Bier, Netzen mn* >°/e. Gelsenktrchkuer 2»v :i ^ Fsll ootlltfit, bei unterboten anb btn Ai blt beiden Ukdrkltitv bücutenb tmößip r Biet en9u6Mun9cS Wawiirt, üu?- öet * * Werten Bier jtungsooHU '• Schaaf, *i*Ci vanille!k, Qualität enjjfitjti Sslllhnstr. 23. Börse. n um 12./XH, HiIH. h 88 n.83 b.Sold- wbch» .L.K. 16.1880t 85.40 87.50 92.- 101.41 18.20 88.61 87.78 91.88 101.55 18.21 67.20 69.91 92.90 -.- 85.- 87.10 98.70 100.20 84.90 56.35 6340 93.30 93.10 82.90 562» 65.66 93.H 9256 88.16 66 H 99.1» bo. i Hold. i (W) .f Silber int. 3t««cme»LiPrei»i 2 Mark 20 Pfg. x*& Bringerlohn. Durch die Post dezOI» 2 Mark 50 Pftz. Di« Gießener A«»itie«ßtLtler «erden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal drigelegt. Der Ktatzrarr -«zetger erschemr täglich, wtt Ausnahme der Montags. Anrtliehev Theil. Gießen, den 22. December 1890. Betr.: Verminderung der rabenartigen Vögel und der Eichhörnchen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an di« Großh. Bürg«rmrister«ie» d«S Krris«». Im Anschluß an unsere srüheren Verfügungen in rubricirter Angelegenheit bemerken wir Ihnen, daß das für Erlegung von Raben festgesetzte Schußgeld auch für Erlegung der übrigen rabenartigen Vögel, besonders der Häher, sowie von Eichhörnchen zu zahlen ist. Wir finden Nichts dabei zu erinnern, daß mit Rücksicht auf die Schwierigkeit des Ab. schusses der genannten Thiere statt eines Schußgeldetz von 11 Pfg. ein solches von 20 Pfg. gezahlt wird. v. Gagern. Nr. 36 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 18. d. M., enthält: (Nr. 1926.) Gesetz betreffend die Vereinigung von Helgoland mit dem deutschen Reich. Vom 15. December 1890. Gießen, den 20. December 1890. Großherzogliches Krcisamt Gießen. v. Ga gern. Deutsches Reich. Darmstadt, 20. December. Seme Königliche Hoheit der Großherzog empfingen heute u. A. den Oberamtsrichter Fresenius aus Gießen. Darmstadt, 20. December. Das heute ausgegebene Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 51 enthält: Be- kanntma Yung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, die Dienst - Anweisung sür die Großh. Amtsgerichtsdiener betreffend. Vom 4. December 1890. Darmstadt, 19. December. Das Verordnungsblatt für die evangelische Kirche des Großherzog- thums Hessen, Nr. 12, enthält u. A.: _ Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Grogherzog haben Allergnädigst geruht: Am 11. November dem ei). Pfarrer Friedrich Sommerlad zu Hopjmannsseld die ev. Pfarrstelle zu Watzenborn, Dekanat Gießen, am 13. November dem ev. Pfarrverwalter Johannes Stock zu Appenheim die evangel. Pfarrstelle zu Bechtolsheim, Dekanat Alzey, am 28. November dem ev. Pfarrer Ludwig Göhrs zu Geinsheim die evangelische Psarrstelle zu Bickenbach, Dekanat Bensheim, am 30. November dem evangelischen Pjarrvermalter Heinrich Biegler zu Groß-Umstadt, Dekanat Groß-Umstadt, die zweite res. Psarrstelle daselbst zu übertragen. Psarrverwalter All- wohn zu Watzenborn wurde zum Psarrverwalter von Grüningen, Psarrvicar Albert zu Wersau zum Psarrverwalter von Hopf- mannsseld ernannt. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 15. November den evangel. Pfarrer zu Bickenbach, Kirchenrath Ludwig Dorn- jeiff, aus sein Nachsuchen in den Ruhestand zu versetzen. Concurrenzeröffnung. Zur Wiederbesetzung werden ausgeschrieben : Die ev. Psarrstelle zu Dienheim, Dekanat Oppenheim, die ev. Psarrstelle zu Ober-Saulheim, Dekanat Mainz, die cd. Psarrstelle zu Petterweil, Dekanat Rodheim, dem Herrn Grasen zu Solms-Rödelheim in Assenheim steht für dieses Mal das Präsentationsrecht zu, die ev. Psarrstelle zu Ober-Seemen, Dekanat Schotten, dem Herrn Grasen zu Stolberg-Roßla-Ortenberg steht das Präsentationsrecht zu, die evangel. Psarrstelle zu Ober-Ohmen, Dekanat Grunberg. Berlin, 20. Deeember. Nach dem heutigen Bulletin ist das Befinden der Kaiserin und des neugeborenen Prinzen ein andauernd gutes. Köln, 20. December. In einem Vortrag im natur- niffenschastlichen Verein legte der Bacteriologe Dr. Prior, einer der ersten, welche Koch' sche Lymphe erhielten, seine «Erfahrungen dar. Er faßte dieselben in folgende Punkte zusammen. Erstens: Das Mittel wirkt immer ein, wo auch Sie Erkrankung sitzt. Zweitens: Es liefert untrüglich die Diagnostik auf Tuberkulose. Drittens: Es wirkt in allen Fällen heilend ein, sowohl bei äußeren, wie bei inneren Erkrankungen. Nur im Anfangsstadium ist vollständige Heilung erhoffen. Bei Gehirntuberkulose ist die Anwendung Les Mittels unzulässig, da die Schwellung den Tod bewirke. Angünstige Ausgänge seien nicht dem Mittel, sondern den Merzten zuzuschreiben. c . . . Speyer, 20. December. Der Oberrhein ist wieder eisfrei, die Rheinbrücke ist wieder eingefahren. Der Eisen- Lahnverkehr Speyer - Heidelberg - Würzburg ist wieder hergestellt. Hier herrscht vollständiges Thauwetter, Nachts gab es Regen. Att-laird. Bern, 20. December. Die Bundesversammlung schloß heute die Wintersession. Der Wiederzusammentritt findet voraussichtlich Ende März statt. Von den Vorlagen blieben unerledigt die Entwürfe über das internationale Eisenbahnrecht, die Concession für die Jungfraubahn und die end- giltige Redaction des Auslieserungsgesetzes.