1596 [.Verkäufe ges MaMfactuiMti Mffre 0. S 200 av: __M jüT # UUtmottMU, uk iNmUt, ^ovirpr^ M r L. an die W'1*' mlässlger Pferdifet isien gesucht. . LahnfkG^ ohne«. 6* üur;iiglid)t D iii> Söuer^ßut, .»GewüftmB Nr. 46. Erstes Blatt. Sonntag den 23. Februar 1890 Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener InmirtenökLiter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger Keneral-Unzeiger. Vierteljähriger AöonnementspreiAL 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn^ Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: KchntstraßeAr.1« Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblatt für den "Kreis Gieren. SÄ-JgCSgK I Hr-ti-öeUge7Hich-n-r Kamiki-nökiitt-r. | —um■IIIIIIIIMIW.IIHIIBIHIIB IUI im l/lll IBIIIH I»IIWIIl!llll I lllllll l»l ■! I IWfWuaaOCWmKHP——CT—R—— Amtlicher Theil. Gefunden: 1 Pinsel, 1 Halstuch, 1 Halsbinde, 1 Schlittschuh 1 Ohrring, 1 Pferdeteppich, 1 Spazierstock, 1 Filzhut, 2 Servietten, 1 Paar Glacehandschuhe, 1 Zwicker, 1 Scheere, mehrere Schlüssel. Gießen, am 22 Februar 1890. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. politische Neve^sicht. Gießen, 22. Februar. Noch fehlen die abschließenden Meldungen über die Ge- ffammtergebnific der Reichstagswahlen vom 20. Februar, aberoch on steht das Eine fest, 0aß die Socialdemokratie einen Erfolg davongetragen hat, der die hierüber gehegten Besürch- «ungen vollständig rechtfertigt. Speciell im Königreich Sachsen, DDO die Socialisten bei den Septennatswahlen des Jahres 1887 ihre sämmtlichen Sitze einbüßten, hat die Socialdemokratie Lurch Rückeroberung derselben, nämlich der Wahlkreise Leipzig- Lcmd, Glauchau-Meerane, Zwickau, Chemnitz, Frankenberg- Mitlweida und Schneeberg-Stollberg, einen unbestreitbaren Sieg errungen, zumal hier ihre Candidaten außerdem in vier coder fünf Wahlkreisen zur Stichwahl stehen. Aber auch im übrigen Reiche kann die socialdemokratische Partei große Wahlerfolge verzeichnen, denn Berlin IV. und VI., Elberfeld, München II., Magdeburg, Solingen, Hamburg I., II. und III. und Nürnberg sind ihr im ersten Wahlgange zugefallen, in fielen Wahlkreisen stehen die svcialdemokratischen Candidaten zur Stichwahl unter meistens für sie günstigen Aussichten. Wenn in den betreffenden engeren Wahlen nicht alle bürgerlichen Parteien festgeschlossen gegen die socialistischen Candidaten Zusammenhalten, wird sich die Zahl der socialdemokratischen Vertreter im Reichstage — bislang 11 — mindestens verdreifachen und dies so kurz nach den socialpolitischen Erlässen Kaiser Wilhelms? Die Ursachen dieses Weiteranschwellens hier Socialdemokratie in Deutschland liegen nahe genug, doch wollen wir sie für heute unerörtert lassen und dafür die Ergebnisse des Wahlkampfes für die übrigen Parteien noch einer Betrachtung, unterziehen, soweit dies eben nach den bis jietzr vorliegenden Meldungen möglich ist. Da ergiebt sich kenn bezüglich des Centrums die Thatsache, daß dasselbe {•einen bisherigen parlamentarischen Besitzstand, der ja von sicher nur schwer zu erschüttern war, fast allenthalben behauptet hat, immerhin muß es einige Mandate, wie Köln- U, MM 11MIHI —wumm I—hihi n»nnin inin-iTiwTTnn»-- Stadt, Düsseldorf, Würzburg, Mainz, in der engern Wahl vertheidigen. Die Polen und die Welsen scheinen ihren Besitzstand ebenfalls behauptet zu haben, ja, die Welsen dürften sogar durch die Stichwahlen noch gewinnen. Was die bisherigen sogenannten Cartellparteien anbelangt, so haben von ihnen die Nationalliberalen eine namhafte Einbuße erlitten, auch die Reichspartei muß den Verlust einer Anzahl von Mandaten i verzeichnen und nur die Conservativen scheinen nicht viel eingebüßt zu haben. Die Freisinnigen haben im ersten Wahlgange nur hie und da einen Abgeordneten durchzubringen vermocht, im Uebrigen müssen sie säst ihre sämmtlichen bisherigen Mandate in der Stichwahl vertheidigen^ über die Demokraten und Elsässer liegen noch keine weiteren Nachrichten vor. Jedenfalls werden erst die Stichwahlen, deren Anzahl z. Z. noch nicht feststeht, die aber augenscheinlich sehr beträchtlich ist, einen vollständigen Ueberblick über das Wahlbild des 20. Februar gestatten. Die sofort aufgetauchten Gerüchte über die Auflösung des neuen Reichstages seien hier nur registrirt, offenbar hat die Reichsregierung gegenüber dem Wahlausfall noch keine bestimmte Stellung genommen. Die Nachrichten über den bevorstehenden Rücktritt des Fürsten Bismarck vom preußischen Ministerpräfidium erhalten sich hartnäckig nnd es scheint wirklich, als ob man ernstlich mit diesem Vorhaben des Reichskanzlers rechnen müßte. Das „Berl. Tagebl." bemerkt zu der Frage des Rücktrittes Bismarcks von bet Leitung der inneren Angelegenheiten, in weiten .Kreisen des Volkes, tn denen man feiner auswärtigen Politik begeistert zustimme, während man seiner Innern Politik mit getheilten Empfindungen gegenüberstehe, werde diese längst ersehnte Lösung mit lebhafter Befriedigung begrüßt werden. Ein in Kairo aus Zanzibar eingegangenes Telegramm besagt, daß Emin Pascha nunmehr von den Folgen seines Unfalles gänzlich genesen sei, daß er sich aber noch immer nicht entschließen könne, Bagamoyo zu verlassen. Offenbar ist sich Emin Pascha über die weitere Wendung seines Geschicks noch nicht recht klar, sollte denn aber die deutsche Regierung für diesen Mann, der die ostafrikanischen Verhältnisse so genau kennt, wirklich keine Verwendung in Ostafrika haben? Reichstagswahl. Zur Stichwahl erhalten wir nachstehende Zuschrift! In wenigen Tagen haben die Wähler unseres Wahlkreises zu entscheiden, ob derselbe für die nächsten fünf Jahre vertreten sein soll durch den Antisemiten Böckel oder nicht. Mit Befriedigung haben wir wahrgenommen, daß im ersten Wahlgang nur 128 Angehörige unserer Stadt sich entschließen konnten, ihre Stimme einem Bewerber zu geben, der die planmäßige Verhetzung der Angehörigen verschiedener Glaubensrichtungen gegen einander sich zur Aufgabe gemacht, den die Scham über die eigenen Fehler nicht abgehalten hat, sich zum Richter über die Mißbräuche Anderer zu machen, solche zu verallgemeinern und der Gesammtheit einer Glaubensgemeinschaft aufzubürden. Die Wähler der Stadt Gießen in ihrer Gesammtheit haben ein besonderes Interesse daran, zu verhüten, daß unserer Stadt der Ruf der Toleranz in religiösen Dingen verloren gehe, daß der gute