Samstag den 20. December Rr. 297 Gießener Anzeiger Keneral-Mnzeiger Amts» «nd Anzeigeblatt für den Areir Gieren. chrattsbeikage: Hießmer Kamilienölatter nmtlk^r Theil 3) 4) H der 2) // 3) 4) H QM M 2) H 3) Geschehen den // Vor 4) // 2) n 3) Lberr eicht. // , den . . len 4) // I. An zu Tie vorgelegten Urkunden 2) H 3) // 4) /7 Annahme ton Anzeigen zu der Nachmittag- für de» faltzrttden Tag erscheinenden Nummer bi- vor«. 10 Uhr. III. Nachricht von I der Großh. 2) Formular für Befreiungsantrag. Alle Annoncen-Bureaox des $n* und LuSlande- nehm« Anzeigen für den Gießener Anzeiger« entgeg«. 270 Mark, 16 Jahre alte) männliche Arbeiter 240 Mark, 16 Jahre alte) weibliche Arbeiter 180 Mark. 16 Jahre alte) männliche Arbeiter 270 Mark, 16 Jahre alte) weibliche Arbeiter 210 Mark. D. Für die Gemeinden Allertshausen, Beltershain, Beuern, Birklar, Climbach, Eberstadt mit Arnsburg, Geilshausen, Grüningen, Harbach, Hattenrod, Holzheim, Kesselbach, Langd, Lindenstruth, Londors, Münster, Nieder-Bessingen, Obbornhofen, Odenhausen, Rodheim mit Hof Graß, Röthges, Saasen mir Bollnbach, Veitsberg u. Wirrberg, Stangenrod, Weickartshain: 1) Für erwachsene(16u. über 16Jahre alte)männliche Arbeiter jugendliche (unter auf jugendliche (unter auf aus jugendliche (unter aus jugendliche (unter aus IHt Gießener »erden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal detgelegt. aus 420 Mark, erwachsene (16 u. über 16 Jahre alte) weibliche Arbeiter Der ttt|csn jMQdfltt erscheint täglich, eh Ausnahme btS Montags. auf 510 Mark, erwachsene (16».über 16Jahre alte) weibliche Arbeiter auf 330 Mark, jugendliche (unter 16 Jahre alte) männliche Arbeiter auf 270 Mark, jugendliche (unter 16 Jahre alte) weibliche Arbeiter auf 210 Mark. auf 450 Mark, erwachsene (16 u. über 16 Jahre alte) weibliche Arbeiter aus 270 Mark, jugendliche (unter 16 Jahre alte) männliche Arbeiter auf 240 Mark, jugendliche (unter 16 Jahre alte) weibliche Arbeiter aus 180 Mark. C. Für die Gemeinden Bellersheipt, Bettenhausen, Dorf- Gill, Ettingshausen, Garbenteich, Göbelnrod, Grünberg, Hausen, Hungen, Inheiden, Langsdorf, Lauter, Lumda, Nonnenroth, Ober-Bessingen, Ober-Hörgern, Rabertshausen, Reinhardshain, Rüddingshausen, Steinheim, Stockhausen, Trais-Horloff, Villingen, Weitershain, Wieseck: 1) Für erwachsene (16 u. über 16 Jahre alte) männliche Arbeiter B. Für die Gemeinden Allendors a. d. Lda., Bersrod, Burkhardsfelden, Großen-Buseck, Lang-Göns, Leihgestern, Lich, Mainzlar, Muschenheim, Oppenrod, Queckborn, Reiskirchen, Rödgen, Staufenberg, Steinbach, Treis a. d. Lda., Trohe, Watzenborn, Winnerod: 1) Für erwachsene (16 u. über 16 Jahre alte) männliche Arbeiter auf 480 Mark, erwachsene (16 u.über 16 Jahre alte) weibliche Arbeiter aus 300 Mark, Betracht kommen. Bei Stellung des Befteiungsantrags kann da» nach- jtehend abgedruckte Formular benutzt werden. Der Äntrag ist, soweit es sich um Personen, die im Staats- oder Hosdienst beschäftigt sind, handelt, Mm GHen, Bilder-, aphiev-, Haussegen» in großer Auswahl Gießen, den 17. December 1890. Betr.: Wie vorhergehend. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen cm die «rotzh. Bürgermeistereien des «reife-. Wir empfehlen Ihnen die Gemeindebediensteten, welche eine Pension von mindestens HO JL und diejenigen Personen, welche eine Unfallrente von mindestens 110 JL pro Jahr beziehen, auf vorstehende Bestimmungen aufmerksam zu machen, v. Gagern. II Nachricht von I der Großh. Bürgermeisterei zur cd. Bedeutung der Stellen für die Ausstellung der Qulttungs- lüfl karten und Einziehung der Beiträge. ’) Unzutreffendes ist durchzustreichen. 2) Vorgesetzte Dienstbehörde, die den Antrag gcheLt hat. Gießen, am 17. December 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. H. Der ortsübliche Tageloh» gewöhnlicher Tagearbeiter ist wie folgt festgesetzt: A. Für die Stadt Gießen: 1) Für erwachsene (über 16 Jahre alte) männliche Arbeiter aus 1.70 Mark, Bekanntmachung, die Stellung von Anträgen auf Befreiung von der Berstcherungspsticht betreffend. Gs wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß «ach 5 4 Abs. 3 des Jnvaliditäts. und Alter-Versicherungs- Gesetzes auf Antrag von der Bersicherung-pflicht zu befreien sind: i) Solche Personen, welche vom Reich, einem Bundesstaat oder einem Communalverbande Pensionen oder Warte- gelder, wenigstens im Mndestbetrage der Invalidenrente (b. I 114 Mk. 70 Pf. — bis zum 31. December 1895: HO Mk. 94 Pf.) beziehen. 2) Solche Personen, denen aus Grund der reichs- Sesetzlichen Bestimmungen über Unfallver- s i ch e r u n g der Bezug einer jährlichen Rente mindestens in dem vorbemerkten Betrage zusteht. Stit Rücksicht auf die Vorschriften in § 34 Abs. 1 u. 2 Ner-efte Nachrichten Wolff- telegraphische- Lorrespondenz-Bureou. Berlin, 18. December. Bei Sr. Majestät dem Kaiser findet heute ein größeres Diner statt, zu welchem auch bet niederländische Oberhosmarschall du Monceau mit dem Rittmeister Tuyrle de Seroos-Kerken, welche die Thronbesteigung ihrer Souveränin notificiren, sowie der niederländische Gesandte van der Moeven, der Reichskanzler von Caprivi, mehrere Minister und viele Mitglieder des diplomatischen Corps Einladungen erhielten. Berlin, 18. December. Ihre Majestät die Kaiserin befindet sich nach leidlich verbrachter Nacht recht wohl^ auch das Befinden des neugeborenen Prinzen ist normal. Berlin, 18. December. Die vom „Reichsanzeiger" veröffentlichte Ansprache des Kaisers in der gestrige» Sitzung der Schulconserenz spricht die volle Befriedigung über die Arbeit der Conferenz aus. Er habe in der Eröffnungsrede die Religion nicht erwähnt. „Meine Ideen darüber liegen sonnenklar vor allen Blicken, als König nnb aummus epiacopue meiner Kirche .ist es meine Pflicht, daS religiöse Gefühl und den christlichen Geist in der Schule zu pflegen und zu mehren". Schule und Kirche müßten sich hierin gegenseitig unterstützen zum Zweck der Heranbildung der Jugend zu den Anforderungen des modernen Staatslebens. Wir befinden uns in einem Zeitpunkte des Durchgangs und des Vorwärtsschreitens in ein neues Jahrhundert. Meine Vorfahren haben von jeher den Puls der Zeit fühlend vorauserspäht, was kommen würde, dann blieben sie an der Spitze der Bewegung, bte sie zu leiten entschlossen waren. Ich glaube erkannt zu haben, wohin der neue Geist des ab- lausenden Jahrhunderts zielt und bin entschlossen, wie bei Socialreformen, so auch in dieser Angelegenheit neue Bahnen zu beschreiten." Der Kaiser dankte allen Conserenzmitgliedern für die opservolle Mitarbeit, verlas einen Artikel des „Hann. Courier" vom 14. December, der genau seine Gedanken über die Schulfrage wiedergebe und betonte, daß der Unterricht in den Cadettenhäusern, die direct unter ihm ständen, mit der Angelegenheit nicht Zusammenhänge. Der heute in der Conferenz citirte Grundsatz des Königshauses „suum cuique* bedeute „Jedem das Seine" und nicht „Allen Dasselbe". Anlage:') Urkunde vom Beglaubigte Abschrift deS . . Gesetzes, wonach die Rentenansprüche ruhen, soweit die Pension (Wartegeld) oder Unfallrente unter Hinzurechnung der Invaliden- und Altersrente den Bettag von 415 Mk. übersteigen würde, wird es im Interesse zahlreicher Versicherungspflichtiger, welche vom Staat oder einem Communal- verband eine Pension beziehen, oder im Bezug einer Unfallrente sich befinden, gelegen sein, von der Befugniß zur Stellung des Befreiungsantrags Gebrauch zu machen. Wir wollen übrigens nicht unterlassen daranf hinzuweisen, daß die günstigen Vorschriften für die Uebergangözeit auch bei der Beurtheilung der Räthlichkeit des Befteiungsantrags in Mrm 1 M»d größte AttStya, BlettUjtShrtger JWonermeidsircetet 2 Mark 20 Pfg. yringerlohu. Durch Ote Poft bezsz« 2 Mark 50 Pf,. Äebadien, Lxpcbttwv nttb Druckerei: Fernsprecher 61. leben wir Ihnen enbri wlebrr jurflef. bei bet vorgesetzten Dienstbehörde, von anderenPersonen bei der Bürgermeisterei, unter Vorlage der Beweir-Urkunden im Original oder beglaubigter Abschrift, zu stellen und sodann Großh. Kreiramt zur Entscheidung einzusenden 2) Für erwachsene weibliche Arbeiter aus 1.10 Mark, “ „ jugendliche (unter 16 Jahre alte) männliche Arbeiter aus 80 Pfg. „ jugendliche weibliche Arbeiter aus 75 Pfg. B. Für die Gemeinden Albach, Allendors a. d. Lahn, Allendors a. d. Lumda, Alten-Buseck, Annerod, Bersrod mit Winnerod, Beuern, Burkhardsfelden, Daubringen und Hof Heibertshausen, Garbenteich, Großen-Buseck, Großen-Lindeu, Grüningen, Hattenrod, Hausen, Heuchelheim, Klein-Linde», Lang-Göns, Leihgestern, Lollar, Mainzlar, Oppenrod, Reiskirchen, Rödgen, Ruttershausen Kirchberg, Staufenberg und Hof Friedelhausen, Steinbach, Treis a. d. Lumda, Trohe, Watzenborn mit Steinberg, Wieseck: 1) Für erwachsene männliche Arbeiter auf 1.60 Mark, 2) „ erwachsene weibliche Arbeiter aus 1 Mark, 3) „ jugendliche männliche Arbeiter auf 85 Pfg., 4) „ jugendliche weibliche Arbeiter aus 70 Pfg. C. Für die Gemeinden Bellersheim, Bettenhausen, Birklar, Dorf-Gill, Eberstadt und Hof Arnsburg, Holzheim, Hungen, Inheiden, Langd, Langsdorf, Lich und die Höfe Albach, Kolnhausen und Mühlsachsen, Münster, Muschenheim und Hof Gill, Nieder-Bessingen, Nonnenroth, Obbornhofen, Ober- Bessingen, Ober-Hörgern, Rabertshausen und Hof Ringelshausen, Rodheim a. d. Horloff und Hof Graß, RüthgeS, Steinheim, Trais-Horloff, Utphe, Villingen^ 1) Für erwachsene männliche Arbeiter auf 1.50 Mark, 2) „ erwachsene weibliche Arbeiter aus 95 Pfg., 3) „ jugendliche männliche Arbeiter auf 80 Pfg., 4) „ jugendliche weibliche Arbeiter auf 70 Pfg. D. Für die Gemeinden Allertshausen, Beltershain, Climbach, Ettingshausen, Geilshausen, Göbelnrod, Grünberg, Harbach, Kesselbach, Lauter, Lindenstruth, Londorf, Lumda, Odenhausen und Hof Appenborn, Queckborn, Reinhardshain, Rüddingshausen, Saasen mit Bollnbach, Veitsberg und Wir- berg, Stangenrod, Stockhausen, Weickartshain, Weitershain: 1) Für erwachsene männliche Arbeiter auf 1.45 Mark, 2) „ erwachsene weibliche Arbeiter aus 90 Pfg., 3) „ jugendliche männliche Arbeiter aus 80 Pfg. 4) „ jugendliche weibliche Arbeiter aus 60 Psg. Gießen, am 16. December 1890. Großherzogliches Kreisamt Gieße». v. Gagern. Ritabch. WtX ln 1 unHr~~ Ml en, ’ Sohlen, ^'amikobt,n Hvlj ' [9969 Bekanntmachung, die Jnvaliditäts- und Altersversicherung betreffend. Nach S 3 der Bekanntmachung vom 30. September 1890 (Regierungsblatt S. 240) gelten die bereits ftüher getroffenen Festsetzungen bezüglich der Durchschnittswerthe der Naturalbezüge und des durchschnittlichen Jahresarbeitsverdienstes land- und forstwirthschaftlicher Arbeiter, sowie bezüglich des Taglohns gewöhnlicher Tagearbeiter auch für die Invalidität»- und Altersversicherung. Wir bringen daher nachstehend diese Festsetzungen zur öffentlichen Kenntniß: I. Der durchschnittliche ZahresarbeitSverdienst der land- und sorstwirthschastlichen Arbeiter ist wie folgt festgesetzt: A. Für die Gemeinden Albach, Allendors a. d. Lahn, Alten-Buseck, Annerod, Daubringen, Gießen, Großen-Linden, Heuchelheim, Klein-Linden, Lollar, Ruttershausen Uthpe: 1) Für erwachsene (16 u. über 16 Jahre alte) männliche Arbeiter . Hirz, b Einrahme - GeM, MMme lutoi»iuWati Fst. grobförniflen Llül* a v i a Emil Ofbig« 1890. Ihrem vor am ... . gestellten Anträge entsprechend, befreien wir Sie hiermit gemäß $ 4 Abs. 3 beS Reichtzgesrtzes vom 22. Juni 1889 von der Versicherungspfltcht, t>a Sie nachgewiesen haben, baß Sie vom Reiche, von einem BundtS- jtnate, von einem Communalverbande') eine jährliche Pension im Mindeftbetrage der Invalidenrente begehenl) (daß Ihnen auf Grund her reichsgesetzlichen Bestimmungen über Unfallversicherung der Bezug einer jährlichen Rente im Mindestbettag der Invalidenrente N>stcht)-0 . . Pfg. bezieht').................. (wonach ihm auf Grund der reichsges.tzttchen Bestimmungen über Unfallversicherung der Bezug einer jährlichen Rente von . . . Mk. justeht)^) und beantragt zugleich, daß er gemäß $ 4 Abs. 3 deS Reichsgesetzes vom 22. Juni 1889 von der Dersicherungspflichl befreit werde. Zur Beglaubigung: K. H. Großh. Kreisamt zur Entscheidung Kpetzschmarj Kürschner, Seltersweg 41. 'lande aus der -kllrr'schü! sie, bestehend aus H« und Federnbesatz, Schleim Wntnen, LÜHcn, Bck rmten.Pelüschcn unbeeiben; mdecken, Spitzendes unb )itzenstoffen zu Mm, Cor- eden weit unter Preis ver- 10331 chausea, Äestanla.1 15 M Mzeigen. ÄÄ* _--- MW r'-sM erschnnt . . . . . . von ..... beschäftigt als bei............ ... ... Dekret0 tn.........."bm-ich. >5^„6...... wonach er vom Reiche, von einem Bundesstaate, von einem Commmialoerbande *) eine jährliche Pension von . . . Mk. Das gelte auch von dem hier Beschlossener!. Bisher habe der Weg von den Thermopylen über Cannae nach Roßbach und Vionville geführt, er (der Kaiser) führe die Jugend von Sedan und Gravelotte über Leuthen und Roßbach nach Man- tinea und den Thermopylen und halte das für den richtigeren Weg. Berlin, 18. December. Der „Reichsanzeiger" publicirt das Gesetz betreffend die Vereinigung Helgolands mit dem Deutschen Reiche. Berlin, 18. December. Der Bunde srath stimmte dem Gesetzentwurf wegen Abänderung des Bräunt-' w e i n st e u e r g e s e tz e s zu. — Den „Berl. Pol. Nachr." zufolge wird eine Vorlage wegen des Anschlusses Helgolands an das preußische Staatsgebiet dem Landtage nach Neujahr zugehen. Helgoland werde dem Landrathskreise Süd er -Dithmarschen, Landgerichtsbezirk Altona zugetheilt. Die Verwaltungsordnung, die Verwaltungsgerichts- und Gerichtsverfaffung Preußens würden nach der Einverleibung in Preußen dort eingeführt werden. Köln, 18. December. Die „Köln. Ztg." will wissen, der Kaiser komme in der ersten Hälfte des September 1891 nach München behufs Abnahme der Kaisermanöver der beiden bayerischen Armeecorps, die schließlich in der Gegend des Lechfelds gegen einander manövriren. Essen, 18. December. Nach der „Rhein.-Wests. Ztg." sind von den strikenden 3 4 0 Bergleuten der Zeche „Blankenburg" Morgens 25 unter Tage angefahren. Metz, 18. December. Die „Lorraine" meldet: Der Staatssecrecär v. Puttkamer traf gestern ein und fragte beim Studiendirector Dr. Fritzen an, ob er geneigt sei, Bischof von Straßburg zu werden. Or. Fritzen bejahte die Frage. Paris, 18. December. „Siöcle" dementirt entschieden Sie Nachricht Londoner Blätter, wonach der russische Kaiser auf das Schiedsrichteramt in dem franz ö fisch- holländischen Grenz streit betreffs Guyanas verzichtet habe. Loudon, 18. December. In Gegenwart der Königin sand heute die Enthüllung der von Böhm angefertigten Statue des Kaisers Friedrich in der Georgscapelle zu Windsor statt. London, 18. December. Der Enthüllungsfeier des Kaiser-Friedrich-Denkmals wohnte Generallieutenant Wittich als Abgesandter des deutschen Kaisers bei. Ferner waren anwesend der Prinz von Wales, das Herzogspaar von Connaught und Prinz Heinrich von Battenberg. Petersburg, 18. December. Außer den zur Vervollkommnung in der russischen Sprache mit Staatsstipendien ins Innere Rußlands gehenden sinnischen Beamten sollen auch Volksschullehrer zu demselben Zwecke nach Rußland gesandt werden. Die finnischen Lehrer kommen in das Petersburger Lehrerseminar. Sofia, 18. December. Die Sobranje berieth ein neues Reglement für den Tabakbau und Tabakhandel, wonach die bisherige 40procentige Verbrauchssteuer auf 90pEt. erhöht wird. Das Budget des nächsten Jahres mit 80 Millionen steht in Folge der Genehmigung einiger indirecten Steuern nahezu im Gleichgewicht. Constantine, 18. December. Der Generalrath beschloß der Regierung 100000 Frcs. zu Ergänzungsstudien für die Sahara-BahnlinieQuargla-Amguidzur Verfügung zu stellen. Quebeck, 18. December. Meldung des Bureau Reuter. Der Expreßzug Halifax-Montreal stürzte von der Levisbrücke herab. Sämmtliche Wagen stehen unter Waffer, zahlreiche Passagiere sind getödtet oder schwer verletzt. Washington, 18. December. Das Repräsentantenhaus hat die Bill, nach welcher die Zahl der Mitglieder des Repräsentantenhauses aus 356 vermehrt werden soll, angenommen. — Im Senat berichtete Sherman im Namen des Comites der auswärtigen Angelegenheiten über eine Bill, wonach der Mc. Kinley-Taris die Verträge zwischen den Unionstaaten und anderen Regierungen weder verhindern noch abschwächen soll. — Das Kriegsdepartement hat keine Nachricht über einen Kamps bei Rapid City erhalten. Newyork, 18. December. Nach Meldung der Blätter hat die Steuerbehörde einen.deutschen Schooner wegen Robbenfanges bei den Pribylow-Jnseln mit Beschlag belegt. euw».,i,ni » , , , 'iS*' Cecotef tuifc prwhtjkUef. Gieße«, 19. December. — Wie aus der Bekanntmachung Königl. Eisenbahn- Direction Hannover ersichtlich, werden am 28. und 24. Decbr. (DienSlag und Mittwoch) zur Erleichterung des Personen- Verkehrs aus der Main-Weserbahn Vorzüge vor solgende Personenzüge eingelegt: Von Gießen nach Cassel vor dem 4.40 Uhr Nachm. und von Gießen nach Frankfurt oor dem 4.42 Uhr Nachm. abfahrenden Personenzuge. Die Vorzüge fahren den Hauptzügen durchweg 12 Minuten vorauf, halten aus den gleichen Stationen und werden in Bezug aus Fahrkarten genau wie diese behandelt. — Das Museum des Geschichtsvereins war auch während des seitherigen kalten Winters stark besucht und wurden fast jede Woche Geschenke und käuflich erworbene Gegenstände in das Inventar eingetragen. Während des Jahres 1890 wuchs das Verzeichniß um 224 Nummern und sind einzelne Geschenke außerordentlich werthvoll. Auch wurde eine Reihe von Gegenständen mit Eigenthumsvorbehalt nur dargelieheu und sind darunter am werthvollsten die kirchlichen Holzfiguren von Alten-Buseck, die eben noch gereinigt werden, aber im neuen Jahre zur Ausstellung