissen, daß der Reichstagspräsident, dem bei der Vertagung die Festsetzung der ersten Plenarsitzung des Reichstages nach dem 18. November überlassen wurde, sich für die Wiederberufung des Plenums erst zu Anfang December entschieden habe. Die „Nordd. Allg. Ztg." bezeichnet indessen diese Meldung als unzutreffend und bemerkt, die Anberaumung der ersten Sitzung hänge wesentlich vom Eingänge des zu erwartenden Berathungsmaterials ab. Falls demnach für das Neichstagsplenum bis zum 18. November genügender Berathungsstoff vorhanden ist, so steht alsdann die Wiederaufnahme der Plenarverhandlungen, ohne Rücksicht aus das gleichzeitige Tagen des preußischen Abgeordnetenhauses, zu erwarten. Die Verhandlungen zwischen dem Auswärtigen Amte in Berlin und der deutsch-ostafrikanischen Gesellschaft nähern sich, wie die „Nat.-Ztg." mittheilen kann, ihrem Abschlüsse. Dem genannten Blatte zufolge werden die Grundlagen des geplanten Abkommens über die Neugestaltung der Dinge in Deutschostafrika andere sein, als bisher allgemein angenommen wurde. Die deutsch-ostafrikanische Gesellschaft tritt die landeshoheitlichen Rechte wie auch die Zollerhebung an das Deutsche Reich ab und erhält aus den Zollerträgnissen eine Rente, aus der die Gesellschaft gewisse ihr auszuerlegende Leistungen zu bestreiten und außerdem die vier Millionen Mark Entschädigung an den Sultan von Zanzibar zu verzinsen und zu tilgen hat. Die Gesellschaft tritt in der Hauptsache in die Stellung einer bloßen Erwerbsgenossenschaft. Der Sultan von Witu weigert sich, laut Mittheilungen aus englischer Quelle, Genugthuung für die Ermordung des Deutschen Küntzel und seiner Gefährten zu geben. Es heißt, er bereite sich auf Feindseligkeiten vor und habe er von den benachbarten Stämmen zahlreiche Verstärkungen erhalten. Unter diesen Umständen wird der von Zanzibar nach der Wituküste unter dem Oberbefehle des Admirals Fremantle abgegangenen englischen Strafexpedition nichts Anderes übrig bleiben, als ihre Kanonen sprechen zu lassen. Vielleicht kommt den Engländern das feindselige Verhalten des Sultans von Witu gerade erwünscht, um nun sein Land ohne weitere Umschweife einfach aunectiren zu können. DenLseves Reich. Darmstadt, 25. October. Seine Königliche Hoheit der Großherzog empfingen heute u. A. den Oberstabsarzt erster Klasse Dr. Mende vom 2. Großh. Infanterie-Regiment (Großherzog) Nr. 116. Darmstadt, 25. October. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 23. October d. I. allergnädigst geruht, den Gerichts-Accessisten Leopold von Werner zum Großherzogl. Hofjunker zu ernennen. Berlin, 25. October. Zum Geburtstage des Grasen Moltke sind bereits zahlreiche Spenden und Adressen ein- getroffen, mit deren Anordnung man im Conferenzsaale Moltkes beschäftigt ist. Unter den ausgestellten Gegenständen befindet sich eine prachtvolle Meißener Porzellanvase vom König von Sachsen, eine großartige Blumendecoration der Stadt Bremen, eine Bierspende mit Flaschen und Gläsern aus München. Unter den Adressen befindet sich auch eine solche aus dem ständigen Wahlkreise Moltkes: Memel-Heyde- krug. Die Gänge und Treppen sind mit Blattgrün und Blumen reich geschmückt. Berlin, 25. October. Anläßlich des Geburtstages des Generalfeldmarschalls Grasen Moltke sanden heute in sämmtlichen Schulen der Stadt und der Vororte Festacte statt} auch in den militärischen Bildnngsinstituten, sowie in der Hauptkadettenanstalt zu Großlichterfelde wurde der Tag festlich begangen. Aus dem Königsplatze und vor dem Generalstabsgebäude waren bereits Vormittags starke Ansammlungen des Publikums. — Der „Reichsanzeiger" schließt einen Festartikel, mit welchem er den Grafen Moltke anläßlich seines neunzigsten Geburtstags begrüßt, mit dem Segenswunsche, daß es dem greisen Feldmarschall noch lange vergönnt sein möge, sich der dankbaren Gesinnung des Königs und des Vaterlandes zu erfreuen und daß es der deutschen Ration und dem deutschen Heere noch lange bejchieden sein möge, ihn als leuchtendes Vorbild unter den Lebenden wandeln zu sehen. Berlin, 25. October. Der zu Ehren des Generalfeldmarschalls Grafen v. Moltke anläßlich seines bevorstehenden 90. Geburtstages veranstaltete Fackelzug hat unter überaus großer Theilnahme aus allen Theilen der Bevölkerung einen glänzenden Verlaus genommen. Die Zahl der Theilnehmer an dem Zuge belief sich aus mindestens 20 000 und umfaßte die Studirenden aller Berliner Hochschulen, die Schützen-, Turner-, Bürger-, Sänger-Vereinigungen, Mitglieder des deutschen Radsahrerbundes, die Studirenden der bildenden Künste, die Innungen Berlins u. s. w. Die Künstler, Maler, Bildhauer, Decorateure hatten gewetteifert, kunstreiche Gruppen zu gestalten, welche ein malerisches Gesammtbild voll sinnreicher Beziehungen auf den Gefeierten boten. Vor den einzelnen Gruppen des Zuges zogen Militär-Mnsikcorps. Das Portal des Generalstabsgebäudes, an welchem der Zug sich vorüberbewegte, war als Zelt in Purpur und Gold dra- pirt, mit Blattgrün reich geschmückt. Oben im großen Saale war die Familie des greisen Helden um ihn versammelt- auch Ihre K. H. der Erbprinz und die Frau Erbprinzessin von Meiningen waren erschienen und wohnten der Huldigung vom Balkon aus bei. Vor Eintreffen des Fackelzuges brachte aus Anregung des