Kuppet. M gebe sämmtlichi isen ab. Roßhaar bett Preise. Laden, Lettenlager u- f. w.), find billiß Lotz, ladt 11. ügihlicheu Statten, Ma, i6enltn r*ntt i Herrn Psarm Nun- k nte MnbWmtn. 81 i u5 7' gl!1 77* Aldrttk Hfrj* öng. herzlicher Theil- Verluste sagen Dank. jet fa* s fielt* Nf. 199. Donnerstag den 23. August 1390 Der Kkteirer Anzeiger erscheint täglich, ®it Ausnahme deS MontagS. Die Gießener N««itte»»kLtier »erden dem Anzeiger 4»Hchmtlich dreimal deigelegt. Kenerat-Unzeiger. O- vierteljähriger AVounementsprel»! 2 Mack 20 Pfg. mh Bringerloha. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaktion, Txpedtti» und Druckerei: AchntstrateAr.Z. Fernsprecher 51. Aintr* und Anzrigrdlntt fite den Ktels Greben. Hratisbeikage: Hießener KamilimKlätt« Alle Annoncen-Bureaux des In» und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgege«. Lnvahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Amtliche* Shell. Bekanntmachung, Schastäude zu Lang-Göns betreffend. Unter der Heerde des Schäfers Konrad Boller zu Lang-Göns ist der Ausbruch der Räude festgestellt worden. Die Heerde des Schäfers Groß haus daselbst ist, weil sie mit der verseuchten Heerde in Berührung kam, der Ansteckung verdächtig. Wir haben deßhalb die Sperre der Gemarkung Lang-Göns, sowie weiter verfügt, daß die beiden Heerden von einander scharf getrennt zu halten sind und nur die einer jeden von der Großh. Bürgermeisterei angewiesene besondere Weidefläche benutzen dürfen. Gestattet ist die Ausfuhr von Schafen nur zur sofortigen Abschlachtung und nur mit unserer jedesmal einzuholenden besonderen Erlaubniß. Zuwiderhandlungen unterliegen der gesetzlichen Strafe. Gießen, am 26. August 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. 33.: Jost, Regierungsrath. Bekanntmachung. Unter der Schafheerde zu St ein he im ist der Ausbruch der Räude festgestellt worden, weshalb wir die Sperre der Gemarkung Steinheim verfügt haben. Gestattet ist die Ausfuhr von Schafen nur zur sofortigen Abschlachtung und nur mit unserer jedesmaligen besonderen Erlaubniß. Zuwiderhandlungen unterliegen der gesetzlichen Strafe. Gießen, den 26. August 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Jost, Regierungsrath. Bekanntmachung. Die Maul- und Klauenseuche zu Ebsdorf, Kreis Marburg, ist erloschen, der ganze Kreis Marburg ist nunmehr wieder seuchenfrei. Gießen, den 23. August 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Jost, Regierungsrath. Bekanntmachung. Der landwirthschaftliche Bezirksverein des Kreises Gießen wird Montag den 22. September 1890 in Hungen auf dem Viehmarktsplatze eine Ausstellung von Zuchtvieh, verbunden mit einer Viehpreisverthellung veranstalten. An derselben können sich alle im Kreise Gießen wohnenden Viehzüchter mit ihren Zuchtthieren mit Ausnahme der Viehhändler betheiligen. Prämien werden nur für Zuchtthiere der Vogelsberger Raffe (Reinzucht) und der Simmenthaler Raffe (Reinzucht und Kreuzung) erthellt. , An Geldpreisen hat der landwirthschaftliche Provinzml- verein zur Prämierung von Simmenthaler Vieh 300 und der landwirthschaftliche Bezirksverein zur Prämiirung von Simmenthaler und Vogelsberger Vieh 500 zur Disposition gestellt. Preise werden bewilligt: 1) für Bullen im Alter von einem Jahre und darüber, 2) für Rinder im Alter von einem Jahre ab und für Kühe jeden Alters- Rur preiswürdiges Vieh wird prämiirt. Sämmtliche auszustellende Thiere müssen bis Morgens 9 Uhr auf dem Marktplatz zu, Hungenj aufgetrieben sein. Bullen im Alter von 1V2 und mehr Jahren müssen an einem Nasenring geführt und an demselben aus dem Ausstellungsplatze angebunden werden. Gelegentlich der Thicrschau kann die Ankörung sprungfähiger Bullen durch die Körcommission stattfinden. Es finden daher Gemeinden und Bullenhalter daselbst günstige Gelegen- hett zum Ankauf von Gemeindebullen. Gießen, den 26. August 1890. Der Director des landwirthschastlichen Bezirksvereins Gießen. Jost, Regierungsrath. Bekanntmachung, die Abhaltung landwirthschaftlicher Vorträge betreffend. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Herr Landwirthschaftslehrer Leithiger von Alsfeld 1) Sonntag den 31. August 1890, Nachmittags 2V2 Uhr, einen Vortrag über: landwirth- schastliche Buchführung in dem Locale des Herrn Wirths Konr. Weil III. zu Lang-Göns; 2) Sonntag den 7. September 1890, Nachmittags 2 Uhr, einen Vortrag über: Molkereiwesen im „Rappen" zu Grünberg; 3) Sonntag den 14. September 1890, Nachmittags 2 Uhr, einen Vortrag über: die Trockenlegung der Grundstücke in dem Locale des Herrn Joh. Heiland zu Lich; 4) Sonntag den 21. September 1890, Nachmittags 21/2 Uhr, einen Vortrag über: Molkereiwesen in dem Locale des Herrn Wirths Konr. Weil III. zu Lang-Göns; 5) Sonntag den 28. September 1890, Nachmittags 2 Uhr, einen Vortrag über: landwirth- schastliche Buchführung in dem Gasthofe „Zum Rappen" zu Grünberg; 6) Sonntag den 3. October 1890 - Nachmittags 2 Uhr, einen Vortrag über: Anlage von Gewannwegen in dem Locale des Herrn Joh. Heiland zu Lich halten wird. Alle Mtglieder des landwirthschastlichen Bezirksvereins, der landwirthschastlichen Localvereine und alle Freunde der Landwirthschast werden zu diesen Versammlungen hierdurch ergebenst eingeladen. Die Herren Bürgermeister der Gemeinden, in welchen Vorträge gehalten werden, sowie die der benachbarten Gemeinden werden hierdurch ersucht, auf möglichst zahlreichen Besuch der Versammlung hinzuwirken. Gießen, den 8. August 1890. Der Director des landwirthschastlichen Bezirksvereins Gießen. Jost, Regierungsrath. Lehrer-Conserenz des Conferenz-Bezirks Lich-Hungen: Mittwoch den 3. September, Vormittags 97? Uhr, in Hungen. Lieder: 34. 19. 