Nr. 20. 18^0 Freitag den 24. Januar Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener AnmirienötLiter werden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener A nzeig er Kenerat-Unzeiger. Vierteljähriger ASonnemeutspreiBr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Psg. Rcdaction, Expedition und Druckerei: Kchntstraße Ar.I. Fernsprecher 51. Amts- unb Anzeigeblatt für den Nreis Gieren. GraLisöeikage: Gießener AKmikienMtLer. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. Alle Annoncen-Burcaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. 2lmtlid?er Theil. Bekanntmachung, betreffend Feldbereinigung in der Gemarkung Ruttershausen. Bei der am 13. L M. zu Ruttershausen vorgenommenen Abstimmung über den von Großh. Kreisamt Gießen gestellten Antrag auf Ausführung der Feldbereinigung und Anlage von Wegen in den Baumstücken in der Gemarkung Ruttershausen haben 20 Grundeigenthümer, welche zusammen 487,124 Qm Fläche besitzen, gegen den Antrag gestimmt. Da die Gemarkung Ruttershausen zusammen 151 Grundbesitzer und ausschließlich Wald und Hofraithen einen Gesammtflächengehalt von 2,288,172 Dm hat, so gilt in Gemäßheit des Art. 3 des Gesetzes über die Feldbereinigung vom 28. September 1887 der gestellte Antrag als angenommen. In Gemäßheit des Art. 11 des angeführten Gesetzes bringe ich dieses Abstimmungsergebniß unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß, daß das aufgenommene Protokoll in der Zeit vom 25. bis einschließlich 31. l. M. auf dem Amtszimmer der Großh. Bürgermeisterei Ruttershausen offenliegt, und daß Einwendungen gegen die Zulässigkeit oder Nechtsbeständigkeit des Ergebnisses binnen 14 Tagen, von der Veröffentlichung der Bekanntmachung im Kreisblatt an gerechnet, mittels schriftlicher Beschwerde bei der Großh. Oberen land- wirthschaftlichen Behörde zu Darmstadt geltend zu machen sind. Gießen, am 22. Januar 1890. Der Commiffär: Nebel, Amtmann. Bekanntmachung, betreffend Vertilgung der Eichhörnchen, Raben und Häher in den Gemeindewaldungen. Da die Eichhörnchen und Häher sich neuerdings wieder in einer Weise vermehrt haben, daß sie erheblichen Schaden anrichten, und da auch die Raben trotz den im vorigen Jahr durchgeführten Maßregeln noch immer in übergroßer Zahl vorhanden sind, werden sämmtliche Pächter von Gemeinde- Waldjagden des Kreises, soweit dieselben nicht zum Bezirk des Forstamts Friedberg gehören, in deren Pachtverträgen sich die folgende oder eine ähnliche Bedingung findet: „Der Regierungsbehörde bleibt vorbehalten, wenn sie es im Interesse der Landescultur nöthig und die Ausübung der Jagd Seitens der Pächter nicht ausreichend findet, weitere Anordnung zur Vermeidung schädlicher Thiere zu treffen 2c." hiermit aufgefordert, die Eichhörnchen, Häher und Raben in ihren Jagdbezirken längstens bis 15. April l. I. angemessen zu vermindern, widrigenfalls (bei ungenügendem Vollzug) die Forstwarte mit dem Abschuß dieser Thiere beauftragt werden. Bezüglich des im Frühjahr vorzunehmenden Abschusses der brütenden Raben und Häher auf den Nestern behalten wir uns weitere Verfügung vor. Gießen, am 17. Januar 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Gießen, den 17. Januar 1890. Betr.: Wie vorher. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien der wald- befitzenden Gemeinden deS Kreise- mit Au-- nahme derjenigen, welche zum Bezirk des Forstamts Friedberg gehören. Wir beauftragen Sie, den in Ihren kürzlich eingesandten bezüglichen Berichten aufgeführten Pächtern von Gemeinde- Waldjagden, vorausgesetzt, daß in den Verpachtungsprotocollen die oben angegebene Bedingung vorkommt, je ein Exemplar der Ihnen demnächst zukommenden besonderen Abdrücke der vorstehenden Bekanntmachung alsbald zuzustellen und Bescheinigung hierüber zu Ihren Acten zu nehmen. Vom Befolg dieser Verfügung werden wir uns demnächst überzeugen. v. Gagern. Bekanntmachung, die Nachsuchung der Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst auf Grund von Schulzeugnissen betreffend. Diejenigen jungen Leute, welche auf Grund ihrer Schulzeugnisse die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst nachsuchen wollen, werden hierdurch aus die nachfolgenden, bei Anbringung der Gesuche zu beachtenden Vorschriften mit dem Anfügen aufmerksam gemacht, daß hiernach unvollständige Gesuche ohne Weiteres zurückgegeben werden. 1) Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs- Commission nur dann einzureichen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum Hessen gestel- lungspslichtig ist, d. h. seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2) Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst darf nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr und muß spätestens bis zum 1. Februar des Jahres nachgesucht werden, in welchem der sich Meldende das 20. Lebensjahr vollendet. Der Nachweis der Berechtigung zum einjährigen Dienst ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. April desselben Jahres zu erbringen. 3) Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und ist hierzu ein Bogen in Actensormat (nicht Briefpapier) zu verwenden. Auch erscheint es zwecks dienlich, wenn die nähere Adresse angegeben wird. 4) Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a) Geburtszeugniß; b) ein Einwilligungs-'.Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über Bereitwilligkeit den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten, sowie die Kosten für Wohnung und Unterhalt zu übernehmen. Die Fähigkeit hierzu ist obrigkeitlich z'u bescheinigen; c) ein Unbescholtenheitszeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen (Gymnasien, Realgymnasien, Ober-Realschulen, Progymnasien, Realschulen, Realprogymnasien, höheren Bürgerschulen und den sonstigen militärberechtigten Lehranstalten) durch den Director der Lehranstalt, für alle übrigen jungen Leute durch die Polizei-Obrigkeit oder ihre vorgesetzte Dienstbehörde auszustellen ist; d) das Schulzeugniß. Sodann wird noch besonders bemerkt: Zu pos. b: daß in dem Einwilligungs-Attest die Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt sein muß. Zu pos. d: daß die Schulzeugnisse, mit Ausnahme der Reifezeugnisse für die Universität und die derselben gleichgestellten Hochschulen und Reifezeugnisse für die Prima der Gymnasien, Realgymnasien und Ober-Realschulen, sämmtlich nach dem Schema 18 zur Wehr-Ordnung vom 22. November 1888 — Reg.