1890 Mittwoch den 23. April Mr. 93 Aints- unb Anzeigeblatt für den Tireis Gieren chratisöeitage: chießener Aamitienötätter G Bei dem gestrigen Diner an Bremerhaven, 22. April. und der Senator Dr. Luermann, die srO Willkommen in ei Inaneme von Anzeigen zu der Nachmittags für den -folgciibtn Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. des Corpsgenerals v. Orsf in Würzburg unter Verleihung des Großkreuzes der bayerischen Krone. Dir Gießener Dmlkienvtätter Exrlcj. dem Anzeiger Mnülich dreimal beigelegt. Der Mmer Anzeiger scheint täglich, Ikl Ausnahme des MontagS. mg zu vkmich SchillkE Darmstadt, 22. April. Die gesammte Großherzogliche Familie ist heute zum Besuche der Kaiserin Friedrich nach Homburg gereist. Die Herrschaften kehren Abends von dort zurück. Bord Sr. Maj. Schiff „Fulda" hob der Kaiser in seiner Rede hervor, man solle ihm vertrauen, daß er den Frieden schützen werde. Wenn in der Presse mitunter seine Worte anders gedeutet würden, solle man des alten Kaiserwortes gedenken, daß man an einem Kaiserwort nicht drehen noch deuteln solle. Sein Streben sei aus den Frieden gerichtet- Handel und Wandel könnten nur blühen, wenn dieselben durch den Frieden verbürgt seien. l'ßr, für einen fc u miniethen bli ackert, fleuent nwbl. HiiiM । , Kiefer Nuiir- «immer hobr m JicejW^ möS: Vierteljähriger AbounemeutspreiL: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: SchntstratzeAr.7. Fernsprecher 51. München, 20. April. Der Prinzregent genehmigte in ionm huldvollen Handschreiben das Entlassuugsgesuch jdjte Di* Sa*« Rattimauer Fabrik und einzelnen Ostrauer Schachten sind die Arbeiten theilweise wieder ausgenommen. Die Mehrzahl der Schachte der Mährisch Ostrauer und Polnisch - Ostrauer Gcmeindegebicte, dann Bruschau und Mihalkowitz feiern noch immer. Bellinzona, 21. April. Die Regierung des Tessin befürchtet anläßlich des heurigen Zusammcntrctens des großen Raths Unruhen, sie hat eine Compagnie Infanterie aufgeboten und ersucht die-Gotthardtbahn, keine Bewaffneten zu transportiren. Paris, 21. April. Carnot traf um 10 Uhr Vormittags in Ajaccio ein und wurde von den Behörden und Rotabilitätcn der Stadt empfangen. Die Glocken wurden geläutet und eine zahlreiche Volksmenge war anwesend. Rom, 21. April. Der Pap st begab sich heute früh um 81/., Uhr in die Petruskirche, auf dem Wege von 20 000 Pilgern und Andächtigen begrüßt. Er las die Messe, ertheilte den Segen, nahm, die Pilgerreihen abschreitend, deren Spenden entgegen. Madrid, 21. April. Auf der Promenade explodirte gestern Abend eine Petarde. Ein Vorübergehender wurde verletzt. Der Urheber der Ausschreitung ist unbekannt. Brüssel, 21. April. Dem gestrigen Banket des Bürgermeisters zu Ehren Stanleys wohnren auch Parke, Jephson, Nelson, Wilson, die Gesandten Englands und der Türkei, mehrere Minister, der Oberhosmarschall, hochgestellte Beamte des Congostaates und zahlreiche Notabilitäten der Finanzwelt und der Handelswelt bei. Der Bürgermeister toastete aus den König und Stanley. Letzterer dankte für den ihm und seinen Freunden bereiteten schönen Empfang und toastete aus die Stadt Brüssel und ihren Bürgermeister. Alle Annoncen-Burcaux des In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. llocber die Ankunft Sr. Majestät des Kaisers und in Bremen sowie den Allerhöchstdemselben dort b fei cn Empfang melden die vorliegenden Telegramme des Arber Waldbcände finden wir in der „Franks. Ztg." folgende zeitgemäße Betrachtungen : Es gehört gerade keine besondere Prophetengabe dazu, um mit Bestimmtheit vorherzusagen, daß wir in den nächsten Wochen und den verschiedensten Gauen des deutschen Vaterlandes zahlreiche Berichte über Waldbrände zu lesen bekommen werden. Wenn im Frühjahr bei sonnigem warmem Wetter und bei austrocknenden Winden das lange dichte Gras, welches an vielen Stellen den Bodenüberzug des Waldes bildet, sehr- dürr wird und ein neues, frisches noch nicht vorhanden ist, so genügt ein einziger Funken und ein schwacher Luftzug, um ein Lauffeuer zu erzeugen, das mit sprichwörtlich gewordener Geschwindigkeit weitergreift, da es an Dürrgras, Laub und Moos, an Heidelbeer- und Farrenkräutern, niederen Staudengewächsen und dergleichen reichliche Nahrung findet. In vielen Gegenden wird im Frühjahr aus den Feldern das „Wurzelbrennen" mit Eifer betrieben. Wie kleine Vulkane habe ich vor wenigen Tagen erst im oberen Donau- thale Dutzende von angezündeten Wurzel-, Stoppel- und Unkrauthaufen an den Aeckern nahe an den Rändern der Waldberge rauchen gesehen. Blies dann der Wind in die Haufen, so schlug die