1890. Mittwoch den 26. November Mr. 276. vierttltShri-er JHt*wmt*UrreU4 2 Mark 20 Pfg. taft vringerloya. Durch dir Post be»ef* 2 Mack 60 W Rebaction, LxpedMr* and Druckerei: Fch»tstr«te Nr.Z. Kenchlrecher 61, Die Gießener jSle*Uit*ICatt«t ««den dem Anzeiger ^'chentltch dreimal d eigelegt. Der ANßeaer Anzei-er erscheint täglich, »it LuLnahme bei Montag». Gießener Anzeiger Kenerat-Mzeiger. Amts- unb Anzeigeblatt für bett Rests Gistzsn. Gralisöeikage: Gießener Jamifienökätter. R®1 Amtlicher Shell theilung des Präsidenten v. Köller soll der Generaldebatte über die Steuervorlagen nicht die erste Lesung des Volksschulgesetzes, wie ursprünglich geplant war, folgen, sondern diejenige der Landgemeinde-Ordnungs das Volksschulgesetz würde demnach zuletzt an die Reihe kommen. Die nach den letzten Meldungen über den Zustand König Wilhelms von Holland täglich zu gewärtigende Katastrophe im niederländischen Königshause hat sich nunmehr vollzogen: Am Sonntag in der sechsten Morgenstunde ist der greise Herrscher nach langem Siechthum ans Schloß Loo verschieden. Wohl war noch vor Kurzem ärztlicherseits die Meinung ausgesprochen worden, König Wilhelm könne, wenngleich in dauernder geistiger Umnachtung, bei seiner zähen körperlichen Constitution noch Jahre lang leben, aber offenbar waren die Kräfte Wilhelms III. durch sein langes Krankenlager doch mehr erschöpft, als vielleicht die Aerzte selbst meinen mochten. Die letzten Krankheitsberichte über den König ließen denn auch das baldige Ende ahnen und am Sonntag ist er, nur wenige Tage nach Einsetzung der Regentschaft, von seinem Siechthum erlöst worden. Im holländischen Volke hat das Ableben König Wilhelms aufrichtige Trauer hervorgerusen, denn ohne eine glänzende Herrschergestalt gewesen zu sein, erwies sich doch der nun verewigte Monarch als ein wahrhaft gerechter und constitutioneller Fürst, der mit seinem Volke stets im Einvernehmen lebte. König Wilhelm III., geboren 19. Februar 1817, folgte seinem Vater Wilhelm II. in der Regierung der Niederlande und Luxemburgs am 17. März 1849 und kam der öffentlichen Meinung des Landes durch eine Reihe populärer Maßregeln entgegen. Später zog sich indessen der König mehr und mehr von der Leitung der Staatsgeschäfte zurück, sie dem jeweiligen Ministerium überlassend, und nur bei besonders wichtigen Anlässen, tote in der luxemburgischen Frage 1867, trat Wilhelm III. wieder etwas selbständiger auf. 1874 feierte er unter großen Kundgebungen sein 25jähriges Regierungsjubiläum. Seit 1888 mußte sich der König wegen seines bedenklich erschütterten Gesundheitszustandes fast gänzlich den Regierungsgeschästen enthalten und im Frühjahr 1889 erkrankte er so schwer, daß in Luxemburg bereits die Regentschaft unter Herzog Adolf von Nassau proclamirt wurde; bekanntlich nahm aber damals dieses Interregnum infolge der Wiedergenesung des Königs ein rasches Ende. König Wilhelm war zweimal vermählt. Die erste Ehe schloß er mit der Prinzessin Sophie von Württemberg, aus welcher Verbindung Kronprinz Wilhelm und Prinz Alexander stammten, beide Prinzen starben indessen noch bei Lebzeiten ihres Vaters. Nach dem am 3. Juni 1877 erfolgten Tode der Königin Sophie ging Wilhelm III. eine abermalige Ehe mir der Prinzessin Emma von Waldeck, der nunmehrigen Königin-Regentin der Niederlande, ein, aus welcher Ehe die am 31. August 1880 geborene Kronprinzessin Wilhelmine hervorging. — Mit König Wilhelm III. ist der Mannesstamm des berühmten Herrschergeschlechtes der Oranier erloschen und den erledigten Thron der Niederlande hat nunmehr seine Tochter Wilhelmine bestiegen, da in Holland nach der Verfassung von 1848 beim Aussterben des Mannesstammes die weibliche Linie zur Regierung kommt. Dieselbe wird bis zur Großjährigkeits- Erklärung Wilhelminens für sie durch ihre Mutter, die Königin-Regentin Emma, geführt, gemäß den Bestimmungen des Regentschaftsgesetzes vom Jahre 1884. Dagegen hat mit dem Tode des Königs-Großherzogs Wilhelm die bisherige Personal-Union zwischen Holland und Luxemburg ausgehört und ist nunmehr der Herzog-Regent Adolf von Nassau Großherzog von Luxemburg geworden. Eine ministerielle Proclamation bringt dies den Luxemburgern zur Kenntniß und indem die Kundgebung dankbar der Verdienste des verewigten König-Großherzogs um Luxemburg gedenkt, spricht sie in begeisterten Worten zugleich das Vertrauen des Landes zu seinem neuen Herrscher aus, unter dessen Regierung Luxemburg vertrauensvoll der Zukunft entgegensetze. In der Schweiz scheint man aus dem Wählen gar nicht mehr herauszukommen. So sand am Sonntag im Canton Basel-Stadt die Wahl eines Mitgliedes des Ständerathes statt, bei welcher trotz großer Anstrengungen der Conserva- tiven der bisherige freisinnige Ständerath Göttisheim mit bedeutender Mehrheit wiedergewählt wurde. Außerdem wurde in der Volksabstimmung die vorgeschlagene Einführung des proportionalen Verfahrens bei den Wahlen zum Großen Rath abgelehnt. Am gleichen Tage erfolgte ferner in Zürich-Stadt eine engere Wahl zum Nationalrath, die den Sieg des Socialdemokraten Vogelfänger ergab. S«a«hmr von Aazei»ea zu bcr Nachmittag- für bee sllgenben log erscheinenben Nummer bi» vorm. 10 Uhr. Steckbrief» Der unten näher bezeichnete Rekrut Karl Schaum des Landwehrbezirks Gießen hat sich der Gestellung entzogen. Sämmtliche Civil- und Militärbehörden werden dienstergebenst ersucht, gefälligst aus denselben ein wachsames Auge zu haben, ihn im Ergreifungsfalle zu arretiren und an die nächste Militärbehörde abliesern zu laffen. Signalement. 1) Name: Karl Schaum; 2) Geburtsort: Leihgestern; 3) Kreis: Gießen; 4) Geboren: 16. De- cember 1870; 5) Größe: 1 V 62,5 cm; 6) Religion: Evan- gelisch; 7) Stand oder Gewerbe: Bergmann; 8) Besondere Kennzeichen: Keine. Gießen, den 22. November 1890. Caspary, Oberstlieutenant z. D. und Kommandeur des Landwehrbezirks Gießen. politische Uebevsicht. Gießen, 25. November. Die parlamentarischen Dispositionen für die weitere Beratung der Reformvorlagen im preußischen Abgeordnetenhause haben eine kleine Veränderung erfahren. Nach einer Mit- Alle Annoncen-Bureaux be» In- unb Äu»lanbei nehm« Anzeigen für ben „Gießener Anzeiger" entgtges. Deutscher Reich. Darmstadt, 24. November. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben unter dem 8. November 1890 Aller- gnädigst zu genehmigen geruht, daß das gegenwärtige Haupt der gejammten älteren Linie des Stolbergischen Hauses, der Herr Graf Otto zuStolberg-Wer nigerode und seine Nachkommen erster Generation, den nach vorgeschriebener Ordnung weiter vererblichen Fürstlichen Titel und das Prädikat „Durchlaucht" führen. Darmstadt, 24. November. Wegen des Ablebens Seiner' Majestät des Königs Wilhelm in. der Niederlande ist auf Allerhöchsten Befehl eine Hoftrauer bis zum 7. December l. I. einschließlich angeordnet worden. Berlin, 24. November. Seitens des Ministers für Landwirthschast, Domänen und Forsten ist die Einfuhr vonSchweinen ausJtalien in die öffentlichen Schlachtanstalten der Städte Berlin, Spandau, Brandenburg, Magde- Bekanntmachung. Nachdem die unter der Schafheerde zu Harbach aus- gebrochene Räude als erloschen gilt, wird die über diese Heerde angeordnete Sperre hiermit aufgehoben. Gießen, am 24. November 1890. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern.__________________ Steckbrief. Der unten näher bezeichnete Rekrut Eberhard Christian Julius Keßler des Landwehrbezirks Gießen hat sich der Gestellung entzogen. Sämmtliche Civil- und Mllitärbehörden werden dienstergebenst ersucht, gesälligst auf denselben ein wachsames Auge zu haben, ihn im Ergreifungsfalle zu arretiren und an die nächste Militärbehörde abliefern zu laffen. Signalement. 