kommen. Auch wurden trotz des geringen Vereinsvermögcns nicht wenige Nummern käuflich erworben. Unter den gütigen Schenkern find mit besonderem Dank zu erwähnen die Herren Schmall, Finanzrath Hörr, L. Rothenberger, W. Gail, Dr. Greim, Fälsche, F. Hell, Langsdorff jun., Uhrmacher Zimmer, Rathsdiener Ochs, Nenzel, Photograph Uhl, Kloos in Nidda, Löber in Dresden, Wilke, Büchsenmacher Dickor6, Spengler Löber, Lehrer Schmeel in Bettenhausen, Pachter Holtzmann auf Hof Leustadt, stud. Ebel, Dr. Böttger in Frankfurt, L. Flett, Dr. Klewitz, Photograph Mook, Bäcker Schwalb, Clubdiener Todt, Buchdrucker Lichtenberger, Vergolder Leib, Uhrmacher O. Schmidt, Dr. Mettenheimer, Postschaffner Wendel, Dr. Gros, Dr. Landmann, Dr. Neatz, Bergmann Ripp in Leihgestern, Simon, Kaufmann Fritsch, Postdirector Ritsert, sowie die Realschüler F. Hollmann, Schlessinger, Schwieder, S. MoseS, A. Ubrich, K. Balser, W. Schneider, E. Möhl, Frutig, W. Loos, Menges, Rud. Löb und Luckhard. Nochmals herzlichsten Dank allen gütigen Schenkern. Ohne Zweifel ist noch in vielen Häusern allerlei altes Gerümpel, großes und kleines, das aber, in einem Museum untergebracht, sofort aufhört, Gerümpel zu sein. Namentlich die Jugend möchten wir darauf Hinweisen, in einer müßigen Stunde zwischen den Jahren einmal auf den Speichern nach derartigem „Gerümpel" Ausschau zu halten. Doch bleibt während der Ferien vom 21. December bis zum 4. Januar einschließlich das Museum geschlossen. Wir bitten, auch im neuen Jahre den Geschichtsverein in seinen Bemühungen gütigst unterstützen zu wollen, Gegenstände vor dem Untergang zu bewahren, welche geeignet sind, ein Bild von dem Leben in unserer Stadt und Umgegend in früheren Zeiten zu geben. Auch wäre sehr wünschenswert!), wenn sich die Anzahl der Mitglieder des Geschichtsvereins gerade in unserer Stadt etwas vermehrte. — Theater. Am Samstag veranstaltet unsere rührige Theaterdirection eine K i n d e r v o r st e l l u n g, und es scheint uns, als hätte sie den Zeitpunkt nicht bester wählen können. Die Schulen sind geschlossen, die Weihnachten vor der Thür. Wer möchte da den lieben Kleinen nicht auch einmal eine Freude bereiten. Zur Aufführung gelangt das reizende Kinderstück „Gold- und Pech warie. — Am Sonntag gedenkt Herr Director Reiners auch den „Großen" noch einmal eine besondere Weihnachtssreude zu bereiten, indem er den famosen Moser'schen Schwank „Nervös", der zum ersten Mal so außerordentlich gefallen hat, als letzte Vorstellung vor Weihnachten wiederholt. Mäge auch das Gießener Publikum Herrn Reiners nach so vielen bitteren Enttäuschungen wenigstens eine Weihnachtssreude verschaffen. — Theater-Verein. lieber Frau Claar-Delia, die wir demnächst in unseren Mauern begrüßen, urthetlt der „Staatsanzeiger" gelegentlich ihres jüngsten Gastspiels am Hoftheater in Dessau: „Die Vorstellung im Herzoglichen Hostheater am 2. December Abends gestaltete sich zu einer wahren Ovation für Frau Hermine Claar-Delia, welche in zwei französischen Lustspielen auftrat. Der Erfolg dieses Gastspiels war ein durchschlagender, namentlich wurde am Schlüsse der Vorstellung das Publikum nicht müde, die gefeierte Gästin immer und immer wieder mit Beifall auszuzeichnen, so daß sie mehrmals an der Rampe erscheinen mußte, um diese Huldigungen entgegenzunehmen. Zuerst trat sie in Scribes Lustspiel „Frauenkamps" auf. Die Gräfin Autreval erfordert ebensowohl vornehmste äußere Repräsentation, als ein hohes Maß inneren Seelenlebens. Diese geistreiche Legitimistin, welche, obgleich schon über die erste Jugendblüthe hinaus, noch von Amors Pfeilen getroffen wird, hat im Grunde genommen zwei Rivalen zu besiegen: den Baron von Mont- richard, königlichen Präfecten, und ihre Nichte Leoni von Villegoutier. lieber jenen siegt weibliche List und Verschlagenheit, dieser gegenüber unterliegt sie selbst- denn der sieghaften Jugend und Unschuld gegenüber ist aller Geist und alle Gewandtheit waffenlos. Sie ist aber klug genug, nicht einen Kampf fortzusetzen, dessen Siegespreis für sie ein sehr zweifelhafter ist. Gräfin Autreval thut das, was jede kluge Frau thun muß, die daS Ungljick hat, in reiferen Jahren noch in Leidenschaft für einen jungen Mann zu entbrennen, sie entsagt. Frau Claar-Delia hat die verschiedenen seelischen Wandlungen dieses Kampfes glänzend dargestellt, nicht blos angedeutet- ihr Spiel war trotzdem fein und discret. Die Leoni, welche Rolle an einem Characterisirungssehler krankt (sie verräth den Geliebten in Folge einer plumpen Falle Montrichards), gab Frau Grans im Allgemeinen gut, doch ließ sie uns in etwas den aristokratischen Zug der vornehmen jungen Dame vermissen. Allerdings läßt sich nicht leugnen, daß gerade der oben erwähnte Characterisirungssehler sehr wohl ein Grund ist, die Rolle von der naiven Seite aufzufasten. Heinrich von Flavigneul (Herr GöhnS) ist ein wahrer Glückspilz- denn ein einziges unbesonnenes Hoch auf den Kaiser Napoleon bringt ihm die Liebe zweier so ausgezeichneten Damen ein. Freilich ist es für einen Liebhaber mißlich, das ganze Stück hindurch in Bedientenlivree herumgehen zu müssen. Der Darsteller that sein Möglichstes, um uns die seltsame Gewalt, die er auf zwei Frauenherzen ausübt, so gut als thunlich erklärlich und glaubhaft zu machen. Mit dem Gustav von Grignon sand sich Herr Reubke gut ab- es ist eine merkwürdig angelegte Rolle, schade, daß solche zweiherzige Menschen kaum denkbar sind. Was aber dem gesunden Menschenverstand als gekünstelt und unwahr erscheint, daS kann auch der größte Künstler uns nicht überzeugend vorführen. Eine scharf gezeichnete Gestalt war der Baron Montrichard des Herrn Kröter. Das zweite Stück war der Einacter „Die Schauspielerin" von Tournier, welchen ein gewisser Friedrich verdeutscht hat. Das Stück an sich ist nicht eben bedeutend und erregt nur durch die Rolle der Dumesnil einiges Interesse. Diese Fran^oise gab Frau Claar-Delia und war ihr hier Gelegenheit geboten, ihr großes Talent in glänzender Weise zu bewähren. Neben ihr spielte Herr Paulick den Kunstschwärmer und*Liebhaber Alfred Dupius außerordentlich lebhaft und ergreifend. Die Charac- * terisirung des kunstbegeisterten Jünglings gelang ihm recht gut- auch Herr Hetzel als Vater Dupuis und Frl. Föppel als Louise leisteten Lobenswerthes, namentlich trug Fräulein Föppel den nicht leichten Anfangsmonolog mit beachtenSwerther Nuancirung der wechselnden Gefühle vor." — Zur Jnvaliditäts- und Altersversicherung. In Nr. 295, 2. Blart des „Gießener Anzeigers" sind unter der lieber» schrift: „Was haben die Arbeitgeber, Dienstherrschaften, Meister, Lohnherren, Hausväter und Hausfrauen zu thun?" Bestimmungen angeführt, die im Allgemeinen, namentlich in Preußen, zu beobachten sind, für das Großherzogthum Hessen aber keine Giltigkeit haben, da hier das Einkleben der Marken in die Karten von den Bürgermeistereien, bezw. de« Vorständen der Orts- ober Fabrikkrankenkassen vorgenommen wird. Eine genaue Anweisung, in welcher Weise das Gesetz im Großherzogthum Hessen ausgeführt wird, gibt die in heutiger Nummer befindliche Bekanntmachung der GroßH. Bürgermeisterei Gießen, auf welche wir, um allen etwa entstehenden Mißverständniffen vorzubeugen, hiermit besonders Hinweisen. — Was sollen wir unseren Dienstboten zu Weihnachten schenken ? Es kommt dabei ganz darauf an, ob man seine Dienstboten beschenkt, weil es so üblich und im Dienstvertrag so ausgemacht ist ober ob man ihnen eine Freude machen will. — Im ersteren Falle, tuenn man nur schenkt, weil es nicht anders geht, ist es am besten, nur Geld zu schenken. Die Mädchen kaufen sich dann, was sie gerade brauchen ober sparen das Weihnachtsgeld. Es ist gut, wie auch vielfach üblich, den Mädchen gute Kleiderstoffe zu schenken. Sie bekommen aus diese Weise oft etwas, was sie gut'brauchen. Die Dienstgeberin, welche ihren Mädchen nicht nur eine Freude machen, sondern ihnen auch wirklich etwas Gutes erweisen will, nehme sich die Mühe, sich darum zu kümmern, was ihre Untergebenen brauchen und was sie sich wünschen. Das ist ja bei den einfachen Lebensbedingungen eines Dienstboten nicht schwer. Natürlich wird man ihnen nichts schenken, was unverständig ist, keine Luxusgegenstände, keinen Modefirlefanz„ auch wenn irgend ein thörichtes junges Ding so etwas wünscht. Dagegen scheint uns ein einfacher Schmuckgegenstand für ein Mädchen, welches schon Treue und Anhänglichkeit ans Haus bewiesen hat, nicht unbedingt verwerflich. Das ist dann ein bleibendes Andenken, welches das Mädchen, wenn es Gemülh hat, lebenslänglich verwahrt. Sehr empfehlenswerth ist es,, den Mädchen, welche Aussicht haben, sich zu verheirathen, Linnen, Bettzeug oder andere nützliche Dinge zu scyenl'eu. Was sie sich von ihren Ersparnissen kaufen können, reicht nicht weit. Natürlich sind