apASS" EtLSÄ * ctwet zu ver, J’köJSJ3’ 4.^ per °b» A °--LKs^, ^dLKLSLA,,. 5LJ Eminent1, an3; ? DunschouificL?1^ unb Heu. aX'S? Wenanffirii L Nordanlage 33. en ilit Gimbel. "»ÄÄ'sS wä-ä1 —— W. Steinbach, - (?^IereäC/ ^rtenstrch 1 Gartenanthril per 1. August Lethen. Näheres _____Nordanlage 33. ilSmilienlogtszu oermiethen. Rodhrimerftraße Nr. 6 bei Burks Mühle tobt ®tt Kstche^u oermiethen. p. Plank, Kavlansgaffe 2 i>n Hinterhaus zu ver- ___________Neuenweg 40. Kühigaffe 17: kl Loaitz u. Werk- erm. Näh. Mhlgaffe 34,2. St. rin möbl Zimmer zu vermietben. Frauksurierstraße 23. ?h möblirtetz Zimmer zu ver- ___________Bahnhofstraße 11. rin wobt Zimmer zu oermiethen. lenkeir Wwe., Kirchenvlatz 21. -rchön möbl- Zimmer zu verm. 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J.............. qU*UKHmiUU** ......Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgehn. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Bei Gelegenheit der am 28. l. Ms. dahier stattfindenden Festlichkeiten werden im Interesse der Aufrechthaltung der öffentlichen Ordnung nachfolgende Anordnungen getroffen: 1) In der Zeit von 11 bis 12 Uhr Vormittags ist der Verkehr von Reitern und Fuhrwerken jeder Art durch die Mäusburg bezw. über den Marktplatz gänzlich gesperrt. Der Verkehr geht in genannter Zeit durch die Schloßgaffe, über den Canzleiberg durch die Sonnenstraße und umgekehrt. 2) In der Zeit von 11 Uhr Vormittags bis nach Beendigung der Festlichkeit in der Ostanlage ist der Verkehr von Reitern und Fuhrwerken jeder Art durch die Ostanlage gesperrt. Die Wagen der Festtheünehmer nehmen ihren Weg von dem Reuenwegerthor nach dem Festplatze. Die leeren Wagen stellen sich alsdann auf dem Straßenkreuz Ostanlage-Wiesenstraße auf und haben die Leiter dieser Wagen den Anordnungen der anwesenden Polizeiorgane Folge zu leisten. Gießen, am 24. Juli 1890. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Deutsches Reich. Darmstadt, 24. Juli. Am 25. Juli sind 2U Jahre verflossen seit dem Tage, an dem sich die Hess. Division, in Folge des am 16. Juli 1870 eingetroffenen Befehls zur Mobilmachung gegen Frankreich in Marsch gegen den Rhein setzte. An jenem unvergeßlichen Morgen, früh 6 Uhr, stand die hiesige Garnison — 3. und 4. Infanterie-Regiment (jetzt 117. und 118.), das 2. Reiter-Regiment (jetzt Dragoner- Regiment Nr. 24), die gesummte Feld-Artillerie nebst der Pionier-Compagnie, die am 25. October 1871 in Anerkennung ihrer vorzüglichen Leistungen in Krieg und Frieden seit ihres 50 jährigen Bestehens als 9. Compagnie den Stamm des neu zu errichtenden Füsilier-Bataillons des Regiments Nr. 117 bildete — auf dem Cxercirplatz zur Jnspicirung vor Sr. Königl. Hoh. dem Höchstseligen Großherzog Ludwig III. bereit. — Auch die übrigen hohen Mitglieder des Hess. Fürstenhauses hatten sich eingefunden, um den ins Feld ziehenden Truppen Lebewohl zu sagen. — Die Sorge um die scheidenden Krieger, die heißen Segenswünsche für das Gedeihen der gerechten Sache hatten Fürsten und Volk in erhebender Weise zu dem Abschied vereint. Tausende von Angehörigen begleiteten die nach dem Vorbeimärsche vor dem Großherzog abrückenden Truppentheile. Unauslöschlich wird allen Denen, welche beiwohnten, jener Tag im Gedächtniß sein, an dem unsere Hess. Division zu dem Kampfe auszog, in dem sie — freilich mit schweren Opfern — ihren althergebrachten Ruhm durch neu erworbene Lorbeeren glänzend- bewährte. Berlin, 24. Juli. In die innere deutsche und preußische Politik ist allmälich vollständige sommerliche Stille eingezogen und es wäre mehr als kühn, von irgendwelchen „Ereignissen" aus diesem Gebiete sprechen zu wollen. Angesichts des Mangels an wichtigeren Vorgängen in den innern politischen Angelegenheiten erscheint es wohl begreiflich, wenn die Unterredungen des Für st en Bismarck mit aus- und inländischen Preßvertretern den Zeitungen noch fortgesetzt willkommenen Stoff zu allerlei Betrachtungen bieten. Es läßt sich allerdings nicht verkennen, daß diese Betrachtungen durch die Organe selber, welche als mit dem Schloßherrn von Friedrichsruh in Verbindung stehend, gelten, immer wieder angeregt werden und brachten z. B. die „Hamb. Nachr." neben andern „Bismarck-Artikeln" erst in den letzten Tagen einen großen Aufsatz über „Die Gespräche des Fürsten Bismarck" d. h. über die Friedrichsruher Unterredungen mit verschiedenen Journalisten. Der Artikel vertheidigt nochmals den Fürsten gegen die mannigfachen Angriffe und Vorwürfe, die ihm wegen seines Eingehens auf diese journalistischen Interviews gemacht worden sind, und legt die Beweggründe dar, die ihn hierbei leiteten; der betreffende Aussatz wird vielfach aus den Fürsten Bismarck selbst zurückgesührt. Erwähnenswerth ist noch eine fernere Auslassung der „Hamb. Nachr.", die sich auf den vielerörterten russenfreundlichen Artikel des genannten Blattes bezieht. Dasselbe erklärt, Fürst Bismarck stehe dem erwähnten Artikel vollständig fern, welcher sich also als eine reine — freilich sehr fragwürdige — Privatleistung des Hamburger Blattes kennzeichnet. Es war auch schwer anzunehmen, daß der ehemalige Kanzler mit dem betreffenden Artikel, der seine Spitze so offen gegen Oesterreich- Ungarn richtete, auch nur das Geringste zu thun haben sollte. Uebrigens erklärte die „Nat.