r lnti "’k d°«-INb- schift,, ■0 iikal. Hausfreund .f m-MH-r-fm^d. IV. Jahrgang- ' . u 2 Nummern M «P* Beilage). „ ,igDro Quartal 1 * L- ** ’^KochiVerUfr Wt Anzeige. ■'SUs, Lieser, runksucht Jede Berufes t8rung* heilt«. reise hierfür liefere ich lufVer- mi umsonst gerichtlich geprüfte ‘h «rhirtete Zeagnlue, • eld’Retxlaff in Drendea, 10. . p Hr-12 an die & n unter r____ wil ■S& ämtainn Dr. steÄ ■«.ft®*« w* erein-local abzugebrn» nnon ,|ut SkichSpost« ^chulstrahe 4.___ :lnV)ljb Falirbursche gesucht, n Hof. 1 Treppe hoch. zwaaren I eferttgte, In aStn Sorten, Itn für Herren und Damen, ztzca in den neuesten Facon-, nö WintermütztN, und ir Landlntte zu bitt. Preis, »ürfchuerfa» einschlagm« ittn, sowie Reparaturen garen werden solid, gut und jt bei [9065 Schultheis junior, mHn, SelterSfflU 21 lUnb»e V’* ? gllns-iS-n laben ftM' W gebracht- । — Verunglückt. Mann aus Wieseck a m!d unb Wies-ck mit Wasser angefuw JerutigliiekM °«s w tobt hielt, Anzeige i Bürgermeister begad beleihten Ort unb eot, doch verschied der Wieseck. -mb L am 2 G: i>k„ 2 t !d*e Wiam9e* un Traubenmost, hochfeine Qualität, frisch eingetroffen. sw* Steins Karten. ’ L'ias Lrttfrdrrn-Lager ; Schliemann & Kähler in .Hamburg ■ versendet portofrei gegen Nachnahme ?■“>' Wettfedern •5 Ptund fUr..........i, «•»» ««* ’s»#1»’ i tiuf •* sßreite natt S°°°""^ird 6ef»*' st-lluu« ' guiroeitiaffl, I4o« sW; gtmHf Beteudjwnfl ™ foö d°S rsN°hi ««»,. l0tM'' Lbbtt °-r»»7bei»»» it h-de« v\btt di- B-' L-pr#"!! J in Eig-"' :»5'äiZ <’ ‘ btt H-l'Lng 6(8 «ul°s- der« :(i 1111 e0vg’ ' ‘ ivri" 'S — Wie aus einer Bekanntmachung in vorliegender Nummer ersichtlich, wird der zwischen Gießen und Fronhausen verkehrende Omnibuszug vom I.December ab aus Fronhaufen bereits Morgens 7 Uhr 17Min., also 6 Min. früher, 7 Uhr 28 Min. in Lollar abgehen und in Gießen 7 Uhr 39 Min. eintreffen. — Eine Nähterin aus Frankfurt a. M., die seither dahier in besseren Familien beschäftigt war, hat bei dieser Gelegenheit eine Reihe von Diebstählen ausgeführt, ohne daß von Seiten ber Bestohlenen Anzeige gemacht worden wäre. Erst nachdem sich auch der Verdacht aus diese, übrigens sehr fein gekleidete Dame wegen verschiedener hier ausgeführter Betrügereien lenkte, kamen die Diebstähle an den Tag, worauf die Thäterin gestern auf Requisition Großh. Polizeiamts Gießen in Darmstadt, wohin sich dieselbe nach Entdeckung ihrer That begeben hatte, verhaftet wurde. — Eine Anzahl hiesiger Schuljungen trieben in letzter Zeit ihr Unwesen dadurch, daß sie an Hellem Tage an den Sattlerläden die Peitschenriemen abschnitten und am Abend in günstigen Augenblicken ganze Würste aus den Metzgerläden stahlen. Die Thäter sind ermittelt und zur Anzeige gebracht. — Verunglückt. Gestern Abend y29 Uhr fand ein junger Mann aus Wieseck auf dem Wege zwischen dem Philosophenwald und Wieseck einen Arbeiter aus Alten-Buseck in dem mit Wasser angesüllten Straßengraben liegen. Er zog den Verunglückten aus dem Graben und machte, da er ihn für tobt hielt, Anzeige bei der Bürgermeisterei Wieseck. Der Bürgermeister begab sich sofort mit einigen Leuten an den bezeichneten Ort und fand man den Unglücklichen zwar lebend, vor, doch verschied derselbe bald nach seiner Verbringung nach Wieseck. t Bettenhausen, 21. November. Gestern Abend zwischen 6 und 7 Uhr brach auf eine bis jetzt noch unaufgeklärte Weise in der Hosraithe des Johannes Rückel Feuer aus, welches drei Scheuern einäscherte, darunter diejenige des Großh. BürgGmeisters Rückel. In der letzterwähnten befand sich noch des Tags vorher ausgedroschene Frucht, während die beiden anderen mit Stroh und Futtervorräthen gefüllt waren. Dem thatkräftigen Eingreifen der ziemlich rasch erschienenen Löschmannschaften von den umliegenden Ortschaften und den freiwilligen Feuerwehren von Hungen und Lick ist es zu danken, daß das Feuer nicht weiter um sich griff. Die Brandbeschädigten sind versichert. § Crainfeld, 20. November. Morgen findet hier abermals eine Generalversammlung des Darlehns- kasse-Vereins Crainfeld-Bermuthshain statt, in der endgültig die Umänderung in eine sog. Aetiengesellschast stattfinden wird. Von der Rabenau, 17. November. Am gestrigen Tage versammelten sich die Vorständ.e der Kriegervereine hiesiger Gegend in der