fit. 94 1890 Donnerstag den 24. April Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Areis Gieren chratisöeikage: Gießener Jamitienökätter das mit Feuilleton eim Mnes kaleidoskopartiges Bild eingeprägt- meine Wandern iW durch die Stadt der Moscheen führten mich überall MsB S Königssitz sondern die nnutoli'.tt begegneten. Die herrlichen Bettempel der Muha- U 1880. ansehnliche Stadt aus. An dem Haupteingange wurden unEfilei glich en, dicken Mauern den Kronschatz des Sultans > V0« * Die imposanten Thorflügel ein Prachtstück für sich — der um mesäuicT.' hatte ich andächtig bewundert und die Vergleiche, weÄIK lich zwischen den verhältnißmäßig schmucklosen christ- licklhit Kirchen und den poesievollen, manchmal sogar prnnk- übvMvnen Gotteshäusern der Muselmänner im Geiste an- 'steM fielen zu Gunsten der letzteren aus, sobald ich die daß auf der ßrbiöt entdeckt hatte, so wollte auch ich mit der nnschätz- ;t baE Wewührung des Sultans, welche den Orientreisenden sonrßl immals, selten sogar den höchsten türkischen Staats- becitmtn; und Würdenträgern zugänglich ist, die dicken Mauern devt illm Burg des „Stambul" durchbrechen und mit dieser welche reiche Fayenceverzierungen trugen, waren in ein Mauerwerk von blendend weißem Marmor eingelassen. Ein Im ahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den (ilgcnbcn Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. Die Gießener )inlikienötäller lebt n dem Anzeiger ilikaitlich dreimal beigelegt. Der Eichener Anzeiger 'escheint täglich, it Ausnahme deS Montags. Bir Kronschatz des Julians in Konstantinopel. 3hdei Tage weilte ich in der Hauptstadt des otto- «. ittfi, d. für letztwillige Verfügungen, wenn der Verfügende durch Vorlage einer Bescheinigung seiner Ortsbehörde den Nachweis führt, daß sein Vermögen keine 2000 Mk. übersteigt; e. daß diese Vergünstigung nicht nur den Minderjährigen, sondern «auch anderen unter Curatel stehenden Personen, mit Ausnahme Abwesender, zu Theil werde- f. für Zurücknahme hinterlegter Gegenstände, auch von Testamenten, ein Stempel nicht zu erheben sei - großer Majorität die Zustimmung des Hauses. Bezüglich der an die Kammer gerichteten Vorstellung Gerichtsvollzieher-Aspiranten im Großherzogthurn Hessen Aendcrung ihrer gegenwärtigen Aneiennitätsverhältnisse Schatzkammer der „Beherrscher aller Gläubigen" geworden ist. Von einer hohen Mauer umgürtet, welche mit Zinnen und Thürmchen besetzt ist. dehnte sich der Palast wie eine nicht mehr der „Serail" rung der unteren und mittleren Beamten. Die Gesetzen! würfe betreffend die Erweiterung und Vervollständigung des Staats-Eisenbahnnetzes und den weiteren Erwerb von Privat- eisenbahnen für den Staat wurden in zweiter Lesung ge nehmigt. Nächste Sitzung morgen 11 Uhr. Verschiedene Anträge. Seitens Großh. Regierung antwortet Staatsminister Finge r, Excellenz, daß die Großh. Regierung nicht in der Lage sei, dem zu entsprechen, was hier gewünscht werde. Es erheische die vaterländische Pflicht, daß auch den gut gedienten Unteroffizieren Gelegenheit gegeben werde, in den Civildienst ein- zntreten. Der Ausschuß hat beantragt: Großh. Regierung zu ersuchen, sie wolle von jetzt ab die frei werdenden Gerichtsvollzieherstellen ausschließlich mit Civilaspiranten, welche vordem 9. December die Prüfung bestanden haben, von da aber wie seither diese Stetten abwechselnd zwischen Civil- und Militäranwärtern besetzen. Die Kammer ist mit dem Anträge einverstanden und genehmigt denselben ohne Debatte mit 23 Stimmen gegen 7 Stimmen. Der Gesetz-Entwurf, Abänderung des Gesetzes über das Verfahren in Forst- tind Feldrügesachen wird fast ohne Debatte nach der Regierungs-Vorlage angenommen und ist hiermit die heutige Tagesordnung erledigt. Morgen früh beginnen die Verhandlungen über die Nebenbahn-Vorlagen, welche voraussichtlich einige Tage dauern dürften. kW Mädchen fürü : gleich. der Exped. b. A i, ioiid Sehenswürdigkeiten dem Nordländer auf Schritt geregelt wird, daß für den Beginn das sechste, und für Ende das vierzehnte Lebensjahr festzusetzen ist. Berlin, 22. April. Der „Reichsanzeiger" bestätigt, die Einfuhr lebender Schweine aus Dänemark Alle Annoncen-Burcaux des In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. n-Act- Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondcnz-Bureau. Berlin, 22. April. Abgeordnetenhaus. . Ei'/Mknuig äußerer phantasiereicher Symbolik im Glaubensleb. aiuf ein religiöses Gemüth für die Ausnahme sublimer JdMi günstig und vortheilhaft halten mußte. Die Physiog- noiWt Ldes Straßenlebens, welches sich durch das bunte G«^Pgöl von dem mehr nüchternen abendländischen vortheil- Goldrnllr ier N< erteile in. Berlin, 22. April. Die Unterrichtseomm ission des Abgeordnetenhauses beschloß, die Staatsregierung um einen Gesetzentwurf zu ersuchen, wodurch der Beginn und das Ende der Schulpflicht für den preußischen Staat derartig Deutsches Reich. oini. Darmstadt, 22. April. Hessischer Landtag. Nach Verkündigung einer Anzahl neuer Einläufe tritt die jiDnite Kammer der Stände heute in die Berathung des klntroags der Abgg. Schröder und Genossen