1890 Sonntag den 23. November Erstes Blatt M. 274 5 Mw bk«u *»l beä JÄ? Amts-- und Anzergsblntt fßt den Nvrrs Gieren. |Hratiskeilage: Hießmcr Jamikienökätter SM 4588 ess-."" uiiri 0(0; ni l'pM Alle Armovcen-Bureaux des In- und Auslandes nehm»« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Gefunden: 1 Vorstecknadel, 1 Paar Handschuhe, j Strumpf, 1 Uhrgehänge, 1 Geldbeutel, 2 Photographien, -2 einzelne Handschuhe, 1 Kopftuch, 1 Portemonnaie mit Inhalt. Augeflogen: 1 Kanarienvogel. Gießen, am 22. November 1890. Großherzogliches Amtsgericht. Fresenius. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den fügenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Dr. Neichensperger das Wort. Derselbe erklärte sich gegen I die Einkommensteuer-Vorlage und tadelte speciell die Einführung des Declarationszwanges, indem er behauptete, daß ein solcher Zwang zu Hintergehungen und selbst zum Meineide verleite. Anstatt der Regierungsvorschläge empfahl der Centrumsredner eine Reformirung des jetzigen Einschätzungsverfahrens und schloß er mit einer Abschweifung aus das Gebiet des Klassenwahlsystems. Namens der konservativen Partei sprach der Abg. v. Rauchhaupt deren Bereitwilligkeit zur Mitwirkung bei der Steuerreform aus und erklärte er stch im Allgemeinen mit den bezüglichen Regierungsvorlagen einverstanden, obschon er mit Bedenken in Einzelsragen nicht zurückhielt. Die Rednerliste des Tages beschloß der freisinnige Abgeordnete Rickert, der ebenfalls die Bereitwilligkeit auch seiner Partei zur Mithülse bei den Reformaufgaben I betonte, im Uebrigen aber den Steuervorlagen des Finanzministers gegenüber eine keineswegs bestimmte Stellung einnahm. Doch ließ der Redner durchblicken, daß seine Partei die Steuervortagen ablehnen werde, wenn es nicht gelingen sollte, eine Quotisirung der Steuern herbeizusühren. — Am Freitag wurde die Generaldebatte über die Steuerreform fortgesetzt. Fn Wien sand am Donnerstag im Ministerium des Auswärtigen eine Besprechung zwischen dem Sectionschef v. Szögyenyi, dem österreichischen Handelsminister Marquis Bacquehm und dem ungarischen Handelsminister Baroß in Sachen des geplanten deutsch-österreichischen Handelsvertrages statt. Ueber das Ergebniß dieser Conferenzen ist indessen noch nichts Näheres bekannt. In der Prager Landstube haben am Donnerstag die Plenardebatten über die Ausgleichsvorlage, betr. die Zweitheilung des Landesculturrathes für das Königreich Böhmen, begonnen. Es dürfte im weiteren Verlaufe der Debatten zu erregten Scenen kommen. Die serbische Ex-Königin Natalie hat mit ihrer Absicht, ihre Scheidungsangelegenheit auf's Neue aufzurühren, bei der serbischen Regierung kein Glück. Natalie wollte an die Skupschtina appelliren, damit dieselbe die Scheidung zwischen Natalie und Milan für nichtig erkläre, aber dagegen ist jetzt der Ministerpräsident Gruic nachdrücklichst eingeschritten. Er richtete ein Schreiben an Natalie, worin er zunächst den ihm gemachten Vorwurf, er lasse über ihre Absichten salsche Nachrichten verbreiten, zurückweist. Dann erklärt aber Gruic kategorisch, das Interesse des serbischen Königshauses erheische es, daß in Sachen der Ehescheidung kein Appell an die Volksvertreter ergehe, was die Negierung auch zu verhindern wissen werde. Schließlich constatirte der Ministerpräsident, daß sich die Königin-Mutter gegen alle Vermittelungsvorschläge ablehnend verhalten habe. _______________________________ - •' Zonentarif. Mutung Vierttlfähriger 2 Mark 20 Pfg. tz« Bringerlohn. Durch die Post bejvyn 2 Mark 50 Pfg, Webaction, Expedit» und Druckerei: Kch-lstratze Feririprechtr 51. Neueste Nachrichten. WoW telegraphisches Correspondenz-Burcau. Berlin, 21. November. Der „Kreuz-Zeitung" zufolge hielt der Kaiser nach der gestrigen Vereidigung der Rekruten hiesiger Garnison an die Truppen eine Ansprache, wo- | rin er zunächst die friedliche äußere Lage betonte, dann auf । den inneren Feind hinwies, der nur aus dem Boden des Christenthums zu überwinden sei. Niemand könne ein guter Soldat sein, wenn er nicht zugleich guter Christ wäre. Darum sollten die Rekruten, die ihm als dem irdischen Herrscher den Eid der Treue geleistet, vor Allem auch dem