Hungen, und lohe. ll aus den en **8« weit. El|sabeth- n Homburg. —Sy#. Son. --^-LWberg 7. SS?5^ Jl&SÄ- ?7ÄX»: ‘ “ wrmtajni. lü!°9t Ed-Istritzl 6 l Ka«th-rftraSe 45. K^Wiü eres Neuenweg 15, rarbÄnnnu allmBequemlichkeiten LÄ2ßun^ flucfi mit. enniethen und gleich be- ——W^LtUliNg^ ^-3 MM nebst Aub. - verm. Seltersweg 31, - Stock meines Hauses, he rc, per sofort zu oer- iö LLulze, am Kreuz, ekleinere^amtltenloM heres NordanlW ff, ttttfl mit 7-^ Men j. oi i 50 bti Attg. Merz, jiä Wort oder später zu Liebigstraße 29. von i Zimmern, Küche : und ollem Zubehör, alsbald zu vermtethen. Vach, Plockftraße 1. iohnung, 4 Zimmer mit per sofort zu vermtethen. Gpünbergerstraße 27. Stock m. Htnlerb, neu W. fterber Wwe. öblirte Zimmer in ge- Lige an einen soliden oder Lehrer), fogletch -ssräS" Mäusburg " Erped. d. Bl. tne Logls zu vermieden. 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JIIIIIMLIIII LNIHI » I V"? ■wa.-.A.u Alle Nnnoncen-Bureaux deS In- und Au-lande- nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger^ entgegen mj «■ wiiwiioiiii|_j■ijyrogMMMWMI Amtlicher Theil. Bekanntmachung, die Schaftäude zu Annerod betreffend. Nachdem die Räude unter den Schafen zu Annerod erloschen ist, heben wir die angeordneten Sperrmaßregeln auf. Gießen, den 24. November 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Bekanntmachung. Mit Rücksicht auf die eingetretene Ueberschwemmung des Marktplatzes kann der auf den 27. d. Mts. zu Marburg anberaumte Schweinemarkt nicht abgehalten werden. Gießen, den 26. November 1890. Großherzogliches Kretsamt Gießen. v. Gagern. Das Gr. Steuer-Commiffariat Gießen an.die Gr. Bürgermeistereien de- Bezirk». Wir ersuchen Sie um baldgefällige Aeußerung darüber: welche Artikel und in welchem Umfange solche von sogenannten sVerkauf-wagen aus in Ihren Gemeinden pflegen abgesetzt zu werden und ob das stehende Gewerbe hierdurch als besinderS geschädigt erscheinen kann. Auch darüber: ob die in 7. Klasse taristrten, daher von Gewerbsteuer befreiten, besonders auch durch Nichtangehörige des Großherzogthums betriebenen, Haussirgewerbe in den letzten Jahren wesentlich zugenommen haben, so daß auch hier eine Benachtheiligung des strheuden Gewerobetriebes angenommen werden kann, eine Wiederbesteuerung dieses Haussirhandels daher geboten erscheint, möchten wir Ihrer Mittheilung entgegensehen. Gießen, am 24. November 1890. Süffert. politische Neverficht. Gießen, 26. November. Der Reichskanzler General v. Caprivi gab um Montag sein erstes parlamentarisches Diner, welches durch die Gegenwart des Kaisers ausgezeichnet wurde. An dem Diner nahmen außerdem Theil die sämmtlichen Mitglieder des preußischen Staatsministeriums, Staatssecretär v. Marschall, Geheimrath v. Lucanus, Unrerstaarsseeretär Homeyer, Fürstbischofs Dr. Kopp und Bischoj Anzer, die Präsidenten und Vicepräsidenten der beiden Häuser des preußischen Landtages und Mitglieder aller Landlagssractionen. Der Kaiser unterhielt sich während der Tafel huldvollst mit den ihm zunächst Sitzenden und verweilte auch nach dem Diner noch einige Zeit im engeren Kreise der Tischgäste. Der Reichstag tritt nach einer Bekanntmachung des Präsidenten v. Levetzvw am 2. December, Nachmittags 2 Uhr, zur Wiederaufnahme seiner durch die Sommerpause unterbrochenen Arbeiten zusammen. Aus der Tagesordnung genannter Sitzung stehen die erste Lesung der Vorlage über die Vereinigung Helgolands mit dem Reiche, ferner die erste Be- rathuyg der Gesetzentwürfe betr. die Controle des Reichshaushalts und betr. den Landeshaushalt für Elsaß-Lothringen. Der Reichshaushalts-Etat für 1891/92 wird den Mitgliedern des Reichstages demnächst zum Studium zugehen und dann alsbald aus die Tagesordnung gesetzt werden. Die Mitglieder der beiden Domcapital von Posen und Gnesen, Joroie die Ehrendomherren traten am Dienstag in Posen zu einer abermaligen Berathung behufs Feststellung einer neuen Candidatenliste für den erzbischöflichen Stuhl zusammen. Katholische Kreise versichern, die diesmalige Liste enthalte lauter dem Kaiser genehme Persönlichkeiten. Wiederum laufen aus den verschiedenen Gegenden Deutschlands, zum Theil auch aus den angrenzenden Ländern, Hiol/sposten über Ueberschwemmungen ein, die durch das anhaltende Regenwetter der letzten Tage verursacht worden sind. So wird Hochwasser aus dem Gebiete der Elster, Pleiße und Mulde, ferner aus den Thälern der thüringischen Saale, der Schwarza, Werra und anderer mitteldeutschen Flüsse, dann aus dem Westen besonders vom Wupperthale und aus der Rheinebene gemeldet. Auch für das Elbthal besürchtet man, nachdem hier kaum erst die Schrecken der letzten Hochfluth, die der vergangene Sommer so unerwartet brachte, überwunden sind, eine abermalige Ueberschwemmung. Die Zuflüsse der ElA in Böhmen sind in starkem Steigen begriffen, Namentlich die Moldau. Wegen drohender Wassersgefahr wurden vom Statthalter 25 Pioniere nach Karlsbad beordert. Auch sind durch die Ueberschwemmungen mehrere böhmische Bahnlinien in ihrem Betriebe unterbrochen worden. Von dem altczechischen Stamm sieht man jetzt „Blatt auf Blatt" absallen. Mindestens um ein Viertel ist die Fraction des Herrn Dr. Rieger kleiner geworden, da die Abtrünnigen unter den Altczechen mit der Ausgleichspolitik ihres Führers nicht einverstanden sind. Els der Dissidenden, sowie zwei „wilde" Czechen haben sich nunmehr zu einem neuen selbstständigen Landtagsclub unter der Führung Skar- das zusammengethan und werden sich der neuen Gruppe ver- muthlich noch weitere Altczechen anschließen. Obwohl noch immer keine abschließenden Nachrichten über die italienischen Parlameutswahleu vorliegen, ist doch der Wahlsieg der ministeriellen Partei außer allem Zweifel und verfügt Herr Crispi jedenfalls auch in der neuen Deputirten- kammer über eine starke Mehrheit. Die schlechtesten Geschäfte haben die eigentlichen Radicalen gemacht, welche mindestens ein Dutzend Sitze verloren haben. Mehrfach kam es bei den Wahlen zu blutigen Unruhen. Mr. Parnell, der Führer der irischen Nationalpartei, scheint nun doch zu der Ueberzeugung gelangt zu sein, daß er sich durch seine Verwickelung in das Ehebruchdrama O'Shea politisch unmöglich gemacht hat. Er will, dem par- nellitischen Journal „Star" zufolge, sich aus dem politischen Leben zurückziehen, doch steht offenbar noch nicht fest, wer alsdann an seiner Stelle die Leitung der Nationalliga zu übernehmen haben würde. Deutsches Reich. nn. Darmstadt, 25. November. Zweite Kammer der Hessischen Landstän.de. Heute Mittag um 12 Uhr trat die Zweite Kammer der Stände zur Constituirung zusammen. Ministerialrath Jaup eröffnete die Verhandlungen mit der Mitteilung, daß nach den Einträgen in die Präsenzliste die Einweisungscommission zur Constituirung der Zweiten Kammer schreiten konnte und das Haus beschlußfähig, da die Anzahl von 42 Mitgliedern anwesend sei. Die Anzahl der Mitglieder des Hauses wird durch Namensaufruf festgestellt. Seitens des Ministerialraths Jaup wird nunmehr der Abg. P fannstiel als ältestes Mitglied des Hauses cvnstatirt (1816 geboren) und im Einverständniß der Kammer zum Alterspräsidenten ernannt. Derselbe übernimmt das ihm übertragene Amt dankend und leitet den Wahlact für den ersten und zweiten Präsidenten der Kammer. Aus der Wahlurne gehen hervor der Abgeordnete und frühere Präsident Kugler- Offenbach als erster Präsident mit 33 Stimmen, Abg. Otto Wolfskehl mit 33 Stimmen als zweiter Präsident. 