Frkf. Würstchen OvUf Ä50 Uf wrtaoo^(f 6.00^7 !nlol- n sat c lSe°o?WZV^HL ME 30 m«-t ^ebrau-ttUl--- Z^M" _L»«iibH“ faussg «r°bli BOjn, zu verkaufen. __Steins Harten 20. liehen, ■ Seife, Rosen-Seife licher Qualität empf. h Packet 3° [5428 hY lGg- Petri Wwe. Nachf.) ißwaare«. qnlirofev, Requlkr- en, Wirthschaftss u, Hrrde rc. re. zu bäigften Preisen J. Happel, Neustadt 56. liethen. höher. Freie Stimmung. i, T»nKnnterhaltungÄ*> TraMportkoeten). W Neuenweg 9. wr* mfthlen in besonders reicher er Scheck groa unt> en detail.__ udwig Ausstellung Aber (l * , 20,000 R »kannten Verka“^o ener«!^"101 ttftio®* 9120 9170 »000 8300 Nr. 220. Erstes Blatt. Sonntag den 21. Leptemder 1800. Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme des Montags. Die Gießener M»«itie«ßkLiter «erden dem Anzeiger «öchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger General-Mzeiger. Vierteljähriger Avonnementspreis» 2 Mark 20 Pfg. mil Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schurstraße gr.1L Fernsprecher 51, Amts- und AnzNgeblatt für den Nveis Gieren. _________ __________________— .1 ■ -- - - — Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Jamikienölätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In« und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlicher Theil. Gefunden: 3 Portemonnaies mit Inhalt, 1 Farbreichen, 3 Taschenmesser, 1 Cigarrenspitze, 2 Taschentücher, 1 Gartenthor, 1 Regenschirm, 1 Leibriemen, 1 Gummiring, 1 Henkelkorb, 1 Kinderkragen, 1 Wagenkette, 1 Ringelchen von einer Uhr, 50 Pfennige und 1 Hundehalsband. Zugelaufen: 1 junger Hahn. Gießen, am 20. September 1890. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. politische Ueberficht. Gießen, 20. September. Kaiser Wilhelm begab sich mit dem Kaiser Franz Josef am Donnerstag früh von Schloß Rohnstock nach dem Manöver- -gelände, woselbst etwas später auch der König von Sachsen, von seinem Absteigequartier Schloß Börnchen kommend, eintraf. Auch Reichskanzler v. Caprivi und Minister Graf Kalnoky erschienen im weiteren Verlaus des Vormittags im Manöverterrain, nachdem die beiden Staatsmänner zuvor auf Schloß Hausdorf eine längere Unterredung mit einander gehabt hatten. Die drei Monarchen, in deren Begleitung sich die Prinzen Georg von Sachsen, Ludwig von Bayern, sowie der Prinz- Regent von Braunschweig befanden, hatten ihren Standort aus dem Spitzberge bei Striegau genommen, welcher von dem 6. Armeeeorps gegen das 5. Armeecorps vertheidigt wurde. Schließlich ging ersteres zum Angriff über, welcher durch eine Befehlsertheilung Kaiser Wilhelms um 12 Uhr Mittags auf kurze Zeit unterbrochen wurde, woraus das 6. Armeecorps in seinen Angriffsbewegungen sortfuhr. Allmählich erfolgte der kriegsgemäße Abbruch des Gefechts und bezogen nunmehr die Truppen Bivouaks, während die Monarchen nach ihren Absteigequartieren zurückkehrten. Um 5 Uhr statteten die beiden Kaiser dem König von Sachsen einen Besuch aus Schloß Börnchen ab - um 8 Uhr Abends fand in Schloß Rohnstock Diner statt. Die kaum verstummten Rücktrittsgerüchte bezüglich des Kriegsministers von Verdy tauchen aufs Neue aus. Die „Schlesische Zeitung" erklärt, von durchaus unterrichteter Seite die Mittheilung erhalten zu haben, daß die Neubesetzung des preußischen Kriegsministeriums unmittelbar nach Beendigung der Manöver, jedenfalls aber noch vor Ablauf des Monats September, zu erwarten sei. Als Nachfolger des Herrn v. Verdy wird der Generallieutenant v. Kaltenborn-Stachau bezeichnet. Ob die Meldung über den angeblich bevorstehenden Rücktritt des jetzigen preußischen Kriegsministers begründeter ist, als es die früheren gleichen Nachrichten waren, wird