1890 Nr. 192 2lnrtlrctzev Thett. 83.10 85.60 ,o/oprto.Wa 126.25 |l er 89# i!J 6-1 83801 S 82.95 3 105- 99.55 66.30 100.50 101.- 86 50 58.- 65.20 95.25 94.45 86L0 selb mit em- echer ■ 51. Die Gießener »erden dem Anzeiger »Tchentlich dreimal bevgefegt. Der Gießener KnzeiKer erscheint täglich, Bit Ausnahme deS Montags. Als Baumle aus der ersten Ohnmacht erwachte, rief aus: Amts- und Anzeigeblatt für den Atreis Gieren. 101-60 96.10 95.50 101# fehl: „Das zweite bayerische Corps hat sich östlich zu wenden, die Maas zu überschreiten und sich südwärts von Bazeilles zu entwickeln." Sogleich ertönten die Hörner und General v. d. Tann, der gewaltige bayerische Held, führte die Truppen bei Nacht und Nebel sicher an ihren Platz, als ob er in den Straßen von München marschire. Morgens gegen drei Uhr hatten alle Truppen ihre Stellungen eingenommen und Baumle erklärte gegen Hans und Ludwig: „Links reichen wir unseren Brüdern die Hand und dort befinden sich auch die Hauptquartiere des preußischen Kronprinzen und König Wilhelms,- rechts haben wir die tapferen Sachsen zu Nachbarn und dahinter wieder Preußen. Das sieht mir ganz wie ein Kesseltreiben aus. Wehe Euch, Franzmänner, dort im Grunde!" Eine Stunde dursten die Truppen ruhen, dann gingen sie im dichtesten Nebel aus das große, fast stadtartig gebaute Dors Bazeilles vor. Die Bayern hofften hier leichte Arbeit zu finden, da sich außerhalb des Ortes kein Franzose sehen ließ/ sie waren aber gewaltig enttäuscht, als sie mitten auf der Hauptstraße förmlich vom Feuer überschüttet wurden. 105." 13t-: 138# 265# t 272#- 181.90:1' Neueste Nachrichten. WolffS telegraphisches Lorrespondenz-Bureau. Halle a. d. S., 18. August. Die heutige zahlreich besuchte Hauptversammlung des Vereins deutscher Ingenieure wurde nach der Eröffnungsrede durch den Vorsitzenden, Bechler-Barmen, Namens der Regierung durch den Berghauptmann Heyden-Rynsch, Namens der Stadt durch den Oberbürgermeister Staude und Namens der Universität durch den Rector Pros. Bernstein begrüßt. Der Verein ist nach dem Jahresbericht auf 6900 Mitglieder gewachsen. Abends gibt die Stadt Halle ein Fest auf der Nachtigalleninsel. Alle Annoncen'Burcaux be8 In« und Auslandes nehm«« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen, J_________LLUJU™ MII!. IHR U aber auch schon Hans den Angreifer mit Bäumles Gewehr, welches er ergriffen hatte, nieder. Bäumle war in die Schulter getroffen. Ludwig schleppte ihn zum nächsten Verbandplatz, Martin aber holte Soldaten herbei, welche das Gesindel im Hause aufhoben und zum nächsten Commandoplatze führten. Hier machte man kurzen Prozeß und schoß die Meuchelmörder, denn eine solche furchtbare Maßregel verlangt der Krieg, wenn sich die Bewohner meuchlings an demselben betheiligen, nieder. Feuilletsn. Deutsche Herzen. Erzählung aus ben Kriegsjahren von 1870/71. Bon Carl Cassau. (Fortsetzung.) Selbst Lieutenant v. d. Beck und Hauptmann v. Hün- horchten auf die verwunderliche Darstellung des Kampfes den Turkos, denen die Bayern bös mitgespielt hatten. Da sprengte ein Adjutant herbei und brachte den Be- gesammten russischen Geschwader erwidert wurde. Se. Majestät ging im alten Hafen vor dem Zollhause an Land, woselbst er von dem Großfürsten Wladimir, dem deutschen Botschafter General von Schweinitz, dem Grafen Pourtales, dem Oberst Villaume und den Angehörigen der Revaler deutschen Colonie erwartet wurde. Die an der Landungsbrücke aufgestellten Ehrenwachen des Wyborg'schen Infanterie-Regiments und des Petersburger Grenadier-Regiments präsentirten unter den Klängen der preußischen Nationalhymne. Die Mitglieder der Revaler deutschen Colonie überreichten Sr. Majestät eine Adresse, welche derselbe allergnädigst entgegennahm. Der Hafen sowohl wie der Bahnhof und die