-Bl. Nr. 5 von 1889 — ausgestellt sein müssen. Im Uebrigen wird auf die Bestimmungen der §§ 88, 89, 90, 93 und 94 der angeführten Wehr-Ordnung verwiesen. Großh. Prüsungs - Commission für einjährig Freiwillige zu Darmstadt. Der Vorsitzende: Dr. Zeller. Apolitische Ueversicht. Gießen, 23. Januar. Die Rückkehr des Fürsten Bismarck nach Berlin wird spätestens für nächsten Montag, den Geburtstag des Kaisers, erwartet. Im preußischen Abgeordnetenhause nahm am Dienstag die Generaldebatte über den Etat ihren Anfang, doch sprachen an genanntem Tage nur drei Redner, nämlich Abg. v. Huene für das Centrum, Abg. v. Zedlitz für die Freiconservativen und Abg. Rickert für die Freisinnigen. Der Ccntrumsredner enthielt sich einer eingehenderen Kritik des Staatshaushalts- Entwurfes, doch gab er in verschiedenen Punkten desselben seine Zustimmung zu erkennen. Dagegen beklagte er die .......................... ■- Feuilleton. An Bord- Maritime Plaudereien von Dr. S. (Fortsetzung.) Die Schiffsverpflegung ist im Allgemeiren eine gute und reichliche, namentlich für Denjenigen, welcher die hocheleganten Salondampfer benutzt und in der ersten Cajüte fährt. Die Speisekarte gibt da an Gute und Mannichfaltigkeit der Speisen oft derjenigen in den feinsten Restaurants unserer Großstädte nicht das Geringste nach und der Wein, den man in diesen schwimmenden Oceanhotels bekommt, ist meist unübertrefflich. Das Eis bietet ein vortreffliches Mittel dar, die Speisen und Getränke, auf den Schiffen selbst unter der Aequatorlinie stets frisch zu erhalten. Ich habe, fünfhundert Meilen vom Lande entfernt, die ausgezeichnetsten Erdbeeren und in einer Entfernung von tausend Meilen die herrlichsten Ananas gegessen und gegenüber der irischen Küste^ wurden mir einmal Limonen ausgetragen, die aus San Francisco stammten und die eben erst vom Baume gepflückt zu sein schienen — so frisch schmeckten sie. Selbstverständlich kann man auch alle möglichen Gemüse erhalten und sich z. B. mitten im Ocean an den zartesten Spargelu delectiren, vorausgesetzt freilich, daß man nicht von der Seekrankheit geplagt wird. Das Essen an Bord ist für den in diese Kunst noch nicht hinlänglich Eingeweihten mit bedeutenden Schwierigkeiten verknüpft, besonders wenn die See einigermaßen hoch geht. Du sprichst noch soeben beim Diner gemüthlich mit Deinem Gegenüber, als dasselbe Plötzlich in Folge einer .Schiffsbewegung bis zur Decke emporsteigt, nach einigen Augenblicken wendet sich aber das Blatt und Du selbst wirst nun in derselben fast beängstigenden Weise emporgetragen. Da dieses Auf- und Niedersteigen des Schiffes zugleich mit einer abwechselnden Vorwärts- und Rückwärtsbewegung desselben verbunden ist, so dürfte hieraus erhellen, daß es eines nicht geringen Geschickes bedarf, um die Suppe in den Mund zu bringen, ohne sie aus den Unaussprechlichen zu verschütten oder das gefüllte Weinglas bis an den Mund zu führen, ohne die Hälfte davon auf das Vorhemdchen zu gießen, welche kleinen Fatalitäten Anfängern in der „Tischeßkunst" an Bord nur zu häufig begegnen. Was nun das Capitel der Zerstreuungen und Vergnügungen an Bord anbelangt, so ist dasselbe selbstverständlich minder inhaltsreich als zu Lande, aber es enthält dafür um so originellere Seiten als zu Lande. Für den, der zum ersten Male eine Seereise unternimmt und auch sonst noch keine Gelegenheit hatte, an Bord eines Seeschiffes zu weilen, bietet schon das Schiff selbst eine ganz neue Welt dar und der Neuling hat da in Hülle und Fülle Gelegenheit, sich die Zeit zu vertreiben. Aber auch für den, welchem das Schiff und seine Einrichtungen, die Manöver der Mannschaft u. s. w. nichts Neues sind, bietet sich stets Gelegenheit, seine Zeit au Bord auszufüllen, ohne daß er immer gleich zum Becher und zur Karte zu greifen braucht. Eine sehr nützliche und dabei unterhaltende Unterhaltung auf hohem Ocean ist der Fischfang, vornehmlich in den tropischen Meeren. Dieselben enthalten die seltensten, oft in den wundervollsten Farben schimmernden Fische, welche das Schiff, jedenfalls durch die Abfälle angelockt, stunden- und tagelang begleiten und die Passagiere können da die glänzenden Flossenträger in aller Muße betrachten und deren Fang betreiben. Zwei der sarben- schimmerndsten Repräsentanten der Fischwelt in den Tropenmeeren bilden der rothe und blaue Bonit und namentlich das Goldauge, welches für gewöhnlich gelb erscheint, mit einem hellgrünen Schimmer, der sich aber in einen wunderbaren violetten Schein verwandelt, je mehr sich dieser Fisch der Wasseroberfläche nähert; daneben liefern die Quallen, Medusen, Seesterne u. s. w. durch ihre mannichsaltigen Farben wie auch durch ihre seltsamen äußerlichen Formen, dem Beschauer ein stets anziehendes und abwechslungsreiches Bild aus der Meeresfauna. Den Fischfang an Bord betreibt man mittels der Angel und mittels der Harpune. Der Fang mit der Schiffsangel, beiläufig gesagt, ein 200 bis 300 Fuß langer und saft fingerdicker Strick, der in einem Kuferdraht endigt, an welchem ein eiserner Haken befestigt wird, ist gebräuchlicher und auch bequemer als derjenige mit der Harpune, deren Handhabung eine ungewöhnliche Geschicklichkeit erfordert; das edelste Wild des Meeres, auf welches man mit der Angel von Bord aus Jagd macht, ist der Haifisch, der mit Recht gefürchtete „Tiger des Meeres". Man pflegt sich diesen Raubfisch vielfach als ein colossales Ungeheuer von ungeschlachten Formen vorzustellen, aber diese Annahme ist durchaus irrig, vielmehr besitzt der Hai eine schlanke, gefällige Gestalt und seine Bewegungen im Wasser sind elegant und ungemein schnell - allerdings erreicht er eine höchst respectable Länge und sein colossaler, mit mehreren Reihen starker, spitzer Zähne besetzter Rachen bekundet hinlänglich seine bekannte Gefräßigkeit wie auch Gefährlichkeit. Der Fang dieses Fisches bietet ein ebenso aufregendes wie interessantes Schauspiel dar- sobald er in Sicht kommt, wird die