und Arnold □out Herabsetzung der Stempel und Gebühren Aus Immobilien, Hypotheken und I n v e»t a r i e n. Dieser Antrag stand schon in der Sitzung Zweiter Ommer vom 27. Mai v. I. zur Verhandlung, mußte aber intgen der damaligen Beschlußunfähigkeit des Hauses vertagt nutrbem. Als Berichterstat! er der Majorität des Ausschusses «Mtlact der Abg. Metz- Darmstadt Bericht über die Ausschuß- i nntriijge und hebt hervor, daß auch heute Klarheit in der £od)c nicht eingetreten sei. Die Forderungen der Abgg. DhrÄaer, Arnold und Genossen gingen zu weit. Die Großh. : Ahnung habe die Anträge in eingehender Weise geprüft i ttnb auch der Ausschuß sei in der Ansicht bestärkt worden, i von Großh. Regierung sormulirten und in Aussicht i |i.tnoniineiien Stempel- und Gebührensätze im Wesentlichen l «a: Richtige träfen. Die Anträge der Minderheit des Aus- s chsse- seien zu weitgehend und ohne Schädigung des Staats- l jubjct^ nicht durchführbar. jload) der Regierungs-Commissär Ministerialrath Dittmar k ran sich nicht mit dem Antrag Schröder und Genossen ein- vwutoeii erklären. In gerechter Weise sei Großh. Regierung ivwrd) Verminderung der Tarifsätze bei den Stempel^ und i «Mim Gebühren den verschiedenen Wünschen entgegen- g a'ümrien. Weiter zu gehen sei unmöglich und liege nicht ! an zui cresse des Staates. @8 sprechen noch die Abgg. Wasserburg, Möhn, Alnwlld und Dr. Schröder für eine weitere Herabsetzung n «nMch der Hypothekenstempel nnd der damit verbundenen 9''■(betiffifteii. Mg. Iöckel - Friedberg warnt vor einem allzu großen EiMgkgk'nkommen, das, wenn erst einmal begonnen, zu den wisiltrargendsten Consequenzen führen werde. Dg. v. Rabenau, Metz-Gießen, sowie Abg. Bl reim er sprechen für die Ausschußanträge der Majorität. Noach erfolgter Abstimmung erhalten die Anträge der TMercheit des Ausschusses: a. . anstatt der festen Stempelabgabe von 4/io pCt. nur 3/10p(St. des Werthes des übergehenden Vermögens zu erheben, sowie den Hypothekenstempel ans 3/2O des Werthgegenstandes zu bestimmen - b. den seitherigen Taris für letztwillige Verfügungen (6 Mk.) beizubehalten - c. . daneben zu bestimmen, daß der Stempel nur zur Hälfte zu erheben sei- dem Seewege behufs Schlachtung in den Ankunftshäfen vom Reichskanzler unter bestimmten Vorsichtsmaßregeln gestattet worden sei. Hamburg, 22. April. Die „Hamb. Börsenhalle" erfährt, daß Seitens der überwiegenden Mehrzahl der hiesigen industriellen Etablissements gegenüber den am 1. Mai fei ernt) en Arbeitern in ähnlicher Weise vorgegangen werden wird, wie dies von den Staatsbetrieben und dem Eisenbahnbetriebsamt bereits in Aussicht gestellt ist. Ende dieser Woche dürfte die bezügliche Bekanntmachung erscheinen. Bremerhaven, 22. April. Auf die Ansprache, welche der Vorsitzende des Verwaltungsraths des Norddeutschen Lloyd bei dem Abendessey an Bord der „Fulda" an den Kaiser richtete, erwiderte der K a i s e r etwa Folgendes: Er spreche dankend seine Freude darüber aus, daß es ihm vergönnt sei, das Treiben, Schaffen und Wollen des Lloyd kennen zu lernen- jeder Erfolg des Lloyd erfülle ihn mit Stolz, die Schiffe des Lloyd, welche von dem großen Emporium nach allen Windrichtungen ausgehen, sind der Gegenstand nicht nur unserer, sondern auch fremder Bewunderung und Zeugen der tüchtigen Leistungen der Schiffsbautechnik der Handelsmarine- überall könne sie sich stolz blicken lassen. Selbstredend ist mein Streben auf Frieden gerichtet. Handel und Wandel können blühen, wenn durch den Frieden der sichere Geschäftsgang verbürgt wird. Als Freund des Seewesens verfolge ich die Zeichen der Natur. Als ich das erste Mal die Ostsee mit einem Geschwader befuhr, handelte es sich um einen Curswechsel. Derselbe fand statt, aber die Schiffe wurden dabei im Nebel getrennt. Mit einem Male tauchte aus dem Nebel hoch über den Wolken die deutsche Flagge auf, es war ein überraschender Anblick, der alle zur Bewunderung der Naturerscheinung hinriß, später tauchte das ganze Geschwader, tadellos den neuen Curs steuernd, auf, nachdem sich der Nebel zerstreut hatte. Ich schließe aus diesem Bilde, daß, welche dunkle Stunden auch über unser Vaterland kommen mögen, wir doch in rüstigem Vorwärts- ftreben unser Ziel erreichen, nach dem schönen Grundsatz: Wir Deutsche fürchten Gott und sonst Niemand auf der Welt! Wann in der Presse und im öffentlichen Leben Anzeichen von Gefahren bevorstehen, so denken Sie getrost, daß es lange nicht immer so schlimm ist wie es aussieht - ver- wir, mein beigegebener Führer, ein junger türkischer Offizier, und ich, von einem General des Snltans mit ausgesuchter Höflichkeit empfangen. Ich betrat den ersten Hof, welcher ringsum von Arkaden in reichem, bildnerischen Schmucke umgeben war. Nachdem ich mit meinen Begleitern an mehreren Kuppelbauten, welche mit ihren hohen Schornsteinen wohl die ehemaligen kaiserlichen Küchen darstellten, vorbeigeschritten war, stand ich nun vor der Burg, vor dem Schatzhause selbst. Endlich war der ersehnte Angenblick gekommen, in das Heilig- thum der türkischen Krone einzutreten. Zwei Soldaten mit blanker Waffe bewachten den Eingang. Man sah es ihren ernsten Mienen an, daß sie sich ihrer hohen, verantwortlichen Aufgabe bewußt waren. Außer diesen beiden Hütern waren an den Seiten des Thores zahlreiche Wachmannschaften grup- pirt, welche Tag und Nacht di» unermeßlichen Reichthümer des Sultans zum Schutze wie eine lebendige Mauer umgaben. Wachmann empfing vom General den goldenen, wunderlich gestalteten, schweren Schlüssel und öffnete damit das alter- thiimliche Schloß, welches knarrend nachgab. Majestätisch rollten die Thorflügel in den ciselirten Kupsercharnieren und ich betrat mit meinen Begleitern in weihevoller Stille, nicht ohne ein leises Schauern die „Schatzkammer des Sultans". Die Wache kam mit herein und faßte an jeder Thür der beiden inneren Säle schweigend Posto, so lange wir uns im Innern aufhielten. Im ersten Augenblick des Schauens war ich wie geblendet von dem sprühenden Demanten- und Goldglanz, welcher durch den Sonnenstrahl vertausendfacht hell aufblitzte. Die Orientirung in den Räumlichkeiten war leicht geschehen. In zwei Sälen mit quadratähnlichem Grundriß, deren Fenster mit starken Eisenstäben vergittert waren, ruhten die blinkenden Schätze. Malerei, Seulptur und Manufaetur hatten sich vereinigt, um Decken und Wände der ersten Schatzkammer der Welt mit sinniger Pracht auszustatten. Längs den Seitenwänden standen aus Galerien von Cedern- und Ebenholz, zu denen vom unteren Saale einige Porphyrstufen führten, hohe Glasschränke, welche mit den wunderbarsten phantastischen Dingen angefüllt waren. Vergilbte und zerfetzte Standarten, alte, vom Rost zernagte Mstungen, die stummen Zeugen ehemaliger Siege, seltene und werthvolle Geschenke fremder Souveräne, deren Gebrauchs- oder Kunstzweck wir heute theilweise nicht mehr zu erkennen vermögen, hingen und standen in den Glasschränken bunt durcheinander. Jenes intcreffante Chaos zu entwirren und dem Leser zu beschreiben, müßte ich dickleibige Bände in großer Zahl anfüllen. Um mich herum war so viel Schönes und Interessantes zu sehen und das Auge wußte nicht, auf welchen von den Herrlichkeiten es zuerst verweilen sollte. Das kostbarste Stück war entschieden ein prächtiger Thronsessel, welcher in der Mitte des Hauptsaales stand. Em Perserkönig hatte Sirrttljäfjriger Abonuemcntspreis: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringcrlohn. Durch die Post bezöge« 2 Mark 50 Pfg. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schnkstraße Ar.7. Fernsprecher 51. esucht :r Mr für alle b Kochen, in ein r ms. Offerten “1 »stein & W it Junge inbitM ner Hainer, rlässlgePvW°' MdLtN aus r ■aplan*j^ hte Knch laß des vc ll Friedrich? um balbgri Fabrikant Sender ich zu wollen. 119. April IN Wiinschelrnthe die glänzendsten Reichthümer, zum großen Theile die Andenken einer grauen Vorzeit, aus ihrem tausendjährigen Schlafe erwecken und andächtig beschauen. — Malerisch liegt der „Serail" zwischen dem Bosporus und dem „Goldenen Horn" eingebettet, da, wo ehedem die Akropolis des alten Byzanz stand, welche später das Residenzschloß der mächtigen griechischen Kaiser wurde. An dieser Stelle hatte Muhamed II., der Eroberer, den stolzen Bau aufführen lassen, welcher seit der Regierung Abdul Medjids hü ritfc, jfliegen die Sagen und Märchenbilder aus „Tausend 9 jhfilinitio einot Nacht" in der Erinnerung empor, und wie einst - Al Mi mit der Wunderlampe reiche, kostbare Schätze tief in 57. döbner M M JL itnj«!!!ü£- "i ' ' utcMiijchkn Reiches — an der Quelle echt orientalischen Lebens- üuhSkr Fülle neuer und seltsamer Eindrücke, die im Orient deMiiiHLingeweihten sich überraschend darbieten, hatte sich mir (Singe- gangen ist der Nachtragsetat betreffend die Gehaltsanfbesse- te WG sucht kleine iktlicher ruljign; |ii baldigem Preisangabe c xped. b. Bl. lirtts Zimm nhosstraße zu t an die Etved.! lcht zum 1. obei hleneS MdL», geln kann unH: r übernimmt. ■au Major CtiDi Ostanlage ot ha v'N mnerschied, regte meine Phantasie lebhaft an. Bei dem a ' Ar_M des alten „Serail", welcher in seinem Schooße hinter 1 ......- ~ " 1 — - trauen Sie mir, daß ich Sie mit Freuden schützen werde, und wenn in der Presse mitunter meine Worte anders gedeutet werden, so seien Sie des alten Wortes eingedenk, das ein Kaiser gesprochen hat: Ein Kaiserwort soll man nicht drehen noch deuten. Ich Bitte Sie, aus das stete Vorwärtsstreben und Gedeihen des Lloyd ein Hoch zu bringen, „der Norddeutsche Lloyd lebe hoch!" Stürmische Begeisterung erzeugten diese Worte. Bremen, 22. April. Der Schnelldampfer „Lahn", an dessen Bord der Kaiser sich befand, und die Kaiser-Yacht „Hohenzollern" passirten 12 Uhr 45 Min. den Weserleuchtthurm nach See. Wien, 22. April. Die „Pol. Eorr." versichert aus Grund authentischer Mittheilungen, daß in der diplomatischen Vertretung Rußlands in Wien keine Aende- rung bevorsteht. Mährisch Ostrau, 22. April. In säst sämmtlichen Schachten der Nordbahn ist die Arbeit wieder ausgenommen. Gegenwärtig ruht noch der Bergbau in Zwierzina- die Wichalkowitzer und Witkowitzer Werke sind in vollem Betriebe, ebenso die Karlshütte, Bascka und Friedland. In Mistek brachen Unruhen