Gastwirthschaft zur „Nord-Eck" in Londorf, um einen Verband untereinander zu gründen. Nachdem die Versammlung durch Herrn Winkelhaus, Londorf, eröffnet worden war, ertheilte derselbe Herrn Lehrer Kupsrian von Nordeck das Wort zu dem Vortrage: „Weshalb wollen wir einen Bund gründen?" Der Vortrag sand den vollen Beifall der Versammlung und wurde den einzelnen Punkten Zustimmung ertheilt. Als Hauptpunkte der Rede seien erwähnt: „Der Bund soll gegründet werden: 1. Zur besseren Unterstützung nothleidender Kameraden und 2. zur Verhinderung der vielen Feste." In diesem Jahre hatten vier der vertretenen Vereine Kriegerfeste. Künftighin soll jährlich nur ein Kriegerfest als Bundesfest abgehalten werden. Hieraus schritt man zur Wahl des Vorstandes und wurde auf Vorschlag des Herrn Bürgermeisters Scheerer von Rüddiugs- hausen Herr Lehrer Kupfrian durch Zuruf gewählt. Die Herren Kaufmann Braunwarth, Allendors, und Winkelhaus, Londorf, erhielten die Mehrheit der schriftlich abgegebenen Stimmen. PermiWhf* * Darmstadt, 19. November. Die Gründung eines Pfarrvereins für das Großherzo gthum Hessen ist nunmehr eine vollzogene Thatsache. Der für Oberhessen bereits vorhandene Verein hatte auf gestern die evangelischen Geistlichen des Landes zu einer Versammlung in der „Rosenau" zu Frankfurt a. M. eingeladen. Es waren etwa 110 Geistliche der Landeskirche der Einladung gefolgt. Nach einer Begrüßungsansprache durch Pfarrer Weber von Londorf, welcher dem Vorstände für Oberhessen angehört, wurden durch zwei weitere Mitglieder desselben — die Pfarrer Wahl von Kirtorf und Dr. Naumann von Gießen — die Vorgeschichte, sowie die Bestrebungen des Vereins klar gelegt und dabei wiederholt betont, daß dem Pfarrvereine nichts ferner liege als der Gedanke an eine Concurrenz mit irgendwelchen Einrichtungen der Landeskirche oder gar einer Opposition nach oben. „Der evang. Pfarrverein im Großherzogthum Hessen will — so lautet § 1 seiner Satzungen — unter steter Berücksichtigung der Lebensbedingungen und Lebensaufgaben unserer Kirche die berechtigten Anliegen des geistlichen Standes vertreten und zwar in den Grenzen und mit den Mitteln, wie sie durch die Eigenart einer freien Vereinigung gegeben sind." Die Verhandlungen erfolgten unter der Leitung des Deeans Heß von Crumstadt unter lebhafter Betheiligung der Anwesenden. Die Annahme sämmtlicher — zum Theil amendirter — Paragraphen der Satzungen geschah fast durchweg einstimmig. Auch die Herausgabe eines Vereins-Organs mit dem Titel „Hessisches Kirchenblatt" ist beschlossen worden und wird baldigst erfolgen. Die einstweiligen Vorstände für Starkenburg und Rheinhessen wurden ernannt und werden dieselben ihre Thätigkeit für den weiteren Ausbau des Vereins- Organismus sofort beginnen. *△ Mainz, 20. November. Nächsten Sonntag findet hier eine allgemeine Katholikenversammlung statt, in welcher eine Petition an den Reichstag behufs Aushebung des Jesuiten-Gesetzes gerichtet werden soll. Als Redner wird u. A. Landtagsabgeordneter Pfarrer Wacker aus Baden auftreten. — Gleichzeitig mit dieser Versammlung wird hierein soeialdemokratischer Parteitag des Großherzog- thums Hessen tagen. * Esten, 20. November. Herr Krupp hat einen Fabrikarzt zum Studium des Koch'schen Heilverfahrens nach Berlin geschickt und beabsichtigt eine große Heilanstalt für schwindsüchtige Arbeiter anzulegen. * Wollstein (Reg.-Bez. Posen), 20. November. Geheimrath Dr. Koch, früher Kreisphysieus in unserer Stadt, ist zum Ehrenbürger ernannt worden. * Liegnitz, 20. November. In der Conrad'scheu Cigarrenfabrik sind sämmtliche Arbeiter ausständig. Bemerkenswerth ist dabei, daß Conrad der Führer der hiesigen Soeialdemokraten ist. * Erfurt, 20. November. In Saalfeld erstickten der Bauunternehmer Schwarz, dessen Frau und drei Kinder, sowie ein Einwohner des Armenhauses, das der Wohnung des Bauunternehmers gegenüberliegt, durch ausströmendes Leuchtgas. * Belgrad, 19. November. Die serbische Regierung hat den Dr. Bannt znm Studium des Koch'schen Heilverfahrens nach Berlin entsandt. Sd?iffsttad?rid?teti Hamburg, 16. November. Der Hamburger Doppelfchrauben- Schnelldampser „Normannia", Capitän Hebich, welcher am 8. November von Southampton abgegangen, ist am 16. November, 5 Uhr Morgens wohlbehalten in New-Ao,k angekommen. Reisedauer von Hamburg bis Newyork 8 Tage 22 Stunden. Oceansahrt 7 Tage 22 Stunden 30 Minuten. Die Abfahrt der Normannia wurde durch dichten Nebel verzögert und konnte nicht, wie beabsichtigt, am 6., sondern erst am 7. November stattfinden. Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. 25. Sonntag nach Trinitatis (Todtensonntag), 23. November: Gedachtnißfeier für die Verstorbenen. Vormittags 9Va Uhr: Pfarrer Dingeldey. Nachmittags 2 Uhr in der Friedhofscapelle: Pfarrer Schlosser Abends 6 Uhrr Abendandacht in der Kirche. Pfarrer vr. Naumann. _ _ „ Kinderkirche Vormittags 11 Uhr: Pfarrer Schlosser. Bibelstunde am Montag den 24. Novbr., Abends 8 Uhr, in der Kleinkinderschule; Jakobusbrief Cap. 3, von Vers 1 an: der Ernst des Lehrens; hüte deine Zunge! Pfarrer Dr. Naumann. Am Sonntag den 30. November, als am ersten Advent, wird Beichte und heiliges Abendmahl im Vormittagsgottesdienst gehalten werden; an diesem Sonntag wird nach den Gottesdiensten eine Collecte für die Kirchenkasse zur Vermehrung des Capitalvermögens der Gemeinde erhoben. Die Pfarrgeschälte in der Woche vom 23. bis 29. November besorgt Pfarrer Dingeldey. Katholische Gemeinde. Letzter Sonntag nach Pfingsten, 23. November: Samstag: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um W Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. „ Sonntag: Morgens von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl Beichte; um Vz7 Uhr Austheilung der hl- Communion; um V-8 Uhr Frühmesse; um 3/410 Uhr Hochamt mit Predigt Nachmittags um V»3 Uhr Christenlehre und darauf Andacht. Gottesdienst in der Synagoge. Samstag, 22. November. Freitag Abend 4«° Uhr, Samstag Morgen 8»° Uhr, Samstag Mittag 3°° Uhr, Samstag Abend 500 Uhr. n 759 eintreffen. Maar circa 60 Stück Kühe, Rinder | 9737 Bekanntmachung 9738 Bekanntmachung 9720 versteigert- 9732 Weisser Streusand Vlehversleigerong. Montag den 1. Decewber I. I., Vormittags 5/210 Uhr, sollen aus dem Nachlaße des Hrn. G. A. »üchting auf dem Hofe zu stüher gelegt und demnach aus Fronhausrn bereits 9735] Wegen Aufgabe der Oeco- nomie verkaufe: 200 Ctr. Kornstroh, 1 Pfuhlwagen und 1 Aegemühie. Carl Wallenfels II., Marktstratze. Feder» und Pelzbefatz, Borden, kann täglich geladen werden bei guter Posamente, sebr billig bei s9292 Einfabrt >9'76 L. Mühlhausen, Westanlage 15. Jacob Helfenvein, Marburgerstr 83. Der Voranschlag der Gemeinde Utphe liegt vom 22^ bis 30. November L I. aus dem Bürgermeisterei-Bureau dahier zur Einsicht der Betheiligten und Entgegennahme von Einwendungen offen. Utphe, am 20 November 1890. Großherzogliche Bürgermeisterei Utphe. Filsinger.___________ werden. Maar bei Lauterbach (Station der Oberhessischm Eisenbahn), den 20. November 1890. [9718 Ieilgeöotenes. 9715] Ein Haus mit Wirthfchaft und Laden sofort zu verkaufen. Näheres in der Exped. d. Bl.________ Der Voranschlag der Gemeinde Nieder - Bessingen pro 1891/92 liegt vom 25. November L IS. auf dem Bürgermeisterei-Bureau acht Tage lang zur Einsicht der Betheiligten offen. Nieder-Bessingen, den 21. November 1890. Grobherzogliche Bürgermeisterei Nieder-Bessingen- Horst.__________________ Im Auftrag: J. Bothenberger, Gerichtr-Taxator. Fritz Scharmann, Giessen, Kirchenplatz 6, neben dem Hotel Einhorn. Mobiliar-Versteigerung. Dienstag den 25. «nd Mittwoch den 26. November er-, Nachmittags 2 Uhr, werden im Auftrag der Jntereffenten erbvertheilungshalber im Hause des Herrn Kaufmann Kröll. Seirer-weg 12, gut erhaltene Möbel: Sophas, Tijche, Stühle, Bettstellen, Kleiderschränke, Commoden, sehr schöne Fraucnkleider, Mantel u. sonst, sehr gut erhaltene Gegenstände, Leibwäsche und sonstiges Weißzeug, Betten, Küchen- geräthe und sonstige Haushaltungsgegenstände Rein leinene [9736 Rester Taschentücher, h Dtzd. 3L 3.—, 3 80, JL 4.30 u JL 5.—, gefäumt, empfiehlt in bekannter Güte Fritz Nowack, Seltersweg. !B e st e chinesische Thees neuester Grnie. Besonders empfehlenswertb: ans feinsten Sorten gewonnene Theefpiizen, ä Psd JL 2.