t Börse. ouriDom 16./VHL. 23./VIU. 94.50 93,55 18.75 105.05 88.90 102.60 18.55 84.45 93.60 68.40 101.20 101.05 87.30 266.70 279.- 183.70 268.45 277.- 184.50 58.- 65.25 95.70 94.75 86.05 105.- 99.60 66.25 107.30 100.95 87- chner • rger • 1 ihre Steigerung im Verein behauptet. 'ruchtheile 5euer. 1 M ähnlich wie Banken, wnthe, namentlich Laura, die Bonnen haben. Das ist zum HE Warrants, zum Theil auherordentlich hohe Mer in iet St. Prt. sind bester. ) beträchtlich schwächer, Deloce der Concurrmzlinie. Türkislhe | mding, Stern, Kemps, waren | badische Zucker 4o/o schwächer. 1118 jz-Ulo , 1161.30 V flSti ^8<,| »tfJT 192° 105.-7 131.7' lOßt/e 126.80 127." , 1169.90litt-30 ' 184.851165-- ’ /113.901113.90 k mLowbardm bo. do. Durer Gold. Gold(Salzk-) -Joses Silber garant-Jlal. mbaho • • neser • • • >übw 4rsenb. ifawteS garnt. aibta.6ec.ftfr. r.-Pfandbr- »ofe 'sooft' *** ^olmeum ft»» k U‘Statt 8M °!>gm iebeÄ®* Dberhessen Erbeuten 82.90 93.20 6t6teuft ■ÄSri» A. Collin. »shurgehe Gesucht ' braves Mdchen für sofort. Loberftrahe 21. apS.88ll.89 Serb. Gold; ite . . . . cheEisenbahn- i^DbLLA.. ,£Mtß.l880r cono.. Sold-Aal. 87 . . . Mter. . 1890 Mittwoch de» 27. August Nr. 198 Aints- und Anzeigedlatt ffir den Kreis Gieren. bieten können, Sie denn beide sei Ihnen nicht bricht so leicht einen muthigen Entschluß. Meine Geschichte umsonst erzählt. Sie sehen daraus, das Herz nicht daran." Georg hoch aufgerichtet vor sie hin. Ein Die Gießener MsmttterrvtLtter »erden dem Anzeiger «tzchrntlich dreimal beigelegt. agBPHHSS—■ . . --------- 1 ' -------- Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den ttilgenden Tag erscheinenden Nummer bi- Borm. 10 Uhr. Der Mtßrner Anzeiger erscheint täglich, ■»kl Ausnahme deS MontagS. Bierteltähriger ASo»«e«ents»reknr 2 Mark 20 Psg. mti Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redactton, Expcdttian und Druckerei: KchnlstratzeNc.Z« Fernsprecher 51. Konstantinopel, 24. August. Der „Agence de Constan- tinvple" zufolge beantwortete Lord Salisbury die Note der Pforte bezüglich der Räumung Egyptens dahin, daß England die Berechtigung der Forderung der Türkei nicht verkenne und auch prineipiell zur Erfüllung derselben bereit sei. Indem England jedoch eonstatire, daß Egypten während der englischen Verwaltung bedeutende, von allen Seiten anerkannte Fortschritte gemacht habe, müsse es auch constatiren, daß die Fortschritte noch nicht derart stabilisirt seien, um England zu gestatten, die Fortführung des begonnenen Werkes jetzt schon anderen Händen zu überlassen. England müsse zuvörderst diesen Zeitpunkt für gekommen erachten, ehe es jene Forderung erfüllen könne. Athen, 24. August. Der König wird am 29. d. M. seine Reise nach Dänemark antreten. — Wie es heißt, würde die Deputirtenkammer am 1. September aufgelöst werden. — Die Wälder des Penthelikon sind seit drei Tagen von einer Feuersbrunst heimgesucht. Aste Annoncen-Buccaux deS In» und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Ausland. Madrid, 24. August. In den Provinzen Alicante, Badajoz, Toledo und Valenzia sind gestern 139 Cholera- Erkrankungen und 56 Cholera-Todesfälle vorgekommen. — Die amtliche „Gaceta" veröffentlicht die Ernennung des Grafen Benomar zum Botschafter am italienischen Hofe, des Grafen Bannelos zum Botschafter in Berlin und Ruatas zum Gesandten in Konstantinopel. Neueste Nachrichten. WolffS telegraphisches Äorrespondenz-Bureau. Berlin, 25. August. Dr. Peters und Lieutenant Tiedemann sind in Begleitung der ihnen bis Jüterbog entgegengefahrenen Begrüßungsdeputation, an deren Spitze Staatsminister Hofmann, Professor Cuny und Abgeordneter Arendt standen, um 12V2 Uhr hier eingetroffen, wo sie von Mitgliedern des EmiN'Pascha-Comitvs und der Deutschostafrikanischen und der Colonial-Gesellschaft, darunter Drygalski Pascha, sowie von einem zahlreichen Publikum mit wiederholten Hochrufen bewillkommnet wurden. Ein Kranz mit Schleifen in den deutschen Farben und mit der Inschrift Tana-Baringo- Nil wurde überreicht. Berlin, 25. August. Das Emin Pascha-Comitä beschloß in der heutigen Sitzung folgende Resolution: Das Comite dankt Dr. Peters für die treue Hingebung, die unermüdliche Ausdauer, den kühnen Muth und die große Umsicht, welche er bei der Leitung der deutschen Emin Pascha- Expedition bewiesen, es erkennt an, daß Dr. Peters die ihm als Leiter der Expedition gestellte Aufgabe, soviel an ihm