himmlischen Herrn und Heiland Treue bewahren. — Das „Armee-Verordnungsblatt" veröffentlicht eine Kaiserliche Cabinetsordre, durch welche behuss beschleunigter Ausbildung des Ossiziers ersatzes die Einrichtung abgekürzter Unterrichtscurse auf den Kriegsschulen verfügt wird. Im Frühjahre 1891 ist eine neunte Kriegsschule zu eröffnen. Bei besonders guter Qualification können aus den Cadettencorps hervorgegangene characterisirte Portepefähnriche schon nach zweimonatlichem, die übrigen Aspiranten schon nach dreimonatlichem Truppendienste zur Kriegsschule zugelassen werden. Berlin, 21. November. Im Abgeordnetenhaus wurde die Steuerdebatte heute fortgesetzt. Der erste Redner, Freiherr v. Zedlitz-Neukirch (sreicons.) betont, die Einkommensteuer bilde die Grundlage der preußischen Finanzpolitik- sie müsse ein festes Zehntel der Staatseinnahmen bilden, damit die Ertragssteuern den Charakter von Nebensteuern gewinnen könnten. Der Redner hält die Herabsetzung der Steuersätze von 3000 bis 6000 Mk. für bedenklich, ist dagegen mit der Partei bereit, bei höheren Einkommen mit dem Steuersätze bis zu 4 pCt. zu gehen und tritt für eine parlamentarische Einwirkung bei Verwendung der Steuerüberschüffe ein. Generalsteuerdirector Burghart erhofft das Zustandekommen einer Bekanntmachung. Die über die Schasheerde zu Weiters Hain wegen Räude verfügte Sperre wird, nachdem die zu derselben gehörigen Schafe getödtet sind und die vorschriftsmäßige Des- infection erfolgt ist, hiermit aufgehoben. Gießen, am 19. November 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. G a g e r n. , Gießen, den 22. November 1890. Betr.: Die Berichtigung der Forst- und Feldstrafen von der V. Periode 1890/91. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen Schulstraße 4.____ T^m-altivermachtrin m 17. dm Vorstand: -uman» Pfarrer. itr 1890: ifest ’bandes Giessen Fanz rsus. «•ÄS * M«eser. wirb die et '""sag, Mische S und i» leb«, Seit nach Belieben ’gemeinsam Unterhaltung M W m großer ZG «57 9^ Bier im «M. Das Comite. leines Logis ju oermtethen- Mühlgasse 14. M'Mogis zu oermtethen. ~ 110, Ecke der Grünßergerstr. : gr. unmöblütes Zimmer zu ____________Steinstraße 17. ei mM- Lim. (Wohn- Ä verm. i. Hess. HohlTr-b- »immer mit Cabinet, Wasser- Lubehör, sofort zu vermiethen. mt- und Schulstraßen-Ecke, tu großes schön möbl. Zinimer ßen. Musöurg 12. werden solle. Ferner solle bei Oberpräsibent ersucht werben, unter Anlehnung an eine frühere Verorbnung ber Regierung zu Gumbinnen, betreffenb bie Sonntagsheiligung, Verorb- nungen zu erlassen. Speciell wirb hervorgehoben, daß bie Jagd an Sonn- unb Feiertagen zu verbieten sei. Fünfkirchen, 21. November. DieInfluenza verbreitet sich immer mehr, vielfältig von Typhus gefolgt. In ben Schulen fehlt bie Hälfte ber Zöglinge. Die Epibemie tritt in diesem Jahre heftiger auf als im Vorjahre. Helgoland, 21. November. Der Schooner „Pericm", Capitän Volruardsch, von Wyck aus Föhr mit Steinkohlen von Warkworth unterwegs, gerieth an den Seehundsklippen bei Helgoland auf Grund. Die Löschung der Ladung hat begonnen. Wien, 21. November. Der „Wiener Zeitung" zufolge verfügte der Handelsminister mit Rücksicht auf die Beendigung ber Pilgerzüge nach Mekka unb das Erlöschen der Cholera am Rothen Meere die Aufhebung der siebentägigen Beobachtung der aus den Häfen des Rothen Meeres ankommenden Schiffe. Letztere sollen bei der Ankunft nur einer strengen ärztlichen Untersuchung unterzogen werden. Paris, 21. November. Weitere Nachforschungen ergaben, daß Padlewski im Besitze einer Geldsumme gewesen ist. Mehrere Abendblätter melden, Padlewski sei in Pousset gesehen worden, andererseits wird behauptet, daß zwei Polizeibeamten nach London zur Verfolgung des Flüchtlings gegangen seien. Paris, 21. November. DaS Leichenbegängniß für den General Seliwerstow sand heute Vormittag statt im Beisein der Mitglieder der russischen Botschaft, des Polizeipräfecten und sonstiger zahlreicher Theilnehmer. Der Sarg wurde bis zum Einlangen von Verfügungen ber Familie in ber Kirchengrus t beigesetzt. Die Untersuchung ergab bisher kein weiteres Material. Heber bie angekünbigte Ausweisung von Nihilisten, insbesondere Menbelsohns, ist