1890 Freitag den 24. Octobcr Mr. 248 Amts-- nnb Anzeigeblatt für den ICrei« Gieren. CQ von den deutschen )tn von Vx Stabt n. Feuilleton 8758 ■1MW.WHH ---- ■■■■'"---'-----! ■'■ Vanahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den fslgenden Tag erscheinenden Nummer bir Bonn. 10 Uhr. Die Gießener Rieben dem Anzeiger nDeutlich dreimal heigelegt. Der (H4e*er Kn^ser ^scheint iäglich, «wt Ausnahme deS Montags. iethen. jher. Freie Stimmun'-. ranzunterbaltungenefc. 'ransportkosten). [8220 Neuenweg 9. wird hinzugefügt, daß man aus diesem Umstande ersehen kann, daß die Besserung der freundschaftlichen Grenzbeziehungen kein leeres Wort mehr sei. Aus Elsaß-Lothringen, 21. October. Aus Altmünsterol, der Grenzstation auf deutscher Seite, wird dem Mülhauser „Expreß" gemeldet, daß zu dem Begräbniß des dortigen Eisenbahnvorstehers Berthold die Chefs de gare von Bel- Biertttjähriger KvonnementsPrelst 2 Mark 20 Pfg. tu* Bringerlohn. Durch die Post bezog,» 2 Mark 50 Pfg. Redactton, Lxpedttt«, und Druckerei: rch«lstr«tze Sfc.k Fern^recher 61. und darum auch für die oberste Verwaltung von Deutschost- asrika besonders befähigt erscheint. Die angekündigte Begegnung zwischen dem Reichskanzler von Caprivi und dem italienischen Ministerpräsidenten Crifpi soll nunmehr feststehen und versichern Berliner Meldungen, Herr v. Caprivi werde sich zu diesem Behuse innerhalb der nächsten Wochen nach Italien begeben. In der Türkei ist die durch den griechischen Patriarchen in Constantinopel angeordnete Schließung sämmtlicher griechischen Kirchen auch für den vergangenen Sonntag aufrecht erhalten geblieben. In Constantinopel selbst ist indessen dieser Tag ohne bemerkenswerthen Zwischenfall vorüber gegangen und auch in anderen Theilen des türkischen Reiches mit vorwiegend griechischer Bevölkerung scheint die Schließung der Kirchen keinerlei Ruhestörung hervorgerusen zu haben. Aber offenbar ist die genannte Maßregel ein sehr bedenkliches Pressionsmittel des griechischen Patriarchen, um bei der türkischen Regierung die Bewilligung seiner kirchenpolitischen Forderungen durchzudrücken und man kann nur hoffen, daß die zwischen der Pforte und dem griechischen Patriarchen bestehenden Schwierigkeiten ihre baldige Lösung finden werden. Schon wieder gehen Gerüchte über ein auf den Kaiser von Rußland unternommenes Attentat um. Es soll bei der Rückreise der russischen Kaiserfamilie von den Jagden in Polen nach Petersburg ein Reisender auf einer kleinen Station auf den Czaren geschossen haben, ohne ihn jedoch zu treffen. Es ist selbstverständlich, daß auch diese neuesten Attentatsgerüchte nur mit größter Zurückhaltung aufzunehmen sind. Amerikanische Iportverirrungen. Von Philipp Berges. (Schluß.) Am Morgen des 8. Juli hatten sich in der Nähe der kleinen Ortschaft Richburg mehrere tausend Menschen versammelt, die zu ihrer Ueberraschung einen bereits abgesteckten Kampsplatz, den sogen. „Ring", und eine halbkreisförmige, sorgfältig errichtete Zuschauertribüne vorfanden. Um 10 Uhr erschienen die beiden Boxer mit ihren Secundanten und Rückenhaltern auf dem Platze und schüttelten einander unter dem Jubelgeheul der Zuschauer die Hände. Nachdem dies geschehen, trat ein kleiner, mit einem silbernen Brustschilde geschmückter Mann in den „Ring", bei dessen Anblick die Volksmasse in' ein wahres Toben des Beifalls ausbrach. Der kleine Mann war nämlich der Sheriff des Ortes, der Einzige, dem hier das Recht, aber auch die Pflicht der Verhinderung des Zweikampfes oblag — und er war natürlich auch zu keinem anderen Zwecke erschienen, als seiner beschworenen Pflicht zu genügen. Nachdem er sich gegen die Zuschauer, die ihrer Achtung vor dem Vollstrecker des Gesetzes in so zweifelhafter Weise Ausdruck gaben, verneigt hatte, wandte er sich an die Kämpfer und sprach mit vor Lachen erstickter Stimme: „Im Namen des Gesetzes verbiete ich den geplanten Preisfaustkamps. Nöthigenfalls werde ich ihn durch Gewalt zu verhindern suchen und nur der Uebermacht weichen!" Darauf drangen unter großem Jubel etwa hundert Personen auf den Sheriff ein — und er wich der Uebermacht. Dem Gesetze war Genüge geschehen. Ueber den Kamps selbst, welcher nunmehr ohne weitere Störung begonnen und zu Ende geführt wurde, ist wenig zu sagen. Sullivan blieb Sieger und hatte neben der „Weltmeister- Nerreste Nachrichten. Wolffs telegraphische- Torrespondenz-Vureau. Berlin, 22. October. Der Kaiserbefahl, an Moltkes Geburtstage alle Fahnen der Berliner Garnison nach Moltkes Wohnung zu bringen, als Auszeichnung, welche noch nie einem Unterthanen zu Theil geworden ist. Nach dem Gottesdienst begicbt sich der Kaiser, begleitet von dem Stönig von Sachsen, den Großherzögen von Baden und von Hessen, sowie sämmtlichen Prinzen nach Moltkes Wohnung, um demselben seine und des Heeres und der Marine Glückwünsche darzubringen. Berlin, 22. October. Die heutigen Morgenblätter enthalten Begrüßungsarttkel, welche in warmen Worten anläßlich ihres heutigen Geburtstages die Kaiserin feiern als treue Gattin und Mutter an der Seite ihres kaiserlichen Gemahls und als eine die Wohlthätigkeit pflegende und, wo sie es vermöge, die Noth mildernde Landesmutter. Berlin, 22. October. Die Ankunft Sr. Majestät des Königs der Belgier erfolgt am 28. d. M., Nachmittags zwischen 4 und 5 Uhr, in Potsdam, wozu großer militärischer Empfang besohlen worden ist. Zur Aufwartung und zum Ehrendienst sind commandirt: Generaladjutant, General der Cavallerie Freiherr von Los, commandirender General des