lag, erfüllt und das in ihn gesetzte Vertrauen vollkommen gerechtfertigt habe. Berlin, 25. August. An dem Diner zu Ehren Dr. Peters' im Kaiserhofsaale nahmen Peters, Tiedemann, Borchert, Staatsminister Hofmann, Schweinfurth, Lieutenant Sulzer, Cuny, Livonius, Drygalski Pascha und zahlreiche andere frühere Afrikareisende Theil. Staatsminister Hofmann politisch- U-b-rsicht. Gießen, 26. August. „Glückliche Reise! Auf Wiedersehen!" Mit diesen Worten hat Kaiser Alexander seinem erlauchten Gaste, dem Kaiser Wilhelm, am Samstag Abend bei dessen Abreise von Peterhos das Geleite gegeben, nachdem zuvor die denkbar herzlichste Verabschiedung zwischen den beiden Monarchen stattgefunden hatte. Dieser Wunsch des Wiedersehens ist bei dem ernsten Charakter des russischen Herrschers gewiß nicht als eine bloße Höflichkeitsfloskel, sondern als eine aufrichtige Kundgebung der den Czaren dem deutschen Monarchen gegenüber beseelenden sreundschastlichen Gefühle zu betrachten und es zeigt sich somit auch der Ausgang der jüngsten Kaiserbegegnung nur im günstigsten Lichte? Ob dieses Wiedersehen zwischen beiden Kaisern vielleicht noch im Laufe des gegenwärtigen Jahres oder erst im nächsten Jahre erfolgt, ist zunächst wohl ziemlich gleichgültig, jedenfalls steht aber nunmehr fest, daß die Beziehungen herzlicher persönlicher Freundschaft zwischen Alexander III. und Wilhelm II. durch ihre soeben beendigte abermalige Zusammenkunft eine weitere Festigung erfahren haben und diese wird sicherlich nicht ohne Rückwirkung auf das gegenseitige Verhältniß ihrer Reiche bleiben. Letztere Erwartung erfährt durch die wiederholten Conferenzen zwischen den Herren v. Caprivi und v. Giers, sowie auch durch die einstündige Audienz, welche Kaiser Alexander dem deutschen Reichskanzler in Peterhof gewährte, eine besondere Verstärkung und somit hat die vielerörterte Begegnung Kaffer Wilhelms mit dem Czaren in harmonischster Weise ihren Abschluß gefunden. Natürlich fehlt es auch nicht an den üblichen beiderseitigen Ordensauszeichnungen, von denen die bemerkenswert este die Herrn v. Caprivi durch Verleihung des russischen St. Andreasordens erster Classe zu Theil geworden ist. Die am vorigen Freitag beendigte diesjährige Conferenz der preußischen Bischöfe zu Fulda soll sich u. A. auch mit der Stellung der katholischen Kirche zur soeialistischen Bewegung beschäftigt haben. Da bis auf Weiteres Geheimhaltung der Fuldaer Beschlüsse proelamirt worden ist, so wird man auch die Ergebnisse einfach abzuwarten haben, zu welchen die preußischen Bischöfe bei ihren Erörterungen über die Stellungnahme der katholischen Kirche zu den Bestrebungen der Social- demokratie etwa gelangt sind. Offenbar aber sieht man auch in Centrumskreisen das Anwachsen der Socialdemokratie, wie es sich ziffernmäßig erst wieder bei den allgemeinen Reichstagswahlen von diesem Jahre so auffallend gezeigt hat, all- mälich mit Besorgniß an und diese Besorgniß ist in der That nicht ungerechtfertigt. Bricht doch die Socialdemokratie jetzt trostlosen Bericht vernommen. Sie sagen, das Herz bricht nicht daran, Sie müssen es ja wissen- aber ich möchte Sie fragen: haben Sie seit der Trennung von Ihrem Jugend- geliebten, in Ihrer langen, vornehmen Ehe je eine glückliche Stunde, eine einzige, wie in jener Frühlingszeit, gehabt?" „Ich habe andere Freuden kennen gelernt und in Frieden mit meinem Gemahl gelebt. Die Rolle, die ich in der großen Welt spiele, sagt mir zu, und da diese hier, meine Toni, so ganz besonders dazu beanlagt scheint, Vorzüge mitbringt, die ein gütiges Geschick nur Auserwählten verleiht, so meine ich, daß auch sie Entschädigung für den Verlust des kurzen Jugendtraumes finden wird." „Niemals, Tante!" rief Antonie mit warmer Ueber- zeugung, „nie! Was ist mir die große Welt? Ein Künstlerleben reizt mich unendlich mehr, höher als alles aber gilt mir seine Liebe!" und vor den Augen der Tante lehnte sie sich an Georgs Brust. „Du weißt es nicht anders, liebes Kind. Lerne erst die Beschränkung kennen, den täglichen Kamps um daß Auskommen und vor Allem die Misere, die eine verschobene Position im Leben mit sich bringt." „Das braucht sie nicht," sagte Georg sür beide - „auch in der Beschränkung, im häuslichen Stillleben erblühen Freuden, von denen Sie in Ihrem Ueberfluß nichts wissen. Ich denke zurück nach Ungarn, meinem Heimathland, an das abgelegene Comitat, wo ich mit Vater und