noch keine Entscheidung getroffen. Paris, 21. November. Der Deputirte Saint-Germain beantragt einen Gesetzentwurf, wonach alle auswärtigen Versicherungs-Gesellschaften die Autorisation der Regierung und die Hälfte ihrer Einnahmen bei den französischen Filialen in französischen Renten in der Staatsdepotkasse hinterlegen müssen. Der Antrag ist namentlich gegen die amerikanischen Gesellschaften gerichtet, gewissermaßen als Repressalie gegenüber der Mae Kinley-Bill. Belfort, 21. November. Nach einer Meldung des „Soir" explobirte in unmittelbarer Nähe der im Bau begriffenen^Pulvermühle ein Pulverlager, wodurch 4 Arbeiter getödtet wurden. Brüffel, 21. November. Die Meldung der Blätter, am oberen Kongo sei Seitens des Kongostaates der ber englischen Missionsgesellschaft gehörige Dampfer „Peaee" beschlagnahmt und die englische Flagge durch diejeuige des Kongostaates ersetzt worden, ist, wie aus Kreisen ber Kongo-Negierung verlautet, ungenau. Während des Schiffbruches eines Kongodampfers wurde nur Hilfeleistung des „Peace" gegen eine den Missionären zu leistende Schadloshaltung in Anspruch genommen. Die Angelegenheit wurde mit den Missionären freundschaftlichst beigelegt. Konstantinopel, 21. November. Der Sultan entsandte vier Aerzte nach Berlin zum Studium der Koch'scheu Heilmethode. Die Arage der Bestrafung oder Entschädigung bei Contractbruch zwischen Arbeitgeber und Arbeiter. Es muß in allen Kreisen anerkannt werden, daß die zweckmäßige mit) gerechte Lösung der Frage der Bestrafung oder der bloßen Entschädigung in den Fällen des Contract- bruches von außerordentlicher Bedeutung nicht nur für das gesammte Wirtschaftsleben, sondern auch für die fernere Entwicklung ber socialen Frage überhaupt ist. Muß doch jeder wirthschaftliche Betrieb, der Arbeiter beschäftigt, mit den üblen Folgen des Contractbruches rechnen, und kann doch erwartet werden, daß Arbeiter wie auch Arbeitgeber in Zeiten bes Strikes sich weniger leicht zu übereilten Schritten verleiten lassen, wenn die Frage des Contractbruches zweckentsprechend gelöst wird. Die hohe Wichtigkeit dieser Angelegenheit in gebührende Berücksichtigung ziehend, hat bekanntlich auch ber Bundesrath die Regelung des Contractbruches in bie Arbeiterschutzvorlage ausgenommen, unb erfreulicher Weise hat bie Arbeiterschutzcommission bes Reichstages in biefer Frage einige Beschlüsse gefaßt, welche eine gebeihliche Regelung derselben e» warten lassen. Zur Information unserer Leser bemerken wir zunächst, daß eine eigentliche strafrechtliche Verfolgung des Contractbruches zwischen Arbeitgeber und Arbeiter seitens der Regierung überhaupt nicht geplant wird und auch vom Reichstage nicht gewünscht wird, denn wie nachtheilig und zum Theil sogar frevelhaft ber Contractbruch zwischen Arbeitgeber und Arbeiter auch erscheinen mag, so muß babei boch auch berücksichtigt werden, daß Zank, Streit, Beleidigungen und ähnliche das menschliche Gemüth in Wallung bringende Differenzen zwischen Arbeitgeber und Arbeiter den Contractbruch bezw. die sosortige Aushebung des bisherigen Arbeitsvertrages unter eine Art Nothzwang stellen und daß die durch etwa in Aussicht stehende Bestrafung erzwungene Aufrechterhaltung des Arbeitsvertrages zu den unerträglichsten Zuständen zwischen Arbeitgeber und Arbeiter leicht führen könnte. Zudem dürste es in Zeiten allgemeiner Arbeitseinstellungen auch praktisch unmöglich sein, etwa hunderttausend contractbrüchige Arbeiter zu bestrafen. Das durch ben Contractbruch beleidigte öffentliche Nechtsgefühl fordert nun aber doch eine Sühne und ebenso verlangen die durch den Contractbruch verletzten Interessen der Arbeitgeber, resp. im entgegengesetzten Falle auch diejenigen der Arbeiter einen entsprechenden Schutz. Diese Punkte der schwierigen Sachlage gegen einander ab- wägend soll nach § 125 der Gewerbeordnungsnovelle resp. Arbeiterschutzvorlage dem Arbeitgeber wie dem Arbeiter das Recht zustehen, im Falle des Contractbruches von dem den Vertrag brechenden Contrahenren eine Buße zu fordern, welche für ben Tag bes Contractbruches und jeden folgenden Tag der vertragsmäßigen ober gesetzlichen Arbeitszeit, höchstens aber für sechs Wochen, nach ben