1890 Nr. 48 Mittwoch den 26. Februar 47. Gießener Anzeiger 6 Kenerat-Wnzeiger Amts- ttnb Anzeigeblatt für den TLvsis Gieren. chraiisLeilage: Gießener Aamilienöläiter 3rQ!«i&HKX»y2Z»:.te%.£1^aajKdr'>SW/^^5L£^^ Anrtticher Lveil 00. 5» £?■ "fh.fietrink. miuen beanstandet die Resolution. Im weiteren Verlaufe der |ip6 entgegen. in Len 24 odi Zuversicht ist nicht unbegründet, denn oder 25 engeren Entscheidungen, welche zwischen müsse am B er- liplom mit Stern. welche in Bern zur Erörterung kommen sollten und die Berner ui tdoch nach den hierüber vorliegenden Meldungen nicht zu Constans wurde noch einige Tage kS Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden erscheinenden Nummer bis Barm. 10 Uhr. Die Gießener Iiimiktenökätter verden dem Anzeiger sSchentlich dreimal beigelegt. ivciujv in otin gut knuuciuiig lUHiintii |uium unv viv wn * ion serenz dürfte daher überflüssig werden, indessen steht , |fj)! dieser Hinsicht noch nichts Bestimmtes fest. Eine Betheiligung lKußzlands an der internationalen Arbeiterschutzconserenz ist v B Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, nut Ausnahme des MonlagS. erwarten, da die Ausfuhr Rußlands keinen industriellen Charakter trägt, während die Arbeiterschutzconferenz doch zunächst nur der internationalen Regelung der Verhältnisse der Berg- und industriellen Arbeiter gelten wird. Ebenso erscheint eine Betheiligung der nordamerikanischen Union an der Conferenz ausgeschlossen, da eben die wirthschaftlichen und socialen Verhältnisse in Nordamerika ganz andere sind, als bei uns in Deutschland. In der italienischen Depntirtenkammer ist es am Samstag wieder einmal zu einer irredentistischen Debatte gekommen. Der Deputirte Jmbrjani hatte eine Anfrage wegen der Auflösung des in Rom bestandenen irredentistischen Comites gestellt, welche Crispi in längerer Darlegung beantwortete. Die Ausführungen des Ministerpräsidenten liefen darauf hinaus, daß die Nothwendigkeit der Aufrechterhaltung der guten Beziehungen Italiens zu Oesterreich-Ungarn die Auflösung des Comites gefordert habe und gab Crispi seinem Erstaunen darüber Ausdruck, daß die beständige Herausforderung einer- auswärtigen Macht gerade von der äußersten Linken ausgehe, die doch das Princip der Abrüstung proclamirt habe. Ueber die Aufnahme der Crispi'schen Erklärungen durch die Kammer- Hat der Telepraph noch nichts gemeldet. X)laden. ndnngen verbesserte bestem Rohmateriil I '-Präparate eckendes Fabrikat, 31 Ehren-Diplome, 81 Bekanntmachung, die Reichstagswahlen betreffend. Der Unterzeichnete bringt hiermit zur öffentlichen Kenntniß, dch Dienstag den 4. März l I. Vormittags 11 Uhr, in dem Sitzungssaals des Regierungsgebäudes zu Gießen die Protokolle über die am 28. Februar d. Js. stattsindenden engeren Wahlen in den einzelnen Wahlbezirken durchgefehen und die Resultate der Wahlen zusammengestellt werden. Das Srgebniß wird sodann verkündet werden. Der Zutritt zu dem Local steht jedem Wähler frei. Gießen, am 24. Februar 1890. Der Wahl'Commissär: v. Gagern. liner Congreß theilnehmeu mit vollkommener Loyalität der Gesinnung. London, 24. Februar. Im Unterhaus kündigt Morley heute an, daß Gladstone den von Smith angekündigten Resolutionsantrag, betreffend die richterliche Parnellcommission, durch einen Unterantrag bekämpfen werde, In demselben wurde erklärt, daß es die Pflicht des Hauses sei, seine Verdammung der falschen, gegen Abgeordnete, besonders gegen Parnell auf Grund von Verläumdnng und Fälschung erhobenen Anklagen der größten und abscheulichsten Art auszusprechen und es würde weiter neben der Genugthuung über die Bloslegung der Verleumdungen erklärt werden, das Haus bedauere das durch diese flagrante Bosheit zugefügte Unrecht und die dadurch verursachten Leiden und Verluste. Nom, 24. Februar. Vergangene Nacht um 11 Uhr »wurden hier leichte Erderschütterungen wahrgenommen. Es wurde keinerlei Schaden angerichtet. Sofia, 24. Februar. Der „Agence Balcanique" zufolge betragen nunmehr die an Rußland auszuzahlenden rückständigen Occupationskosten 3600000 Papierrubel. Die Forderung wegen verschiedener Lieferungen von Waffen und Munition an Bulgarien werde nach Prüfung der bezüglichen Rechnungen in gleicher Weise beglichen werden. Lifiabon, 24. Februar. Der König hat anläßlich seines Regierungsantritts eine Amnestie für Personen, welche wegen politischer Vergehen und Widerstandes gegen die Staats gewalt verurtheilt worden sind, erlassen. unserer Staatsbürger fährt fort, sich freiwillig zu Bürgern zweiter Klasse zu machen, indem er ohne Zwang und ohne Noth sein wichtigstes Recht, das Wahlrecht, preisgibt. Daß dieser Zustand auf die Dauer nicht haltbar, ist klar und überall sollte man daher auf Mittel sinnen, mit denen diese politische Gleichgültigkeit in wirksamer Weise bekämpft werden kann. Auch sie mag zum Theil mit durch unser zersplittertes Parteiwesen bedingt sein. Sitzung verlangte der Präsident Rousselle Aufklärung über das Verhalten der Polizeibeamten, welche den Wagen Mar- digras auf dem Boulevard angehalten und sich auf ihre Dienstinstruction berufen hätten. Der Gegenstand wurde nach einigen Bemerkungen des Polizeiprüfecten verlassen und der Zwischenfall für erledigt erklärt. Rousselle erachtete sich jedoch für verletzt und gab seine Entlassung. Paris, 24. Februar. Die Blätter melden: In einer Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Herr Kaufmann Karl Loos dahier zum Stellvertreter des Wahlvorstehers des II. Wahlbezirks der Stadt Gießen für die bevorstehende engere Wahl zum Reichstage ernannt worden ist. Gießen, am 24. Februar 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 25. Februar. Bis jetzt sind 388 osficiclle Wahlresultate bekannt, Stichwahlen 141, gewählt sind 51 Conservative, 14 Reichspartei, 16 Nationalliberale, 91 Centrum, 21 Freisinnige, 20 Socialisten, 14 Polen, 2 Wilde, 11 Elsässer, 2 Demokraten, 1 Däne, 3 Welfen, 1 Antisemit. Zur Stichwahl stehen: 30 Conservative, 19 Reichspartei, 72 Nationalliberale, 20 Centrum, 62 Freisinnige, 54 Socialisten, 5 Polen, 10 Demokraten, 7 Welfen, 3 Antisemiten. Berlin, 24. Februar. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Ernennung des Ministerialdirectors Wirkt. Geheimraths Dr. Bartsek zum Director der wissenschaftlichen Deputation für Medicinalwesen. Berlin, 24. Februar. Der Oberpräsident von Pommern und der Regierungspräsident von Cöslin haben nach der „N. A. Ztg." die Landräthe angewiesen, das Getriebe der brasilianischen Auswanderungsagenten auf das Strengste zu überwachen und gegen unerlaubte Agitation Untersuchung einzuleiten. Die Landräthe sind ferner angewiesen, die Arbeiter wegen Contractbruches zu verfolgen, worauf eine Anzahl Contractbrüchiger in das Gefängniß zu Rummelsburg abgeführt worden sind, ebenso wie der Aus- wanderungsagent Selchow. Bei dem entstandenen Auflaufe blieben die Gensdarmen Herren der Situation. Paris, 24. Februar. Der Gemeinderath von Paris nahm mit 33 gegen 13 Stimmen eine Resolution an, in welcher derselbe gegen jeden Act der Gnade für den Prätendenten, den Herzog von Orleans, protestirt. Die Republikaner seien wegen Vergehen gegen das Vereins- und das Preßgesetz verurtheilt worden. Die Resolution fordert die sofortige Amnestie für alle Vergehen gegen das Vereins- und Preßgesetz, sowie für die Strikevergehen. Der Seinepräfect 8- (e Derrtschss Reich. — Die „Magd. Z." fragt: Was uns die Wahlen lehren, und antwortet: Ein sicherer Schluß auf das Gesammtergebniß der Reichstagswahlen ist immer noch nicht verstattet. Die Zahl der Stichwahlen wird überaus groß werden, weit größer noch als bei den letzten Wahlen. Das war vorauszusehen bei der Zersplitterung der bürgerlichen Parteien. Und die nächste Frage, die durch den Ausfall der Wahlen uns aufgedrängt wird, ist, ob diese Zersplitterung fortdauern soll, fortdauern darf angesichts des erschreckenden Anwachsens einer Partei, welche den Umsturz der bestehenden Staats- und Gesellschaftsordnung offen auf ihre Fahne geschrieben hat. Ueberall sehen wir diese Partei im Wachsen, am auffälligsten in den städtischen Bezirken mit übergroßem Industriebetriebe. Aber auch in rein ländlichen Kreisen und zwar sogar in Pommern, Ost- und Westpreußen, in Mecklenburg rc. tritt uns die gleiche Erscheinung entgegen. Als Herr Miquel vor einigen Monaten auf die Nothwendigkeit einer Umgestaltung der jetzigen Parteiverhältnisse hinwies, begegneten seine Ausführungen vielfach spöttischen Bemerkungen. Wir meinen, die Pflicht der Selbsterhaltung wird den einzelnen bürgerlichen Parteien die Frage immer gebieterischer aufdrängen, ob sie sortsahren dürfen, ihre Kraft in einem verderblichen Bruderkriege zu schwächen, während die Anhänger der Social- demokratie geschlossen wie ein Mann zusammenstehen. Zn Magdeburg ist der socialdemokratische Candidat nur mit einer ganz geringen Mehrheit gewählt worden. Wären die bürgerlichen Parteien hier zusammen gegen den gemeinsamen Gegner vorgegangen, so wäre ein Sieg wohl möglich gewesen. Und anderwärts tritt uns die gleiche Erscheinung entgegen. Hoffentlich werden bei den Stichwahlen die Erfahrungen, die jetzt gemacht worden, nach Gebühr berücksichtigt. Es wird dann immer noch möglich werden, die jetzt begangenen Fehler wenigstens zum Theil wieder gut zu machen. Eine andere Wahrnehmung, welche die neuen Wahlen aufdrüngen, ist, daß trotz der eindringlichsten Mahnungen die Zahl Derer, die von ihrem Wahlrecht keinen Gebrauch machen, in vielen Wahlkreisen beschämend groß bleibt. In Berlin war ein Anwachsen der soeialdemokratischen Stimmen am ehesten zu erwarten. Es durfte deshalb daraus gerechnet werden, daß auch die anderen Parteien alle ihre Kraft daran setzen würden, um nicht die Bedeutung der aus die social- demokratischen Candidaten entfallenen Stimmen noch größer erscheinen zu lassen, als sie in der That ist. Und trotzdem haben von den 352 765 als wahlberechtigt in die Listen eingetragenen Personen sich 114 333 der Abstimmung enthalten, d. h. ungefähr der dritte Theil der Wähler. Da die Socialdemokratie selbst seit dem Jahre 1887 in der Hauptstadt einen Stimmenzuwachs von 33187 erfahren hat und danach wohl angenommen werden darf, daß von dieser Seite Alles aufgeboten wurde, um auch den letzten Mann an die Urne zu schaffen, so darf mit einiger Sicherheit angenommen werden, daß der größere Theil Derer, die sich der Abstimmung enthielten, den bürgerlichen Parteien angehört, eine Erscheinung, dis doppelt betrübend ist angesichts der beständigen Klagen über die aus dem Socialismus uns drohenden Gefahren. Jeder Versuch, an dem bestehenden allgemeinen gleichen Wahlrecht Einschränkungen vorzunehmen, würde voraussichtlich allgemeinem Widerstande begegnen. Aber ein großer Theil Besprechung zwischen Tirard, Carnot und beschlossen, den Herzog von Orleans in der Conciergerie zu behalten. — Der „Figaro" sagt, Frankreich Vierteljähriger ASonnemcntsprelS« 2 Mark 20 Pfg. nrit Bringcrlohn. Durch die Pos! bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: KchutfiraßeAr.7, Fernsprecher 51. Never>sicht. Gießen, 25. Februar. Noch immer läßt sich feine erschöpfende Uebersicht über bic Ergebnisse der Neichstagswahlen ermöglichen, da die ab- Meßenden Nachrichten aus den ausgedehnteren ländlichen Wahlkreisen noch fehlen. Außerdem erfahren verschiedene Wa hlresultate fortgesetzt Berichtigungen, da z. B. bezüglich bex Volkspartei feststeht, daß sie im ersten Wahlgange nur 2, nicht 4, Abgeordnete durchgesetzt har; außerdem scheint in Ärtsesden-Land nicht der bisherige Vertreter, Ackermann (cons.), Wern der socialdemokratische Candidat gewählt worden zu ieüt. Infolge dieser Unsicherheit hinsichtlich des Gesammt- mhlresultates läßt sich auch die Zahl der Stichwahlen noch nicht bestimmt nennen, indessen kann man sie auf 135 bis 140 vermischlagen. An ihnen sind am meisten die Nationalliberalen Ietfieiügt. Mit großen Hoffnungen sehen die Freisinnigen en Stichwahlen entgegen, bei denen sie, den neuesten Nctzh ichten zufolge, mit 58 Candidaturen berheiligt sind, aber ud) die Socialdemokratie, welche mir etwa 60 Candidaten ii die Stichwahl eintritt, sieht denselben mit Siegeszuver- *1 1*7 „ sSn ^ationalliberalcn und Socialdemokraten zu treffen sind, dürften mist die letzteren siegen und auch die Freisinnigen werden kt den engeren Wahlen einige Mandate an die Socialdemo- Mt.en nbgeben müssen. Indessen wäre es müßig, angesichts der bevorstehenden zweitert großen Wahlschlacht speciellere ^trachtungcn über* deren AuSgang an stellen zu wollen, da icrfetbe in allen seinen Einzelheiten schon in den ersten Tagen tifter Woche bekannt fein wird. Auch im Auslande hat der oppositionelle Ausfall der cittschen Wahlen einen tiefen Eindruck gemacht, obwohl die irr über vorliegenden Preßkundgebungen noch ziemlich lücken- aft sind. Die österreichischen wie die italienischen Zeitungen hm men darin überein, daß die Reichstagswahlen eine schwere Niederlage für die Regierung und dafür einen colossalen Er- clg der Socialdemokratie bedeuteten und auch die Londoner 'lotter bezeichnen das gewaltige Auschwellen der Socialdemo- iQiic als das charakteristischste Merkmal der deutschen Wahlen. :ie französische Presse begrüßt den oppositionellen Ausgang er Reichstagswahlen natürlich mit Hellem Jubel und einige jeititngen, spceiell in der französischen Hauptstadt, wollen aus ler Niederlage der Ncichsregierung sogar den bevorstehenden iiismmmenbruch des deutschen Reiches erkennen! Die Berliner Arbeiterschutzconferenz soll bereits Mitte Niz zusammentreten. Die meisten Staaten, welche sich zur kksichickung der Berner Conferenz bereit erklärten, sollen nun jncin die Einladung Deutschlands angenommen haben. Die berliner Conferenz wird mit diejenigen Punkte umfassen, sich die bayrische Seriv esellschaft, lür ihre M in der Serie bereits S- Ztaat^-Anlehmslooseji rt gewinnen mW Munter die MM zertheilung, W S-sL-- itet. , 5chulh°£- ,undB* 455 Nee. Medaille. Medaille, ich, Markt 8. A'le Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. INZEI lERSp AOS Belgrad, 