Mutter, mit lieben, früh geschiedenen Geschwistern ein ärmliches und doch so reiches Leben führte. Der Vater, ein genialer Musiker, hatte sich die Mutter aus einem Wiener Palais geholt, wo sic unter den Augen einer Fürstin zu deren Stütze und Gesellschafterin herangebildet war. Sie sehnte sich nie in die großen Verhältnisse zurück, nie zu den Gespenstern des Zwanges, der Vorurtheile, der tödtlichen Langeweile, von denen sie nnö so lustig zu erzählen wußte. Eine seinsühlige Natur, ging sie jeden Morgen unerschrocken an ihre Tagesaufgabe, und wenn sie erlahmen wollte, fand sie Trost und Muth in deS Gatten stelle am Lyceum. Er meinte, damit wieder erscheinen und um mich werben zu dürfen und that es. Zu derfelben Zeit hatte Dein Onkel mich kennen gelernt und mit einem Anträge beehrt. Es war wohl nur natürlich, daß der Graf Gallas den Unterlehrer Knotenhauer besiegte." „Wie? Wen? Knotenhauer?" rief Toni, und ihr feiner Mund verzog sich wegwerfend. „Wie konnte er auch Knotenhauer heißen? Und wie war sein Aeußeres, plump und roh wie der Name? — Verzeih, Du hättest ihn dann nicht geliebt." „Beruhige Dich, er war schön und ritterlich," sagte die Gräfin, indem sie die kindische Entrüstung ihrer Nichte belächeln mußte. Auch Georg war die aristokratische Anwandlung Antoniens nicht entgangen. „Warum?" spottete er, „ließ sich der arme Verschmähte nicht lieber Alexander nennen? Damit wäre der gordische Knoten doch einfach genug durchhauen und das ästhetische Gefühl gerettet worden?" Als er dann aber sich zu ihr niederbeugte und leise fragte: „Und würdest Du mir nicht jeden Namen verziehen haben?" erwiderte sie darauf mit dem vollen Aufblick zärt- Jetzt trat w , _ tieftrauriger, beinahe drohender Ernst beschattete seine etirn. „Nein, nicht umsonst, Frau Gräfin, haben wir den licher Liebe: „Dir? jeden. Aber ich freue mich, daß der Deine, den ich tragen soll, einen schönen Klang hat, und daß er schon mit Auszeichnung genannt wird." „Hören Sie, wie ruhmbegierig die Kleine ist, Georg," sagte die Gräfin, die ihr Gleichgewicht wiedergefunden hatte. „Ihr Ehrgeiz kennt keine Grenzen, und das, was Sie ihr wird auf die Länge nicht genügen. Fassen ießmer Anzeiger Kenerat-Wnzeiger. Feuilleton. Die verlorene perle. Novelle von I. Dedekind, Vers, der „Achten-Lini". (Fortsetzung.) Die Gräfin seufzte und sprach wie im Traume: „Ja, ich liebte den Informator meiner jungen Brüder, liebte ihn sehr. Wir wohnten damals auf dem Lande, dem Familiengute meiner Eltern, in bescheidenen Verhältnissen, zurückgezogen. So sahen wir uns täglich, stündlich, wir beide, und tauschten, wie ihr es thatet, unsere jungen, unerfahrenen Herzen gegeneinander aus." „Ihr liebtet Euch wirklich, und war er Deiner Liebe werth?" fragte Toni blöde und liebevoll. „Wohl war er das, Kind. Ein reichbegabter Mann, ein Herz wie Gold, viel Wissen und Geist, eine blühende Phantasie, eine Dichterseele." „(5in Dichter?" fragte Toni, immer wärmer werdend, „liebe Tante, da besang er Dich wohl gar viel, Deine Schönheit, Eure Liebe? Gewiß hast Du diese Andenken wie Rc- liquen treu bewahrt, und Du zeigst sie mir, butte!" Die Gräfin schüttelte müde den Kops. „Ich glaube kaum- vielleicht findet sich hier und da noch ein vergilbtes Blättchen." „Vielleicht!" rief Toni erstaunt, „und da Ihr Euch liebtet und er Deiner werth war, wie konntet Ihr auseinander kommen?" Da die Antwort ausblieb, fuhr sie leise fort: ,/Jsi er vielleicht jung gestorben?" Die Gräfin raffte sich auf: „Nicht, daß ich wußte- er lebt wohl noch heute, für mich ist er freilich lange tobt. — Was kann ich weiter hierüber noch sagen? Als die Eltern von unserer Verlobung erfuhren, schickten sie ihn, den Namen-, den Mittellosen fort. Er war noch sehr jung- (eine Gedichte gefielen, aber eine gesicherte Zukunst boten sie uns nicht. Er machte dn aller Eile sein Examen und bekam eine Unterlehrer- auch in die sichersten Wahlkreise des Centrums ein, wie sie dies schon längst bei dem parlamentarischen Besitzstand der übrigen bürgerlichen Parteien gethan hat, selbst Köln, die alte, ehrenfeste Bischossstadt, vermag vom Centrum nur dadurch noch bei den Reichstagswahlen behauptet zu werden, daß in den jedesmaligen Stichwahlen zwischen dem clericalen und dem liberalen Candidaten die — socialdemokratischen (Stimmen den Ausschlag zu Gunsten des Centrums geben! Es erscheint daher das Gerücht begreiflich, es seien aus der