1890 Dienstag den 22. Juli Nr. 167 Amts- und Anzemeblutt fflt? den Aveis Giehem Hratisßeikage: Gießener AamikienökaLLer Amtlicher» Thell 1124 irttT Börse. Court vom 12.'VII. 1 9380 86.2V 268.70 266-9’j -Ute* '««wÄ. «8g s SM5 |toM A3e Annoncen-Bureaux des In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Annahme von Anzeige« zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Dorm. 10 Uhr. 95.60 101-5° 105.45 99.85 66.30 10125 101 35 85 50 101-6° 97.- 95.61 101.61 c-x 1'XJÖ 8680 87.60 102.35 18.10 83.50 58- 6495 94.- 93.25 86.- 105.3? 100.- 66.30 101.10 101.10 85 50 58.- 64.85 94.1 93.3 86.2'1 89-5° 106.8° 106.6° 9M 94- < i38.6'> mßerordentlich ungünstiger Berichie . ei ichrint ob«, daß Der Cours noackonAaufr halten ihn wieder nm auf Ädandmlng dei 'Beybung^ Monlamverthe im Mgemdnen, Ende der vergangenen Woche, irch i von ftattea geht. AuWig tit Tölzer und Reichenhaller Gebirgsgegend. — Der Fürst von Turn und Taxis überwies anläßlich seiner Vermählung Regensburger Stiftungen insgesammt 120 OOO Mark. München, 19. Juli. Staatsminister Lutz begab sich heute nach dem Starnberger See, um seine völlige Wiederherstellung abzuwarten. — Das vom Deutschen Jndustrieverein im März gegründete bayerische Maaren Haus für Offiziere und Beamte löste sich heute auf. Lauterberg, 19. Juli. Major Wißmann beauftragte Gravenreuth, für die anläßlich seiner Krankheit aus aller Herren Länder eingegangenen Beweise der Theilnahme durch die Presse seinen Dank zu übermitteln, da er auf anderem Wege unmöglich danken könne. Das Befinden Wißmanns hat sich seit gestern unerwartet und erfreulich gebessert. Appetit und Schlaf kehren zurück. Oeffnung, und jetzt sieht er hinein. Er reibt sich die Augen. Ist es ein Blendwerk der Hölle? Sieht er denn recht? Der Herr Actuar scheint zur Salzsäule geworden zu sein. Anbetend hat er die Hände gefaltet, starr steht er da, als sei das Leben aus ihm entflohen. Ist ihm eine Enttäuschung geworden? Droht die Freude ihn zu tobten? Er rührt sich immer noch nicht. Doch da klopft es an der Thür, erst leise, dann immer stärker ... er wagt es nicht, zu öffnen. Da hört er rufen, er erkennt die Stimme seiner Frau. Seine Gestalt bekommt wieder Leben, er zieht den Riegel von der Thür zurück und stürzt mit einem Freudenrus seiner getreuen Gefährtin in die Arme. Frau Lucinde bleibt todteserschrocken am Eingänge stehen ... sie glaubt, daß ihr Mann den Verstand verloren habe. „Was ist geschehen?" bringt sie endlich hervor und ruft alle Heiligen an, die ihr im Augenblicke einsallen. Doch ohne ihr zu antworten, führt sie der Herr Actuar feierlich an die verhängnißvolle Stelle, läßt auch sie in die Wand hineinblicken und sagt triumphirend: „Glaubst Du's nun? Jetzt hat alle unsere Roth ein Ende!" Stören wir das glückliche Ehepaar nicht bei der beneidens- werthen Arbeit, einen reichen Schatz zu heben. Was sie finden, übersteigt ihre kühnsten Erwartungen. Sie machen Pläne, wie sie ihr künftiges Leben einrichten wollen, und Frau Lucinde scheint es besonders zu befriedigen, daß nun die Frau Actuar Müller nicht mehr so von oben herab aus ihr etwas abgetragenes Sonntagskleid werde zu sehen brauchen. Der Schleier fällt und verbirgt in seinen Falten so viel Glück, wie nur des