Heu der 1890 Sonntag den 28. September Zweites Blatt Wt. 226 7516 105.60 1Q5 25 89.45 Amts- und Anzeigeblatt fih? den Kwii Gieren. Hratisöeitage: Hießmer Aamitienökätter 1 85.70 ver* weig.20Thlr. 106.30 106.50 Amtsgerichtsbezirken !• I', Vormittags des 50 Mk. 1) Weggeld w zu Westgeld !L Buf. 330M5 Feuilleton Er liebt mich 101.50 96.50 95.20 101.50 101.50 96.30 100.10 101.50 Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- vorm. 10 Uhr. 40 40 30 20 15 10 5 5 5 10 15 15 10 10 10 10 10 10 10 99.35 67.40 100.55 100.40 86.70 57.25 64.95 94.15 93.20 85.10 Be- be- 9090 94 00 7900 80 00 43300 21850 163.70 156 OO 9900 181.00 154.00 8990 67.80 100.40 100.80 87.50 57.50 65 20 95.- 94.50 Wir beauftragen Sie hierdurch, die betreffenden Personen :u den Terminen vorzuladen und wie geschehen unter Angabe der Namen der Vorgeladenen anzuzeigen oder zu berichten, daß Niemand vorzuladen war. Halten sich derartige Personen auswärts auf, so wollen Sie deren Aufenthaltsort angeben. v. Gagern. Hospitanten ausgenommen werden. In der oberen Klaffe können nur junge Leute mit den entsprechenden Vorkenntniffen, namentlich solche, welche die untere Claffe mit Erfolg besucht haben, Ausnahme finden. Der Unterricht findet im Anschluß an eine gute Lehrmittelsammlung statt, welche im vergangenen Jahre wesentlich vergrößert worden ist. Die Schüler werden auch außerhalb der Schulstunden von den Anstaltslehrern beaufsichtigt und in ihren Privatwohnungen von denselben besucht. Gegen Ende März findet der Schluß des Cursus mit einer öffentlichen Prüfung statt. Das Schulgeld beträgt 25 JC. Anmeldungen und speciellere Anfragen find an den Vorstand der Schule Großh. Landwirthschaftslehrer Herrn Leithi- ger in Alsfeld zu richten, welcher auch in Betreff der Unterbringung der Schüler in Privathäusern nähere Auskunft ertheilt und behilflich ist- Alsfeld, den 8. September 1890. Der Aufsichtsrath der landw. Winterschule zu Alsfeld: v. Grolman. Gießen, den 25. September 1890. Betr.: Obstausstellung und Obstmarkt. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien de- Kreise-. In der Zeit vom 2. bis 8. October findet in Friedberg eine Obstausstellung mit Obstmarkt statt. Wir machen Sie im Jntereffe des Obstbaues aufmerksam aus diese Unternehmungen und erwarten, daß Sie die Beschickung der Ausstellung wie namentlich des Marktes, für den bedeutendere Bestellungen eingelaufen sind, kräftig unterstützen. Namentlich wird es sich empfehlen für Collektivausstellung von Gemeindeobst Sorge tragen wollen, um größere Sorten-Kenntniß zu erlangen. Hervorragende Leistungen werden durch Ehrendiplome anerkannt werden. ötertellätjvigec Monnemcutwetoti 2 Mark 20 Pfg. mV Bringerlohn. Durch die Post bezoH« 2 Mark 50 Ps«. Nedactton, ExpedAt» und Druckerei: -chntstrnte Fernsprecher 51. do. Duxer Gold Gold (Salrki Wtf Silber wein . ft ®lmb. ÖÄ kannt machen lasten. Jede nähere Auskunft ertheilt die Geschäftsstelle Wetterauer Obstbauvereins. v. Gagern. Alle Ännoncen-Bureaux des In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegen. „Er meint es so gut mit mir, Bater! und wird mich gewiß glücklich machen." 4) 5) 6) 7) 8) 9) 10) 11) 12) 13) 14) 15) 16) 17) 18) 19) 20) U Hchner . bürget . . ' dl . . ' Üttelmeer ' Müller Zimmer von Ltch Heim. Pauli VII. von Langsdorf Bürgermeister Bopp von Bellersheim Christian Rau von Ltch Philipp Zimmermann von Ltch, Christian Heller von Lick, Balth. Weller II. von Wteseck, Joh. Haas von Burkhardsfelden Gg. Ludwig Schwab von Mockstadt, Preis Wtlh. Gorr von Münzenberg, „ Aug. Wolf von Beistaot, „ Moritz Jäger von Trais Münzenberg Gg. Leopard von Melbach Will). Eß von Assenhetm MkgtslhM. stember 1890. ÄtB gar. Goldrecke iltener Recke Merrecke eck HL U4.-1172. 