aus- eine Anzahl Ruhestörer durchzog die Stadt und schlug die Fensterscheiben in von Israeliten bewohnten Häusern ein. Militär stellte die Ordnung wieder her. Pest, 22. April. Die Erlaubniß, den 1. Mai als Feiertag zu begehen, ist hiesigen Blättern zusolge auf die hauptstädtischen staatlichen Etablissements, nämlich die Waggonfabrik und die Hauptwerkstätte der ungarischen Staatsbahnen beschränkt. An 'diesem Tage wird die gesammte Polizeimacht aufgeboten und die ganze Garnison in den Kasernen con- signirt. Der Corpscommandant ertheilte strenge Weisung, bei etwaigen Ruhestörungen sosort mit größter Strenge vorzugehen. Paris, 22. April. Mehrere Zeitungen bringen einen Aufruf, der auch die Handlungsdiener auffordert, au der Manifestation am 1. Mai theilzunehmen. Zur Aufrechterhaltung der Ordnung sind umsassende Maßnahmen getroffen. Die gesammte Polizeimacht wird ausgeboten- die Truppen werden in den Kasernen consignirt und erhalten Verstärkungen aus den Nachbargarnisonen. Ajaccio, 22. April. Nach dem Frühstück aus der Prä- jectur besuchte Carnot namentlich das Hospital und das Bonapartehaus. Die Menge acclamirte und Frauen streuten als Willkomm-Zeichen Reis und Weizen aus den Weg. Später unternahm er eine Rundfahrt durch die Umgebung Der Stadt. Rach dem großen Diner auf der Präseetur fand ein glänzender Empfang aus dem Stadthause statt und daraus eine Abendunterhaltung. Heute begibt sich Carnot nach Bastia. Staffel, 22. April. Henry Stanley hat während seines hiesigen. Aufenthaltes wiederholte Besprechungen mit König Leopold gehabt. Ueber den Inhalt derselben ist noch nichts Authentisches bekannt, aber vermuthlich werden sie sich in der Hauptsache auf die Lage des Congostaates bezogen haben, dessen Protector der König der Belgier bekanntlich ist und worüber Stanley dem Monarchen jedenfalls eingehende Ausschlüsse ertheilt haben dürste. Von der belgischen Hauptstadt aus, woselbst man Stanley mit Auszeichnungen überhäufte, wird sich der berühmte Asrikasorscher in diesen Tagen nach London begeben und harrt seiner in der englischen Hauptstadt ein besonders glänzender Empsang. Rom, 22. April. Der italienische Dampfer „Vespucci" rettete aus der Fahrt nach Chile am 14. d. M. die Besatzung des wracken hamburgischen Schiffes „Adamant". Belgrad, 22. April. Eine Commission höherer Offiziere begibt sich behufs Studiums des Bewassnungs- systems mit Magazingewehren ins Ausland, zunächst nach Rußland, darauf nach den änderest europäischen Staaten. Petersburg, 22. April. In den Petersburger politischen und diplomatischen Kreisen erregt die Angelegenheit des Verkaufs des geheimen Vertheidigungsplanes der denselben einst dem Sultan bei Gelegenheit eines Bündniß- antragS zum Geschenk gemacht. Perlen so groß wie Taubeneier in matten, harmonisch wechselnden Farbentönen, feingeschliffene Diamanten und Türkisen, welche die stolzeste, reichste Fürstin entzückt haben würden, schmückten den zierlich gearbeiteten Thronsessel, welcher vom Künstler aus purem Golde gefertigt und mit allegorischen Figuren cifelirt war. Von dem Throne ab schweifte das Äuge aus die herrlichen Schätze, welche tausendfarbig in den GlaSschränken des unteren Saales schimmerten. Als würdige Folie dienten im Hintergründe den königlichen Schätzen die kostbaren, mit Laubwerk und Palmenwedel durchwirkten Seidenstoffe, welche majestätisch von den Wänden herabwallten und mit schweren Borden und Franzen verbrämt waren. Wie schillernde Lichtpunkte, um die Scenerie wirkungsvoll zu beleben, blitzten aus den gestickten Guirlanden in den Regenbogenfarben köstliche Brillanten und Perlen hervor. Zwischen diesen bizarren Kunstschöpfungen, welche uns wechselvolle, lichtumflosiene Träume aus einem versunkenen Feenreiche vorzugaukeln schienen, hingen malerisch Fächer aus Pfauenfedern, bunt verzierte Lichtschirme und Fliegenwedel aus Straußenfedern, deren Griffe aus Gold und Silber mit brillirenden Steinen besetzt waren. (Schluß folgt.) * Ein gewiffenhafter Steuerzahler. In der jüngsten Rümmer eines Gemeindeblattes macht der Magistrat Folgendes bekannt: „Ein hiesiger Bürger, welcher sich bei der Einschätzung zur Gemeinde-Einkommensteuer zu günstig behandelt glaubt, hat unserer Steuerkasse „zu annäherndem Ausgleich" den Betrag von 360 Mk. eingesandt. Wir bringen diesen Beweis von Gewissenhastigkeit in Steuersachen gern an dieser Stelle zur öffentlichen Keuntniß." O. A. gegeben hat, manche Nachahmung finden. Gestern Abend fand im großen zum Besten der hiesigen Kleinstatt, das sehr gut besucht war ca. 100 Mark erzielte. seit Ostern eingetroffen. Lauterbach, 21. April. Saale des Casinos dahier kinderschule ein Coneert und eine Reineinnahme von Bersrod, 22. April. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben dem Polizeidiener Jakob Hofmann hier, in Anerkennung der von demselben mit Muth und Entschlossen heit und eigner Lebensgesahr bewirkten Rettung der Marie Bach von hier vom Tode des Ertrinkens die Rettungsmedaille zu verleihen geruht. Lauterbach, 20. April. Die bekannte Frühbuche aus der Nordostseite des Eichbergs ist bereits vollständig belaubt, ebenso steht daselbst schon einiges Unterholz im Blätterschmuck. An geschützten Orten blühen seit einigen Tagen die Schlehen; Kirschen, Pflaumen, Birnen re. sind am Aufspringen. Die Entwickelung in der Natur ist bis jetzt, gegen voriges Jahr, 8 Tage vor. Lauterbach, 22. April. Der Storch, welcher seit 2 Jahren hier nicht genistet, ist seit einigen Tagen wieder in seinem alten Neste zu sehen- auch sind vereinzelte Schwalben Maar, 20. April. Vorigen Freitag brannte am Hellen Mittag die Hofraithe des Landwirths Schäfer 111. trotz der thatkräftigsten Hilse säst vollständig nieder. Das Feuer scheint durch einen unglücklichen Zufall entstanden zu fein; der Abgebrannte ist schlecht versichert. totale» titifc provinzielle». Grimberg, 22. April. Zum Amtsrichter bei hiesigem Amtsgerichte wurde der Gerichtsassessor Dr. August Blum zu Darmstadt ernannt. Friedberg, 22. April. Der seitherige Amtsrichter am Amtsgericht Grünberg, Ludwig Bötticher, wurde zum Amtsrichter am hiesigen Amtsgericht ernannt. Friedberg, 22. April Die Thüren und eisernen Thoren unserer Kirche haben seit Herbst 1889 eine gründliche Reparatur und einen neuen Anstrich erhalten. Dieses Ereigniß hat für unsere Kirchengemeinde dadurch einen besonders hohen Werth, daß diese Arbeit auf Kosten eines christlich gesinnten Mannes ausgesührt wurde, welcher vor mehr denn 30 Jahren in der Stattkirche confirmirt worden ist. Der gütige Geber hat seit dieser Zeit viel gesehen, viel erfahren und im Ausland eine hervorragende Stellung sich erworben- er hat aber den Tag feiner Einsegnung in der Stadtkirche nicht vergessen und in dankbarer Erinnerung an denselben diese Arbeit auf seine Kosten ausführen lassen. Möchte das edle Beispiel, das er Darmstadt, 23. April. Die Ankunft der Kaiserin Friedrich steht Donnerstag Vormittag, des Kaisers Wilhelm Freitag Abend, der Kaiserin Augusta Vietoria Samstag Vormittag bevor. Darmstadt, 23. April. Die Königin Victoria von England ist heute Vormittag hier angekommen. Am Bahnhof sand offizieller Empfang statt, die Fahrt nach dem neuen Palais erfolgte in offenem Viererzug unter militärischer Eseorte. Festung Kronstadt großes Aufsehen. Derselbe soll an einen am Petersburger Hose beglaubigten fremdländischen Marinebevollmächtigten um 1200 Rubel verkauft worden sein und zwar durch den Oberftlieutenant Schmidt im russischen Marineministerium. Das aus Zwangsarbeit in den sibirischen Bergwerken lautende kriegsgerichtliche Urtheil gegen Schmidt ist, wie verlautet, durch den Czaren auf Todesstrafe mittels Erschießens abgeändert worden. Ueber die eigeuthümliche Asfaire sind eine ganze Reihe sensationeller Gerüchte im Um aus, denen gegenüber indessen noch Zurückhaltung geboten erscheint. Washington, 22. April. Der Congreß stimmte dem Amendement des Senats, betreffend die Abhaltung der Weltausstellung in Chicago zu. — In Chicago veranstalteten 70000 Arbeiter eine Demonstration zu Gunsten des 1. Mai und der achtstündigen Arbeitszeit. Universität»«Nachrichten. Marburg, 22. «prU. In Anbetracht feiner Verdienst-s- daS UntverfitätSwesen im Allgemeinen, und speciell der hiestgeo verfität, wurde seitens der hiestgen medicinijchen Facultäl dem tragenden Rath im Kultusministerium, Herrn Geh. Regterrurg* Dr. Althof in Berlin, die Doctorwürde verliehen. venmischte». *△ Mainz, 22. April. In einer gestern stattgehabten Versammlung der Mainzer Schuhmachergehülsen wurde von verschiedenen Rednern die Lage im Schuhmachergewerbe hier als eine sehr gedrückte bezeichnet und sowohl eine Lohnerhöhung als eine Verminderung der Arbeitszeit besür- wortet. Die meisten Klagen wurden gegen den Maschinenbetrieb erhoben, der die Handarbeit vollständig erdrückte. Schließlich wurde eine neimglieberige Lohncommission gewählt, die sich mit der Ausstellung eines einheitlichen Lohntarifs beschäftigen und mit den Meistern über die Lohnfrage eine Besprechung herbeiführen soll. Bezüglich des 1. Mai wurde beschlossen, an dem Tage nicht allgemein zu feiern, dafür aber am Abend die projectirte Volksversammlung zahlreich zu besuchen. — Die mit Maschinenbetrieb arbeitenden Schuh- fabritanten von Mainz, Frankfurt, Offenbach, Darmstadt und Bockenheim sind angesichts der Lohnbewegung zu einer Convention zusammengetreten. *△ Bingen, 22. April. Für den Wiederaufbau und die innere Ausstattung der im verflossenen Sommer niedergebrannten Rochuscapelle hat eine kürzlich verstorbene wvhl- thätige Dame 10 000 Mk. testamentarisch vermacht. Dem HoSpital hat die Dame 5000 Mk. letztwillig zugewendet. * Wetzlar, 22. April. Ein sehr trauriger UnglückSsall hat sich gestern Abend kurz vor 7 Uhr aus dem Buttermarkt ereignet. Ein aus dem Dache des früher Paulitzky'schen Hauses arbeitender Dachdeckergeselle stürzte von dem Dache herunter und blieb am Fuße der vor demselben befindlichen hohen Steintreppe liegen. Bei der enormen Höhe, von welcher der Fall erfolgte, waren die Verletzungen (Schädel-, doppelter Beinbruch u. s. w.) derartig schwere, daß der arw Mensch schon wenige Stunden nach feiner Ausnahme j/ Krankenhaus verschieden ist. Der im Hause