^ Wien, 20. December. Die „Presse" meldet betreffs derHandelsvertragsverhandlungen zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn, daß die erste Lesung der beiderseitigen Vorschläge möglichenfalls noch vor Weihnachten beendet würde. Paris, 20. December. Dem „Rappel" zufolge beabsichtigen die absoluten Schutzzöllner in der Z o l l c o m m i s s i o n bezüglich der Rohmaterialien das System zeitwilliger Zulassung zu verlangen, während die Regierung gewillt ist, vollständige Zollfreiheit für die Rohstoffe als die einzigen Existenzmittel der großen Industrien energisch zu Vertheidigen. In der Commission und in der Kammer werden hierüber lebhafte Erörterungen erwartet. London, 20. December. Reuters Bureau meldet aus Zanzibar, 19. December: Die deutschen Zollbeamten benachrichtigten die leitenden britischen Kaufleute, vom 1. Januar 1891 werde aus alle von Zanzibar in das deutsche Gebiet eingesührten Waaren ein fünfprocentiger Zoll erhoben werden. Es sei die Absicht, an der Küste acht Stationen zu errichten für die Zollerhebung und Verabfolgung von Pässen an die nach den Häfen des deutschen Gebietes abgehenden Schiffe. Die amtliche Bekanntmachung ist noch nicht erfolgt wegen der Abwesenheit Wißmanns. London, 19. December. Die medicinische Wochenschrift „Lancet" theilt mit, daß die russische Regierung die Professoren Sir Joseph Lister, Koch und Pasteur ein- geladen habe, nach Petersburg zu kommen, um über die Gründung eines bacteriolo gi sch en Instituts ihre Rathschläge zu ertheilen. Sir Joseph Lister konnte der Einladung nicht Folge leisten und statt seiner sei Dr. Watson Cheyne, ein hervorragender Bacteriologe, nach Rußland abgereist. New-Orleans, 20. December. Der Dampfer „British Queen" ist mit einer Ladung von 12,250 Ballen Baumwolle nach Bremen abgegangen,- es ist dies die größte Ladung, die jemals hier eingeschifft wurde. Washington, 20. December. Der Senator Platt von Connecticut hat den Antrag gestellt, dem Präsidenten einen Betrag von 100,000 Dollar zur Verfügung zu stellen, um die Koch'sche Lymphe einzusühren und das Verfahren zur Bereitung derselben kennen zn lernen. Washington, 19. December. Im Repräsentantenhause beantragte Cummings von Newyork eine Resolution, welche die gegen die Juden in Rußland gerichteten Maßregeln verurtheilt. Diese Resolution soll dem Zaren vorgelegt werden. Montreal, 20. December. Hier hat jetzt auch die Behandlung von Schwindsüchtigen mit der Koch'scheu Lymphe {begonnen. Netteste Nachrichten. WolffS telegraphisches Torrespondenz-Bureau. Wien, 21. December. Wie die amtliche „Wiener Ztg." meldet, hat der Handelsminister, nachdem die Cholera in Spanien nahezu gänzlich erloschen ist, die Aufhebung der siebentägigen Beobachtung gegen Herkünfte aus Spanien und die Ersetzung derselben durch eine strenge ärztliche Untersuchung verfügt. Kopenhagen, 21. Deeember. Die vormalige berühmte dänische Schauspielerin und Bühnenlehrerin Frau Johanne Louise Heiberg ist Nachts gestorben. Cocates nnO ptwiitsklkf. Gießen, 22. December. — Aus dem Verwaltungsberichte Großh. Bürgermeisterei Gießen für das Zahr 1889/90, speciell über die Ergebnisse des GaS- und Wasserwerkes. Der Gesammt-Gasver- brauch des Betriebsjahres betrug 695 776 Cbm., gegen das Vorjahr mehr 42 566 Cbm. Zur Gaserzeugung, Unter- seuerung der Retorten, Heizung des Dampfkessels und zum Schmieden wurden 2582 250 Ko. Kohlen verbraucht. Verbraucht wurden an Gas: Privatbeleuchtung 447 074 Cbm., Motoren- und Heizgas 50 795 Cbm., Straßenbeleuchtung 156063 Cbm., Gas- und Wasserwerk 10202 Cbm., Con- densation und Verlust 31 642 Cbm. Die Anzahl der Gasflammen für Privatabnehmer betrug am 1. April 1890: 8011 für Beleuchtung, 406 für Heizung, die Anzahl der Gaskraftmaschinen 22 Stück mit 46 Pserdekrästen. An öffentlichen Gaslaternen waren vorhanden 422 Stück, darunter 153 Richtungslaternen. Die Anzahl der von einem Laternenwärter zu bedienenden Laternen betrug durchschnittlich 47. Die Kosten für Straßenbeleuchtung einschließlich Petroleumbeleuchtung, Reparaturen und Bedienung betrugen21 616.08Mk. Eine gewöhnliche Laterne mit 1603 Brennstunden kostete demnach pro Jahr 32.98 Mk., eine Richtungslaterne mit 3586 Brennstunden 73.73 Mk. — Im Berichtsjahre erfuhr die Hauptleitung des städtischen Gasrohrnetzes einen Gesammt- zuwachs von 355.60 Meter, die Gesammtlänge aller Hauptröhren betrug am 1. April 1890 rund 20 950 Meter, die Gesammtlänge aller Privat- und Laternenzuleitungen rund 4050 Meter — 25000 Meter oder 3.33 deutsche Meilen. Die Gesammteinnahmen aus dem städtischen Gaswerk betrugen im Betriebsjahr 1889/90: 223 513.05 Mk. und brachten nach den vorgesehenen Abschreibungen an Zinsen und Amortisation einen Ueberschuß von 32549.89 Mk. — Der Ge- sammtzusluß des Quell Wassers aus den 4Quellen- sassungsanlagen gestaltete sich im Durchschnitt der allmonatlich vorgenommenen Quellenmeffungen in 24 Stunden zu 748 Cbm., während des Betriebsjahres zu 210 800 Cbm. Von dem Wafferzufluß wurden abgegeben an Private 70 301.17 Cbm., verbraucht für öffentliche Zwecke 55140 Cbm., für das Wasserwerk selbst 6 480 Cbm., der Gesammtüberlaus betrug 57 800 Cbm., der Verlust (einschließlich ständiger Ausspülung des Rohrnetzes, Leckage des Rohrsystems u. s. w.) 21080 Cbm. — Die Anzahl der Hauswasseranschlüsse betrug 450 Stück, aus welchen mindestens 1100 Familien mit Wasser versorgt wurden- der durchschnittliche Wasserverbrauch eines Hausanschlusses betrug 166 Cbm. pro Jahr oder 0.45 Cbm. pro Tag. Das Hauptrohrnetz der städtischen Wasserleitung erfuhr im Betriebsjahr 1889/90 eine Ausdehnung um 1693 Meter, so daß die Gesammtlänge aller Hauptröhren einschließlich der Hauptzuleitungen von dem Quellengebiet bis zum Hochbehälter rund 28 600 Meter beträgt. Die Gesammteinnahmen aus dem städtischen Waffer- werk betrugen 117 568.36 Mk. und brachten nach Abrechnung von Zinsen und Amortisation einen Betriebsüberschuß von 6 702.02 Mk. Ende März 1890 hatte das Wasserwerk eine Capitalschuld von 443 810.88 Mk. — Wir erhielten folgende Zuschrift: „Sollen die Arbeitgeber die von ihren Arbeitern aufzubringende Hälfte der Beiträge zur Jnvaliditäts- und Altersversicherung aus der eigenen Tasche bezahlen? Die letzte Nummer dieses Blattes brachte eine Notiz, welche es mit Freuden begrüßte, daß eine hiesige bedeutende Firma ihren Arbeitern habe mittheilen lassen, daß der Beitrag zur Jnvaliditäts- und Altersversicherung bis aus Weiteres ganz von der Firma getragen werde. — Wir vermögen diese Freude nicht zu theilen und müßten es geradezu bedauern, wenn das Vorgehen jener Firma in weiteren Kreisen Nachahmung finden sollte. Der Zweck des Jnvaliden- Versicherungsgesetzes ist nicht nur, dem erwerbsunfähig gewordenen oder hochbetagten Arbeiter eine sichere Rente zu gewähren, sondern er ist auch in hohem Maße ein sittlicher, erziehlicher. Die Motive des Gesetzes sagen in dieser Hinsicht : „Eine Einrichtung, bei welcher dem Versicherten das Bewußtsein der eigenen Verantwortlichkeit verloren ginge, würde für unser Volksleben verhängmßvolle Folgen haben, während es aus der anderen Seite von hohem Werthe ist, dem Arbeiter das Bewußtsein zu erhalten, daß der in gesunden Tagen erworbene Arbeitsverdienst nicht zum sofortigen völligen Verbrauch bestimmt, daß es vielmehr Pflicht ist, mittelst eines mäßigen Theils dieses Erwerbs dazu beizutragen, daß die nöthigsten Mittel zur Existenz auch dann nicht fehlen, wenn der Lebensunterhalt nicht mehr durch eigene Arbeit beschafft werden kann. Gerade weil der Arbeiter für den Fall seiner Erwerbsunfähigkeit vor der Inanspruchnahme der Armenpflege bewahrt werden soll, bedarf es einer von ihm selbst auszubringenden Leistung, welcher als Gegenleistung der rechtliche Anspruch auf Alters- und Jnvalidenversorgunz entspricht." Der Arbeiter soll also einen durch eigene Beiträge und durch eigene Krast wohlerworbenen Anspruch aus eine Rente erhalten, nicht aber soll ihm diese als Almosen werden, was der Fall sein wird, wenn er die Rente ohne jede Gegenleistung empfängt. Auch im Reichstage ist an dem Princip der Beitragspflicht der Versicherten nicht gerüttelt worden und es ist daher u. E. kein glücklicher Griff gewesen, daß, während der Lohnabzug nach dem Gesetzentwurf obligatorisch vorgeschrieben war, der Reichstag einen Antrag aus Umwandlung der Verpflichtung in eine Berechtigung annahm, obschon der Regierungsvertretcr darauf hinwies, daß man gerade die Beitragspflicht der Arbeiter hier besonders habe zum Ausdruck bringen wollen. So sehr auch wir es jederzeit | dankbar anerkennen, wenn wohlwollende Arbeitgeber sich die positive Förderung des Wohles ihrer Arbeiter angelegen sein lassen, so können wir nach dem Gesagten den von jener Firma eingeschlagenen Weg doch nicht billigen und müssen vielmehr an alle Arbeitgeber die dringende Mahnung richten, daß sie durch Abzug der Hälfte des Versicherungsbeitrags dem Arbeiter das Bewußtsein einer sittlichen Pflicht erhalten helfen." — Der gestrige Sonntag brachte unserer Stadt eine solche Menge auswärtiger Besucher, besonders Landleute, wie dies früher wohl nicht wahrgenommen worden. Bis zum späten Abend herrschte in den Straßen ein reges Leben, in manchen Geschäften war der Andrang so groß, daß viele der Kauflustigen entweder umkehren oder lange warten mußten, bevor sie in Besitz des Gewünschten kommen konnten. Besonders Spielwaaren-, Kurz- und Galanteriewaaren-Geschäfte, Specerei- und Conditoreiwaarenhandlungen mögen eine recht ergiebige Kasse gemacht haben. — Der gestrige Tag galt aber auch der Wiederkehr der alljährlich stattfindenden Weihuachts- bescheerungen. Es muß als erhebend und tröstend für viele mit irdischen Gütern wenig oder gar nicht gesegnete Familien bezeichnet werden, daß sich zur hehren Feier des Weihnachts- sestes alljährlich mitleidige Menschen finden, die durch eine Gabe es ermöglichen helfen, daß audy den Armen eine rechte Weihnachtssreude bereitet werde. Gedenken wir zunächst der Kleinen, so müssen wir auch in diesem Hahre constatiren, daß die Kleinkinder-Bewahranstalt gestern wieder in der Turnhalle an der Süd-Anlage für ihre Zöglinge eine Weihnachtsfeier veranstaltet hatte, die bei allen Anwesenden einen bleibenden erhebenden Eindruck hinterlassen hat. Hoffentlich trägt die in die kleinen Kinderherzen hier gelegte Saat gute Früchte. — Ueber die