VIII. Armeecorps, Oberstlieutenant von Bachmayr, Comman- deur des Kurmärkischen Dragoner-Regiments Nr. 14, Major Graf von Schmettau vom Großen Generalstabe, Militär- Attache von der Gesandtschaft in Brüssel. Beim Eintreffen des Sonderzuges in Potsdam wird der hohe Gast durch Se. Majestät den Kaiser und König empfangen werden. Eine Compagnie des Garde-Jäger-Bataillons mit der Fahne und den Hornisten des Bataillons wird als Ehrenwache auf dem Bahnsteig aufgestellt. Aus dem Wege vom Bahnhof zum Schloß bilden die Fußtruppen der Garnison Potsdam Spalier. politische Nebevsicht. Gießen, 22. October. Der Kaiser traf am Mittwoch Nachmittag, einer Jagdeinladung des Prinz-Regenten von Braunschweig entsprechend, in Blankenburg am Harz ein; officieller Empfang fand nicht statt. Am Freitag Abend gedachte der Kaiser nach Berlin, resp. Potsdam zurückzukehren. Der neue preußische Kriegsminister, v. Kaltenborn-Stachau, ist nach einer Bekanntmachung im „Reichsanzeiger" zum Bevollmächtigten Preußens beim Bundesrathe ernannt worden. Der Tag, an welchem Generalfeldmarschall Graf Moltke fein 90. Lebensjahr vollendet, steht vor der Thür und in allen Theilen unseres deutschen Vaterlandes hat man sich gerüstet, den seltenen Ehrentag des „großen Schweigers" festlich zu begehen. Es liegen hierüber zahlreiche Meldungen vor, die erkennen lassen, daß die Feier des 90. Geburtstages des berühmten Feldherrn in der Thar ein nationales Gepräge tragen wird. Den Mittelpunkt aller „Moltke-Festlichkeiten" wird selbstverständlich die Feier in Berlin bilden, da, wie bekannt, der greise Feldmarschall bei derselben auf besonderen Wunsch des Kaisers persönlich zugegen sein wird und kann man als den Gipfelpunkt der Kundgebungen seitens der Berliner Bürgerschaft wohl den angekündigten großen Fackelzug betrachten, der zu Ehren Moltkes für Samstag Abend beabsichtigt ist. Seitens des Kaisers aber ist, wie die „Post" vernimmt, dem Grafen Moltke eine Ehrung zugedacht, wie eine solche noch niemals einem Preußen erwiesen worden ist und darf man demnach dem betreffenden Acte mit Spannung entgegensetzen. (Siehe „Neueste Nachrichten".) Die dem Reichscommiffar Major v. Wißmann zur Kräftigung seiner Gesundheit gewährte Urlaubszeit neigt sich ihrem Ende zu und wird Herr v. Wißmann am nächsten Montag von Berlin aus die Rückreise nach Ostafrika zur Wiederübernahme seines bislang vom Chef Schmidt verwalteten Postens antreten. Auf demselben verbleibt Major v. Wißmann bis zum 1. April 1891, um welche Zeit die Frage der Organisation und Verwaltung Deutschostafrikas voraussichtlich entschieden sein wird. Wie von verschiedenen Seiten bestätigt wird, steht alsdann die Ernennung Wißmanns zum Gouverneur des deutschostasrikanischen Seegebietes zu erwarten, welches zur Zeit von Emin Pascha mit seiner Expedition näher erforscht wird. Als den künftigen Gouverneur des deutschostafrikanischen Küstengebietes aber bezeichnet man den bisherigen Gouverneur von Kamerun, Freiherrn von Soden, welcher sich schon in seinem bisherigen Wirkungskreise außerordentlich bewährt hat Deutsches Reich. Darmstadt, 22. October. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog empfingen heute u. A. den Professor Dr. Gottschick, Rector der Landesuniversität, und den Geh. Medicinalrath Professor Dr. Riegel von Gießen. Darmstadt, 22. October. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog begeben sich nächsten Samstag Abend nach Berlin. Im Gefolge werden sich Flügeladjutant Oberst Wernher, beauftragt mit den Functionen des Generaladjutanten, und Major v. Groß gen. v. Schwarzhoff vorn Stabe der dritten Armeeinspection befinden. Oppenheim, 20. October. An Stelle des Abgeordneten Stephan wurde heute der frühere Bürgermeister Hirsch- Alsheim, nationalliberal, für den Landtagsbezirk Osthofen gewählt. schäft" den Preis von 25,000 Dollar errungen. — Gegenwärtig bildet dieser schnell wieder verarmten Meisterschaftsboxer sich zum — Schauspieler aus. Ein erfindungsreicher Dankee - Schriftsteller hat eigens für Herrn Sullivan ein „Sensationsstück" geschrieben, in welchem aus der Bühne ein „Preisring" veranstaltet und von wirklichen Meisterboxern ausgefochten wird. Schon in einigen Wochen wird Sullivan in Niblos Theater zu" Newyork sein erstes Debüt feiern. Der „edlen Kunst der Selbstvertheidigung" stehen die Hahnen-, Hunde- und Rattenkämpfe am nächsten, die sich in den Südstaaten einer fast ebenso großen Volkstümlichkeit erfreuen wie die Stierkämpfe in Spanien. In den größeren Städten von Texas, Louisiana, Mifsisippi, Nord- und Süd- Karolina gibt es Hunderte von Leuten, deren einziges Gewerbe die Veranstaltung dieser Kämpfe bildet. Ganz besonderer Beliebtheit in der Welt der Sporting- men erfreuen sich die sogenannten „Bridgejumpers“ oder „Brückenspringer", deren berühmtestes Mitglied der in Newyork als Gastwirth lebende Steve Brodie ist. Vor der Zunft dieser Bridgejumpers ist keine Brücke der Vereinigten Staaten sicher. Von der großen Hängebrücke zwischen Newyork und Brooklyn, die an ihrer niedrigsten Stelle 135 Fuß hoch über dem East River schwebt, sind seit ihrer Vollendung nicht weniger als neun dieser „Künstler" in die Tiefe gesprungen — von den would de-Selbstmördern gar nicht zu reden. Nur einer der ersteren verlor bei dem Wagniß das Leben, die Anderen kamen wohlbehalten davon, heimsten zunächst die Beträge der auf das Gelingen ihres Vorhabens abgeschlossenen Wetten ein und ließen sich alsdann eine Zeit- lang in den Groschen-Museen für Geld sehen, wo sie vom