41 "»«HÄ In- /0' Gemische r Bich, 88.10 88.4» A. 82.80 94.90 83.25 94.50 91.30 102.30 18.90 90.30 102.40 19.05 I9./Ü. 93.50 12./H. 94.05 vom H88U.89 S-rb. Solt- K«b°-n- yL.A.. iCW1880r conn.. Pt. . ' ihn Lombarden do. _ do. DuxerGold. » 6WM nbahn , eser . . üdw tzisenb. nokas gamt. rdin.Sec.stsr. 105.25 99.85 68.- 100.50 100.75 87.20 57.85 65.20 95.10 94.50 85.70 105.60 99.45 67.80 100.40 100.80 87.50 57.50 65 20 95.- 94.50 85.70 )NN . Ser . leimen 174.95 174.— 166.20 165*50 115.50 115.30 Bank. . . lche Credttb.. mk-Lerem . Bereinsöanl 1166.40 1113.70 m 127.-1 163.50 113.50 108.50 126.90 irlagsanftalt 1267.80 orm.Meister, L Blüninfl. 286.— Dlomanroerte 1185 — 266.95 285.50 185.70 Brundschld^ ßjanbbr. . .Hyp.-Bimk- )br. . . . er Pfandbr. 101.50 101.50 96.50 96.50 95.20 95.20 101.50 101.50 fl.20Thlr- 106.95 106.50’ 89.10 88 90 106.- 106.- 107.60 Burlington 1927 . . ornta Pacts. ckjühld. 1912 Lcisiomtcon- 1. M. r. 1920 Loöse'. 131.50 131.20 S» 138.30 138.10 9100 >470 7990 8330 *3650 21950 MSO 152.00 9(1.30 182.50 1.6530 9000 . ziordofl M 24 a.%-15 MKfltsltzW ttwver WVO. hÄ _ ,ar. Soldrentt Oenentt mt 1890 Mittwoch den 24. September Rr. 222. Gießener Anzeiger General-Wnzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gieren. Alle Annoncen-Bureaux des In- und AuSlanbe- nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für de« felfltnbcn Tag erfcheinendm Nummer bi- vorm. 10 Uhr. Nedactton, Expedttis» und Druckerei: -chntstratze Fernsprecher 51. vierteljähriger A-ouue«e«tspretAi 2 Mark 20 Pfg. o* Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Die Gießener AnmittenStttt-r OHtben dem Anzeiger »Hchentlich dreimal beigelegt. Der KUtener Anzeiger erscheint täglich, wtt Ausnahme deS Montags. ■ III II I I .1. ■ U Ul I. 111’—«m- ■ . ■■■"■!! -------■ Hratisöeikage: Gießener KamitienMtter Anrttictzev Theil. Gießen, am 22. September 1890. Betr.: Die Ableistung des Huldigungs- und Verfaffungs- eides. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzh. Vürgerrrreistereierr de- Sretses. Die Ableistung des Huldigungs- und Verfaffungseides seitens der neu aufgenommenen Ortsbürger, sowie derjenigen Äroßh. Hessischen Untertanen, welche sich, ohne Ortsbürger M werden, verheirathet haben, soll wie folgt, stattfinden: 1) der Orts- und Hefl. Staatsbürger aus den in den Amtsgerichtsbezirken Grünberg und Homberg gelegenen Gemeinden Samstag den 4. Octbr. L I., Vormittags 9 Uhr, in dem Rathhause zu Grünberg; 2) derjenigen aus den in dem Amtsgerichtsbezirk Gießen gelegenen Gemeinden Dienstag den T Oetbr. I. I., Vormittags 10 Uhr, in dem Regierungsgebäude (aus dem Brand) zu Gießen; 3) derjenigen aus den in den Amtsgerichtsbezirken Lich und Butzbach gelegenen Gemeinden Mittwoch den 8< Oetbr. I. I., Nachmittags 1 Uhr, in dem Rathhause zu Lich; 4) derjenigen aus den in den Amtsgerichtsbezirken Hungen, Laubach und Nidda gelegenen Gemeinden Mittwoch den LS. Oetbr. I I., Nachmittags D/r Uhr, in dem Rathhause zu Hungen. Wir beauftragen Sie hierdurch, die betreffenden Personen 3U den Terminen vorzuladen und wie geschehen unter Angabe der Namen der Vorgeladenen anzuzeigen oder zu berichten, daß Niemand vorzuladen war. Hallen sich derartige Personen auswärts auf, so wollen Sie deren Aufenthaltsort angeben. v. Gagern. Z)olittsche Uebevficht. Gießen, 20. September. Die Kaiserbegegnung von Rohustock gehört nun der Vergangenheit an, aber so kurze Zeit sie auch nur währte, so hat sie doch der Welt vollauf gezeigt, daß Kaiser Wilhelm und Kaiser Franz Josef entschlossen sind, unverbrüchlich an dem bereits in das elfte Jahr gehenden engen Bündnisse zwischen ihren Reichen festzuhalten. Besonders bezeichnend -für den Character der Monarchen-Zusammenkunft auf schlesischem Boden ist die Scene, welche die Kaisermanöver des 5. Feuilleton. Der Mann ohne Kopf. Novelle von Woldemar Urban. (Nachdruck verboten.) I. Der Saal war übersüllt. Heiß und beklemmend lag die dicke Atmosphäre auf der eleganten Versammlung, und der Redner auf der Tribüne setzte im Schweiße seines Angesichts und in stundenlanger Rede die Humanitären Zwecke 'fcer Versammlung auseinander. Die kleine, hübsche Com- merzienräthin Claasen war schon längst vom Anhören dieser .endlosen Perioden ermüdet und beschränkte ihre Geistesthätig- Leit darauf, sich zu überlegen, warum die echte Humanität, Don der der junge Redner so viel sprach, einer so fürchterlichen Anstrengung bedürfe, um bei den Mitmenschen geweckt zu werden, warum die endlosen, peinlichen Wohlthätigkeits- bazare und Vorstellungen nöthig waren, wenn jeder — wie sich das doch eigentlich von selbst verstand — das Herz aus dem rechten Fleck hatte. Aber die rundliche Dame kam auch mit diesen Ueberlegungen zu keinem greifbaren Resultat und .gab sich schließlich beunruhigenden Zweifeln an der Sorgsamkeit und Vorsicht ihrer Bonne hin, der sie im Comptoir ihres Mannes den Auftrag gegeben hatte, die kleine Lisbeth, ihre -einzige Tochter, nach