Angel ausgeworfen, die aber in diesem Falle aus einem beinahe armdicken Taue besteht, an welchem man einen Ochsen aufhängen könnte. Als Lockspeise wird ein Schinken oder ein großes Stück gepöckeltes Rindfleisch an den Haken gehängt. (Fortsetzung folgt.) fortdauernde „Schuldenmacherei" im Reiche und äußerte die Befürchtung, daß hierdurch das preußische Budget ungünstig beeinflußt werden könnte. Entschieden sprach sich Herr v. Huene gegen die Aushebung der landwirthschaftlichen Zölle aus, begrüßte sympathisch die signalisirte Reform der Einkommensteuer und bekundete schließlich auch seine Sympathie für die geplante Beamtengehaltserhöhung. Der freiconser- vative Redner, Herr v. Zedlitz, erklärte sich für befriedigt von dem Finanzzustande Preußens, doch meinte er, unter Berührung der mißlichen Verhältnisse im Osten, daß dieselben für die künftige Gestaltung des Etats nicht gleichgülrig sein könnten. Herr v. Zedlitz entwickelte dann specieller seine steuer- und wirthschaftspoliüschen Anschauungen und sprach er sich in ihrem Verlaufe für eine rationelle und durchgreifende Steuerreform aus. Schließlich befürwortete er eine entschiedene Ausbesserung der Lage der Beamten. Vorwiegend vom oppositionellen Standpunkt aus waren die Rickert'schen Ausführungen gehalten, obwohl der freisinnige Redner ebenfalls 'eine Befriedigung über die Finanzlage in Preußen äußerte. Scharf wandte sich Herr Rickert gegen die Steuerpolitik der Regierung, speciell gegen den jetzigen Modus der Steuerein- chätzung. Alsdann ging er zu breit angelegten Angriffen ruf das gesummte Wirthschaftssystem des Reichskanzlers über, rrörterte weiter die Lage der Elementarlehrer und schloß mit der Aufforderung an das Haus, seine Aufgaben unter gleichzeitiger Berücksichtigung des Freiheitsbedürfnisses des Volkes und der scharf angespannten Steuerkraft des Landes zu lösen. Zur Beurtheilung der erneuten und weitgehenden Forderungen der deutschen Bergleute ist die Veröffentlichung der preußischen Denkschrift über die Bergarbeiter - Verhältnisse gerade zurecht gekommen. Sie läßt, soweit sie eben zur Veröffentlichung gelangt ist, die hauptsächlichsten Wünsche und Forderungen der Bergleute und weiter im Allgemeinen deren wirthschaftliche und sociale Lage erkennen und es geht aus den Mittheilungen der Schrift hervor, daß die Arbeiter in verschiedenen Punkten gerechte Veranlassung zu ihren Klagen hatten und wohl auch noch haben. Aber anderseits bekundet die Denkschrift auch, daß namentlich die jetzt erhobene Forderung der Bergarbeiter einer 50 procentigen Lohnerhöhung durch die bestehenden Verhältnisse keineswegs gerechtfertigt erscheint, und derartige auf die Spitze getriebenen Forderungen müssen aus die allgemeinen Sympathien für die Bergleute ebenso abkühlend wirken, wie die sich in ihren Reihen immer schärfer ausprägende socialdemokratische Strömung. Uebrigens sind jetzt auch die sächsischen Bergarbeiter mit ähnlichen Forderungen wie ihre preußischen Kameraden hervorgetreten. Die russischen Kosaken-Regimenter haben eine neuerliche Verstärkung erfahren, indem ein Ukas des Czaren die Zahl der im Kriegsfälle von den Don'schen Kosaken zu stellenden Ersatz-Regimenter um vier erhöht. — Der Bericht über die gestrige Reichstagsfitzung ging uns so verspätet zu, daß wir denselben in vorliegender Nummer nicht mehr aufnehmen konnten; derselbe wird in der nächsten Nummer veröffentlicht werden. Redaction. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Darmstadt, 22. Januar. Wegen des Ablebens Seiner Durchlaucht des Fürsten zu Schwarzburg-Rudolstadt ist aus Allerhöchsten Befehl eine Hoftrauer von acht Tagen angeordnet worden, welche mit der zur Zeit bestehenden getragen wird. Berlin, 22. Januar. Der Kaiser fuhr Morgens am „Hotel Petersburg" vor, um sich nach dem Befinden v. Franckensteins zu erkundigen. Um 11 Uhr meldete Frhr. v. Huene dem Kaiser das erfolgte Ableben. Morgen früh ist ein Trauergottesdienst in der Hedwigskirche, worauf der Sarg nach Schloß Ullstadt übergeführt wird. — Für den Herzog v o n A o st a legt der Hof vierzehntägige Trauer an. — Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die bereits in ihren wesentlichen Theilen bekannte Acte der Samoa- Conferenz in deutscher und englischer Sprache. Berlin, 22. Januar. Das „Armeeverordnungsblatt" veröffentlicht einen Erlaß des Kaisers, wonach die Cavalleric nach Maßgabe der verfügbaren Mittel mit Stahlrohrlanzen auszurüsten ist und die leichte Cavallerie fortan Lanzenflaggen nach den für die Kürassier- und Ulanenregimenter festgesetzten Proben zu führen hat. Hamburg, 22. Januar. Der „Corresp." meldet über den Strike der Trimmer und Feuerleute: Der größte Theil der Antwerpener Ersatzleute ist wieder abgereist, nachdem er von den Strikenden mit Lebensmitteln reichlichst versehen worden. Die Abreise verlief ruhig. Wie verlautet, kommen heute Abend 30 Leute von Stettin für die Packet- sahrt an, welche für diese Gesellschaft bereits daselbst verpflichtet wurden. Paris, 22. Januar. Im gestrigen Ministerrathe legte der Finanzminister Rouvier den Entwurf zur Abänderung der Grundsteuer vor. Derselbe beabsichtigt, den Mehrertrag von 45 Millionen aus der neuen Vermessung der bebauten Grundstücke zur Steuererleichterung des unbebauten Grundes zu verwenden. Das Budget für 1891 enthält auch eine Reform der Thür- und Fenstersteuer? Zur Beseitigung des Minderertrages der Zuckersteuer sind 10 Fr. Uebertaxe aus 100 Kilo unbesteuerren Zuckers beantragt. Endlich wird auch eine Verbesserung des Katasters vorgeschlagen. London, 22. Januar. Ein Tagesbefehl des Kriegsministers bringt die Beileidsdepesche des Kaisers Wilhelm an den Herzog von Cambridge anläßlich des Todes Napiers zur Kenntniß der ganzen englischen Armee. Birmingham, 22. Januar. Eine Versammlung von Deputirten der Bergleute, welche ungefähr 100000 Arbeiter vertraten, wurde heute unter Vorsitz des Deputirten Pickard abgehalten. Schließlich beauftragte man die Deputirten Pickard, Cunnigham und Graham im Unterhause eine Bill einzubringen, wonach die Arbeitszeit auf acht Stunden beschränkt werden soll. Rom, 22. Januar. Den heute aufgetauchten Gerüchten über den Tod des Papstes