-, empfiehlt [9728 Otto Schaaf, Drogenhandlung. und in Gießen „ Hannover, den 18. November 1890. Königliche Eisenbahn-Direction. = Reparaturen unter Garantie. = 9361 Eine große Parrhie Damen-Mäntel au» voriger Saison, b«d<«te«d unter Preis, empfehle» 8816 Gebr. Stamm. „ Lollar 717 fahren 728 , Bekanntmachung. Vom 1. December d. I- ab wird der Omnibuszug 408 6 Minuten SpecialM: Uhrmacherei 'M und Bullen Holländer Raffe und Sim. Lager in Uhren, Gold, und Lilberwaaren, Ketten. menthaler Kreuzung, sowte 7 Stuck u — schwere Zugochsen an den Meistbieten-1 den gegen Baarzahlung versteigert Elegante, billige u practlsche Gelegenheits- od Weihnachtsgeschenke Unentbehrlich für jeden Schreibtisch, jedes Bureau, jeden Haushalt. Paul Moser’s Notizkalender als Schreibunterlage für 1891. Preis 2 Mk. Paul Moser’s Haushaltungsbuch für 1891. Preis 3 Mk. Verlag des Berliner Lith. Instituts (Julius Moser) in Berlin W. 35* Potsdamerstrasse 110. 3417 X 1346 N MM Freunden und Bekannten hiermit die traurige Mittheilung, dass 6tl)l< "ad Dr. Wilhelm Diehl Gymnasiallehrer i. P Uhr im 84. Lebensjahre nach langem Leiden sanft heute früh 61 4 entschlafen ist. Dr. Ludwig; Holzapfel den 21. November 1890. Die Beerdigung findet Sonntag, den 23. November, 11 Uhr Vormittags vom Sterbehause (Frankfurterstrasse 12) aus statt. 9740 9731 Der Vorstand 9721 uenfabrit in Antwerpen rc- | Entree 30 Kinder 20 Abonne- 3f/i°/o Gietzener 91/ inhrin menttz: 10 Reisen 2 X, Schüler t X Gelsenk. Bergw.-Act. s 50 A- (geöffnet non Morgens 10 Uhr 134.50 Reichsbank-Discont 5Vi pCt. — Frankfurter Bank-Discont 5Vi pCt. Südanlage. 9717 89.00 91 00 77.40 78 00 207.60 152.90 150.Su 146 00 101.00 259 50 208 62 Marcipantortm (Lübecker), eigenes Fabrikat, stets frisch empfiehlt Conditorei Bettler, Die Bestattung unseres Ehrenmitgliedes, des Herrn Stadtverordneten Julins Hoch findet Samstag Nachmittag 3^2 Uhr statt und bitten mir unsere Mitglieder um recht zahlreiche Betheiligung. Disconto-Command.-Anth. Darmstädter Bank-Act. Dresdener Bank-Act. Rordd. Lloyd-Act. Wiener Bankoer.-Act. Oest Credit-Act. Oest. Staatsb.-Act. Schlußcourse 1 Uhr 15 Min. 86.20 40/0 Ung. Gold-Rente 97.95 50/0 Jtal. Rente 86 00 4Vs°/o Oest. Silber-Rente 97.70 50/0 Ruff. III. Orient Giessen, 9726] Sehr großer und Heller Laden mit oder ohne Wohnung sofort billigst zu vermiethen. Näheres Tiefenweg 21 II. Lomb. E.-B.-Act. Buschtherader E.-B.-Act. Elbthal-Bahn-Act. Gotthard-Bahn-Act. Schweizer Nordost-B.-Act. Mainzer E.-B.-Act. Marienburger E.-B.-Act. bei [9727 Otto Schaaf, Drogenhandlung. 117.50 412 50 201.50 158.40 159.70 115 10 55 70 Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brü bl'icyen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Bumern 6 Sette«. 3% Reichsanleihe 3,/2% do. 3% Preuß. Conscls 3Vt% do. I. A.: Profeffor Dr Johannes Schmidt. Bester Medicin. - Leberthran 96.001 Ver. Königs-Laurah.-Act. 168.001 Tendenz: fest. Kaiser-Panorama, MLusburg 12, parterre. Diese Woche prachtvolle Reise durch DeSgieu. V?n besonderem Interesse die prach'- vollen Bauwerke und die St. Paulsktrche in Antwerpen mit den wundervollen Marmorgruppen, das Leiden Christi darstellend, die weltberühmte Kanzel von St. Rom- baud, hochinteressante Badescenen von Ostende und Blankenberghe, der Lowe von Waterloo, die Explosion der Patro- Todes-Anzeige. Gestern Morgen 91/* Uhr verschied sanft unsere liebe Mutter,, Schwiegermutter und Grossmutter Elisabeth® Wittich, geb. Hecker, im 80. Lebensjahr, was wir Freunden und Bekannten mit der Bitte um stille Theilnahme anzeigen. Die tr> wozu ergebenst einladet C. Deäbing. —— Daselbst geheizte Kegelbahn, framof. Billard zur gef. Benutzung. __ [9713 9729] Mehrere Tausend Mineral- Waffer»Krüge sehr billig abzugeden. Heinrich Wallach. s. fromm, mrk. Eu»«r, Hammftr.b. (9724 ; bis Abends" 10 Uhr.' [9555 9714] Ein großer Kaffeebrenner > Jeden Sonntag neue Reisen., billig abzugeben. Bahnhofstraße 11. > Wiederholungen finden nicht statt." 9716] Möblirtes Zimmer mit Cabinet zu verm. C. Steinberger, Löweng. 