Fuldaer Bischofsconferenz Vereinbarungen über einen gemeinsam zu erlassenden Hirtenbries gegen die Socialdemokratie getroffen worden. , Am Sonntag fand in Straßburg i. E. die feierliche Eröffnung des 10. deutschen Congreffes für erziehliche Knaben- Handarbeit unter zahlreicher Betheiligung von Nah und Fern statt. An den Kaiser sandte die Versammlung für die allerhöchste Förderung der Bestrebungen genannten Congreffes ein Danktelegramm ab. Nach Meldungen von „Reuters Bureau" ist in den englischen Colonialbesitz in Sudost-Afrika, nach Durban, von Indien aus die Cholera eingeschleppt worden, und zwar durch ein Auswandererschiff. Schon während der Fahrt desselben starben mehrere der Passagiere und Mannschaften an „Diarrhoe" und in Durban selbst wurden sechs von derselben Krankheit befallene Passagiere gelandet, von denen einer alsbald starb. Die Untersuchungscommission conftatirte osficiell, daß die Krankheit die Cholera sei und wurden daher die gelandeten Einwanderer isolirt. — Durban (Port Natal) ist bekanntlich die Hauptstadt der ehemals holländischen und jetzt englischen Colonie Natal. Deutsches Reich. Darmstadt, 28. August. Se. König!. Hoheit der Grobherzog haben Allergnädigst geruht: Am 25. Juli der Anna Maria Schum aus Mommart, z. Z. in Lengfeld, die silberne Medaille des Ludewigsordens zu verleihen. brachte das Hoch auf den Kaiser aus, Schweinfurth feierte Dr. Peters als den energischen, unerschrockenen Mann, der Deutschlands Wettbewerb in Ostafrika sicherte und „unbewußt den Deutschen Helgoland wiedererwarb". Dr. Peters dankte tiefbewegt. Er habe überall sein Leben eingesetzt, wo es dem Vaterlande zu nützen schien, niemals sei er waghalsig gewesen, seine Expedition sei der „Ausfluß einer großen Willensrichtung des deutschen Volkes". Er toastete auf das deutsche Emin-Pascha-Comite. Regierungspräsident Tiedemann drückte seinen innigsten Dank dafür aus, daß er seinen einzigen Sohn wieder umarmen könne, und gedachte bewundernd Wißmanns und Emin Paschas. Livonius toastete aus den Colonialpolitiker Hohenlohe-Langenburg. Peters sprach Schweinfurth als dem Afrikasorscher par excellence seinen Dank aus. Benningsen und Stabsarzt Falkenstein brachten Toaste aus Lieutenant Tiedemann aus. Hannover, 25. August. Die Bahnstrecke Hannover- Visselhövede wurde heute dem Verkehr übergeben. Ein Extrazug mit den Spitzen der Regierung, der Bahnverwaltung und der Kreisvertretungen vollzog die offizielle Eröffnung. Posen, 25. August. Der „Kur. Pozn." meldet, daß die Candidatenliste für den hiesigen Erzbischöflichen Stuhl von allerhöchster Stelle nicht genehmigt. Aus der ersten Liste befanden sich die Namen der Bischöfe Likowski, Andrezejewic, der Domherren Dorszewski,' des Prinzen Radziwill und des Prälaten Lukowski und des Professors Warminski. Dasselbe Blatt meldet weiter, daß für die Aufstellung einer neuen Candidatenliste der Oberpräsident Frhr. v. Zedtlitz als königlicher Commissar bestellt sei. Kiel, 25. August. Die Prinzessin Heinrich empfing gestern den Commandanten des österreichischen Panzerschiffes „Kronprinz Rudolf", den Linienschiffs-Capitän Brudl, der sodann mit mehreren Offizieren des Schiffsstabes zur Tafel geladen wurde. — Die Prinzessin Alice von Hessen ist heute nach Darmstadt zurückgekehrt. Memel, 25. August. Der Kaiser ist heute 6 Uhr- Abends eingetroffen und vom Grafen Waldersee, dem Unter- staatssecretär Marschall und den Spitzen der Behörden begrüßt worden. An der Rhede bildeten zahlreiche Schiffe, Fischerboote und der Ruderclub Spalier. Unter enthusiastischem Jubel der Bevölkerung und Glockengeläute fuhr der Kaiser mir seinem Gefolge nach dem Rathhause, dem Postgebäude und nach dem Gute Tauerlauken zur Luiseneiche. Sämmt- liche Straßen waren herrlich geschmückt- Vereine und Gewerke bildeten Spalier. Sigmaringen, 25. August. Der König und der Thronfolger von Rumänien und der Fürst von Hohenzollern sind heute nach Heiligenberg zum Fürsten von Fürstenberg gereist. München, 25. August. Der P r i n z r e g e n t, die Prinzen und die Herzöge in Bayern sind mit Gefolge heute früh nach Regensburg abgereist. Wien, 25. August. In Folge eines Orkans und Gewitters zwischen Eggenberg und Limburg (Franz-Joses- Bahn) wurden von mehreren Lastwagen die Dächer abgehoben und 20 leere Kastenwagen umgeworsen - zwei Bedienstete wurden vorübergehend betäubt. Der Verkehr wurde aus Nebenwege geleitet. Paris, 