Volke wie Wunderthiere angestaunt wurden. Die in der edlen Zunft besonders beliebten und des Oefteren erkorenen Brücken stehen unter einer ständigen und scharfen Bewachung seitens der Polizei; die Brückenspringer geben indeß ihren Vettern, den Fanstkämpfern, an Schlauheit nichts nach und verstehen es nur zu gut, die Aufmerksamkeit der Wachen abzulenken, bis der Sprung in die Tiese vollführt ist. Unter den nahen Verwandten der Brückenspringer nehmen die „Wasserfallschwimmer" den hervorragendsten Rang ein. Auch ihnen ist es hauptsächlich um jenen Jahrmarktsruhm zn thun, der sie befähigt, in den Wandermufeen Amerikas eine Rolle zu spielen. Aber nicht so gar viele dieser wagehalsigen Gesellen, die es unternehmen, die Riesenwassersälle der neuen Welt, besonders des Niagara, zu durchschwimmen, kommen mit dem Leben und mit gesunden Gliedmaßen davon, der größte Theil ist bei dem Versuche noch stets zu Grunde gegangen. Es verstreicht aber trotzdem (oder eben deßwegen?!) kein Monat, ohne Gerüchte von neuen Niagara-Schwimmern zu zeitigen, von welchen einige in riesenhaften Gummibällen, andere in auswattirten Tonnen und wieder andere in einfachem Schwimmanzug über die wilden, von spitzigen Zacken besäeten Abgründe der Wasserfälle zu gleiten gedenken. Natürlich sind auch die Unternehmungen dieser Art verboten — doch gelingt es der Polizei nur selten, die vom Volke begünstigten Wagehälse von den Ausführungen ihrer tollen Unternehmungen abzuhalten. Dem unbeugsamen, an Wahnsinn grenzenden Todesmuth dieser Sportingmen, ihrer unerhörten Schlauheit und Zähigkeit gegenüber sind Polizei und Gesetze machtlos. Aus dem geistigen Leben des Volkes heraus muß die Aenderung kommen. Erst wenn Bildung und Gesittung in jenen unteren großen Schichten mehr und mehr Gemeingut geworden sind und die Lust am Rohen und Gewagten aus dem Volksgemüth verdrängt haben, so daß das Lebenselement jener Künstler, der Beifall, versiegt, werden die Faustkämpfer, Wafferfallschwimmer, Brücken- springer, und wie alle jene werthlosen „Sportingmen" sich sonst nennen mögen, verschwinden. fort, von Petit-Croix und Chevremont (die nächsten französischen Grenzstationen) mit etwa 20 Angestellten der französischen Ostbahn in voller Uniform erschienen waren. Sie wurden Beamten aufs Herzlichste empfangen. Es ''S>. ,Dnf,el ras«® All, insbesondere sft- und Aviskarte«, Arlhänge-Etiquettes tbere Arbeit! dich billig! [8269 M 96% Mgllch nbiqen Verkauf. ,n der Stadt au* । Teceniber ab w Cm-blatt der pw>*»Aet6chntl ßeiMaik-ZhiMy ■eutenden europäischen 1______784(j iriii* lrenfabrik essen) Gießener Anzeiger Kermal-Mnzeiger. ® *» im Berkaus 3 Nii liiebciB- uvaare« 81b» | jg- TäS*"**" Berlin, 22. October. Die Zahl der Theilnehmer an dem Samstag statrfindcnden Fackelzug zu Ehren Moltkes wächst stündlich. Bereits sind gegen 11,000 Theilnehmer- karten gelöst. Die Theilnehmer gehören allen Bevölkerungs- kreiscn ohne Parteiunlerschied an. Sonntag Abend-findet zu Ehren Moltkes ein großes Galadiner bei dem Kaiser in Potsdam' statt. Berlin, 22. October. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die üiif Vorschlag der Kaiserin erfolgte Verleihung des Louisenordens erster Abtheilung mit der Jahreszahl 1866 an die Ehegattin des Gemeindeschulrectors Püttner hier und an Fräulein von Kummer in Breslau, sowie der zweiten Klasse der zweiten Abteilung des Louisenordens mit der Jahreszahl 1865 an die Frau Geheime Commerzienrath Krupp, geb. von Ende, in Essen, an die Ehegattin des Fabrikbesitzers Börner in Berlin, Fräulein Königs in Berlin und Fräulein von Hollcben in Rudolstadt. — Der „Reichsanzeiger" widerlegt den mehrfach gegen die Staatsregierung erhobenen Vorwurf ungenügender Förderung der Entwickelung der natürlichen und künstlichen Wasserstraßen und weist nach, daß in den letzten zehn Jahren zu Stromregulirungen, zur Unterhaltung der Ströme und zu sonstigen Regulirungen der Wasserstraßen einschließlich Brücken rc. insgesammt 183 Millionen aufgewendet worden seien und daß die Staatsregierung ferner an Kosten für die in Ausführung begriffenen großen Canal- projecte mit 180 Millionen betheiligt sei. Der „Reichsanzeiger" reproducirt die Reden des Arbeitsministers im Abgeordnetenhause vom 8. März 1890 und schließt: Angesichts dieser Sachlage sind jene Angriffe schwer begreiflich und gewiß nicht geeignet, die wohlerwogenen Maßnahmen und Entschließungen der Staatsregierung zu beeinflussen. Berlin, 22. October. Bei der Brandenburgischen Provinzialsynode ist mit 23 Unterschriften versehen der Antrag eingegangen, den Kaiser in einer Adresse zu bitten, den Organen der evangelischen Landeskirche eine wirksame Theilnahme an der Berufung evangelischer Professoren der Theologie und Mitglieder der kirchlichen Behörden zu gewähren. Berlin, 22. October. Die Generalversammlung der Mitgliederder deutsch-ostasrikanischen Gesellschaft ist auf den 20. November etnberufen; in dieser soll der Vertrag mit der kaiserlichen Regierung über die künftigen Rechtsverhältnisse der Gesellschaft in Ostafrika zur Genehmigung vor- gelegt werden. Berlin, 22. October. In der heutigen Sitzung des Gesammtausschusses der Deutschen Landwirth schasts- gese lisch ast wurde zum nächsten Ausstellungsort Bremen gewählt. München, 22. October. Zur Mo ltkefeier reisen demnächst die Corpscommandeure Prinz Leopold und General Parsefal nach Berlin. Speyer, 22. October. In Folge der Ende voriger Woche eingetretenen Regengüsse und Schneefälle steigt der Rhein dauernd. Aus dem oberen Rheinthale