-Ztg.", sie sei aus bester Quelle in die Lage gesetzt, zu versichern, daß die in dem Artikel der „Hamb. Nachr." sich kundgebende Tendenz jedenfalls im schroffen Widerspruche mit der in den maßgebenden Kreisen Deutschlands herrschenden Auffassung der Tripelallianz stehe. — Das Erscheinen der Denkschrift des Reichskanzlers v. Caprivi über den deutsch-englischen Vertrag soll nach der endgültigen parlamentarischen Erledigung der Angelegenheit in England erfolgen. Da nun das englische Unterhaus am Donnerstag in die zweite Lesung der Helgolandbill eingetreten ist, so steht deren vollständige Erledigung durch das englische Parlament innerhalb der nächsten Wochen zu erwarten und dann wird man also auch der Caprivi'schen Denkschrift entgegensehen dürfen. — Ein neuer nicht unwichtiger Schritt in der Weiterentwickelung der deutschen Colonialpolitik ist in dieser Woche mit der Eröffnung der deutsch-o st afrikanischen Dampserlinie gethan worden. Als erstes Schiff dieser vom Reiche subventionirten neuen Postdampferlinie verließ der Dampfer „Reichstag" am Nachmittag des 23. Juli Hamburg, mit voller Ladung und vielen Passagieren. Wie bekannt, geht diese neue Linie bis zur Delagoabai an der südöstlichen Küste Afrikas und bilden die Orte Rotterdam, Lissabon, Neapel, Port Said, Suez, Aden, Zanzibar, Dar- es-Salaam, Lindi und Mozambique die Anlausshäsen. Ohne Zweifel wird die neue Dampferlinie, welche eine Sirecte unb schnelle Verbindung zwischen Deutschland und seinen ostafrikanischen Schutzgebieten herstellt, sehr bald ein mächtiger Factor zur Hebung und Entwickelung derselben werden und sicherlich in volle Entfaltung treten, spbald erst einmal die Neuorganisation unserer Colonien in Ostafrika durchgeführt sein wird. Neueste Nachrichten. WolffS telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 24. Juli. Die „Nordd. Allg. Ztg." bestätigt ausdrücklich die gestrige Meldung der „Nationalzeitung", daß der von den „Hamburger Nachrichten" gebrachte Artikel über die auswärtige Lage mit der in den maßgebenden Kreisen Deutschlands herrschenden Auffassung der Tripelallianz jedenfalls in schroffem Widerspruch stehe. Bonn, 24. Juli. Der Cultusminister besichtigte mit dem Oberbürgermeister das alte Sternthor und gab die Erlaubniß zur Beseitigung desselben. Abends Serenade des Männergesangvereins. Frauenfeld, 24. Juli. Dem heutigen officiellen Schießen wohnten der Bundesrath, das Diplomaten-Corps und die Fernlletoir. Die Sparsame. Scizze von Gust. Dahms. Frau Käthe, im ehelichen Gekose auch „Kätzing" genannt, schlich ganz leise auf den Fußspitzen nach dem Zimmer ihres „Herrn und Gebieters", der im Hinblick aus den morgen bevorstehenden Geburtstag seiner kleinen jungen Frau die Acten aus dem Bureau hatte nach Hause kommen lassen und hier die Arbeiten für morgen mit geradezu erstaunlicher Geschwindigkeit erledigte. „Kätzing" trat so leise und vorsichtig aus, daß nicht einmal der Fußboden knarrte, nicht einmal das Ausklappen des niedlichen Pantöffelchens zu hören war. Nur das leise Knittern ihres weißen, mit Stickereien, Krausen, Spitzen und allerlei Frisuren besetzten Negliges, das wohl speciell für die Flitterwochen so niedlich geschaffen war, ließ sich ab und zu vernehmen. Hell leuchteten Käthchens blaue Augen, ihr Gesicht war geröthet und ein verführerisches Lächeln spielte um den kleinen Mund — sie glich in diesem Augenblicke einem wirklichen Kätzchen, das, seiner Beute sicher, zum Sprunge bereit ist. Der Herr Gemahl überhörte das leise Rauschen des Kleides, dieses „Lied ohne Worte", das bekanntlich ebenso viele Variationen hat, wie es verschiedene Arten des Gar- nirens, Raffens, Tollens u. s. w. gibt. Er war eben bis über die Ohren in die Acten vertieft. „Johannes!" ließ sich ein leises Flüstern hinter ihm vernehmen, wie das Summen einer kleinen Fliege. „Was gibts? Wie kommst Du hierher?" fragte der Mann, von der Arbeit ausblickend. „Lieber Hans," wiederholte Käthe, unb in bem Schmelz, mit welchem sie biese beiden Worte hinhauchte, lag noch mehr Zärtlichkeit unb Liebe als vorher. „Nun, was solls, mein Kätzing?" fragte der Gatte, sich umwendend. Er legte die Feder fort und ergriff beide Hände feiner Frau. „Liebstes Hänschen, ach, wenn Du wüßtest, wie kindisch | ich war! Es ist schrecklich, ich scheue mich, es Dir zu gestehen." Während dieses unerwarteten Bekenntnisses setzte sie sich plötzlich auf den Schooß des nichtsahnenden Gatten und bedeckte ihr Gesicht verschämt mit beiden Händen. „Unsinn! So rede doch! Sprich Dich ganz offen aus." „Siehst Du, lieber Hans, ich hatte mir nie Gedanken darüber gemacht, woher wir das Geld nehmen; ich hatte