umstehenden Gebäude waren prächtig mit Blumen und Guirlanden geschmückt. Von der Landungsbrücke begab sich Se. Majestät nach dem für denselben eigens hergerichteten Perron und bestieg den daselbst bereitstehenden kaiserlichen Separatzug. Um 23/4 Uhr erfolgte die Abreise nach Narwa." — „Bei der Ankunft der Dacht „Hohenzollern" hatte sich der Commandeur des im Hafen liegenden russischen Geschwaders, General-Admiral der Flotte Großfürst Alexis, an Bord der „Hohenzollern" zur Begrüßung des Kaisers begeben. Als Se. Majestät die Ehrencompagnie abschritt, begrüßte Allerhöchstderselbe Sein Wyborg'sches Regiment in russischer Sprache, was die Garden mit enthusiastischen Hurrahs beantworteten. Die Offiziere überreichten Sr. Majestät auf einem Tablet Brod und Salz." Abends 8y2 Uhr traf der Kaiser in Narwa ein, wo er am Bahnhofe vom Czaren, dem Großsürsten-Thronfolger und den übrigen anwesenden Mitgliedern der russischen Kaiserfamilie empfangen wurde. Kaiser Wilhelm trug die Uniform seines Wyborg'schen Regiments, Kaiser Alexander diejenige des Alexander - Garde - Grenadier-Regiments. Die Begrüßung zwischen den beiden Monarchen war eine sehr herzliche. Von Fürstlichkeiten waren u. A. zum Empfange des Kaisers Wilhelm noch anwesend der Großherzog von Hessen, Herzog Michael von Strelitz, die beiden Prinzen Oldenburg u. s. w. Nach Beendigung der gesammten Empfangs- und Vorstellungscere- monien begaben sich die allerhöchsten und höchsten Herrschaften zu Wagen nach der Polewzew'schen Villa, dem Absteigequartier des Kaisers Wilhelm, wo der hohe Gast von der Kaiserin von Rußland herzlich bewillkommnet wurde. Aus der ganzen Fahrt vom Bahnhose nach genannter Villa wurden die Majestäten, ebenso Reichskanzler v. Caprivi, von der Volksmenge enthusiastisch begrüßt. Sehr sympathisch lauten die Kaiser Wilhelm gewidmeten Begrüßungsartikel der russischen Preffe. So schreibt das „Journ. de St. Petersburg": „Da die neue Zusammenkunft der Kaiser schon lange vorher angekündigt war, konnte die Presse derselben zahlreiche Besprechungen widmen/ die Einen sprechen derselben fast jede Bedeutung ab, die Anderen schreiben ihr die höchste politische Tragweite zu. Bezüglich der internatio- ^nftart apwrsorle ange. ferN in der Deutscher Reich. Darmstadt, 18. August. Das heute ausgegebene Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 31 enthält: Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, den Text der Verordnung über die Gerichtskosten und Gebühren, sowie des derselben beigefügten Stempel- und Gebühren-Tarifs betreffend. Vom 31. Juli 1890. Die Franzosen hatten sich verborgen und eine große Villa, welche die Straße beherrschte, in eine förmliche Festung ver- wandelt. Ebenso wurde fast jedes Haus von tapferen sranzö- 'sischen Seesoldaten, die man rasch aus den Häfen herbei- gerusen hatte, vertheidigt, und die Bewohner, meistens alle bewaffnet, selbst die Weiber, halsen bei diesem Guerillakriege mit. Jedes Haus mußte man im Sturme nehmen. War das aber geschehen, so tauchte hinter den Stürmern gewöhnlich französisches Gesindel auf, welches selbst auf Aerzte und Krankenträger schoß, Verwundete tödtete und barbarisch in die Flammen der brennenden Gehöfte warf. Da entbrannte in den biederen Bayern der unbändigste Zorn. Nun gaben sie keinen Pardon mehr und alle Franzosen, welche in Bazeilles Waffen trugen, mußten über die Klinge springen. Bäumle, Hans und Ludwig gehörten mit zu den letzten, die ins Dors eindrangen. Da gab man aus einem halb zerstörten Hause hinter ihnen auf sie Feuer. „Halt!" rief Sergeant Bäumle. „Deckt Euch! Ihr jungen unerfahrenen Kerle werdet sonst todtgeschossen wie die Hasen! Aber Denen da drinnen will ich beibringen, was es heißt, aus dem Hinterhalt zu schießen!" Damit stürmte er in das