Name von Stadt und Wahlkreis Gießen für fünf Jahre des öffentlichen Lebens verknüpft werde mit dem Namen eines Hetzers von zweifelhaftem Rufe. Mag der Einzelne unter uns bei der Hauptwahl gestimmt haben, für wen er wolle, mag er in der Stichwahl abstimmen oder sich enthalten, nur Eines bitten wir ihn zu beherzigen: Nicht süv Böckel! Gn. Deutsches Reich. Nach den Mittheilungen des Wolfs'schen Büreaus find bis Freitag Abend 88 Reichstagswahlen als definitiv zu betrachten und 72 Stichwahlen zu vollziehen. Von den definitiv Gewählten sind 40 Centrumsangehörige, 15 Socialdemokraten, die überdies an 33 Stichwahlen betheiligt sind, 9 Konservative, 4 Nationalliberale, 4 Reichspartei, 6 Freisinnige 2 Polen, 6 Elsässer, 1 Demokrat. (Siehe Privatdepesche). Berlin, 20. Februar. Die Kaiserin Friedrich empfing gestern Nachmittag den Reichskanzler Fürsten Bismarck und dessen Gemahlin. Dillenburg, 22. Februar. Im hiesigen (5. nassauischen) Wahlkreise wurde Rechtsanwalt Kauffmann (dfr.) gegen Landrath Fromme (Cart.) gewählt. ■ ~ , ---------- Neueste Nachrichten. Wolsss telegraphisches Correspondcnz-Bureau. Stuttgart, 21. Februar. Das Befinden des Königs ist weniger gut. Er gebraucht eine Jnhalationscur gegen die katarrhalischen Beschwerden. Pest, 21. Februar. Die Botschafter Fürst Re uß, Sir Aug. Paget und Baron Nigra sind zur Beerdigung Andraffys hier eingetroffen. Prag, 21. Februar. Die „Narodni Listy" wurde wegen Veröffentlichung der Kundgebung, die in der gestrigen jung- "■«»■«■■■«■«■«■■■■■mMBaaBmaaMMWMiiunfiigMi Sorte Wwe., Mchmg 9. nKgtM- rl8$0 Koldrcntl r [Rente reute 1 ifctitn *** w- 6*' B O * o® t: 21^3 Feuilleton. Aus btt provinMchauptstabt. • Gießen, 22. Februar. Wem die nun so weit hinter uns liegende B a l l s a i f o n von jeher nicht besonders behagt hat, fei es als Ballvater — Ballmütter sind ausdauernder — oder Hausvater, dem hat mit feiner wohlthätigen BeschränkungSklausel der Aschermittwoch einen vortrefflichen Vorwand gegeben, feinen Geldschrank vorläufig in einen gewissen Ruhestand zu versetzen, ohne daß auch nur der leiseste Verdacht rege würde, daß ihm ■ feine Mittel dies nicht mehr so recht erlaubten. Daß nur aus diesem Grunde die Alles abschließende Fastnacht herbeigesehnt wurde, ist wohl nicht durchgehends zu behaupten, es sind auch andere Gründe und andere Menschen, welch letztere auch nicht unbedingt Besitzer von „feuerfesten" und „diebes- ! sicheren" sein müssen, denen das Herannahen der Fastnacht noch begehrenswerth erscheint. Zu diesen, zu den Menschen nämlich, gehören hauptsächlich solche, die sich entweder einmal gründlich austoben oder auch möglichst unerkannt andere ärgern wollen. Beides ist menschlich, das Aergern wie das Austoben, nur kostet das Austoben gewöhnlich Geld, während iwan heutzutage das Aergern noch gratis haben kann. Am Fastnachtsdienstag sich gegen diesen Quälgeist seiner Nieren I schützen, sollte die vornehmste Aufgabe eines jeden es ehrlich irnit sich meinenden Menschen sein, selbst wenn unsere Land- würthschaft im kommenden Jahre ausschließlich dem Anbau Don Erbsen, die am Fastnachtsdienstage besonders „anzogen", sich widmen wollte. Besonders neu ist diese Art der Begrüßung, d.. h. sich gegenseitig mit Erbsen zu bewerfen, nicht mehr, sie lärmte aber aufgefrischt oder wenigstens „aufgewärmt" werden, wenn man vorher die Erbsen hübsch kochte, in Pureeform 'würden die Erbsen einen wundervollen Effect in den Gesichtern bei" von ihnen „Betroffenen" Hervorrufen, wobei nicht be- jtiitten werden soll, daß dieser Effect noch erhöht werden würde, wenn jeder Hand voll Erbsenmus ein hübsches „Höschen" folgte.*) Dünner gesäet wie die Erbsen waren am Fastnachtsdienstag die Masken, wenn man die abenteuerlichen Verkleidungen so nennen darf. Ihre Träger, all die Ritter und Edelfräulein, die zahmen Engländer wie die Hessen- mädercher,' die Bauern und Soldaten, so sich auf Maskenbällen oder auf den Straßen bewegten, sind hoffentlich inzwischen, wenn auch nicht ganz munter, so doch gesund an ihre Schraubstöcke, Hobelbänke oder ihre Pulte, resp. an ihre Kochherde, Spülsteine oder Nähmaschinen zurückgekehrt. Diejenigen aber, die sozusagen einen vernünftigen „herunter- geriffen" und vermöge ihrer Mittel den Nachweis geliefert haben, daß jegliche über die Erlaubniß zum Wirthschasts- betrieb auftauchende Bedürfnißfrage unbedingt zu bejahen ist, werden gefunden haben, daß selbst zur Fastnachtszeit ein Kater sich da einstellt, wo Katzenmusik am wenigsten angenehm ist. Wie Mancher mag am Aschermittwoch sich in Betrachtungen über die Wahrheit des Versleins ergangen haben: „Raum ist in der kleinsten Kammer Für den größten Katz njanirmr!" „Die Waffen ruh'n, des Krieges Stürme schweigen" könnten wir Wähler des ersten hessischen Reichstagswahlkreises rufen, wenn mit der Wahl auch die Qual vorüber wäre, die Qual, der jeder Wähler ausgesetzt ist, der seiner Stimme ein besonderes Gewicht zu geben versteht. Aber mit der herbeigesehnren Ruhe ist es nichts, noch einmal werden wir an die Urne gerufen, um zu entscheiden, wer uns in Berlin am würdigsten vertreten soll. Eine Stichwahl ist ja für uns Gießener etwas Neues und so mag der Reiz der Neuheit uns für die Mühe nochmaliger Abstimmung entschädigen. Der Wähler darf nicht murren, wenn er mehr wie einmal an die Urne gerufen wird, dieser Fall tritt ja so oft im deutschen Vaterlande ein; es ist der schlimmste Fall noch lange nicht im Vergleich zu den Fällen, mit denen *) Warum nicht auch etwas Sauerkraut? Anm. des Setzerlehrlings. ein Reichstags-Candidat zu rechnen hat. Ein richtiger Reichs- tagswählet muß sich an solche Fälle ebenso gut gewöhnen können, wie ein Reichstags-Candidat an An-, Zu-, Aus-, Ab- und Durchfälle. Es sind der Candidaten viele (weit über 1000) im Deutschen Reiche, die zur vollen und ganzen Vertretung ihres Wahlkreises berufen sind, aber ihrer wenige (knapp 400) sind auserwählt. Beneidenswerth habe ich eigentlich einen Reichstags-Candidaten, trotz ich deren viele von mehreren Seiten betrachtete, noch nicht gefunden. Vom Tage seiner Aufstellung an ist es mit seiner Ruhe vorbei, es müssen Reden einstudirt werden, von denen das Wohl und Wehe seiner Wähler abhängt, und hat er den Text seiner Rede fertig, so liegt ihm wieder die Pflicht ob, zunächst seinen Gegnern, die natürlich alles besser wissen