Hausarztes der Männerchor der Berliner Liedertafel dem Jubilar im Saale ein längeres Ständchen, dem der Feldmarschall im Lehnstuhl sitzend zuhörte. Am Schlüsse ergriff der Leiter des Chors das Wort, dankte für die Erlaubniß, am Vorabend des Jubeltages eine Huldigung darbringen zu dürfen, was für die Sänger eine für alle Zeit unvergeßliche Erinnerung bedeute. Hieraus erwiderte Gras Moltke: „Ich danke Ihnen, meine Herren, für den schönen Genuß, den Sie mir durch Ihren Vortrag bereitet haben, auch mir wird diese Stunde unvergeßlich bleiben. Meine Herren, ich sage Ihnen meinen herzlichsten Dank." Inzwischen wurde das Rahen des Zuges gemeldet und der Jubilar begab sich nach dem Portal, umgeben von seinen Verwandten und nächsten Freunden. Mit reger Theilnahme unablässig dankend, folgte der Feldmarschall dem Vorbeimarsch des Zuges, dessen Gruppen ihm ein Adjutant erklärte. Anderthalb Stunden hindurch zogen Schaaren auf Schaaren jubelnd vorüber- dreimal machte der Zug Halt. Das erste Mal hielt der Vorsitzende des Comites, Kaufmann Rappo, eine Ansprache und überreichte einen auf sammetnem, mit dem Moltke'schen Wappen besticktem Kissen ruhenden silbernen Lorbeerkranz, woraus Gras Moltke Folgendes erwiderte: „Diese Gesinnung der Bürgerschaft, welcher Sie so beredte Worte geliehen, macht mich stolz und froh. Der gewaltige I Aufschwung, den Berlin genommen hat, datirt von der Wieder- I aufrichtung des deutschen Reiches, das große Werk unseres großen Kaisers Wilhelm. Wenn Sie so freundlich sind, mir einen Antheil an den Erfolgen zuzuschreiben, welche dahin geführt haben, so vergesse ich nicht, daß ich treue, kluge und tapfere Gehülfen zur Seite gehabt habe- vor Allem vergesse I ich nicht der Braven, die ihre Treue für das Vaterland mit dem Tode besiegelt haben. Ich möchte allen meinen Mitbürgern meinen herzlichen Dank aussprechen für die glänzende Kundgebung ihres Wohlwollens." Als der Zug das zweite Mal anhielt, begrüßten Gesangvereine Berlins und der Umgegend den Feldmarschall mit patriotischen Liedern, wosür derselbe mit kurzen Worten herzlich dankte. Zuletzt sprach von einem den Jubilar verherrlichenden Siegeswagen eine Germania (Fräulein Wegener) die poetische Huldigung v. Wildcnbruchs und überreichte einen grünen Lorbeerkranz. Der Jubilar trat hieraus dem Wagen entgegen und erwiderte ! Folgendes: „Die Germania, die Sie so schön dargestellt haben, mag stolz sein auf ihre Reichshauptstadt, wo ein patriotischer Gedanke hinreicht, alle Bürger der Stadt zu versammeln. Ich nehme die Huldigung an für Germania, für das deutsche Volk." Als der Zug vorübcrdefilirt war, mußte der Feldmarschall noch einige Zeit am Fuße des Portals verweilen, um die stürmischen, spontanen Ovationen des in Masse herandrängenden Publikums entgegenzunehmen. Rur- allmählich gelang es ihm, sich den Huldigungen zu entziehen. Während des Vorbeimarsches war die Victoria aus der Siegessäule von der Ferne her durch einen mächtigen Strahl elec- trischen Lichtes prachtvoll beleuchtet. Berlin, 25. October. Die Kaiserin Friedrich stattete heute in Begleitung der Prinzessinnen Victoria und Marga^ rethe dem Grasen Moltke im Generalstabsgebäude einen Gratulationsbesuch ab und überreichte als Ehrengabe das in Metall getriebene Rel> fbild des Kaisers Friedrich. Im R> men der Großherzogin von Baden erschien der Hosmarschall und übermittelte die historische Schreibmappe, auf welcher Kaiser Wilhelm I. bis zu seinem Tode geschrieben. Moltke war tief gerührt. Berlin, 25. October. Die vom Bundesrathe über- -reichte Adresse lautet: „Hochverehrter Herr Generalseldmarschall! Eure Excellenz vollenden das 90. Lebensjahr, und es gedenkt bei diesem An- Lasse das ganze Deutsche Reich in innigster Verehrung und Dankbarkeit der ruhmreichen Lausbahn Eurer Excellenz. Unvergleichlich sind die Ersolge, welche Eure Excellenz als Feldherr in der Vorbereitung und der Durchführung des Krieges errungen haben. Unvergleichlich wird aber auch das Wirken Eurer Excellenz bei der friedlichen Ausgestaltung des Deutschen Reiches bleiben. Erhebend ist es für das deutsche Volk, zu sehen, wie Eure Excellenz unter der sichtlichen Fügung einer gnädigen Vorsehung in wunderbarer geistiger und körperlicher Rüstigkeit fort und fort für das Wohl des Vaterlandes wirken mit der gleichen Anspruchslosigkeit und Einfachheit, welche Eure Excellenz auch inmitten der glänzendsten Erfolge stets zierte. Im Verein mit den tief empfundenen Wünschen, welche bei diesem denkwürdigen Anlässe ans allen Kreisen der Bevölkerung laut werden, bringt Eurer Excellenz auch der Bundesrath des Deutschen Reiches seine wärmsten und ehrerbietigsten Glückwünsche dar und reiht hieran die zuversichtliche Hoffnung, daß es Eurer Excellenz beschieden sein möge, noch lange Jahre thätig zu bleiben zum Heil des Vaterlandes, welches Eurer Excellenz unsterbliche Verdienste stets in treuester Erinnerung bewahren wird." Berlin, 25. October. Der „Reichsanzeiger" bezeichnet die angeblich von sachkundiger Seite herrührende Mittheilung eines süddeutschen Blattes, als ob 70 Jahre alte Personen bei dem Inkrafttreten der Jnvaliditäts- und Altersversicherung Altersrenten nicht mehr erwerben könnten, als mißverständlich. Die überaus humane Uebergangsbestimmung (§ 157) bei