Hause zu geleiten. Wenn dem Kinde aus der Straße etwas passirte! Die Commerzienräthin wurde höchst unruhig und wünschte in der Aufregung ihres Mutterherzens den Redner mit sammt seiner dauerhaften und geräuschvollen Humanität hin, wo der Pfeffer wächst. Aber das nützte nichts. Im Gegentheil fuhr der Redner mit einer höchst unglücklichen Redeenergie fort: und 6. preußischen Armeecorps am Samstag abschloß. In einer markigen Ansprache an seine hohen Gäste, den Kaiser von Oesterreich und den König von Sachsen, drückte Kaiser- Wilhelm die Hoffnung aus, daß sich die preußische Armee unter seiner Führung gegen früher nicht verschlechtert habe und daß hiermit die Bürgschaft für die Festigkeit und Stetigkeit der bestehenden Waffenbrüderschaft gegeben sei. Und die Erwiderung des österreichischen Herrschers war diesen bedeutungsvollen Worten seines kaiserlichen Freundes und Verbündeten vollkommen angepaßt, denn inmitten des die Monarchen umgebenden Kreises von Fürstlichkeiten und hohen Würdenträgern erklärte Kaiser Franz Josef, daß er stolz darauf sei, einen Bundesgenossen zu haben, der über solche Truppen verfüge. Diese ganze historische Scene bekundet in nicht mißzudeutender Weise das fernere kräftige Zusammenstehen Deutschlands und Oesterreich-Ungarns, und die dem deutschen Reichskanzler v. Caprivi seitens des österreichischen Kaisers durch Verleihung des Großkreuzes des Stesansordens in Brillanten zu Theil gewordene außergewöhnliche Ordensauszeichnung besiegelt äußerlich die innige Fortdauer dieses Bündnisses. — Das „Wiener Fremdenblatt" bezeichnet die von den beiden Kaisern ausgesprochene Bekräftigung treuer Waffenbrüderschaft als von hoher friedlicher Bedeutung und bemerkt hinsichtlich der dem Reichskanzler v. Caprivi verliehenen hohen österreichischen Ordensdecoration, dieselbe beweise, welches Vertrauen der Herrscher Oesterreich-Ungarns dem Nachfolger des Fürsten Bismarck entgegenbringe. Am Sonntag fand in Homburg in der Pfalz der äußerst zahlreich besuchte diesjährige pfälzische Katholikentag statt, aus welchem eine Reihe von Reden über die Presse, über das Programm der Centrumspartei, über die Socialdemokratie, die Mittel zur Hebung des Bauernstandes, die gegenwärtige Lage der katholischen Kirche u. s. w. gehalten wurden. Am gleichen Tage hielt die süddeutsche Volkspartei ihre zwölfte Generalversammlung in Würzburg ab. Ueber den Verlauf derselben berichtet der officiöse Telegraph sehr lakonisch, daß die vorgeschlagene Abänderung der Staturen genehmigt wurde, woran sich die Vornahme der Ausschußwahlen schloß. Als Vorort wurde Stuttgart, als Ort der nächsten Versammlung Pforzheim bestimmt. In Hannover wurde am Samstag eine Versammlung der Abtheilung „Hannover" der deutschen Colouialgesellschaft abgehalten, bei welcher u. A. auch Oberpräsident v. Bennigsen und die beiden Afrikareisenden Dr. Schweinsurth und Dr. Peters zugegen waren. Letzterer gab einen höchst interessanten Rückblick über seine afrikanische Expedition und bezeichnete als deren kritische Momente die ihr in Zanzibar entgegengetretenen Einflüsse, dann den ohne Tauschartikel ausgeführten Vormarsch m die Massailänder und endlich den gefahrvollen Marsch von Usoga über den Nil nach Urjanda hinein. Aus „Die Bedürsnißlosigkeit, meine Herrschaften, befördert die Aufopferungsfähigkeit, woraus consequenterweise folgt, daß das Bedürsniß in seiner höchsten Ausbildung, dort, wo es Luxus wird, die Aufopferungsfähigkeit, die Humanität und auch den Patriotismus verschlingt. Die Geschichte der Völker, die Entstehung, Blüthe und der Verfall ihrer Cultur bestätigt diesen Ersahrungssatz--* „Wenn sie nur nicht durch die Friedrichsstraße gegangen sind, dort sind immer viel Wagen und Menschen," dachte Frau Claasen bei sich. --Die Cultur des Herzens, meine Herrschaften, des ists, was uns fehlt. Die Cultur des Herzens und der Innerlichkeit, die allein berufen sind, die schönen Blüthen der Humanität zu zeitigen, das Weltelend zu mildern, lassen uns diese angelegen sein. Bieten wir dem wilden Kampf ums Dasein, wie er in nie dagewesener Weise in unseren Cultur- centren, in unseren Weltstädten entbrannt ist; bieten wir dem Naturalismus, dem Egoismus der Neuzeit, diesem Gift, der Humanität, ein Paroli, lassen Sie uns, meine Herrschaften —" „Gott sei Dank," dachte Frau Claasen und zupfte ihre Handschuhe zurecht, „jetzt kommt er zum Schluß. Nun aber rasch nach Hause. Mein Gott, es wird doch nichts passirt sein. Das wäre ja schrecklich. Komm," sagte sie dann, als der Redner glücklich geendet hatte, zu ihrem Manne, „komm, rasch nach Hause." „Wir müssen doch dem Redner erst noch unseren Dank aussprechen und speciell ich als Vorstandsmitglied kann nicht umhin, ihn zu einem Tropfen Veuve Cliquot einzuladen," erwiderte der Commerzienrath. „Ums Himmelswillen, Fritz, ich kenne Deine Tropfen —" „Laß das gut sein, Miezchen, es geht nicht anders. Professor Rauscher hat mit seiner Rede