sich ja nun baldigst zeigen. Der Reichsgerichtspr'äfident v. Simson hat nunmehr sein Pensionirungsgesuch eingereicht, nachdem der greise Vorsitzende des obersten deutschen Gerichtshofes schon seit längerer Zeit leidend gewesen ist. Heber die Wiederbesetzung des Amtes wird der Bundesrath im October Beschluß fassen. Dem Vernehmen nach kommen hierbei der Präsident des Kammergerichts Drenkmann, der Staatssecretär im Reichsjustizamte v. Oehl- schläger und Oberlandesgerichtspräsident Staatsminister Falk in Betracht. Die von englischen Blättern der Welt aufgetischte Fabel von der angeblichen Begünstigung des Sklavenhandels in Ost- Afrika durch die Deutschen ist durch die Mittheilungen im „Reichsanzeiger" gründlich zerstört worden. Dieselben enthalten neben dem Dementi dieser lügnerischen Nachricht eine klare Darlegung der Stellung der deutschen Regierung zur Sclavenfrage in Ostafrika und zum Erlaß des Sultans von Zanzibar über den Sclavenhandel die Versicherung, daß die deutsche Regierung auch fernerhin dem gewerbsmäßigen Sclavenhandel mit allen Mitteln energisch entgegentreten werde. Sonst aber behalte sie sich, in Uebereinstimmung mit den Beschlüssen -er Brüsseler Antisclaverei-Conferenz, das Recht vor, den Moment selbst zu wählen, der für eine weitere Beschränkung der Sclaverei geeignet sei und werde sie, sobald dieser Zeitpunkt eingetreten sei, die entsprechenden Maßregeln nicht nur anordnen, sondern auch für die stricte Durchführung derselben sorgen. Die unter dem Befehle Emin Paschas zur näheren Erforschung des Inneren Deutsch Ostafrikas abgesandte Expedition kann einen weiteren namhaften Erfolg verzeichnen. Derselbe besteht darin, daß Emin Pascha die wichtige Handelsstadt Tabora besetzte und daselbst die deutsche Flagge hißte, auch zwang Emin den dortigen Sultan Sikes, welchem er die Kanonen wegnahm, als Ersatz für entwendete Maaren eine beträchtliche Menge Elfenbein und 400 Rinder auszuliesern. Von Tabora aus marschirte die Expedition weiter gegen Usukuma. Die Wiedereinsetzung der früheren conservativen Cantons- regierung von Tessin stößt auf größere Schwierigkeiten, als zuerst zu erwarten stand. Wenigstens hat der eidgenössische Commissar in Bellinzona ein bezügliches an ihn gestelltes Begehren Respinis und der andern infolge des Putsches der Liberalen abgesetzten Tessiner Staatsräthe mit dem Bemerken ab^ewiesen, daß der Bundesrath hierüber Entscheidung treffen werde. Die Abgewiesenen sind mit der Abfassung einer Erklärung beschäftigt. Jedenfalls sind die staatsrechtlichen Schwierigkeiten, welche sich der Wiederherstellung der früheren Zustände im (Santon Tessin entgegenstellen, nicht ohne Weiteres zu beseitigen und darf man mit Interesse der weiteren Entwickelung der Vorgänge im Tessin entgegensetzen. Neueste Nachrichten. WolffS telegraphisches Eorrespondenz-Bureau. Berlin, 19. September. Das Amtsblatt des Reichs- Postamts enthält eine Verfügung des Staatssecretärs im Reichspostamt, wonach die Postverwaltung mit der Magdeburger Allgemeinen Versicherungsgesellschaft ein Abkommen geschlossen hat, wodurch den Angehörigen der Reichspostverwaltung eine Versicherung über Lebensrenten zu Gunsten ihrer un- verheiratheten Töchter unter erleichterten Bedingungen ermöglicht wird. Berlin, 19. September. Heute früh 4 Uhr wurde in der ersten Etage eines herrschaftlichen Hauses in der Fried- richsstraße Feuer entdeckt. Ein Dienstmädchen und zwei Kinder des Hausbesitzers sind verbrannt, ein drittes Kind ist schwer verletzt. Blankenburg a. H., 19. September. Zu den am 24. und 25. October stattfindenden Hosjagden werden außer dem Kaiser der König von Sachsen, der Prinzregent von