Flamme empor und die Funken stoben. Wie schnell und unaufhaltsam eine angezündete dürre Graswand weiter brennt, daran werden sich alle Diejenigen erinnern, welche als Knaben an trockenen Feldrainen im Frühjahr zur Kurzweil „gezündelt" haben- auch der Angst werden sie noch gedenken, welche ihnen damals in die Glieder fuhr, als das Feuer in der Nähe des Waldes immer weiter um sich griff, als sie es nicht mehr austreten und ausklopsen konnten und dann schließlich wie Verbrecher mit schlechtem Gewissen davonliefen. „Wahrscheinlich trifft die Schuld Knaben, die mit Zündhölzern gespielt haben" — so oder ähnlich heißt es in vielen Waldbrandberichten. Der Waldsaum mit freier Aussicht, in wettergeschützter, sicherer Lage war von Alters her bei fahrendem Volk als Deutsches Reich. \ Darmstadt, 21. April. Außer der Königin Victoria l>At England, deren Ankunft Hierselbst am Mittwoch Vor- imittag 9 Uhr bevorsteht, werden zur genannten Zeit auch !)«ki Prinz und die Prinzessin Heinrich von Battenberg (letztere I: thnimtlid) eine geborene Prinzessin Beatrice von Groß- k! Mimien) hier zu etwa achttägigem Aufenthalt eintreffen. Sonic! bis jetzt bekannt, kommt Sc. Majestät der Kaiser rltüilhse l m Ende der Woche für zwei Tage hierher, um mit i: er K-miglichen Großmutter zusammenzutreffen. Ebenso wird Majestät die Kaiserin Augusta Victoria Ende der für einen Tag hier erwartet- die Kaiserin reist dann r lit ck.rem Gemahl nach Berlin zurück. Die Kaiserin Mie i'ri ch, welche zur Zeit in Homburg weilt, wird ebenfalls ! j itrljer kommen und von den Prinzessinncn-Töchtern begleitet r dn. -In Schloß und Palais werden bereits umfassende Vor- tlBercitumgen zur Aufnahme der hohen Gäste getroffen. Berlin, 21. April. Gestern Abend 11 Uhr ist der Pflijer mittels Ertrazuges nach Bremen abgereist und heute s H 9 Uhr im besten Wohlsein dort eingetroffen. JBon j)et Mjlltei'ung aus das herzlichste begrüßt, begaben Sich Se. LÄajWt in Begleitung des Senats-Präsidenten Buff durch dZk jks lich geschmückte Stadt nach Allerhöchstihrem Absteige- iviiiiirtinv in der Billa des Senators Luermann, woselbst die EÄchMung der Mitglieder des Senats erfolgte. Von dort Miorimhm der Kaiser in Begleitung des Senats-Präsidenten l M dnrauf eine Rundfahrt durch die Stadt nach dem Frei- t/ihnqrbiet, bestieg dort den Lloyd-Dampfer „Lachs" und blWhr mit demselben das Freihafenbassin. Demnächst be- yiodjtt der Kaiser die Börse, vollzog darauf die Ceremonie d Ä tz'niudsteinschließuug des Kaiser - Wilhelm - Denkmals, be- sUchigti den Rathskeller und kehrte hierauf in das Absteige- qEtim zurück. llitni 2 Uhr gedachten Se. Majestät der Einladung des G -Mir.- znm Diner nach dem Rathhause zu entsprechen. Gießener A nzeig er Keneral-Mnzeiger. mm! folgender Ansprache: ,,(Ew. Kaiserliche Majestät wollen Allergnädlgsi geruhen, n Mm ehrerbietigsten Dank zu genehmigen für die huldvolle AWchme, welche Ew. Majestät der Bitte des Senats, unsere SM mit Höchstihrem Besuche zu erfreuen, haben zu Theil njDBiöm. lassen. Der Senat findet sich dadurch sehr geehrt, unju^tiD. Majestät werden, wie ich vertraue, die Ueberzeugung g pinn en, wie mit dem Senat die Einwohnerschaft freudig b ikMgt ist und sich glücklich schätzt, des Reiches Oberhaupt b ifijriiö'cn zu dürfen. Ew. Kaiserlichen Majestät gestatte ich n itiii, Namens des Senats und der Bewohner dieser Stadt (5ata*: Wier - -nominell- -y aerfi*9 mniit söh lichten Worten ein ehrfurchtsvolles Bismach^ wöblirte-K et, gavz nal billigst jii Ausland. Bern, 20. April. Das Bundesgericht hat beschlossen, auf das Begehren der Regierung von Tessin, den Bundesrath für incompetent zu erklären, die anläßlich der vorjährigen Wahlen für den großen Rath in Tessin bei ihm eingegangenen Recurse gegen die von der Tessiner Regierung verfügte Verweigerung des Wahlrechts zu entscheiden, nicht einzutreten. Toulon, 20. April. Der Präsident Carnor begab sich heute Vormittag an Bord der „Italia", beauftragte den Admiral Lovera, dem Könige Humbert seinen Dank abzustatten und überreichte den italienischen Offizieren Ordensauszeichnungen. Der Commandant Pelayo erhielt das Commandeurkreuz der Ehrenlegion. Später wohnte Carnot den Taucher- und anderen Manövern des unterseeischen Bootes „Gymnote" und den Angriffsübungen eines Panzerschiffes, welches von 9 Torpedobooten umgeben war, bei. Das Geschwader wird um 41/., Uhr die Weiterfahrt nach Corsika antreten. Rom, 20. April. Der Papst empfing heute 6000 italienische Pilger und erklärte denselben, ihr Erscheinen habe einen besonderen Werth für ihn angesichts des großen Krieges