ortsüblichen Löhnen berechnet werden soll. Man könnte nun darüber streiten, ob die rni dieser Weise festgesetzte Buße für den Contractbruch als eine Strafe oder als eine einfache Entschädigung anzusehen sei, doch ist ein solcher Streit practisch ohne jede Bedeutung, denn diese Buße ist aus der einen Seite entschieden keine Strafe im strafrechtlichen Sinne, denn von einer Gefängmß- oder bestimmten Geldstrafe ist ja dabei keine Rede, sondern es wird dem contractbrüchigen Theile lediglich der Ersatz des angerichteten Schadens auferlegt, worin wohl Niemand eine besondere Strafe erblicken kann, denn bei frivoler oder fahrlässiger Schädigung eines Dritten waltet eben Entschädigungspflicht ob und die Erfüllung derselben ist keine Strafe im criminellen Sinne. Die Arbeiterschutzcommission hat sich übrigens noch bemüht, diese Buße oder Entschädigung bei Contract- brüchen zwischen Arbeitgebern und Arbeitern auf das geringste Maß herabzubrücken, indem sie den Antrag des freisinnigen Abg. Dr. Gut fleisch annahm, wonach das Wort „Buße" bei der Entschädigung vermieden, und dieselbe nur aus höchstens sechs Tage vom Tage des Contractbruches nach ortsüblichem Arbeitslohn gewährt werden soll, eine gedeihliche Verständigung über diese wichtige Angelegenheit im Reichstage ist daher wahrscheinlich. CocaUe nnö prwhtjieU«». Gießen, 22. November. — p Theater. Die „Gefährlichen Mädchen" sind schon einmal von Herrn Directax Reiners bei seinem ersten Hiersein vor zwei Jahren gegeben worden nnb hatten, wie wir uns noch sehr wohl erinnern, einen vollen Erfolg bei einem zahlreich erschienenen Publikum. Wir erwähnen das ausdrücklich, um den Gegensatz von damals und jetzt gebührend zu kennzeichnen, den Gegensatz in Bezug aus Leistung unb Gegenleistung. Wir wissen noch ganz genau, baß nur zwei von ben biesmal neu besetzten Rollen bamals eine Vertretung hatten, bie sich mit ber biesjährigen messen könnte. Für alle übrigen Partien haben wir biesmal Schauspieler, gegen bie jene vor bret Jahren absolut nicht auskommen können; in Bezug auf bie Ausstattung ber Scene und sonst in jeder Beziehung sind ganz erhebliche Fortschritte gemacht. Die Vorstellung des Schacht'schen Lustspiels verlief glatt und hatte einen recht hübschen Erfolg. Nur möchten wir die Regie wiederum daraus aufmerksam machen, daß sie sich eine wesentliche Abkürzung der Zwischenpausen angelegen sein lassen muß, wenn sie die Wirkung des Stückes nicht wesentlich gefährden will. Alte Bekannte waren uns in ihren Nollen Herr und Frau Reiners. Die letztere war als schelmischer, ausgelassener Backfisch wiederum allerliebst, während Herr Reiners eine höchst gelungene Darstellung des reclame- gewandten Photographen Wendal lieferte. Sehr hübsch war Fräulein Elisabeth Bischoffs Spiel in der Partie der Emma. Herr Rudolf B i e b r a ch verkörperte als Architect Großbach in ergötzlichster Weise ben schüchternen Heirathscandidaten par ordre superieur. Mit Herrn Goullons Spiet in der Rolle des Schriftstellers Haller wären wir völlig einverstanden gewesen, wenn der Herr nicht wieder zu oft in feine alte Liebhaberei, auf dem hohen Kothurnus auch bei leichten Salonplaudereien zu wandeln, verfallen wäre. Characteristisch und mit guter Wirkung, wie immer, spielte Herr Winolt. Auch Fräulein Adelheid Martin war als Fanny völlig befriedigend und ebenso waren die übrigen Rollen ausreichend besetzt. — Theater. Sonntag gelangt die vorzügliche Gesangs- posse des leider nur zu früh verstorbenen Hugo Müller: „Heydemann und Sohn", dessen „Gewonnene Herzen" voriges Jahr stürmischen Beifall gefunden haben und als Militärvorstellung zum zweiten Male auf Veranlassung des Negimentscommandos hier gegeben wurden, zur Aufführung. „Heydemann und Sohn" ist reich au äußerst comischen ©eenen unb hübschen Gesangsnummeru. Die Hauptrollen liegen in ben Hänben ber Herren Reiners, Biebrach, Winolt unb unserer Soubrette, Fräulein Abelheib Martin. Vermischt«». * Berlin, 20. November. Ueber ben Bauschwindel, ber in Berlin unb anderen großen Städten heimisch ist, gibt Geh. Justizrath Professor Dr. Dernburg im „Genossenschaftlichen Wegweiser" eine Schilderung und tritt gleichzeitig mit Entschiedenheit