1) Name: Eberhard Christian Julius Keßler; 2) Geburtsort: Wiefeck; 3) Kreis: Gießen; 4) Geboren : 31. März 1868; 5) Größe: 1 m 73,5 cm; 6) Religion: Evangelisch; 7) Stand oder Gewerbe: Hufschmied; 8) Besondere Kennzeichen: Keine. Gießen, den 22 November 1890. Caspary, Oberstlieutenant z D. und Kommandeur des Landwehrbezirks Gießen. Feuilleton. Der berühmte Cellospieler. Humoreske von P. Berthold. (Nachdruck verboten.) Der Bürgermeister Schnauzler der kleinen Gebirgsstadt Rübenheim saß in seiner Amtsstube, mit der Durchsicht und Prüfung von städtischen Rechnungen beschäftigt, als er in dieser Arbeit durch ein energisches Klopfen gestört wurde. Aergerlich über die Störung, da der Herr Bürgermeister gern seine Beschäftigung zu Ende gebracht hätte, und namentlich auch erbost über den ungewöhnlich energischen Ausdruck des Klopfens, ließ das Stadtoberhaupt von Rübenheim ein ziemlich bissiges „Herein!" ertönen und drehte sich auf seinem Sitze herum, um den Frevler, der vermuthlich zu den Angestellten der Rathscanzlei gehörte, die Macht der bürger- meisterlichen Stellung fühlen zu lassen. Aber zur Ausführung bieser Absicht sollte es nicht kommen, denn der Bürgermeister sah sich jetzt zu seinem größten Erstaunen einem ihm gänzlich .unbekannten jungen Manne gegenüber, der direct von einem Modejourkal für Herren in das Amtszimmer deS Stadtoberhauptes von Rübenheim abgesandt zu sein schien, so geschniegelt und gebügelt sah der Fremde aus, der in der behandschuhten Rechten einen feinen Cylinderhut und ein elegantes Stöckchen trug. Ohne sich um das Erstaunen des Bürgermeisters zu kümmern, machte der Ankömmling dem Bürgermeister eine hochelegante Verbeugung und erkundigte sich, ob er die Ehre habe, den Herrn Bürgermeister von Rübenheim vor sich zu sehen. „Der bin ich allerdings," versetzte Herr Schnauzler, sich erhebend und dem Unbekannten einen Stuhl anbietend, „bitte, mit wem habe ich wohl das Vergnügen?" „Ich bin der Kammermusikus und Cellovirtuos Kratzer aus M.," erwiderte der Besucher und nannte den Namen der sehr entfernt von Rübenheim gelegenen Provinzialhauptstadt. „Ich kam soeben in Rubenheim an, um hier, in Ihrer köstlichen Lust, ein paar Wochen zur Erholung zu verbringen. Ich gestatte mir zunächst, Ihnen meine Karte zu überreichen" — der fremde Herr präsentirte dem Bürgermeister eine mar- morirte Visitenkarte, welche in gothischen Buchstaben die Aufschrift trug: „Leonhard Kratzer, königlicher Kammermusikus" — und fügte hinzu: „zugleich erlaube ich mir, zu meiner Legitimation meinen Paß vorzulegen, auf Grund dessen ich mich bei Ihnen anmelde, um den polizeilichen Anforderungen zu genügen." Herr Schnauzler gab den Paß nach einer nur flüchtigen Durchsicht seinem Inhaber zurück und sagte: „O bitte, mit Ihrer Anmeldung hätte es gar keine solche Eile gehabt, wir nehmen es mit solchen Dingen hier nicht so streng, wie dies vielleicht in großen Städten angezeigt erscheinen mag. Im Uebrigen haben Sie wohl noch keine Privatwohnung, Herr Kratzer, und sind vielleicht vorläufig im „Rothen Löwen" abgestiegen, wenn ich recht ver- muthen darf?" „Sie haben es getroffen, Herr Bürgermeister, und ich gedenke auch noch die nächsten Tage über in meinem einstweiligen Quartier zu verweilen. Jetzt habe ich aber noch eine Bitte an Sie, mein verehrter Herr Bürgermeister —" „Deren Erfüllung Sie im Voraus versichert sein können," unterbrach Schnauzler den Fremden, dessen verbindliches und sicheres Wesen auf den Bürgermeister den angenehmsten Eindruck gemacht hatte. „Zu liebenswürdig, Herr Bürgermeister," fuhr Herr Kratzer mit einer nochmaligen Verbeugung gegen Schnauzler fort. „Sie müssen also wissen, daß ich mich niemals aus längere Zeit von meinem Cello trenne, weßhalb ich das Instrument auch auf meiner gegenwärtigen Erholungsreise mit mir führe, und um nicht ganz aus der Hebung zu kommen, möchte ich gern am nächsten Sonntag hier in Rübenheim ein Cello - Concert veranstalten, und wenn es nicht gan^ unbescheiden erschiene, würde ich hinzufügen, daß ich als Cellist einen guten Ruf genieße und bereits mehrfach die Ehre gehabt habe, vor hohen, höheren und allerhöchsten Herrschaften meine Kunst ausüben zu dürfen." „Selbstverständlich haben Sie die Erlaubniß zu dem geplanten Concert, Herr Kratzer," erwiderte der Bürgermeister eifrigst, „und ich glaube bestimmt, daß Ihr geneigtes Auftreten in unserer Stadt sich sogar zu einem Ereigniß gestalten wird, denn gerade herausgesagt, ein Cello-Concert hat meines Wissens bei uns noch niemals stattgefundeu und — im Vertrauen gesagt — ich glaube auch, daß die wenigsten Rübenheimer je ein Cello-Concert gehört haben, aber gerade deß- halb dürfen Sie auf starken Zuspruch aus unserer Stadt sowohl, tote auch aus der Umgegend rechnen, nur, hm . . . ich meine" — der Bürgermeister stockte und rieb sich die Hände — „'s ist nur wegen des Bezahlens, allzuviel werden die Leute hier doch nicht für ein Cello - Concert ansgebeir wollen." Lächelnd nickte Herr Kratzer mit dem wohlfrisirten Haupte und äußerte: „An diesen Punkt habe ich natürlich ebenfalls schon gedacht und brauche ich wohl kaum zu betonen, daß es mir bei meinem Concert durchaus nicht auf die Einnahme ankommt. In M. freilich, wo ich regelmäßig Cello-Vorträge veranstalte, bekommt man für drei Mark noch lange nicht einen ersten Platz zu meinen Concerts, aber ich bin doch nicht eigens nach Rübenheim gekommen, um hier ein Concert zu veranstalten, sondern nur um frische Lust zu schnappen, also ist's mir auch wahrhaftig nicht um eine besondere Honorirung. bürg, Torgau, Zeitz, Erfurt, Suhl, Fulda, Frankfurt a. M., Lkassel, Göttingen, Hildesheim, Hannover-Linden, Minden i. W., Paderborn, Herford, Bielefeld, Münster i. W., Essen (Ruhr), Elberfeld, Düsseldorf, Lennep, Remscheid, München-Gladbach, Köln (Rhein), Neuwied, Coblenz, St. Johann und Saarbrücken unter geeigneten Vorsichtsmaßregeln widerruflich gestattet worden. Diese Maßregeln werden von den Polizeibehörden, in deren Verwaltungsbezirk die genannten Städte liegen, öffentlich bekannt gemacht werden. Ausland. Bern, 23. November. In Basel-Stadt wurde in heutiger Volksabstimmung die Einführung des proportionalen Wahlverfahrens für die Wahlen in den großen Rath mit 3955 Nein gegen 2685 Ja abgelehnt. Amsterdam, 24. November. Der amtliche „Staats- couranr" veröffentlicht die Proclamation der Königin Emma; der Erlaß gibt den Tod des Königs Wilhelm III. kund und die Uebernahme der Regierung durch die Königin Wilhelmine unter der Regentschaft der Königin Emma. Die Proclamation ist von allen Ministern gegengezeichnet. Luxemburg, 24. November. Die Vorbereitungen, die hier getroffen werden, lassen auf die Ankunft des Großherzogs Adolf am Mittwoch schließen. Osficiell ist noch nichts bestimmt, bis Staatsminister Eyschen aus Frankfurt a. M. hierher zurückgekehrt sein wird, was man für morgen erwartet. Der Stadtrath hat in seiner heutigen Sitzung einer Proclamation des Schöffenrathes zugestimmt. Der Bürgermeister widmete alsdann dem König-Großherzog einen Nachruf, worauf die Sitzung aufgehoben wurde. Der Staatsrath wurde heute zur Berathung versammelt. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Torrespondenz-Burean. Berlin, 24. November. Der „Reichsanzeiger" meldet: Zur Feier der 250. Wiederkehr des Tages, wo der Große Kurfürst die Regierung antrat, was für Brandenburg- Preußens Geschicke von so hoher Bedeutung war, bestimmte der Kaiser, daß am 1. December alle öffentlichen Gebäude flaggen sollen. Berlin, 24. November. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses wurde die Einkommensteuer-Vorlage weiter berathen. Der Abg. von Eynern erklärt sich bereit, an der Vorlage mitzuarbeiten und mit der Regierung sich über die Declarationspflicht zu verständigen- gegen den Vorsitz des 'Landraths in der Einschätzungscommission müsse er sich aussprechen. Abg. Rickert spricht sich gegen die Erbschaftssteuer aus. Der Finanzminister Dr. Miquel vertheidigt die Erbschaftssteuer als nothwendige Ergänzung des Steuersystems- durch sie würde ein stärkeres Heranziehen des sundirten Einkommens ermöglicht. Der Abg. Dr. Sattler bekämpft Richter, der dem großen Gedanken der Heranziehung jedes Einkommens nicht gerecht werde, und ist für die Erbschaftssteuer, wenn Erbschaften bis 10000 Mk. steuerfrei bleiben. Abg. Graf Kanitz erklärt sich als entschiedenster Freund der Declarationspflicht. Die Grundsteuer habe gegenwärtig keine Existenzberechtigung- auch die Gebäudesteuer sei ungerecht. Die Ermäßigung der indirecten Steuern ohne Deckung für den Ausfall sei unmöglich. Gegenüber der geforderten Abschaffung der landwirthschastlichen Zölle fordere er Abschaffung der Jndustriezölle. Abg. von Hammerstein will Beseitigung der Ueberweisungen und völligen Erlaß der Grund- und Gebäudesteuer. Abg. Richter bemerkt, ein versöhnlicher Ton zwischen den einzelnen Parteien sei Wünschenswerth, dem Verwischen politischer Gegensätze ziehe er einen frischen, fröhlichen Kamps vor. Der Finanzminister Dr. Miquel spricht die Hoffnung aus, Richter werde bezüglich des Tons dahin gelangen, wo er (Redner) immer gestanden habe. lieber fein' Reformwerk habe er mit Männern aller Parteien gesprochen, auch der freisinnigen. Die Geneigtheit Richters dazu habe er aber infolge der Ausführungen der „Freisinnigen Zeitung" nicht meiner freiwilligen künstlerischen Leistungen zu thun.- Ich denke, eine halbe Reichsmark für den zweiten und süns- undsiebzig Pfennige für den ersten Platz werden den hiesigen Verhältnissen vollkommen angemessen sein" — der Bürgermeister nickte — „und damit ich die Concertbesucher der Mühe enthebe, erst an der Kaffe ein Billet zu lösen, möchte ich den Vorschlag machen, daß irgend eine vertrauenswerthe und ortskundige Persönlichkeit sich der leichten Aufgabe unterzieht, die von mir schon sertiggestellten Billets bei den Honoratioren der Stadt und der Umgegend zu präsentiren - die Herrschaften brauchten sich dann einfach in die beigegebene Liste einzuzeichnen, wenn sie es nicht vorziehen, dem Boten direct den geringfügigen Betrag mitzugeben." Herr Schnauzler erklärte sich mit Allem einverstanden und seine Vorliebe für den fremden Künstler wuchs noch um ein Beträchtliches, als dieser einige viereckige Pappstückchen, welche die Inschrift aufwiesen: „Cello - Concert von Leonhard Kratzer, I. Platz", aus seiner Brusttasche zog und sie dem Bürgermeister mit den Worten einhändigte: „Es ist selbstverständlich, Herr Bürgermeister, daß ich Sie nebst den werthen Ihrigen ersuche, bei dem Concert mein Gast zu sein und wollen Sie gütigst schon jetzt diese Billets entgegennehmen . . . o, bitte, bitte, die Ehre ist ganz aus meiner Seite ... so, und wäre es mir höchst angenehm, wenn Sie mir noch Jemand bezeichnen können, der sich der Mühe des Ausrragens der Subscriptionsliste und der Billets unterzöge, natürlich gegen eine entsprechende Vergütung Meinerseits." „O, da wollen Sie sich nur an den Rathsdiener Zippert wenden," rief der Bürgermeister, „Sie treffen ihn jetzt ganz sicher unten in der Rathscanzlei, der besorgt Ihnen Alles auss Beste." (Fortsetzung folgt.) vorausgesetzt. Für den, der sich durch Gründe nicht überzeugen laffe, bleibe nur die Ueberzeugung durch Stimmenmehrheit. — Das Haus verwies die Vorlage an eine 28gliederige Commission. — Morgen Vormittag 11 Uhr beginnt die Berathung der Erbschaftssteuer. — Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht den Wortlaut der Privilegien wegen Ausfertigung von fünfprocentigen Jn- Haber-Obligationender deutsch-ostafrika nischen Gesellschaft im Betrage von 10,556,000 Mk. Berlin, 24. November. Vor dem Schwurgericht des Landgerichts II. begann heute die Verhandlung gegen vierzehn Angeklagte wegen des Köppenicker Krawalls vom 20. März, bei dem der Gensdarm Müller getödtet wurde. Die Anklage lautet aus Landfriedensbruch und Körperverletzung mit tödtlichem Erfolg. Der Angeklagte Reuter ist als Rädelsführer bezeichnet. Vorsitzender ist Landgerichtsrath Voigtel, Staatsanwalt Dr. Müller. Berlin, 24. November. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Die Unterhandlungen des Reichspostamts mit dem Generalpostmeister der Vereinigten Staaten wegen Herstellung schwimmender Postbureaux, welche an Bord der Postdampfer die Post auf der Oceanfahrt bearbeiten sollen, sind nunmehr abgeschlossen. Zur Regelung der technischen Details reist der Director Sachse in den nächsten Tagen nach Washington und New-Dark. Berlin, 24. November. Anläßlich des Jubiläums des 150jährigen Bestehens des reitenden Feldjägercorps fand heute im festlich geschmückten Kasernement desselben eine Feier statt, bei welcher Deputationen ehemaliger Feldjäger prachtvolle silberne Tischgeräthe und eine broncene Jagdgruppe überreichten. Heute Abend findet im Hotel Kaiserhos eine Begrüßung der Gäste in Gegenwart des Chefs des reitenden Feldjägercorps, Generalseldmarschall Graf Blumenthal, statt. Morgen wird im Lichthofe des Zeughauses ein großer Appell stattfinden. Köln, 24. November. In Folge von Dammrutschungen und Brückenüberfluthungcn mußte der B a h n b e t r i e b zwischen der Friedrich-Wilhelmshütte und Beuel, aus der Strecke- Kupserdreh-Langenberg, und zwischen Opladen und Düsseldorf, Strecke Dülken-Brüggen gesperrt werden. Köln, 24. November. In Folge des mehr als vierundzwanzigstündigen Regens und Sturmes steigen Rhein und Nebenflüsse sehr stark. Bei Opladen erreichte die Wupper eine außerordentliche Höhe, die Straßen sind überschwemmt, auch die Flüsse Emsche und Ferne sind ausgetreten. Hier ist der Rhein innerhalb 24 Stunden von 1,40 aus 4,17 Meter gestiegen- auch das Siegthal ist überschwemmt. Elberfeld, 24. November. Die „Elberf. Ztg." meldet: Ein großer Theil Barmens ist ebenfalls überschwemmt, das Barmer Theater ist geschlossen. In Elberfeld ist der Pserdebahnverkehr eingestellt. Das Wasser steigt. In den Fabriken des Vollmethals bei Hagen kann des Hochwassers wegen nicht gearbeitet werden. Elberfeld, 24. November. Die Wupper hat Hochwasser, das die anliegenden Stadttheile meterhoch überschwemmt. Das Wasser steigt noch, an der Hauptbrücke wurde das Gerüst für den Neubau weggeschwemmt. Elberfeld, 24. November. Die „Elberfelder Zeitung" meldet: Das Wasser steigt bei anhaltendem Schneeregen fortwährend. Die Straßen in ostwestlicher Richtung, wie die Hofauerstraße und die Königstraße, sind fast sämmtlich überschwemmt. Mehrere dem Einsturz drohende Häuser an der Wupper wurden polizeilich geräumt. Die Feuerwehr bringt ihre Gerätschaften aus dem Hochliegenden Neumarkt in Sicherheit. Die Theater und die Vergnügungslocale wurden geschlossen. Die Tagesblätter sind meist nicht erschienen. Von den Hauptstraßen sind nur die Hoskamperstraße, die Louisenstraße und der Neumarkt wasserfrei. Bonn, 24. November. Die Sieg ist stark angeschwollen. Die Bahnstrecke Buel-Friedrich-Wilhelmshütte ist gesperrt. Münster i. Westf., 24. November. Durch U e b e r- schwemmung der Ems wurde der Bahnbetrieb zwischen Lippstadt und Wiedenbrück gestört. Schmalkalden, 24. November. Ein furchtbares Hochwasser hat ganze Stadttheile überschwemmt und schrecklich verwüstet. Ebenso den Kreis und das Werrathal. Mehrere Häuser sind eingestürzt. Der Bahnverkehr auf der Strecke Wernshausen-Schmalkalden wird wegen eines Dammbruchs voraussichtlich auf drei Tage gesperrt bleiben. Schmalkalden, 24. November. Die Wassersnoth in Westthüringen ist allgemein. Zahlreiche Dammbrüche sind zu melden. Furchtbare Verwüstungen, Viehverlufte und