ja keine Ahnung davon, wie schwer es Dir wird, das Geld für unseren Hausstand zu erwerben. Ich hatte nie gedacht, daß Du so ungeheuer viel zu thun habest, mein armer, armer Junge!" Bei diesen Worten blickte Käthe ihrem Manne zärtlich in die Augen. Hans lächelte zufrieden; die Anerkennung seiner kleinen Frau that ihm ersichtlich wohl. „Siehst Du," fuhr diese zögernd fort, „ich glaubte, Du bezögest Dein Gehalt und säßest nur pro forma Deine Stunden im Bureau ab, weil es die Stellung so erfordere. Aber jetzt sehe ich, wie fleißig Du bist, liebes Männchen, wie angestrengt Du zu arbeiten hast! Wie thöricht ich doch war! Freilich . . . was würde aus uns werden, wenn Du nicht für alles sorgtest, wenn Du nicht . . . Nicht wahr, ich war doch recht kindisch." Dabei lachte Käthchen laut auf wie ein übermüthiges Kind und küßte ihren Mann auf die Stirn. „Aber höre, lieber Mann!" rief sie plötzlich energisch, als ob sie eben ihren Entschluß gefaßt hätte, „Du mußt mir nun auch einen Gefallen thun! Ja, willst Du?" „Um was handelts sich denn, mein Schatz?" „Nein, erst mußt Du versprechen, mir den Gefallen zu thun." „Aber ..." „Nein, bitte, bitte, kein Aber!" „Nun ja, ich will Dir den Gefallen thun." „So versprich mir, daß Du mir zum Geburtstage nichts und nichts kaufst. Wir müssen sparsam fein! Jetzt weiß ich, wie schwer Dir das Gelderwerben wird, und ich will nicht, daß Du die Nächte aufbleibst, um das sauer verdiente Geld für unnütze Dinge auszugeben." „Aber liebes, gutes Kind," erwiderte Hans, seine Frau entzückt betrachtend, „es macht mir doch die größte Freude —" „Kein Wort weiter," unterbrach ihn Käthe, seinen Mund mit ihrer kleinen Hand bedeckend. „Wenn Du mich nur ein wenig lieb hast, so versprichst Du mir, nichts zu kaufen! Ich will absolut nichts. Nun, willst Du mir das versprechen?" „Ja, ich verspreche es." Und zärtlich küßte Hans die rosa Fingerspitzen, die seinen Mund bedeckten. „Wir haben ja ohnehin schon so viele Ausgaben," fuhr Käthe nach einer Weile kläglich fort. „Du mußt so viel arbeiten, schonst Deine Gesundheit so wenig, und doch will das Bezahlen der Rechnungen kein Ende nehmen. Da ist z. B. noch die Rechnung bei der Modistin zu bezahlen —" „Was für eine Rechnung?" fragte Hans ganz verblüfft. „Nun, die mir gestern zugeschickt wurde," antwortete Käthe ganz ruhig und ließ ein zusammengeknifftes Stück Papier nachlässig auf den Tisch fallen. Dann umschlang sie wieder den Hals ihres Mannes und schmiegte sich zärtlich an ihn, wie ein schutzsuchendes Vögelchen. Langsam streckte Hans die Hand aus, faltete das rätselhafte Stück Papier auseinander und las: Ein Sommermantel, Plüsch Marron Mk. 80. — Ein Gesellschaftskleid, graue Seide, „ 190. — zusammen Mk. 270. — „Wa — was ist das?" fragte Hans. „Nun ja, mein Schatz, wozu unnütze Ausgaben machen? Es ist doch genug, wenn man das Allernöthigste an- fchafft!" sagte Käthe in eindringlichem überzeugendem Tone. „Natürlich, ganz natürlich," erwiderte Hans, las die Rechnung durch, legte sie bei Seite, las sie nach einer Weile noch einmal, legte sie wieder bei Seite, las sie zum dritten Male und setzte sich dann kopfschüttelnd an die unterbrochene Arbeit. Militärattaches Deutschlands, Rußlands und Frankreichs in großer Uniform bei. Der französische Gesandte Arago brachte .den Toast auf die Schweiz aus. Lauterberg, 24. Juli. Bei Major v. Wißmann hat sich Abnahme der örtlichen Kränkheitserfcheinungen bei befriedigendem Appetit und Schlaf eingestellt. Die Aerzte halten aber die weitere Bettruhe noch für erforderlich. Freiherr v. Gra- venreuth ist abgereist und Dr. Bumiller wieder hier. Wien, 24. Juli. Laut Meldung der „Polit. Corresp." aus Karlsbald reist Prinz Ferdinand von Coburg morgen Mittag nach Coburg. Cannes, 24. Juli. Exkaiser Dom Pedro, sowie Graf und Gräfin von Eu reisten nach Boiron ab. London, 24. Juli. Dem Bureau Reuter wird aus Canea (Kreta) gemeldet: Djevad Pascha erließ eine Proclamation, welche den in den Bergen versteckten Flüchtlingen einen letzten 15tägigen Aufschub zur Rückkehr in die Heimath gewährt. In letzter Zeit sind zahlreiche bewaffnete Banditen verhaftet werden. — Aus Buenos Aires wird der „Times" gemeldet, daß Nachrichten aus Chile zufolge in Valparaiso viele Läden geplündert wurden. In Santiago seien Truppen eingerückt. Die Lage habe sich dort verbessert. Loudon, 24. Juli. Zwischen den Directoren der London- Docks- und St. Katharin-Docks - Dockarbeitern sind Streitigkeiten entstanden, weil die Directoren sich weigerten, den Delegirten des Dockarbeiterverein zu gestatten, im Dock von den Hilfsarbeitern die Vorzeigung der Vereinsmitgliedskarte zu verlangen. Deswegen stellten heute 2000 Arbeiter die Arbeit ein. Gegenwärtig finden Verhandlnngen zwischen den Directoren und dem Verein statt. — Ein Lloyddepesche aus Athen meldet, daß gestern bei Cerigo ein Z u s a m m e n st o ß zwischen dem Dampfer „Berenice" vom Oesterreichischen Lloyd und dem englischen Dampfer „Holway" stattgefunden hat. Die „Berenice" mußte bei Cap Spati aufs Land laufen. Der Messageriedampser „Douro" ist mit 57 Passagieren von dem Wrack der „Berenice" in Shra eingetroffen. London, 24. Juli. Die internationale parlamentarische Friedensconserenz, welche gestern ihre Arbeiten beendete, faßte die Resolution zu Gunsten des Abschlusses von Schiedsgerichtsverträgen in etwas veränderter Fassung- ferner wurden Beschlüsse gefaßt für die Einschaltung von Schiedsgerichtsklauseln in Handels- und anderen Verträgen, sowie für die Bildung von Parlamentsausschüssen in jedem Lande behufs Ideenaustausches und Erwägung entstehender Streitsälle. Aus dem Diner ju Ehren der auswärtigen Mitglieder der Conserenz toastete Playfaix auf die Gäste. London, 24. Juli. Fergusf on theilte in der heutigen Unterhaussitzung mit, Portugal habe eingewilligt die Schweiz aufzufordern, drei Juristen zu Schiedsrichtern, betreffend die Entschädigung wegen der Delagoabahn, zu ernennen. Die englisch-ostafrikanische Gesellschaft unterhandele mit der italienischen Regierung über ein Abkommen, betreffend die beiderseitigen Operationssphären. Diese Unterhandlungen dauerten über die Details noch fort. England beabsichtige nicht, Frankreich das Recht der Besetzung Zeilas zuzugestehen. Er erklärte ferner im Verlaufe seiner Rede, England unterhandle mit Frankreich und Portugal wegen weiterer Gebietsabgrenzungen, die geeignet seien, England gegen mögliche Mißverständnisse und gegen Kriegsgefahr mit irgend einer anderen Macht zu sichern. Er stellte in Abrede, daß hinter dem englisch-deutschen Abkommen ein weiteres geheimes Abkommen bestehe. Obwohl die Regierung ihre Freundschaft mit Deutschland zu befestigen wünsche, sei sie von der bisherigen Politik nicht abgewichen. Die stattgesundene Antisclavereiconserenz sei ein Beweis für die Sorgfalt der europäischen Mächte hinsichtlich der Wohlsahrt Afrikas. Er hoffe zuversichtlich, daß das Werk der Conferenz nicht infolge einer Meinungsverschiedenheit eines der be- theiligten Staaten scheitern werde. Betreffs des Protectorats über Sansibar dauern die Unterhandlungen mit Frankreich fort. England werde durch das Protectorat nicht den Handel irgend einer anderen Macht zu behindern suchen, sondern Sansibar zum Ausgangspunkt für die Unterdrückung des Sclavenhandels machen. Weiter beantragt Fergusfon in zweiter Lesung die Genehmigung der Helgolandbill mit einer Rede, die im Wesentlichen mit Salisburys neulicher Rede im Oberhause übereinstimmte. Sodann nahm Gladstone das Wort. Derselbe erklärte, er wolle das Abkommen wegen Helgoland nicht bekämpfen, weil es für alle interessierten Parteien Vortheilhaft fei. Aber hje Regierung schaffe dadurch, daß sie für die Abtretung des Gebietes die Genehmigung des Parlaments einhole, einen consti- rutionellen Präzedenzfall, der ungeheuere Folgen haben könne. Aus dem Grunde werde er an der Weiterbehandlung dieser Bill nicht theilnehmen. Minister Goschen, der dann sprach, bedauerte, daß Gladstone an der weiteren Berathung der Helgoland-Bill nicht theilnehmen wolle, obwohl er das deutsch- mglische Abkommen so warm billige. Was den constitutionellen Präzedenzfall betreffe, so billige es die Mehrheit des Parlaments und des britischen Volkes, daß die Rgierung das Parlament consultirt habe, wo es sich um die Abtretung eines Gebiets in Fnedenszeiten und nicht etwa unter Kriegs- nothwendigkeit handle. Die Regierung übernehme deßhalb auch die Verantwortlichkeit dafür, obschon sie zugebe, daß ihr Vorgehen eine Abweichung von der bisherigen constitutionellen Hebung sei. Indessen werde keine Prärogative der Krone, selbstständig Verträge abzuschließen, aufgegeben. Loudon, 24. Juli. Der „Times" wird aus Buenos Aires gemeldet, daß die Veröffentlichung der Namen der be'iden Offiziere, Morosini und Palma, welche dem Präsident Celman die angeblichen Verschwörer denuncirt hatten, einen peinlichen Eindruck gemacht habe. Der Präsident habe durch seine Veröffentlichung augenscheinlich die Mißstimmung der Armee gegen die Polizei beschwichtigen wollen. Die Regierung erkläre, sie zweifle nicht im Geringsten, den Frieden und die öffentliche Ruhe aufrecht erhalten zu können. Gibraltar, 24. Juli. Der Aviso „Surprise" mit der Kaiserin Friedrich an Bord, ist abgesegelt. Molde, 24. Juli. Der Kaiser verbrachte die letzten Tage wegen andauernden Regens an Bord. Die Rückkehr nach Bergen ist aus heute Abend 8 Uhr festgesetzt. Rom, 24. Juli. Zum italienischen Gesandten in Kopenhagen wurde Catalnaie ernannt. Brüssel, 24. Juli. Beim Empfang der wallonischen Deputation sagte der französische Gesandte Bouröe, die belgische Negierung habe Frankreich alle nöthigen beruhigenden Erklärungen bezüglich der Maasbefestigungen gegeben. Dieselben bedrohten nach diesen Erklärungen Frankreich nicht, sondern wären nur ein Riegel an den Pforten Belgiens. Belgien würde gegen jede Macht ausstehen, die zuerst in das neutrale Land einfalle. Aber ein solcher