33. Gießen, den 27. August 1890. Büchner, Schulrath. politische Ueberficht. Gießen, 27. August. Die nun bereits der Geschichte angehörende jüngste Zusammenkunft zwischen Kaiser Wilhelm II. und dem Czaren hat gewissermaßen durch die Verleihung des russischen St. Andreas- ordens erster Klasse an den Reichskanzler v. Caprivi ihre politische Besiegelung erfahren. Offen hebt denn auch die russische „Petersburger Zeitung" die Bedeutung dieser Herrn Feuilleton. Die verlorene Kerle. Novelle von I. Dedekind, Vers, der „Achten-Ltnt". (Fortsetzung.) Die Gräfin schien erweicht, es schimmerte feucht in ihren Augen — und doch verharrte sie in der Abwehr. „Es ist so einfach, lieber Georg, daß Sie den Wendepunkt, der sich Ihnen darbietet, innehalten. Die Fremde, das bewegte Treiben in Paris wird Ihnen den Abschied schon erleichtern. Und Antonie soll in die Gesellschaft eintreten, damit eröffnen sich auch für sie und uns neue Perspectiven, ihr Onkel kann den Zeitpunkt kaum erwarten und sieht sie im Geiste schon als Königin der Balljäle. Erschweren Sie es mir doch nicht/ meinen Entschluß auszuführen. Es thut mir selbst weh, Georg, aber ich denke, Ihnen Nachsicht genug bewiesen zu haben." „Nachsicht! So erbitte ich nicht mehr für heute, gnädigste Gräfin, erhalten Sie uns Ihre Nachsicht! Führen Sie immerhin Antonie den Gefahren entgegen, die ihre Schönheit nothwendig unserer Liebe erwecken wird." „Georg," sagte Toni mit bittenden Augen. „Ich will versuchen, sie nicht zu fürchten, ich will arbeiten, ringen . . . aber nehmt, 0 nehmt mir nicht die letzte Hoffnung. Scheiden wäre Untergang." Antonie legte ihren Kopf an seine Brust und weinte. „Bleib hier, Georg, schütze mich!" „Ich bleibe, Frau Gräfin, ich bleibe!" ries Georg bittend aus. „Nicht um die Welt," antwortete sie rasch und vorwurfsvoll, „das hieße aus alles verzichten. Wenn Sie bleiben, daS verspreche ich Ihnen, so sehen Sie Toni nicht wieder und unser Haus verschließt sich Ihnen für immer. Der Eelat, den ich sorgsam abgewehrt, wäre da und Ihre Zukunft verfehlt. Einen ersten Preis gewinnen und unbenutzt lassen! Unverstand, nur daran zu denken." „Und wenn ich gehe, womit erleichtern Sie mir die Trennung?" „Sie großes Kind! Muß ich denn durchaus Concessionen machen? Nun, so denken Sie so viel an Toni und so lange wie Sie wollen, bleiben Sie ihr immerhin treu." „O, ich sage Ihnen tausendfachen, heißen Dank." „Wofür? Daß ich Ihnen Gedankenfreiheit lasse? Gut, aber nichts darüber, das merken Sie sich! Bis zu Ihrer Rückkehr sind die Brücken zwischen uns abgebrochen. Sie schreiben nicht, nie, hören Sie? Das verlange ich von Ihrer Ehre . . . Auch dediciren Sie keine Lieder oder dergleichen. Keine Blume, kein Blatt fliegt herüber, Sie sind fort !" „Ich zähle zu den Todten, es wird schwer sein, aber ich will es lernen. Und darf ich im Jenseits componiren?" „Das schickt sich wohl nicht anders!" „Und," rief Antonie zwischen Lachen und Weinen, „Deine Melodien fliegen durch die Luft. Dringen sie auch nicht in die Salons, so spielt sie der Drehorgelmann vor der Thür aus der Gasse und ich höre sie gleich heraus und spiele und singe nach, und denke an Dich Tag und Nacht." „Und bleibst mir treu?" „In alle Ewigkeit!" Sie sanken einander in die Arme und hielten sich fest umschlungen. Die Gräfin hinderte sie nicht. Vielleicht war etwas in dem ungewohnten Bilde, das sie ergriff, rührte oder auch nur belustigte. — Und konnte Georg in der That nicht groß werden nnd hohe Ehren über seine Liebe ausgießen? Es war etwas Siegreiches, Königliches in seiner Kunst. Aber es konnte auch anders kommen. Jetzt trennte sie die Liebenden mit zarter Berührung. Georg beugte sich über ihre Hand und küßte sie. „Ich habe hier so viel zu danken," sagte er warm, „daß die Klage darüber verstummt." „Sie sind trotz alledem ein lieber Junge, Jörg, ich möchte, Sie würden ein ganzer Mann." „Und ich möchte, Du bliebest hier," weinte Toni an seinem Halse, „ich habe so große Angst." „Ich komme wieder, gesegne Dich Gott mit Muth und Geduld, mein Tonele!" „Georg, wie habe ich Dich lieb! Ich lasse Dich nicht." Er sah in der Abenddämmerung nicht, wie blaß sie geworden war. Aber ihre Hand in der seinen fühlte sich eiskalt an. Die Gräfin drängte sie auseinander und führte Georg hinaus bis an die Stiege. Aufschluchzend warf sich Antonie am Flügel nieder,- er stand noch offen und die weißen Tasten flimmerten vor ihren Augen. Es dunkelte schon im Zimmer, das Abendroth war zerstoben und die Sonne untergegangen. II. Eine kleine gewählte Gesellschaft deutscher, meistens österreichischer Künstler hatte sich zu ihren Versammlungen ein Zimmer im damaligen Hotel de Douvres, Ecke der Rue de la Paix und des Boulevard des Capucines auserkoren. Die Fenster beherrschten die Aussicht auf beide elegante und sehr belebte, damals im Brennpunkt der Metropole belegenen Gaffen. Es war ein Märzabend, ganz nahe vor Ostern, der Carneval und die Fastenzeit mit ihren verschiedenartigen Gesichtern waren zurückgetreten, um dem kommenden Herrscher, dem nahen Frühling, Platz zu machen. Schon durfte man die Fenster öffnen, um mildere Lüste einzulassen. Die Gasflammen begannen unten aufzuflackern, während das scheidende Tageslicht und die Abendröthe am Himmel zusammenfloffen und die Kaiserstatue aus der Vendomesäule, die damals noch feststand, wie ein zartes Duftgebild hoch oben in der blauen Lust beleuchteten. Es war die beste Stunde des Tages, die nach den Mühen der Arbeit die Ausruhenden mit erquickendem Be-^ v. Caprivi seitens des Czaren zu Theil gewordenen besonderen Auszeichnung hervor und folgert aus dem Vorgänge, daß der leitende deutsche Staatsmann dem russischen Hofe einen angenehmen Eindruck hinterlasse, während Caprivi seinerseits sich in Petersburg von der offenherzigen Friedensliebe Rußland überzeugen konnte. Das Blatt schließt seine Betrachtungen mit der Bemerkung, daß somit augenscheinlich der Boden des friedlichen Zusammenlebens der zwei mächtigen Nachbarn vorbereitet sei! Diese Auffassung von dem politischen Charakter der soeben beendigten Kaiserzusammenkunft deckt sich vollständig mit der Meinung, welche der überwiegende Theil der westeuropäischen Tagespresse von der politischen Tragweite des Ereignisses hegt. Es steht demnach zu erwarten, daß dasselbe eine weitere Klärung und Stärkung der freundlichen officiellen Beziehungen Deutschlands zu Rußland und also eine Vermehrung der schon vorhandenen Friedensgarantien zur Folge haben wird, daß jedoch im übrigen die bisherige europäische Constellation keine wesentliche Veränderung erfahren wird. — Das Abschiedswort: „Aus Wiedersehen !", welches der Czar dem Kaiser Wilhelm bei dessen Abreise von Peterhof zugerufen hat, wird vielfach so gedeutet, daß ein Besuch des russischen Kaiserpaares in Berlin im kommenden Herbste zu erwarten stünde- offenbar handelt es sich hierbei aber zunächst nur um eine Vermuthung. Auf die Fuldaer Bischofseonferenz von voriger Woche ist in dieser Woche die 37. Generalversammlung der deutschen Katholiken in Koblenz gefolgt, welche am Montag mit der Wahl des Vorstandes eröffnet wurde. Zum Präsidenten wählte die Versammlung