wird Hochwasser signalisirt. Detmold, 22. October. Wie verlautet, sollen bezüglich der Thronfolge im Fürftenthum Lippe zwischen den nächstberechtigten Agnaten bereits diesseits Ausgleichsverhandlungen schweben, die die Abfindung der Biesterselder Linie durch das Haus Schaumburg-Lippe zu Gunsten der letzteren bezwecken. Pest, 22. October. Gestern sand aus der Station Alberti-Jrsa der österreichisch-ungarischen Staatsbahngesellschaft ein Zusammenstoß zweier Lastzüge statt, wobei eine Person schwer, acht Personen leicht verletzt wurden. Der beschädigte Bahnkörper ift bereits ausgebessert. Paris, 22. October. In seinem heutigen Schlußartikel der Enthüllungen über den Boulangismus theilt Mer- meix mit, Boulanger habe nach dem Niedergang seiner Sache nach Amerika gehen wollen- Laguerre und Rochefort bewogen ihn aber, in Jersey zu bleiben. Mermeix beschuldigt schließlich Boulanger des Betrugs und sagte sich vom Boulangismus los. Paris, 22. October. Entgegen dem Beschluß des con- sultativen hygienischen Comites schlägt den Abendblättern zufolge der Minister des Innern dem Finanzminister vor, daß jede Flasche Mineralwasser am Ursprungsort mit einem Authenticitätsstempel von fünf Centimes zu versehen sei, um Fälschungen vorzubeugen. Dieser Stempel ergäbe nahezu 3 Millionen. Calais, 22. October. Die Verhandlungen zwischen Arbeitern und Arbeitgebern wurden abgebrochen- letztere erklärten die Vorschläge der Arbeiter für unannehmbar. London, 22. October. Eine Reuter Meldung aus Lissabon ttjeiU mit, es gehe dort das Gerücht, das Packetboot „Mozambique", welches heute nach Ostafrika abgehen sollte, habe den Befehl erhalten, nicht abzusahren, ohne Kriegsmaterial einzuschiffen. Diese Ordre sei einem Telegramm des Gouverneurs von Mozambique zuzuschreiben. Eine anderweitige Bestätigung liegt nicht vor. Rom, 22. October. Die „Tribuna" glaubt zu wissen, rm hentlgen Ministerrathe würden sämmtliche Minister den Motivbericht zum Kammerau flösu ngs-Decret genehmigen und unterzeichnen. Rom, 22. October. Nach einer Meldung der „Agenzia Stes." hat die italienische Regierung die brasilianische Regierung anerkannt. provinzielles. Bad-Nauheim, 20. October. Von fiscalischen Bauten sind zur Zeit der Küchenbau hinter dem Kurhause, der Bau der Terrassenstraße und der Bau des neuen Badehauses in flottem Betriebe. An den Fundamentirungsarbeiten des letzteren hat der Uebernehmer, Maurermeister Mörschel von Fried- Lerg, allein 60 Maurer beschäftigt. □ Vom Vogelsberg, 22. October. Mit einem Male ist es wirklich Winter geworden, denn vom Herbst kann man füglich bei einer niedrigsten Temperatur von 3 bis 4 Gr. R. nicht mehr sprechen. Eisig weht der Wind von Nordost und in der Luft wirbelt es lebhaft von leichten Schneeflocken, den Tirailleuren des Winters. Sehr schroff ist der Uebergang vom schönen Herbst mit seiner sommerlichen Witterung zum naßkalten Wetter des Vorwinters. Dieser Uebergang hat allerdings den sehnlichst vom Landmanne erwarteten Regen gebracht, der es ihm endlich möglich gemacht, daß er die Weizensaat bestellt. Allem Anscheine nach behalten dieses Mal die Prophezeiher eines balden und strengen Winters Recht- dafür spricht auch das jetzt schon vollkommene Winterkleid der Hasen und Füchse, das den Erfahrungen alter Waidmänner zufolge stets auf einen strammen Winter schließen lassen soll. — Aus dem Kreise Alsfeld, 22. October. Wenn die Anzahl der angeschafften Maschinen für den landwirthschaft- lichen Betrieb ein Beweis für dessen fortschreitende Entwicklung ist, so muß diese in der That in unserem Kreise eine vortreffliche sein. Nicht weniger als sechs große Dampf- dreschMaschinen sind im Kreise in diesem Herbste angeschafft worden. Allerdings ist hierzu der überaus reiche Strohertrag der heurigen Ernte mitbedingend. § Crainfeld, 19. October. Heute fand hier eine Generalversammlung der D ar lehnst ässe Crainfeld-Bermuthshain statt. Es wurde beschlossen, diese Darlehns- kasse in eine Actiengesellschast umzuwandeln. Dermxfdrtes. * Darmstadt, 22. October. sMilitärdienstnachrichten.j W e r ck m e i st e r, Vicewachtmeister vom Landwehrbezirk Bromberg, zum Secondelieutenant der Reserve des Großh. Hess. Feld-Artillerie-Regiments Nr. 25 (Großh. Artillerie-Corps), Kratz, Wolff, Vicefeldwebel vom Landwehrbezirk Friedberg, zu Secondelieutenants der Reserve des 2. Großh. Hess. Infanterie-Regiments (Großherzog) Nr. 116, v. Bechtold, Viceseldwebel vom Landwehrbezirk II. Darmstadt, zum Se- condelieutcnant der Reserve des 1. Großh. Hess. Jnsanterie- (Leibgarde-)Regiments Nr. 115, Müller, Vicewachtmeister von demselben Landwehrbezirk, zum Secondelieutenant der Reserve des 2. Großh. Hess. Dragoner-Regiments (Leib- Dragoner-Regiments) Nr. 24, Ronneseld t, Wagner, Holzmann, Vicewachtmeister vom Landwehrbezirk Frankfurt a. M., zu Secondelieutenants der Reserve des Großh. Hess. Feld-Artillerie-Regiments (Großh. Arlillerie-Corps)Nr. 25 befördert. M ö r l e r, Dr. jur., Großh. Hess. Gerichts-Assessor, wurde zum Auditeur ernannt- demselben ist die Garnison- Auditeurstelle in Köln übertragen worden. * Darmstadt, 21. October. Die Verwaltung der Stadt liegt zur Zeit in den Händen des Oberbürgermeisters Ohly und zweier unbesoldeter Beigeordneten. Da die Geschäfte der Bürgermeisterei stetig wachsen, kann die Arbeitslast vom Oberbürgermeister und den beiden bejahrten Beigeordneten nicht mehr bewältigt werden, so daß an die Stadtverordneten die Frage herantritt, einen dritten — bezahlten — Beigeordneten zu wählen. Von