Bayern und der Herzog von Sachsen-Altenburg erwartet. Kiel, 19. September. Die Probefahrten des Panzerschiffes „Kronprinz Rudolf" hatten befriedigende Ergebnisse. Wie nunmehr festgesetzt ist, verläßt das österreichische Geschwader den Kieler Hafen am 21. September. Auf der Rückfahrt werden Cherbourg, Lissabon und Palermo angelaufen. Rohnstock, 19. September. Der Kaiser hat sich früh 31/2 Uhr nach dem Manövergelände begeben. Kaiser Franz Joseph und der König von Sachsen folgten später. Rohnstock, 19. September. Morgen 'findet ein kurzes Schlußmanöver statt. Die Kaiser begeben sich von dem Manöverfelde nach Liegnitz, wo auf 1 Uhr das Dejeuner an- gesetzt ist. Um 23/4 Uhr reist der österreichische Kaiser nach Wien. Um 3 Uhr reift Kaiser Wilhelm ab. Liegnitz, 19. September. Der Aufenthalt des Kaisers bei Gras Moltke in Kreisau am Samstag wird nur fünf Stunden dauern. Abends 10 Uhr wird er bei dem Grafen Solms-Klitschdorf zur Jagd auf zwei Tage eintreffen. Liegnitz, 19. September. Im heutigen Manöver, wobei das sechste Armeecorps den Angriff des Feindes zum Stehen brachte und den Feind daraus zum Rückzug zwang, griff der Kais er mit zwei Divisionen den Feind an, um das Eingreifen der feindlicherfeits erwarteten Verstärkungen in den Kamps zu verhindern. Die Cavalleriedivision sicherte dabei die rechte Flanke. Die Uebung wird morgen fortgesetzt Wien, 19. September. Ein kaiserliches Handschreiben an den Erzherzog Rainer belobt die Haltung und Ausbildung, sowie die Marschleistungen der österreichischen Landwehr, wie diese Eigenschaften sich bei den Manövern um Vöcklabruck und Teschen erwiesen haben. Bern, 19. September. Trotzdem der Bundesrath dem eidgenössischen Commissar sämmtliche Regierungsgewalt im Tessin übertragen hat, vollzieht Casellas, ein Mitglied der suspendirten conservativen Regierung, Regierungsacte und begeht dadurch eine Auflehnung gegen die Bundesgewalt. Rom, 19. September. Das Königspaar und der Kronprinz sind heute, von der Bevölkerung lebhaft begrüßt, in Florenz eingetroffen und werden morgen der Enthüllung des Victor Emanuel-Denkmals beiwohnen. Rom, 19. September. Das Amtsblatt veröffentlicht die Enthebung des Finanzministers und die Betrauung Giolittis mit dem Posten, ferner eine Verordnung des Ministers des Innern, wonach aus Massauah kommende Schiffe im Lazarethe eine Quarantäne bestehen müssen. Spezzia, 19. September. Die Herzogin von Genua ist aus München hier eingetroffen, um bei dem Stapellauf des Panzerschiffes „Sardegna" als Pathin zu fungiren. Lissabon, 19. September. Eine Abtheilung P 0 l i z i st e n wurde aus dem Dom Pedro-Platze gestern Abend von einer Volksmenge verhöhnt. Bei dem Versuche, die Ruhestörer festzunehmen, erfolgte ein Zusammenstoß; 42 Personen wurden verhaftet. Die Polizisten erwiderten die Steinwürfe mit Revolverschüssen. Der Conflict wurde verschlimmert, als eine Truppe Municipalgarde den Polizisten zu Hilfe kam. Die Menge flüchtete in das (Safe Martino, wo ein zahlreiches Publikum sich befand. Die Soldaten verfolgten die Flüchtigen und feuerten ins (Safe, wodurch mehrere Personen verwundet wurden. Cocakf wn6 provinzielle» Gießen, 20. September. — Verzeichniß der Sitzungen des Schwurgerichts der Provinz Oberhessen pro 3. Quartal 1890: 1. Montag den 22. September, Vormittags 9 Uhr: Anklage gegen Peter Küster von Ilbenstadt wegen Verbrechen gegen die Sittlichkeit. Die Anklage vertritt Großh. Erster Staatsanwalt Jöckel. Vertheidiger: Rechtsanwalt Weidig. 