25. August. Der „France" zufolge forderte der Minister Guoht die Präfecten der betheiligten Departements auf, das Project, Paris in einen Seehafen zu verwandeln, zu prüfen und das Ergebniß ihm noch vor Jahresschluß zu übermitteln. Paris, 25. August. „Paix" erblickt in der Kaiser- reise nach Rußland vorzugsweise einen Friedensact, glaubt jedoch nicht, daß die europäische Politik dadurch eine Aenderung erfahren werde. Paris, 25. August. Die Kaiserin vonOe st erreich ist incognito aus England hier eingetroffen. Brüssel, 25. August. Arbeiterdelegirte der Bassins Charleroi, Liege, Centre und Borinage beschlossen gestern in einem Manifest, die Arbeiter zu e'nem allgemeinen Aus st and nach dem Congreß am 14. September aus- zusordern. Liebe, in seinem gereiften, in des kleinen Sohnes erwachendem Talente, in einem seelenvollen, bittenden Kinderauge, in einem Druck der hilflosen kleinen Hand. Verzeihung, wenn ich zu lange bei dem lieben, unvergeßlichen Bilde verweile. Es soll kein Prognosticon sein für das Loos, das ich Antonie zu bieten hoffe. Wenn nicht alles trügt, so berechtigen auch meine srühen Erfolge, aus eine goldene Zukunft zu bauen. Warten Sie nur das Jahr in Paris ab, ich beschwöre Sie, theure Frau Gräfin. Ich verspreche Ihnen, daß eiserner Fleiß, Ausdauer und Hingebung Vieles zeitigen werden. Ich fühle mich von Schöpferkraft beseelt und das Ziel, das ich erreichen will, treibt mich ohne Unterlaß zum Studium, zur Arbeit." „Sie haben ein schönes Talent, Jörg, aber zum Krösus macht es Sie sobald nicht, und zum Entbehren ist die Kleine nicht erzogen." „Tante," bat Antonie vorwurfsvoll, „Du thust mir Unrecht. Alle die Herrlichkeit, in der ich ausgewachsen bin" — und sie deutete mit erhobener Hand auf den üppigen Schmuck des vornehmen Hauses — „gebe ich leichten Herzens hin, wenn mir Georg eine eigene, ganz bescheidene Heimath bietet." Georg zog sie gerührt an sich. „Erinnern Sie sich, Frau Gräfin, Ihrer eigenen Jugend, Ihrer Träume und Hoffnungen, vielleicht hätte Ihr Leben, wenn sie verwirklicht wären, an der Seite des geliebten, intelligenten Mannes einen Inhalt gefunden, von dem Sie jetzt nicht mehr wissen, als von einem beinahe vergessenen Morgentraum. Sie haben mehr gelitten als Sie eingestehen. O, theure Frau Gräfin, es muß göttlich schön sein, zwei getrennte, für einander geschaffene Seelen vereinigen zu können. Finden Sie darin einen Ersatz für das eigene verscherzte Lebensglück." (Fortsetzung , folgt.) MorrS, 25. August. Die Zahl der feiernden Arbeiter hat sich heute auf 16,630 vermehrt. Gestern wurden Versammlungen in Frameries, Cuesmes, Jemappes und Wasmes gehalten, worin beschlossen wurde, den Strike sortzusühren. London, 25. August. Reuter-Meldung aus Melbourne: Die Conferenz der Rheder aus Melbourne und Sydney hat sich aus vierzehn Tage vertagt. Die Rheder richteten ein Schreiben an die Vereinigung der Seeleute, in dem sie es ablehnen, irgend einen Offizier anzustellen, der Mitglied der Arbeitervereinigung ist, und erklären, jedes Zugeständniß müßte die Disciplin erschüttern. Lediglich die Rücksicht auf das allgemeine Wohl bestimme die Rheder, eine fünfprocentige Gehaltserhöhung zu bewilligen. Die Forderung der Seeleute würde einen jährlichen Verlust von 200 000 Pfund Sterling herbeiführen und könnten die Rheder unter solchen Umständen die Schiffe nicht auslaufen laffen. Schließlich kündigten die Rheder eine Revision der Contracte mit den Angestellten, die Einführung einer bestimmten Arbeitszeit und möglichst gerechte Löhne an. In Sydney sind zahlreiche nichtunionistische Arbeiter zu bekommen. Rom, 25. August. Die „Agenzia Stefani" meldet aus Petersburg: Rußland schenkte dem Fürsten von Montenegro ein Schiff von größeren Dimensionen. Madrid, 15. August. Die Cholera nimmt in der Provinz Toledo ab, dauert aber in der Stadt fort, wo gestern 15 Fälle vorkamen, von denen 5 tödtlich Verliesen. Der Minister des Innern, sowie der Director der Abtheilung ür öffentliche Gesundheitspflege begaben sich nach Toledo, um eine Verbesserung der Gesundheitsverhältnisse zu bewirken. Nachts ist hier eine Frau unter choleraähnlichen Symptomen gestorben. Petersburg, 25. August. Die russische „St. Petersburger Zeitung" hebt die Bedeutung der Verleihung des höchsten russischen Ordens, des Andreasordens, an Herrn v. Caprivi hervor- daraus sei zu schließen, daß Caprivi an unserem Hofe einen