1890 Mittwoch den 26. März Nr. 72 Amts- und Anzeigeblatt für den Areis Mieszeit chratisöeikage: chießmer Aamilienökätter. 2609 M itc W 0* Inna6m e ton Anz-izcn zu d-r NachmiN-.gr für bin fntgenbm Tag irfchiminbin Nummir dir SSorm. 10 Uhr. 61tte*t tu zr«i» 188» 160«' 171» E 72» Vierteljähriger ASo«ne«e«tspreiA» 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Dur» 'ne Post bezöge« 2 Wart 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: KchtttstratzeAr.1. Fernsprecher 61. geboren sind, und weder im Grqßherzogthum Hessen, noch in einem andern deutschen Staate Dornicil besitzen oder sich aufhalten; und im Jahre 1870 geboren sind; ferner Särnrntliche Militärpflichtige, welche im Jahre 1888 bezw. 1889 zurückgestellt worden, oder nach ihrer gezogenen Nummer disponibel geblieben, d. h. nicht einberufen morden sind. Entbunden von der persönlichen Gestellung sind Diejenigen, welchen Ausstand bewilligt, oder B e- rechtigung zum einjährig-freiwilligen Militärdienst ertheilt worden ist. 2) Diejenigen Militärpflichtigen, welche zum zweiten- oder drittenmale erscheinen, haben ihre Loosungsscheine Es haben daher diejenigen Reservisten und Landwehrmänner ersten und zweiten Aufgebots, sowie die Ersatz- Reservisten, welche im Falle einer Einberufung auf Zurückstellung wegen häuslicher Verhältnisse einen Anspruch machen zu können glauben, an den bezeichneten Tagen, Morgens 11 Uhr, zu erscheinen und ihre Gesuche zu begründen. Gießen, den 22. März 1890. Der Civil'Vorsitzende der Ersatz-Commission des Kreises Gießen. Jost, Regierungsrath. Preis W ßchmar, lelterslveg 41. ,000 Mark gegen Zinszahlung n unter k. in btr es niederzulegei^ aüte chm unb .eforgt i-stms jinanu. > 29. politische Ueverficht. Gießen, 25. März. 91.» 73,71 67» Der chUtzener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme des Montags. Die (Sießmer F«mttieußtStter werden dem Anzeiger «Schentlich dreimal beigelegt. 4. * $ Ä ff Alle Annoncen-Buccaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. a) in einer Gemeinde des Kreises Gießen ihr gesetzliches ^owicil — chre Heim^th oder ihren, bändigen Wohn- ~ ^Q,b,en und sich nicht in ei nem andern Theile des Großherzo^thums Hessen oder einem andern ^ate m Girier der nachstehend unter b) dnge» gebenen Eigenschaften aufhaO eil b) m emer Gemeinde des Kreis es Gießen sich als Dienstboten, Haus- oder Wirths.chaftsbeamte, Handlungs- diener und Lehrlinge, ? .andwerksgesellen und Lehrburschen, Fabrikarbeiter ^der in ähnlicher Eigenschaft aushalten, oder die Universität Gießen oder das Gymnasium daselbst obeT eine sonstige Lehranstalt m einer Gemeinde *be§ Kreises Gießen besuchen; cj in einer Gemeinde Kreises Gießen, oder während ihre Eltern im Auslande Gießener Anzeiger Kenerat-Mzeiger. Noch immer klingt das gewaltige Ereigniß, welches das Ausschtidcn des Fürsten Bismarck aus allen seinen Remtern bedeutet, in der öffentlichen Meinung nach und Ursachen wie Wirkungen des weltgeschichtlichen Vorgünges werden in der Tagespreffe des In- und Auslandes noch fortgesetzt erörtert. Daß hierbei Vieles nur Verrnuthung ist, kann nicht weiter überraschen und erst eine spätere Zeit wird wohl den völligen Ausschluß über die Vorgeschichte des Rücktrittes des Fürsten Bismarck bringen, während die Wirkungen des Ereignisses aus die innere Politik wie auf die europäische Politik abzuwarten sind. Inwiefern die Demission des Kanzlers noch den Rücktritt anderer Mitglieder der preußischen und der Reichsregierung nach sich ziehen wird, muß ebenfalls zunächst dahingestellt bleiben. Sicher ist nur, daß der Staatssecretar des Auswärtigen, Gras Herbert Bismarck, erneut sein Entlassungsgesuch eingereicht hat, doch ist zur Stunde etwas Authentisches über die Annahme des Gesuches seitens des Kaisers noch nicht bekannt; es sind daher auch alle Gerüchte über die eventuelle Nachfolger des Grasen Bismarck mit Vorsicht auszunehmen. — Dem Vernehmen nach wird der Bundesrath eine Form vereinbaren, um sich in sympathischer Kundgebung von dem Fürsten Bismarck zu verabschieden. Zu den vielerlei Gerüchten, welche gegewärtig in Anknüpfung an die nun beendigte Kanzlercrisis in Gange sind, gehören auch diejenigen über angebliche ernste Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Kaiser und dem Generalstabsches Grafen Waldersee. Ob dieselben indessen begründet sind, läßt sich zur Zeit noch nicht mit Sicherheit beurteilen, denn zu viel wird hierüber erzählt und berichtet. Es müssen daher auch die verschiedenen Meldungen, denen zufolge dieser oder jener hohe Militär bereits zmn Nachfolger des Grafen Waldersee als Chef des Großen Generalstabes designirt sein soll, nur mit Vorsicht ausgenommen werden. Immerhin erscheint es auffällig, daß Graf Waldersee gerade jetzt seine vielerörterte Urlaubsreise nach Italien angetreten hat. Das preußische Abgeordnetenhaus hat die Specialbe- rathung des Cultusetats in voriger Woche noch nicht zu Ende zu führen vermocht und dürfte dies erst durch die Montagssitzung geschehen fein. Ob dem H^use die Erledigung der noch übrigen Theile des Staatsbudgets bis zum 1. April, bis zu welchem Tage das preußische Budget verfassungsmäßig fertiggestellt sein muß, gelingen wird, erscheint immer zweifelhafter und wird daher wieder einmal ein Nothgesetz aushelfen Das Herrenhaus vertagte sich nach der Samstagssitzung auf unbestimmte Zeit. Die Stellung des dänischen Kriegsmunsters Bahnfon ist durch die Angelegenheit der Befestigung Kopenhagens ernstlich gefährdet. Der Ätiegäimmfter hatte «n Volksthmg (Abgeordnetenhaus) allerdings erklärt, datz er bie Vortage über die Befestigung Kopenhagens von der Seesette zurucknehme, da dieselbe auf der Linken thettweisem Widerspruche begegnet, aber von dem Führer