Sa 'esuch. tb & Si SU '<» verkehr', J'.yflttttn $5\ S.>>- »hhü en' Narbt uG \®ail, ju _jbelter§roeg^ ^aße, ist y fen- Nähere erbtbant m ing gea Heorg, Handls elterswcg 41. rHTp i|wto| ungswäscte j C«), W bestens befolgt Neuenwiq junger Mann 7 und dübscher (r, I für das te kgefchüftes gduiti ) L. an die Ifoe. ite Möhv sacht kleine F? Mcher ruhig«! zu baldigem Äe>. t Preisanaade a ftped. d. Bl. WvbNUNg von > ]et)ör in gesund« i: jigen Familie rv° Offerten unter 11 erbeten. m JunP IrbeitgM NreaS >i bis drei lem 1 - sonstige trofr: Auibewahren Wn iE;* ittr 1890 011 fett tüchtig^ d' ®dMf TwW1 mA Golf' Kr. 95 Freitag den 25. April 1890. Der fictoier Aujeiger icichcint täglich, m Ausnahme des MontagS. Die Gießener Ja «itienvtäller vertäu dem Anzeiger eichsntlich dreimal beigelegt. ießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Vierteljähriger ASs»ueme«tspreis: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerloh«. Durch die Post bezöge« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: ZchnlstratzeAr.7. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblatt für den Areis Gieren. chratisöeikage: chießener Kamitienökätter ßnmahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den fclgoenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlicher Theil. Gießen, 23. April 1890. Letir. - Verminderung der rabenartigen Vögel. Las Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzh. Bürgermeistereien -e- KreifeS. Bei der im vorigen Jahr durch uns angeordneten Ver- minberung der Raben sind zwar im ganzen Kreis nach den bei uns eingelaufenen Berichten zusammen 470 alte Raben, M junge Raben und 1764 Rabeneier vernichtet worden, trop em sind aber drese Vögel und ebenso die Krähen, Dohlen, Wer und in manchen Gegenden auch die Elstern noch immer in übergroßer Zahl vorhanden. Wir ordnen deshalb hier- toidi zunächst an, daß gleich wie im vorigen Jahr im lau» send- n Frühjahr die Nester dieser Vögel durch zuverlässige Personen im Beisein von Forstdieuern oder, insoweit es außerhalb der Waldungen geschehen soll, im Beisein von Feld- föutcn ausgehoben werden. Die hierdurch entstehenden Kosten sch in Gemäßheit des Art. 12 der Verordnung vom 7. April 183i’ — Reg.-Blatt S. 255 — auf die Gemeindetaffe zu übernehmen. Bezüglich des Abschusses der Raben u. s. w. in den ßemoarhingen, in welchen die Jagdpächter unserer Aufforderung vom 17. Januar l. I. — Kreisblatt 20 — nicht iiachMkommen sind, werden wir im einzelnen Fall besondere Slnorbnung treffen. Auch wenn eine solche besondere Verfügung nicht er- wollen Sie jedoch die Jagdpächter auffordern, dem Ab- Ms der Raben und rabenartigen Vögel, sowie der Eichhörnchen fortgesetzt ihre Aufmerksamkeit zu widmen und be- (oimö darauf hinwirken, daß die brütenden Raben u. s. w. diif Den Nestern abgeschoffen werden. Ende Juni l. I. wollen sie berichten, wie viele Raben iinb rabenartigen Vögel, alte, junge und Eier, sowie Eichhörnchen in Ihren Gemeinden vertilgt worden sind. v. Gagern. Gießen, 23. April 1890. $etr.: Die Vertilgung der Blutlaus. Las Großherzogliche Kreisamt Gießen in die Crotzh Bürgermeistereien bezw. Orts polizeibeamten des Kreises. Nach dem in obiger Angelegenheit erlassenen Reglement M 3. Februar 1888 — Kreisblatt 32 — hat im Laufe Fenilleton. Kronschatz des Sultans in Konstantinopel (Schluß.) Die schöne Odaliske, welcher einst mit diesen Wedeln tton dienstbaren Selavinnen Kühlung gefächelt wurde, be- .iArte nicht mehr mit verführerischem Lächeln ihren holden •Mieter, beide weilen längst in Allahs Freudenreiche, sie ijdioirten der Vergessenheit an, während ihre Gerätschaften si! l.is aus den heutigen Tag in Jugendfrische überdauert 'hlitLn, damit sie dereinst der Nachwelt Zeugniß von dem chjchmack der Dahingeschiedenen ablegen sollten. — Aus ihnen, in der Schatzkammer regellos vertheilten Taburets "Iten wirklich schöne Raritäten, welche durch ihre gediegene ikpilerische Ausführung überraschten, zum andächtigen Be- ftlliiien ein. Welchen Geschlechtern verkündete jene Uhr dort den ftulLschlag der Zeit? Welche Favoritin des Sultans fMckten einst diese Agraffen, Colliers, Armspangen und h$e? Kunstvoll geschnitzte Gemmen, Schreibzeuge, welche Ullmcht ehedem die Zeugen wichtiger politischer Abschlüsse taran, von feinstem, durchsichtigem Porzellan bemalte Tassen, 'lii denen der Sultan sein Lieblingsgetränk mit Wohlbehagen fcllürft hatte, Tablets, Vasen, Jubiläumsbecher, kurz alles, die Einbildungskraft sich denken mag, war hier m Homer Formvollendung vertreten. Man könnte glauben, daß Amtliche erystallhellen Steingebilde, gleichsam in poetischer IdKärung die Thränen der Mutter Erde um ihre mehr und Nhm fortschreitende Erstarrung, aus dem verborgenen Schooße Vi OErdiunern sich hier einen würdigen Sammelplatz im Lause ki: Jahrhunderte gegeben hätten, so überreich waren die Üotmrwunder in der Schatzkammer ausgestreut. Herrliche Stüde von LapiS-Lazuli, Onyx, Malachit, Achat, Korallen Kii Perlmutter, die hier vom Sonnenstrahl allein begrüßt »Men, hätten das Entzücken jedes Geologen und Natur- ftHers erregt. Aus einem anderen Tischchen stand ein des Monats Mai durch die zu bestellende Commission eine Untersuchung der Apfelbäume auf das Vorhandensein der Blutlaus ftattzusinden. Wir beauftragen Sie, diese Untersuchung vornehmen zu lassen und über das Resultat zu Ende Mai zu berichten. In die Commission sind möglichst dieselben Männer zu wählen wie in früheren Jahren, da bei denselben eine bessere Erfahrung im Ausfinden der Blutlaus vorausgesetzt werden darf. Besondere Aufmerksamkeit muß bei der Besichtigung denjenigen Bäumen geschenkt werden, an welchen in den letzten Jahren die Blutlaus gefunden wurde. In den Berichten ist anzugeben, ob sie sich hier wieder gezeigt hat. Wird das Jnsect gesunden, so ist mit der Reinigung der Bäume nach den Vorschriften des Reglements alsbald vorzugehen. Wegen der besten Art der Vertilgung verweisen wir auf unser Ausschreiben vom 9. Juli 1887 (Kreisblatt Nr. 160). v. Gagern. Gießen, 23. April 1890. Betr.: Die Vertilgung der Raupennester. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzh. Bürgermeistereien bezw. Localpolizeibeamten des Kreises. Soweit Sie unserer Verfügung vom 1. Februar l. I. — Kreisblatt 29 I — noch nicht entsprochen haben, erinnern wir Sie an baldige Erledigung. v. Gagern. Bekanntmachung, Hagelschäden betr. Bei dem Heranwachsen der Feldfrüchte machen wir auf die durch die Hagelversicherungsgesellschaften gebotene Gelegenheit zur Versicherung gegen Hagelschäden unter dem An- fügen aufmerksam, daß das Collectiren wegen Hagelschäden nicht statthaft ist. Gießen, 22. April 1890. Großh. Kreisamt Gießen. v. Gagern. Deutsches Reich. ][ Darmstadt, 23. April. Zum solennen Empfang der Königin Victoria von England hatte sich heute früh 9 Uhr die gejammte Großherzogliche Familie nach dem Bahnhose der Main-Neckarbahn begeben, allwo bereits die Mitglieder des diplomatischen Corps, die Civil- und Militär-Behörden sich eingesunden harten. Als der königliche Sonderzug punkt 9 Uhr in der Halle einlief, präsentirte die auf dem Perron mit Fahne und Regimentsmusik als Ehrencompagnie ausgestellte Leibcompagnie des 1. Großh. Infanterie - (Leibgarde) Regiments Nr. 115 das Gewehr. Der Zug hielt und der Großherzog trat als der Erste an den Salonwagen der Königin, um den hohen Besuch zu begrüßen. Dann betraten die Mitglieder der Großherzoglichen Familie den Salonwagen und verblieben in bemfeiben, bis die Königin den Wagen verließ. Nachdem sich dieselbe aus dem Perron verschiedene Herren, darunter den Staatsminister Finger, hatte vorstellen lassen, begab sie sich in den Fürstenpavillon und nahm von hier aus den Parademarsch der Ehrencompagnie ab. Dem nächst bestieg die Königin mit dem Großherzog und der Prin zessin Ludwig von Battenberg den aus dem Bahnhofsplatz direct vor dem Pavillon haltenden offenen mit vier Pferden bespannten Galawagen, dem zwei Spitzenreiter voraus eilten. Die auf dem Platze aufmarschirte 5. Escadron des 1. Großh. Dragoner - Regiments (Garde-Dragoner-Regiments) N. 23, schwenkte zur Hälfte vor, zur Hälfte hinter den Wagen ab und eseortierte so die Königin durch die Stadt nach dem Neuen Palais. In einem zweiten Wagen folgten die Prm- zessmen Heinrich von Battenberg, Heinrich von Preußen und Alix, in einem dritten der Erbgroßherzog und der Prinz Heinrich von Battenberg, u. s. w., welche särnmtlich im neuen Palais abgestiegen sind. Im Gefolge der Königin ist der Chef des Cabinets General Ponsonby, die Palastdame Lady Churchill, die Hofdame