27., 9719] Möblirtes Stübchen zu ver-' miethen-_________________Maigasse 12 | LrmMtzmg An Se. E^ce I nächst eine bereit I Petition abzesc Die bereits staaten, deren B stehenden TarW versucht toirb/ hak fache tfargeftellt, immer sie eingerich erhöhung hervorru satz and) au§ ccnde Mtzer dieBesvrd Mit der bere auch in der klein] der Einzelnen be kunstwidrig sein die Summe dieser dersolgten Zwecke and dem allgemei Wohl möchte : 2J Erwerbszwei. ; MMrt werden,' I bei allen । allermeisten fi | ttdorgetreten, oh, der frit fld [ ÄK *8“ ersetzen s t al' I W« S tt I toeit reife? I i*n I dies Ä tö„ iNn9;6* MS I I Wx 7 tiitn a„ Bürgerclub. Samstag den 2 2. d. M., Abends 8 Ähr: Theater und Tauzunterhaltung m Steins Garten. Der Vorstand. (Das aus der Karte angesetzte 25jährige Stiftungsfest findet nicht am 12., sondern am 10. Januar 1891 statt.) [9722 Samstag den 22. November (Siebener Beilage zu Nr. 273. - 1890. Feuilleton. Der Mutter Grab. Scizze nach dem Leben von Tony Pauly. (Nachdruck verboten.) Er war ein noch junger Staatsbeamter, hatte früh ge- heirathet und wurde bei seiner Lebensstellung häufigem Wechsel des Wohnortes ausgesetzt. Beim letzten Quartal hatte er seinen neuen Aufenthalt in einer schlesischen Gebirgsstadt nehmen müssen und empfand die Entfernung von der Heimath besonders schwer, da er seine alternde Mutter krank in der Ferne wußte und mancherlei Umstände ihm verboten, der Theuren bei sich eine bleibende Stätte zu bieten. Der Zustand-der Kranken verschlimmerte sich- mit Bestürzung empfing der entfernt lebende Sohn die Nachricht vom Tode seiner Mutter, deren Ein und Alles er stets gewesen war, ja, die ihn stets abgöttisch liebte und ihm diese Liebe bei jeder Gelegenheit in jener unerschöpflichen Fülle entgegentrug, deren nur ein Mutterherz fähig ist. — Felix eilte, um der Dahingeschiedcnen die letzten Ehren zu erweisen. Als einziges Kind war er der allernächste Verwandte der Verblichenen und bei dem Leichenbegängniß — weil durch Mancherlei behindert — auch Niemand seiner auswärts lebenden Anverwandten zugegen. Jndeß wohnte demselben ein Ehepaar bei, keineswegs durch Bande des Blutes mit der verstorbenen Wittwe verknüpft, desto mehr jedoch durch Gefühle der Achtung und Freundschaft an sie gefesselt, wie solche bei einem harmonischen Beieinanderleben von Nachbarn in demselben Hause zu entstehen pflegen. Herr Wilken und seine Frau halten in opferfähigster Weise der Verstorbenen die letzten Tage der Krankheit zu erleichtern gesucht, sie gaben ihr auch jetzt das Geleite zum Friedhöfe, der jenseits des Stadtthores gelegen war, und legten als Zeichen ihrer Anhänglichkeit an die Todte eine Fülle von Blumenkränzen auf den Sarg und am Grabe nieder. Diese Aufmerksamkeit und Ermäßigung der Eisenbahn-Personen-Tarife. An Se. Excellenz den Minister von Maybach soll demnächst eine bereits mit ca. 45,000 Unterschriften versehene Petition abgesandt werden. In derselben heißt es u. A.: Die bereits eingeführten Zonentarife in den Nachbarstaaten, deren Bedeutung gegenüber dem in Deutschland bestehenden Tarifsystem allerdings als geringfügig hinzustellen versucht wird, haben praktisch jedenfalls überall die eine That- sache klargestellt, daß die Verbilligung der Fahrpreise, wie immer sie eingerichtet sein möge, eine bedeutende Frequenzerhöhung hervorruft, wie denn als wirthschaftlicher Grundsatz auch aus anderen Verkehrsgebieten anzusehen ist, daß je billiger die Beförderungspreise, um so gesteigerter der Verkehr. Mit der berechtigten Annahme, daß ein bestimmter Zweck auch in der kleinsten Reise verfolgt werde und daß die Zwecke der Einzelnen bei den Reisen mehr vernunftgemäß als vernunftwidrig sein dürften, ist auch der Schluß berechtigt, daß die Summe dieser zu erwartenden vermehrten Reisen und der verfolgten Zwecke der Einzelnen dem allgemeinen Wohlstände nnd dem allgemeinen Besten zum Nutzen gereichen werde. Wohl möchten in der -ersten Zeit manche Erwerbskreise und Erwerbszweige in ihrer Existenz hart berührt und erschüttert werden, aber derartige Erscheinungen sind bekanntermaßen bei allen neuen Einrichtungen bahnbrechender Art und am allermeisten bei der Einführung der Eisenbahnen selbst hervorgetreten, ohne daß, nach allmäligem Ausgleich, der im Lause der Zeit sich ergebende Nutzen und die Förderung des allgemeinen Wohls im Großen und Ganzen vernünftigerweise bestritten werden könnte. Wenn man alle Reisenden in zwei große Gruppen theilt, Geschäfts-Reisende und Vergnügungs-Reisende, so steht es fest, daß die Geschäftsreisen, welche den lebendigen Verkehr von Mund zu Mund fördern und niemals durch schriftlichen Verkehr zu ersetzen sind, das Erwerbsleben der Nation in groß- artigem Maßstabe