der Linken ist die Vorlage wieder ausgenommen worden, damit der KriegSmnnster die Zurücknahme begründen soll. Es steckt dahinter die leicht erkennbare Absscht der dänischen Opposition, Herrn Bahnson zu stürzen und vermuthlich rechnet man aus Seiten der Linken damit, daß das Ausscheiden des Kriegsministers aus der Regierung den Sturz des den dänischen Radicalen so verhaßten Gesammt- cabinets Estrup nach sich ziehen werde; vorlaupg stnd die Dinge indessen noch nicht so wett gediehen. Das eitalische Oberhaus hat am Ausgange voriger Woche den Bericht der Parnell-Commission nach achtstündiger Debatte ebenso ad acta gelegt, wie dies vorher schon. das Unterhaus mit dem Bericht gethan hatte. In bemer -nswerther Wesse sprach sich in der Begründung des bekannten Regierungsantrages in der fraglichen Angelegenheit der Premier Lord Salisbury über die Verwerflichkeit der sogenanten politischen Verbrechen und der Theorien aus, mit denen solche Verbrechen. ; beschönigt würden. Er protestire, äußerte Lord Salisbury,, gegen die neue Lehre, daß ein Verbrechen kein Verbrechen m i 13 u b r i n g e n. 3) Wenn von einem Militärpflichtigen, oder für einen solchen von feinem Vater, oder feiner Mutter Zurück« steÜuug in Anspruch genommen wird, fo ist für Vorlage der zur Beurkundung der behaupteten Thatsachen erforderlichen Nachweise und Zeugnisse vor dem zur Musterung anberaumten Termine zu sorgen. Die Zeugnisse müssen amtlich ausgestellt oder beglaubigt sein. Wenn die Zurückstellung auf die Arbeitsunfähigkeit eines Familienangehörigen gegründet wird, fo hat der betreffende Familienangehörige sich selbst persönlich im Termin vor der Ersatz-Commission ein- zusinden. , „ . Noch nicht eiligereichte AurückstellungSausprucye sind bei der Großherzoglichen Bürgermeisterei vorzubrmgen und die Verhandlungen fralbidft — unter allen Ilm« stünden vor Beginn de» GrsahS-schüst-S ' an die Erfatz>Commission einzusenden. Verspätete Gesuche haben keinen Anspruch auf Berücksichtigung. 4) Wenn ein Militärpflichtiger an Gebrechen leidet, die äußerlich nicht wahrnehmbar sind, z. B. Taubheit, Harthörigkeit, Kurzsichtigkeit, Geistesschwäche u. s. ra.,< so ist dies durch amtlich ausgestellte oder beglaubigte Zeugmffe des Arztes, sowie des Bürgermeisters, Geistlichen, Lehrers u. st w. nachzuweisen. Das Vorhandensein von ist durch die eidliche Erklärung von wrndestens drei glaubwürdigen Zeugen zu erhärten. 5) An der Loosziehung persönlich ^heck zu nehmen, steht jedem Militärpflichtigen frei; für Diejenigen, welche bei dem Aufrufe nicht anwesend sind, zieht em Mitglied der U> satz-Commission das Loos. 6) Die Grotzhettoglichen Burgermetstereie« J, trttttmtlidic ihrer Gemeinde angehorigen ode'r "in"ihrer Gemeinde g-stellungspflichti^n Militärvstichtige auf Grund der bereits SÄstfW fdroflichtirte welche sich auswärts aufhalten. haben mit den Militärpflichtigen '^erGememdelmMuste. rnngstermin rechtzeitig anwesend zu ,em unddarum zu bemühen, oatz die Letzteren /- Stpüd- ver ve- ÄS'ÄÄÄÄä» »Mi.-« »»- Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Die Riusterung und Loosziehung der Militärpflichtigen des Kreises Gießen für das Jahr 1890 findet an den nach- benannten Tagen statt und zwar: I. Zu Grünberg im Gasthaus zum Rappen. Montag den 14. April, Vormittags von 8 Uhr an: Musterung der Militärpflichtigen der Gemeinden Allertshausen, Belters- liain, Climbach, Geilshausen, Göbelnrod, Grünberg, Harbach, Kesselbach, Lauter, Lindenstruth und Londors; Dienstag den 15. April, Vormittags von 8 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Lumba, Odenhausen, Queckborn, Reinhardshain, Rüddmgshausen, Saasen, Stangenrod, Stockhausen, Weickartshain und Weitcrshain. II. Zu Gießru in dem früheren Hofgerichts- gebände (Brandplatz). Mittwoch den 16. April, Vormittags von 73/4 Uhr an: Musterung der Militärpflichtig en der Gemeinden Allendorf a. d. Lda., Alten-Buseck, Annerod, Bersrod mit Winnerod, Beuern, Burkhardsfelden und Daubringen; Donnerstag den 17. April, Vormittags von 73/4 Uhr an: derjenigen der Stadt Gießen der beiden ältesten Jahrgänge (1888 und 1889), sowie derjenigen der Gemeinden Großen- Buseck und Hattenrod; Freitag den 18. April, Vormittag von 73/4 Uhr an. derjenigen des jüngsten Jahrgangs (1890) der Stadt Gießen und derjenigen der Gemeinden Heuchelheim, Klein-Linden und Lollar; Samstag den 19. April, Vormittags von 73/4 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Mainzlar, Oppenrod, Reiskirchen, Rödgen, Ruttershausen, Staufenberg, Treis a. d. Lda., Trohe unb Wieseck; Montag den 21. April, Vormittags von 83/4 Uhr an: Loosziehung (auch der in Grünberg Gemusterten). III. Zu Lich im Rathhaussaale. Dienstag den 22. April, Vormittags von 8 Uhr an: Musterung der Militärpflichtigen der Gemeinden Albach, Allendorf a. d. Lahn, Bellersheim, Bettenhausen, Birklar, Dorf-Gill, Eberstadt, Ettingshausen, Garbenteich, Großen-Linden, Grüningen und Hausen; Mittwoch dcn 23. April, Vormittags von 9 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Holzheim, Hungen, Inheiden, Langd, Lang-Göns, Langsdorf, Leihgestern und Lich; Donnerstag den 24. April, Vormittags von 9 Uhr an; derjenigen der Gemeinden Mufckenheim, Münster, Rieder- Bessingen, Nonnenroth, Obbornhofen, Ober-Bessingen, Ober- Hörgern, Rabertshausen, Rodheim und Röthges; Freitag den 25. April, Vormittags von 9 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Steinbach, Steinheim, Trais-Horloff, Utphe, Villingen und Watzenborn mit Steinberg. Samstag den 26. April, Vormittags von 9 Uhr an: Loosziehung. Besou-ere Bestimmungen. 