Rr. 70. Der Wtntx (tfd^eint täglich, lit Ausnahme deS Montags. Die Gießmer A«»itte«StStter •irtbm dem Anzeiger «Hentlich dreimal beigelegt. Erstes Blatt. Sonntag den 23. März ISS« ießener Anzeiger General-Mnzeiger. Vierteljähriger AvonnerneutspreiAS 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch hie Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: KchntstraljeAr.H. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblatt fih? den Nreis Giefzen Gratisbeilage: Gießener Kamitienökätter. Inrahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den felßtmben Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. 3lmtiid?er Tbeil. Bekanntmachung, betr. die Abhaltung von öffentlichen Faselschauen. Wir bringen zur öffentlichen Kenntniß, daß in Verbindung mit dem am 27. März d. I. zu Grünberg stattfindenden Liehmarkt Vormittags 9 Uhr eine öffentliche Faselschau durch die L örcommission abgehalten werden wird. Die Commission wirb vorzugsweise Fasel der reinen Vogelsberger und Berner, Ipeciell Simmenthaler-Raffe berücksichtigen, andere mir dann, MM sie ganz besonders schön sind. Ks werden nur solche Bullen angekört werden, welche jpruiUfähig entweder schon sind oder dies wenigstens in kurzer geit werden. Gießen, am 21. März 1890. Großherzogliches Kreis amt Gießen. v. Gagern. Bekanntmachung, betr. Prüfung im Husbeschlag. Durch Bestehen der im Februar l. I. abgehaltenen HrüstlNg haben aus dem Kreis Gießen Gberhard HaaS aus Steinbach und Georg Koch aus Queckborn üie Befähigurg erworben, gewerbsmäßig den Husbeschlag selb- auszuüben. Gießen, am 21. März 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Gefunden: 1 Handschuh, 1 Laterne, 1 Geldstück, Ü schwarze Schleife. Gießen, am 22. März 1890. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. pottttsche Ueberfid?t- Gießen, 22. März. i Mit der Veröffentlichung der kaiserlichen Entschließung iier Las Abschiedsgesuch des Reichskanzlers Fürsten Bismarck «ud b»ie Ernennung seines Nachfolgers im Amte, des comman- d'Mben Generals des 10. Armeecorps v. Caprivi ist der Äschlluß der Kanzlercrisis, nachdem sie thatsächlich bereits i be endet betrachtet werden konnte, nun auch formell erfolgt. 'M Bismarck har seinen Platz an der Spitze des Reiches mnb Preußens, den er so lange in ruhmvollster Weise aus- t «t, endgültig verlassen, um den Abend seines thatenreichen : lLkbeius in ländlicher Ruhe und Zurückgezogenheit zu beschließen. Feuilleton. Aus der Reichshauptstadt. Berlin, 19. März. Es liegt etwas in der Luft! Und dieses „etwas" ist nicht - dm Rücktritt des Reichskanzlers, nicht die Schloßfreiheits- 11 [ootieräe, sondern der holde Götterknabe Lenz! Aber dieses , , Mtgebilde" zeigte am Sonntag recht greifbare Erscheinun- $ p. ' „Wer zählt die Völker", die auf der Landesenge der Üljaufjeen, ja selbst aus den Wasserwegen hinausgezogen waren, |in und zu Wagen, zu Roß, per Velociped und im Boot, lambcm dumpfen Häusermeer entrounen, dem Berliner Früh- 1 Ich die ersten Tribute an Staub, Gedränge und Durst dar- zMngen. Die speculativen Bierwirthe hatten bereits die C Sirte n mit Tischen und Stühlen bevölkert und an ihnen tarnen die Spreeathener mit einer Behaglichkeit Platz, nicht c als ob der Sommer in schönster Blüthe stände. Wer Ifct ,endlosen Züge der Stadbahn sah, die an den Thoren j sich stiauenden Wagenburgen beobachtete und die schier unab- j chmen Colonnen der Fußgänger ins Auge faßte, der mußte 1 kseglei sen, daß ganz Berlin außer dem Hause und „aus dem £ beäugen" war. Hierzu mögen heute einige noch mehr Ur- sacht haben, nachdem das Glücksrad in Schwung gekommen rmdsm nicht blos zum Thore, sondern aus der vielgenannten $ tatterie herausgekommen sind. Je näher die Entscheidung, dich lebhafter wurde das Interesse und die Bank- und hMriegeschäfte wurden am Montag bis zur Mittagsstunde r loch förmlich um Antheilscheine bestürmt. Vor dem Lotterie- cMÄe, der Dresdener Bant, sanden recht lebensgefährliche ishinein statt. Dort hatten sich einige Tausend Menschen ein - Vekleidet mit den höchsten äußerlichen Ehren, die sein kaiserlicher Herr zu vergeben hatte, überschüttet mit den wärmsten Ausdrücken des kaiserlichen Dankes, tritt der Schöpfer des neuen deutschen Reiches in die Stille des Privatlebens zurück und die dankende Anerkennung des deutschen Volkes wie die Bewunderung der gesummten civilisirten Welt folgt dem „eisernen" Kanzler nach. Aber wenn er somit auch nicht mehr die Reichs- und Staatsgeschäfte führt, so wird doch hoffentlich die fernere Leitung derselben im Bismarck'schen Geiste erfolgen und ebenso steht zuversichtlich zu erwarten, daß die in den kaiserlichen Kundgebungen vom 20. März so bestimmt ausgedrückte Hoffnung, Fürst Bismarck werde auch als Privatmann mit seinem Rath für den Kaiser und das Vaterland nicht zurückhalten, in Erfüllung gehen wird. Die vorläufige Theilnng der vom Fürsten Bismarck verwalteten Aemtcr, dahin gehend, daß der Reichskanzlerposten mit dem Vorsitz im preußischen Staatsministerium vereinigt bleibt, die Leitung der auswärtigen Angelegenheiten dagegen abgetrennt worden ist, entspricht im Allgemeinen den hierüber gehegten Erwartungen. Daß Staatssecretär Graf Herbert Bismarck einstweilen in seinem Amte verbleibt, kann nur mit Befriedigung begrüßt werden, denn seit Jahren war ja schon Gras Bismarck in der Leitung der auswärtigen Angelegenheiten die rechte Hand seines Vaters und wußte er die verschiedenen aufgetauchten mit Umsicht, Energie und Scharfblick zu behandeln; vielleicht, daß es gelingt, ihn noch ferner in seiner Stellung zu erhalten. Was über sonstige angebliche Veränderungen im preußischen Ministerium oder in den Reichsämtern verlautet, ist zur Zeit unbegründet und entbehren die betreffenden Gerüchte eines ernstlichen Hintergrundes. Pariser Blätter hatten gemeldet, daß der Mechaniker Delahaye, einer der technischen Vertreter Frankreichs auf der Berliner Arbeiterschutz-Conferenz, keine Demission gegeben und Berlin verlassen habe. Von den chauvinistischen Organen wurde die Nachricht sofort ausgegriffen, mit dem nöthigen politischen Beiwerk versehen und zu einer kleinen Hetze gegen Deutschland verarbeitet, so daß sich sogar der am Donnerstag abgehaltene Ministerrath mit der Angelegenheit beschäftigte. Der Minister des auswärtigen, Ribot, erklärte indessen, keinerlei Nachrichten über die Affaire zu haben und ist jedenfalls der ganze Vorfall, bei dem es sich angeblich um Streitigkeiten zwischen Delahaye und den übrigen französischen Delegirten gehandelt haben und infolgedessen Delahaye auch dem Diner der Conferenzmitglieder beim Kaiser fern geblieben sein soll, von keiner politischen Bedeutung. Der Strike der englischen Kohlengrnbenarbeiter ist be- endigt. In Westminster fand am Donnerstag eine Conferenz zwischen den Grubenbesitzern und den Vertrauensmännern der sinkenden Arbeiter statt, in welcher eine Einigung erzielt wurde, dahingehend, daß die Arbeiter von jetzt ab eine Lohnerhöhung um 5 Procent und eine gleiche Lohnerhöhung vom gefunden, die für ihr Geld wenigstens „etwas sehen wollten", nämlich die Ziehung. Es entstand infolgedessen vor den verschlossen gehaltenen Thüren ein so heftiges Gedränge, daß