angenehmen Eindruck hinterließ, wie Caprivi sich auch hier von der offenherzigen Friedensliebe Rußlands überzeugen konnte. Somit sei augenscheinlich der Boden friedlichen Zusammenlebens zweier mächtiger Nachbarn vorbereitet. Sofia, 25. August. Die Minister verließen gestern früh Philippopel. Während seines Aufenthalts versöhnte Stambulow die gegenüberstehenden Parteien der Stadt. Auf dem Banket zu Ehren Stambulows toastete dieser aus die Stadt, der griechische Metropolit auf Stambulow. Sofia, 25. August. Die bulgarische Regierung fand eine Differenz von 100,000 Rubel bei der Prüfung der russischen Forderung für die Lieferung von Waffen und Munition. Sie verständigte den Baron Wangenheim und bat um weitere Auskünfte behufs Aufklärung der Differenz. Newyork, 25. August. Reuter-Meldung. Die Feindseligkeiten in Centralamerika haben wieder begonnen. Zwischen Truppen von San Salvador und Honduras hat eine Schlacht stattgefunden- die letzteren sind unterlegen. Sydney, 25. August. In Verbindung mit dem Ausstande nimmt die allgemeine Aufregung zu, weil die Schiffseigner Nichtunionisten zum Kohlenladen ausgenommen haben. Diejenigen Arbeiter, welche bisher die Krahne bedienten, haben sich ebenfalls dem Ausstande angeschlossen. Es gilt für wahrscheinlich, daß die Bergleute gleichfalls die Arbeit einstellen werden. — Aus Brisbane wird gemeldet, daß Unionisten heute Reisende auf dem Landungsquai an der Einschiffung hinderten. Bei dem hierbei entstandenen Handgemenge sind mehrere Personen verwundet worden. totales tm$ Gießen, 26. August. — Die Vorlesungen an der Ludwigs-Universität im Winterhalbjahr 1890/91 nehmen am 27. October ihren Anfang. Die Jmmatriculation beginnt am 20. October. — Am 1. December l. I. wird bekanntlich wieder eine allgemeine Volkszählung im Deutschen Reiche stattfinden und hat das Großh. Ministerium die Kreisschulcommissionen be- nachrichtigt, daß es (wie auch die früheren Male) keinem Anstande unterliegt, die Lehrer als Zähler zu verwenden und für die nöthige Zeit in den betreffenden Schulen und Schulklassen den Unterricht auszusetzen. — Ein 17jähriges Laufmädchen wurde vorgestern früh ertappt, als es die Weckbeutel mit Inhalt an einem Hause der Ludwigstraße und des Neuenwegs wegnahm. Das Mädchen hat von den in letzter Zeit in hiesiger Stadt in größerer Anzahl verübten Weckdiebstählen zehn eingestanden. — Der im April l. Js. mit dem Inhalt zweier hiesiger Vereinskassen im Betrage von über 200 Mk. durchgegangene Weber Bühler aus St. Gallen ist gestern auf Requisition Großh. Polizeiamts Gießen in Castel verhaftet worden. Bühler stand hier in Condition und begleitete in beiden Vereinen das Amt des Kassiers. Bad - Nauheim, 22. August. Während des heftigen Regens heute Mittag suchten einige in dem Privatsteinbruch am Johannisberg beschäftigte Arbeiter Schutz unter einem seit langen Jahren überhängenden Stück des städtischen Steinbruchs. Plötzlich brach dasselbe herab und verschüttete die Arbeiter. Wie ein Wunder erscheint es, daß keinem derselben ein nennenswerther Schaden passirte, mit einigen Rippenbrüchen ging es noch glücklich ab. Alsfeld, 25. August. Auch hier wird das Sedan fest in der Bedeutung des Tages entsprechender Weise gefeiert werden und zwar am 30. August (Samstag) durch Einläuten des Festes und Zapfenstreich, am 31. August (Sonntag) durch größere Festlichkeiten, Festzug, Concert, Jugendspiele u. s. w. Laubach, 23. August. Herr Ingenieur Har er aus Frankfurt, welcher heute hier anwesend war, wurde einer uns gewordenen Mittheilung zufolge mit der Ausarbeitung des Projektes zur Herstellung einer Wasserleitung beauftragt. Grünberg, 25. August. Einen unbeabsichtigten Fang machte dieser Tage ein Angler bei der Höfentränke. Beim Einwersen seiner Angel verfing sich dieselbe in dem Backen eines danebenstehenden Jungen derart, daß zu ihrer Entser- nung ein Arzt zugezogen werden mußte. (Gr. Anz.) Grüuberg, 25. August. Mit der am Sonntag den 31. August stattfindenden Sedanfeier wird ein Schauturnen verbunden werden. Der Festplatz ist am Schießhaus. Um 2^ Uhr findet ein Festzug statt. G. Nidda, 25. August. Wenn man die vorzügliche Wirkung des Zusammenhaltens, also der genossenschaftlichen Thätigkeit, in das rechte Licht stellen will, führt man am besten Zahlen vor. Der landwirthschaftliche Bezirksverein Büdingen schaffte auch dieses Jahr künstlichen Dünger für seine Mitglieder