fördern. Es sind z. B. viele inländische landwirthschastliche und industrielle Producte in dem einen Theile des Landes in Ueberfluß vorhanden, während andere Theile daran Mangel haben- es muß also gegenseitiges Angebot stattfinden. Beim heutigen Personen-Taris beschränken sich aber die Reisen auf einen Umkreis von 50—100 Kilometern, während die Bereisung von 100—500 Kilometern, also die Touren von Nord nach Süd und von Ost nach West, in Deutschland verhältniß- mäßig wenig gemacht werden, weil dies wegen der hohen Fahrpreise nicht rentirt. Wer in seine Heimath oder in Familien-Angelegenheiten weit reisen will, schreckt ebenfalls vor den hohen Fahrpreisen zurück. Tausende unserer Mitbürger, welche kaum 50 Mk. im Monat verdienen und diesen Betrag für eine weite Reise zahlen sollen, können dieselbe niemals unternehmen und trägt dies gewiß nicht am wenigsten dazu bei, Bitterkeit in den Herzen zu erwecken. Die Gelegenheit zu passendem Erwerbe sieht der unbeschäftigte Arbeiter wohl in der Ferne, kann aber das Fahrgeld nicht erschwingen und sinkt in Folge dessen zum Proletarier herab. Noch schlimmer ist es, wenn er in der Fremde nicht das Gesuchte fand und nun in seine Heimath zurück will. Losgelöst von allen Fäden der Freundschaft und Verwandschaft, findet er Niemanden, der ihm die verhältnißmäßig hohe Summe für die Rückreise in die Heimath vorstreckt und verfällt rettungslos dem Elende! Mährend für den Eisenbahnpersonen-Verkehr Niemand in besonderer Weise wirbt, arbeiten Hunderte von Agenten in die zarte Weise, mit der sie geboten wurde, stellte alle sonstigen Zeichen der Theilnahme, welche der Hinterbliebene Sohn von anderen Seiten empfing, weit in den Hintergrund. Felix empfand es wohl und brachte seine Dankbarkeit in herzlichem Worte zum Ausdruck. In dieser tiefernsten Stunde, da sich das Grab für immer über dem Sarge der inniggeliebten Mutter schloß, kam dem trauernden Sohne voll und ganz das schöne Verhältniß zum Bewußtsein, das schon von seiner frühesten Kindheit an zwischen seiner Mutter und ihm bestanden hatte, und — konnte er leider ihr fortan auch nicht mehr durch Fürsorge um ihre Person seine Verehrung bezeugen, so nahm er sich jedoch in dieser Stunde des Abschieds „aus immer" vor, das Grab der Theuren in Dankbarkeit und kindlicher Liebe zum Gegenstände auserlesener Sorge zu machen. Davon sprach er mit Wärme zu den theilnehmenden Nachbarn, welche das kleine Haus mit seiner Mutter ein Jahrzehnt fast in friedlichem Zusammenleben ge- theilt hatten. Mit ebenso vieler Wärme nahm das Ehepaar seine Pläne auf, namentlich, soweit dieselben einen schönen Grabstein für die Verstorbene betrafen — gaben die Lebensverhältnisse des Sohnes und sein Wohnort zugleich, demselben doch — wie er sagte — ohnedies willkommene Gelegenheit, eine Wahl nach vollem Ermessen zu treffen. Noch verweilte Felix, um den bescheidenen, mütterlichen Nachlaß zu ordnen, sodann rief ihn die Pflicht von Neuem zum ferneren Wohnorte zurück. Das Ehepaar, zu dem ein neuer Miether ins Häuschen zog, erwartete, in Bälde von dem jungen Manne zu hören. Doch eine Woche nach der andern verstrich. Felix ließ nichts, gar nichts von sich hören. Der Grabhügel war schmucklos, mit Rasen belegt, der Herbstwmd blies über die Fluren, der Winter kam und deckte sie mit Schnee — endlich war auch der Frühling wieder da- auf dem Friedhöfe begann es von Neuem zu sprossen, zu grünen, das Grab der Wittwe hätte jetzt der fürsorgenden, pflegenden Hand bedurft, doch Niemand erschien, keine Zeile meldete, daß und ob etwas für den Hügel geschehen sollte. den Seestädten sowohl wie im Jnlande für den Schiffspassagierverkehr nach anderen Erdtheilen, und die Fahrpreise nach Amerika und anderen Ländern wurden tatsächlich immer mehr heruntergesetzt. Auch die ^raurigen Wohnungsverhältnisse der Großstädte sind zum groß u Theile eine Folge der hohen Eisenbahnsahrpreise. Es ist Thatsache, daß die Pferdebahnen, welche oft 6—7 Kilometer für 10 Pfg. fahren, billiger sind, wie die 4. Klaffe der Eisenbahn. — Die Pferdebahnen gehen aber für die Verhältnisse der riesig wachsenden Städte nicht weit genug- es geht auch zu viel Zeit verloren. Hier kann nur die Eisenbahn helfen, welche die Bewohner billig und schnell für 10, 