Miß Fhipps, Major Bigge uud der Arzt Dr. Reed. Neugieriges Aussehen bei dem zahlreich zil- geftrömten Publikum erregte auch die schottische und indische Dienerschaft mit ihren malerischen Costümen. Die Stadt hatte festliches Gewand angelegt und die Bewohner begrüßten die hohen Gäste des Großherzogs mit lebhaften Hochrufen. nn. Darmstadt, 23. April. Hessischer Landtag. Die Zweite Kammer der Stände tritt heute sofort in die Berathung über die Vorlage Großh. Ministeriums d^r Finanzen, den Gesetz-Entwurf die Herstellung der Nebenbahnen betr. Nach Eröffnung der General-Discussion nimmt Abg. W 0 l f s k e h l als Berichterstatter das Wort, um in eingehender Weise die Motive zu besprechen, welche die Herbeiführung der Vorlage durch Großh. Staatsregierung veranlaßt und die Art und Weise, wie diese sich entwickeln möchten. Er drückt ferner sein Bedauern aus, daß die Vor- — —--i--- Prunkservice aus klarem Bergcrystall, welches mit Perlen und Rubinen eingefaßt war. Gold, Edelsteine und Crystall hatte der Künstler in den wohlgefälligsten Formen aus der rohen Masse zu Kleinodien überall umgestaltet. Zwischen den Glasschränken auf der Gallerte war eine beachtenswerte Waffensammlung aufgestellt. Flinten wunderlicher Construction, Reiterpistolen, blitzende Dolche, Yagatans, Ehrensäbel, alle damascirt, mit Seide gefütterte Kettenpanzer aus lichtem Golde, ehemalige stolze Zierden kriegerischer Herrscher, Pickelhauben mit wallenden Federbüschen, genug, ein ganzes Arsenal von Waffen und Ausrüstungsstücken war in seltener Mannichsaltigkeit aus den verschiedensten Zeitaltern hier zu finden. Darüber hingen an den Wänden Marmorsockel, welche gekrönt wurden von gigantisch gestalteten Vasen ans Porzellan von Sevre, China und Japan, alles Tribute der Verehrung für den Sultan von europäischen und asiatischen Souveränen. Hier in der Schatzkammer bekommt man eine wesentlich andere Vorstellung von dem „armen Manne aus dem verschuldeten Throne". Wer aber kauft eine dieser Kostbarkeiten, um ein Königreich dafür an Werth zu bezahlen? Ich glaube keiner. Tausende kleiner Schätze muß ich unerwähnt lassen, der Geist würde bei Beschreibung derselben ermüden, während sich das Auge nicht genug satt daran sehen kann. Wir durchschritten nunmehr den zweiten Prunksaal und sanden hier denselben Glanz, dieselbe Herrlichkeit, nur in üariirenben Motiven vor uns ausgebreitet. In der Mitte des Raumes erhob sich eine Pyramide, welche mit großen und kleinen Goldmünzen auf purpursammetnem Untergründe in harmonischer Zusammenstellung umkleidet war. Ein Numismatiker hätte seine Freude daran gehabt, sich in das Studium der Münzen vergangener Epochen zu vertiefen/ römische und griechische, byzantinische, persische und arabische Stücke, sowie sämmtliche muhamedanischen Münzsorten wies die eigenartige Sammlung auf. In den Glasschränken des unteren Saales war wiederum eine Fülle von Kostbarkeiten auf» gestapelt, namentlich jedoch Bekleidungsgegenstände und Rüstungen, welche den verschiedenen hervorragenden Paschas angehört hatten, erweckten das lebhafteste Interesse. Diese Ausstellung kann daher ein specifisch türkisches Museum genannt werden. Insbesondere verdient ein Thron, aus Schildpatt und Perlmutter gefertigt, hervorgehoben zu werden. Den Thronsessel, welcher mit Türkisen und Perlen stylvoll geziert war, überschattete ein von vier Säulen getragener Baldachin, auf dessen Kuppel gleich einer Tiara eine Krone von funkelnden Edelsteinen aufgesetzt war. Unweit des Thrones strahlten aus einer Reihe von Glaskästen wunderbare Crystalle hervor, welche durch ihre ungewöhnliche Größe und den feinsten Schliff auffielen. Ein Smaragd, so groß fast wie ein Straußen-Ei und mit durchweg klarem lichtgrünen Glanze übergossen, und ein wasserheller Amethyst in Große einer Orange lagen schöner wie ein Märchen vor meinen kritischen Blicken da. — Die Gallerie dieses zweiten Saales enthielt eine Sammlung, welche einzig in ihrer Art und von dem Sultan zusammengestellt war. Die phantastischsten Leibtrachten der Türkenherrscher von dem ersten Sultan seit der Eroberung der Türkei bis auf den Sultan Muhamed, welcher zu Anfang dieses Jahrhunderts in der Hoftracht durchgreifende Aenderungen vornehmen ließ, hingen sorgsam chronologisch geordnet in den sauberen Glasschränken, zum Andenken an die verflossenen Geschlechter pietätvoll aufbewahrt. Jedem Galakasten des jeweiligen Sultans war ein feingearbeiteter Dolch und ein mit Edelsteinen und Agraffen reich geschmückter Turban beigelegt, dessen hoher Werth die Einkünfte reicher Provinzen übersteigt. — Es ist nicht möglich, in alle Details näher einzugehen, welche das Auge allein zu schätzen weiß. Der Verstand arbeitet anders als die Empfindung. Auf dem Kronschatz in Konstantinopel ruht jener eigentümliche Mysticismus, welcher das ganze orientalische Leben vergangener Epochen und auch das heutige noch in ein verführerisches Märchendunkel einhüllt. — Nie im Leben werde ich die Augenblicke vergeffen, welche mir in der Schatzkammer des Sultans eine- | in die Wirklichkeit übertragene Märchenwelt erschlaffen. und Cavallerie- Zwei Schatten lägen über der Regierungsvorlage- der an. Heil ' dementirt die die Errichtung eine Schatten sei das Verhältniß zur Hessischen Ludwigsbahn, der andere sei das Verhältniß der Hessischen zur Preußischen Staatsregierung. Die Kammer sei zwar ohne Kenntniß des Inhalts von dem Schreiben, welches die Preußische Regierung wegen der Nebenbahnen ertheilt habe. Aber es könnte dadurch der Glauben entstehen, die Position der Hessischen Regierung sei derart, daß die Preußische Regierung nicht darauf eingehen könne. Er wünsche im Interesse Oberhessens, daß eine Klärung der Sachlage herbeigeführt werden möge. Bezüglich der Hessischen Ludwigsbahn richte er die offene .Frage an Großh. Regierung, ob sie es als ihre Ausgabe ansehe, dieselbe zu verstaatlichen. Abg. Osann kann sich mit den hier vorgeschlagenen Projecten nicht befreunden. Er hätte gewünscht, daß die Regierung ein gewisses Netz-System aufgestellt, denn eine Reihe von Bahnen, welche gebaut, seien sehr nöthige, die andern seien aber Luxus. Es seien immer nur staatliche Interessen, welche hier berücksichtigt werden müßten. Bezüglich der Verstaatlichung der Hessischen Ludwigsbahn könne er nur rathen, nicht mehr so lange zu warten. Staatsminister Finger erwidert hieraus, die Verhältnisse mit der Preußischen Regierung seien noch die gleichen wie vorher und hätten sich noch nicht wesentlich gebessert. Die Regierung habe die Ansicht, daß mit allen Mitteln dahin gestrebt werden müsse, zum Siaatsbahn-System überzugehen. (Bravo.) Schluß der heutigen General-Debatte. '•fe Mutlu Die Erbst l. Z. verstör Christian ist von den 2 Mchen Ki d der Nttoo angetreten wo Es werden spräche an fra haben, hier, binnen 14 Ti erstmaligen L sorderung in rechnet, in unterzeichnete mündlich anz auf Berüäfich Nachlasses ni Gießen, 2i Gw Locales und provinzielles. Gießen, 24. April. — Im Oberheffifchen Gefchichtsverein hielt gestern Abend Herr Hauptmann Weimer einen Vortrag über die Bedeutung des Franctireurwesens im deutsch-französischen Kriege. Der Vortragende erläuterte zunächst die Entstehung der aus Freitag Nach wird in der. '' Lampus II., 6 der zur Hinte Jacobs Wittv Herren M. ! Ph. Kehr ge' 1 gute Bet federmatr verschränk schrank, Bänke für Wirthöth, Tch litten^ wage für Sä Mn^emgei Wrtßzeug .Shwals, Schuhe u. 