9 Stimmzettel waren weiß in beiden Wahlgängen abgegeben. Zu Schriftführern wurden gewählt Abgeordnete Heinzerling und Arnold mit 32 Stimmen. Nach Worten des Dankes Seitens des ersten und zweiten Präsidenten für die Wiederwahl und das neuerdings ihnen vom Hause entgegengebrachte Vertrauen theilt Präsident Kugler dem Hause mit, daß die Mitglieder desselben für morgen von Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog nach der Eröffnung des Landtages zur Hoftafel geladen seien und bittet um zahlreiches Erscheinen. Hiernach vertagt sich das Haus bis zum Donnerstag Morgen 1/210 Uhr; Um dieselbe Zeit tagte auch die Erste Kammer der Stände und wurde in derselben zum ersten Präsident Fürst Ysen bürg-Büdingen, zum zweiten Präsident Graf Solms-Laubach gewählt. Darmstadt, 24. November. Einer soeben erschienenen amtlichen Veröffentlichung ist zu entnehmen, daß im Groß- herzogthum Hessen für das taufende Jahr an directen Steuern 8,339,523 Mk. 49 Pfg. ausgeschlagen und zur Erhebung überwiesen sind. Diese Summe vectheilt sich nach Provinzen mit 3,093,324 Mk. 89 Pfg. auf Starkenburg, mit 1,873,323 Mk. 66 Pf. auf Oberhessen und mit 3,372,874 Mk. 94 Pf. aus Rheinhessen. Berlin, 22. November. Unter der Ueberschrift: „Für die Arbeiter mit der Feder" sührte eine Berliner Zeitung unlängst aus, daß die neuere sociale Gesetzgebung nur die Handarbeiter in den Betrieben, aber nicht die Federarbeiter in den Büreaus berücksichtigt habe. Die zahlreichen Schreiber, Eanzlisten, Diätare, Büreau-Hülssarbeiter, welche zu den „Proletariern der Feder" zu rechnen seien, wären von allen Wohlrhaten der Unfall-, sowie der Jnvaliditäts- und Altersversicherung ausgeschlossen. — Dem gegenüber verdient hervorgehoben zu werden, daß nach § 1 des Gesetzes, betr. die ! Jnvaliditäts- und Altersversicherung, zu den der Versicherungs- I pflicht unterliegenden Personen alle Arbeiter und Gehülsen im weitesten Sinne gehören, u. A. also auch die Lohnschreiber der Rechtsanwälte, Privatschreiber von Beamten (Landräthen, Bürgermeistern). Auch die Canzlei-Hülsskräfte der Behörden unterliegen der Versicherungspflicht, soweit sie nicht als Beamte des Reichs und der Bundesstaaten, oder als mit Pensionsberechtigung angestellte Beamte von Communalverbänden wegen ihrer anderweiten Versorgung davon ausgenommen sind. — Was aber die Unsallversicherung betrifft, so hat dieselbe Gefahren zum Gegenstände, die den Arbeiter mit der Feder kaum jemals bedrohen können. Die von den Betriebsunfällen wohl zu unterscheidenden Unfälle des gewöhnlichen Lebens, denen die Arbeiter und Gehülsen in Büreaus und Schreibstuben ausgesetzt sind, werden auch bei den in gewerblichen Betrieben beschäftigten Handarbeitern durch die Unsallversicherung nicht gedeckt. Uebrigens gewährt bei allen Unfällen, für welche die Unfallversicherung nicht eintritt, die Jnvaliditäts- und Altersversicherung eine Fürsorge. Die Auffassung, daß die neuere sociale Gesetzgebung die Arbeiter mit der Feder nicht gleichmäßig mit den Handarbeitern berücksichtige, ist hiernach nicht gerechtfertigt. Neueste Nachrichten. WoM telegraphische- Torrespondenz-Bureau. Berlin, 25. November. Die „Nordd. Allg. Ztg." theilt mit, bei der zwanglosen Unterhaltung nach dem gestrigen parlamentarischen Diner beim Reichskanzler habe der Kaiser wiederholt Win dthorst angesprochen und sich angelegentlich nach dessen Befinden erkundigt. Der Kaiser sprach gegenüber den Abgeordneten seine Befriedigung über die sachliche Discussion der Reformvorlagen im Abgeordneten- hause aus. Er wünsche eine sachliche Kritik. Er geißelte die Unfruchtbarkeit der socialdemokratischen Congresse für die Arbeiter, bekannte sich als Feind dogmatischer Zänkereien und tadelte die Politiker, die sich aus zersetzende Kritik beschränken. Sodann berührte er die Entwicklung des Verkehrswesens, wobei er sich für den Ausbau der Wasserstraßen und Canäle aussprach, deren strategische Bedeutung und Eignung für den Transport Kranker und Verwundeter er betonte. — Der Bundes rath stimmte den Gesetzentwürfen betr. die Abänderung des Patentgesetzes und dem Schutz von Gebrauchsmustern zu. Berlin, 25. November. Dem Festappell im Lichthofe des Zeughauses anläßlich des 150jährigen Jubiläums des reitenden Feldjägercorps wohnten Feldmarschall Blumenthal, Corpscommandeur Oidtmann und Deputationen aller Jägerbataillone der Armee bei. Der Kaiser ließ durch einen verlesenen Befehl feine Glückwünsche aussprechen und Auszeichnungen verleihen. Die Kaiserin Friedrich sandte ein Oelbild ihres verstorbenen Gemahls, das Jägeroffiziercorps schenkte die Büste Friedrichs des Großen, des Stifters des Feldjägercorps. Berlin, 25. November. Die Kaiserin Friedrich besuchte gestern hier in der Krause'schen Klinik den mit der Koch'schen Lymphe behandelten früheren Oberbürgermeister Winter (Danzig). Düsseldorf, 25. November. Eine Offiziersdeputation des 11. Husarenregimeuts, dessen Chef der König von Holland war, begibt sich zu den Beisetzungsfeierlichkeiten nach dem Haag. Köln, 25. November. Nach den letzten Nachrichten scheint die dringendste Wassergefahr vorüber und trockenes, windiges Wetter eingetreten zu fein. Die Mosel ist nicht weiter gestiegen, der obere Neckar fällt langsam. Nach Steele, wo Menschenleben gefährdet waren, wurden Pioniere von Deutz berufen. Dte große Eifenbahnbrücke bei Schwerte ist zerstört. Die Saar ist bei Saarlouts über die Ufer getreten. Die Schifffahrt wurde unterbrochen. Der Rheinpegel bei Köln ist seit Mittag um 0,12 Meter gestiegen. Münster i. W., 25. November. Das Wasser steigt. An vielen Stellen des Münsterlandes herrscht große Noth. Vielfach ist der Verkehr gänzlich unterbrochen. Mehrere Mühlen wurden beschädigt, auch Vieh ist ertrunken. Merfeld, 25. November. Nach der „Elberfelder Zeitung" sind bei dem gestrigen Hochwasser fünf Personen um das Leben gekommen und zwei Brücken zerstört. Die Pumpstation des Barmer Wasserwerkes ist betriebsunfähig. Elberfeld, 25. November. Das Hochwasser fällt rapide. Die freiwerdenden Straßen bieten Bilder der ärgsten Verwüstung und sind bedeckt mit Pferdekadavern und Ge- räthschaften aller Art. Die Eisenbahndirection giebt bekannt, daß die Strecke Hagen-Kassel, sowie die Linie an der Ruhr und Wupßer gesperrt sei. Elberfeld, 24. November. Das Wasser ist —- 4^/, Uhr — immer noch im Steigen. Wir hatten heute Mittag schon Regen, Hagel und darauf tüchtiges Schneegestöber. Momentan steht das Wasser 95 cm höher als der höchste Wasserstand bei früheren Ueberschwemmungen. An der Fahrstraße wurden die Häuser durch die Feuerwehr geräumt. (Aus einem Hause, einstöckig und baufällig, wurden 32 Kinder herausgeholt.) Die einzige Verbindung mit der Stadt bildet noch die feste Breusenwerthbrücke, doch ist es nur eine Frage der Zeit, so ist auch diese unpassirbar. Der Verkehr zwischen Vohwinkel und Steele ist unterbrochen. Die Reisenden, die 1 Uhr abfuhren, kamen soeben via Düsseldorf-Barmen hieran. Die ganze Stadt ist in Aufregung. Der Verkehr durch Wagen kann nur noch ganz wenig stattfinden. Der Himmel ist noch ganz grau und jetzt schon Nacht hier. Laternen brennen keine. Witten, 25. November. Die Zechen „Nachtigall", „Blankenburg" und „Bommerbank" haben infolge Hochwassers die Förderung eingestellt. Duisburg, 25. November. Duisburg und die umliegenden Städte sind in Noth, da Ruhr und Rhein gewaltig steigen. Außerhalb der Stadtdeiche ist Alles überschwemmt, die Ruhrbrücke der Köln-Mindener Bahn ist verloren. Der Bahnbetrieb Duisburg-Oberhausen-Mülheim wurde eingestellt, auch der Verkehr zwischen Duisburg und Ruhrort ist unterbrochen. Erfurt, 25. November. Der Güter- und Personenverkehr zwischen Halle und Erfurt ist seit heute Mittag wegen des Hochwassers völlig gesperrt. Limburg a. d. L., 25. November. In Folge der anhaltenden Regengüsse hat die L a h n einen ungewöhnlich hohen W a s s e r st a n d erreicht. Gestern hat sie die Ufer überschritten und einem hiesigen Händler 80 Faß Petroleum von seinem Lagerplatz weggeschwemmt. 