Angriff werde niemals von Frankreich kommen, welches ja daran interessiert sei, daß die belgische Vertheidigungskrast so groß als möglich sich gestalte. Madrid, 24. Juli. Die Nachrichten aus der Provinz Catalonien über die Aus stände lauten sehr ernst. Die Bewegung gefährdet die öffentliche Ordnung. Es verlautet, General Martinez Campos sei mit außerordentlichen Vollmachten zur Beilegung des Conflicts dorthin entsendet. Wahrscheinlich wird morgen in ganz Catalonien der Belagerungszustand proclarnirt werden. Barcelona, 24. Juli. Ueber 2000 sinkende Fabrikarbeiter, größtentheils Frauen, dernonstrirten gestern in den Straßen. Zusammenrottungen wurden durch die Bürgergarde zerstreut. Der Gouverneur von Barcelona erließ eine Proclamation, in welcher er Demonstrationen und Ansammlungen in den Straßen verbietet. Mehrere Fabriken sind geschlossen. Konstantinopel, 24. Juli. Mit Rücksicht aus die Unsicherheit in dem von den anatolischen Bahnen durchkreuzten Gebiete, sowie auf die diesbezügliche, dem Großvezier vom deutschen Botschafter Radowitz übergebene Note entsendete die Pforte eine größere Truppenzahl zum Schutze der Bahnarbeiter dorthin. Washington, 24. Juli. Dem Congresse wurde der amtliche Schriftwechsel über die Behringsmeer-Frage vorgelegt. Daraus geht hervor, daß auf Anweisung Lord Salisburys Sir Julian Pauncesote am 14. Juni dem Staats- secretär Plaine einen förmlichen Protest überreicht hat, in welchem das Recht der Unionsstaaten, die Freiheit der Schifffahrt im Behringsmeere einzuschränken und britische Schiffe mit Beschlag zu belegen, bestritten und erklärt wird, die englische Regierung müsse die Unionsregierung für die Folgen aus Handlungen, welche den bestehenden Grundsätzen des Völkerrechts zuwiderlausen, verantwortlich halten. Auckland, 24. Juli. Nach einer Meldung des „Bureau Reuter" hat der englische Commissar für das westliche Pacific- Gebiet, Thurston, mit Genehmigung des Königs Georg von Tonga den Engländer Baker ausgewiesen, welcher früher großen Einfluß beim Könige und auf der Insel besaß. Locale» n»6> provinzielle» Gießen, 25. Juli. -h. Das neue Bootshaus der Nudergesellschast ist soweit hergestellt, daß im Lause des nächsten Monats die feierliche Einweihung vorgenommen werden kann. Die inneren Einrichtungen sind in recht bescheidener Weise vorgesehen, indem die vorhandenen Mittel nicht ausreichend sind und die Leitung der Gesellschaft dieselbe nicht durch Schulden belasten möchte. Umsomehr findet es allgemeine Anerkennung, daß Herr Heinrich Zimmer, Uhrenhandlung am Kreuz dahier, für das Gesellschaftszimmer eine sehr schöne Wanduhr in cuivre poli gestiftet hat, wofür dem freundlichen Geber der herzlichste Dank gebührt. — Der in Mannheim errungene Ehrenpreis ist in den Schaufenstern des Herrn W. Reiber ausgestellt. — Der Bernbeck'sche Familientag wurde am 22. d. M. in Steins Garten zum zehnten Male feit 14 Jahren festlich begangen. Es hatten sich zum frohen Feste die stattliche Anzahl von über 120 Familienangehörigen aus allen Theilen des engeren Vaterlandes und sogar etwelche Mitglieder aus Amerika eingefunden, um das von jeher in dieser Familie gepflegte innige Verwandtschastsverhältniß aufs Neue zu bekräftigen und weiter zu befördern. Schon am Vorabende war ein großer Theil der älteren Mitglieder angekommen, um die Tagesordnung für die aus dem Familientage zu be- rathenden Punkte endgiltig festzustellen, worauf dann die Stunden bis Mitternacht bei einem guten Gläschen edlen Gerstensaftes rasch entflohen. Mit den ersten Morgenzügen wurden nun die neuen Gäste empfangen und in Steins Garten geleitet, wo nach eingenommenem Imbiß und Erfrischung gegen 10 Uhr die Familicnberathungen anfingen und dann später das gemeinschaftliche Mittagsmahl, mit vielen kräftigen, von inniger Liebe zeugenden Reden gewürzt, eingenommen wurde. Die engagirte Musik spielte recht wacker dazu und auch später, als die Jugend sich am Tanz erfreute, der bis in die späten Abendstunden andauerte. Am zweiten Festtage um 1 Uhr wurde von den noch Anwesenden ein Ausflug theils zu Wagen, theils zu Fuß auf den Schiffenberg unternommen und kehrten dieselben erst Abends zurück, um die Züge zu erreichen, welche die Festtheilnehmer wieder ihrem alten Heime nach so schön verlebten Stunden zusühren sollten, wo dieselben dann durch das alle Monate erscheinende Familienblatt in allen Familienangelegenheiten stets unterrichtet werden. Möchte dieses schöne Verhältniß, wie es hier besteht, in vielen Familien kräftiges Echo finden und zur Nachahmung ermuntern. Grünberg, 23. Juli. Als Wahlmänner zur Wahl eines Landtagsabgeordneten wurden hier gewählt: Oberamtsrichter Mickel, Pfarrer Koch, Bürgermeister Pracht, Fabrikant Stammler. S. Hungen, 24. Juli. Der hiesige Maurer Heinrich Falk begab sich heute Mittag, von seinem Geschäfte heim- kehrend, in seine Scheuer, um Stroh zu holen, fiel dabei aber herunter und zwar so unglücklich aus den Kopf, daß er sofort eine Leiche war. Falk war ein in den vierziger Jahren stehender, unverheiratheter, beliebter und fleißiger Mann und erregt feine Verunglückung hier allgemeines Bedauern. 