Kleider, Mäntel und beriet ebenso angebracht, wenn sie einem wirklichen Bedürsniß entsprechen- Genug, auch hier handle man nach dem Grundsatz, der am Ende für jedes Geschenk maßgebend ist: Mit Liebe und Berständniß! x — Die Vorsitzenden von 31 OrtSgewerbvereinen (darunter diejenigen von Darmstadt, Mainz, Worms, Oppenheim, Gießen zc.) des Großherzogthums haben an beide Kammern der Stände ein Gesuch gerichtet um erhöhte ständische Verwilligungen zu den Capiteln 65 und 76 des Haupt- voranfchlags der Staats-Einnahmen und -Ausgaben in den Jahren 1891/94. Wie in der Petition ausgeführt wird, hat auf Grund genauer Untersuchungen und sorgsältigst festgestellter Zahlen der unter'Großh. Centralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbverein satzungsmäßig vertretende Ausschuß, in welchem alle Ortsgewerbvereine und nahezu sämmtliche Handwerker- und sonstige gewerbliche Schulen des Landes ihre organische Vertretung haben, im Frühjahr d. I. die Voranschläge für die genannten Capitel des Staatsbudgets der Finanzperiode 1891/94 festgestellr, worauf solche Großh. Ministerium des Innern und der Justiz mit der Bitte um Genehmigung von Großh. Centralstelle für die Gewerbe vorgelegt wurden. Im Hauptvoranschlag sind nun für eine Reihe Posten Erhöhungen vorgesehen, allein nicht alle Be- schlüffe bezw. Anträge des erwähnten Ausschusses sanden Ausnahme in dem neuen Budget. Die Petenten ersuchen nun um Wiederherstellung der vom Ausschuß ausgestellten Posten, jede einzelne Position näher begründend. Es betrifft Dieses zu Capital 65 (Centralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbverein): Der Ausschuß hatte als Gehalt für den Secretär erbeten 3000 Mk., tm Budget sind eingestellt 2900 Mk., Gehalt für den Secretariatsgehilsen 2500 Mk., im Budget sind eingestellt 1800 Mk., Gehalt für den Zeichner 2000 Mk., im Budget ganz gestrichen, da die Regierung den Versuch machen will, die Geschäfte des Zeichners durch die Lehrer der Landes-Baugewerkschule versehen zu (affen; Gehalt für den Rechner 600 Mk., im Budget 500 Ulf., Preise, Geldunterstützung zc. 10000 Mk., Budget 8500 Mk., Ortsgewerbvereine 34300 Mk., Budget 31700 Mk., Dispositionsfond 1515 Mk., im Budget gestrichen- bet diesem Capitel eine Minderforderung von 9415 Mk. — Die Militär Verwaltung stellt seit längerer Zeit Erhebungen darüber an, wie viele Soldaten im letzten Jahre auf Urlaub gefahren sind, wie viele Kilometer Wegestrecke dieselben zurückgelegt haben und wie viel für Fahrkarten dabei verausgabt worden ist. Es stehen diese Erhebungen mit dem Plane in Zusammenhang, fortan möglichst jedem Soldaten einmal wenigstens im Jahre eine vollständige freie Reise nach seiner Heimath zu gewähren. Mit dieser Neueinführung würde jedesmal vielen Soldaten, welche von Hause aus pecuniär schlecht gestellt sind, eine erfreuliche Concession gemacht werden. Queckboru, 17. December. Um einem längst gesühlten Bedürfnisse zu entsprechen, hat ein Consortium hiesiger Land- wirthe beschlossen, auch für unsere Gemeinde eine Vieh- Waage zu beschaffen. Vermisstes. * Mainz, 16. December. Sämmtlichen Mitglieder« des landwirthschaftlichen Vereins der Provinz Rheinhessen wird eine Broschüre, worin in leichtverständlicher Wetse die SS ssi ? K1 Smtntr, tu M-nd- TW° - Sait*1 weither Gelegenheit eine den M* HMeln gegeben M Md und { M desselben 5 M Thier, der Saserne M dc und stürzte mit das Pferd zu l fort durch nie! und in die Äaf Stunde war er wuftsein gelang Hchruverletzung dritten fiahre,' 1 * Die lieb einem sehr kalt, unb sand, als Min besetzt, .Hausknecht," r Dutzend Austen „jdi weiß woh! - Der Hauski sich am Kamm wehren, ein so Pserdestall. Ui im Feuer, eiin allen klebrigen Austern. — h Tisch her und Pfeffer nicht." * Vorige 1870/mic Z eine Summe bi vaüdenpenjion W gelungen, Nachweisen. Monat 25 M * ®it Ian ber'garnts zu Di Gutachten fertig dishrrigrn bex^ füllt wird, bt ^»appschastsvei den sind, dah immerhin noch können. Wem Westfalen in g fertigt, öaß ba io bald versiem * Wie vi *ere« laut neu «"-'geprägt nac * “ni,!rfruni °" i“t Hilf/ MH y t ’ «i» nL ■ bon ttir 'krpten tii.'T c «hil NthT b'n k Aschas. Hi ' n 4 'n °" Ui I leite, i6r di- i !##• 4l|lteli(b!t glli EÄ-** "'»ch truA®* mit brockt- ZB =S£ k/ss/bzm. bet 8or ■S .“^enontme» J'9, t di- i, jj* LS iet®ro6'6 **, hiermit b" 1 ®n/ ob man iüne undimDiech^ "ne Freude ' "ur schenkt, weil E6 lur W zu schenken. Skrade brauchen ober ut' /Die auch bielja^ zu schenken. Sie (il ,a5_ F« 8"-brauchen. 'UM nur eine Freude !twas Gutes emeisen zu kümmern, was ihre 1 wünschen. Das ist zen eines Dienstboten in nichts schenken, wo» - keinen Mobefirlesanz, Ding so etwas wünsch!, nuckgegenstand für ein chänglichkeit ans Haus ch. Das ist bann ein )chen, wenn es mpsehlenswerth ift tir sich zu vechl'mthen, he Dinge zu schenken, kaufen können, reicht änlel und derlei ebenso Bedürsnitz entsprechen, em Grundsatz, der m ist- Mit Liebe und ^ttotibmtinta (dunm Doms Oppenheim, >n an beide Kammrrr mtt ^andüche W W Hb « b" ( Mszefthrt wirb, H«I Mb i°rgM * ,Mllkfirdi-E--°--b- tzi-oeritticndeÄiiiB^ asfi* ‘SÄ? j J1 di-S-w-rd« W- «18 ®t a l Xflelt «ub9'‘ J 250» * ist- d-° o' W- ult . S500 F b--#* 415 * M» lt s-i> 1 Sr 9** ,,, -ilowe^ 5 »i-ifu( K°"-" ’***.? i«t,n( .Jlit »ltl,r ab""', !,nl .,6 < i» ""5- K--! °K°- ftiiuntungcK des Invali ditäts- und Altersver- sicherungsgefetzeö erläutert werden, zugestellt werden. * Bom Maiu, 16. December. Trotz der colossalen Windfälle, welche der Orkan vom 2. August in den diesseitigen Waldungen verursachte, werden bei den gegenwärtigen Holzversteigerungen ungewöhnlich hohe Preise erzielt. Tannenholz stellt sich beispielsweise aus 5.50 Mk. bis 6 Mk. per Raummeter, gegen 4 bis 5 Mk. in früheren Jahren. Auch die Steinkohlen behaupten ihren Preis von 1.50 Mk. per Centner, eine die weniger Bemittelten empfindlich berührende Thalsache. (D. Ztg.) * Babenhausen, 18. December. Ein höchst bedauerns- «erther Borsall ereignete sich am Samstag Vormittag bei Belegenheit einer F e l d d i e n st ü b u n g der hier garnisoniren- den Dragoner. Ein Gefreiter, Namens Trommel aus Rnmpenheim, war aus Vorposten. Als das Signal zum sammeln gegeben wurde und er zurückreiten wollte, scheute das Pferd und ging dnrch. Es war dem Reiter nicht möglich, desselben Herr zu werden^ in rasendem Tempo sauste daS Thier der Stadt zu. Unmittelbar vor der Altdörser- Kaserne glitt dasselbe aus dem Pflaster aus, überschlug sich und stürzte mit dem Reiter zu Boden, so daß letzterer unter das Pferd zu liegen kam. Der Unglückliche wurde wohl sofort durch mehrere Leute aus seiner schlimmen Lage befreit und in die Kaserne verbracht, allein schon nach einer halben Stunde war er verschieden, ohne vorher nochmals zum Bewußtsein gelangt zu sein. Der Arzt consiatirle eine schwere Gchirnverletzung als Todesursache. Der Aermste diente im dritten Jahre- er war der Sohn einer armen Witlwe. * Die liebe Neugierde. Der Dichter Butrler stieg an einem sehr kalten Decemberabend in einem Wirthshause ab und fand, als er in die Wirthsstubc trat, alle Plätze am Kamin besetzt, so daß er nicht zum Feuer kommen konnte. ^.Hausknecht," rief er, „gib sogleich meinem Pferde ein paar Dutzend Austern!" — „Hafer wollen Sie wohl sagen?" — />Fch weiß wohl, was ich sage: ein paar Dutzend Austern!" ■ — Der Hausknecht gehorchte; die gesammte Gesellschaft, die sich am Kamm wärmte, tonnte sich der Neugier nicht erwehre«, ein so seltsames Thier zu sehen, und lief in den Pferdestall. Unterdessen nahm sich Buttler den besten Platz •in Feuer, einen Augenblick daraus kam der Hausknecht mit allen Uebrigen zurück und versicherte, der Gaul wolle keine Austern. — „Will er keine? Nun gut, so setze mir einen Tisch her und bringe sie mir; vor allen Dingen vergiß den Pfeffer nicht." * Vorige Woche hatte ein Invalide aus dem Kriege 1870/7Kbie Freude, bei der Staatskasse in Gera auf einmal eine Summe von 6000 Mk. in Empfang zu nehmen, als Jn- validenpension auf die letzten 20 Jahre. Es war ihm erst jetzt gelungen, seine durch den Krieg veranlaßte Invalidität nochzuweisen. Der Betreffende erhält auch in Zukunft pro Monat 25 Mk. * Wie lang reichen unsere Kohlen? Seitens des Oberbergamts zu Dortmund ist in diesen Tagen ein amtliches Gutachten sertiggestellt worden, nach welchem aus Grund der bisherigen bergbaulichen und geognostischen Ausschlüsse sestge- siellt wird, daß innerhalb des Gebietes des Allgemeinen Kuappschaftsvereins in der Erde noch so viel Kohlen vorhanden sind, daß selbst bei einer gegen jetzt erhöhten Förderung . immerhin noch über 200 Jahre Kohlen gefördert werden können. Wenn man bedenkt, daß bei dieser Berechnung bloß Westfalen in Betracht kommt, so ist die Annahme gerechtfertigt, daß das große Kohlenbecken der Erde überhaupt nicht so bald versiegen wird. * Wie