den Freiherrn v. Buol-Mannheim, zum ersten Vicepräsidenten Dr. Orterer-München, zum zweiten Vicepräsidenten Abgeordneten Dieoen-Trier und zum Ehrenpräsidenten wurde der Abgeordnete August Reichensperger ernannt. Die meisten hervorragenden Persönlichkeiten der Centrumspartei sind anwesend, so die Herren Dr. Windthorst, Schorlemer-Alst, Graf Ballestrem, Freiherr v. Heeremann, Reichensperger und Professor v. Hertling. Auch Bischof Korum von Trier nimmt an den Verhandlungen des Katholikentages Theil. Die von den Domcapiteln zu Posen und Gnesen vor- ^etegte Kandidatenliste zur Neubesetzung des erledigten erzbi- schöstichen Stuhles von Posen Gneseu hat die allerhöchste Genehmigung nicht gefunden und sind die genannten Domcapitel von dieser Entscheidung bereits amtlich benachrichtigt worden. Die Candidatenliste enthält lauter polnische Namen, deren Träger sich zum Theil durch national-polnische Bestrebungen bemerklich gemacht haben und es erscheint daher begreiflich, wenn der Kaiser eine solche Liste nicht genehmigte. Für die Ausstellung einer neuen Candidatenliste ist der Oberpräsident von Posen, Graf von Zedlitz-Trützschler, als königlicher Corn- missar bestellt worden. In der Walhalla bei Regensburg fand am Montag die 'feierliche Einweihung des dem König Ludwig I. von Bayern, dem Schöpfer der Walhalla und Vater des jetzigen Prinz- Regenten Luitpold, errichteten Denkmales statt. Dem erhebenden Acte wohnte eine glänzende Versammlung bei, an ihrer Spritze der Prinz-Regent, welcher in seiner Rede die Feier als einen neuen Beweis der Treue seiner Bayern und des einmüthigen Zusammenwirkens Aller bezeichnete. Der bulgarische Miuisterprästdeut Stambuloff und sein College der Minister Tontscheff, befinden sich zur Zeit aus einer Rundreise durch Ostrumelien. Auf derselben hat Stambuloff insofern einen neuen bemerkenswerthen Erfolg errungen, als es ihm gelang, die beiden einander gegenüberstehenden Parteien der Hauptstadt Philippopel mit einander auszusöhnen. Diese Aussöhnung wird jedenfalls nur dazu beitragen, die Regierung des Fürsten Ferdinand auch in Ostrumelien zu stärken und zu befestigen. Die große Arbeitervereinigung der „Knights of Labour" in Nordamerika scheint nicht mehr so einflußreich zu sein, wie bisher. So hat die Conferenz des Delegirtenverbandes der Eisenbahnbediensteten in Oberindiana beschlossen, der Forderung der „Knights of Labour", im ganzen Gebiete der Newyork- hagen erfüllte und im kleinen, vertrauten Kreise Mittheilung, Rede und Gegenrede hervorries, wie sie gemeinsam Strebenden Bedürfniß ist. Georg, obwohl ein Neuer, erst seit wenigen Monaten unter ihnen, war ohne Verzug gern im Kreise gesehen und heimisch darin geworden. Seine hohe Begabung, Erfolge, wie sie Keiner vor ihm im Salon Erard und in auserwählten Privatgesellschaften davongetragen, gaben ihm eine hervorragende Stellung zwischen den Kunstgenüssen und trugen seinem Namen eine überraschend frühe Berühmtheit ein. Heute noch hatte er für seine letzten Compositionen ohne alle Mühe einen gewandten Verleger und bedeutendes Honorar gesunden- verschiedene frühere Hefte waren längst von ihm nach Wien versandt worden, nicht an Toni, nicht an die Gräfin, um seinem gegebenen Worte treu zu bleiben, aber an die Musikalienhandlung, die das Palais Gallas bediente. Er sonnte sich in Hoffnungen und schöpfte einstweilen im heiteren Pariser Dasein so viel Lebenslust, wie ein Künstler zum Schaffen bedarf. Im Stillen mußte er der Gräfin recht geben, die ihm den Aufenthalt in der Fremde als ein Hilfsmittel gegen den Trennungsschmerz verhieß. — Aber den Schmerz kannte er dennoch, er fühlte ihn unaufhörlich im Herzen brennen- es war das Entbehren, die Sehnsucht nach seinem schönen Lieb, das heiße Verlangen, seine Toni wieder zu haben. Obwohl im Verkehr kameradschaftlich, warm und selbstlos, hatte er sein Geheimniß für sich behalten. Da er den Anderen wenig empfänglich für Frauenschönheit erschien und nur auf Zureden Gesellschaften besuchte, hielt man ihn für eine Art Weiberfeind und erklärte seine häufigen Zerstreutheiten in der Unterhaltung, sein Versinken und Träumen für künstlerische Grillen, die man ihm vergab wenn er deßhalb such Spott über sich ergehen lassen mußte. (Fortsetzung folgt.) Centralbahn den allgemeinen Strike zu proclamiren, nicht nachzukommen. Für den genannten so mächtigen Arbeiterbund bedeutet dieser Beschluß der strikenden Eisenbahnbediensteten eine empfindliche Schlappe. Deutsches Reich. Darmstadt, 26. August. Soeben wird eine amtliche Uebersicht über die Bestrafungen wegen Landftreichens und Bettelns im Großherzogthum veröffentlicht. Im Verhältniß zur Bevölkerung betrachtet, entfällt auf 10000 Einwohner die nachstehende Anzahl Bestrafungen von Landstreichern und Bettlern: in der Provinz 1885 1886 1887 1888 1889 Starkenburg .... 32,7 35,8 32,5 31,1 29,42 Oberhessen..... 30,1 30,7 27,6 24,4 22,69 Rheinhessen..... 46,3 49,7 42,4 32,9 36,57 im Großherzogthum Hessen 36,1 38,6 34,2 30,3 29,83 Nach absoluten Zahlen sind wie im Vorjahr so im Jahre 1889 in Starkenburg die meisten und in Oberheffen die wenigsten Bestrafungen vorgekommen, während in den vorhergehenden Jahren, bis zum Jahr 1879 zurück, Rheinhessen die meisten Bestrafungen aufweist. Im Verhältniß zur Bevölkerung bemessen, entfallen dagegen auf Rheinhessen in allen Jahren, für welche Erhebungen vorliegen, die meisten Bestrafungen. Neueste Nachrichten. WolffS telegraphisches Korrespondenz-Bureau. Berlin,26. August. Die kaiserlichen Prinzen sind Abends 83/4 Uhr von Saßnitz hier eingetroffen und von der Kaiserin am Bahnhof empfangen worden. Berlin, 26. August. In der gestrigen Sitzung des Emin-Pascha-Comites begrüßte der Vorsitzende Staatsminister Hofmann die Herren Peters und Tiedemann und sprach die Freude des ComiteS über die glückliche Rückkehr beider und den Dank für ihre Leistungen aus. Hierauf berichtete Peters mündlich. In längerer Rede schilderte er die Schwierigkeiten, womit er von Anfang an zu kämpfen gehabt habe, die Gefahren der Expedition, namentlich im Maffai- lande, die Ereignisse in Uganda, woran die Expedition theil- nahm. Peters gab gleichzeitig interessante Ausschlüsse über die Beschaffenheit der durchreisten, theilweise noch unbekannten Gegenden, besonders über den oberen Lauf des Tanafluffes. Anschließend an diesen Bericht wurde die bereits mitgetheilte Resolution beschlossen. Schließlich