2. Dienstag den 23. September, Vormittags 9 Uhr: Anklage gegen Hartmann Schüßler von Rendel wegen Meineids. Die Anklage vertritt Gerichts-Assessor Schilling- Trygophorus. Vertheidiger: Rechtsanwalt vr. Jung. 3. Mittwoch den 24. September, Vormittags 8i/2 Uhr: Anklage gegen Johannes Feller von Schneppenhauserr wegen Verbrechen gegen die Sittlichkeit. Die Anklage vertritt: Gerichts-Assessor Schilling-Trygophorus. Vertheidiger: Rechtsanwalt Dr. Schwarz. 4. Donnerstag den 25. September, Vormittags 8^/z Uhr: Anklage gegen Joseph Müller von Bönstadt wegen Verbrechen gegen die Sittlichkeit. Die Anklage vertritt Gerichts- Assessor Schilling-Trygophorus. Vertheidiger: Rechtsanwalt 2Bin beeter. — lieber das achtzehnte LahnthalSängerfest liegt nunmehr das finanzielle Ergebniß vor: Es stellt sich, nach den Aufstellungen in den einzelnen Ausschüssen wie folgt: Einnahme Mk. Ausgabe Mk. Preßausschuß 277.74 1327.50 Bauausschuß 248.55 4774.61 Wirtschaftsausschuß 1045.— 3.60 Wohnungsausschuß 1295.50 51.72 Finanzausschuß 7902.60 128.35 Vergnügungsausschuß 832.90 339.70 Musikausschuß — 2011.30 Verschiedenes — 146.10 Summa 11602.29 8782.98 Die vom Wohnungsausschuß als Einnahme verrechneten 1295.50 Mk/ sind das Ergebniß der vor dem Feste veranstalteten Sammlung. Der Gesammtüberschuß beziffert sich nach obiger Zusammenstellung auf 2819.31 Mk. Hiervon gehen die gesammelten 1295.50 Mk. ab, da voraus bestimmt war, daß diese Summe ,im Falle eines Ueberfchuffes wohl- thätigen Zwecken zugewendet werden solle- die sonach verbleibenden 1523.81 Mk. werden den festgebenden Vereinen, „Bauer'scher Gesangverein" und „Harmonie", überwiesen. Aus der Zahl der gelösten Sängerkarten ist ersichtlich, daß an dem Feste 341 fremde und 206 hiesige Sänger theil- nahmen. — Alle nicht übungspflichtigen Ersatzrefervisten, die im Jahre 1885 der Ersatz-Reserve überwiesen worden sind, treten am 1. October d. I. zum Landsturm zweiten Aufgebots über und haben zu diesem Zweck bis spätestens 25. September ihre Pässe an den Bezirksfeldwebel abzuliefern. Wer dies unterläßt, verbleibt in der Ersatz-Reserve. Es betrifft dies zumeist die im Jahr 1863 Geborenen. Nidda, 18. September. Am vorigen Montag kamen hier 10 Stück Simmenthaler trächtige Kalbinnen zur Versteigerung unter den Bestellern - das schönste Exemplar wurde zu 1003 Mk. von Herrn Carl Schuch zu Hof Schleifeld erstanden. Auch für die anderen Kalbinnen wurden hohe Preise erzielt. — Bei der heute stattgehabten städtischen Obstversteige- rung wurden über 600 Mk. erlöst. Das Resultat kann als ein günstiges bezeichnet werden. (N. A.) △ Altenstadt, 19. September. Die hier herrschende Maul- und Klauenseuche nimmt immer größere Dimensionen an, so daß zu befürchten ist, daß Gemarkungsfperre eintritt, was sowohl den Handelsleuten, als den Laudwirthen einem Zu haben bei J» M« Schulhof. 85» 1. 2. 8. 4. * I fd>nc£[ Reuter» Bureau. | Dresden, Maxftraße 6. [59981 ladet ergebenst ein Da- Comit^ [7282] Bieber bei Rodheim» Nerbess. Orig.-Thkerschwefel-Heift von Bergmann L Co., Berll n u.Frankt a. M — Der „Reichsanzeiger" enthält die Bekanntmachung, betreffend die für die Invalidität»- und Altersversschernng zu verwendenden Beitrag»- und Zusatzmarken vom 9. Sept. 1890. S 1 (Beitragsmarken) bestimmt, die von den Versicherungsanstalten auszugebenden Beitragsmarken sind in Form eines Rechtecks auf weißem Papier, und zwar die Marken im Werthbetrage von 14 Pf. (Lohnklasse I., das ist bet einem Jahresarbeitsoerdienst bis zu 350 Mk. einschließlich), in rothem Druck, im Werthbetrage von 20 Pf. (Lohn- klasse II., das ist bet einem Jahresarbettsverdienst von mehr als 350 bis 550 Mk.) in blauem Druck, tm Werthbetrage von 24 Pf. (Lohn- klasse III., das ist bei einem Jahresarbettsverdienst von mehr als 550 bis 850 Mk.) in grünem Druck, im Werthbetrage von 30 Pf. (Lohn- klasse