'M (8» xrtrvleuw wtb verstei breitete dem Sultan Nachricht eines mehrerer neuer daß Gesundheit und Kräfte nicht gcftattcn, die Glückwünsche einzeln zu beantworten. Berlin, 23. April. Abgeordnetenhaus. Der Antrag des Abgeordneten Balau, betreffend die Einführung des Ausnahmetariss auf den Staatsbahnen zur Erleichterung des Versandes von Getreide, Malz und Mühlenfabrikaten aus den östlichen nach den westlichen Provinzen, wird durch Annahme des Antrages Zedlitz auf Einleitung einer Enquete über die event. Wirkungen erledigt. — Die Mandate der Abgeordneten Licht, Muhl, Olzem, Unruh, Herwig und von Cunv werden für gültig erklärt. — Nächste Sitzung Don- nerstag 11 Uhr: Kleinere Vorlagen, Secundärbahnvorlage. Bremen, 23. April. Die Direction des Norddeutschen Lloyd erhielt das folgende Schreiben des Kaisers: „Während der heutigen Reise an Bord der „Lahn" von der Weser nach Wilhelmshaven habe ich Gelegenheit genommen, das Schiff in allen seinen Theilen zu besichtigen und die Handhabung des Dienstes eingehend zu beobachten. Was ich gesehen, hat mich durchaus befriedigt, was ich gerne Veranlassung nehme, der Direction hierdurch auszusprechen. Zugleich will ich zur Erinnerung an die Fahrt und, da es das erste Mal ist, daß ich an Bord eines deutschen Handelsdampfers meine Standarte habe setzen lassen, diese Standarte mit dem Wunsche übergeben, daß der gute Geist, der aus den -Schiffen des Norddeutschen Lloyd waltet, immer in gleichem Umsange erhalten bleiben möge." Osnabrück, 23. April. Der Kaiser passirte hier mit einem Sonderzuge. Der Aufenthalt dauerte nur einige Minuten. Eine zahllose Menge begrüßte den Kaiser mit Wiener Blattes über nochmals die C o n v e r s i o n s- neuem, vom Finanzminister Vorangelegenheit mit gelegtem Material und verwies zugleich aus die frühere Empfehlung. Mehrfach wird geglaubt, der Sultan werde jubelndem Zuruf. Wien, 23. April. Die „Polit. Corr. Regimenter. Pest, 23. April. Das Subcomite der Stadtverwaltung beschloß, eine Reihe von Wohlthäti gkeits-Acten und Loyalitätskundgebungen anläßlich der bevorstehenden Vermählung der Erzherzogin Marie Valerie zu veranstalten. Paris, 23. April. Bei dem gestrigen Empfange der Spitzen der Behörden in Corte sprach Präsident Carnot | seine Genugthuung aus über das Aufhören der früheren । Spaltungen, sowie darüber, daß in Korsika nur eine einzige Partei existire, diejenige der Franzosen, welche geeinigt in demselben Gefühle des Patriotismus sei. Auf die Rufe: „Es lebe Carnot!" erwiderte der Präsident: „Es lebe Korsika!" Die Reise von Corte nach Bastia wurde durch eine Versperrung des Weges unterbrochen, die durch die Entgleisung des vorhergehenden Zuges entstanden war. In Folge dessen kam der Präsident 2 Stunden später in Bastia an. Bei seinem Eintreffen wurde er von einer zahlreichen Menge herzlich empfangen. Das Geschwader traf um 4 Uhr Nachmittags ein. Paris, 23. April. Im Theater „Bouffes Parisiennes" brach heute Vormittag Feuer aus, welches jedoch rechtzeitig gelöscht wurde. Paris, 23. April. Ueber das neuerdings gemeldete Engagement von Dah omay verlautet, daß die Verluste der Dahomey'schen 400, die der Franzosen 4 Todte und 21 Verwundete betragen. Brüssel, 23. April. Dem Festbankett im Börsensaale zu Ehren Stanleys wohnten außer diesem auch der König und die Königsfamilie bei. Stanley, eine Begrüßungsrede erwidernd, bezeichnete die zu erbauende Congo-Bahn als einen Markstein der Civilisation, welche zu dem gänzlichen Aushören des Sclavenhandels beitragen werde. Der König nahm sodann eine Adresse mit 40000 Unterschriften an, in welcher ihm Dank für das Werk der Gründung des Congostaates ausgesprochen wird. Der König sagte, Stanley habe im Jahre 1879 den Grundstein zum Congostaate gelegt und dadurch seien ungeheure Gebiete äußerster Fruchtbarkeit der Civilisation, dem Handel und nationalen Unternehmungsgeiste erschlossen worden, er wies aus den Eifer hin, mit welchem andere Theile von Afrika occupirt würden und aus den großen Werth, welchen die Nationen auf die dortigen Besitzungen legten- er (der König) habe das Bewußtsein, nicht umsonst an der öffentlichen Wohlfahrt gearbeitet zu haben und er empfahl dringend, sich von einem kräftigen Unternehmungsgeiste zum Fortschritt und zum Gedeihen, nicht aber zu moralischer und physischer Entnervung führen zu lassen: „Möge mein Land vor einem solchen Schicksal sich hüten." (Lebhafter Beifall.) Belgrad, 23. April. Die Skupschtina bewilligte einstimmig den 5procentigen Steuerzuschlag bis 10 Mill. Frcs. Derselbe soll ausschließlich zur Vollendung der Ausrüstung des Heeres verwendet werden. Konstantinopel, 23. April. Der Ministerrath unter*= Fra WM- gsti platz befindet des Jvlplch bezeichnete di hatte Recht- den Zweck h heute vom ( läge nicht schon früher dem Hause vorgelegt worden fei. Er warnt, spccielle Wünsche allzusehr in den Vordergrund zu stellen, um dadurch womöglich die ganze Regierungsvorlage zu gefährden. Er drückt ferner den Wunsch aus, daß es gelingen möge, die Vorlage, wie sie von der Regierung vorgesehen, vom Hause aceeptirt zu sehen, damit das Land die Wohlthaten derselben recht bald genießen möge. Ministerpräsident Weber erklärt, daß es nicht seine Absicht sei, die allgemeinen Gesichtspunkte, welche die Großh. Regierung bei der Vorlage geleitet haben, hier noch einmal ausführlich zu wiederholen. Dieselben seien in der Begründung der Vorlage und in einer großen Anzahl von Antwortschreiben der Großh. Regierung an den Ausschuß niedergelegt worden. Die Gründe, welche veranlaßten, daß die von Herrn Wolfskehl angeführte Verschiebung in der Berathung um ein Jahr eingetreten, seien darin zu suchen, daß die großen Verhandlungen, welche in dieser Angelegenheit gepflogen werden mußten, theilweise die Schuld daran tragen. Er mache Niemand einen Vorwurf über den Gang der Dinge. Im Uebrigen theile er die Anschauungen des Abg. Wolfskehl und freue sich, und es sei für ihn ein gewisses Gefühl von Sicherheit, daß er eine so gewichtige Autorität auf seiner Seite habe. Er bittet das Haus, den Ansichten des Abg. Wolfskehl beizutreten, in welchen auch die Gedanken der Regierung wiedergegeben würden. Was die finanzielle Seite der Vorlage betreffe, so habe die Regierung die feste Ueberzeugung und das volle Bewußtsein, daß mit der dem Hause unterbreiteten Vorlage die Finanzen unseres Landes nicht geschädigt würden. Abg. Reinhardt-Worms spricht der Regierung Dank aus für die Vorlage. Bei Gelegenheit der Berathung der Frage über die landwirthschastliche Enquete sei hervorgehoben worden, daß ein Mittel zur Hebung des Wohlstandes in den ärmeren Gegenden der Bau von Nebenbahnen sei. Er spreche daher die Ansicht aus, daß man für eine systematische Herstellung der Nebenbahnen Sorge tragen müsse, in jeder Provinz. Man sei bis jetzt mit unserer Eisenbahn-Politik nicht sehr- glücklich gewesen. Man habe den Fehler gemacht, die Erbauung von Nebenbahnen in die Hände von Privatgesellschaften zu legen- man habe ferner den Fehler gemacht, in Oberhessen die Main-Weser-Bahn an den Preußischen Staat auszuliesern. Diese Fehler würden sich rächen- aber es sei auch nöthig, daß mau sie erkenne, um sich vor neuen zu schützen. Er spreche dieses hier aus und sei auch mit seinen Freunden einverstanden, daß sämmtliche Nebenbahnen nur auf Staatskosten gebaut und nicht in andere Hände übergehen dürften. Er spricht zum Schluß den Wunsch aus, daß man bei dem Bau auch den ärmeren Gegenden Rechnung tragen möge, damit auch dort wieder Wohlstand und Zufriedenheit einkehre. Abg. Arnold spricht ebenfalls für Ausführung der Bahnen in den ärmeren Theilen des Vogelsberges und dem Odenwald, um die dortige bereits verarmte Bevölkerung vor dem Untergang zu retten. Abg. Pfannstiel bittet ebenfalls um eine größere Berücksichtigung der wirklich armen Landestheile beim Bau von Nebenbahnen, unter Hervorhebung der traurigen Zustände in Oberhessen. Abg. Graf Oriola bedauert, daß durch den Widerstand der Preußischen Staatsregierung der Bau einer Bahn in seinem Wahlkreis Vilbel vorläufig noch unmöglich sei. Wünschenswerth sei es sicher, wenn Seitens Großh. Staatsregierung auch hier die Zustände geändert würden. Abg. Schröder hebt die großen Gesichtspunkte, welche in der Vorlage niedergelegt sind, hervor und spricht ebenfalls den Wunsch aus, daß der Bau der Nebenbahnen durch den Staat herbeigeführt werden möge. Abg. Berg st räßer sieht diese ganze Vorlage als einen Wendepunkt in unserer hessischen Eisenbahnpolitik in Zukunft Montag !°°-» in AuMbu; ÄÄ Tuche, $ Bilder ^-schsch AL ^"mniiijche J. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Lorrespondenz-Bureau. Berlin, 23. April. Die acht Feldgeschütze, die der Kaiser für Wißmann angekauft hat, sollen bei der ersten Gelegenheit verschifft werden. Der Kaiser benachrichtigte Wißmann telegraphisch davon. — Die „Nordd. Allg. Ztg." und „Post" bringen eine Aeußerung der Fürstin Bismarck, worin Dank für die Geburtstagsgratulationen ausgesprochen und bedauert wird, 3718 ' st-llw'g * Jffäf6 eine Special - Commission zur Prüfung der Angelegenheit ernennen. — Die Zeitung „Stambul" ist wegen einer Notiz über die angebliche Verhaftung des Großfürsten Konstantin zeitweilig unterdrückt worden. Darmstadt, 24. April. Ihre Majestät die Kaiserin Friedrich mit Töchtern kehrt Nachmittags nach Homburg zurück. __ Au, 47ornhd So persönliche Veranlassung des Kaisers Napoleon ins Leben rusenen Franctireurbanden und schilderte sodann deren Thätia' keit während des Krieges. Hieraus ging Herr Hauptwa-^ Weimer speciell auf die Thätigkeit eines von dem Capita!,, Bernard befehligten Franctireurcorps über, welches sich ,u Aufgabe gestellt, eine die Verbindung mit Deutschland vermittelnde Eisenbahnlinie durch Sprengung der Brücke bei §on' tenoy-sur-Moselle betriebsunfähig zu machen. Diese unter ben denkbar schwierigsten Verhältnissen vollbrachte That einer Fra„v- tireurbande bewies, aus welch' zähem Material die Francn- reurs sich recrutirten. Das Bernard'sche Franctireurcorps konnte z. B., um unbemerkt die mehrere Tagemärsche von dein Lager entfernte Brücke zu erreichen, unter Umgehung aller bewohnten Orte, auf völlig unwegsamen Pfaden, bei fivengcr Kälte und großem Schnee (es war im Januar 1871) nilr Nachts marschiren. Die deutsche Heeresleitung hatte zwar beni Franctireurwesen schon von Beginn des Krieges an ihre volle Aufmerksamkeit geschenkt, und alle erdenklichen Vorsichtsmch regeln im Rücken der operirenden Armee — denn hier em- falteten die Franctireurs ihre hauptsächlichste Thätigkeit — getroffen- daß sie aber die Sprengung der Brücke bei §orf: tenoy nicht zu verhindern vermochte, lag sowohl an der List des Franctireurführers, der sogar die Franzosen selbst über seine Bewegungen gegen die inmitten des Occupationsgebietes ge. legene Ärücke zu täuschen verstand, wie daran, daß die Brücke unbegreiflicherweise sehr schwach besetzt war (von einem Doppelposten des in dem ca. 800 Schritte entfernten Bahnhose be findlichen Commandos eines Wests. Landwehr-Bataillons), Ueber den Werth der Franctireurbanden für die frauzosijchk Armee während des Krieges äußerte sich der Vortragende ziemlich abfällig; abgesehen von ihrer Zusammensetzung aus wenig diseiplinirten und noch weniger kriegerisch geschult Leuten, hätten sie wohl in einem Kriege, dessen Ausgang iih beide Theile noch zweifelhaft gewesen, etwas zu leisten ver macht, nicht aber dann, als die deutschen Siege bereits io wuchtig in die Waagschale des Kampfes gefallen waren. Daz Ueberfallen kleiner Truppenabtheilungen, Proviant- und Mu- ! nutionscalonnen und Patrouillen, das mitunter ganz zweck und planlos erfolgte Zerstören von Brücken und Wegen ver mochte den Sieger nicht aufzuhalten - die meistens ungenügend zerstörten Brücken wurden, oft unter unfreiwilliger Hülfe der Franzosen selbst, rasch wieder hergestellt, sogar die oben bc schriebene Brücke bei Fontenoy war unter Hinzuziehung von 300 französischen Arbeitern, mehreren Pioniercompagnien uns Eisenbahnabtheilungen rasch wieder dem Verkehr bienftbm gemacht. —r. Die gestrige außerordentliche Generalversammlung des hiesigen Turnvereins im Cafe Schnell war, veranlag durch die für den Verein so überaus wichtige Tagesordnung — die Erbauung einer eigenen Turnhalle betreffend — sehr stark besucht. Die Frage bezüglich des Bauplatzes rief eine lange und eingehende Discussion hervor und führte p dem Endresultat, daß, da die Versammlung sich bezüglich dcs I Platzes in der Bismarckstraße und desjenigen in der Louy- schen Besitzung, sowie der zur Erbauung in der Bismatt- I straße nöthig machenden Beschaffung der mehr erforderlichen I Capitalien nicht einigen konnte, überhaupt auch noch zwei I weitere Bauplätze aus der Versammlung in Vorschlag gebracht I wurden, diese Frage einer in 14 Tagen zu veranstaltenden weiteren Versammlung zur endgültigen Entscheidung vorzubehalten. Eine Commission wurde ferner beauftragt, zur Beschaffung eines Theiles der Bausumme eine Liste zur Ein zeichnung von unverzinslichen Antheilscheinen (nicht untei I 25 Mk.) in Circulation zu setzen. Von diesen Antheilscheinen I soll nun alljährlich ein noch zu bestimmender Procentsatz zur I Rückzahlung ausgeloost werden: Auch wurde die Ansichl geltend gemacht, daß von den Mitgliedern ein wesentlicher I Theil der nöthigen Mittel durch Geschenke an den bereis I beschafft werden könne und beschlossen, auch eine solche M I zeichnung gleichzeitig vorzunehmen. Die dann noch oer- bleibende Restsumme müßte sodann durch ein Anleher I beschafft werden. Da das Interesse der Gießener Bürger I schäft an der Turnerei sich jederzeit in schönster Weis« I bethätigt hat, glaubte man auch den außerhalb des Vereint I Stehenden Gelegenheit geben zu sollen, sich an dem Tum Hallebau durch Zuweisung von Geschenken u. bergt betheiligei I zu können und wurde demzufolge beschlossen, die hierzi I nöthigen Schritte einzuleiten. Wenn nun auch der Turnverein ein ansehnliches Der | mögen sein eigen nennt, so sind doch die zur Erbauung eine I dem Vereine zweckentsprechenden und unserer Stadt I Zierde gereichenden Turnhalle noch zu gering, um den Ba I in projectirter Weise ausführen zu können, zumal das Propc I in der Bismarckstraße, welches sich einer größeren Sympals I zu erfreuen scheint, noch bedeutend mehr Mittel erforbec als dasjenige in der Lony'schen Besitzung. Möge es dem Turnverein gelingen, bei den in nächsten Tagen vorzunchmenden Zeichnungen eine reo ansehnliche Summe von Geschenken und Antheilscheinen p Beschaffung seines eigenen Heims als Endresultat fel,Lf Bemühungen hervorgehen zu sehen, damit die noch weltc aufzubringenden Opfer nicht gar zu drückend und fühlbar P den Verein werden dürften. Theater. Die gestrige erstmalige Aufführung der ZumP schen Operette „Farinelli" lieferte uns abermals den ”elv^ für die Tüchtigkeit des Baars'schen Ensembles- die Verm der Hauptpartien waren sammt und sonders an ihrem 4 ® und lösten ihre schwierigen Aufgaben mit künstlerischem schick, besonders waren es die Damen Baars und Roo, welche allgemein gefielen und durch reichen Beifall ausgezeicy ' wurden. Frau Baars war eine anmuthige decente dcann und Fräulein Roloff eine Königin, welche durch die r - Jntonisation ihres Gesanges sich sofort die Sympath^n ' Publikums errang. Die Herren Kieker, Biedenweg, Ho- Machinek und Albes entledigten sich ihrer Parts äutjie . stellend. Costüme und sonstige Ausstattung waren glanz wie wir es hier nicht gewohnt und war auch nicht der keine wird dem Arbeiter auf dem Juxplatz im Würfelspiel das Heute und Morgen cintreffcnd:! Damen - Sonnenschirme H. Repp, Lindenplatz 5. empfiehlt unter billigster Berechnung v Verkaufsstelle Giessen: Hell. WftllttCh, Markt 8. von Alle Arten 3709 rc 3712 Joseph Staubach. 3526 3699 1141] 3M 3561 M* Kann, Kirchenplatz K QO 7-, Goldene Medaille. Silberne Medaille. Daß Geld Benner & Krumm, Bahnhofstraße 40. mal zu beseitigen und für deren Abhaltung städtischen Plätze mehr herzugeben", den Beifall aller vernünftig Denkenden finden. Otto Hochstätten, Marktstraße 28. @ie?;en, 23. April 1890. Großh. Amtsgericht. Stammler. Im Auftrag: J. Rothenberger, Ger.-Taxator. empfohlenes Mittel gegen Blutarmuth, Bleichsucht, Hierdurch die ergebene Mittheilung, daß ich mein che (Stnetahittjn öchnell w, ti- wichtige Tagk-i halle betreffend - des Bauplnti n hervor undß mlung sich bezi: Wenigen in L uung in der I der mehr erfck erhaupt auch c.: mg in Vorschlag - ;agen zu veraas gen Entscheidungi ferner beQujn- imme eine Listen jeilfcheinen (nit Bon diesen W mmender Pro^- such wurde dir - Ieilgeöotenes. toleum-Fussbodenlack im 8 Müancen, verbindet die Trocken- ktiaiis! d:es Spritlacks mit der Härte, BMnfiandsfähigkeit und dem Glanz LMverllacks, empfehlen stehenden Resolution Kenntniß gegeben werden. — Auch die Messe hat sich mehr und mehr überlebt und es wird wohl heute oder morgen auch in Frankfurt zur Abschaffung derselben kommen. Die Bürgerschaft weiß längst, daß man in hiesigen Geschäften mindestens ebenso gut und billig wie in der Messe kauft. Daß die eingesessenen Geschäfte und die ständig Steuer zahlenden Besitzer derselben durch die Messen geschädigt werden, unterliegt gewiß keinem Zweifel. Vertrauens bitte, zeichne Hochachtungsvoll 3500] Ein kräftiger Junge wird in einer Metzgerei in die Lehre gesucht. Näheres in der Exped. d- Bl. Gottesdienst der israelitischen Ueligionsgesellschast. Frellag Abend 6<5 Uhr, Samstag Vormittag 800 Uhr, Samstag Nachmittag 400 Uhr, Samstag Abend 750 Uhr- Vermachter. *= Frankfurt a. M., 23. April. Der mit der hiesigen -llless'k stets verbundenen Schaustellung, dem sogenannten -nÄplatz", scheint man — und zwar mit vollstem Recht — o ms ncn Leib rücken zu wollen. Im Ostendverein (der Jux- befindet sich im Ostende) kamen gestern die Zustände - lve,]üurplatzes zur Sprache. Stadtverordneter A. Meyer 1 dötzeicbuete dieselben als jeder Beschreibung spottend, und er 'HM Recht. Der Juxplatz, der in früheren Jahren vielleicht ■Jweck hatte, den Fremden Unterhaltung zu bieten, ist Isyick Dom Einbrüche der Dunkelheit an der Tummelplatz Aentliche Auffordknmg. Die Erbschaft des am 1. April I 3 'verstorbenen Kreisamtsgehülsen »lLhufstian Heddrich zu Gießen «isst dot dem Vormunde dessen minder- j jityhiiii Kindes Namens dieses unter U lsri ^echtswohlthat des Inventars imgeic-'ten worden. tz nverden daher Alle, welche An- 1W« an fraglichen Nachlaß zu bilden 1 Wen hiermit aufgefordert, solche 1 Binnen 14 Tagen, von dem Tage der e rajmrii igen Bekanntgebung dieser Aus- s TOibecmng in öffentlichen Blättern ge- i r^nei, in der Gerichtsschreiberei 1 Mieizi ichneten Gerichts schriftlich oder i Mndlich anzumelden, anderenfalls sie i aui Ä! rücksichtigung bei Ordnung des -MtlcsffeS nicht rechnen können. Rodheimerstrsße 56. Bestellungen werden bei Herrr Wirth H. Wrßner, (Sonnen* straße 13, entgegengenommen. [3733 Einen Lehrling, nicht zum Kinderwarten, als Hausbursche oder zum Wäschetrocknen und dergleichen, sondern zur gründlichen Erlernung der Schuhmacherei nimmt an Mont an der Erhaltung einer reinen Kopfhaut und schönen Haarwuchses etwas gelegen ist, der kaufe 1074 Retter’» Haarwasser (München). Dasselbe staatlich geprüft und begutachtet sowie von ersten Autoritäten empfohlen, verkauft zu 40 H und JL 1.10. 