traf das Comits Anordnung wegen Abwickelung der Geschäfte und wegen der Rechnungslegung. Berlin, 26. August. Die Finanz-Deputation des Magistrats und der Stadtverordneten berieth heute über eventuelle theilweise Begebung der 55 Millionen-Anleihe, und beschloß, die vorliegende Offerte nicht anzunehmen, weil nach Darlegung des Kämmerers Maaß die städtische Finanzlage in den nächsten Monaten Baarmittel nicht erfordere. Memel, 26. August. Der Kaiser übernachtete in dem Salonwagen, der mit einem Sonderzuge vom Bahnhofe nach der Landungsstelle übergeführt worden war und setzte um drei Uhr früh die Reife nach dem Manöverterrain fort. Insterburg, 26. August. Der Kaiser traf Morgens 6 Uhr am Sprindter Weg ein, wo er zu Pferde stieg und sich nach dem Pieragiener Exercierplatz begab zur Besichtigung der 1. und der 37. Cavalleriebrigade. Der Kaiser und Prinz Albrecht beobachteten die prächtig verlaufenen Hebungen vom Krauswieker Grund aus. Um 8*/a Uhr setzte der Kaiser seine Reise nach Goldap und Lyck fort. Breslau, 26. August. . Gegen Abend stürzte das Baugerüst am alten Regierungsgebäude ein. Drei Personen wurden getödtet, mehrere Personen schwer verwundet, an deren Aufkommen gezweifelt wird. Freiburg (Breisgau), 26. August. Der V e r b a n d s t a g deutscher Erwerbs- und Wirthschaftsgenossen- schaften hielt heute nach mehrfachen Ausschußsitzungen an den letzten Tagen die erste Hauptversammlung ab, welche von Planitz-Jllmenau eröffnet wurde. Namens der Stadt wurden die Teilnehmer vom Stadtdirector und Oberbürgermeister begrüßt. Morgen und übermorgen finden die weiteren Hauptverhandlungen, Freitag ein Ausflug nach dem Höllerthal und dem Titisee statt. Aus allen Theilen Deutschlands sind Theilnehmer, etwa 300, anwesend. Lübeck, 26. August. Der bei den Hansestädten neuernannte preußische Gesandte, Freiherr von Thielmann, überreichte heute dem Senate sein Beglaubigungsschreiben. Colmar (Elsaß), 26. August. Reichstagswahl. Nach den bisher aus 58 Gemeinden bekannten Resultaten erhielt Ruhland (Els.) 6716, Allenbach (Soc.) 2572 Stimmen. Das Ergebniß von 4 Gemeinden fehlt noch, ändert aber nichts an der Wahl Ruhlands. Budapest, 26. August. In der Gemeinde Kaba (Comitat Haidu) hat bei Sturmwind eine Feuersbrunst 40 Häuser eingeäschert. Zwei Personen wurden getödtet. Der Marktflecken Tokai ist durch eine Feuersbrunst säst ganz zerstört worden- nur 12 Häuser blieben verschont. Bern, 26. August. Die Baugesellschast reichte bei dem Eisenbahndepartement ein Gesuch um Concessionirung einer Eisenbahn von Vernayaz (Station derJura-Simplon- Bahn im Wallis) nach Chamounix am Fuße des Montblanc ein, die theils als Adhäsions-, theils als Zahnradbahn gebaut werden soll. Paris, 26. August. Den Morgenblättern zufolge beabsichtigt die Regierung, die Stelle eines General-Gouverneurs von Algier aufzuheben- Algier solle in fünf Departements getheilt werden. — Die „Estafette" (das Organ Jules Ferrys) gibt ihrer Genugtuung Ausdruck darüber, daß Lord Salisbury die neue Theilung Afrikas geregelt und Conflicts- stoff aus der Welt geschafft habe- nunmehr sei zu hoffen, daß die egyptische Frage für einGeneral-Uebereinkommen den Mächten vorgelegt werde. — Der Unterrichtsminister theüte der „Academie des Sciences“ mit, daß Seitens der italienischen Regierung die Einladung ergangen sei, sich auf einem internationalen Congreß zur Wahl eines einheitlichen Bestimmungs-Meredians vertreten zu lassen. Paris, 26. August. Die Gesandtschaft von Haiti de- mentirt das Gerücht, daß zwischen Haiti und der dominikanischen Republik Krieg erklärt sei. — Freycinet ist zum Curgebrauch nach Aix-les-bains gereift. — In Folge der ersten Anwendung des neuen Armeegesetzes werden dieses Jahr 184 922 Rekruten eingestellt gegen 130453 in den vorigen Jahren. Paris, 26. August. Die Nachricht von der Aufhebung des Generalgouverneurpostens in Algier wird von unterrichteter Seite dementirt. — Der Generalrath der Gironde verlangt die Einführung wählbarer, departementaler landwirthschaftlicher Kammern und spricht sich gegen den Abschluß von Handelsverträgen aus. Paris, 26. August. Meldungen aus Algier zufolge sind die Wälder bei Sukharas durch Feuersbrunst verheert, die Ortschaften Laverdire, Ainseymour sind von Feuer umgeben. Die auf dem Bahnhöfe Ainseymour lagernden Maaren und das dort befindliche Eisenbahnmaterial gerieten in Brand, alle Viehweiden sind vernichtet. Loudon, 26. August. (Reuter-Meldung auö Zanzibar.)- Die Frau Generaleonsul Evan Smith that heute den ersten Spatenstich für die Eisenbahn von Mombasa nachdem Victoria-Nyansa in Anwesenheit der auswärtigen Con- suln, des Admirals Freemantle, sowie von Europäern und Eingeborenen. Brüffel, 26. August. Die Einweihung des zur Erinnerung an die bei Waterloo gefallenen und in Belgien begrabenen englischen Soldaten errichteten Denkmals sand heute auf dem Kirchhofe Evire statt. An der Feier nahmen der Herzog von Cambridge, der Lordmayor von London, die Mitglieder der englischen Gesandtschaft, die Stadlbehörden Brüssels und eine große Anzahl Engländer und Belgier Theil. Der Herzog von Cambridge übergab das Denkmal der Stadt Brüssel, der englische Gesandte, Lord Vivian, hob in seiner Ansprache hervor, das Denkmal sei nur bestimmt, die Erinnerung an die bei Waterloo gefallenen Soldaten wach zu halten. Mons, 26. August. Die Lage hat sich gebe/sert- etwa 1000 Arbeiter nahmen die Arbeit wieder auf, 'so daß es noch 15,500 Ausständische sind. Es herrscht die Ansicht,, der Strike stehe im Zusammenhänge mit der Agitation für das allgemeine Stimmrecht. Rom, 26. August. In Citta di Castello und Perugia sind durch einen Cyclon vier Kirchen eingestürzt, mehrere Personen verwundet - in Pistrino sind fünf Personen verschüttet. Rom, 26. August. Der König besuchte heute früh das Schlachtfeld von Solferino und San Martino. Die im Gefolge sich befindlichen Militärattaches besuchten das Beinhaus in Solferino. Belgrad, 26. August. Die amtlichen Kreise erklären das Gerücht über Tätlichkeiten der Radikalen gegen die Fortschrittler für unbegründet, ebenso sei die Vergistungs- affatre in Topola vollständig erfunden. totales unö prwtnsieOe». Gießen, 27. August. — Benutzung und Vermehrung der Uuiversttätsbibliothek zu Gießen vom 1. April 1889 bis 31. März 1890. 