dem Inkrafttreten des Gesetzes findet nicht nur auf 66 Jahre alte Personen, sondern aus alle bereits 70 und mehr Jahre alte Versicherte in vollem Umfange Anwendung. Berlin, 26. October. Ueber die Beglückwünschung des Kaisers enthält die „Post" noch folgende Mittheilungen: Nachdem der Kaiser den Saal betreten und die anwesenden Fürsten, sowie die Generalität begrüßt hatte, ersuchte er den Grasen Waldersee, den Grasen Moltke in den Saal zu geleiten. Der Kaiser trat aus den ehrfurchtsvoll sich Verneigenden zu und beglückwünschte ihn mit einer Anrede, in der er an die ruhmreichen Thaten der Armee erinnerte, Thaten, die ihn zu stetem Dank verpflichten würden, wenn auch die, die zu jenem Ruhme mitgeholsen, nicht mehr unter den Lebenden weilen. Er wandle sich dann speciell an den Grafen Moltke, dem schon sein Kaiserlicher Großvater die höchsten Ehren erwiesen habe, die überhaupt je erwiesen seien. Er wolle ihm trotzdem noch eine ganz besondere Ehre anthun durch die I Niederlegung der Fahnen. Der Kaiser verwies sodann aus die anwesenden Fürstlichkeiten und besonders aus den König von Sachsen, deren Erscheinen bezeuge, wie sehr sie dem | Grafen zugethan seien. Als persönliche Gabe überreichte sodann der Kaiser den prächtigen Marschallstab und reichte dem Grasen zum Schluß herzlich die Hand. Dieser denkwürdige Moment ist photographisch festgehalten worden, um von Werners Meisterhand bildlich dargestellt zu werden. Gras Moltke dankte tiefbewegt mit kurzen Worten, in denen er daraus verwies, wie ihm der heutige Tag und seine Ehren unvergeßlich sein werden. Berlin, 26. October. Rach hier eingelangten Berichten ist die Moltkesei er durch Festacte in allen Schulen und Commerse begangen worden in Elbing, in Königsberg t. Pr., und im ganzen Herzogtum Braunschweig. In Metz sand I heute eine Feier statt. Aachen, 25. October. Anläßlich der Vollendung der ersten Million Tonnen Thomasstahl überwies der Hüttenverein ,,Zur ro then Erde" an seinen in 1884 gestifteten, Mk. 120,000 betragenden Kronprinz Friedrich-Wilhelmsonds zur Unterstützung von Arbeiterinvaliden, Arbeiterwittwen und Arbeiterwaisen weitere Mk. 150,000 und bestimmte fernere Mk. 50,000 für Errichtung von Schulen zur Verwahrung, Erziehung und Fortbildung von Arbeiterkindern. Schleswig, 25. October. Anläßlich des Geburtstages des General-Feldmarschalls Grasen Moltke veranstaltete heute Vormittag die Bittorf'sche Töchterschule eine Gedächtniß- feier am Grabe der Mutter des Grasen Moltke. Der Divisionspfarrer Büttel hielt eine Ansprache über die Mutterliebe. Zum Schluß der Feier sangen die Kinder zwei Choräle und schmückten das Grab mit Blumen. München, 25. October. Wie verlautet, wird der Reichskanzler v. Caprivi am 4. November hier eintreffen und in der preußischen Gesandtschaft sein Absteigequartier nehmen. Ausland. Paris, 25. October. Der Ministerrath hat die Ausarbeitung eines Gesetzentwurfs begonnen, welcher die ständige Verproviantirung der festen Plätze anordnet. Marseille, 25. October. Das Packetboot „Sidney" ist mit dem japanischen Prinzen Hirsyatovo, dem Neffen des Mikado, an Bord hier eingetroffen. Wie es heißt, beabsichtigt der Prinz in Deutschland eine Marineschule zu besuchen. London, 25. October. Sämmtliche Morgenblätter widmen Moltke höchst anerkennende Leitartikel. Der „Standard" sagt, andere Soldaten hätten nur Ruinen hinterlassen, Moltke habe wesentlich zur Gründung eines Reiches geholfen, kein Lob könne groß genug sein für einen solchen Mann und keine Auszeichnungen übertrieben- er sei eine Ehre nicht nur für Deutschland, sondern für die Menschheit. Die „Morningpost" meint, der Abend seines Lebens sei so glänzend wie fein Anfang - die Engländer möchten sich mit den Deutschen vereinigen, um einer Laufbahn zuzujubeln, welche ebenso glänzend wie fleckenlos sei. Die „Times" bemerkt, kein Führer, selbst nicht Wellington, scheine weniger Fehler gemacht zu haben, und so lange die Kriegskunst studirt werde, würden seine Feldzüge einen Gegenstand der Aufmerksamkeit ebenso sehr bilden wie die italienischen Feldzüge Napoleons. Das Geschick scheine Moltke nichts versagt zu haben: eine lebensvolle Jugend, ein glückliches häusliches Leben und Berufserfolge ohne Gleichen, höchste soldatische Ehren, zahlreiche Freunde, die Zuneigung und das Vertrauen seines Souveräns und ein ruhiges Aller. Der ehrwürdige Feldherr schaue heute aus ein Volk, das dankbar fei für seine Leistungen und seinen erhabenen antiken Character. „Daily News" meint, die deutsche Einheit sei ohne Bismarck schwer denkbar, ohne Moltke aber positiv undenkbar. Haag, 25. October. Wegen der den Generalstaaten in der am nächsten Dienstag sta'tlfindenden gemeinsamen Sitzung beider Kammern zu machenden Mittheilungen begeben sich der Justizminister und der Minister der Colonien heule nach Schloß Loo, wo heute abermals eine ärztliche Consultation stattfindet. Konstantinopel, 25. October. Meldung der „Agence de Constantinople". In dem gestern beendeten Hochverraths- processe gegen 10 Armenier wurden 4 der Angeklagten zum Tode vernrtheilt - die übrigen erhielten Kerkerstrafen von verschiedener Dauer. Die Beschuldigten gehörten einem Re- Volutions-Comitö an, welches die Constituirung der Unabhängigkeit Armeniens bezweckte und