der Einführung der Magistratsverfassung soll Abstand genommen werden. *— Frankfurt a. M.. 22. October. Kein Tag ohne Mord oder Selbstmord. Der frühere Buchhalter eines hiesigen angesehenen Bankgeschäfts, Theodor Waldschmidt, erhängte sich gestern in seiner Wohnung, Bettinastraße 3. Der Verlebte war 20 Jahre in dem erwähnten Bankhaus und soll nach der einen Lesart die Stelle freiwillig aufgegeben haben wegen hochgradiger Erregung, nach der anderen Version, weil er bei der Ernennung eines Procuristen übergangen worden war. Die Trennung erfolgte in freundschaftlicher Weise. Waldschmidt, welcher aus Wetzlar stammte, lebte in guten Vermögensverhältnissen. Man glaubt daher, daß die That in einem Anfall von Geistesstörung geschah, indeß hat auch diejenige Ansicht viel Wahrscheinlichkeit für sich, daß gekränkter Ehrgeiz das Motiv gewesen sei. Es wird nämlich zu gleicher Zett bekannt, daß W. sich um eine Stellung in Berlin beworben hatte und vor wenigen Tagen noch bei dem hiesigen Bankgeschäft, bei welchem er so lange in Stellung war, vorsprach, damit man eventuell über ihn günstige Auskunft gebe. Ob nun seine Bewerbung in Berlin erfolglos war? Möglich wäre es schon, daß alsdann darin der Beweggrund zur That bestand. W. war 58 Jahre alt, er hinterläßt mehrere erwachsene Kinder. *— Frankfurt a. M., 22. October. Der Bezirksausschuß zu Wiesbaden hat sich damit einverstanden erklärt, daß dem neuen ersten Bürgermeister von Frankfurt außer seinem 15000 Mk. betragenden Gehalte 6000 Mk. Repräsentationsgelder und 5000 Mk. Wohnungsgeld gewährt werden. — Von Herrn Adickes ist eine dankende Antwort für die auf ihn gefallene Wahl eingelausen. * Von einer neuen Wirkung des Zonentarifs weiß die „N. F. P." zu berichten. Es wimmelt jetzt im Purkersdorfer Revier in Niederösterreich von Vergnügungsreisenden, die mit lautem Gesang über Berg und Thal ziehen und das Wild verscheuchen, so daß es fast nöthig wäre, das Hochwild einzuzäunen, wenn man zu Schuß kommen will. Man wird also wenig von Fehlschüssen erzählen, und es wird sich glücklicher Weise nie Gelegenheit finden, eine Grabschrift zu setzen, wie die aus dem Lavantthale: „Hier ruht der ehrsame Johann Missegger, auf der Hirschjagd durch einen unvorsichtigen Schuß erschossen. Aus aufrichtiger Freundschaft von seinem Schwager Anton Steger." * Praktisches Mitleid. In einer vornehmen deutschen Gesellschaft New-Iorks wurde der traurige Unglücksfall einer bekannten Familie, welche sich ohnedies schon in bedrängten Verhältnissen befand, lebhaft besprochen. Mit Ausnahme eines Amerikaners nahmen alle Anwesenden an der Unterhaltun'g Theil, und Jeder drückte in warmen Worten sein Mitleid aus und versprach, helfend eintreten zu wollen. Der Amerikaner schien für die Unterhaltung wenig Interesse zu haben > und kannte wohl auch die betreffende Familie nicht, er suchte anscheinend theilnahmslos in seiner Brieftasche herum, plötzlich entnahm er derselben eine Banknote, legte sie auf einen Teller, den er seinen Nachbar herumgehen zu lassen bat, und sagte: „Ich bedauere die arme Familie mit 100 Dollars, mit wie viel bedauern Sie dieselbe?" * Sauerkraut und Wurst. Die „New-Aorker Handelszeitung" schreibt: „Das Vaterland ist gerettet", seufzt wohl so mancher biedere süddeutsche Landsmann bei Durchsicht des neuen Zoll-Tarifs erleichtert auf: zwei seiner Leibgerichte stehen auf der Freiliste, und zwar hat der neckische Zufall es gewollt, daß dieselben dicht untereinander verzeichnet sind, obwohl sie bei der alphabetischen Auszählung in deutscher Sprache weit auseinander zu stehen kommen würden. Die beiden Artikel sind: Sauerkraut und die zur Herstellung der dazu gehörigen beliebten „Frankfurter" oder „Wiener Würftl" so unentbehrlichen Wursthäute (sausage skins) — Paragraph 697 und 698 des Zoll-Tarifs. — Augenscheinlich hat Mcc Kinley an die vielen Stimmgeber deutscher Abstammung in seinem Wahlbezirk gedacht, als er ihnen den Genuß ihrer Leibgerichte nicht durch Schutz der noch in den Windeln liegenden inländischen Sauerkraut- und Wurstbereitungs - Industrie mittelst hoher Zollraten vergälte. So vielfach auch Herr Mec Kinley wegen des neuen Zoll-Tarifs angegriffen werden mag, in Betreff von Sauerkraut und Wurst hat er seine Sache gut gemacht." * Göttingen, 21. October. Heute Morgen wurde der Makler Karl Derwig aus Deitersen, Kreis Einbeck, der im October 1889 seinen Schwiegersohn, den Zimmermann Schmidt- mann erschlagen hatte, mit dem Fallbeil hin gerichtet. Derwig war 75 Jahre alt. Ctterotat und Kuwft Universalbuch der Reden und Toaste. Ein reichhaltige Sammlung von ernsten und heiteren Original-Toasten und Reden bet allen Gelegenheiten des Familienlebens, sowie bet geselligen und öffentlichen Feiern. Unter Mitwirkung eines hervorragenden zeitgenössischen Redners herausgegeben von JustinuS Abel. Preis geheftet Mk. 2.80, eleg. gebunden Mk. 3.50. Verlag von Levy & Müller in Stuttgart. „Reden ist Silber, Schwelgen ist Gold", lautet ein bekanntes Sprichwort. Nicht selten aber ist Reden auch Blech und besonders ist dies häufig der Fall bet den Toasten, womit uns redewüthige Festgenossen das Mahl zu „würzen" pflegen. Die Blechproductton bei solchen Gelegenheiten ist oft eine so reichliche, daß man das ganze Kaiserthum China damit versorgen könnte. Nun, es kann nicht Jedermann ein Demosthenes oder Cicero sein, die Sache ist ja in der Regel gut gemeint und zum Glück wird damit kein weiterer Schaden angerichtet. Schlimmer ist es, wenn bei öffentlichen Feiern ein Redner