wollen, den Text gehörig zu lesen. Er muß sich an den Berathungen seiner Parteifreunde, an dem Entwerfen des Feldzugsplanes betheiligen, muß sichten und sondiren, um ja nicht bei seinen Freunden, und Denen, die es werden wollen, anzustoßen, er muß darauf gefaßt fein, daß, nachdem er vor Hunderten von Wählern unter rauschendem Beifall gesprochen, 10 Stimmen für ihn a b fallen, daß er von feinen Gegnern heftig angegriffen, resp. an gefallen wird, daß Zufälligkeiten aller Art für ihn einen erheblichen Aus fall an Stimmen herbeiführen, ja, er muß es sich gefallen lassen, wenn er schließlich durchfällt. Fällt er nicht durch, um so besser für ihn; feine Wähler selbst werden ihn nun nicht mehr hören, aber die Morgenblätter werden, nachdem das Dampfroß den neuen Neichsboten in die Reichsresidenz entführt, es verkünden, wie er es Denen in Berlin „gesteckt" hat, wie er die Zierde der Fraction geworden ist. Seinen unterlegenen Gegnern in der Heimath aber, die noch immer nicht begreifen können, daß man in den Kreisen der Wähler so wenig Vertrauen in ihre Politik gesetzt, wird cs Niemand verübeln, wenn sie ihren Unmuth über das Resultat der Wahl in die Worte kleiden: „Nach Berlin gehen wir nicht!" und Chef des Telegraphen- Dem „Regierungsboten" zu- Der Botschafter solle Angelsgenheit Mussa rerimistischen Generaldirector wesens ernannt. Liffabon, 21. Februar, sind auf den 30. Marz, der auf den 19. April festgesetzt. Petersburg, 21. Februar. folge scheint die asiatische Cholera in Mesopotamien nur zeitweilig aufgehört zu haben- sie dehnt sich in Persien aus. Der Seuchenheerd ist indessen einige hundert Werst von der russischen Grenze entfernt und befindet sich inder Gegend von Täbris Hamadan. Trotzdem läßt ihn Rußland durch einen dorthin entsandten Arzt beobachten. Er traf an der Grenze prophylaktische Maßregeln und untersagte seinen mohameda- nischen Unterthanen die Pilgerreisen nach Persien und der Türkei. Reich bilden, daß in der übt werde. London, erster Lesung Berlin, 22. Februar. (Privatdepesche.) Bei bisher erforderlichen 104 Stichwahlen ist ein endgiltiges Wahlresultat noch nicht annähernd zu übersehen. Bis jetzt sind 266 Resultate bekannt. Zur Stichwahl kommen 14 Conservative, 16 Reichspartei, 58 Nationalliberale, 16 Centrum, 43 Frei- finnige, 44 Socialdemokraten, 2 Welfen, 4 Polen, 1 Wild- liberaler, 1 Elsässer, 9 Demokraten. Gewählt find: 27 Con° servative, 10 Reichspartei, 13 Nationalliberale, 66 Centrum, 12 Freisinnige, 16 Socialdemokrateu, 3 Polen, 1 Wildliberaler, 10 Elsässer, 3 Demokraten, 1 Däne. lativrath Ostindiens das Recht gewahrt, das Budget zu be- rathen, selbst wenn dasselbe keine Gesetzänderung erfordert, und Interpellationen an die Regierung zu richten. Der Bice- könig soll ermächtigt werden, die Zahl der von ihm ernannten Mitglieder des Legislativraths zu vermehren. London, 21. Februar. Nach einer Lloyddepesche aus Jsmailia ist der Dampfer „Martab an", welcher im Suezkanal auf Grund gerathen war, wieder flott gemacht und der Kanal frei. Stockholm, 21. Februar. Der Maschinendirector der Staats-Eisenbahnen, Storckenseldt, wurde zum in*△ Aus Rheinhessen, 21. Februar. Aus Anordnung des Kreisamts Bingen werden in allen Orten des dortigen Kreises Jirgendbibliotheken eingesührt, wozu von Seiten des Kreisamts Gelder flüssig gemacht werden, um den Gemeinden die ersten Bücheranschaffungen zu erleichtern. * Hanau, 19. Februar. Es gibt auch noch ehrliche Menschen. Gestern früh fand ein Hausknecht im Stalle im „Goldnen Fäßchen" ein Packet mit ca. 2000 Mk. in Banknoten, welche vollständig beschmutzt waren. Ein Schweinehändler aus der Gegend von Cassel hatte einige Heldenbergen, 21. Februar. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 20. Februar dem katholischen Pfarrer hier und Dekan des katholischen Dekanats Vilbel Georg Jakob Brentano das Ritterkreuz erster Klasse des Großh. Verdienstordens Philipps des Groß- müthigen mit der Krone zu verleihen. Locales unb Provinzielles. Gießen, 22. Februar. — Anschließend an die in gestriger Nr. erfolgte Veröffentlichung des Wahlresultats theilen wir die aus die vier Candidaten gesallenen Stimmen aus den 9 noch fehlenden Orten nachstehend mit: 21. Februar. Das die Regierungsvorlage I Tage vorher 40 Schweine in dem betreffenden Stalle unter- Die Deputirtenwählen I gebracht und vermuthlich diese Summe verloren. Der ehr- Zusammentritt der Cortes ist I ^che Bursche gab das Geld seinem Herrn und dieser händigte es der Polizei ein. * Die Kriege der letzten Jahre. Welche Opfer an Menschen und Geld die Kriege der letzten 34 Jahre gekostet haben, ergibt sich aus der nachfolgenden Statistik, die auf durchaus zuverlässigen Quellen beruht: Der Krimkrieg kostete 750,000 Menschen und 9,950,000,000 Frcs., der italienische Krieg von 1850 45,000 Menschen und anderthalb Milliarden Frcs, der dänische Krieg 9000 Menschen und l3/4 Milliarden Frcs., der amerikanische Secessionskrieg kostete den nördlichen Staaten 280,000 Menschen und 2^2 Milliarden, den Südstaaten 520,000 Menschen und lli/z Milliarden Frcs., der deutsch-österreichische Krieg 45,000 Menschen und 1,650,000,000 Frcs., die französischen Expeditionen nach Mexiko und Cochinchina 65,000 Menschen und 1 Milliarde Frcs., der deutsch - französische Krieg 215,000 Menschen und 15 Millarden Frcs., der türkische Krieg und die Aufstände in Bulgarien und Serbien 275,000 Menschen und 6V3 Milliarden Frcs., die Kämpfe in Süd- Afrika 30,000 Menschen und 44 Millionen Frcs., der Krieg in Afghanistan 250,000 Menschen und 66 Millionen Frcs. Die Gesammtvpfer all dieser Kriege belaufen sich also aus 21/4 Millionen Menschen und fast 80 Milliarden Frcs. — Von einem kunstliebenden Engländer weiß das „N. Wiener Tgbl." eine originelle Geschichte zu erzählen. Der Zählkellner in einem großen Cafe der inneren Stadt machte, so heißt es, ein ganz verdutztes Gesicht, als ein nächtlicher Gast, der soeben so und soviel „Gin" und „Whiskey" angesagt, noch die Frage stellte: „Kellner! Uas kosten dieses Tisch?" Der Kellner sah vor Allem nach, ob nicht der Englishman mit seinen breiten Händen, denen so etwas schon ergiebt als Gesammtresultat: 4363 5950 4521 1734 Das Ergebniß der Wahl hat gezeigt, wie verfehlt es ist, während der Wahlagitation schon Schlüsse aus den Ausgang der Wahl zu ziehen, wie arg die einzelnen Parteien