56 Faß wurden wieder aufgefischt, die übrigen 24 durch die Fluthen entführt. Essen a. d. Ruhr, 25. November. Durch die Beschädigung der Pumpwerke an der Ruhr sind wir seit Mittag ohne Leitungswasser.. Das Etablissement Krupp und andere Werke müssen bereits theilweise den Betrieb einstellen. Die Route nach Düsseldorf ist noch immer nicht frei. Die Ruhr fällt jetzt jedoch. Altona, 25. November. In Folge der Aussperrung von Cigarrenarbeitern aus verschiedenen Fabriken in Ottensen und Altona traten die Arbeiter mit den Fabrikanten in Verhandlung. Kassel, 25. November. Die Fulda fällt fortdauernd. Die städtische Gasbeleuchtung wird jedoch erst morgen wieder im Stande sein- die Vorstellung im Hoftheater mußte daher heute noch ausfallen. Kosen, 25. November. In Folge des Hochwassers ist die hiesige große, nahezu 800 Jahre alte Saale-Brücke eingestürzt. Die Eisenbahnbrücke ist ebenfalls gefährdet und der Bahnverkehr unterbrochen. Im Saalethale sind große Verheerungen angerichtet. Kosen, 25. November. In Lengefeld wurden mehrere Häuser vom Hochwasser fort gerissen- das Unstrutthal ist überfluthet. Der Wasserstand in Kösen ist höher als im Fluthjahr 1799. Erfurt, 25. November. Das Eisenbahnbetriebsamt gibt bekannt, daß beide Geleise zwischen Großheringen und Kösen überschwemmt und unsahrbar sind. Der Verkehr werde voraussichtlich auf 24 Stunden vollständig unterbrochen sein. Jena, 25. November. In den Nachbarorten Wenigen- Jena und Kamsdorf wurden durch das Hochwasser fünfzehn Häuser zerstört- auch einige Personen sollen umgekommen sein. Der Eisenbahndamm der Saalebahn bei Löbstedt ist 50 Meter weit weggespült. Dresden, 25. November. Der Stadtrath wählte eine Commission, bestehend aus den Oberärzten des städtischen Krankenhauses, mit dem Ersuchen, dieselbe solle Vorschläge machen, wie die Koch'sche Behandlung der Tuberkulose am zweckmäßigsten in Dresden allgemein durchzuführen sei. Dresden, 25. November. Bei Plauen hat die H^och- sluth ein Menschenleben zum Opfer gefordert. Der Thalbahuhof in Plauen ist überfluthet und unzugänglich. Die Bauern sind um die Rettung ihrer Viehbestände bemüht. — Die Zwickauer Mulde har bei Stein die Eisenbahnbrücke zerstört- bei Neumark wurde das Bahnhofsgebäude theilweise eingerissen, zahlreiche Fabriken stehen füll. München, 25. November. Ein O r k a n st u r m mit Regen * unterbrach die Bahnlinien Rietschenhausen-Neudietendorf, Probstzella-Eichicht, Hüttensteinach-Lauscha. Hochwasser der Isar überschwemmt das Uferthal. Der Sturm hat vielfach Bäume und Häuser beschädigt. Augsburg, 25. November. Lech und Wert ach sind park gewachsen und mehrfach ausgetreten. Würzburg, 25. November. Der Main ist in Folge des fortdauernden Regens um einen Meter gestiegen und steigt noch. Groß-Strelitz, 25. November. Der Kaiser ist Abends 6 Uhr hier eingetroffen. Das Wetter ist prächtig, trotz Kälte und leichten Schneefalls. Rostock, 25. November. In Folge des Nordsturmes ist Hochwasser eingetreten. Die niedrig gelegenen Stadttheile stehen unter Wasser. Die dort befindlichen Holzlager sind überschwemmt. Rostock, 25. November. Die niederen Stadttheile von Wismar und Rostock find überfluthet. Bei Poel strandete ein schwedischer Schooner- die Mannschaft wurde gerettet. Rudolstadt, 25. November. In Folge des gestern Abend eingetretenen H o ch w a s s e r s ist der untere Stadttheil überschwemmt. Der Eisenbahnverkehr ist gesperrt. Lübeck, 25. November. Abends 8 Uhr trat langsames Sinken des Wassers ein. Die Gefahr scheint vorüber zu sein. Die Schäden sind bedeutend. Warnemünde, 25. November. Die Strandpromenade ist theilwese fortgerissen. Das Wasser steigt noch. Luxemburg, 25. November. Das Amtsblatt veröffentlicht folgende Antwort des Herzogs Adolf aus die Mittheilung der hiesigen Regierung: Ich habe vernommen, daß die luxemburgische Regierung meine Thronbesteigung proclamirt. Ich nehme die Krone an, indem ich Gott bitte, meine Herrschaft und mein neues Vaterland zu segnen. Das Grundgesetz verlangt, daß der Großherzog baldmöglichst vor der Kammer den Eid aus die Verfassung leiste. Obschon ich vorher am Sarg des geliebten Fürsten knien und der Königin, meiner Base, tiefgefühlte Beileidsbezeugungen ausdrücken wollte, so glaube ich doch, vor Allem dem Verlangen der Verfassung des Großherzogthums gerecht werden zu sollen und dieserhalb werde ich mich nach der Hauptstadt begeben. Gez.: Adolf. Das Amtsblatt veröffentlicht ferner die Antwort der Königin Emma und des Großherzogs von Sachsen-Weimar aus die Beileidstelegramme der hiesigen Regierung. Die Vollziehungsformel der Urtheile wurde bereits dahin abgeändert: „Wir Adolf von Gottes Gnaden, Großherzog von Luxemburg." Lüttich, 25. November. Infolge starker Regengüsse traten die Flüsse Ourthe und Vesdre aus und überschwemmten die Umgegend mit mehrere Fuß tiefem Hochwasser. An mehreren Stellen sind die Wegeverbindungen unterbrochen. Mehrere Quais Hierselbst sind überschwemmt. Der Verkehr ist unmöglich. Mehrere industrielle Etablissements, so z. B. diejenigen von Grivegnee und Angleur, drohen einzustürzen. Wien, 25. November. Der Schaden in Karlsbad wird aus 11/2 Millionen Gulden geschätzt. Vom Goethe- Monument wurde die schwere Marmorbüste herabgeschleudert und der Kopf tief ins Erdreich -gegraben, doch ist er unbeschädigt geblieben. Viele Geschäftshäuser sind ruinirt. Wien, 25. November. Infolge Ableben des Königs von Holland legte der Hof zehntägige Trauer an. Prag, 25. November. Bei der Katastrophe im Anna- schachte fanden, wie bisher sestgestellt, 33 Bergarbeiter den Tod. Ob die Zahl der Verunglückten nicht größer ist, wird noch als ungewiß bezeichnet. Glücklicherweise war nur die halbe Belegschaft eingefahren, die andere Hälfte feierte nach der Tanzmusik vom Sonntag blauen Montag, als das Unglück hereinbrach. Die Verunglückten sind meistens Familienväter. Paris, 25. November. Die Subcommlssion des Zoll- aus schuss es der Kammer erhöhte den Zoll auf geschlachtetes Hammelfleisch von 28 auf 32 Fres. für 100 Kilogramm und beschloß 20 Fres. Zoll für verarbeitetes Schweinefleisch, 16 Fres. für eingepökeltes und geräuchertes Schweinefleisch, 50 Fres. für Fleischpasteten und 24 Fres. für eingepökeltes Rindfleisch festzusetzen. Die Zölle für Fleischeonserven in Büchsen, Fleischextracte und Bouillons werden von 8 Fres. aus 15 und 20 Fres. erhöht. Paris, 25. November. Die Meldung, daß die Verhaftung Padlewskys in Brüssel zu erwarten sei, hat sich nicht bestätigt. Ein schwedischer Arbeiter, auf welchen das Signalement Padlewskis paßt, ist für letzteren gehalten worden. Heute sind mehrere Polizeiagenten nach der Schweiz, England, Deutschland und Belgien abgegangen. London, 25. November. Die zur Eröffnung des Parlaments verlesene Thronrede besagt, daß die auswärtigen Beziehungen seit der letzten Session unverändert geblieben sind- auch die Sicherheiten für den europäischen Frieden erscheinen der Königin unvermindert. Dieselbe kündigt die Eröffnung von Verhandlungen mit Italien an zur Absteckung der Grenze, welche das unter britischem Einfluß stehende Gebiet in Nordost-Afrika von dem Gebiete trennt, das zu dem unter dem Schutze Italiens befindlichen Reiche Abessyniens gehört. Die Thronrede erwähnt ferner den Abschluß eines modus vivendi mit Portugal und hofft, daß die Verhandlungen betr. die Neufundland-Fischereien, für alle Parteien einen befriedigenden Abschluß finden werden- sie bedauert ferner, daß die mangelhafte Kartoffelernte einen Nothstand in den westlichen Grafschaften Irlands hervorzurufen drohe und hofft, daß die Maßregeln der Regierung das Uebel lindern^ werden. Die Regierung werde einen Gesetzentwurf vorlegen betreffs Verbesserung des Verwaltungssystems in den Grafschaften Irlands im Sinne des in England bestehenden Gesetzes. Ferner wird angekündigt eine Vorlage betreffend