seiner Aufgabe nicht gewachsen ist. Die Rede soll den Gedanken der Feier in schöner, ergreifender Form zum Ausdruck bringen, soll die höhere Weihe über sie ausgteßen, die Hörer fesseln, entflammen, begeistern, ihre Seele auf die Idee der Feier stimmen, sie zur Hingebung anfeuern, zur Opferfreudigkeit anspornen. Wer jemals in die Lage kommt, sei es in einem kleineren: geselligen Zirkel, sei es in größerem Gesellschaftskreise oder in öffint-. licher Versammlung, das Wort ergreifen zu müssen, wird dieses neueste, durchaus auf der Höhe der Zett stehende und allen Anforderungen des modernen L-bens Rechnung tragende Origtnalwerk nicht entbehren können; selbst der gewandte und erfahrene Redner wird noch eine unendliche Fülle von Anregung und zahllose nützliche Winke daraus schöpfen. Gerichtliche Entscheidungen. — Nach einer Entscheidung der zukünftigen höchsten Instanz unterliegen Arbeiten, welche Feueroersicherungsgesellschaften zur Abräumung der Brandstätte durch eigene Arbeiter ausführen lassen, um den Brandschaden mit größerer Sicherheit abschätzen zu können, der Urifallverficherrrrrg. Diese Arbeiten sind den Bauarbetten zuzurechnen. — Dle Einrede des WncherS rücksichtlich eines Darlehr S welches vor dem Inkrafttreten des Retchs-Wuchergesetzes vom 24. Mot 1880 (unter der Herrschaft des Bundesgesetzes vom 14. Novbr. 1867) ausgenommen worden, ist nach einem in einer gemeinrechtlichen Sache ergangenen Urtheil des Reichsgerichts, III. Civilsenats, vom 14. Febr 1890, statthaft, wenn Zinsen und Provisionen in so exorbitantem Maße und unter so drückenden Bedingungen berechnet und angesonnen werden, daß sie den Character einer Vergütung für den Genuß des Capitals, bezw. für die Bemühungen und das Risiko des Darleihers völlig verlieren. nerfcbr, €cmfr« u*ö Po4f»t»irtbfcbaft Gr»tzh«r,ogth«m Reffen wohneudrn Erfindern. Patent-Anmeldungen. Kl. 6, F. 4777. Neuerung an Faßwaschmaschinen; Karl Fehmel in Pfeddersheim, Rhem- §reff.en- ~ Kl. 47, M. 7097. Hahn mit Kükenentleerung; Georg Anton Muger in Rosiöres-aux-salines, Meurthe et Moselle, Frarck- reidj; Vertreter: Georg Leopold Mohr in Darmstadt, Eltsabelhkn- % 83, 5441- Viertelschlagwerk; Zusatz zum Patent Nr. 53519; Georg Seibel in Darmstadt. — Pa tent-Erthei- lunfl/n- Kl. 22, Nr. 54087. Verfahren zur Darstellung grüner Azinfarbstoffe; A. Leonhardt u. Co. in Mühlheim in Hessen; vom 24. December 1889 ab. - Kl. 63, Nr. 54135. Verbindung der Thetle von Fabrrad.Gestellen durch nicht festzulöthende Hülsen; R. E. Papendick in Offenbach a. M.; vom 18. Januar 1890 ab. Friedberg, 21. October. Frachtpreise. Weizen JL 19.00 bis 19.25, Korn 17.00-17.25, Gerste JL 17.25—17.50, Haier JL 14 00—00 00. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo, gleich 200 Zollviunb. Friedberg, 22. October. Buttermarkt. Butter kostet per Pfd. JL 0.90-100, Eier 1 St. 8 2 St. — Limburg, 22. October. Fruchtmarkt. Rother Weizen JL 1715, weißer Weizen JC —, Korn JL 1310, Gerste JL 1010. Hafer vM 710 Erbsen JL Kartoffeln JL —. Hamburg, 20. Octbr. Das Hamburg-Newyorker Postdampfschiff „Sueota", Capitän Ludwig, ist am 19. October, 4 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen, 21. October. sPer transatlantischen Telegraph) Der Schnelldampfer Spree, Capt. W. Willigerod, vom Norddeuttcd'n Lloyd in Bremen, welcher am 11. October von Bremen und am 12. October von Southampton abgegangen war, ist heute 2 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Gottesdienst der israelitischen Keligionsgesellschast. Freitag Abend 485 Uhr, Samstag Vormittag Uhr, Samstaa Nachmittag 3°o Uhr, Samstag Abend 500 Uhr. Ml jerorbnden b it des «■ in @enw J1 h 6 wann fr*1' 22 - Se Ochst" "btr pro Stuc SW, Rind», 450 kg Schweine Kälber, Hä-me pro *5tüc Pferde • Gießenden 19. Großhi 93c1 Mit Genehmigung Justiz nm 8. Septemk Erhebung kommenden 3 k. Für lebendes Für 1 Str n 1 ii B. Für ausgesch Mr % S r IS „ 1 C. Für eine Hai Gießen, den 1 Groi Der Xtoranftfr vm 24. Octobet äis ei Betheiliglen auf Merzen haustn, am 23. Großh» Fmlrg drn 24 Nachmittag i/,‘ wfldm Gründrraerstr Hinterlassenschaft $f] gongen Mobilien, als 8 Ä "wobei ein gros « Merschrank Beste WS sW- _ -J» Auftrag; ^777-^" au-. ityf Boten 1 Stunden Sanb schlachtet) k.'"< 5 8881 ^icha6 postelbräu“ 99 0. Luft, zum Löwen. 8508 Neben meiner Vertretung von dem Münchener Augustiner-Bräu habe ich noch eine Vertretung von der Werger’s*n Brauerei-Gesellschaft in Worms übernommen. Dieses allseitig sehr beliebte empfehle ich den Herren Wirthen und Privaten bestens. Verkauf in Gebinden jeder Große, sowie in Flaschen und im Ausschank. Hochachtend Gothaer KebensverficherungsbanK kunft erthellt gern 8301 verkauft [8630 Friedr. Coat, Neustadt 10. I A.: Schlosser entgegen genommen (8800 von 6 bis 8 Uhr. Gießen, den 10. October 1890 und zwar nach dem alten System mit DividendeN'Nachgewährung aus die letzten 5 Jahre: 38°/0 der Jahres-Normal-rämie; nach dem neuen „gemischten" System: 29 % der Jahres-Normalpramie und 2,4% der Reserve, wonach sich die Gesammtdividende für die ältesten Versicherungen bis auf 125 % der Normalprämie berechnet. Die Versicherungen Wehrpflichtiger bleiben ohne Zuschlagprämien auch im Kriegssalle in Kraft. Versicherungsanträge nimmt entgegen und jede gewünscht werdende Aus- Vorstand der Actienzuckerfabrik Büdingen in Stockheim. Die Nähabende am Dienstag jeder Woche sind ausschließlich für Frauen und bereits consrrmirte Mädchen (Dienstmädchen, Fabrikarbeiterinnen u. s. w.) bestimmt und werden daher AbeudS von V2S Uhr an gehalten. Anmeldungen dazu werden im Local selbst, im alten Rathhause, entgegengenommen. 