Häusereinsturze sind fast allerorten vorgekommen. Dortmund, 24. November. Die Gronau-Enscheder Bahn hat den Betrieb eingestellt, da das Hochwasser die Brücke weggerissen hat. Kaffel, 24. November. Es werden Ueberschwemmungen aus der Umgegend hierher gemeldet. In Kassel selbst hat das Ahna-Flüßchen die Gasfabrik unter Wasser gestellt, die städtische Beleuchtung mußte daher allgemein eingestellt werden. Die Calamität ist groß. Im Theater und Circus sind die Vorstellungen ausgefallen. Dresden, 24. November. Die Elbethalbewohner Sachsens treffen gegen das H o ch w a sser Vorsichtsmaßregeln. Die Elbe steigt stark in Böhmen, und hier sind bereits einige Häuser und Brücken bedroht. Dresden, 24. November. Auch hier liegt erneuerte Hochwassergefahr vor, da aus Böhmen rascher Wasserwuchs gemeldet wird; auch in Sachsen sind alle Elbzuflüsse bereits beträchtlich angeschwollen. Der Regen ist jetzt mit Schnee vermischt und hält an. Ulm, 23. November. Der heutige Katholikentag war aus Ulm und Umgegend von etwa 3000 Personen besucht. Den Vorsitz führte Graf Rechberg-Rotenlöwen. Die dem Katholikentage vorzulegenden Resolutionen fordern zur Bekämpfung der Socialdemokratie die Freiheit der Kirche, die volle Unabhängigkeit des Papstes inbegriffen, die Erhaltung der consessionellen Schule, die Unterstützung der katholischen Presse, die Gründung von katholischen Vereinen, die Ueber- mittelung eines Antrages an die württembergische Staats- regierung aus Zulassung aller Männerorden und auf Aushebung der für weibliche Orden bestehenden Beschränkungen, sowie endlich die Bitte an den Reichstag um Aushebung des Jesuitengesetzes. Rudolstadt, 24. November. Von Scheibe wird großes Hochwasser gemeldet. Es besteht Gefahr sür das ganze Schwarzathal. Eisenach, 24. November. Der Regen hält an, das Wasser steigt. Dem Vernehmen nach wurde der Eisenbahnbetrieb nach Friedrichroda eingestellt. Koburg, 24. November. Bei anhaltendem Regen ist hier Hochwasser eingetreten, das den Verkehr nach allen Richtungen hin gestört hat. Erfurt, 24. November. Großes Unwetter herrscht in Thüringen und bewirkt vielfach Ueberschwemmungen.- Die Ilm ist aus den Usern getreten, in Ilmenau wurde die Feuerwehr durch die Glocke zusammengerusen, da aus der Schleusinger Straße mehrere Häuser eingestürzt und andere gesährdet sind. Der Sturm wüthet fort. Erfurt, 24. November. Das Unwetter dauert an. Die Bahnstrecken Waltershausen-Schnepfenthal, Wutha-Ruhla sind gesperrt. Arnstadt, Gräfenroda und Ohrdrufs stehen unter Wasser. Erfurt ist sehr bedroht. Prag, 24. November. Aus zahlreichen Gegenden sind Meldungen über Hochwasser eingelaugt. Im böhmischen Landtage erklärte der Statthalter, die Regierung habe alle Vorkehrungen gegen die Wassergefahr getroffen. In Karlsbad trat die Tepl aus und überfluthete die alte und neue Wiese, den Marktplatz und die Mühtbrunngasse. Alle Holzbrücken sind weggerissen - mehrere eiserne Brücken und das Haus zum Caffeebaum sind eingestürzt, die Gas- und Wasserleitung zerstört. Bürgermeister Knoll ist aus Schreck in Folge eines Herzschlages gestorben. Die schönsten Theile der Stadt sind dort verwüstet. Aus den Hotels „Kaiser von Oesterreich", „Goldner Schlüssel" und „Merkur" wurden die Curgäste durch die Feuerwehr gerettet. Der Schaden beziffert sich aus Millionen. Die Gefahr hat inzwischen nachgelassen, ist aber noch unbefestigt. Prag, 24. November. Aus dem Annaschacht in Tschautsch, Eigenthum der Brüxer Bergbau-Gesellschaft, verbunden mit der Aussig-Teplitzer Bahnstation Brüx, erfolgte heute ein Wassereinbruch. Menschenleben sollen gefährdet fein. Man fürchtet, daß 50 Bergleute von der Katastrophe überrascht wurden, doch fehlen noch Details. Der Annaschacht war der leistungsfähigste unter den Brüxer Schachten. Die Gesellschaft förderte etwa 120 Wagen täglich. Früher gehörte der Schacht dem Hause Erlanger. Prag, 24. November. Fünfzig Mann von der Belegschaft des Annaschachtes sind gerettet. Das Schicksal der übrigen ist ungewiß, und die Zahl der Verunglückten dürfte groß sein. Es wyrden bereits mehrere Leichen zu Tage gefördert. Die Wassereinbrüche erfolgten durch den Niedergang eines Abbaues von auf den Wiesen angesammelten, durch zweitägigen Regen vermehrten Stauwasser. Prag, 24. November. Drohende Ueberschwemmungen werden von der Moldau und ihren Nebenflüssen sig- nalisirt. Der Egerfluß ist 95 Zentimeter gestiegen. Da in Karlsbad eine Katastrophe befürchtet wird, entsandte der Statthalter dahin 25 Pioniere. Die Bahnstrecke Zdic-Prv- tiroin ist überschwemmt. Aus Pilsen und Deutschbrod komm: die Meldung eines gefahrdrohenden Steigens der Radbufa und Sazawa. Paris, 24. November. Unter dem Namen „afrikanischfranzösisches Comite" bildete sich ein Comite, das, jeder Parteipolitik fernstehend, die weitere Entwicklung des französischen Handels in Afrika anstrebt. Zahlreiche hervorragende Persönlichkeiten der Armee, des Parlaments und des Handels sind beigetreten. Luxemburg, 24. November. In der heutigen Sitzung des Obergerichts Hoss hielt der Oberprocurator Chome eine Ansprache, worin er die Verdienste des Heimgegangenen Fürsten würdigte und das Vertrauen der Behörde und des Volkes zu seinem Nachsolger betonte. Zum Zeichen der Trauer wurde die Sitzung aufgehoben. Luxemburg, 24. November. Sämmtliche Tagesblätter erscheinen schwarz umrändert und enthalten Nachrufe für den verstorbenen König-Großherzog. Die „Luxemburger Zeitung" schließt ihren Artikel mit folgenden Worten: „Wir hoffen und haben alle Gründe, zu glauben, daß das neue Regiment zum Vorlheil des Landes ausschlagen wird und die Geschicke des Großherzogthums unter seinem nunmehrigen Fürsten nach der Trennung von Holland, das uns seit Jahren nur widerwillig als eine unbequeme Last nachzuschleppen schien, nur gewinnen können." Gießen, 25. November. — Großes Wasser haben die letzten Regentage fast allen Gegenden Deutschlands gebracht und die Ströme, Flüsse und Bäche über ihre Ufer getrieben. Auch unsere heimathlichen Flüsse vermögen die Wassermassen nicht mehr zu fassen. Die Lahn, schon gestern sehr hoch gehend, ist weiter gestiegen und hat die städtischen Bleichen, die Lahnstraße, die Krof- dorfer Straße, den Viehmarkt, das Neustädter Feld und das Gelände hinter dem Schlachthause überschwemmt. An ein Fallen des Wassers ist wohl im Augenblick, obschon der Regen aufgehört, nicht zu denken, denn die oberhalb Gießens in die Lahn mündenden Nebenflüsse führen derselben noch große Wassermaffen zu. Auch die Wieseck hat das von ihr durchschnittene Gelände zum großen Theile überschwemmt. Die städtische Pumpanlage an der Westanlage arbeitet unausgesetzt, um die Ansammlung des Waffers in der Stadt zu verhindern. st>ie Thal/ ® -ft von 8"6writanet und Thal nW d-r Nm,‘^e3nt o.ituna vO 6jeS offen, datz V « Krieger fer Katastrophe über- is. Der Annaschacht sier Schachten. Die täglich. Früher gewann von der Beleg- Das Schicksal der Verunglückten dürfte : Leichen zu Tage ge- n durch den Nredn- Ziesen angesammelten, ötauwasser. de Ueberschwemm- ihren Nebenflüssen flg- leier g-fli-S-"^ ®» , wird, entsandte der t Bahnstrecke Zdic^ia- wdDentschbr°d!°E Steigens der R°dbul° Namen Lwick^°d-s JJ her heutigen Sitzung ' ' ocurator Ehome 0 hpß beimgegangbneu «®6< s-lg-nd" jajj DOS olaub'"’ „ wird »nd ■i jnt« feitN«” i«* ! w« 2o[t nachoUl^ 6* ' ' , („ft allen «,enisteg°"'^ Bfle »»d ?»