Wunder geleistet, wir müssen ihn in zarter Weise entschädigen." den ferneren Ausführungen des Redners ist die bislang noch nicht bekannt gewesene Thatsache hervorzuheben, daß die von Dr. Peters im Süden des Victoriasees abgeschlossenen Verträge jetzt von der deutschen Regierung ratificirt worden sind. — Die Versammlung ehrte den verdienten Afrikasorscher durch Ueberreichung eines silbernen Lorbeerkranzes und auch auf dem am Sonntag nachgefolgten Festmahle der Versammlung wurde Dr. Peters mehrfach gefeiert, besonders durch einen Trinkspruch des Oberpräsidenten v. Bennigsen. Ebenso wurden die treuen Reisegefährten des Dr. Peters, die Lieutenants v. Tiedemann und Borchert, durch Toaste ausgezeichnet. Deutsche» Reich. Bunzlau, 21 .September. Der Kaiser begab sich heute Vormittag um IO1/! Uhr mit dem Grasen Friedrich Solms im offenen Zweispänner von Klitschdorf nach Thammendorf und wohnte in der dortigen Kirche dem Gottesdienste bei. Bei der Rückfahrt nach Klitschdors bildete der Kriegerverband des Queisthales Spalier. Nachmittags 3 Uhr unternahm der Kaiser eine Spazierfahrt durch den Park und durch das Waldrevier, wo die morgige Jagd stattfinder.^ Heute Abend 8 Uhr findet Diner im Schlosse statt. Neueste Nachrichten. WolffS telegraphisches Torrespondenz-Bureau. Berlin, 22. September. Das „Militär-Wochenblatt" veröffentlicht die Ernennung der Herzogin von Connaught zum Ches des Infanterie-Regiments Nr. 64. Das „Militär- Wochenblatt" veröffentlicht ferner die Ernennung von Seeckt und Keßler zu Generälen der Infanterie, Reibnitz hat den Character eines Generals der Infanterie, General der Infanterie Hahnke hat das Patent seiner Charge erhalten. Häseler ist zum General der Cavallerie befördert worden, Brauchitsch zum Director der Kriegsakademie, Oidtmann zum Jnspecteur der Kriegsschule, Lippe zum Abtheitungschef im Militärcabinet. Düffeldorf, 22. September. Gestern ist Dom Pedro, von Essen kommend, mit Gefolge in Begleitung des Geheime- raths Krupp hier eingetroffen. Er besichtigte die Kunstausstellung, fuhr durch die Stadt und besuchte den Hofgarten. Bunzlau, 22. September. Der Kaiser traf mit dem Grasen Friedrich von Solms Abends 10 Uhr im offenen Zweispänner auf dem hiesigen Bahnhose ein und setzte um 10 Uhr 8 Minuten mittelst Sonderzuges die Reise nach Ostpreußen fort. Die Stadt ist festlich geschmückt und illuminirt. Die Vereine und Innungen bildeten Spalier. Rudolstadt, 22. September. Der hier für Anfang October geplante Congreß für Volkswohl findet nicht statt. „Ich sehe keine Wunder, Fritz, und Du wirst mich deß- halb entschuldigen, wenn ich direct nach Hause fahre." „Nein, aus keinen Fall. Wir gehen nach dem Vorstandszimmer hinüber, die Damen sind alle da, sie müssen die Honneurs machen. Mein Gott, das ist doch nicht zu viel verlangt ! Wenn man auch nicht verlangt, daß Ihr Euch direct an der Lösung der socialen Frage betheiligen sollt, so müßt Ihr doch wenigstens gewisse gesellschaftliche Pflichten übernehmen, die--kurz, es geht nicht anders, Miezchen, Du mußt mit." „Fritz!" sagte die junge hübsche Frau bittend, und in ihrem Blick lag eine Welt voll Gemüth und Gefühl, „ich muß nach Lisbeth sehen." Commerzienrath Claasen war nicht mehr jung, aber doch auch noch nicht so alt, daß er für derlei hätte unempfindlich sein sollen. „Liebes Kind," sagte er fast ein wenig verlegen, „wie Du willst. Ganz wie Du willst. Aber Du wirst nicht verlangen, daß ich Dich begleite. Es würde doch etwas sonderbar aussehen." „Ich verlange ja das auch gar nicht. Löse Du nur Deine sociale Frage weiter, wenn ich nur nicht dabei sein muß. Aber nicht wahr, Fritz, nicht zu viel!" Dabei hob sie den Finger schelmisch drohend empor. „Aber, liebes Kind, wer wird denn so sein! Ein oder zwei Glas." „Na, na!" Er küßte ihr galant die Hand und brachte sie an den Wagen. Wenige Minuten später hielt der Wagen vor einer eleganten Villa der Thiergartenstraße und Frau Commerzienräthin Claasen stieg rasch aus. „Wo ist Lisbeth?" fragte sie den ihr öffnenden Dienere „In ihrem Zimmer, gnädige Frau." Bern, 22. September. Der Nationalrath und der Ständerath wurden heute durch Ansprachen ihrer Präsidenten eröffnet, worin dem Vorgehen des Bundesraths im Canton Tessin volle Anerkennung gezollt wird. St. Gallen, 22. September. In der vergangenen Nacht ist das Dors Rüthi und der Weiler Rehag im Nheinthale bei heftigen Föhr gänzlich niedergebrannt. Nähere Angaben fehlen. Paris, 22. September. Die Sitzungen des hier tagenden Anti-Sclaverei-Congresses wurden heute eröffnet. Zum Präsidenten wurde gewählt Keller, der Präsident des Pariser Comites, zu Vicepräsidenten Sieger, der Präsident des Kölner Comites, und die Präsidenten der verschiedenen Nationalcomites. Die meritorischen Berathungen haben begonnen. In seiner Ansprache bewillkommnete der Präsident Keller die fremdländischen Delegirten, rühmte die Verdienste des Cardinals Lagerie und hob hervor, daß sich die