20, 30 Pfg. auf Strecken von 10, 20, 30 Kilometern hinausführen muß. Die Reisen zum Vergnügen und zur Erholung, welche in der Gegenwart eine so große Rolle spielen, und deren Wohlthat nicht mehr von den oberen Klassen allein gewürdigt wird, sind, sobald größere Entfernungen in Frage kommen, nur dem wohlhabenden Mann möglich. Millionen von Menschen, welche in hohem Grade der Erholung bedürftig und empfänglich für Belehrung in Natur, Kunst und Wissenschaft sind, sind durch ihr ganzes Leben nicht in der Lage, eine Reise von Berlin nach dem Rhein, von Hamburg nach dem Schwarzwald oder von Königsberg nach Thüringen bezahlen zu können. Unzählige legen sich die größten Entbehrungen auf, um nur einmal ein fernes Reiseziel zu erreichen. — Wer in wohlhabenden Verhältnissen lebt, kann sich schwer in die Lage der Mehrheit versetzen. In allen diesen Verhältnissen bilden die hohen Fahrpreise ein Hemmniß für die gesunde Entwickelung des Verkehrs, mit deren Beseitigung das ethische Moment in der Volksseele nicht nur nicht herabgemindert, sondern bedeutend erhöht werden dürfte! Seit Einführung der Eisenbahnen vor länger als 50 Jahren sind die Fahrpreise annähernd dieselben geblieben, während auf fast allen anderen Gebieten des Verkehrswesens, z. B. bei Straßenbahnen, Dampfschiffen, den Güter-Tarifen, dem Brief- und Packetporto usw. bedeutende Ermäßigungen eingetreten sind, welche stets die wohlthätigsten Wirkungen hatten und zwar, je größer die Ermäßigungen waren, um so segensreicher erwiesen sie sich für das allgemeine Wohl. Wir dürfen getrost behaupten, daß das mächtigste Verkehrsmittel des Jahrhunderts seine Zwecke heute noch durchaus ungenügend erfüllt, in Folge der hochgehaltenen Fahrpreise. Die Frage, ob bei einer bedeutenden Herabsetzung der Fahrpreise und bei jder in Folge dessen wahrscheinlich noth- wendigen Vergrößerung der Betriebsmittel, die Prosperität der Eisenbahnen nicht zu große Einbuße erleidet, darf gegenüber den ungeheuren Vortheilen für die Nation, besonders die unbemittelteren Klassen der Bevölkerung nicht allzuschwer ins Gewicht fallen, denn eine derartige zum Besten des Ganzen getroffene Verbesserung würde ebenso, wie die geschaffenen socialreformatorischen Institutionen den Zwecken der Beseitigung resp. Besänftigung der socialen Gegensätze dienen, und selbst wenn sie den Eisenbahnverwaltungen Opfer auferlegte, wäre es die nothwendige Pflicht des Staates, wie bei den anderen Institutionen, um dieser höheren Zwecke willen, einen gewissen Schaden auf sich zu nehmen. Indessen ist von den Vorkämpfern des Zonentarifs im Personenverkehr mit den klarsten Gründen nachgewiesen worden, und wir wollen das Ew. Excellenz gewiß bekannte Frau Wilke, anfangs enttäuscht, konnte sich allgemach eines wehmüthigen Gefühles nicht entrathen, wie es möglich sei, daß ein einziger Sohn, noch dazu einer, der nahezu ab- göttisch von seiner Mutter geliebt worden war — ihrer und ihres Grabes zu vergessen vermochte. So oft der Namenstag der verblichenen Wittwe wiederkehrte, schmückte das Ehepaar das Grab, welches, grasbewachsen, den Eindruck des Verlassenseins mehr und mehr bot, denn aus den Monden wurden Jahre und Felix ließ nichts von sich hören. Frau Wilken war eine stille, aber edle Natur, denn sie trat eines Tages — fünf Jahre schlummerte nun schon die Wittwe — vor ihren Mann, ein Sümmchen Geldes ihm entgegenhaltend: ,/Franz," sprach sie, — „weißt Du wohl, heute sind es gerade zehn Jahre, als Frau L., unsere Nachbarin, ihr Sparkassenbuch nahm und aufs Rathhaus damit ging, um den Betrag zu erheben. Du weißt, dieser Betrag" war gleichbedeutend mit der Wittwe ganzem Vermögen. Sie hatte es sich Jahre hindurch, man kann wohl sagen, am Munde abgespart. Mit diesem Gelde half sie Dir aus einer Verlegenheit, wie sie kaum schlimmer gedacht werden konnte. Der Dienst war groß, den sie uns erwies, und ich — für meine Person — werde ihn ihr niemals vergessen. Willige ein, daß wir den Jahrestag dieses Ereignisses feiern, was sicherlich nicht besser geschieht, als dadurch, daß wir das Grab in Stand setzen, es mauern und mit Epheu bepflanzen lassen — willst Du — lieber Mann? sprich ja!" Franz Wilken, den man einen wohlhabenden Mann nennen konnte, bejahte nicht nur diese Frage