diesjährige Weihnachtsbescheerung des Vereins „Jugendfreund" ging uns der weiter unten abgedruckte Bericht zu. — Wenn schließlich noch einer Feier gedacht werden soll, die nicht den Armen, wohl aber einer stattlichen Anzahl von Kindern eine Freude bereitet und sicherlich auch aus die anwesenden Erwachsenen freudig eingewirkt hat, so geschieht dies deßhalb, um die mit Kindern gesegneten Familien auf ein recht treffliches Erziehungsinstitut hinzuweisen. Wir meinen die Kleinkinderschule von Frau Wwe. Rothe. Im Saale des Cafe Leib sand gestern Nachmittag die Christbescheerung dieser Kleinkinderschule statt. Wer Gelegenheit hatte, das von den noch nicht schulpflichtigen Kindern Erlernte zu hören und ihren Spielen zuzuschauen und zu beobachten, in welchem Ansehen „Tante Rothe" bei ihren Zöglingen steht, wird zugestehen, daß bei ihr die Kleinen gut ausgehoben sind. Reich beschenkt und begleitet von dem Wunsche, daß am 2. Januar die Kinder wieder gesund und munter in ihre „Schule" zurück- *ehren möchten, zogen die Kleinen in Begleitung ihrer Eltern heim. — Einer besonderen Beachtung unter den z. Z. hier bestehenden Wohlthärigkeitsvereinen erfreut sich immer noch unser allbewährter „Jugendfreund". Die gestern in der Turnhalle der höheren Mädchenschule abgehaltene Weihnachts- Bescheerung, welcher ein zahlreiches Publikum beiwohnte, gab ein Bild von der segensreichen Wirksamkeit dieses Vereins. Eröffnet wurde die Feier, wie auch in früheren Jahren, durch einen entsprechenden Gesangsvortrag des gemischten Chors der Bürgergesellschaft. Hierauf ergriff Herr Lehrer Franz das Wort zu einer kurzen, aber kernigen Ansprache an die zu bescheerende Jugend. Der Grundsatz: „Viele Wenige gibt ein Viel" habe auch in diesem Jahre wieder schöne Früchte getragen und es dem „Jugendfreund" ermöglicht, am heutigen Tage 15 Kinder (9 Knaben und 6 Mädchen) neu bekleiden zu können. Gegen die Leistungen des Vereins in früheren Jahren sei allerdings ein Rückgang zu verzeichnen, was in den Schwierigkeiten, mit denen der Verein im verflossenen Jahre zu kämpfen gehabt habe, seine Begründung finde. Er ermahnte die Kinder, sich durch Fleiß, Aufmerksamkeit und folgsames Betragen gegen Lehrer und Eltern, durch freundliches und höfliches Wesen gegen Jedermann auszuzeichnen. Dies seien die Grundbedingungen, um ein brauchbares Mitglied der menschlichen Gesellschaft zu werden,- nicht mit hohlen Worten, sondern durch Beherzigung und Befolgung dieser Grundbedingungen sollten sie Denjenigen ihren Dank ausdrücken, welche zu der ihnen heute bereiteten Freude beigetragen haben. In einem nochmaligen Gesangsvortrage der Bürgergesellschaft fand die schöne Feier einen würdigen Abschluß. Sichtlich ergriffen nahmen die Kinder von den Geschenken Besitz und die Anwesenden verließen das Local mit dem Wunsche, daß die gemeinnützigen Bestrebungen dieses Vereins auch ferner von recht guten Erfolgen begleitet sein möchten. — Theater. Am Freitag gelangte die Sudermann'sche „Ehre" zum vierten Male im „Neuen Theater" zur Aufführung. Diese Thatsache ist gewiß ein erfreulicher Beweis dafür, daß die mit „sinnender Stirn durchs Leben schreitende Kunst" (wie man sich neuerdings in literarisch höher gebildeten und einsichtsvollen Kreisen ausdrückt, wenn man Stücke von — Scribe empfehlen will) auch seither schon in Gießen mit der ihr gebührenden Hochachtung behandelt wird. Freilich war das Haus, wie in der Zeit vor Weihnachten an einem Werktage nicht anders zu erwarten, nicht gerade glänzend besetzt, aber öie Wenigen, die erschienen waren, nahmen das Gebotene mit um so größerer Empfänglichkeit hin. Namentlich schlug wieder der dritte Act durch, in dem der Dichter auch in der Thal eine Höhe realistischer Darstellungskunst einnimmt, wie keiner der Lebenden neben ihm; der wunderbare Contrast zwischen den hochfliegenden Empfindungen und Anschauungen des jungen Heinecke zu der alltäglichen, von fortwährendem Kampfe um das liebe Brot bestimmten Denkweise seiner Familie, die den aus glänzenden Verhältnissen wieder zu ihr gekommenen Sohn mit all seiner Kindesltebc der Natur der Verhältnisse nach nicht verstehen kann, hat kein Gegenstück in der neueren deutschen Bühnenliteratur. — Die Darstellung des Schauspiels, das bekanntlich im „Neuen Theater" so vortheilhaft in allen Rollen besetzt werden konnte, wie wenig andere, zeigte diejenigen Züge, die eine vierte Wiederholung gemeinhin zu besitzen pflegt. Alle Mitwirkenden waren in ihren Rollen trefflich zu Hause — die Sousfleuse hätte ihre Lungen schon etwas weniger abzustrapaziren brauchen — aber sie ließen sich dadurch verführen, ein derart beschleunigtes Tempo im Dialog anzuschlagen, daß wenigstens im ersten und zweiten Act die größte Aufmerksamkeit nöthig war, um die geistreichen Sätze Sudermanns auch nur gerade noch zu verstehen. Namentlich haben sich- Fräulein Antonie Roland und Herr Rudolph Biebrach in dieser Hinsicht vergangen. Der letztere indessen erreichte im dritten und vierten Acte wiederum vmlig die Höhe seiner Aufgabe und gefiel uns gestern mit feinem ergreifenden Spiel noch besser, als zum ersten Male. Ebenso war auch die treffliche Darstellung von Frau Anui Reiners gestern vielleicht noch schärfer gefaßt und herzbewegender als bei der ersten Aufführung. Herr Reiners nndFrl. Unger waren vorzüglich, die Herren Schreiner und Winolt gut. Frl. Elisabeth Bischofs hatte ihre von Anbeginn an so sympathische und poetische Auffassung der Leonore nod; verinnerlicht und vergeistigt und gefiel allgemein ganz ausnehmend. Einen Wermuthstropsen in den Becher vollen Genusses bildete nur die Darstellung des Herrn Karl Rupp, die selbst für eine Fastnachtsposse zu arg übertrieben gewesen wäre. — Ernennungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 17. December den Kreisarzt des Kreisgesundheitsamts Büdingen, Dr. Carl Brette l., zum Kreisarzt des Kreisgesundheitsamts Offenbach, den Arzt am Landeszuchthause zu Marienschloß, Medi- cinalrath Dr. Ludwig Hauser, zum Kreisarzt des Kreisgesundheitsamts Büdingen, den Kreisassistenzarzt des Kreisgesundheitsamts Schotten, Dr. Otto Wiesner zu Gedern, zum Arzte an dem Landeszuchthause zu Marienschloß, und den practischen Arzt Dr. Wilhelm Johann Dörinkel zu Neu-Isenburg zum Kreisassistenzarzt des Kreisgesundheitsamts Schotten mit dem Amtssitze in Gedern, sämmtlich mit Wirkung vom 1. Januar 1891 an — zu ernennen. 8. Aus dem Kreise Alsfeld, 21. December. Es macht in der That einen wohlthuenden Eindruck, wenn man den löblichen Wetteifer der Gemeinden unseres Kreises wie auch anderer Kreise in der Gründung von Spar- und Darlehn skassen beobachtet. Fast keine Woche vergeht, in der nicht ans der einen oder anderen Gemeinde die Gründung einer solchen Kasse gemeldet wird. Die Landleute haben endlich den wunden Fleck eingesehen, der sie am landwirth- schastlichen Fortschritt hemmt und überall sind sie bereit, dem Princip der Selbsthilfe gerecht zu werden. In dankens- werther Weise fördert und unterstützt die oberste Kreisbehörde nach allen Richtungen diesen frischen, gesunden Zug im Kreise der Landwirthe. Bereitwilligst stehen die beiden Ackerbaulehrer Herren Leithiger und Spieß zur Hand, wo eine Gemeinde Belehrung und Aufschluß über den Werth und die Erfordernisse zur Bildung einer solchen Kasse begehrt. Dazu verfügt das Großh. Kreisamt an die Bürgermeistereien: Da die Pflege und Ausbildung des Genossenschaftswesens, eines der wichtigsten Mittel zur Förderung des landwirthschaftlichen Fortschritts, sowie zur Hebung der Wohlhabenheit der ländlichen Bevölkerung ist, so empfiehlt es sich, die auf Errichtung landwirthschastlicher Genossenschaften abzielenden Bestrebungen thatkrästig zu unterstützen und zu fördern. Gleichzeitig stellt Großh. Kreisamt Statuten-Entwürse, Protocollsormulare für die Gründungsverhandlungen und alle übrigen erforderlichen Formulare bereitwilligst zur Verfügung. Wenn Schulze- Delitzsch, der Vater des Genossenschaftswesens, noch lebte, er würde seine Freude an der practischen Gestaltung seiner Lehren haben. DermtWe». * Darmstadt, 15. December. Seine Königl. Hoheit der Großherzog habenAllergnädigst geruht: Am 17. December den Kreisarzt des Kreisgesundheitsamts Offenbach, Medicinal- rath Dr. Johannes Jh ring, auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen mit Eifer und Treue geleisteten Dienste bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit mit Wirkung vom 1. Januar 1891 an in den Ruhestand zu versetzen. *△ Mainz, 21. December. In der letzten Sitzung der hiesigen Handelskammer wurde angeregt, dem Beispiele von Mannheim folgend, hier in Mainz eine Schifferschule zu gründen. Das Project fand allseitigen Anklang und ernannte die Handelskammer eine Commission zur Ausarbeitung der geeigneten Vorarbeiten. — In der gleichen Sitzung ernannte die Handelskammer die Delegirten für die von der Wiesbadener Handelskammer zur Regelung der Wein frage einberufene Jnteressentenversammlung. Der Standpunkt, den die Mainzer Handelskammer in der Weinfrage einnimmt, läßt sich kurz dahin ausdrücken: „Ausdrückliche Gestattung des Zusatzes von reinem Zucker bezw. von einer Lösung desselben mit Wasser zu dem Most, ohne daß dieser Zusatz bei dem Verkaufe des Weines Erwähnung zu finden hat, der Wein also ohne Beschränkung in den Consum übergehen kann. fiterahu ttixö llttnft. — Ein bekanntes deutsches Scherzwort lautet: „Bescheidenheit, Bescheidenheit, verlaß mich nicht bei L sche und gib, daß ch zu jeder Zeit das größte Suck crrottche". So wenig lobensanrth dec in diesen Worten enthaltene Wunsch auch fein mag, so wohnt er doch ’ unausgesprochen in den Herzen gar Mancher, die sich an einem wohlbesetzten Tische niederlaffen. Unbekümmert um Alles, was sic umgibt und was um sie herum vorgeht, haben sie ihre Auimerksam- keit einzig und allein auf die herumqereichten Schüsseln gerichtet und suchen sich schon von Weitem das Stück aus, auf das sie sich dann, wenn die Reihe an sie kommt, mit wahrer Wuth losstürzen. Wie wenig achten solche Leute auf die doch zu jedem Verkehr nothwendtge gesellschaftliche Form! Mit fast jeder ihrer Bewegungen beim Effm verletzen sie die einfachsten Regeln des Anstandes bei Tische, die eigentlich in jeder geordneten Haushaltung den Kindern schon von der frühesten Jugend an eingeprägt werden sollten. Wenn Lord Byron schließlich keinen Menschen mehr essen sehen mochte, so ist das eine geistreiche Ueberspanntheit, die 'man einem Genie verzeiht. Es ist jedoch in Wirklichkeit für einen Halbwegs feinsuhlendl-n Menschen peinlich, einen andern mit Hintansetzung alles Anstandes effen zu sehen. Der Regeln sind in dieser Beziehung allerdings sehr viele geworden, aber wie leicht und eigentlich ganz selbstverständlich fie sind, das zeigt der hübsch geschriebene Aufsatz von Wilh. F. Brandt: „Anstand bei Tische" im 10. Heft des Jahrgangs 1891 der beliebten illustrirten Familienzeitung MJllnstrirte 28t lt* (herausgegeben von Prof. Joseph Kürschner, reoig.rt von Wilh. Wetter, Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt). Die Lectüre des Artikels ist sowohl zur Unterhaltung als besonders zur Belehrung sehr empsehlenswerth. Landwirthschaftliche Winke und Rathschläge. △ AuS Oberhessen, 20. December. Meine heutigen Zeilen gelten einem Hausthtere, das in fruchtbaren, ebenen und reichen Gegenden wenig beachtet, in gebirgigen, ärmeren Gegenden aber sehr geschätzt wird: -er Ziege. Es möge gestattet fein, im Hinblick auf den Vogelsberg einige Winke und Bemerkungen hier folgen zu lassen, denn die Ziege .ist die Kuh des Unbemittelten und den Letzteren öffnet diese Zeitung ihre Spalten stets gerne. Hierzu kommt, daß die Deutsche Landwirthschastb- gesellschaft die Ziegen nun in ihr Ausstellung-Programm ausgenommen hat, sie verdient daher auch schon deshalb eine kurz» Notiz. Allgemein ist bekannt, daß die Ziege zwar naschhaft, dabei aber doch sehr genügsam ist; sie übertrifft an Genügsamkeit alle anderen Hausthtere. Aus diesem Grunde ist ihre Ernährung und Unterhaltung ungemein leicht. Von hoher Bedeutung ist die ausgezeichnete Gesundheit der Ziege. Man liest heutzutage und tagtäglich in allen Blättern von Bacillen, Bocterien und Lungentuberkulose und weiß, daß diese Erscheinungen bei Menschen und Thier en, besonders auch unter dem Milchvieh ungemein häufig vorkommen; man weiß, daß die ansteckenden Krankheiten durch Kuhmilch aus die Säuglinge, die die Kiankhcitskeime besonders leicht aufnehmen, übertragen werden. Bei der Ziege kommen diese Krankheiten üntzerst selten vor; ihre Milch ist deshalb zur Ernährung von kleinen Kindern sehr geeignet; da sie aber einen hohen Fettgehalt besitzt, ist es nöthig, daß sie durch Zusatz von Wasser, unter Umständen auch von Milchzucker, leichter verdaulich, d. h. der Muttermilch ziemlich ähnlich gemacht wird. In manchen Gegenden ist der Glaube verbreitet, die Ziege besäße die Eigenschaft, alle möglichen Krankheiten der übrigen Haus- tbiere auf sich zu ziehen, ohne daß sie dadurch Schaden nähme. Man findet deshalb in Süddeutschland in vielen Ställen, auch auf großen Pachthofen, eine Ziege in den Rindviehställen. Zum Schluffe noch ein Wink in Bezug auf die Ziegenzucht. Wenn man hier und da Ziegen sieht, kommt einem unwillkürlich das Gefühl des Mitleids, denn die Tdtere sehen verkrüppelt und trostlos aus. Es fehlt eben an gutem Zuchtmaterial; mit der Ziege geht es, wie mit dcm nützlichen, aber mißhandelten und verspotteten Esel, Niemand thut etwas für ihn. Für unsere Gebirgsgegenden würde es aber eine sehr große Wshlthat sein, wenn in Bezug auf die Ziegenzucht tüchtige ZnchtbSSe angeschafft würden; auch Mutter- thiere sollte man einfuhren. Da und dort hat Einsender gelesen, daß etwas in Bezug auf Ziegenzucht 'gethan worden ist. Wir find überzeugt, daß sich Derjenige em großes Verdienst um die ärmeren Klassen erwerben würde, welcher der Ziegenzucht etwaS Zeit und Interesse zu widmen in der Lage fein sollte. Bremen, 20. December. sPer transatlantischen Telegraph^ Der Schnelldampfer Lahn, Eapt. H. Hellmers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 10. December von Bremen und am 12. December von Southampton abgegangen war, ist gestern 5 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. waltnng Frankfurt a.M> ist ein Italien. BermorrtH- ä Vtt. LOO pr. Vi Masche ä , 1.- , V* , Spielplan der vereinigten Frankfurter Llaüttheatrr. Opernhaus» Dienstag den 23. December: Glöckchen des Eremiten- Gewöhnliche Preise. Mittwoch den 24. December geschloffen. Donnerstag den 25. Decemver, Nachmittags 3«/e ubr: Jteu einstudirt: Prinzessin Goldhaar. Ermäßigte Preise. Außer Abonnement. Abends 7 Uhr: Der schwarze Domino. Große Freitag den 26. December, Nachmittags 3>/s Uhr: Prinzessin Goldhaar. Ermäßigte Preise. Außer Abonnement. AbendS 7Uhr: Mignon. Große Preise. Außer Abonnement. Samstag den 27. December, Nachmittags 3»/, Uhr: Prinzess»» Goldhaar. Ermäßigte Preise. Außer Abonnement. Abmds 7 Uhr: Carmen. Gewöhnliche Preise. ... Sonntag den 28. December, Nachmittags 3'/-Uhr: Prinzess in Goldhaar. Ermagigte Preise. Außer Abonnement. Abends 7 Uhrr Tannhäuser. Große Preise. Schauspielhaus. Dienstag den 23. Drcemoer: Eure. Gewöhnliche Preise. Mittwoch den 24. December geschlossen. Donnerstag den 25. December: Zum ersten Male: Künstlernamen. Lustspiel in 3 Acten von Sckönthan und Schönfeld. Außer Abonnement. Gewöhnliche Preise. Anfang 7.Uhr. Freitag den 26. December, Nachmittags 3Vs Ubr: Haubenlerche. Außer Abonnement. Kleine Preise. Abends 7 Uhr: Ihr