3. H. Fahr, Sonnenstraße. Handlung P. Preis befindet sich H Lynker, Schuhmacher, Afterweg 22. 3734] Ein Dienstmädchen verlor am Sonntag in der Bahnhofstraße ein Geldtäschchen mit Inhalt. Der r. Finder w gebeten, dasselbe gegen e. Belohnung bei der Exped. d. Bl. abzugeben. Schwächezustände, von unbegrenzter Haltbarkeit, Appetit anregend, leicht verdaulich, von angenehmem Geschmack, ohne die Zähne anzugreifen oder die Verdauung zu stören. Ausführl. Gebrauchsanweisung jeder Flasche beigegeben. — Man achte auf die vorstehende Schutzmarke, um keine Nachahmungen zu erhalten. — Preis pr. Flasche von 100 Gr. 1 Jt, 250 Gr. 2 JC Vorräthig in den Apotheken, od.direct zu beziehen von der Rathsapotheke Wilhelmshaven. •) Sicht Deutsche Medic.-Ztg., Berlin, Nr. 80, v. 1889. „ Aerzllicher Central-Anzeiger Nr. 3, von 1889. „ .W«he. Central-Ztg., Berlin, v. 16. Oct. 1890. Ersatz für Gement tmö Ralk. Die bei ihrer Billigkeit besten Materialien zur Herstellung von Frucht- und Kellerbödc«, zur Mörtelbereitung für Waffer und Hochbauten find auf den Buderus'fchen Eifenwerke« aus der Tasche geholt wird, ist auch noch bemerkenswerth, aber nicht einmal die schlimmste Blüthe. Dem Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung wird von der vorfrechen Gesindels, das keine Scham mehr kennt. Man muß die „Dämchen" Abends um 9 Uhr oder noch später auf den Carouffels kutschiren sehen und ihre Beschützer etwas genauer ins Auge fassen, um ein richtiges Unheil über den Juxplatz zu gewinnen. Man darf es ruhig aussprechen, daß die Sittenlosigkeit dort in den Abendstunden in üppigster Weise blüht und daß dem doNselbst eingerissenen Treiben nur durch Beseitigung des Juxplatzes ein völliges Ende gemacht werden kann. Sehr zutreffend wurde im Ostendvcrein bemerkt, daß der Erlös von 12,000 Mk., den die Stadt aus den Plätzen zieht, absolut nicht ausschlaggebend sein dürste, und die gefaßte Resolution, lautend: „Der Ostendvcrein spricht sich wiederholt dahin aus, daß die mit den in hiesiger Stadt abgchaltencn Messen gleichzeitig veranstalteten Schaustellungen der sogen. Meßsehenswürdigkeiten in ihrer heutigen Art und bei den Ausschreitungen, welche sie in den letzten Jahren angenommen haben, nicht mehr zeitgemäß zu erachten sind, daß es wünschenswerth ist, dieselben ein- für alle- Bremen, 22. April. [Per transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Ems, Capitan R. Sander, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 12. April von Bremen und am 13 April von Southampton abgegangen war, ist gestern 9 Uhr Abends wohlbehalten in Newyork angekommen. Geschenke an V n, auch «ne |it Die dann c m durch ® ] ■i der ®ie§enet. seit in W*. „ außerhalb k\ illen, sich nten «M* Wich», ® Meißwaarm-, Wäsche- und Ausstattungsgeschäst ' durch Erwerbung des seither Herrn F. Holberg gehörigen Hauses KircliOnplalZ 8, wieder nach Hier verlegt habe. Indem um erneuerte Zuwendung des mir früher geschenkten $ £>trt c. W rstz Ms \*s < xJönuni ic., „.Ar QH ji ’ '^en dtt N, 6 i°I°" s-lih tz bw«n, datz IQr (öon einen' Ernten $2 ^ndwehr-H^ ieü für die jrt Ilch der Zusammen,^ r kriegerisch ir le/ dessen Ktz ">v°s zu lkö chen Siege Men wqkj :n/ Proviant- 2 mitunter mcken und K ic meistens un| msteiwilligertzi llt, sogar die'e «nter Hinzuzich, Pioniercoinpeg'. dem Perkebr t Höchste Auszeichnung j Cöln 1889 j Sonnen- und Negenschirwe für Damen und Herren, in reichster Auswahl zu außerordentlich billigen Preisen in dem Hut-, Schirm- und Pelz waarcn-Geschäft von 3543 5 Lindenplatz H« Repp Lindenplatz 5. t Mk! Makel - der Rosentanz im ersten Acte war gut cin- fjschüft und gefiel allgemein. heute kommt „Gasparone", die melodiöse Operette von S'WMer, zur Aufführung, welche nach vorliegenden Berichten besten des BaarS'schen Operetten-Ensembles gehört, i ai machen wir alle Operetten-Freunde auf die heutige Bor- fjWmjg besonders aufmerksam. — Für Sonntag ist „Die Mzur ents-Tochter" in Aussicht genommen, ein Stück, welches c zl.Ich beliebt bei Alt und Jung, einer besonderen Empfehlung r mi bedarf. Sicherem Vernehmen nach siedelt die Gesell- s lchji «am Samstag nach hier über und dürfte dann auch der - Mck der mit Recht zu empfehlenden Vorstellungen ein kkyueir werden. A. Koch Nachfolger, Fisch- und Delikatessen - Handlung, _________Neuen Bäue 21._______[3716 Die freifinnige Flaschenbier- 3713] Eine gut eingeführte Lebeuö- verficherungs Gesellschaft sucht für Gießen und Umgegend einen tüchtigen cautionsfähigen Hauptagenten gegen hohe Provision. Offerten sub W. 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April gegen Herrn Heinrich Wagner II. in Rödgen ausgesprochenen beleidigenden Aeußerungen zurück. ersuchen Sie gefl. 455 Schusters Caffee. ein &W". unö f** bei Ü"' ’äflSÄ. n damlt W”1 * jie^J id) 1 . Frische Schellfische, Pfund 25 Pfg., Salm. Pfund Mk. 1.80, Maifische, Seezungen, Cabliau, Lander, . Hechte, leb. Karpfen, Schleien und rn reichster Au-wahl empfiehlt zu billigsten Preisen Krebse, neue Matjes-HLringe und neue Malta-Kartoffeln, feinstes ger. 2895 Störsteisch und Bückinge ---- Main Weser-Hütte bei Lollar, Margarethenhütte bei Giefien, Sophienhütte bei Wetzlar, Georgshütte bei Burgsolms jederzeit z« haben und zwar: Schlackenmehl für Mk. 30.— Schlackensand für Mk. IO pro Doppelwaggon ab obiger Werke. Auf Main-Wefer-Hürte bei Lollar find ferner zu haben: Schlackensand-Steine, sowie auf Dorausbestellung feingefiebter Schlacken- sand zu Tüncher- und Derputzarbeiten. 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Krehr gehörigen Mobilien, als: 1. gute Bettlade mit Sprung- t »ideruuatraze, Spiegel, Klei- t sitffchrank,Kommode,Küchen- f i'chramk, Tische, einige große HMnke für Wirthe geeignet, eine Sölri hStheke, Pferdegeschirr, ÄLkhli ttengeläute, 1 große Ketten- v vW pür Säcke zu wiegen, 1 große s« Gn eingerichtete Vogelhecke, ZKtifizeug, Frauenkleider, LhiwalS, Herrenkleider, ^Lchühe u. s. w., sowie ein Velo» cchrd (Zweirad), 1 großer Hpttrioleumherd, 1 ftibcntZ 1 Bleit versteigert. 3609 F. Hoffmann. Slcntag den 28^ April, Nachmittags 2 Uhr, sc Mü i i der Wohnung der verstorbenen F M M ö b u s Wittwe, Restauration Sicherst atze 21, die zu deren 9. Rü’iäla-fe gehör. Gegenstände, namentlich: rt'sche. Stühle, Sopha, Spiegel, Silber zwei etuthür. 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Kupfer, Zinn, Messing, Blei, Zink, Eisen und alten Oesen,alterthümlichem Porzellan, Münzen, alten Büchern, Papier und Acten zum Einstampfen, Flaschen u. a. gebrauchten Gegenständen. Neuenweg 2 2. [331 Grossvater Herr Philipp Walther Giessen, Darmstadt, New-York, den 23. April 181)0. Die trauernden Hinterbliebenen April, Nachmittags 3 Uhr, vom Sterbe- Die Beerdigung findet Freitag 3715 3727 Wohnung entgegen. Achtungsvoll Anna Singer, geprüfte Lehrerin. 3711 bliebenen: AcMft»/ 101 40 101.55 Rufs. Orient HL 3735 innigsten Dank H# Chr. Reinhardt Willi. Reinhardt 213.10 153 00 142.00 156.63 253.00 97.62 185.25 99 87 Für die Beweise herzlicher Theilnahme an unserem schmerzlichen Verlust sagen im Namen der Familie hause, Leihgesternerweg 5, aus statt. Sophie Haubach, geb. Lony. Georgine Hirschfeid, geb. Lony. Giessen, den 24. April 1890. Theilnehiuenden Verwandten, Freunden und Bekannten hieiduich die sclnneiz- liche Mittheilung, dass unser innigst geliebter Gatte, Vater, Schwiegervater und Akademischer Gesangverein Die Proben beginnen am Dienstag den 2S. Apnl n und zwar Abends *7 Uhr für die Damen, um 8 Uhr für r Herren. Jeden Freitag um 8 Uhr Abends ist.Gesammlprck Anmeldungen neuer Mitglieder nimmt der akademische Musikdirm- zu obengenannter Zeit in der kleinen Aula der Universität entgeh 3723 Der Vorstand Disconto-Comm. Darmstädter Bank-Act. Dresdener Bank-Act. Wiener Bankoereins-Act. Oesterr. Staatsbahn Lombard. Eisenbahn Die Beerdigung findet am 25. April, Nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehause, Frankfurterstr. 