der Secten in Italien gegen die Kirche. Italien könne nur zwei Lager haben, zum Papst und den Bischöfen haltende Katholiken und Feinde - diejenigen, welche neutral sein wollen, seien Feinde. Alsdann beglückwünschte der Papst die Pilger, welche durch ihr offenes Glaubensbekenntniß zugleich die wahre Liebe zu Italien beweisen, und ertheilte schließlich ganz Italien den Segen. Neueste Nachrichten. WolffS telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 21. April. Die „Nordd. Allg. Ztg." erklärt die Meldung der „Franks. Ztg.", der Kaiser werde im October über Lissabon, wohin er sich mit der Flotte begebe, nach Madrid gehen, für vollständig unbegründet. Halle, 21. April. Die Metall-Jndustriellen von Halle, Leipzig, Braunschweig, Magdeburg, Hannover und Berlin haben sich der Strikebewegung gegenüber zu einem Verbände vereinigt. Ein Ausschuß von neun Mitgliedern soll über die Ansprüche der Arbeitnehmer befinden- bei unberechtigten Strikes wird die Sperre der betreffenden Arbeiter für alle Fabriken des Verbandes augedroht. München, 21. April. Die Inthronisation des Erzbischofs Thoma hat am Nachmittag stattgesunden. Die Straßen waren festlich ■ geschmückt. Die Einsetzungs- ceremonien im Dome wurden vom päpstlichen Nuntius celebrirt. Hamburg, 21. April. Auch das hiesige Eiseubahn- bet rieb samt wird, wie der „Hamburgische Eorrespoudent" erfährt, alle Arbeiter, welche am 1. Mai ohne Erlaubniß nicht erscheinen oder vorzeitig die Arbeit verlassen, sofort und für immer vom Dienste entlassen. Wien, 21. April. Die Freitag beim Grafen Larisch hier abgehaltene Versammlung der Gewerke sprach sich nach dem „Fremdenblatt" dahin aus, daß der in dem Ostrauer Reviere ausgebrochene Strike als eine force majeur zu betrachten sei und daher alle Lieferungsverträge löse. In diesem Sinne wurden sämmtliche Zechenverwaltungen von Wien aus instruirt. Wien, 21. April. Die Obmänner der Gehilfen- Gen o sse nsch asten beschlossen, vordem geplanten Massenumzuge im Prater abzusehen. Der Statthalter von Mähren droht der Arbeiterschaft im Falle eigenmächtiger Arbeitseinstellung sofortige Entlassung an und fordert die Arbeiter auf, sich am 1. Mai jeder Betheiligung an Ausschreitungen zu enthalten, gegen deren Urheber und Theilnehmer mit der vollen Strenge des Gesetzes vorgegangen werden würde. Eine ähnliche Kundgebung erlies der Statthalter von Triest. Prag, 21. April. Hier sind Maurerexeesse vorgekommen. Die Versuche, einen Strike zu erzwingen, wurden erneuert. Mehrere Verhaftungen sind vorgenommen worden. Troppau, 21. April. Zur Leitung der politischadministrativen Action im ganzen S t r i k e g e b i e t e ist ein besonderer Civilcommissar in der Person des Regierungsraths Klinger in Troppau ernannt worden. Miihrisch-Ostrau, 21. April. Die Situation ist ruhig, weder Nachts noch heute kamen im Strikegebiet Unruhen und Widersetzlichkeiten vor. In den Wittkowitzer Werken, den Kohlengruben von Karwin, Dombrau und Orlau, in der „ ,Ük. T. B." noch Folgendes: Bremen, 21. April. Se. Majestät der Kaiser traf I) ,e:Ute Vormittag um 9 Uhr, umgeben von dem Feldmarschall C MM. Moltke sowie dem Kaiserlichen Gefolge, auf dem hie si W. Centralbahnhof ein, woselbst der Präsident des Senats, fi&emeifter Buff, und der Senator Dr. Luermann, die C tiimoilität und die Spitzen der Behörden znm Empfange a Ünefemb waren. Bürgermeister Buff begrüßte Se. Majestät irterstraße t! rtt§ Zimum oe zu.venniethen Ästerweg 53, p: s mAirles M Goetbcstraj!. (Südack iön möblirtis Kr Petri Hl«» S- flut moblirte Zir Ihen. >engtl, 6übanl:: hön rnödl. ZillM Ültuto::. B3miem!" auszusprechen." £c. Majestät dankte huldvollst und schritt fiibanii die a nnji’cmi Bahnhofe aufgestellte Ehren-Compagnie des 1. Hansc- a ilijitm Infanterie-Regiments Nr. 75 ab. Allerhöchstdrrselbe b Sich hieraus durch die Fürstenzimmer zn dem vor dem V toljiofe bereitstehenden Wagen und fuhr unter nnbeschreib- li ichn Jubel der Bevölkerung durch die festlich geschmückten 5 i*.pn nach dem Hanse des Senators Dr. Luermann. 9 -irtfdi Sr. Majestät saß der Bürgermeister Buff- im zweiten LMzcui hatten der General-Feldmarschall Graf Moltke mit d kT Würgermeister Dr. Pauli Platz genommen. Ulm 10 Uhr verließ Se. Majestät der Kaiser das Ab- st iMgapiiartier und trat in Begleitung des Bürgermeisters Buff n nDk.s Kaiserlichen Gefolges eine Rundfahrt durch die mit a Wncrn, Gnirlanden und Emblemen decorirten Feststraßen a .n, m-elche an vielen. Stellen durch großartige Ehrenpforten g sind. Ueberall wurde Se. Majestät durch die Be- vliMmmg und die Spalier bildenden Kriegervereine, Gewerk- n i fi und Schulen enthusiastisch begrüßt. Bei der Ankunft nb W ju ir i jri'üHafen b^gab Sich Se. Majestät an Bord des Lloyd- c- d’.UM?rs „Lachs" und machte in Begleitung einer Dampfer fflldiOcf eine Fahrt durch den Freihafen. Hl iu oermieü: - öudivigM ÄitlojTj immer mit P oebienungju^ loblirtes ZiD ___Nnioifeo Angaben enthalten sein. Es starbm an: Zusammen 1 4 1 1 nach Gießen gebrachte Kranke kommen. 