*Pä*£ l" ^g-stt-gf ist »fite Kr°!' (AA -d 5 Mf et-»11 Gummi- Paris 4447 Feinste Speoialitäten. Jeder Versuch bringt dauernde Abnehmer des Holländ. Tabaks, 10 Psd. fco. 8 Mk. nur bei B. Becker in Seesen a. Harz. [156 Preise. Schauspielhaus. starben an: Es 1 (1) (1) 1 Summa: 12 (4) 4 (3) 40jährigen Künstler- (Kean: Herr Roll.) Gewöhnliche Preise, von Saba. Große 1 1 1 1 2 Freitag den 28. November geschlossen. Samstag den 29. November: Undine. Sonntag den 30. November: Königin Mittwoch den 26. November geschlossen. Donnerstag den 27. November: Zum Jubiläum des Herrn Anton Roll. Kean. Zoll fr. Versandt durch W. II. Mieick, Frankfurt a. M. Special-Preisliste in verschloss. Couvert ohne Firma geg. Eins, g. 20 Pfg. in Briefm. K. Nidda, 24. November. Vor etwa 10 bis 14 Tagen brachte Ihre Zeitung einen Aussatz über sog. Verstell- o ber Einstellvieh, welche Mittheilung von vielen Seiten mit großem Interesse gelesen wurde. Ich kann Ihnen nun von hier aus berichten, daß in der oben bezeichneten Sache ein Schritt vorwärts gethan wurde und zwar von Seiten des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Büdingen. Der genannte Verein hielt dieser Tage (am 20. l. M.) seine Herbst-Generalversammlung hier in Nidda ab, wobei Herr Landwirthschastslehrer Andrae einen Vortrag hielt, in welchem das, was Ihre Zeitung vor längerer Zeit brachte, bestätigt wurde und weiter verfolgt werden soll. Man hält die Sache für so wichtig, daß sie an eine Commission verwiesen wurde, welche weitere Untersuchungen anzustellen und Vorschläge zu machen hat. Besonders ist die Herbeiziehung von Spar- und Creditkassen, unter Umständen die Creirung von sog. Vieheinstellungskassen als durchaus nothwendig zur Beseitigung des Uebels anerkannt worden, wie dies Ihr Herr Berichterstatter schon vor längerer Zeit als unumgänglich nothwendig bezeichnete. § Bermuthshain, 22. November. Bei der diesjährigen Fasel sch au im Kreise Lauterbach erhielt der hiesige Bullenhalter Heinrich Schultheis für einen l^^jährigen Simmen- thaler Bullen die höchste Prämie. Lpitlplan der vereinigten frankfurter Ltadttheater. Opernhaus. Mittwoch den 26. November: Vorstellung bei ermäßigten Preism Aus Verlangen: Wilhelm Tell. Außer Abonnement. Donnerstag den 27. November: Luccia. Hierauf: Im Balletsaal. Gewöhnliche Preise. Gewöhnliche Preise. Außer Abonnement. Freitag den 28. November geschlossen. Samstag den 29. November: Kaufmann von Venedig. Gewöhnliche Preise. Sonntag den 30. November, Nachmittags 31/» Uhr: Alt- Frankfurt. Kleine Preise. Abends 7 Uhr: Das verlorene Paradies. Gewöhnliche Preise. Montag den 1. December: In eiserner Zeit. Gewöhnliche Preise. und Sachsenhausens magisch beleuchten, und es ist somit anzunehmen, daß auch dieser Theil der Ausstelluug aus der Mainterrasse eine außerordentliche Anziehungskraft aus daS Publikum ausüben wird. Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern gebm an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen Diphtherie Masern Scharlach Lungenschwindsucht Lungenödem Organ. Herzkrankheit Darmentzündung Krämpfen Altersschwäche Wirbelbruch Wöchentliche Neberficht der Todesfälle in Gießen. 47. Woche. Vom 16. November bis 22. November 1890. Einwohnerzahl: 20 500 (incl. 1600 Mann Militär). Sterbltchkeitsziffer: 30,4 °/oo. Kinder Zusammen: Erwachsene: im vom l.Lebmsjahr: 2.-15.Jahr: Dermtfe^te». Mainz, 24. November. Der Rhein und seine Nebenflüsse, besonders aber der Neckar, steigen in Folge der andauernden Regengüsse sehr stark. *== Frankfurt a. M., 24. November. Orkanartiger Sturm. Verwichene Nacht und heute den ganzen Tag tobte hier und in der ganzen Umgegend ein fürchterlicher Sturm, der von heftigem Regen begleitet war. Derselbe hat an Gebäuden und Pflanzen großen Schaden angerichtet und seine Spur bezeichnen zertrümmerte Fensterscheiben, entwurzelte Bäume, abgedeckte Dächer, umgestürzte Schornsteine u. dgl. schöne Dinge. Den größten Schaden hat der Orkan ver- muthlich auf dem Terrain der ehemaligen Westbahnhöse Hierselbst angerichtet, woselbst er die für die nächstjährige eleetro- technische Ausstellung im Bau begriffene große Maschinenhalle vollständig zusammenriß. Der Schaden wird aus ea. 15000 Mk. geschätzt. Auf der Bockenheimer Landstraße wurde ein Kastanienbaum entwurzelt. Man kann sich hiernach eine Vorstellung von der Gewalt des Sturmes machen. Infolge der gefallenen großen Regenmenge steigt der Main sehr schnell. — Der „Gen.-Anz." will wissen, die Bestätigung des Herrn Adickes zum Oberbürgermeister Frankfurts stehe dicht bevor. Herr Dr. Miquel soll sich einem hiesigen, z. Zt. in Berlin weilenden Herrn gegenüber dahin geäußert haben. * Frankfurt a. M., 22. November. Anläßlich der nächstjährigen eleetrischen Ausstellung wird bekanntlich am Mainufer eine besondere „Mainausstellung" errichtet werden, die — mit dem Hauptausstellungseomplexe durch eine elec- trische Bahn verbunden — im Wesentlichen die aus die Marine bezüglichen Ausstellungsobjeete enthalten wird. Es sollen dort die außerordentlich interessanten eleetrischen Signal-, Commando- und Steuerapparate, deren man sich jetzt zur Sicherung der Seefahrt bedient, zur Ausstellung kommen; an Modellen und in vollständig ausgestatteten Cabinen wird die eleetrische Beleuchtung unserer Seedampser ersichtlich sein und Modelle von Kabelschiffen re. werden die Verlegung der großen Oeeankabel veranschaulichen. Außerdem wird die „Mainausstellung" den Landungsplatz zweier electrischer Boote bilden, die den Verkehr stromauf- und abwärts, sowie nach Sachsenhausen vermitteln sollen, und ein Taucher wird an geeigneter Stelle seine Thätigkeit ausüben. Ein Leuchtthurm, mit eleetrischen Scheinwerfern ausgerüstet, soll Nachts das längs des Maines sich hinziehende Häusermeer Frankfurts 1 Hl) 5 (1) verkehr, Ctmö« und Vettstt'iribfdbafr. Sietzen, 25. November. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. JL 0,95—1,00, Hühnereier 1 St. 8-, 2 St. — Enteneier 1 St.--H, 2 Et. - H, Käse pr. St. 4—8H, Käsematte pr. St. 3 Erbsen pr. Liter 16 4, Linsen pr. Liter 28 Tauben pr. Paar 0,59—0,65, Hühner pr. Stück JL 0,85-1,00, Hahnen pr. St- X 0,60-0,90, Enten pr. Stück X 1,50—1,80, Ochsenfletsch pr. Pfd 70—74 H, Kuh- und Rindfleisch 60—64 Schweinefleisch 70-80 H, Hammelfleisch 62-68 Kalbfleisch 60-64 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo X 3,50-5,50, Weißkraut pr. St. 3—7 Zwiebeln per Centner X 5,00—0,00, Milch per Liter 12—18 Häufe pr. Pfd. 45-56 — Kaiserpanorama. Wohl selten war der Besuch ein so reger, wie bei der dieswöchentlichen Serie: Uosemite- Thal, Sierra-Nevada, Calisornien. Der bekannte Amerika- Reisende Ernst von Hesse-Wartegg nennt dieses Thal das Wunderthal, einzig dastehend hinsichtlich seiner jungfräulichen großartigen Romantik. Er nennt es weiterhin das Mekka der Amerikaner und zwar mit Recht. Entdeckt wurde dieses Thal in den fünfziger Jahren und zwar durch Verfolgung der YosemitcJndianer. Auch jetzt noch kommen öfters Nachrichten, daß die Indianer sich empören, so schreibt die Frankfurter Zeitung vom 20. d. M. im Abendblatt: Die Sioux- Indianer in Nord-Dakota kaufen Munition und erklären offen, daß sie die Weißen tödten wollen. Der Messias würde ihr Führer sein. Es heißt, ein großer Haufe indianischer Krieger sei von Standing Rock nach der Nördlichen Pacific- bahn gezogen. Die Einwohner von Mandan haben sich orga- msirt und den Gouverneur telegraphisch um Waffen und Munition gebeten. Nach den letzten Nachrichten rückten die Sioux-Indianer über Pine Ridge vor. Nach der New-Dorker „Sun" beträgt die Anzahl der indianischen Krieger 1500, während die Anzahl der Unionstruppen und der Grenzpolizei nicht 500 übersteigt. — Selbst von Europa aus wird dieses herrliche Stück Erde ausgesucht. Besonders hervorzuheben sind zuerst die Riesenbäume des Mariposa-Hains mit einer Höhe von 450—530 Fuß bei einem Durchmesser von 35 bis 40 Fuß, Umfang bis 120 Fuß englisch, also beiläufig 37 Meter. Weitere hauptsächliche Punkte sind El Capitan, der verlorene Pfeil, die Schildwacht, drei Brüder, Kathedrale ober Dom, Tenegarsee und