1) Zur Musterung haben sich, bei Meidun^ her gesetzlichen Strafen, zu stellen: d Diejenigen, dem Großherzogthum efien ober einetu »ndern Staate be« deutschen Reiches angehörigen Militär- pflichtigen, welche * a ?ss rUMbach. ^ltersweg 14 üchen, welches j„ chrnt hat, sucht Ule anderweit ^mufactur- ober :r bescheidenen An- ' untere. A. W Bl. jüTgmn "tt Penfionär scbstraße A M Mer finden gute ntenfamilie. und 0. an bit iederBleWch t am RiegeW . t lM Erped. d. Bl. ■ Pudel abhanden nger erhält gute ui wird gewarnt. kirchenplatz 21 ’n, am liebsten hör, zu pachten rktstraße 22. -k. Lüeber'fcht ist zu vermiethen heres tt zu Gießt«, m. u. H. »en in den Elt- Hülfe in denselbrn Kranz, Lehrer. darauf °uf-nerssam ,u stze , Militärdienstes unwürdig rÄS«* *«"" •"« - erwirken und vorzulegen. . Gasthaus zum ötavven zu Grünberg, 1». "Äfcm 6 '■ , ,,gg1 ^Slprll iiu Ralhhllu. zu Lich. unt> der Ersatz Reser».^ rückfichtlich ihrer häuslichen und gewerblichen Verhältniffe statt. eaSy-*««" ***** *6S - "3 ।' „ E S&Äf ÄKtSäftSÄffÄS Neueste 21ad?rid>fett. Sßolffrt lelegraptinchcs Correspondenz-Lureau. hielt Är2s4; ™ävh T)tu «®cr(- Polit. Nachr.» zufolge hielt die Arbeiterschutzconferenz am Samstag die totales unö protHttjicUcs. Gießen, 25. März. fei, wenn es begangen werde, um bestehende Institutionen umzustoßen. Es habe viele Revolutionen in Europa und Amerika gegeben, aber bisher keine, welche sich den Angriff — Oberheffischcr Eefchichtsverein. Im Commissionsverlage von Emil Roth erschien dieser Tage der II. Band neue Folge der „Mittheilungen des Oberhessischen Geschichts- hTT ’m S Ud) ?'cfer Band beweist, wie seine Vorgänger, daß der Verein ferne Mühe scheut, werthvolle Beiträge zur Erforschung der Geschichte unseres engeren Vaterlandes zu *leJ,er‘L eichen interessanten Inhalte seien er- ^a/)ntDr. Hugo v. Ritgen, ein Lebensbild- Kle- und Ebel, Die Gießener Matrikel (Th. I. 1650—1664), Siebel, Briefwechsel Joh. Balth. Schupps mit dem Landgrafen ^ohann von Hessen zu Braubach aus der Zeit seiner Be- theüigung als Gesandter an den Friedensverhandlungen zu " 1648; Radh, Geschichte der Klöster Cella III.; Kofler, Ausgrabungen in und dritte Plenarsitzung ab. Die Bergwerks-Commission hatte vereinbart, daß die Arbeit in lebens- und gesundheitsgefährlichen Betrieben einzuschränken sei- jedem Lande bleibe es ------------» —-vvtnuituiyuiig zwl^eil oen Arveir- g^eberu und Arbeitern erreichen wolle. Die Commission für Sonntagsruhe beabsichtigte beim Plenum eine Verständigung sämmtlichcr Staaten vorzuschlagen wegen'gleichmäßiger Zu- lassung von Ausnahmen bei der Sonntagsruhe. Die Commission für die Kinder- und Frauenarbeit hatte sich geeinigt, daß jugendliche Arbeiter zwischen 14 und 16 Jahren des Nachts und Sonntags nicht zu beschäftigen seien und die effec- tive Arbeitszeit derselben höchstens sechs Stunden mit Arbeitspausen von mindestens IJ/2 Stunden betragen solle. Auch für die Arbeiter von 16 bis 18 Jahren sei eine bestimmte Arbeitsdauer und Schutz betreffs der Nacht- und Sonmags- arbeit einzuführen. Morgen erfolgt möglicherweise die Beendigung der ersten Lesungen in allen Commissionen, so> daß die zweite Lesung zugleich mit der definitiven Redaetion der Comtnissionsbeschlüsse_ Mitte dieser Woche stattfinden kann. Der „Nat.-Ztg," zufolge liegen der Conserenz eine große Anzahl einstimmig gefaßter Beschlüsse vor, die freilich- nach keiner Seite hin bindend seien. Immerhin nehme man an, oafe sie in die Gesetzgebung der Industriestaaten mit der Zeit Aufnahme finden werden. Jedenfalls würden diefelben, wie aus Negierungskreisen verlautet, alsbald und ohne die Entschließung anderer Staaten abzuwarten, dem Arbeiterschutzgesetz zu Grunde gelegt werden, welches demnächst dem Reichstag vorgelegt werden würde. Es werde die Nachahmung dieses Beispiels von Seiten anderer Regierungen Ent 140- Oberst v. Drygalski; 141: Bock von Wülsfinaen - 142: Bergemann; 143: Mache; 144: Gruska. Artillerie 33 - Oberst Vignanki. Dresden, 24. März. Die zweite Kammer lehnte die Beantwortung der Interpellation Bebels ab ob es wahr sei, daß seit der Einführung der neuen Gerichts Verfassung kein einziger jüdischer Referendar 7um Rrchtereide zugelassen sei und die jüdischen Referendare nie eine Jahresremuneration erhielten, weil die Justizverwaltung über die Zulassung zum Richtereide und die Gewährung einer Remuneration aus eigenem Ermessen verfüac Die Grunde für die Erfüllung oder Ablehnung der betreffenden Gesuche seien nicht einmal zur Eröffnung an die Bitt stelker-, geschweige denn zur öffentlichen Mittheilung geeignet. Chemnitz, 24. März. In einer heute abgehaltenen öffentliche Versammlung beschlossen die Weber und Weberinnen die zehnstündige Arbeitszeit und eine Lohnerhöhung vonlOpCt. zu verlangen. Auch fordern die Weberinnen den gleichen Lohn wie die Männer, um den Letzteren nicht Con- currenz zu machen. Bromberg, 24. März. Seit einer Stunde brennt das Stadtheater. 'habelfchwerdt, 24. März. Bei der Reichstagsnachwahl im 12. Breslauer Wahlkreis ist Landgerichtsrath Sperlick- Glatz (Centrum) gewählt. Basel, 24. März. Das Gesetz über die obligatorische Krankenversicherung der Arbeiter mit bis zu 2200 Francs Einkommen ist vom Basler Volk mit 5015 gegen 2291 Stimmen verworfen worden. Wien, 24. März. Gegenüber der Meldung, die Königin von Italien beabsichtige ihren Berliner Besuch aus einen Zeitpunkt zu verlegen, wo auch der Kronprinz von Italien in Berlin erwartet werde, erfährt die „Pol. Corr.", daß der Gegenbesuch der Königin von Italien bei der deutschen Kaiserin sicher erfolge. Der Zeitpunkt sei jedoch noch nicht sestgestellt. Kopenhagen, 24 März. Im Folkething erklärte in Beantwortung einer dahingehenden Interpellation der Kriegsund der Marineminister, politisch thätige socialdemokratische Arbeiter könnten keine Anstellung in Staatswerkstätten erhalten, da sie einem fremden Willen