8. Hungen, 24. Juli. Der hiesige Gesangverein besteht nunmehr seit 50 Jahren und wird aus diesem Anlasse Sonntag den 27. Juli eine Festlichkeit auf dem unweit unserer Stadt gelegenen „Galgenberge" stattfinden. Von einem geplanten größeren Feste mußte aus verschiedenen Gründen Abstand genommen werden, es werden deshalb an dieser Festlichkeit, außer dem festgebenden Gesangvereine nur die hiesigen Vereine theilnehmen. * Butzbach, 24. Juli. Der Steuercommissär des Steuer- Commissariats Ober-Ingelheim, Karl Klingelhösser, wurde in gleicher Diensteigenschaft in das Steuer-Commissariat Butzbach versetzt. * Friedberg, 24. Juli. In das hiesige Stener-Com- missariat wurde der seitherige Steuer-Commissär des Steuer- Commissariats Wörrstadt, Steuerrath Ludwig Deibel versetzt. -n. Trais-Horloff, 24. Juli. Aus der hiesigen Braunkohlengrube und Brikett-Fabrik „Friedrich" ereignete sich heute Nachmittag ein bedauerlicher Unglücks sall. Ein Arbeiter gerieth mit der Hand in die Brikett-Presse und zerquetschte sich dermaßen, daß er heute noch nach Gießen in die Klinik überführt wurde. Laubach, 23. Juli. Unter sehr schwacher Betheiligung fand heute die Wahlmännerwahl statt. Es stimmten nur 67 Wähler ab. Gewählt wurden: Bürgermeister Jochem, Fried. Rud. Kratz und Karl Kircher. § Wenings, 23. Juli. In Erledigung von Geschäften waren heute die Bürgermeister von Hitzkirchen, Böß-Gesäß und Burgbracht hier. Auf dem Heimwege scheuten plötzlich die Pferde des gemeinsamen Gefährtes, infolge dessen der Wagen umfiel und die Insassen auf die Straße geschleudert wurden. Zwei derselben erhielten nicht unbedeutende Verletzungen, während der dritte, welcher auf den hinteren Theil des Wagens gesessen hatte, mit heiler Haut davon kam. □ Vom Vogelsberg, 24. Juli. Die optimistische Hoffnung, welche man an die sonnenhellen Tage der vorigen Woche, die wir wahrscheinlich nur der amerikanischen Hitzwelle zu verdanken hatten, knüpfte, ist wieder zu Wasser geworden und die Witterung ist wieder in '»ihr berüchtigtes Stadium getreten. Nur zu sehr „hält der Sommer große Wäsche". Das Korn ist reif und müßte geschnitten werden, denn es droht auf dem Stande zu wachsen und faul zu werden. Hoch wächst das Unkraut, namentlich die Vogelwicke, zwischen den säst den Boden berührenden Halmen auf. Wenn das Wetter so anhält, dann steht in der That großer Schaden für die Ernte in Aussicht. Wann will es endlich Sommer werden? Noch vier Wochen und der Herbstmonat beginnt. Schlechte Aussichten! — Ulrichstein, 24. Juli. Der auf den 14. —16. d. M. kalendarisch festgesetzte sogenannte Jacobimarkt, welcher der Klauenseuche wegen nicht abgehalten werden durfte, findet nun kreisamtlicher Verfügung gemäß am 28. und 29. d. M. statt, indem die Maul- und Klauenseuche in Helpershain als erloschen zu betrachten ist. Dessenungeachtet ist das Austreiben von Klauenvieh auf den Markt, der lediglich Viehmarkt ist, nur gestattet, wenn der Führer desselben mit einem thierärztlichen Gesundheitsschein versehen ist. Ebenso müssen die Schweine vor dem Marktplatz abgeladen und an der Untersuchungsstelle vorbeigetrieben werden. vermischte». — Frankfurt a. M., 24. Juli. Zum Müller'schen Mord. Der Fuhrknecht Christian Hauser, welcher, wie ich Ihnen gestern meldete, in der Mordaffaire Müller verhaftet worden war, ist dem „F. G.-A." zufolge wieder auf freien Fuß gesetzt worden, da sich nichts Belastendes gegen ihn ergeben habe. Dasselbe Blatt berichtet, der Bruder des erstochenen Müller habe auf der Redaction mitgetheilt, daß in der kritischen Nacht sein Bruder meuchlings erstochen worden sei, ohne daß er erst nach Hause gegangen war. Uebrigens soll eine zweite Verhaftung in dieser Angelegenheit erfolgt fein. Die „Kl. Pr." will wissen, die Acten seien bereits der Staatsanwaltschaft übergeben und es werde sich baldigst zeigen, ob die Ergebnisse der Untersuchung eine Anklage zur Folge hätten. , * Frankfurt a. M., 24. Juli. Das hiesige Schauspielhaus wird (wie bereits bestimmt gewesen) übermorgen Samstag, den 26. d. Mts., mit dem Schauspiel „Fedora" von Victorien Sardou wieder eröffnet. Die Wiedereröffnung der Vorstellungen im Opernhause findet am darauffolgenden Sonntag statt. * Berlin, 22. Juli. Eine 20 jährige Erinnerungsfeier an den deutsch-französischen Krieg wird, wie eine Localcorre- spondenz meldet, Seitens hervorragender hiesiger Persönlichkeiten, welche jenen Krieg als Soldaten mitgemacht haben, für diesen Herbst geplant. Die Feier soll glänzend werden, und man hat in erster Linie dabei eine Zusammenkunft aller Ritter des Eisernen Kreuzes für den 2. September, den Sedantag, geplant. Die Einladungen sollen an der Hand der militärbehördlichen Listen von Kämpfern, die mit dem Kreuze ausgezeichnet sind, erlassen werden, und man trägt sich mit der