sich über ihre eigene Stärke täuschen können, welchen Wendungen ein großer Thejl der Wählerschaft vor dem entscheidenden Augenblicke unterworfen ist. Einen Beweis hierfür liefert die Abstimmung czechischcn Vertrauensmänner - Consercnz beschlossen wurde, confiöcirt. Wien, 21. Februar. Der „Polit. Corr." wird aus Sofia gemeldet, daß bei dem zuletzt verhafteten Musewitsch, dem langjährigen Agenten des Petersburger slawophilen Comiteö, ein Rechnungsbuch vorgesunden worden ist, in welchem reiche Geldbeträge verzeichnet sind, die demselben von Jgnatiew, dem Consul Lischeo, dem Doctor Jgnatiews, Herrn Kakarkozowski, der russischen Botschaft in Konstantinopel und Zankow übergeben waren. Prag, 21. Februar. Die Versammlung jungczechi- scher Abgeordneter und Vertrauensmänner der jung- czechischen Bezirke genehmigte heute eine zu veröffentlichende Kundgebung, welche die Ausgleichspunkte als lediglich aus Privatberathungen hervorgegangene Anträge bezeichnet und gegen mehrere Punkte protestirt. Die Jungczechen werden jedoch in eine eingehende Erörterung derselben eingehen und fordern die Wähler aus, von sämmtlichcn Abgeordneten eine Mandatsniederlegung zu fordern. Die Jungczechen sind bereit, ihre Mandate niederzulegen, sobald die Altczechen dies 'Trieft, 21. Februar. Die Petardenwerser Saeco I zv B. in Lang-Göns. Nicht weniger wie 104 dortige und Consorten wurden zu zweijähriger bezw. anderthalbjähri- Wähler haben den Wahlaufruf der nationalliberalen Partei ger durch Einzelhaft verschärfter Kerkerstrase verurtheilt. unterzeichnet, aber nur 50 haben für Herrn Schlenkc gestimmt. Paris, 21. Februar. Das Ministerium verhandel: In Langd stimmten von 43 Unterzeichnern des Wahlmorgen in der Angelegenheit des Prinzen von Orleans, aufruss nur 33 für Herrn Schlenke. Daß cs mit dem zahl- Wenn die Mehrheit sich für die Ausführung des Gesetzes reichen Versammlungsbesuch und den stürmischen Bravorufen ausspricht, dürfte der Herzog unverzüglich in das Central- oft auch seine Bewandmiß hat, werden wohl alle Parteien gesängniß überführt werden. erfahren haben, ein großer Saal voll Bravoruser und ein Paris, 21. Februar. Meldungen der Blätter zufolge winzig Häuflein wirklich für den Redner Stimmender sind ist der ehemalige Minister des Auswärtigen Graf Napoleon keine seltenen Erschemungen während der letzten Wahl' Daru, gestorben. — Der Herzog von Luynes und der bewegung gewesen. Solch äußerliche Sympathiebezeugungen Oberst Parse Val suchten bei dem Minister des Innern die I mögen, durch momentane Eindrücke veranlaßt, noch zu ent- Erlaubniß nach, mit dem Herzog von Orleans die Gesängen- schuldigen sein, aber nicht zu rechtfertigen ist das Unterschreiben schast zu theilen, falls letzterer in eine Strafanstalt über- zu Gunsten einer Sache, ohne derselben auch durch die That geführt werde. ' gedient zu haben. London, 21. Februar. Bei dem gestrigen Jahresessen — Stenographie - Unterricht. Der Gabelsberger der hiesigen deutschen Wohlthätigkeitsgesellschaft Stenograph en verein eröffnet am Montag, 24. d. M., brachte der Lordmayor Isaacs einen Toast aus Kaiser Wil- einen Anfangscursus in Gabelsbergischer Stenographie. Helm aus, welcher sich als großherziger Monarch erwiesen (Näheres siehe Annonce.) habe, der aus das Wohl der Niedrigsten wie der Höchsten in seinem Reiche bedacht sei- wenn der Kaiser wieder England besuche, werde er als Admiral der englischen Marine begrüßt werden. Der Toast wurde enthusiastisch ausgenommen uni) nach demselben die „Wacht am Rhein" gesungen. London, 21. Februar. Der Schriftwechsel, betr. die Lage der Völkerschaften in der asiatischen Türke.i und über den Proceß Mussa Beys, wurde heute im Parlament vertheilt. Eine Depesche Salisburys vom . 24. Januar instruirte den Botschafter White, den Sultan und vermiß die Pforte auf die Gefahr hinzuweisen, welche die^Fortdauer Mainz, 21. Februar. Frankfurter Blätter bringen von Zuständen, wie sie in den Bezirken von Wan, Bitlis I Mittheilungen über eine schauderhafte Mißhandlung eines und Musch herrschten, Hervorrufen müsse. Alle Unterthanen Husaren in der Garnison Bockenheim, die zu einer aus- des Sultans, ob Christen oder Muselmänner, hätten das I gedehnten militärgerichtlichen Untersuchung Anlaß gegeben hat. Recht aus Schutz gegen die Beschimpfung ihrer Person oder I Der Mißhandelte, Zimmermann mit Namen, ist der Sohn Verletzung ihres Eigenthums. Falls man von den Gerichten I eines hiesigen Weinwirths und trat als Freiwilliger bei den keine Gerechtigkeit erlangen könnte, würde die daraus ent- Husaren ein. Wie wir hören, hat der Vater gegen den stehende Unzufriedenheit eine ernste Gefahr für das türkische Willen seines Sohnes das Vorkommniß zur Kenntniß der auch daraus hinwirken, Vorgesetzten gebracht. Beys Gerechtigkeit ge- I — Eine von 26 hiesigen Volksschullehrern unterschriebene Klageschrift gegen den Kreisschulinspector ist dieser Tage an Oberhaus nahm in I das Ministerium in Darmstadt abgegangen. Die Beschwerde an, welche dem Legis- | ächtet sich gegen eine Reihe Anordnungen des Kreisschul- infpectors, durch welche sich die Lehrer in ihrer Würde gekränkt fühlen. Schlenke Gutfleisch Böckel Orbig Wettsaasen..... . 8 6 8 6 Zeilbach...... 6 3 27 — Ober-Lais..... . 39 3'< 7 — Steinberg..... . 59 — 6 — Unter-Seibertenrod. . . 22 12 6 — Bellmuth...... . — 31 — — Bobenhausen .... . 10 41 1 —- Effolderbach..... . 5 69 — — Wippenbach..... . 