unterworfen wären. Graf Holftein-Ledreborg brachte hierauf eine motivirte Tagesordnung ^ein, worin die Mißbilligung ausgesprochen wurde daß der Staat als Arbeitgeber einen Druck auf die politische Ueberzeugung der Arbeiter ausübe. Die Tagesordnung wurde mit 61 gegen 19 Stimmen angenommen. London, 24. März. Fergusson gab im Unterhause heute eine eingehende Schilderung der entsetzlichen Hungers- noth unter den außerhalb Suakins angesammelten Arabern. Die Sterblichkeit sei eine bedeutende, müsse aber weiter im ^nnern ganz enorm sein. Das locale Hilfscornits vertheilte unter die etwa vorhandenen 2000 Darbenden täglich Nahrung; die Vorräthe seien aber wohl nicht ausreichend". Der Consul von Suakin erhoffe Geldbeiträge aus England. London, 24. März. Die „Moruingpost" bespricht den Besuch des Prinzen von Wales in Berlin und sagt, derselbe sei gleichbedeutend mit dem Wiedereintritt Großbritanniens in das europäische Staatenconcert und das äußere Zeichen einer Politik, welche das gebieterische Interesse Englands an den Problemen Europas anerkenne, ohne die aus seiner insularen Lage resultirende Unabhängigkeit auszugeben. Die Rede des Kaisers zeige klar, daß er die toa^rc Grundlage der jetzt zwischen England und Deutschland bestehenden glücklichen Beziehungen verstehe und würdige. Rom, 24. März. Auf die Nachricht von der Demission Bismarcks sandte Crispi an den Fürsten ein Telegramm, in welchem er hervorhebt, zurücktretend von der Stelle, zu welcher er durch das Vertrauen dreier Kaiser berufen worden sei, hinterlasse der Fürst Deutschland ein kostbares Erbtheil in seiner Politik des Friedens, und drückt ferner das Gefühl feiner Freundschaft und fein unbegrenztes Vertrauen für den Fürsten aus. Letzterer dankte für die herzlichen Worte, die ihn als Beweis der Gefühle des Vertrauens und der Zuneigung erfreuten. Er habe sich stets glücklich gefühlt, sich einem Staatsmanne wie Crispi gegenüber zu befinden, als sie die Geschäfte der Länder beriethen, und bittet, mit seinem Nachfolger die vertrauensvollen Be- ! ziehungen weiter zu pflegen, die dem Interesse beider Länder stets gedient, und ebenso seine Freundschaft für ihn aufrecht- zuerhalten. Rom, 24. März. Wie die „Riforma" meldet, geriethen Anastasius und Marian Rotelli, Brüder des Nuntius Rotelli in Paris, in Perugia in Streit, wobei Marian feinem Bruder Anastasius einen Dolchstich versetzte. Der Erstere ist verhaftet worden. Darmstadt, 25. März. Seine Königliche Hoheit der Großherzog wird Mittwoch Abend von Berlin hierher zurückkehren. genüge der Wunsch Irlands, mittels Verletzung 'der Gesetze nch von England loszureißen, um jedem zu diesem Zwecke verübten Verbrechen die Sympathien früherer Minister und selbst des früheren Lordkanzlers zu sichern. Die Ausführungen Salisburys machten auf das Oberhaus großen Eindruck. Berlm^ 24. März. Der Bundes'rath hat sich von dem <5 ü i ft e n Bismarck durch eine rm wärmstLn Tone gehaltene, demselben heute zugestellte Adresse verabschiedet. Berlin, 24. März. Die conservative Partei des Abgeordnetenhauses brachte eine Interpellation an die Staatsregierung ein, worin sie fragt,, ob dieselbe für die Hinterbliebenen des bei dem Aufruhr vom 2(k März in Köpenick erschossenen Gensdarmen Müller Fürsorge treffen werde, wie solches durch das Gesetz vom 17. März 1885. für die Hinterbliebenen des ermordeten Polizeiraths Rmnpff geschehen. Berlin, 24. März. Vor der heutigen Gefechtsübung sand in der Kaserne des 1., Garde-Dragoner-Regiments eine Besichtigung des Regiments durch den Prinzen von Wales statt. An der Spitze des Offiziercorps befand sich Generalmajor^ Albert von Sachsen-Altenburg, Generallieutenant von Versen und der commandirende General des Gardecorps Meerscheidt von Hüllessen. Ferner waren erschienen der englische Botschasler Malet, der englische Militärattache Rüssel, Staatsmimster Graf Bismarck, der Chef des Militärcabinets Hahnke, Generalstabschef Graf Waldersee, der Ehrendienst, an dessen Spitze General Leszczynski, Prinz Hermann von Sachsen-Weimar, die Großherzüge von Baden und Hessen und Prinz Georg von Großbritannien. Der Kaiser erschien mit dem Prinzen von Wales kurz nach 12 Uhr. Nach cin- gehender Besichtigung des Regiments wurden Lanzen- und Rettubungen abgehalten. Daraus war Frühstück im Casino, welchem sich eine Gefechtsübung auf dem Tempelhoser Felde anschloß. , ° Berlin, 24. März. Prinz Georg von Großbritannien ist a la suite der ersten Garde-Dragoner gestellt, der Wirkliche Legationsrath Rasch d an zmn Geheimen Legattonsrath, der Consul z. D. non Mohl und der bisherige Consul in Madrid Rettich zu Wirklichen Legationsund vortiagendcn Rathen im Auswärtigen Amt ernannt worden. Deutsche» Reich. Darmstadt, 24. März. Bei dem Krönungs- und Ordens feste am 23. März sind u. A. eine Anzahl Angehörige des Großherzogthums Hessen oder zu demselben ih Beziehung stehende Personen ausgezeichnet worden. Es haben erhalten: DaS Großkreuz des Rothen Adler-Ordens mit Eichenlaub und Schwertern am Ringe: von Grolman, General der Infanterie und cvmmandirender General des XI. Armee-Corps. — Den Rothen Adler-Orden zweiter Klaffe mit Eichenlaub: von Wurmb, Oberst und Cvmman- deur des 3. Großh. Hess. Infanterie-Regiments (Leib-Regiments) Nr. 117. — Den Rothen Adler-Orden vierter Klaffe: H a l l w a ch s, Postdireetor zu Bensheim; L a m p e l, Major im 4. Großh. Hess. Infanterie-Regiment (Prinz Carl) Nr. 118; dlock, Major im 3. Großh. Hess. Infanterie-Regiment (Leib-Regiment) Nr. 117; Ritsert, Postdirector zu Gießen; von Rosen, Rittmeister im 1. Großh. Hess. Dragoner- Regiment (Garde-Dragoner-Regiment) Nr. 23; Wölfing, evangelischer Garnison-Pfarrer in Mainz; von Zimmermann, Major a la suite des 1. Großh. He