muha- medanische Religion unfähig erwiesen habe, die Zivilisation unter den Negern zu verbreiten, was nur christliche Missionäre könnten. Morgen werden Lavigerie und Livinhac sprechen. Rom, 22. September. Ein Telegramm der „Agenzia Stefani" aus Massauah besagt, daß die Cholera-Epidemie sortdauere, wenn auch nicht heftig. Auch unter den Truppen seien einige Cholerafälle vorgekommen. Lissabon, 22. September. Die Unpäßlichkeit des Königs ist beseitigt,- er befindet sich wieder vollkommen wohl. Belgrad, 22. September. In der Versammlung der radikalen Partei legte Paschic das Programm für die neue Skupschtina dar, welches auf die Durchführung politischer Reformen, namentlich zum Zwecke der wirthschaftlichen Entwickelung des Landes, gerichtet sein müsse. Die Partei wünsche Frieden mit allen Nachbarn und werde die dargebotene Hand stets freundlich ergreifen. Bombay, 22. September. Reutermeldung. Wie die „Jndia Times" erfährt, sind bei den Wahlen in Goa Unruhen ausgebrochen. Siebzehn Wähler wurden durch Flintenschüsse getödtet, viele verwundet. Frankfurt a. M., 23. September. Der 11. Congreß ^sür Armenpflege und Wohlthätigkeit ist heute hier unter dem Vorsitz von Seyfardt-Creseld zusammengetreten. Die zahlreiche Versammlung wurde von Vertretern der Stadt begrüßt. Viele Autoritäten auf dem Gebiete der Armenpflege sind anwesend, u. A. Geheimrath Böhmert-Dresden, Stadt- syndicus Eberth, Geh. Oberregierungsrath Blenk rc. LoeeU.es ttnö Krovtznziettes. Gießen, 23. September. — In der gestrigen ersten Sitzung des Schwurgerichts der Provinz Oberhessen wurde unter Ausschluß der Oeffent- lichkeit wider Peter Küster von Ilbenstadt wegen Sittlichkeitsvergehen verhandelt. Der Angeklagte wurde des ihm zur Last gelegten Verbrechens für schuldig erachtet und zu einer Gefängnißstrafe von 1 Jahr 6 Monaten verurtheilt. — Die Zahl der Todesfälle, ausschließlich der Todt- geborenen, betrug in der Woche vom 7. bis 13. September in Mainz mit Castel 26, in Darmstadt 16, in Offenbach 6, in Worms 17, in Gießen 5, zusammen 70, darunter 29 im ersten Lebensjahre. — Die Todesursache anlangend, ver- starben an Keuchhusten 3 (Mainz 2, Darmstadt 1), an Unterleibstyphus 1 (Mainz), an Diarrhöe und Brechdurchfall 8 (Mainz 6, Darmstadt und Offenbach je 1), an Lungenschwindsucht 5 (Mainz 2, Offenbach 1, Worms 2), an akuten und entzündlichen Krankheiten der Athmungsorgane, einschließlich Influenza 5 (Mainz und Offenbach je 1, Gießen 3), an Gehirn-Apoplexie 4 (Mainz und Offenbach je 1, Darmstadt 2), an akutem Gelenkrheumatismus 1 (Worms), gewaltsamen Tod 3 Personen (Mainz 2, Worms 1). „Ist sie schon lange da? Fehlt ihr nichts?" „Nicht, daß ich wüßte, gnädige Frau. Sie ist vor etwa einer Stunde mit Fräulein Berger nach Hause gekommen." Sie ging rasch an ihm vorbei und ries laut ins Haus hinein: „Lisbeth, Lisbeth 1" Ein etwa achtjähriges, reizendes Kind mit langen blonden Haaren und zartem rosigem Teint sprang ihr entgegen, die dunklen Blauaugen strahlend vor Glück. „Mama, liebe Mama, bist Du wieder da? Ich habe mich so nach Dir gesehnt." „Mein armes Kind!" Sie schloß es lebhaft in ihre Arme und küßte es aus die vollen, wunderbar frisch rothen Lippen. „Ei, Lisbeth, wo hast Du denn die schöne Ros? her?" fragte sie dann und deutete auf eine prachtvolle gelbe Thee- rose, die das Kind an der Brust trug. „Von Herrn Zimmermann, Mama." „Herr Zimmermann? Wer ist denn das?" „Aber, Mama! Kennst Du denn Herrn Zimmermann nicht? In Papas Comptoir." „In Papas Comptoir, Lisbeth? Nein, wirklich, ich kenne ihn nicht. Ich kenne von all den Herren nur Herrn Börner, den Buchhalter. Welcher von den übrigen ist denn Dein freundlicher Herr Zimmermann?" „Der neben dem Mann ohne Kopf sitzt." „Neben dem Mann ohne Kopf? Aber, Lisbeth, es gibt doch keine Männer ohne Kopf." „Ja, Mama, aber der neben Herrn Zimmermann sitzt, der hat keinen. Wo oben der Rockkragen ist, da guckt nichts heraus, da ist es alle." „Kind, Kind, was hast Du denn gesehen? Das ist doch 'gewiß nicht wahr." (Fortsetzung folgt.) z Lich, 22. September. Ein junger Schreinergcselle von hier wurde heute durch das hiesige Schöffengericht in eine Gefängnißstrafe von 7 Tagen verurtheilt, weil er vor einiger Zeit, an einem Sonntag Nachmittag, angeblich in trunkenem Zustande, verschiedene Gartenthüren beschädigt hatte, indem er die Schlösser abriß, die Thüren gewaltsam zerschlug u. s. w. Seine Kameraden, ein Dachdecker- und ein Schreinergeselle, erhielten je 3 Tage Haft, weil sie zu derselben Zeit wider die Gartenthüren getreten und dergleichen Unfug verübt hatten. — Möge dies Anderen zur Warnung tonen! Schotten, 22. September. Vogelsberger Höhenclub. Aus den Herbstausflug nach Gedern am 24. September sei hierdurch nochmals aufmerksam gemacht. Anfang der geselligen Vereinigung um 2 Uhr im Bergwirthshause. Bei günstiger Witterung ist ein Spaziergang im Schloßgarten, event. auch Restauration dortselbst, vorgesehen. Für gute Speisen und Getränke ist Sorge getragen. 