1) Benutzung. Im Ganzen wurden ca. 14,600 Bände aus- geliehen (darunter auf länger als 4 Tage 13,832 Bände) gegen 13,500 im Jahre 1888/89 und gegen 11,605 im Jahre 1887/88. Die Anzahl der im Lesezimmer benutzten Werke läßt sich, da ein Theil der Besucher Zutritt zu den Büchersälen hat, nicht feststellen. Nach auswärts wurden 1180 Bände in 230 Sendungen (1888/89 748 Bände in 166 Sendungen) verschickt. Die eingereichten Verlangscheine betrafen 921 nicht vorhandene Werke (ca. 6 pCt. der schriftlich verlangten Werke). Im Sommerhalbjahr 1889 (und Winterhalbjahr 1889/90) wurde die Bibliothek von 401 (455) Personen, worunter sich 41 (71) Auswärtige befanden, benutzt. Unter den 360 (354) in Gießen wohnhaften Benutzern befanden sich 104 (106) der Universität nicht angehörende Personen. Die 211 (193) Benutzer aus der Zahl der Studirenden vertreten 34 pCt. (34 pCt.) der Gesammt- zahl derselben. Auf die verschiedenen Studienfächer vertheilen sich die die Bibliothek benutzenden Studirenden wie folgt: Von der Gesammtzahl der Theologen benutzten die Bibliothek 53 pCt. (50 PCt.), tian den Juristen 23 pCt. (23 pCt.), von den Medicinern 25 pCt. (29 pCt.), von den Veterinär- Medicinern 17 pCt. (25 pCt.), von den Cameralisten 17 pCt. (31 pCt.), von den Studirenden der Forstwissenschaft 18 pCt» (19 pCt.), von den Mathematikern 50 pCt. (50 pCt.), von den claff. Philologen 71 pCt. (77 pCt.), von den Neuphilologen 39 pCt. (67 pCt.), von den Historikern 100 pCt. (60 pCt.), von den Studirenden der Naturwissenschaft 22 pCt. (37 pCt.), von den Chemikern 13 pCt. (9 pCt.), von den Pharmaceuten 18 pCt. (10 pCt.). Von der Hofbibliothek in Darmstadt wurden 556 Bände durch Vermittelung der Universitäts-Bibliothek an in Gießen Wohnende verliehen. — 2) Vermehrung. Katalogisirt wurden 6396 Schriften, von welchen 924 gekauft, 1697 als Geschenke und Pflichtexemplare, 167 vom philologischen Seminar, 421 von der Oberhessischen Gesellschaft für Naturkunde und Heilkunde, 249 vom Oberhessischen Geschichtsverein, deren Bibliotheken mit derjenigen der Universität vereinigt sind, geliefert wurden- der Rest von 2938. bestand aus Dissertationen, Universitäts- und Gymnasial-Programmen. — Ein Dienstmädchen von hier, welches in den Winter- Monaten 1887, 1888 und 1889 in einer hiesigen Fabrik beschäftigt war, hat darin in dieser Zeit eine Reihe Diebstähle ausgeführt, indem es circa 250 Pfd. Seife in ver- * Siebenen Sorten, etwa 120 Pfd. Zuckerrübenkraut, eine »Ä* 1 febiente M . * f*. ’ z,d«ib durch «ttiwcht woM durch nianMgsE L Schäfteten” halb W*® Sachen W' ebne Eind^ ' «cbliM denn W, °"s ** iUtt>etfen und«« Die Alte « L Kn z->nze! der einzelnen Stücke § herbKeiu, der Lanbwirth Jahre, von bei Sandsteinen be!c Hausen. Unterh rend dem Fahre Geschirr hängen daß ihm dasselbk sofort ein. Die △ Hartman Lust von hier er in der Wohnstub vor dem Hause gewesen. Seim Sommersrucht, Was diesen jun haben mag, ist Grebeuhar sichtigkeit ein blühendes Untersörster F hiesigen linterfö Zwecke die Wa Manipulationen zugleich ein sm W Die in bem W Men vom 1. I Mnmngtn be>\ TMr der Oberh den Stationen i Mnsdorf kommei Frequenz ms darin entbaü ranfsatzeiürHan durch niedrigere dm Nachtrag VI S« ®teti Nnafae | Durch.dich T-n $ «Nnte @ ,,r Auch ®l*n, ben 2! . Groh —dttObnhes Der im gebende Kah 3 «orvitt« ? und S Nut «, »< »!?»•* W« Hl Möbelfabrik 1 MEDAILLE k 1879 . traurige Thatsache constatiren. Fr. Ztg. Student B Hannover - Bberhesfischer Arbeitsversteigerung. Güterverkehr. 2) in Gießen zu richten. 7116 9 Tage. Rein. 7098 7109 7089 Bahnhofstraße 59. Mit Gnauth. 7119 Bremen nach Amerika [6660 empfiehlt in 9 Tagen Bremen von t e n reiten 7050 oder dessen Agenten r [3197 tu di Castello und Perugia, yen ein gestürzt, mehrere o sind süns Personen ver- I. M. Schulhof, Gießen. Aug» Kraft, Butzbach. Kiste Schachteln mit Lederfett, Pomade, Stearinlichter, Soda, Stärke und andere Gegenstände im Gesammtwerth von 100 Mark nach und nach bei Seite schaffte. Zum Transport der kleineren Gegenstände, des Zuckerrübenkrautes u. s. w. bediente sich die Diebin ihres Kaffeekessels. Die Diebin, welche seither in Bad-Nauheim beschäftigt war, ist gestern Abend durch einen hiesigen Schutzmann verhaftet und hierher verbracht worden. Dem Diebstahl aus die Spur kam man durch mannigfache Manipulationen der geistesgestörten Mutter der Verhafteten mit größeren Quantitäten Seife. Die dieser- halb vorgenommene Haussuchung förderte die gestohlenen Sachen zu Tage. Wahrscheinlich ist diese Haussuchung nicht ohne Eindruck aus den Geisteszustand der Mutter der Diebin geblieben, denn dieselbe machte sich in vergangener Nacht daran, auf den Lahnbleichen befindliche Wäsche durcheinanderzuwerfen und nach Hause zu schleppen, was ihr in die Hände fiel. Die Alte wurde beim Heimtragen der Wäsche abge- faßt. Ein ganzes Lager nasser Wäsche war heute Vormittag auf der Polzeiwache ausgestapelt, umstanden von den die einzelnen Stücke reelamirenden Eigenthümern. den neuen Schnelldampfern des Norddeutschen Lloyd kann man die Reise von I V.: Keller, Beigeordneter. machen. Ferner fahren Dampfer des Norddeutschen Lloyd Allendorf a/Lumda, am 27. August 1890. Großherzogliche Bürgermeisterei Allendorf a/Lumda. „Nein, wir „Warum?" * Die Hauptsache. Student A. ein, da ist es recht pompös." — Die Versteigerung findet bestimmt statt. Geißler, Großh. Gerichtsvollzieher. Bekanntmachung. Der im hiesigen Schlachthaus sich ergebende Kaldaunendüuger soll Samstag, 30. dieses MtS, Vormittags 11 Uhr, an Ort und Stelle öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 26. August 1890. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 7107] Es ist mir am 24. d. Mts. ein großer dunkelbrauner Jagdhund mit weißer Brust, zugelaufen, welcher gegen die Fütterungskosten und Einrückungsgebühren in Empfang genommen werden kann. Lang-Göns, den 25. August 1890. Wilhelm Hetz. rung der hierzu nöthigen Steine u. s. w., veranschl. zu 1050 «X, die Neubedachung des Schiffs hiesiger Kirche, veranschlagt zu 1400 Mark. iniß bejubleIjeiite fr$ba& i Martino. Die im &efolgt tfudjtai btf Beinhaus in avMm Ach nMeu ten der Mieaien gegen ebenso sei die Vergistungs- iinben. ständig zur Aufhebung. Gießen, den 25. August 1890. Großb. Directton der Oberhessfichen Eisenbahnen. garantirt frisch, per Stück 6 Pfg., 2 Stück 11 Pfg., 25 Stück 1.30 Mk., per 100 Stück 5.10 Mk. Lage hat ftdj gebejftrt; Arbeit wieder auf, so daß. d. Es herrscht die Ansicht,, ange mit der Agitation sür Bekanntmachung. Die Holzhauer- und Setzerlöhne in den Stadtwaldungen für das Etatsjahr 1891/92 sollen Samstag den 30. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, im Saale des alten Rathhauses versteigert werden. Gießen, den 25. August 1890. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 1 7112] Eine rweitstillende Amme gesucht. Näheres in der Exped. d. Bl. C. SHiikralli Asterweg 47. — Ederstr. 8 frwtttjkttef. Siegen, 27. Ws. feit kostet es aber 40 Mark 35 Pfennige ! So hat Schreiber dieses zu seinem großen Schaden selbst in den letzten Tagen erfahren- hätte er in Venlo ein zweites Billet gelöst, so hätte er 9.95 Mark gespart ober: von Venlo bis Duisburg ist er gefahren für 13 Mark 45 Pfennige! * Dessau, 25. August. Der Director der Continental- Gasgesellschast, Geheimer Commerzienrath Oechelhäuser, der bekannte und verdiente nationalliberale Reichstagsabgeordnete, tritt morgen, an seinem 70. Geburtstage, in den Ruhestand und hat aus dieser Veranlassung die Summe von 20,000 Mk. zur Verkeilung an die Arbeiter ausgeworsen. „Wir kehren im „Hirsch" war, von einer Kugel in den Hinterkopf getroffen, tobt zusammengestürzt. Der herbeigerufene Arzt konnte nur die Dermifd?te». *△ Mainz, 26. August. Der in der Nacht vom verflossenen Sonntag auf Montag zwischen Soldaten des 88. Jnf.-Regts. in einer hiesigen Wirthschast entstandene blutige Streit, bei welchem, wie mitgetheilt, ein Musketier sein Leben einbüßte, wird für die meisten in der Wirthschast gewesenen Soldaten von verhängnißvollen Folgen sein. Nicht weniger als 9 Mann wurden gestern wegen Theilnahme an dem Streit in Hast genommen. Der Musketier Geis, welcher allgemein als derjenige bezeichnet wurde, welcher den tödtlichen Stich auf seinen Kameraden gethan, leugnete bei der ersten Vernehmung entschieden, das Seitengewehr aus der Scheide gezogen zu haben, eine Angabe, welche indeß von allen übrigen bei dem Streite betheiligten Personen ebenso entschieden bestritten wird. Die heute Mittag im Militärlazareth vorgenommene Section der Leiche des Erstochenen ergab, daß der verhängnißvolle Stich unmittelbar in das Herz gedrungen und daß derselbe, wenn er auch mit weniger Gewalt geführt, doch den sofortigen Tod des Getroffenen zur Folge hätte haben müssen. * Duisburg, 26. August. Zu den Räthseln des Eisenbahnwesens gehört, wie man der „Köln. Volksztg." schreibt, wohl auch Folgendes. Eine Fahrkarte 2. Classe einfach von London (Victoria) über Vlissingen nach Venlo kostet 27 Mark- von Venlo nach Duisburg über Kempen 2. Classe einfach kostet 3.40 Mark. Also kostet ein Billet London-Duisburg über Vlissingen, Venlo, Kempen 30.40 Mark. In Wirklich- Oberköchin. Für das Großh. akademische Hospital in Gießen wird auf sofort zur selbstständigen Leitung der Küche eine zuverlässige Person gesucht. Dieselbe soll auch feinere Küche verstehen und im Schreiben gewandt sein. Offerten sind an die Großh. Direction des akademischen Hospitals ——I Ankauf Ä_ alter Bücher n. Bilderwerke. Angebote ganzer Bibliotheken, sowie einzelner Bücher erbittet die [579 J. Rick er'sehe Buchhandlung Giessen.. § Herbstein, 25. August. Heute Morgen J/27 Uhr kam der Landwirth Büttner, ein Mann Anfangs der 60er Jahre, von dem nahegelegenen Steinfurth mit einem mit Sandsteinen beladenen Wagen aus dem Bruch bei Landenhausen. Unterhalb der hiesigen Ziegelei wollte derselbe während dem Fahren vom Wagen steigen, blieb jedoch in dem Geschirr hängen und fiel so unglücklich vor das Wagenrad, daß ihm dasselbe den Kopf total zermalmte- der Tod trat sofort ein. Die Leiche wurde hierher gebracht. A Harttuannshain, 25. August. Der 18 jährige August Luft von hier erhängte sich heute Nachmittag 5 Uhr mitten in der Wohnstube an einen starken Nagel. Er hatte vorher vor dem Hause Holz gesägt und war ganz vergnügt dabei gewesen. Seine Eltern waren auf dem Felde und schnitten Sommerfrucht, nur einige kleine Kinder waren zu Hause. Was diesen jungen Burschen zu dieser bösen That getrieben haben mag, ist nicht bekannt. Grebenhain (Vogelsberg), 25. August. Durch Unvorsichtigkeit in der Handhabung eines Gewehres ist hier ein blühendes Menschenleben geopfert worden. Der Untersörster Fritz aus dem nahen Krainfeld wollte von dem hiesigen Untersörster ein Gewehr kaufen. Er nahm zu diesem Zwecke die Waffe von der Wand und machte mit ihr einige Manipulationen. Da plötzlich ertönte ein Knall, mit ihm zugleich ein furchtbarer Schrei: die Tochter des Verkäufers □ Vom Vogelsberg, 26. August. Daß die sogenannten „Hundstage", welche seit Samstag ihr kalendarisches Ende genommen, vorüber sind, belehrt uns die erheblich kühlere Witterung, welche seit einigen Tagen herrscht. Hundstage sind aber die gegenwärtigen Tage dennoch für den Landmann. Auf dem Felde lagert das Getreide: Weizen, Gerste und Hafer und droht bei dem täglichen Regenwetter erheblichen Schaden zu nehmen. Auch die Kartoffelfelder verbreiten den bekannten eigenthümlichen Geruch, der auf nichts Gutes schließen läßt. Nur die Setzpflanzen: Kraut und Rüben gedeihen in einer erstaunlichen Vollendung. Auch die Obft- bäume hängen voll Früchte, nur jagt der tagtägliche Sturmwind vieles Obst ab. Man soll eben doch den Tag nicht vor dem Abend und den Sommer nicht vor dem Herbste loben. Südamerika Näheres bei dem General-Agente« Chr. Emil Derschow, Offenbach a. M., Versteigerung. Freitag den 29. August 1. J., von Nachmittags 2 Uhr an, werden in dem Hause Wolfstraße 21 — Ecke der Licherstraße — gegen Baarzahlung versteigert: 12 Wirihstische (viereckige und runde), 66 WirthschastS- fiühle, 4 Hängelampen, 1 Kronleuchter mit 4 Lampen, 2 Regulateure, 1 Mantelofen, 1 Herd, 1 Faß Rothwell», Weine und Liqueure in Flaschen, 1 Faß den. Spiritus, ca. 200 leere Flaschen. 2 Sophas, 1 Verticow, 3 Kleiderschränke, 4 Spiegel, 1 ov. und 1 viereckiger Tisch, 2 vollst. Betten, 1 Gesindebett, 1 Kommode mit Glasschrank, Nachttische, Waschtische, Stühle, Sessel, gr. Bllder u. a. Temperatur der Lahn «nd der Lust am 27. August, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhtz- Wasser 12)/ °°" IO«M SäSgfi», 11 . au» ..-raln . .„atm '* ' in b( I ' T in ..