Menschen Herz erfüllen kann. Die Bewohner des Städtchens P . . . ., welches das Glück hatte, der Geburts- und beständige Wohnort des Herrn Actuar Johann Gottfried Finkenschlag zu sein, waren von zwei Ereignissen so vollständig erfüllt, daß die ehrsamen Spießbürger, die allabendlich im Gasthause zum „blauen Ochsen" bei einem Glase Bier zusammentrafen, jede politische Kannegießerei unterließen und sich nur von jenen unterhielten, die jetzt so vollständig ihr Interesse in Anspruch nahmen. Die Frauen, sogar die besten Wirthinnen — und deren stellte P . . . . ein besonders großes Contingent — erfüllten in größter Eile ihre Pflicht, um nur rechtzeitig, den unvermeidlichen Strickstrumps in der Hand, bald dort, bald da beim Kaffee zusammen zu kommen. Wehe dem, der ihnen dabei Stoff zu einer besonderen, vielleicht gar zu einer geheimen Sitzung, zu der nur wenige Bevorzugte ausersehen waren, gab! Die spitzen Zungen drangen schärfer als die schneidigsten Schwerter ein, und die Wunden, die sie dadurch beibrachten, waren oft unheilbarer und gingen tiefer ins Innerste als jene zn bewirken vermochten. Eine dieser brennenden Tagesfragen waren die fo rmf- sallend veränderten Verhältniffe des Herrn Actuar fynfen- schlag. Derselbe hatte sich von seinem Gehalt imi nur kümmerlich ernährt und machte jetzt Plötzlich einen v.nerhörten Aufwand, ging sogar jeden Tag ein Partiechen stielen. Er hatte ein ganz anderes Aussehen bekommen und, machte den Eindruck, als bekleide er sein Amt nicht aus R^hwendigkeit, sondern nur zu seinem Vergnügen. Und er? x gar die Frau Actuar! Wie ging sie jetzt einher! Soga* / Frau Registrator Müller, die doch nach jeder Richtun $ hin tonangebend war, konnte ihr es nicht mehr gleichthun . Jetzt machte sie sogar mit ihrem Manne, gerade wie d (cfc öor drei Jahren, eine Reise! War ihnen eine große, Erbschaft zugefaüen? Ihnen vielleicht ein Gold-Onkel in r Amsterdam gestorben? Vierteljähriger Aöonnementspreisi 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redactton, Expedition und Druckerei: Schutstraße Ar.?. Fernsprecher 51. dauer und zweckmäßige Maßregeln zu erreichen sem. Die Zukunft der Colonie beruhe auf dem Elfenbeinhandel, der auf absehbare Zeit jedenfalls noch keine erhebliche Abnahme erfahren werde, ferner aus dem aussichtsreichen Plantagenbau und aus den mancherlei sonstigen noch unerschlossenen Schätzen des Grund und Bodens, endlich auch aus dem Einfuhrhandel, der dem Mutterlande noch bedeutenden Nutzen bringen könne. Ue&er den Zeitpunkt seiner Rückkehr nach Ostafrika hat sich Herr v. Gravenreuth noch nicht bestimmt geäußert, auch scheint es noch nicht so festzustehen, ob er auch wirklich die Geschäfte des Majors v. Wißmann bis aus Weiteres übernimmt, obwohl Premierlieutenant v. Gravenreuth in Berliner colonialpolitischen Kreisen als der einstweilige Ersatzmann für Reichscommissar v. Wißmann bis zur endgültigen Neuregelung unserer Colonialverhältnisse in Ostafrika gilt. — Mit freudiger Theilnahme hat man in weiten Kreisen des deutschen Volkes die Nachricht von der glücklichen Ankunft Dr. Peters in Zanzibar vernommen, womit die seltsamen Kreuz- und Quersahrten dieses Gelehrten durch theilweise noch nie erforschte Gebiete des östlichen Afrikas zum Abschlüsse gelangt sind. Der eigentliche Zweck seiner Expedition, die Entsetzung Emin Paschas, ist freilich von Dr. Peters nicht erreicht worden, einfach, weil ihm hierin Mr. Stanley auf allerdings etwas fragwürdige'Weise zuvorgekommen war, aber dennoch hat Dr. Peters auf seinem Unternehmen so Kühnes und Hervorragendes geleistet, daß er die Theilnahme und Anerkennung seiner Landsleute gewiß verdient. Ueber den Zeitpunkt seiner Rückkehr nach Deutschland sind noch nähere Nachrichten abzuwarten, dieselbe dürste aber wohl erst zum Herbst erfolgen, da Dr. Peters aus der Heimreise vermuthlich in Egypten einen Erholungs-Aufenthalt nehinen wird. Berlin, 19. Juli. Der „Reichsanzeiger" enthält eine Bekanntmachung des Reichskanzlers, betreffend das zwischen dem Deutschen Reiche und auswärtigen Staaten unter Vorbehalt einjähriger Kündigung abgeschlossene Uebereinkommen wegen gegenseitiger Unterstützung hilfsbedürftiger Seeleute. Gleichzeitig wird der wesentliche Inhalt des Uebereinkommens mit Großbritannien vom 27. Mai 1879, mit Frankreich vom 16. Mai 1880, mit Schweden und Norwegen vom 31. Mai 1881, mit Dänemarck vom 31. März 1885, mit Oesterreich-Ungarn vom 10. November 1889 mit- getheilt. Lüdenscheid, 19. Jul. Bei dem hier abgehaltenen westfälischen Kriegersest explodirte heute Mittag ein Geschütz. 2 Mann wurden getödtet und 3 schwer verwundet. München, 19. Juli. Der als Maler und Schriftsteller bekannte Ingenieur Professor Keller-Leuzinger ist gestorben. München, 19. Juli. Wolkenbrüche verwüsteten die Berlin, 19. Juli. Trotz gegenteiliger Blättermeldungen erhält sich in unterrichteten Kreisen die Anschauung, daß Kaiser Wilhelm die Insel Helgoland demnächst besuchen werde. Er werde allerdings nicht der Uebergabe der Insel an die deutschen Behörden beiwohnen, sondern etwas später, also wahrscheinlich auf der Rückreise des Monarchen von England nach Deutschland, dort eintreffen. Der Aufenthalt des Kaisers aus Helgoland werde dann wohl nur wenige Stunden dauern. — Ueber die gegenwärtige Lage und die Zukunft in Deutsch-Ostafrika hat sich Premierlieutenant v. Gravenreuth, der designirte Stellvertreter des Reichscommiffars Major v. Wißmann, einem Redacteur des „Hannov. Cour." gegenüber in ziemlich ausführlicher Weise ausgelassen. Herr v. Gravenreuth bezeichnete in dieser Unterredung den Gewinn des bislang von der deutsch-ostasrikanischen Gesellschaft gepachteten Küstenstreisens von Zanzibar als höchst günstig für die Weiterentwickelung Deutsch-Ostasrikas. Die bisherige eigen- thümliche staatsrechtliche Stellung der verschiedenen Theile des Schutzgebietes werde nunmehr hoffentlich eine endgiltige Regelung erfahren, und auch für die Begriffe der Eingeborenen werde durch die Abtretung des Küstenstreisens an Deutschland Klarheit in die Verhältnisse gebracht. Bagamoyo, Dar es Salaam, Tanga und Lindi bezeichnete v. Gravenreuth als gute Häsen, die für die größten Seeschiffe hinlänglich Raum und Tiefe besitzen und wenn es auch nicht leicht sein werde, den Jahrhunderte alten Handelsweg über Zanzibar in andere Bahnen zu lenken, so werde dies schließlich doch durch Aus- Täuschung! Hier klingt es beim Klopfen ganz anders, hier muß ein Verschlag sein! Er hält einen Augenblick inne, es dreht sich alles mit ihm herum, die Sinne drohen ihm zu vergehen. Hastig holt er dann das zu diesem Zwecke angeschaffte Werkzeug und schließt die Thür. Er ist ganz allein. Die taube Bedienungsfrau, die schon sünszehn Jahre ihm und seiner Gattin des Lebens Mühseligkeiten zu erleichtern sucht, hat bereits ihr Tagewerk vollbracht und sich entfernt, die Nachbarn, denen das Klopfen möglicher Weise auffallen könnte, sind, wie er zufällig gehört hat, seit einigen Tagen, wie dies bei reichen Leuten Mode ist, aus Sommerfrische. Nichts stört ihn. Er hämmert und hämmert, sein eigenes Herz übertönt fast die Schläge. Jetzt ist es ihm endlich gelungen, eine Oeffnung in die Wand zu bringen. Große Schweißtropfen treten ihm aus die Stirn, er ringt nach Athem, er muß sich erst etwas zur Ruhe zwingen, er wagt es nicht, hineinzublicken. Zitternd vor Aufregung, gelingt es dem Herrn Actuar erst nach wiederholt vergeblichen Versuchen, ein Licht an- zubrennen. Endlich hat er es vollbracht, er leuchtet in die Au-laird. London, 19. Juli. Das Parlament wird am 28. August vertagt. London, 19. Juli. Graf Hatzseldt hatte gestern eine längere Unterredung mit Lord Salisbury. Socholt, 19. Juli. Die „Hohenzollern", mit Kaiser Wilhelm an Bord, ist, von Olden kommend, angelausen und fährt durch den Nordfjord nach Geiranger. Die Landpartie von Olden und Faleide nach Geiranger unterblieb behufs Erledigung der Staatsgeschäste. Die Mehrheit des Gefolges reist nach Geiranger zu Lande. Madrid, 19. Juli. Aus der Provinz Valencia werden von gestern 31 Erkrankungen und 10 Todesfälle an der Cholera gemeldet. Petersburg, 19. Juli. Heute ist der deutsche Botschafter Schweinitz hier eingetroffen. Sebastopol, 19. Juli. Die Königin von Griechenland traf aus Petersburg hier ein. Sofia, 19. Juli. Der Jrade betreffend die Einsetzung der bulgarischen Bischöfe für Uskub, Köprülü und Ochrida ist gestern veröffentlicht worden. Newyork, 19. Juli. Der durch die Feuersbrunst in den Bureaux der Western Union Telegraph Compagnie und der „Associated Preß" verursachte Schaden wird auf 250,000 Dollars geschätzt. Der Telegraphendienst der Western Union wurde durch das Feuer erheblich gestört und die Geschäfte der Newyorker Börse auch sonst in Folge des Ausbleibens von Telegrammen bedeutend verzögert. Buenos Aires, 19. Juli. Zum Januar dürfte eine National-Convention behufs Nominirung eines Präsident- schasts-Candidaten einberufen werden. — Die OppositionKpressc veröffentlicht einander widersprechende Nachrichten über ein angebliches Complott gegen ttütu «ck-Büchner • cküvbllrger • rthcrbt • « ' 1. sitttMC '■&***. Garten d- 1 Itr **♦ übt: Ton». ao,,lä«f«4 kn UmlihtLu $ortu&/-Ä.88u.89 imort 6nb. Gold- Mit . . . eabiWMfr Hoo^Obl. L A.. uirftn coiw.. IrgtnL Holb-Änl. d. 1887 ... zprio. EgyM. . Feuilleton. D er Schatzgräber. Humoreske von E. Redenhall. (Fortsetzung.) 88.65 102.4(i 18.- 84.20 93- n. .153901155$ ’ijSäU '-T Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS MontagS. Die Gießener IckmilienVtätler werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. tt&täU Mbahn Lombarden bo. d«. bo. d». Aag-Durel M- Garant 3töL Eisenbahn • • •JStiS ^Uhifa®laM. an die W«*' Die @iction M günftigten l)«11'*1 ihrer A-Mum her ihr zn gelangen, die N Kaken und einer Mpuntl zu 9* {eminenten SEoarii Die guten Leute zerbrachen sich vergeblich den Kopf, sie konnten es nicht ergründen. Der Herr Actuar und seine Gattin hatten allen Fragen gegenüber nur ein geheimnißvolles Lächeln, sie waren, treu der Weisung der Fee, stumm wie das Grab geblieben. Das zweite Ereigniß, das die sonst so gemllthlichen Be- "'Aufregung versetzte, war ein großer Diebstahl, der bei dem Kaufmann Jppelberger verübt worden war, der einige Wochen mit seiner Familie verreist gewesen und bet seiner Rückkunft sein ganzes, sehr bedeutendes Silberzeug und eine Cassette mit Werthpapieren gestohlen fand Die Polizei war in größter Thätigkeit. Große Plakate an den Straßenecken sicherten Jedem eine eminente Belohnung zu, der eine Mittheilung über den Dieb machen würde. Die zur Sicherheit des Hauses zurückgelassenen Dienstboten wurden ’grraÄS ------ ----- urAste SBaterftabt Nachtheiliges nachsagte, und dies traf doch, wenn man den Thater nicht fand, die ganze Stadt. Doch er wußte von gar nichts. Er hatte Urlaub genommen und war Mit ferner Frau zu seinem Bruder gereist, der ein kleines Landgut m Thüringen besaß und den er schon zehn Fabre mcht gesehen hatte. Er konnte es sich ja jetzt erlauben auch einmal mie andere Leute zu verreisen, ein paar Wochen den "bäuMtteln und in glücklicher Verschollenheit ein behagliches Stillleben zu führen. W Der Herr Aetuar und seine Frau ahnten nicht, als sie nach abgelaufenem Urlaub körperlich und geistig erfrischt zurück- kehrten, daß das Damoklesschwert bereits über ihnen hma (Schluß folgt.) 9 9’ E. Butzbach, 19. Juli. Bei der am 17. Juli gehabten Bürgermeisterwahl wurde der seitherige geordnete Wilh. Joutz mit 234 Stimmen zum Bürgermeii der Stadt Butzbach aus die Dauer von 9 Jahren gewm Der Gegencandidat, Herr C. Flach III., erhielt 106 Stimme Aus Anlaß der Wahl wurde dem neuen Bürgermeister c Donnerstag Abend eine Serenade gebracht, welcher in )( Gartenlocalitäten der Restauration Kalbfleisch ein Bari folgte. — Aus dem Wetterthal, 19. Juli. Wie wir hi^ schreiten die Vorarbeiten für die Erbauung der sog. Wette thalb ahn Lich-Butzbach rüstig vorwärts. Ein Eise Zahntechniker aus Gießen ist mit der Ausführung dersell beauftragt und hat derselbe dem Comite folgenden Plan t. pfohlen: Vom südlichen Ende der Station Butzbach au gehend führt die Bahn in einem Bogen von 300 m Raci durch die „Schorrbach" nach Rockenberg, von wo aus t selbe an dem sog. Wingertberg vorüber in der Nähe } Kunstmühle wieder über die Wetter nach der Chaussee; läuft, in welche sie in der Nähe der Kreuzmühle einmünfo Sowohl bei Rockenberg als. bei Griedel werden Stativ: errichtet. Auf der Chaussee erreicht die Bahn die dü Station Gambach. Münzenberg, Trais-Münzenberg u Ober-Högern erhalten eine Station, eventuell form hier auch noch Eberstadt angeschloffen werden. Die v. gende Station bilden Hof- und Dorf-Güll und zur barar folgenden werden Muschenheim, Birklar, Arnsburg m Bettenhausen gehören. Endstation ist Lich. Dieser Pli soll in einer Eingabe Großh. Regierung unterbreitet wert, und hofft man, daß unser Wetterthal mit seinen wohlhabend Ortschaften, schönen Ausflugspunkten und Mühlen endlich b-: Verkehr mehr als bisher erschlossen werde. Auch die Na des Landeszuchthauses Marienschloß, sowie die schon la« geplante Fortführung der Bahn nach Usingen dürfte für I beteiligten Gemeinden sowohl als auch für Großherzoglii Regierung und Hohe Ständekammern Grund sein, dem Und nehmen ihr Wohlwollen und ihre Unterstützung entgegc zubringen. # Zeche Hedwig bei Riuderbügen, 20. Juli. Die Ar sicht, daß eine schmalspurige Bahn von hier nach dem Bah Hofe Büdingen gebaut werde, um die hiesigen Bergwerk producte schneller, besser und billiger dem großen Wellt kehr zuzuführen, scheint in jüngster Zeit näher gekommen! sein, denn die Zechenverwaltung ist mit einem großen Pac Unternehmer Berlins (Holzmann in Frankfurt a. M. win näher gewesen) in Verbindung getreten und es scheint, bt die Vorarbeiten bald beginnen. Ein Schienenweg ist ab: auch um deßwillen kaum noch lange zu entbehren, weil di Straße Rinderbügen-Büdingen, welche noch nicht lange gi baut ist, von den mit enormen Lastest beschwerten Kohlei fuhrwerken jämmerlich zusammengefahren ist. Zu den Kohlen fuhren kommen außerdem noch die vielen Holzfuhren und bi schweren Sleinladungen aus denRothsandsteinbrüchen desRinbn bügener Thales. Sehr erfreulich ist, daß die Fürstl. Jsenburgisch Standesherrschaft, durch deren Gebiet die Bahn geführt weck müßte, dem Baue sehr sympathisch gegenübersteht. In Folz der mangelnden Abführmittel ist die Kohlenförderung uoreri nur halb so bedeutend, als sie sein könnte. Die ach fundenen Lager aber sind so mächtig, daß von ihnen 35 Iah bei vollem Betriebe gefördert werden kann, ehe sie ach! baut wären. Die Anlage einer schmalspurigen Bahn roiii sich also um so eher rentiren, weil die Wagen, Schienen nd Locomotiven leicht anderweit verwerthet werden können, tuen der Betrieb in hiesiger Gegend einmal beendigt sein tourt: — Ein sehr bedauerlicher Unglücksfall hat sich gestern : einem der benachbarten Steinbrüche zugetragen. Von em Wand stürzte eine Masse Geröll hernieder, wie dies in Stei brüchen öfters zu geschehen pflegt, und traf einen uni: arbeitenden Mann, der erschlagen wurde. Der Bedauerr werthe stammt aus Wolferborn. [) Vonhausen, 20. Juli. Die Frau eines hiesigen Ei wohners beschenkte thren Mann gestern mit dem achtc Jungen. In Folge dieses Ereignisses wollen die Ehelen den deutschen Kaiser bitten, daß er die Pathenstelle bei de Jüngsten übernehmen möchte. Außer diesen acht Jungen fir aber noch drei Töchter vorhanden und dieser reiche Kinde fegen, der sich des besten Wohlseins erfreut, wird von de wackeren Ehepaare, welches mit Glücksgütern nicht gesegn: ist, ganz ordentlich ernährt. Aus dem Ridderthale, 20. Juli. Vor etwa eine: Monate konnte ich Ihnen melden, daß die Schwein- flerfchpreise in hiesiger Gegend um 12 bis 14 Pfennic zurückgegangen wären und daß auch die Einlegschweine billig- geworden seien. Der Preisabschlag hielt aber nicht langen: denn seit Kurzem ist der Aufschlag so bedeutend geworde: daß er nahezu die frühere Höhe erreicht hat. Die Metzg- taufen ~ zu 62 Pfg. ein und detailliren zu 66 Pfg. D Einlegschweine, Ferkel von 7 bis 9 Wochen werden wiedc zu 50 bis 66 Mk. pro Paar und die sogen. Springer m: 100 bis 120 Mk. bezahlt. E. Schotten, 20. Juli. Dcks dirf heute anberainrt Preisturnen mußte des ungünstigen Wetters wegen a- Morgen verschoben werden. -r Aus dem Kreise Lauterbach, 19. Juli. Vot einige. Wochen fand in dem Dorfe St......... ein Mißve. ständniß statt / das wegen seiner gelungenen Komik verdien, der Oeffentüchkett übergeben zu werden. — Der im Vogel- berg noch wenig bekannte und noch weniger in die Geheimniß des Vogelsberger Dialekts eingeweihte Reisende eines Lande- productengeschästs war an die Adresse eines wohlhabende. Bauern tn St. verwiesen worden und begab sich w dee ^rgnügt und in der berechtigten Hoffnung aus dc. Abschluß eines guten Geschäfts in die Wohnung des Land Wirths. Auf die Frage, ob er den Herrn des Hauses spreche, könne, erklärte ihm die zu Hause anwesende Ehefrau desselben: ™r.fea$ "°ch Boll." Wenn schon das Erstaune, unseres Reisenden über diese Mittheilung — da der Man. ihm als durchaus solid geschildert worden — ein großes war, Hl. W# Die Ließnmg ui siellung einer Cmtes Geleisunterbrechun, Mücke soll vergeb« welche ben Preis ii tyeifyittm Statioi enthalten müssen, fii d. I- hier einzureich« tonnen durch unser stankirte Einsendung werden. „ Wen, den 19. I« 6123 Grohher MM Die erledigte S Wemvarts mit bei soll auf 18. August l Bewerber haben Mer Angabe doi jjfo seitheriger B Agung etwaig MereArbeitsleift schriftlich bei dem in ß AenftMiegenl «tiWt, bis lingf M «Satten. am 19 wt Kreisaussch^ Sttaith Nerem @e, SW 1889 * f betrieb « ben i Witiget 0 fe” ssj? Shli. to . ^*tcriöQbr ^et nut 17 c. vru 234-v,touri,e der L'JM Jf di° D^7" » S!i b^Ä10^ <#7tenabe "•*- •*$*; tterthli ig cv m St biesi.fi. ‘ ®i=h>ir. ,-ba$ rüstigs,g.z •" ">- ber *,»»8- Ei», ntlbe d-m CoM fS7tun9 te ltn End» der 0 9ei,beö $[» 1 ln E,ne® Soqtn ?.tOtl ®utbod| na4 R°ü»b r ? 00 B l '"S-nberg JJ* 8°" "° * 'tt dir Setter n„Vnk ber d« Nah- der £? ber 'M 'S d(8 bei @ri?( imu^e «8* ."riHSs S »'"L ™*» W und Dnrs'lNnN s. ™Mon tt 8^. Dieier ®J* Netung merbL" "ffimertbol mit feinen tDOma[. S*" Md Mh^-M ««Ä‘2 l”Erbe' Au-H die , *«W, sowie die sch-,| >« Sahn nach Usingen dürste fit '’M als °uch für Großhenr Mbefammern Grund sein, dem ß n un& 'hre Unterstützung entz> bti Mderbüzru, 20. Juli. Dic W Bahn von hier nach dem $.1 ®Rbt, um die hiesigen BerM er und billiger dem großen AM t in jüngster Zeit näher gekomm erwaltMg ist mit einem großen j cholzmann in Franksurt a. M. 'bindung getreten und es schm, I beginnen. Ein Schienenweg ist ' m noch lange zu entbehren, öd ; Gingen, welche noch nicht laug: i! enormen Lastest beschwerten Ä 61 ^ammengejahren ist. Zu den fr tem noch die vielen Holzfuhren ur.. • LS den MhfaMinbrüchen des Ri l treulich K, Laß die Fürßl.Jsenbur, t)eren Gebiet die Bahn gefihrt w '.-mpathisch gegenübersteht. 3n? mittel tst die Kohlenförderung« ■ als sie jein könnte. Die c I ad i° mächtig, b«6 6on ita 35S iörben werden kam, * pe « !W einer Mchurigm Bch t-trtn, weil di-Wagen, SchMt •SwrjS *&»?•* -»«- V^LL'.K eÄä»-**!l 6t' - «««■»'• 2* » 3* J,“m“ ' sSg&ssg *"ä E'»-- * M tt#* b 66 ffe- ' Spri»S» «r “n& * 19 , anbera^' «i-1 Aot ■ 19. Ziu . 0 r,r'VrV”9 Beliebig an- und abzustellen. 