165.501165‘. Landw. Winterschale de- landw. Verein- für die Provinz Oberheffen zu Al-feld betr. 4 Die landw. Winterschule zu Alsfeld wird den Unterricht in beiden Klasten Montag den 27. October l. I., Vormittags 10 Uhr, beginnen. Der Unterricht wird von zwei Landwirthfchaftslehrern und vier Hilfslehrern nach dem von der Großh. Oberen landw. Behörde vorgeschriebenen Normalplan ertheilt. In der unteren Klasse werden dementsprechend hauptsächlich die allgemeinen Bildungüsächer und Naturwissenschaften mit Rücksicht auf die Landwirthschast, in der oberen Klasse vorzugweise rein landw. Disciplinen als: Ackerbau (Düngerlehre), Viehzucht (Fütterungslehre), Betriebslehre, Buchführung, Obstbau-, Feldmessen, Molkereiwesen rc neben den Naturwissenschaften gelehrt. Ausnahmsfähig sind junge Leute, welche die Volksschule mit Erfolg besucht haben, z. Z. ohne besondere Prüfung, im Alter von 14—20 Jahren. Aeltere Landwirthe können als ahn Lombarden do. Mit der Ausstellung und dem Markte ist eine Verloosung von zweckdienlichen Geräthschasten und Bäumen verbunden. Für den Vertrieb der Loose, die Ihnen, sofern Sie Obmänner der Lokakvereine sind, zugeschickt wurden, wollen Sie sich bemühen, und den Empfang der Loose durch Absendung beigegebener Empfangsbescheinigung bestätigen und die nicht abge< setzten Loose bis 30. September an die Verloosungscommission zurückschicken, um sie während der Ausstellung hier noch werthen zu können. Die Einladung zu zahlreicher Beschickung und zum suche der Ausstellung wollen Sie auf ortsübliche Weife „Ja, ja," erwiderte Herr Schmalmann nach einer neuen kleineren Pause, während welcher er sein Kind nickend angesehen und ihm mit der Hand über die blonden Zöpse gestrichen hatte, „ja, ja, Traudchen, die Jugend ist schön- ich weiß es, o, ich weiß es wohl, beim Deine Mutter war auch schön und so lieb — so lieb! Aber die besten gehen fort, Traudchen, Deine Mutter ist tobt und die Jugend verfliegt wie ein Pfeil. Nach dem hell leuchtenden Tage und der Sonne, der Jngend, kommt die Nacht der Sorge und deö Alters, kommt um so härter und düsterer, je glänzender und glücklicher die Sonne, die Liebe, war. Je größer diese, je drückender jene. Gieb wohl Acht, Kind! Gieb wohl Acht! Wenn dann die Welt mit ihrer ganzen Herbheit, mit ihrer ganzen unglücklichen Gefühllosigkeit Dir gegenübertritt und Du stehst auch fo allein, wie — wie Du mich lassen willst, wenn kein wärmender Strahl mehr an Dein Herz dringt, das so sehr der Wärme bedarf, wie ein Saatkorn der Frühlingssonne, — Traudchen, gieb wohl Acht, daß eö nicht erstarrt, — es wäre Dein Unglück — wie wie es meines wäre, wenn Du gehst." (Fortsetzung folgt.) Bekanntmachung. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß bei der Viehpreisvertheilung in Hungen am 22. September 1890 die nachverzeichneten Viehzüchter für Vorführung von preiswürdigen Thieren die nachstehenden Preise im Ge- sammtbetrage von 995 Mk. erhalten haben. Gießen, den 24. September 1890. Der Director des landwirthschast!. Bezirksvereins Gießen. Jost, Negierungsrath. I. Für Bullen Simmenthaler Ra^e: zu Grünberg; 2) derjenigen aus den in dem Amtsgerichtsbezirk Gießen gelegenen Gemeinden Dienstag brn 7, Oetbr. I. I., Vormittags IO Uhr, in dem Regierungsgebäude (aus dem Brand) zu Gießen; 3) derjenigen aus den in den Amtsgerichtsbezirken Lich und Butzbach gelegenen Gemeinden Mittwoch den 8. Octbr L I., Nachmittags 1 Uhr, in dem Rathhause zu Lich; 4) derjenigen aus den in den Amtsgerichtsbezrrken Hungen, Laubach und Nidda gelegenen Gemeinden Mittwoch den LS. Oetbr. l. I., Nachmittags 1V3 Uhr, in dem Rathhause zu Gg. Bernhäusel von Södel Bürgermeister Conrad von Blofeld Wirtwein von Biebesheim, Der ♦identr Anzeiger erscheint täglich, otr Ausnahme deS MontagS. Die Gießener W»«1tte«ßtäiter »erden dem Anzeiger »Schenklich dreimal beigelegt. Während dieser trat Herr Schmalmann leise und unbemerkt in die Küche. Wie es seine Art war, war er still die Treppe herausgekommen. Müde und abgespannt von den Comptoirstunbeu sehnte er sich nach Ruhe. Da hatte er Geräusch in ber Küche gehört unb war seiner Tochter hierher gefolgt. Als er bie beiben, bie ihn in ihrer Versunkenheit auch jetzt noch nicht bemerkten, so stehen sah, setzte er sich still ans einen umgestülpten Eimer, stützte ben Kopf in bie Hand unb --- weinte. „Um Gotteswillen, Vater!" schrie Traudchen plötzlich aus und lag im nächsten Augenblick vor ihm aus ben Knieen. Herr Schmalmann schluchzte leise aus. Auch ber junge Mann war über diese unerwartete Wendung sehr betreten geworden unb sagte in einem verlegenen Tone'. „Herr Schmalmann, ich bin ein ehrlicher Mensch und wenn Ihnen aus unserer Liebe bisher ein Geheimniß gemacht worben ist, so fügte ich mich in bieser Hinsicht nur bem unbedingten Willen Ihrer Tochter. Aber meine Liebe ist aufrichtig und meine Absichten sind redlich. Ich habe die Ehre, Sie um bie Haub Ihrer Tochter zu bitten. Sie kennen mich ja, Herr Schmalmann, ich bin —" „'s ist gut " sagte Herr