ff. Dragoner- Regiments (Garde-Dragoner-Regiments) Nr. 23, Eisenbahn Linien-Commissar in Karlsruhe. — Den Königlichen Kronen Orden erster Klasse mit Schwertern am Ringe: von Reib - nitz, General-Lieutenant und Gouverneur von Mainz. — ®en Königlichen Kronen-Orden zweiter Klasse mit dem Stern: Freiherr * * * * *91 ö der von Diersburg II., General-Lieutenant und Commandant von Darmstadt. — Den Königlichen Kronen Orden zweiter Klasse: C l a v e l, Ober-Postdirector zu Darm- | ftabt; von Massvw, Oberst a la suite des 2. Garde Ulanen-Regimentv, Commandcur der 25. Cavallerie-Brigade (Großherzoglich Hessischen). — Den Königlichen Kronen-Orden dritter Klasse: D ommcs,, Oberst z. D. und Vorstand des Bekleidungsamts des XI Armee-Corps; von Poser u. G r o ß-Nadlitz, Oberst-Lieutenant und etatsmäßiger Stabs Offizier des 4. Großh. Hess. Infanterie-Regiments (Prinz Carl) Nr. 118; von Rosenberg-Gruszczynski 1?, Major im Generalstabe der Großh. Hess. (25.) Division; von Rosenberg-Gruszczynsky II., Major im Generalstabe des Gouvernements von Mainz. — Das Allgemeine Ehrenzeichen: Adolph, Feldwebel^im 2. Großh. Hess. Infanterie-Regiment (Großherzog) Nr. 116; Hohenadel, Vicefeldwebel im 3. Großh. Hess. Jnfanterie-Rcgiinent (Leib- Regiment) Nr. 117; Lapp , Sergeant im 2. Großh. Hess. Dragoner-Regiment (Leib - Dragoner - Regiment) Nr. 24; Wlttmer, Sergeant im Großh. Hess. Feld-Artillerie-Regi- ment Nr. 25 (Großherzogliches Artillerie-Corps). Darmstadt, 24. März. Das Verordnungsblatt für die evang. Kirche des Großherzogthums Nr. 3 enthält ein Ausschreiben betreffend die Feier des allgemeinen Buß- und Bettags. Dasselbe lautet: a öur den bevorstehenden Sonntag Palmarum (30. Marz) haben des Großherzogs Königliche Hoheit, wie herkömmlich, einen allgemeinen Buß- und Bettag angeordnet und für die gottesdienstliche Feier nachfolgende Predigttexte bestimmt: I Für den Vormittag: Psalm 145, 17, 18. Der Herr ist gerecht in allen seinen Wegen und heilig in allen seinen Werkm. Der Herr ist nahe Allen, die ihn anrufen, die ihn mit Ernst anrusen. Für den Nachmittag: 1 Kor. 10, 12. Darum, wer sich lasset dünken er I stehe, mag wohl zusehen, daß er nicht falle. Indem wir Sie beauftragen, die Feier des Bußtags am Sonntag vorher von der Kanzel zu verkündigen und die Texte zu verlesen, sprechen wer die Erwartung aus, daß am Bußtag selbst nach Anleitung des göttlichen Wortes und unter Hinweisung auf die Heiligkeit und Gerechtigkeit Gottes mit Ernst zur aufrichtigen Bekehrung sündhaften Wesen aufgefordert und eindringlich gemahnt werde, die Gnade zu suchen, die in Jesu Christo unserem Heiland erschienen ist. I . _ 3" einer Zeit, wo so viele Glieder unseres Volks vom Geiste ^^Unglaubens und der Zuchtlosigkeit ergriffen sind, Viele, wenn n? »O^nöleickgilttg der Kirche gegenübersteben, gilt es das Panter des Glaubens hochzuhalten, Verirrte zurecht- zuwetsen, die Lauen zu erwärmen, die sittlich Schwankenden die Gesunkenen auf die suchende und rettende Liebe unseres Heilandes ymzuwetsen. | s-^??»/ner Zeit, wo die Leidenschaften durch die politischen SÄ' A Geltendmachung der verschiedensten Interessen auf dem socialen Gebiete mächtig aufgeregt worden sind, erscheint es als besondere Pflicht, neben dem Ernst des göttlichen Gesetzes das Evangelium des Friedens zu verkünden, versöhnend einzuwirken und daran baot Gegner unser Bruder ist und ein Recht hat auf unsere Liebe um Ehrtstt willen. , . ,^br denn je gilt uns Allen das Wort von der Buße: es muß I C ^predigt werden, aber auch willige Hörer finden- es I n?c!?fe? Werden in die Christenhäuser, damit das Familien- I w^der kräftiger aufbaue auf dem Grund der Gottesfurcht I 6Cri,t* erroeC,Cn' "'n »u suchen) ums •■».m*ÄtaÄÄKÄK? lung, sich verschließen der Mahnung, welche ernsten Wort des Prophetrn Jeremta liegt: „Wie ^murren I -Le Sünde"" *m 2e6cn 01,0 ? ®‘" 3°-lich-r murr? wider s-in- Darmstadt 23. März. Militärdi-nstnachricht-n. v Bu ow, Generalmajor von der Armee (von der Ca- vallerie) mit der Führung der 25. (Großh. Hess.) Division cauf^ragt. Edler v. d. Planitz, Cornrnandeur der ^"l.-Brigade (1. Grolzh. Hess.) mit der Führung der 14. Division (Düsseldorf) beauftragt. Berlin, 24. März. Das „Militärwochenblatt" veröffentlicht die Ernennungen für die neuen Corps. Sechszehntes Corps: cornrnandirender General: Gras Haeseler, Chef des Stabes: Oberstlieutenant Jonas, Generalstab: Major Scheffer und Hauptmann von der Golz, Adjutantur* Hauptmann Wierzbowski und Rittmeister v. Bredow. 33. Division: Cornrnandeur: Generallieutenant v. Bergemann, Generalstab: Hauptmann Oppeln und Bronikowski; Adjutantur : Hauptmann v. Rekowski. 65. Infanterie-Brigade - Cornrnandeur Generalmajor Messow. 66. Infanterie-Brigade • Generalmajor Oesterley. 33. Cavallerie-Brigade: Generalmajor Pelet-Narbonne. 34. Division. Cornrnandeur: Generallieutenant v. Bartenwerffer; Generalstab: Major Haußmann; Adjutantnr: Hauptmann des Barres. 56. Brigade- Württembergischer Generalmajor v. Clausen. 34. Cavallerie- Brigade: Oberst v. Podbielsky; 16. Feldartillerie-Brigade: Generalmajor Theremin. — Siebzehntes CorpS: Com- mandirender: Generallientenant Lense; Chef des Stabs* Oberstlieutenant Sperling, Generalstab: Major Eichhorn, Hauptmann Waldow, Adjutantur: Major Fulda und Ritt- meister Hiller v. Gärtringen; 35. Division: Generallientenant Kozewski, Generalstab: Hauptmann von der Gröben, Adju- Hauptmann Jacobi - 69. Brigade Generalmajor Haack/ 70. SBrtgabe: Generalmajor b. Redern35. Cavallerie- Augade^ mit der Führung beauftragt Oberst von Naso- 36. Division i Generallieutenant Dresow, Genera, stab: Haupt- mann Petzell, Adjutantur: Hauptmann Steffen; 71.Briaade- Generalmajor Michaelis- 72. Brigade: Generalmajor Unger 36. Cavallene-Brigade: Oberst Graf von Warte,isleben 1.. Artiller,e-Bng°de: Oberst Ullrich. Ferner erhält die 4. Garde-Cavallerie-Brigade Oberst v. Michaelis, die zweite Jn,antene-Br,gadc Generalmajor Saß v. Jaworski, die 37. Cavallerie-Brigade Oberst v. Rosen, die 2. Division ^eubtatUeutenant John von Freyend^ Generalstab, Major Schcche, Adiutantur , Hauptmann v. Kalkreuth, 4. Infanterie- Brigade Generalmajor Adler- achte Generalmajor Nitsch- manu, 30. Division: Generallieutenant v. Götze, General- ,'ab, Hauptmann v. Schack- Adjutantur, Hauptmann Lehr- yoss. 59. Brigade: Generalmajor v. Lützow; 60. Rriaade ■ Generalmajor Schlüter, 30 Cavallerie Rriaade wT I 016 ®e|flnote —r-r I asswsr "3 d°r S !»