30 „Rheinischer Hof“, statt. 3732 Buschtherader Elbethal-Bahn-Act. Gotthard-Bahn-Act. Schweizer Nordost „ West Gelsenkirchener Ver. Kön.- und Laurahütte-Act. Oesterr. Alpine-Montan Todes-Anzeige. Statt jeder besonderen Mittheilung die tiefschmerzliche Nachricht, dass unsere liebe Gattin und Mutter Frau Creseenz Reinhardt geb. Thomann in der Nacht vom 23. auf den 24. d. M., IV2 Uhr, im Alter von 44 Jahren plötzlich sanft entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten die trauernden Hinter- 5? 31 Ä 4 pCt. ReichSanlethe 31/s , 4 „ Preuß. ConsolS 8Vi , Marktplatz 22, parterre. Alle in mein Fach einschlagende Arbeiten werden schnell, gut und ° Monogramme und Wappen auf Briefpapier und Couverts äußerst billig. ö U9 Max Rühl, Metall-Graveur. nach kurzem, schwerem Leiden heute Mittag sanft verschieden ist Redaction: A. Schepda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. —-«jzf Dir Mittet Ihemmtt we6*t « Co«r»l»ericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft. NroKtlurLe« Görss 24. April 1820. Schluhcours- 1 Uhr 15 Mir. 107,05 4 pCt. Ungar. Goldrente iöi 40 5 „ Italiener Rente 106 55 Oesterr. Silberrente Neues TheMerm Gießen. (Cafe Leib). Donnerstag den 24. April 1890: Neu! Neu! Gasparone oder Der Räuperhauptmann von Syracus Comische Operette in 3 Acten von Carl Millöcker. Alles Nähere die Plakate. 3620 Die Direction. 25/4 V28 Uhr Auf. Conf. I. Gr. Ball. II. Gr. 3698 Zur Beachtung! Einem hochgeehrten hiesigen Publikum an dieser Stelle aus die vielen Anfragen zur gefl. Nachricht, daß ich noch nicht bestimmte Erklärung abgeben kann, ob die Opetette Der Mikael© von Japan überbauvt zur Aufführung kommen kann, da die Honorarkosten für hier von Seiten der Verleger zu hoch gestellt werden; ich werde in den W" Ib«“ b,“b" Frisz Baars. Tendenz: fest. 4 pCt. Gießener Obligationen ReichSdank-DiLcont 4 pCt. — Frankfurter Bank-Diskont O— 1Ä rf ß? 71" 3725] Schön möbl Zimmer v. d. Corr. ■ zu verm. Wiesenstraße Nr. 4 II. St. 3730] Ein gut möblirtes großes Zimmer B in der Nähe der Universität, auf Wunsch K auch mit Schlasstube, ist sofort zu ver- H miethen.___Ludwigstraße 52. ■■ 3720] Möbl- Zimmer zu vermiethen. M Frau HaaS, Löberstr. 71, Ecke Bismarckstr. — M2] Sandgasse 19 zwei kleine Stuben zu vermiethen-__, 3717] Möblirtes Zimmer zu vermiethen. Neuen Bäue 41 in. Stock. Gesangverein „Heiterkeit“ Samstag 6Ml 26. April-. Familienabend -gg w auf I^onys Bierkeller. Freunde des Vereins können eingeführt werden. _________________ Der Unterricht in meinet Schule beginnt wieder an, J Mai. Neue Anmeldungen nehme ich in meinet Vermietungen. 3701] Eine Mansarden - Wohnung per 1. August zu vermiethen. 53 Seltersweg 53. 3706] Ein kleines Logitz zu vermiethen und sofort zu beziehen. ______________________Brandgasse 5. 3736] In meinem Hause, Bahnhofstraße Nr- 18, ist ein Logis von 4 Zimmern nebst Küche und Zubehör, mit Wasserleitung, per 4 Juli zu vermiethen. Wilh. Plank. 3714] Eine kleine Familten-Wohnung zu vermiethen und zum 1. Mai zu beziehen- Teufelslustgärtchen 26. 3721] Ein Logis zu vermtethew ~ Schreiner Äinfel, Rittergasse 19. 3702] Zwei möblirte Zimmer zu vermiethen. Grünbergerstratze 24, ______________zwei Treppen hoch. "3705] Gegenüber der Aula, Ludwig- straße 32 III, ein schön möblirtes Zimmer mit oder ohne Cabinet, zu vermiethen. In der Nähe der Aula ein möblirtes Zimmer mit Cabinet an einen ruhigen Herrn zu vermiethen. Näheres in der Exped. d- Bl. [3704 3729] Gin Möblirtes Zimmer zu vermiethen. Bleichftratzr 26 L. Amtlicher Theil Derfefcr, Can^ nnd + Kassel, 23. April. Eisenbahn Warburg-Arolsen. Ein lang gehegter, sehnlichst genährter Wunsch der Bewohner des ^urstenthums Waldeck geht in den nächsten Tagen in Erfüllung ein eit Jahren im Publikum und in der Presse viel erörtertes Pr'oiect einer endlichen Verwirklichung entgegen - in den ersten Tagen des Mona s Mat wird die neuerbaute Eisenbahn Warburg-Arolsen dem Betrieoe übergeben und damit eine Lücke in dem deutschen Etsen- ) ahn netz ausgefullt, ein an Naturschönheiten reich gesegneter Land- trich an der Grenze Hessens, Westfalens und Waldecks, welcher von reundlichen und fleißigen, biederen und braven Menschen bevölkert ist, dem großen Weltverkehr erschlossen. Dazu kommt noch, daß die Residenz des Fürsten von Waldeck, das schöne Städtchen Arolsen endlich eine Bahnverbindung erhält und die Bahn Arolsen-Warbura den Anfang für eine Reihe von Nebenbahnen machen wird, welche in nicht allzuferner Zeit das Fürstenthum Waldeck, das hessische Hinterland und das westfälische Sauecland erschließen werden Wenn auch irgendwo in Deutschland, so thut in dieser bisher so stiefmütterlich behandelten, vom großen Verkehr tast völlig abgeschnittenen . eine Begünstigung der industriellen Entwicklung, eine Hebung des wirthschaftsichen Lebens und eine Förderung des Verkehrs dringend noth. — Was die neue Bahn anlangt, so wird sie den bei Neb-n- b ahn en üblichen Betrieb erhalten. Außer den Endpunkten Warburg und Arolsen beruht die Bahn b:e hessische Stadt Volkmarsen, sowie die Stationen Welda, Kulte W-tlerburg und Fischhaus. Auf diesen (Stationen wird unbeschränkter Dienstbetrieb für Personen- und Güter- verkehr bestehen, während eine wettere Haltestelle Warburg-Altstadt nur für Personen- und Gepackoerkehr eingerichtet tsi. Vorläufig werden drei gemischte Züge täglich in beiden Richtungen verkehren. Die Bahn resiortirt zum Eisenbahnbelriebsamt Kassel (Berg.-Märk.-Bahn). Freitag den 25. April. (Siebener Anzeiger. Beilage zu Nr. 95. - 1890 Achtzehnte Sitzung d" ProvinMlags der Pronin; Merhrssen. Gegenwärtig: 1) der Vorsitzende, Großh. Provinzial-Director Freiherr von Gagern, 2) der Großh. Regierungsrath Jost, - tk 2? Provinzialtagsmitglieder. Bürgermeister Arnold-Als- Beigeordneter Braun-Nidda, Hüttcnbesitzkr Gg. Buderus- Lollar, Huttenbesitzer Hugo Bud erus-Hirzenhain, Rechtsanwalt Eurtm an-Gießen, Rechner W. Engel-Homberg, Bürgermeister Fendt--schotten, Postverwalter Freymann-Gedern, Justizrath vr. Gerg er-Assenheim, Bürgermeister Gnauth- Gießen, Rechts- «mwalt vr. Gutfl ei sch-Gießen, Kaufmann Karl Jager-Schlitz, Friedrich Keil-Melbach, Bürgermeister Küchel-Butzbach, Adalbert Freiherr von Nord eck zurRabenau - Friedelhaufen, Graf Oriola- Budesheim, Guti-pächter von Oven-Hungen, Oberamlsrichter R ab en au - Büdingen, Bürgermeister Schmalbach- Erainfeld, Fabrikant Earl Trapp-Friedberg, Fabrikant G. W. We nzel-Lauterbach, . 4) dse Provinzialausschußmitglieder: Steuerrath Pfann- n} ul le r - ^dda, Gursbesitzer Schade-Altenburg, Landgerichtsrath Schäfer-Gießen, Ingenieur Schiele-Gießen, Bürgermeister Stöp- ler-Lauterbach, 5) der Prooinzial-Jngenieur S tahl, 6) Der Protocollführer, Kreisamtsgehülfe All en darf. Nachdem der Vorsitzende die Sitzung eröffnet und die Ver- ammlung begrüßt hatte, wurde zunächst durch Feststellung der Präsenzliste die Beschlußfähigkeit der Versammlung constattrt. Der Vorsitzende bemerkt hierzu, daß die Mitglieder: Mühlenbesitzer W Erk- 'Nidda, Landgerichtsrath Holzapfel-Gießen, Rechtsanwalt Jäckel Friedberg, Jost Korell-Schwabenrod und Graf Friedrich zu isolms-Lauback, Erlaucht, ihr Nichterscheinen in der heutigen »Sitzung entschuldig hätten- Auf Vorschlag des Vorsitzenden werden zu Urkundspersonen stur die heutige Verhandlung die Herren Frteorich Keil-Melbach mnd Kaufmann Carl Jäger-Schlitz bestimmt. Der Vor fitzende widmet sodann dem im letzten Jahre durch Tod ausgeschiedeuen Mitgliede des' Prooinzialtags und des Pro- «tnztalausschusses, Herrn Oberbürgermeister B r a m m - Gießen, warme Worte der Anerkennung und ersucht die Versammlung, das Andenken wes Verstorbenen durch Erheben von den Sitzen zu ehren, welchem Ersuchen die Versammlung entsprach. Hierauf wurde in die Tagesordnung eingetreten. 