4 (8) 1 1 1 1 1 1 (1) H» 1 (8) 1 1 1 l 1 (1) 1 (1) Lungenentzündung Lungenschwindsucht Lungenerwetterung Sttmmritzenkrampf Leberentartung Bauchfellentzündung Diarrhoe Hch Locales unfc provinzielle». öitjjen, 22. April. — Sitzung Erotzh. Handelskammer tzo« 16. April 1890. Gegenwärtig waren die Herren Koch, Klingspor, Gail, Heichelheim, Scheel, Wortmann. Seitens Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz ist der Kammer der Entwurf eines Gesetzes, betr. die Abänderung des Patentgesetzes, mit dem Ersuchen um gutachtliche Aeußerung zugegaugen. Derselbe wird einer aus den Herren Kling spor, Gail und W ortmann bestehenden Commission zur Vorberathung überwiesen. Gemäß der Verordnung vvm 19. März 1890, betr. die Revision der Handelsregister, hat das Großh. Amtsgericht Dießen die Kammer ersucht, drei Angehörige des Handelsstandes zu bezeichnen, welche für die nächsten 6 Jahre als Beisitzer für die Nevisionsgeschäste sungtren sollen. Es wird beschlossen, die Herren Klingspor, Heichelheim und Scheel vorzuschlagen. Am 24. l. Mts. findet eine Sitzung des Eiseubahn- tzeiraths in Darmstadt statt. Da sowohl der Vertreter der Kammer wie dessen Stellvertreter verhindert sind, an der Sitzung persönlich Theil zu nehmen, so werden die Wünsche Grünberg, 20. April. In der heute Mittag im „Englischen Hof" wegen der Wasserleitungsfrage veranstalteten Versammlung erläuterte Herr Ingenieur Harer aus Frankfurt in klarer und^übersichtlicher Weise den Plan einer Wasserleitung für die Stadt Grünberg und die Ausführbarkeit derselben. Nach längerer Debatte, in deren Verlaus Herr Bürgermeister Pracht die Erklärung abgab, daß der Stadtvorstand der Sache durchaus nicht feindselig gegenüberstehe und dieselbe einer gewissenhaften, sorgfältigen Prüfung unterziehen werde, wurde beschlossen, demnächst eine Liste zum Zwecke der Ermittelung Derjenigen in Umlauf zu setzen, welche schon jetzt sich zum Anschluß an die Leitung bereit erklären. In der Liste sollen die den Kostenpunkt für die Anlegung der Leitung in die einzelnen Wohnungen betreffenden Eingesandt. Gieße«, 22. April. Wie aus dem Jnseratentheile ersichtlich, hält der Turuvettiv Gieße« morgen Mittwoch eine außerordentliche GeneralversammtM ab, welche sich mit der Platzfrage der demnächst zu erbauenden Lm- halle zu befassen hat. Wie bekannt, kommen zwei Bauplatzr » Betracht, nämlich der dem Turnverein zu Eigenthum gehörige n der Bismarckstratze und der in Vorschlag gebrachte in Lonys GaNm und es ist Aufgabe dieser Versammlung, zwischen beiden GrundMm eine zweckentsprechende Wahl zu treffen. Um dies ledoch zu ermM ist es nothwer.dig, daß die zur Entscheidung über diese, für den Mw, hochwichtige Angelegenheit Berufenen bezüglich Lage und BeschM^ heit beider Bauplätze vollkommen unterrichtet sind und es sei den Interessenten empfohlen, vor der Versammlung . geeignet zu orientiren. Freitag i mittags 9 Uh dem ÄeWus Incteu Ziegen heeglvps M mente vnsteia k Buche. 30 1750 Radel: 60 64 3750 56 B. Bau», 11 Sichert Durchm» enthalten 121 Nabel-S: u.6-11 38,59 S 408 Radel T 575 Radel-R Zusc stminteu St: Uegenberg. Teilshaus Tr. Bürge zerstört werden. Durch die sich fortwährend steigernde Ausbeutung des Bodens für Culturzwecke geschieht ohnedies schon mehr als genug zur Verminderung dieser treuen Freunde der Land- und Forstwirthschaft, welche durch ihr heiteres, munteres Wesen und durch ihren Gesang zur Belebung der Landschaft unendlich viel beitragen. In dem Buschwerk am Waldsaum, in dem Unterholz des Forstes finden unsere Sänger, wenn fie aus dem Süden zurückkommen in die nordische Heimath, passende Stätten für den Nestbau in reicher Auswahl- bald beginnt das Brutgeschäst und nach ihm die Jungenpflege. Ein Frühjahrsbrand an solcher Stelle zerstört eine Fülle von Liebesglück, von Elterufreude und Familienwoune. Darum möchten wir zum Schluß an Alle, die eS jetzt aus dumpfer Stube hinaustreibt in den sprossenden Wald, den Mahnruf des Wächters richten: „Bewahrt das Feuer und das Licht!" Neubildung im Gehirn 1 Krämpfen Knochenmarkentzünd. 