Schmalmaim weinenb und in einem so trostlosen, unglücklichen Tone, als ob alle Himmel eingestürzt wären, „'s ist gut. Ich habe keine Tochter mehr, kein Kinb mehr — gut! Jugeub und Jugenblust, Freube um Freube, Hoffnung um Hoffnung nahm mir bie Welt. Nun bin ich alt unb müde — nun geht sie auch, 's ist gut! Gut!" . . Zitternb umsaßte Traubchen mit ihren Armen bie Kmee ihres Vaters unb verbarg ihr Gesicht, weinenb vor Scham unb kinblicher Angst, in ben Rockschößen ihres Vaters. „Nie will ich Dich verlassen, Vater, nie unb nimmer, bis Du mich selbst von Dir stößt. Weine nicht, Vater, Du brichst mir bas Herz. Ich will für Dich arbeiten, für Dich rennen unb laufen Tag unb Nacht, ich will Dich pflegen, wenn Du krank bist, will für Dich sorgen früh unb spät, nur Die Ableistung des Huldigungs. und Verfassungseides seitens der neu aufgenommenen Ortsbürger, sowie derjenigen Großh. Hessischen Untertanen, welche sich, ohne Ortsbürger zu werden, verheiratet haben, soll wie folgt, stattfinden: 1) der Orts- und Hess. Staatsbürger aus den in den Amtsgerichtsbezirken Grünberg und Homberg gelegenen Gemeinden Sam-tag den £. Octbr. l. I,, Vormittags 9 Uhr, in dem Rathhause Gemeinde Nonnenroth Herr v. Oven von Hungen „ Kammer von Bellersheim m. ■aifcen!elö.$)on; I irf, rürfj. A105 / weine nicht so, Vater! Denke an Deine Augen, an Deine lieben alten Augen." „Wir passen nun einmal nicht in bie Welt, Traubchen, nimm Dich in Acht! Man wirb Dir wehe thun, Dich be- leibigen, Dich stoßen unb brücken, brängen unb elenb machen, wie sie mirs getan haben. Verlaß Dich barans, Traudchen! Glaube Deinem Vater!" Traubchen schluchzte leise aus unb sah verstohlen auf Reinholb, ber etwas zur Seite getreten war unb burch baS trübe Küchenfenster hinab in ben Hof sah. Wagäanftatt 266.95 266.10 ke,oom.Meister, ius L Brüning. 285.50 286 60 ^Montanwerke 185.70 185.40 lrt’ «***' «#. S*1** o*6 Der Mann ohne Kopf. Novelle von Woidemar Urban. (Fortsetzung.) Ganz im Gegensatz zu ihren, Worten glühten habet ihre Augen vor Freube unb Glück, unb sie hatte augenscheinlich nicht besonbers viel dagegen einzuwenben, als ber junge Manu, ber rasch in die Küche eintrat, sie ziemlich uncere- moniell umfaßte unb küßte. < Gott steh mir bei," ereiferte sich bas junge Mabchen weiter, „bist Du ein wilber Mann, Reinholb! Weißt Du nicht, was sich schickt? Du bist ja wie ein Packträger, Rem- holb! Unb Du willst ein Musikus fein? Unb noch bazu ein Flötist, ber immer so zart unb fein in bas Orchester hiiieinflötel? Herr Gott, wenn bas ber Vater wüßte!" „Unb wer ist schulb baran, baß er nicht schon längst alles weiß? Muß er es nicht einmal boch erfahren? Was kann bie Heimlichthuerei helfen? Traubchen, Du thust immer, als wenn Du bie Tugend in Generalpacht hättest unb boch machst Du hinter bem Rücken bes Vaters solche Geschichten —" „Ich mache Geschichten? Ich, Reinholb? Na, bei hört aber boch alles auf!" „Sei nur still, ich ober Du, bas ist hier ganz gleich- aiüig; bie Hauptsache ist, baß es viel richtiger ist, wir treten vor Deinen Vater hin unb sagen ihm, baß wir uns heirathen wollen, richtig wie Frau unb Mann, wie es ber Welt Lauf ist. Das ist vernünftig, das ist tugendhaft unb ehrlich. Sei nur still, Traubchen, ich habe Zulage bekommen. Ich bekomme vom ersten October ab neunzig Mark pro Monat. Davon können wir leben unb bet Himmel hilft uns weiter." „Wirklich, Reinholb, wirklich unb wahrhaftig?" Wieder fielen sich die beiden glücklichen jungen Leute in die Arme und so entstand eine bedenklich lange Pause. iber SahvAci» Bahn-Act- ■ Nordost West L-M-M-iw Mne-Msntan tscheGnmdschld^ Sk-Psandbr. . )o...... !)ein.Hyp.-Brnk- stsandbr. . . . totnger SßfanMr. jofe .... 1106.50 luv.w inburger Loose. 131.20 -— ^.MindnLoose 1138.10 138,20 reßener Anzeiger Kenerat-Unzeiger ;et Amtlicher Thell. Gießen, den 25. September 1890. Betr.: Die Ausnahme der taubstummen Kinder in die Taubstummenanstalten des Landes. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Ort-schulvorsiände deö Kreise-. Diejenigen von Ihnen, welche unserer Auflage noch nicht entsprochen haben, erinnern wir hierdurch an alsbaldige Erledigung unseres Ausfchreibens vom 19. August l.J (Anzeigeblatt Nr. 194 und 195) ______________0. Gagern._____ Gießen, am 22. September 1890. Betr.: Die Ableistung des Huldigungs- und Verfassungseides. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an di« Grasch. Bürgermeisterei«« de» «reise». s 173'5 s 9) 10) 11) II. Für Kühe und Ninder Simmenthaler Ra?e: N Zus. 200 Mk. 30 20 15 15 15 15 10 10 10 Paul Köchler von Ltch Köhler von Eberstadt Hetnr. Fendt von Hungen C. Schäfer von Langsdorf H. Kneip von Langsdorf u für /Kühe für 1 Kuh Herr Christian Seibert von Hungen Bürgermeister Bopp von Bellersheim Gg. Hahn von Bellersheim Earl Heller von Lich Gg. Reitz von Inheiden v. Oven von Hungen für Collection 36 W. 30 „ III. Für Kühe und Rinder Vogelsberger Raye: 1) Zuchlgenossenschaft Grünberg für Collection, 11 Stück 100 Mk. 2) Herr Walther von Ober-Bessingen für 2 Kühe 15 „ IV. Außerhalb des Kreises Gießen: 1) Herr Wilh. Strauch von Borsdorf 15 „ Simn-enthaler Ra?e, 2) Zuchtgenossenschaft Büdingen für Collection, 8 Stück 50 „ Simmenthaler Raye. ____________ Zus. 180 Mk. V. Für Rinder Simmenthaler Ra-e: 1) Herr Heinr. Seibert von Hungen für 1 Stück 2) „ H. Fendt von Hungen „ 3) „ Jacob Heller von Ltch „ 4) „ Herm. Petri von Lich „ 5) „ Ernst Heinrich von Langsdorf 6) „ H. Döpfer von Röthges 7) „ Wilh. Velten von Steinheim 8) „ Verwalter Steeg von Rtngelshausen für 2 Stück 9) „ Wilh. Hofmann von Rabertshausen für 1 Stück 10) „ Otto Bopp von Bellersheim „ 11) „ Otto Reusel von Bellersheim für 2 Stück 12) „ Ph. Zimmermann von Ltch für 1 Stück 13) „ Christian Heller II. von Lich „ 14) „ Letdner von Villingen „ 15) „ Louis Henk von Langd „ 16) „ Peter Scharmann von Steinhetm 17) „ Carl Schmidt V. von Hungen 18) „ Verwalter Fleckenftetn von Friedrtchshütte 19) „ Peter Dietz von Lich 20) „ Heinr. Kneip von Langsdorf 21) „ Joh. Meckel von Röthges 25 Mk. 20 „ 20 „ 20 „ 15 „ 15 „ 15 „ 20 „ 15 „ 10 ,, 15 „ 10 „ 10 „ 10 „ W „ 5 „ 5 „ 5 " 5 " 5 : Bekanntmachung, die Faselschau zu Hungen am 22. September 1890 betr. Bei der am 22. l. M. zu Hungen abgehaltenen öffentlichen Faselschau sind die nachstehend verzeichneten Thiere für VI. Für Rinder Vogelsberger Ra§e: 1) Herr Joh. Keil XV. von Ettingshausen 10 Mk. 2) „ velnr. Walter von Ettingshausen „ 10 „ 3) „ Wilhelm Emmel von Wohnbach für 1 Stück 5 „ Vogelsberger Rare. ____________ Zus. 285 Mk. Die Prämiirungs-Commission: Köhler, Bürgermeister. Erb. Wolf. Eberhard. Faul stich. Lang. Bekanntmachung.' Wiutereursu» 1890/91 der Ackerbauschule deS landwirthschaftlichen Verein- für die Provinz Oberheffeu zu zriedberg. Der diesmalige Wint-rcursus hiesiger Ackerbauschule beginnt Montag den 3. November und schließt gegen Ende März. Der Unterricht, welcher durch einen von Großh. Regierung vorgeschriebenen Plan geregelt ist, erstreckt sich aus allgemeine Schulfächer, Naturkunde und Landwirthschastslehre. Er wird von zwei Landwirthschastslehrern, einem seminaristisch gebildeten Hauptlehrer und mehreren Hülsslehrern erthetlt Die nöthige Anschauung bieten die reichen, alljährlich ergänzten Lehrmittel der Anstalt, sowie Ausflüge nach Gutswirthschaften uno gewerblichen Anlagen. Der Lehrplan unserer Ackerbauschule ist aus zwei Winter berechnet und dementsprechend um- faßt dieselbe zwei Klaffen. Ausnahmsfähig sind alle unbescholtenen jungen Leute, welche die Volksschule mit gutem Erfolge durchgemacht haben und einige Kenntniß von der prattischen Landwirthschaft besitzen. In die obere Klaffe werden nur solche Schüler ausgenommen, welche bereits die untere Klaffe einer landwirthschastlichen Winterschule mit Ersolg besucht, oder sich anderweitig die für die Oberklaffe nöthigen Kenntnisse angeeignet haben. Die Neuangemeldeten haben ein Zeugniß ihrer Bürgermeisterei über unbescholtenen Lebenswandel beizubringen. Das Schulgeld beträgt für eine jede der beiden Klaffen 20 er mochte es mit dem lüderlichen Herumziehen der ehemaligen Stammesgenossen nicht vertauschen. Er schrie daher um Hülse und widersetzte sich der Entführung, weshalb die Bande sich aus dem Staube machte. N. Dudenroth, 26. September. In den letzten Tagen haben in unserem geschützten kleinen Thale Obstversteigeruu- gen auf dem Stamme stattgefunden. Die Preise sind dabei sehr niedrig geblieben. Während man sonst hört, daß die Preise von Mostobst ungefähr 6—7 Mark und etwas besser per Malter und die gebrochenen Sorten etwa 10 Mark betragen, bleiben die Preise bei uns weit darunter. Allerdings kommt hier noch die Auslage für Abmachen und Heimbringen hinzu. Alle Obstsorten sehen sehr schön aus; bei dem prächtigen Welter sollte man jedoch mit dem Ernten noch langsam thun, weil die Baumsrüchte mit jedem Tage ersichtlich an Qualität gewinnen. Nach dem hohen Barometerstände zu urtheilen haben wir immer noch aus trockenes warmes Wetter zu rechnen, welches allen Obstsorten sehr zu statten kommen muß. §§ Ruppertsburg, 26. September. Unserem reizend gelegenen Dorfe steht eine Neuerung bevor, um die uns manche große Stadt beneiden dürfte, nämlich: eine electrische Beleuchtung. Dieser Tage war der Herr Bergwerks- Director hier, welchem auch die nur 20 Minuten von uns entfernte Friedrichs Hütte untersteht. Aus der Friedrichs- Hütte aber, wird unverzüglich eine electrische Beleuchtung eingerichtet und von dieser einen Strang hierher zu legen, macht weder große Mühe, noch besondere Kosten. Wir stehen also unmittelbar vor der Verwirklichung des Projectes und damit dürste Ruppertsburg eines der ersten ländlichen Dörfer, wahrscheinlich das erste 'in Deutschland sein, welches electrisch beleuchtet wird. — Von der Friedrichshütte führt ein Schienenstrang hier vorbei nach der Station Villingen der Laubach- Hungener Bahn. Die Waggons werden aber von Pferden gezogen. Jetzt fangen unsere Mitbürger an, einzusehen, daß es unrichtig war, sich gegen die Bahn zu sträuben, denn sie hätte unsere schönen Aecker nicht verdorben, wie oft behauptet wird. Veraschtes. *△ Mainz, 26. September. In der letzten Decanats- synode des evangelischen Decanats Mainz wurde der einstimmige Beschluß gefaßt, durch Vermittelung der vorgesetzten kirchlichen Behörden die Großherzogliche Staatsregierung zu ersuchen, baldthunlichst eine Revision der landesgesetzlichen Bestimmungen über die religiöse Erziehung der Kind er aus gemischten Ehen vorzunehmen, in dem neuen Entwurf aber nach dem Vorgänge der preußischen Gesetzgebung eine Bestimmung einzufügen, durch welche die Nichtigkeit der vor oder bei der Eingehung einer Ehe in irgend welcher Form geschlossenen Verträge über Kindererziehung ausgesprochen wird. — In der Synode wurde sehr über mangelhafte Handhabung der äußeren Sonntagsfeier und über Lauheit 'und 9LOck>giebigkeit der Evangelischen in den gemischten Ehen geklagt. ___________ Mey's Stoffkragen, Manschetten und Vorhemdchen, aus starkem pergamentähnlichen Papier gefertigt und mit leinen- ähnlichem Webstoff überzogen, sehen ganz wie Letnenwäsche aus. Mey'S Stoffkragen übertreffen die Leinenkragen dadurch, daß sie niemals kratzen oder reiben, wie es schlecht gebügelte Leinenkragen stets thun. Mey'S StoffwLsche steht in Bezug auf Schnitt und bequemes Passen trotz außerordentlicher Billigkeit unerreicht da. Sie kostet kaum mehr als das Waschlohn leinener Wäsche und beseitigt doch sowohl alle Differenzen mit der Wäscherin, als auch den Aerger der Hausfrau über die beim Waschen oder Plätten verdorbene Leinenwäsche. Mey's Stoffkragen sind ganz besonders practisch für Knaben jeden Alters. Auf Reisen ist MeyS StoffwLsche die bequemste, weil bei ihr das Mttsühren her benutzten Wäsche fortfällt. Mey'S StoffwLsche wird fast in jeder Stadt von durch Plakate kenntlichen Geschaffen verkauft, welche auch von Zeit zu Zett durch Annoncen in dieser Zeitung namhaft gemacht werden. Sollten dem Leser diese Verkaufsstellen unbekannt sein, so wolle er sich an das Bersandt-GeschLft Mey & Edlich in Leipzig Plagwitz wenden, welches auf Verlangen auch das Pretsoerzeichnttz über Mey'S StoffwLsche unberechnet und portofrei versendet. 7igg Zu haben bei J. M. Schulhof. 852 m Ueberwintern von Blumen, für Wein- und Mtlchkeller, Vorrathsraume, Speicher, gegen Erfrieren, zum Austrocknen, für Bienenstöcke, Geflügelhaufer, Corridore, Garderoben, Closets u. dergl. ist der mit goldenen u. Staatsmed. prämttrte tragbare, ohne Schornstein rauch- und geruchlos brennende Carbon-Netron-Ofen einzig. Man -erlang- gratis Prosper, durch bk C°rb°n-N°tr°n-Heiz-Ci-, Dresden. 7^3 verkehr, Land- unö volkswirthschaft. „ , — verbilligend- Gütertarife. Einer Angabe der yuuf- V \ÖA n>,cr6en voraussichtlich mit Neujahr neue (verbilligende) Gütertarife eintreten, einerfeits auf den bayerischen StaatS- bahnen, anDercrKit§ auf den sächsischen Staatsbahnen, in den Di- rcctions-Bczirken Elberfeld, KSln linksrheinisch und rechlSrheinisch, aus den.Bahnen der BetriebSämkr Franksurt und Wiesbaden, auf den Pmlzischen Bahnen, der Main-Neckar-Bahn, der Hessischen Ludwigsbahn, aus den Umschiag-plätzen Frar.kfur,, Kassel, Ludwigshafen, Ma n, und Mannheim. Der Zellpunkt für Einführung eines neuen Tarifs nach Württemberg, «ade» und den Reichstanden ist noch nicht zu bestimmen. Willi" und die allein form ■ Banmwol Touristen-Heu Baumwolle rc.rc. empßch 7780 X M n.Ueb 7746 7072 sowie A in kürzester \ Zu offerire Wie ba «e,®1 h G?i 'Ne g 3ut * *4?! * too Steh.-.fleh» Bei A11 'Hschle mein großes L Jag in vorzüglicher Auswahl Ganz besonders er «nübettwffenen Ä ArUvt, welche zu' ihre 9;‘ ntfe" ihn "Eriche ko§ «*»»?•* fort, ln8 '-hl NM und be *n und "'■ Er sch 'M9en en- Die ^BreifP r 9?U: man fonJ. JinJ* dabei -7 Mark h ' b°6 bie ** * as :ä*Uunn“6e?ff6erbm98 n"9m -A?UL;: •rte?Lhene^aw®etter en Zu [tatten kommen Unserem reizend ge- » um bie uns manche QmIlcb\ eine electrische lt,ar der Herr Bergwerks- e nur 20 Minuten von uns ltcrsteht. ^ Aus der Friedrichs- lc electrUe Beleuchtung ein- tranz hierher zu legen, macht ere Kosten. Wir stehen also ung des Projektes und damit ersten ländlichen Dörfer, wahr- nd sein, welches electrisch be- edrichshütte sühn ein Schienen- itation Mingen der Laubach- ns werden aber von Pserden Mitbürger an, einzusehen, -aß ' Bahn zu fträuben, beim sie t Derborben, wie oft behauptet hier. . In der letzten Decanats- wts Mainz wurde der ein- Vermittelung der vorgesetzten rzogiiche Staatsregierung zu Vision bet landesgesetzlichen ' e Erziehung derKinder nehmen, in dem neuen ßntnnirf reuMn Gesetzgebung eine oelche die Nichtigkeit der vor he in irgend welcher Form indererziehung ausgesprochen sehr über mangelhafte Hand- cicr und über Lauheit und । in den gemischten Eben WWW' X, , ,i6 beste and set ** 8 852 i ! 7?olk^' Ävgab-,^ iö 4 , Mjflctit (ö5: ; 'ÄÄ rAs»' M und e^8 ichrttm und B°rhM-°, 7ier aeferliflt und mit temen- asm wie Letnenwäsche aus. ® u. 9-inenkragen dadurch, da» :n9^Ä=«-ftte",,a8,n M>ug;us«db,G.^ BiUJ9 ‘.r S* M,IW 6n te»1 ®al®'4 6tn A-lg-r ,.w Ä« uS’"T,«"S onsendet-__ Gutes Passen. ■?» eleganter, moderner Herren- und Knaben S / । £> eleganter, nn unter Sager w _____U H VVIVU'WHV^* wieder auf das Reichhaltigste 61 Meyerhoff & Goslar Ä 7518 Prima i$ÄÄSefc Meine» Ausverkauf lebendfrische Schellfische, H* Rübsamen 7780 X JB Pfeffer 7746 und Schwächliche. 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Der Kaiser hat dem Regierungspräsidenten von Dich in Merseburg unter dem Ausdruck herzlicher Anthezlnahme 5000 M. zur Linderung der drückendsten Roth in der von den Ueber- schwemmungen hcimgesuchten Elbeniederung telegraphisch uber- wiescm^gtei(j&ganäeigerz/ „klärt gegenüber verschiedenen Versuchen in der Presse, das volle Inkrafttreten deS Jnvali- ditäts. und Altersversicherungsgcsetzes zu hintertreiben oder zu verzögern, daß es sich schon mit Sicherheit feslstellen lasse, daß die Inkraftsetzung mit dem ersten Januar 1891, dem von vornherein in Aussicht genommenen Zeitpunkte, erfolgen werbe. Von einer Absicht, den Zeitpunkt hinauszuschieben, kann keine Rede sein. In Betreff Helgolands dürste dem Reichstage bald nach seinem Zusammentritt eine Vorlage unterbreitet werden, die sich auf den Anschluß der Insel an das Reich bezieht und wahrscheinlich den Vorschlag machen dürste, die ^ynsel dem preußischen Gebiete einzugliedern, d. h. mit Schleswig-Holstein 'U verbinden, wohin, wenn auch in anderer Form, die Insel früher gehörte. Ueber weitere Rechtsverhältnisse der Einwohner wird man sich hierbei zu verständigen haben, und zwar an der Hand der Verbindlichkeiten, welche Deutschland bei der Abtretung der Insel England gegenüber eingegangen ist. Diese Regelung würde Vereinbarungen entsprechen, welche zwischen den verbündeten Regierungen getroffen worden sind. Als besonderes Reichsland kann die Insel Helgoland schon wegen ihrer geringen Größe nicht organisirt werden. Die zweite öffentliche Versammlung des in Stuttgart tagenden evangelischen Bundes hat im Altschluß an den Vortrag des Prosessors Beyschlag über die Resormation und die sociale Frage eine Resolution angenommen, in welcher sie sich zu der Ueberzeugung bekennt, daß nur durch die im Principe der Resormation liegenden geistigen und sittlichen Mächte die christliche Gesellschaftsresorm herbeigesührt und der Socialts- mus überwunden werden könne. — Auf ein Huldigungstelegramm des evangelischen Bundes haben der König und die Königin von Württemberg in einem Dankschreiben die Ueberzeugung ausgesprochen, daß die Ueberwindung der soeialen Nothstände unserer Zeit und Förderung wahren Volkswohles nur auf kirchlichem Boden möglich ist, und ihr aufrichtiges Interesse für die Berathungen des evangelischen Bundes versichert. Die Wahlen zum niederösterreichischen Landtage weisen für die deutschliberale Partei schwere Verluste auf. Bei den in den Landgemeinden vorgenommenen Wahlen zum niederösterreichischen Landtage wurden insgesammt 5 Liberale und 15 Conservative gewählt. Die Liberalen haben vier Sitze verloren. Wie man in fast allen französischen Zeitungen lesen kann, 1 sind die Franzosen nachträglich über die Erfolge ihrer großen Manöver gar nicht so sehr erbaut. So sollen in Bezug aus die Verpflegung der Mannschaften und Pferde sich alle Anordnungen als unzugänglich erwiesen haben. Ebenso hätte sich bei den Manövern nach dem Berichte der Jnspeetions- ossiziere gezeigt, daß eine große Anzahl Osfiziere geistig und körperlich den Manöveranstrengungen nicht gewachsen seien. Dringend wird daher eine Verjüngung des Offiziersstandes gefordert. — Der französische Minister des Aeußeren Ribot hat in der Beantwortung einer Anfrage der Handelskammer in Bordeaux betreffs der Mae Kinley-Bill hervorgehoben, die Regierung wolle, wenn möglich, einen Zollkampf mit Amerika vermeiden. Es sei Sache des Parlaments, sich über etwaige dieser Bill gegenüber zu ergreifende Maßnahmen auszusprechen. Er hege die Hoffnung, daß eine gerechte Regelung der schwebenden Schwierigkeiten möglich sein werde. Zu der Gewerkvereinsbewegung in England und Neusee- -land liegen folgende Meldungen vor: Die Union-Darnps- schiffsgesellschaft zu Southampton ist fest entschlossen, sich vom Gewerkverein der Seeleute und Heizer unabhängig zu machen. Dieser Tage sollte der Heuerungsvertrag der Besatzung des Dampsers „Durban" unterzeichnet werden. Als sich die Leute meldeten, sagte man ihnen, daß man ihrer nicht bedürfe. In Southampton ist man in Folge dessen der Ansicht, daß die Gesellschaft in Zukunft Ausländer engagiren wird. Wie der Berichterstatter der „Temps" in Hamburg meldet, sind von dort schon 45 keinem Gewerkverein angehörende Seeleute nach England abgereist. Der schweizerische Bundesrath hat zum 24. September je 9 der hervorragendsten Parteiführer der eonservativen und der liberalen Partei im revolutionären Canton Tessin zu einer Conserenz einberufen, in welcher unter seiner Vermittelung eine Verständigung zwischen beiden Parteien erzielt werden soll. Gleichzeitig theilte der Bundesrath dem Com- missar Kuenzli mit, daß er zur Zeit noch nicht in der Lage sei, über die Frage der Wiederübernahme der Regierungsgewalt im Tessin durch den Staatsrath zu entscheiden. vermischtes. Darmstadt, 26. September. Das am 26. ausgegebene Großh. Regierungsblatt Nr. 35 hat folgenden Inhalt: Bekanntmachung, betr. den Bau von Nebenbahnen. Nachdem Se. Kgl. Hoheit der Großh erzog zu genehmigen geruht haben, daß die in Darmstadt bestehende Großh. Baubehörde für Nebenbahnen, unter Beschränkung ihres Wirkungskreises auf die Leitung der in der Provinz Starkenburg auszuführenden Nebenbahnbauten fortan die Benennung: „Großh. Baubehörde für Nebenbahnen in Starkenburg" führe, und daß zur Leitung der Nebenbahnbauten in den Provinzen simaiwiiw iüä Oberhessen und Rheinhessen vorübergehend zwei weitere Baubehörden mit dem Sitz in Gießen bezw. Mainz errichtet werden, welche die Benennung: „Großh. Baubehörde für Nebenbahnen in Oberhessen" bezw. „Großh. Baubehörde für Nebenbahnen in Rheinhessen" zu führen haben, so wird dies hierdurch mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Großh. Baubehörde für Nebenbahnen in Oberhessen am 10. September d. I. in Wirksamkeit getreten ist, und die Großh. Baubehörde für Nebenbahnen in Rheinhessen am 1. Oetober d. I. in Wirksamkeit treten wird. Literatur und Aunft. — Von btr beliebten Familienzeltschrift „Universum" ließt das dritte Heft des siebenten Jahrganges vor, bet dem wohl zunächst die reiche illustrative Ausstattung ins Auge fällt. Wir heben nur zwei der Bilder besonders hervor: den Lichtdruck „Jagd auf Feldhühner" nach dem Gemälde von Haus Dahl und das große, überdoppelseitige, prachtvolle Holzschnittbild „Salome mit dem .Haupte Johannes des Täufers" nach dem Gemälde von G. Papperitz. Beides ind wirkliche Musterleistungen, wie wir deren in gle'cher Vollendung kaum sonstwo begegnet sind. Dem illustrativen Theil ebmbuittß ist der textliche. Za dem gioßen Roman „Dombrowsky" von Ernst Eckstein und der fein humoristischen Novelle „Das Pedigree der Buttelfrau" von Eufemia Gl äfin Ballestrem kommt noch eine siffeluoe Novelette „Hardens Gefchichte" von Hanns von Spielberg und eine Reihe populärer, anziehender Artikel. Die zeitgeschichtliche Rundschau bietet u. a. eine Abbildung des vom russischen Kaiser an den deutschen Reichskanzler von Caprivi verliehenen Andreasordens nebst einer Beschreibung desselben. Die letztere schließt mit einer merkwürdigen Analogie: Der erste Ritter des Andreasordens war — wie letzt der jüngste — ein hoher Militär und hervorragender Politiker: G.as Feodor Alexejwttfch Golowin, russischer Feldmarschall, Generaladmiral und Minister der auswärtigen Angelegenheiten (g-.storben 20. August 1706). Derfefcr, Land, unö r>olf»u>irtbfd>ap — Der Absatzzusammenstellbarer Fahrscheinhefte hat im Jahre 1889, bis zu welchem die bez. stattsttschen Erm ne mißen reichen die Höhe von 383661 Siück erreicht. Hiervon enlfuUtn 11599'auf die' I., 190281 auf die II. und 181784 auf dre IN. Klass-. 118730 Hefte betrafen Reisen für (Sntiernunjen von 1001 bis 1500 km, 105178 Hefte für Entfernungen von 701 dis 1000 km, 58144 Hefte für Entfernungen von 1501 bis 2000 km und 47 2bO Hefte über 2080 km. Die Gesammteinnahme beziffert sich auf 21433246 X, woran 1623926 X auf die I., 13702046 X auf die II. und 6107256 X auf die III. Klasse entfallen. Nachdem dieses Fahrkartenfvstem im Jahre 1890 eine wcsentliche Erleichterung dadurch erfahren hat, daß die Bedingung der Rundreise fallen gelassen worden ist, wird sich voraussichtlich ein weit stärkerer Verkehr entwickeln Da im Jahre 1889 die schweizerischen Transportanstalten unb 1890 die dänischen, schwedischen und norwegischen Eisenbahnen v> die Reihe der am Rundreiseverkehr betheiligten Verwaltungen eingetreten find, umfaßt derselbe nunmehr das Gebiet von Trondbjeue bis zur Adria und von Memel bis Genf bezw. Vlissingen und Ostende. Eine bedeutende Erweiterung steht für das Vereinsrundreifenetz in Kurze durch den Beitritt der französischen Bahnen zu erwarten. Die Schwierigkeiten, welche sich dem Vorhaben noch entgegeniteUen, da das bereits bestehende französische System der zusaminrnstellbaren Fahrscheinhefte sich mit dem deutschen nicht deckt, werden voraussichtlich bald überwunden sein. , _ ——aa AtthesMt Eisenbahnen. Kieslieferung. Die Lieferung von 3C0 cbm Lahnkies soll im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden und sind die bezüglichen Bedingungen im Bureau des unterzeichneten Eifenbahnbaumeislers von heute ab zur Einsicht offen gelegt. Schriftliche Angebote sind eben dahin bis -um Eröffnungstermin Montag den 29. d. M., Vormittags 11 Uhr, abzugeben. Gießen, den 23. September 1890. Roth, 7934 Großh Eifendahnbaumeister. Arbeitsversteigerung. Mittwoch den 1. Oetober er , Vormittags 9 Uhr sollen im alten Rathhause versteigert werdin: veranschlagt zu Maurerarbeit «M. 188.— Steinhauerarbeiten „ 880.— Schlosserarbeit „ 72.— Pflasterarbeilen „ 1066.97 Gießen, 26. September 1890. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 7963 Gnauth. Donnerstag den 2. Dcloder, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht erbver- theilungshalber die den Friedrich Lind Eheleuten in Gießen gehörigen Immobilien: Flur I Nr. 326 — 75 Meter Hofraithe in der Katharinengasse, . Flur I Nr. 327 — 31 Meter Hofratthe daselbst öffentlich meistbietei d versteigert werden. Gießen, 26. September 1890. Grobherzogliches Ortsgericht Gießen. B3o«t. 7970 Mobiliar-Dersteige ung. Montag den 29. September, Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich Weserstratze §2 im Hause des Herrn Briefträger T o d wegzugshalber nachbenannte vorzüglich gut erhaltene fast neue Möbel und sonstige Gegenstände, namentl- Kleiderschrönke (1 Ehiffo niere), Eommode Waschschrank Nach tische, vorzügl. Sopha, Stühle, Tisch, «eit- stellen mit und ohne Sprungfedereinlagen, Spiegel, oval mit Golvrah« wen und andere, Küchenschcank mit Glasaufsatz, gutes Küchengeschtrr aller Art 2c- :c. - NB. Eine vorzügliche im besten Zustand befindliche, wenig gebrauchte Singer Nähmaschine. [7872 I. Rothenberger, Ger.-Tax., ßtnbenpl.8. Versteigerung. 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