Mancher froh war, wenn er, in des Wortes erschöpfendster Bedeutung, wieder „herauskam" und zwar mit gesunden Gliedern. Als nun endlich die Thore zum Tempel des Glücks sich öffneten, da faßte dieser nur 150 Personen, während etwa fünftausend Einlaß begehrten. Die unglückliche Majorität mußte also heimwärts ziehen und in stiller Klause abwarten, ob und was der Waisenknabe aus Fortunas Füllhorn ihm hervorgezaubert. Gar zu lange brauchte Niemand im Ungewissen zu sein. Denn mit anerkennenswerther Schnelligkeit brachten die Abendblätter bereits die Gewinn- resp. „Verlust"listen - es kommt eben ja auch hier wie bei allen Dingen lediglich auf die „Auffassung" an. Außerdem aber wurden die Listen als „Neuestes! Allerneuestes!" aus den Straßen ausgerufen und diese Extrablätter fanden zahlreiche Käufer. Zu gleicher Zeit hätte noch ein anderes Extrablatt ausgerufen werden können, und zwar ein solches, das ein gar merkwürdiges Unglück bekannt gab. Ich meine die Explosion auf der Kaiser-Wilhelms-Brücke, von welchem Vorfall Sie Ihren Lesern schon Kunde gaben. Wesentlich Neues ist über das sonderbare Ereigniß bisher nicht zu Tage gefördert worden, auch scheint es sich glücklicherweise zu bestätigen, daß die Explosion an Menschenleben keine weiteren Opfer gefordert, da das Gerücht, es seien zwei Personen über die Brücke und in das Wasser geschleudert worden, trotz eifrigster Nachforschungen bisher keine Bestätigung gesunden hat. Eine merkwürdige Ironie des Schicksals bleibt es immerhin, daß die electrisch beleuchtete Brücke 1. August d. I. ab erhalten sollen. Auf Grnnd dieser Verständigung dürften die feiernden Bergleute die Arbeit Überall wieder ausgenommen haben. Deutsches Reich. Berlin, 20. März. Aus Grund des Gesetzes über die Jnvaliditäts- und Altersversicherung hat der Bundesrath in seiner Sitzung vom 8. dss. Mts. die Errichtung der nachstehenden Versicherungsanstalten genehmigt, und zwar je eine Anstalt 1. für den weiteren Communalverband der Provinz Ostpreußen, 2. Westpreußen, 3. Brandenburg, 4. Pommern, 5. Posen, 6. Schlesien, 7. Westfalen, 8. Stadtkreis Berlin, 9. für Schleswig - Holstein und Lübeck, 10. Rheinprovinz, Hohenzollern und für Birkenfeld, 11. Provinz Sachsen und für Anhalt, 12. Hannover, Pyrmont, Schaumburg-Lippe und Lippe, 13. Hessen-Nassau und Waldeck, 14. bis 21. je eine Anstalt für die acht baierischen Regierungsbezirke, 22. bis 25. je eine für Sachsen, Württemberg, Baden und Hessen, 26. beide Mecklenburg, 27. eine für die thüringischen Bundesstaaten, 28. Oldenburg, 29. Braunschweig, 30. Lübeck, Bremen und Hamburg, 31. Elsaß- Lothringen. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 21. März. Der Prinz von Wales traf mit seinem Sohne George um 10 Uhr Vormittags aus dem Lehrter Bahnhof ein, wo er von dem Kaiser und der Kaiserin Friedrich mit ihren Töchtern erwartet wurde. Der Prinz trug die preußische Generalsuniform mit dem Bande des Schwarzen Adlerordens. Die Begrüßung des Kaisers und des Prinzen war sehr- herzlich. Bei dem Eintreffen des Prinzen spielte die Capelle des auf dem Bahnhof aufgestellten 2. Garderegiments die englische Nationalymne. Bei der Fahrt vom Bahnhof nach dem Schlosse ritt eine halbe Schwadron Kürassiere voran,- dann folgte der Wagen mit dem Kaiser und dem Prinzen von Wales, dann die Prinzen Leopold und George. Hieraus folgte eine zweite halbe Schwadron Kürassiere und dann das englische Gefolge, dem sich auch Graf Herbert Bismarck angeschlossen hatte. Eine zahlreiche Menschenmenge begrüßte den Kaiser und den Prinzen durch lebhafte Zurufe. Berlin, 21. März. Bei dem Galadiner zu Ehren der Anwesenheit des Prinzen von Wales trug der Kaiser englische Admiralsuniform mit dem Band des Hosenbandordens. Der Prinz von Wales hatte die Uniform der Blücher- Husaren und das Band des Schwarzen Adlerordens angelegt. In seinem Toast sagte der Kaiser ungefähr: Er danke herzlichst für den ihm im Vorjahre in England bereiteten Empfang. Der Kaiser sowie Armee und Marine empfänden durch eine Gasexplosion beschädigt worden ist. Für die neue Beleuchtungsart ist es jedenfalls von Vortheil, daß nicht sie, sondern das im Verscheiden begriffene Gas das Unheil angerichtet und, mit größerem Rechte als je, werden, im Hinweis auf die Gefahren, die Berliner Electrieitätswerke die Trommel der Reclame rühren. Was die erstere, also die Trommel, betrifft, so bilden seit einigen Jahren eine absonderliche Eigenthümlichkeit Berlins die Tambourvereine, zu welchen junge Leute in ihren Mußestunden sich zusammenthun, um ihrem musikalischen Be- dürfniß durch Trommeln Genüge zu leisten. Wie groß die Lust ist, zeigt die Thatsache, daß 25 solcher Vereine hier bestehen, mit folgenden mitunter gar hochtönenden Namen: Alsen, Bleib treu, Blücher, Concordia, Deutsche Treue, Echo, Eiche, Deutsche Eiche, Einigkeit macht stark, Felsenfest, Frisch auf, Froh und Frei, Germania, Gut Heil, Herzinnig, Herz und Hand, Hohenzollern, Reveille, Sedan, Vorwärts, Wanderlust, Wacht am Rhein, Wedding, Wiederhall, Zapfenstreich, also wohlgezählte 25, um welche der „Berliner Tambourbund" die gemeinsame Kette der Vereinigung schlingt. Nach den Ankündigungen scheiden sich die Zusammenkünfte der wackeren Trommler in gesellige Vergnügungen und Uebungs- stunden, welche letzteren den An- und Umwohnern gewiß hohe Freude bereiten. Einen nicht geringen Theil an der Lust zum Trommeln trägt wohl der militärische Sinn und die Freude an Allem, was den Soldaten und sein Thun und Treiben betrifft. Wenn der Kaiser die Truppen allarmirt und diese dann mit Sang und Klang in die Stadt heimkehren, dann hat der strammste Socialdemokrat nur Acht, recht stramm mit- zumarschirennnd er reißt gleich dem überzeugungstreuesten Con- es mit Stolz und Freude, daß ihm die Königin die Würde eines Admirals der englischen Marine, welche England groß gemacht, verliehen habe. Er sei erfreut, einen Vertreter der englischen Armee vor sich zu sehen in der Uniform des Regiments Blücher, welcher im Verein mit Wellington deutsches und englisches Blut im Miuupf gemischt habe. Er trinke ans daS fernere Fortbestehen der guten Beziehungen zwischen den Regierungen beider Länder; er hoffe, daß die englische Flotte mit der deutschen Armee und Flotte ferner zusammenstehen für den Frieden Europas. Der Prinz von Wales erwiderte in deutscher Sprache: Er danke für diese herzlichen Worte und den schönen Empfang. Er habe dies der Königin, seiner Mutter, telegraphirt und bemerkt, wie schön' ihr Regiment aussah. Er habe es immer für ein Glück erachtet, hierherzukommen. 32 Jahre seien es her, daß er zum ersten Mal hier gewesen- er hoffe, noch oft Gelegenheit zu Besuchen zu haben. Gleichzeitig sprach er den Wunsch aus, daß der Kaiser England wieder besuchen möge. Er trinke aus das Wohl des Kaisers und des deutschen Reiches. Berlin, 21. März. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Der Zusammentritt des neuen Reichtags soll, wie dermalen äußerlich verlautet, für Montag, den 14 April, in Aussicht genommen sein. Berlin, 21. März. Die „Post" meldet: Der Reichskanzler Caprivi besuchte bald nach seiner Rückkehr von Hannover Mittags um 2 Uhr den Fürsten Bismarck sowie dessen Familie im Reichkanzlerpalais. „Post" und „National- Ztg." nennen als späteren Leiter des Auswärtigen den Grasen Hatzfeldt, von anderer Seite wird versichert, daß für die definitive Uebernahme des Auswärtigen nod) nichts feststehe. Damit fallen auch die Gerüchte für jetzt ütier Revirements der Botschafterposten. Barmen, 21. März. In Anbetracht, daß nur noch 170 Gesellen die Arbeit nicht wieder ausgenommen haben, beschloß eine Versammlung von Ricmendrehereibesitzern, die auf heute angekündigtc Betriebssperre nicht eintreten zu lassen. Braunschweig, 21. März. Dem „Tagebl." zufolge ist der Strike in den Prinz Wilhelm- und Nordschacht-Gruben nach Lohnaufbesserungen und Entlassung einer Anzahl fremder Arbeiter beseitigt. Auf allen Braunkohlengruben herrscht Ruhe und ungestörter Betrieb. London, 21. März. Im Oberhaus beantragte Salisbury die bekannte Resolution betr. den Bericht der Parnellcommission - er protestirt gegen die neue Lehre, daß ein Verbrechen kein Verbrechen, wenn es begangen ist, um die bestehenden Institutionen umzustoßen. Gegenwärtig genüge der Wunsch Irlands, mittelst Verletzung der Gesetze sich von England loszureißen, um jedem zu diesem Zweck verübten Verbrechen die Sympathien der Exminister, selbst des Exlordkanzlers, zu sichern. Wenn das Verbrechen aushörc ein Verbrechen zu sein, weil es die Revolution fördere, dann werde das ganze Gebäude der Moral, selbst in wichtigeren Angelegenheiten als der Jrensrage, untergraben. Der Bericht verpflichtet England mehr als je, zu verhüten, daß die loyalen Bürger Irlands den Händen einer verbrecherischen Verschwörung ausgeliefert würden. Rom, 21. März. In Calatasimi (Sicilien) wurde das Versatzamt mit Nachschlüsseln geöffnet und Werthsachen im Betrage von 80000 Lire entwendet. Newyork, 21. März. Die „Newyork Times" bespricht den Rücktritt des Fürsten Bismarck, welcher in Deutschland Niemanden seines Gleichen hinterlasse. Er sei der große Deutsche, aus welchen alle Deutschen mit Stolz blickten. Am Anfänge seiner Laufbahn sei Preußen nur die fünfte europäische Macht gewesen, bei seinem Rücktritt hinter lasse er Deutschland als die erste Macht der Welt. Der „New york-Herald" sagt, Bismarck hlnterlasse durch seine Thaten ein ewiges Monument. Das Blatt hofft, Deutschland werde, wie Amerika, nie Mangel an Staatsmännern haben, wenn die Verhältnisse sie fordern. Auch andere Organe werden der Bedeutung Bismarcks gerecht. servativen seine Kopfbedeckung herunter, um den voranreitenden Herrscher zu grüßen. Das Militär bleibt nun einmal, wenigstens in Berlin, in der Erscheinungen Flucht des revo lutionären Geistes der ruhende Pol. Einen Pohl haben sie hier kürzlich im Moabiter Untersuchungsgesängniß zur Ruhe gesetzt. Es ist das ein Gerichtsvollzieher, welcher bei einem Jahreseinkommen von 11,000 Mk. der verschiedensten Unterschlagungen sich schuldig gemacht. Bereits im vorigen Jahre wurde Pohl wiederholt wegen Vergehen im Amte angeklagt, aber jedesmal theils außer Strafverfolgung gelassen, theils von der gegen ihn erhobenen Anklage freigesprochen. Seine Behörde ordnete nichtsdestoweniger eine Disciplinar-Unter- suchung gegen ihn an, in Folge dessen er am Samstag voriger Woche seiner dienstlichen Obliegenheiten enthoben wurde. Bei der Uebergabe der von ihm bis dahin bearbeiteten Vollstrecknngssachen stellte sich das Fehlen von vielen kleinen Geldbeträgen und Pfandstücken heraus, so daß Pohl wegen Amtsverbrechen auf Antrag seiner Behörde in Untersuchungshaft genommen werden mußte. Dabei hat dieser Beamte, dessen Einkünfte sich auf Tausende beliefen, nur mit „Kleinigkeiten sich abgegeben". Denn die Gesammt- summe der Unterschlagungen beträgt nur wenige hundert Mark. Da lobe ich mir denn doch unseren Magistrat. Er hat sich nie mit Kleinigkeiten abgegeben, und so that er es auch nicht, als um die Neuvervachtnng des Rathhauskellers es sich handelte. 30,000 Mk. hat der Keller bisher Pacht gebracht. Vom 1. October wird er dagegen 46,000 Mk jährliche Miethe bringen. 16,000 Mk. mehr? Das nenne ich noch eine Steigerung, die um so bemerkenswerther ist, als hier ein Keller in Frage kommt, bei dem es doch eigentlich hinabgeht. Heinrich Blankenburg. Cocale* und provinzielles. Gieße«, 22. März. — Mit Herannahen des Frühlings werden auch unsere städtischen Anlagen wieder in Stand gesetzt und den Spaziergängern nut) Freunden der Anlagen, zu denen sich wohl jeder Einwohner der Stadt rechnet, Gelegenheit gegeben, zu beobachten, wie Bäume und Sträucher, Blumenbeete und Grasflächen sich zu sommerlicher, das Ange entzückender Fülle entwickeln. Es ist daher nichts natürlicher, als daß nun auch alle berufenen Organe, das Publikum nicht zum wenigsten, daranf zu achten haben, daß unseren Anlagen der nöthige Schutz vor Zerstörung zu Theil werde. Zu den Geschöpfen, die für die Schönheit unserer Anlagen gar keinen Sinn haben, gehören die Hunde- ihnen gewähren die Anlagen einen willkommenen Tummelplatz, sie setzen über frische Beete, Pflänzchen n. s. w. hinweg lind vernichten mit Wohlgefallen, was des Gärtners kunstgeübte Hand geschaffen. Die Polizei wird deshalb in erster Linie ihr Augenmerk aus die in den Anlagen frei herumlaufenden Hnnde richten und die Besitzer derselben, kraft des bestehenden diesbezüglichen Verbotes, zur Anzeige bringen. Wer also nicht will, daß sein vierfüßiger Freund, der Hund, die Ursache eines Strafbefehls wird, der führe ihn, sofern er feine Gesellschaft and) bei Spaziergängen in den Anlagen nicht entbehren zu können glaubt, hübsch an der Leine. Eine weitere Art von Störenfrieden in der Entwickelung des Pflanzenwuchses unserer Anlagen sind die kleinen Kinder. Trotz zahlreiä) vorhandener Kindermädchen vielfach ohne Aufsicht, buddeln, zupfen und pflücken die Kleinen in den Anlagen herum, daß es eine Art hat- läßt sich ein Blümchen oder eine Knospe blicken, flugs wird sie zum Gemeingut derjenigen, so sechsjährig und darunter sind, sie verrichten ihre Gartenarbeit mitunter so gewissenhaft, daß ihre Beschützerinnen ihre Helle Freude daran haben, soweit sie nicht anderweitig so beschäftigt sind, daß ihnen eine Beobachtung der Beschäftigung der Kleinen überhaupt unmöglich. Aber auch die größeren Kinder können, wenn sie ohne Aufsicht uud ohne strenge Mahnung von Seiten ihrer Eltern die Anlagen betreten, Schaden an-, richten. Das Abreißen von Zweigen, das Werfen mit Steinen, das Rütteln an Schutzgeländern u. s. w. wirkt auf den Naturfreund gerade so unangenehm ein, wie die Wahrnehm ung, daß die Kinder ihren Bedarf an Stöckchen, Pfeilen und Bogen aus den Sträuchern der Anlagen decken. Es seien deshalb hiermit die Eltern und Erzieher der Kinder darauf aufmerksam gemacht, daß sie für allen Schaden, den ihre Kinder in den Anlagen anrichten, verantwortlich gemacht, d. h. bestraft werden. — Die Schlußseier des Realgymnasiums und der Realschule sand heute Vormittag um 11 Uhr statt. Nach einem kräftigen Chor der Sänger wurden passende patriotische Gedichte vorgetragen, worauf Herr Direetor Weihriä; die Abiturienten mit einer zu Herzen gehenden Anrede entließ. Alsdann fand die Preisvertheilung aus der Heyer-Hanstein-Stiftung an die fleißigsten und