viel deutsches Geld gibt es? Ende März 1890 nkich laut neuer amtlicher Mittheilung an deutschen Münzen ausgeprägt nach Abzug der Einziehungen: 2440 976 915 Mk. in Goldmünzen, 234 452 649,40 Mk. in Silbermünzen, - 44 138 014,85 Mk. in Nickclmünzen, 1 £063 488,21 Mk. in Kupfermünzen. Das ergibt also in Summa etwa 2948 Millionen. — Die alten Thalerstücke find hierin nicht ein- - begriffen. * Saarbrücken, 16. December. Gestern ist ein Sergeant vom 60. Regiment, welcher auf der Saar Schlittschuh lies, in der Nähe der Wölferdinger Eisenbahnbrücke eingebrochen und ertrunken. Der Soldat war von einem Kameraden begleitet, der sich aber nicht getraute, dem Verunglückten sofort zur Hilfe zu eilen. Fast eine Viertelstunde rang dieser verzweifelt um sein Leben, aber das Eis brach immer weiter, I sobald er sich aus den eisigen Fluthen herausschwingen wollte. Südlich verließen ihn die Kräfte und er wurde von dem Strome mit fortgenommen. * Sin Ulau der Garnison Oschatz, welcher sich seit einigen Tagen von seiner Truppe heimlich entfernt hatte, wurde in Ide» Ruinen des circa eine halbe Stunde von Oschatz entfernten „Wüsten Schlosses" in bejammernswerthem Zustande vufgesunden. Der Unglückliche, welchem beide Füße erfroren teore», hatte seit mehreren Tagen keine Nahrungsmittel zu sich genommen und wollte, wie er angab, freiwillig den Hungertod erleiden. * Für den diesjährigen Weihnachtsmarkt hat die Pariser Spieiwaaren-Jndustrte ein Spielzeug geliefert, das an Ge- säumacklosigkeit bis jetzt nicht seines Gleichen hatte: einen ent« -leisenden Bahnzug. Derselbe läuft durch eine Gebirgslandschaft en miniature, an einer bestimmten Stelle entgleist ec und Locomotive und Wagen stürzen in den Abgrund, |Itl, sogar die Tobten und Verwundeten, möglichst natur- MctTC» gemacht, ist dabei vorhanden. — Recht passend für ein .iimdergemüth! Literatur rrnS Kauft — M« rrerreS Psstbrrch. Der Postbefttmmungen und SBor= WHfteN §'0l es -u viele, als daß man sie sämmtl'ck im Kopse de- Wn könnte, ja selbst zu viele, als daß der Geschäftsmann sie so Mäst tu bm btstchenden Postbüchern zusammensände und Überblicken lönmte. Und doch tfts für den Kaufmann so nöthig, über Alles inletrrid)tet z« sei». Welche Schererei oft eine nach dem Auslände Made Postpacketsendung verursacht, davon wissen diejenigen zu «tüihlen, die Liter exportiren. Da gilt eS zu beachten: JnhallS- erklärungen in verschiedenen Sprachen mit Gewicht- und Werthangabe für jedes einzelne Stück, Gewichtsgrenzen, Verpackungsvorschrtften, Nachnahme- und Francaturbefttmmungen, Siegel der Packtte und Declarationen, Verstcherungsgebühr, Zollsrancirung, Währungs-. Umrechnungen, Wegbesttmmung usw. Nickt nur für Packele, auch für Briefe, Drucksachen, Waarenproben, Telegramme, Poftausträge usw. gibt eS so viele Vorschriften, daß der Exporteur nicht ohne ein gutes Postbuch sein kann; muß er doch feine Offerte für das Ausland so einrichten, daß der Käufer den Waarenprets am Bestimmungsort ersieht, er mutz billig offeriren, wenn die Concurrenzpreise es nöthig machen, er muß verdienen, wenn sie es erlauben, er muß zwischen Bahnfracht und Postporto calculiren, er mutz wissen, wohin er am vorthetlhaftesten liefern kann, welches die kürzeste und welches die billigste Route ist. Da wird bann ein Post buch willkommen sein, das eine größere Uebersicht als die bisherigen gewährt, in dem man Alles, was man für ein bestimmtes Land und für eine bestimmte Sml-ung braucht, zusammenstehen hat, so daß man nichts verg-ssen und weit schneller und mit weniger Scherereien expediren und offeriren kann. Ein solches Postbuch, her ausgegeben von Postsecretär Hettler, ist soeben in Richard Hahns Verlag in Stuttgart zum Preise von nur 1.20 «X erschienen. Zum schnelleren Ergreifen der einzelnen Abtheilungen ist das Buch auf verschiedenfarbiges Papier gedruckt. Eine Zonenkarte, sowie ein V.rzeichniß von ca. 3000 deutscher und österreichischer Postorte ist belgcgeben. Die Geschäftswelt mag auf dieses vorzügliche und sehr gui ausgestattete Hilfsmittel aufmerksam gemacht fein. unserer geehrten Leser; textlich und illustrativ Bieten dieselben nur Vorzügliches, stehen aus der Höhe der Zeit und Wiffenschaft und sollten überall dort zu finden fein, wo man In lenste für das Wallen der Nalurkiäfte hat, welches die heutige Generation immer mehr erforscht und für ihr eigenstes Wohl auSnützt. — Als willkommener Bote zum neuen Jahr erscheint zum zweiten Male in ganz neuer Ausstattung und Bearbeitung der allen Pflanzenfreunden unentbehrlich gewordene Abreißkalender von I. C. Schmidt in Erfurt, der unter einem bildschönen Aeußeren eine Fülle guter Rathschläge namentlich für die Pflege der Zimmerpflanzen bringt, der sich, auf 365 Tage ocrt&eilt in anziehender Weise geschriebene Notizen für den Vor- und Hausgarten, die Gemüse- und Pflanzenzucht anschließm, selbst die Land- und Forst- wirthschast findet angemefsene Berücksichtigung. €an6- uttO — Die bei den preußische Staatseisenbahnen zur Zett bestehenden Gebühren für die Aufbewahrung von Handgepäck der Reisenden auf den Stationen erleiden vom 1. Januar k. I. infofern eine Aenderung. als von diesem Tage ab für fides Gepäckstück für die beiden ersten Tage zusammen 10 Pfg. und für jeden weiteren Tag der Aufbewahrung weitere 10 Pfg. erhoben werden. Der Tag der Ntederlegung und der Tag der Zurücknahme werden als je ein voller Tirg gerechnet. — Unter den in diesem Jahre aus den Weihnachtsmarkt gebrachten Jugendschriften und Bilderbüchern zeichnen sich vor Allem die im Verlage von Sam. LucaS in Elberfeld erscheinenden Novi- täteu aus. Die genannte, mit dtescn Erzeugnissen zum ersten Male in genanntem Genre arbeitende Firma bat mit demselben schnell sich in die erste Reihe der Bilderbuchsabrikanten zu stellen gewußt und es gleichzeitig verstanden, durch angemessene Preise die Einführung ihrer schönen Prodvcte zu erleichtern. Zu dem billigen Preise von Mk. 1.— spendet sie ein neues ausgestanztes Bilderbuch, das »Christkind", welches in Form des schwebenden Christkindleins zwölf auf die Monate des Jahres bezügliche Gedichte oder Erzählungen aus der Feder von Johanna Baltz und reizende Illustrationen von W. Sus enthält. — Das „kostspieligste" der drei Bücher ist die Jugendschrist „Pauls Wünsche", eine vom erziehlichen Standpunkte aus sehr zu empfehlende, für jugendliche Leser reiche Anregung bringende Erzählung, die, mit vielfarbigen Bildern auf jeder Seite geziert, bei der Knabenwelt die größte Beliebtheit erhalten wird. „Pauls Wünsche" kostet Mk. 3.—. Endlich liegt „Grins'chen und Gruns'chen", d. b.: „das Buch vom gehorsamen und ungehorsamen Mädchen" (Preis Mk. 2.-) vor uns. „Grins'chen und Gruns'chen" erzählt von den Folgen des guten und dösen Betragens, der Reinlichkeit und der Unreinlichkeit, der Verträglichkeit und der Unverträglichkeit u. s. w. Auch die Enthallfamkert und die Un- mäßigkeit werden in diesem Buche in ihren Konsequenzen gezeichnet. „Grins'schen" ist klug und weise, aber von „Gruns'chen" sagt der Dichter: „Einstmals aß sie sieben Klöße, Alle von besond'rer Größe, Und dann sveist die böse Dirne Noch sechs Aepfcl und 'ne Birne." Die Folgen kann man sich denken. Und so, wie diese Probe, ist der gesammte Text gehalten. Fürwahr, selbst ältere Leute werden fick an „Grins'chen und Gruns'chen" ergötzen, wenn sie aus dem Buche ihren Kleinen vorlesen. — Vor uns liegt der zweite Jahrgang von L. Meggen- dorfers hnmoristifchen Blättern, zwei stattliche, hochelegant gebundene Bände, jeder zu 3 Mk., mit einer Fülle von köstlichem Humor in Wort unO Bild. Wer kennt nicht die genialen Einfälle des beliebten Münchener Humorzeichners? Was er aber hier bietet, ist wohl das Beste, was er bisher geleistet. — Dadet hat er es verstanden, auch noch andere tüchtige Künstler, sowie die hervorragendsten humortstiscken Schriftsteller für dieses Unternehmen zu interessiren, und erhält dadurch diese in ihrer Art einzig dastehende humoristische farbige Zeitschrift eine Abwechslung und Vielseitigkeit, wie sie kein anderes Blatt zu bieten im Stande ist. Heitere und ernste Gedichte, seffelnde Novellen, lustige Witze und Sinnsprüche u. f. w. gewähren in Verbindung mit den geschmackvollen Illustrationen eine Fülle aügenehmfler Unterhaltung, ergötzlicher Zerstreuung und erholenden ZUtver treibtz und fördern dadurch einen Humor, wie er im Kreife der Familie gebraucht wird. Vom 1. Januar ab soll alle 8 Tage eine Nummer mit je 8 Seiten grotzentheils in Buntdruck erscheinen und machen wir untere Leser jetzt schon auf diese hervorragende Erscheinung aufmerksam. — Don der neuen, bntien Auflage des „besten »aturwissen- schaftlichen Hausbuches": Brehm» Lhlerleve«, ist soeben noch rechtzeitig für den Weihnachts>i>ck der zweite Band ausgegeben worden, zu btffen Empfehlung wir die treffenden Worte des Reifenden und Naturforfchers Prof. Karl von Öen Steinen in Marburg ansühren wollen. „Mit wahrer und auftichtiger Freude begrüße ich das literarische Errigniß, welches sich mit dem Erschernen einer dritten und ueu bearbeiteten Auflage von „BrehmS Thterleben" vollzieht; denn wir Alle, die dem klassische» Buche einen Tbeil, und zwar nicht den schlechtesten, unserer Weltanschauung verdanken, können seiner gar nicht mehr entrathen und müssen, damit dem unvergänglichen Werke die Jugendfrische gewahrt bleibe, es gewiß für eine Nothwendigkeit erklären, daß die edle Quelle der Belehrung und des Genuffes, an der sich Tausende erquicken wollen, eine den Ansprüchen fortschreitender Erkenntniß entsprechende Faff^ng erhalte. „Man streitet, welches die beste» hundert Bücher seien — ich glaube, wenn man nur die dreißig besten aufzählen wollte, „Brehms Thierleben" dürfte darunter »ich! fehlen; ich wenigstens, wollte ich, waS ich aus ihm gelernt habe, aus meinem Kopfe wegdenken, sähe ein freudenärmeres und, was schlimmer ist, ein unwahres, verzerrtes Bild der umgebendm Welt." Butzbach, 17. December. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund JL 1,15—0,00, Käse per Pfund 45—46 H, Eier pro Stück 9 H. ___________ — Welche Gemüsesorten kann man im Winter in» Freie fäen? Dort wo der Garten schon im Herbst umgegraben ist, kann bet offener, trockener Witterung, die ein Bearbeiten des Bodens erlaubt, verschiedener Sarnen eingebracht werden, so z. B. Möhren, Earotten, Petersilienwurzeln, Kerbelrüben, Dill, Pastinak, Gartenmelde und Bohnenkraut. Man erreicht durch so frühe Aussaaten, daß die betreffenden Gemüse 8—14 Tage früher marktfähig werden. Selbstredend muß man die frühesten Sorten wählen. Man streue den Samen, den man vorher mit Hellem Sand gemischt, um ihn gleichmäßig oertheilen zu können, auf das rauh gegrabene Land und hacke ihn oberflächlich ein. Nur bei ganz feinen Sämereien muß vor dem Säen leicht geharkt werden, damit der Samen nicht zu tief wegkommt. — Verbreitung beb Unkraut- durch Dünger. Die Akademie der Wissenschaften in Paris Uetz einer Anzahl von Pferden mit Unkraulsämereien vermischten Hafer reichen, um die Verbreitung des Unkrautes durch den Dünger verfolgen zu können. Der sorgfältig untersuchte Dünger zeigte eine Menge von Samenkörnern, die unverletzt waren und nach der Aussaat zum größten Theil keimten. Ein Theil dieser Samen wurde zwischen das Futter eines Ochsen qemisckt und verließ den Darm zum zweiten Male unverletzt und keimfähig. Bei einem dritten Versuche wurden die aus dem Ochsen- bünger gewonnenen Samen unter das Futter von Schweinen gemischt und blieben auch hier noch zum großen Theil keimfähig. — nebrig gebliebeueS Suppenfteifch läßt sich auf folgende Weise zu einem schmackhaften Gwicht zuvererten. Man schneidet es in etwas dicke viereckige Stücke, dünstet dieselben mit gehackten Schalotten und Zwiebeln in Butter, bestreut sie mit Mehl, Übergießt sie mit kräftiger Bouillon aus Liebigs Fleischextract und fügt die üblichen Küchenkräuter nebst einer ungeschälten Knoblauchschale bei. Nach viertelstündigem Kochen schlägt man die Sauce durch ein Sieb' gießt sie über das Fleisch, läßt noch eine halbe Stunde kochen, bindet die Sauce mit zwei Eigelb und fügt endlich gehackte Petersilie nebst etwas Elsig hinzu. tinxkin, reine Wolle, nadelfertiff, ca. 140 o« breit ä Mk. 1.95 Pfg. per Meter versenden birect jedes beliebige Quantum Buxkin-Fabrik-D6pSt Oettinger & Co., Frankfurt a. M _____________rMuster-Auswahl umgehend franco- _______1168 - Maufchettenhatter. Wer hat sich nicht schon über das Vor- und Zuruckrutschen her Manschetten geärgert? Für eine bequeme Befestigung der Manickettm am Hemde hat Kalkbrenner durch seine in den meisten Ländern patrntirten Manschetteu- halter gesorgt. Der Halter besteht aus einem an dem einen Ende aufgebogenen und am unteren Ende mit einem Knopfe verbundenen doppelten Drahtstiel mit Ausbiegungen und wird mit dem gebogenen Theile vorn von außen nach innen durch die beiden Manschettenlöcher gezogen, bis der Knopf an der Manschette anliegt. Dann wird der aufgebogene Theil des Halters über den Hemdenknopf gelegt und der Halter durch den Hemdenkrwpf gezogen, bis der letzicre in einer der Ausbiegungen sitzt. Da der Stiel mehrere Ausbiegungen hat, kann die Manschette beliebig weiter vorne oder zurück getragen werden Will man die Mannschctte ablegen, so zieht man sie einfach nadi vorne und löst damit Manschette nebst Hatter vom Hemd Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen. Evasgelische Gemeiude. Gottesdienst 4- Adventssonntag, 21. December: Vormittags 9V3 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Dingeldey Kinderktrche Vormittags 11 Uhr: Pfarrer Schlosser. Am Mittwoch den 24. December, Nachmittags 3Vt Ubr- Kinderkirche (Chriftbescheerungs-FeierZ. ' ’ r. Am 1. Weihnachtsfeiertag wird eine Collecte erhoben Nir die hiesige Kleinkinder-Bewahranstalt, am 2. Weihnachtsfeiertai desgleichen für die Armen unserer Gemeinde. ynaa,tBTClcnee ,-Wethnachtsseiertas findet Nachmittags b Uhr liturgischer Gottesdienst statt c r der Woche vom 21. bis 27. December besorgt Pfarrer Dr. Naumann. • — Die von A. Hartlebens Verlag in Wien veröffentlichten zwei neuen naturwissenschaftlichen Werke, welche ein allatmeines nad beinahe außergewöhnliches Jntereffe finden, schreiten rüstig vorwärts. ES liegen bemtd fm f Lieferungen vor von: ^Dab Luftmeea". Die Grundzüge der Meteorologie und Rltmatologte noch den neuesten Forschungen gemeiniaßlich baraeflellt von Piof. Dr. Fried'. Umlauft. Mit ca. 130 Abbildungen, 30 Saiten im Texte und 15 Sepaiat- karten. In 15 Lüftungen L 50 Pfg. Dieses Werk hat die Darstellung der modernen Metroroiogte in ihrem ganzen Umfange zum Gegenstände und e örtert die so wichtigen Lehren der gelammten Wttterungtzkunde in gemeinfaßlicher und anziehender Weiie. — Von dem zweiten, popu'är - w-ssenickaf'lichen Werke: ^Physik «nd Etzemte^. Eine g-metnvtrnändtiche Darstellung bei phyutalibchen und chemi chm Erschernrwgen in ihren Beziehungen zum proctischkn Leben. Von Dr. A. Ritter o U-banltzky und Dr. S. Zeisel. Mit zahlreichen Illustrationen. In ca. 35 Lieferungen ä 50 Pfg. — liegen bereits 6 Li.fe ungen unr. DiesiS Buck schi dert alle physikalischen und 'chtm scheu Erscheinungen von Bedeutung in groß n Zügen und ist in seinem Weikn so gehalten, daß is, ohne dir wissen- tchrift'.icken Strenge und Genauigkeit irgend welch.n Abbruch zu tuun, doch möglichst allgemein verständlich ist Viele Hunderte sorgfältig ausgewählter und ausg sührter Abbildungen begleiten und er Sutern den T-xt. Es ist damtt ihatsächtich ein Werk geschaffen, welch s -s Jedermann ei möglich , fick jene physikalischen und ch mischen Kennt- niffe anzueignen, welche für Me allgemeine Bildung unentbehrlich sind und welche fast für jede Art practtscher Tväligkett heute erfordert »erden. Wir emplehlen beide Werke erneut der spectellen Beachtung Kathslische Gemeiude. 4. Adventssonntag, 21. December: Samstag: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um Vr8 Uhr Gelegenheit zur hl^Berchte. tÄy??r0enÜ D0?,6 an Gelegenheit zur hl Beichte; um VsV Uhr AustheUunq der hl Cornrnunion; um Vi8 Uhr Früh- messe; um -/.IO Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2 Ubr sacramentalische Bruderschaftsandacht. Abends um */a6 Uhr Christ- bescheerung. v ’ Gottesdienst in der Shuagosie. Samstag, 20. December. Freit«» Mend 4°° Uhr, Samstag Morgen 8* Uhr, Samstag Mittag 3» Uhr, Samstag Avend 4^ Uhr. lpc^e in dcr am Nachmittag erscheinenden Nummer des Sy „Gießener Anzeigers ' Aufnahme finden sollen, bitten wir bis spätestens 3W Vormittags 10 Ahr w an unsere Expedition gelangen zu lasten. isitenkarten Emma Rellstab. Uhr. Anf. 3Va Uhr. Neuenweg 22. 6724 Abfahrt. Brillantringe 10519 666 7o6 941 H27 1 241 334 433 ßb6 727 All 1124 1151. 930 307 tz56. 30/0 ReichSauleihe Redeetion: K. Scheyde. gesetzt worben: Samstag Dienstag Mtttwoch Dienstag Karl Rupp. Ida Unger. Karl Schreiner. 207.80 158.00 151.80 147.70 101.62 S67.12 213-00 Frau Holle Knecht Rupprecht Daumen Zeigefinger Mittelfinger Goldfinger Kleinerfinger Kasaenoffnung 2 Die 1 Mihnait erschien soeben: Elegant a«s- / < [10523] Bier hach- zu erscheinen. Zinse«, welche bis r« E«de 1890 nicht erhoben worden sind, werden den Eapitalie« in de« Bücher« |«< geschrieben «nd vom 1. Januar 1891 ! an verrietst. , . . | Es brauchen hiernach alle bieiemgen I Einleger, welche die Zinsen nicht baar Lomb. E--B.-AA. Buschtherader Elbthal-Bahn Act. Gotthard-Bahn-Act. Schweizer Nordost-B.»Act. Mainzer E.-B.-Act- Marienburger E.-B.-Act- Coursbericht E. Wasserschieben, Bankgeschäft. 105201 Dersetzungshalber Logt« i* oberen Stock zu »ermiethen. Ludwigstraße Nr. 1. Disconto-Commanb-Änth. Darmstädter Bank-Act. Dresdener Bank-Act. Nordd. Lloyd-Act. Wiener Bankver.