die Herabminderung des Beitrages der Unbemittelten zu den Kosten des öffentlichen Unterrichts. Kopenhagen, 25. November. Infolge des starken Ost- sturmes und damit verbundenen Hochwassers sind große Ueberschwemmungen in Ostjütland eingetreten, besonders bei Fredericia, wo die Eisenbahnbrücke unterminirt wurde. Auch Kolding steht theilweise unter Wasser. Das südliche Fünen ist bedroht. In Rönne herrscht Schneesturm und Hochwasser. Nach Gjedser ist wegen des Sturmes und Hochwassers keine Ueberfahrt möglich. Das Postschiff geht morgen von Gjedser ab. Rom, 25. November. Das Amtsblatt veröffentlicht eine Verordnung, wonach den aus Mass au ah kommenden Fahrzeugen der freie Verkehr mit den italienischen Häsen erlaubt wird, da in Maffauah die Cholera erloschen sei. Koustautiuopel, 25. November. Der Sultan verlieh an Professor Koch in Berlin den Großcordon des Medschidje- Ordens. Konstantinopel, 25. November. Die Cholera ist in Adana ausgebrochen. Die bereits bestehende Quarantäne wurde bis Auamur ansgedehnt. Cec«U» «nv proeHtt$UUe». Gießen, 26. November. — Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordnete« am Donnerstag den 2 7. November 189 0, Nachmittags 3 Uhr: 1. Gesuch des Wirths Maximilian JaskowSky dahier um Erlaubniß zum Ausschank von Branntwein. 2. Unterhaltung der städtischen Wiesen. 3. Gesuch des Johs. Bernhardt zu Gießen um Erlaubniß zur Beseitigung eines städtischen Rains vor seinem Acker in der Schwarzlach. 4. Zufuhrstraße zu den neuen Kliniken. 5. Decretur von Kostenrechnungen. 6. Gesuch der Fleischerinnung zu Gießen um Unterstützung ihres Antrags auf Aushebung der Vieheinfuhrverbote. — Die hiesige Studentenschaft wird Sr. Köuigl. Hoheit dem Erbgroßherzog, dessen Geburtstag am 25. d. Mts. war, wegen Abwesenheit Sr. Königl. Hoheit au genanntem Tage hier eine auf den Tag bezügliche Feier aber nicht stattfinden konnte, morgen Donnerstag Abend nachträglich einen Fackelzug bringen. — Die auf gestern Abend anberaumte Versammlung zur Gründung eines Vereins, welcher aus dem Gebiete des Bestattungswesens zweckmäßigere Einrichtungen anzubahnen bestrebt sein soll, war nicht zahlreich besucht. Es sand aber, nachdem von Herrn F. C. B. Koch die Versammlung begrüßt und die Zwecke des zu gründenden Vereins erläutert, sowie den Anwesenden der Entwurf der Satzungen unterbreitet worden, eine sehr eingehende Besprechung und Darlegung der zur Erreichung des gesteckten Zieles ins Auge zu fassenden Gesichtspunkte und der Gründe, welche eine den heutigen Verhältnissen mehr entsprechende Aenderung im Be- stattungswesen rechtfertigen, statt. Die von den einzelnen Rednern (es nahmen an der Besprechung Theil die Herren: F. C. B. Koch, Oberbürgermeister Gnauth, Justizrath Baist, Oberamtsrichter Langsdorfs, Pfarrer Dr. Naumann, Frhr. v. Jungenfeld, Oberlehrer Fuhr, Stadtv. Scheel, Gärtner Becker) vertretenen Ansichten waren in mancher Beziehung recht be- herzigenswerth und wurden durch sie verschiedene Mängel in der seither üblichen Art derTodtenbestattung trefflich gekennzeichnet. Eingehend hierüber zu berichten, gestattet uns der Raum nicht- es sei hier nur mitgetheilt, daß fast von allen Rednern, besonders nachdrücklich und ausführlich von den Herren Justiz- .rath Baist, Pfarrer Dr. Naumann und Oberamtsrichter Langsdorfs, hervorgehoben wurde, daß es ihnen fern liege und auch nicht Zweck des zu gründenden Vereins sein werde, hierbei in Betracht kommende Geschäftsleute, namentlich Gärtner, zu schädigen- lediglich eine Einschränkung des in den letzten Jahren zu Tage getretenen übergroßen Aufwandes an Blumen, nicht aber eine Abschaffung aus Verwandtschaft, wahrer Anhänglichkeit und Theilnahme für die Verstorbenen und deren Hinterbliebene gewidmeter Blumenspenden werde das Ziel des Vereins sein. Den Standpunkt der fast vollzählig anwesenden Gärtner vertrat Herr Becker, der es doch als eine Schädigung der unter mancherlei sonstigen ungünstigen Verhältnissen leidenden Handelsgärtnerei bezeichnete, wenn man die Blumenspenden einschränken oder abschaffen wolle. Es wurde nach Beendigung der allgemeinen Besprechung in die Einzelberathung der Satzungen eingetreten und dieselben mit einigen Abänderungen angenommen. Danach bezweckt der Verein, für welchen vorerst die Bezeichnung: „Reformverein für das Bestattungswesen"' gewählt wurde, die Vereinfachung der Bestattungsart, zunächst durch Einschränkung der Blumenspenden, Einführung von Beileidskarten zu Gunsten der Wohlthätigkeits-Vereine: Allgem. Verein für Armen- und Krankenpflege, Verein für Kranket; pflege, Kleinkinderbewahranstalt, und solcher Karten, über deren Ertrag der Ausschuß des Vereins für allgemeine Zwecke der Wohlthätigkeit verfügen kann. Eintrittsgeld und Jahresbeiträge werden von den Mitgliedern nicht erhoben, die entstehenden geringen Kosten werden dem Erlös aus Karten entnommen. Die Karten können an noch zu bezeichnenden Verkaussstellen auch von Nichtmitgliedern bezogen werden, der Verkaufspreis einer solchen Karte, die im Aufdruck denjenigen Verein bezeichnet, welchem der Betrag zufließen soll, beträgt 1 Mk. Die nach Durchberathung der Satzungen sich bildende General-Versammlung wählte in den Ausschuß die Herren Oberbürgermeister Gnauth, Oberamtsrichter Langsdorfs, Polizeirath Fresenius, Oberlehrer Fuhr und Kaufmann Fischbach. — Der Abhaltung des für den 27. angeregten Vortrags des Herrn Sieutenant von Tiedemann drohten sich Schwierigkeiten in den Weg zu schieben, da für diesen Tag eine Audienz desselben bei Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog von Baden angesetzt war. Den vereinten Bemühungen des hiesigen Vorstandes, sowie der Centraldirection der Colonialgesellschaft ist es jedoch gelungen, eine Verlegung dieser Audienz auf den 26. zu erwirken. — Da der Fackelzug, den die Studentenschaft Sr. Königl. Hoheit unserem Erbgroßherzog am 27. darbringen wird, um 8 Uhr auf jeden Fall im Wesentlichen zu Ende ist, so wird der Besuch des Vortrags hoffentlich dadurch keine Einbuße erleiden. — Die Verbreiterung der Sonneuftraße steht nun doch für das nächste Jahr sicher bevor. Zwischen der Stadt und dem Inhaber der Häuser Nr. 23 und 25 der Sonnenstraße, Herrn L. Fuhr, ist ein Abkommen getroffen worden, wonach die betr. Häuser niedergelegt und die an deren Stelle tretenden Neubauten so weit zurückgestellt werden, daß vom Clubgebäude bis zum Hause des Herrn Andr. Wei big eine möglichst gerade Baulinie hergestellt wird. Hiermit wird einem schon längst dringend nöthig gewesenen Bedürfniß für den Verkehr im Innern der Altstadt entsprochen, was jedeu- salls von Vielen mit Freuden begrüßt wird. Das Zustandekommen dieses schon vor langen Jahren einmal gehegte« Projectes, welches auch jetzt wieder zu scheitern drohte, ist besonders den Bemühungen des Stadtverordneten Herrn A. Keller zu verdanken. Derselbe, welcher sich schon wiederholt um das Bauwesen in unserer Stadt verdient gemacht hat, wurde in einer der letzten Sitzungen einstimmig zum Mitglied der Bau-Commission ernannt. f — In der gestrigen Ziehung der Lotterie vom rothe« Kreuz gewann das Loos Nr. 59406 aus der Collectz, des Herrn C. Ruckelshausen hier den Gewinn von Mk. 106L Kfe>fat,25, snNttriaVabe'' o, .Wo 1 bau f'6'” -Ade ÄÄ •s 19. KSÄ S-LÄ Leier" # * -"ilesdi-nste «' »«S Der b-s H-rr W“ „glicht lijtn |N' [rtll(iiji w'-d r eine , .... Qrfj IDClB/ teile. Uly? , c\eru c Sri« wen W Bekleide, V ben rott. «amro Mependienstreisen feinem schwarzen M ei« toi der g-M S-mM bekannten Prüfer fchen Einrichtung in Berlin ; würdig gehalten. - sammelte sich nach dem nun seil Jahren üblich Gottesalker, um die do krönen. Da war kann Schmuck ttug. Erst bi neute Regenschauer trie der pietätvolle Brauch Butzbach, 25. Nov der sonst ein zahlreicl weiteren Umgegend in Folge des anhaltenden einem sturmartigen Wi Rur in den Wirthschck Ranstadt, 20. Ni eine Anzahl Männer leitung des Herrn Di Berbandsrevisors Ihr lehnskasse mit un1 Es sind sogleich 4? getreten. Die Kass hessischen landwirthsch Dem genannten Verb! an. InnerM her 32 Vereine neu gegrüi ^stehenden Gesannntve 24 Mionen Marl z, Ma, 24. 