24. Februar. Die Skupschtina lehnte mit großer Majorität den Antrag Gjuric ab, welcher gewaltsame oder sonstige Versuche, die Ausführung der Beschlüsse der Großen Skupschtina zu verhindern, mit dem Tode bestrafen wollte. Zanzibar, 24. Februar. Der Vertreter der British East-Africa-Companß und Wißmann einigten sich über die Einfuhr von Waffen und Munition. Newyork, 24. Februar. Nach weiteren Meldungen über den Dammbruch am Flusse Hassayampa (Arizona) steht die benachbarte Stadt Wickenburg unter Wasser; nur wenige Einwohner entkamen. In Folge einer Unterbrechung des Telegraphen sind genaue Angaben über die Verluste an Menschenleben und den Schaden an Eigenthum nicht zu erlangen Dieselben sollen enorm sein. Darmstadt, 25. Februar. Seine Königliche Hoheit der Groß Herzog wird am 10. März wieder hier eintreffen. Locales und provinzielles. Gießen, 24. Februar. — Sitzung Großh. Handelskammer vom 18. Februar 1890. Gegenwärtig waren die Herren Koch, Klingspor, Gail, Heichelheim, Homberger, Kraatz, Wortmann. Es liegt die Wahlbestätigungsurkunde Großherzvglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vor, wonach die am 17. December 1889 erfolgte Elgänznngswahl der Kammer, in welcher die Herren Koch und Gail wieder- und Herr- Wortman n neugewählt wurden, bestätigt worden ist. Bei der von der Kammer vorgenommenen Wahl eines Vorsitzenden und dessen Stellvertreters wurde Herr F. C. B. Koch als Vorsitzender und Herr L. Klingspor als dessen Stellvertreter gewählt. Seitens Großh Ministeriums des Innern und der Justiz ist der Kammer eine Eingabe der Großh. Handelskammer in Offenbach, betr. die Aushebung der Kohlenausfuhrtarife, mit dem Ersuchen, über die Stellungnahme der Kammer in dieser Frage zu berichten, zugegangen. Diesem Ersuchen wurde dadurch entsprochen, daß die Kammer Großh. Ministerium ihre bereits unter dem 3. October 1889 an den Herrn Minister für öffentliche Arbeiten gerichtete Eingabe, worin sich die Kammer auf das Entschiedenste für Aufhebung der Exporttarife für Steinkohlen ausgesprochen hat, mittheilte. Von der Großh. Handelskammer Worms ist der Kammer eine Eingabe an die zweite Kammer der Stände zur Unterstützung zugegangen, welche sich gegen die Einführung eines Zolls auf Lohrinde ausspricht. Die Kammer beschließt, über diese Frage vor definitiver Beschlußfassung eine Aeußerung der hiesigen Interessenten zu veranlassen. Nach einer uns zugegangenen Mittheilung hält sich der zu Guatemala ansässige deutsche Kaufmann Eduard Rottmann den - an dem Bezug von Asbest und Speckstein in- teressirten Gewerbetreibenden zur Verfügung. — Für die am 17. März d. I. beginnende Sitzungsperiode des Schwurgerichts der Provinz Oberheffen wurden heute folgende Hauptgeschworene ausgeloost: Heinrich Leonhard in Wisselsheim, Georg Lotz in Echzell, Christoph Schwalb II. in Rödgen, Georg Geck in Melbach, Johann Wagner in Reiskirchen, Johann Braun V. in Staufenberg, Wilhelm Benner in Treis a. d. Lda., Johann Gottwalz in Burkhardsfelden, Ludwig Loth in Beltershain, Gustav Krempel in Eckartsborn, Jakob Koch II. in Langenbergheim, Heinrich Schmidt X. in Queckborn, Adam Reiber in Ruppertenrod, Peter Graulich in Reinhardshain, Julius Fischer in Nidda, Karl Stein in Ober-Breidenbach, Samuel Baum in Kesselbach, Johannes Grauling III. in Bleichenbach, Christian Frank in Grünberg, Johannes Klug II. in Gedern, Christian Rein in Allendorf a. d. Lda., Oberförster Friedrich Bücking in Romrod, August Reitz in Södel, Johann Heinrich Kröll in Altenstadt, Heinrich Eisländer II. in Rainrod, Daniel Appel in Grünberg, Konrad Koch II. in Michelnau, Professor Dr. Friedrich Eichbaum in Gießen, Adam Seum II. in Wallernhausen, Adam Kühn I. in Ober-Bessingen. — Das vom Akademischen Gesangverein am letzten Sonntag veranstaltete Concert, mit dem Herr Musikdirector Adolf Felchner zugleich sein sünfundzwanzigjähriges Jubiläum beging, nahm einen vorzüglichen Verlaus und gestaltete sich zu einer glänzenden und von Herzen kommenden Kundgebung für den in weitesten Kreisen hochverehrten und angesehenen Leiter des Akademischen Vereins und der sog. Elub - Concerte. Nur der Dolmetscher der einstimmigen Meinung aller Anwesenden war Herr Geheime Hofrath Prof. Dr. Oncken, als er in seiner Eigenschaft als Präsident des Vereins bei der Ueberreichung eines von den Mitgliedern ihrem hochverdienten Dirigenten gewidmeten Lorbeerkranzes etwa die folgenden Worte sprach: „Wir benutzen die Gelegenheit, die sich uns heute bietet, um Ihnen, verehrter Herr Musikdirector, von Herzen zu danken für die Treue und aufopfernde Hingebung, die Sie in der Leitung unseres Vereins nun schon so lange Jahre unablässig an den Tag gelegt haben — mit glänzendem Ersolg. Der Lorbeer, den wir Ihnen überreichen, ist ein redlich verdienter. Zugleich betheuern wir, daß wir Treue mit Treue zu lohnen gewillt sind, und wir wünschen, daß es unserem Vereine noch lange vergönnt sein möge, Ihrer hingebenden und ersolggekrönten Leitung zu unterstehen!" Zur Aussührung gelangte in erster Linie Thierselders Zlatorog, ein Chorwerk, das an reizenden lyrischen Stellen ebenso reich ist wie an packenden dramatischen Partien und wohl nur darum seinen Weg in die Concertsäle bei Musiksesten und größeren Ausführungen nicht gefunden hat, weil die Musiknummern durch die Reci- tation der umfangreichen nicht componirten Theile der Baumbach'schen Dichtung getrennt werden müssen. Das Studium der Composition ist in Folge der oft schwierigen Harmouisirung und der zahlreichen schweren Rhythmen und Einsätze sehr mühevoll und stellt an die Ausdauer und Schlagfertigkeit des Dirigenten und des Chores besondere Anforderungen. Um so höher ist die vortreffliche Ausführung des interessanten Werkes am letzten Sonntage anzuschlagen, die, von ganz wenigen, einfach unvermeidlichen Unebenheiten abgesehen, mit großer Präcision, sorgfältigster Nuancirung und feinem, eindringendem Vcrständniß erfolgte. Die weniger erheblichen Solostellen wurden von einigen bekannten Gießener Dilettanten gesungen. In der Sopranpartie hatte Fräulein Mali Oppenheimer — leider nicht in dem Umfange, wie wir gewünscht hätten - Gelegenheit, ihr namentlich in der Höhe treffliches und ausgiebiges Organ mit gutem Erfolg zur Geltung zu bringen. Eine dankbarere Ausgabe war Fräulein Emma Weiffenbach zugefatlen, die als Spela mit ihrer weichen, modulationsfähigen Stimme und ihrer sinnigen Auffassung besonders in dem ersten Liede lebhaften Beifall hervorrief. Aus der ganz zurücktretenden Tenorpartie verstand Herr Oncken alles zu machen, was überhaupt daraus zu machen ist, wie auch Herr Friedrich Weiffenbach, der wie seine Schwester eine weiche und höchst ansprechende Stimme besitzt, die Rolle des Trentajägers mit vollem Gelingen durchführte. In der Recitation der gesprochenen Theile des Zlatorog bewährte sich Herr cand. math. Karl Hensing als der tüchtige und gewandte Declamator, den wir in ihm seit dem Luthersestspiele und den vorjährigen Wohlthätigkeitsvorstellungen schätzen. Die Begleitung am Clavier