? «n di.h k'Iuho ,7 *Itene9n ** 6^ ‘.‘■••‘«dji r mit bj§. «»« «it 50i; »01«,..;: *6 rcn ^icht l,nbe 6renntL Meldung l rcn Berlik °°uch derKr^ '../ erfährt v 'S'" von Italic T Zeitpunkt jti n9 erklärte js lon der Kriege ^demokratischr Werkstätten ti rlp°rfen wären motibirte Tagez spachen tourte luf die politisch, ^ordnung tourt. m Unterhaus, pichen Hunger selten Arabern, aber toeiter in ■omite bertheilu täglich Nahrunz. id. Der Consul nd. st" bespricht den i Berlin uni Wiebereintritt incert und das ebieterische Jn- Mnlrnne, otyt Unabhängigkeit ilar, dah er die ,d und Deuts^ verstehe und t bon der Deden Fürsten ein ktretend bon der ireier Kaiser be- dschland ein kosi- ens, und drückt >in unbegrenztes dankte für die tosühle des Aer- r habe sich fl$ ie Crispl gegen -ander Gerieten, -auensbollen Be- j[e beider Länder für ihn aufrecht' neidet, geriet^ :r des Nuntius ei Mrian feinem Der Erstere lP lich- $*! * Berlin 25. ®är»' »-'S iS *** eine M* [lc Sei« ! IM*-" Beit **"«* Die Räude gilt als vorhanden unter den Schafen in Dorn- Asfenheim tm Kreise Friedberg, in Gelvbaar, Bergheim und Usenborn im Kreise Büdingen, und in Schlechtenwegen im Kreise Lauterbach. Scbisfrnachvichte«. Ter Postdampfer „Noordlcmd" der ^Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 23. März wohlbehalten in Newyork angenommen. Bremen, 23. März. sPer transatlantischen Telegraph.^ Der Schnelldampfer Saale, Capitän H. Richter, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 12. März von Bremen und am 13. März von Southampton abgegangen war, ifi gestern 7 Uhr Abends wohlbehalten in Newyork angekommen. verkehr, fand« «nd Volkrrvirthschaft Gießen, 25. März. (Marktbericht). Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. jl 1,05—0,00, Hühnereier 1 St. 5-6, 2 St. — 4, Enteneier 1 ©L 6- 4, 2 St. - 4, Gänseeier 10-12 4, Käse pr. St. 5—9 4, Käsematte pr. St. 3 4, Erbsen pr. Liter 18 4, Linsen vr. Liter 30 4, Tauben pr. Paar JL 0,60—1,00, Hübner pr. Stück Jt 1,20—1.70, Hahnen pr. St. 1,60-2,00, Enten pr. Stück JL 2,00—2,50, Gänse pr. Pfd. 50—60 4, Ochsenfleisch pr. Pfd 66—72 4, Kuh- und Rindfleisch 56-60 4, Schweinefleisch 60-70 4, Hammelfleisch 56—68 4, Kalbfleisch 52-60 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo JL 4,20-4,50, Weißkraut vr- St. 6-8 4, Zwiebeln per Gentner 12,00—00,00, Milch per Liter 12-18 4- bei Okarben - Schmidt, Beiträge zur Rechtögeschichte der Provinz Oberhessen. t Nach sechsstündiger Verhandlung endigte gestern Abend 91/< Uhr die Sitzung des Schwurgerichts mit Schuldigsprechung der angeklagten Heinrich Reibeling II. Wittwe von Ober-Breidenbach. Das Gericht erkannte auf eine Zuchthausstrafe von 4 Jahr 6 Monaten, indem es als straferhöhend die geradezu unmenschliche Behandlung in Betracht zog, welche die Angeklagte dem kränklichen Kinde, dem sie eine ganz besondere Fürsorge zu widmen verpflichtet gewesen wäre, zu Theil werden ließ, strafmildernd wurde angenommen, daß Angeklagte noch nicht bestraft und sich bei Verübung der einzelnen Mißhandlungen durch die häufig Seitens des Kindes vorgekommenen Verunreinigungen der Kleider in hochgradiger Aufregung befunden habe. Der Staatsanwalt hatte eine Zuchthausstrafe von 5 Jahren beantragt. schotten, 24. März. Der Vorstand des Vereinigten Turn- und Gesangvereins harte die Bewohner von Scholten auf vergangenen Samstag zu einer Besprechung betr. des am . ur|b 21. Juli d. I. in Schotten startfindenden Turn- s e ft es des Gaues Hessen in der Turnhalle eingeladen. Herr Kreisrath Schönfeld, sowie Herr Bürgermeister Fendt übernahmen in dankenswerther Weise das Ehren-Festpräsidium. >lls Festplatz wurden die oberen Weiherwiesen als am gceig- rnetsten angenommen. Durch die auf dem Turntag am 16. März in Gießen stattgefundene Vereinigung des Lahn- Weiter-Gaues mit dem Gau Hessen zählt letzterer, dessen Name weitergeführt wird, über 4000 Mitglieder in ca. 3 6 Vereinen und steht bei einer so großen Mitgliederzahl Dohl auch ein starker Besuch in Aussicht. Die Bewohner Ler Stadt Schotten haben von jeher den in Schotten abge- hnlrenen Festen ihre volle Sympathie entgegengebracht und glauben wir daher den fremden Turnern ein schönes Fest versprechen zu können. schölten, 24. März. Aus einem Circular des Vorstandes des Gesammrvereins des Vogelsberger Höhen-Clubs iü zu entnehmen, daß gemäß den neuen Satzungen die dies- lährige Hauptversammlung am Donnerstag den 29. Mai in jungen stattfindet. Anträge der Zweigvereine sind bis zum in. März zu stellen. — Das Clubwirthshaus auf dem Hoherodskopf wird Sonntag den 20. April wieder eröffnet: die Wirthschaft führt, wie seither, Johs. Stein V. von Rudingshain. Die Logiseinrichtungen im Clubhause werden möglichste Verbesserung erfahren und wird dem Bezüge von Speisen und Getränken besondere Sorgfalt gewidmet werden. Ter Wirth wird einen kleinen Stall für eine Kuh und zum Ailfbewahren von Holz errichten. — Herr, Fabrikant Glück m Friedberg hat in dankenswerther Weise ein Clavier für dLs Clubhaus geschenkt und letzteres