■•r 4lf-ö tlfl6 150 J LK" * N gertift.8tCScil'”t* hren. en euigeste^ Don der 9T Cc cns in 3llgietaS“"ä 8 er wird von 5* «««>« s„ W °on Handels- iS* ==S «-Wbrnj ou8 g iB mitl> N heute den ersten der auswärtigen Con- 'owie von Europäern und Sitzung des zur Eünnerung neu und in Belgien berieten Denkmals fand [tt. An der Feier nahmen !ordmahor von London, die ^fchaft, die Stadlbehörden »l Engländer und Belgier N übergab das Denkmal Gesandte, Lord Bivian, hob Denkmal sei nur bestimmt, loo gefallenen Soldaten wach Montag, 1. September l. I., 10tittaQ$ 12 Uhr, werden auf hiesigem Rathhaus folgende Arbeiten an den Wenigstnehmenden öffentlich in Accord gegeben und zwar: 1) die Planirung und Chaussirung i verschiedener Wege incl. Liefe- 7102] Gute Pflegemutter f. ein kl. Kind gesucht. Wo? sagt die Exp. d. Bl. aaaQaQoaQQQoooaQoa 8Statt besonderer Anzeige.a q Die glückliche Geburt einesQ O gesunden Knaben zeigen hoch-Q Oerfreut an [709h«" M°tisch-- rs« »die Wl"- 20 W «*9 unb die «6tl0e «u$ H-ß» 101 Führten i» vcrliMk 9^f. Groftu halb 3 Hr « ^nistlsche» t F-stt-dw N wonncn. o) im Bandhaue 9 Uhr bengali Festes 10 Uhi Berlin, i Kaiser a* 2 anstatt eine Fl jetzt mit, daß Cadetten-Corp! wurde, in wel einen bejonde Zustiedenheit geben, daß eine Fahne stst, daß W. der Königs! Meiner to Osfiziere er, diesen Geist Zukunft psle Ordre vom Cadetten-Cor Cadettenanft^ , 7092] Klavierunterricht für einen 7090] Für e j Bureaugehilfen eine i Anfänger gesucht Offerten mit Preis-; Stube und Verköstigung i. solid. Familie 1 angabe unter F. 33 an die Exped. d. Bl. gegen mäßiges Honorar gesucht. Preis- offerten vermittelt die Exped- d. Bl Leute zu vermiethen, ev. zu ver- kaufen. Näheres Gartenstratze 36. j 6411] Frankfurterstraße Nr. 37 zwei neu hergerichtete Logis, ä 6 Zimmer, 2. und 3. Stock, mit Wasserleitung (event. im 3 Stock auch 4 Zimmer, wenn Bedienung mit übernommen wird), Gartenantheil u. s. w-, alsbald zu vermiethen- Näheres Frankfurierstraße 12 I. ; 7105] Zwei Logis (Nordanlage', von' 6 und 4 Zimmern mit Wassert., sofort zu vermiethen. | W. Schäfer, verlang Asterweg 43. ! 7113] Ein kleines Logis zu vermiethen. _______________Teufelslustgärtchen 18. Zwei Wohnungen von je 4 Zimmern mit Zubehör, nebst guten Gärten, Bleichplätzen rc-, am 1. October frei. Näheres 7120 Frankfurterstraße 49. 7117] Kleine Wohnung, 2—3 Zimmer mit Zubehör, prei^würdig zu vermiethen. Näheres Marktstraße 32 im Laden. 7114] Ein möbl. Zimmer zu vermiethen- _________________Ludwigsplatz 14, part. 7110] Eine Stube mit Küche zu vermiethen. H. Plank, Kaplansgaffe 2. 7031] Ein Hansbnrsche gesucht auf sofort. Hermann Bogt, Bäcker, Seltersweg. 7106] Ein «üfer.Gefelle gesucht- I. Thoma, Bahnhofstraße 43. Weidig’s 3OoOOOQq unserer guten a- Harz. 156 zur Theilnahme sind auf Papier in Actenformat geschrieben bis zum 15. September 1890 bei der Direction der Veterinäranstalt an der Landesuniversität Gießen einzureichen. Dem Gesuche ist der Nachweis einer, einschließlich der bestandenen — Dem „Berl. Tagbl." wird von hier geschrieben: Einem äußerst fein angelegten Schwindel, der schon vor zwei Jahren ins Werk gesetzt wurde und dem anscheinend zahlreiche Pensionatsvorsteherinnen zum Opfer gefallen sind, kommt man leider erst jetzt auf die Spur. Erschien da im Juli 1888 ein feiner Herr in dem einzigen hier bestehenden Pensionat „Dickore" und gab vor, im Auftrage des bekannten Reise- Bädecker in allen deutschen Städten Erkundigungen über Privatinstitute behufs Ausnahme in das Handbuch für 1889 einzuziehen. Gegen Erlegung von 20 Mk. sollten der Dame drei Zeilen an der betreffenden Stelle des Handbuchs zur Verfügung stehen. Da der Herr Inserate der renommirtesten — natürlich ebenfalls hereingesallenen — Institute vorwies, faßte Fräulein D. keinerlei Verdacht. In diesen Tagen erst entdeckte sie, daß der „Bädecker" weder das ihrige, noch irgend ein anderes der Institute empfahl. Dieselbe Dame entlarvte am 20. d. Mts. einen geriebenen Hochstapler, der, wie die Untersuchung feststellte, eine ganze Anzahl in Homburg, Nauheim re. verübter Schwindeleien aus dem Gewissen hat. Er führte sich als naturalisirter Engländer ein, der zwei Töchter ihrer Obhut anvertrauen wolle, und spielte seine Rolle so gut, daß er sich erst verdächtig machte, als er 30 Mk. unter irgend welchem Vorwande zu leihen suchte. Eine sofortige Anzeige bei der Staatsanwaltschaft hatte die Verhaftung des Gauners und seiner „Gemahlin" zur Folge. Unter Freunden wirb der vorzügliche Hvlländ. Tabak allseitig empfohlen, 10 Pfd. fco. 8 Mk. nur dtrect bei B. Becker in Seesen mehrenden Schadens statt. Auch in den benachbarten Gemeinden hört man vielfach Klagen über Wildschaden, so z. B. in Inheiden. Dort haben auch sowohl gütliche Vereinbarungen zwischen den Grundbesitzern und dem dortigen Jagdpächter, wie auch Taxation des Schadens durch die Wildschaden-Com- Cocwtes rrnd prwhtjieaw. Gießen, 27. August. — Der 11. Lehrcursus für Hufschmiede an Großh. Veterinäranstalt dahier beginnt am 1. October d. I. Anmeldungen sr. tatt. 7121 Deutsche- Reich. Darmstadt, 25. August. Die nationalliberale Partei beabsichtigt, in Heidelberg, im Einverständniß mit ihren Gesinnungsgenossen in Mannheim, Ludwigshafen und Darmstadt, als Vorfeier der zwanzigsten Wiederkehr des Tages von Sedan am Sonntag den 31. August d. I. ein patriotisches Fest auf dem Schloß zu veranstalten für Alle, die mit ihr eins sind in der Liebe und Treue zu Kaiser und Reich in Baden, Frankfurt, Hessen und der Rheinpsalz. Für die Theilnehmer an dem Fest werden Festschleifen zu 20 Psg. ausgegeben, welche zum Eintritt in den Schloßhos und die übrigen Festräume berechtigen. Für die Besucher aus Hessen werden von der Main-Neckarbahn Sonntags- Fahrkarten zu erheblich ermäßigtem Preis ausgegeben werden. Das vorläufige Programm sieht vor: 1) Nachmittags halb 2 Uhr: Großer Festzug durch die Stadt auf das Schloß. 2) Von halb 3 Uhr an im Schloßhos: Festreden, abwechselnd mit patriotischen Liedern, Gesangs- und Musikvorträgen. Zu den Festreden sind Redner aus Baden, Hessen und der Pfalz gewonnen. 3) Nach Schluß der Festreden gesellige Vereinigung im Bandhaus und bei dem großen Faß. 4) Abends gegen 9 Uhr bengalische Beleuchtung des Schloßhofs. Schluß des Festes 10 Uhr. Berlin, 23. August. Wie früher gemeldet, hat der Kaiser am 21. Juni dem 2. Bataillon der Haupt-Cadetten- anstalt eine Fahne verliehen. Das „Mil.