1 Altersschwäche gewählt, an welches sich die Strikenden sowohl wie die Meister, falls diese noch eine Verständigung anzubahrzen geneigt sind, zu wenden haben. Die ledigen Gehülfen werden die Stadt baldigst verlassen. Die Bockenheimer Schuhmacher- Haben sich mit den hiesigen solidarisch erklärt. Kassel, 21. April. Der Pseudo-Graf. Ein gemeingefährlicher Hochstapler schlimmster Sorte, welcher nacheinander eine Reihe der größeren Städte Deutschlands durch seine abgefeimten Gaunereien unsicher gemacht hat, der Kellner Anton Müller auS Köthen, stand heute hier unter der Anklage des Betrugs und des Diebstahls vor den Schranken der Strafkammer. Derselbe ist unzählige Male vorbestraft, hat jedoch, kaum aus dem Zuchthause entlassen, immer nur eine kurze Zeit ehrlicher Arbeit nachgestrebt, vielmehr aufs Neue mit großem Raffinement Schwindeleien ausgeführt, bei denen ihm seine stattliche Erscheinung, seine Sprachenkenntniß, gewandtes und verschlagenes Wesen sehr von Nutzen war. Unter den verschiedenstell Masken, als Lehrer, Schauspieler, Student, Collecteur u. s. w., hat er sich in das Vertrauen seiner Mitmenschen eingeschlichen und dieselben aus das Schändlichste betrogen. Seine letzte Gastrolle gab er als „Gras" hier in Kassel. Er war im Sommer v. I. auf der hiesigen im Gieße Moorag 1890/ von sog im Gieß Districten Lu Lache nachvry werden: A Bau-, - 82 ßichen-S meter, 16 Men-- rnrter, 11 Fichten-- rneter. B. Lchrith- Rmtr. Buchen 1U,5 Hichen 71 Mel 2,6 Aspen 7 Erlen 1 Die Zusami inlmsbrumm Gieße«, an Großh. Bl WöchenUiche Aebrrficht der Todesfälle m Kttßcr 16. Woche. Vom 13. April bis 19. April 1890. Einwohnerzahl: 20500 (incl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 35,5 °/«,. Kinder : Erwachsene: hx vom 1. Lebensjahr: 2.-15. M Freitai i« bet ^a«PU8 II., % T Jacobs Wü M. W Kehr n > Bel Mat, Mauk, fSS; nicht eher verlassen, als bis der letzte Funken ausgeio^cyr und die Brandstelle ganz mit Erde bedeckt ist. Im Frühjahr 1887 entstand im Königheimer Forst (Württemberg) ein großer Brand dadurch, daß ein Eigen- thümer aus seinem dem Walde nahegelegenen Gute Bäume veredelte- in einer Blechbüchse wurde am offenen Feuer- Baumharz warm gemacht und der Wind trug die Flinken in der Kammer, welche im Wesentlichen die Einlegung eines neuen Güterzuges auf der Oberhessischcn Eisenbahn bezwecken, dem Eisenbahnbeirath schriftlich unterbreitet werden. Durch ein bei der Kammer cingelallfcnes Schreiben, welchem ein Geschäftsbericht des letzten Jahres beiliegt, em- stehlt sich die Hongkong- and Shanghai Banking Corporation in Hamburg, Börsenbrücke 8, zur Vermittelung aller Handelsbeziehungeli und bankmäßigen Geschäfte zwischen sämmtlichen Plätzen Deutschlands und Ostasiens, was wir ohne Garantieübernahme zur Kenntniß der Interessenten bringen. — Oberhesfischer Geschichtsverein. Wie aus dem Anzeigen- theil der heutigen Nummer ersichtlich, hält der Geschichtsverein diesen Mittwoch seine zweite diesjährige Versammlung ab. Wir machen auch an dieser Stelle auf den Vortrag des Herrn Hauptmann Weimer aufmerksam, der ganz besonders interessant zu werden verspricht, da der Vortragende vielfach aus eigener Anschauung berichten kann. jeweiliges Standquartier ganz besonders beliebt. Landstreicher, Zigeuner und Kesselflicker zündeten da ihr Feuer an und durch diese Letzteren entstanden erwiesenermaßen so häufig Waldbrände, daß schließlich diesen „Freileuten" das Feuern in und zunächst den Waldungen gesetzlich verboten werden Jagd-, Fischerei- und Sport-Ausstellung als Kellner eine kurre Zeit thätig gewesen und war dadurch mit Personen und Dingen vertrant geworden. Längere Zeit nachher, als man die Ausstellung schon vergessen hatte, erschien eines Tages in einem hiesigen Herren-Garderobegeschäst ein elegant gekleideter junger Mann, stellte sich als „Gras von Ü." üor bezeichnete sich als den Neffen eines hiesigen Grasen und kaufte einen hocheleganten, mit Seide gefütterten Havelock. Er ließ sich Rechnung für den Onkel Grasen geben und verduftete auf Nimmerwiedersehen. Darauf pilgerte er in einen Stiefel-Bazar, bezeichnete sich hier ebenfalls als „Graf A.", setzte auch noch hinzu, daß er Student sei, von Heidelberg komme und nach Göttingen gehe, und erschwindelte sich cjn Paar der theuersten langen Stiefeln für 36 Mk. In einem Handschuhladcn erschwindelte er sich unter gleichen Umständen ein Dutzend Paar der feinsten Glace-Handschuhe, bei einem Optiker einen goldenen Kneifer und endlich stahl er einem Frauenzimmer eine goldene Uhr mit Kette. Darauf brannte er nach Hannover durch, ins Rheinland n. s. w., wurde aber schließlich in Creseld verhaftet, nachdem er eine Reihe weiterer