11) Prüfung der ErgänzungSwahlen für den Provinztattag. Der Vorsitzende theilt das Ergebniß der jüngsten Ergänzungs- imd Ersatzwahlen mit und beantragt deren Bestätigung, da sich bei Prüfung der Wahlp, otocolle durch den Prooinzialaußschuß kein Anhand ergeben habe. Dieser Antrag wird einstimmig angenommen. -) Ersatzwahl zum ProvinziattAusschutz für das verstorbene Mitglied Oberbürgermeister Bramm-Gießen. Der Abgeordnete Curtm an-Gießen schlägt vor, per Accla- mation den Herrn Bürgermeister Gnauth-Gießen zum Mitglied t'kS Provinzial-Ausschusses zu wählen. Abgeordneter Freiherr von Rabenau-Friedelhaufen widerspricht diesem Vorschlag suS prin- (iipieHen Gründen. Es findet sodann die Wahl durch Stimmzettel flatt, bei welcher auf Bürgermeister Gnauth-Gießen 20 und Hütten- ß esitzer Georg Buderus-Lollar 1 Stimme fit len. Ersterer ist sonach für den Rest der mit Ende 1895 endigenden Söahlperiode gewählt. 3)) Wahl eines Mitgliedes und eines Ersatzmannes für die Ober-Ersatz-Eommisston für die Jahre 1890/92. Nachdem von verschiedener Seite Wiederwahl der bisherigen Mitglieder per Acclamation oorgefchlagen war, bemerkt Freiherr von Nab en au-Friedelhaufen, daß er, um diesem Vorschlag nicht wider- hrechen und auf Wahl durch Stimmzettel bestehen zu müssen, für wie Dauer di ser Wayl aus der Versammlung austrete. In Ab- o.esenhett des Freiherrn von Rabenau werden nunmehr das seil- hkerige Mitglied, Victor Freiherr von Nordeck zur Rabenau in Gießen, sowie dessen bisheriger Ersatzmann, Bürgermeister Bopp im Bellersheim, per Acclamalton wtedergewählt. 4)» Prüfung der Rechnung der Provinziattaffe und Erstattung deS Rechenschaftsberichts pro 1888/89. Der Vorsitzende thcilt mit, daß sich bei Prüfung der Rechnung drnrch den Provinzialausschuß keinerlei Anstände ergeben hätten; die Hauptresultate seien in der dem Voranschlag beigegebenen Uebersicht iitucr die wirklichen Einnahmen und Ausgaben der Prooinzialkafse für 1888/89 enthalten. Im Anschluß hieran verlieft der Vorsitzende den Verwaltungs- bcricht des Provinzial-Ausschusses pro 1888/89 und stellt nunmehr di»k Rechnung und den Verwaltungsbericht zur Discussion. ES bemerken hierzu: Graf Ortola: Die Ansichten in weiteren Kreisen über das ^aeisstratzenwesen stimmten doch in verschiedenen Beziehungen mit den, Ausführungen des Provinzial-Ausschusses in dessen Verwaltungs- bentcht nicht überein. In unserer kleinen Provinz habe man Staats- |ti aßen und Kreisstraßen. Er halte es für sehr wünschenswerth, die 8-krwaltung des gelammten Straßenwesens innerhalb einer Provinz h eine Hand zu legen, da auch die Behandlung der Straßen in den rttnjelnen Kreisen zu verschieden sei. Die Umlagen vermehrten sich in bedauerlicher Weise und die Kreise müßten dabei noch erhebliche Schulden contrahiren. Heber die jetzige Behandlung der Straßen Mr den noch r echt viele Klagen gesührt, V< Jahr lang könne das N!eh die neu eingedeckten Straßen kaum passiren; man müßte sich MN Einwalzen des Deckmaterials entschließen, obgleich diese Art der Smaßenunterhaltung kostspieliger sei. Daß man von den jetzigen Straßenzuständen befriedigt sei, habe er in der Kammer nicht ge- iirnben. Das KreiSstraßengesetz bedürfe sehr der Revision, das Eigen- IhAMsverhSltniß sei noch nicht einmal gesetzlich geregelt. Die Regie- nmg habe auch eine Reoifion des Gesetzes in Verbindung mit der Revision der Verwaltungsgesetze in Aussicht gestellt. Bürgermeister Gnaurh: Durch das Kreisstraßengesetz sei nach litmer Meinung ein großer Schritt nach vorwärts erzielt worden; t: wünsche gewiß Niemand Wiederherstellung des früheren Verhält- Wes. Vortheilhaft sei es allerdings, wenn die gelammte Straßen- i.r iooltung in eine Hand gelegt werde. In diesem Falle sei es aber cüilirschenswerth, wenn die Verwaltung in die Hand der Provinz ^gt werde und bedauerlich, wenn sie in dic Hand des Staats ge- iWige. Dem Kreise Friedberg bleibe es ja unbenommen, für seine etoiafjen das Walzsystem einzuführen. Zuerst habe man im Kreise Atißcn mit dem Emwalzen der Straßen begonnen, bann sei der Statut hiermit gefolgt. Freiherr von Rabenau: Er sei der Meinung, daß der Staat He ganzen Straßen einschließlich der Neubauten übernehmen solle, k, rasse sich nicht leugnen, daß sich der Zustand der Straßen gegen jui^er wesentlich gebessert habe. Je mehr für die Unterhaltung xnb Manbsetzung der Kreisstraßen geschehe, desto größer seien natur? iraiTäfj auch die Ausgaben hierfür. Für den Neubau von Straßen vufiße mindestens eine höhere Dotiruug aus Staatsmitteln angestrebt mttcn, der jetzige Staatsbeitrsg sei absolut unzureichend. In Pl^ußen würden den einzelnen Kreisen große Summen vom Staat ! |ir1 Lommunalzivecke überwiesen, eine ähnliche Ueberweifxng müsse 1 Justizrath Dr. Geiger: Es müsse allerdings zugegeben werden, daß es im Kreise Friedberg an iüchtrgen Technikern mangele und daß der Kreis hierunter leide. Auf der anderen Seite stt der Verkehr in der Wetterau sehr stark und hierdurch die Straßen vielen Beschädigungen ausgesetzt. 9kachdem die Discussion hiermit beendigt war, wird auf die Frage des Vorsitzenden die Rechnung von keiner Sette deanstandet. 5) Feststellung deS Voranschlags der Provinzialkaffe für 1890/ 91. Der Entwurf des Voranschlags war den Mitgliedern des Pro- oinziaitags bereits mit der Einladung zur heutigen Sitzung mikge- theill worden. Derselbe wird rubrikenweise, mit der Ausgabe beginnend, durchgangen. Der Vorsitzende bittet, etwaige Anträge bei den einzelnen Rubriken zu stellen. Zu Rubrik 18 „Unterhaltung von Kreisstraßen" stellt Graf Oriola die Anfrage, warum die Uebernahme der Straße Donel- weil bis Staatsstraße nach Friedberg als Kreisstraße abgelehnt worden sei. Der Vorsitzende beantwortet diese Frage dahin, daß die beantragte Uebernahme gesetzlich nicht möglich sei, da die fragliche Straße als eine Fortsetzung der Ortsstraße zu betrachten und vom Ortsende an gemessen kürzer als ein Kilometer sei. Anders verhalte es sich mit dem Weg von der Staatsstraße Assenheim-Reichelsheim nach der Eisenbahnstation Assenheim. Die Uebernahme dieses Weges als Kreisstraße sei zwar s. Zt. auch abgelehnt worden, der Provinzialausschuß habe aber einen Recurs der Gemeinde Assenheim gegen diesen ablehnenden Bescheid dahin entschieden, daß der fragliche Zufuhrweg als Kreisstraße zu übernehmen sei, da keiner der Fälle öorltege, in welchen nach Art. 7 des Gesetzes vom 27. April 1881 Kunststraßen von der Uebernahme als Kreisstraßen ausgeschloffen sind und an dem Character des fraglichen Zufuhrwegs als einer Verkehrsstraße für eine ganze Reihe von Ortschaften nach der Eisenbahnstation nicht gezweifelt werden könne. Sollten weitere Anträge auf Betheiligung der Provinz bei der Unterhaltung von Straßen einlaufen, deren Uebernahme s. Zt. abgelehnt worden sei, so werde der Provinzial-Äusschuß diese Anträge wohlwollend prüfen. Freiherr von Rabenau warnt vor allzumilder Beurtheilung wegen der entstehenden Conseaaenzen. Zu Rubrik 19 „Neubau von Kreisstraßen" bemerken: Bürgermeister Gnauth: Bei dem Straßenneubau Busenborn- Breungeshain sei eine Heranziehung der letzteren Gemeinde zu V, der Baukosten innerhalb ihrer Gemarkung nicht vorgesehen, sondern bemerkt, daß der Ort Breungeshain von der geplanten Straße nicht berührt werde. Er halte die vorliegende Kostenvertheilung nicht für richtig. Die Freigabe der Gemeinde Breungeshain verstoße gegen den Wortlaut des Gesetzes und die "bisherige Praxis. Nur solche Gemeinden seien nicht beitragspflichtig, der.n Orte von dem Straßenbau überhaupt nicht berührt, ober deren Gemarkung an einem äußeren Ende geschnttten werd n. Beides träfe aber im vorliegenden Falle »icht zu. Die fiaglttbe Straße bezwecke in erster Linie die Nachbarschaftsoerbindung zwischen den Orten Busenborn und Breungeshain, beide Gemeinden hätt.n gleiches Interesse an der Straße. Die Gemeinde Breungeshain fei unzweifelhaft beitragspflichtig, wenn auch die Straße einige 100 m vor dem Orte in die Kreisstraße Breungeshain Michelbach einmünde. Die Heranziehung der Gemeinde Breungeshain entspräche auch der bisherigen Praxis, wie er an einer Reihe »on Straßkn-Neubauten nachweisen könne. Er beantrage hiernach Aenderung der vorliegenden Kostenoertheilung und Übertragung des frei werdenden Betrags auf den Reserv-fonds. Bürgermeister Fendt: Die fragliche Straße werde nicht blos eine Nachbarschaftsverbindung zwischen Busenborn und Breungeshain, sie bezweckt auch den Durchgangsverkehr der unterhalb Busen- born gelegenen Orte Eschenrod, Eichelsachsen, Wingershausen mit Breungeshain, Sichenhausen, Herchenhain u. s. w auch bei uns angeftrebt werden. Friedberg sei nicht der einzige Kreis, der seine Umlagen erhöht habe, in allen Kreisen und in fast allen (Semeinbcn seien die Umlagen in die Höhe gegangen, dagegen gehe die Beoölkerungsziffer aur dem Lande fast aller wär ts zurück. Fustizrath Dr. Geiger: Die Hauptbeschwerden nnkKreisftraßen- wesen gingen dahin, baß die Wege viel Geld kosten und daß der Zustanb der Wege ein besserer