sich revolutionärer Handlungen schuldig gemacht hatte. Einer der Angeklagten hatte den Mordversuch gegen einen Priester während des Gottesdienstes in der Kathedrale von Kumkapu gemacht. Bei der Verhaftung eines anderen der Angeklagten wurden in seinem Besitze Schriftstücke revolutionären Characters vorgefunden. __________________ CoceUs tinb provittjköei. Gießen, 27. October. — Die „Darmst. Ztg." meldet: Sicherem Vernehmen nach werden sich Seine Königliche Hoheit der Erbgroßherzog nächsten Dienstag, den 28. October, zum Besuch der Landesuniversität nach Gießen begeben. Für Seine Königliche Hoheit ist in dem früher Schüler'schen Haufe (Südanlage) Wohnung bereitet. — Moltke-Feier. Ohne die Schüler der Vorschulklassen versammelten sich am Samstag die Schüler des Realgymnasiums und der Realschule mit ihren Lehrern im großen Saale der Anstalt, um den 90. Geburtstag des Mannes zu feiern, der fein gutes Th eil zum Aufbau des Deutschen Reiches beigetragen hat. Rach dem Festgesang „Lobet den Herren, den mächtigen" 2C., sowie dem Vortrag einiger den großen Denker ehrenden Gedichten betrat Herr Lehrer Gei ger das Katheder und gab in einem ^stündigen Vortrag in kräftigen Zügen eine kurze, wohl ausgeführte Lebensbeschreibung des großen Strategen, worauf das Lied „Die Wacht am Rhein" die einfache, aber würdige Feier schloß. — Der Geburtstag des General-Feldmarschalls Grafen von Moltke ist, nachdem nm Samstag in den Schulen die angeordneten Feierlichkeiten stattgefunden, auch am gestrigen Sonntage in militärischer Weise zum Ausdruck gekommen. Das Militär trug zu Ehren seines General-Feldmarschalls bis Abends 6 Uhr Paradeuniform. Eine größere Festlichkeit feierte unter Theilnahme einer großen Anzahl Geladener, darunter die sämmtlichen Feldwebel des 116. Regiments, der hiesige Veteranen-Verein auf Lonys Bierkeller. Reden aus den Jubilar Moltke, Se. Majestät den Kaiser, Se. Kgl. Großherzog u. s. w. wechselten mit Gesängen und Musikvorträgen unterhaltend ab. An den General-Feldmarschall Grafen von Moltke wurde folgendes Telegramm abgesandt: „Die heute in Gießen tagende Festversammlung hessischer Veteranen aus dem glorreichen Kriege 1870, sowie zahlreiche Verehrer des großen Strategen bringt Ew. Excellenz zum 90. Geburtstage die aufrichtigsten Glückwünsche dar. Möge Ew. Excellenz noch recht lange unserem deutfchen Vaterlande erhalten bleiben. Für die Festversammlung: Der Veteranen- Verein Gießen." — Der ebenfalls zur Moltke-Feier versammelte Krieger-Verein in Metz, welchem vom Veteranen- Verein Gießen zur Erinnerung an den Besuch von Metz und Umgegend ein silberner Fahnen-Ragel mit entsprechender Widmung geschenkt wurde, hatte telegraphisch mitgetheilt, daß der Nagel gestern Vormittag unter entsprechender Feierlichkeit von Herrn Regierungsrath Becker in Metz, einem geborenen Gießener, am Schafte der Fahne, die neben vielen Auszeichnungen auch eine solche von Sr. Kgl. Hoheit dem Großherzog von Hessen erhielt, befestigt wurde. Es wurde daraufhin auch an den Metzer Kricger-Verein ein Begrüßungstelegramm abgesandt. w. Theater. „Unruhige Zeiten", Poffe mit Gesang in 8 Bildern von E. Pohl. Auf die Frage des Schlußcouplets, ob cs uns nicht vielleicht so vorgekommen sei, als wäre das Stück nur „Sand in die Augen", wollen wir gerne die Antwort geben, daß die frische Pohl'sche Posse uns durchaus feinen derartigen Eindruck gemacht hat, sondern mit all ihren Tollheiten als ein überaus gut gewähltes Sonntagsstück erschienen ist. Die Direction wird aus dem stürmischen Beifall, der die ganze Vorstellung begleitete und namentlich auch die Musiknummem auszeichnete, erkannt haben', in welcher Richtung nun einmal der Geschmack der Sonntagsgäste im Theater liegt, namentlich wenn sie den geringen Erfolg der „Marianne" vom letzten Sonntag dagegenhält. Was die Darstellung betrifft, so hatte sich die übermüthige, tolle Laune des Stückes auch auf die Mitwirkenden übertragen, die diesmal ohne Ausnahme ihre Aufgabe mit ersichtlichem Behagen ausführten. Reigenführer war natürlich wieder Herr Adam Reiners, der feinen Carl Lietz in der ergötzlichsten Weise verkörperte und bei der vollkommensten Ausnutzung jedes, auch des geringsten komifchen Momentes, sich nicht einmal einer Uebertreibung oder Unfeinheit schuldig machte und das dadurch zugleich den Eindruck völliger Wahrheit feines Spieles bewirkte: Sehr wirksam war desgleichen die Darstellung der hochgeborenen Aurelie Freiberger durch Fräulein Ida Unger, deren characteristisches Spiel in der Rolle der Frau Engström in dem neulich gegebenen famosen „Professor Klint" wir nur infolge eines bedauerlichen Versehens vergessen hatten, gebührend hervorzuheben. Es scheint, als ob Frl. Unger eine vielseitige, talentirte und tüchtige Schauspielerin und durchaus geeignet sei, den Platz von Frau Jaskowski mit Ehren auszufüllen. Recht nett war weiter die Natalie Krachstrebe des Frl. Adelheid Martin, die mit ihrem hübsch gesungenen, stürmisch beklatschten Liede bocumentirte, daß sie eine sehr wohllautende Singstimme und dazu auch das nöthige musikalische Talent besitzt, um derartige Partieen mit gutem Erfolge durchzuführen. Volle- Lob verdient die komische Leistung des Herrn Biebra ch al- Landpomeranze dem Spiele nach, während ihm Herr