wohnende Herr Dr. Halbey war sosort zur Stelle und leistete dem Verunglückten den ersten Beistand. Wie wir hören, ftQmn der Mann — fein Name ist Jean Schaf — aus Waldernbach im Oberlahnkreise - er soll 27 Jahre alt sein. W. $ * Marburg, 22. April. Unter der Führung des $errn Oberbürgermeisters Schüler begab sich gestern eine aus allen interessirten Kreisen bestehende Commission nach dem Spiegels- lustthurm, um die Frage der Anbringung des Kaiser- Medaillons und der Gedenktafeln für die im fttieqe 1870—71 gefallenen Söhne Marburgs ihrer enbgl(tigen Lösung eutgegenzusühren. Mau einigte sich denn auch dahin, beides an der Vorderseite, d. h. der der Stadt gekehrten Seite des Thurmes und zwar unterhalb der ersten Terrasse des Hauptgebäudes anzubringen, in einer Höhe, bjc es Jedermann ermöglichen wird, die Namen der Gefallenen bequem zu lesen. Im Weiteren fei bemerkt, daß der Thurm nur noch einige Tage offen steht, bann aber dauernd geschlossen wird, so daß ein Besuch desselben nur gegen vorherige Entnahme des Schlüssels erfolgen kann, dessen Aufbewahrungsorte (es sollen mehrere errichtet werden) alsdann bekannt gegeben werden. Die vollständige Fertigstellung unb Einweihung dieser Zierde für Marburgs Umgebung erfolg; in der zweiten Hälfte des Monats Juli. * Spende des Kaisers für die Diesterweg-Stiftung. Der Kaiser hat dem Kuratorium der Diesterweg-Stiftung in Berlin aus seiner Privatschatulle 10000 Mark für das Diesterweg- Denkmal überwiesen. * Berlin, 19. April. Zur Annahme des Geschenkes von 60 000 Mark, welches Herr Rudols Masse seiner Baterstch Grätz zur Erbauung eines allgemeinen städtischen Fronten Hauses gemacht hat, ist die kaiserliche Genehmigung nunuich erfolgt, so daß der Bau demnächst in Angriff gen,nimm werden kann. * Hanau, 20. April. Vor einigen Monaten ist bei I Wachenbuchen eine Petroleumquelle entdeckt worden I Die Bohrungen, welche während des Winters eingeftelli waren, sind jetzt wieder ausgenommen worden. Eine Don- munder Gesellschaft hat das nöthige Betriebsmaterial, eine Dampsmaschine und Facharbeiter gestellt. * lieber das Ende eines braven Mannes berichtet die „N. Züricher Ztg.": Wer denkt wohl noch an die glückliche Errettung des Gotthardtschnellzuges in der Nacht von 31. October 1887 durch den wackeren Bahnwärter Joiki Maria Näpfli, der bei der Tellsplatte ftationirt war. Dieje großartige That wurde damals allgemein besprochen uud fa)t alle schweizerischen Zeitungen brachten Notizen darüber uno I befangen den braven Mann. Näpfli hatte feinen Dienst k- I endet, als er hinter sich ein Gepolter und Getöse hörte. E» I war eine dunkle, regnerische, stürmische, kalte Nacht, und iv I ist sicherlich das Zeichen eines großen Pflichtgefühls, daß n, I ohne sich zu besinnen, eiligst nmkehrte, um der Ursache dei I soeben vernommenen Geräusches nachzuforschen. Im Sil I schritt kam er zu der Brücke vor dem Axentunnel- diese idqi I von heruntergesallenen Steinen sammt Schienen in den I geschlagen worden. Er zitterte, als er den offenen Abgm! I und dicht daneben den rollenden See gewahrte, beim es toa: I schon 11 Uhr und der Zug kynnte jeden Augenblick eintreffen. In fieberhafter Ausregung rannte Näpfli zuu I nächsten Glockcnsignal, gab dort das Zeichen „alle Züge aus- I halten", sprang sofort zurück, umging kletternd den Ort, n» I die Brücke weggerissen war, kam in den Axentunnel, legt! I mehrere Knallkapseln aus die Schienen, gab mit feiner Catern, I in welche er das rothe Glas gesteckt hatte, heftig schwingen! I das Nothsignal zum sofortigen Halten. In diesem Augen I blicke leuchteten ihm die brennenden Augen der Cocomotitx I entgegen, sein Ohr hörte den markerschütternden Schrei bei I Locomotivpfeisc, ächzend und pustend kam der Zug heran un! I hielt gerade vor dem Ausgang des Tunnels, knapp vor de: I weggerissenen Brücke. Nur noch wenige Secunden und 20t Menschen hätten im Vierwaldstädtersee ihr nasses Grub gk I sunden. Nun hätte sich Näpfli gewiß zur Ruhe in sein ein I sames Wärterhäuschen zurückziehen bürfen, denn er wo völlig durchnäßt, fein ganzer Körper durch dte große Är. I strengung und die bange Beforgniß und Aufregung ermüde! I Er hals aber noch die Nothbrücke schlagen und umladen uü I kam erst um halb 6 Uhr Morgens nach Hause, uni trocken I Schuhe und Strümpfe anzuziehen und dann sofort wieder a die Arbeit zu gehen. Für diese That erhielt Näpfli von de I Verwaltung der Gotthardtbahn eine Belohnung von Hunde l Franken unb von einem Insassen des geretteten Zuges ebeni viel. Seit jener Nacht war Näpfli, vordem ein gesund« I Mann von 32 Jahren, nie mehr gesund- er blieb noch ik Dienste bis zum Mürz vor. Jahres, wo ihm der Arzt su I drei Monate den Dienst untersagte. Hiernach arbeite I Näpfli wieder zwei Monate, aber unter fortwährende I Schmerzen, hauptsächlich bei der Nachttour. Es legte ch I wieder aufs Krankenbett und von da an lebte er uod) anbec I halb Monate unter unsäglichen Schmerzen. Er hinterllE I eine junge Wittwe und 4 kleine Kinder, von denen do I älteste 8 Jahre, das jüngste einige Monate alt ist- I Wittwe, die mittellos in Schattdorf (Ct. Uri) lebt und outf I Seidenweben sich und ihre 4 Kinder durchzuschlageu sum I richtete eine Bittschrift an die Gotthardtbahn-Direction ur I es wurde ihr für die Dauer von fünf Jahren (1890—1$ I eine jährliche Unterstützung von 150 Fres. gewährt. wher Uni' .fioelh“* 1 * * * * * *«11,1 jU pckkehk' _ Portos hrm Ltaatssecr Slim Z-U'-i %ncto S-n u tan Gin» »»L®*1 h»a Deutschen März 1890 ai Gegen dem lohnet. Johl geboren am 1 Merlenbach, n Untersuchungs verhängt. Es wird r hasten und r Wetzlar abzr Limburg. Bnigüche h deschrei^ Statur: mitt Haare: braut brauen: brat Zähne: fehler Sprache: braun, Auger »ähnlich, Km । gesund. - 1 schlotteriger E Donnerst Nach, I sollen auf dem i freiwillgts Anfui ! Ktttve, ged. Z . Grmcktmg Gießt i Nm 8 Nr. 708, raithe (Felds 9lux 8 3h. 94‘ daselb öffentlich meist! Gießen, 23. S Hroßh. j i I I o i Heil 1®Ä ‘"Miet Auch,°leiq «We dünung^Sen Montag Nach men in der L Mu Mdus! 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En Betriebsinatkr^ ittt. i Mannes bei. )l noch an die: in der ien Bahnwär!: e stationirt Iüm, lein besprochen i n Notizen dein hatte seinen r und Getöse |r che, kalte Nch,^ i Pslichtgesühlö,: te, um der Uri: hzusorschen. ,) i Axentunnel i h ;t Schienen in l er den offenen i gewahrte, bar in Allendorf (Lahn) „ Mten-Buseck „ Annerod „ Garbenteich „ Grüningen „ Hausen „ Heuchelheim „ Kinzenbach „ Klein-Linden „ Lützellinden „ Rödgen „ Steinberg „ Trohe „ Watzenborn „ Beuern „ Großen-Linden „ Leihgestern „ Hörnsheim „ Hochelheim „ Großen-Buseck „ Oppenrod „ Burkhardsfelden „ Krofdorf „ Gleiberg „ Launsbach „ Wismar „ Langgons „ Langsdorf 4Üttte: braun, Stirn: frei, Augen- b'taoutii braun, Nase: gewöhnlich, ZMlie: fehlerhaft, Gesicht: länglich, ELprach': —, Kleidung: —, Bart: dÄW, Augen: braun, Mund: ge- wtiPich, Kinn: rund, Gesichtsfarbe: 9 einnb. — Besondere Kennzeichen: scWttediger Gang. 3674 Freiherriich Riedesel schen in Lauterbach ist zu haben 3341 Spiegeleisen 187 858 Tonnen, Bestemerroheiseu 39 941 Tonnen, Thomasrohetsen 144 489 Tonnen und Gießereiroheisen 44 660 Tonnm. — Die Production im März 1889 betrug 380 500 Tonnm, im Februar 1890 362 026 Tonnen. — Dom 1. Januar bis 31. März 1890 wurden producirt 1 153040 Tonnen gegen 1082 523 Tonnen im gleichen Zeiträume des Vorjahres. — DaS Umpfropfen -er ObstbLnme. (Nachdruck verboten.) Der April ist die Zett, wo man ältere Obstbäume, welche nur geringwerthige Früchte tragen, umpfropft, um hierdurch die Erträge, besonders der Güte nach, ungemein zu steigern : wir erinnern deshalb die Landwtrthe und Gartenbesitzer an die großen Vortheile dieses Verfahrens, denn wohl in jedem Obstgartm finden sich Bäume, derm Kraft durch eine bestere Sorte höher auszunützen ist. Die Arbeit selbst muß von einem Gärtner ausgeführt werden. — Die Bedeut««- der Dtehdecken. (Nachdruck verboten.) Jeder plötzliche Wechsel der Temperatur ist von unangenehmen Folgen für die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit unserer Hausthiere, so auch der plötzliche Wechsel der Stallluft mit der frischen Frühjahrsluft beim Hinaustreiben des Viehes auf die Weide. Besonders bemerkbar macht sich dieser Einfluß durch das Zurückgehen der Milch- erträge unserer Milchkühe. Oft vergehen Wochen, ehe diese auf der Weide die alte Höhe wieder erreicht haben. Ein ausgezeichnetes Mittel, um diese Verluste zu verringern, sind die Viehdecken. Viele Versuche hatten gezeigt, daß die Ausgaben für solche Deckm schon im ersten Jahre wieder ausgeglichen wurden durch den Mehrertrag an Milch. Aber auch für Masttbiere habm die Decken große Bedeutung und machen sich durch schnelleres Z«nehmen des Körpergewichts der Thtere schnell bezahlt. sowie Georg Costes Bohnerniasse allein ächt bei: ______________Friedrich Seibel, Mäueburg 13. Herrn Ludwig Schwarz. „ Kaufmann Drcyfuß. „ Löb Isenberg. Frau Johannes Feller I. Wittwe. Herrn Jacob Bender. Herrn Philipp Feuser, Gaftwirth. „ Friedrich Pfaff, Gaftwirth. „ Philipp Bechtold, Kramer. „ Konrad Weil III., Kramer. „ Christian Köhler IV. „ Hermann Klippstein. „ Nathan ©tiefe l. cn städtischen r Genehmig^, in Angriff» Schiffs-Bewegung der Postdampfschiffe der Hamburg-Amerikanischen Packetsahrt-Actim- Gescllschaft. verkehr, Land- unO -Portofreiheit im Mobilm ach««gAfalle. Nach einer mit < ecretär t)e§ Reichspostamts getroffenen Vereinbarung scillmi Falle einer Mobilmachung der kaiserlichen Marine den An- g-iMgin derselben für die zur Beförderung durch die Feldpost ge- eiW'lkv Sendungen die Portofreiheit, bezw. Portoermäßigung in b'ibn gleichen Umfange gewährt werden, wie dies in dem $ 25 der F HÄnvfi Dienstordnung für die Angehörigen des mobilen Landheeres vioi^tn ist - Nach den statistischen Ermittelungen des Vereins deutscher E lifis- wnd Stahlindustrieller belief sich die Sioheisenproduciio« d Qmtschen Reiches (einschließlich Luxemburgs) im Monat SDWiq 1890 auf 416 948 Tonnen, darunter Puddelrohetsen und ««Miche Berka«sSstellen für Poftwerthzeichen befteben: in Gießen bei " Simlmrg, 22. April. (Fruchtmarkt). Rother Weizens 17-30, weißer Wetzen X 00.00, Korn X CO 00, Gerste X 00.00, Hafer X 8.45, Erbsen X 00.00, Kartoffeln X 0.00. Steckbrief. digim den unten beschriebenen Tage- ü cher, Johan» Jost Schröter, gietiortr am 17. September 1831 zu 5 Merlbach, welcher flüchtig ist, ist die T!Unlttsnchungshast wegen Diebstahls v.