1890 Freitag den 25. Juli Nr. 170 Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gieren Amtlicher Theil und den Wilhelm. formirt. § und 2 des Gesetzes, betreffend die Friedens- Die §§ 1 Feuilleton n // es ist ja auch gar nicht nöthig. und von Drei Mark soll ich Ihnen leihen? Ich kenne Sie ja gar nicht!" — Gast: Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- Norm. 10 Uhr. O, laß mich mitgehen," bat Elise. Aber wenn das die Mama erführe," wandte LiddH ein, (Reichs-Gesetzbl. 1887 S. 117) treten mit dem 1. Oetober 1890 außer Kraft. Die Gießener IlamtlienölLller werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. 15. Juli 1890. (L. 8.) „Nun, in Ihrem Jn- Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. trippelte hinweg. Sie war erhitzt, vor Mattigkeit rann ihr der Schweiß der Stirn nnd draußen pfiff der Wind durch ihr fadenbeigedrucktem Kaiserlichen Jnsiegel. Gegeben an Bord M. D. „Hohenzollern" Nord-Fiord, Alle Annoncen-Bureaux des In- und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. tereffe, damit ich die Zeche bezahlen kann!" „O ja," rief Elise, „ich will den armen Leuten auch etwas schenken, ich kaufe ihnen etwas von meinem Taschengelde, was sie recht nöthig brauchen können, komm nur, komm, ich gehe mit." So gingen denn beide. Elise hielt sich ängstlich an dem Kleide ihrer Cousine an, als sie die dunkle Treppe nach dem Dachstübchen hinanstiegen, wo die alte Nähterin wohnte und ihre Schwester, die gelähmte Dulderin, in reinlichem Bette lag. Sie klopften an — keine Antwort, sie klopften wieder und wieder, endlich öffnete Liddy leise die Thür. Da sahen sie das bleiche Gesicht der Gelähmten, Friede lag auf ihrem todten Antlitz, und entseelt, hingesunken am Bette, lag die alte Nähterin, das Haupt in den Händen der Schwester, und an der Thür, gegenüber dem Tode, stand, sprachlos und erschüttert, das blühende Le^en. „Weißt Du," sprach Liddy weiter, „Du kannst einmal ein halbes Stündchen allein hier bleiben, ich will noch rasch etwas besorgen." „Was denn?" srug Elise. „Ich habe mir etwas starken Wein und einige Bratenreste zurechtgestellt," antwortete die Gefragte, „das will ich unserer armen Friederike noch hintragen, denn ich habe vorhin in der Eile vergeßen, es ihr mitzugeben, möchte aber gern, daß sie es noch heute erhält, denn ich sand sie matter und elender als je, und auch ihre arme Schwester ist todt- krank." )isse Malt. Präsenzstärke des deutschen Heeres, vom 11. März 1887 Wohltäterinnen Ein Bild aus dem Leben von Hans Hagen. (Schluß.) In dem halbdunklen Stübchen saß die arme Alte und nähte emsig, die müden, angestrengten Augen schmerzten ihr in dem undeutlichen Dämmerlicht. — Obgleich sie mit verdoppelter Kraft und Energie arbeitete, ihre dürren, schwachen Hände zitterten, und sie sah ein, daß heute vor neun Uhr kein Fertigwerden sei. — Bange Sorge erfüllte ihr Herz, denn daheim lag ihre kranke, gichtbrüchige Schwester, die sie feit zehn Jahren mit ihrer Hände Arbeit erhalten hatte. Es wollte aber jetzt gar nicht mehr recht gehen, denn zu oft spürte sie, daß die Schwäche des Alters sie am allzu raschen Arbeiten verhinderte. Das alles belastete schwer ihre Seele und eine Thräne nach der andern fiel aus ihre Arbeit. Da trat Liddy ein. Sofort erkundigte sie sich nach der Nähterin kranken Schwester. Die Alte seufzte. Schon seit mehreren Tagen hatte das Gesicht der Siechen eine wachsbleiche Farbe angenommen. Es war zu befürchten, daß die Kranke bald ihrer Auflösung entgegengehen würde und heute, gerade heute hatte ihr die Schwester beim Weggehen mit -einem so wehmüthigen Blicke nachgesehen. „Sorgen Sie sich nicht, gute Friederike," sagte Liddy, als ihr die Alte ihr Leid geklagt hatte. „Sie können heute schon um halb sieben Uhr nach Hause gehen. Um sechs Uhr brechen die Damen auf und dann fährt meine Tante ins Theater." „Aber, liebes Fräulein," wandte Friederike ein, „meine Arbeit!" „Seien Sie unbesorgt, die mache ich fertig," rief Liddy, und verließ das Zimmer. Im Salon war noch große Bewegung. Ein Kreis von Bekanntmachung, Maßregeln gegen die Maul- und Klauenseuche. Nachdem in Helpershain die Maul- und Klauenseuche erloschen ist, wird die über die Stallungen des Heinrich Hühnergarth IV. und Johannes Hühnergarth V. daselbst verhängte Gehöftsperre, sowie die für die Gemarkung Helpersheim angeordnete Gemarkungssperre aufgehoben. Der aus den 14.—16. l. M. angesetzte und damals verschobene Biehruarkt z« Ulrichstein (sog. Jacobi- Markt) wird am 28. und 29.1. M. daselbst abgehalten werden. Das Austreiben von Klauenvieh aus den Markt ist nur gestattet, wenn der Führer deffelben mit einem thierärztlichen Gesundheitsschein versehen ift. Schweine sind vor dem Bekanntmachung. Nachdem bi/ in dem Gehöft des Pachters Pass avant zu Großen-Buseck ausgebrochen gewesene Maul- und Klauenseuche erloschen ist, haben wir die über dieses Gehöft, sowie die über die Gemarkung Großen-Buseck verhängten Sperrmaßregeln wieder aufgehoben. Gießen, den 22. Juli 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. se ich von heute ab meine mMe. aller Art, Ltrumpl iNgsstÜcke 2C. K. säNllllt- 4723 lil Loos, ng 5. * Wirth: m-IM t e Se-enseiti-keit, »regier»««. Li-Versicherung. , darunter außer den Prämien- Ertrareservem i über *■ 48793246. ■ Mer« »er «"st-" erung. __ « Prämie. Wv Vierteljähriger AvonnementspreiO, 2 Mark 20 Pfg. mit Bringcrlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Rcdaction, Expedition und Druckerei: SchutstraßeNr.t. Fernsprecher 51. Damen aus der seinen Welt war daselbst versammelt. Diese saßen vor ihren porzellanenen Kaffeetaffen, aus einem Tellerchen daneben lag etwas Biskuit, die feinen Hände arbeiteten nachlässig an einem Stückchen Linnen und die Zungen waren in vollster Thätigkeit. Da erzählte die Frau Majorin aus Offizierskreisen, die Frau Geheimeräthin verurtheilte das Cliquenwesen in den Faeultäten, die Frau Medieinalräthin klagte über die Verbreitung der neuen Krankenkassen, die so vielen jungen Aerzten ihr Auskommen erschwerte, unter der sogar ihr so äußerst begabter Sohn zu leiden hätte. Die Frau Superintendentin sprach von frommen