Schwindeleien begangen hatte. Einschließlich dieser wurde er hier zu einer Gesammtstrase von 7 Jahren Zuchthaus verurtheilt. * Freiburg, 16. April. Wegen Tödtung des cand. med. Salomon' im Duell wurde der Student Bering zu Jahren und 3 Monaten Festungshaft verurtheilt. Die Mitglieder des Ehrengerichts, welches auf das Duell erkannt hatte, erhielten je 6 Monate Festungshaft. * Eine Reise in Papiermachs. Vor einigen Tagen sch | ein Mann in einem aus Papiermache gefertigten Eanoe von Newyork ab, um auf demselben die 7000 Meilen betragende Reise nach der Mündung des Columbia River anzutreten. Er hofft im October dort anzukommen. Seine Route geht den Hudsvnfluß hinauf durch den Erie-Canal, über ben Cbio, Missouri und Mississippi in den Columbia. Vom Erie-See bis nach dem Chantauqua-See, daun von dem Großen Wasserfall nach dem Missouri und endlich über die Felsengebirge I wird der eigeuthümliche Abenteurer sein Canoe auf dem Wen I zu tragen haben. * Kairo, 14. April. Geh. Commcrcienrath Krupp weilt seit einigen Tagen zu kurzem Besuche in der alten Khalisenstadt, die er nun zum dritten Maie in Augenschein nimmt. Einigen dreißig Deutschen bereitete er gestern ein größeres Fest aus dem Nil. Eine von einem Dampfer stromaufwärts geschleppte Dahabieh vereinigte unter deutschem Flaggenschmuck die Gesellschaft zu fröhlichem Mahle. Nilschiff war mit einem prachtvollen Blumenflor geschmüär der herrlichste Vollmond machte fast die glänzende Lampen Illumination zu Schanden. Zwei Musikcapellen, eint I arabische und eine deutsche, ließen, bald an den heimischen Norden, bald an das mystische Egypterland anknüpsend, ihn I Weisen erschallen. ____________ 189° mit das f MM Ä Öttif Die abzuM * Hannover. ^ v Mter mußte. nYX r. Für Diejenigen, welche ihres Gewerbes wegen tm Walde Feuer anmachen müssen, wie Kohlenbrenner, Thcersicder, Holzhauer, sind besondere Vorschriften da in Bezug aus die Entfernung des Feuers von Holzbeständen und Reinigung des Bodens von dürren Pflanzen. Auch dürfen sie den Platz als bis der letzte Funken ausgelöscht — Turnerisches aus dem Mittelrhein. Der 55. Turntag wurde am Sopntag den 20. April in Mainz in der Turnhalle (Schießgartenstraße) abgehalten und war von 145 Vertretern mit 180 Stimmen besucht. Aus dem Ver- waltungs- und Kassebericht ist u. A. zu entnehmen, daß ca. 20 Vereine dem Kreis beigetreten und die Vereinigung des Lahn-Wetter-Gaues mit dem Gau Hessen stattgefunden und der Gau Hessen nunmehr beinahe 4000 zahlende Mitglieder hat. Der Kassebestcmb des Kreises ist ein günstiger und schließt mit einem Bestände von Mk. 1207 ab. Hiervon wurden Mk. 200 zur Errichtung eines Fonds zur Unterstützung von Turnvereinen des Mittelrheinkreises bei Erbauung von Turnhallen vorgesehen, außerdem hatte der Extrazug zum deutschen Turnsest in München einen Ueberschuß von 227 Mk. für die Kreiskasse ergeben und wurden hiervon Mk. 50 der deutschen Turnbauschutt überwiesen. Der Antrag, das Fechten bei den deutschen Turnfesten obligatorisch einzuführen, wurde abgelehnt. Die Amtsdauer des Kreisausschusses und des technischen Turnausschusses, welche mit 3l.December 1890 abläuft, wurde bis 1. April 1891 ausgedehnt. Summa: 14 (5) 8 (3) 4 < ' # Anm. Dte in Klammern gesetzten Ziffern 0«^ viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit axs von Weiße Seidenstoffe von 95 Pfge. bis 18.20 p. Met. - glatt gestreift und gemustert (ca. 150 verschied. Qual.) — vers. roben- und stückweise Porto- und zoM das Fabrik DSpöt €L Henneberg (K. u. K. Hoslief.) Zurich. Muster umgehend. Briefe kosten 20 Porto._________ Rademanns Kindermehl, Medaille, unerreicht i. Nährwerth und Leichtoerdaulichkeit,.ist nächst de Muttermilch «tatsächlich die beste und zutragUcnfl^ Nahrung für Säuglinge. Zu haben ä X 1.20 pro Büchst allen Apotheken, Drogen- und Colonialwaarenhandlungen. Verkeh», £awö« und volkrwirthfthaft. ®i«8en > 22. April. (Marktbericht). Aus Wochenmartt kostete: Butter pr. Pfd. x 1,00—1,15, Hüh«rev 1 St. , 2 St. 9-11 Enteneier 1 St. 5—6 2 fet j Gänseeier 10-11 Käse pr. St. 5-8-A, Käsematte pr. Erbsen pr. Liter 18 Jt, Linsen or. Liter 30 4, Tauben pr- v® X 0,80-1,10, Hühner pr. Stück X 1,50-2 00, Hahnen pr.L X 1,60-2,00, Enten pr. Stück X 20(m-2,30, Gänse pr^ 50-60 Ochsenfleisch pr Pfd- 68-72 Kuh- und Rindstck 56-60 Schweinefleisch 60-70 Hammelfleisch 06—68^.