8466 Dre jüngeren Mädchen versammeln sich, wie bisher, Freitag Abends F. Gros, Frank stur terstraße 7. garantirt frisch, 1 Stück 7 Pfg.. 25 Stück 1.60 Mk.. 50 Stück 3.15 Mk., 100Stück6.30 Mk. empfiehlt [6660 Hch. Artist- II Schloßgasse 5 der Export-C für Deutschen Cognac, Köln a. Rh., bei gleicher Güte bedeutend billiger a/s französischer. Verkehr nnr mit Wiederverkäufern. Man verlange stets Etiquettes mit unserer Firma. Actienzuckerfabrik Büdingen in Stockheim. Wie zahlen in nächster Campagne für unter den in unfern Accordscheinen festgesetzten Bedingungen gebaute Kaufrüben Mk. 1.— resp. für die nach dem 1. December gelieferten Mk. 1.03 Pf. per netto Centner. Anmeldungen werden, außer auf unserem Büreau, von den Herren A. Buch in Hunaen und Müller III. in Bellersheim BrumstaleimZ , Versich.-Bestand am 1. October 1890: 74700 Pers, mit 581600000 Mark Droaenhandluna Otto Schaas. Bankfonds am 1 August 1890 ....... 164450000 „ - ’ - ——— Verückerunassumme ausbemült seit Beainn . . . 212 690000 „ "B Dividende der Versicherten im Jahre 1890 ... 6187 866 „ Metallkränze in feinster Ausführung empfiehlt billigst 8713) C.A. Faber, Marktstr. 1. 8114] Fr. Schellfische, Kiel. Sprotten u. Bückinge bet E. Dort. Wallihorftr. Weißkraut, Rothkraut, Wirfing und gelbe Kohlrabi x Montag den 27. 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Ein reichhaltige Original-Toasten und enlebens, sowie bet geselligen kung eines hervorragenden «bel. Preis •ö0‘ Verlag von Levy & W, lautet ein bekanntes r auch Blech und besonders i, womit uns redewüthige gm. Die Blechproductton eichliche, daß man das ganjt nte. Nm, es kann M sein, die Sache ist ja in wird damit kein wlterec es, wenn bei öffentlichen gewachsen ist. Die Rede ergreisender Form jinn Aus- er sie ausgteßen, die Hörer eele auf die Idee der Feier Cpferfreubigfeit anfpornen. ei es in einem Heineren fßaittfrelje ober in offene jii muffen, wirb bitfeS fiebtnbe und allen Anfor- ragende Originalrvttl btt und nsMrnr Redner Wg nnd Mose nützliche 51. 5b 5t. 5i. Michael Seih, BibliS. Das Aufstellen uno Reinigen von. —-------SV—--- Oesen und Herden wird prompt besorgt.' vlHlC cVltlHlflt ^ufd), Ofenputzer, Ueberrheiuer gelbe Rüben (>i - *♦ Betheiligten auf unterzeichneter Bürgermeisterei offen. Hausen, am 23. October 1890. Großherzogliche Bürgermeisterei Hausen. D e r n. Freirag den 24 Mober, Nachmittags ilz2 Uhr, werden Grünbergerstratze 13 die zur Hinterlassenschaft des Herrn Lehrer Dietz gehörigen Mobilien, als Sopho, Stühle, Tische, wobei ein großer runder, ein schöner Rauchtisch. Commode, eintbür. Kleiderschrauk Betten, Weitzzeug, Zimmerdouche. Bütten, ferner Bücher, als Brehms Thiertebcn, Shakespeare, Prochtband, Blockhaus «onversations texikon, ältere Ausgabe u. s. w., sowie gut erhaltene Herrcnkleider, saft neuer Ueberzieher rc. versteigert. 8824 In Auftrag: Hoffmann. 5i, 5i- Eisen-rcher werden bei gutem Lohn auf dauernde Arbeit gesucht. Bekanntmachung. Der Vvranfchlag der Gemeinde Hausen pro 1891/92 liegt vom 24. October bis einschließlich den 31. October d. I. zur Einsicht aller Bekanntmachung. Mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 8. September d. I. werden die Schlachtgebühren für die Benutzung des städtischen Schlachthauses dahier mit Wirkung vom 1. November l. I. ab wie solgt festgesetzt: Brandplatze Weißkraut, uu = > * Feinste Toilettefeifen Bekanntmachung. Nachdem Grobherzogliches Kreisamt Gießen den von der Stadtverordneten - Versammlung sestgestellten Plan nebst Längenprofil über die Straßen- und Baufluchtlinien einer neuen Straße vom Seltersweg (der Löwengaffe gegenüber « nach der Südanlage genehmigt hat, bringen wir dies in Gemäßheit des Art. 7 der allgemeinen Bauordnung mit dem Anfügen zur Kenntniß, daß die Einsicht des Planes aus dem Stadtbauamt Jedermann freistebt Gießen, 22. October 1890. Beste Taschentuch-Parfüms in decorirten Gläsern unb offen zum Aus- wiegen empfiehlt 8310] Otte 8chaat, Drogenhandlung. ***.??•* •Amilie nii, tato' olt/ legte fi, ,™9=l)ei1 9 einen Ot®c 6,tr Et« mit Ä« > ‘ » gerettet« 7 nQnn bei zwei JnJ“ *t 4 w der nanber S' ^met, Würben '®et »V“r^Sta »8° £) l “** 11 “"Segrifien werde, °b ’M -- leim ™*e ®”r9«i mürbe der Sor£,ä ®i"K der im "MmcrmniinSchtnidt- a®el* Eingerichtet. 8870] Ein S«nagog-i,di«neraesuchd ifuw’.? Einaef', *?“*,*• Sosortiae Anmeldungen erwünscht. 99 — — - ' — - -- postlagernd Harbura a d. Elbe erbeten. 7944] 1—2 Schüler können Kost und Logis erhalten. Nähert.s in der Exprd. d. Bl. 17 Medaillen n. Ebren-Diplome. Wir empfehlen unser vorzügliches kr&s-ä Donnerstag u. Freitag frische Schellfisch« in Eispackung. 8855 Einii Orbig, A. Für lebendes Vieh: Für 1 Stück Großvieh .... „ 1 „ Kleinvieh .... B. Für ausgeschlachtetes Fleisch: Für V» Stück Großvieh .... „ 1 Schwein „ 1 Kalb, Hammel oder Ziege . C. Für eine Haut Gießen, den 19. October 1890. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnaurh Frische lebende Karpfen SawStag von 10—12 Uhr am Markt za haben. Per Pfand 10 Pfg. [8856 Fischer Döll au» Villingen Gcskh!. zWHIk Wftii (Trockenraucher), bestes System, in größter Auswahl. Jean Häuser, Laden Mäusburg 1, [8830 neben der Restauration Herbert. Ein guter Kochosen und Sprung- herdchrn billig abzugeben. T.Ahrlinfl^-frA^llPh I ^uüse§ si"ß. Dienstmädchen, 11 <3111 llliys) UCOllLll. welches ru Hause schlafen Ennn, gesucht. 