für die Sicherung ber Ansprüche ein, welche bie Bauhandwerker an die von ihnen ausgeführten Bauten geltend machen können, welche ihnen aber der Entwurf unserer neueren bürgerlichen Gesetzgebung aus juristischen unb sachlichen Gründen verweigert. In großen Städten, so heißt es in dieser wahren Schilderung, werfen sich neben soliden, technisch gebildeten und vermögenden Bauherren eine Menge geriebener und verkommener Speculanten, Grundstückscommissionäre, auch Maurer- und Zimmerpoliere auf das Baugeschäft. Technische Kenntnisse brauchen sie nicht, Vermögen brauchen sie auch nicht. Das Technische besorgen ihnen Maurermeister, die nach bekannten Mustern bauen, Geld wird ihnen vorgeschossen; die Zeche bezahlen schließlich bie Bauhandwerker, mittelbar auch das wohnungsbedürftige Publikum. Gemacht wird es aber so: Der Baufpeculant kauft ein möglichst großes Terrain. Da er nichts hat und das Geld borgt, so kommt es ihm auf den Preis nicht viel an. Daher gehen die Grundstückspreise so sehr in die Höhe. Die Baugelder geben Baubanken und einzelne Bankiers mit dem Fortschreiten des Baues gegen hypothekarische Sicherheit. Die Lieferanten von Baumaterialen, insbesondere aber die Bauhandwerker, erhalten dann aus den Baugeldern „Anzahlungen". Im Uebrigen gehen sie, wie es ihr Geschäft mit sich bringt, mit Arbeiten und Materialien in Vorschuß. Nun kann sich die Sache in zweifacher Weise gestalten. Die Conjunctur ist günstig, glänzend, der Neubau wird vollendet und vortheilhaft verkauft, der Bauspeculant ist über Nacht ein reicher Mann geworden, und die Bau- Handwerker werden für ihre Restforderungen befriedigt. Oder es gelingt dem Bauspeculanten, wenigstens neue Terrains zu erwerben, neue Baugelder zu erhalten, so daß er mit dem Geld für ben zweiten Bau die Schulden des ersten zustopft, und so weiter, so lange die Conjunctur bleibt. Gelingt aber weder das Eine noch das Andere, so verfällt er eben in Concurs. Die Bauspeculanten haben bei dem Geschäft Nichts verloren, denn sie sind gedeckt, „hineingelegt" ist nur der Bauhandwerker. Professor Dernburg plaidirt dafür, daß in dem Entwurf eines Reichsgefetzes über die Zwangsvollstreckung in Grundstücken den Bauhandwerkern ein Vorrecht gewährt werde. * Der kostspieligste Bahnhof der Welt dürfte wohl derjenige von Bombay sein, welcher jüngst eingeweiht wurde.. Der Bau desselben hat zehn Jahre gedauert und an 80 Mill- Mark gekostet. Eine Erklärung für die hohen Kosten liefert der künstlerische Charakter, den man dem Gebäude verliehen, hat, die Mittelkuppel ist von einem Ricsenbildniß des Fortschritts gekrönt- im Innern der großen Halle befindet sich eine große Bildsäule der Kaiserin von Indien, umgeben von allegorischen Figuren. Ueberall sieht mau Zierstücke in Marmor und in geschnitztem Holze. Literatur mmö Knnft — Eva Leoni. Roman von M. Bernhard. 33 Bg. 8», 93erlaß von Friedrich Schirmer in Berlin. Preis 5 Mk., in eleg. Einbände 6 Mk. Dieser wunderhübsche Roman eignet sich wie bald kein zweiter zur Lectüre für das weibliche Geschlecht. Es ist die Geschichte einer jungen Frau seit ihrer frühesten, trübln Kindheit bis zu den Tagen dauernden Glücks, welches untz in anmuthiger Form bargebracht wirb. Bet der bevorstehenden Weihnachtszeit sei auf „Eva Leoni" als auf ein sehr geeignetes Gelegenheitsgeschenk hingewiesen. Auch in jeder besseren Leihbibliothek ist der Roman vorrätbig. Jeder empfiehlt sie. Beerfelden. Herr Apotheker Richard Brandt, Schaffhausen. Ich möchte nicht verfehlen, einen jeden Leidenden hiermit auf Ihre Schweizerpillen (Preis ä Schachtel 1 Mk.), welchen ich lediglich die Befreiung von meinem Brustleiden zu verdanken habe, aufmerksam zu machen und danke Ihnen noch besonders für diese dem allgemeinen Wohle nützliche Erfindung. P. Ludwig, Drehermeister. (Unterschrift beglaubigt.) Haupt-Depot: AdlerApotheke in Frankfurt a. M., Trierscher Platz. 9778 Unter Freunden wird der vorzügliche Holländ. Labak allseitig empfohlen, 10 Pfd. fco. 8 Mk. nur btrect bei B. Becker in Seeserv a. Harz. 156 1 Gießen, 22. November. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. 