^ fleisch 52^60 Kartoffeln pr. 100 Kilo ^3^0-4^20, WeMS pr. St B—8 Zwiebeln per Eentner X 12,00—00,00, MM * Liter 12-18 4- , daS dürre Gras. Als die Eisenbahnen noch eine neue Einrichtung waren, mehrten sich dort, wo die Schienenstränge zusammenhängende Waldstrecken durchschnitten, die Brände durch das Funkensprühen der Locomotiven in hohem Grade. Mit der stetigen Vervollkommnung der Maschinen und durch zweckmäßige Aufforstung längs der Linien — Sicherheitsstreifen, Schutz- fcänber — ist das besser geworden. Die Gefahr ist dort am | größten, wo die Bahn stark ansteigt, in ''Nadelschonungen 1 größer als in Laubwäldern. In dem ausnahmsweise trockenen Frühjahr und Sommer 1857 sind im damaligen Königreich Hannover an Holzbeständen gegen 5000 Morgen zerstört worden. Auf der Lime Celle-Harburg zündete am 24. August die Locomotive zweimal in der angrenzenden Haide. Der erste Brand ward gelöscht, beim zweiten ging der Wind mit dem Feuer davon; dieses durchraste die Haide, warf sich aus die Kieserubestände, theilte sich in mehrere Stränge, die sich bald zu einem großen Feuermeer vereinigten. In der einsamen Gegend konnte eine größere Löschmannschaft nicht schnell genug zur Stelle sein. Erst das mit Exttazügen herbeigeholte Militär, namentlich das Pioniercorps aus Hannover mit feiner Anstelligkeit und feinen guten Gerätschaften, wies das verheerende Element in feine Schranken. Und nun zu guter Letzt noch das Rauchen! „Ohne Zweifel hat ein Waldfpaziergänger den letzten Rest der glimmenden Cigarre oder ein brennendes Zündhölzchen wcg- ceworfen", heißt es in einem Brandberichr, der vor uns liegt. Ja, das Rauchen! Es schmeckt so gut, und man kann es dem, der's gerne treibt, auch im Wald nicht verwehren. Dem Holzmacher und Kohlenbrenner, dem Förster und Jäger wird Die Pfeife zur Trösterin in der Einsamkeit; Botaniker, Käsersammler und Schlaugensänger haben ihre Freude an den blauen Wölkchen, welche die würzige Luft nicht gerade verbessern. Deshalb steht im Gesetzbuch : „Das Tabakrauchen in Waldungen ist nur aus mit Deckeln verschlossenen Pfeifen erlaubt." Auch wäre hier das alte bewährte Feuerzeug: Zunder, Stahl und Stein, den Zündhölzchen vorzuziehen. ~ _________________ Ganz besonderen Anlaß zur Betrübniß bietet ein Wald- \ brand dem Freunde der Thierwelt. Nach der vorhin erwähnten • Feuersbrunst im Hannöverschen wurden beim Abräumen der * Offenbach a. M., 17. Apnl. Die heutige Stadtver- | Unalücksftätte die angebrannten, theilweise verkohlten Cadaver ordneteu-Versammlung bewilligte auf das Gesuch um vieler Hirsche und Rehe aufgesunden. Welche Todesangst, I einen Beitrag für das Kaiscr-Friedrich-Dcnkmal bei Wörth welche entsetzlichen Qualen mögen bi^ armen Thiere vor den Betrag von 100 Mark. ihrem schrecklichen Ende ausgestanden haben! Auch gegen Frankfurt, 21. April. Die Schuhmachergehulfen, 1000 Bienenstöcke wurden damals durch die Flammen zerstört, welche schon feit langer Zeit in die Lohnbewegung eingetreten Die Wenigsten denken daran, daß durch das Anzünden waren, haben in einer heute Vormittag abgehaltenen öffent- von Dürrqras und Hecken draußen im Felde sämmtliche Nist- licheu Versammlung den Strike erklärt. Damit dürsten ca. Plätze der Singvögel an den betreffenden Stellen für immer 700 bis 800 Schuhmacher die Arbeit niedergelegt haben. 6 1 Selbstredend wird bei denjenigen Meistern, welche den ge- I forderten Lohntarif bewilligt haben, weiter gearbeitet. Bedauerlicherweise sind das allerdings nur wenige und auch nur Kleinmeister, während sich die Großmeister und insbesondere wiederum die Jnnungsmeister am hartnäckigsten zeigen. Das vorhin von mir gebrauchte Wort „bedauerlicherweise" ist wohl begründet, wenn man vernimmt, daß ein flotter Arbeiter, welcher innerhalb einer Woche 7 Paar neue Stiesel und Schuhe und 8 Reparaturen lieferte, nur 12,55 Mark verdiente, wovon der Meister noch für Kaffee und Essen sofort 4.50 M. abzog. Mit den Löhnen der Schuhmacher ist es demnach recht schlecht bestellt, trotz aller gegenteiligen Behauptungen der Meister. Die Verfammlung faßte nach lebhafter Debatte einstimmig folgenden Beschluß: „Die heutige Versammlung beschließt, die Arbeit so „lange niederzulegen, bis die Forderungen der Arbeiter „bewilligt sind, bezw. bis eine Einigung mit den „Meistern erzielt ist. Die Lohncommission ist ermächtigt, mit den Meistern in Unterhandlung zu treten!" Es wurde ein aus 9 Mitgliedern bestehendes Strikecomito Mißliche Eisenbahn-Direktion Bau der Zellenstrafanstalt Butzbachs Georg Spies, Uhrmacher Verdingung ©runtoabe'n'unb fflru^mauJ?wer?693 cbm'Ä Ält* 14 . ..._______________nnn i«» 135 cbm Grubensand und Scklackensand, Lieferung von d7 odm Schlacken- . 2932 iifle&ote sind poftfrei. versiegelt und 3630 n.itiiti im Kreide Gyps Bahnhofstraße 40.