gegenüber versichert die „Agencia Stefanie", daß der Papst vollkommen wohl sei und heute mehrere Bischöfe empfangen habe. Turin, 22. Januar. Das Leichcnbegängniß des Herzogs von Aosta fand heute Nachmittag statt. Dem Sarge voran schritten die Deputationen zahlreicher militärischer Körperschaften, welchen der Herzog angehörte, ferner eine Deputation des hessischen Husarenregiments Nr. 14. Ein höherer Offizier, den Säbel des Verstorbenen tragend, schritt hinter dem mit rothem Sammet bedeckten Sarge her, welcher auf einer Kanonenlaffette ruhte und von acht Pferden gezogen wurde. Der Sarg war mit den Kränzen der italienischen und auswärtigen Fürstenhäuser bedeckt. Dem Sarge folgten zu Fuß der König, der Kronprinz, die Söhne des Verstorbenen, der Herzog von Genua, die Prinzen Jerome Victor und Louis Napoleon, Prinz von Hohenzollern, die Minister, die Spitzen der Behörden, verschiedene Körperschaften, Studenten, Vertreter der Presse, Vereine mit 200 Fahnen rc. In den Straßen und an den Fenstern harrte eine zahlreiche Menschenmenge. Gegen Mittag langte der Zug auf die Piazza Gran Madre de Dio. wo die Geistlichkeit die Leiche einsegnete. Der königliche Wagen, von Cavallerie escortirt und viele Andere geleiteten den Sarg nach St. Perga. Madrid, 22. Januar. Das Befinden des Königs ist andauernd ein gutes. Liffabon, 22. Januar. Die „Gazette du Portugal" erklärt sämmtliche Sensationsnachrichten der fortschrittlichen und republikanischen Blätter, die daraus hinausliefen, die öffentliche Meinung zu beunruhigen, für unbegründet. Das Blatt fügt hinzu, daß es diese Erklärung deshalb abgegeben habe, um die Gemüther zu beruhigen, damit man den anläßlich des Zwischenfalles mit England verbreiteten Erfindungen keinen Glauben beimesse. Sofia, 22. Januar. In der katholiscken Kirche wurde ein Requiem für den Herzog von Aosta abgehalten, welchem Fürst Ferdinand und seine Mutter, Prinzessin Clementine, beiwohnten. Die Minister, sowie das diplomatische Corps hatten Vertreter entsandt, desgleichen die hiesige und Philippopeler italienische Colonie. Locater nnd LrovinzieLes. Gießen, 23. Januar. — Wie man uns mittheilt, hat der Vorstand des nationalen und liberalen Vereins beschlossen, als Candidaten für den 1. hessischen Wahlkreis, Gießen-Grünberg, Herrn Gutsbesitzer Schlenke auf dem Hardthof einer demnächst abzuhaltenden Vertrauensmänner-Versammlung vorzuschlagen. — Theater. Wie schon angekündigt, wird Freitag (morgen) die lang erwartete Bencfizvorstellung für Frau Anni Reiners erfolgen. Allen Theaterbesuchern wird die Gelegenheit, der hochverehrten Künstlerin zeigen zu können, wie dankbar man ihr für die zahlreichen von ihr gebotenen künstlerischen Genüsse ist, hochwillkommen sein. Bei der großen Zahl ihrer gleichmäßig entzückenden Darstellungen ist es unmöglich, eine oder die andere besonders hervorzuheben. Für Freitag ist zur Aufführung „Gretchens Polterabend" vorgesehen. Das Stück, das zu den lustigsten Schwänken Kneisels gehört und namentlich für Frau Anni Reiners reichlich Gelegenheit bietet, . den ganzen Reiz ihrer Persönlichkeit und ihres Spieles zu entfalten, ist mit ganz ausnehmender Sorgfalt einstudirt und inscenirt. Besonders hat auch die Direction keine Kosten gescheut, um eine große Anzahl prächtiger neuer Costüme herzustellen. — Einem Artikel der „Neuen Hessischen Volksblätter" aus Starkenburg entnehmen wir folgendes: Es ist eine allgemein verbreitete Thatsache, daß Tausende von Menschen an Sprachstörungen leiden und dadurch nicht nur in ihrem Berufe gehindert werden, sondern auch sich selbst infolge ihres qualvollen Leidens äußerst unglücklich fühlen. Thatsache ist ferner, wenn auch nicht allgemein bekannt und geglaubt, daß derartige Nebel durch spracherziehliche Einwirkung sicher beseitigt werden können. Was liegt da nun näher als eine Bekämpfung durch die Schule? In verschiedenen Zeitungen wurde in letzter Zeit auf die Einrichtung und die Erfolge der in Braunschweig bestehenden besonderen Abtheilungen für Sprachleidcnde hingewiesen. Sollten sich derartige Einrichtungen in den größeren Städten unseres engeren Vaterlandes nicht auch bewähren können? Wenn in Braunschweig etwa 3/4 der Stotterer von ihrem Leiden befreit wurden und bei den übrigen Besserung eintrat (s. Berkhan, Störungen der Sprache, Seite 42), so wiegt dieser Erfolg, das wird gewiß Jedermann zugeben, die entstehenden Kosten voll und ganz aus. Man errichtet ja jetzt allerorts, und das mit vollem Rechte, Anstalten für verwahrloste Kinder, man bringt die Idioten, die geistig Zurückgebliebenen in besondere Anstalten — sollte hier nicht auch Abhilf- möglich sein? Bereits ist Gießen mit gutem Beispiele vorangegangen. Dort besteht eine besondere Abteilung für Schwachsinnige- auch sind dort vor einiger Zeit bereits erfolgreiche Versuche betr. Heilung des Stotterns gemacht worden. Gewiß sind diese dem dortigen Schut- und Stadtvorstande zu großer Ehre gereichenden Bestrebungen fortgesetzt und immer mehr von Erfolg begleitet worden. Ließen sich derartige Einrichtungen nicht auch an anderen Orten schaffen? Sichere Erfolge wären zu erwarten, wenn der Unterricht für Stotterer, Stammler rc. wie in Gießen bei den Schwachsinnigen, ein dauernder wäre, täglich eine Stunde, das ganze Jahr hindurch. Gewiß ist überall ein Lehrer zu finden, der sich die für den speciellen Unterricht noth- wendige Vorbildung verschafft und denselben gegen angemessene Vergütung ertheilt. Eine solche Einrichtung würde für den Schulorganismus gar keine Störung im Gefolge haben. Ist dies nicht möglich, so richte man besondere Curse ein wie in Braunschweig. Ein solcher Cursus dürfte bei täglich einstündigem Unterrichte ungefähr 4—5 Monate dauern. Im ersten Monate wären etwa die Uebungen des Athmens und der Stimme, im zweiten die Sprech- und Leseübungen und im dritten und vierten die freien Redeübungen vorzunehmen. Wünschen wir solch segensreichen Einrichtungen die weiteste Verbreitung! — Vorträge im Localgewerbverein. Unter den, im verflossenen Winter von dem hiesigen Gewerbverein veranlaßten öffentlichen Vorträgen war der Cyclus der drei, durch Herrn Universitätsamtmann Dr. Dietz gehaltenen, über die neuen