5 12 1 — Hierzu die gestern veröfsent- 154 ■ 211 56 6 lichten Stimmenzahlen mit 4209 5739 4465 1728 zuzutrauen wäre, das Tischchen beschädigt habe, aber als er dieses unverletzt, wenn auch mit viel Bleististschnörkeleien verziert sand, so bemerkte er nur, daß sich hier keine Möbelhandlung befinde - da müsse der Herr schon ein Haus weiter gehen. Der Mann des Spleens aber sagte: „Ich thue pfeifen auf der Tisch, ich uill haben nur das Kops von die Stanley!" und dabei wies er aus eine der Bleististzeichlmngen, welche die Züge des vielgenannten Asrikareisenden meisterhaft darstellte. Der Mann im Frack wußte nun, was sein Whiskeytrinker eigentlich haben wolle, und wies ihn an einen jungen Mann mit einem blonden van Dyk-Bärtchen, welcher eben in einer anderen Ecke ein anderes Marmortischchen in Behandlung nahm. Der Engländer trat aus ihn zu, guckte ihm eine Weile über die Schulter und sagte: „Sie haben Mr. Stanley auf die Marmortisch gemalt, jetzt zeichnen Sie mir die Mr. Stanley aus die Papier!" reichte, ohne die Antwort abzuwarten, dem jungen Künstler sein Notizbuch hin und nach kurzer Zeit war auch schon Mr. Stanley, wie er leibt und lebt, im Notizbuch abconterfeit. Old England war zufrieden und überreichte dem Künstler eine Fünfziger-Banknote als Honorar. Und als der Maler das Geld nicht nehmen wollte, sagte er gemüthlich: „Take it, nehmen Sie nur als Angabe für eine große Stanley-Bild!" Bei einem steifen Grog, den der Sohn der Kreideinsel aufmarschiren ließ, kündigte er dem hocherfreuten Maler endlich noch an, daß er sich zu dessen Privatmäcenas ernenne und bestellte außer dem Stanley noch die Köpfe von Livingstone und Cameron. * An die „Schönen Deutschlands" ergeht eine originelle Aufforderung: Die Verlagshandlung der „Deutschen Mädchenwelt" und der „Deutschen Frauenwelt" in Erfurt will ein Album von 50 der^ schönsten deutschen Frauen und Mädchen Herstellen und fordert zur Einsendung von Photographien aus. Drei deutsche Künstler sollen die Preisrichter sein. Die zur Aufnahme in das Schönheitsalbum erwählten Frauen und Mädchen erhalten jede einen Ehrenpreis. Das Album, welches der „Deutschen Mädchenwelt" und der „Deutschen Frauenwelt" in einzelnen Kunstblättern gratis beigegeben wird, erscheint nach gänzlicher Fertigstellung als selbstständiges Kunstwerk. Um allen etwaigen Skrupeln der aufgesorderten Schönen vorzubeugen, sollen die Namen der Preisgekrönten nicht genannt werden. * Ob Neger erröthen können, war der Gegenstand einer Streitfrage, an der sich auch Darwin betheiligte und die man nun als entschieden betrachten kann- verschiedene glaubwürdige Beobachter versicherten Darwin, daß sie auf Neger- gesichtern eine dem Erröthen ähnliche Veränderung bemerkt hätten und zwar unter Umständen, welche dieselbe Erscheinung bei uns bewirkt habens würden, — trotz der Ebenholzsarbe ihrer Haut. Einige beschreiben es als ein röthliches Braun, die meisten aber sagen, daß die Schwärze des Gesichts an den Wangen noch intensiver würde, als ob ein erhöhter Blutzufluß in die Haut auf irgend eine Weise das Schwarz noch dunkler mache. Narben bleiben beim Neger lange Zeit weiß und ein Dr. Burgeß, der häufig Gelegenheit hatte, eine solche auf dem Gesicht einer Negerin zu beobachten, sah deutlich, daß die Narbe allemal roch wurde, wenn man die Frau plötzlich anredete oder beleidigte. Das Roth verbreitete sich, wie er gleichfalls wahrnahm, vom Umkreis der Narbe nach deren Mitte. Nimmt man noch dazu, daß Mulatten, die Abkömmlinge von Negern und Weißen, ganz atiffallend zu erröthen vermögen, so kann kein Zweifel mehr an der Fähigkeit der Neger, dies gleichfalls za thun, bestehen, obgleich aus ihren schwarzen Gesichtern kein eigentliches Roth wahrzunehmen ist. * Zu einer kühnen Wette hat sich jüngst ein Amerikaner entschlossen. Derselbe hat sich verpflichtet, ans hundert Con- currentinnen, die sich auf eine Heirathsannonce melden werden, sich eine Frau durchs Loos erwählen zu lassen. Diejenige der heirathslustigen Candidatinnen, aus welche die Nummer 77 trifft, wird er zu seiner Gattin machen, mag sie nun alt oder jung sein, häßlich oder hübsch, Türkin oder Deutsche. Das Reugeld ist auf 5000 Dollars festgesetzt. Ob der Mann nicht später in die Lage kommen wird, von einer bösen „77" zu reden. * Ein galanter Kirgise. Bei den Kirgisen, die ihre althergebrachten Sitten fast ungeschmälert erhalten haben, hat Europas übertünchte Höflichkeit doch auch schon ihre Heimstätte gesunden. Der Gouverneur von Orenburg hatte vor einiger Zeit, so erzählt das „Jll. S.-Bl." einen Kirgisen- Khan zur Tafel geladen- dem Gaste gegenüber saß die junge hübsche Frau eines russischen Offiziers. Der Kirgise wandte kein Auge von ihr, und er konnte sich nicht enthalten, auszurusen: „Tausend Schafe würde ich für diese Fran dort geben!" Alles lachte über diese ungekünstelte Bewunderung Der Gouverneur, der sich einen Scherz mit dem Steppensohn machen, ihn vielleicht in Verlegenheit bringen wollte, fragte ihn, indem er auf seine eigene, allerdings nicht allzu schöne Gemahlin deutete: „Wie viel gibst Du aber wohl für diese?" — Herr," versetzte der Khan galant, ohne sich zu besinnen, „frage das nicht, so viel Schase hat Keiner auf der ganzen Welt!" * Gute Legitimation. Frau B. fragt einen verdächtig ansfehenden Diener, der sich ihr vorstellt, um bei ihr in Dienst zu tretön, nach seinen Zeugnissen. — „Ich habe etwas Besseres als Zeugnisse", sagt der Lakai und zieht aus seiner Tasche ein Packet Zeitungen." — „Was denn? — „Drei Freisprechungen von Seiten des Zuchtpolizeigerichts und vier Anweisungen, die Sache niederzuschlagen." * Zwei bayerische Fuhrknechte streiten sich darüber, ob der Herr in Uniform, der eben vorbeigeritten, ein Zahlmeister oder ein Thierarzt gewesen sei. Den Streit entscheidet ein hinzugekommener Berufsgenosse mit den Worten- „Wenn der Herr wieder z'rückkimmt, Seppl, nacha gehst hin und sagst, Du hätt'st Zahnweh. Gibt a Dir an Ohrfeig'n, so is a Zahlmeister, curirt a Di, is a Thierarzt!" 443] Flüssige natürliche Kohlensäure in unübertroffener Reinheit aus dem abfließenden Mtneralwaffer gewonnen, empfehlen zur Selterswasserfabrikation und zum Bierausschank: Schwalheimer Brunnen-Comptoir: Corde- & Gügatz [443 i- Schwalheim t/Heffen (Stat Nauheim)- :'"K Silben oieg ibh R I '”11' | 'S?? Öfh ft , ™le kl Englands öunfitget=$Qg|; e t ®Elb «tz Id!! "1'7" S,, ,j,r $il eint«, L*9*« tnM n°ch m en"‘u"b kiMt, v l)m9|toiie und eine originell? ^Nuri will ein l,en unb Mädchen Photographien Preisrichter fein erwählten Frauen ö- Das Muni, 5 der „Deutschen gratis beigegeben als selbstständiges der ausgesorberten )er Preisgekrönten Univevfitäts - Nachrichten. — DieAuslander auf der deutschen Universität. Die Ml der Ausländer, die im lausenden Semester auf den deutschen Nirioersitäten immatriculirt sind, beträgt 1930 oder 6,6% von der kesammtzahl 29007, so daß also auf 15 Studenten bereits ein Ausländer trifft: im vorigen Sommer waren es 1720 Ausländer unter $491 Studenten gewesen oder 5,8%. Ueberhaupt ist der Procent- lotz der Ausländer in gegenwärtigem Winter der höchste, der bisher erreicht ist. Was die einzelnen Staaten betrifft, die ihre jungen Leute auf unsere Hochschulen schicken, so gehören 1384 den europä- Wn, 