Haus. Ludwig und Hans duckten sich hinter einer halbzerstörten Lehmmauer/ als aber der Sergeant nicht wiederkam, rief Ludwig: //Auf, Martin, wir müssen hinein in das Haus!" Eben betrat er den Flur, als Bäumle auf einer halbzerstörten Treppe den Ausgang suchte. Da tauchte aus einer Kelleröffnung ein Kerl mit weißer Zipfelmütze und einer langen Büchse aus und feuerte aus den Sergeanten, der sofort zusammenbrach. Im nächsten Augenblicke schlug Arr-larrd. Washington, 17. August. Die Kammer nahm einen Gesetzentwurf an, betr. die Ausschließung derLotterie- Correspondenz von der Postbeförderung. „Gebt mir einen Tropfen zu trinken! Und Du, braver Ehrbrecht, beim heiligen Lambertus, meinem Schutzpatron, das vergesse ich Dir nicht, Du junger, tapferer Kerl!" Ludwig schüttelte ihm die Hand und stürmte weiter. Martin war wieder an seiner Seite und Lieutenant v. d. Beck mußte die Verwegenen oft zügeln, nicht zu weit vorzudringen. Gegen 9 Uhr rückten die Franzosen im Sturmschritt und in großer Ueberzahl wieder vor und drängten die Bayern aus Bazeilles hinaus. Sie wichen aber nur Schritt für Schritt. Hier fand Oberst v. Hünfeld den Heldentod. Ludwig stützte dem Obersten den Kopf, als er gefallen war. Der schwer Verwundete sah ihn dankbar an und sagte: "Gott gebe uns den Sieg! Mein armes Weib!" Damit sank er zurück und war tobt. Ludwig bettete den Todten beiseite und wischte die Thränen ab/ dann ward er von einer namenlosen Wuth ersaßt, er ergriff ein Gewehr und feuerte damit blindlings in den dicksten Hausen der heranstürmenden Franzosen. Bald hatte er aber die einem tobten Kameraben entrissenen Patronen verschoffen unb nun stach er mit bcm Bayonnet nieber, was ihm in benj Weg trat, unb merkwürbiger Weise blieb der Mittwoch den 20. August ■ --------------- 6 Restbetrags an die Mitglieder: en, daß damit nun diese ftänh: i am Freitag beträchtlich besser/ ;n 3% Französische Rente ausgesij lutaanleihen. Man hegt die ati iS des russischen Exportes, besorg Mstiger lauten, und Angesichts er Blätter so weit, ernstlich die tzj besprechen. Qesterretchisch-llngeris e Avancen. : bereits berührt. Neben diesen c.r| it Glasgower WarrantcourscS. du .in meist erheblich höher als Niet bis aus eine größere Wb^m ihrs. Privatdiscont 3%. ffurter Börse. CoUTiDOm 9.^111. 16 M w ta KM t im Fraru Wta9m werben fort* ' 3eict>nen, Nicke« , Untren angenommen. * Südanlage 15. Agenden Tag erscheinenden Nummer bis Norm. [" Gratisbeilage: Gießener Kamikienökätter. MU»MWWWW«i»WWI!IIII I» Illll I UHU I IIIII II. ITT rr4----V''"5^7^-^-7 Ä -- ~ V . 2 - 7 — - - — ' 7— — — — - .X» I ... ■ . .. —- — — ■ I .... . «— ----... »tW* iorULtM» iSüdbahn Lombarden »Io do. ;• PI0 do. do. go'ofraatL «««*•* ^/ogarSmdurSe» ActWv Mtik-Süchiirr • , .jjtoflaiW1 ' ' , 1169.—I 165.80 IM 113.95 U1 MU 1 158.30 1 IHtlö® «gvikrPerein Schulstrasse 7 nalen Beziehungen genügt indessen, sich an die Thatsachen'^zu halten, um der wirklichen Sachlage gerecht zu werden. Es ist unbestreitbar, daß die Beziehungen der guten Nachbarschaft und Freundschaft der beiden mächtigen Kaiserreiche durch die Begegnung der Souveräne, von denen bekannt ist, daß sie ihre ganze Thätigkeit der Sorge um die Wohlfahrt ihrer Völker und der Förderung ihres Gedeihens widmen, wofür die Aufrechterhaltung und Befestigung des Friedens die erste Bedingung ist, befestigt werden. Der dem erhabenen Gaste in Rußland bereitete herzliche Empfang kann im Geiste dieses Monarchen und bei den hervorragenden Persönlichkeiten seiner Umgebung nur die Ueberzeugung befestigen, daß Rußland in Frieden und in guter Freundschaft mit der deutschen Nation zu leben wünscht. Dies ist sicherlich eines der kostbarsten Friedenspfänder. — Auch der „Grashdanin" legt der kommenden Kaiserbegegnung eine große Bedeutung bei. Er begrüßt den Besuch Kaiser Wilhelms für Europa als ein besonders freudiges Ereigniß. — Der „Swiet" spricht sich ebenfalls in bemerkenswerthester Weise über den Besuch des Kaisers Wilhelm in Rußland aus und setzt festes vertrauen in die Bewahrung des europäischen Friedens. Das Blatt begrüßt die Ankunft des deutschen Monarchen auf russischem Boden unb hofft zuversichtlich, baß die Folgen der Monarchenbegegnung für beide Völker wohlthätige seien. i l°/oPortupA.88 it.89 e/0 amort Arb. Gold- Rente . . • • .