Versicherungsgesetze, nämlich über das Krankenkassengesetz, das Unfallversicherungsgesetz, das Bauunfallversicherungsgesetz und über die Unfall- und Krankenversicherung der land- und forst- wirthschaftlichen Arbeiter nicht nur für die Mitglieder des Gewerbvereins, sondern auch für weiteste Kreise von hervorragendem Interesse. Im Anschluß an diese Vorträge des vorigen Winters wird Herr Dr. Dietz in der nächsten Zeit — voraussichtlich in nächster Woche — in dankenswerther Bereitwilligkeit einen weiteren Vortrag im Gewerbverein über das seitdem zum Abschluß gelangte, wichtigste und eingreifendste der Versicherungsgesetze, das „Gesetz über die Jnvali- ditäts- und Altersversicherung", hatten, der, wie die früheren, auch Nichtmitgl^dern des Gewerbvereins zugänglich ist und woraus wir Alle, die sich für diese wichtigen Gesetze interessiren, einstweilen aufmerksam machen. t Wie wir bereits mitgetheilt haben, erleiden die Winterfestlichkeiten des hiesigen Turnvereins diesmal eine Einschränkung, indem nur der übliche Jahres-Ball abgehalten werden soll. Die Theilnehmer-Liste für diese am 1. Februar stattfindende 'Festlichkeit liegt noch einige Tage in der Turnhalle, sowie bei Herrn Otto Schmidt, Marktstraße, offen und wollen wir nicht verfehlen, im Interesse der Mitglieder, denen sich seither Gelegenheit zur Einzeichnung nicht bot, hierauf aufmerksam zu machen. Vermischtes. * Marburg, 21. Januar. Ein hier sehr bekannter Schuhmacher aus dem benachbarten Orte Schröck, welcher zu denjenigen Leuten zählt, die gern einmal in der Lotterie gewinnen möchten und deshalb auch in der Preußischen Klassenlotterie spielt, erhielt dieser Tage durch die Post ein aus Berlin datirtes Schreiben mit dem Poststempel Marburg, in welchem ihm bekannt gegeben wird, daß auf feine Loos-Nummer ein Gewinn von 800 Mk. gefallen, zu dessen Auszahlung die Lotterie-Einnahmestelle in Marburg bereits angewiesen worden sei. Unser Schuhmacher hatte nun nichts Eiligeres zu thun, als einen großen Lederranzen umzuhängen und nach Marburg zu marschiren, wo er dann bei dem amtlich bestellten Einnehmer erfuhr, daß er das Opfer eines Witzboldes geworden war. Da der Geprellte aber auch noch die Unvorsichtigkeit beging, seinem Aerger über das erlittene Mißgeschick in verschiedenen Wirthschaften durch kräftige Worte Luft zu machen, so wurde die Sache alsbald im Dorfe bekannt und soll derselbe zu seinem Schaden nun auch für Spott nicht weiter zu sorgen gehabt haben. * Berlin, 20. Januar. Verhungert. Unter dieser Spitzmarke wird von einer hiesigen Local - Correspondenz Folgendes berichtet: Einen entsetzlichen Tod fand der früher in der Landsbergerstraße wohnhafte Techniker Heinrich Briep- nitzer. Der 35jährige Mann, ein fleißiger, braver Arbeiter, war wegen mangelnder Aufträge aus der Fabrik, in welcher er zuletzt längere Zeit thätig gewesen, am 1. December entlassen worden, und es wollte ihm, trotz aller Bemühungen, nicht gelingen, weder in seinem Fache noch sonst irgend welche andere Arbeit zu finden. Seine kleinen Ersparnisse hatte B., der auch noch seine alte Mutter in der Provinz unterstützte, bald aufgezehrt/ und nachdem er alles Entbehrliche versetzt, blieb dem Unglücklichen, der im Laufe der letzten Wochen nur von etwas trockenem Brode gelebt, nichts weiter übrig, als die Mildthätigkeit seiner Mitmenschen in Anspruch zu nehmen. Am letzten Freitag begab sich B., nachdem er seit vier Tagen keinen Bissen Nahrung zu sich genommen, nach Tegel, um hier sich um eine Stellung zu bewerben, er wurde aber abgewiesen, weil er „gar zu krank und elend" aussehe. Vom Hunger gepeinigt, bat B. bei mehreren Familien im Dorfe um ein Stückchen Brod, wurde jedoch überall abgewiesen, weil er jung sei und noch arbeiten könne! So blieb dem Bedauernswerthen nichts anderes übrig, als in verzweiselter Stimmung den Rückweg nach Berlin anzutreten, aber der Entkräftete schleppte sich nur langsam vorwärts und brach am Samstag Morgen gegen 7 Uhr bewußtlos an der Grenze Berlins zusammen. So fanden ihn eine Stunde später vorübergehende Arbeiter, die ihn nach dem nächftbelegenen Polizcibureau schafften. Anfänglich wurde B. für betrunken gehalten, dann aber erzählte der Unglückliche seine Leidensgeschichte, was seine sofortige Ueberführung nach der Charite zur Folge hatte. Dort verschlimmerte sich trotz sorgfältigster Pflege der Zustand des B. derartig, dast er am gestrigen Morgen an Entkräftung gestorben ist. * Berlin, 21. Januar. Wie die „Freis. Ztg." mittheilt, ist die Lungenentzündung des Abg. v. Franckenstein durch das Verschlucken einer Fischgräte beim Diner im „Kaiserhof" entstanden. * Beseitigung des Geruchs von denaturirtem Spiritus. Der üble Geruch des zu gewerblichen Zwecken gebrauchten denaturirten Spiritus hat schon vielfach Klagen der dabei betheiligten Arbeiter laut werden lassen. Ein Berliner Fachblatt empfiehlt nun, solchem Spiritus einen geringen Zusatz von Weinsäure oder auch von Oxalsäure zu geben. Diese Säuren besitzen nämlich die Eigenschaft, das Verdunsten der Pyridinbasen, welche zum Denaturiren des Spiritus verwendet werden und den üblen Geruch erzeugen, zu verhin- ^tung ... m bei. «an h ' -führ 4 M 6 r^rr ,t,c^tl'"8enbie )ei'bberein ^r- bcr b " “«««(«Wen -enen/y*^ ‘Wentgcf 'e neuen !»be. lag? ’’9e^ und >« bit Mg,j"? >°nft- l«lte$te&t t,ebev dez m di.ie ?°" h°rvor- ! ****** ■«-, «¥•**• S 'ant machen. 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Entbehrliche versetzt, je der letzten Wochen mchts weiter übrig, oichen in Aospmch p dj nachdem et zu sich genommen, naj *"»s: urde jedoch ^o d) arbeiten q(§ jn nnhS Sin * orgt" fflJIben ip atitm®- nad) 9tbe,tSnfäirolW afflin' -u ( bet Ung>i-^ er «5° “ «eJertübrung c *0« sich derartig, tuns Artg.