dadurch eine wesentliche, str die Besucher angenehme Bereicherung erfahren. — Die Besucher des Bilstein seien auf die dort errichtete Schutzhütte „Darmstadt" aufmerksam gemacht. Der Vorstand beabsichtigt eine Wegbezeichnung der Strecken Busenborn—Bilstein — Hoherodskopf, Bilstein—Breungeshain und Bilstein—Felsen- m?er. Das am südwestlichen Abhange des Bilstein ca. drei Di iuuten entfernt in schönem Walde gelegene Felsenmeer ist noch so wenig bekannt, daß hierdurch auf dasselbe besonders aulmerksam gemacht wird; das leichte ♦luffinbe» desselben wird durch Wegweiser ermöglicht werden. — Im „Anzeigeblatt für den Kreis Schotten" findet sich folgende „Ehrenerklärung": „Traurige Mittheilung. ®ir machen das Publikum aufmerksam, daß unsere gemessene Miädchen ihre Beleidigung von Weihnachten wegen Kaffee int Deutschen wieder zurückziehen. Und schließen sich bei der Tamzbelustigung als am Sonntag den 16. März wieder als solide Dame bei ihren erstliebenden Burschen an. Nähere Auskunft erteihlt die Gesellschaft Heinrich Kaiser. Feldkrücken, den 16. März 1890. vermischtes. Humoristisches. In einer Kaserne wird Nachsuchung nach verbotenen soeialdemokratischen Schriften gehalten. Die ganze Mannschaft ist aufgestellt. — Oberst und Adjutanten untersuchen, ohne etwas Auffälliges zu finden. Da — bei der zwölften Compagnie entdeckt der Oberst in einer Schublade ein Viertel Laib Commisbrod und darauf gesteckt eine kleine rothe Fahne. — „Aha! Da haben wir schon Einen", meint der Oberst, „wem gehört dieses Brod?" — „Mir, Gefreiten Edel, zu Befehl, Herr Oberst!" — Oberst: „Verfluchter Kerl — und was soll diese rothe Fahne auf dem Brod — He ? Heraus mit der Sprache!" — Gefreiter Edel: „Herr Oberst — die soll die Wurscht markiren!" * Ein fideles Gefängniß. Vor einiger Zeit deckte der „Newyork Herald" die Mißverwaltung des Ludlow-Straf- gefängnisses zu Newyork auf, in welchem die Gefangenen für Geld eigentlich Alles haben konnten. Ein Berichterstatter des Blattes ließ sich wegen Unterschlagung einsperren und erzählte in dem Blatte, wie er mit den Beamten des Gefängnisses sogar das Theater besucht habe. Hazardspiel war etwas Tägliches. Die Großjury hat jetzt eine Untersuchung gegen die Beamten des lustigen Gefängnisses eingeleitet. Aehnliche Zustände herrschen übrigens in säst sämmtlichen amerikanischen Gefängnissen, werden auch in denselben herrschen, so lange der jetzige Verwaltungsrath derselben beibehalten wird. Die obersten Beamten werden nämlich alle paar Jahre vom Volke, d. h. bald von dieser, bald von jener Partei erwählt und diese ernennen dann wieder die Unterbeamten aus der Zahl ihrer persönlichen oder politischen Freunde. Jeder Beamte ist daher seines Amtes eigentlich nur bis zur nächsten Wahl sicher und sucht deshalb so viel Nutzen aus demselben heraus- zuschlagen, als es ihm irgend möglich ist. Das Dorkowmen von Viehseuchen in Hessen während des Monats Februar 1890. Milzbrand wurde festgestellt in den Orten des Kreises Friedberg Wisselsheim am 13. bei einem nothgeschlachteten, Wick- stadt am 15. und Gambach am 17. Februar bei je einem crepirten Rinde. Rotz. In Offenbach stehen drei Pferde eines Besitzers wegen Verdachts der Ansteckung unter polizeilicher Beobachtung und ein Pferd desselben Besitzers wegen Verdachts der Seuche isolirt unter Stallsperre. Der ersteren Maßnahme sind auch zwei Pferde eines anderen Besitzers in Offenbach, sowie ein Pferd in Lengfeld und Habitzheim, Kreis Dieburg, unterstellt. Die Maul- pnd Klauenseuche in Darmstadt und in Rieder-Ramstadt, Kreis Darmstadt, ferner in Nieder-Jngelbeim, Gau-Algesheim und Ober-Ingelheim tm Kreise Bingen und in Ueberau, Kreis Dieburg, ist erloschen. Festgestellt wurde am 13. Februar nachträglich noch in Darmstadt in einem Gehöfte mit 60 Stück Rindvieh, daß die Seuche unter demselben geherrscht hatte, aber bereits wieder erloschen war. Das Auftreten der Seuche wurde constatirt in Hechtsheim, Kreis Mainz, am 6. in zwei Gehöften mit 10 Stück Rindvieh, in Krtegsheim, Kreis Worms, am 6. in einem Gehöfte mit 35 Stück Rindvieh, in Eich, in demselben Kreise, am 21. in einem Gehöfte mit 9 Stück Rindvieh, in Flonheim Kreis Alzey, am 7. in einem Gehöfte mit 6 Stück Rindvieh, in Viernheim. Kreis Bensheim, am 14. in einem Gehöfte mtt 2 'Stück Rindvieh, in Rimbach, Kreis Heppenheim, am 20. in einem Gehöfte mit einem Stück Rindvieh, und in Nidda, Kreis Büdingen am 27. Februar in 3 Gehöften mit 6 Schweinen, 15 Stück Rindvieh, 16 Schafen und 3 Ziegen- In Flonheim, Kreis Aley, in Kriegsheim, Kreis Worms, und in Hechtsheim, Kreis Mainz, ist die Seuche bereits wieder für erloschen erklärt. Der Bläschen aus schlag unter dem Rindvieh in Wall- . bach, Kreis Erbach, in Rohrbach, Kreis Dieburg, in Geiß-Nidda, 1 Kreis Büdingen, und in Udenhausen und Zell, Kreis Alsfeld, ist l erloschen. — In Laubach, Kreis Schotten, herrscht die Seuche 1 noch fort. Festgestellt wurde die Seuche in Oberndorf, Kreis Alsfeld, am 2. und in Nieder-Gemünden in demselben Kreise am 26., in Götzenhain, im Kreise Offenbach, am 19., in Kaichen, im Kreise Friedberg, am 26., und in Ossenheim in demselben Kreise, am 28. Februar. Farbige Seidenstoffe von 95 Pfge. bis 12.55 p. Met. — glatt gestreift, karrirt und gemustert, (ca. । 2500 versch. Farben und Dessins) — vers. roben- und stückweise porto- und zollfrei das Fabrik-Döpöt G. Henneberg (K. u. K. Hoflief.) Zürich. Muster umgehend. Briefe kosten 20 Pfg. 1 Porto. 15 empfiehlt sich durch Reinheit, Aroma und Ergiebigkeit als die beste und PreiÄUrkehe8te A. Zuntz sei. Ww. Kai’- U. KÖnlgl.Hofi. ”drxe- ----- Bonn, Berlin. Zu haben bei J. M. 