IV., das ist bei einem Jahresarbeitsoerdienst von mehr als 850 Mk.) in rothbraunem Druck herzustellen. — Die wichtigsten Lebensmittel haben nach der letzten „Statt Corr." in Preußen in ihren Preisverhältnissen im August cr. große Aenderungen gegen den Vormonat erfahren. Das Getreide ist erheblich im Preife geiunken, wogegen das Fleisch feine Preissteigerung in verstärktem Maße fortgesetzt hat: Der Durchschnittspreis des Rindfleisches beträgt 132 Pf. pro Kilogramm gegen 128 im Vormonat, der des Schweim fleisches 146 gegen 142, des Kalbfleisches 127 gegen 123 und des Hammelfleisches 132 gegen 127 Pf. Gleiwitz, Breslau, Stettin, Berlin und Magdeburg sind die Städte, in denen der Preis am meisten ausgeschlagen ist; auch Danzig und Bromberg zeigen für einzelne Fleischsorten eine erhebliche Preissteigerung. Das Rindfleisch ist am billigsten in Frankfurt a. O. mit 119, am theuersten in Aachen mit 158 Pf., das Schweinefleisch schwankt zwischen 115 Pf. (Gleiwitz) und 180 Pf. (Aachen), das Kalbfleisch zwischen 107 (Paderborn) und 150 (Kiel), das Hammelfleisch zwischen 100(Cöslin) und 170 (Aachen). Butter und Eier sind, der Jahreszeit entsprechend, im Preise gestiegen; das Mehl ist bereits an einzelnen Orten (Bromberg, Berlin, Danzig) um 1—3 Pf. billiger, an anderen (Magdeburg, Trier, Coblenz) noch theurer geworden; die übrigen Lebensmittel geben zu besonderen Bemerkungen keinen Anlaß. Ein Vergleich mit den Durchschnittspreisen des August 1889 ergiebt, daß im Laufe des letzten Jahres tbeurer geworden sind: Hammelfleisch um 9,1%, Rindfleisch um 8,2, Weizen um 7,7, Kalbfleisch um 7,6, Roggenmehl um 7,4, Eier um 7,2, inländischer Speck um 6.3, Schweineschmalz um 6, Kocherbsen um 5, Kaffee um 4,3, Schweinefleisch um 3,5, Gerste um 3,4, Weizenmehl um 3, Eßkartoffeln um 2,4, Reis um 1,8, Roggen um 1,3 und Hafer um 1,3%; billiger als im Vorjahre sind: Eßbutter um 0,9, Speisebohnen um 4,4, Linsen um 5,2, Heu um 14,6 und Stroh um 20,9%. Das Haarwasser von Carl Retter in München kann nicht genug empfohlen werden, da dasselbe lt. Gutachten hervorragender arztl. Autoritäten, wie Prof. Dr. Witt sie in rc. Alles enthält, um das Haar feucht, weich, glänzend und die Kopfhaut immer thätig und weich zu erhalten, sowie die lästigen Schuppen innerhalb 8 Tagen gänzlich zu entfernen. Zu beziehen per Flacon ä 40 Pfennig und Mk. 1.10 bei Herrn I. H. Fuhr in Gießen, Sonnenstraße25. [7482 Aeikgebotene la. Kieler Bück in C. G. Kleinhenn* Fisch- u-Geflügelhandlg, B „Berlin" zu vermerken. Gibt es mit dem Bestimmungsorte gl eich oder ähnlich lautende Po störte, so ist dem Ortsnamen eine zusätzliche Bezeich- nung beizufügen. Welche Zusätze für die Ortsnamen im Post» verkehr als maßgebend anzusehen sind, ergibt sich aus dem „Ver- zeichniß gleichnamiger oder ähnlich lautender Postorte", das zum. Preise von 10 Pf. durch Vermittelung jeder Reichs-Postanstald bezogen werden kann. Wenn der im Reichs-Postgebiet belogene Bestimmungsort zwar — Die zunehmende Fleischtheuernng ist nach der Ausführung compelenter Beurthetler nicht als vorübergehende Calarnität anzusehen, sondern beruht auf Ursachen, welche dauernd weiter wirken werden. Da muß sich jeder Familienvater mit beschränkten Mitteln danach einrichten und so ist es vielleicht verdienstlich, darauf hinzuweisen, daß nach dem Beispiel der Vegetarianer Fleisch sehr gut zu entbehren ist, daß die Abschaffung sogar allerlei Vortheile, namentlich in gesundheiilicher Beziehung bietet. Wer es für gerathen erachtet, einen Versuch zu machen, der lasse sich für 13 Pfg. incl. Porto von Schmorl ä von Seefeld Nachf. in Hannover das ^Einfachste Kochbuch von A. von