Wohlthätigkeitsstiftungen, an deren Gründung sie betheiligt war, und verbreitete sich lange über das Segensreiche solcher Einrichtungen. Das erinnerte wieher alle an den Zweck ihres Hierseins und sie arbeiteten wieder emsiger darauf los. Endlich ward aufgebrochen- man bewunderte gegenseitig noch eine Zeitlang seine Leistungen, und jede fühlte beim Weggehen, wie angenehm es doch sei, wohlzuthun. Die Räthin ertheilte. noch rasch einige Anordnungen, setzte noch einmal das ganze Dienstpersonal in Trab und endlich war sie fort. „Schnell, Riekchen!" ries LiddH in das Hinterstübchen hinein, „gehen Sie, ich packe schon selbst alles zusammen." „Ach, Sie Gute," seufzte die müde Alte. Sie nahm ihre Tasche, legte zitternd ihre Sachen hinein scheiniges Mäntelchen und trieb ihr nassen Schnee ins Gesicht. III. Liddy, sowie Elise saßen im Hinterstübchen und nähten an Friederikens hinterlassener Arbeit. „Aber Du schweigst doch gegen die Mama," mahnte Liddy. „Selbstverständlich," erwiderte Elise. Bekanntmachung, Maßregeln gegen die Maul- und Klauenseuche, hier den Grünberger Jacobimarkt. Nachdem die in zwei Orten der Umgebung von Grünberg ausgebrochen gewesene Maul- und Klauenseuche als erloschen zu betrachten ist, wird die Abhaltung des am 30. l. M. stattfindenden Grünberger Jacobimarktes gestattet. Oeffentliche Faselschau und Prämiirung findet hierbei jedoch nicht statt. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß das Befahren des Marktes mit Schweinen verboten ist und es wird auch das Einbringen von Schweinen nach Grünberg zum Zweck des Verkaufes an dem Markttag und den vorhergehenden Tagen, sowie das öffenttiche Feilbieten von Schweinen am Markttag überhaupt untersagt. Zuwiderhandlungen unterliegen der gesetzlichen Strafe. Gießen, den 24. Juli 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. v. Caprivi. Berlin, 23. Juli. Die beiden letzten Bismarck-Interviews von Friedrichsruh, die Unterredungen des Fürsten Bismarck mit den Herren Rittershaus und Dr. Reichardt, ziehen in der Tagespresse noch immer ihre Kreise, besonders da das Gespräch des Fürsten mit dem zuletzt von ihm empfangenen Herrn Dr. Reichardt mit der zuvor Herrn Ritterhaus gewährten Unterredung in einem gewissen Zusammenhang stand. Leider drohen aber diese interessanten Vorgänge einen sehr bedauerlichen Epilog zu erhalten, insofern, als Herr Rittershaus, der Herausgeber des „Franks. Journals", die Berliner „Post" gerichtlich verklagen will, weil dem Genannten seitens des letzteren Blattes vorgeworsen worden ist, er habe in seiner Wiedergabe der Aeußerungen des Fürsten Bismarck über die Presse bewußte Fälschung begangen. Vielleicht ist es noch möglich, den unerquicklichen Zwischenfall aus eine andere Weise beizulegen, denn es wäre in verschiedener Beziehung bedauerlich, wenn die journalistischen Empfänge von Friedrichsruh noch ein Nachspiel vor Gericht finden sollten. — Die Vorarbeiten für den neu zu bildenden Colonialrath werden energisch gefördert und darf man hoffen, daß die neue Körperschaft bereits im Herbst ins Leben tritt. Wie die „Münchener Allg. Ztg." vernimmt, ist beabsichtigt, für die Berathung einzelner Punkte, z. B. des Etats, Seetionen zu bilden, welche die einzelnen Colonien umfassen. Die practische Geschäftswelt soll durch ihre Vertretung in diesen Abteilungen besondere Berücksichtigung finden und wird sich dies hoffentlich auch bestätigen. Denn die Heranziehung sachkundiger Männer aus dem praetischen Leben ist um so notwendiger, als das bureaukratische Element in der Colonial- abtheilung des Auswärtigen Amtes bereits mehr als genügend vertreten ist. Darüber, welche Stellung der jetzige Reichs- eommissar Major v. Wißmann im Colonialrathe einnehmen >t an tr. 36 00 & * § 4. Gegenwärtiges Gesetz kommr in Bayern nach näherer Bestimmung des Bündnißvertrages vom 23. November 1870 (Bundes-Gesetzbl. 1871 S. 9) unter III Z 5, in Württemberg nach näherer Bestimmung der Militäreonvention vom 21./25. November 1870 (Bundes-Gesetzbl. 1870 S. 658) zur Anwendung. Urkundlich unter Unserer Höchsteigenhändigen Unterschrift Marktplatze abzuladen und an der Untersuchungsstelle vorbeizutreiben. Schotten, den 21. Juli 1890. Großherzogliches Kreisamt Schotten. Schönfeld. ffSsr* 'duft der Emlagen, 10 Deckung r u^ge, josern nur da i mindestens vSpler, E Deutsche» Reich. Darmstadt, 23. Juli. Militärdienst nach richten. Wagner, Premierlieutenant vom 3. Großh. Jns.-Negt. (Leib-Regt.) Nr. 117, zum überzähligen Hauptmann befördert - Klinker, Seeondelieutenant ä la suite des 1. Großh. Drag.-Regts. (Garde-Drag.-Regts.) Nr. 23, ausgeschieden und zu den Reserveoffizieren des Regiments übergetreten - Weiner, Seeondelieutenant von der Infanterie 2. Aufgebots des LandwehrbezirksII Darmstadt, Kraemer, Seeondelieutenant von der Infanterie 2. Aufgebots, und Grau, Seeondelieutenant von der Feld-Artillerie 2. Aufgebots vom Landwehrbezirk Mainz — der Abschied bewilligt. Darmstadt, 23. Juli. Die von den Nationalliberalen und Conservativen für Ohly und Wolsskehl aufgestellte Wahlmännerliste für die L a n d t a g s w a h l ging mit großer Mehrheit durch. Berlin, 23. Juli. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht das Gesetz, betreffend die Friedenspräsenzstärke des deutschen Heeres, vom 15. Juli 1890. Dasselbe lautet: Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser, König von Preußen re. verordnen im Namen des Reichs, nach erfolgter Zustimmung des Bundesraths und des Reichstages, was folgt: § 1. Die Friedenspräsenzstärke des deutschen Heeres wird für die Zeit vom 1. Oetober 1890 bis zum 31. März 1894 auf 486 983 Mann festgestellt. Die Einjährig-Freiwilligen kommen aus die Friedenspräsenzstärke nicht in Anrechnung. § 2. Vom 1. Oetober 1890 ab werden neret ÄL »nSn14 Dreher, rVw.te'Ä.:"*" die Infanterie in die Cavallerie in 538 Bataillone, 465 Eseadrons, die Feld-Artillerie in 434 Batterien, die Fuß-Artillerie in 31 Bataillone, die Pioniere in 20 Bataillone, der Train in 21 Bataillone würde, in den er doch wohl berufen werden wird, da seine Rückkehr nach Ostasrika immer unwahrscheinlicher geworden ist, müssen erst noch