« «itM . ! torch im ckll"* . z „ henatu*'1 e* Ln iroe(fe 9 het d°de> r*r%« dern. Wenn durch diese Anwendung auch nicht eine gänzliche Beseitigung des üblen Geruches eintritt, so wird derselbe doch soweit gemildert, daß die Arbeiter sich an ihn gewöhnen können und er für dieselben fast unmerkbar wird. Eingesandt. Gießen, den 24. Januar 1890. Geebrtester Herr Redacteur! — Ich wende mich mit der Bitte an Sie, folgendes als „Zln- gesandt" in Ihrem Blatte veröffentlichen zu wollen: „Gebt uns Sand, uns armen ^chiffenbergerrvegern und -tbälern, wenn auch nicht zum Essen, so doch zum Bestreuen des Gäßchens, welches Steins Garten entlang zu unserer hochlöblichen Vorstaot von Gießen führt! Es steht am Ein- und Ausgang desselben ein Pfosten mit der Aufschrift: „Verunreinigung dieses Gäßchens wird mit 60 Mark, eventuell 14 Tagen Gesängniß bestraft." Wenn also die Polizei uns vor einer Verunreinigung von Seiten der Menschen bewahren zu müssen glaubt, so hat sie doch auch die Pflicht, uns vor einer Verunreinigung von Seiten der Mutter Natur zu schützen. Dieselbe hat zwar, um ihr Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, in den letzten Tagen dieses schmutzigen Monats Januar Sand streuen lassen. Aber dies war nicht ausreichend, da nur an einigen Stellen Sand gestreut wurde, so daß dem himmelschreienden Uebelstand doch nicht abgeholfen wurde. Als Beweis zu letzterer Behauptung dient, daß mir träumte, ich sei in dem Schmutze des obengenannten Gäßchens stecken geblieben. Darum spreche ich im Namen unserer ganzen Vorstadt den "Wunsch aus, uns möglichst bald aus unserer schlimmen Lage zu befreien und Sand im ganzen Gäßchen zu streuen. Ein Mann für Alle vom Schifferbergerweg." Literatur und Kttnft. — Ein guter Gesellschafter. Vor Jahresfrist ist ein literarisches Unternehmen ins Leben getreten, an dessen Wiege allerlei gute Geister standen. Diese guten Geister waren und sind: Geschmack, Kenntnisse, Unterhaltung, Aufklärung, Vielseitigkeit und wie sie alle heißen mögen. Wir meinen die populär-wissenschaftliche Zeitschrift »Der Stein der Weisen" (A. Harilebens Verlag, Wien), welche Tausenden, denen es an Mitteln und Gelegenheit gebricht, aus theuercn Büchern über alle Vorfallenheiten auf dem Gebiete des menschlichen Fortschrittes auf dem Laufenden sich zu et halten, ein ■■■■■■■■■■■mwTiiiiiiiiB M—II im i III rn irwwiiiammMMgsnnmmaJUBKMMiMBaa bewährter Freund und guter Gesellschafter geworden ist. . . . Der Erfolg verpflichtet. . . . Dies erkennt man an dem soeben erschienenen 1. Hefte des neuen Jahrganges des „Stein der Weisen". — Solche Sorgfalt und solche Reichhaltigkeit des Dargebotenen sind Voraussetzungen, die man nunmehr an ein so gediegenes literarisches Unternehmen, das seine Feuerprobe glänzend bestanden hat, unbedingt stellen muß. Es wird aber auch gewiß Niemand ohne besondere Befriedigung dieses Heft — und hoffentlich alle folgenden — aus der Hand legen. Die Vielseitigkeit des „Stein der Weisen", von dem jedes Heft mit seinen 40 T^xtbildern, Tafeln und Beilagen nur 50 Pfg. kostet, kann nicht bester beleuchtet werden, als mit der Wiedergabe der herooi ragenden Aufsätze (sie sind durchwegs illustrirt). Wir nennen: Die Helden der Eisenbahn — Amerikanische Schneepflüge — Zur Geschickte der Musiknoten — Das naturhistorische Hofmuseum in Wien — Die Hotchkißgekckütze — lieber Herstellung von Landkarten — Etwas über Massage — Intarsia Arbeiten und vielerlei durch treffliche Bilder erläuterte Notizen. verkehr, Land, unö volkrwirthschaft. — Der Berliner „Actionär" schreibt: Schon seit längerer Zeit werden in verschiedenen Directionsbestrken der preußischen Staats- bahncn mit der Einstellung von Sitzbäriken in den Personenwagen 4. Klasse Versuche angestellt. Diese Versuche können, wie wir vernehmen, gegenwärtig im Wesentlichen als abgeschlossen gelten. Es hat sich dabei herausgestellt, daß die allgemeine Ausrüstung der Personenwagen 4. Klasse die Unterbringung von Traqlasten, wie solche namentlich von den Fahrgästen 4. Klasse im Marktoerkehre zahlreich mitgeführt werden, erschweren und in vielen Fällen unmöglich machen, also die Interessen dieser Fahrgäste erheblich beeinträchtigen würde. Andererseits ist nicht zu verkennen, daß Sitzbänke in der 4. Wagenklasse für einen anderen Theil der Fahrgäste eine große Annehmlichkeit bieten würden. Unter diesen Umständen ist in Aussicht genommen, den Interessen nach beiden Richtungen hin gerecht zu werden, also einen Theil der betreffenden Wagen mit Sitzbänken zu versehen und diese Wagen Mit der in die Augen fallenden Aufschrift „Sitzplätze" zu versehen, während für den Verkehr der Fahrgäste mit größeren Traglasten die bisherige Einrichtung beibehalten wird. Limburg, 22. Januar. (Fruchtmarkt). RotherWeizen JL 17.05, weißer Weizen v* 00.00, Korn JL 13 60, Gerste JL 12.45, Hafer «Mt 7.75, Erbsen JL 00.00, Kartoffeln JL 0.00. — Im sJahre 1890 'finden in Gießen die Krämer- und Diehmärkte wie folgt statt: Kram- und Vtehmärkte: 18. und 19. März, 1. und 2., 22. und 23. April, 13. und 14. Mai, 24. und 25. Juni, 22. und 23 Juli 6. und 6. August, 2. und 3. September, 21. und 22. October, 18 und 19. November, 9. und 10. December. Herr C. Netter in München übergab mir ein yg/llUlU/lflb „Haarwasser" mit dem Gesuche, dasselbe zu prüfen und gutachtlich darüber zu berichten. Die angestellte Analyse ergab durchaus keine den Haaren nachthetlige Materien, ihre Bestand- theile sind vielmehr solcher Art, daß von dem Gebrauche des Mittels eher ein wohlthätiger Einfluß auf das Wachsthum der Haare zu erwarten ist und steht daher ihrer Anwendung keinerlei Bedenken entgegen 2127 München, 7. IX. 67. (L. 8.) Dr. G- C- Wittstein. Zu haben um 40 u. JL 1.10 bei I. H. Auhr, Sonnenstraße. Die Infectionskrankheitlnfluenza characterisirt sich durch catarrhattfche Affeclton der Schleimhäute, besonders der Athmungsorgane, bet gleichzeitiger Körperschwäche und Kopfleiden. Auf die Hebung des Catarrhs soll der Leidende zuerst bedacht sein und nichts erweist sich hierfür besser als die jahrelang sich bewährten Fays ächten Sodener Mineral-Pastillen in heißer Milch aufgelöst, tagsüber mehrmals genommen. Die hierdurch dem Leidenden gebotene Erleichterung und Linderung ist außerordentlich groß. Fays ächte Sodener Mineral-Pastillen sind in allen Apotheken u. Droguen ä 85 /H zu haben. 