-Wochenbl." theilt jetzt mit, daß während der Nagelung dem Commandeur des Cadetten-Corps eine Allerhöchste Cabinetsordre überreicht wurde, in welcher es heißt: „Ich will dem Cadetten-Corps einen besonderen Beweis Meines Wohlwollens und Meiner Zufriedenheit mit seinen langjährigen guten Leistungen dadurch geben, daß Ich dem 2. Bataillon der Haupt-Cadettenanstalt eine Fahne mit dem Säcularbande verleihe. Ich vertraue fest, daß das Cadetten-Corps in dem Geiste der Gottesfurcht, der Königstreue und der Vaterlandsliebe, in welchem es Meiner Armee ungezählte Reihen der bravsten und tüchtigsten Offiziere erzogen hat, unverbrüchlich weiter verharren und diesen Geist zum Heile des Vaterlandes bis in die fernste Zukunft Pflegen wird. Ich bestimme im Verfolg Meiner Ordre vom heutigen Tage, daß die bisherige Fahne des Cadetten-Corps in Zukunft von dem 1. Bataillon der Haupt- Cadettenanstalt geführt wird." vermischtes. * Amtsgerichtsrath Dr. Witting aus Altona hielt kürzlich in Kiel einen Vortrag, in dem er bemerkte, daß er wöchentlich im Durchschnitt 10 Sühneversuche zwischen Eheleuten abzuhalten habe und daß fast immer der Alkoholmißbrauch die Ursache des Zwistes sei. Ein amerikanischer Prediger, welcher die Ehescheidungsfrage zu seinem besonderen Studium erwählt hat, vr. Dike, fand, daß von 30000 Ehescheidungen, die er untersuchte, etwas über 20pCt. durch die Trunksucht eines der Ehegatten herbeigesührt waren. * Das „Menu" einer Schwarzwälder Bauernhochzeit. Vom Titisee wird gemeldet: Dieser Tage wurde im Gasthof „Zum Bären" eine große Bauernhochzeit gefeiert, zu welcher gewiß 300 Personen aus der Umgegend, der weibliche Theil vielfach noch in den malerischen Trachten, sich eingesunden hatten. Der Speisezettel lautete: 1. Reissuppe. 2. Sauer- Essen. 3. Kalbskopf mit Sulz und Gekröse. 4. Rindfleisch mit Nudeln. 5. Schweinefleisch mit Gemüse. 6. Coteletten mit Gemüse und kaltem Pudding. 7. Wildpret mir Gugel- Hopf. 8. Linzertorte. 9. Eingemachtes Kalbfleisch mit Pastetchen. 10. Braten, Salat und Compot. 11. Kuchen und Küchle. Das Essen dauert bei solchen Schwarzwälder Bauernhochzeiten von Mittags bis Nachts, und da zwischen den Gängen jeweils ein Tänzchen gemacht wird, so gibt es im Magen immer wieder Platz für das Nachfolgende. U. Schotten, 25. August. Blüthe und Frucht an * Auf der Posthilfsstelle Jauernick bei Königszelt langte einemBaume zu gleicherZeit. In einem nahe unserer am Samstag ein Brief aus Schweidnitz mit folgender Adresse Stadt gelegenen Garten steht ein Apfelbaum zum zweiten an: „An schönes Mädchen mit weißer Schürze von polnischer ' Male in voller Blüthe. Die Frucht der ersten Blüthe, Dränage-Arbeiten, was ist gewesen Sonntag in Schweidnitz, welche noch an dem Baume hängt, ist im Reifen begriffen. Nach Jauernick." Zur Freude der Empfängerin konnte der § Fischborn, 25. August. Das beinahe 2 Jahre alte Brief richtig bestellt werden. .ic. Badens Mr t j SuttaugWn eine ArMgung i. solid, fia* Honorar gesucht. Pwtz- mittrlt die En>ed> d. ____ m tzauNuE tz« au! ; Hermann Vogt, Böcker, Seltersweg. _ t Thoma, Bahnhofstraße Donnerstag den 28. August. (Siebener Anzeiger. Beilage zu Nr. 199. - 1890. Lehrzeit, mindestens vierjährigen Thätigkeit im Schmiedehand- ! Mission stattgefunden, werk beizulegen. * Kind des hiesigen Ortsbürger Sch. spielte heute ganz munter ——=============================== in Gemeinschaft mit älteren Kindern. Plötzlich verschwand UniB^Hksttät-e NerchPi^tckir. das Kind und die Vermuthung, daß es in einen im Garten Breslau, 23. August. Professor Dr. Karl Kuhn ist vom befindlichen Brunnen gefallen sein könne, bestätigte sich leider. 1. Avril 1891 ab an Stelle des verstorbenen Geh. RathS Profesior Als di° bestürzten Eltern hinzukamen und das Kind aus dem gSneitoJnWW' MU 3Oo"ogk unb Brunnen zogen, war es bereits tobt. Es wird angenommen, bte vergleichende Anatomie zu vertreten. daß das Kind infolge des Sturzes ins kalte Wasser vom , ■■ ■ ■. . . ... Schlage gerührt oder mit dem Kopse aus einen Stein aus- fifnofllt Uttfc Urgltst» geschlagen ist, da sonst di- sofort angewandten Wiederb-lebungs- @ in ntuer Kalender für 1891: Deutsch«- National- versuche be: der Schnelligkeit, mit der Hülfe kam, hatten von Kalender. Jahrbuch zur Pflege deutschen Voiksthums, heraus- Ersolg sein müssen. gegeben von Karl Pröll (Verlag von Hans Lüftenöder. Berlin = Hungen, 25. August. In unserer Gemarkung richtet W. 36. Preis 1 Mk.) erschien soeben. Die Vorkämpfer des „All- hrr mpfrfipr hpn mnffenBaft vorkommenden Enaerlinaen gemeinen Deutschen Schulverein" und des „Deutschen Sprachverein", der Dachs, welcher den mastenyap vortommenoen iLngernngen Männer wie Felix Dahn, Erwin Bauer, Hugo Göring, Oskar Linke, nachgrabt, vorzugsweise m den Kartoffelfeldern großen Schaden I Rosegger, A. Trinius, Vormeng haben sich zu ernstem Thun vereint, an. Schadenersatz ist bereits durch den Jagdpächter geleistet I das Nationalgefühl der Deutschen im Auslande zu beleben und zu worden und findet noch immer Regulirung des sich stets ver- kräftigen und diesen Schatz des deutschen Volkes zu erhalten. - In 1 schmucker Ausstattung enthalt dieses Jahrbuch noch ein überaus reiches Kalendarium. — Nicht allein die Mitglieder genannter Vereine werden diesen Kalender freudig begrüßen, sondern alle der Sache fern Stehenden werden dem nationalen Unternehmen ihr Interesse schenken. Fußbodenanstriche Oelfarben, strichfertig, in allen Nuancen, j schnell Linoleum-Fußbodenla^ke in 12 Nüancen, \ trocknen! trocknend, 6606 7079 6874 Rüster Ausbruch Jedes Quantum frei in's Raus. verfertigt. [6079] H Plank, KaplanSg. 2. 3- V.: I 0 st. 2- 1.15 2.40 1.35 3.- 1.65 2.- 1.15 1.80 1.- 1.80 1— Bekanntmachung. Die erledigte Stelle eines Kreis- straßenwarts mit dem Sitz in Beltershain oder Goebelnrod soll mit dem 15. September d. Js. neu besetzt werden. Bewerber haben ihre Meldungen unter Angabe von Alter, Wohnort und seitheriger Beschäftigung, sowie Beisügung etwaiger Zeugniffe über frühere Arbeitsleistungen ähnlicher Art schriftlich bei dem Bezirksbauaufseher Maringer in Grünberg, welcher über die Dienstobliegenheiten und die Dauer der Beschäftigung weitere Auskunft ertheilt, bis längstens 7. September d. Js. zu erstatten. Gießen, am 21. August 1890. Der Kreisausschub des Kreises Gießen. I o f. Mark, Schulstraße 5, Leinen-, Wäsche- und Aussteuergeschäst. 4'27^ 217.12 6830 151J ?5 00 182,60 S |tt ThMm bei dm »stiel unfc Frau. 20 „ 23 „ 153 Die Akaschenbier - Aandkung von Daniel Heil, Telephon Nr. 55 Lindenplatz 3 Telephon Ur. 55 e uul ^attl 7123 MbgDlt. Wv,. Kerrie Großer Posten zurückgesetzte Leib- und. Bettwäsche zu bedeutend ermäßigten Preisen. Harmonikas, Trommeln. 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