hatte Fräulein Gr oo s übernommen. Sie überwand die zahlreichen Schwierigkeiten mit großer Leichtigkeit und war auch wiederholt da, wo der Clavierpart eine selbstständige Bedeutung gewinnt, in der Lage, ihr ausdrucksvolles und wirksames Spiel erkennen zu lassen. Weit ärmer an technischen Schwierigkeiten, aber darum nicht weniger wirkungsvoll als der Zlatorog ist das Loreley-Finale von Felix Mendelssohn-Bartholdy, das ebenfalls schwungvoll und packend wieder- gegeben wurde. Die Loreley sang die Frankfurter Concert- sängerin Fräulein Küchler, deren energische und dramatisch bewegte, von einem mächtigen und dabei äußerst wohllautenden Sopran getragene Darstellung einen bedeutenden Eindruck hinterließ. — Lebensmittel Preise Ende Januar 1890. Nach einer Zusammenstellung der Großh. Centralstelle für die Landesstatistik kosteten: Stadl- mtt Octrot Darmstadt Mainz Cffenbad) ASoimö Gießen S'adle ohne Octrot Bingen Bensheim Alzey Friedberg Affeld Lauterbach I 70 64 70 72 60 14 12 72 50 70 75 65 15 13 70 60 66 70 65 14 13,5 70 64 68 72 60 13 12 !| 70 60 58 69 62 14 12,5 | i-, S= i TS^- | l 82-1001 93-102 407-117' ! 82 - 90 | 79— 91; 17 19 22 16 17 8-10 7-8 7-10 7-9 |8—9 60 64 70 60 55 50 65 56 60 60 55 56 70 70 75 66 60 64 70 64 65 70 60 56 60 60 70 50 50 13 10 12 13,51 12 [ 11,5 >13,5 12,5 15 14 114 115 90- 99, 90-100' 77- 90 90-100 100 100 19 17 17 16 14 14 6-10 7-8 8-9 7-8 6 6 Aus Oberheffen, 21. Februar. Aus dem nach Art. 1 des Gesetzes vom 10. September 1878, die Landes-Versicherungsanstalt betr., zur Verfügung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz stehenden Fonds, welcher zur Unterstützung von Personen, die infolge ihrer Theilnahme an den Löschanstalten verunglückt sind, und ihrer Hinterbliebenen, sowie zur Förderung des Feuerlöschwesens, insbesondere zu Beiträgen für Feuerwehren und Gemeinden verwendet werden soll, hat das genannte Ministerium im Jahre 1889 folgende Beträge verwilligt: I. Zur Unterstützung von Personen, welche infolge ihrer Theilnahme an den Löschanstalten verunglückt sind, und ihrer Hinterbliebenen 722.20 Mk. II. Zur Förderung des Feuerlöschwesens durch Beiträge an Gemeinden und Feuerwehren: Im Allgemeinen: Dem Landesausschuß des Hessischen Feuerwehrverbandes als Beitrag zu den Verwaltungskosten .............300 Mk. 1. In der Provinz Oberhessen: Kreis Gießen. Der Gemeinde Steinheim.......150 Mk. „ freiwilligen Feuerwehr zu Hungen . . . 200 „ Kreis Friedberg. Der freiwilligen Feuerwehr in Vilbel ... 175 „ „ Gemeinde Rodheim v. d. H...... 400 „ Kreis Alsfeld. Der Gemeinde Kirtorf........ 200 „ Kreis Schotten. Der Gemeinde Ober-Seibertenrod..... 500 „ zusammen 1625 Mk. 2. In der Provinz Starkenburg . . 3522 „ 3. In der Provinz Rheinhessen . . . 1000 „ oder für alle 3 Provinzen 6147 Mk. Salz (Kr. Lauterbach), 23. Februar. Bon Sr. König!. Hoheit dem Großherzvg wurde am 22. Februar unserem Würgermeister Christoph Muth das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für langjährige treue Dienste" verliehen. — Entlassen wurde: am 18. Februar der Gefangenaufseher am Landeszuchthaus Marienschloß Kaspar Heilos auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom Dienstantritt seines Nachfolgers. Alsfeld, 24. Februar. Nach der im heutigen Kreisblatt erschienenen Bekanntmachung des Wahlcommissärs für den 3. hessischen Wahlkreis ist das Ergebniß der Wahl vom 20. Februar wie folgt festgestellt worden. Es erhielten: Oswald Zimmermann (Antisemit) 5000 St., Dr. v. Kalckstein (dsr.) 3369, Fritz Kalle (natl.) 3304,. Dr. Windthorst (Ctr.) 225, Oberlandesgerichtsrath Franck in Darmstadt 137, andere Personen 6 St. Eine absolute Mehrheit hat sich also nicht ergeben, weshalb auf Samstag den 1. März eine Stichwahl zwischen Zimmermann und v. Kalckstein anberaumt wurde. Mit Hinweis auf die in der vor. Nr. gebrachte Aufstellung der im Großherzogthum Hessen Gewählten berichtigen wir den auf Alsfeld bezüglichen Theil dieser Alifstellung, nach welchem Zimmermann bereits als gewählt aufgeführt ist. — Bis zum Tage der Stichwahl finden von deutschfreisinniger Seite einberufene Wühleruersammlungen noch in folgenden Orten statt: Lauterbach, Schlitz, Alsfeld, Homberg, Laubach und Schotten. Dcrmijd^tes. * Darmstadt, 24. Februar. Das heute Mittag officiell festgestellte Resultat der R e i ch s t a g s w a h l im Wahlkreise Darmstadt-Groß-Gerau ist wie folgt: Bon 24 785 Wahlberechtigten gaben 19054 ihre Stimmen ab; von diesen fielen auf Osann 9240, auf Müller 6069, auf Munckel 3660, 23 Stimmen zersplitterten sich und 62 waren ungültig. Die Stichwahl zwischen Osann und Müller findet Freitag den 28. Februar statt. — Gestern sah man in verschiedenen Riedorten zwei Belocipedisten, wovon der eine ein großes Plakat auf dem Rücken trug mit der Inschrift: „Wählt Philipp Müller." *△ Mainz, 24. Februar. Wie verlautet, sollen zwischen Führern der nationalliberalen Partei und maßgebenden Centrumspersonen Unterhandlungen schweben, die daraus hinauslausen, daß bei der bevorstehenden Stichwahl die Centrumswähler im Wahlkreis Offenbach-Dieburg für den Candidaten der nationalliberalen Partei eintreten, wogegen im Wahlkreis Mainz-Oppenheim die Nationalliberalen den Centrumscandidaten wählen sollen. Eine Bestätigung dieser Mittheilung bleibt abzuwarten. Die Socialdemokraten sind schon wieder in rührigster Agitation. Nächsten Mittwoch haben sie in der „Stadthalle" wieder eine große Versammlung, in welcher Bebel sprechen wird. * Berlin, 22. Februar. Aus Flensburg wird dem „Tageblatt" gemeldet: „Die Personenpost von Sonderburg nach Flensburg wurde gestern Abend 10 Uhr bei Gravenstein beraubt. Die Räuber hatten die Chaussee durch Bäume gesperrt, schlugen den Postillon nieber und erbrachen das Werthgelaß, aus dem sie Werthe in der Höhe von etwa 10000 Mk. entroenbetcci. Die Genbarmerie ist in voller Thätigkeit, um der Räuber habhaft zu werben. Verkehr, Land« un6 Volkswirthschaft. Gießen, 25. Februar. (Marktbericht). Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pst. x. 0,95—1,05, Hühnertter 1 St. 5-6, 2 St. Enteneier 1 St. 6-7 2 St. - H, Gänseeier 10—11 H, Käse vr St. 5—8 H, Käsematte pr. St. 3 Erbsen pr. Liter 19 Linsen vr. Liter 30 Tauben pr. Paar 0,70—0,00, Hübner pr. Stück 1,36—180, Hahnen pr. St. JL 1,60—2,00, Enten pr. Stück JL 2,00—2,30, Gänse pr. Pfd. 50—60 H, Ochsenfletsch pr. Pfd 66—72 H, Kuh- und Rindfleisch 56—60 ät, Schweinefleisch 60—70 H, Hammelfleisch 56—68 Kalbfleisch 52-60 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo JL 4,30-4,50, Weißkraut pr. St. 6—8 4, Zwiebeln per Centner Jt, 10,00—12,00, Milch pr. Liter 12-18 H. — Mit welchem Alter sollen die Rinder gemästet werde«. (Nachdruck verboten.) Hierüber sind viele Versuche auf der Mastvieh-Ausstellung in Chicago ausgeführt. Es wurden Concurrenzen für ausgeschlachtete Thiere und solche für die Kosten der Production und Frühreife ausgestellt, denn sie nahmen mtt Recht an, daß es nicht allein darauf ankäme, welches das schwerste und best gemästete Thier, sondern