seiner Gattin, sondern er that noch mehr, schoß zu ihrem ersparten Betrage zu und ließ auf dem Grabe der Wittwe eine Granitplatte legen, welche den Hügel völlig überdeckte und in Goldbuchstaben ihren Namen, die Jahreszahlen ihrer Geburt, ihres Ablebens und einen Bibelspruch trug — wie die Verstorbene ihn mit Vorliebe aus der heiligen Schrift zu citiren pflegte. (Schluß folgt.) Zahlenmaterial nicht hier weitläufig wiederholen, daß eine Einbuße an finanziellen Ergebnissen durchaus nicht zu erwarten steht. Wie bei der Brief-, der Packet-, der Depeschenbeförderung, bei der Fernsprechbenutzung, so variiren auch bei der Eisenbahnbeförderung im Wesentlichen die Leistungen für den Einzelnen gegenüber den Generalunkosten so außerordentlich, daß sich einer genauen Berechnung der Einzelreise fast unüberwindliche Schwierigkeiten bieten. Deswegen erscheinen die jetzigen Entfernungstarise in vielfacher Beziehung rein willkürlich gewählt und jede Abänderung, welche im Princip diese Entfernungstarifirung aufrecht erhält, kann zu einer logischeren Berechtigung nicht führen. Vielmehr kann hier, wie bei der Briefbeförderung, nur der einheitliche Zonentarif als die sachentsprechendste Berechnung angesehen werden- dabei ist allerdings nicht zu verkennen, daß eine Modification für den Local- und Nachbarverkehr, sowie eine Unterscheidung nach der 1., 2. und 3. Klasse, nach Schnellzugs- und gewöhnlicher Beförderung, also eine Berücksichtigung gewisser Verhältnisse nach großen Gesichtspunkten gegeben erscheint. Die Erfahrungen bezüglich der in den Nachbarländern eingeführten Ermäßigungen der Zonentarife, trotzdem sie dem oben erwähnten System durchaus nicht völlig" entsprechen, haben in der Praxis die theoretischen Ausführungen in den financiellen Erwartungen nicht nur bestätigt, sondern sogar übertroffen. Aus Ungarn liegt jetzt das einjährige Resultat vor, wonach die Zahl der Personen bei einem dem Eisenbahnnetze in Preußen durchaus nicht entsprechendem Umfange von 5187 227 auf 13060751, also um 150pCt. etwa, und die financiellen Einnahmen aus der Personenbeförderung trotz der bedeutenden Ermäßigung um 22,4 pCt. gestiegen sind, ein Resultat, welches die dortigen Behörden zu weiteren Ermäßigungen veranlassen wird, die alsdann zu noch günstigeren Resultaten führen dürften. Die Mehrausgaben für Vermehrung und Verbesserung des Fahrmaterials und für Betriebskosten stehen in keinem annähernden Verhältniß hierzu. Auch in Deutschland mit seinem Eisenbahnnetze von etwa 38 000 Km. und seiner industriell und culturell soviel höher entwickelten Bevölkerung kann eine sachgemäße Einheits- tarifirung, davon sind wir überzeugt, nur ein für die Finanzen der Bahnen günstiges Resultat erzielen, und der Herr Finanzminister müßte Ew. Excellenz für eine derartige Einrichtung, als zu einer neuen ergiebigen Finanzquelle führend, Dank wissen. Wie sehr die Verbilligung der Fahrpreise auch bei uns, resp. in Preußen unsere ausgesprochenen finanziellen Erwartungen rechtfertigt, zeigt z. B. die Hamburg-Altonaer Verbindungsbahn, wo trotz größerer Betriebsunkosten und Vermehrung des Wagenparks nach Einführung billigerer Fahrpreise eine bessere Rentabilität als früher erzielt ist. Eine Vereinfachung des Betriebes, etwa in der Art der Berliner Stadtbahn, würde allerdings Platz greifen müssen - das Publikum wird dies gewiß dankbar aufnehmen und bald geschult sein, während die zu ersparenden Kosten qan-r erheblich sind. Ew. Excellenz bitten wir daher ehrerbietigst und im Namen Tausender, ja Millionen unserer Mitbürger baldigst die Initiative zu ergreifen, daß ein „Zonentarif", wie er bereits in den Nachbarländern in Praxis ist, auch in Deutschland eingeführt werde. Blumen-Cursus Direct:Fabrik 9631 A 9518 9673 Kreuzplatz. 9327] 9576 nit 6552 Neuenweg 22. 6724 Höchste Auszeichnung j Cöln 1889 ) von Verkaufsstelle Giessen: Hell. Wallach, Markt 8^ Abfahrt. A> FoiMJtntotm Ueue Thürmstt giilfenfrüdjtt: 11 HeUer-Linsen, per Pfund 22 S\, 10 Pfund für Jt 2.-, 14Q 63Q (führt 2.— Fr« Seibel 8941 Neustadt 56. 6948 M Goldene Medaille. Silberne Medaille. 6009 Francs Prämio der Siadi Brüssel ihr besten Gasofen. 9676] Kleines Logis zu vermiethen. Große Mühlgasse 14. 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