8 Lauterbach, 22. September. Auf der Heppenheimer Ausstellung erhielten die Wagenfabrikanten Gebr. Eifert hier für einen ausgestellten Jagdwagen das vom Local-Gewerb- verein-Heppenheim gestiftete Anerkennungsdiplom. x Birklar, 22. September. Herr Lehrer Seipp dahier ist mit Wirkung vom 1. November in den Ruhestand versetzt worden. Z Herbstein, 22. September. Als eine Seltenheit ist es jedenfalls zu bezeichnen, daß in dem hiesigen Kapellenwald die Heidelbeer ft räucher zum zweiten Male blühen und einige bereits Beeren angesetzt haben. Z Herbstein, 22. September. Die Brombeersträucher tragen in diesem Jahre dahier vollkommen ausgewachsene reife Beeren, es ist dies jedenfalls der seither herrschenden milden Witterung zu verdanken. Seit langen Jahren war dies hier nicht der Fall, die Beeren wurden selten reif und waren klein infolge des eingetretenen frühen Winters. Z Herbstein, 22. September. In Hopfmannsfeld hat sich ein Kriegerverein gebildet, welcher zur Zeit aus 28 Mitgliedern besteht. vermischtes. * Darmstadt, 20. September. Der in Frankfurt verunglückte Schutzmann Franz Wex wurde gestern Nachmittag auf dem hiesigen Friedhof unter großer Betheiligung feiner Collegen und der hiesigen Einwohnerschaft beerdigt. Demselben wurden neben vielen anderen Bouquets auch ein prachtvoller Lorbeerkranz von Seiten der Schutzmannschaft des 11. Polizei-Reviers zu Frankfurt gewidmet. Die Ehefrau des Verunglückten, welche in letzterer Zeit mehrmals an Geistesgestörtheit litt, mußte heute in eine Irrenanstalt verbracht werden. Wex ist aus Niedermörlen bei Friedberg gebürtig. * Darmstadt, 22. September. Das Großh. Garde- Dragon er-Regiment Nr. 23, welches bekanntlich an den großen Cavallerie-Manövern bei Metz Theil nahm, hat den Rückmarsch angetreten und ist bereits in der Nähe der Pfalz. Die Ankunft dahier wird kommenden Sonntag Vormittag erfolgen. — Die dem neu errichteten 34. Feldartillerie- Regiment zugetheilte 6. fahrende Batterie unseres 25. Artillerie- Regiments kommt am 1. October d. I. nach Mörchingen in Lothringen in Garnison. *= Frankfurt a. M., 22. September. Heute Morgen wurde im Viehhof an einem Transport Ochsen aus Bamberg die Maul- und Klauenseuche durch Herrn Kreisphysicus Prof. Dr. Leonhard conftatirt. * Frankfurt a. M., 22. September. Gestern gingen Schutzleute in den Cigarren-Geschäften umher und forderten die Inhaber auf, alle Bilder, die Frauenzimmer darstellen, aus den Erkern zu entfernen. Es geschah dies auf Verfügung des Herrn Polizeipräsidenten. — Gestern Nacht erwischte der Polizeisergeant Müller von Griesheim einen Knecht am Goldstein, der einen Nachen losmachte. Er wollte ihn verhaften, der Knecht aber, ein herkulischer Mensch, riß ihn zu Boden und versetzte ihm mit einem Messer einen Stich in den Hals und in die Schulter. Die Verletzungen sind schwere. Der Thäter ist verhaftet. — Die in einem Gasthause an der Zeil wohnenden Mitglieder der schwedischen Dragoner - Capelle, die in dem Zoologischen Garten concertirt, sind in verflossener Nacht nicht unerheblich bestohlen worden. Einige Gauner haben die Schlafzimmer der Herren geöffnet und Geldbörsen mit Inhalt (in einem Falle 70 Mk.), sowie Wäsche sich angeeignet. Nicht weniger als 8 Zimmer haben die Spitzbuben durchsucht. — Frankfurt a. M., 22. September. Siebente Hauptversammlung des Deutschen Vereins gegen den Mißbrauch geiftiger Getränke. Nachdem gestern Abend im „Palais-Restaurant" eine gut besuchte Versammlung stattgefunden, in welcher Herr Lammers-Bremen einen Vortrag über die Ziele des Vereins hielt, wurde heute Vormittag lO1^ Uhr in der Loge Sokrates die 7. Hauptversammlung eröffnet, welche, wie ich Ihnen schon telegraphisch meldete, sich keines besonders regen Besuches, wenigstens was unsere Stadt anbetrifft, erfreute. Den Vorsitz führte Herr v. Keudell. Vor Eingang in die Tagesordnung gab Herr Geh.-Rath Mär klin einen Ueberblick über die Lage des Vereins und gedachte dabei des Verlustes, den der Verein durch den Tod seines Begründers Nasse, sowie durch die Ernennung Dr. Miquels zum Finanzminister erlitten habe. Diese Verluste seien unersetzlich. An Herrn Dr. Miquel wurde ein Begrüßungstelegramm abgesandt. Herr Lammers- Bremen erstattete alsdann den Rechenschaftsbericht, und machte interessante Mittheilungen über den Aufschwung der Voiks- kaffeehallen in Hamburg. Hierauf sprach Herr Oberbürgermeister Str uckmann-Hildesheim über die Stellung der Mäßigkeitssache zur Sozialreform. Aus feinen Ausführungen sei hervorgehoben, daß die Ziffer Derjenigen, welche an chronischem Alkoholismus und Säuferwahnsinn leiden, stetig wächst. Redner belegte diese Behauptung mit Ziffern, welche aus der Schrift Dr. Beers die sich mit dem Elend, das die Trunksucht verursacht, beschäftigt, entnommen waren. ES wurde schließlich folgender Antrag angenommen: „Die von dem Verein schon mehrfach beantragte Gesetzgebung zur Bekämpfung des