darauf, welches das größte Gewicht an ausgeschlachtetem Fleisch liefere und solches am billigsten producirt habe. — Man kam zu dem Resultat, daß die Production von 1 Pfund Fleisch durch einen 3^/2jährigen Stier (35,09 Pfg) mehr als das Doppelte wie durch einen l^iäbrtgcn Stier (17 Pfg.) kostete. Das Aus- stellungs-EomilS schloß daher, und gewiß mit Berechtigung, seinen Preisbericht mit den Worten: „Wir können nicht dringend genug den Züchtern empfehlen, das Kalb von der Geburt an freigebig zu ernähren und ihre ganze Aufmerksamkeit dem wichtigen Gegenstände der Frühreife zuzuwenden. Die unserer Prämiirung zu Grunde liegenden Zahlen beweisen klar, daß große pecuniäre Erfolge vom Züchter nur erzielt werden können, wenn er seine Thiere im Alter von nicht über zwei Jahren für den Markt reif hat." — Wir können diesem Urtheil auf Grund wiederholter Erfahrungen und Berechnungen vollständig beistimmen. Rademanns Kindermehl, der goldenen Medaille, unerreicht i. Nährwerth und Leichtoerdaulichkeit, ist nächst der Muttermilch thatsächlich die beste und zuträglichste Nahrung für Säuglinge. Zu haben ä 3L 1.20 pro Büchse in allen Apotheken, Drogen- und Eolonialwaarenhandlungen. [7 empfiehlt sich durch Reinheit, Aroma und Ergiebigkeit als die beste und preiswertheste A 7|int7 RAI Ww Kais. u. König!. Hof!. Marke. " Z.UIHZ ww. Bonilt Berlin. Zu haben bei J. M. Schulhof. Wöchentliche Ueberficht der Todesfälle in Metzen. 8. Woche. Vom 16. Februar bis 22. Februar 1890. Einwohnerzahl: 20 500 (incl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 20,3 J/oo- Kinder Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1.Lebensjahr: 2.—15.Jahn Lungenschwindsucht 4 (1) 4 (1) — — Lungenentzündung 11 — — Tuberkulöser Hirnhaut- entzündung 1 — — 1 Altersschwäche 11 — — Unbekannter Ursache 1 — 1 Summa: 8 (1) 6 (1) 1 1 Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenben Kramhett auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. s Un*l 3660 ®Ä°«« w •,.Wllt auf b» 5|l!P)> Müll«.,? 5 Zisch» , ° ""«Bgcbenb,, :bc"- die bJ ® di, <,tb“r8 für b» ?'°rnen, mogegen 3°Eberch„ btll ■oeftattguiig biefo lotbemotraten ft,j li* ®littn>o4 1 8e*i» »LK k°ch>e v«ik 7'3°Khr,j-,^ 5*4 ""•»ft; db°rg wirb be, i p o jt von Sonden °end 10 Uhr bei Een die Chaussee 'stillon nieder und He in der höhe Gendarmerie i(tin zu werden. wirtb^chast. Aus dem heutig« 95-1,05, Hühners -7 4 2 et. - 4 JHematte pr. St. 3 4 4 Tauben pr. Paai [80, höhnen pr. St i,30, Ganse pr, M. Kuh- und MM M 66-684 KA ,30-4,50, Mfnnil 00-12,00, Mch pt «* pramtirtalü Ä»*rk «Handlungen- Zersuche auf der Mait wurden Concurrenza Kosten der Products mit Recht an, daß e- rste und best gemaftth Michi an aiNdjlii ;en productrt habc.- on von IPsundM «ehr als das DopM ) kostete. Das M it Berechtigung, Men nicht dringend genug Geburt an treigedtg-n wichtigen Gegenstand- säwiirung zu Gimm jwuniire Srick- «« feint Mn- W » D - «rti» "«m md fc* „fallt in »7* '> >890' tm _ 2^15> Msjahl- • 8$. 1 Bekanntmachung, b i e Neichstagsmahlen betreffend. Es wird lneröurck zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß in dem ersten Wahlkreis des Großherzogthurns von 16 574 gültig abgegebenen Stimmen gefallen lind nur: 1) Herrn Dr. Gutsleisch, Rechtsanmall zn Gießen, 5905, 2) Herrn Dr. Otto Böcke! zu Marburg 4566, 3) Herrn Gutsbesitzer Carl Schiente zu Hardthof bei Gießen 4363, 4) Herrn Gastirurth und Schreinermeister Carl Orbig zu Gießen 1732, 5) auf andere Personen 8. Da sich hiernach eine absolute Stimmenmehrheit nicht ergeben hat, ist die Vornahme einer engeren Wahl zwischen den höchstbestimmten Dr. Gutfleisch zu Gießen und Dr. Böckel zu Marburg aus Freitag den 28. Februar diese- JahreS ttiit dem Bemerken festgesetzt worden, daß bei dieser Wahl alle auf andere Candidaten fallenden Stimmen ungültig find. Gießen, den 25. Februar 1890. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 1633 bie Reichstagswahlen betreff en b. Unter Bezugnahme auf vorstehende Bekanntmachung wirb bezüglich bes Mchlgefchäftes bas Folgenbe zur öffentlichen Kenntniß gebracht: Die Abstimmung wird 10 Uhr Morgens beginnen und 6 Uhr Abends geschlossen werden. Auf die engere Wahl kommen nur bie Herren Dr. Gutfleisch, Re chtsanwalt zu Gießen und Dr. Otto Böckel zu Marburg. Alle aus andere Candidateil fallenden Stimmen find ungültig. J Die engere Wahl findet auf denselben Grundlagen und nach denselben Vorschriften statt, wie bie erste. Jnsbesonbere bleiben bie Wahlbezirke, Vahllocale und bie Wahlvorsteher unverändert. Wir verweisen hierbei ausf unsere Bekanntmachung vom 6. Februar l. Js. — Anzeiger Nr. 34 —. Bei der engeren Wahl werden dieselben Wählerlisten angewendet, roiee bei der ersten Wahlhandlung. Eine wiederholte Auslegung und Be- rihtigung derselben findet nicht statt. 1633 Gießen, den 24. Februar 1890. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Holzversteigerung in -er fürstlichen O-erförflereiMch. A. Montag den 3. Marz, Vormittags genau 9V2 Uhr anfangend, im District Höler auf der Mrbenteicher Seite: 2 rm Buchen-, 3 rm Eichen-, 4 rm Nadel-Scheiter, 118 „ Buchen-, 130 „ Eichen-, 10 „ Nadel-Knüppel, 65 „ Buchen-, 94 „ Eichen-, 13 „ Nadel-Stöcke, 9070 Buchen-Forstwellen rc., 2300 Eichen-, 1230 Nadel-Wellen, 2 Eichen - Abschnitte von 4,2 resp. 7 m Länge, und 40 resp 48 cm Durchmesser — 1,80 fm, 10 Fichten, Bau- und Schnittholz, 10—20 m Länge, 15—31 cm Durchmesser — 7,87 km, 21 Kiefern, Bau- und Schnittholz, 5,8—11 m Länge, 23—35 cm Durchmesser — 12 03 km, 35 Fichtenstangen, 6—12 m Länge, 7—13 cm Durchmesser = 2,06 frn. Die Zusammenkunft ist am sogen. Hölereck, wo der Weg von Lich nach Garbenteich zum «rsten Mal den Wald berührt. B. Dienstag den ZL Marz, Vormittags genau 9J/2 Uhr anfangend, im District Höler auf Albacher- Hoss-Seite . 28 rm Buchen-Scheiter, 90 „ Buchen-, 4 rm Eichen-Knüppel, 53Vz „ Buchen-, 2 „ Eichen-, 4 rm Nadel-Stöcke 1100 Buchen-, 200 Nadel-Wellen, 11 Eichen, Schwallen- oder Bau- und Wagnerholz, 5—14,2 m lang, 15—29 cm Durchmesser — 3,54 km, 6 Fichten, Bau und Schnittholz, 10—18 m lang, 15—33 cm Durchmesser — 2,75 km, 4 Eichen-Stangen — 0,45 km, 23 Flchten-Stangen, 7—14 in lang, 8—14 cm Durchmesser = 2,78 km; unb ferner im District Kühunter - Grauborn, von etwa !D/2 Uhr an: 41 rm Buchen-, 18 rm Eichen-, 24 rm Nadel-Knüppel, 3 „ Buchen-Stöcke, 3600 meist sehr gute Buchen-Foistwellen, 300 Nadelholz-Wellen, 3 Fichten - Stämme mit 0,70 km, 2 Kiefern - Stämme mit 0,86 fm und 116 Fichtenstangen, meist stärkere Sortimente — 7,26 fm. Die Zusammenkunft ist auf der sogen, alten Gießener Straße am District Höler nahe dem Albacher Hos. Lich, am 22. Februar 1890. 1624 Dr. Dieffenbach. Holzversteigerung. Die auf nächsten Freitag anbe- laumte Brennholzversteigermig im Gemeindewald zu Großen-Buseck, Written Unter und Streitwalb, fällt MS und soll am Dienstag den 4. Marz, von Vormittags 9 Uhr Ott# abgehalten werden. Großen-Buseck, 24. Febr. 1890. @r- Bürgermeisterei Großen-Buseck Stephan.______1623 Schöner Gummivanm, 2'/» Meter hoch, zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Lekanntmachung. Die auf den 28. Februar c., Vormittags 9 Uhr. bei Wirth Kahlert in Krofdorf anberaumte Holzoersteigerung in der Oberförsterei Krofdorf wird wegen der an diesem Tage abzuhaltenden Stichwahl zum Reichstag auf SamStag den 1. März er., Morgens 9 Uhr, bei Wirth Kahlert in Krofdorf verlegt. Krofdorf, den 24. Februar 1890. Der Königliche Oberförster: 1621 Müller. 1505] Ein Patentherd, eine große eichene Waschbütte, ein Kindersitz, wage« wegen Mangel an Raum zu verkaufen. Näheres in der Exp. d. Bl. Vergebung von ! Bauarbeiten. Die Arbeiten und L'eserungen zur Erweiterung der Wetterbrücke bei Lich sollen durch öffentliches Angebot vergeben werden. Zur Vergebung gelangen: veranschlagt zu 1) Erd-U. Maurerarbeiten 488,40 JL. 2) Steinmetz-Arbeiten 2342,50 „ 3) Lieferung eisern. Träger 147,00 „ 4) Schlosser-Arbeiten 688,60 „ 5) Weißbinder-Arbeiten 70,40 „ Die Pläne, Voranschläge und Bedingungen liegen auf unserem Bureau zur Einsicht offen. Die Änreichung der Offerten hat unter Couvert mit der Aufschrift „Submission" versehen, bis zum 12. März Vormittags 11 Uhr an unterzeichneter Stelle portofrei zu geschehen. Gießen, den 25 Februar 1890. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. I. V.: 1654 Zimmer, Kreisbauassessor. Da am 28. ds. Mts. bie Stichwahl eines Reichstagsabgeorbneten ftattfinbet, kann die von uns an» beraumte Holzversteigerung nicht zur Ausführung kommen. Dieselbe wird nunmehr am S. März dS. IS., Anfang 9 Uhr Vormittags, abgehalten werden. Lich, den 24. Februar 1890. Grobherzogliche Bürgermeisterei Lich. Walz._______164£ Bau der Zellenflras- anflalt Butzbach. Schriftliche Angebote für die Lieferung von Feldbrand- und Ofenbrand- bacEfteinen, sowie für die Herstellung eines TheileS des Bedarfs an Feld- brandbacksteinen auf der Baustelle werden hiermit bis zum Mittwoch den 12 März d. I., Vormittags 11 Uhr, erbeten. Die Angebote können für jeden beliebigen Theil der Lieferung gestellt werden. Der Bedarf beträgt in den Jahren 1890 und 1891: 2605000 Hintermauerungs- steine erster Sorte und 217500 zur Verblendung von Gebäudeansichten geeigneten Ofenbrandbacksteinen. Bis zu derselben Zeit werben Angebote für bie Anfuhr von Backsteinen vom Bahnhof Butzbach zur Baustelle und für das Aussetzen von loOOu Cubikmeter Mauersteinen erbeten. Butzbach, den 21. Februar 1890. Großh. Baubehörde für bie Zellen- strasanstalt Butzbach. von Riefel. 1536 Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. Monra^ den 3. März 1890, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde in den Districten Hochwart, Oberwald, Faulerboden und Bruderwinter nacho^rzeichnetes Holz versteigert werden: A Bau-, Werk- und Nutzholz. 101 Eichenstämme mit 22,57 Festmtr., 2 Eichenstangen mit 0,19 Festmtr., 42 Nadelstämme mit 12,89 Festmtr, 79 Fichtenderbstangen mit 4,47 Fm., 128 Fichtenreisstangen 3,15 Festmtr., B. Brennholz. Scheith Kvüppelh Slockh. -ttlSh. Rmtt. Rmtr. Rmtr. Weller«. Eichen- - 3,08 37,5 3610 Buchen- - — 20,0 2220 Nabel- 42,0 74,0 19,0 1835 Aspen- — - — 2280 Die Zusammenkunft ist amLumpen- mannöbrunnen. Gießen, am 25. Februar 1890. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 1657 Mittwoch den 26. Februar, Nachmittags von ÜVz Uhr an, werden aus dem Nachlaß des Herrn Joh. Chr. Kraft im Hause des Herrn Sorger, »Schöne Aussicht", nachbenannte Mavilien versteigert: 1 ovaler Tisch, 1 Commode, 1 vor- zÜgl- zweithür. Kleiderschrank (Eichenholz), 1 großer Spiegel, Siühle, 1 vollst. Bett, große Zinkbade- Wanne, 1 Uhr, Lampe, Ablaufbrett, Bilder, Küchen- und Hausgeräthe. Im vormundschaftlichen Auftrag: LoniS Rothenberger, 1476 Gerichtstarator. Holzverstei-zerung in Gräflicher Obersörflerei Laubach. Montag den 3. März d. Js. sollen versteigert werden: 1) im §ei,n;cberg (zwischen Laubach und Jägerhaus): 90 rm Buchen- Scheiter, 700 rm Stammprügel, 150 rm Neiseiprügel, 40 rm Stöcke, 9 rm Eichen - Sckeiter (tl)eilnnife zu Glaser Holz tauglich 1, 2 Eichen von 42 und 58 cm Dchm. mit 2,22 cbm (^Glaserhol; rc.), 25 Fichtenstämme von 15 — 29 cm Dchm. mit 8,84 cbm, 14 Buchen - Langwieden von 9—10 cm Dchm., 133 Fichtenstangen von 6 — 14 cm Dchm.', 2) in der Struth (unvorgezeigt): 100 Fichtenstangen von 8—14 cm Dchm. (Leiterbäume, Baumstangen, Sparren); 3) in der Weidenau und Fränk- buch bei Freienseen (unvorgezeigt): 3 Fichlenstämuie mit 1,35 cbm (18 bis 21 cm Dchm.), 9 Fichtenstangen von 8—10 cm Dchm.; 4) im Wetterauer st rauch. Heinzeberg und in der Struth (unvorgezeigt): Kohlreiser und Lesholz abtheilungsweise. Znsammettkunft Vormittags 9 Uhr auf der Schottener Staatsitraße am „Altenkeller^ zwischen Heinzeberg und Brühl. 1642 Laubach, den 21. Februar 1890. Gräfliche Forstverwaltung. Jagd-Verpachtung. Donnerstag den 6. März um 2 Uhr, soll im Bürgermeisterei-Bureau dahier die Jagd auf vier Revieren der Gemarkung Crosdorf-Gleiberg für die Dauer von drei Jahren verpachtet werden. Crofdorf, den 25. Februar 1890. 1620 Das Bürgermeisteramt. Holzversteigerung. Im Mainzlarer Gemeindewald, Distritten Schabenberg, Zipfen und Heegftück, sollen nachverzeichnete Holzsortimente verweigert werden: 1« Montag den 3. März d. I. von 9 Uhr an: 104 Rm. Buchen-, 122 Rm. Eichen« Scheit, 42 Rm. Buchen-, 48 Rm. Eichen-, 147 Rm. Nadel-Knüppel, 1500Buchen- 2050 Eichen, 3900 Nadel- Reisig-Wellen, 87 Rm. Buchen-, Eichen- und Nadel-Stöcke. 2. Dien-tag den 4. März: 124 Eichen - Stämme vvn 14 bis 80 Ctm. Durchmesser, bis 15 Meter Länge, mit 87,58 Fm-, 213 Nadelstämme bis 34 Ctm- Durchmesser bis 15 Meter Länge, mit 60,75 Fm., i Buchenstamm mit 0,57 Fm., 804 Fichten-Derbstangen bis 12 Meter Länge, mit 31,23 Fm., 185 Fichten- Reisstangen mit 2,41 Fm. Inhalt. Der Anfang und die Zusammenkunft ist jedesmal an der Hachborner- Straße, am Eingang in den Wald, und wird am zweiten Tage mit den Fichten-Stangen der Anfang gemacht. Mainzlar, am 24. Februar 1890. Großh. Bürgermeisterei Mainzlar. ___________Vogel.________1629 Versteigerung von Maschinen und Geratheu zur Schuhfabrikation. Montag den 3. März. Nachmittags 2 Uhr, werden Sonnenstraße 5 die im Concurs Grünebaum vorhandenen, rum größten Theil sehr gut erhaltenen Maschinen und Geräthe rc., als: Stan,'- Walz-. Ritz-, Lchärf-, Spalt-, Durchnäh Absatzauf« nagel-, Halddoppel • Maschine, Nah Maschinen , Stanzmesser, Zwickständer, Leisten, Werktische, Handwagen, Dectmalwaage. Kunstleder, Schäften, angefangene Swuhe, Knöpfe, Steppgarn, Lederlack u. s. w versteigert. F. Hoffmann, 1619 Concursoerwalter. Holz-Versteigerung. Donnerstag den 27. d. M., Vormittags 10 Uhr anfangend, kommen im Gemeindewalde Nonnenroth nachstehende Holzsortimente zur Versteigerung : 100 Eichen - Stämme von 5 bis 14 Meter Länge von 15 bis 50 Centimeter Durchmesser, eignet sich zu Schnitt- und Schwellenholz, 100 Kiefern-Stämme von 10 bis 20 Meter Länge von 15 bis 30 Zentimeter Durchmesser, 80 KiefernfDngen, zu Bau-Werkholz geeignet. Die Zusammenkunft ist an der Staatsstraße zwischen Hungen und Nonnenroth im District Schweinehl. Nonnenroth, 23. Februar 1890. Großh Bürgermeisterei Nonnenroth. Jacob. 1584 1492) Ein FuchS.Wallach,10Vr Jahr alt, lange vor der Truppe geritten, auch gefahren, steht billig zu verkaufen. Näheres in der Exved d. Bl. ______ Kanarienvögel. Einige Zirchtweibchen abzugeben. 12(4] Brand, Grünbergerstraße 1- 1643] Zwei fast neue Kochherde billig zu verkaufen. ______Frankfurterstraße 82. 1618] Ein noch gutes brauchbares Arbeitspferd steht zu verkaufen bei H. Schrrdt, Neumühle ____________________bei Lich.___________ Buchbinder- und Cartonagen-Arbeiten ! werden faubtr und billigst angefertigt ; in der Buchbinderei von 1625 I Nk. Scdmidt, Marktstraße 27. Gaedke® CACAO enthält ca. 8% mehr Nährstoffe bei besserer Löslichkeit und feinerem Aroma als holländische erste Marken. 456 Cafe Ebel. Dienstag den 25. Februar, Abends 7 Uhr: Löwenbräu-Bock-Abend mit Musik. 11 !Weisswaaren- und Ausstattungs-Artikel! W Größte Auswahl, solide Qualitäten, billigS« Preis«. Fritz Nowaek, 1169] etlUrewt«. S. Katzenstrin, Lehrer. 1622] [1656 1658 1631 Schwalb, Schafmffster. Gießen erbeten. 1638 [1612 dieses Blattes. Eingang in die Kirche in die Büchsen eingelegt werden. 1659 1615] Decker, Sonnenstraße 6. Näheres I. Hirz- Seltersweg. 1501] 1645] Vom Seltersweg bis znr Kohlen - Abladestelle der Main-Weser-Bahn ein Koplansgasse 18. yi vermieden. Neustadt Nr. 3. vermiethen. ^teuen Bäue 10. 1529 Gießen, den 25. Februar 1890. 1635 Dte trauernden Hinterbliebenen 1400 Oa^gmann. Programm 1572 Gotthard- Berliner Handelsgesellsch-Antheile 180.80 Schweizer Nordost-Bahn-Actien Oesterr. Credit-Actien 273.50 „ West- , „ Gelsenkirchener Bergwerks-Äctien 188.50 jOesterr. Alpine-Montan- 115.50 Tendenz: matt. Telegraphischer Eoursbericht der Berliner Börse vom 25. Februar 1890- Ed. Schütt. Job. Brahms. Blüthner ist aus Der Concrrtflügel von 1C4.- 1647 1650 Nachf.) zu haben. Stedacti»n: A. Scheyd«. — Druck mrd Bertas der Drühl'schvn Druck-rei (Hr. Ehr. Pietsch) ta Gieße». Ch. Gounod. R Schumann. 233.00 167 20 169.00 H. Koloseus in Aschaffenburg 1568] Kl. Logis zu vermiethen. I. Arnold Wwe., Asterweg 23. 37200 1940(1 16810 1352’' 3640 1780t 892) 236.0- 22811» 8660 197.40 dieses Blattes. Discretion zugesichert. Disconto-Commandit-Anthelle Darmstädter Bank-Actten Dresdener „ * Buschtherader Eisenbahn-Actien Elbethal-Bahn-Actien 88.8» 93.6) 760) 68-20- 106 20 Oesterr. Silberrente, 102 30 Nuss. Orient III. Der Vorstand: Schlosser dem Lager des Herrn W Rudolph. Eintrittskarten zu 2.50 (Sperrsitz .X 3 50) sind in der M usikalienhandlung des Herrn Ernst Challier (Rudolphs 175.60 94 30 HMpx? er 104.10 Ostpreußen 170.00 Bochumer Gußftahlactien Tendenz: schwach. Oesterr. Crrditucsten Oesterr, SlLkrrrbahn«Mieu Dortmunder Union-Actim Darmstädter Bankaktien Die Beerdigung findet Mittwoch den 26. Februar, Nach- mittags 3 Uhr, vom Sterbehause (Liebigsiraße 9) aus statt. Vermischte Anzeigen. 1627] Zwei unmöblirte Zimmer, am liebsten parterre, innerhalb der Stadt, per 1 Mai zu mielhen gesucht. Offerten unter S. P. 1000 an die Expedition dieses Blattes erbeten. 4 pCt. Gießener Obligationen ReickSbank-DiScont ö Ladenmädchen. In einem feineren Delicateffen-Geschast findet ein anständiges Mädchen sofort Stelle als Verkäuferin. Offerten unter B. H. 1001 postlagernd ergebenst ein. Gießen, den 25. Februar 1890. 1639 Die Direktion Gesangv. Heiterkeit. Mittwoch: Singstunde. (1653 Reservirte Plätze für die Mitglieder auf dem Chor und in vorderer Seite des Schiffes. Die inactiven Mitglieder werden gebeten, ihre Karten bei Herrn Buchhändler Kerber in Empfang zu nehmen. Texte daselbst und bei Herrn Musikalienhändler Challier zu 20 Pfg. Freiwillige Beiträge zur Deckung der Kosten können beim der Säuger- u. Komiker-Gesellschaft Familie Möller (3 Damen, 3 Herren). „ Staatsbahn-Actien Lombard. Eisenbahn- „ Krieger - Verein Meßen fleiieraMjerfwnimuay Mittwoch 26 Februar, Abends VrS Uhr in der Restauration Feidel. Tagesordnung: ^jähriger Bericht des Schriftführers, Kaflenbericht, Vorstandswahl. bei hohem Lohn und angenehmer Stellung gesucht. Herdfabrik und Eisengießerei von R. Schumann. „ Paganini- Schumann. T F, Chopin. 1575] Möbl. Zimmer mit Mittags« tisch gesucht. Gest. Offerten unter A. B. an die Exped. d. Bl._____ 3KF" Norbereitungsschule für Postgel,Ulfen i. Wehlar Beginn des Sommersemesters Anfangs April. Gründliche und schnelle Ausbildung. Honorar mäßig. Näheres der Unterzeichnete. Akademischer Gesangverein. Die Eintrittskarten zum 4 Concert des Concertvereins sind von unseren Mitgliedern diesmal bei Herrn Ernst Challier (Rudolphs Nachf.) in Empfang zu nehmen, da Vereinsproben in diesem Semester nicht mehr stattfinden.[1649]Der Borstand. Mchäsk-Nerlegung. Mein Geschäft befindet sich jetzt in meinem Hause ÄW7- Bahnhofstrafie 29. 1517] In meinem Hause, Frankfurterstraße 5, ist der mittlere Stock, vom 15. Mai an zu vermiethen- __Philipp Uhl. 1558] Ein kleines Logis (1. April be ziehbar) zu vermiethen. Liebigstraße 35 Tsdes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten hiermit die traurige Mit« theilung ', daß es Gott dem Allmächten gefallen hat, unseren innigstgeliebten und unvergeßlichen Gatten, Vater, Sohn und Bruder GourBMerreWt von E. Wasserschleheu, BarckKrschä/t MaEvrtrr Börse vv« 25. Februar 1880« Schlußcourse 1 Uhr 15 Mn. Allgemeiner Neremfür Armen- und Krankenpsiege. Jahre^veraamiiiiuti^ Mittwoch den 26 Februar 1890, Nachmittags 3 Uhr, im Saale des alten Rathhauses. Tagesordnung: 1) Jahresbericht des Vorstandes. 2) Prüfung der Rechnung und Entlastung des Rechners. Die Mitglieder des Vereins werden hiermit aus Grund der §§ 4, 5 und 7 der Statuten ergebenst eingeladen. Giessener Concertverein. Viertes Concert am Sonntag den 2. März 1890,5 Uhr Abends im grossen Saale des Gesellschaftsvereins. Ausfuhr ende: Frau Uzielli Sopran), Frau Hahn (Alt), Herr Dr. Jos. Gunz (Tenor), Herr Dr. Krückl (Bass) und Herr Uziell (Pianoforte), sämmtlich aus Frankfurt a. M. C. G. Kleiiihenns [1637 Delüateffen-, Fisch- und Geflügel-Handlg., Bahnhofstraße 59, empfängt täglich große Sendungen: frHiifi« und Seefische. Mast- und Wttd-Beftügel, dio- feine Käse, Gotb- Würste, ächte Franks. Würstel, wesff. Pumpernickel, Eonserven, Südfrüchte und sämmtliche Delicatessen. Preise billig, Qualität hochfein. Kieler Bücklinge, St 6 4 Sprotten, Pfd- >0 und 60 H. Herrn Dr. Gutfleisch, dem Candidaten der deutschfreisinniqen Partei, zu geben mit der Devise: Nieder mit dem Antisemiten Böcke!! welcher für daö Ausnahmegesetz gestimmt. Achtungsvoll Karl Orbig, Candidat der Socialdemokratie für den 1. Hess. Wahlkreis. Jean Weber heute früh um balb zwei Uhr nach kurzem, aber schwerem Leiden in ein besseres Jenseits abzurufen Grossh. Realgymnasium und Realschule. Zu der am Donnerstag den 27. Februar, Nachmittags von 2 bis 5 Uhr, in der städt. Turnhalle abzuhaltenden Lurnprüfung laden wir die Eltern unserer Schüler und die Gönner der Anstalt Evangel. Kirchengesangverein Giessen.. UassronsauMßrung Freitag den 7. März dieses Jahres, Abends 8 Uhr, in der Stadtkirche: Historia des Leidens und Sterbens unseres Herrn und Heilandes Jesu Christi, nach dem Evangelisten Matthäus, von Heinrich Schütz (t 1672), unter Mitwirkung des Herrn Professors Dr. Fr. Spitta (Tenor) aus Straßburg und des Herrn cand. med. Dumont (Baß) aus Straßburg, unter Leitung des Herrn Dr. Haym 15 pCt. BuderuS-Obltgationen pCt. — Frankfurter Bank>Diskont 5 pCt. 5 „ Italiener Rente Braheii^nn* Geschäftsmann wünscht sich an einem rent. Geschäft mit größerem Capital zu betheiligen. Solche, welche das Capital sicher stellen können, erhalten den Vorzug Offerten unter R. N. 124 an die Exped. Anfang 7 Uhr. — Entr6e frei. C. JLoth ~e- S.X o. in , r r r .. Portemonnaie mit Trauring E. T. 157/] Freund!