65 Gottesdienst der israelitischen Keligionsgesellschast. Freitag Abend 480 Uhr, Samstag Vormittag 880 Uhr, Samstag Nachmittag 3°° Uhr, Samstag Abend 5!0 Uhr. Viehmärkte: 4. und 5., 18. und 19. Februar, 4^ und 5. März, 8. und 9. Juli, 19. August, 23. September. Konkursverfahren. lieber das Vermögen des Kaufmanns Jacob Katz HI, von Steinbach (Kreis Gießen) wird heute am 21. Januar 1890, Nachmittags 4 Uhr, das Concurtzverfahren eröffnet. Ferdinand Hoffmann von hier wird zum Concursverwalter ernannt. Concursforderungen sind bis zum 13. Februar 1890 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfassung über die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschusses und eintretenden Falles über die in § 120 der Concursordnung bezeichneten Gegenstände auf Dienstag den 25. Febrnar 1890, Vormittags 9 Uhr, und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen aus Dienstag den 25 Februar 1890, Vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte Termin anberaumt. 707 Allen Personen, welche eine zur Concursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Concursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Concursverwalter bis zum 15. Februar 1890 Anzeige zu machen. Großh. Amtsgericht Gießen. Fresenius. Wird auf Grund des § 103 der Konkursordnung veröffentlicht. I. V.: Bühner, Hilfsgerichtsschreiber. ^Lekänntmächüng. In unserem Genoffenschastsregister ist eingetragen, daß der Spar- und VorschuHverein zu Lollar den Zusatz „eingetragene Genoffen- schaft mit unbeschränkter Haftpflicht" in seine Firma ausgenommen hat. Gießen, den 18. Januar 1890. Großh. Amtsgericht Gießen. _______Kullmann.____709 Samstag, 25. Januar 1890, Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich in der Restauration Klingenverg gegen Baarzahlung: Sophas, Commoden, Kletderschränke, Glasschränke, Tische, Uhren, 2 nußb. bochf. Buffets, 1 Eassaschrank, 1 Eisschrank, 1 Theke, 1 Waage, 1 Wiege mit Klotz, 1 Kuh, 1 Pferd, 1 Wagen, 1 Stoßkarren, 3 Hobelbänke, 8000 Cigarren, versch. Svecereiwaaren, 1 De- ctmalwaage u. eine gr. Parthie Blech- roaaren. Geißler, 714 Gerichtsvollzieher. Steckbrief. Gegen den Maurergesellen Johannes Rabenau aus Treis an der Lumda, geboren daselbst den 19. Juli 1871, ist wegen Verbrechens aus § 176 pos. 1 St. G. B. die Untersuchungshaft beschlossen. Dieselbe hat nicht ausgeführt werden können, weil sich der Angeschuldigte aus seinem Heimathsorte entfernt hat und sein derzeitiger Aufenthalt bis jetzt nicht zu ermitteln gewesen ist. Derselbe ist angeblich nach Barmen gewandert. Die Behörden werden ergebenst ersucht, den p. Rabenau zu verhaften und ihn an das Landgertchtsgesängniß z>» Marburg — Hessen — einliefern zu lassen. Bezüglich der Beschreibung der Person des Angeschuldigten kann nur Folgendes angeführt werden: 1. Gestalt: mittel und kräftig. 2. Haare: schwarz. 3. Augen: schwarz. 4. Besondere Kennzeichen: Keine. Marburg,den 21. Januar 1890. Königlich-s Landgericht. Untersuchungsrichter. 731 Jagdverpllchtmg. Die der Gemeinde Lich zustehende Feld- und Waldjagd, letztere 900 Hectar Flächenraum haltend, soll Samstag den 1. Februar d. I. Mittags um 1 Uhr, unter den vor der Versteigerung bekannt gegebenen Bedingungen öffentlich meistbietend auf roev tere sechs Jahre in dem Rathhaus- saale dahier verpachtet werden. Lich. den 18. Januar 1890. Großh. Bürgermeisterei Lich. Walz 652 IeUgebotenes. Moderne Salo»- Einrichtung in schwarzem Holz, bestehend aus: Sopha, 2 Sesseln und 6 Stühlen 1 Vertikow, 1 Tisch- Spiegel mit Trumeau, passenden Vorhängen und Teppich. SümmtlicheS tadellos, ist wegzugshalber bedeutend unter Einkaufspreis zu verkaufen. Die Möbel find in einer der re- uommirtesten Mainzer Fabriken nach Zeichnung angefertigt worden. Den Verkauf vermittelt Louis Rothenberger, Neuenweg 22. 49 Ein sechsjähriges Pferd (Rappe), flotter Läufer und gut eingefahren, ist zu verkaufen bet Kreppet täglich frisch bei [410 Aug. Noll im Stern. Elegante Herren- und Damen-Stiefel i sowie gewöhnliche Sorten habe eine I Parthie 726 zum Ausverkauf übernommen. Louis Rothenberger, Neuenweg 22. -------- N-ue und g-brauchte billig zu verkaufen. 727 Neuenweg 22. Extractum malti „ oef'lwna. Dieses reine concentrirte Malz- Extract ist in jeder Apotheke zu haben als das beste und reellste diätetische Mittel bei Husten, Heiserkeit, Katarrh, Athmungsbeschwerden, überhaupt Brust- und Halsleiden. Es befördert den Auswurf und lindert den Reiz der Schleimhäute, ist äusserst leichtverdaulich und, weil sehr nahrhaft, ein vorzügliches Kräftigungsmittel sowohl rein, als mit Eisen, mit Chinin, mit Kalk, mit Leberthran (siehe Prospect). Als Hausmittel in vielen Familien beliebt. — 77 Malzextract-Boubons sind die wirksamsten und angenehmsten Hustenbonbons, die den grossen Vorzug besitzen, keine Säure zu erzeugen und auch bei längerem Gebrauche nicht zu widerstehen. — In gelben Pergamenttäschchen zu 20 u. 40 Pf. und in Blechdosen zu 40 Pf. in jeder Apotheke zu haben. Wegen der vielen Nachahmungen ist die Firma „Loeflund“ wohl zu beachten. -Gesellschaft für Fabrikation diätetischer Produkte Ed. Loeflund & (Jo.. Stuttgart. 8924 Prima 718 engl. Gummischuhe empfiehlt billigst Schlatter Z «Veu ii. Grummet verkauft 708 ________I. Balser, mittlere Bleiche. 86] Wollene und wasserdichte Pferdedecken empfiehlt billigst LouiS Wittich II., Sattler, _________________Neustadt 6.____________ Mr Metzger! Hackbretter und Hackklötze in allen Größen und Breiten stete vorräthig bei 85____Andreas Euler, Eine noch wenig gebrauchte Singer- Nähmaschine zu verkaufen. b61] Marktplatz 19, 1. St. Schellfische treffen Donnerstag Abend ein. 315] Emil Orbig. Bekanntmachung. Die Landbriesträger führen auf ihren Bestellgängen Bücher mit sich, welche zur Eintragung der ihnen vom Publikum zur Beförderung nach der nächsten Postanstalt übergebenen Sendungen mit Werthangabe, Einschreibsendungen, Postanweisungen, gewöhnlichen Packete und Nachnahmesendungen bestimmt sind und zur größeren Sicherheit für die richtige und rechtzeitige Ablieferung dieser Gegenstände dienen. Will der Absender die Eintragung selbst bewirken, so bat der Landbriesträger demselben das Buch vorzulegen. Bei Eintragung des Gegenstandes seitens des Landbriefträgers muß dem Absender auf Verlangen durch Vorlegen des Buches die Ueberzeugung von der stattgehabten richtigen Eintragung gewährt werden. Da diese Einrichtung und das dem Publikum durch dieselbe gebotene Mittel zu seiner Sicherstellung immer noch nicht genügend bekannt zu sein scheint, so wird aus das Bestehen derselben besonders aufmerksam gemacht. Darmstadt, den 4 Januar 1890. Der Kaiserliche Ober-Postdirector. Clav el. X I Plaeat-Fahrnkme X H W in der y Expedition des „Giessener Anzeiger“. OieFlaschenbierhandlung von Daniel Heil 3MB” Lindenplatz 3 TßSC empfiehlt: Mer der Acüen-Brauerei Gießen: Lagerbier, hellfarbig (Wiener Brauart) per Flasche 18 H do. dunkelfarbig (Bayr. Brauart) „ „ 20 „ Exportbier, hellfarbig (Wiener Brauart) „ „ 23 „ Jedes Quantum frei in’a Haua. 153 364] Die berühmten Wiesbadener Hanömacher Nudeln von C. Weiner keine sog- Fabriknudeln, empfthlen Schomber und C. Roth. 