'M güsie ist die Ridd Wiesengrund, sowie unter Wasser. Crainfeld, 23. Bolksbildunqsv Lur Pslicht macht, di Mren. Es werde, ^rr Pfarrverwalter Demokratie und der ** Non eine ftattln o; A Stümperten ^nderkrankheiten, di nferrer Gemeinde mi " erschreckender Wein k Eheit znm Opfer g-b-n di, T Muffe in p'B«, es toJ. teWnete Herr &4,r. oe her -S*} > '\be8wC , $U*9 eintJ ■ *£>»• ’etinnung “J b"n **4öj{ Ü?**. °» genanntem ^5' ftattfinben to«' 7? NtWimg U' dem Gebik,- i 79'" ‘"Wen ;W. Es fand aber Sammlung be- )'77 ttliiutc“' "Mr- *edR Md Dar- « W ins An°r«, 7' welche eine den bc ^enderung im Be- ' don den einzelnen ll9 die Herren: uth, Justizrath Baist, r- Naumann, Frhr. scheel, Gärtner Becker) c Beziehung recht be- ; hiedene Mängel in der i Beßlich gekennzeichnet, t uns der Raum nicht; on allen Rednern, be- s on den Herren Justiz- )beramsrichter Langs- , ihnen fern liege und reins sein werde, hier- e, namentlich Gärtner, jng des in kn letzten lufiwnbtfan Blumen, kck/W, wahrer An« rftorbtncn und deren werde das Ziel des ast vollzählig am , cker, der es doch als i jonstigen ungünstigen ' i bezeichnete, wenn ■ der abschassen wolle, einen Besprechung in ^treten und dieselben i. Danach bezweckt ichnung: „Reformen" gewählt wurde, zunächst durch Einung von Beileidskarten f Allgem. Verein lege, herein für ew°hr°B°lt, un Ausschuß des Arms tiqfeit verfüge" £n non den MtgKedern en Mm werden de« »arten kdmen an noch ' von Nichwttgl'-dnn ner solchen Karte, ,t welchem der Betrag ch Durchberachung der M-ung £ » '?*äS angen de ist 4 3®*" »Ü 6 „ «orbe», t „ deren Inb di- a 1 ba6 oo" ( J „.rorbn^0 ^r-der- ^Äch'7">' "|V' gertie"1 9' „ '$£**■* -o- Aus dem Busecker Thal, 24. November. Litur - zische Andachten werden jetzt hin und her in unseren Gemeinden und zur Zeit jedenfalls mehr, als in früheren Jahren gehalten. Vom Charfreitag abgesehen, dürfte die Stimmung für eine derartige Feier an keinem Tage so wohlvorbereitet und empfänglich sein, als gerade am Todtensonn- tag. In Beuern ist man seit Jahren gewohnt, die Nachmiltagsgottesdienste an Fest- und Feiertagen überhaupt so zu gestalten. Der bestehende Klrchengesangverein (Dirigent Herr Lehrer Musch), der sich ausnahmslos dabei zu betheiligen pflegt, ermöglicht überdies eine reichere Ausführung der Feier in sehr erfreulicher Weise. So wurde denn auch gestern wieder eine liturgische Andacht in der herkömmlichen Weise -gehalten, die, abgesehen von anderen Gesängen, namentlich durch den Vortrag von Joh. Mich. Bachs ergreifender Motette: „Ich weiß, daß mein Erlöser lebt!", sowie durch den Wechselgesang: „Jerusalem, du hochgebaute Stadt" zwischen Chor und Gemeinde ihre besondere Weihe erhielt. — Geschmückt waren Kanzel und Altar zugleich mit einer neuen Bekleidung, die theils aus Mitteln der Kirchenkasse, theils durch freiwillige Gaben von Gemeindegliedern beschafft worden war. Die Kanzelpultdecke trägt das silbergestickte Monogramm Christi, das A und 0 zu beiden Seiten, während der Antependienstreifen ebenfalls wie die Kanzelbekleidung aus feinem schwarzen Tuch mit Seiden- und echtem Silberbesatz, ein Kreuz zeigt mit dem agnus Dei, reich in Gold und Silber gestickt. Sämmtliche Paramente stammen aus dem wohlbekannten Prüfer'schen Atelier für Kirchenbau und Kirchen- Einrichtung in Berlin und sind künstlerisch-schön und kirchlichwürdig gehalten. — Trotz der ungünstigen Witterung ver» sammelte sich nach dem Schluffe des Gottesdienstes, wie das nun seit Jahren üblich geworden ist, die Gemeinde aus dem Gottesacker, um die dortigen Gräber mit Blumengewinden zu krönen. Da war kaum ein Grab, das nicht irgendwie seinen Schmuck trug. Erst die hereinbrechende Dämmerung und erneute Regenschauer trieben die Besucher nach Hause. Möge der pietätvolle Brauch zur bleibenden Sitte werden! Butzbach, 25. November. Der Katharinenmarkt, der sonst ein zahlreiches Publikum aus der näheren und weiteren Umgegend in unsere Stadt führt, war gestern in Folge des anhaltenden Regenwetters, welches zeitweise von einem sturmartigen Wind begleitet war, sehr schwach besucht. Nur in den Wirthschaften herrschte munteres Treiben. Ranstadt, 20. November. Heute Abend ist auch hier eine Anzahl Männer zusammengetreten und hat unter Anleitung des Herrn Dr. Ullmann (Büdingen) und des Herrn Verbandsrevisors Ihrig (Offenbach> eine Spar- und Dar- lehnskasse mit unbeschränkter Haftpflicht ins Leben gerufen. Es sind sogleich 47 Herren als Mitglieder der Kasse beigetreten. Die Kasse hat sich sogleich dem Verbände der hessischen landwirthschaftlichen Genossenschaften angeschloffen. Dem genannten Verbände gehören gegenwärtig 156 Vereine an. Innerhalb der letzten Monate sind nicht weniger als 32 Vereine neu gegründet. Ende 1889 haben die bis dahin bestehenden Gesammtvereine des Verbandes einen Umsatz von 24 Millionen Mark zu verzeichnen gehabt. Nidda, 24. November. Durch die anhaltenden Regengüsse ist die Nidda aus ihren Ufern getreten und der Wiesengrund, sowie die nieder gelegenen Stadttheile stehen unter Waffer. Crainfeld, 23. November. Heute hat sich hier ein Volksbildungsverein gegründet, der sich hauptsächlich zur Pflicht macht, die Leute über die Socialdemokratie aufzuklären. Es werden von Zeit zu Zeit Vorträge gehalten, Herr Pfarrverwalter Fuldat hat einen Vortrag über „Socialdemokratie und deren Folgen" übernommen. Der Verein hat schon eine stattliche Mitgliederzahl. △ Stumpertenrod, 25. November. Die schlimmste der Kinderkrankheiten, die Diphtheritis, herrscht auch in unserer Gemeinde wie in vielen anderen unter den Kindern in erschreckender Weise. Bereits 4 Kinder sind der tückischen Krankheit zum Opfer gefallen. x Storndors, 25. November. Wie in einer Anzahl Gemeinden unseres Kreises ist auch in hiesiger eine Sparund Darlehnskasse in's Leben gerufen worden. Das Verdienst resp. die Anregung zu ihrer Gründung gebührt und gaben die Herren Verbandsrevisor Ihrig und Landwirth- schaftslehrer Leithiger, welche einen Vortrag zwecks Gründung der Kasse in der Hosmann'schen Gastwirtschaft abgehalten. Hiernach unterzeichneten sich schon 20 Gemeindemitglieder und es wurde zur definitiven Gründung der Kasse geschritten. Als Präsident wurde Herr Oberförster Hofmann, als Director Herr Schreinermeister Sinn, als Rendant Herr Postagent Jäger gewählt. Vermisste». * Darmstadt, 25. November. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 23. November den Ministerialregistrator bei dem Ministerium der Finanzen, Baumeister Johannes Schlegel auf sein Nachsuchen wegen geschwächter Gesundheit in den Ruhestand zu versetzen und demselben den Character als Baurath zu verleihen. * Offenbach, 20. November. Weichherzige Hausfrauen, die sich durch die Bitten und Thränen ihrer Dienstboten verleiten lassen, denselben unverdient gute Zeugnisse auszustellen, mögen aus dem folgenden Falle eine Warnung entnehmen: Vor einiger Zeit wurde ein Dienstmädchen wegen eines verübten Diebstahls entlasten und das Entlassungszeugniß lautete dennoch: „Fleißig und ehrlich verhalten." Bei der neuen Herrschaft führte die Entlassene einen Diebstahl von mehreren Hundert Mark aus. Auf Grund obengedachten unrichtigen Zeugnisses wurde der Aussteller gerichtlich verurtheilt, den der -bestohlenen Herrschaft erwachsenen Schaden zu ersetzen und sämmtliche Kosten zu tragen. *A Mainz, 25. November. Verflossene Nacht entstand -an der Mainmündung eine Katastrophe, welche den Holz- und Floßgeschästen, welche an dem unteren Maingebiet und längs dem Kasteler Ufer Holz und Flöße stehen hatten, beträchtlichen Schaden brachte. Durch das infolge des Hochwassers nothwendig gewordene Niederlegen der Wehre der Main- canalisation, waZ, wie behauptet wird, ohne die unteren Ortschaften zu „wehrschauen" geschehen sein soll, stürzten die Wasserfluthen mit mächtiger Gewalt gegen die an dem Mainausfluß ankernden Flöße, rissen dieselben von ihrer Verkettung los und trieben sie, von dem Sturm gepeitscht, sämmtlich in den Rhein. Hier trieben die Holzmassen zunächst gegen ein vor Kastel haltendes, der Firma Balzer Wagner in Kastel gehörendes Floß, das sie mit sich fortrissen und daun stückweise von den Fluthen fortgetrieben wurden. Glücklicher Weise ist den Mannschaften, die auf den einzelnen Flößen waren, soweit bis jetzt bekannt ist, kein Unfall zugestoßen. Außer einigen Mainfirmen sind hauptsächlich die Holzgeschäfte von Valentin Menz und Balzer Wagner in Kastel durch das Vorkommniß beträchtlich geschädigt. Durch das Hochwasser ist das Landen des Holzes äußerst schwierig. Q Frankfurt a. M., 25. November. Ueber das Koch'sche Heilverfahren in seinerBedeutung für die Landwirthschast sprach gestern Abend Herr Prof. Dr. Leonhardt im Landwirthschaftlichen Verein und Club der Landwirthe. Redner bemerkte, nicht zuletzt habe die Landwirthschast Ursache, dem großen Forscher für seine Entdeckung dankbar zu sein, denn sie werde durch dieselbe voraussichtlich von großer Calamitär befreit. Nach der Schlachthausstatistik seien etwa 10% des Rindviehs tuberkulös. Rechne man für den gesummten Viehstand Deutschlands nur 3%, so bedeute das einen Minderwerth von rund 150 Millionen. Die landwirthschaftlichen Vereine hätten schon lange das Bestreben gehabt, dieser Calamität durch reichsgesetzliche Maßnahmen zu begegnen, die Ausführung sei aber aus Widerstand gestoßen, weil in den meisten Fällen beim lebenden Vieh die Diagnose unmöglich sei. Durch Kochs Entdeckung komme Hilfe in der Noth, denn sein Heilmittel habe vorzugsweise einen diagnostischen Werth. Bewähre es sich beim Rinde wie beim Menschen, dann sei für die Landwirthschast die Frage reif zur Lösung. Könnten die kranken Thiere ausgeschieden, die Milchkühe bezüglich der Tuberkulose-Erkrankung controllirt werden, so sei eine bedeutende Quelle der Jnfection für den Menschen gestopft und eine wirksame Prophylaxis werde geübt. Erfüllten sich die Hoffnungen und Erwartungen, so würden die Landwirthe Koch als einen mächtigen Beschützer und Förderer des Nationalwohlstandes und -Vermögens zu unendlichem Danke verpflichtet sein. — Der „Kl. Pr." zufolge nahm die Versammlung folgende Anträge an: 1. Der Landwirthschaftliche Verein und der Club der Landwirthe erklären die Lösung der Frage der Tilgung der Tubert.lose des Rindes mit Hülfe des Koch'schen Mittels für sehr dringlich und sind bereit dazu, die Kosten zu übernehmen für diagnose Impfungen, die so- balv als möglich hier angestellt werden sollen. 2. Ein Gesuch an das Reichskanzleramt zu richten, daß solche Versuche auch von Staatswegen vorgenommen werden und daß im Falle günstigen Erfolgs die Tilgung der Tuberkulose des Rindes auch durch reichsgesetztiche Maßnahmen ungesäumt ins Werk gesetzt und daß außerdem die ständige Jmpfcontrole aller Melkthiere oder männlichen Zuchtthiere eingeführt werde. * Preisausschreiben für Schuhmacher. Die Redaction der „Deutschen Schuhmacher-Zeitung" (F. A. Günther), Berlin W. 35, Lützowstraße 6, erläßt folgende Preisaufgaben: 1. Wie können wir am besten die praktischen und geschäftlichen Kenntnisse erlangen, die wir als selbständige Schuhmacher unter den heutigen Zeitverhältnissen besitzen muffen ? 2. In welcher Weise ist ein Schuhgeschäft den Zeitverhält- nisten entsprechend zu begründen und wie muß es betrieben werden, um mit Erfolg concurriren zu können? — Für jede Arbeit ist ein Preis von 25 Mk. ausgesetzt. Die Arbeiten sind bis zürn 15. Januar 1891, mit einem Motto oder Zeichen versehen, an genannte Redaction einzusenden. * Wie der berühmte Dr. Sigl vom „Bayerischen Vaterland" Culturfortschritte zu würdigen weiß, die in der ganzen Welt mit Bewunderung gefeiert und gepriesen werden, zeigt eine Stilblüthe des genannten Blattes über das Koch'sche Heilmittel gegen Tuberkulose: „Das preußische Universalgenie Dr. Koch will nun gar — so beinebens und im Handumdrehen — auch ein, natürlich preußisch unfehlbares, Heilmittel gegen Diphtheritis erfunden haben. Am Ende „erfindet" er auch noch ein Tränklein gegen den Tod. (Gegen die Preußen, wenn er ein Pulver erfände, das fände riesigen Absatz, selbst bei den Wilden, aber die sind unausrottbar.)" * Paris, 20. November. Stelle nlosigkeit in Paris. Die Seine-Präsectur veröffentlicht eine vergleichende Ausstellung der in ihren verschiedenen Dienstzweigen offenen Aemter und Stellen und die Zahl der hierum sich be- werbenden Candidaten: Freie Stellen. Bewerber. Schreiber 12 3126 Bureaudiener 4 3414 Bei der Leichenbestattung 5 2423 Todtengräber 6 2323 Schuldiener 30 2643 Volksschullehrer 42 1847 Volksschullehrerinnen 54 7139 Tabaks-Bureaux 2. Klaffe 8 2679 Straßenkehrer 750 5110 Canal-Arbeiter 17 750 * Zeitungskioske J1 3150 Armenpflege 9 1001 Leihhäuser 17 2614 Octroi 210 3066 und ähnlich in allen übrigen Dienstzweigen. Zu beachten wäre hierbei allerdings der Umstand, daß unter der Zahl der genannten Bewerber sich auch viele befinden, die nicht stellenlos sind, sondern nur ihre momentane Stellung in irgend einer Weise zu verbessern suche«. * London. Ein Kaiser Friedrich-Denkmal in England. Der Bildhauer Sir Edgar Böhm hat die im Austrage der Königin von England ausgeführte Statue des verstorbenen , Kaisers Friedrich vollendet und wird dieselbe demnächst in der St. Georgskapelle im Windsorschlosse ausgestellt werden, wahrscheinlich in der Nähe des Monumentes des verstorbenen Königs der Belgier. Die Figur ist aus weißem cararischen Marmor in etwas über Lebensgröße höchst erfolgreich ausgeführt. Sie stellt den Kaiser stehend da, in der Uniform des preußischen Garde-du-Corps-Regi- ments. Darüber ist die Robe eines Ritters des Hosenbandordens geworfen. Der Harnisch ist mit dem Bande, Stern und den übrigen Insignien des Hosenbandordens, sowie anderer Orden geschmückt. Die Hände ruhen auf dem Pallaschgriff- die Aehnlichkeit ist ausgezeichnet und die ganze Haltung der Figur eine zwanglose und natürliche. * Brüssel, 20. November. Die gestohlene Straße. Als die Bewohner der Allee-Verte gestern erwachten, fanden sie aus 700 Fuß Länge die Straße des gesammten Pflasters entkleidet. Sie hatten keine Erklärung dafür, weshalb die Stadt das durchaus noch im besten Stande und erst frisch gelegte Pflaster wieder habe entfernen lassen. Das war der Stadt aber gar nicht eingefallen, und die Behörde war über die so plötzlich in den Urzustand zurückversetzte Allee-Verte noch mehr erstaunt als deren Bewohner. So gehörte denn kein weiterer Scharfsinn dazu, um zu entdecken, daß das Pflaster gestohlen worden war. Die Fläche war mit 10000 Steinen bedeckt, zu deren Transport 60 Karren nöthig gewesen sind. Natürlich hatten viele Bewohner und ebenso die auf der Straße postirten Schutzleute das Treiben der Diebe gesehen. Sie konnten aber nicht anders annehmen, als daß diese geschäftigen, bis in die tiefe Nacht hinein mit Eifer arbeitenden Leute im Auftrage der Stadt die Straße reguliren sollten. Bisher fehlt es an jeder Spur, wer die Diebe gewesen sind; ebensowenig weiß man, wohin sie ihre Beute gebracht haben. * Für Briefmarkensammler. Die Britisch-ostafrikanische Gesellschaft hat in Ostafrika eigene Postämter eröffnet. Sie hat auch ihre eigenen Briefmarken, auf denen das Wappen der Gesellschaft — eine aufsteigende Sonne, überragt von