Mißbrauchs geistiger Getränke bildet eine nothwendige und bedeutungsvolle Ergänzung der socialpolitischen Gesetzgebung der letzten Jahre. Das Interesse weiter Kreise des deutschen Volkes erfordert die auch bereits vom Reichstage und der Reichsregierung als dringend anerkannte gesetzgeberische Regelung dieser Angelegenheit und das deutsche Reich darf damit um so weniger: zögern, nachdem eine Reihe anderer Staaten mit Erfolg darin Dorangegangen sind. Die diesjährige Versammlung des Vereins beauftragt daher den Vorstand, wiederholt und eindringlich bei den gesetzgebenden Gewalten des Reichs vorstellig zu werden, damit thunlichst schon in der nächsten Session des Reichstages ein diesen Gegenstand erschöpfend behandelndes Gesetz im Sinne der Beschlüsse der Vereinsversammtung bora Darmstadt vom 14, September 1887 zur Vorlage und Ver-^ abjchiedung gelange." An zweiter Stelle berichtete Herr Geheimrath Professor Dr. Böhmert-Dresden über das Branntweintrinken aust dem Lande. Es ist in dieser Beziehung eine Enquete veranstaltet worden. 246 Fragebogen sind beantwortet eingelaufen. Die Antworten lauten, je nach dem Standpunkt des Berichterstatters, verschieden. Sie ergeben, daß, von Ostpreußen abgesehen, die Trunksucht unter dem weiblichen Geschlecht weniger verbreitet ist, als unter dem männlichen. Das kräftige Mannesalter ist vornehmlich dem Trünke ergeben. Beruf und Stand machen in dieser Beziehung keinen Unterschied. Die Trunksucht hat nach den eingelaufenen Antworten im Allgemeinen abgenommen und zwar infolge Ver- theuerung des Branntweins und Zunahme des Bierconsums. Bemerkenswerth ist noch die Bejahung der Frage, ob Arbeiter seitens ihrer Arbeitgeber regelmäßig Branntwein erhalten.. Als Maßregeln zur Bekämpfung der Trunksucht bezeichnet Redner Verminderung der Schankstätten, Wohnungsverbefferung, Verteuerung des Branntweins, Polizeistunde, Uneinklagbarkeit der Zechschuld, Einführung einer Säuferliste. Es wurde die Fortsetzung der Enquete und Drucklegung des Vortrags beschlossen. — An letzter Stelle berichtete Herr Pastor Hirsch-Leutorf über den Internationalen Mäßig- keits-Congreß zu Chriftiania am 3. und 4. September. Gegen 4 Uhr wurde die siebente Hauptversammlung geschloffen. Kurz vor Schluß traf folgendes Antwort-Telegramm Miquels ein t „Besten Dank und herzliche Wünsche für das Gedeihen des Vereins und kräftige Fortsetzung feiner Bestrebungen." Um. 4 Uhr versammelten sich die Theilnehmer im „Hotel Jacobi" zu einem gemeinsamen Essen. unö Ustkswirthschaft. — Alle Diejenigen, welche Arbeiter-Wochensahrlkarten benutzen, seien darauf aufmerksam gemacht, daß dieselben nicht für die Zeitdauer einer Woche, lonbern nur für die betreffende Kalenderwoche, in welcher sie gelöst sind, Giltigkeit haben. So läuft z. B. eine Mittwochs gelöste Wochenfahrkarte mit dem darauffolgenden Samstag ab und gilt nicht mehr für den nächsten Montag und Dienstage Da in Arbeiterkreisen diese Bestimmung nicht bekannt zu sein scheint, so sei hiermit besonders darauf hingewiesen. Allwöchentlich kommt es, nach Aussage der betheiligten Beamten, vor, daß Dienstags, Mittwochs und Donnerstags gelöste Wochenfahrkarten noch in der darauf folgenden Kalenderwoche versuchsweise zur Verwendung gebracht werden. — Nach den statistischen Ermittelungen des Vereins deutscher Eisen- und Stahlindustrieller belief sich die Roheiserrprodrretiow des Deutschen Reiches (einschließlich Luxemburgs) im Monat August 1890 auf 371 102 Tonnen, darunter Puddelroheisen und Spiegeleisen 163 867 Tonnen, Bessemerroheisen 33 504 Tonnen, Thomasroheisen 126 767 Tonnen und Gießereiroheisen 46 964 Tonnen. — Die Production im August 1889 betrug 378 500 Tonnen, im Juli 1890 391982 Tonnen. - Vom 1. Januar bis 31. August 1890 wurden producirt 3102 667 Tonnen gegen 2 842 343 Tonnen im gleichen Zeiträume des Vorjahres. Gieren, 23. September. (Marktbericht). Aus dem heutigen Wochenmarn kostete: Butter pr. Pfd. X. 0,80—0,95, Hühnereier 1 St. 7, 2 St 13— H, Enteneier 1 St.--2 St. — Käse pr St. 5—8 H, Käscmatte pr. St. 3 Erbsen pr. Liter 16 Linsen ir Liter 28 5,, Tauben pr. Paar 0,50—0,65, Hühner pr. Stück v*. 0,90-1 GO, pabnen pr. St JL 0,60—0,90, Enten pr. Stück JL 1,50—1,8g, OchsenfirOch pr. Pfd 70—74 H, Kuh- und Rindfleisch 60—64 Schweinefleisch 70—80 H, Hammelfleisch 58—68 Kalbfleisch 60— H, Kartoffeln pr. 100 Kilo 5,00—8,00, Weißkraut pr. St.