Seefeld" kommen. Dasselbe ist bereits in 12 starken Auflagen erschienen und enthält die Kochvorschriften zu Gerichten ohne Fleisch, wie sie für einen gut bürgerlichen, einfachen Haushalt brauchbar sind. Außerdem handelt es von allerlei anderen practischen Dingen, z. B. Kinder- und Krankendiät, Brodbacken, Erleichterungen im Haushalte, kurz es enthält auf 32 Seiten eine Fülle guten Rathes, der vielleicht Manchen trösten wird, der sich durch die hohen Fleischpreise bedrückt erachtet. - Mittel gegen da» Schimmeln der Essiggurke«. So häufig die Essiggmken vom Schimmel befallen werden, so wissen dennoch die meisten Hausfrauen nicht, diesen Nebelstand zu beseitigen. Ein bewährtes Mittel besteht darin, daß man ein Säckchen mit etwas schwarzem Senf, etwa 30 Gr., zu den Essiggurken legt, wodurch der Uebelstand gänzlich gehoben ist. — Oelstecke au» Dielen zu entfernen. Beim Umzuge'fand ich in weißen, gescheuerten Dielen einen großen, wohl schon Jahre alten Oelfleck vor, der allen angewendeten Mitteln widerstand. Zuletzt versuchte ich solgendes Mittel. Der Fleck wurde mit grüner Seife bestrichen, mit Spiritus übergossen und dieser sodann angezündet. Selbstverständlich muß man sich mit den Kleidern von der Flamme fern halten. Nach dem Verloschen wurde sofort mit der Bürste, mit weichem Wasser und Seife nachgescheuert; der Fleck war vollständig verschwunden. Petroleumflecke lassen sich ebenso entfernen. — Gefüllte Tomaten. Recht starke und rothe Tomaten werden der Quere nach durchschnitten; die Kerne werden mittelst eines Kaffeelöffels herausgenommen und die Früchte, mit der Schnittfläche nach unten, auf ein Sieb gelegt, damit der Saft abtropfen kann. Fetter Speck und kaltes gebratenes Kalbfleisch werden mit Champignons, Schalotten, Petersilie und allenfalls etwas Knoblauch fein gehackt; diese Farce gibt man in etwas Butter, fügt Pfeffer und Salz bei und rührt sie über mäßigem Feuer mit einem Löffel etliche Minuten um, worauf man sie mit einigen Löffeln guten Jus oder etwas Liebigs Fleischextract bindet. Dann füllt man die Tomaten damit, placirt letztere auf eine mit Oel bestrichene, die Hitze vertragende Schüssel, überstreut mit geriebenem Weißbiod und stellt so das Gericht bis zum völligen Garwerden in den Ofen. Für die Abgebrannten in Staufenberg gingen bei den Unterzeichneten bis jetzt ein und werden mit Dank quittirt: Von Frhrn. v. Nordeck zur Rabenau-Friedelhausen 200 vH, Georg Buderus-Lollar 200 vH, L. Dorfeld I. in Staufenberg 10 **, L. Dorfeld II. daselbst 6 Jt, H. Kaiser daselbst 8 vH, Ungenannt daselbst 3 vH, die Beamten des Hüttenwerks Lollar 40 vH, S. Heichelheim-Gießen 20 v*L, Friedrich Bang-Gießen 20 vH, Actienbrauerei Gießen 30 vH, Frhrn. v. Nordeck zur Rabenau-Grotzen-Buseck 40 jH, L. Kann-Mainzlar 6 Ungenannt ©lefeen 5 vH, Decan Wahl-Wieseck 5 vH, Pfarrer Schönhals-Großen-Linden 3 vH, Heinrich Velten „zum Adler" daselbst 3 vH, Ungenannt-Gießen 2 vH, Pfarrer Hepding- Großen-Linden 1 JL, Pfarrer Clotz-Wieseck 2 vH. Heintze, Pfarrer. Stephan, Bürgermeister. Allein echtes und ältestes Fabrikat in Deutschland, garantirt weiss schäumend und nicht schmutzend, anerkannt vorzüglich und allbewäbrt gegen alle Hanrun- relnlgkelten, wie Mitesser, Flechten, Finnen, R. Flecke, Hautjucken rc. ä St. 50 , bei [5147] Benner & Krumm. empfiehlt sich durch Reinheit, Aroma und Ergiebigkeit als die beste uniid?ern der Stadt Vietze«. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 16. September. Karl Wilhelm Otto Nothmann, Pfarrer zu Oberoppurg tm Großherzogthum Sachsen-Weimar, und Anna Wilhelmine Dieffenbach, Tochter des Ingenieurs Dr. Otto Dieffenbach zu Gießen. Getautte. Den 14. September. Dem Postassistent Karl Konrad Sehrt ein Sohn, Emil Carl, geboren den 26. August. Denselben. Dem Steuercommissaritätsgebilfen Hermann Höpfner ?