___ 3646 3 Nr. 144 — 2550 Meter Acker auf Perlkragen, 8 Handschuhe in Glacfe, Seide, Fil de perse etc., 82 8 16 8 2907 zu äußerst billigen Preisen 11 8 Flamen-Sonnenschirme 8 Rmtr. Wellen 2895 1988 Meter 8 1 2169 Meter Meter Meter 8 Gnauth. 3663 8 8 8 ■'S* geb. Herbert, 3525 30 neben dem Löwen 30. • W: 3503 9 Tage. Gr. Gerichtsvollzieher. 3612 Mit des Bremen nach Amerika nach von t e u 3645 Austvaitien Sudarnerrka 9Uu! Reul [3197 oder dessen Agenten: k Mrtmg geiulyt B. Wolf, Glasermeifter, 594] Schuhmacherlehrlirrg sucht Bahnhofstraße 32. I H. 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Dc Nach Derkiii Zweite Kam Antrags der auf 8er"6 auf Jmm° Dieser Kammer von wegen der öc werden. Als E-e erstattet 5er 5 anträge und Sache nicht Schroder, Ar Regierung fy und auch be: daß die von genommenen das Richtige schusses seien budgets nicht Auch der kann sich nichi verstanden erk! durch Vermin sonstigen Gel gekommen. 3 im Interesse i Es sprecl Arnold und namentlich der Nebenkosten. Abg.JL Entgegenkomm weittragendste, Abg. v. Breimer st Nach er Minderheit de it. ansta 3/iof Zu e des 5 b. den | (6 9Ji e> banebi halst. Der gi*”11 mit Di- MW k»* ® bngelegt. Brr $ron| Zwei Ta 1 ^Wichen Reich ‘ °us der FW dem Uneingea» ' CUI schönes ta : Wn durch ' VN, roo 6e| . Tri« beg «Auw hat," ltl Sw ■ * N=n tberiabenen @ eait- fielen . [ Ideen Ö- cin L ä ■ 8»> L-tzL - rG • der ßrhp u der . baren1 e,,töe( Schön möblirteS Zimmer sofort zu vermiethen. 2661] Bahnhosstraße 61 III. SM* Ausverkauf wegen Räumung -es Kadens. 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Abends im Cafe Tagesordnung: Der wichtigen Tagesordnung halber wird sehr um zahlreiche Betheiligung gebeten. 3653] Logis und möblirtes Zimmer j vermiethen. Tiefenweg 6." Vertrauens bitte, zeichne Hochachiungsvoll Ausserord. Generalversammlung Mittwoch den 23. April 1890, Schlutzcourse 1 Uhr 15 Min. H 715 1 pCt. Ungar. Goldrente Buschtherader Elbethal-Bahn-Act. Gotthard-Bahn-Act. Schweizer Nordost „ West Gelsenkirchener Ver. Kön.- und Laurahütte Oefterr. Alpine-Montan Weißwaaren-, Wäsche- und Ausstattungsgeschäst durch Erwerbung -es seither Herrn F. Holberg gehörigen Hauses Kirchenplatz 8, wieder nach Hier verlegt habe. Indem um erneuerte Zuwendung des mir früher geschenkten vberheMcher WchichlErmi- Mittwoch de» 23. d. MtS, Abends S'/i Uhr präei»: V er S ammlung im Saale de- Gafv Ebel (Balzer). 1) Vortrag. Herr Hauptmann Weimer: Ueber die Bedeutung des Franctireurwesens im letzten deutsch-französischen Krieg, an Beispielen erläutert. 3658 2) Rechnungsablage Der Vorstand. Hauptversammlung Samstag den 26. April, Abends 9 Ahr, im Verein-local (Darmstädter Haus). Tagesordnung. 1) Berichterstattung. 2) Decharge-Ertheilung 3) Festsetzung des Sommerprogramms. 4) Vereinsangelegenheiten.3643 1) Bericht des Vorstandes. 2) Nechnungsablage und Wahl zweier Revisoren. 3) Vorstandswahl. Wahl der Mitglieder zur Bildung des Ausnahmeausschusses und der Ersatzmänner. 4) Berathung und Feststellung des Voranschlags. 5) Event weitere Anträge, welche nach § 51 der Statuten mindestens 6 Tage vor der Generalversammlung bei uns schriftlich einzu- Dasselbe bietet sänuntliche Saison-^eulieiten in Damen- und Mädchen-Confection, -7ML DiSconto-Comm. Darmstädter Bank-Act. Dresdener Bank-Act. Berliner Handelsges. Oesterr. Credit-Act Wiener Bankvereins-Act. Oesterr. Staats bahn Lombard. Eisenbahn Kaufmännischer Verein. Freitag de« 25. April 1890, Abend» 9 Uhr Ordentliche Generalversammlung. Tagesordnung: 4 pCt. Gießener Obligationen I a vCt. Buderu 2-e. dUganomn Neichsdank-Dtscont 4 pCt. — Frankfurter Bank-DiSkonl 4 olLN 5 „ Italiener Rente Erfolge ans allen Gauen Deutschland-. Priiiniirl tusstellune Berlin JSMS. General-Dfepot und Versand Wilh. Hensehiug. Berlin X., SellersiriiKsc. 2. 4üi) gr. Jl. 4.—; 200 gr. JL 2.—. Brocliüren grati“ und franco. 5GO iläurk dem, der BiHuaraa !2 Tag^SöKaner für Landwirthschaft gesucht von 2799] I. Dern. Frankfurterstr. 8b., 3374] Ein ordentlicher Junge, melckrr die Eonditoeei erlernen will, wird y- sucht. Näheres in der Exped. d. Bl- Gesucht 3h ein ordentliches Mädchen für Küche und Hausarbeit auf gleich. M Näheres in der Exped. d. Bl. welche erst vor einigen Tagen aus der Fabrik erhalten habe. 3X5“ Außerdem sümmtlichc Gegenstände zu Ausstattungen: Betttücher. Kissenleinen, Tischtücher, Handtücher, Taschentücher, sertigc Damenwäsche, Hemdentuche, Rein- und Halbleinen, Futterstoffe, Möbel- und Kleider-Cattune, Pclzpiquös, Buxkins -c. re. Grotzer poften Illeidevstoffvefte. 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