Schreiner, der diesmal überhaupt seine Rolle mit bestem eine S«1! n I »eit w* ' * d° Ä Sinn Acht ick *Mßerrn W1 ichte des „ einen //erstatt" ,9 _ Wir rnachen ' *«*• Ä >*** , unter SW Imbtn, Steinberg, Aw & der StW Die Zahl dl jtborenen, betrug in in ffllainj mit ßaftel 27 Worms 10 und m G im ersten W* verstorben an Masem i bräunt 3 Mn», bräune 1 MnlM und &ie&en je 1)/ an Dl Darmstadt 3, Offenbach sucht 8 Mainz 4, Gie Krankheiten der Athmu an Gehirn-Apopleffe 2 rheumatismus 1, (Mai Vereins - ÄJÄ Äs-iS; LLöÄ - In heuchelhriu jungen Burschen Str einem schaffen Spaten Kops erhielt, daß der bracht werden mußte. Butzbach, 25. Oe! Jahren das Bestreben, eine Eisbahn zu sä Gelegenheit geboten i lausen pflegen zu tön aus verschiedenen Urse dies nun in bevorste Interessenten aus bei „Awen" zu einer B Vereins eingeladen tm S. Laviich 26. Ar- 246 b. A n)irb W* zu Laubach b, d°hin berichtigt, baß si lehen aus Privaibürg t. Januar 1891 an l 0 Büdingen, 2 steldmarschalls 3 ln solenner unb nM u°> 11 Uhr «ranitt Awas,« nnti f® erfoljte die Absj, ™6 Uber Alles", da B«mSge, woraus ein Herrn Dr. @[o|i «Heil Dir im 8«°-. - Die J” „Znm § Ä*” Nt z L^^iigen ft IN. v' toe ®eneta(e s, ' ® b°n i l°»r>n t>k Rutsche b>9ut --- "'der ijjtl sondern o. Näheres Süd-Anlage 19 HL |30/0 Preuß. Conscls 9026] Möblirtes Zimmer zu vermiethen 3Va°/ö bei I. Zufall, Markistraße 7. j 8995] Möblirtes Zimmer an anständ.' Disconto-Command.-Anth. Arbeiter billig zu vermiethen. ' Südanlage 3, Hinterhaus. Für Marmoriere oder Gärtner. 8986] Neues mass. Wohnh. m. gr. Garten, vis-ä-vis d Eing. d. Friedhofs, in für diese Branchen nachw. sehr rentabl. 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Im vormundschaftlichen Austrag: Louiö Rothenberger, Die Nähabende am Dienstag jeder Woche sind ausschließlich für Frauen und bereits conssrmirte Mädchen (Dienstmädchen, Fabrikarbeiterinnen u. s. w.) bestimmt und werden daher Abends von V2S Uhr an gehalten. Anmeldungen dazu werden im Local selbst, im alten Rathhause, entgegengenommen. 8466 Die jüngeren Mädchen versammeln sich, wie bisher, Freitag Abends // // // Die Ergebnisse mehrerer gestellter practischer Versuche 121-81 425 2^ 145-1 »I« 64 0’ haben mich in der hier entwickelten Ansicht über die Fütterung mit ganzem und zerkleinertem, trockenem und nassem Futter bestärkt und es füttern im Schleswigschen verschiedene Wirth- schasten nach den hier entwickelten Grundsätzen. Bereits vorbereitete weitere Fütterungsversuche sollen uns über verschiedene Fragen Auskunft geben. Ich habe die feste Ueberzeugung, daß jährlich ansehnliche Summen infolge falscher Zubereitung der Futtermittel für unsere Haussäugethiere verloren gehen und es ist für mich zweifellos, daß allein schon durch Verlassen der bisher allgemein üblichen Naßsütterung, sowie der Verabreichung von gekochtem Kraftfutter an Schweine und Uebergang zu der angedeuteten Fütterungsweise enorme Mengen an Kraftfutter in der Schweinehaltung erspart und gleichzeitig die Gesundheit, die Constitutionskrast, besonders die Seuchenfestigkeit der Schweine erhöht werden könnte. Ich schließe dieses Referat mit der Bitte an die Herren Collegen, meine Ansichten zu prüfen und — wenn richtig befunden — verbreiten zu helfen zum Wohle der Land- wirthschaft. Nachträglich füge ich noch hinzu, daß Versuche, die neuerdings auf Veranlassung von Prof. Dr. Thaer - Gießen von Jnspector Erb auf Kolnhausen ausgeführt wurden, sowie die kürzlich mitgetheilten Versuche von Dr. Krauß-Füchten ebenfalls für meine Fütterungsweife sprechen. In letzterem Versuch nahmen die beiden Schweine, welche das Futtermehl trocken erhielten, in 2'/2 Monaten 210 Pfund, die dagegen, welche eingeweichtes, nasses Schrot erhielten, nur 120 Pfund zu. Diese große Differenz wird kaum ihre Ursache allein in der Art der Verabreichung und Zubereitung des Futters I haben. j Im Interesse der Sache bitte ich um gütige Mittheilung ! diesbezüglicher Studien und Erfahrungen. Ausverkauf von Potstermöbeln. Wegen Bauveränderung meines Lagers gebe ich 16 eomplete Polstergarnituren, sowie 30 St. Sopha und Divan in modernster und solider Ausführung in Seide-, Frise,, Plüsch- und Gobelinstoffen, sowie mehrere Speise- und Schlafzimmereinrichtungeu in Eichen und Nußbaum zu FabrikationSpreisen ab. [7640 Möbelfabrik von Carl Srückrath, Asterweg 47. Schrotes auffallend sichtbar war. Bei dem allmählichen Uebergang zur trockenen Schrotfütterung besserten die beiden Ferkel sich- sie holten Abtheilung A aber nicht ein. Bis zum 18. November erhielten die Ferkel nur geringe Mengen Butter- und Magermilch, später bis zu Ende der Versuchsperiode dagegen reichlichere Gaden- die verschiedenen Abtheilungen erhielten immer gleiche Mengen Milch. Der Gesundheitszustand war bei allen Ferkeln gut, jedoch zeigten die beiden Thiere der Abtheilung A den besten Lebensturgor, ihre Haut und Borsten glänzten, ihre Muskeln sühlten sich derb und fest an- ähnlich verhielten sich die Thiere in Abtheilung D, dann folgte Abtheilung C, während die Ferkel der Abtheilung B bis zum 18. November geringere Lebensenergie äußerten: Haut und Haare waren glanzlos, der Bauch etwas ausgetrieben- gleich nach Aufnahme der eingeweichten Schrotration fröstelten sie und verkrochen sich unter die