0,95—1,00, Hühnereier 1 St. 8—, 2 ©t — 4, Enteneier 1 ©t--H, 2 ©t. — 4, Käse pr. St. 4—8 Käsematte pr. St. 3 Erbsen pr. Liter 16 Linsen pr. Liter 28 -4, Tauben pr. Paar JL 0,50—0,65, Hühner pr. Stück JL 0,85—1.00, Hahnen pr. Sb 0,60—0,90, Enten pr. Stück 1,50—1,80, Ochsenfleisch pr. Pfd 70—74 H, Kuh- und Rindfleisch 60—64 «$, Schweinefleisch 70—80 H, Hammelfleisch 62—68 Kalbfleisch 60-64 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo 3,50-5,50, Weißkraut pr. ©t. 3—7 •&, Zwiebeln per (Zentner X 6,00—0,00, Milch per Liier 12-18 Gänse pr. Pfd. 45-56 Auszug «us den Stairdesaintsregtsteritz der Stadt Gießen. Aufgebote. November: 17. Ludwig Schnecker, Steinhauer zu Londorf, mit Elisabethe Lich daselbst. 17. Ludwig Jacob Franz Theodor Günther, Hilfsbremser bei der MainW^ser-Bahn dahier, mit Marie Luise Simon hierselbst. 19. Heinrich Heinz von Nidda, Stetnhauer dahier, mit Maria Margaretha Friederike Schneider hierselbst. 19. Johann Heinrich Wilhelm Förster von Elberberg, Bierbrauer dahier, mit Anna Trenkcr hierselbst. 20. Heinrich Launspach von Beltershain, Dtenstknecht dahier, mit Louise Marie Gehringer von da. Eheschließungen. November: 19. Ernst Kar l Ferdinand Schott, Kaufmann dahier, mit Marie Katharine Fliedertke Pauline Hermine Wenzel von Rüdesheim. Geborene. November: 13. Dem Handelsmann Hanne Schaumberger ein Sohn, Sally. 15. Dem Universitäts-Fechtt und Tanzlehrer Friedrich Röse eine Tochter. 16. Dem Schaffner bet der Main-Weser Bahn Carl Tag eine Tochter, Marie. 21. Dem Taglöhner Wilhelm Schmidt XIII. eine Tochter, Johanna. Gestorbene. November: 14. Margarethe Körber, geb. Kock, 73 Jahre alt^ Wittwe von Rechner Benjamin Körber. 16. Rosalie Luise Wilhelmine Henriette Bertha Krapp, 6 Jahre alt, Tockter von Hautboist Hermann Krapp dahier. 17. Jdhs. Waldschmtdt, 47 Jahre alt, Taglohner von Fellingshausen. 19. Wilhelm Fink, 2 Jahre alt, Sohn von Marmorarbeiter Jacob Fink zu Niedergirmes. 20. Johann Heinrich Karl Werle, 26 Jahre alt, Pharmaceut dahier. 20. Elisabethe Wittich, geb. Becker, 79 Jahre alt, dahier, Wittwe von Schuhmacher Georg Wittich. 20. Mina Deustng, 5 Jahre alt, Tochter von Schlosser Heinrich Deustng zu Burg, Amt Herborn. 20. Julius Hoch I., 61 Jahre alt, Bauunternehmer und Stadtverordneter dahier. 21. Dr. Wilhelm Diehl, 83 Jahre alt, Gymnasiallehrer i. P. dahier. Auszug aus den rttrcheubücherm der Stadt Gieße«. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 19. November. Ernst Karl Ferdinand Schott, Kaufmann zu Gießen, unb Marte Katharine Friebertke Pauline Hermine Wenzel, Tochter des zu Mainz verstorbenen Districtseinneymers Heinrich Wenzel. Getaufte. Den 15. November. Dem Kaufmann Heinrich Boller eine Tochter, Johanna Marie Ottilie Minna, geboren den 21. September. Den 16. November. Dem Schlosser Joseph Berber eine Tochter, Antonie Elisabeth, geboren den 23. Skptember. Denselben. Dem Commis Hermann Köhler eine Tochter, Dorothea Marie Luise Karola, geboren den 1. September. Denielbtn. Dem Schreiner Christian Reitz eine Tochter, Johanna Christiane Elisabeth, geboren ben 8. September. Denselben. Dem Taglöhner Heinrich Schneider ein Sohn, Jean Georg, geboren den 7. October. Denselben. Ein unehelicher Sohn, Balthasar Albert Theodor Ferdinand Friedrich Arthur, geboren den 1. August. Den 20. November. Uneheliche Zwillinge, eine Tochter, Charlotte, unb ein Sohn, Heinrich Balthasar, geboren den 3. November. Denselben. Dem Taglöhner Johann Tag in Gelsenkirchen eine Tochter, Lina, geboren den 28. Februar. Beerdigte. Den 17. November. M^rgarclhe Körber, geb. Koch, Wittwe des verstorbenen Rechners Benjamin Körber, alt 73 Jahre, gestorben ben 14. November. 2. 3. 4 6 5 Kl 11 13 16- 17- 18. 20. 23. 24. 30. 3L «ckBti Ä* £‘”:w Dienstag OMü : Donnerstag Samstag " Dienstag " Mittwoch " Donnerstag " Samstag ' Dienstag " Mittwoch ' Donnerstag - Samstag " Dienstag • Mittwoch " Die Einleger Edn sie die Zinsen empfang nehmm der vorgenannten Za lagebüchern bei der - iii erscheinen- Prisen, welche l Mt erhoben W itn Eapitalien in -Mieden nnvvo an verzinst. Es brauchen hierr Einleger, welche die erheben wollen, an den tagen nicht zn ersche der zugeschriebenen > Einlagebüchern rann legentlich im Lause erfolgen , Gießen, am 22.. Der Rechner der Spar Doer Versteif Mittwoch rcn 2 tag Sen 27. Nachimitat wirb in Lonyö Bi Snrzwaaren, Pos Sorsrtien, Pelz» Handschuhe,Knot u. Lcivenreste, Sk Spitzendeachen.T unb Wintermänt Teppich, 2-3 m läuser, 130 cm br schrank u. s. w. t NI 9 verstet, KkchM Di 21. d. M., v lOUbt an,W Gesellschaft 123' junger, 00 Hammel.Läm jtoimer öffeM neigern. Eberstadt, 9752 q Ieilge 8,antf- Sten „„Conflito Martig SÄ' Wi »'«.