546 den außereuropäischen Ländern an; von letzteren entfallen : 436 allein auf Amerika, 90 auf Asien (zum weitaus größten Thetle Iraner), 11 auf Afrika und 9 auf Australien. Von den europä- i'chen Staaten kommt in erster Linie Rußland in Betracht mit 331 ßtudenten, dann Oesterreick Ungarn mit 293, die Schweiz mit 255, Großbritannien mit 117, Griechenland mit 49, Türket mit 44, Nte- klanbe mit 42, Frankreich mit 37, Luxemburg mit 34, Rumänien mit 33, Bulgarien mit 31, Schweden und Norwegen mit 29, Italien lind Serbien mit je 27, Belgien mit 26, Dänemark mit 5, Spanien mit 2 und schließlich Portugal und Lichtenstein mit je 1. — Der außerordentliche Prof. vr. EuaenPrym in Bonn, ivelcher einen Rus als ordentlicher Professor der orientalischen Sprachen und Nachfolger des Professors Socin nach Tübingen ab- lelchnt hat, ist zum ordentlichen Professor ernannt worden. — An Stelle des verstorbenen Prof. Thorbeke in Halle ist Prof. August Müller aus Königsberg als Ordinarius der semitischen Sprachen berufen worden. — Zum Nachfolger des verstorbenen Professors von L,roltlch in Würzburg als Lehrer der Ohrenbeilkunde ist dessen Schüler Privatdocent vr. Wilh. Kirchner daselbst ernannt worden. 1 — Der Professor der Theologie Himpel in Tübingen ist fleflorben. _________________________________________ Literatur und Kunft — Musikalischer Hausfreund. Blätter für ausgewählte SlLonmusik. Verlag von C. A. Koch (I. Sengbusch) in Leipzig. Pro» Quarta! 6 Nummern (ä 2% Bogen). Preis 1 JL. Pflege der Hausmusik durch Darbietung sorgfältig ausgewahlter, nickt allzu schwerer und neuer Compositionen, das ist die Aufgabe, die sick der so rasch zur Beliebtheit gelangte „Musikalische Haus- steund" gestellt und, wie das soeben abgeschlossene 4. Quartal bezeugt auch gelost hot. Den Geschmack des kunstsinnigen Publikums in Ton und Wort getroffen zu haben, ist in Anbetracht der viel- aesi altigen Zusammensetzung des Abonnentenkreises kein geringes Bei dienst, welch letzteres noch dadurch gesteigert wird, daß der „Musikalische Hausfreund" vielen Erstlingswerken junger und be- nalMer Musiker den Weg in die Oeffentlichkeit gebahnt hat. Auch der Lesestoff, dem Verlangen nach Abwechslung huldigend, ist dazu anc ethan, allen herrschenden Geschmacksrichtungen gerecht zu werden. Etire Musterung des reichhaltigen Inhalts wird ihm die Gunst seiner Gönner auch ferner bewahren |und dem lehr- und unterhaltungs- j reichen Blatte sicherlich neue Freunde werben.| verkehr, Land- rind volkswirthschaft. Gießen, 22. Februar. (Marktbericht). Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. 0,95—1,05, Hühnereier 1 St. 5—6, 2 St- Enteneier 1 St. 6—7 2 St. — Gänse eier 10-11 H, Käse pr. St. 5—8 -9>, Käsematte pr. St. 3 H, Erbsen pr. Liter 19 H, Linsen vr. Liter 30 «$>, Tauben pr. Paar JL 0,70—0,00, Hühner pr. Stück JL 1,30—1.80, Hahnen pr. St. JL 1.60-2,00, Enten pr. Stück JL 2,00—2,30, Ganse vr. Pfd. 50—60 H, Ochsenfleisch pr. Pfd 66—72 Kuh- und Rindfleisch 56—60 H, Schweinefleisch 60-70 H, Hammelfleisch 56—68^I, Kalbfleisch 52-60 Kartoffeln pr. 100 Kilo Jt 4,30-4,50, Weißkraut pr. St. 6—8 Zwiebeln per Centner JL 10,00—12,00, Milch vr. Liter 12-18 Hals- und Brustleiden zugsweise Fays Aechte Sodener Mineral-Pastillen als ein ausgezeichnetes Linderungsmittel. Aufgelöst in heißer Milch, wird durch sie die Heftigkeit der calarrhalischen Affectionen abgelchwächt, die Schleimabsonderung sehr begünstigt und dem Leidenden dadurch wohlthätige Erleichterung gewährt. Fays Sodener Mineral-Pastrllen sind in allen Apotheken und Droguen rr 85 Pfg. zu haben. 6o Anszng aus den Standesaintsregisterii der Stadt Gietzen. Aufgebote. t . Februar: 19. Earl Theodor Gläiener, Agent dahrer, mit Friederike Katharine Klos Hierselbst. 20. Carl Alexander Reickert, Kaufmann dahier, mit Anna Maria Elisabeth Antonette Schultheiß zu Frankfurt a. M. Eheschließungen. Februar: 21. Philipp Klotz, Schmied dahier, mit Margarethe Dorfeld, gebürtig von Staufenberg, wohnhaft dahier. Geborene. Februar: 14. Dem Musiker Johannes Schneider eine Tochter. 14. Dem Schlosser Theodor Tsckan eine Tochter. 15. Dem Fabrikarbeiter Christian Bühler eine Tochter. 16. Dem Kulkbrenner Karl Haas V. ein Sohn, Peter Heinrich Karl. 17. Dem Taglöhner Philipp Htllgärtner ein Sohn, Adolf Friedrich. 20. Dem Monteur August Wende ein Sohn, August Friedrich. 20. Dem Photograph Wilhelm Mook eine Tochter, Else Julie Bianka. Gestorbene. Februar: 14. Karl Müller von Höckersdorf, 20 Jahre alt, Musketier der Leib-Compagnie Jnf.-Regts. Nr. 116 dahrer. 15. Adolph Dietz 49 Jahre alt, Dtenstmann dahier. 15. Katharine Witzner, 66 Jahre alt, ledig dahier. 17. Carl Laux, 18 Jahre alt, Kellner von Holzheim, Amt Diez. 17. Philipp Schüßler, 50 Jahre alt, Vorarbeiter dahier. 17. Marie Katharine Althans, 6 Monate alt, Tochter von Scklosfer Georg Althans dahier. 19. Katharine Köhler, geb. Waltz, 62 Jahre alt, Wittwe von Kaufmann LouiS Köhler dahier. 19. Johannette Häuser, geb. Horn, 34 ^ahre alt, dahier, Wittwe von Schmied Friedrich Hauser. 2C Eva Hell, geb. Großmann. 58 Jahre alt, dahier, Ehefrau von Privatier Franz Hell. 21. Friedrich Eduard Winter, 57 Jahre alt, Bürstenmacher dahier. 21. Anna Margarethe Rinn, 3 Jahre alt, Tochter von Arbeiter Johannes Rinn dahier.s 2lussug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gieße«. Evangelische Gemeinde. Getraute. c ,ri . _. , Den 20. Februar. Philipp Klotz, Schmiedemeister in Gießen, ein Wittwer, und Margarethe Dorfeld, ledige Tochter des verstorbenen Landwirths Ludwig Dorfeld in Staufenberg. Getaufte. „ , Den 16. Februar. Dem Hilfsbremser Emil Gunther ein Sohn, Robert Franz Emil, geboren den 9. December 1889. Denselben. Dem Taglobner Wilhelm Maus eine rochier, Anna Lina Juliane, geboren den 17. December 1889. Denselben. Dem Schlosser Ludwig Kreuter Zwillinge, ein Sohn, Anton Karl Joseph, und eine Tochter, Antonie Karoline ^osephine, geboren den 20. December 1889. _ Denselben. Dem Graveur August Haßler eine Tochter, Auguste Luise, geboren den 25. December 1889. Denselben. Dem Knecht Heinrich Lotz ein Sohn, Friedrich, gebore^den^ Januar. ^mcht Caspar Wilhelm Backhaus estre Tochter, Elise Marie Margarethe, geboren den 15. December 1889. Den 19. Februar. Dem Zahlmeister Hermann Piltz eine Tochter, Marie Johanna, geboren den 20. December 1889. Beerdigte. L _ Den 15. Februar. Johann Philipp Theodor Braun, Korbflechter, ein Wittwer, alt 73 Jahre, gestorben den 12. Februar. Denselben. Marianne Ernsttne Müller, Tochter des verstorbenen Rentamtmanns Karl Müller, alt 82 Jahre, gestorben den 13' ^Den 16. Februar. Michael Pfisterer, Werkmeister, alt 42 Jahre, gestorben den 13. Februar. Den 17. Februar. Adolf Dietz, Drenstmann, alt 49 Jahre, gestorben den 15. Februar. __ _ _ Den 18. Februar. Anna Katharine Wißner, alt 66 Jahre, gestorben den 15. Februar. _, ... Den 19. Februar. Philipp Schüßler, Eisenbahn-Vorarbeiter, alt 50 Jahre, gestorben den 17. Februar. Den 21. Februar. Johannette Haußer, geb. Horn, Wittwe des verstorbenen Schmieds Friedrich Häußer, alt 34 Jahre, gestorben den 19. Februar. ' Gegenstand einer 'cheiligte und dir verschiedene glaub- 'Q& sie aus Negern ränberung bemerk! iiejelbe Erscheinung der Ebenhoizsarb- i röthliches Braue, ze des Gesichts m ein erhöhter W das Schwarz not er lange Zeit ftei§ zenheit hatte, eint ’obad)ten, sah te enn man bie M kh verbreitete sich, bei s)hibe nach bcyz Watten, bit ganz ausfallend zu mehr an der Uhig- bestehen, oW ntiiches Roth * ingst ein Amerika- t aus hundert lonce melden * u lassen. Diejenizl -lche die Nummer , mag sie nun irtin oder Deutsche sestgesch. ö. ,irb, von einer W- t. einen verdübel ihr rag' * 5 h°b° £ uni j'kh !«" bennL Md »i( irqifen, di- * * ersten “ 14 schm ihr- H-» Crcnbutg W* m" einen rsx richt in atiti iten f>* ti,t 3* "'gtrei* $ i. GK 1. 101 II 2. 53 n 123 u Donnerstag den 27. Februar 173 ti n fm 2,56 3. Nmtr. H ii 4. // 5. jedesmalige Zusammenkunft ist Eichen- Bemerkl wird, daß das Horst. 1524 6. 1542 Stephan. 1511 Gnauth. 1478 ii ii H ii 22 212 1453 der Firma seines Kohlen- und Holz- 212 272 179 28 180 38 9 111 6 80 34 31 14 in Gießen betreibt 25. August v. I. Galanterie-, Spiel- rrn n ii ii n 17,8 45,2 10 38 29,5 108 1440 1560 3439 9,4 42,5 25,2 Morgens 10 Uhr beim Pflanzgarten. Nieder-Bessingen, d. 20. Febr. 1890. Gr. Bürgermeisterei Nieder-Bessingen. Engel, Gerichtsvollzieher. 57 Ctm. Durchmesser und 6 10 Mir. Länge, Eichen-Derbstangen, Fichlen-Derbstangen, „ -Reisstangen. Holzversteigerung. Donnerstag den 27. und Freitag den 28. Februar d.J., jedesmal des Morgens um 10 Uhr anfangend, sollen nachstehende Holz- fortimente in den hiesigen Waldungen 15C9] Gute starke Thüre, mit Oberlicht, 80 cm breit, wenig gebraucht, verkauft H. Kühn, Seltersweg 36. Holzversteigerung. Mittwoch den 26. und Freitag den 28. Februar, jedesmal von Vormittags 9 Uhr an, sollen im Gemeindewald zu Grotzen- Buseck, District Unter und Streitwald, versteigert werden: 158 Eichen-Stämme mit 32,02 Fstm., Arbeitsverßeigerimgen. Dienstag den 28. und Mittwoch den 26. l. Mts., Vormittags 9 Uhr, sollen im alten Rachhause für das Rechnungsjahr 1890/91 nachstehende Arbeiten und Lieferungen versteigert werden: am ersten Tage die städtischen laufenden Taglohnarbeiten, desgleichen Fuhrleistungen, das Kleinmachen des Brennholzes und das Reinigen der Oesen; am zweiten Tage die laufenden Pflasterausbeffenmgen, Basaltsteinlieferungen, Kieslieferungen, Stein- und Kies-Fuhrleistungen, sowie Steinschlagerlähne. Gießen, den 20. Februar 1890. Grobherzogliche BürgermeistereiGießen Nadel - Stammholz mit 9,47 fm Nadelderbstaugen mit 6,85 fm „ -Reisstangen mit 50 ' 25 40 182 45 24 356 80 279 140 Die 1513] Ei« einspänniger Wagen M verkaufe«. Rittergaffe 19. Mo »lag den 24. ds. Mts., Vormittags 11 Uhr, läßt Herr R. Rosenthal zu Gießen in seinem Lager Hause (Frankfurterstraße Nr. 23, „Russischer Hof") allda auf Gefahr und Rechnung eines Dritten 30 Lack Weizen öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung durch den Unterzeichneten versteigern. NB. Der Herr Versteigerer wird dem oder den Steigerern den Weizen frei an die Bahn hier bringen lassen. Gießen, den 20. Februar 1890. d. I. unter Namens ein geschäft. Adolf Bär daselbst seit Handel mit Bemerkt wird, daß bei den Nadel- Stämmen 13 Stück Schnittholz I. Qualität, mit 25 Festm. haltend, vorkommen, und daß am 1. Tag das Stamm- und Stangenholz und am 2. Tag das Brennholz zum Ausgebot kommt. Der Anfang ist oberhalb der Dorfwiese. Großen-Buseck, 21. Februar 1890. Gr. Bürgermeisterei Großen-Buseck. Ladung. Der Dachdecker Jost Zahrt, geb«, am 18. Juli 1854 zu Londois, Mtzt in Gießen, jetzt mit unbekanntem All senthalt abwesend, wird beschuldigt, aU Landwehrmann 1. Aufgebots ohne Mai bniß ausgewandert zu sein. Uebertretung gegen § 360 Nr. 3 des Strafgesetzbuchs. Derselbe wi'd auf Freitag den 9. Mai 1890 Vormittags 8’/2 Uh r, vor das Großherzogliche Schöffen» ger icht Gießen zur Hauptverhandlung geladen. Bei unentschuldigtem Ausbleiben wird derselbe auf Grund der nach z 472 der St-P.O- von dem Groß- herzoglichen Bezirks - Commandv zu Gießen ausgestellten Erklärung ver- urtheilt werden. Gießen, den 18. Februar 1890. Der Großherzogliche Amtsanwalt. ~ Dr. Zimmermann. 1515 Holzversmgerung. Mittwoch den 26. Februar, Skachwittags 2 Uhr, soll eine größere Parthie Ausputzreiser, welche sich auch zu Erbsenreiser eignen, meist- biLtend versteigert werden. Zusammen- funft an der Bierbrauerei Röhrle. Gießen, den 22. Februar 1890. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 1560 Holz-Versteigerung im Nieder - Kessinger Gemeindcinald. Mittwoch Ven 26. Februar werden versteigert: 44 Eichen-Stämme von 16 bis 57 Ctm. Durchmesser und 5 bis 12 Mtr. Länge, 31 Buchen-Stämme von 38 bis Einträge in das Firmenregister Gr. Amtsgerichts Gießen. Stammholz sich größtentheils zu Schnitt- und Schwellenholz eignet, und am ersten Tag zur Versteigerung kommt. Die Zusammenkunft ist am Vicinalweg nach Gießen ohnweit des Bahnwärterhauses Nr. 5. Gegen Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Juli 1890 gestattet. Rödgen, am 21. Februar 1890. Großh. Bürgermeisterei Rödgen. Jnderthal. 1554 Elegante Herren- und Hamen-Stiefel sowie gewöhnliche Sorten habe eine Parthie 726 zum Ausverkauf übernommen. Louis Rothenberger, Neuenweg 22. Eichen-Derbstangen 16,29 Nadel- „ 28,03 Nadel-Reisstangen 1,74 Nm. Buchen-Scheitholz, und Kurzwaaren unter der Firma „Adolf Bär". Wilhelm Rothamel ist aus der Firm- „Rothamel & Petry" ausgetreten und wird das Geschäft von Wilhelm Petry unter Uebernahme der Activen und Passiven unter der seitherigen Firma weiter geführt. Das seither unter der Firma „Dampfmolkerei Gießen, eingetragene Genossenschaft" betriebene Molkereigeschäft wird feit 1. October 1889 als offene Handelsgesellschaft unter der Firma: „Dampfmolkerei Gießen, Müller und Hoffmann" geführt. Sitz derselben ist Gießen. Inhaber der Firma sind: 1) Karl Müller in Neuhof. 