Fall, Vernal-Fall, Nevada-Fall, Uosemite^Fall, welcher in seinen drei Sprüngen über 3000 Fuß herunterstürzt. Weiterhin der Spiegelsee mit seiner großartigen Reflexion. Von der Sierra-Nevada sind hauptsächliche Punkte Gebirgslandschaft, Hoffmannsthurm, vuleanische Berge, Pacifie-Eisenbahn, Mississippi-Dampfer rc. Außerdem sind interessant die verschiedenen Indianer-Typen. — Ein längerer Artikel über das Versammlungsrecht im Großherzogthum Hessen in der „Zeitschrift für Staats- und Gemeindeverwaltung im Großherzogthum Hessen" aus der Feder des Herrn Polizeiraths Morneweg in Darmstadt.gelangt zu dem Schluffe, daß eine gesetzliche Regelung besagter Materie, die bis jetzt fehlt, erforderlich sei. Die Entwickelung unseres politischen Lebens und die wachsende Bedeutung der öffentlichen Versammlung, als Organs desselben, machten den Erlaß eines Versammlungsgesetzes im Regierungs- und Staatsbürgerinteresse nachgerade zum Bedürsniß. Der Art. 4, Ziffer 16 der Reichsverfassung, welcher die Bestimmungen über das Vereinswesen in das Bereich der Reichsgesetzgebung gezogen, bilde für das Vorschreiben der Landesgesetzgebung kein Hinderniß, denn einmal begründe die eitirte Verfassungsbestimmung nur ein eoncurrirendes Recht der Gesetzgebung zwischen Reich und Einzelstaaten, derart, daß es den letzteren freistehe, bis das Reich dies gethan, Gesetze über derartige Gegenstände zu erlassen, und dann würde die Gesetzgebung des Reichs event. nur mit dem Versammlungsrecht der Vereine sich zu befassen haben. Die im Interesse der Einheitlichkeit wünschenswertheste Erledigung würde die Angelegenheit durch Erlaß eines das Versammlungswesen gleichzeitig mit dem Vereinswesen erschöpfend regelnden Reichsgesetzes finden. — Zum Bau der von dem Landtag genehmigten Nebenbahnen soll in geeigneten Zeitabschnitten ein zu höchstens 3^/zpCt. verzinsliches Anlehen im Gesammtbetrage von 23 500000 Mk. ausgenommen werden. Rüddingshausen, 20. November. Heute wurden ein von auswärts hierher verheiratheter junger Mann und ein vor Jahresfrist ans dem aetiven Militärdienst entlassener Bursche dahier nach einem Verhör durch den Untersuchungsrichter verhaftet und nach Gießen eseortirt, weil sie im Verdachte der Wilddieberei stehen sollen. Warze nnii furtioe SeidenW , direkt aus der Fabrik von von Elten & Keufsen, Crefeld, % Man verlange Muster mit Angabe des Gewünschten. Versteigerung. Freitag den 28. d. M., Nachmittags Vzo Uhr, versteigere ich im Pfandlocal, Seltersweg 11: 1 Kleiderschrank, 1 Eon- solschränkchen mit Schreibpult, 1 Commode mit Schreibpult, 1 Küchenschrank mit Aufsatz, 1 Wanduhr und mehrere gut erhaltene Stühle gegen Baarzahlung. Versteigerung bestimmt. Gießen, den 25. November 1890. 9853__________Mulch, Pfandmeister. 9841] Im Concurs über das Vermögen des Friedrich Vogel von Wieseck ist Schlußrechnung auf der Gerichts- schreiberei Großh. Amtsgerichts Gießen niedergelegt. Der zur Vertheilung kommende Massebestand beträgt jl 304.10, die zu berücksichtigenden Forderungen vN* 2205.61- [9541 F. Hoffmann, Concursverwalter. 9717] Täglich große Auswahl in Torten. Thee- u. Cassee- Backwerken. Gefrorenes »Ä6. Conditorei Hettler, Südanlage. Empfehle meine I selbstgefertigten Haararbeiten, keine Fabrikarbeit als: Haarnhrketten, Bouquets, TonPeS, Scheitel und Perrücken. Zöpfe werden für Mk. 1 angefertigt. Gg. Petri Wtw. Nachfolger, 9182 Seltersweg 43. Weißkraut, Rothkraut, Wirfing und gelbe Kohlrabi verkauft [9495 Friedrich Cost, Neustadt 10. Reste l............ von Hemdentucheii, Leinen, Halbleinen«, bau in w. Hemdenflanellen und sämmtlichen Wäsche - Artikeln empfehlen in jeder Größe zu bedeutend ermäßigten Preisen C. Röhr & Co. 9840_______________________Bahnhofstraße 81.______ durch Gemeinde Allendorf a/Lda. 7532] Neustadt 6. die bekannten vorzüglichen Sorten einge- t offen in C. 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Dabei sind: 2 Sophas, 12 Stühle, 1 neuer Rohrsessel, 2 Schränke (ein- und zweithürig), 1 Brandkiste (dreitheilig), 3 Commoden, 1 Console, 1 Waschconsole und Nachttisch, Spiegel (1 ovaler, 1 runder und andere), Tische, Bücherreale, Bilder, 40 Betttücher, Ueberzüge, Vorhänge, 3 vollständige Betten, Porzellan, Nippsachen und andere Haushaltungsgegenstände; ferner von einer Vormundschaft eine Parthie Damenkleider, Wäsche rc. Reine Sterilisirte Alpenmilch jeden Alters. Büchse 65 Pfg. Peptonisirte Kindermilch Büchse Mk. 1.20. stärkende üebergangsspeise- Büchse Mk. 1.—. [9844 Durch jede Apotheke zu beziehen, en gros von der Gesellschaft Ed. Loeflund & Co., Stuttgart. sagen innigen Dank Die trauernden Hinterbliebenen. 9889 Giessen, den 23. November 1890. Für die herzliche Theilnahme bei der Beerdigung unseres unvergesslichen Gatten, Vaters, Grossvaters, Schwiegervaters, Onkels und Schwagers Stadtverordneten Julin® Hoch JL 216 228 55 3 452 626 33 172101 - 3 624730 33 364106 16 Danksagung 9848 in Heuchelheim Summa: 8 120 — 3% Reichsanleihe 8Vg% do. 3% Preuß. Conscls 3Va°/a do. 134.00 89.20 91 90 77.70 77 50 117.87 414.00 203.50 156.90 138.20 114.70 54.10 Disconto-Command.-Anth- Darmstädter Bank-Act. Dresdener Bank-Act. Nordd. Lloyd-Act. Wiener Bankver.-Act. Oest. Credit-Act. Oest. Staatsb.-Act. 3Vi% Gießener Gelsenk. Bergw.-Act. 205.50 151.50 150.20 146.00 101.25 259.37 213 00 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. Schlußcourse 1 Uhr 15 Min. 86.25 i 4% Ung. Gold-Rente 97.751 60/0 Jtal. Rente 86.20141/5% Oest. Silber-Rente 98.551 50/0 Rufs. HL Orient Bielefeld ..••••• ■ • .......... 21. der Arbeiter-Colonie ju Neu-Ulrichst-in . . . . • ■ ■ ■ ■ 2i. der Erzlebungs- und Bessernngs'Anstalt für verwahrloste Kinder in Grafenhausen................. 23. den Kindergärtnerinnen dahier ......... 24. 4 erblindeten Personen............... 2k' dem^Vor^m^für^die zu gründende Kleinkind'er-Bewahranstali JL $ 3 612 837 21 Lomb. E.-B.-Act. Buschtherader E-B.-Act. Elbthal-Bahn-Act- Gotthard-Bahn-Act. Schweizer Nordost-B.-Act. Mainzer E.-B.-Actt Marienburger E.-B.-Act. Gießen, am 20. November 1890. Die Direction des Spar- und Leihkasse-Vereins. Langsdorsf. HO - 100 — 200 — 100 — 100 - 100 — 400 — 250 — 100 — 159 - 100 - 200 - ICO - 300 — 2i0 — 170 - 500 — Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei der Beerdigung unserer lieben Mutter, Frs« Elisabeth« Wittich, und für die vielen Blumenspenden sagen herzlichen Dank Georq Wittich, Familie Rühl, avrilie Gartb 1 000 — 1100 — 1000 — 100 — 400 - 400 - 100 - 100 — 700 — 50.— «X 60.- „ Conrsbericht vou E. Wasserschieben, Bankgeschäft Frankfurter Börse vom 25. November 1890. Restauration Heil. Heute Abend frisch im Stich r feinstes Münchener Kindl 9859 __________ Restauration Heil. Dow 1. Deebr. an feinsten Mittagbtisch $u 60 Pfennig und hoher. 9862 Spar- und Leihkasse Gießen. Ausschusssitzung SamStag den 29. 1. M., Nachmittags 3 Uhr, im Sparkassehause. Gießen, am 22. November 1890. Die Direction der Spar, und Lethkasse>Verernr. Langsdorfs. 9. 10. Fermietßungen. 9849] Logis zu vermiethen- I. Neuner, Rittergasse 16. 9850] Famtltenlogis zu vermiethen. Näheres Dammstraße 19. Mädtische Turnhalle, Iüdaniage 5. Mittwoch den 26. Novbr., Abends 9 Uhr: Generalprobe «« smmttichn hicfiarn MSmricsiH«ncmc. Für den Weihnachtsbedarf ist unser Lager in allen Artikeln reich sortirt. Wir empfehlen u. 3. ; große Auswahl Damenröck«, Schürzen, Trieottaillen, Jäckchen, Unterzeuge, Strumpfe, Taschentücher, Herrenwesten. Hübsch« Auswahl in kleinem Geschenken für Erwachsene und Kinder. tlTeul! Corset „La Traviata“, practisch, dauerhaft, elegant. [9852 Salumon 3 829 065 76 36 311 29 1 494 38 70 357 29 1 942 97 44 570 — 5 094 80 3 988 836 49 Einem verehr!. hiesigen wie auswärtigen Publikum zur gefl. Nachricht, daß ich die Heil'sche Wirtschaft, KoptMiMc 7, übernommen habe und halte mich durch Verabreichung guter Getränke, achter baierischer und hiesiger Biere, reingehaltener Weine, sowie durch vorzügliche Küche und reelle Bedienung bestens empfohlen. Hochachtungsvoll 9683 artt Denker, zuletzt Nestaursteur im „Museum" ?u Marburg. 