würdigsten Schüler statt, worauf ein recht gut eingeübter Chor die würdige Feier schloß. — Frau Commerzienrath Noll stiftete für die Krankenkasse der I. B. Noll'schen Cigarrenfabrikeu 1000 Mk., die neuen Inhaber der Firma I. B. Noll den Betrag von 300 Mk. t Mordprozeß Häuser und Kretschmar. Die gestrige Vernehmung der Angeklagten gibt einen Einblick in die tieftraurigen Verhältnisse einer Familie, deren Oberhaupt dem Trunk geneigt, in stetem Hader mit den Seinen lebt und die rohesten Mißhandlungen an ihnen begeht - deren Kinder, bösartig veranlagt, auch noch durch eine gänzlich vernachlässigte und fehlgeleitete Erziehung schon frühe den Weg des Bösen betreten, der nolhgedrungen nur im Zuchthaufe endigen wird. Johann Georg Häuser, der sofort den Eindruck eines rasfinirten Verbrechers macht, ist 27 Jahre alt, als der voreheliche Sohn der Dorothea Häuser, der jetzigen Wittwe des ermordeten Heinrich Kretschmar von Bobenhausen geboren. — Sein Vorleben ist nicht makellos, mehrfach ist er wegen Bettelns, zweimal wegen Diebstahls und einmal wegen Raubs bestraft worden, im letzten Falle mit 3 Jahren Zuchthaus, welche Strafen er sämmtlich verbüßt hat. Der andere Angeklagte, der Sohn der Heinrich Kretschmar Eheleute, ist noch nicht 18 Jahre alt und unbestraft- sein keckes Auftreten und das cynische Lächeln, welches zeitweilig bei ihm bemerkbar ist, lassen erkennen, daß es eine gute Schule war, in welche er gerathen, als ihn sein Mitangeklagter Stiefbruder in seine Obhut nahm. Häuser wohnte zuletzt in Hochheim a. M., wo er als Heizer in der Zuckerfabrik beschäftigt war und sich im October v. I. verheirathete. Seine gestern als Zeugin erschienene Ehefrau hatte von dem Vorleben des Angeklagten keine Kenntniß, er bezeichnete die Zeit, welche er in Gesäng Nissen und Zuchthäusern zubringen mußte, ihr gegenüber als „Militärzeit". Zn seiner Hochzeit hatte er auch seine in Bobenhausen wohnhaften Angehörigen eingeladen, von denen auch Mutter und Stiefbruder erschienen. And) Heinrich Kretsch mar, der Stiefvater resp. Vater der Angeklagten, traf später in Hochheim ein, aber jedenfalls nicht zu freundschaftlichem Besuche, sondern zur Wiedererlangung einer größeren Geldsumme, die seine Frau gegen seinen Willen mit auf die Reise genommen haben soll. Wahrscheinlich, jedoch nicht erwiesen ist, daß schon bei diesem Besuche zwischen Häuser und seinem Stiefvater es zu einem Auftritt kam- ersterer sagte jedoch aus, der letztere habe ihm 50 Mk. Unterstützung versprochen, die er später in Empfang zu nehmen gedachte. Der junge Kretschmar blieb bei seinem Stiefbruder in Hochheim und nahm dort Beschäftigung in der Zuckersabrik. Erst auf Drängen seines Vaters kehrte er nach Bobenhausen zurück. Am 10. Decem- ber reiste er in Begleitung seines Stiefbruders, der seiner Ehesrau die unwahre Angabe machte, er gehe mit einem Collegen nach Darmstadt, um diesem bei einer dort abzulegenden Prüfung als Heizer an die Hand zu gehen, ab. Nachdem die beiden Brüder sich noch in Gießen fast einen Tag lang anfgehalten, kamen sie am Abend des 11. December bei iß Angehörigen in Bobenhausen an, wo Alles „Liebs und gewesen sei, wie die Angeklagten sowohl wie ihre ebenen vernommene Mutter versichern. Am folgenden Tage Ä sichtigte der alte Kretschmar, der das Gewerbe eines Spenal«>i im Umherziehen betrieb, in Geschäftssachen nach Zeflbach gehen, er gab jedoch diesen Plan wieder ans, indem er Müd^ keit und die vorgeschrittene Tageszeit vorschützte, schliesflj? fügte er sich dem Drängen seines Stiefsohns und machte mit den beiden Söhnen aus, Jeder mit einem handses-. Stecken versehen. Nach Erledigung der Geschäfte und h > üblichen Stärkung fetzten sic ihren Weg von Zeilbach llQd. Ober-Ohmen fort, auch hier kehrten sie ein und es kam bam in der Krebs'schen Wirtschaft zu Auseinandersetzungen die schon hier zu Thätlichkeiten übergegangen wären, wenn ^nicki Wirth und Gäste der lärmenden Gesellschaft das Haus bei wiesen hätten. Jetzt erklärte der alte Kretschmar, er bleibe l)ier über Nacht, er wolle sich von seinen Söhnen nicht tobt Klagen lassen. Er ging darauf weg nach der Horst'schc» Wirtschaft. Dorthin folgten ihm seine Söhne und als ec ihrer Aufforderung nicht Folge leistete, zerrten sie ihn Qllr die Straße, worauf man sich gegenseitig stieß und schließlich Häuser seinen Stiefvater mehrmals mit dem Stock schlug ober „abschmierte", wie er sich gerne auszudrücken beliebt.' tzj„ Menschenhaufe sammelte sich an, dem gegenüber Häuser die freundschaftlichen Gefühle, die er für seinen Stiefvater W aus dessen Bemerken, sie wollten ihn umbringen, mit den Worten ausdrückte: Früher hast Du mich mißhanbelt jetzt lassen wir uns nichts mehr gefallen. Ich l0 Mk. den Armen, wenn Du bis morgen früh crepirt wärst." Obgleich der Mißhandelte sich sträubte, mit seinen Peinigern zu gehen, führten sie ihn fort auf dem Wege nach Boden Hausen zu. Zeugen, welche bei dem ersten Vorfall in der Krebs'schen Wirtschaft zugegen waren und sich kurze Zeit danach auf dem Wege nach Ruppertenrod befanden, hörten in der Richtung des Weges, den die Angeklagten eingefchlagen hatten, einen Schuß fallen, und einer derselben sagte hieraus „Eben werden sie (die Sohne) den alten Kretschmar tobt geschossen haben". Die Angeklagten geben übereinstimmend an, daß ihr Vater, als sie etwa 10 Minuten von Ober- Ohmen entfernt gewesen seien, nicht mehr habe mitgehen, sondern in Ober-Ohmen „beim Spengler" übernachten wollen, sie hätten ihn gehen lassen und wären nach Bobenhausen marschirt. Der Ehefrau des Ermordeten scheint das Aus bleiben ihres Mannes wenig Unruhe verursacht zu haben, sie fei gewöhnt gewesen, daß er öfters über Nacht weggeblieben, erklärt dieselbe bet ihrer heutigen Vernehmung und sie erzählt unter Thränen, was Alles sie während ihres Ehestandes und ebenso ihre Kinder von ihrem Mann zu erdulden gehabt hätten, wenn er betrunken nach Hause gekommen sei. Ausfallend ist, daß die Sohne des Ermordeten ihrer Mutter gegenüber voll- stäitdig über das zwischen ihnen und ihrem Vater Vorgefallem schwiegen- am andern Morgen begaben sie sich auf Geheif ihrer Mutter, als der Mamt noch nicht zurückgekehrt war, ans die Suche nach Ober-Ohmen und zwar auf einem anderen als dem in der Nacht zurückgelegten Wege, den sie als näher bezeichnen. Mittlerweile hatte man den alten Kretschmar, ettoe 1/2 Stunde vom Orte Ober-Ohmen entfernt, tobt aufgefunden und zwar mit einem Schuß im Kopf, der die Todesursache gewesen ist. Die Angeklagten wurden, kaum in Ober-Ohmen angekommen, schon verhaftet und an den Thatort geführt, wo die sofort angestellten Ermittelungen zu dem Resultat führten, daß das Schuhwerk der Beiden genau in die am Thatort int Schnee zurückgebliebenen Fnßtapsen paßte. Die Angeklagten leugnen entschieden, die That begangen zu haben. In der Nähe des Thatortes wurde noch ein Stück eines von Häuser oder dessen Stiefvater mitgeführten Stockes gefunden, der andere Stock sowie das fehlende Stück sind nicht mehr zum Vorschein gekommen. — Die Zeugenvernehmung wurde heule Vormittag fortgesetzt. — Um 2 Uhr Nachmittags waren die Plaidoyers noch nicht beendigt, doch steht der Urtheilsspruch heute noch zu erwarten. — In