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Einwohnerzahl: 20 500 (incl. 1600 Mann Militär) Sterblichkeitsziffer: 22,8 %o. r, , „ , „ Kinder Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom Diphtherie Croup 2 (1) 1 — 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahn 2 (1) — j Lungenschwindsucht 3 (1) 2 (1) 1 Lungenentzündung 1 (1) 1 (1) Gehirnentzündung 1 1 _ Krebs 1 (1) 1 (1) — ____ Summa: 9 (4) 5"(3) 1 - 3 H)—" . r Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie 1 der TodcssSll- m der betreffenden Krankheit aus von Auswärts nach Greßen gebrachte Kranke kommen Bekanntmachung, die Heichelheim'sche Stiftung betreffend. Aus obiger Stiftung sind am 27. April d. I. die halbjährigen Zinsen ml 525 JC. an eine in Gießen wohnhafte würdige und bedürftige israelitische Familie oder Person zu vergeben und zwar sollen vorzugsweise Gesuche von solchen Israeliten berücksichtigt werden, die ihre birecte Abstammung von den Eheleuten Aron Heichelheim nachweisen, auch wenn sie nicht in Gießen wohnen- Anmeldungen werden von heute an bis 15. April d. I. auf unserem Nu ceau entgegengenommen Gießen, am 24. März 1890. Grcßherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 2669 Gnauth. Bekanntmachung. In unserem Genoffenschastsregister ist eingetrag n, daß der Vorstand des landwirthschastlichen ConsumvereinS Großen-Buseck (eingetr Gen- mit unbeschr. Haftpflicht) aus folgenden Personen besteht: 1) Heinrich Meyer in Großen-Buseck, Direttor, 2) Philipp Frank daselbst, Stellvertreter des Directors, 31 Wilhelm Rühl daselbst, Lager- Halter, Ji Balthasar Wagner VIII. daselbst, b) Christoph Seipp II. daselbst. Gießen, 21. März 1890. Großh. Amtsgericht. Kullmann. 2639 2618] Ein schöner Bernhardiner« humd, 1 Jahr alt, ist preiswürdig zu ^taufen. Neuen Bäue 16 I. Bekanntmachung. Die am 20. und 21. März d. I. in den Mitgebrauchswaldungen der Gemeinde Treis a/Lda. stattgefun- dene Holzversteigerung ist genehmigt. Benner, 2637 Bürgermeister. Donnerstag den 27. Mär), Nachmittags 2 Uhr, werden im „Adler" dahier — Marktplatz Nr- 20 — gegen Baarzahlung versteigert: 1 goldene Uhr, 1 gold. Ring, 2 Revolver, 1 gr. Retsekoffer, 1 schwarzer Anzug, 1 dunkler Sommerüberzieher, 1 noch neue Hose, 2 Westen, 6 Hemden, i2 Kragen, Halsbinden, 6 WirthschaftS. lampen 1 runder Tisch 1 viereckiger Tisch u. a Sachen. Versteigerung ganz bestimmt. Geißler, 2656 Gr. Gerichtsvollzieher Dienstag den 1. April, Nachmittags 2Vz Uhr, soll auf dem hiesigen Ortsgericht auf frei- willigesAnsuchendas der KaSparKappes Wittwe und Kinder in Gießen gehörige WohuhauS (die Liebigshöhe) in der Nähe der neuen Kaserne, worin schon länger als 40 Jahre eine gut gehende Wirthschaft betrieben wird, nebst Oeco- nomiegebäuden und circa 15 Morgen Garten und Ackerland, um die Gebäude herumliegend und eingezäunt, öffentlich meistbietend mit dem Bemerken versteigert werden, daß bei annehmbarem Gebot der Zuschlag sofort ertheilt wird. Nähere Auskunft ertheilt Herr Karl Brück. Kreuzplatz 8. Gießen, 24. März 1890. Großherzogliches Ortsgericht. I. A: Bogt. 2665 Jeilgeöotenes. gilliglte KeylgWelle in Hüten (ü. 1.50 an u. höher), Schirmen „ „ 1.40 „ „ „ Mütz-n „ „ 0.70 „ „ „ sowie Kragen, Binden, Handschuhe, Hosenträger, Spazierst öcke rc. in größter Auswahl bei Heinrich. Repp, 1359] 5 Lindenplatz 5. Kinderwagen in größter Auswahl zu billigsten Preisen bei [511 A. Kilbinger, L- Senners Nchf. Besser als Sodener und alle Mineral-Pastillen sind in ihren Wirkungen die '-lpotheker Albrechts „Frankfurter Apfelsäure -Pastillen“ V*"HüalichsteS Mittel b i Catarrh, Huste«, Asthma unb Verfchleimuna. Empfohlen von Herrn P.otefsor Dr. Lchwenninger in Berlin unb anderen 6 rmrucintfchm Autoritäten. 2662 Schachteln a 80 Pf. zu haben in den Apotheken. Eltern! Vormünder! Bezugnehmend auf die in Nr. 66 bis. Blatte« veröffentlichte Bekannt- machung der Vorstanoe des Prmzipalvereins und des Gedilie>verein» betr @tlernuni; der »uchdruckerffunst und Durchfiibtuna her von Prinzipal- und Gedülfenvertretern am 14, Sevt ^E^uSt-tttn gefaßten Resolution (Einstellung von Gehilfen' welche in Tarlsdruckereien^ gelernt, bezw, zu tarifnEhigen Bedingungen gearbeitet haben), sind die Unterzeichneien zur Auskunft über die Verhältnisse in den Buchdruckereien des hiesigen Bezirks jederzeit gerne bereit (2532 Unterstützungsverein Deutscher Buchdrucker (Bezirk Gießen). E. Dörr, A. Andreas, W. Röderer. A Marktstraße 16. Schulstraße 7. Neustadt 22. AndmMatz *7. »«ll-r'sch? Drucks bcn Buchdrucker^ Tarif anerkannt: Brühl'sche und Wilhelm Attig 9 Seltersweg 9 empfiehlt Neuheiten in schwarzen und farbigen Kleiderstoffen Jaquettes, Umhängen, 2169 Promenade- unb Regenmänteln. Vermischte Anzeigen 2660 isitenkarten Mff-HWMlW I. Hankel 2631 Mittwoch den 26. März l. 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I. in der P i r r 'scheu Wirthschaft gethanene beleidigende Aeußerung gegen die Familie Keßler dahier nehme ich reumüthig zurück. Großen-Linden, 22. März 1890. 106.70 4 pCt. Ungar. Goldrente 101.25 5 • „ JtEener Rente 4 pCt. Reichsanlethe 3Va , . 4 „ Preuß. ConsolS 3Vi , Ein Lehrling mit guten Vorkenntnissen (Christ) für ein hiesiges größeres Manufacturwaaren- Gesckäft gesucht. Offerten unter Z. 100 durch die Exped. d. Bl. erbeten._______2636 Braves und flinkes Laufmädchen gesucht. [2633] Bleichstraße 23, pari. 2052] Ein Schreinerlehrlinggesucht. ___ Nordanlage 28. Todes-Anzeige. Verwandten und Bekannten die schmerzliche Mittheilung, dass unsere innigstgeliebte Mutter, Grossmutter und Urgrossmuttei Margarethe Bast Ww., geh. Becker, im Alter von 84 Jahren Montag 3/»2 Uhr sanft dem Herrn entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Mittwoch Nachmittag 5 Uhr vom Sterbehause (Südanlage 22) aus statt. 2644 4 pCt. 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