96.00 i Ver. Königs-Laurah.-Act. 166.201 Tendenz: ruhig. Zum „Soimser Hof“. Für größer« Gesellschaft«» ein schöne- große- Local für einige Tage in der Woche abzu- geben. [9742] A. Albold^ Kaiser-Panorama, Mäusburg 12, parterre. Diese Woche die einzig existirende wildromantische Reise (ohne Concurrenz): CalifornienundYofemite Thal, u A.: Sierra-Nevada, vulc. Berge,SPiegel, fee, Yofemite-Fall. höchster Wassersturz der Erde, Pacisic-Eifenbahn, PeLrten- Misiisiippi - Dampfer Indianer- Stämme (Sioux rc.). NiefenbLume, 530 Fuh hoch. 40 Fuß Durchmesser. Deutsche Ansiedlung rc. Auf diese einzig dastehende Serie mache ich die geehrten Abonnenten, sowie die Herren Lehrer und Schüler besonders aufmerksam, da dieselbe alle Erwartungen Übertritt. Abonnement 10 Reisen 2 [9747 > Jeden Sonntag neue Reifen. 13. mithin in 1889 mehr eingelegt ...... 14. Die Schuldender Kasse an Einlagen incl. 77916.34 JL Einlagen zur Pfennigsparkasse betrugen Ende 1889 15 Verglichen, ergiebt sich ein Ueberschuß als Rrserve- fond Ende 1889 ........ Auf Grund der Statuten wurdenLin der Hauptversammlung vom 17 November 1890 aus den Ueberschüssen der Anstalt im Jahre 1889 folgende Unterstützungen und Geschenke bewilligt. 1. der Handwerkerschule in Gießen . ....... 2. der Kleinkinder-Bewahranstalt in Gießen . - • • • • ; 3 dem Allgemeinen Verein für Armen- und K ankenpflege dahier 4* dem Verein für Krankenpfl-'ge. - - . -....... 5 dem Alice-Vercin für Frauenbildung dahier • ■ 6. der Herberge zur Heimath dahier - . . 7. dem Verein gegen Bettelei dahier . . - 8. dem Thierschutzoerein dahier . . ... - dem landwirthschastlichen Bezirksoerern . dem Schulvorstand in Gießen: a. zur Anschaffung von Büchern . - • b. der Schullesebioliothek..... bei Aktiv- und Pafff v-Stande» d«r Spar- und L«ihkaff« Gießen pro 1889. A. Activa. 1. Die ausgeliehenen Capitalien betrugen Ende 1888 2. In 1889 wurden: n a. neu ausgeliehen .... 641C20.70 b. zurückempfangen . • . • • o«4 /y-ia. „ 3. mithin in 1889 mehr ausgeliehen ...... 4. Das Guthaben der Kasse an ausgeliehenen Capt- talten beträgt hiernach Ende 1889 . • • • • 5. Kasseoorrath nach dem Abschlüsse der Rechnung 6. Ausstände nach demselben Abschlüsse - . . - • 7. Guthaben an Stückzinsen bis Ende 1889 . • . 8. Werth an Mobilien........ • • 9 Werth an Immobilien 10. Mehrwerth der Staatspapiere nach dem Courfe vom 1. Januar 1890 ..... - B. Passiva. 11. Die Einlagen betrugen Ende 1888 ..... 12 ^.Eein^ b. zurückbezahlt an 1467 Vertonen /00343<2 < Kulmbacher Gxportbier ■ aus der Exportbrauerei „Mönch-Hof < Nürnberger Exportbier ■ aus der G. N. Kurz'schen Brauerei (I. G. Reis), < Münchener Exportbier s ■ aus der Brauerei zum ,,Franziskanerkeller" von Jos. 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Scheyda. - Dru-k und Vertag der Brübl'ichen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Die hettiiK- Rmsemer 6 Vette«. von Chan .Du Sieferung 1891/94 jur Unter WMmBaubep Men Sofoßtoe, S,m unjerfd °»f bem 2ßeq S ver9* tz> <. * ®6tm8' 2!f«i Sch--"- ***etn beftim ohnult 8 - * Breslau •' 5»*rS •tiäiw U Achtel ® «wil İse nicht 6oi, • ersten, mH' und teile« ®*”6 großen L°«sis Pt h «egen te JE, des Ang-kl-! chasi als Poliz-ib-an miisidims g-g-n dm hiesige ZeAn, »ege beleidigung). Heute vor der Civilkammer sprächen abgewies eines Spielers aus b nur die erste Klaffe l lotterte anerkannt, ab Ausspruches, datz Vcr keine Loose, die Klc Klägers, daß er 3 9 konnte durch Zeugen * Kaltwasseriiber Krafft-Ebing in Wie< Donnerstag wiederhi die „harmlosen" Sö sich ziehen können, ihr sWeres Leid Mädchen schlief un bereiten, die lleini überschüttete sie i hierüber so sehr, welches darin beste wegungen ihrer Hä Gestcht auf, die tu so beginnt das lebh holt sich das Spiel niedersinkt, nm nnä lvegnngen wieder Patientin hnt qi Nahrungsaufnahme füttern. bedarf köcke, Tchürzev, mpfe, Taschen» ..TBE für Smachfeu« , auswärtiges ich die W b-i d« *” ie G^td durch Der°b- baittischer«"» fotoie ourey Luuog bestens oll iker> aviata“, [9852 Kirchenplatz ii. V.W.*. tbier ( f,z, s tbier > e. ? tbier ? keller" 2üMMdm , % ieuplatz N ToM 89.20 91 »0 11.10 11 SO Mittwoch den 26. November. (Stefcencv Anzeiger. Beilage zu Nr. 276. - 1890. aus je 5 Jahre. füttern. * Vor einigen Tagen rühmte sich in München ein junger Bursche in einem größeren Locale mit seiner Leistungsfähigkeit im Rauchen und verdampfte während des Abends 68 Stück Cigaretten- sodann stellte sich plötzlich ein heftiges Zittern am ganzen Körper ein und der junge Mann mußte bewußtlos heimgeschafft werden. * Ein Gaftwirthsehepaar in Berlin sperrte seine zwei Dienstmädchen einige Tages-Stunden in deren Kammer ein, weil sie den Dienst verlassen wollten. Die Mädchen klagten und ist das Ehepaar wegen Freiheitsberaubung zu 1 Tag * Kaltwafferuberschütten und seine Folgen. Professor Dr. Krafft-Ebing in Wien konnte in seiner Vorlesung am letzten rechtlichen Mannes Donnerstag wiederholt daraus Hinweisen, wie schwere Folgen —* s?n m- die „harmlosen" Scherze, die man den Kleinen anthut, nach sich ziehen können. Ein kleines sechsjähriges Mädchen kann ihr schweres Leid einem solchen Scherze verdanken. Das Mädchen schlief und sein Onkel wollte sich nun den Spaß bereiten, die kleine Josefine vom Schlafe aufzuschrecken und überschüttete sie mit kaltem Wasser. Die Kleine erschrack hierüber so sehr, daß sie von da an ihr Leiden davontrug, welches darin besteht, daß sie nicht mehr Meisterin der Bewegungen ihrer Hände und ihres Gesichtes ist. Hört das Gesicht auf, die verschiedenartigsten Grimassen zu schneiden, so beginnt das lebhafteste Spiel der Hände und so wiederholt sich das Spiel fort und fort, bis die Kleine ermattet niedersinkt, um nach einer kurzen Ruhe die verschiedenen Bewegungen wieder von Neuem auszunehmen. Die kleine Patientin hat auch nicht das geringste Bedürsniß nach Nahrungsaufnahme und die Mutter muß sie gewaltsam PermiWte»* * Worms, 21. November. Die Firma Valckenberg & Schoen, Kammgarnspinnerei, hat zum Besten ihrer Arbeiter die Summe von 120000 Mk. behufs Erbauung von A r b e 11 e r- wo hu ungen bestimmt. * Breslau, 17. November. Das große Loos der S ch l o ß f r e i h e i t s l o 11 e r i e der 4. Klasse wurde von einem hiesigen Kohlenhändler gewonnen. Er hatte von dem Loose verschiedene Anthcile abgegeben. Ein Halbes und em Vier- _ tel hatte er ohne Weiteres an die Mitspieler ausgezahlt. Bei Gesängnih verurtheilt worden, einem Sechszehntel war nur die 1. Klasse bezahlt worden * Odern (Kreis Thann), 16. November. Als heute und der Gewinner hatte sich aus einen-Bergleich von 8000 Mk. Morgen, als es schon 9 Uhr schlug, die Famute oe-> IN eingelassen, ein Achtel aber, das ein hiesiger Criminal- Wesserling beschästigten Fabrikarbeiters Leander Arnold nicht commissarius beanspruchte, stritt der Gewinner ab. Er gab §um Vorschein kam, wurden die anderen Hausbewohner be- zu, der Criminalcommiffarius habe wohl die Absicht geäußert, forgt und machten der Gensdarmerie Anzeige. Dieselbe sand das Achtel zu erwerben, er habe ihm aber erwidert, daß er die Wohnung verschlossen, bemerkte jedoch tm Innern der Qoofe nicht borge. Geld habe er von dem Commissarius sonst unheimlich stillen Wohnung Licht. Dem die Thur aus- nicht erhalten, mithin besitze dieser kein Anrecht an das Loos brechenden Beamten bot sich ein schrecklicher Anblick, und dessen Gewinn. Der Proceß um dieses Achtel des I Mitten zwischen