2) Karl Hoffmann in Hof-Gill. 3) Ludwig Hoffmann in Gießen. Jeder derselben ist zur Zeichnung Bau der Zellenstrafanflalt Butzbach. Schriftliche Angebote für die Lieferung von Feldbrand- und Ofenbrandbacksteinen, sowie für die Herstellung eines Theiles des Bedarfs an Feldbrandbacksteinen auf der ^Baustelle werden hiermit bis zum Mittwoch den 12. Mürz d. I., Vormittags 11 Uhr, erbeten. Die Angebote können |ür jeden beliebigen Theil der Lieferung gestellt werden. Der Bedarf beträgt in den Jahren 1890 und 1891: 2605000 Hintermauerungssteine erster Sorte und 217500 zur Verblendung von Gebäudeansichten geeigneten Osenbrandbacksteinen. Bis zu derselben Zeit werden An- g ebote für die Anfuhr von Backsteinen v-sm Bahnhof Butzbach zur Baustelle und für das Aussetzen von 15000 Lubikmeter Mauersteinen erbeten. Butzbach, den 21. Februar 1890. Großh. Baubehörde für die Zellen- strasanstalt Butzbach. von Riesel. 1536 Buchen-Scheit Eichen- „ Nadel- „ Buchen-Knüppel Eichen- „ „ Nadel- „ Wellen Buchen-Reisholz Christoph Biecker in Gießen betreibt daselbst seit 15. September 1881 unter der Firma „Chr. Biecker" ein Colonialwaarenge- schäft. Otto Rathschlag in Gießen betreibt daselbst feit 15. November 1889 unter der Firma feines Namens ein Leinen-, Wäsche- und Ausstattungsgeschäft. Eduard Klinkel in Gießen betreibt daselbst seit 2. Januar rm Buchen-Stockholz „ Eichen- „ „ Nadel- „ öffentlich versteigert werden: Stück.Eichen - Stammholz mit 67,36 fm Apfelfpalten, amer., Apfeischeiben, hochfeine Ringäpfel, Brüttellen, Kirschen, Zwetschen, türkische, in feinen und feinsten Qualitäten, Bordeaux-Pflaumen, Aprieosea empfiehlt [898 Emil Elschbach. Dienstag den 25. Febr. I. I., Nachmittags 3 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die der Peter Kreilivg Wittwe in Gießen gehörigen Grundstücke, welche in dem Gießener Anzeiger unterm 9. und 16. Februar I. I. näher beschrieben sind, nochmals öffentlich freiwillig meistbietend ver- steigert werden. Gießen, 22. Februar 1890. Großh. Ortsgericht Gießen. I A.: Vogt. 1555 86 Nadel-Stämme „ 68,32 „ Knüppel, Eichen- „ Nadel- „ der Firma berechtigt. 7. Louis Benner und Eduard Krumm in Gießen betreiben seit 19. d. M. daselbst eine Droguen- und Farbenhandlung unter der Firma Benner und Krumm. Jeder derselben ist zur Zeichnung der Firma berechtigt. 1562 Gießen, 21. Februar 1890. Neidhart, Gerichtsschreiber. Buchen-Scheitholz, ,, -Knüppel, „ -Astreisig, ,, -Stöcke, Eichen-Knüppel, „ -Stöcke, Buchen- Durchforstungs- EicheN- ■ reisig, 3 m Länge, Aspen- 11 Forstung. 9!adelreisig. „ Eichen. „ Nadel Mittwoch den 26. Februar, Nachmittags von LV2 Uhr an, werden aus dem Nachlaß des Herrn Joh. Chr. Kraft im Hause des Herrn Sorger, rSd)dne Aussicht", nachbenannte Mobilien versteigert: } ovaler Tisch, 1 Commode, 1 vor- zügl. zweithür. Kleiderschrank (Eichenholz), 1 großer Spiegel, Stühle, 1 vollst. Bett, große Ztnkvade- wanne, 1 Uhr, Lampe, Ablaufbrett, Bilder, Küchen- und Hausgeräthe. Im vormundschaftlichen Auftrag: Lonis Rothenberger, 1476 Gerichtsta^ltor. Hundert Buchen-Reiserwellen, „ Eichen- „ „ Nadel- „ Rm. Buchen-Stöcke, „ Eichen- „ „ Nadel- 166e 13042.08 1541 4 Schnell. 1534 A. Fangmann 1572 Zwieback-Fabrik 1334] Kirchenplatz. 1529 Rhein-Weine Samstag den 22 und Sonntag den 23. Februar: pr. Fl. at 1191 Hier zu & Carl Geismar, Uhrmacher Wermiethungen 1546] Mein Hinterhaus, bestehend aus IV4VZ Mein ymieryaus, oejiegeno aub g. • «^nhofftraste 32. zwei hübschen Wohnungen, geräumiger 1D,yJ saynyost-rage Werkstatt mit Lagerraum und Hofraum, hHtttft per April zusammen oder einzeln zu ver Will dPUJHtUJOUyiUUB miethen ! aus hiesiger achtbarer Familie wir» «e«en Bäue 7. 155 Kreuzplatz 15 ni. gütung. Lindenplatz 1. 1332] SÄnfweroeijä nach n e an 102.45 Dresdener Staatsbahn-Actien 116.25 Lombard. Eisenbahn- [1551 gesucht- Tendenz: ruhig. UD 1526 n ii ti Der Director: H. Meyer. ii ii n ii n ii Dtsconto-Commandit-Antheile Darmstadter Bank-Actien 106.30 Oesterr. Silberrente 102.50 Rufs. Orient in. Laubenheimer Niersteiner Binger Eisler Ober-Ingelheimer (Rothwein.) 89 20 94 3' 76.50 68.70 Vermischte Anzeigen. Zur Leitung der Küche in dem akademischen Krankenhause zu Gießen wird aus den 1. Mai 1890 eine zuverlässige, gewandte Oberköchin 237.20 170 50 173.40 Gute Gartenerde (80 Cbm ) abzugeben. 1444] Ed. Klinket, Bahnhofstraße 10. 1532 Der Vorstand. miethen. Kart Hahn, Katbarinengasse 12. W ichnelle Fahrten, gute lll1 Verpflegung, billigste Preise. M der Musik-, Sänger- und Komiker-Gesellschaft Familie Muller. 3 Damen, 2 Herren, Damen in Ulanen-Uniform Samstag: Abds. 8 Uhr, Enträe frei. Sonntag: 4UhrNchm. u.8Ubr Abds. Entree 25^ 1505] Ei« Patentherd, eine große eichene Waschvütte. ein Kinderfitz- wagen wegen Mangel an Raum zu verkaufen. Näheres in der Exp. d. Bl. 1492] Ein stuchS-Wallach, 10Va Jahr alt, lange vor der Truppe geritten, auch gefahren, steht billig zu verkaufen. Näheres in der Exved d. Bl. Tagesordnung: Rechnungsablage, Ergänzungswahl des Vorstandes, Wichtige Mittheilungen. 1571] Ein möblirtes Zimmer billig zu vermieihen. Ebendort zwei gut erhaltene Treppen zu verkaufen. F. Wiedmeyer, Schreiner, verlängerte Bismarckstraße. 1552] Logis, 4 Zimmer mit Zubehör, i ruhige Leute zu vermiethen. Sonnenstraße 11. Buschtherader Eisenbahn-Actten Elbethal-Bahn-Actien Gotthard- ., „ Schweizer Nordost-Bahn-Actien Krieger Verein Gießen, jjriieral-lierlainmlung Mittwoch, 26 Februar, Abends 1/a9 Uhr in der Restauration Feidel. Tagesordnung: Vrjähriger Bericht des Schriftführers, Kaffenbericht, Vorstandswahl. Wegen Raummangel mutzte der Börsenwochenbericht von E. Wafferschleben für die nächste Nr. zurückgestellt werden. _________________________________ Lindenplatz 1. Durch einen Gelegenheitskauf offerire ich eine größere Parthie Damen- WichSleder-Augstiesel, pr.Paar JL 4 — , Mädchen - Anopf- Stiefel, 9 und 10 Knöpfe hoch, per Paar JL 3.—. — Bei sämmt- lichen Waaren garantire für gutes Oberleder, sowie Leder-Brandsohlen und Kappen. Ä. 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