«Pngt. kö wird ersucht, denselben zu ver» hl tasten und in das Gefängniß zu ^Letztvr abzuliefern. Limburg, den 19. April 1890. Klägliche Staatsanwaltschaft. I A.: Hagemann. de s»ch r e i b u n g: Alter: 58Jahre, iver ,0 dunkelfarbig (Bayr. Brauart) „ empfiehlt: Bier der Actien-Brauerei Gießen: Lagerbier., bellfarbig (Wiener Brauart) per Flasche 18 ^Stiftung 3| " sür das Buxkin, Kammgarn und Cheviots, reine Wolle, nadelfertig, ä Hk. 1.95 per Meter bis 7.85 versenden direct an Jedermann das Buxkln-Fabrlk-Dep8t Oettinger & Co-, Frankfurt a.M. Muster-Collect. umgeh, franco. 1168 Sor ncretag den 1. Mai, Nachmittags 3 Uhr, farflkn auf dem hiesigen Ortsgericht auf frTMtytS Ansuchen die der Karl Strand ÄÄitti«!, geb. Jacobi, gehörigen, in der (SMmiiking Gießen gelegenen Immobilien : 8 Mr. 706/ia — 453 Meter Hos- ratthe an der Rodheimerstraße (Feldschlößchen), Müii 8 Mr. 94Vm - 507 Meter Wiese daselbst öfWlick meistbietend versteigert werden. i6i(6er,i, 23. April 1890. Großh. Ortsgericht Gießen. I. A. Jomtag den 28. April, Nachmittags 2 Uhr, foffllm in; der Wohnung der verstorbenen MrtnDl öbutz Wittwe, Restauration SnÄit. lÄicherstratze 21, die zu deren NÜnjlaß gehör. Gegenstände, namentlich: ltfche, Stühle, Sopha, Spiegel, Silber, zwei einthür. ldletder» f-rünke, Eommode, «onsol, Ssschschrank, «üchenschrank, Semflelle« f. gute Aedervetten, »eiitzreug, Küchengefchirr «nd leNftt-e» peiMlzellt werden. Tilnmtliche Gegenstände s. g. erhalten Im Auftrag: J. Rothenberger, Ger.-Larator. 3696 «erden innerhalb 4—8 Tagen gewaschen oder gefärbt und aus „Neu" ap- pretirt. In allen übrigen, in die moderne Färberei und chem. Wäscherei einschlagenden Arbeiten halte ich mich bestens empfohlen. 3413 »Nertannt vorzügliche Leistungen ganzen Gebiet dieser Braucht. Louis Braubach, Neuenweg 4. Vermittlungen nimmt entgegen Frl. Louise Roth, Souneuftr. Die letzten Neuheiten in Wen, Bändern, Gazen, Tüllen, Spitzen, Blumen, Zedern etc. find eingetroffen und empfehle solche in großer Auswahl zu billigsten Preisen. „ Bürgermeister Roth. Frau Joh. Gg. Müller, Wittwe. Herrn L. Frank, Kaufmann. Llngefaabt. Nlpher Unfug und Zerstörung wird bedauerlicher Weise in Glasur noch zu häufig verübt, ohne daß es der Polizei gelänge, benibtr die Uebelthäter zu ermitteln und der wohlverdienten Strafe 8Lp ärÄiefern. L-sonders heimgesucht ist die obere Ludwigs- und Wilhelms- st liiU wo den Hausbesitzern schon seit Jahren durch Umbrechen und gtipiM-s Zerstören der Gartenzäune bedeutender Schaden zugefügt »irfcl, non zerstörten Straßenlaternen gar nicht \u reden liefe Gegend unserer Stadt bedürfte zur Rachtzeil einer viel a: rnixD Unteren Aufsicht, al« solche seither daselbst geführt wurde. Kir hoffen, daß diese Notiz genügt und unsere löbl. Polizei- »etmllumg veranlaßt, ein wachsameres Auge auf diesen Stadttheil lijnttti®. Herrenhemden Maaß iiÄtini bester Ausführung mit rein ^leilmMsatz von Mk. 3—. an €rebrt< „Dania", von ^i-wyork, am 14. April in Hamburg angenommen. „Scanbia", von Hamburg nach 9tewyork, am 15. April von Havre weitergegangen. ^Slavonia', am 16. April von Stettin nach Newyork abgegangen. „Gellert", am 17 Avril von 9tewyork nach Hamburg abgegangen. „Augusta Victoria", von Hamburg nach Newyork, am 18. April von Southampton weitergegangen. „Rugia", von Newyork nach Hamburg, am 20. April Scilly passirt. „California", von Newyork, am 20. April in Hamburg angekommen. „Moravia", von Hamburg nach Newyork, am 20. April Dover passirt. „Wieland", am 20. April von Hamburg nach Newyork abgegangen. „Alle Hamburg nach Newyork, am 21. April ip London „Amalfi", von Hamburg, am 13. April in Newyork „Steinhöft", von Hamburg, am 14. April in Newyork „Taormina", von Hamburg, am 15. April in Newyork „Bohemia", von Hamburg, am 17. April in Newyork „Columbia", von Hamburg, am 18. 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April 1890. , .^3] Zwei gut erhaltene Neuster, \ n»rettettno^' hoch, 1,12 m breit, sind preisw. Pi, ^enwe8 41 I. W tAüflige Gelegenheit. ' ' ,». iln gutem Zustande erhattene um« Keaelbah« lC ur> 6'- ist MslöndeHalter preiSwerlh zu verkaufen, .lebte er"'', Wttto Müller, „Hamburger Hof", ial ßi v< E Wtntrop b. Lauterbach (Oberheffen). M Ü:> ■ Mügn gleichzeitig mein Lager hoch- Aindel/ . fei-fim S'trre«.Ml-hLte aus der Fabrik Monate 0 bei* hlrnen M. & B. Wegner in em- iiri) lebt - ,.pfe*b€:6rinnerung. EleganteSOMMe,- ’ tzSM-rrtra leicht, billige Preise. s,,rdhUI '»» nimmt Bestellungen »ach Maß- »n.i,K emtgegen und sichert prompte Be- diesmus zu 1364z] D. O. ■'V* - Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Die heutige Nummer umfaßt 6 Sette«. miethen. Alicestraße 22, part. 8000.- 4 23930-* vermietben- Körners Garten günstigen Bedingungen. W Re«! Neu! Näheres Promenadehaus. 101.50 Tendenz: fest. 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