der um 4 Uhr beendigten Sitzung des Schwurgerichts wurden nach ca. einstündiger Berathnng des Gerichtshofes der Angeklagte Joh. Gg. Häuser wegen Mocks zum Tode und dauernde Aberkennung der bürgerlichen Ehren rechte, der Angeklagte Johannes Kretschmar zu einer Gesängnißstrafe von 12 Jahren verurtheilt. Außerdem werden die Kosten den Angeklagten je zur Hälfte auferlegt. Strafmildernd kam für den Angeklagten Häuser dessen schlechte Erziehung, straferschwerend feine Vorstrafen, die Brutalität bei Ausführung des Verbrechens wie jeglicher Mangel an Reue, sowie dessen hartnäckiges Leugnen in Betracht. Langgöns, 21. März. Pfarrvicar Otto Köhler hier wurde zum Pfarrverwalter in der Gemeinde LanggönS ernannt. । . ’ Vermischtes. * Darmstadt, 21. März. Heute starb hier der Großh- Oberstkammerherr und Generallieutenant ä la suite, ehemaliger hessischer Kriegsminister Eduard v. Grolman. Univeriitäts - Nachrichten. Der Professor der Augenheilkunde in Göttingen, Gehet«" Medictnalrath Dr. Theodor Leber, ist als Nachfolger deS verstorb- Prof. Becker nach Heidelberg berufen worden und hat den "W angenommen. Der Prtvatdocent Dr. Escherich in München ist zum Professor für Kinderheilkunde an der Universität Graz ernannt. Der bisherige Prtvatdocent an der Greifswalder UntoerWl, Dr. Behrens, ist, wie uns von dort berichtet wird, alS «utzer- ordentlicher Professor der romanischen Philologie an die Universum Jena berufen worden, und wird diesem Rufe mit Beginn nächsten Semesters Folge leisten. ; liityrli i zuw Ausschank ge Verlag vi . Rei 11 trotze Ausga 22/17),en Mer in feinere Ci Wir mache ecl von heute ab bei Auch ist bi ! Men Bäue w.l fit * 12, v' ’ ! OT,** 1 * * * * * * ! granbl “ 1 M^ sind tw I zur I SlE^urid Anl r die Ml sollen ?^erWedeneliHa Mtatten Mn« Wohnung J ! SZS An weueui ! Ä vollendet und wer! , aut Pfingstmontag, , und Preis-Ausgabe, 1 30 beziehen. I ba Ä EM Del wer Au« I genommen ist. n Fried e®Pfiehlt unter U8,8ndi8C| ” /mild) " («M i I 1 ■ __ Sch btn 1 Wn- u"d Aablin 1 des Deutickn Rei i Feb M 1890 0^ 8 Splegdeiien «<36 j Thomasrohenen ij8 I Die Production in ; Januar 1890 314' I 1890 wurden pro i im gleichen Zeitrau Heinrich Klos. Getankte. Vormünder! Eltern! [2330 j itum Ausschank gelangt. Der Gennst-Verlrettr 1353 •>( Friedrich Leo, Seltersweg 71 i Mas ländische (dir. importirt). 1 20 Robert Sattler, Neustadt. 472 » Die Zellen sind durch Dampf geheizt. [121 Heidelbeeren-W ein 90 Laubenheimer Dürkheimer 1.60 1.80 1.80 2 — 3.— 2.60 158 Actlen^Cao tat and Reserven Versicherungsbestand...... An die Versicherten bisher ausbezahlt Ingelheimer Both- wein Elsässer Bothwein Wachenheimer Sect Oppmann Sect Beerenweine eig. Bereitung. J ohannisbeeren-W ein pr.Fl. 70 Äußer verschiedenen Salzen und Mutterlaugen sind fämmtliche Bade- Extratte, als: Fichteunadel», Malz-, Loh- und Weizeukleie-Extratte zu haben. Abonnements werden jederzeü entgegengenommen. 'MML swr Wer Sprachen kennt, ist reich zu nennen. TWE Den 16. März. Dem Kohlenhändler Eduard Kltnkel ein Sohn, .Hermann Ludwig, geboren den 14. Januar. Denselben. Dem Flurschütz Heinrich Schneidmuller eine Tochter, Auguste Käthchen, geboren den 27. October 1889. Denselben. Dem Kutscher Friedrich Becker eine Tochter, Marte Katharine Irene Georgine, geboren den 17. Januar. Denselben. Dem Schreiner Friedrich Rosenbaum eine Tochter, Ottilie Margarethe Karoline, geboren den 11. Februar. Den 19. Marz. Dem Monteur August Wende aus Dortmund ein Sohn, August Friedrich, geboren den 20. Februar. Denselben. Dem Weinhändler August Schwan eine Tochter, Elisabeth Auguste Karoline Emmy, geboren ben 5. Januar. Den 15. März. Ernst Kleh, Schreiner, alt 42 Jahre, starb den 13. März. ____ Denselben. Adolf Noll, Fabrikant, Commerzienrath, alt 66 Jahre, starb den 13. März. Den 16. März. Heinrich Enders, Stadtrechner, alt 30 Jahre, starb den 13. März. Den 17. März. Andreas Eidmann, Arbeiter, alt 38 Jahre, starb den 14. März. Denselben. Luise Horn, Tochter des verstorbenen Gepäckträgers Justus Horn, alt 14 Jahre, starb den 14. März. Denselben. Karl Appel, Musketier, Sohn des LandwirthS Heinrich Appel zu Lehnhetm bei Alsfeld, alt 21 Jahre, starb den 14. März. Den 19. März. Christian Weißbeck, Schuhmacher, alt 34 Jahre, starb den 18. März. Denselben. Philipp Adam Ster, Kretsbote, alt 58 Jahre, starb den 16. März. Den 21. März. Johann Georg Lenz, Landwirlh aus Niedergirmes, alt 42 Jahre, starb den 18. März. Araukfnrter Ttadttheater. Nach getroffener Vereinbarung zwischen der berühmten Sängerin Frau Marcella Sembrich und der hiesigen Intendanz wirb die gefeierte Künstlerin nächsten Mittwoch den 26. ds. im Frankfurter Opernhause als Gast auftreten. Dieses Gastspiel, welches sich auf dielen einen, und im günstigsten Falle auf einen zweiten Abend beschränken dürste, gewinnt dadurch ein besonderes Interesse, daß Frau Sembrich, welche bisher nur in italienischer Sprache gesungen hat, diesmal, und zwar zum ersten Male, deutsch singen wird. Platzbestellungen werden von heute an entgegengenommen. — Nach den statistischen Ermittelungen des Vereins deutscher 4 Sftfr eunb Stahlindustrieller belief sich die Roheisenproduction ihd Deutschen Reiches (einschließlich Luxemburgs) im Monat iStt'iian 1890 auf 362 026 Tonnen, barunter Putdelrobeisen und c 5p*?gel elfen 168 364 Tonnen, Bessemerroheisen 34 367 Tonnen, I Homo:,roheisen 118 049 Tonnen und Gießereiroheisen 41 246 Tonnen. SDk Production im Februar 1889 bettug 334 912 Tonnen, im ‘ genua: 1890 374 066 Tonnen. Vom 1. Januar bis 28. Februar ’1:89O iiDurben producirt 736 092 Tonnen gegen 702 023 Tonnen i m gleichen Zeiträume des Vorjahres. drs Bürgerlichen Brauhauses in Pilsen: Max Abeies, Frankfurt a. M., Kaiserstraße 22. Auch ist dieses Bier bei den Herren Roth und Wilhelm Schomber, Reuen Bäue 10, bei täglich frischer Abfüllung in Vi Flaschen a 40 Pfg. zu haben. Auszug aus -en Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getränte. t Den 19. März. Leonhard Dechert, Friseur, und Johannette Laudon, Tochter des verstorbenen Maurers und OfenputzerS Philipp Laudon zu Gießen. Den 20. März. Karl Theodor Gläsener, Agent, ein Wittwer, und Friederike Katharine Klos, Tochter des verstorbenen Wiegemeister« Auszug aus -en Stnn-esnintsregistern der Stadt Gießen. Aufgebote. März: 15. Rudolph Heinrich Christian Gerhard, Reallehrer zu Mainz, mit Marie Margarethe Helene Ohnacker zu Mönchbruch. 17. Wilhelm Adolf Conrad, Bergmann zu Waldhausen, mit Elisabethe Wenzel zu Gießen. 17. Ludwig Scheid, Schuhmacher zu Gießen, mit Katharina Hardt von hier. 18. Johann Anacker von Kupfersuhl, Tapezier dahier, mit Emilie Orth von hier. 18. Felix Ernst Moritz Flies, Premier-Lieutenant zu Berlin, mit Helene Ottilie Marte Lindenberg zu Berlin. 19. Ernst Hermann Kohler von Leipzig, Kaufmann dahier, mit Dorothea Kinkel dahier. 20. Heinrich Vollmöller, Schreiner dahier, mit Katharina Christine Letdich zu Grüningen. 20. Johannes Hartmann Schmitt, Handelsmann zu Gießen, mit Katharina Hohl daselbst. 21. Martin Erb, Schuhmacher dahier, mit Katharine Ztnßer Hierselbst. Eheschließungen. März: 13. Leonhard Dechert, Friseur dahier, mit Johannette Laudon von hier. 13. Carl Theodor Gläsener, Agent dahier, mit Katharina Klos von hier. Geborene. März: 12. Dem Kutscher Christian Burk ein Sohn, Johann Friedrich. 