--Zwiebeln per Centner JC 5,00—0,00, Milch per Liter 12-18 H. S. Hungen, 22. September. Vieh- und Krämermarkt. Der heutige „September-Markt", welcher zum zweiten Male mit Rindoiehmarkl verbunden war, war gleich dem vorjährigen gut besucht.. Aufgetrieben waren ca. 30 Stück Zuchtochsen und etwa 200 Stuck Kühe und Rinder. Es wurden hter zahlreiche Handel abgeschlossen und von den Verkäufern gute Preise erzielt. Auch der Schweinemarkt war besonders mit Ferkeln gut befahren, doch war hier, namentlich bei letzteren, ein Rückgang der Preise zu bemerken. Bezahlt wurde das Paar Ferkel mit 20—40 Mk. je nach Alter und Qualität, Springer kosteten 40—70 Mk. — Gegen 1 Uhr des Mittags fand die Prämiirung des Rindviehes statt, und wurde vieles Vieh prämiirt. Auch der des Nachmittags stattfindende Krämer-Markt war ziemlich gut besucht. Friedberg, 20. September. Buttermarkt. Butter kostet per Pfd. JL 0.95-1.10, Eier 1 St. 7 H, 2 St. 13 H. Marktpreise in Berlin, am 20. Septbr., nach Ermittelungen des Königlichen Polizei-Präsidiums. Weizen per 100 kg guter von 19,60—19,20 Mk., mittlerer von 19,10—19,00 Mk., geringer von 18,90-18,50 Mk. Roggen per 100 kg guter von 17,30-17,10 Mk.. mittlerer von 17,00-16,80 Mk., geringer von 16,70-16,50 Mk. Gerste per 100 kg gute von 20,50—18,30 Mk., mittlere von 17,50 bis 16,00 Mk., geringe von 15,80—14,80 Mk. Hafer ver 100 kg guter von 15,50—14,80 Mk., mittlerer von 14,50—14,00 Mk., geringer von 13,80—13,50 Mk. Stroh, Richt- per 100 kg von 4,80—4,00 Mk. Heu per 100 kg von 6,60—3,60 Mk. Erbsen per 100 kg von 30,00 bis 22,00 Mk. Speisebohnen, weiße per 100 kg von 30,00-22,00 Mk., Linsen ver 100 kg von 56,00—26,00 Mk. Kartoffeln per 100 kg von 7,50—3,75 Mk. Rindfleisch von der Keule per 1 kg von 1,80 bis 1,20 Mk. Bauchfleisch per 1 kg von 1,40—1,00 Mk. Schweinefleisch per 1 kg von 1,80—1,30 Mk. Kalbfleisch per 1 kg von 1,80 bis 1,20 Mk. Hammelfleisch per 1 kg von 1,60—1,20 Mk. Butter per 1 kg von 2,80—1,80 Mk. Eier per 60 Stück von 4.40—2,80 Mk. Bel Nach ein« uni 6ie nü bet MahM Ul®* mü dem AnsM M . md anfang« Drtl)te al Gießen, 22. 6« _________/.T Seid , glatt bl8 M Pn* sgsitf „ngtaat tu, -- A°,d Bei Zu dem uns von Monat- genehmigten besonders ausmerksam w' ihrem ßackn Antrieb von auch nunmehr, dem Aujtrii zugewendet wird. Lich, am 22. Sep! GroA ■' in allen Vrrisl Lud« CßtetatBo-, [ Lou 7664 । I in \ lp Aeii 2u h.i 1$ biete hoch ; Es ! G°- ?cr lrtziki *' D°z 1 ber $=i^„ ett dich- R-g-ll '"""S °>s VS« an= r&t«Meii mit 2 ^'gir »g- B-rs°wwN darin L.rZZ I MSB STÄ^.w , ^annttoemtrmfen onfe M»«8 eine ®nqil6tc ÖJ' ।9"’ ^antwortet em- ' L d°m Stmtyunft 1(t x. tr9tbt", H, 60» unt“ dem weMchm. 15 unter dem männlichen, ornehrnlich dem Trünke er- 1 l" ^ser Beziehung feinen: R oen eingelaufenen Ant- nen und zwar infolge Ver- Zunahme des Bierconsums. Mg der Frage, ob Arbeiter Äig Branntwein erhalten^ der Trunksucht bezeichnet litten, Wohnungsverbesserung, Polizeistunde, Uneinklagbarkeit er Säuserliste. Es wurde und Drucklegung des Vor- tzter Stelle berichtete Herr en Internationalen Mätzig- !. und 4. September. Gegen rfammlung geschlossen. Kurz rt-Telegramm Miquels ein: ische für das Gedeihen be& seiner Bestrebungen." Um. lnehmer im „Hotel Jacobi" p-tt-wirthschafi ttttt’öoawWtttim be- ichk, -aß bteldben nicht für die tbie betreffenbeMnber* haben. So läuft z. B. eine dem darauffolgenden Samstag chsten Montag und Dienstag (i nicht bekannt zu fein scheint, !!L r'S'L? tetungm des ich die •xÄ&Ä“ *Sss«— äle^ereir ^onnen, im 19 bt Januar 31. August Mr * D-w «ieh- und ^^Mle wtt >at ^chiochiw 7k,zndll Mreise erzielt. » tfflT »* eSs* WM ■■' ' .1' Weiße Seidenstoffe von 93 Pfge. bis 18.20 p. Met. — glatt gestreift und gemustert (ca. 150 verschied. Qual.) — vers. roben- und stückweise porto- und zollfrei das Fabrik-D6pSt G. Henneberg (K- u. K- Hoflief.) Zurich. Muster umgehend. 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Jahr: Lungenentzündung 1 (1) 1 (1) — Lungenschwindsucht 1 (1) 1 (1) — — Nierenentzündung 11 — — Darmcatarrh 1 1 Ä — Eingeklemmtem Bruch 1 (1) 1 (1) — • — Eierstocks-Geschwulst 1 (1) 1 (1) — — Unbekannter Ursache 1__________—__________1 ______~ Summa: 7 (4) 5 (4) 2 — Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wir viele der Todesfälle in der betteffenden Krankheit auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. ■—gys a— @<**t£* statt Oel oder Pomade Retters unübettroffeneS olllliyi' Haarwaffer (staatlich geprüft und begutachtet), um 40 H, JL 1.10 bei I. H. RW, Sonnenstr. 25, Gießen. [7033 frankfurter Stadttheater. Die berühmte Sängerin MarcellaSembrich, welche während des bevorstehenden Winters nicht in Deutschland, sondern nur im Auslande und zunächst in Spanien gastiren wird, tritt vor Beginn dieser Tournä nochmals im Frankfurter Opernhause aus und zwar Montag den 29. September als „Nachtwandlerin", eine ihrer hervorragendsten Partien. — Platzbestellungen werden von heute an an der Kaffe des Frankfurter Opernhauses entgegengenommen. Gottesdienst der israelitischen Keligionsgesellschafi^ Versöhnungstag, Mittwoch, 24. September! Dienstag Abend 6 Uhr, Mittwoch Vormittag 7 Uhr, Schluß 640 Uhr. Bekanntmachung. ! Freitag, 26. d. M., von Vor- I mittags 8 Uhr an, soll das Gemeinde- Großen-Buseek, Der Ansang ist am Pfingstweg. 7839 Stephan. 7837 Bringe meinen Killfffl Bonner 7844 Bahnhofstraße 26. 7857 Großh. Gerichtsvollzieher. Adam Reiners. 7738 spännigfahren, billig zu verkaufen 11. Louis Treff & Cie Tuchhandlung Neuenweg 15. 