Corporal. Gewöhnliche Preise. n . . ... Samstag den 27. December: Zum ersten Male wiederholt. Künstlernamen. Gewöhnliche Preise. Anfang 7 Uhr. Sonntag den 28. December: Künstlernamen. Gewöhnliche Preise. Anfang 7 Uhr. Der Poftdampfer „Belgenland" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 18. December wohlbehalten in New- poif angekommen. _________________ ■--;— _ ; Marke Nr. 30 der Deutsch* Vermonth di Torino Italien. Wein-Import* V CI 1UUUU1 ui 1 ui 1UU G.seaschast (Eentratver. wein, welcher aus Trarrvensaft feinster Moscateller Lranpea und Vermouthkraut hergestellt ist; derselbe befördert den Appetit, ohne zu erhitzen und ist als diätetisches Mittel ganz besonders zu empfehlen; da durch königl. ital. StaatHeontrole Garantie für absolute Reinheit geboten ist. Ganz besonders wird daraus ausmcrkiam gemacht, vatz dieser italienische Vermoulhlvein aus sehr gehalibollem extractreichen und garantirt reinem Wein barßefteü.t ®trb, und daher nicht rote b« vielen ähnlichen Fabnketen, durch Zusätze die geringe Qualität des Weines verdeckt zu werden braucht. Die «er. kanfsstellen werden durch Annoncen bekannt gegeben. j10574 Grünberg, 20. Decbr. Fruchtpreise. Weizen A 19.00, Korn A 17.-, Gerste A 15—, Hafer A 14.-, Erbsen A Linien —, Lein , Wicken ——, Samen —Kartoffeln LLÄ« eitiw «• S Buiwtag, 23 Mchmii * Heal A^aioioblllel 8»i2’> i" jtnleüä d! Mch, , «tzLÄN versteigere ich im Baarzahlung: Sophos, Komi Diche, Spiege M'tt,2Secre 1 Mmaschin 2 vollst. Letter Ääftß, 1 SO 2 Wagen u. a Weigerung th Ieilge Pu Die seit Jahren ßinsch'Sfftnreri W 1. Rum «r Sämmtliö :yr Fl. 50 Fische und I.! *Men letzte W Geileid SW" Alex. Sal ----Qegenü tzinschal stauen., Aselmat NelN "W , Di, 10599 schürz SWn aller * W ? w empfiehlt I. Frische K Pariser I Teltower Sowie frisch ge H- Klotz, sä* 5»Sakt > Lsd lehen vioch^ AKld nre,niüb!tnbrhS‘t55 2lnftQnbea9 ?d,cn ng allerdin^ Le° zu von Wilü » »lich fie nps Igoi i y- ®rQnbt: ui,ir,J1 ber belfebten il*. SÄS*?»» IrttttlUff s^luttgart, **6 Men, 20. Wv 5ä“-*mL in ÄS' T»'f Sie««. 6Ä ’® 'llu«e$in!t unb $- jf,3N .ist bk su6 if Tl6rt Spin« n^?bW,W«!tb °u«S Pr°gramm Won bcäjtu et« * "*fl. baithbir WjfmMt «a< anbtten e tetrabruna unb UM- tun« tft bte Mf(t|«iA: Qeutjutöße unb lagGich n unb LungentubMojt lmichm und Bleien, V-. ^ein häuH Dorfommen* n durch Kuhmilch auf dir' \i Iricht aufnehmen, überlese Kraukheiien -«tzerj ihrmig von kieinen Kinder» gehalt besitzt, ist es nöthig, mstcinden auch von Milch ttermtlch ziemlich Lhnlst lube verbreitet, die Zitze lkhetim der übrigen fytf- dadurch Schaden !$$.. vielen Ställm, and acf dviehstallen. jezug auf die ZitMich. kommt einem unrviMiL it sehen verkrüppelt unb ichlmaterial; mit der Ziege handelten und oerspeltetm ir unsere Gebirgsgegenden sein, wenn in Bezug aus ifft mürben; auch Mutter- irf bat (Mnber gtleftn, t worben Ift. M find cdienst um die ävmtxw W w L ___ mMwtisiimMÄ Unter», W Jiotbb«» niet wn Amm »* “ gw »ar, iH*”511' gekommen. , Stb Star arke Import» GS ein italte^ * «’Ä »m* »m *5 tot »«'M -s »■<“ ah. liin Ä« b*"Ä » S 8#blt tubnU«”,^, $i«8«' ’S« i’1* [105» gsS* \i twb,s »ÄS - iiiu ,.--sS7, S »»*'*,Lk ie 73V. M' 3 ^-7 x* H1“1 1891 L8DL Gratulatioiis-Kartkil werden angefertigt in der Driihl'schen Druckerei Verlag und Expedition des Gießener Anzeigers Soeben beginnt zu erscheinen 10592 [10577 10584 Arten 10336 9924 10583 Emil Orbi» 40599 10430 Hebamme Faber wohnt [9155 Kirschwasser E. Harms, Neustadt, M, Weiner, Dammstraße 6. und 20. Januar, 3. und 17. Februar, 3., 17. und 31. März, 14. und 28. April, 12. und 26. Mai, 9. und 23. Juni, «Setßter, Gerichtsvollzieber. Italien. Haselnüsse, Tafelmandeln, Tafelrosiuen, Tafelseigen, Apfelsinen empfiehlt Carl Möser, Alicestraße. Justus E. Eens«, Ludwigstraße B. Banset, Bleichstraße. Bhilipp Beller, Wolkengasse. die Pianohandlung Seltersweg 67 Gg. D. Gebauer. Cbr. D. Fillmw IS Kirchenplatz 15 bringt das Ginradmen von Bilder«, Spiegeln, Haussegen u. s. w. in empfehlende Erinnerung. [10416 7. und 21. Juli, 4. und 18. August, 1., 15. und 29. September, 13. und 27. October, 10. und 24. November, 8. und 22. December. Darmstadt, den 17. December 1890. Großherzogliche Bürgermeisterei Darmstadt. Dienstag, 23. December L I., Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im „Adler" dahier gegen Baarzahlung: Sophas, Kommoden, Kleiderschränke, Tische, Spiegel, 9 Bilder, 1 nußb. Buffet, 2 Secretäre, 2 Spiegelschränke, 1 Nähmaschine, 10 Regulateure, 2 vollst. Betten, 1 Kanarienvogel mit Käfig, 1 Schleudermaschtne, 2 Kühe, 2 Wagen u. a. Versteigerung theilweise bestimmt- Bekanntmachung. Das V. Ziel Cowmunalst-uer für 1890/91 kann bis Ende dieses Monats noch ohne Kosten zur hiesigen Stadtkaffe bezahlt werden. Gießen, den 22. December 1890. Der Stadtrechner: 10587 Lauber. Während der Feiertage Oberlaenders Bockbier im Zaps bei: Aug. Fr. Albold, „zum Solmser Hof" Adolf Vogt, Sonnenstraste, v. Mk. 350 bis Mk. 1000 und höher, aus d.renommirtestenHofpianoforte-Fabriken. Flügel von den besten (Steinway & Sohn, Hamburg—New- York), bis zu den billigsten empfiehlt unter Garantie Gekarmtrnachurlg. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß die Darmstädter Zuchtviehmärkte iw Jahre 1891 aus nachverzeichnete Tage fallen: Montag den 2. Februar 1891, Nachmittags 2^2 Uhr, solle» auf dem hiesigen Ortsgericht die dem Christian Petri dritter in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 27 Nr. 96«Vioo - 173 Meter Hof- raithe in der Stephansmark jenseüs der Wiescck auf das Bruch, Flur 27 Nr. 9b«/100 — 227 Meter Grabgarten daselbst öffentlich meistbietend versteigert werden- Gießen, 22. December 1890. Großh- OrtSgericht Gießen- __________I. V-: Bogt. 10o8o sowie: Arrac, Rum, Cognac Motards Stearinkerzen in Kronen- und Tafellichtform, Renaissance-Kerzen in Wachs und Stearin, Wagenkerzen bester Qualität, Chriftbauni-Kerzen in Wachs und Stearin, Salon-Nachtlichte, Petroleum in bekannter Güte, Salon-Petroleum, krystallhell, gänzlich gefahr- und geruchlos brennend, Kaiser-Oel in rother Farbe, gänzlich gefahr- und geruchlos brennend, Feinstes Ligroine für Gasöllampen, hell und weiß brennend, Krystall-Oel für Nachtlampen und Taschenlaternen empfiehlt 10131 Wilhelm Orbig, Marktplatz 1. Zwetschwasser, Kornbranntwein und feine Liqueure empfiehlt OttO Schaftf. Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig u. Wien. Montag den 2. Februar 1891, Nachmittags 3 Uhr, soll auf dem hiesigen Ortsgericht die dem Martin Schmidt in Gießen gehörige Hofraithe: Flur 1 Nr. 797 — 37 Meter in der Schloßgaffe Iffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 22. December 1890. Großh. Ortsgericht Gießen. __________I. V.: Vogt. 10586 und Buttergebackenes Christbaum-Contect empfiehlt [10146 . Emil Orbng, a Xx Bahohofstr 30. V dritte, neubearbeitete Auflage von Prof. Pechuel-Loesche, Df. W. Haacke, Prof. W» Marshall und Prof. E. L. Taschenberg, mit über igoo Abbild, im Text, 9 Karten, igo Tafeln in Holzschnitt xl Chromodruck von W. Kuhnert, Fr. Specht u. a. 130 Lieferungen zu je 1 M. = 10 Halbfranzbände zu je 15 M. Flaschenbier. Die in Oberlaenders Brauerei zu Frankfurt a. M. er» zeugten Biere sind nur aus Malz und Hopfe« gebraut und erstellen sich einer allgemeinen Beliebtheit. Die Unterzeichneten offeriren in Flaschen: belle- Wiener Bier ä 20 Pfg. dunkle- Bayrisches „ 20 „ vorzügliche- Münchener Gxport „ 23 „ frei in's Hau« geliefert. Schulstraße 4, 1. Stock. Geübte Cigarren-Sor- tirerin Per sofort gesucht. Näheres in der Exped. d. Bl. 10484 ____Emil Fischbach. Dieu « taa : la. Schellfische Eine Parthte neue Buckskinhosen und -Westen zu verkaufen bei 10432 LouiS Rothenberger, Neuenweg 22. Chrlstbaiim-SchBee | (flammensichere, imprägnirte, blendend weisse Wolle), schönste Zierde unserer Christbaume. Unzerbrechliche patentirte verstellbare Christbaum-Ständer, practischste aller bis jetzt erschienenen Aeikgeöolenes. Punsch. Die seit Jahren anerkannt vorzüglichsten Wnnsch-Sstenzen empfiehlt E. ° ®eh)l b,t einer ‘“Mu» linh ‘C 1111 fe Ini Grie! SsnS Wfag der 15 11161 Sei,, Seiten !ta” r-f-r-n?' ,b=- L-hL H. D > « habe > Serien f?'Efc Wie in früheren Jahren habe ich auch diesmal der Jugendschriften-Litteratur meine besondere Aufmerksamkeit zugewandt und empfehle gediegene und unterhaltende Bücher für Knaben und Mädchen jeden Alters. Ebenso die Geschenk-Litteratur für Erwachsene in eleganten Einbänden ist nach verschiedenen Richtungen aufs besta vertreten. Ferner empfehle mein reichhaltiges Lager von KllllSt* blättern und gerahmten Bildern. Ferber’sche Univ.-Buchh., Giessen, Gderstratze Nr. 7 9383 ist der mittlere Stock, 4—5 Zimmer, Küche mit allem Zubehör, sofort zu vermiethen. 9301] Schöne, neu hergertchlete Woy- nung im 1. Stock, 5 Zimmer, Küche mit Speisekammer und Wasserleitung, großem Corridor, zwei Mansardenftuben u. allem Zubehör, per fofort oder auch später zu vermiethen bei Kr. Jorda«, Bismarckstraße 6—8. 6845] In meinem neuerbauten Hause Ecke der Damm- und Steinstraße, sind zwei schöne Logis, je vier Zimmer und Küche mit allem Zubehör, per sofort zu vermiethen. Das Haus ist auch unter günstigen Zahlungsbedingungen zu verkaufen. Andreas Euler, Nordanlage 5. Weserstratze Nr. 6 ist der mittlere und der Mansardenstock, ä 5 Zimmer, Küche mit Wasserleitung und Zubehör, sofort zu vermiethen- [9352 3981] *3n meinem Hause, Altcestraße Nr. 26, ist der 3. Stock, 6 Zimmer, Küche mit Wasserleitung und Zubehör, sofort zu vermiethen. ______Frau Professor Tasche Wwe. 10236 Hammstraße 12 ein schönes Familienlogis, 3 Zimmer mit Zubehör, zu vermiethen- Näheres Lahnstraße 11. 10061] Kleines FamilienlogtS zu ver- miethen._________Frankfurterstraße 62. 10556] Familienwohnung zu vermiethen. ________ Große Mühlgasse 14. 10455] Der dritte Stock meines Hauses, Westanlage 19, sechs Zimmer mit Zubehör, vom 1. März an zu vermiethen- ____________________Dr, Zintzer. 10158] Zwei Familienlogis, je drei Zimmer, Küche und abgeschl. Vorplatz zu vermiethen.________Steinstraße 52a. 9818] Kleine Familienwohnung zu vermiethen._________________Ltcherftraße 5. lObSuj Ein schön möblirtes Zimmer mit Cabiner und guter Bedienung sosort zu vermiethen. _ ____ Oftanlage, Ecke der Wiesenstr. Nr. 2, UL 1049U] Schöner Laden in oerkehrs- reicher Straße mit oder ohne Logis preiswürdig zu vermiethen. Näheres Bahnhofstraße 51 II.