an. Zunächst Thomasmehl und Kainit- Chilisalpeter folgt nach. Es handelt sich hierbei rund um 35 bis 40 Doppelwaggon, also um 7000 bis 8000 Centner. Dadurch daß diese bedeutende Menge bestellt wurde, konnte der Centner um ca. 30 Pfg. billiger angeschafft werden, was eine erkleckliche Summe repräsentirt. Noch werthvoller aber ist, daß der Gehalt des Düngers um 2pCt. höher garantirt wurde, als wenn im Kleinen angeschafft wird. Wir ersehen daraus, daß selbst der kleinste Landwirth, wenn er auch nur einen einzigen Centner bedarf, sich die Vortheile des Großgrundbesitzers verschaffen kann, sobald er sich mit anderen zusammenthut. Einigkeit macht stark und Zahlen beweisen. Gegenwärtig kommen die Eisenbahnwagen mit Dünger an, werden ihres werthvollen Inhalts entleert und die Mitglieder holen ihre Antheile ab. Wer sich dafür interessirt, kann sich Proben vorzeigen laffen. X X Langsdorf i. d. W., 25. August. Nach etwa 40jähriger Pause ist heute der sogen. Ludwigsmarkt wieder auferstanden. Von allen Seiten kommen Käufer und Verkäufer mit Vieh jeder Arr, besonders Schweine und Rindvieh. Die Preise halten sich hoch. Auch andere Verkäufer, als: Manufacturwaarenhändler, Schuhmacher, Blechschmiede, Süßigkeitsverkäufer, Spielwaarenhändler und verschiedene Andere haben ihre Stände aufgeschlagen. Für die tanzlustige Jugend ist durch Herrichtung eines Tanzbodens gesorgt. Soeben reitet Seine Durchlaucht der Fürst von Lich mit einer Prinzessin Tochter über den Markt, um sich das Treiben zu besehen. Die Witterung hat sich aufgeklärt, was zur Belebung der Scenerie wesentlich beiträgt. Wenn man nach dem heutigen Resultate urtheilen darf, so hat der Markt eine Zukunft, besonders auch, weil die Zeit dafür eine sehr geeignete ist. Die Erntearbeiten sind größtentheils bezwungen, die Leute haben bereits Früchte verkauft und sind bei Geld, was die Kauflust günstig beeinflußt. Ruppertenrod, 25. August. Die zwanzigjährige Gedenkfeier des Sedantages wird hier in Gemeinschaft mit dem Krieger-Verein und dem Gesang-Verein am Sonntag den 31. August abgehalten. □ Ober-Ohmen, 25. August. Der junge Mann, -welcher, wie wir gestern berichtet, von seinen durchgehenden Pferden eine große Strecke geschleift wurde, ist gestern Mittag seinen Verletzungen erlegen. Die Ellern verlieren in ihm einen hoffnungsvollen, braven Sohn. , —————————— . ii H ■ ।. vermischte-. * Darmstadt, 18. August. Sonntag, den 31. August I. I. Nachmittags 3 Uhr, findet im Reichsadler zu Wöllstein die 13. Generalversammlung des Pferdezuchtvereins im Groß- herzogthum Hessen statt. Auf der Tagesordnung stehen folgende Punkte: Allgemeine Mittheilungen- Erstattung des Jahresberichtes- Wahl der Ausschußmitglieder- Vorlage der Jahresrechnung und Entlastung des Schatzmeisters: Bericht des Herrn H. Dettweiler über die allgemeine Deutsche Pferde- Ausstellung in Berlin- Vortrag des Herrn Kreis-Veterinärarzt Dr. Weidner: „Die Hauspferdezucht in Rheinhessen". — Um 2 Uhr findet ein gemeinsames Mahl statt und wird directe Anmeldung bis zum 28. August dringend gewünscht. * Bürstadt, 21. August. Gestern Abend waren vier Herren beisammen in einer Wirthschaft. Gegen 11 Uhr, als man sich aus den Heimweg begeben wollte, kam es zwischen zwei Herren, einem Lehrer und einem zum Besuch aus Gießen hier weilenden jungen Doctor, zu einem Wortwechsel. Aus der Straße artete derselbe in Thätlichkeiten aus, wobei der junge Lehrer dem Doctor drei Messerstiche versetzte. Einer der Stiche ist, laut „W. Ztg." sehr gefährlich und der Arzt, der den jungen Doctor in Behandlung hat, vermag den Ausgang noch nicht zu beurtheilen. (Tg. Anz.) * Berlin, 24. August. In einer Auflage von einer halben Million wird am 1. October eine Broschüre erscheinen unter dem Titel: „An die Arbeiter Deutschlands!" welche die gesammten Fragen der Socialresorm in kurzer, gemeinverständlicher Form und zwar im Sinne der kaiserlichen .Erlasse vom 4. Februar d. I. behandeln soll. Wie man von gut unterrichteter Seite mittheilt, hat der Inhalt dieser Broschüre dem Kaiser vorgelegen und auch die Druckkosten werden zum Theil aus staatlichen Mitteln bestritten. Der Preis dieser Broschüre ist aus 10 Pfennig berechnet und die Verkäufer derselben sollen am 1. October vor allen Fabriken der bedeutenderen Jndustrieplätze Deutschlands Aufstellung nehmen. * Reichenbach i. O., 21. August. Das dreijährige Kind eines hiesigen Landwirths bestieg kürzlich in einem unbeachteten Augenblicke den im Wohnzimmer stehenden Tisch, spielte mit einer daselbst gefundenen Gabel und stürzte mit derselben vom Tische. Dabei drang die Gabel dem bedauerns- werthen Kinde in den Hals, wodurch trotz ärztlicher Hilfe nach acht Tagen der Tod des Kleinen herbeigesührt wurde. * Breitenbrunn i. O., 21. August. Nach einer hierher gelangten Nachricht wurde der hiesige Bewohner I. K. aas f s,.j M' i-r dw * 11 et//L er ' . X 1,10—1,20, Hühnereier 1 St. 6, — 2 St. 13 Enteneier 1 St.--2 St. - Käse pr. St. 4^-7 Käsematte pr. St. 3 Erbsen pr. Liter 16 4, Linsen pr. Liter 26 H, Tauben pr. Paar JL 0,60—0,80, Hühner pr. Stück JL 0,90—1.40, Hahnen pr. St- vM 0,70—1,00, Enten pr. Stück JL 1,40—1,60, Ochsenfleisch pr. Pfd- 70-74 Kuh- und Rindfleisch 60—64 H, Schweinefleisch 68-70 Hammelfleisch 50—68 4, Kalbfleisch 56—60 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo vtL 4,00—8,00, Weißkraut pr. St.--Zwiebeln per Centner JL 6,00—7,00, Milch per Liter 12-18 H. Herborn (an der Köln-Gießmer Eisenbahn), 25. August. Auf den heutigen hiesigen Markt wurden gebracht: 733 Ochsen, Kühe und Rinder, und 816 Schweine. Der nächste Markt ist am 2. October l. I. — Für die durch Hagelschlag Beschädigten in Königsberg gingen ferner ein: Von A. B. 3 Jt, H. Kühn 2 JL, P. Engels Zusammen 7 JL Jnsgesammt nunmehr 393.30 Für den bedürftigen Conrad Röhrsheim in Crumbach gingen ferner ein: Von Otto Luft 3 JL, Ungenannt 3 Jt, A. B. 2 JL Zusammen 8 X Jnsgesammt nunmehr 104 X Weitere Gaben nimmt gern entgegen Die Expedition des „Gießener Anzeiger". Schwarze Seidenstoffe von 93 Pfge. bis 18.65 p. Met. — glatt gestreift und gemustert (ce 18O versch. Qual.) — versendet roben- und stückweise porto- und zollfrei das Fabrik-Depot G. Henneberg (K- u. K- Hoflies.), Zürich. Muster umgehend. Briefe kosten 20 $ Porto. 506 Wöchentliche Neberstcht der Todesfälle in Gießen. 34. Woche. Vom 17. August bis 23. August 1890. Einwohnerzahl: 20 500 (tncl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 22,8 o/oo. Kinder Es starben an: Zusammm: Erwachsme: im vom 1. Lebensjahr: 2.—15.Jahr Pferdeknecht gesucht bei Gg. Conr» Simon. 7070]______________Bahnhofstraße. Maurergesellen und § Handlanger gesucht. Ernst Haubach, Maurermeister. !! Fkichl DüMlestz!! zum Einmachen aus der Fabrik von Ed. Silbereisen, Giessen übertrifft an Haltbarkeit, Wohlgeschmack und Billigkeit Weinessig und kommt in versiegelten Korbflaschen zum Verkauf. ZU Ijnbfn in Gießen in den meisten Arlicsteß-, Collmiui- und Drogucn-GeschSsten. bmt Man achte auf das Siegel der Fabrik. Schlackensand u. Schlackeninelil. Durch die Außerbetriebsetzung und nöthig gewordene Neuherstellung unseres Hochofens zu Margarethenhütte b. Giessen kann Schlackensand und Schlackenmehl demnächst nicht mehr von dort geliefert werden. Wir bitten daher bei Bedarf in diesen Materialien sich hierher nach Main-Weser-Hütte, Station Lollar, zu wenden, um die Lieferung von hier oder unseren anderen Werken, Sophienhütte, Station Wetzlar, und Georgshütte, Station Burgsolms, bewirken zu können. Main Weser-Hütte (Station Lollar). 6942 ■. 1, ■ =3= k > ' , säg । • , l1 ' - 1 , Bei dem mich betroffenen Brande in meinem Haufe sage hiermit allen Nachbarn und Denjenigen, die mir so hilfreiche Hand leisteten, meinen besten Dank. 706i jPI». Strack. Iandwirthschaftl. Consumverein Obbornhofen eingetr. Genoffenfchaft mit unbefchr. Haftpflicht. Bilanz. Gesammt-Einnahme von 1889 . . . ^ 3900.94. Gesammt-Ausgabe einschließlich der Verwaltungskosten . . „ 3894.55. Ueberschuß 6.39. Mitgliederzahl Ende 1889 . ... r 52. [7065 — .... --->—■ Bekanntmachung. Durch Beschluß der außerordentlichen Generalversammlung vom 29; Juni 1890 wurde der landwirthschastliche Consumverein Obbornhosen mit unbeschränkter Haftpflicht aufgelöst. Als Liquidatoren sind bestellt: ______________K. Leschhorn III. und D. Ruppel.__________7066 Grosser Ausverkauf v. IM" Wegen Geschäftsaufgabe gebe sämmtliche Möbel zu uud unter Fabrikpreisen ab. Roßhaar- und Seegrasmaschinen zum halben Preise. Sämmtliche Locale (großer Laden, Bettenlager, 62 □=SDttr. groß, Werkstätten «. s. w), sind billig zu vermiethen. Driast Lotx9 6552ü Neustadt 11* 9h »*"“ w itüM -tf giiinrt®*b Kontags- 1 gnoalmt i stlaendm rT’1 Schal Unter der Mg-GönS ist Die Heerde des mH der verseucht verdächtig. 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