-Act. Oest. Credit-Act. Oest. StaatSb.-Act. 3W/i Gießener Grlsenk. Bergw.-Act. «old ««d Silber, Zi«W, Snvf-r, Mesfing. Blei. Zink, Slfe«. Ofen- «nd Maschi«evg«h kauft zu den hrchstm Tagespreisen Ltui« BetheBberger, stimmung vorbehalten. Gießen, den 19. December 1890. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Hansbmsche iS'iÄÄ Bekanntmachung. Bei der unterzeichneten Kasse sind zum Erheben der Zinsen für 1890 von ein-' gelegten Eapitalien folgende Zahltage fest- Fahrplan her aus Station Gießen verkehrenden Eisenbahnrüge. Sonntag den 21. December 1890: „Nervös“. Bekanntmachung. Mittwoch den 24 Deeem- ber d. I., Vormittags 11 Ubr, soll der im Gießener Stadtwald, District Hochwarte, Abtheilung 81, Platte, östlich der 10. Schneise gelegene Gteinbruch Nr. 3 im Saale des alten Rathhauses verpachtet werden. Gießen, den 18. December 1890. Großh. Bürgermeisterei Gießen- Gnaut h. [10526 praktisches Weihnachtsgeschenk. Fat. - Manschettenhalter (Kalkbrenner, Patent), wodurch kein Vor- und Zurückrutschen der Manschetten mehr möglich, und »aher unentbehrlich für Jedermann sind. y Su haben in allen besseren Herren-Modewaaren-GeschLsteu. 10514] Alleinig« Fabrikant««: G. Kalkbrenner & Co., Gießen. Aeikgeöotenes. Frische Backhefe $Örbett am 23. und 24. December d. I. ,01t Gießen nach Cassel vor dem 4 40 Nachm. und von Gießen nach Frankl furt vor dem 4.42 Nachm. au» Gießen absahrcnden Personen-Zügen 97 ””b 1Bet eintretendem Bedürsniß wird auch am 23. d- M. Vorzug von! Frankfurt bi» Cassel dem 11.10 Abend, au, Frankfurt a. M. fahrenden ^U0t Die "Vorzüge fahren den Hauptzügen durchweg 12 Enutat voraus, polten aus den gleichen Stationen und werben in Bezug aus Fahrkarten genau wie diese behandelt. Hannover, den 16. December 1890. 10529 Königliche Gisevbahn Direekio«. -sooiDcr. Königs-Laurah^Act. 175.001 Tendenz: fest. den 20. December 1890, „ 23. „ 24. „ „ „ 30. Frankfurter Börse vom 19. December 1890. Schlußcourse 1 Uhr 15 Min- 86 4014% Ung. Gold,Rente 97.7515 0/0 Jtal. Rente 86 401 * Vs % Oest. Silber-Rente 97.8515% Ruff. UI. Orient - Druck u-rd D-rl«,'d« Brühl'scha. DruckcrU geschloffenen nummerirteu Platz« im Saal 50 H, Emgang vom Hof der Turnhalle au«; die Kart«» zu diesen Plätzen wolle man bei den Schwestern in der Kleinkinderschule oder bei dem Unterzeichneten abholm lasten, auch sind sie, soweit der Platz ausreicht, am Sonntag an der Kaste iU ^Für die Angehörig«« unserer Ki»d«r werden gleichfalls besondere Plätze hergerichtet, Eingang vom Hof der Turnhalle aus. ine Turnhalle wird um 4 Uhr geöffnet. Gießen, den 17. December 1890. Der Dorstand der Kleinkinder-Bewahra«statt: Dr. Naumann, 1. Pfarrer.________________ «ÄS' ‘‘X Mittwoch „ 31. „ Die Einleger werben ersucht, insoweit ste die Zinse« für 1890 baar in Empfang nehmen wollen, an einem der vorgenannten Zahltage mit den Einlagebüchern bei der unterzeichneten Kasse Gertrud rückte M md M, w I ti es geschehen Isie/ittnant wieder^ „Gnädiges Z ■ Ich bin entzückt,; Iti.il müssen an de S,eschwistern „Ich besitze Der Ion kl gmtmüthigeil.'eutcnl ton. mehr jii ersal Fttüölges F iflf dem Lande leb „Allerdings." ,/Das Ländle VMit. Papa ho W Rittergutsbes „Meine Elter Aus den Au schichtige Theilno flieg, vielleicht i kMMnerbill, b ifOen Goldrahmei ciüiillte nun einmal Sumeraben, welch E'hulteru suhlten. „Gnädiges Z iä Herrn Vaters Mein Vater i' tinem grajliche, „Ah!" mach jiüubte . . * Er stvckle p rcrchsplan zu änö a.usschauende Reis Ä der fa fe 'n M ^'diubnappe in biei 'iiivd) die moderne! I ^'ergnügen des R Zuletzt gar von de wurden bii 6 'rch das Anhalt Pianos zu vermietlien. Monatliche Miethpreise : 8, 4, 5, 6 Mk. und höher. Freie Stimmung. Auf einzelne Tage ZU Hochzeiten, Concerten, Tanzunterhaltungen etc. tz 7f 8, 9 Mk. und höher (einschliesslich der Transportkosten). [8220 Wilh. Rudolph, Pianohandlung, Neuenweg 9. Vcröii Die Lieferung frim Rr?k ^ri-i N a F-iedb-r auf die Ges ft« TH-il berf, 30 k N*hi Bekanntmachung. Qut Erleichterung des Personenverkehrs während der Weihnachtsfeiertage werden Vorzüge vor folgenden Hauptpersonenzügen voraufbe- ganz «ußcrgkwSbnltchc schöne und große , hrüchte, empfiehlt [10627 '* Emil Orblg. Bekanntmachung, >ie Anmeldung zur Juvaliditäts- und Altersversicherung betr. Nach 1 des Reichsgesetzes vom 22. Juni 1889 sind vom Voll- ««detcn 16. Lebensjahre ab verstcherungspstichtig: n Personen, welche als Arbeiter, Gehülfen, Gesellen, Lehrlinge oder Dienstboten gegen Gehalt oder Lohn beschäftigt werden; 2) Betriebsbeamte, sowie Handlungsgehülfen und 'Lehrlinge s aus- schließlich der in Apotheken beschäftigten Gehulsen und Lehrlinge), «obn oder Gehalt beziehen, deren regelmäßiger Iahres- arLmrdienst an Lohn ober Gehalt aber 2000 Mk. nicht über- Al/ Gehalt ober Lohn gelten auch Tantieme» und Natural- 6<3“6®ne Beschäftigung, für welche als Entgelt nur freier Unterhalt gewährt wird, gilt nicht als eine die Verstcherungspflicht begründende Die Arbeitgeber haben jede von ihnen beschäftigte versicherungspflich- tiüe Person, welche einer unter pos. 1 erwähnten Kranken-1 taffe nicht angehört, spätestens am dritten Tage nach Beginn der Beschäftigung anzumelden und spätestens am dritten Tage nach Beendigung des Ärbestsverhältnisses wieder abzumeldcn. Ebenso ist lebe wähttnd der Dauer des Arbeitsverhältnistes eintretende, das VersicherungS- verhältniß beeinflustende Aenderung binnen drei Tagen nach beten Em. Kür Angehörige der unter pos. 1 erwähnten Kranken-1 fift dne besondere Meldung für die Juvaliditäts- und Alters- Versicherung nicht erforderlich bezw. ist derselben durch bie Anmeldung *Bt ^Zuwiberhandlungei, gegen die Meldepflicht merben naä) § 1 !2 älbf. 1 Qiffcr 2 des Reichsgesetzes mit Geldstrafe bis zu 100 Mk. geahndet. 9Bir fordern hiernach di- Arbeitgeber unter Hmweis au die genannten Strafvorfchriften auf, ihre versicherungspflichtigen, ber Drt6tranten= S ober SSrittrantmtaffi nicht angehörigen Arbeiter bis spätestens mm 3 Januar 1891 bei der unterzeichneten Bürgermeisterei zur An- me7duna m bringen. Arbeiter, welche nicht zu einem bestimmten Arbeit- St in einem Arbeitsoerhällniß stehen, haben sich ^bst anzumelden. 9 stur Erleichterung der Meldepflicht haben wir Vorkehrung dahm ge- troffen daß den Arbeitgebern in den letzten Tagen dieses Monats Anmelde. ia!mul°rien durch bie Schutzmannschaft zugestellt unb von b.esen am i Tnmmr 1891 roieber abqebott «erben. Die Arbeitgeber sinb für bie «Kge Anmelbung unb bie richtige Ausfüllung ber Anmeldeformularien ^ftba@Päter haben diese Meldungen aus dem hierfür eingeführten Formular birect auf dem Bürgermeisterei-Bureau Zimmer Nr. 15 in d^ Nachmittagsstunden von 2-4 Uhr zu erfolgen. Heber die Art der Einziehung der Beiträge bleibt weitere Be- Neues Theater, Giessen. (Direction: Adam Reinere) Samstag den 20. December 1890, Extra-Kinder- und Schul-Vorstellung. Neu! Neu! Goldmarie und Pechmarie. Märchen m. Gesang in 3 Acten v. J. Blum. Personen: [10524 Wittwe Pech Adelheid Martin. B? W kps- u. ^UQc?6 Colo $ -•■.’s; -- sss ai aa-ai ts s 930 307 6^6. 930 307 656. Beschäftigung. ,, ... Nicht verstcherungspstichtig sind: 1) Beamte des Reiches und der Bundesstaaten und bte n.it Pensionsberechtigung angestellten Beamten von Communalverbanden; 2) Personen des Soldatenstandes, welche dienstlich als Arbeiter beschäftigt werden; .. 3) Personen, welche in Folge ihres körperlichen oder geistigen Zustandes dauernd nicht mehr im Stande sind, mindestens em Drittel des für ihren Beschäftigungsart festgesetzten Tagelohns gewöhnlicher Tagearbeiter zu verdienen. Berechtigt zur Selbstversicherung sind, un cr der Voraussetzung, daß dieselben das 40. Lebensjahr noch nicht vollendet haben unb nicht bereits bauernb erwerbsunfähig gnb: 1) Betriebsunternehmer, welche nicht regelmäßig wenigstens einen Lohnarbeiter beschäftigen; ... Lr। wuu/i v«. 93 snlcke selbstständiae Gewerbetreibende, ohne Rücksicht auf die Zahl erheben wollen, an den vorgenannten Zahl- triebsstätten für Rechnung anderer ^betreib end er Mit > Einlagebüchern kann vielmehr ganz ge- Lerstelluna gewerblicher Erzeugniffe (HauSmdustrie) beschäftigt sind, legentlich im Laufe des Jahres 1891 Di- Ansffelluna der Quittunqskarten, die Einziehung der zur Hälfte erfolgen von dem Arbeitgeber unb zur Hälfte von beni Leiter aufzubringenben De?Rechn» d°?Spar^u.°Whkasie Gießen. Beiträge und die Verwendung der Beitrags-Marken erfolgt. Doering. n für biejenigen Versicherten, welche ber Ortskrankenkasse ober einer Fabrikkrankenkaffe angehoren, von ben Organen biefer Haften; 2) für alle übrigen Dersicherungspflichtigen burch bte unterzeichnete 222 E 758* 1131 431 ($ö8 763 Abi H23. ____________ 222 464 ßl6 758* H31 4^ «58 763 A61 1123.