12. Dem Metzgermetster Louis Peter Sack ein Sohn, Louis Eduard Christian. 13. Dem Dienstmann Gustav Schuchardt eine Tochter, Elisabeth Marie. 13. Dem Bremser Ernst Franz ein Sohn, Ernst. 15. Dem Schuhmacher Heinrich Schaub eine Tochter, Elise. 15. Dem Pferdehändler Meter Michel eine Tochter, Johanna. 15. Dem Schächter David Jacob ein Sohn, Julius. 15. Dem Gärtner Wilhelm Gerhard ein Sohn. 15. Dem Diätar bei den Oberhessischen Eisenbahnen Friedrich Dö.ner eine Tochter, Elisabeth. 15. Dem Friseur Heinrich Franz Jodokus Tichy eine Tochter, Elsa Hermine. 16. Dem Pofthilssboten Konrad Lehr eine Tochter. 21. Dem Kaufmann Friedrich Stooß eine Tochter. 21. Dem Bauschreiber Wilhelm Ringel eine Tochter. Gestorbene. März: 14. Karl Appel von Lehnheim, 21 Jahre alt, Musketier in der 11. Compagnie 2. Großh. Hess. Jnf.-Regts. Nr. 116. 14. Margarethe Zecher, geb. Weller, 65 Jahre alt, dahier, Wtltwe von Fuhrmann Caspar Zecher. 14. Andreas Eidmann, 39 Jahre alt, Fuhrmann dahier. 15. Luise Horn, 14^ Jahre alt, Tochter von Gepäckträger Justus Horn dahier. 15. Heinrich Friedrich Ufinger, Zur gefi. Beachtung! Nach Uebctrinfunft mit Großherzogl. Saline Bad- Nauheim verabfolgt dieselbe ihre Salze für Gießen und Umgegend nur an mich, dennoch ift jüngst durch Vermittlung eine- Hause- in Wetzlar Nauheimer Salz hierher gekommen. Eine Wiederholung diese- Verfahren- wird nicht mehr Vorkommen. Indem ich diese- hierdurch mit Eiu- verstäudniß de- Großh. Salinen- und Bergamt- Bad- Nauheim veröffentliche, bitte ich meine werthen Kunden, sich nicht irre führen zu laffen. Ich werde Sie künftig wie seither mit Nauheimer Salinen Produkten besten- und billigst bedienen. 1.20 1.— 1.75 3.- Karl Bieler, Gießen, 6 Kreuzplatz 6. Alleinige Salz-Niederlage der Großherzogl. Saline Bad-Nauheim. 5 Monate alt, Sohn von Straßenkehrer Heinrich Usinger dahier. 16. Elsa Margarethe Carls, Tochter von Dachdecker und Wirth Johann Heinrich Carlö dahier. 16. Philipp Sier, 58 Jahre alt, Kreisbote dahier. 16. Gertrude Schallenberger, 23 Jahre all, Dienst- magd von Kreuznach. 18. Christian Weißbeck, 34 Jahre alt, Schuhmacher dahier. 18. Johann Georg Lenz II., 42 Jahre alt, Knecht von Niedergirmes. 19. Friedrich Rinn, IVi Jahr alt, Sohn von Schreiner Ludwig Rinn XIII. von Heuchelheim. 20. Wilhelm Künzebach, 21 Jahre alt, Schreiner von Ludwigshafen. ten Sitzmg W iN-wihmg bei» Häuser MM > a bei bürgerlich!" Arets-hmr j« bet Andreas Euler. Täglich geöffnet von 6 Uhr Morgen- bi- 7 Uhr Abend- Sonntag- bi- Mittag 12 Uhr. „ 2.50 „ 2.- „ 2 50 „ 2.50 „ 2.50 „ 140 >, 1.40 „ 2— „ iw Versicherungen auf den Todes- und Erlebensfall, Ausateuerverslcherangen- Altersversorgung und Renten zu billigen festen oder gewinnberechtigten Prämien (ohne Nachschussverpflichtung). Unanfechtbarkeit und Unverfallbarkeit fünf- bezw. dreijähriger Policen, liberale Versicherungsbedingungen, auch für den Kriegsfall. Ferner Einzel-Unfall-Versicheriing gegen die ökonomischen Nachtheile körperlicher Unfälle. Antragsformulare etc. bereitwillige! und kostenlos in Giessen bei Basler Lebeos-VersiclieriHägs-fiesellsdiaft (Gegründet 1864). Concessionirt in allen deutschen Staaten. ca. Mk 25,100,000, „ „ 83,660,000, „ „ 23,900,000. „ St. Julien „ Rüster Ausbruch „ Menescher Ausbruch „ Tokajer Ausbruch „ „ „ (extraf.) „ Capwein „ Deutsche« 1.30 1.30 1.40 1.50 1 40 1.50 1 50 2 — 2 — 2.— 2— den Angeklagten am für * g, lM’eS fiihrung des" iomie heilen W Verlag vo« »ecker Lari», »erlin und Gießen. (£uöilu£a6f([en pir Bestimmung des Cubik-Inhaltes runder Höfler. Von Eugen Laris, Redacteur des „Handelsblatt für Walderzeugnisie". 1L.Stofte Ausgabe für drn Bureau- und Comptoir.Gebrauch, (Format 22/17), enthält: Cubiktabelle zur Bestimmung des Cubikinhaltes runder Hölzer in Cubikmetern mit zwei Decimalen- — Kreisflächen-Tabelle als feinere Cubiktabelle nach Metermaß und zur Cubirung nach Fuß und Zoll, beide Tabellen mit practischen Beispielen und Bemerkungen- Preis 1 Mark- Diese Cubiktabelle bietet dem Holzhandel Cubirungstafeln, wie sie in Bezug c M Vollständigkeit, Uebersichtlichkeit, großem klaren Druck, bequemer Handhabung, tratoi außerordentlicher Billigkeit, noch von keiner anderen Sette geboten ’ Ü r aschenformat'Ausgabe zur Cubirung nach Metermaß. Preis 0.40 Mark. Diese Cubiktabellen sind die billigsten und practlschsten für den Holzhandel, 1«bei. ihrer Aufstellung speciell auf die Bedürfnisie des Holzhandels Rücksicht g lammen ist- . „ Durch jede Buchhandlung zu beziehen. Jägerliches Bräuhaus in Pilsen, „gegründet 1832". Wir machen hierdurch bekannt, daß unser echtes Pilsner Bier düii hsrute ab bei Herrn C. Roth II., WaMhorstraße 5, Literatur und Uunft. - Nr. 12, v. Band der Naturwissenschaftlichen Wochen- UsMsti, Redacteur Dr. H. Potont4, Verlag von Ferdinand SMin. ml er § Verlagsbuchhandlung in Berlin, hat folgenden S. Brandt: Ueber die biologischen Untersuchungen der Plank- t m Expedition. — Physiologie des Gehörorganes. Zur ilWoloaie der Fortpflanzung- (Mit Abbildung.) — Friedrich BkpO Quenstedt -$-• — Fragen und Antworten. — Literatur. Das teterschafts-System zur praktischen und naturgemäßen Erlernung der frauzöfischeu, englischen, italienischen, spanischen, portugiesischen, Holland'- scheu, dänischen, schwedischen und russischen Greachäfta- und U mgangssprache. Eine neue Methode, in 3 Monaten eine Sprache svrechen, schreiben und lesen zu lernen. Zum Selbstunterricht von Dr. Richard 8. Rosenthal Französisch — Englisch — Spanisch, complet in je 15 Lectionen h 1 JL Italienisch — Russisch, complet in je 20 Lectionen ä 1 JC. Schlüssel dazu ü 1 Mk. 50 Pf. Portugiesisch — Holländisch — Dä« nisch — Schwedisch, complet in je 10 Lectionen ä 1 JL Probebriefe aller 9 Sprachen ä 50 Pf. Leipzig. Kosenthal'sche Perlagshandlung. Brustleiden jed., auch schwerst. Art, könn. noch radl- cal geheilt werden, wenn man sich vorurteilsfrei m. Leidensbeschr. u. Angabe,"ob Baisse kalt,®an P. Weidhaas. Dresden, wend. Die am eignen Körper erprobte, behördl. geprüfte Kur wird von Autoritäten empfohlen. , , rjtto W icat u11, m )tr ©enteil111 * Verkehr, Land- und volkswirthschaft. Wettstreit zur Derbesterung der Lage der Arbeiter. IMIK 1890. Die General-Bedingungen und Preisaufgaben des i Wstiettes sind im Druck erschienen und mit Einladungsschreiben Heiligung an die Interessentenkreise zum Versandt gelangt. 