ausklärende Mittheilungen von authentischer Seite abgewartet werden. Vermuthlich dürste sich diese Frage erst nach der Bildung der genannten Körperschaft entscheiden. — Die in Württemberg viel Staub aufwirbelnde Angelegenheit des Hauptmanns z. D. Miller hat jetzt für diesen württembergischen Offizier einen tragischen Ausgleich genommen. Wie der „Staatsanzeiger für Württemberg" amtlich meldet, hat König Karl in Bestätigung des ehrengerichtlichen Urtheils den Hauptmann z. D. Miller wegen Verletzung der Standesehre unter erschwerenden Umständen des Offiziertitels und des Rechts zum Tragen der Uniform verlustig erklärt. Ferner bezeichnet das genannte Blatt die Nachricht, Hauptmann Miller habe kürzlich eine Audienz beim Könige gehabt, als unwahr. Wie bekannt, ist Hauptmann Miller der Verfasser einer vielerörterten militärischen Brochüre, in welcher er eine einschneidende Kritik an den Verhältnissen im württembergischen Osfiziercorps übt und diese Kritik veranlaßte die Einleitung einer Untersuchung seitens des militärischen Ehrengerichts gegen Miller, die zu hem von König Karl nunmehr bestätigten verurtheilenden Erkenntniß führte. Neueste Nachrichten. WolfiS telegraphisches Correspondenz-Bureau. Kiel, 23. Juli. Die „Kieler Zeitung" stellt fest, es sei auf der hiesigen Marinestation von einer Besichtigung der Marineanlagen durch den französischen Admiral. Planch e nichts bekannt. Hamburg, 23. Juli. Das erste Fahrzeug der neugegründeten ost-afrikanischen Linie, der Dampfer „Reichstag" verließ heute Nachmittag den Hafen mit vollem Cargo und vielen Passagieren. Staatssecretär v. Stephan sandte aus diesem Anlaß der Direction ein Glückwunsch- Telegramm. Hamburg, 23. Juli. Eine Lloyddepesche meldet, der englische Dampfer „Egypt", der am 12. Juli von Newyork nach London cchgegangen ist, sei aus der See in Brand gerathen und habe von der Mannschaft verlassen werden müssen- diese habe sich gerettet. Wien, 23. Juli. In der heutigen Schlußsitzung der Enquetecommission für die Vereinigung der Vororte mit Wien wurden die vorliegenden Anträge angenommen. Das ganze Gebiet Wiens zerfällt danach in 19 Bezirke. Der Stadtrath besteht aus dem Bürgermeister und 21 gewählten Mitgliedern. Der vom 119 Mitglieder zählenden Gemeinderath gewählte Bürgermeister unterliegt der Bestätigung durch den Kaiser. Paris, 23. Juli. Wie die Zeitungen melden, ist der Marineminister nach dem Kriegshafen Cherbourg abgereist, um sich dort wegen den vorgekommenen aufsehenerregenden Schiffsunfälle zu informiren. — Einige Blätter verlangen die Unterdrückung des in Nizza erscheinenden italienischen Blattes „Pensiero di Nizza", welches die Affaire einer angeblichen Beschimpfung der italienischen Fahne am 17. Juli in Nizza tendenziös übertrieben hat. Paris, 23. Juli. Es heißt, daß die englisch-französischen Unterhandlungen eifrig fortgesetzt werden. Lord Salisbury habe dieselben auf die französischen Rechte in Egypten rmd Neufundland ausdehnen wollen, Herr Ribot hätte dies aber abgelehnt und diese Rechte kategorisch aufrecht erhalten. Ferner heißt es, daß zwei englische Delegirte nach Paris kommen würden, um mit Herrn Ribot eine neue Abgrenzung der französischen Einflußsphäre im Gebiete, des Tschadsees zu vereinbaren. Paris, 23. Juli. Nach einer Meldung der Morgenblätter explodirten aus dem Panzerschiffe „Caimann" während einer Uebung vier Maschinenröhren. Mehrere Heizer wurden schwer verwundet. Bei derselben Uebung bekam das Avifoschiff „Desaix" ein Leck, in Folge dessen es in den Hafen zurückkehren mußte. Das Kriegsschiff „Epervier" ist mit gebrochener Maschine von dem Manövergeschwader nach dem Hafen von Cherbourg zurückgekehrt. Die Blätter bemerken, daß die wiederholten Schiffsunfälle äußerst beunruhigend und nicht geeignet seien, eine gute Meinung von dem Schiffsmaterial und den Schiffsingenieuren hervor- zurusen. London, 23. Juli. Der in Sunderland befindliche Secre- tär des Nationalen Seeleutevereins erließ ein Manifest an die Schiffseigner,, welches einen allgemeinen, am Samstag beginnenden Aus st and der Seeleute ankündigt, bis den dänischen Seeleuten die gleiche Löhnung wie den britischen zugestanden ist. Aus diese Weise sollen die englischen Schiffseigner gezwungen werden, ihren Einfluß bei den dänischen zu Gunsten der dortigen Schiffer geltend zu machen. Für Samstag ist eine Versammlung von Seeleuten und Schiffseignern in Sunderland einberufen worden. Gibraltar, 23. Juli. Die Abfahrt der Kaiserin Friedrich ist in Folge des schlechten Wetters verschoben worden. Helgoland, 23. Juli. Heute Nachmittag 2 Uhr, bei großem Sturm, kenterte das Boot einer Segelparthie im Nordhasen, Consul Rohlsen und Fräulein Jon ass on aus Hamburg, sowie der Schiffer Christ von Helgoland ertranken, während Rohlsens Kinder gerettet werden konnten. Molde, 23. Juli. Der Kaiser unternahm gestern einen Ausflug nach Romsdal und nahm nach der Rückkehr das Diner aus der „Baden". Heute arbeitet der Kaiser an Bord und nimmt verschiedene Vorträge entgegen. Kopenhagen, §3. Juli. Der König verlieh dem Erzherzog Karl Ludwig von Oesterreich den Elephanten- orden. Brüssel, 23. Juli. Heute Vormittag um halb 10 Uhr besuchte der König das Stadthaus, um die anläßlich des Regierungsjubiläums beschloffene Adresse des Gemeinderaths rntgegenzunehmen. Abteilungen der Bürgergarde versahen den Ehrendienst. Der König wurde von dem Bürgermeister Buls und dem Schöffencollegium empfangen. Nach einer Begrüßungsrede des Bürgermeisters wurde die Adresse überreicht. In seiner Erwiderung hob der König die mächtige Entwickelung Brüssels während der letzten 60 Jahre hervor, sprach seine besten Wünsche für das fernere Gedeihen der Stadt aus und dankte auch Namens der Königin für die Gefühle und Gesinnungen der Bevölkerung anläßlich der doppelten Gedenkfeier. Anknüpfend an die Worte des Bürgermeisters, in welchen derselbe hervorgehoben hatte, daß der König über den Parteien stehe und allen Belgiern seine Fürsorge zuwende, sagte der König: „Ja diese Gesinnung wird erst mit meinem Leben erlöschen. Sie sagten, daß die Erfüllung der constitutionellen Pflichten zuweilen schwierig