(!r« sli Uh Hl 9526 Bestellungen bei allen Buchhandlungen, Journal- ’ Expeditionen und der Post. —»>• ■>- Man verlange Probeheft» Alle 14Tage ein Heft. Jedes Heft von mindestens 24 Seiten größt Folio nur 30 Pf. Aelle Hetcgenkeit zum Hintritt ins Aöonnement. Wer sich und seiner Aamrlie eine unerschöpfliche Huelle der Anterhaltung Vcschafscn oder es einmal mit einer andern^^'. r Zeitschri ft versuchen will, abonnire auf Gegenstände von X 1.85 an, I Tischtüchern, von JL —85 an. 1.65 halbleinen mit 3.25 Neueste in Waschächten Baumwollflanellen für Ferner: das Hauskleider und Negligszwecke von 60 Pfg. an per Meter. 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Iieikgeöotenes. Iastenbretzsln, täglich frisch, sowie Mürbe- empfiehlt 9796 Karl Germann. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Lindenstrnth für 1891/92 liegt vom 21. bis 29. November auf dem Bürgermeisterei-Bureau dahier zur Einsicht aller Betheiligten offen. Lindenstruth, den 20. November 1890. Bekanntmachung. Die aus Martini dieses Jahres fällig gewesenen Holz- und Grummetgrasgelder können innerhalb 8 Tagen, an den Zahltagen Dienstag, Donnerstag und Samstag, noch kostenfrei zur hiesigen Stadtkasse bezahlt werden. Gießen, den 22. November 1890. 50-Pfennig-Bazar Brandgasse L Zeige hiermit die Eröffnung meiner Weihnachts - Ausstellung an und lade zu zahlreichem Besuche ergebenst ein <»»* gesetzt worden: Dienstag den Mittwoch „ Donnerstag w Samstag Dienstag „ Mittwoch „ Donnerstag „ Samstag Dienstag „ Mittwoch * Donnerstag M Samstag „ Dienstag „ Mittwoch „ Dienstag „ Mittwoch „ x<<^ Ä***<*^ Die Einleger werden ersucht, insoweit ste die Zinsen für 1890 baar in Empfang nehmen wollen, an einem der vorgenannten Zahltage mit den Einlagebüchern bei der unterzeichneten Kaffe zu erscheinen. Zinsen, welche bis zu Ende 1890 Nicht erhoben worden find, werden den Capitalien in den Büchern zugeschrieben und vom 1. Januar 1891 an verzinst. Es brauchen hiernach alle diejenigen Einleger, welche die Zinsen nicht baar erheben wollen, an den vorgenannten Zahltagen nicht zu erscheinen, die Wahrung der zugeschriebenen Zinsenbetrage in den Einlagebüchern kann vielmehr ganz gelegentlich im Laufe des Jahres 1891 erfolgen Gießen, am 22. November 1890. Der Rechner der Spar- u. Leihkasse Gießen. _______Do e ring.______ Versteigerung. Mittwoch den 26. u. Donnerstag den 27. November, Nachmittags 2 Uhr, wird in Lonys Biersaal eine Parthie Kurzwaaren, Posamenten, Spitzen, Corsetten, Pelz- und Federbesatz. Handschuhe,Knöpfe,Sammt-Plüsch- u. Seidenreste, Stoffe für Ballkleider, Spitzendeckchen,Spitzentücher.Regen- unb Wintermäntel, sowie ein Brüffeler Teppich, 2—3 m groß, 12 m Cocos- läufer, 130 cm breit, ein eiserner Wein- schrank u. f. w. versteigert. 8795 Steins Garten werden zu einer 9760 Schiffenbergerthal (Gastwirlh K. Hauser). 9786 Schwall, Stadtverordneter. 9772 Geschäfts-Eröffnung zeige ergebenst an. 9799 9756] Ich beabsichtige, meine 9755 beim Wald, in der Stephausmark. Internationale permanente Ausstellung HswdehbureBü und Lager Den 24. d. M.r «W- Tüchtig« Agenten. Untergässer Kirmes. »-sucht- Offerten m« R itzeuchelheim 9759 v. Andel, Pfarrer. Montag Swend: Feldhaus. 96.001 Per. Königs-Laurah.-Act. 136.10 Tendenz: unentschieden. 168.80 Reichsbank-Dtscont 5Ve pCt. — Frankfurter Bank-Discout 5*/2 pCt. 9793 89.60 91 90 77.80 78 50 468 700 1225 818 1596 255 290 bitte ditto ditto 117.37 414.50 . 200.50 158.50 140.50 11550 55 99 3V2% Gießener Gelsenk. Bergw.-Act. Jean Kirch. H. E. Jughardt. R. Scheel. Fuhr, Oberlehrer. Di*. Gutfleisch. s ä 2 auf 6 oder 9 Jahre zu verpachten und zwar: 209.70 154.40 153.00 147.50 107.75 26L87 211 37 Heinrich Winolt. Richard Goullon. Anni Reiners. Elisabeth Bischoff. Hans Rudolf. Karl Schreiner. !. Rudolf Biebrach. Adam Reiners. ’ Adelheid Martin. Karl Rupp. Adolf Klein. Ida Unger. Guauth, Oberbürgerineistcr. Fresenius, Polizei-Rath. Laugsdorss, Oberamtsrichter i. P. Emil Fischbach. 