Hoffnung, daß die Inhaber, welche noch am Leben sind, ausnahmslos erscheinen werden. Die Zahl der Ritter des Eisernen Kreuzes dürste, trotz der vielen Abgänge in den letzten 20 Jahren, noch immer sehr beträchtlich sein. * Zwei merkwürdige Löfchmaschineu besitzen in dem Amtsbezirk Pirmasenz die Gemeinden Donsiders und Zesel-Wesel- berg. Jene der ersteren Gemeinde ist ein Geschenk des letzten Landgrafen Ludwig und so klein wie eine Gartenspritze- die 91 Juli. eeee=*c^<* , «gtürirW 0^rlw liöMS »ur vier, ^|®@artmbau-£ej«“n LSW ^gnWaffung noämalS-w verkehr, Larr»- Herborn (an der Aus den heutigen dtestgm We und Rinder, und bb4 25. August L 3- - Der berühmte ami der tW die tntWtn forscht hat, betont in der E die er während seiner Reise seine Hülse gegen Monn Ausste MmßM vm ( 640 Erster $au Ziehung 17. Sept. d. Gmeralmrtrieb bei 5639] Hch. Hil Loose |inh bei jf Man, MkN- stdrm di-sig- Stem-C««- «•Smnmjit des Steuer- Ludwig Deibel Sbet ^'ätn B-m- ’M -mgnete sich heEe äiMal . Ein Arbeiter Wunb zerquetschte sich »«6en in di-WM i6ct, 1r schwacher Betheiligung ibl statt. Es stimmten n: Bürgermeister Jochem, r. Erledigung von Geschäften n hitzkirchen, Böß-Gesäß Heimwege scheuten plötzlich chrtes, msolge dessen der i aus die Straße geschleudert ’n nicht unbedeutende Solcher aus den Hinteren Lheil eiler Haut davon kam. dl Die optimistische hoss- enbellen Tage der vorigen der amerikanischen Hitzwelle nieder zu Wasser geworden 'ihr berüchtigtes Stadium r'Sommer große Wäsche". ^schnitten werden, denn es > und saul zu werden. Hoch ! e Sögel* zwischen den : en auf. Wenn das Wetter it großer Schaden für die endlich Sommer werden? , monat beginnt. Schlechte : :r aus den 14.-16. d. M. Jacobimarkt, welcher halten werden durste, pdet äß am 28. und 29. d.M- ai-uch- m ienunqtad)tet ist d°s Au Milkt, d-r lediglich M »Nd-ss-lbmm-t-mm ' L iit Neus° müssen >en. — 3 5“ Ä *- * »uf d-n g'JV* unb Hefige ®ecrtM wird qu& x -9berein tt auf d?mAnlässe tfinden. unserer ' d-rschi-b-n-n^/- -rden be§hnß Urun^n - °rl°7!f7^^u°r- >d°sSt-n-r-Cnmmisi!^ ter 1C, n oum Mütterschen ’rb°nl . wieder auf st->« 'S- meuchlmgs es Uc&rigen$ gegangen * neier der ue Acten . r A S'*" Jrt fi««1 ' '" jM °" „it d- v‘'Mh trag1 ^*’**.i * Spritze der letztgenannten Orte ist ein Geschenk Napoleons I. und so groß, daß sich 24 Mann darin aufhalten können, und 36 Mann reichen kaum zum Pumpen hin. Itnixwvfität»«Nachrichten. Marburg. 24. Juli. Wie die „Oberhess. Ztg." aus zuverlässige Quelle erfahrt, hält man in Berlin an maßgebender Stelle daran fest, im Juni nächsten Jahres, nach Fertigstellung der neuen Universitäts-Aula eine feierliche Gesammt-Etnwethung der hiesigen Universität unter Anwesenheit Sr. Majestät des Kaisers stattfinden zu lassen. Citeratur u«6 Nnnft. — Jllustrirtes Gartenbau-Lexikon. Zweite vollständig neubearbeaete Auflage. Unter Mitwirkung hervorragender Fachmänner herausgegeben von Th. Rümpler, General-Secretär des Gartenbau-Vereins in Erfurt. Berlin 1890. Verlag von Paul Parey. In 20 Heften ä 1 Mk. Das Werk, auf welches wir die geehrten Leser unseres Blattes wiederholt aufmerksam gemacht haben, ist nun bereits bis zur vierzehnten Lieferung vorgeschritten, welche den Buchstaben P umfaßt. In zahllosen Fällen erfordert die Beantwortung von Fragen, wie sie sich täglich im gärtnerischen Betriebe aufwerfen, das Suchen und Nachlesen in den verschiedensten Werken; das Gartenbau-Lexikon gibt eine augenblickliche, klare und bündige Antwort, und wo das Wort allein nicht genügt, antwortet zugleich eine gute AbbUdung. Der Preis von 1 Mk. für die Lieferung ist in Anbetracht des Gebotenen ein äußerst niedriger und in der That sollte das Gartenbau-Lexikon in jeder Gärtnerei als Hausbuch zu finden sein. Das Werk wird noch vor Ablauf des Sommers vollständig erschienen sein und nehmen wir gern Anlaß, allen Interessenten die Anschaffung nochmals warm zu empfehlen. Verkehr, £an»« uwö L»olk»wirths«haft Herborn (an der Köln-Gießener Eisenbahn), 24. Juli. Auf den heutigen hiesigen Markt wurden gebracht: 503 Ochsen, Kühe und Rinder, und 864 Schweine. Der nächste Markt ist am 25. August l. I. — Der berühmte amerikanische Reisende George Kennan, der kürzlich die entsetzlichen Gefängnisse Sibiriens bereist und durchforscht hat, betont in der Schilderung der Leiden und Entbehrungen, die er während seiner Reise durchmachen mußte, ganz besonders, daß seine Hülfe gegen vollkommene Erschöpfung, sowie oft der einzige Genuß und die einzige Erquickung, die er sich zu verschaffen vermochte, allein in Bouillon bestand, die er nur mit Hülfe des bekannten -Liebig'schen FMsch*ExtracteS" herstellte. Das überaus günstige Urlhetl dieses Reisenden über dieses belteb-teste aller Küchen-Prä- parate bestätigt nur dasjenige berühmter Afrikaforscher, sowie Weltumsegler, denen Liebigs Fleisch-Extracl ost der Retter in der Noth sein mußte. — Mais zur Taubenmast. (Nachdruck verboten.) Der ziemlich hohe Gehalt an Fett, welchen der Mats