einer Reichskrone — das Mittelstück bildet. Ueber der Sonne ist der Werth der Marke in arabischen Ziffern angegeben - unter derselben befindet sich das Motto der Gesellschaft „Licht und Freiheit" und der Werth in englischen Ziffern. Universität!» • Uacv richten. Leipzig, 24. November. Heute ist hier der berühmte Augenarzt Pros. Dr. Cocctus gestorben. Literatur un- Uunst. — Die landwirthschaftliche Verlagsbuchhandlung von Paul Parey in Berlin, welche im Lause dieses Jahres alle ihre Geschäftsräume und Lager in einem lediglich von ihr bewohnten Hause, Hede- mannstraße 10, nunmehr vereinigte, hat soeben ein sehr umfangreiches Bücherverzeichniß herausgegeben, welches dadurch noch ein besonderes Interesse erregt, daß ihm eine außerordentlich interessante Abhandlung des Geheimrath Max Maercker-Halle beigegeben ist über die zur Zeit wichtigste Frage: Stallmist oder Kunstdünger? Der Katalog wird gratis und franco Jedermann gesandt, der ihn verlangt. Perfekt/ CauO» tmb — Zur Beförderung de- Fischhandels und damit im Jntereffe der Ernährung des Volkes hat neuerdings der preußische Minister der Eisenbahnen die Eisenbahn-Directionen angewiesen, der prompten Beförderung frischer Fische und lebender Fische in Kübeln und Fässern ihre besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden, in denjenigen Verkehrsbeziehungen, in welchen solche Sendungen regelmäßig vorzukommen pflegen, die für die schnelle Durchführung derselben geeignetsten Züge ein für alle Mal zu bestimmen und den Interessenten durch Anschlag an den Abfertigungsstellen oder Herausgabe besonderer Fahrpläne bekannt zu macken, auch Einrichtungen zu treffen, welche auf den Anschluß- und Uebergangsstationen eine ungehinderte Durchführung und auf den Bestimmungsstationen die schleunige Auslieferung der Sendung sichern. Es ist zu erwarten, daß die übrigen deutschen Bahnen diesem Vorgänge sich in Kurzem anschließen werden. — Im Monat December 1890 finden inOberhefsen folgende Mürkte statt: Den 2. in Gedern Vieh- und Krämermarkt. Den 2. und 3. in Ortenberg Vtehmarkt. Den 9. in Nidda Vieh-, 10. Krämermarkt. Den 9. und 10. in Gießen Vieh- und Krämermarkt. Den 9. in Laubach Vieh- und Krämermarkt. Den 15. in Hungen Vieh- und Krämermaikt. Den 16. in Schotten Vieh-, 17. Krämermarkt. Den 17. in Friedberg Vieh- und Krämermarkt. Dm 31. in Grünberg Vieh- und Ktämermarkt. AlSfeld, 22. November. Auf dem heutigen Frucht markt kosteten: 100 Kilo Hafer 14 X, Linsen 26 x Nachfrage nach Korn und Erbsen. — Ueber Berweir-rrng von ThomasschlaSe zur Obstbaumdüngung. Wir haben bereits früher darauf htngewtesen. daß die Phosphorsäuredüngung besonders günstig auf die Fruchtentwickelung der Obstbäume wirkt und daß sich als billiges Düngemittel hierzu die Thomasschlacke eignet. Versuche von Dr. Taschenberg haben nun ergeben, daß man ce. die doppelte Menge von Thomas- phosphat aufwenden muß, um dieselbe Wirkung zu erzielen wie du'ck Superphosphat, man also, so lange der Preis der Thomasschlacke nicht im Verhältnitz zum Superphosphat sehr steigt, die Thomasschlacke mit Vortheil anwenden wird. Zu berücksichtigen ist dabet noch, daß die Nachwirkung bei der Thomasschlacke stets eine nachhaltigere sein wird als bet Anwendung von Superpbospbat. Man warte nicht bis es za spät ist, sonder» wende selbst der genug erscheinenden Verdauungsstörungen, wie Verstopfung, Blutandrang, Kopfschmerzen, Blähungen, Müdigkeit rc. rc., sofort die allein ächten Apotheker Richard Brands Schweizerpillen, mit dem weißen Kreuz in rothem Felde (Preis ä Schachtel X 1—) an, dann wird man schweren und langwierigen Krankheiten vorbeugen. Haupt-Depot: Adler-Apotheke in Frankfurt a. Dl., TriersLer Platz. 9873. Neues Theater in Gießen. Donnerstag den 27. November geschloffen. Freitag den 28. November: Der Strohwittwer. Keiigebotenes. 8114] Fr. Schellfische, Mel. Sprotten u. Bückinge bet E. Dort, Walllhorstr. Täglich frische Fastenbretzeln bei Ludwig Schneider, 9868] Neustadt 16. DUHR' Gießener Theater-Verein. FbflUöcr 9864 Caspary, Oberstlieutenant u. Bezirks- Kullmann, Landgerichtsrath Freiherr von Gagern, Provinzial- Schäfer, Landgerichtsrath. A. Scheyda, Redacteur. 9823 Duhr“ In- und ausländische Professor Dr Johannes Schmidt. 9731 Eintritt 30 Pfg [9882] Anfang 8 Uhr. •9 Marke ,Duhr‘. 9883 9885 Marke ,Ouhr‘. 3o/o Reichsanleihe 3Vi% do. 136.00 3Vt% Gießener 1.20 1.40 2.— 116.76 412.00 201.50 157.50 138.30 114.90 54 80 205.80 151.70 150.10 146.50 101.75 259.75 213 00 tf II II Disconto-Command.-Anth. Darmstädter Bank-Act. Dresdener Bank-Act. Nordd. Lloyd-Act. Wiener Bankver.-Act. Oest. Credit-Act. Oest. Staatsb.-Act. Netto, Professor. Ducken, Geheimer Hosrath. Pftug, Professor. Riegel, Geheimer Medicinalrath. M H Deutsche Weingesellschaft Dubr «fe C® Auf nebenstehende eingetragene Handelsmarke wolle man beim Einkauf genau achten. Centralbureau Köln. 89 20 91 70 77.70 76 70 Engel, Gr. Gerichtsvollzieher. 39 Staats-, goldene und silberne Medaillen. Die Lieferung und das Einsetzen von Mosaik oder Fliesen von gebranntem Thon an den Fensterbogenseldern der Nordfront soll im Wege öffentlicher Ausschreibung vergeben werden. Zeichnungen, Maffenverzeichmß und Bedingungen liegen im Geschäftszimmer Nr. 3 zur Einsicht offen und werden daselbst unentgeltlich abgegeben. Angebote sind bis spätestens Montag den 1. December d. I., Vorm. 10 Uhr, bei unterzeichneter Stelle einzureichen. commandeur, Chavier, Musikalienhändler. Cofack, Professor. Fischbach, Kaufmann. hessischen Eisenbahnen. Behaghel, Professor. Ernst Balser, Kaufmann. Bock, Fabrikant. Busch, Fabrikant. 9877] Ei« Bursche auf sofort ober Weihnachten gesucht. I. K. Spteö, Frankfurterstraße 78. Unter diesem Namen soll in unserer Stadt ein Verein gegründet werden, der es sich unter Betheiligung aller Gesellschaftskreise zur Aufgabe macht, das Kunstleben Gießens durch Veranstaltung dramatischer nnd musikalischer Ausführungen zu heben und Jedermann Gelegenheit zu geben, sich ohne erhebliche Kosten öfters einen höheren Kunstgenuß zu verschaffen. _ ' Die Unterzeichneten, die über Zweck, Ziel und Ausdehnung dieses künstlerischen Unternehmens bereits eingehend berathen haben, erlauben sich Jedermann, der sich dafür interessirt, zu einer constituirenden Versammlung im großen Saale des Stein'schen Gartens auf heute Mittwoch, den 26. Novbr., Abends 8 Uhr, einzuladen und erhoffen die zahlreichste Betheiligung aller Gesellschaftskreise. pagniechef. Gnauth, Oberbürgermeister. Heichelheim, Banquier- Kirch, Bahnhof-Restaurateur. Gießen, den 21. November 1890. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Lomb. E-B.-Act. Buschtherader E.-B.-Act. Elbthal-Bahn-Act. Gotthard-Bahn-Act. Schweizer Nordost-B.-Act. Mainzer E.-B.-Act. Marienburger E.-B.-Act. 97.70 50/0 Jtal. Rente 86.25 41/50/0 Oest. Silber-Rente 98.00 5% Rufs. Hl. Orient iLchützeuverein Gießen." Die verehrt. Mitglieder werden gebeten, zur Ansloosung nnd Heimzahlung von Antheilscheinen, sowie zur Erhebung der Capital-Zinsen Donnerstag den 27. d. M., Abends SV2 Uhr, aus dem Schühenhans recht zahlreich zu erscheinen. 9879 Der Vor st a » d. Geschäfts-Verlegung. Mein Geschäft nebst Wohnung befindet sich jetzt ggt Nordanlage Nr. 18. Hg 96.001 Der. Königs-Laurah.-Act. 169.501 Tendenz: still. 1.