8864] In einem Rohproductengeschäft, Conditor Hettler Sudan tage, findet ein Junge aus achtbarer Familie TTTTT-" Stellung, wo derselbe den Einkauf von empfiehlt sich mx altem Eisen, Metallen, sowie Hadern- bügeln n und autzer dem Vause. ».«re d> F-jtSflS SÄ*Ä» !(S». -MV ircc!or 171.901 Ver. KönigS-Lanrah.-Act. Tendenz: fest. 3Vi % Gießener 96.00 Lomb. E.-B.-Act. Buschtherader E-'B.-Act. Elbtbal-Bahn Act. Gotthard-Bahn-Act. Schweizer Nordost-B.-Act. Mainzer E.-B.-Act. Marienburger E.-B.-Act. In den nächsten Tagen werben hie Sammlungen zum Besten der Sache btü (^ust iv Adolf Vereins beginnen. Wir bitten, die jungen Damen, die die Beiträge der Mitglieder des Gustav Adolf-Fraueu- vereins in hiesiger Stadt zu fnmineln übernommen haben, mit ebenso erfreulichen Zuwendungen wie in den letzten Jahren bedenken zu wollen. Gießen, 21. Oct ober 1890. Namens des Vorstandes des Frauenvercins der Gustav-Adolf-Stiftung Samstag, den 25. d. M, Abends 8 Uhr im Saale des Eaf6 Leib Disconto-Command.-Anth. Darmstädter Bank-Act. Dresdener Bank-Act. Norbb. Lloyd-Act. Wiener Bankvcr.-Act. Oest. Crebtt-Act. Oest. StaatSb.-Act.2 Oesterr. Staatsbahn-Act- Dortmunber-Union-Act. Darmftäbter Bank Act. -L 5 ft Schlußcourfe 1 Uhr 15 Min. 87.00 40/g Ung. Gold-Rente 98.65 5o/o Jtal. Rente 87 00 U/6o/n Oest. Silber-Rente 98.85 5o/o Ruff III Orient 220.30 157.70 157.40 150.00 104.87 270 87 216.25 157.251 Bochumer Gußstahl-Act. Tendenz: ziemlich fest. Fechtverband Giessen. Zur Feier des ttjährtgen Stiftungsfestes: Freitag den 24. dS. MtS., Abends 8 Uhr: musikalischeUnterhaltung im ^Postkeller^. Mitglieder und Freunde ladet zur zahlreichen Betheiligung hiermit ein 8559 Der Borstand. «gemeinschaftlichir JHu|i(iuntßrrid)t Mit Beginn dieses Semesters eröffne ich Unterrichts - Curse, sowohl für Anfänger als auch für Vorgeschrittene, in Abtheilungen von zwei, drei und mehr Schülern und Schülerinnen in folgenden Fächern; Clavierfpiel, Solo- und Ghargesaug, Gilfewble spiel, Harmonielehre, Contrapunkt und <§ompo, fition-lehre. Mit Ausnahme von Montag nehme ich täglich von 12—1 Uhr Mittags Anmeldungen in meiner Wohnung, Ludmigstraße 4 II, entgegen. Gießen, im October 1890. ■ ' Z '.'"TR- - Coursbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft Frankfurter Börse vom 23. October 1890. 8886] 1—2 gr. schön möbl Zimmer zu vermiethen Westanloge 15, purt. Selless weg 57. Neues Theater, Giessen. (Diroction: Adam Reine rs). Freitag den 24. October 1890: Nen! „Professor Klint“. Neu! Schwank in 4 Acten von Geijcrstam. Kcfc*actieii: Ä. Schcpd ». - Druck und Hin laß öei B rähl ichrn SOi lieferet (Fr. O.br. 'IHt 11 *) Ui Wt^cx. Telegraphischer CourSbericht der Berliner Börse vom 23. October 1890- Oesterr. Kredit Act. Eckendahl.Kalkulator Heinrich Winolt. Amanda, Modell Elisabeth Bischoff. Ein Herr Karl Sehroinor. Emilie,Dionstmildchen Marie Herrmann. Kassenöffnung 7ftz Uhr. Anfang 8 Uhr. Sonntag den 26. October 1890: „llnrnhige Zeiten“. intermmitd ♦ Dio S. & J. Binz’sche Baumschule ♦ in Oberursel u. Taunus ♦ purenu: Marstt 25 Frankfurt a. Main ♦ a empfiehlt Obstbäume mit vorjüglicher Bewurzelung, auch für rauhe Lagen und X X dürftigen Boden sehr geeignet in allen Formen, besonders reich mit Fruchtholz besetzte X X Aepfel-fsordous, ferner: Allee-, Zier- und Trauer-Bäume, Gehölze und Ziersträucher, X X Schlingpflanzen, Nadelhölzer, Rosen re., worüber Preisverzeichnis; umsonst zu X X Diensten steht. 8778 X entlauft« ÄS® »Leo* hörend. Abzuliefern bei Kohl, Nodheimerstraße 40. In nächster Nähe bet neuen Kliniken «ndThierarznei- si____________Frankfurterstraße 53. 8100) Ein kleines Logis (mit Wasserleitung) ist an eine ruhige Familie per i. Novbr. zft.vermietln n Marktstr 3. 11 Eine neuhergerichtete Wohnung von zwei Zimmern, großer Küche mit Wasserleitung unb allem Zubehör, im 1. Stock altzbalb zu vermiethen. .ttirchenplutz 10 398i] In meinem Hause, Aliceftraße Nr. 26, ist ber 3. Stock, 6 Zimmer, Küche mit Wasserleitung unb Zubehör, sofort zu vermiethen. ____Fr«U-Projeffor TaschS Wwe. 56191 Die biitte Etage, Gartenstraße Nr. 38, mit Gartenantheil per sofort zu vermiethen. Näheres Nordenlage 33 3% Neichsanleibe 31/8% bo. 3% Preuß. Conscls 3Va% bo. ÄVeteranmerein Giessen.g^s Moltke-Feier Sonntag den 26. Oktober, Abends 8 Uhr, auf „Lonys Bierkeller": Biercommers (mit Familie) Freunde des Vereins sind eingeladen Orden und Ehrenzeichen sind anzulegen. 8985 Der Vorstand 8879] Eine Frau empfiehlt sich im Waschen, Putzen und sonstigen 21 r* beiten Wolkengaff« 2(1 2. Gt. VruveS Dienstmädchen, welches in ber Küche erfahren ist, wirb gesucht- Näheres |8884] Bleichstraße 9. Gehrador Sie»- niayer in Hockenheim-Frankfurt a. Hfl., Hoflieferanten Sr. Maj. des Königs von Prousson, I. Maj. der Königin von Preussen, Sr. K. II. des Prinzen Carl von Preussen, 8. K. H. dos Grosshorzogs von Baden und 8. K. II. des Grossherzogs von Hessen, empfohlen die reichen Vorrätho ihrer BaUmSChlllß EÜSabethenham IN Vilbel (Station der Main-Wcser-Bahn), sowie dos Culturgartens zu Hockenheim in Obatbäumen, Zierbäumen, Ziersträuchern, Coniferen etc. Namentlich sind grosse .Massen von Aepfeln, Birnen und Kirschen in Pyramiden- und Palmettformen, starke Exemplare, beste Sorten zu billigsten Preisen abzugeben. — Catalog auf Verlangen. [8867 7941] „Erlengasse 15* ein Logis zu vermiethen. Näheres Neuenweg 15__ 7868] Sonnenstraße 27 III eine kleine Wohnung, bestehenb aus einer Stube mit Cabinet, Küche, Boben- unb Kellerraum, sofort beziehbar, zu vermiethen. 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