Streu. Später, als sie trocknes Schrot erhielten, hörten die ebengenannten Erscheinungen aus und ihr Lebensturgor kam dem der übrigen Abtheilungen immer näher. Abtheilung D wollte Anfangs die ganzen Bohnen, die vom 18. November an der ganzen Gerste zugesetzt wurden und recht trocken und hart waren, nicht aufnehmen, gewöhnte sich jedoch bald daran. Auffallend war die starke Entwickelung der Kaumuskeln, wodurch die Form des Kopfes verändert, viel dicker und kürzer erschien. Der Grund dieser Erscheinung ist natürlich in dem starken Gebrauch der Kaumuskeln behufs Zerkleinerung der ganzen Körner zu suchen. Bei Abtheilung B waren die Kaumuskeln am geringsten entwickelt. Hieraus folgt auch, daß man an ältere Schweine, die bisher eingeweichtes Schrot erhielten, keine ganzen Körner verabreichen darf, indem ihre Kauwerkzeuge zu wenig ausgebildet sind. Die Production von 500 kg Lebendgewicht (excl. Aufwand für Milch) belief sich, auf die Zeit bis zum 5. Januar in Wirklichkeit noch mangelhafter ist, als durch die Viehwaage constatirt werden kann, indem die Mastproducte schlechterer Qualität, wasserhaltiger sind. Bei einer Annahme, daß 500 kg Lebendgewicht 370 Mark kosten, betrugen die Productionskosten im Ver- hältniß zum Preis bei Abtheilung A 36 pCt. 1 Ausziehtisch, Lüftres, „Pf eif ensamnalung“, ovaler Tisch, 2 gestickte Sessel, 2 Salonlampen, 1 ovaler 1 länglicher Spiegel, Pendule, Bilder, Nippsachen, eleganter Secretair, Neuheiten in Umhängen, Tüchern, Shwals in Seide, Chenille und Wolle, Caputzen und Capuchon, Pellerinen in Chenille und Wolle, Peluschkragen, Handschuhe jeder Art, sowie Mädchen- und Knadeukappen empfiehlt billigst 8420 Akber die Zubereitung dcs Kraftfutters für Schweine. Aus einem Vortrag, gebalten von Prof. Dr. Brümmer in Jena auf der 62. Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte in Heidelberg. Der Versuch, welcher mit acht gleichmäßig entwickelten Ferkeln eines Wurfes vorgenommen wurde, bestätigte die Richtigkeit der schon früher von mir ausgesprochenen Ansicht, daß ca. von der 6. Lebenswoche an, wo der zweite, dritte und oftmals auch der vierte Backzahn vorhanden, bis zu einem gewissen Alter es angezeigt ist, an Schweine ganze Körner zu verfüttern. In den letzten Wochen des Versuches, welcher sich von der 6. bis 27. Lebeuswoche erstreckte, bemerkte man allerdings einzelne, früher nicht beobachtete, unzerkleinerte Körner im Koth. Die Ursache hiersür kann aber auch in momentanen Störungen im Gebiß zu suchen sein, so z. B. erscheint der fünfte Backzahn bei frühreifen Rassen oftmals Ende des 7. Monats, während die Eckzähne locker werden und bald wechseln, so daß bei längerer Fortsetzung des Versuchs vielleicht keine ganzen Körner mehr sichtbar geworden wären. Uebrigens hängt die Sorgfalt des Kauens besonders bei über sechs Monate alten Schweinen wesentlich von der Art der Verabreichung der ganzen Körner ab, so daß ein Verlust an Körnern.zweifellos ist, wenn man die vorhin angegebenen Vorschriften unbeachtet läßt. Die Sorgfalt des Kauens nimmt ab, wenn die Futteraufnahme in großen Bissen geschieht oder den Körnern gar Flüssigkeit zugesetzt wird und Thiere sehr hungrig sind. Die Ferkel wurden in vier Abtheilungen vom 1. October 1. Februar gefüttert. Es erhielt Abtheilung A grob gefchrotene Gerste in trockenem Zustande, B eingeweichtes Gerstenschrot, C eingeweichte ganze Gerste, D trockene ganze Gerste. Vom 18. November an wurde die Hälfte Gerste durch Pferdebohnen ersetzt und dem Versuch entsprechend theils in geschrotener, theils in unzerkleinerter Form verabreicht. Die Abtheilung B erhielt vom 1. November an das Schrot ebenfalls trocken, weil die beiden Ferkel dieser Abtheilung in der kurzen Zeit vom 1. October bis 18. November, also in kaum sieben Wochen, hinter den bei den Ferkeln der Abtheilung A bereits weit zurückgeblieben waren — trotzdem fie^ reichlich 5 kg Schrot mehr verzehrt hatten — so daß der Verwalter Thomsen weitere Verluste gern vermeiden wollte, zumal schon für jeden Laien der ungünstige Einfluß des eingeweichten Beste ee Taschentuch-Parfums in decorirten Gläsern und offen zum Auswiegen empfiehlt 8310] Otto Drogenhandlung. Die Productionskosten für höhere gewesen sein, wenn nicht . , trockenen Fütterung übergegangen wäre. Ferner ist auch noch anzunehmen, daß die Fütterung mit eingeweichtem Schrot 9700 152.50 und 1 großer Salottteppich. Aus der Jagdftube 1 antiker Schreibtisch, Consolen, Spiegel, gute Oelgemälde, Jagdbllder, 1 Rhenanenbild, Centralfeuerflinte, Doppelflinte, Vorderlade-Schetbenbüchse, Jagduteusilien, Patronen, Werkzeug, ca. 30 Rehstangen, 2 Hirschköpfe, 1 Hängelampe aus Geweihen, 4 Jahrgänge „Jagdzeitung", Jagdranzen, Bier- und Weingläser, Römer u- f. w. 1 ovaler Tisch mit Marmorplatte, 1 Console mit Marmorplatte, 1 Glasschrank mit Inhalt, 1 Eckschrank, 5 Kleiderschränke, 3 Betten, Crystall- und Porzellansachen, dabei 1 Bowle mit 12 Gläsern. 