8 üi bem Ausstellungsfelde selbst herrscht rege Thätigkeit und schreiten taten und Anlagen gut vorwärts. Die Arbettshalle für Haus- i Industrien ist vollendet und beschäftigt man sich zur Zeit mit der tiÄrichtung von circa dreißig Arbeitssälen, in welchen Werkstätten d!soerstchtedenen Hausindustrieen eingerich et weiden sollen. In diesen SMtatten sollen all: die Warnen sabricut werden, deren Herstellung tnbtr Wohnung des Arbeiters möglich ist, so u. A. Stroh- und IMdemflecht-Arbeiten, die Verarbeitung von Holz, Horn, Knochen ii mb Stoff-Abfällen, Schmuckwaaren in Bernstein, Elfenbein und ; Lüerlschaum, Töpferwaaren, Stahlwaaren und Waffentheile, Strick-, Häkel-, Klöppel-Arbeiten, Lederwaaren, Cartonnagen u. s. w. Snb wüitern Bauten werden Hallen für Arbeiter-Wohlfahrt, rHiivefbe-Hygiene, Unfallverhütung und Hülfeleistung e ani^td. Das ganze Terrain ist circa 20 Morgen groß, und werden 1 mkarlllge Anlagen die Bauten einkleiden. Ein großartiger Festplatz, i iürltch dem bet der Bremer Gewerbe-Ausstellung geplanten, wird ' M DMs-Belustigungen sorgen. Die Restaurations-Gebäude sind 1 wömteet und werden zur Zeit vermiethet. Der Eröffnungstag ist । uni Pfingstmontag, 25. Mai er., festgesetzt. Die General-Bedingungen ? md Pi eis-Aufgaben find an der Geschäftsstelle, Hohenzollernring 94, .? n beziehen. pr. Fl. JL 1.10 ,, „ „ 120 n n „ 1 40 „ » n 1 40 .chrich^ „ •*&> 'M rief- und Packetsiegel- Marken in Prägedruck werden schnell und billig angefertigt in der rühl’schen Fernsprecher 51. Druckerei Sdralstrasse 7. Vorhandene Stempel können benutzt werden. 8 8i)an. Cötes . Pr- F1- -A 1.— 1 Fortug. Gebirgwein ll*riorato (herb) 2425] Ein junger Mann, welcher seine Lehrzeit in einer Colonial- und Eisen- waarenhandlung beendet, flucht, gestützt auf gute Zeugnisse, per Mai oder Juni anderweit Stelle in einem Eisenaeschäft. Salair wird vorläufig nicht beansprucht. Gef. Offerten unter U. Nr- 257 beförd. die Exped. d. Bl- (mild) W (BUM) (süss, alt) ' Tarragona (süsser) 1 VWepennas 1 Malaga Xeres J Pijarete IPorfwein (weisser) 8 ÜiherTy 1 lilaaga n (alter) 1 ladeeira (»ster) z klicnnte 1 Inseateller 8 8'Binws 1 Barbetta (alt) IlmlB 1 Burgunder °°hl 5J0[9enben 5 S im* s, ler öuj, in? ’"9en It[ e,ne ®86n, tete, Jl6 . leitig Len H nit dein Stock ’r 5'fotten. <£? ”8« hüb «4 ?’ mit feilten Pi. mbtmW 4 61 »Heu 7 -«d ,e"t0(6 6efanben, | ■litseflajten eimj. ' dechlben jagte t alt=n Kreisch» 1 9«en übereiG Minuten von i ft mehr habe N '9ler" übernachten: lvären nach $ohr: 'rdeten scheint dn- ,verursacht zu über Nacht weggi.^ ttnehmung und siee end ihres Ehestand zu erdulden gehabii: nunen sei. AufsM r Mutter gegeiiAü 'ihrem AalerVoigi. laben sie sich aus & nicht znrückgelchi ) zwar aus einem ot Wege, den sie all: ien alten Kretschmr ntfernt, tobt aufgt'; i, kx die Tvdesir m, IvM \i\£)bet£l i den ThatottgeW zu dem Resultat K au in die am W: patzte. Die HL. ligen zu habei. jil i Stück eines mW a Stockes gesM tüif sind nicht * mrnehmung wuldrl r Nachmittags W- d steht der Urthck Bezugnehmend auf die in Nr. 66 dss- Blattes veröffentlichte Bekanntmachung der Vorstände des Prinzipalvereins und des Gehllfenvereins, betr- die Erlernung der Budddruckerkunst und Durchführung ver von Prinzipal- und Gebülfenvertrrtern am 14 Sept. 1889 zu Stettin gefaßten Resolution (Einstellung von Gehilfen, welche in Tarisdruckereien*) gelernt, bezw. zu tarifmäßigen Bedingungen gearbeitet haben), sind die Unterzeichneten zur Auskunft über die Verhältniffe in den Buchdruckereien des hiesigen Bezirks jederzeit gerne bereit. (2532 Unterstützungsverein Deutscher Buchdrucker (Bezirk Giehen). E. Dörr, A. Andreas, W, Röderer, A. Hensel, Marktstraße 16. Schulstraße 7. Neustadt 22. Lindenplatz 7. *) In Gießen haben den Buchdrucker-Tarif anerkannt: Brühl'sche und Keller'sche Druckerei. Giapfiehlt unter Garantie der Reinheit nachstehende Weine Bordeaux Medoc pr.Fl.^1.40 AerheMk Sisendahnk« Am 1. April d. I. gelangt der Nachtrag IV. zu unserem Local - Gütertarif, sowie der Nachtrag II zum Local-Tarif für die Beförderung von Leichen, Fabr- zeugen und lebenden Thieren zur Einführung. Beide Tarifnachträge enthalten die Bestimmungen und Beförderungspreise für den Verkehr der Nebenbahn Hungen- Laubach, deren Betriebseröffnung demnächst beionders bekannt gemacht wird, der erftere außerdem einige, gegenüber den seitherigen um geringe Beträge erhöhte Tarifsätze für den Verkehr zwischen Gelnhausen und Als eld bezw. Zell- Romrod, welche am 15. Mai d. I in Kraft treten. Ueber letztere, sowie den übrigen Inhalt der Nachträge ertheilt unser Tarif- Bureau Auskunft Gießen, den 20. März ’ 8:3). 2558 Großh Direktion. Die Holzversteigerum vom 18. dieses Monats in der Oberförsterei Schiffenberg ist genehmigt. Die Absuhrscheine können vom 26. dieses Monats bei Großh. Rentamt Gießen bezogen werden. Die Ueberweisung des Holzes erfolgt am 27 dies es Monats, Morgens 7 Uhr. Gießen, 21. März l«90. Großh. Oberförsterei Schiffenberg. Heyer. 2539 Dienstag den 23. März I. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen in den von der Stadt als Bauplatz für das Stadtknabenschulgebäude angekauften Gärten neben dem Oswalds Berg 20 Haufen Brennholz von ausgemachten Obstbäumen versteigert werden. Gießen, den 21. März 1890. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen Gnauth. 2537 Holzversteigerung zu Krofdorf im Rathhause am Mittwoch den 2. April 1890, Vormittags 9 Uhr, aus dem Gemeindewalde Krofdorf-Gleiberg, Districten Steinbusch, links Geileshau, Eichwald, Leschewald, Erlenschlag, Platte und Totalität: 1) Eichen: rm Knüppel 128, Stöcke 78,5, Reiser 1417. 2) Kiefern: 2 rm Nutzholz (2 m lang), Reiser 4 rm Krofdorf, den 20. März 189". 254 Das Bürgermeisteramt. Aeilgevolenes. Influenza-Bitter mit gesetzlich eingetragener Schutzmarke. Dieser nur aus tonisch wirkenden Krautern desttllirte Magenbitter zeichnet sich durch seinen angenehmen Geschmack aus und wirkt wohlthuend auf den Magen. Preis per Orig.-Literflasche 2 JL 20 H. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Alleinverkauf: E. Dort, Wallthorstraße 45. Gleichzeitig offerire Cognac in ganzen und halben Originalflaschen vom Hause Blsquit Dubouche & Cie. in Cognac zum billigsten Preise._____________^557 2571] Blumen, Bänder, Federn und Strohhüte billigst bei Ottilie Schmidt, Wallthorstraße 46. 2548] Kuhmist zu verkaufen bei K. Plank- rm „Pfau - Hermiethungen. 2542] Grünbergerstraße 43 zweiter Stock mit Zubehör zu vermiethen- 2549] Der 2. Stock zu vermiethen. Röder, Riegelpfad 3. Das von Frau G. D. Brühl Wwe. bewohnt gewesene Logis, Schttt- Kratze 7, ist alsbald r« vermiethen. Näheres das, in der Exped. d. Bl. 2562] In meinem Hause, Grünbergerstraße Nr. 28, Wohnung, 5 Zimmer, 2 Kammern, mit Wasserleitung, zu vermiethen, 1- Mai beziehbar. I. Witzner^Grünbergerstraße^LO^ "2566] Kleines Familien-Logis zu vermiethen-^ Frankfurterstraße 75. 2567] Kleines freundliches Logis zu vermiethen.________Krofdorferstraße 17. 2577] Kleine Mansarden-Wohnung an ruhige Leute zu vermiethen. Jul. Bach, Plockftraße 1. 2572] Wohnung von 4—5 Zimmern mit Zubehör preisw. zu vermiethen, sowie auch schön möol. Zimmer für Einjährige Hch. Schmidt, Wallthorstraße 46. 2555] Der zweite Stock meines Hauses zu vermiethen. Krofdorferstraße 13. 2556] Ein Familienlogis, 3 Zimmer, Küche und allem Zubehör, ist zu vermiethen und 1. Juni, oder auch früher, zu beziehen. Eb. Fenster, Zimmermeister, _______________Liebigsstraße 65._________ 2580] Verschiedene möblirte oder un- möblirte Zimmer zu vermiethen bei Kaufmann Wallach. Für Einjährige. Ein schönes gut möblirtes Zimmer iu vermiethen. 2559J Grünbergerstraße 27 III. 2476] Stübchen mit Bett zu vermiethen. ___Kreuz 11. 2538] Möblirtes Zimmer zu vermiethen. ______Tudwigstraße 36 II 2550] Ein Stübchen mit zwei Betten zu vermiethen._________Wolkengasse 1 2553] Ein kleines möblirtes Zimmer zu vermiethen- Verl. Asterweg 43 III. Für Einjährige. 