gewesen sei; ich glaube, daß ich dieses Compliment nicht ohne Einschränkung annehmen kann. Mir scheint, daß die consti- tutionelle Pflicht wie jede andere Pflicht, welche man ehrlich zu erfüllen bestrebt ist, eine leichte ist. Ich habe keinen anderen Ehrgeiz, als dem Lande gute Dienste zu leisten; die Parteien folgen einander in der Regierungsgewalt, sie haben gleichen Anspruch auf mein Vertrauen, dasselbe wird ihnen nicht fehlen." Indem der König sodann einiger geschichtlicher Vorgänge gedachte, welche sich an derselben Stelle abgespielt haben, bat er die Anwesenden, Hand in Hand an dem Gedeihen Brüssels und der Erhaltung der Unabhängigkeit des Vaterlandes zu arbeiten. Der König wurde bei seiner Ankunft und Rückfahrt von der Menge auf das Stürmischste begrüßt. Madrid, 23. Juli. Telegramme aus Barcelona berichten über Arbeiterunruhen in Valls. Infolge der Wiederaufnahme der Arbeit seitens einiger Arbeiter rotteten sich die Strikenden zusammen und begingen Ausschreitungen. Die Behörden waren den Tumultuanten gegenüber ohnmächtig. Die Strikenden warfen die Fenster der Fabrik ein und erst die Bürgergarde stellte die Ordnung wieder her. Madrid, 23. Juli. Der Kriegsminister wies den Gouverneur von Melilla an, weitere Angriffe der Araber energisch zu unterdrücken. Der Minister des Auswärtigen instruirte den spanischen Gesandten in Tanger, eine Beschwerde an die Regierung von Marokko zu richten. Sofia, 23. Juli. Ministerpräsident Stambulow ist in Burgas eingetroffen. — Der neue diplomatische Agent Serbiens, Steitsch, ist hier angelangt und besuchte die Leiter des Ministeriums des Auswärtigen. Die Erwiederung des Besuches erfolgte alsbald. Newyork, 23. Juli. Hierher wird gemeldet, daß Costa- rica und Nicaragua einen Bündnißvertrag mit Guatemala unterzeichnet und den General Ezeta von Salvador Namens des vereinigten Centralamerika ausgefordert haben, auf den Oberbefehl in Salvador zu verzichten, dantit die gesetzliche Ordnung in Salvador gemäß der Verfassung wieder hergestellt werde. Allen an der Revolution Betheiligten wird allgemeine Begnadigung versprochen. Guatemala vermehrt angeblich seine Truppen an der Grenze von Salvador. CocaJte» »nd protHttjivUcs. Gießen, 24. Juli. — Ernannt wurden am 15. d. M. der Heizer bei den oberhessischen Eisenbahnen Peter Gibb zum Locomotivführer, die Hilfsheizer Ferdinand Dauernheim aus Gießen und Adam Hepp er t aus Gießen zu Heizern bei diesen Bahnen. — Landtagswahl. Bei der gestrigen Wahlmännerwahl wurden die für die Candidatur des seitherigen Landtagsabgeordneten für Gießen, Herrn Rechtsanwalt Metz, vorgeschlagenen Wahlmänuer gewählt. An der Abstimmung be- theiligten sich 509 Wähler, abgegeben wurden insgesammt 19,085 Stimmen, wovon 113 aus andere als die vorgeschlagenen 38 Wahlmänner fielen. — Die diesjährigen Manöver des 11. Armeecorps werden dem Vernehmen nach zum größten Theile in unmittelbarer Nähe Cassels stattfinden. — Die Reservisten des letzten Jahrganges werden dieses Jahr vom 1. August ab zu einer mehrwöchigen Uebung eingezogen. Dann treten sie in die Landwehr über. — Das ungarische Natioual-Concert, welches Freitag Abend im Cafe Leib dahier stattfindet, erinnert uns an das erste Auftreten der Gesellschaft Urban vor mehreren Jahren dahier. Die Capelle hat im Laufe der letzten Jahre einen bedeutenden Aufschwung genommen. In Stuttgart, wo kürzlich die Capelle im Kaiserhos concertirte, war der Besuch des Publikums ein überaus starker, so daß man sogar die Eintrittspreise erhöhte und doch war an manchem Abend kein Platz mehr zu erhalten. Wir werden bei unseren bescheideneren Verhältnissen zwar aus einen solchen Andrang nicht rechnen dürfen- aber mir zweifeln nicht, daß die Capelle ebenso ein volles Haus finden wird, wie vor Jahren, als sie zum ersten Male hier spielte. Nicht unerwähnt bleibe, daß die Mitglieder der Capelle, Damen und Herren, sämmtlich im National- costüm austreten. * Butzbach, 20. Juli. An der neuen Wasserleitung wird zur Zeit mit allen verfügbaren Kräften gearbeitet. Ueber 600 Arbeitsleute stehen dabei in Dienst. Dieselbe soll aber auch bis zum Herbste ganz vollendet sein. Da man an manchen Stellen dieselbe ganz durch Felsen hindurchführen muß, so läßt sich die ungewöhnliche Arbeiterzahl begreifen. Mit Fertigstellung der Leitung besitzt die Stadt ein Werk, wie ein solches weit und breit kaum vorzüglicher sein kann. — Die Arbeitsleute für die Ernte sind deßwegen auch rar und manche größeren Pächter denken mit Sorgen an die nächsten Wochen, weil infolge der Witterung Korn und Gerste zugleich geschnitten werden müssen. Dazu kommt noch der Umstand, daß die zahlreichen Arbeiter aus dem ehemaligen Kurheffen ihren Weg nach Frankfurt oder nach dem Norden genommen haben. Die Fruchtfelder sehen recht befriedigend aus. An Futter war ein kleiner Mangel in den letzten vier Wochen. — Die Nußbäume, welche hier noch nicht so leichtsinnig ausgemacht worden sind, wie in anderen Theilen unseres- Landes, versprechen auch in diesem Jahre wieder einen reichlichen Ertrag. Deshalb werden auch viele Nußbäume da wieder angepflanzt, wo ältere, weil zerrissen von den Stürmen, oder den Blitzschlägen, abgängig geworden waren. Auch mit den anderen Obstbäumen, welche unser Städtchen gleich einem Park umgeben, können wir herzlich in diesem Jahre zufrieden sein. W. B. * Aus der Wetterau, 22. Juli. Vorgestern Abend wurde- der Kellner Peter Maurer von Ober-Mörlen im Hausgang seiner Wohnung, am Fuße der nach oben führenden Treppe„ unter Umständen ausgefunden, welche annehmen' ließen, er sei die Treppe heruntergestürzt und habe durch einen Bruch des Genicks seinen Tod gesunden. Ob die Annahme gerechtfertigt ist, bleibt dahingestellt- nach den in Ober-Mörlew circulirenden Gerüchten sollen an diesem Tage Streitigkeiten zwischen Maurer und seinem Schwiegervater vorgefallen fehu Ohne Zweifel wird das Einschreiten der Staatsanwaltschaft den Schleier lüften, der über dem Ende des M. bis jetzd noch schwebt. N. H. V. Bad Nauheim, 22. Juli. Trotz der seit zwei Monaten- herrschenden regnerischen Witterung ist die Fremdensrequenz eine günstige zu nennen- dieselbe bezifferte sich nach der letzten Kurliste auf 5162 Personen. Unter den Fremden von Distinction erwähnen wir die Fürstin Dolgoruki und Staatssecretär v. Jacobi von Berlin. — Zwei tragische Fälle fink zu vermelden - am Samstag Abend ertrank hier ein zweijähriges Kind im Soolgraben - gestern stürzte ein verheiratheter Einwohner in Ober-Mörlen durch einen Fall von der Treppe sich das Genick ab. D. Ztg. Vermiete». * △ Mainz, 23. Juli. Bei der heutigen Wah lmännerwähl zur zweiten hessischen Kammer siegten hier die Wahl-- männer der Socialdemokraten mit großer Majorität. Ihre Liste vereinigte 1287 Stimmen aus sich, die der vereinigtem Nationalliberalen und Deutschsreisinnigen 957 und die des Centrums 829 Stimmen. Die bisherigen Vertreter von Mainz in der zweiten Kammer, die Herren Jöst und Ullrichs sind somit wieder als gewählt zu betrachten. Die Betheiligung an der Wahl war eine sehr geringe. Von den Socialdemokraten wurde ungefähr die gleiche Stimmenzahl abgegeben wie vor sechs Jahren, während das Centrum und die Nationalliberalen über 200 Stimmen verloren haben. * A Aus Rheinhessen, 23. Juli. Die außergewöhnlich große Zahl der Personen, welche dieses Jahr aus Amerika zum Besuche nach Deutschland kamen, scheinen in einzelnen Kreisen der diesseitigen Provinz ein wahres Auswanderungsfieber hervorgerusen zu haben. So wird aus verschiedenen Orten gemeldet, daß sich ganze Familien — darunter solche^ die reichlich Verdienst und Nahrung haben, — zur Auswanderung rüsten uni) nur noch das Einheimsen der Ernte und des Herbstes abwarten. Jung wie Alt sind von diesem Auswanderungsfieber gleichmäßig befallen, doch sind die Personen von der Krankheit hauptsächlich angesteckt, die irgendwo jenseits des Oceans einen Anverwandten wohnen haben, dem das Glück hold gewesen ist. Die großen Besitz verrathende Wohlhabenheit, welchen die meisten Besucher von Amerika, durch ihr ganzes Austreten, wie theilweise auch durch Kleidung, und luxuriöse Lebensart hier öffentlich zur Schau tragen, hat offenbar sehr bestechlich gewirkt und Vielen die „goldenen Berge" über dem Meere sehr nahe erscheinen lassen. Uebrigens kann man die vergrößerte Auswanderungslust in diesem Jahre * in Deutschland vielfach bemerken und schon seit Wochen befördern die Rheindampser zahlreiche Personen aus Württemberg, Bayern, Baden und der Pfalz nach Holland, die sich- jenseits des Oceans eine neue Heimath gründen wollen. * = Frankfurt a. M., 23. Juli. Eine Blutt hat, welcher vor nunmehr fünf Jahren, nämlich in der Nacht vom 1. zum 2. November 1885, ein junges kräftiges Menschenleben zum Opfer fiel, scheint jetzt seine Sühne finden zu sollen. In bezeichneter Nacht wurde gegen 1 Uhr ber Mechaniker und Schlosser Wilhelm Müller in der Weidenbornstraße todt ausgesunden. Ein Stich in den Hals, der von hinten geführt worden war, hatte dem Leben ein schnelles Ende gemacht, da das Messer tue Schlagader getroffen hatte. Der Erstochene war in der mehrgenannten Nacht bei einem Tanzvergnügen in der „Weißen Lilie" zu Bornheim gewesen und hatte nachher ein junges Mädchen heimbegleitet. Auf dem Heimwege soll M. mit mehreren Personen zusammengetroffen sein und mit diesen Wortwechsel gehabt haben. Müller ist aber dann zu seinen Hausleuten (er war unver- heirathet und wohnte bei den Kölz'schen Eheleuten in 'der Eulengaffe) heimgekehrt, hat nachher aber wieder sein Logis verlassen und von diesem Gange kam er nicht mehr zurück. Es wurden s. Zt. mehrere Verhaftungen vorgenommen, indefi mußten alle Jnhaftirten wieder entlassen werden. Der Meuchelmörder — ein solcher ist es nach dem Befund der Leiche gewesen, auch war der Ermordete als ein starker Mann und gewandter Turner bekannt, dem im offenen Kampfe so leicht Keiner etwas anhaben konnte — blieb unentdeckt, obgleich die Staatsanwaltschaft aus seine Ermittelung eine Belohnung von 300 Mk. aussetzte. Jetzt scheint nach einem halben Decennium der Thäter durch die Schwatzhaftigkeit der Weiber entdeckt worden zu sein. Die Frau des Fuhrknechts Christian Hauser bekam mit einer anderen Frau wegen eines Kindes Streit und in der Erregung soll die letztere der Hauser zugerufen haben: „Du willst mir was anhaben weißt Du noch, wie Du für Deinen Mann, der den Müller erstochen hat, das Hemd gewaschen hast?" Diese Bemerkung wurde von Zuhörern vernommen und der Polizei Anzeige erstattet, woraus Hauser vom Rollwagen weg verhaftet wurde. Nach einer anderen Lesart soll der Verhaftete nicht Fuhr- knecht, sondern Steinsetzer sein, auch soll nicht dessen Frau, sondern dessen damalige Hauswirthin das blutige Hemd gewaschen haben. Das sind kleine Abweichungen in den Be- 8»^ Iaaterb 6089 ' ^Ä88 Jituts flrw facher Rudtlyv. G #o,i Käss« ist 32 3“ 'e ' Währ 29. * S„e dic ® 2 der S» es W "Litt ein >:L »InSfunfi ieslld,L W- ®J mit1 tiaW hit: s-lchk" möglid bald erfolgen- W?gU 3* W *-<-**; einigen 6ohgie| e8, Serfammiung bekam Allerdings haben mn nach erfolgt« > SSerfammlunfl bereits et Theil für rechtzeitige s tragen und es wäre >e baldthunlichst an das wenden wollten, um hei zu ersparen. * Einen neuen Be Paß lieferte eine am 13 Lausitz abgegebene Postk Adresse - ohne Name i Deutsche Reichspost, sei s. karte an den Voonekarn am Rhein." Schon a mr diese Postkarte in H< H. Underberg-Albrechr u * Psndenmn. ein Pulver nebst solgei Pulver in eine Rohre kranken Pferdes und b' Verstanden?" - De' kehrt aber nach fünf1 ivinbet sich vor Leibschl der Thierarzt. - Seit Gaul {jat zuerst ge verkehr, £a*A Ä1, - Nach dm statistisch ftilew undTtahlinrM ^Deutschen Reiches $ M) aus 387,852 Sonnen eisen 185,362 To., ffi 1889 betrug 3308 ote3,30’?™118» WM To. im gleichen Z ""w M, «106 vefiI i WW ks;; lo. tu n MS so zugeknöpft wie möglich. Natürlich eingetragen nur etwa der vierte Sicherung von Wohnungen Sorge ge- sehr erwünscht wenn die Herren sich Das Finanzcomite. 6187 ab, bei [5892 Prima Portland-Cemenl 5981 H. Scherff, Glaser. isitenkarten 6089 Neuenweg 15. 11 6106 Agent [1317 Carl Doos in Gießen. Reparaturen billigst unter Garantie. [4125 Fritz Scharmann., Uhrmacher. 5941 ft 22. Juli. Mitglieder Ein vollständiges Berliner Adreß- des zehnten internationalen medi- Aufklärung wird ja ohne Zweifel bildet die Sache einstweilen das werden in jeder Schriftart und Papiersorte angefertigt in der cinischen Coklgresses, Versammlung bekannt Allerdings haben von nach erfolgter Lösung Versammlung bereits Theil für rechtzeitige deren hiesige Wohnung zur Zeit der ist, wird augenblicklich ausgearbeitet, nahezu 2000 Aerzten — so viele sind jetzt, also 14 Tage vor Beginn der bald erfolgen. Tagesgespräch. * Berlin, buch derjenigen Hausbursche von 16—18 Jahren zum sofortigen (Sins tritt gesucht. [6178] Chr. Wallenfels. 6186] Mädchen tagsüber zu Kindern aesucht. Näheres in der Exped d. Bl A A«S Oberheffen, 22. Juli. Die amerikanische Hitzwelle scheint schnell verschwunden zu sein oder sie blieb wahrscheinlich unterwegs auf dem atlantischen Ocean haften und wurde von diesem verschluckt, denn seit die schweren nächtlichen Gewitter erschienen, ist es wieder regnerisch geworden. Mit Besorgnitz blickt der Landwirth nach den schweren Wolken; wie soll er bei einem solchen Wetter die Ernte trocken unter Dach bringen? Damit die gebundenen Garben lufttrocken werden, stellt man sie in sogen. Puppen zusammen. Jedermann, auch der Städter, kennt diese Puppen, die oft in langen Reihen auf den Aeckern stehen. Die Aufstellung der Garben in dieser Weise hat jedoch große Nachtheile gegen ein Verfahren, das in Norddeutschland, besonders in der Mark Brandenburg angewandt und hier beschrieben werden soll. Bei uns in Hessen macht man im Winter während der arbeitslosen Zeit Strohsetle und zwar aus Kornstroh. In diese Seile werden die Früchte: Korn, Weizen, Gerste, Hafer eingebunden und die Garbe fest zugeknebelt. Der Norddeutsche macht keine solche Seile, er nimmt sich das Seil aus den Halmen des Getreides, das Gottesdienst der israelitischen Keligionsgesellschast. Freitag Abend 715 Uhr, Samstag Vormittag 8°° Uhr, Samstag Nachmittag 4<* Uhr, Samstag Abend 840 Uhr. Zwiebelkuchen Montag, Mittwoch und Freitag, Morgens um 9 Uhr, bei XVIII. Lahnthalsängerfest. Allenfalls noch rückständige Forderungen sind bis Ende dieses Monats bei dem Rechner Herrn F. Hoffmann anzumelden, da sie sonst keine Berücksichtigung mehr finden können. Fr. Hennings. Seltersweg. von Dyckerhof Söhne,TAmimeburg» Thonröhren, Steinplatten, Cementplatten, Thonplatten, ^eschäftsverlegnng. Mein Geschäft befindet sich von heute ab Kirchenplatz Nr. 6 Hotel Einhorn. Empfehle zu gleicher Zeit mein großes Lager in Uhren und Goldwaaren, silbernen und versilberten Tafelgerathen, große Auswahl Ketten und alle in dieses Fach einschlagende Artikel. — Der Zweizahn als Fischfeind. (Nachdruck verboten.) Ein am Rande der Teiche sehr häufig in großen Massen auftretendes bekanntes Unkraut ist der Zweizahn oder Wasserhanf (Bidenz tripartia und B. ceraua). Die im Nachsommer zur Reife gelangenden^Samen, welche in großer Zahl in dem dichten Blüthenkopf gebildet werden, tragen drei steife, mit Widerhaken versehene Grannen, welche, wenn die Samen auf dem Wasser schwimmen und die Fische nach ihnen schnappen, häufig im Munde der Fische sich festbohren, so daß die Thiere nicht fressen können, eoent. zu Krankheiten Anlaß geben und die Thiere zu Grunde richten. 6197] Penflonirte Offiziere, Beamte rc. finden bet einer Militardienst- und Aussteuer- Versicherungs-Gesellschaft lohnende Beschäftigung. Offerten aub H 0. 1436 au Rudolf Moffe, Frank« furt a. M., erbeten._________________ richten, die nicht viel zu bedeuten haben. Uebereinstimmend verlautet jedenfalls, daß durch Entzweiung der beiden grauen die Sache ans Licht gekommen ist. Der verhaftete Hauser ist 32 Jahre alt, der Erstochene stand z. Zt. der That im 29. Lebensjahre. Während ein hiesiges Blatt versichert, der Jnhaftirte leugne die That und die „Fr. Z." sogar meldet, es liege außer der Aussage jener Frau Belastendes nicht gegen H. vor, theilt ein drittes Blatt mit, die Behörde verweigere jegliche Auskunft und bestätige lediglich die erfolgte Verhaftung. Das Letztere ist wohl das Richtige, denn die Criminalpolizei ist, wie ich selbst dutzende Male erfahren, in solchen Fällen, um die Untersuchung nicht zu hindern, stets Träger und sonstige Bauartikel, Tuffsteine und Kaminrohre. Emil Pistor. Briefkasten. Oe. in B. Das Inserat kostet 2 brutto, 1.50 JL netto. Heß, Sattler Marktstr. 14. — I Ankauf alter Bücher ll. Bilderwerke. Angebote ganzer Bibliotheken, sowie einzelner Bücher erbittet die [579 J. Ricker’sche Buchhandlung Giessen.. * Einen neuen Beitrag über die Scharfsinnigkeit der Post lieferte eine am 13. Juli er. in Waldau in der Ober- Lausitz aufgegebene Postkarte, welche folgende charaeteristische Adresse — ohne Name und Bestimmungsort — trug: „Liebe Deutsche Reichspost, sei so gut und befördere doch diese Postkarte an den Voonekamp-Fabrikateur und Destillateur in ? öm Rh e i n." Schon am 2. Tage, nämlich am 15. Juli, irar diese Postkarte in Händen des richtigen Adressaten, Herrn H. Underberg-Albrecht in Rheinberg am Niederrhein. * Pferdecuren. Ein Thierarzt gibt seinem Assistenten ein Pulver nebst folgender Anweisung: „Sie schütten dies Pulver in eine Röhre, stecken die letztere ins Maul des kranken Pferdes und blasen ihm das Pulver in den Rachen. Verstanden?" — Der Assistent nimmt Pulver und Röhre, kehrt aber nach fünf Minuten aus dem Stalle zurück und windet sich vor Leibschmerzen. — „Was ist geschehen?" ruft der Thierarzt. — Sein Gehilfe antwortete stöhnend: „Der Gaul hat zuerst geblasen!" — Zur Entwickelung der MitttLrdienst-Berffcheruug. Auf dem Gebiete der Militärdienst-Versicherung, die in der großen „Deutschen Militärdienst-Versicherungs-Anstalt" in Hannover ihre bedeutendste und vornehmste Vertreterin gefunden hat, haben sich die Dinge während der letzten Jahre ganz eigenthümltch entwickelt. Angeregt und angespornt durch die wahrhaft großartige Entwickelung, welche die obengenannte Gesellschaft genommen hat, haben wir in den verschiedensten Theilen Deutschlands neue Gesellschaften entstehen sehen, die diese Branche im Spectellen (neben der Aussteuer-Versicherung) aufnahmen, während gleichzeitig auch mehrere schon bestehende Lebensversicherungs-Gesellschaften diesem Versicherungszweig ebenfalls ihre Thätigkeit zuwandten. Aber keine einzige von allen diesen Gesellschaften hat auch nur annähernd einen ähnlichen Erfolg gehabt, wie das Muster, nach dem sie strebten, die genannte „Deutsche Mtlitärdienst-Versicherungs-Anstalt". Alle diese Gesellschaften haben nur einen verhältnißmäßig geringen Umfang des Geschäfts zu erzielen vermocht, sodaß einige von ihnen es nur zu einem Achtungserfolge gebracht haben, während andererseits mehrere einen directen Mißerfolg davongetragen haben. Die „Deutsche Militärdienst-Versicherungs-Anstalt" in Hannover steht demnach noch heute in dieser Branche unerreicht wie ein Coloß an der Spitze, dies sowohl mit Bezug auf den Geschäftsumfang als auch hinsichtlich der vorzüglichen Organisation, der wohldurchdachten, volksthümlichen Einrichtungen und der Vermögenslage. Namentlich betrübend ist es, daß von den neu gegründeten Gesellschaften, die diese Branche aufnahmen, mehrere eine recht ungesunde Entwickelung genommen haben, oder vielmehr, ftafj einige von ihnen von vornherein auf falschen Grundlagen angelegt, oder endlich daß ihre Gründung und Leitung in Händen lag, welche der übernommenen Aufgabe in keiner Weise gewachsen waren. Einige dieser Gesellschaften müssen geradezu als Mißgeburten und Auswüchse bezeichnet werden, deren Schicksal bereits besiegelt und unabänderlich geworden ist; ihr Zugrundegehen kann nur eine Frage der Zeit und zwar verhältnißmäßig kurzer Zeit fein. Mit Ausnahme der „Arminia" in München, die auf dem Actienprinctp errichtet ist, sind die übrigen in Frage kommenden Anstalten Gegenseitigkeitsgesellschaften. Dies ist um so betrübender, als bei diesen schließlich die irregeleiteten Versicherten die Kosten des mißlungenen Versuches der Gründer und Unternehmer zu zahlen haben. Es scheint uns deshalb an der Zeit und angezeigt, einmal alle den Gesellschaften, welche die Militärdienst-Versicherung betreiben, eine erhöhte Aufmerksamkeit zuzuwenden und die einzelnen Gesellschaften daraufhin zu prüfen, ob sie eine dauernde Lebensfähigkeit und Prosperität erhoffen lassen. Temperatur der Lahn und der Lust am 24. Juli, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasier 14, Luft 15 Gr. Rüb s amen. Hslb-Verdeck (M ylord), gut erhaltey, prei-werth zu verkaufen bei Vorzüglichen Himbeersyrup empfiehlt zu sehr billigen Preisen 6o82 Carl Schwaabs Delicatessenhandlung. Brühl’schenDruckerei Schulstrasse 7. Nach Amerika mit den vorzüglichen Schnelldampfern des NorddeutschenLloyd in Bremen befördert Paffagiere der concessionirte er grabe binden will und knotet es zusammen. Er macht die Garbe nur den dritten Theil so dick wie bei uns und knebelt sie durchaus nicht so fest zusammen. Dadurch wird bewirkt, daß die Luft viel bester durchstreichen, die Aehren und Halme also viel leichter trocknen können. Ferner stellt er die Garben nicht In eine Puppe zusammen und stülpt einen Hut darüber, sondern er stellt alle Garben, etwas gegeneinander geneigt, auf die Köpfe. Hierdurch ist der Luft überall Zutritt gestattet; stockende Nässe wie bei den Puppen ist ausgeschlossen und das Auswachsen der Körner, das die Qualität vernichtet, ist unmöglich gemacht. Man kann sich leicht von der Luftcirculation überzeugen, wenn man sich zwischen eine solche Garbenreihe setzt. Die trocknende Wirkung der Luft in diesen Reihen ist so bedeutend, daß die Garben, selbst wenige Stunden nach schwerem Regen, lufttrocken sind und nach Hause gebracht werden können. Diesen Vortheilen gegenüber hat das Aufpuppen wesentliche Nachtheile und zwar folgende: Die Strohfelle sind kostspielig. Die Puppenherrichtung, besonders diejenige des Hutes, istzeitraubend und gar nicht so leicht. Die durchnäßten Puppen trocknen schwer. Die fest zusammengeknebelten Garben trocknen viel schwerer als die viel dünneren, locker gebundenen. Bel dm Puppen aber zeigt sich schon jetzt, wie Jeder sofort finden kann, ein sehr großer Nachtheil. Die mit eingepreßte Feuchtigkeit verdunstet nur sehr langsam, es entsteht Gährung, die Garben erhitzen sich und die Folge davon ist das Keimen und Auswachsen der Körner. Unsere oberhessischen Landwirthe halten bekanntlich ungemein an Ihren alten Gebräuchen und Methoden fest. Das Ist ein recht schöner, conservativer Zug. Wenn sich aber etwas Neues als besser, billiger und vortheilhafter erprobt hat, ist es Eigensinn, sich dem Besseren verschließen zu wollen. Oben beschriebene Art, das Getreide zu binden und aufzusetzen, ist nun aber von Pachtern aus Norddeutschland da und dort in der Wetterau mit unverkennbarem Erfolge eingeführt worden. Bei dem gegenwärtigen nassen Sommer ist zu fürchten, daß der große Erntesegen, welcher auf den Fluren der Sichel harrt, dem Verderben anheimfällt, wenn nicht mit der größten Vorsicht verfahren wird. Zu Nutz und Frommen des kleineren, rationellen Landwlrthes habe ich darum diese practlsche Methode des Getreidebindens hier vorgeführt und wünsche, daß sie Beachtung finden möchte. tragen und es wäre jt-yi cnuuiqu/i, ivcmi mc «ycn-cii |iuj baldthunlichst an das Wohnungs - Comits (Karlstraße 19) wenden wollten, um hernach Aufenthalt und Verdrießlichkeit zu ersparen. Beste und billigste Bezugsquelle für garantier neue, doppelt gereinigt u. gewaschene, echt Bettfedern. Wir versenden zollfrei, gegen Nachn. (nicht unter 10 Pfd.l gute neue Bettfedern per Pfund für 60 Pfg., 80Pfg., 1M. u. IM. WPfg.; feineprimaHalbdauncu IM. 60Pfg.; weitze Polarfedern 2 M. u. 2M.50 Pg.; silbcrweific Bettfedern 3 M., 3 M. 50 Pfg., 4 M., 4 M. 50 Pfg. u. 5 M.; ferner: echt chinesische Ganzdaunen (sehr füllkräftig) 2 M. 50 Pfg. und .3 M. Bcr. Packung znm Kostenpretse. — Bei Beträgen von mindestens 75 M. 5°/0 Rabatt. — (yiluil Nicht- gefallendes wird franklrtbereltwilligst zurückgcnommen. 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P.6 Unter den gremben v°n Dolgornki und Ams- 1J5“" Wföe Fälle s,„j> ,nb .°"r°nk hi-r ein z»-j- ,,uri,e »n »erljeiratheter c,nen Fall non der Treppe D. 3tg, -öerfebr, £ano< ««v Volk»wirthsct,a^r — Nach den statistischen Ermittelungen des Vereins deutscher Eisen, und Stahlinduftrieller belief sich die Roheisenproductton ?o^^butschen Reiches (einschließlich Luxemburg) im Monat Juni 1890 auf 387,852 Tonnen, darunter Puddelrohelsen und Splegel- Zo" Beffernerroheisen 39,131 To., Thornasroheisen 116,768 To. und Gießereiroheisen 46,591 To. — Die Production im Juni 1889 betrug 330,812 To., im Mai 1890 400,234 To. Vorn 1. Januar bis 30. Juni 1890 wurden produclrt 2,339,583 To. gegen 2,092,376 To. im gleichen Zeiträume des Vorjahres. Limburg, 23. Juli. (Frachtmarkt). Rother Weizen JL 19.20, weißer Weizen JL 19.—, Korn JL 1410, Gerste JL —, Hafer JL 9.30, Erbsen X —, Kartoffeln «4L Gesucht zum sofortigen Eintritt ein lediger Schlosser Schmied ober Spengler als zweiter Heizer. [6193 GambrinuS-Brauerei Butzbach. 6208] Geselle erhält dauernde Arbeit. H» Gack, Schreinermeister, große Mühlgasse 5. Jleues flrünfsom empf. Carl Hoffmann. [6085 364] Die berühmten WieSbadenerHaus- macher Rudeln v C. Weiner, keine sog Fabriknudeln, empfehlen W. Schowber, Neuen Bäue 10 u. E. Roth, WaMhorstr. 5. Zwiebelkuchen Montag-, Mittwochs und Freitag-, von Morgens y29 Uhr »ter. r jungen Wah lmänner- \ MN siegten hier die Wahl-- - n zrotzer Majorität. Ihre = sich, die der vereinigten - nsmnigen 951 und die des : bisherigen Vertreter von die Herren Jöst und Mich, zu betragen. Die Bethä- -hr geringe. Von den Soüal- ne gleiche Stimmenzahl abwährend das Pentium und Stimmen verloren haben. Juli. Die außergewöhnlich he dieses Jahr aus Amerika kamen, scheinen in einzelnen ein wahres Auswanderungs- Ao wird aus verschiedenen 5^;:licu — barunter fo(d)tr rung Haden, - zur Aus- baS Einheimsen der Ernte ng wie Alt sind von diesem bcfaOen, doch sind die Per- lüch angesteckt, die irgendwo Jündten wohnen haben, dem e großen Besitz verrathende ften Besucher von Amerika eilweise auch durch Kleidung stmlich zur Schau tragen, -r und Bielen die „goldenen erscheinen lassen. Uebrigens . >crungslust in diesem Jahre und schon seit Wochen be- Änen aus »ttew L nach Holland, die sich K s**: rJÄrtS ■ Ttttn V •ßortniedll«1 H im»«’ n i« W G lpM e\,r ietrt tot* » t abtt »i*» “ utÜd. " , er E'ind-S ’ “L °°rgk"°"" Der /'sejunb61' n rtfe f» ■ , — bliev elne 'T'«« ■■ : ; ,, i'c ,, M'9 Emil Noll, Löwengasse. Saaterbsen, Senffaat empfiehlt billigfi H. F. Nassauer. 6202] Schriftliche Arbeiten sind während der Ferien sauber anzufertigen, bevorzugt von einem stad. Offerten unter A. Z. 900 postlagernd Wetzlar- , 6199] Ein zuverlässiges Mädchen mit guten Zeugnissen, welches im Kochen etwas bewandert fein muß, wird gesucht. Frau Th. Hanbach, Bahnhofstr. 40. 6196] Ein Knecht auf sofort gesucht, Wochenlohn Mark 6.—. ____________________Neuenweg 33 6188] Ein braves fleißiges Mädchen wird zum sofortigen Eintritt gesucht. Aliceftraße 14, 2 Etage. Verspätet I s 6212] Unserem liebende Freunde Franz B . . . . r zu seinem gestrigen Geburtstage nachträglich die besten Wünsche und ein von der Ludwigftraße hallendes in die Brauerei Förtsch schallendes Hoch, daß das ganze Gießener Bürgerbrau ins Schwanken geratb-_____________ E. M. S. 6055] Eine jüngere reinliche Person zur Bedienung eines Herrn gegen freies Logis (Zimmer mit Küche) auf 1. August gesucht. Näheres __Marktplatz 21 im Laden. 6667] Ein Student sucht während der Ferien Beschäftigung in schriftlichen Arbeiten. Näheres bei Metzgermeister Kiefer. Neuenweg 32_______________ Glaser oder Schreiner finden dauernde Arbeit bei rem- Sprecher No. 51. Cafe Leib Giessen« Ar Ami 1. Der Gesellschaftsvorstand. 6127 2. 3. 6042 Otto Schaaf. Der Vorstands 6204 miethen- Bahnhofstraße 11. 200 «X 519 // 16 31 . 31 Stephan. 6198 § Familie Gimbel 6210 Tendenz: fest. Telegraphischer LourSberichL bet Berliner Börse vom 24. Juli 1890. 91.40 4206 Rebactton: v. Scheyda. — it ii 438 510 183 22100 156 70 155 80 165.00 266 75 104 50 206 25 119 50 8980 94 90 78 70 75.50 405 50 208 50 164.(0 142 60 40 60 166.20 141 20 83.70 58 87 61 220 75 196.50 10075 iß3.30 02 74 81 04 61 Maurerarbeit, veranschl. zu Schreinerarbeit, „ AeGbinder- und Maurer- «beit, veranschl. zu Oelfarbenanstrich, veranschl. zu Sonstige Arbeiten, „ Am Jahresschlüsse 1888 betrug die Mitgliederzahl Neu eingetreten pro 1889 ....... Ausgeschieden pro 1889 ........_ Bleiben am Jahresschlüsse 1889 ..... Treis a. d. Lda., am 20. Juli 1890. Arbeiten im Innern der Kirche zu Großen-Buseck. NB. Da Fahrpreis - Ermäßigung eintritt, werden die Mitglieder und ftd) betheiligende Freunde des Vereins gebeten, bis zum GamStag Abend 9 Uhr bei Herrn Earl Schwan, Kreuzplatz 15, den Bedarf ihrer B'llele anmaeben. Summa 1850 «X sollen im Submissionswege. vergeben werden. Voranschlag und Bedingungen liegen im Psarrhause dahier bis zum 29 d MrS., offen, woselbst auch die Forderungen schriftlich, versiegelt, und mit entsprechender Aufschrift versehen, bis Nachmittags 2 Uhr einzureichen sind, zu welcher Stunde die Eröffnung derselben erfolgt. Großen-Buseck, 23. Juli 1890. Gr. Bürgermeisterei Großen-Buseck. DiSconto-Eomm. Darmstädter Bank-Act- Dresdener Bank-Act- Berliner Handelsges- Oefterr. Credit-Acp Wiener BankoereinS-Act- Oefterr. Staatsbahn Lombard. Eisenbahnj Friedrich Henzel zu Arnsburg (Inhaber: Friedrich Henzel). F. L. Förster zu Lich (Inhaber: Friedrich August Bernhard Förster). Heinrich Bechtel zu Birklar (Inhaber: Heinrich Bechtel). Die Erlöschung dieser Firmen soll dH* T-, __J Im zweiten Theile: SNF* Großer ungarischer Zigeuner Tanz IBflS ausgesührt von mehreren Mitgliedern des Orchesters. Entree: Reservirter Platz 1 JL, Saalbillet 60 Gallerie 30 Billeten Vorverkauf: bei Herm Friseur Gerhardt, Lindenplatz: reservirter Platz 80 H, Saalbillet 30 bis Freitag Abend 6 Uhr. SMF Es findet nur dieses eine ConLert statt._____________[6191 des Spar- und Vorflhußverrins zu Treis a. d. Lda eingetragene Genoflriflchaft mit unbelchränkter Haftpflicht am Jahresschlüsse 1889. Sei Gelegenheit de KMkeiten werden rn Hntlichen Ordmg nai 1) In der Zeit vo Verkehr von Re die MMrg gesperrt- Der die SiWfr Tonmsirche t 2) In der M v endigung der Verkehr von 9 die Ostanlage < nehmen ihren Matze. 2)' dem Straßen/ haben die Leite anwesenden Po. Gießen, am 24. Großherzog Oefterr. Lredtt