9745] Eine Witiwe sucht Stellung als Wirthfchaftsrin bei einem Herrn. Disconto-Command.-Anth. Darmstädter Bank-Act. Dresdener Bank-Act. Nordd. Lloyd-Act. Wiener Bankoer.-Act. Oest. Credit-Act. Oest. Staatsb.-Act. Lomb. E.-B.-Act. Buschtherader E.-B.-Act. 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Für größere Gesellschaften ein schönes großes Loeal für einige Tage in der Woche abzu- geben. [~9742] A. AlboSd. Coursbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft Frankfurter Börse vom 22. November 1890. Lenz fcher Felsenkeller Heute Sonntag: im Heegstrauch vornen, hinten, Sonntag den 23, November: T anzunterhaltung SMST Der Gefawmt Auflage des heutigen Blatte- liegt eine Extra-Beilage der Drogen-Handlung Otto Schaaf (Gießen, SelterSweg 3S) bei, die wir geneigter 1 Beachtung empfehlen. 9762 Die Unterzeichneten beabsichtigen die Gründung eines Vereins, welcher auf dem Gebiet h o Bestattttnaswesens — nach dem Vorgang anderer Städte — zweckmäßigere Emrichtnngen an zu bahnen strebt Als nächst- Ausgabe betrachten dieselben, dem übermäßig entwickelten Luxus der Blumcnspcndcn bei Begräbnissen zu Gunsten hiesiger müder Stlftnugen cntgeg Geschäfts-Verlegung. Mein Geschäft nebst Wohnung befindet sich jetzt Uf Nordanlage ilr- 18. ZU 9794 Martim Dörr, Schloffermrister. Der verehrlichen Nedaction des „Gießener Anzeiger", sowie allen 3trti)T^aT$srtn oer einem ycuu. , werthen Gebern statten wir für die unserer durch Hagelschlag so schwer ' Offerten unter z. 0. an die Expedition heimgesuchten Gemeinde erwiesene Hülfe einen herzlichen Dank ab. Gott dieses Blattes.__|ber Herr sei allen geehrten Wohlthätern ein reicher Vergelter! ! Königsberg, den 21. November 1890. Im Namen des Hülfs-Comitoes: Heuss Theater, Giessen. (Direction: Adam Reiners). Sonntag den 23 November 1890: Hey dem an n und Solin. Gesangs-Posse in 7 Bildern v. H. Müller. Personen: [9770 556 oKlftr. in der Schwarzlach, am Furstenbrunnen, unter der Haardt, Liebhaber wollen sich g f- an mich wenden- Carl Schwan sen., Seltersweg 64. Einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum hiermit die ^gebenr Anzeige, daß ich unterm Heutigen MarMstrasse JVr« 34 m Verbindung mit meinem Maßgeschäft.eine SchNhwaaren-Handlung errichtet habe. - Gestützt auf langjährige Erfahrungen, sowie durch Ver- bindung mit den bedeutendsten und günstigsten Bezugsquellen bin ich in den Stand gesetzt, allen Anforderungen der Neuzeit entsprechen zu rönnen. Bei der größten Auswahl von den einfachsten bis zu den elegantesten Schuhwaaren für Herren, Damen und Kinder, zu eiligen Jahres seit v-siend, werde ich doch der Anfertigung nach Matz, sowie auch den Apparaturen wie seither die größte Sorgfalt widmen. Es wird mein Bestreben sein, auch in meinem neuen Unternehmen die mich beehrenden Kunden in jeder Weise streng reell, gut und billig zu bedienen und halte ich mich bei eintretendem Bedarf bestens empfohlen. Justus Benner, SHlchmachermeifler. Rittergaffe 16 - MarktAraße 31. 3% Reichsanleihe 3V2°/o do. 3o/o Preuß. Conscls 3e|df B V** jSetit«!»' Die «W“„ »rrvkn jnl6( beigiltgl. Locali ***** M fotatnbtn T°S <* - Behufs 5 15. December 189( gmchtö.murden die 1. Johann Sü Mger in Schlitz. 3. meister Seim in Hi in Diebach a. Haai hausen. 7. Carl M in Stockheim. 9. $ 10. Georg Konrad Geisel IV. in Bille Leusel. 13. Johann lieh Bender II. ir Gießen. 16. Chrr 11. Carl Böß in 19. Georg Küchel Assenheim. 21. Lo Nam Grüninger i bach. 24. Emil in Gießen. 26. ■ Kolb in Minze 29. Johannes Or bach in Dorheim. — Ernst £ Erinnerungen" ür „DeuMuö fann selbständige und un dem Wege der Col schreitet, und zwar haMvnien, in ' nehmenden Bevolü Handelscolonien, punkte, unsere F würde mir nicht । ^esen colonialpoli "icht aus Grund Reisen in drei We ^lonialsrag, U'»9t ist«. _ ®leinung, bjt j,£1 «Sie btrfritt- J» titfiif), aeil ^"“"3 Neben jle»°r fturjei l-vlonialpolitik die Sctjze nm Und nach ÄS" Wx ^T;ti 'euu 8tu’9 &Ä kTS Wen re' to(lä lei 6er, ®lnn,ot wJXE"ein 'N, hilt 5i lewer *eitier 1 ^°>u J'nbat