2569] Möblirte Zimmer zu vermiethen neben der neuen Kaserne. H. Eiertänzer, Grünbergerstraße 89 2568] Zwei möbl Z., zus- od. getrennt, m. od. o. Pens., z. verm. Steinstr. 5011. 1890] Ein möbl. Zimmer mit oder ohne Cabinet zu vermiethen. Eichgärten 10, 2. Stock. 2554] Stübchen mit Bett zu vermiethen- ___Liebigsstraße 63. 2586] Eine auch zwei Mansardenstuben zu vermiethen. Marktstraße 19. Vermischte Anzeigen. Montag Abend: Euler. CO 30 8 a . 2 Cm Q OJ .9 a :-a g D Sombart’s Patent- Gasmotor. Einfachste, solide Construction. Geringster Gasverbrauch! Ruhiger u. regelmässiger Gang. Billiger Preis! Aufstellung leicht. Bnss,Sombai't&Co.5$ Magdeburg (inednchiaudL.. X Statt besonderer Anzeige: Sophie Fleischer e 2 Moritz Kann $ Z Verlobte. ä r Bayreuth Mainzlar ä im März 1890. [2564 Z OEEGEGOOGOGO 7 o 2592] Lehrling mit guter Schulbildung unter entsprechend günstigen Bedingungen gesucht- Wilhelm Znrbuch, ______________Lack- und Firnißfabrik. 2561] Ein Bursche zu einem Pferd wird gesucht- Eintritt sofort. _________________Grünbergerstraße 20. 2563] Ordentliche Mädchen können sehr gute Stellen erhalten gegen hohen Lohn durch Frau Tränkner, Wolkengasse 26. Zwei Schreiner für bauernde und lohnende Arbeit gesucht von Wilh. Weishaupt, Dampfschreinerei in Marburg. (Verheirathete Leute werden bevorzugt). Lehrling mit guter Schulbildung sucht 2579] Ang. MonlannS. 2578] Einige Jungen für leichte Arbeit gesucht von __Andr. Euler. 2069] Ein braver Junge wird in die Lehre gesucht. I. Becker, Schneider- meister, Bahnhofstraße 8.________________ Älollon jeder Branche überallhin. <£>11,111,11 Man fordere per Karte. 2544] Slellen-Courier, Berlln-Westend. 2551] Tüchtiges Dienstmädchen gesucht.________________Südanlage 20 I 2427] Im lhiesigen Garnison-Lazareth ist zum 15. April d. I. die Stelle der Köchin neu zu besetzen. Bewerberinnen wollen sich unter Vorlage ihrer Zeugnisse rc. im Geschäftszimmer des Lazareths. Braugasse Nr. 7, baldigst vorstellen. Großherzogliches Garnison-Lazareth. 2581] Mädchen mit guten Zeugnissen finden sofort gute Stell en durch _________Frau Strack, Erlengasfe 15. 2584] Ein Lehrling auf Ostern gesucht.____________PH. Stier, Friseur. 2587] Hausbürfchchen gesucht. ________________ Seltersweg 14. 2591] Dienstmädchen gesucht. __________________Ludwigsstraße 10 I 2594] Privatstunden in den Elementarfächern resp Nachhülfe in denselben ertheilt___________C. Franz, Lehrer. "Für Ziegenlämmchen bezahlt den höchsten Preis [2593 A. Kjcetzschmar, Kürschner — Seltersweg 41. HeiralhrLL 3S gM^wiinschen sich zu verheiraten. Herren erhal- sofort unter der denkbar größten Dis- Näheres durch General-Anzei- -3^* MF“ ger Berlin SW. 61. Porto 20 Pf.^V 379 2585] Armband gefunden. Abzuholen _______________________Sandgasse 19. 2574] Kleine Kartoffeln werden gekauft. Sonnenstraße 12 I 2589] Das ehemalige «. Stieber'sche HauS, Marktstraße, ist zu vermiethen oder zu verkaufen. Näheres Oewerbebank zu Gietzen, e. G m. u. H. Auskunft erthelley BO Hiothe Sierri Linie König. Belg. Postdampser von । schnelle Fahrten, gute ® Verpflegung, billigste Preise, '.'il'i; von der Becke & Marsily, Antwerpen F. J. Bothof, Generalagent, Mainz. W. Klippstein in Langsdorf. 371 Fernsprecher No. 51. isitenkarten werden in jeder Schriftart und Papiersorte angefertigt in der Brühl’schenDruckerei Schulstrasse 7. Corrrsbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft Frinttfurttr värss vo« 22. März 1890 Schlußcourse 1 Uhr 15 Min 4 pCt. Reichsanleihe 3Ve , , 4 „ Preuß. Confols 3Vi , 106.60 10140 106 85 101,40 4 pCt. Ungar. Goldrente 5 „ Italiener Rente Oesterr. Silberrente Ruff. Orient m. 85.90 91,40 7410 6790 DiSconto-Comm. Darmstädter Bank-Act. Dresdener Bank-Act. Berliner Handelsgef. Oesterr. Credit-Act- Wiener Bankvereins-Act- Oesterr. Staatsbabn Lombard. Eisenbahn 225 90 Bufchtherader 358 50 161.00 Elbetbal-Babn-Act. 187 87 149 50 Gotthard-Bahn-Act. 161 00 166.50 Schweizer Nordost 130.00 260.25 „ West 34-60 101.00 Gelsenkirchener 17180 186.00 Ver. Kön.- und Laurahütte-Act. 145.20 103.50 Oesterr. Alpine-Montan 75.20 Tendenz: matt. Telegra-Wcher CourSderichi der Berliner Börse vom 22. März 1890 230J0 214 75 89.90 183-50 169 00 OtLconro-Com-AutheUs 93 50 Harper er 94-50 Ostpreußen 165.00 Bochumer Gußstahlaetten Oesterr. Sreditactien Oesterr. StaatSbahn-Actten Dortmunder Union-Actten Darmstädter Bankaktien Tendenz: schwächer. 4 pCt. Gießener Obligationen —15 pCt. BuderuS-Obligationen h 3.70 ReichSbcmk-DiScont 4 pCt- — Frankfurter Bank-Diskont 4 pCt. Sängerkranz. Sonntag den 23. März = Abendiinterhaltong s im Saale des Cafe Leib. Anfang präcis 8 Ahr. 2552__Der Vorstand. GefangveremLiederkranz Heute Sonntag den 23. d. Mts., Abends 8 Uhr Abendunterhaltung in Steins Saatbau. 2590 Der Vorstand. Verschönernngs-Vrrein. Ordentliche Generalversammlung Dienstag den 25. Mär?» 8 Uhr Abends im Cafe Balzer» Tagesordnung: 1. Bericht über die Lage und Wirksamkeit des Vereins, nebst Rechnungsablage. 2. Neuwahl des Vorstandes. 2547 Ausserordentl. Generalversammlung Donnerstag den 27. Mär;, Abends */2 9 Uhr in der Restauration Feidel. Tagesordnung: Gründung einer Sterbekaffe. 2546 Bericht der Kaffenprüfungscommission. Freiwillige Gail'sche Feuerwehr. ti' General-Versammlung SamStag den 29. d. M., Abends 8 Uhr, 1 PS|||fe in der Restauration Klingenberg (vorm. Bramm). [2588 Tages-Ordnung: Corpsbericht, Rechnungsablage, Vorstands, wähl. T er Vorstand. Consum - Verein Wiefeck G G. m. und. jpaftpfL Montag den 31. März, Abends 8 y2 Uhr Generalversammlung im Saale des Wirths Georg Erb hierselbst. Tages-Ordnung: 1. Rechnungsablage. 2. Besprechung über Gehaltserhöhungen rc. Der Vorfitzende des AuffichtSrathS: 2560 HL Erb. Von heute ab werden Bestellungen von Braunkohlen von 10 Centner an und mehr, der Centner zu «s Pfg., ausgeführt- Größere Bestellungen billiger. Louis Flett 2565____________________________ Zum Schwanen- Danksagung. Für dieaußerordentlichen Zuwendungen iw Betrage von 1300 Mk> zu Gunsten unserer Fabrikkranrenkaffe von Seiten der Frau Commerzienrath A d o l f No l l Wwe. (1000 Mark) und den jetzigen Inhabern der Firma I B. N o ll (300 Mark) sagen den besten und herzlichsten Dank (2582 Die Arbeiter der Cigarrenfabriken J. B. Noll. Klee- und Gras-Samen Rvth-Klee, Weiß-Klee, Ewiger Klee, Schwed. Klee, Saat-Crbsen, empfiehlt in nur besten Qualitäten ReygraS, Thymothee, Gras-Mischung für trockene und nasse Wiesen, Wick-N Bei dem schweren Verluste unseres lieben Töchterchens und Enkelchens Fanny sagen wir für die reiche Blumenspende und herzliche Theilnahme unfern innigsten Dank. Im Namen der trauernden Familie: Th. Hebstreit. Gießen und Sonneberg. 2570 (2576 Carl Petri, Marktplatz 18. Friedhofsaartnerei von Carl Volk (J. Wackers Nachfolger). Neuanlagen von Begräbnißstätten, Bepflanzung und Instandhaltung derselben. Ausführung von Felsen re., Bouquets und Kranzbinderei u. s. w. Bestellungen nehme ich auf dem Friedhöfe entgegen. (2573 iLedacnvn? 8L Schevba, — Truck und Verlag der Brühltch« Druckerei (Fr. Ehr. Pietfch) ta Gießet Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten.