* ersuche. rthS: H| nbet 10 Pfz iungT *< Neige, k & ,m Hvise bis 1| befindet. in den bestem cn*e von Biir ' ^nnnerung zu fr. Makart-Bouquets Wippt] chfiämmi und.W ’eufenbe VorrAhe.' umschtüen d. ftotiß Laubenheim d. Üi laloge umsonst. (jrfingt! ii. Schq Neustadt I g. leilnalnne an dem res lieben unver- er em Henn Pfarrei rede, sowie dem ner für die zahl- ii Dank aus. 2465 interbliebenen. in * gottttrie «ttM jenttih in. in>% S srfl Üim#1* 4®** *** **=*•}* Samstag den 22. März Mr. 69. Meßmer Anzeig er Kenerat-Mnzeiger. Die Gießener Zimllienvtätter Hitbm dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Der 'ferner Anzeiger -rsheint täglich, vit Ausnahme des Montags. 1890 Vierteljähriger AöonnemeutLpreirr 2 Mark 20 Pfg. mU Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Kchntstraße Sr.1« Fernsprecher 51. Amts- und Anzergeblatt für den ICreis Gieren. | Gratisbeilage: Gießener Aamitienötätter Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den f selz enden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. 2lmtlid?er Theil. Gießen, am 20. März 1890. Bel r.: Das Unterstützungswohnsitzgesetz. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen a« die Grotzh. Bürgermeistereien des Kreises. Soweit Sie mit der Berichterstattung auf unsere Verfügung vom 17. v. Mts. — Amtsblatt ohne Nr. — noch im Mstande sich befinden, erinnern wir Sie wiederholt an vivgrhendr Erledigung. v. Gagern. Bekanntmachung. Bei der am 20. l. Mts. vorgenommenen Wahl ist Herr Meyer Homberger zum Mitglied des Vorstandes der Israel. Religionsgemeinde dahier wiedergewählt worden. Es wird dies mit dem Ansügen öffentlich bekannt gemacht, fraß während drei Tagen, nämlich am 24., 25. und 26. l. Mts. tarä Wahlprotokoll mit allen Anlagen auf dem Bureau des L.Vorstehers, Herrn Meier Homberger dahier, offen • Stiegt sein wird, und daß während der unerstrecklichen Frist ' fritier drei Tage die Stimmberechtigten, sowie der Gewählte M dem Wahlprotokoll und dessen Anlagen Einsicht nehmen : mb Einwendungen gegen die Wahl oder gegen den Gewählten, hejn). auch eine Ablehnung der Wahl, bet Vermeidung des * LilsjchluffeS bei Großh. Kreisamt Gießen vorbringen können. Gießen, den 21. März 1890. . Der Wahlcommissär: Steinberger, Regierungsaccessist. M osfiMe Abschied des Fürsten Sismarck. Berlin, 20. Mürz. Das Handschreiben des Kaisers, durch welches dieser >s-i! L«mission des Fürsten Bismarck annimmt, ist demselben I freute Mittag übergeben worden. Ein heute Abend ausge- i pckiie'S Extrablatt des „Reichsanzeigers" veröffentlicht bereits N-en Wortlaut des kaiserlichen Schreibens, wie folgt: Mein lieber Fürst! Mit tiefer Bewegung habe ich aus Ihrem Gesuche vom Mb. M. ersehen, daß Sie entschlossen sind, von den Aemtern zMz.utreten, welche Sie seit langen Jahren mit unvergleich. mi.tjeni Erfolge geführt haben. Ich hatte gehofft, dem Ge- ijlanftiL, mich von Ihnen zu trennen, bei unseren Lebzeiten utit näher treten zu müssen. Wenn ich gleichwohl im vollen ShmBtfein der folgenschweren Tragweite Ihres Rücktritts jstch genöthigt bin, mich mit diesem Gedanken vertraut zu intern, so thue ich dies zwar betrübten Herzens, aber in tiei feinen Zuversicht, daß tue Gewährung Ihres Gesuches dazu Betragen werde, Ihr für das Vaterland unersetzliches Leben rnnd Ihre Kräfte so lange wie möglich zu schonen und zu e traten. Die von Ihnen für Ihren Entschluß angeführten Gründe nwuigen mich, daß weitere Versuche, Sie zur Zurücknahme Antrags zu bestimmen, keine Aussicht auf Erfolg haben. entspreche daher Ihrem Wunsche, indem ich Ihnen hier- mckit den erbetenen Abschied aus Ihren Aemtern als Reichs- kiichler, Präsident meines Staats-Ministeriums und Minister ÄitnAuswärtigen Angelegenheiten in Gnaden und in der Zu- Hislkht ertheile, daß Ihr Rath und Ihre Thatkraft, Ihre Mme und Hingebung auch in Zukunft mir und dem Vater- koiimbe nicht fehlen werden. Ich habe es als eine der gnädigsten Fügungen m meinem Än betrachtet, daß ich Sie bei meinem Regierungsantritt ate meinen ersten Berather zur Seite halte. Was Sie für Mmligtu und Deutschland gewirkt und erreicht haben, was G-« meinem Hause, meinen Vorfahren und mir gewesen sind, Aitd mir und dem deutschen Volke in dankbarer, unvergeß- Mc Erinnerung bleiben. Äber auch im Auslande wird weisen und thatkrästigen Friedenspolitik, die ich auch toijtig aus voller Ueberzeugung zur Richtschnur meines Han- d» ,’)U machen entschlossen bin, allezeit mit ruhmvoller An- eistinnumg gedacht werden. Mre Verdienste vollwerthig zu belohnen, steht nicht in rMMr- Macht. Ich muß mir daran genügen lassen, Sie mi« und des Vaterlandes unauslöschlichen Dankes zu ver- sWm- Als ein Zeichen dieses Dankes verleihe ich Ihnen die Wurde eines Herzogs von Lauenburg. Auch werde rch»$inen mein lebensgroßes Bildniß zugehen lassen. Gott segne Sie, mein lieber Fürst, und schenke Ihnen ninh viele Jahre eines ungetrübten und durch das Bewußt- fe|n tr*tu erfüllter Pflicht verklärten Alters. In diesen Gesinnungen bleibe ich Ihr Ihnen auch in Zukunft treu verbundener, dankbarer Kaiser und König. Berlin, den 20. März 1890. Wilhelm I. R. An den Fürsten von Bismarck. Auch als oberster Kriegsherr sandte der Kaiser anschließend an das Vorstehende ein besonderes Schriftstück, welches laut „Reichsanzeiger" nachfolgenden Inhalt hat: „Ich kann Sie nicht aus der Stellung scheiden sehen, in der Sie so lange Jahre hindurch für mein Haus, wie für die Größe und Wohlfahrt des Vaterlandes gewirkt, ohne auch als Kriegsherr in inniger Dankbarkeit der unauslöschlichen Verdienste zu gedenken, die Sie sich um meine Armee erworben haben. Mit weitblickender Umsicht und eiserner Festigkeit haben Sie meinem in Gott ruhenden Großvater zur Seite gestanden, als es galt, in schweren Zeiten die für nöthig erkannte Reorganisation unserer Streitkräfte zur Durchführung zu bringen. Sie haben die Wege bahnen helfen, auf welchen die Armee, mit Gottes Hülfe, von Sieg zu Sieg geführt werden konnte. Heldenmüthigen Sinnes haben Sie in den großen Kriegen Ihre Schuldigkeit als Soldat gethan und seitdem, bis auf diesen Tag, sind Sie mit Nie rastender Sorgfalt und Aufopferung bereit gewesen, einzutreten, um unserem Volke die von den Vätern ererbte Wehrhaftigkeit zu bewahren und damit eine Gewähr für die Erhaltung der Wohlthaten des Friedens zu schaffen. ■ Ich weiß mich eins mit meiner Armee, wenn ich den Wunsch hege, den Mann, der so Großes geleistet, auch fernerhin in der höchsten Rangstellung ihr erhalten zu sehen. Ich ernenne Sie daher zum General-Obersten der Cavalieri e mit dem Range eines General-Feld mar- schalls und hoffe zu Gott, daß Sie mir noch viele Jahre in dieser Ehrenstellung erhalten bleiben mögen. Berlin, den 20. März ld90. * Wilhelm R. An den General der Cavallerie Fürsten von Bismarck ä la suite des Kürassier - Regiments von Seydlitz (Magde- burgisches) Nr. 7 und des 2. Garde-Landwehr-Negiments." Sodann veröffentlicht diese Extraausgabe des „Reichsanzeigers" folgende kaiserlichen Erlasse: Deutsches Reich. Se. Majestät der Kaiser haben Allergnädigst geruht: den Reichskanzler Fürsten von Bismarck auf seinen Antrag von dem Amte als Reichskanzler zu entbinden und den com- mandirenden General des 10. Armeecorps, General der Infanterie von Caprivi zum Reichskanzler zu ernennen. Königreich Preußen. Se. Majestät der König haben allergnädigst geruht: den Präsidenten des Staats-Ministeriums und Minister der auswärtigen Angelegenheiten Fürsten von Bismarck auf seinen Antrag von den Aemtern als Präsident des Staatsministeriums und Minister der auswärtigen Angelegenheiten zu entbinden und den commandirenden General des 10. Armeecorps, General der Infanterie von Caprivi zum Pr äsidenten des Staats-Ministeriums zu ernennen, sowie den Staatsminister, Staatssecretär des Auswärtigen Amts Grafen von Bismarck-Schönhausen mit der Leitung des Ministeriums der auswärtigen Angelegenheit einstweilen zu beauftragen. Reichskanzler v. Caprivi. (Aus der „Köln. Ztg.) General b. Caprivi, welcher, wie wir bereits gestern mittheilten, vom Kaiser zum Reichskanzler ernannt worden ist, gilt allgemein für einen unserer tüchtigsten und gebildetsten Offiziere. Er hat auf der Universität studirt, aber die nach militärischer Dienstberechnung eingebüßte Zeit durch rasches Aussteigen bis zum Hauptmann eingeholt. Er machte eine ausgezeichnete Schule im Generalftab und im preußischen Kriegsministerium durch und zeichnete in den beiden letzten Feldzügen sich in Generalstabsstellungen hervorragend aus. Der gegen große Uebermacht am 28. November 1870 hauptsächlich von Truppen des 10. Armeecorps erfochtene Sieg bei Beaune-la-Rolande bildet ein schönes Ruhmesblatt in der Geschichte dieses Corps und Caprivis Name nimmt aus diesem Blatte eine hervorragende Stellung ein. Caprivi war im December 1882 kaum zum Commandeur der 30. Infanterie- Division in Metz ernannt, als er dort — wie man sich erzählt gerade beim Kriegsspiel — schon im März des folgenden Jahres seine Berusung zum Nachfolger des Ministers I v. Stosch als Chef der Admiralität erhielt. Diese Berusung I wird damals Herrn v. Caprivi vielleicht noch schwerwiegender vorgekommen sein als die jetzige. Er stand der Marine völlig sremd gegenüber, er hatte nie Gelegenheit gehabt, parlamentarische Erfahrungen zu sammeln, er wußte, daß ein Infanterist an der Spitze des Seewesens zum Spielball der berechtigten und unberechtigten Kritik wird. Aber der Befehl und das Vertrauen des allerhöchsten Kriegsherrn war für den echten Soldaten maßgebend. Er übernahm die ihm ohne sein Zuthun anvertraute verantwortungsreiche Aufgabe, und während der fünf Jahre, die er Chef der Admiralität war, hatte er volle Gelegenheit, zu beweisen, daß er der richtige Mann an der richtigen Stelle war, daß die Wahl, die auf ihn gefallen, nicht besser hätte getroffen werden können. Mit zäher Ausdauer drang er rasch bis in die technischen Einzelheiten der Flotte, ihre Bedürfnisse und Mängel ein; er legte das Hauptgewicht seiner Bestrebungen aus die Hebung der Vertheidigungskraft unserer Marine; sein höchstes Verdienst ist die Ausbildung des Torpedowesens, für das er gleich im Jahre 1884 eine außerordentliche Bewilligung von etwa sechs Millionen beim Reichstage durchzusetzen vermochte, sowie die Entwicklung des Personals und der Bemannung. Seine beiden großen Denkschriften über ixe Entwicklung der Marine aus den Jahren 1884 und 1888 verfocht er mit großem Erfolge im Reichstag und erwies sich hier als ein sehr geschickter Redner; er sprach immer nur kurz und knapp, mit vollster Sachlichkeit und vornehmster Ruhe; selbst dem Thersites Richter wußte er zu imponiren und das will gewiß viel sagen. Die Anzapfungen Rickerts, der ihn schließlich noch mit dem Reichskanzler zu verhetzen suchte, wies er mit überaus vornehmer und deshalb um so wirksamerer Gelassenheit zurück. Die Gründe seines Rücktritts von der Leitung der Admiralität am 30. Juni 1888 sind bekannt. Das Bestreben, unsere Marine auch für die Offensive stärker zu machen, wurde in den Fachkreisen mit immer größerem Nachdruck verfochten und sand auch die Unterstützung unseres Kaisers, der sich in diesen, sowie in den Marine-Organisations- fragen eine besondere Sachkenntniß zutrauen durfte. Aber wenn auch der Kaiser ihn aus der Stellung als Chef der Admiralität entließ, so entzog er ihm damit doch nicht sein großes Vertrauen. Schon am 12. Juli 1888 ernannte er ihn zum commandirenden General und erwies ihm die Auszeichnung, daß er ihm dasjenige Corps übertrug, dessen Generalstabschef Herr v. Caprivi während des französischen Feldzuges gewesen. Im letzten Sommer wohnte der Kaiser dem Manöver des 10. Corps bei und bei dieser Gelegenheit ernannte er den General zum Zeichen seiner besonderen Zufriedenheit über die Führung seiner Truppen zum Chef des Infanterie-Regiments Herzog Friedrich Wilhelm von Braunschweig (ostfriesisches) Nr. 78. Jetzt steht General v. Caprivi vor einer neuen, der größten Aufgabe, einer Aufgabe, die um so schwieriger ist, weil sein Vorgänger kein geringerer, als der größte deutsche Staatsmann war. Für das Zutrauen, das der General genießt, ist es bezeichnend, daß von vielen Seiten er gleich beim Auftauchen der Nachricht vorn Rücktritt des Fürsten Bismarck als der voraussichtliche Nachfolger übereinstimmend genannt wurde. Er erfreut sich somit nicht nur des Vertrauens seines Kaisers und Königs; vielseitig kommt man ihm mit reichen Erwartungen entgegen, und auch Fürst Bismarck, der ihn in schwerer Zeit als treu und zuverlässig, als einen Mann von Herz und Gemüth, von Gradheit und Entschlossenheit erprobt hat, wird ihm gern aus der Stille seines Landlebens und seiner Abgeschlossenheit heraus, so oft er wünscht, Rath und Unterstützung leihen. Herr v. Caprivi steht noch in rüstigem Mannesalter — er hat vor Kurzem sein 59. Lebensjahr vollendet. Er ist Junggeselle. Eine stattliche militärische Erscheinung, mit weißem Haar und weißem Schnurrbart, zeigt er äußerlich manche Ähnlichkeit mit dem Fürsten Bismarck, und wenn er alle Nachmittage gegen 3 Uhr von der Admiralität aus seine Schritte nach dem Thiergarten lenkt, um dort, einsam spazieren gehend, sich von der Last der Arbeit zu erholen und zu neuer Arbeit zu sammeln, so verwechselten häufig Fremde ihn mit dem Fürsten und meldeten stolz in der Heimath, daß sie den großen Staatsmann, den so wenige Berliner zu sehen Gelegenheit hätten, in Voller- Bequemlichkeit hätten sehen und bewundern können. Wer seine Rathgeber in den Reichsämtern und seine Collegen im preußischen Ministerium sein werden, läßt sich noch nicht übersetzen; bisher hat, wie wir salschen Nachrichten anderer Blätter gegenüber betonen, weder das Gesammtminist erium noch ein einzelner Staatsminister seine Entlassung einger eicht, der Uebergang in die neue Zeit wird sich eben ganz ruhig und sachgemäß vollziehen; Vermuthungen über Personalveränderungen haben daher augenblicklich wenig Werth. Nur so viel scheint sestzustehen, daß Minister v. Bötticher in seinen Aemtern als Staatssecretär des Reichsamts des Innern imb als Vieepräsident dcS preußischen Ministeriums verbleiben und daß Staatsminister v. Maybach, der in letzter Zeit seinen wesentlichen Halt an dem Fürsten Bismarck hatte, in den wohlverdienten Ruhestand treten wird. llcucftc Nachrichten. Wolff- telegraphisches Correspondenz-Burcau. Berlin, 20. März. Genera! von Caprivi wird nach der osficiellen Ucbcrnahme des Amtes des Reichskanzlers und preußischen Ministerpräsidenten von Berlin, wohin er zu diesem Zwecke geht, alsbald wieder nach Hannover zurückkehren. Hannover, 20. März. Reichskanzler General von Cn privi verabschiedete sich hente Mittag von den Offizieren des GcneralstabeS des 10. Armeecorps und machte Nachmit tags seine Abschiedsbesuche. Caprivi reist morgen früh nach Berlin. Magdeburg, 20. März. Bei der heutigen Neichstags- nachwahl für Bollmar wurde der Socialdemokrat Bock ge wähl t. Paris, 20 März. Wie die „Temps" meldet, sind be- züglich des Handelsvertrages mit der Türkei Berhand- lungen cingeleitct, um die im Vertrage von 1802 enthaltene Meistbcgünstigungsklausel nur bis 1892 und nicht als eine pcrpctuclle aufrecht zu erhalten. Falls ein derartiges Ueber- einkommen zwischen den Regierungen Frankreichs und der Türkei erzielt ist, werde es den Kammern vorgelegt. — Aus Montpellier wird gemeldet: Divisionsgeneral Koch ist vom Pferde gestürzt und blieb auf der Stelle todt. Rom, 20. März. Der Tiber steigt, die niedrigeren Stadttheile sind seit heute Nacht überschwemmt, das schlechte Wetter hält an. Petersburg, 20. März. Die durch ein österreichisches Blatt verbreitete Nachricht über eine russische Truppen- Conc'en trari on an der afghanischen Grenze ist gänzlich unbegründet. Washington, 20. März. Die von der republikanischen Partei ausgearbeitete Tarifvorlage enthält außer der Reduction der Zölle auf Eisen, Holz, Reis, Wolle eine Erhöhung auf landwirthschastliche Producte. Cocalcs unö provinzielles. Gießen, 21. März. Den Bericht über die gestrige Stadtverordneten Vor- sammlung mußten wir wegen Raummangel für die nächste Nummer zurückstellen. Als besonders bemerkenswerth verzeichnen wir heute mir den bei Berathung des städtischen Voranschlags gefaßten Beschluß, nach welchem für das neue Etatsjahr 1890/91 Schulgeld für die Volksschulen (Stadtknaben- und Stadtmädchenschule) nicht mehr zur Erhebung gelangt. — Das LiebigDenkmal, mit dessen Aufstellung in der Ostanlage Herr Prof. Schaper in Berlin, vorbehaltlich einer noch vorzunehmenden persönlichen Besichtigung des Platzes, sich nach Einsichtnahme eines Situationsplanes einverstanden erklärt hat, wird am 29. Juli d. I. enthüllt werden. — Die Ausübung der Feldpolizei für den Bereich der Stadt Gießen ist nach nunmehr eingetroffener Genehmigung aus die Bürgermeisterei übergegangen. — Der sechste und letzte Vortrag von Fräulein Dr. Mensch wird Samstag den 22. d. M. stattfinden und das moderne Drama der Franzosen zum Gegenstand haben, ein Thema, das bekanntlich zu den vielbesprochensten der Gegenwart gehört und dem Frl. Dr. Mensch bei ihrem großen Geschick in Aufnahme und Anordnung des Stoffes, sowie ihrem scharfen Blick für das Wesentliche einer literarischen Erscheinungsgruppe ohne Zweifel hochinteressante Gesichtspunkte abgewinnen wird. T In der gestrigen Schwurgerichtssihung handelte es sich um einen Meineid, den Georg Wilhelm Breiter I. von Vilbel am 18. December v. I. vor dem Schöffengericht Vilbel geleistet zu haben beschuldigt ist. Ein Familienzwist, der zwischen dem Angeklagten und seinen Angehörigen, nämlich seinem Vater, seiner Schwester und deren Ehemann Joh. Adam Hummel am. Abend des 27. Mai v. I. in und vor der Wohnung des alten Breiter ausgebrochen war, hatte als Nachspiel eine Schöffengerichtsverhandlung, in der die drei letztgenannten Personen sich wegen der an Georg Wilhelm Breiter gemeinschaftlich verübten Körperverletzung verantworten mußten. Der Angeklagte, dem allerdings von seinen Angehörigen übel mitgespielt wurde (sie hätten ihn zu Boden geworfen, mit Füßen getreten und geschlagen, so daß er sogar einen Finger zerbrach- auch sollen sie ihm eine Geldsumme, die er im Taschentuch eingewickelt in der Hosentasche mit sich führte, abgenommen haben), gab vor dem Schöffengericht und auch gestern eine von den Aussagen der übrigen Zeugen abweichende Darstellung der Schlägerei, indem er dieselbe in Lwei Auftritte eintheilt, von denen der eine sich im Hause, wohin er sich zum Zwecke einer Vermögensauseinandersetzung mit seinem Vater begeben, der andere aber nach Verlauf einiger Minuten auf der Straße abgespielt habe, nachdem man ihn schon im Hause angefallen, geprügelt und vor die Tyür gesetzt. Die vernommenen Zeugen wissen nur von ;ener Prügelei auf der Straße, die der Angeklagte durch unflathige Herausforderungen seiner Anverwandten in angetrunkenem Zustande selbst veranlaßt habe- nach Ansicht einer Zeugin (Nachbarin des alten Breiter) kann Angeklagter vor der Straßenseene nicht wohl im Hause seines Vaters gewesen J!1"' Straße herauskommend, zu der vor der Zeugm gesellte und anfangs ohne Erregung . . . erselben unterhielt, dann aber sich immer mehr und^schlieUich mit Schimpfereien begann, die l^/"^^ngen an die Fenster und später auf die lockten, wo es zu dem erwähnten Seandal kam. Der Qnl Schöffengericht auf die Widerspräche in seinen Angaben eindringlich aufmerksam gemacht, beschwor vermischtes. Gestern Abend doch, er sei nicht betrunken gewesen und habe auch nicht geschimpft. Das Unheil lautete aus eine Zuchthausstrafe von 1 Jahr 6 Monaten, 5 Jahre Ehrverlust und dauernder Verlust der Fähigkeit, als Zeuge oder Sachverständiger vernommen werden zu können. — Ein überaus trübes Bild sittlicher Verkommenheit entrollt die heutige Verhandlung des Schwurgerichts, vor welchem sich Johann Georg Häuser von Bobenhausen und Johannes Kr et schm ar von da wegen der Anklage des Mordes, begangen am 12. December v. I. am eigenen Vater resp. Stiefvater, zu verantworten haben. Die Vernehmung der beiden Angeklagten nahm heute den ganzen Vormittag in Anspruch, für die ganze Verhandlung, zu welcher etwa 40 Zeugen erschienen, sind zwei Tage vorgesehen. Ausführlicher Bericht folgt in nächster Nummer. Nieder-Ohmen, 19. März. Eine große industrielle Anlage wird gegenwärtig in unmittelbarer Nähe unseres Ortes ins Leben gerufen. £)ic_ Gewerkschaft „Luise in Essen an der Ruhr" baut eine große Eisenstein-Wäsche mit Maschinenhaus, verbundeu mit einer Drahtseilbahn. Die baulichen Ausführungen bei einem Kostenvoranschlag von nahezu 100 000 Mk. sind dem bekannten Bauunternehmer Herrn Johannes Bieker aus Cölbe bei Marburg übertragen, welcher auch die baulichen Anlagen der Station Mücke übernommen und nahezu fertig- gestellt hat. Schotten, 20. März. Nach Beschluß des vorjährigen Turntages wird in diesem Jahre das Turnfest des Gaues Hessen in Schotten gefeiert. Der Vorstand des Vereinigten Turn- und Gesangvereins ladet sämmtliche Einwohner von Schotten zu einer Besprechung und zur Bildung der Festausschüsse auf Samstag den 22. März l. I., Abends 8 Uhr, in der Turnhalle ein. Häuser für kleinere Städte und ländliche Kreise, Filtere, sür städtische Wasserleitungen, Kühlhäuser für SchlackÄ' Desinseetion von Wohnungen, Das Wohnhaus der Arbeit Baumpslauzungen und Gartenanlagen in Städten. Beitr u - erklärungen zu dem Deutschen Verein für öffentliche ßut t ? heltspslege (Jahresbeitrag 6 Mk.) sind an den ständigen retär des Vereins, Dr. Alexander Spieß, Frankfurt Q Mne Mainzerstr. 24, zu richten. ' * Berlin, 18. März. Den Haupttreffer von 500,000 zv, in der gestrigen Ziehung der Schloßfreiheit-Lotterie hQt p in Paris wohnender Deutscher gewonnen, welcher daö Vn hier bei der Deutschen Bank in Aufbewahrung hat zweite Hauptgewinn von 400,000 Mk. ist einer Anzahl nT Beamten des hiesigen Haupttelegraphenamts zugefallen D? dritte Hauptgewinn von 900,000 Mk. fiel auf Nr 67 251 in die Collecte des Herrn Rob. Th. Schröder in Stettin an dem Gewinn sind, da es in acht Achtel eingetheilt ist acht Personen betheiligt, welche den verschiedensten SöerufV klassen angehören. 150,000 Mk. sind auf ein Loos gcfcitfL welches zum großen Theil den Angestellten der hiesigen SW.' firma Albert Schappach gehört. *— Frankfurt a. M., 20. März, schon lief hier die Nachricht ein, „Frankfurter Sparbank", Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst- Sonntag Judica, 23. März. Vormittags 9*/» Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Abends 6 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Beichte und heiliges Abendmahl im Abendgottes- dienst. Kinderkirche, Vormittags 11 Uhr, Pfarrer Dingeldey. Bibel stunde am Montag den 24. März, Abends 8 Uhr, in der Kleinkinderfchule, Offenbarung Joh. Cap- 2 und 3, die sieben Sendschreiben des Herrn für die Gemeinden in Kleinasien- Pfarrer Dr. Naumann. 6 Passionsandacht am Mittwoch den 26. März, Abends 6 Uhr- Pfarrer Dingeldey. Am Sonntag Palmarum, den 30. März: Landes- Buß- und Bettag An diesem Sonntag wird nach beiden Gottes' dienften eine Collecte für hilfsbedürftige inländische eoangelW Gemeinden erhoben werden. Die Pfarrgei chatte in der Woche vom 23. bis 29. Mill besorgt Pfarrer Dr. Naumann. Katholische Gemeinde. Passionssonntag, 23. März. Samstag: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um Vi® Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag: Morgens von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um X/%1 Uhr Austheilung der bl. Communton; um 7 Uhr Beginn dcs großen Gebetes, das bis Abends um 5 Uhr fortgesetzt wird; um V»8 Uhr Frühmesse; um 10 Uhr Hochamt. Nachmittags um 4 Uhr letzte Stunde des großen Gebetes. Mittwoch: Abends um 6 Uhr Passionsandacht. Gottesdienst in der Synaqoge. 22. März. Freitag Abend 6<» Uhr, Samstag Morgen 880 Uhr, Samstag Mittag 3oo Uhr, Samstag Abend 7°° Uhr. * Der Brodrest auf der Mauer. Als ich gestern, um frische Lust zu schöpfen, zur Stadt hinauswanderte, sah ch auf einer niedrigen Gartenmauer ein halbes Brödcheu liege/ Ein übersättigtes Kind mochte es auf der Heimkehr von der Schule dahingelegt haben, vielleicht hatte ihm die Mutter besohlen, das Frühstück ganz aufzuessen, bei Strafe nichts wieder heimzubringen. Mich ärgerte das Brödchen - es Wut mir noch in der Seele, was wir in der Jugend lernten u ist eine Sünde, Brod herumliegen und verderben zu lassen und dann sah es auch so unordentlich und unschön aus, das halbe Brödchen auf der leichten Schneedecke der Gartenmauer Ich hätte es in den Garten hinunterstoßen sollen, datz k Niemandes Auge beleidigte, aber als ich soweit in meinen Gedanken war, hatten mich meine Füße schon fünfzig Schm weiter getragen, und umkehren mochte ich nicht. Nach einer s ■ o . Stunde kam ich denselben Weg zurück. Vor der Mauer, mc Thpnhnr ß Ä i9, 5“ ba6 Brödchen lag, stand eine Frau, eine gewöhnlich . - . ■ r c • ^ ^odor C. Wahlkampf, sei grau aus dem Volke, und zerkrümelte das Brödchen Geaen- IN Klausenburg verhaftet worben. Heute wird hmzugefügt, über aus einem Busche am Wege hatte sich schau eine Schm man ha c ihn bei seiner ^.ante, einer sehr reichen Dame, hungriger Vögel versammelt, die ungeduldig der Mahl-«, s‘n ö “le Cn e"' “ud) ,n dl-sem harrten. Ich ging vorüber und schämte mich. Diese he ®efdjabigten wieder Leute . geringen Standes, die durch hatte mir das Wesen wahrer Wohlthätigkeit gezeigt Niemmi Wahlkampf Hab und Gut embusten. Sv erzählt man, daß hatte sie gebeten, den hungrigen^^Vögeln7«'£/feX cm Kellner eines hiesigen Hotels noch wenige Wochen vor es, weil die Gelegenheit günstig war und eS ihr cinaeM bem Zusammenbruch der Bank Wahlkampf seine gesammten war. Mir warS nicht eingefallen. Ich hatte nur an Das Ersparnisse im Betrage von 1900 Mk. anvertraute. Er Unästhetische gebacht. Uiib wie hals bme Fraii beii huiigeriidii MUl r* t ■|CUIEn ?aÖ01! rto'eb®r-. Eine arme Vögeln? Sie verwanbelte bas vorhandene, aber unzerkriiM Wittwe verliert ,hr ganzes Vermögen, bestehend ,n 12000 2«., „sch. geuiebbare Futter i„ genießbares. Und «E $eh'i9n e‘ner ®t6Ma t ,mitJ0°0 Mk. Erst „n(ere« armen Mitmenschen gegenüber thun? Da s»' aUmal.g wird man erfahren, w,e groß d,e Zahl der Geschä- Die ihnen unerreichbaren oder schwer erreichbaren Leb» wurden Der (etneretl Renten nerfore., bedürfnisse zugänglicher machen! Man wird sagen, das!« wurden. Der Prveurist der Bank hat diese be, wie hiesige die Aufgabe der Capitalisten. ES ist aber auch die Aufq-b, tesxsäVi*; ÄÄ ßSÄ- *** - »*■ Der in der letzten Stadtverordneten • Versammlung I ___ sormell zum Abschluß gelangte städtische Haushalts- plan für 1890—91 sieht an Einnahmen im Ordinarium I ictngcjanot* 11,276,265 Mk. und an Ausgaben 11,238,472 Mk. vor, so , Gieße«, 21. März, daß ein Ueberschutz von 37,796 Mk. verbleiben würde. Das ''ä',”“..20' b- Mts. Ü6er bk Extraordinarmm sieht an Ausgaben 6,213,419 Mk. vor. «ÄSS Uebrigeus ist man der Ansicht, daß der Etat für 1890—91 schule ftatlfanb und die Letstungen der Schülerinnen dieser Schule einen weit bedeutenderen Ueberschuß als oben anaeaeben ist 0ute ®?ren- Das Gehen der Paare nach verschiedenen X”ä,v*",2Ä“,ä’ inrB4 ?»“•»*«“ äväsäu meorig angcsetzt sind. 200,000 Mk. sind z. B. als Ein- schaukel, an der wagrechteu Leiter und an dem Rundlauf wurden nahmen aus den Getreidezöllen in Ansatz gebracht, in I präci$ ausgeführt. Die anwesenden Damen und Herren folgten mit 1889—90 ergab dieser Posten 400,000 Mk. Ebenso ver- ^chUichem Vergnügen und Interesse allen Hebungen von Anfang bis hält es sich mit dem Währschaftsqeld, daö mit 270 000 Mk haben die Reigen gefallen mit ihren vorgesehen wurde, während im Vorjahre 400,000 Mk. daraus Schülerinnen datten'wreFreude baran7baß"si7wied^r einmaU-iM vereinnahmt wurden. Die städtischen Steuern wurden in konnten, was sie im letzten Schuljahr gelernt hatten. Ihr frischer, gleicher Höhe wie im Vorjahre bewilligt. Unsere Stadt- fröhlicher Gesichtsausdruck gab Zeugnitz davon. Herr Spitz, der man Ä?T ei',trCten' Weit ft’ mau einerseits vor großen Ausgaben (Eleetnsche Central- die Leistungen seiner Schülerinnen in voller Zufriedenheit nirütf aiüagc, städtische Trambahn rc.) steht, andererseits die städtische I blicken. Schuld eine verstärkte Tilgung erfahren soll, und endlich man Zweifel hegt, ob die Vergütung aus den Getreidezöllen von Dauer ist. Wird letzteres der Fall sein, so wird im kommen den Jahre ein Nachlaß an der Miethsteuer von 10—20 pCt. eintreten. * Aus Rheinhessen, 18. März. Die Apfelbaum- Station. Daß unter den Rheinhessen noch ein guter Humor steckt, mag Folgendes beweisen. Die Nebenbahn Sprendlingen - Wöllstein hat bekanntlich nur eine Station, Badenheim- dieser „Station" diente seither ein Apfelbaum als Haltestelle, im Orte führte sie daher den Namen „Station Apfelbaum". In Folge eines starken Sturmes im Herbste vorigen Jahres ging dieser Apfelbaum mehrerer Aeste verlustig- auch genügte derselbe während der Winterszeit wegen seiner Blätterlosigkeit nicht mehr vollständig seinem Zwecke. Mehrere Bürger Badenheims find nun. zusammengetreten und haben so viel Geld gesammelt, daß nun ein stattliches „Bretterhaus" neben dem Apfelbaum gebaut werden konnte. Dieser neue „Bahnhof" trägt ein Schild, auf dem mit großer Schrift die Worte prangen: „Haus für Obdachlose". An der inneren Ausschmückung der Wände fehlt es natürlich auch nicht. So ist u. A. folgender Spruch angebracht: „Wenn dies Haus von Backstein wär'" Wär' es nicht von Brettern." * Der Deutsche Verein für öffentliche Gesundheitspflege wird seine diesjährige Versammlung in Braunschweig in den Tagen vom 13. bis 16. September 1890, unmittelbar vor der am 18. September beginnenden Versammlung Deutscher^ Naturforscher und Aerzte in Bremen, abhalten. Die vorläufige Tagesordnung, wie sie der Ausschuß in seiner vor Kurzem in Frankfurt a. M. abgehaltenen Sitzung festgestellt hat, umfaßt folgende Berathungsgegenstände: Kranken- Der in de beratene W 8 T°g° kB. - igä n das sich [ SerM' K ^ch d Die durch 1 der Stadt G-eßen Der Arfani -efriedigeuder Die: 3000 av3ei tafle 300 F M 450 A Mich, Die mit bei Versorgung wirb stimmungen, jeboi Bewerber, in der Lage sind wollen ihre Mell von Zeugnissen b Liehen,' Die Stelle für bie bewerb, Gehalt 700 Mar! werden bevorzugt. rLumen abzugeben^ Darmstad Grohh. Mx Bekam! In unserem ($ ist eingetragen, ' Vorstand des Consumvereins ! 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Zit unserem Genoffenschastsregister i| eirigetragen, daß der nunmehrige : Mund des landwirthschaftlichen Tonsr mvereins Reiskirchen (eingetr 'M. mit unbeschr. Haftpflicht) aus Rennen Personen besteht: Heinrich Schomber von Reis- eichen, Director, !2:>MliPP Lepper HL daselbst, Nutch- und Kassensührer, :jlphilipp Jünger IV. daselbst, Ludwig Beck daselbst, Stellver- Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Holzversteigerung idllVieß en er Stadtwalde. Morttag den 24 März 1890, r m Bormittags 9 Uhr an, soll im O*ner Stadtwalde in den Districten E Kolze nmorgen, Sandberg und Lichten- eichli, Utersbrunnen und Heegholz, »lajvsrzeichn etes Holz versteigert werden: 1 Bau-, Werk- und Nutzholz. N Nadelstämme mit 33,16 Fstrn., qon Leugniffen bis spätestens 1. April d. I. hierher einreichen. Gießen, am 21. März 1890. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth Als Festschrift zum 75jährigen Geburtstage eignet sich deßhalb das Büchlein ganz vorzüglich und dürfte jedem Bismarck-Verehrer willkommen sein. — EinS langt nicht für Alle. Ein Nahrungsmittel, das für den gesunden Organismus seines Gleichen an Nährkraft sucht, kann für den geschwächten Organismus geradezu eine Quelle des Verderbens werden. Namentlich sind für letzteren solche Nahrungsmittel nachtheilig, die eine größere Anstrengung der Verdauungsorgane voraussetzen. Da muß es denn mit Freuden begrüßt werden, daß die Wissenschaft Mittel und Wege gefunden hat, Präparate herzustellen, deren Eiwetsstosse bereits künstlich in die Form überaesührt sind, in welche sie bei den gewöhnlichen Nahrungsmitteln erst durch den Verdauungsproceß verwandelt werden müssen. Unter allen diesen Producten, deren Zahl eine große ist, kann wohl keine mit dem allbekannten und von Aerzten empfohlenen Kemmerich'schen Fleisch-Pepton rivalisiren. 1K>7 19,5 1380 43 4000 2436] Ein gut erhaltener Kindersitz. > 2'73] Kindermädchen tagsüber gewogen zu verkaufen. Rttlergasse <3 1 sucht. Neuen weg 39B vom 20. d. M. ck t geht un§ die Mi'. r ervtitertenM Schülerinnen btefö r Paare nach * lerschtedenen HM e Uebungen an ta r an dem Rundlav! k nm und Herren W ] Uebungen von fln’s e Aetgrn gefallen mtt Zungen. Äber aut mb sie wieder einm ernt hatten. 3br p davon. Herr Sp> schöne E'sche, A hat, bail mit w LrZusriedenh^ Otto Rathschla^ | Leinen-, Wäsche und AuSstattuugSgeschäft. 5 Bekanntmachung. Für die Strecke Fronhausen— Gießen sollen 2000 cbm Kies angeliefert werden, wozu öffentlicher Termin am Sonnabend den 12. April 1890, Vormittags 11 Vs Uhr, in dem Amtszimmer des Unterzeichneten anberaumt ist. An- gebotssormulare sind gegen freie Einsendung von 0.5 Mark von da zu beziehen. Königliche Eisenbahn-Bau-Jnspection. Schwamborn. 2431 A e ch t e Maiglöckchen- und Blumen-Eau de Cologne von Johan» Maria Farina gegenüber dem Gereonsplatz Die im District Stolzenmorgen amM.rbeiteten Durchforstung-- tmllrit werden Mittags am Rastplatz aM^ert. Steigliebhaber wollen dWimn vorher einschen. Die Zusammenkunft ist an der Hjupvellswiese (Grünbergerstraße). Heften, am 18. März 1890. 8rcvßh. Bürgermeisterei Gießen. Ausfchreiben. Die durch den Tod des seitherigen Inhabers erledigte Stelle des Stadtrechners Schtsssnachvichten. Bremen, 19. März. [Per transatlantischen Telegraph.] Der Schnelldampfer Werra, Capt. R. Bussius, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 8. März von Bremen und am 9. März von Southampton abgegangen war, ist gestern 9 uyr Abends wohlbehalten in Newyork angekommen. Rohseidene Bastkleider Mk. 16.80 pr. Stoff zur compl. Robe und bessere Qualitäten oerf. 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März 1890, Vormittags ^9 Uhr ab, im Locale des Wirthes La uz aus dem dasigen Gemeindewalde, Distr. 11b Kennelshecke, Breiteroth, Beckert, Wolfsgräben—Kreuzecke, Hasenhölle und Totalität. 1) Eichen: Stammholz 1 Stück II. Kl. mit 2,22 Festm, 60 Stück II./IIL Kl. mit 29,00 Festm-, 53 Stück IV. Kl mtt 11,73 Festm., Nutzholz 22, Scheit '23, Knüppel 38, Stöcke 17, Reiser 410 rin. 2) Buchen: Scheit 383, Knüppel 322, Stöcke 75, Reiser 1434, Gemischte Reifer 2430 rin. 3) Fichten: Stämme 35 Stück UI /IV. Kl mit 5,79 Festm., Stangen: 22 Stück I./IL Kl. mit 1,62 Festm., Knüppel 1, Reiser 115 rm. 4) Aspen: Scheit 8, Knüppel 27 rm. Nadelholzknüppel 27, Reifer 280, Eichen-, Buchen- rc.-Reiser 99 rm. Krofdorf, den 17. März 1890. 2499_________Das Bürgermeisteramt. Ssmstag den 22. Mär;, Nachmittags 2 Uhr, in der früher Bramm'schen Hofraithe dahier sollen gegen Baarzahlung öffentlich versteigert werden: 1 Wagen, 1 Ladeneinrichtung, 1 Pianino, 1 Eisschrank, 1 Nähmaschine , mehrere Commoden (eichen und nußbaumen), darunter 2 mit Schreibtisch-Aussatz, 1 Büffet, 2 Sophas, 2 Kleiderschränke. 1 Regulator , 1 Spiegel mit Trumeau, 1 Waage, Taschenuhr, Waschkommode, div. Herrenkleidungsstücke rc- rc- Die Versteigerung findet zum größten Theile bestimmt statt Gießen, den 2U. März 1890. Engel. Hoizversteigerung im Freiherrlich von Milchling« schen Privatwald in der Gemarkung Treis a/L. Donnerstag den 27. d. M. werden im District Oberseilbach versteigert: 11 Stück Buchen- u. Eichen-Derb- ftangen mit 0 25 Fstm., 8 Rm. Buchen-Scheiter, 74 Rm. Buchen- und 10 Rm. Eichen- Knüppel, 760 Rm. Buchen- und 10 Rm. Eichen- Reiser, 8 Rm. Buchen-Stöcke- Zusammenkunft Morgens um Vat) Uhr auf dem Fahrweg von Treis a/L. nach AlteN'Buseck am Jagdhäuschen zunächst des Holzschlags. Treis a/L-, den 18. März 1890. 2507 Amendt, Oberförster. Versteigerung. Samstag den 22. d. M. Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich Marktplatz 10 dahier: 1 Ladeneinrichtung, 16 Capotten, 10 Umhängetücher, 14 Kinderhütchen. Born, 2514 Gerichtsvollzieher in Gießen- Kaufmännischer Verein 2372 .. 2495 Vermischte Anzeigen 5 Italiener Rente 2467] 14 Kirchenplah 14. Tendenz: matt. Telegraphischer Coursbericht der Berliner Börse vom 21. März 1 3 70 22710 162 00 151.10 168.00 262.00 101 62 186 50 105 50 349 00 187.75 16200 129.90 34.70 174(0 148 0" 76 50 1890 231.70 218 75 90 50 183 50 Tisconto-Comm. Dar-mstädter Bank-Act. Dresdener Bank-Act. Berliner handelsges- Ceilerr« Credst-Act- Wiener Bankoereins-Act- Oesterr. Stontahabn Lombard. Eisenbahn Geschwister Peth Georg Böger. 106 901 Oesterr. Silberrente 101201 Ruff. Orient M. Gebrüder Scheel, Tuchhandlung en gros & en detail. 86.3 92.5! 7410 6780 Buschtherader Elbethal-Bahn-Act. Gottbard-Bahn-Act. Schweizer Rordost „ West Gelsenkirchener Ver. Kön.- und Laurahütte-Act. Oesterr Alpine-Montan 2512) Zu einem Drivat-Tanz- cursus von Knaben und Mädchen im Alter von 12—14 Jahren werden noch einige Theilnehmer gesucht. Schriftliche Offerten unter Chiffre B. nimmt die Exped d. Bl. entgegen. Buckskin u. Paletotstoffe empfehlen in mittel und hochfeinen Qualitäten und in reicher Auswahl 106 801 4 vCt. Ungar. Goldrente 10115'' " Geschäfts-Verlegung. Von jetzt ab befindet sich unser Geschäft im Hause des Herrn August Voigt, Selters weg 46 Zeichen - Schule für Schriftenmaler, Graveure, Lithographen und Steinmetze. Specialität: Freihändige Schrtf- tenmalerei. Erfolg garantirt. Sonn- tagscursus von 10—12 Uhr Vormittags. Anfang des Cursus am 30. März. Anmeldungen Sonntag den 23. ds. Mts-, Vormittaas, an Wochentagen von 12—2 Uhr Nachm. NB. In Maler- und Lackirarbetten halte mich oestens empfahl« n. Achtungsvoll G nft Aßmunn Maler, Walltborstratze 49 I. St. [2487 Gesucht ausgebildete Arbeiter in Mar- mor, Granit re. nur für Grabstein-Arbeiten von Franz Hewel, Grabfteingeschäft, s Gießen und Nidda. ilas Museum In Oswalds Gailen bleibt noch bis einschließlich nächsten Sonntag zum Besuche geöffnet. 2479 Gntrve ä Person 20 Pfg. — Kinder 10 Pfg 4 pCt. Gieffener Obligationen —15 pCt. Buderus-Obligationen Reicks bürck-Dttzcont 4 pCt- — Frankfurter Bank^ Diskont 4 vCt. Letzter Vortrag von Frl. Or. E. Mensch: „Das moderne Drama der Imnjoscn". Z Samstag den 22. März, von 6—7 Uhr in der Realschule. Einzelkarten zu JL. 1.50 sind beim Pedell der Realschule zu haben. Samstoy deu 22 Mär; 1890, Abends 8 Uhr, in Steins Garten Abendunterßallung bestehend in einer humoristischen Vorlesung deutscher BolkS- und Dialect-Dichtungen in 8 verschiedenen Mundarten von dem kgl Hofschauspieler Herrn Max Oppmar aus Cassel nebst einem sich daran anschließenden Tanzvergnügen. Der Borstaad Gltern! Vormünder! Bezugnehmend aus die in Nr. 66 dss. Blattes veröffentlichte Bekanntmachung der Vorstände des Prinzipalvereins und des Gebilfenvereins, betr. die Erlernung der Buchdruckerkunst und Durchführung der von Prinzipal- und Gebülfenvertretern am 14 Srpr. 1889 zu Stettin gefaxten Resolution (Einstellung von Gehilfen, welche in Tarifdruckereien*) gelernt, bezw. zu tarifmäßigen Bedingungen gearbeitet haben), sind die Unterzeichneten zur Auskunft über die Verhältnisse in den Buchdruckereien des hiesigen Bezirks jederzeit gerne bereit. (2532 Unterstützungsverein Deutscher Buchdrucker (Bezirk Gießen). E. Dörr, A. Andreas. W. Röderer, A« Hensel, Marktstraße 16. Schulstraße 7. Neustadt 22. Lindenplatz 7. *) In Gießen haben den Buchdrucker Tarif anerkannt: Brühl'sche und Keüer'sche Druckerei. Conrsbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft. Sfeetttferrter «6tU dow 21. März 1880. Schlußcouri- 1 Nhr 15 Min. O^'-rrr. Errditocriev r e »n. 5"- -r. Dortmunder Unicm-Actien Darmstädter Bankaktien m । heile ich, wie meine Er- AAfnmn folge beweisen, gründ- 1 Gllllrt Nch. Linderung auch® ■ IW *■■■■■« bei hohem Alter. Ver-^ trauensvolle Leidens-n beschreibung und Angabe, ob Füsse kalt, an P. Weidhaae, Dresden. I* Silber-Lotterie für die St. Jofephskircbe zu Mainz a. Rh. Ziehung am 1. Mai ds. IS. Hauptgewinn (Silberbarren) 80,000 Mk. im Ganzen 1070 Gewinne i. W« 22,500 Mk. Preis des Looses 1 Mk. Wiederverkäuser erhalten Rabatt und wollen sich wenden an die General-Agentur J. B. Heim jr., Z Großh. Cigarren- HHoflief. 1” Import-Gesch ' 4 pCt. Reichsanleihr 3Vt , , 4 , Preuß. ConsolS SV, , 169 40 Dtücentr-Com -Arnheil- 93 80 Harp-r er 96-00 Ostpreußen 165.90 dochrimer Gußstahlacrreu Tendrnz. fest. 2331] Em Kindermädchen tagsüber ges'icht___________________Neuenweg 39. 2437] Ein braves Mädchen mir guten Zeugnissen gesucht. Marktplatz 2. Verloren wurde am Mittwoch den 19. d. 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