^^^ochter, Elisabeth Johanna Karoline Wilhelmine, geboren den 12. Juli. Denselben. Dem Schuhmacher Heinrich Schomber eine Tochter, Helene Elisabeth Emma, geboren den 17. August. Denselben. Dem Schlosser Albert Schnabel ein Sohn, Karl,, geboren den 2. August. Denselben. Dem Fabrikarbeiter Karl Hof eine Tochter, Minna,^ geboren den 18. Juli. Denselben. Dem Schneider Christian Heinrich Sommer ein Sohn, Heinrich Daniel Georg, geboten den 16. August. Denselben. Dem Kaufmann Wilhelm Schomber eine Tochter,. Elisabeth, geboren den 20. August. - _ Beerdigte. Den 13. September. Margarethe Pfaff, geb. Rheinländer,. Ehefrau des Maurermeisters Georg Pfaff, alt 34 Jahre, starb den 11. September. V«rkeh», £and> und v»tk»u>irthschafr. Gießen, 20. September- (Marktbericht). Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. «* 0,80—1,00, Hühnereier 1 St. 6—7, 2 Stt — H, Enteneier 1 St.--H, 2 St. — H, Käse pr- St. 4—8 4, Käsematte pr. St. 3 Erbsen vr. Liter 16 H, Linsen pr. Liter 28 Tauben pr. Paar vH 0,50—0,70, Hühner pr. Stück Ji. 0,85—1,00, Hahnen pr. St- vH 0,50—1,00, Enten pr- Stück vH 1,30—1,70, Ochsenfleisch pr. Pfd 70—74 Kuh- und Rindfleisch 60—64 H, Schweinefleisch 68 —70 H, Hammelfleisch 50—68^, Kalbfleisch 60— H, Kartoffeln pr. 100 Kilo vH 5,00—0,00, Weißkraut pr. St---H, Zwiebeln per Centner vH 6,00—7,00, Milch per Liter 12-18 H. Frankfurt, 17. September- (Viehmartt). Es waren angetrieben 323 Ochsen, 14 Bullen, 238 Kühe, Stiere und Rinder, 309 Kälber, 107 Hämmel und 388 Schweine. Die Preise stellten sich für Ochsen 1- Qual, auf JL 71—74 pr. Ctr Schlachtgewicht, 2. Qual. 67—69, Bullen vH 52—57, Kühe und Rinder 1- Qual. vH 66-68, 2. Qual. vH 58-62, Kälber 1 Qual. 70—75 H, 2. Qual- 60—65 -H, Hämmel 1- Qual. 66—68 H, 2. Qual. 50—55 H per Pfd., Schweine 60—70 H pr. Pfd. Schlachtgewicht. Frankfurt, 17. September. (Wochenmarkt.) Gelbe Kartoffel per Gescheit) 14—16 rothe Kartoffeln per Geicheid 12 bis 14 H, Erbsen, ganze, per Pfund 14—16 H, weiße Bohnen per Pfd. 16-20 H, Einmachgurken per Hundert vH 1.20—1.30, Blumenkohl, hiesiger, 20—70 H, Wirsing per Stück 8—12 H, Weißkraut 8 bis 15 Rothkraut 10—20 H. Butter kostete das Pfund vH 1.15 bis vH 1.30, Eie, das Stück 6—10 ®0nn , q W auf« »on *0* i«s und 3®rf werben- dem W m 19, W von he hiesige 'amt Steigert 20. ©epte1 Steindekg,ß «nraet MenbornMiemv 7794_____ 8«Rcig«' Donnerstag de« ZjMittags 2 Uhr, wer focat 1 ^AlhranhIHÄ lateure, mehrere L0p>suN Stühle, Miderschraiike, K u.d mehrere a versteigert- wW ^stimmt- Gießen, den 7800 Mulch, B WW 'nje4er . Dai Ualztiract^ tticht unbedeutenden Nachtheil verursachen würde. Im benachbarten Oberau tritt diese Epidemie ebenfalls auf. Lchlaftö, in eleganten Formen uni Havelock in Loden und in imprögnii dichten Stoffen mit halber Pellenne, JaadJoy! in Lünen Jagd-Gam in Leder, Loden, wasserdicht Tuch-Stossen, toiWep *ul ** H Rübs §iu Haus t rntitlieriÄeifie Don Jahren K?.?itbestem « ift preiswürdig und unter ni -T^^enftetn, ^tx Gerichtliche Entscheidungen. — Der HauSeigenthürner hat, nach-einem Urtheil des Reichsgerichts, VI. Civilsenats, vom 16. Juni 1890, tm Geltungsbereich des Preutz. Allg. Landrechts für die ordnungsmäßige Anbringung der im Innern des Gebäudes befindlichen Einrichtungsgegenftände nur im Falle eines eigenen vertretbaren Versehens etnzustehen. er ist nicht verantwortlich für ein etwaiges Versehen des sachverständigen Handwerkers, welcher die Einrichtungsgegenstände mangelhaft befestigt und dadurch einen spateren Unfall verschuldet