sein müsse. Die ganze Einrichtung bei uns sei zu compltctrt, da z. B. bei Straßenbauten 4 und mehr Kassen beteiligt seien. Auch er erachte es für vortheilhatt, wenn die Verwaltung von Staats- und Kreisstraßen in eine Hand und zwar in die Hand der Provinz gelegt werde. Der Zustand der Sttaßen müsse besser werden; die Einführung des Walzwstems sei schon mit Rücksicht auf die sonst unvermeidlichen Thierquälereien angezeigl. Rechtsanwalt 0,-. Gutfleisch: Er sei der Meinung, daß die Herren aus dem Kreise Friedberg ihre Beschwerden bet dem dortigen Kreistag vorbringen und nicht in den Provinzialtag htneintragen sollten; der Proornzraltag hemme die Verbesserung der Kretsstraßen im Kreise Friedberg in keiner Weise. Im llebrigen glaube auch er, daß die Verwaltung sämmtlicher Straßen zweckmäßiger durch die Provinz als drrrch den Staat erfolge. Rian solle indeß nicht zu früh an dem bestehenden Gesetz rütteln, das Gesetz sei noch zu jung und schon in der allerersten Zeit seines Bestehens bifampft worden. Eine Discussion über Straßenbauten sei im Landtag schwierig und lasse sich Diel richtiger in der Provinz führen, da man mit den einschlägigen Verhältnissen vertrauter sei. Der Kostenpunkt werde durch Aende- rmrg des Gesetzes nicht geringer. Zur Erhöhung der Staatsdotation für Straßenncubauten sei aber eine Gesetzesänderung nicht noth- roenbig. Graf Oriola: Die Frage sei von größter Wichtigkeit, ob bie Straßenverwattung durch den Staat, ober die Provinz ober burch ben Kreis erfolge. Ob der Kreistag zu Friedberg die ungünstige Lage der Straßenoerhältnisse des Zkreises Friedberg verschulde, sei ihm zweifelhaft. Der Kreis Friedberg sei nicht beffiedigt. Anträge auf ötraBenbauten seien genügend gestellt, sie könnten jedoch nicht in der wunschenswerthen Weise berücksichtigt werden. Die Krets- straßen-Unterhaltung sei wohl besser geworden, aber noch nicht genügend. Der Vorsitzende: Es werde allgemein anerkannt, daß die Straßen besser geworden seien. Eine weitere Verbesserung erfordere selbstoerständlich auch einen höheren Aufwand. Er sei überzeugt, daß die Straßenoerwaliung in den Händen der Provinz treuerer werde, als bei den Kreisen. Es sei bann für die Provinz ein Central- baubureau und für etwa 2 Kreise ein academisch gebildeter Baumeister nothwendig. Die erhoffte Entlastung der Kreise bei der Provinzial-Straßenverwaltung werde nicht eintreten, eher stehe eine weitere Belastung zu erwarten. Zweckmäßig würde es sein, wenn der Staat die gelammten Kosten tragen, die Straßenverwaltung selbst aber in den Händen der Kreise verbleiben würde. Bürgermeister Gnauth: Die Straßenverwaltung durch die Provinz werde durch die von dem Herrn Vorsitzenden ungebeugte Organisation nicht theurer, sie werde vielmehr billiger. Die burch Beschaffung eines guten technischen Personals entstehenden Mehrkosten würden mehr als aufgewogen durch die Verhütung von Schäden, welche durch unsachgemäße Behandlung von Straßen in Folge mangelhafter Befähigung der Techniker entstehen, wie er aus eigner Erfahrung wisse und wie man wieder in den Erläuterungen zu dem vorliegenden Voranschlag theils bircct, theils zwischen den Zeilen lesen könne. Er könne nur wünschen, daß die gesummte Strußenverwullung uuf die Provinz, und Nicht auf den Staat über» gehe, da er zu dem Landtag nicht das Vertrauen habe, daß er Straßenbauten sachgemäß behandeln werde, wie sich dies bei einer Kammeroerhundlung über den Bau einer Staatsstraße in Rheinhessen erwiesen habe. Unter Freunden wnd der vorzügliche Holländ. Tabak allseitia empfohlen, lO Psd. ico. 8 Mk. nur direct bet B. BeSer in Seesen a. Harz. i56 Der Vorsitzende hält die betreffenden Gesetzesbestimmungen für zweifelhaft, glaubt aber mit Rücksicht aus die bestehende Praxis sich für die Aenderung der Kostenvertheilung aussprcchen zu sollen. Rechtsanwalt Dr. Gutfleisch stimmt den Ausführungen des Herrn Bürgermeister Gnauth bei. Bei bet nunmehr folgenden Abstimmung wird der Antrag Gnauth gegen 5 Stimmen angenommen, demgemäß der Beitrag der Provinz aus eigenen Mitteln von 1722 M. 33 Pf. auf 1500 M. herabgesetzt und die hierdurch disponibel werbenden 222 M. 33 Pf. auf den Reservefonds übertragen. Bürgermeister Schmalbach motivirt seine Abstimmung gegen Den Antrag mit dem Hinweis auf den vor 2 Jahren genehmigten Straßenbau Völzberg-Staatsstraße Hartmannshuin, bei welchem die Verhältnisse ähnlich gewesen, ohne daß die Gemeinde Hartmannshain zu einem Beitrag herangezogen worden sei. Der Vorsitzende theilt sodann mit, daß nach Berathung be8 Voranschlags im Provinzial-Ausschuß eine Verfügung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz eingetroffen sei, IL welcher der Verbund der 9raturaloerpflegungsstutionen die Zahlung eines Beitrags zu den allgemeinen Unkosten des Stationsverbandes in Höhe von 10 M. Für jede Station erstrebe, deren Uebernahme auf die Proouljlurkasse wohl am geeignetsten erscvetne. Der Provinziul-Aus- imuß habe in feiner heutigen, dem Prooinzialtag vorausgegangenen Sitzung beschlossen, dem Prooinzialtag die Uebernahme dieses Betrags, welcher sich für bie Provinz auf 110 M. berechne, auf bie Provinzialkasse zu empfehlen, diesen Betrag unter der neu zu bildenden Rubrik 22 „Beitrag zu den Unfoften des Verbands der Ratural- verpstegungsstationen" in dem Voranschlag pro 1890/91 nachträglich vorzusehen und den Reservefonds entsprechend zu kürzen. - Dem Antrag des Provinzial-Ausschusses entsprechend wird der fragliche Betrug ohne Debatte bewilligt, jedoch unter der Voraussetzung, daß auch tn den preußischen Regierungsbezirken Eassel und Wiesbaden die entsprechenden Beiträge Seitens der Eommunaloerbände geleistet werden. 9tachdem der Voranschlag bis zum Schlüsse durchgegaligen war und weitere Bemerkungen nicht erhoben wurden, wurde der Reserve sonds durch bie bei ben Rubriken 19 und 22 eingetretenen Aenbe- rungen auf 716 M. 65 Pf. festgesetzt und der Geiummt-Voranschlag in Emnubme und Ausgabe mit 273 841 M. 97 Pf. genehmigt. ^L.^°^E»auung einer KreiSstraße von OrleShansen nach Büches und einer solchen von Schwickartshausen viS zur KreiSstratze Fauerbach-Unter-Lais. Der Vorsitzende theilt mit, daß der Kreisausschuß des Kreises Büdingen unterm 17. d. M. beschlossen habe, die Zustimmung des Proomzraltugs zu der Erbauung einer Kreisstraße von Orleshausen nach Buches und einer solchen von Schwickartshausen bis zur Kreis- ö; „u!®uer^ac^:^nter::^a^ unter dem An fügen nuchzusuchen, daß mit Rücksicht auf bie anberweitigen Anforderungen an die Provinzial« raue tur Kreisstrußen-Neubauten dem Ermeßen des ProvinzialtagS dle Bestimmung des Beginns und der Größe der jährlichen Raten- zuhlungm der von dem Staat und der Provinz zu leistenden Zu- n Baukosten überlassen bleiben solle. Der Prooinzial- Ausschutz habe in seiner heutigen Sitzung beschlossen, dem Provinziul- tag bie Ablehnung dieses AnrrugS zu empfehlen, weil einerseits der S 12 des Weggesetzes vom 27. April 1881 vorschreibt, daß diejenigen von den Kreistagen unter Zustimmung des Prooinzialtags be- schloffenen Neubauten, für welche die bei Provinz für ein Jahr zur Verfügung stehende Summe nicht ausreicht, um ein Viertheil der Bauwsten zu decken, zu unterbleiben Huben und weil andererseits das Budget der Provinzialkasse bei Berücksichtigung ähnlicher Wünsche der übrigen Kreise auf Jahre hinaus gewiffermußen festgelegt und die vom Prooinzialtag bisher nach der Dringlichkeit vorgenommene Auswahl unter Den einzelnen Buuprojecten nachtheilig eingeschränkt werden wurde. erhöbe?^ 21111X00 Provinzial-Ausschusses wird zum Beschluß 7) Antrag auf Erhöhung des StaatSbeitragS zu den Kosten der Erbauung von «reiSstratzenvauten. Auf Grund der bereits bei der Discussion über ben Verwal- Provinzial-Ausschusses geäußerten Klagen über die für Wegbauten verfügbaren kläglichen Summen und die durch den Mangel an Mittelit verursachten öfteren Zurückstellungen dringender Straßenprvj.cte stellt Rechtsanwalt Dr. Gutfleisch — nachdem ein weilergehender Antrag des Freiherrn von Rabenau zurückgezogen worden war — ben Antrag: der Prooinzialtag wolle beschließen: „bie Regierung zu ersuchen, ben staatlichen Zuschuß zu ben Kreisstrußen-Neubauten angemessen, minbestens aber auf bus Doppelte Der seitherigen Beträge zu erhöhen." Dieser Antrag wird einstimmig zum Beschluß erhoben Hiermit wurde die Sitzung geschloffen. Gießen, 29. März 1890. Der Vorsitzende: Die Urkundspersonen: v. Gazern. Fr. Keil. C. Jaeger. Der Protocollführer: Allendorf. Für Coufirmanden a Jeilgeöotenes. 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