___ 7^~244 (fübrtT—4. Klaffe). / / i«tcreffa«te Novelle« von /Ajo Wiese, Wetzlar. / Ein duft. WeIhnachtsstraues. /Hochf. Geschenk. 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Kurz umschlossen fing er an Dom Wetter zu sprechen, dann vom Vergnügen des Reisens, „vorzüglich in besonderen Fällen", draußen der Name der Mittelstadt gerufen, die das Reiseziel des jungen Mannes bildete. „Schon angekommen?" frag er unangenehm berührt. „Wahrlich peu-ä-peu“, wie's Donnerwetter! Schauderhaft, scheußlich!" Der Schaffner, welcher das Coupe geöffnet hatte, drängte zum Aussteigen. Darum ein kurzer, ehrerbietiger Gruß, eine „glückliche Reise", und der zukünftige Feldmarschall war verschwunden. Gertrud sah ihm lächelnd nach und lehnre sich dann in ihre Ecke, um gleich ihren zurückgebliebenen Reisegenossen ein wenig zu schlummern. Unwillkürlich überflog ihr blaues Auge dabei noch einmal öen engen Raum. Sie bemerkte, daß Marthakinds Papa die Reisemütze, hinter welcher er sein Antlitz verborgen, vom Gesicht genommen und plötzlich hochaufgerichtet und anscheinend conversationslustig ihr gegenübersaß, auf dem Platze des ausgestiegenen Offiziers. „Wenn ich in die Eisenbahn steige, bin ich wie ein Kind, das man in die Wiege legt," entschuldigte sich der Reise- genosse lächelnd, aber mit vollkommen Hellen Augen. „Aber Sie wollen ruhen?" „O nein, ich bin nicht müde." In der That schaute das junge Mädchen so heiter drein, daß man ihrer Versicherung Glauben schenken durfte. Auf solche Weise war man bald im Plaudern, leicht und absichtslos. Zuerst sprach man vom Nächstliegenden, dann schweifte der Gedankenaustausch weiter. Gertrud erzählte, daß sie als Erzieherin der gräflichen Kinder von der leidenden Gräfin nach der Stadt gesandt sei, um an ihrer Stelle Weihnachts- einkäufe zu machen. Der Reisegenosse gab sich als ein Gutsbesitzer aus einer benachbarten Provinz zu erkennen, entschuldigte sich wegen der „geringen Wohlerzogenheit" seines mutterlosen Töchterchens und gedachte der Verstorbenen mit wehmüthjger Zärtlichkeit. Von ihrem Gefühle getrieben, fand Gertrud jetzt wie von selbst ein paar theilnehmende Worte und drängte auch die Thräne nicht zurück, die sich ihr ins Äuge schlich. Der Reisegenoffc schien es kaum zu bemerken, weuigfiens nahm er keine Notiz . . . Auch wandte sich die Unterhaltung allmählich wieder auf andere Dinge, mau plauderte und scherzte endlich miteinander wie ein paar sich wiederfindende alte Kameraden. In solcher Stimmung bemerkte man es nicht, daß der Zug abermals still hielt, umsomehr, als zufällig noch kein Schaffner erschienen war, um die Coupe- thür zu offnen. . . . Da, nachdem die kurze Haltezeit fast verflossen war, warf Fräulein Gertrud noch einen letzten Blick auf das Bahnhofsgebäude hinaus und las im strahlenden Gaslicht den Namen des Ortes, welcher die Schloß Steinhaufen nächstliegende Eisenbahnstation bildete. „Hier muß ich ja aussteigen, ja hier!" rief das junge Mädchen, sich besinnend und erschrocken das Fenster öffnend. „Wo ist der Schaffner? . . . Der gräfliche Wagen erwartet mich . . ." tfl«18 *ifrO** »«»on w ethen. freie Stimmueg. [mznnterWtuDgenete. reniportkoeton). [8220 , NeuenwegS. „Besten Dank, mein Herr! Und grüßen Sie mir auch das Marthakind!" Damit war sie hinaus. Der Herr blickte ihr nach wie einer entschwundenen Engelserscheinung. Doch war dem Entzücken auch sehr sichtbar ein gutes Theil heimlichen Aergers beigemischt. „Wahrlich, um aus der Haut zu fahren," brummte er mit lebhaftestem Verdruß. „Verdammtes Pech — gerade in dem Augenblicke, wo wir miteinander im Zuge waren! Wie sie sich gegen den Lieutenant mit Wort und Blick zu wehren wußte, war köstlich. Ueberhaupt ein liebenswürdiges, charmantes Mädel, ganz gemacht, um einen ordentlichen Mann glücklich zu machen. Wie finde ich sie aber wieder? Nicht einmal den Namen des Nestes kenne ich, wo sie ausgestiegen ist . . . ." Da fällt sein Blick zufällig auf sein Töchterchen, das die Puppe noch immer im Arme hält. Die Kleine schläft noch immer wie ein Murmelthier, hütete aber auch schlafend die Puppe wie einen Schatz. „Halt — die Puppe sott mir helfen!" II. „Beunruhigen Sie sich nicht allzusehr um die verlorene Puppe, liebes Kind," sagte Gräfin Steinhaufen freundlich, als Gertrud nach ihrer Rückkehr ins Schloß die Packete öffnete, um ihre Einkäufe der Begutachtung zu unterbreiten. „Allerdings würde es mir leid sein, wenn Alice ihr Puppenkind am Weihnachtsabend vermissen würde." „Ich werde noch heute Abend an die Bahndirection schreiben, gnädigste Gräfin, und den Brief gleich in der Morgenfrühe zur Post • senden," sagte Gertrud Braun mit abermaligem Bedauern. „Hoffentlich ist die Puppe als „ge- sunden" abgeliefert. Ich würde untröstlich sein, wenn die kleine Alice durch mein Versehen einen Theil ihrer Weihnachtsfreude einbüßen sollte." „Allerdings muß ich Ihnen auch rathen, sofort die nöthigen Schritte zu thun, jede Zeitversäumniß würde ver- rnuthlich die Wiedererlangung erschweren," überlegte die Gräfin. „Aber nun lassen Sie die Puppe und bereiten Sie uns dafür den Thee." Gertrud Braun trat zum hellblinkenden Samowar, um ihres Amtes zu walten. Leichte Dunstfädchen und Rauchringel wallten empor, verbreiteten das Aroma des würzigen Trankes und hüllten sie in eine Wolke, aus der ihr hübsches Gesichtchen wie ein freundliches Engelsantlitz hervorlugte. Aber der Ausdruck desselben war heute ernst und nachsinnend. Jmmer^wieder kehrten die Gedanken zu der hübschen abendlichen Fahrt zurück, an deren Schluß sie aber leider noch eine Unannehmlichkeit betroffen hatte. Wo hatte sie nur ihre Gedanken gehabt? Wo?--Nun, sie wußte es ganz genau. Hatte es sich doch gar zu hübsch mit dem Reisegefährten plaudern lassen, am liebsten wäre sie die ganze Nacht mit it)m gefahren, ohne jede Müdigkeit. Za, es war ein schöner, schöner Traum, nichts weiter. Und die Puppe, wenn sie nur wenigstens nicht verloren wäre. (Schluß folgt.) Samstag den 19. December. (Siebener Anzeiger. Beilage zu Nr. 297. - 1890. «eorg Petri Wwe. Nachf., _______ Selterswea 43 __ 10434] Ein Pelzmantel zu ver- aMri bet 2ou iS Rothenberger- Neuenweg 22. Ä Ein brauner kurzhaa- n her Dachshund reinster gilety gar von denDlchtern. Das mutzte ihr doch imponiren! ! herbei, Öffnete schnell, nahm selbst einen Theil der Packete Weiser wurden die Auseinandersetzungen des jungen Offiziers ' ab, die Fräulein Gertrud mit Hilfe des hochberroffenen Reise- Nstch das Anhalten des Zuges unterbrochen. Dazu wurde | geführten hinausreichte, und trieb zur Eile. Die verlorene Puppe. Wechnachisenählung von Fritz Eusebius. (Fortsetzung.) Gertrud rückte ein wenig an der Puppe, zog die herab- zefunkene Reisedeckc in die Hohe und nahm ein überflüssiges zusammengerolltes Reiseplaid, um es Marthakind als Ruhekissen unter das dunkellockige Köpfchen zu schieben, alles so leicht und sanft, wie mit Feenhänden. Marthakinds Papa ließ es geschehen und sagte kein Wort. Dafür sing der Lieutenant wieder an: „Gnädiges Fräulein haben eine grandiöse Geduld . . . 3dj bin entzückt, Ihnen zuhören zu dürfen! Gnädiges Fräulein müssen an dergleicheti gewöhnt sein, vermuthlich von den Geschwistern —" „Ich besitze keine Geschwister." Der Ton klang so traurig, daß sich der im Grunde zutmüthige Lieutenant unwillkürlich bewegt fühlte. Es drängte ihn, mehr zu erfahren. „Gnädiges Fräulein sehen so rosig aus, daß Sie nur »uf dem Lande leben können," bemerkte er diplomatisch. „Allerdings." „Das Landleben ist auch jroßartig- schön, besonders zur Jagdzeit. Papa hat doch jedenfalls magniperbe Jagd? Jedenfalls Rittergutsbesitzer?" „Meine Eltern sind tobt." Aus den Augen des jungen Lieutenants blickte neue aufrichtige Teilnahme. Aber auch das weitere Interesse flieg. Vielleicht war seilt reizendes Gegenüber gar eine Millionenerbin, bei welcher die Schwiegereltern in prachtvollen Goldrahmen über dem Sopha hingen? Dergleichen erfüllte nun einmal ja|t ausnahmslos die Phantasie der jungen Kameraden, welche die Epauletten zum erstenmale aus den Echultern fühlten. „Gnädiges Fräulein sind vermuthlich auf dem Schlosse it» Herrn Vaters wohnen geblieben?" frug er weiter. //Mein Vater war Landpfarrer, ich selbst bin Erzieherin in einem gräflichen Hause." „Ah!" machte der Lieutenant erstaunt. „Pardon, ich zlaubte . . ." »-.k«.,. Lindenplatz S. Heinrich Repp. 4,2 ® Men und Parsiilnerieu, **> MtB Eau de Cologne, Zahn-, Nagel-, lr3r<^fU1tX — hp>: u. Tascbenbürsten, Kämme, Spiegel, Mirwasser, Färbmittel, Oe le, Reistrollen, Schwämme, FroNir- und Waschhandschuhe, (nie sonstige Toilette-Artikel bei E-EL—' ^ie in früheren Jahren habe ich auch diesmal der Jugendschriften-Litteratur meine besondere Aufmerksamkeit zugewandt und empfehle gediegene und unterhaltende Bücher für Knaben und Mädchen jeden Alters. 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