- Famllienlogrs auf sofor i verloren. Abzi gcben gegen Belobnur g 107.20 4 pCt. Ungar. Goldrente 102.25 - Zur Ltichwahl! Allen den Bürgern, welche am 20. Februar ihre Stimmen mir gegeben baben, hiermit meinen herzlichste« Dank. Zugleich erlaube ich mir die dringende Bitte an Sie zu richten, am Tage der Stichwahl Alle Mann fiir Mann Ihre Stimme 1646] Für einen braven anstelligen Burschen (Confirmand) wird Lehrstelle gesucht, am liebsten bei einem Schreinermeister. Gefäll Anerbietungen mit Angabe der Bedingungen durch die Exped. d. Bl unter Nr. 1646.________________________ 1539] Ein junger Mann, der für ein dies Tuch- und Manufacturwaaren-Ge- schäft en gros zwei Jahre mit Erfolg gereist, sucht Engagement per 1. April in dieser oder anderer Branche. Offerten unter E 250 an die Expedition dieses Blattes.__________ 1, Spanisches Liederspiel op 74, für eine und mehrere Stimmen 2. a) Etüde i für l b) Variations ? Piano-' brillantes j forte ( 3. Duette für Sopran und Tenor: a) „Ange adorable“ aus „Romeo et Juliette“ b) „Unter’m Fenster“ 4. Paraphrase de Concert aus „Die Fledermaus“ 5. Zigeuneilieder für 4 Singstimmen 4 pCt. Reichsanleihe 3V2 , 4 „ Preuß. ConsolS 3Vi3 „ 1443] Schriftl. Arbeiten jed. Art, sow. Beitragen v. Büchern. Corresp. rc. w. best. besorgt. Wallthorstr. 23 H. Gesucht auf sogleich ein tüchtiges gewandtes Mädchen für Küche und Hausarbeit von Frau Vrofeffor Birnbaum, 1286] Alieestratze 11 II. 1604] Eine eiserne Wendeltreppe wird zu kaufen gesucht. Offerten an die Exped- d Bl- erbeten.__ 1661] Ein oltr Geldtäschchen, cnU haltend 1 Sous-Siück und 1 Verl.'Rina. 30,9 88, gefunden. Zu erfragen ____Frankfurterstraße-49. 1614] 2—3 Morgen Ackerland pachten gesucht. Von wem? sagt die Exped- d. Bl 1613] Gebrauchter leichter Fahrstuhl zu kaufen gesucht. Offerten unter F. Qn die Exped. d- Bl.______ 1651] Ein braver Junge als Han-« bursche gesucht bei Carl Schwaab, Seltersweg 23 Lehrüo^. In einem Delicatessen- und Colonial- waarewGeschäft ist eine Lehrlingsstelle alsbald zu besetzen- Offerten unter B H. 1001 postlagernd Gießen erbeten-[1636 Für Schäfer! Wegen Sterbfall wird sonder Schaferei- gesellschaft zu Mainzlar ein tüchtiger Schäfer auf sofort g sucht. 1640] Ein Bursche, der Garten- und Hausarbeit versteht, sucht Stelle. Näheres in der Exped. d- Bl.__ 1660] Nabruugsberg Nr. 17 zu Ostern ein Dienstmädchen gesucht._________ 1472] Zur Aushülse wird auf einige Wochen ein solider, tüchtiger Schlaffer« geselle gesucht. Näheres zu erfragen in der Expedition dieses Blattes-__________ 1586] Für 25. März suche ein tüchtiges Mädchen für Hausarbeit und Küche. Fran Carl Berg. 1618] Ein Zimmer zu vermiethen. __________________________Kirchenplatz 3. 163u] Schlafstelle zu vermiethen ______Bismarckstraße 8, im Laden. 1617] Ein unmöbl. Zimmer mit Cab zu vermiethen Westanlage 3- 22 Neuenweg 22, An- und Verkauf von: Älläbeln, Betten, Kleidern, Haus- baltungsgegenfiänden, Gold- und Silber- fachen. Kupfer, Zinn^ Messing, Blei, Zink, Eisen und alten Oefen, alterthümlichem Porzellan, Münze», alten Büchern, Papier und Acten zum Einstampfen, Flaschen u. a. gebrauchten Gegenständen. __Neuenweg 2 2. [331 Ein zu aller Arbeit williger kräftiger Mann sucht dauernde Beschäftigung. Auskunft ertheilt die Expedition Wermielhungen. 1644] Kleine Wohnung zu vermiethen. ChauffeehauS. 1652] Göthestratze U> vier Zimmer mit Zubehör, parterre, zu vermiethen. ______W. Seipp» Ludwigsstraße 28. 1626] Logis vermietet S. Elsoffer, Marktstraße 27. 1632] Schönes Zimmer im 2. Stock, möbl- od. unmöbl., an e- ruh. Herrn oder eine Dame, sow. 2 gerade Mans- nebst Zub. an 1—2 Leute pr. 1 Aprilzu verm. Selters- weg Nr-20,1.Sd Frau M. Heichelheim. 1628] Der 2. Stock eines Neubaues der verlängerten Flügelsgasse, 4 Zimmer, Wasserleitung, Speise- und Bodenkammer, zum 1- Mai oder später zu vermiethen- Näheres I. Schreiner. Mäusburg 5. 74b] 2. Stock, 4 Zimmer m all. Zub-, Gartenantheil, per 1. 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Februar *lttr4tn * 7—-___\W ?yW Stelle. ErgNr^E r- Mhfler Schloß Wnin der ExpeU jsä£>1' 7-'^ TT'Ss * 3“Ü8uir^ ?ad» geIf «i,r B H. Inn. * 01)1 p°M«d M°rz suche ein tüM 'ausarbeit und KN-' __^Qu Carl Set£ ellner gesucht. es Dteustmädch^ ktt , Sonnenstrabe i . Heiterkeit Singstunde. [15 Kleinhenns [I sch-und Geflügel-Ha^ rhosstraße ö9, ich aroße SendiM'.' Lerfisäie Mast, vor , bin. seine Käß M {yranff. Mchl, «ch nitroen, Südfrüchte L )e Sdicatciien. llig, Qualität bodtft SüLUn-r, A 6. ■n, W. Ä M 60 i k ne trauäge Mit- Öen hat, unsere« ' .ater, Sohn und । 7 c Unterem Läden 1635 rbliebenen B, Februar, Nach' ie 9) aus statt- MtW Ik 18»»- Goldrente ggt tr Rente ?6t rrente in. ««*** I ß rw>$r» Mpctten Ifl B- AS K 1? An die Wähler des 1. Kellischen Aeichstags-WaMreises! Ein nicht zu unterschätzender Erfolg ist uns geworden.' Mit erheblicher Stimmenmehrheit treten wir in die Stichwahl ein. Trotzdem ist der Sieg noch nicht unser. Es bedarf vielmehr noch großer Anstrengung, um ihn zu erringen. Wer ist nun der Gegner, der uns ganz unerwartet jetzt gegenüber steht, und verdient dieser Mann Euer Vertrauen? Seine persönlichen Eigenschaften wollen wir nicht besprechen, da ivir grundsätzlich Persönliche Verunglimpfungen unterlassen; nicht einzelne Privatpersonen bekämpfen wir, sondern nur die Sache, nur die Partei. Dagegen ist die Frage, was hat der Mann als Abgeordneter geleistet und wasswird er leisten können, ivohl am Platze. Herr vr. Böckel, der uns allein noch als Gegner gegenüber steht, war drei Jahre Reichstagsabgeordneter. Hat er während dieser Zeit Anträge gestellt, um die Juden, die, Wie er sagt, die Ursache allen Uebels auf Erden, zu beseitigen, hat er Anträge gestellt, um die im Zwischenhandel aufzuheben, deren theilweises Bestehen von allen Parteien anerkannt wird? Hat er,' wie er kühn in allen seinen Reden in Aussicht stellt, die Aufhebung des nach seiner Anficht alles vertheuernden Zwischenhandels beantragt? Nein! Hat er überhaupt einen einzigen Antrag im Reichstag gestellt? Nein! Ist von ihm zu erwarten, daß er irgend welche Anträge stellen wird? Nein! Warum? 1) weil er nicht kann! Er kann es nicht, weil er keine Unterstützung in» Reichstag findet. Herr Böckel loird auch im nächsten Reichstag ganz allein stehen;