0 Regulirt sich selbst durch die Temperatur der Luft. Per Stück 30 Pfg. allein zu haben bei Geißler, Großh. Gerichtsvollzieher Gebrannte Kaffees, rein und kräftig, empfiehlt ä Pfd. 1.60, 1.80 und 2 — 5776 Robert Stuhl, Neustadt 23. Dienstag den 22. d. M., Nachmittags 2 Uhr, in der früher Bramm'schen Hofraithe dahier sollen gegen Baarzahlung öffentlich versteigert werden: 2 Schweine, 1 Pferd, 11 Gänse, 1 Hobelbank, 1 Eisschrank, 2 Laden- schränke, 2 Secretäre, 1 Schreibtisch, 1 Commode, 2 Kleiderschränke, 1 Anzahl Wirthstische, 1 Pianino, 2 Sophas u. f. w- Versteigerung voraussichtlich theilweise bestimmt. Gießen, den 18. Juli 1890. zu haben bei 15177 Robert Stuhl, Neustadt 23. schirmen. Schürzen u. s. w. Geschw. Aron, Hslb-Verdeck (Mylord), gut erhalten, preiswerth zu verkaufen bei Essig-Essenz von Max Elb, Dresden zur augenblicklichen Selbstbereitung des besten Speise-Essigs und zuverlässigsten Einmache- Essigs ; empfohlen von den höchsten Autoritäten als der gesündeste Essig In abgetheilten Original- Flacons zu 10 Literflaschen Essig I Mark. 4383 ä Festragon I Mk. 25 Pf., auxfines herbes I Mk.50 Pf. SGr* Man hüte sich vor Nachahmungen ! In Giessen C G. Kleinhenn, Emil Fischbach, Carl Schwaab. Bekanntmachung. Der in der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten-Versammlung festgestellte Plan nebst Längenprofil über die Straßen- und Baufluchtlinien einer neuen Straße vom Seltersweg (der Löwengaffe gegenüber) nach der Südanlage liegt 14 Tage aus dem Stadtbauamt zur Einsicht offen, innerhalb welcher Zeit Einwendungen gegen den Plan bei der unterzeichneten Behörde anzubringen sind. Gießen, den 18. Juli 1890. Grcßherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 59501 Ein überzähliger, fast noch neuer einspänniger Wagen zu verkaufen- Christian Petri V., Grünbergerftraße 21. rief- und Packetsiegel- Marken in Präge druck werden schnell und billig angefertigt in der rühl’schen Fernsprecher 51. Druckerei Scbntetrasse 7. Vorhandene Stempel können benutzt werden. Mittwoch, 23. Juli l I-, Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im „Adler" gegen Baarzahlung ' 1 Plüschgarnitur (Sopha, 6 Sessel), Sophas, Commoden, Kleiderschränke, viereckige und runde Tische, 1 halbr. Tisch, 1 Glasschrank, 1 Spiegelschrank, 1 gr. Spiegel, 1 vollst. Bett, 1 Nähmaschine, 1 Kassaschrank, 1 Secretär, 1 Schretbpult, 1 Ladenreaal, 1 Vogelhecke, 1 Trompete, 1 Pferd, 1 Kuh, 1 Wagen u. a. Zwiebelkuchen jeden Montag, Mittwoch und Freitag, von 9 Uhr Morgens an. B. Schomber, 5934 Wallthorstraße 51. z j / Lacke, Farben und rUSSbOaejianSiriCne Materialwaaren * < «vz aus die Heimsahrt an. - Kaiser Wil bevorstehenden Reise nac in Ostende einen Besu — Wer die kü Mattem der „Dresden mit dem Fürsten jetzt das genannte W Hiernach begann das ( die deutsche Presse, an des Fürsten bei seine des „Franks. Iournali von ihm gebrauchte A Gebühren der ihm frü. der „Post", der „Köln, bezogen, denn sie habe die albernen Anseindung sitionsblättern zu Verth Gespräches bezeichnete fischen ihm und dem stünde, als irrig, ebenso nochmals in sein Amt u er hierzu wch ,ul ,ei H Fürst $i§i Er erklärte die «"s größte für Deutsch « M Wei Wege, a hemohaten mchzugebm M fta ersteren Weg ei dies-R-inu M ", W de»-r *91, im Sodaliften M setzen, d° Humoreske ft*# En, |J i'^'r sich 05^5,1 8-than. h)ie E§ ' r 5 Mat «H sie se,"> 4,!^ jch^°r 1 I ?*' °r Ä krk';,r.s 1