fünf Kinderleichen im Alter von 2—9 Jahren, aroßen Looses hat hier große Sensation erregt, nicht allein I z^i Knaben und drei Mädchen, lag die Mutter derselben, wegen der Person des Klägers, sondern auch wegen der Ver- ebenfalls tobt. Allen waren die Kehlen durchschnitten, dte Haftung des Angeklagten durch den Kläger in seiner Eigen- I Leichen schwammen im Blute. Die Kinder waren nur mit schäft als Polizeibeamter und einer Klage des hiesigen Polizei- | dem Hemde, die Mutter jedoch saft völlig bekleidet, ^etztere Präsidiums gegen den Rechtsanwalt des Angeklagten und eine hielt in ihrer erstarrten Hand noch das Mordwerkzeug, etn hiesige Zeitung wegen Beleidigung des Klägers (Beamten- I altes Rasirmesser. Sie hatte damit ihren Kindern den Too beleidigung). Heute stand in dem Proceß Schlußverhandlung I gegeben, und dies, ehe sie Hand an-sich selbst legte, mt vor der Civilkammer an, der Kläger wurde mit seinen An- Kreide ans den Tisch geschrieben, auch einige Abschiedsworte sprüchen ab gewiesen. Im Princip wurde der Anspruch an ihren Gatten, welcher ahnungslos etwa dreiviertel Sttmden eines Spielers auf den Gewinn einis Looses, wenn er auch I tior der That seiner täglichen Arbeit nachgegangen war. Wohl nur die erste Klaffe bezahlt hat, auch bei der Schloßsreiheits- toQr von den Hausbewohnern Schreien der Kinder gehört (otterie anerkannt, aber wegen des von 4 Zeugen bekundeten I worden, dasselbe war jedoch bald verstummt und nicht aus- Ausspruches, daß Verklagter dem Kläger gesagt habe, er borge fällig gewesen. Das älteste Bübchen hatte, wohl schou mit keine Loose, die Klage abgewiesen. Die Behauptung des der,tödtlichen Wunde und in der Todesangst, unter das Ben Klägers, daß er 3 Mk. bei jener Gelegenheit gezahlt habe, kriechen wollen, das jüngste Kind, ein Mädchen, Jag 9alb konnte durch Zeugen nicht erhärtet werden. unter seiner Mutter. Furcht vor Strafe wegen eines kleinen Diebstahls, wohl mehr aber die Furcht vor dem Zorn ihres r.......3, der von ihrem Vergehen noch nichts wußte, auch die Verzweiflung vor Hunger und Noth scheinen die Unglückliche zu der grausigen That getrieben zu haben. * Schwerte, 17. November. Der Wirth „zum Freischütz" im Schwerter Walde wollte gestern Abend eine fremde Katze erschießen, die ihm Schaden zugesügt. Zu diesem Zwecke trat er, begleitet von einer Magd, die ihm leuchtete, vor die Thür. In demselben Augenblicke wurde aus der entgegengesetzten Seite ein Schuß abgefeuert, durch den der Wirth derart schwer getroffen wurde, daß er nach zwanzig Minuten starb. Man vermnthet einen Mord aus Rache. * Traunstein (Bayern), 19. November. Der vormalige Bäcker Anton Ketterl und der Metzger Eduard Peisl haben in ihrer großen Schweineschlächterei 20 theils erkrankte, dem Verenden nahe und theils verendete Schweine zu Würsten und Rauchfleisch verarbeitet und verkauft. Das Landgericht verurteilte den Ketterl zu 1 Jahr, den Peisl zu 10 Monaten Gefängniß und beide zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte Gerichtliche Entscheidungen. — Nach S 749 Pos. 7 der C.-P.-O. sind die den Wiltwen und Waisen aus Wtttwen- und Waisenkassen zukommenden Bezüge der Pfändung nicht unterworfen. Im vorliegenden Falle erhielt die Beklagte aus der Stadtkasse, in Folge der den Gemeinden obliegenden Pflicht zur Armenunterstützung einen Geldbetrag zur Erziehung ihrer Kinder und zwar auf Grund eines mit ihr abgeschlossenen Verpflegungsvertrags. Ein derartiger Bezug fällt aber unter den § 749, ist also unpsändbar, da es keinen Unterschied begründen kann, ob die Stadtgemeinde ihrer Verpflichtung zur Unterstützung in der Form der einfachen Zuweisung einer Pension, oder in der Form eines Vertragsabschlusses genügt und ob die Unterstützungskasse selbstständig verwaltet wird oder mit der allgemeinen Stadtkasse vereinigt ist. (Entscheidung Gr. O.-L.-G., 1. Senat. W. 93/90 d. d. 29. September 1890). _______________ Entscheidungen des Reichsgerichts. — Butter, die infolge schlechten Auspressens eine den normalen Procentsatz übersteigende Wassermenge enthält, gilt als gefälscht; derartig beschaffene Butter darf nicht verkauft werden oder der Landwirth wird wegen Vergehens gegen das Nahrungsmittelgesetz bestraft. verkehr, €a«6« und volkswirthschast — Nach den statistischen Ermittelungen des Vereins deutscher Eisen- und Stahlindustrieller belief sich die Roheifenprodirction des Deutschen Reiches (einschließlich Luxemburgs) im Monat October 1890 auf 373 090 Tonnen, darunter Puddelroheisen und Spiegeleisen 150 811 Tonnen, Bessemerroheisen 38 774 Tonnen, Thomasroheisen 140 939 Tonnen und Gießereiroheisen 42 566 Tonnen. — Die Production im October 1889 betrug 391 337 Tonnen, im September 1890 363 324 Tonnen. — Vom 1. Januar bis 31. October 1890 wurden producirt 3 839 081 Tonnen gegen 3 606 855 Sonnen im gleichen Zeiträume des Vorjahres. — Recepte zu Raupenleimen. In der Zett, wo jeber Obstbaumbesitzer seine Obstdäume mit Klebgürteln versieht, resp. bie Klebstoffe auf denselben erneuert, dürften einige Recepte, nach denen man Raupenleime Herstellen kann, willkommen sein. 1. Der Perring'sche Brumataletm (zuerst barg, stellt vom Kgl. Garten-Jnspector Perring): 700 Gramm Holztheer, 500 Gramm Colophonium, 500 Gramm schwarze Seife und 300 Gramm Thran. 2. Der Neßler'sche Brumataletm (dargestellt von Hofrath Pros. Dr. Neßler): 5 Theile Fichtenharz, 5 Theile Colophonium, 2 Theile Stearinöl, 2 Theile Schweineschmalz, 1 Theil venettanischer Terpentni. 3. 500 Gramm schwarzes Pech, 250 Gramm dicker Terpentin und 375 Gramm Leinöl. 4. 5 Kgr. Rüböl und 1 Kgr. Schweinefett tüchtig eingekocht, ferner 1 Kgr. dicker Terpentin und 1 Kgr. Colophonium zusammen- geschmolzen und unter Umrühren dem elfteren Gemisch zugesttzt. 5cbtfv«ttad?rid?ten. Der Poftdampfer „Noorbland" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 21.'November wohlbehalten in New- york angekommen._____________________________________________ Als preiswerthes, praktisches Weihnachtsgeschenk empfehle ich: i Robseid. Bastroben (ganz Seide) Mk. 1680 p. Robe, sowie Mk. 22.80, 28 -, 34.-, 42 —, 47.50 nadel- fertig Es ist nicht nothwendig, vorher Muster kommen zu lassen; ich t ausche nach dem Fest um, was nicht convenirt. Muster von schwarzen, farbigen und weißen Seidenstoffen umgeh. Seidenfabrik-Döpöt G. Henneberg (K. u. K- Hoflief.) Zürich. Doppeltes Briefporto nach der Schweiz. [9834 Lieferung von Chauffeestetnen. Die Lieferung der für die Jahre 1891/94 zur Unterhaltung der Staatsstraßen im Baubezirk Gießen erforderlichen Basaltsteine, sowohl in zerschlagenem als unzerschlagenem Zustande soll auf dem Wege des öffentlichen Angebots vergeben werden. Die Bedingungen sind aus unserem Amt vorher einzusehen, woselbst auch die Angebote verschloffen und mit ent, sprechender Aufschrift versehen, bts Sam-tag den 6. Dee-wbe« l. I., Vormittags 10 Uhr, portofrei einzureichen sind. Großh- Kreisbauamt Gießen. I. V-: 9805 Zimmer, Kreisbau-Affeffor. Versteigerung. Mittwoch den 26. u. Donnerstag de« 27. November, Nachmittags 2 Uhr, werben in LonyS Bierfaal 30^ K, 20, 30, 40, 50 roßen Posten Filzhüte, nur Neuheiten, unter Preis. GroßeFedern (Gelegenheits-Kauf), neueste Farben, sehr billig, Reichhaltige Auswahl in feinsten Modell-Hüten. Bänder, Sammete, Schleier. H. Ellingen, 8282 Asterweg 6, 1 Treppe. 9644] Für die Weihnachts-Saison empfehle das Neueste in Sophakissen, Schlummerrollen und Schlummerpufts. Fritz Nowack, Seltersweg. Wiir ®‘|2 Mark | kostet 1 Sortlmcntsktstchen ff. Weih- nachtsbaumcontect, reizende Neuheiten ca. 460 Stück enthaltend, gegen Nachnahme; 3 Kisten 7 Mk. Kiste und Verpackung berechne nicht Wi.deroerkäuf. sehr empfohlen. 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