— 1.20 1.40 . Allvater, Großh. Director der Ober- Gebhardt,/Amtsrichter. Goldmann, Hauptmann und Com- Etwaige Forderungen an den Nachlaß der Frau Christian Fischer Wwe. sind innerhalb 14 Tagen bei mir einzureichen. Spätere Forderungen werden nicht berücksichtigt. [9878 Gießen, den 27. November 1890. H. Schwan, Hammstraße 4. Zweiter Vortrag der Deutschen Colonialgesellschast, Abthriluag Gießen, Donnerstag, den 27. November, Abends 8 Uhr, im Cliibsaal. Herr Lieutenant VOU Tiedemann, der hervorragendste Gefährte von Peters auf seiner Emin-Pascha-Expedition, wird über seine Eindrücke und Erlebnisse, sowie über unsere wirthschaftlichen und politischen Aufgaben in Jnnerafrika berichten Eintritt-Preis «A 0,50, numerirte Plätze «A. 1,—. Der Reinertrag wird der Colonialgesellschast überwiesen. Der Verkauf der Eintrittskarten vom 25. November ab in der Ferber'schen und Ricker'scheu Buchhandlung. Die Mitglieder der Colonialgesellschast erhalten je eine Karte für num. Platz zum halben Preis in der Ricker'schen Buchhandlung. Der Vorstand. I. A.: bcn* 26. Novbr^ Drittes großes Kontert der Gesellschaft Humor (3 Damen und 3 Herren). persönlich an den Productionsorten eingekauft, daher für deren Reinheit jede Garantie. [9872 Rhein- und Moselweine von 60 Pfg. per Flasche (Mark 60.— per 100 Liter) bis zu den feinsten Gewächsen. 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Auf diese einzig dastehende Serie mache ich die geehrten Abonnenten, sowie die Herren Lehrer und Schüler besonders aufmerksam, da dieselbe alle Erwartungen übertrifft. Abonnement 10 Reisen 2 A [9747 Jeden Sonntag neue Reisen. 3V2°/o do. 3% Preuß. Conscls director. Gail, Fabrikant.________ Bekanntmachung. | In unserem Genossenschaftsregister ist eingetragen, daß der landwirth- schastliche Consumverein Beuern II laut Beschlüssen der Generalversammlung vom 6. December 1889 und 10. October 1890 in folgenden Punkten Statutenänderung beschlossen hat: 1) Gegenstand des Unternehmens ist gemeinschaftlicher Einkauf von Verbrauchsstoffen und Gegenständen des Haus- und land- wirthschaftlichen Betriebs, gemeinschaftlicher Verkauf land- wirthschastlicher Erzeugnisse; 2) Bekanntmachungen des Vereins erfolgen in der deutschen land- wirthschaftlichen Genoffenschasts- presse; 3) Willenserklärung und Zeichnung des Vorstandes erfolgt durch mindestens zwei Vorstandsmitglieder, die Zeichnung geschieht durch Zusatz der Namensunterschriften zu der Firma der Genossenschaft. Gießen, 21. November 1890. Großherzogliches Amtsgericht. ________Kullmann._____9874 Donnerslag den 27. d. M., Nachmittags 2 Uhr, in der früher Bramm'schen Hofraithe zu Gießen sollen gegen Baarzahlung öffentlich versteigert werden: 4 Pferde, 1 Pappenscheere, 2 Com- moden, 1 Casiaschrank, 2 Ladenschränke, 1 Sopha rc. Nedaction: A. Schepda. - Druck und Verlag b R'cker M erhalte» je« Karte icn BM-mdlmg. torstand. Die Einleger werden ersucht, sie die Zinsen für 1890 Empfang nehmen wollen, an emem der vorgenannten Zahltage mit den Einlagebüchern bei der unterzeichneten Kaffe iu erscheinen. „ . .oftA Zinsen, welche bis )« Ende 1890 nicht erhoben worden sind, werden -en Eapitalien in den Büchern zu- geschrieben nnd vom 1. Januar 1891 "*Es "rauchen hiernach alle diejenigen Einleger, welche die Zinsen nicht baar erheben wollen, an den vorgenannten Zahltagen nicht zu erscheinen, die,Wahrung der zugeschriebenen Zinsenbetrage in den Tinlagebüchern kann vielmehr ganz gelegentlich im Laufe des Jahres 1891 erfolgen , .onn Gießen, am 22. November 1890. Der Rechner der Spar- u. Leihkaffe Gießen- Wir beehren uns hiermit die Eröffnung unserer diesjährigen W eihnachtsausstellung aller Kinder-Spiel waaren. ergebens! anzuzeigen. 9606 r0 I s* 2. December 3. 6 b. „ 9. 10. H. 13. 16. 17. 18. 20. 23. 24. 30. 31. Bei der unterzeichneten Kaffe sind zum Erheben der Zinsen für 1890 von eingelegten Capitalien folgende Zahltage festgesetzt worden: Versteigerung. Mittwoch den 26. u. Donners tag den 27. November, Nachmittags 2 Uhr, werden in Lonys Biersaal tine Parthit Kurzwaarcn, Posamenten, Spitzen, Corsetien, Pelz- und Federbesatz, Handschuhe,Knöpfe,Sammt-Plüsch- u. Seidenreste, Stoffe für Ballkleider, Spitzendeckchen,Spitzentücher,Regen und Wintermäntel, sowie ein Brüsseler Teppich, 2—3 m groß, ein eiserner Wein- schrank u. s. w. versteigert. Im Auftrag: 9857] Antike Conunode zu I verkaufen.___________Wallthorstraße 58. Frische Hasen, neuer Kopfsalat, Kastanien, Teltower Rüben, frische Radieschen, sehr gute Eßbiruen zu haben bei Heb. Klotz, Gemüsehandlung, MäuSburg 17. 9851 17 Nr. 2751/too — 378 Meter Grab- garteu am Neustädter Thor, 17 Nr. 2764/ioo — 170 Meter Hof- raithe daselbst, 17 Nr. 275Vioo — 293 Meter Grabgarten daselbst, 17 Nr- 288/io — 323 Meter Hob raithe daselbst, 17 Nr. 8»/io — 373 Meter Grabgarten daselbst am Mühlwegs- Der berühmte CeUospteler. Humoreske von P- Berthold. (Fortsetzung.) ,^Nun, da will ich diesen voriresflichen Mann gleich aufsuchen," sagte Kratzer lächelnd, „da wir heute schon Donnerstag haben, so muß ich mich überhaupt mit meinen übrigen Vorkehrungen zu dem Concerte beeilen. Vielleicht habe ich heute Abend das Vergnügen, Sie, Herr Bürgermeister, im „Rothen Löwen" zu treffen — ja? Schön — also einstweilen guten Morgen, Herr Bürgermeister!" „Empfehle mich Ihnen, Herr Kratzer!" rief der Bürgermeister mit einer Verbeugung. Die Thür schloß sich wieder hinter dem fremden Künstler, Herr Schnauzler aber warf feine Rechnungen bei Seite und verließ ebenfalls das Amtszimmer, um nach dem „Rothen Löwen" zu wandern und hier den gewohnten Frühtrunk einzunehmen, dessen Stunde gekommen war, vielleicht konnte man bei dieser Gelegenheit noch etwas Näheres über den interessanten Cellokünstler hören. Dem war jedoch nicht so, denn Herr Meyer, der Wirth zum „Rothen Löwen", konnte dem Bürgermeister auf dessen Befragen nur mittheilen, daß der Fremde mit der Post von der nächsten, etwa eine Stunde von Rübenheim entfernten Eisenbahnstation eingetroffen war und einen kleinen, ziemlich abgenutzt anssehenden, aber sehr- schweren Koffer, sowie einen großen, leichten und fest vernagelten Holzkasten — offenbar ein Behältniß, welches das Cello enthielt — mit sich geführt hatte. Auf Wunsch waren dem Ankömmling die beiden besten Zimmer, über welche der „Rothe Löwe" verfügte, eingeräumt worden, und hatte derselbe erklärt, er würde jedenfalls einige Tage im „Löwen" wohnen bleiben. Nun gab der Bürgermeister seinerseits nähere Auskunft über den Fremden, der nach der Versicherung des Herrn Schnauzler einer der größten musikalischen Künstler der Gegenwart sein sollte, und ^mit begreiflichem Interesse nahmen die zum Frühschoppen anwesenden Stammgäste die Mittheilung des Bürgermeisters entgegen, daß dieser berühmte Mann sich einige Wochen in Rübenheim aufhalten und am nächsten Sonntag sogar ein Cello - Concert geben werde. Es führte dies zu einer langen und angeregten Disputation an der Honoratiorentafel über das große, in Aussicht stehende Ereigniß, in Folge dessen sich die Frühschoppen- Sitzung fast über die Mittagszeit ausdehnte und manchen ihrer gut geritten und gefahren, ohne jede Untugend, steht preiswürdig zu verkaufen. Näheres in der Exped. d. 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Roloff Wollworstr. 58. . , 1.20 . , 1-40 . garten öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 19. November 1890. Großh. Ortsgericht Gießen I- V-: _________Vogt._______9658 Donnerstag den 11. December, Nachmittags 21/» Uhr, soll auf dem hiesigen Ortsgericht die dem Martin Schmidt in Gießen gehörige Hofraithe: Flur I Nr. 797 — 37 Meter in der Schloßgasse öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 29. October 1890. Großh- Ortsgericht Gießen. I V.: Bogt. 90781 Die Eröffnung meiner Weihnachts AitsftkllittG 9577 Hauptgewinn in zeige ergebeust an. 9799 Feinsten deutschen C 0 SI® A C 7780 äö-Plemiiu-Baziir Gg. Scherer & Co., Langen. Robert Hecker 9763 Neustadt 6. 7533] Donner-tag nnd Freitag Emil Orbig 9681 Hoedncdtun^Svoll e-npfoblen 9458] Kreuzplatz. Neuenweg 22. 6724 Südanlage. 9717 Volz* Direktor der Casseler Postsachschule. 9810 Redactton: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. 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