7821 7664 J, Barnass. ES 7532] Neustadt 6. Neustadt 56. 6948 gesucht. [7444 Fernsprecher 51. Großen-Buseck, 22. Septbr- 1890. Gr. Bürgermeisterei Großen-Buseck. fast noch neu, mit eleganter Ausstattung, preiswerth abzugeben. in asten Preislagen in empfehlende Erinnerung. 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Mit Sonntag den 5. October d. J. habe ich die Ehre, die dritte Theater-Saison im „Neuen Theater“ hiesiger Stadt zu eröffnen, und ist diesmal die Zahl der zu gebenden Vorstellungen im Abonnement auf 60 festgestellt. Um nun dem Kunstgeschmack des hochverehrten Publikums in jeder Beziehung gerecht zu werden, habe ich in Bezug auf Personal, Auswahl der Novitäten und Anfertigung ganz neuer Decorationen für diese Saison ganz besondere Anstrengungen gemacht. Da aber die allgemeine sociale Bewegung leider auch nicht ohne Einfluss auf Kunst und Künstler geblieben ist, so sind diese besonderen Anstrengungen naturgemäss auch mit bedeutend höheren Kosten verbunden. Ich bin daher in die Lage versetzt, dem hochverehrten Publikum die dringende Bitte an das Herz zu legen, mich in dieser äusserst schweren Saison durch ein zahlreiches Abonniren bestens zu unterstützen. Der Abonnements-Preis stellt sich wie früher: 20 Mark für 20 Sperrsitz-Karten, und 12 Mk. für 20 I. Platz-Karten. Sperrsitz-Karten für Vereine und Corporation en, Vereins-Karten auf den I. Platz, sowie Sperrsitz-Karten für Studirende kommen, um dem in voriger Saison damit getriebenen Missbrauch vorzubeugen, nicht wieder zur Ausgabe. An Neuheiten habe ich für die hiesige Bühne erworben: „Das letzte Wort“, „Der Zaungast“, „Die Strohwittwe“, „Mit fremden Federn“, „Nervös“, „Die Ehre“, „Unkraut“, „Das Schützenfest“, „Seine Schwestern“, „Ilse“, „Professor Klint“, „Das Bild des Signorelli“. „Die wilde Jagd“, „Galeotto“, „Sie wird geküsst“, „Alfreds Briefe“, „Franxillon“ u. s. w. An Gastspielen habe ich mit namhaften Künstlern, wie: Fräulein Thessa Klinkhammer und dem Kaiserl. Buss. Hofschauspieler Herrn Adalbert Brümmer bereits Verträge abgeschlossen. Indem ich nun am Schluss noch einmal dem hochverehrten Publikum die herzliche Bitte ausspreche, mich in meinem diesjährigen schweren Unternehmen gütigst zu unterstützen, werde ich mir die Ehre geben, den hochverehrten Abonnenten auch in dieser Saison persönlich meine Aufwartung zu machen, und zeichne mit der vorzüglichsten Hochachtung Aeitgeöotenes. la. Schellfische, Hecht und pracktooller grobk. Caviar in C. G. Kleinhenns Delicateffen-, Fifitr- u. Geflügelhandlung, Bahnhofstraße 59. 7865 Dogge, 7838 männlich, 60 cm hoch, wachsames Thier, das den Mann stellt, zu verkaufen bei Schreinermeister Weber, Krofdorf. zu verkaufen bei Karl Malkomestus, 7841] Neuenweg 27. 7792) Ein im Kesten Zustand befind- • 7494] Zeige ergevenst an, daß ich von iches ^lbverdeck, zum Em-und Zwer-; heute ab Lohnfuhrwerk betreibe und b^ig 2u verkaufen ; empfehle mich zur Uebernahme von Fuhren Näheres_____________Seltersweg 64. | aller Art. Ein vorzugl. Pianino, *aftt Ick Unter der **■ 66 f6?h Lfiit. SestM >ß di Pfoiertigerö^t in m-lchm diei-lbe erfolge ZMiderhondlxligen gegen unterliegen der MM Sieben, len 22. 8 SchhnzW v. Amt! Drl *n,! g i * Olt fMmet !*•t,w “"9‘ Stüdcit. 5Ä»’” >«LsL» Giej $etr.: Den Wiesengan Das GrMnzoc an die Grotzh. Vw Nach Art. 7 der Monat der Wichngang x zichmg der Feldmützen Wir deaujttagen S auszu^ordern und uns d den Protolcke bis läng In diesen Protokoll Sie denselben noch bcjoi folgende fünfte aufjunefr 1) ob bie Anordnungen gang getroffen habe- nid)t; 2) welche Anordnungen seitigung der bei d fundenen Mängel vo vorgeschlagen werde besonders empsohle QUi die Reiniguna Moos 2,z aus die Mdauswurss aus °uf die SetebenuM “ob auf die UntcJ L°k" i» rieten Bestimmungen ui 3) ?uteni Mmentlid) i S OM W^rge hin 2 "löiitern t Selen fc >b «°> *'4;*S* ■' Auen" n>t’ttte Vttrofi'»e "«Nern über L^-sde7'A^°" ’ Ättt' °r li4 HÄ'I« bei ^^irJ^^eieuno SÄ.“" *“l< '(iS'")'rn>au( e« ffl'9 deS Wjl° »Hi b Bankgeschäft von Schulhof & Comp Burggraben I. 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Kön.- und Laurahütte-Act. 155 80 Lombard. Eisenbahn 141 62 Oesterr. Alvine-Montan 90 50 Oesterr. Lredttactten 174 90 v«, 229.25 Oesterr. DtaaLSdabn-Act^k: 1'3 50 Harper er 220.50 Dortmunder Union-Actten 98 8' Ostpreußen 102.< 0 Darmstädter Bankacttev 163 50 Bochumer 173 75 Leaoenz fest »Netten: «. Sche,»«. - »nick und Bal«, da «cftWfea «ewtaei (8t. «H »tttttv ta «*■, Fräulein Caroline Henry Die Beerdigung findet Donnerstag den 25. September, Nachmittags 4 Uhr, vom Sterbehause (Neuen Bäue 29) aus statt. 7858 Heute Nacht verschied sanft nach längerem Leiden unsere geliebte Freundin und Lehrerin im 86. Lebensjahre. Ihr edler und selbstloser Character, ihre stets bereite Thätigkeit zu allen Werken der Wohlthätigkeit werden ihr ein dankbares Andenken bewahren. Giessen, den 23. September 1890. Im Namen ihrer trauernden Freunde: Dr» Weber.