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Kindergärtnerin. 729 Redattion: A. Schetzda. — Druck und Verlag der Brühl'sch« Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. 243.10 176 00 97 50 121.30 347.50 19412 165.50 132 40 37.30 187 10 86 40 25400 87 00 24210 Marie Jaskowski. Luise Neuschilling. Max Jaskowski. Paul v. Gallas. Albert Ullrich. Adam Reiners. Helene Pauli. Sibylla, Oliberts Schwester Katharina Wolf v. Wolfshagen, Hauptmann a. D. Bruno Werner Christian, sein Sohn Haus Zeisig 8840 94.30 76 20 70 00 Die Beerdigung findet Samstag den 25. Januar, Nachmittags 2 Uhr statt. 686] In Küche und Hausarbeit erfahrenes Dienstmädchen für alsbald gesucht. Plockstratze 2 II. . ,'stpreußen 179.301 Bochumer Gußstahlattien » < N.t KflauzenLttas,6.Aufi., ZluSg., kart. ÄL 4.50. Vermischte Anzeigen. HanptAgentur. Eine erste deutsche Transport Der- stcherungs.Gesellschaft sucht unter günstigen Conditionen eine in kaufmännischen und industriellen Kreisen gut: em- geführte, angesehene Persönlichkeit als HaupttAgenten für Gießen und Um- gegend. 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Dem Wiederbringer eine Belohnung Bahnbofstr. 8, III. Vor Ankauf wird gewarnt! 730 665] Für eine bedeutende Schweinemetzgerei wird ein Ladenmädchen gesucht. Solche, welche schon in dieser Branche thätig, erhalten den Vorzug. Offerten unter Z. 8571 an Rudolf Mofse in Frankfurt a. M. ________ Modistin, tückttg, per März gesucht. Offerten an die Exped- d. Bl- [664 662] Ein junges Mädchen tagsüber zur Hausarbeit gesucht- Näheres^in^er Exped- d. Bl. Mittheilung den Mitgliedern des Consum-Vereins E. G. ?u Großen-Kuseck. Der Verwaltungsrath beschloß am 17. Januar l. I-, daß dem Dienstpersonal des betreffenden Vereins ein christlicher Sonntag gegönnt werden soll, und ist das Geschäft für die Zukunft GonutagS geschloffen, ausgenommen in dringenden Fällen. 704 Der Director: H. Meyer. der 1. Stuttgarter SerienlooS-Gesellschaft ist, für ihre Mitglieder in der Serie bereits gezogene Staatsanlehensloose zu erwerben, welche bei der folgenden Prämienziehung unbedingt gewinnen müssen. Nächste große Prämiensiebung am 1. Februar 1890, wobei 2100 Treffer einen Gewinn von JL 907 500.—unter sich vertheilen, im allerungünstigsten Falle aber auf ein Loos JL 330. fallen müssen. Jahresbeitrag JL 42—, merteliahrlrch JL 10-50, monatlich al 3.50. Statuten versendet . 301] F. J. Stegmeyer in Stuttgart. Wermielhungen. Laden, sehr geräumig, mit zwei großen Schaufenstern, zu vermiethen. 474] I. Happel, Neustadt 56. 538] Kleiner Laden mit oder ohne Wohnung zu vermiethen. E. Harms, Neustadt 48. ; ~720] In meinem Hause in der Eder- straße 7 ist der Mansardenstock nut 3 Zimmern, Corridorabschluß, Küche, Speisekammer, Wasserleitung, Kellerund . Speicherräume vom 1. Februar ab zu ver- I miethen. Jacob Helfenbein, Marburgerstr. 83. 703] Mittlerer Stock (7 Zimmer nebst Zubehör) per 1. April zu vermiethen- 8. Bramm, Ostanlage 3t. 542] Die 1- und 2. Etage in meinem Hause, bestehend aus je 5 Zimmern mit allem Zubehör, großem Bleichplatz zc,, sind per März und April anderweit zu vermiethen. Heinrich Ruckstuhl II., __Asterweg 50. 305] Kleines Logis zu vermiethen. Lina Greiner, Frankfurterstr. 103. 630] Ein schönes Familienlogis, 5 Zim- mer mit Wasserleitung und allem Zubehör, per April oder später zu vermiethen. ________________ Neustadt Nr. 8. 415] Die von Herrn Dr. med. Avellis innegehabte Wohnung ist anderweit zu vermiethen „ Frau Dr. Franz Eckstein, Aücestr. 13. 89] Wallthorstraße 71 I. St. (früher Meyerfeld'sche Besitzung), schöne Wohnung von 6 großen Zimmern rc. rc, schönem großem Garten, per April beziehbar, ver- miethet L. Senling, Asterweg 48. 881 Grünbergerftraße 14: 3. Stock zum 5. März zu vermiethen- Näheres __Grünbergerstr. 16 im 1. Stock- 7Ö] Der mittlere Stock meines Hauses, Frankfurterstraße 76, ist zusammen ober auch getrennt, per sofort oder später, zu vermiethen I. Dern. ~ 601] Hammstraße Nr- 12 ein kleines Familien-Logis mit Zubehör zu vermiethen. Näheres_____________Lahnstraße 11. 176] Der zweite Stock meines Hauses Kreuzplatz 3 per 1- April a. c. anderweit zu vermiethen. Hermann Mettenheimer. 95] Die Bel-Etage meines Hauses, Ludwigsplatz 9, ist in Folge Berufung des Herrn Professor von Hippel nach Königsberg zum 1. April d- I. zu vermiethen^___Mylius. 84] Möbl. Zimmer zu vermiethen. ___________Alicestraße 19, Nebenhaus. 185] Schön möblirtes Zimmer Ifofort zu vermiethen. Bahnhofstraße 61 III. 589] Gut möbl. Zimmer vermiedet ________A. »ehrend, Marktstr. 32. 682] Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen. Gambrinns. 82] Zwei möblirte Zimmer im Nebenhause zu vermiethen. Lonis Petri I. Wwe., Neuenweg 39. 697] Ein braves Dienstmädchen mit guten Zeugnissen zu miethen gesucht. Frau Lonife Wallenfels, _________________Kirchenplatz 21, I.________ 719] Ein junges Mädchen aus guter Familie, welches Talent zu Handarbeiten hat, in ein feines Geschäft in die Lehre gesucht- Offerten unter L. K. 92 erbeten. 710] Ein braves Dienstmädchen zum 25. März gesucht. , I. Balser, mittlere Bleiche. 712] Fran oder Mädchen auf einige Tagesstunden gesucht. Näheres in der Expedition. _________________ n m m gia ' Hochstämme und Zwergbaume, HE H SSäk bedeutende Vorräthe. Obst- wM3 (Uw lll i IB wl banmfchnlen v Karl Umber ip Laubenheim b. Mainz. — —| Kataloge umsonst. [368 Freitag früh eir-treffend: Nieuwcdieper Ichellfische, Cabliau, Hechte, Zander, Grüne Häringe ä Stück 15 Pfg. H'risehe Atestent» A. Koch Hachf.,