hak. Insbesondere besteht für den Eigenthürner nicht ohne Weiteres Die Verpflichtung, die Einrichtungen in feinem Hause, wenn sie von einem qualificirten Sachverständigen ausgefübrt sind, noch besonders auf ihre Nngefähr- lichkeit selbst zu prüfen oder beim Mangel der erforderlichen Sach- kenntniß von einem anderen Sachverständigen prüfen zu lassen. Rlavierstimmen. ™ I unter Garantie tadelloser Auefimrung in H _Wilhe Rudolph, Pianohandliing, Neuen weg 5. I ■' " 1 7Z1UJ Ein rr^agnergeseue gesucht von Jakob Dörr, ^bi Ulet J rrU Onmml- Paris. Feinste Specialitäten. 4447 Zollfr. Versandt durch W. H. Mielck, Frankfurt a. M. Special-Preisliste in verschloss. Couvert ohne Firma geg. Eins. V. 20 Pfg. in Briefm. Berautttwachrrng. Aufschrift der Postsendungen. . WlremÄ^r^ \UHS. Ms ** Zum Uebermintern von Blumen, für Wein- und Milchkeller, Vorrathsräume, Speicher, gegen Erfrieren, zum Austrocknen, für Bienenstöcke, Geflügelhäuser. Corridore, Garderoben, Closets u. bergt ist der mit goldenen u. 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J. habe ich die Ehre, die dritte Theater-Saison im „Neuen Theater“ hiesiger Stadt zu eröffnen, und ist diesmal die Zahl der zu gebenden Vorstellungen im Abonnement auf 60 festgestellt. Um nun dem Kunstgeschmack des hochverehrten Publikums in jeder Beziehung gerecht zu werden, habe ich in Bezug auf Personal, Auswahl der Novitäten und Anfertigung ganz neuer Decorationen für diese Saison ganz besondere Anstrengungen gemacht. Da aber die allgemeine sociale Bewegung leider auch nicht ohne Einfluss auf Kunst und Künstler geblieben ist, so sind diese besonderen Anstrengungen naturgemäss auch mit bedeutend höheren Kosten verbunden Ich bin daher in die Lago versetzt, dem hochverehrten Publikum dio dringende Bitte an das Herz zu legen, mich in dieser äusserst schworen Saison durch ein zahlreiches Abonniren bestens zu unterstützen. Der Abonnements-Preis stellt sich wie früher: 20 Mark für 20 Sperrsitz-Karten, und 12 Mk. für 20 I. Platz-Karten. Sperrsitz-Karten für Vereine und Corporationen, Vereins-Karten auf den I. Platz, sowie Sperrsitz-Karten für Studironde kommen, um dem in voriger Saison damit getriebenen Missbrauch vorzubeugen, nicht wieder zur Ausgabe. An Neuheiten habe ich für dio hiesige Bühne erworben: „Das letzte Wort“, „Dor Zaungast“, „Die Strohwittwo“, „Mit fremden Federn“, „Nervös“, „Die Ehre“, „Unkraut“, „Das Schützenfest“, „Seine Schwestern“, „Ilse“, „Professor Klint“, „Das Bild des Signorelli“ „Dio wilde Jagd“, „Galeotto“, „Sie wird geküsst“, „Alfreds Briefe“, „Franxillon" u. s. w. An Gastspielen habe ich mit namhaften Künstlern, wie: Fräulein Ihossa Klinkhammer und dem Kaiserl. Buss. Hofschauspieler Herrn Adalbert Brümmer bereits Verträge abgeschlossen. Indem ich nun am Schluss noch einmal dem hochverehrten Publikum dio herzliche Bitte ausspreche, mich in meinem diesjährigen schweren Unternehmen gütigst zu unterstützen, werde ich mir die Ehre geben, den hochverehrten Abonnenten auch in dieser Saison persönlich meine Aufwartung zu machen, und zeichne mit dor vorzüglichsten Hochachtung «iV iralÜ! VeÄgen 30,& •V* W-, wünscht sich zu verheirathen- Nicht anonume Anträge unter 3877 nimmt entgegen der »Bene« ral'Anzeiger^, Berlin 81V. 6t. 7742 Vertreter für die Provinz Oberliessen gesucht von einer renommirten Fabrik der Eisenbrauche, welche einen Artikel liefert, der in allen Dampfbetrieben gebraucht wird- Offerten sub K. W. 349 an Haasen- stein & Bögler, A-G in Köln. 17759 Stadt Marburg. Heute Sonntag: Ta ns-31 ax Ui. Empfehle e'n gutes Glas Actienbier 4 10 Pfg. ., 7771 lieh. Carle. 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