1 antiker Kleiderschrank, 1 Partie anSgestopfte Gerichtstaxator. Dienstag den 28. October, Vormittags von 9 Uhr an, ist die Wohnung zur Besichtigung der Versteigerungsgegenstände offen. Nur schriftliche Aufträge können berücksichtigt werden. Montag den 27. October im großen Saal von Steins Garten, Abends 8 Uhr: Dortrag des Herrn Dr. Neubauer aus Berlin über die wirthschaftliche Bedeutung der deutschen Colonialbeweguug und deutsche Aufgaben in den Colonien. Eintritt frei. Bier vom Faß. 8781 Nachlaß-Versteigerung. Dienstag den 28. und Mittwoch den 29. Oktober, jedesmal 2 Uhr Nachmittags beginnend, Donnerstag den 30. October, Vormittags von 9 Uhr und Nachmittags von 2‘/2 Uhr an, werden die dem verstorbenen Buchdruckereibesitzer Pietsch gehörigen Mobilien in deffen Villa, HAhniHKSberg 8. meistbietend versteigert. DienStag Rachvairtag kommt unter Anderem zum Ausgebot: 1 Salon-Einrichtung: 1 Plüschgarnitur (Sopha, 6 Stühle, 2 Sessel), Ich offerire frisches Rehwild: Ziemer von 8 bis 10 X, 8764 Ueule, das Psd. 80 Vorderbraten, das Psd. 60 Wildprethändler Ebel. Vögel und kleine Thiere u. s. w. M Diittwoch Rachmittag r । V 1 neue Zinkbadebütte, Kommode, Tische, Stühle, Spiegel, Tisch- Q tücher, Tafeltücher, Betttücher, Ueberzüge, Bettwerk, 2 vollständige O Betten, Sophas, Roßhaarmatratzen, Teppiche, Waschconsole, Wasch- q service, Bücher, dabei Shakespeare, Schiller, Hempels vollständige Classiker-Ausgabe, Beckers Weltgeschichte, 1 Pendule, Vorhänge, W Portiere, Holzschnitzereien u. s. w. |Q Donnerstag Vormittag: 2 Küchenschränke, Etsschrank, Kücheneinrichtung und Geräthe, dabet 34 emaillirte Gesäße, 1 große Quantität Kartoffeln, eingemachte Früchte, 60 Flaschen Wein, Liqueure, 3 Fäffer Beerenwein rc. Donnerstag Rarhmtttag: Die übrigen Möbel, 1 Waschplanel, 1 Waschrolle, Waschbülten, Waschbank, Seile, Klammern, Körbe, Bügeleisen, Teppiche, Plifso- maschine, Oefen, Kellereinrtchtung, Spielsachen, Pappenstube, Puppenküche, Tivoli rc., Fässer, 23 Hühner, Tauben, Gartengeräthe, Schlitten, Wagen, Steinwurfsieb, Hundehütte u> s. w-, Maschinen und Geräthe Gießener Eis-Verein. Dienstag den 28. October, Abends 8J/2 Uhr, im „Hotel Victoria": CreneralversaiHinlmig Tagesordnung: 1) Rechnungsablage. 2) Vorstandswahl. 3) Electrische Beleuchtung der E:sbahn. Gießen, im October 1890. Der Vorstand Montag den 24. November, Nachmittags 2'/r Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den Hermann Weener Eheleuten in Gießen gehörigen Grundstücke: Flur 27 Nr. 7755/100 - 88 Meter Grabgarten am kleinen Steinweg, zieht theils über die Wieseck, Flur 27 Nr. 103a87/loo — 90 HReter Grabgarten in der Stcffansmark öffentlich meistbietend versteigert werden Gießen, 13. October 1890. Großh. Ortsgericht Gießen. I. A.: Vogt. 8518 i>t _ DlikglMl- ttobet IW«- Ät** f'lllCri"1 riD/L Ä* tWr1 - ■5 lltfltt l 891'5] Junge zum Austragen von! 8751] Ein Hotel HauSbursche sofort Backwaaren gesucht. Neustadt 16. > gesucht. Näheres in der Exp-d D. Bl : Untermieten vorrWg: nhnto 2, Bände, geb. CßUlZ) aM 10.20. IM, MD, ffung Montag den 10. November, Nachmittags 2V2 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den Heinrich Schieferstein Eheleuten und Wilhelm Walter Eheleuten in Gießen gemeinschaftlich gehörigen Immobilien: Flur 40 Nr- 1613/io — 691 Meter Hof- raithe im Gartfeld bei der Stadtmühle Flur 40 Nr. 162»/io — 2163 Meter Acker daselbst öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 20. October 1890. I V- d. V. __JBOfcit__________8775 Montag dcn lO November, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem diesigen Ortsgericht die den fta l Hardt Eheleuten in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 33 Nr. 243,5 — 200 Meter Hof- raitbe am Nahrungsberg, Flur 33 Nr. 243,3 — 2037 Meter Grabgarten daselbst öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 20. October 1890. Großh. Ortsgericht Gießen. II. V. d. V. Vogt. 8774 'M Ä £”>'■ )U M in M eie», Ro-b-, Pliisch- «S- ___ Akt. W z „ nb f«in« Sun M” iiffen, jft auäa#1' IMkiüräüe in WM s l“ ’U * M* >8t** berechnet, bei Abtheilung A 132 len 28.aL^tiner8). vilitz aeit Monaten nun befinden sich diese Course in beständigem Rückgang. Den ersten Anstoß gab der Mißerfolg einer Emission in Parts, die an dem Widerspruch der Inhaber der Dom-Miquel-Anleihe scheiterte; dann kam der englisch-portugiesische Conflict, der Sturz des brasilianischen Königshauses, der auch den europäischen 5% Buderus-Obligat. . | 103.50 1102 50 Achtung! Von einer Actien-Brauerei werden Wirthschaftrrr zu miethen gesucht. Offerten an Ad. Gerhardt, Darmstadt, Landwehrstr. 33. [8896 Brennholz. Buchen- und Tannenholz, in guter trockener Waare, per Meter und per Centner, billigst bei 343 Andrea# j Feinste Toiletteferfen große Auswahl bet [8311 Otto Schaaf, Drogenhandlung. GLmrntliche Neuheiten in Taschentüchern sind eingetroffen. [8914 Fritz KTowack, Seltersweg. • Course der Frankfurter Börse StsatöanLeiherr. Pelzwaaren. 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Aller Wahrscheinlichkeit nach will man in London durch die neuesten Rückgänge einen Druck ausüben, um die Nachgiebigkeit Portugals in den schwebenden Colonialfragen zu erzwingen. In Berlin ist die Prämienerklärung schon am 28. Ociober und es sind daher auch bereils Prolongationsgeschäfte gemacht worden. Geld stellte sich dabei über Erwarten billig, es wurde heute nur ein Cours von 5%—5 % gemeldet. Darin spricht sich bereits die Wirkung der massenhaften Verkäufe aus und man wird für Frankfurt kaum einen so niedrigen Satz in's Auge fassen dürfen, da sehr hohe Beträge nach Berlin zu überweisen sein werden. Der Unterschied kommt bereits in dem Discontsatz zum Ausdruck, der in Berlin reichlich % % billiger notirt als in Frankfurt. Das Geschäft hielt sich trotz der großen Coursbcwegung in mäßigen Grenzen, da die Kosten desselben zum größten Theil von der Börse getragen wurden. Die Coursverluste gegenüber den Sonntagscoursen, die allerdings eine hohe Vergleichs- ziffer liefern, sind außerordentlich groß. Es verloren: Disconto 5%, Handelsgesellschaft ebensoviel, Darmstädter 2 1/2 %, Deutsche Bank ca. 2%, Dresdner 4,30%, Internationale Bank 3,50 %, Credit 3 fl, Oesterreichisch-Ungarische Bank 5 fl., Wiener Bankverein 1% fl, Unionbank 1% fl. rc. Auch Cassabanken sind meisten- theils schwächer und selbst die Course der Notenbanken, die bei dem theuren Geldstande sehr erhebliche Mehrgewinne erzielen müssen, sind nur ganz unerheblich besser. In österreichischen Bahnen entwickelte sich zeitweise etwas lebhafteres Geschäft, ................. da die Frage der Einführung des Güterzonentariss ernsthaft zur Discussion gezogen 8745] Möbl. Zimmer, per Semester wurde. Besonders fühlbar äußerte sich die Wirkung derselben in den Coursen von JL 65.-, zu vermiethen. «h-*------ ----- — Grünbergerstraße 14, Nebenhaus. 8799] Nahe der Aula gut möbl. Zimmer zu vermiethen. . Goetbestraße 15. 8795] Schön möblirtes Zimmer sofort vermiethen. Seltersweg 71, 3. St. 8790] Zum Wintersemester ein schön möblirtes Parterre-Zimmer zu oermiechen- __________________Dammstraße 30. 8889] Ein möblirtes Zimmer an einen Kaufmann oder Angestellten zu vermiethen Näheres in der Exped. d. Bl.________ 8875] Zwei gut mobltrte Zimmer, einzeln oder zusammen, in einem Neubau zu vermiethen. Asterweg 12, zwei Treppen. 8874] Schön möblirtes Zimmer zu vermiethen-___ Bahnhofstraße 39 I. 8063] Zwei große ineinandergehende möblirte Zimmer, nach der Straße gehend, zu vermiethen, eo. auch getrennt. Näheres in der Exped- d. Bl. Coors vom 17./X. 24./X. Cours vom 17./X. "24./X.. 4% Hessische Obligation. „ Bauern .... 103.40 105.10 104 — 105.— 4%%Portug.-A. 88 u.89 50/0 amort. ©erb. Gold- 89.30 86.50 „ Baoen..... 3% Sächsische Rente. . 103 60 87.70 103.85 87.30 Rente .... 5% SerbischeEisenbahn- 88.10 88.— 31/2% BremerStaatsank. -.— —.- Hyp.-Obl. L. A. . 92.— 92.50 „ Hamb.Staatsrente 97.— 97.10 4%Schwed.Odlig.l880r 101.90 102.35 40/0 Oestr. Goldrente . „ GciechischeMonopol- 94.80 94.60 lo/o Türken cono. . 5%Argent. Gold-Anl. 18.15 18.05 Anleihe . . . 76.35 76.20 n. 1887 . . . 79 20 79.25 5% Rumänische Rente . 4V-% Russische Anl.. . 99.20 101.50 99.05 101 30 3V2o/o Egypt..... 92.75 92.40 Gisenbahn-PrioritLte«. 40/0 Psälz. Ludwigsbahn 5o/o Südbahn Lombarden 104.— 102.90 (Bexbach) . . . —.— 100.50 4% do. do. —.- 98.70 „ Hessische Ludwigsb. 3% do. do. 66.65 66.25 68/69 garant. . 101.70 101.95 4% Prag-Duxer Gold . 99.— 99.40 „ Elisabethb. steuerfrei „ Rudolf Gold (Salzk.) 99.— 99.50 Gold .... 101.— 100.60 „ Franz-Josef Silber 84 40 84.60 5o/o Oestr. Staatsbahn. 105.90 106.15 3% staatl. garant. Jtal. 4L/o do. do. 99.95 99.75 Eisenbahn . . 56 70 56.65 3% do. do. 3% Livorneser . . . 64 — 63.85 I.—VIII.Emiss. 83.45 82 80 4% Russ. Südw Etsenb. 93.25 93.— 3% do. Ergänzungsnetz 80.70 80.25 40/0 Wladikawkas garnt. 92.50 92.25 5% Nordweftbahn Gold 106.20 106.80 4% gar. Sardin.Sec.stfr. 84.40 84.— Stserrbahn-Aette«. Ludwigshafen-Bexbach. 228.— 225.— Lübeck-Büchner . . . 165.50 167.— Hessische Ludwigsbahn. 117 65 116.75 Mecklenburger . . . -----.----- — •”* Pfälzische Nordbahn . 119.50 119.50 Gotthardt..... 160 20 158.70- Marienburger-Mlawka. 65.25 63 50 Jtal. Mittelmeer . . 113.20 112 20 Baur-Arrierr. Deutsche Reichsbank . 143 — 143.50 Dresdener Bank. . . 157.20 154.90 Berlin. Handelsgesellsch. —.— 162 40 Mitteldeutsche Creditb. . 110.60 110.— Deutsche Bank . . . 165.10 164.— Wiener Bank-Verein . 104.50 104.— DeutscheGenoffenschstsb. Würitemb. Vereinsbank 126.10 125 80 v.Soergel,ParrisiusLCo. 129.50 129.40 Industrie-Papiere. Binding-Brauerei . . 162.50 164.— Deutsche Verlagsanstalt 244.70 245.10 Stern- do. (Oberrad) 134.70 134 60 Farbwerke, vorm.Meister, Bad. Anilin- u. Soda- Lucius & Brüning. 281.10 283.20 fabrik .... —.— 279.90 Riebeck'scheMontanwerke 180.— 180 90 Pfandbriefe. 4% Franks. Hyp.-Pfdbr. 4a/oDeutscheGrundschld.- d. 86 ab . . . 102.— 102.— Bk.-Pfandbr. . 101.50 101.50 3%o/gFrnkf.Hyp.-Pfddr. 96 80 96.50 3%% do...... 95.70 95.70 4%Preutz.Hyp.-Act.-Bk.- 3VrO/oRhein. Hyp.-Bank- Psanddr. . . . 101.60 101.60 Pfandbr. . . . 94.50 94.40 3V2% do...... 95.70 95 70 40/0 Meininger Pfandbr. 101.50 101.50 40/vPreuß. Centr.-Bod.- Cred.-Pfandbr. bis 1885 ..... 101-50 101.30 Loose. Oestr. 1860rfl.500-Loose 124.70 124.— Braunschweig. 20 Thlr.- v 1854rfl.250- „ 119.40 120.80 Loose .... 105.20 105.30 4% Meininger Prämien- 30/0 Oldenburger Loose . 131.50 131.25 Pfandbr. . . . 131.25 133 — 3%% Köln-Mindn.Loose 138.15 137.10 AmerikauisHr «isendahn-BsudS. 60/gChic.Mllw.f.St.Psul 4% Chicago Burlington Prt., rückzahlb. 1910 . 113.50 113.30 Nebraska 1927 . . 87.30 87.40 5o/oChic.Milw.f.St.Paul 41/2% California Pacif. Prt., rückzahlb. 1921 . 102.20 102.90 I. M., rückzahlb. 1912 104 50 105.40 6°/oCentr.Pacif.I.Mrtg. 6o/oPaci'f.ofMissouri con- rückzahlb. 1896 . . 106.70 197.60 solidatkd I. M. r. 1920 105.— 105.90