besitzt und die ver- hältnißmäßig leichte Verdaulichkeit machen ihn als Mastfutter für junge Tauben sehr geeignet. Die ca. drei Wochen alten zu mästenden Thiere werden in einen Korb gethan und an einen dunklen, aber luftigen Ort gesetzt. Hier werden ihnen drei- oder viermal täglich die gekochten Maiskörner in den Hals gesteckt; schon nach zwei Wochen sind die Thiere fett und lassen an Zartheit nichts zu wünschen übrig. — Behandlung neugeborner Ferkel. (Nachdruck verboten.) Sobald die Ferkel zur Welt kommen, müssen. sie sorgsamst abgetrocknet werden, namentlich bei edlen Züchtungen ist dieses nicht zu versäumen. Man bringe sie darauf in einen warmen Raum mit weicher Streu (Weizenspreu, Häcksel). Es ist dieses nothwendig, damit von der Muttersau ketns der Ferkel todtgedrückt wird. Todt- geborene Thiere müssen sofort von der Mutter entfernt werden, weil sie sonst von derselben gefressen werden, was Anlaß geben kann, daß die Mutter auch die lebenden verspeist. Ist die Geburt von statten gegangen, so werden die Ferkel an das Gesäuge gebracht und zwar die schwächsten an die Mitte; nur wo man Zuchtthiere ziehen will, bringe man diese dorthin. Werden mehr Ferkel geboren als Zitzen vorhanden, so tobte man die überzähligen und zwar die schwächsten, wenn nicht eine zweite Sau mit geringer Ferkelzahl zur Verfügung steht. — Ursachen des Verderbens der Eier. (Nachdruck verboten.) Die Eier verderben stets nur unter dem Einfluß von niederen Lebewesen und zwar Schimmelpilzen und Bacterien der verschiedensten Art. In der Regel dringen diese von außen durch die Schale in die Eier, wodurch sich die Thatsache erklärt, daß man durch Ueberziehen der Eier mit Gelatine, Lack u. s. w. dieselben oft auf lange Zeit hinaus haltbar machen kann. Eine absolute Sicherheit bietet dieses Verfahren jedoch keineswegs, denn die Bacterien können auch im Eileiter schon in das Ei gelangt fein, in welchen sie besonders bei der Begattung gelangen. Schiffsirachrtchten. Der Postdampfer „Waesland" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 23. Juli wohlbehalten in Newyork angekommen. Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst- 8. Sonntag nach Trinitatis, 27. Juli. Frühgottesdienst in der Kirche: Vormittags 73/» Uhr. Pfarrer Dr. Naumann. Vormittags 9Va Uhr: Pfarrer Dingeldey. Kinderkirche Vormittags 11 Uhr: Pfarrer Schlosser. Vormittags 8V2 Uhr in der Friedhofscapelle: Pfarrer Schlosser. (Zugleich Christenlehre für die confirmirten Realgymnasiasten und Realschüler). Katechismuslehre für die Gymnasiasten und Stadtschüler Vormittags 11 Uhr in der Kleinkinderschule Pfarrer Dr. Naumann. Katechismuslehre für die Mädchen Vormittags 11 Uhr in der Friedhofscapelle. Pfarrer Dingeldey. Am Sonntag den 3. August: Feier des heiligen Abendmahls; Beichte am Samstag vorher, Nachmittags 2 Uhr. Die Psarrgeschäft«' in der Woche oosi 27. Juli bis 2. August besorgt Pfarrer Dingeldey. Katholische Gemeinde. 9. Sonntag nach Pfingsten, 27. Juli. Samstag: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um Vr8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag: Morgens von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um w Uhr Austheilung der hl. Communion; um V>8 Uhr Frühmesse; um 8/<10 Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags um j/23 Uhr Andacht. Abends um V28 Uhr Herz-Mariä-Bruderschasts- andacht mit Predigt. Gottesdienst in der Synagoge. 26. Juli. Freitag Abend 715 Uhr, Samstag Morgen 8°® Uhr, Samstag Mittag 4« Uhr, Samstag Abend 840 Uhr. Temperatur der Lahn und der Lust am 25. Juli, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 14^/z, Luft 14 Gr. Rübs am en. Amsstellungs-VeMoosung veranstaltet vom Gewerbeverein zu Heppenheim a. d. B- 640 Gewinne i. W. v. ca. Mark 15,000. Erster Hauptgewinn i. W. Mark 1200* Qiebuna 17. Sept. d. I. Rückkauf der ersten Gewinne gegen Nachlaß. 1 Loos 1 Mark. Generalvertrieb der Loose: 5639] Hch. Hil-dorf in Darmstadt, Ernst-Ludwigstraße 9. Loose sind bei Hch. 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Frankfurt 237 435 459 623 804* 950 11" 147 442 7O6 759 855. 540 (führt 2.-4. Klaüe). Friedberg (Locattug) 625 (führt 2.-4. Klasse). 222 454 758* 1131 431 ßo8 753 851 1123. Cassel 1202 127 347 gO9 951 1B» 1254 440 853*. 222 454 616 758* H31 431 «58 763 821 HE- Marburg 1202 127 347 809 951 1146 1254 440 853* 911. 745 (führt 2.-4. Klasse). ^ronhaufen (Localz.) 630 (führt 2—4. Klasse). 640 756 911 1127 1244 Z30 433 656 727 811 Ur* 11^1. Wetzlar 505 625 806 949 1000 H5» 12io 441 505 715 857 905. 941 1244 330 6^6 811 1124. EurS— Coblenz 505 808 9" 1159 441 715, H27 433 727 H51. Deutz—Cöln 625 1000 1210 505. 757 130 425 1000. ftulva 642 1150 500 bts Alsfeld, 735. 930 307 656 UH. Gelnhausen 705 1210 442. 616 (n. v. Nidda), 9^0 3°766611£. Schotten bczw. Nidda 705 1210 120 442 800 855. 930 307 656 1117. Gedern, Zaubach bezw. Stockheim 705 i2io 442 800 855. 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