Ä« "J* v:‘ ßlrgent. Golb-Anl. d. 1887 . . . Bekanntmachung, Waffergenoflenschaft Dorf-Gill betreffend. Nachdem Großh. Ministerium des Innern und der Justiz mit Verfügung vom 10. Juli l. I. zu Nr. 18122 dem Statut der rubr. Waffergenoffenschast die Genehmigung erthellt hat, wird in Gemäßheit des Art. 38 des Gesetzes vom 30. Juli 1887 nachstehender Auszug aus demselben unter dem Anfügen zur öffenttichen Kenntniß gebracht, daß das Statut mit der Verkündigung int Kreisblatt in Kraft tritt. 1) Name der Genossenschaft: Waffergenoffenschast Dorf- Gill. 2) Sitz derselben: Dorf-Gill. 3) Gegenstand des Unternehmens: Entwässerung der Fluren VI, VII und VIII der Gemarkung Dorf-Gill. 4) Die von der Genossenschaft ausgehenden Bekanntmachungen werden unter der Bezeichnung „Waffergenoffenschast Dorf-Gill" im Kreisblatt für den Kreis Gießen bekannt gemacht und vom Vorsteher unterzeichnet. Gleichzeitig wird Tagfahrt zur Wahl deS GenoffenschaftS-BorstandeS aus Freitag den 5. September l. I., Nachm. 4 Uhr, in das Gemeindehaus zu Dorf-Gill anberaumt und zu derselben die Generalversammlung der Genoffenschafts- mitglieder hierdurch einberufen. Gießen, den 18. August 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: _________________Jost, Regierungsrath._________________ Bekanntmachung. Die Kreisstraße Grünberg—Lauter kann wegen des Umbaus der Flachsbachbrücke von Montag den 23. August d. IS. bis auf Weiteres nicht befahren werden. Gießen, den 16. August 189G. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Jost, Regierungsrath. politische Nebersieht. Gießen, 19. August. Lieber,_ben Empfang Kaiser Wilhelms in Reval liegen fotgenbe officielle Melbungen vom Sonntag vor, aus genannter Stabt: „Se. Majestät ber Kaiser Wilhelm traf heute Mittag hier ein. Bei ber Einfahrt in ben Hafen gaben die „Hohenzollern" unb bie „Irene" Salut, welcher von bem Meßmer Anzeigers । C \—x \J O “ÄS"" General-Anzeiger. ™r -- y/i^1 Breslau, 18. August. Zu dem gestern eröffneten deutschen Schriftstellertag sind etwa 370 Mitglieder erschienen, darunter Badenstedt und Freytag. Schmeichel erstattete den Rechenschaftsbericht und eonstatirte den Aufschwung des literarischen Bureaus. Angenommen wurde ein Antrag Keils auf Niedersetzung einer Commission behufs" Ausarbeitung einer Verlagsordnung, die den Reichsbehörden und dem Reichstage unterbreitet werden soll. Die Versammlung beschloß ferner die Gründung einer Altersversorgungskaffe. Abends war ein von der Stadt auf der Liebigshohe veranstaltetes Fest, dem zahlreiche Mitglieder des Magistrats, darunter Oberbürgermeister Friedensburg und der Stadtverordnetenvorsteher Freund, beiwohnten. Breslau, 19. August. Der Schrift st ellertag setzte heute seine Beratungen fort. Für das neue Geschäftsjahr werden Schweichel als Vorsitzender, Wenzel als Stellvertreter, Ziemssen als Schatzmeister bestätigt. Die Berichte der Bezirksvereine eonstatiren einen Aufschwung der gejammten Vereins- thätrgkeit. Königsberg, 18. August. Prinz Albrecht traf um 93/4 Uhr am Ostbahnhose ein, wo er von dem comman- direnden General Bronsart v. Schellendorf, dem Regierungspräsidenten Heydebrandt v. d. Lasa und anderen Militärs und Beamten empfangen wurde. Der Prinz fuhr mit dem General nach dem Schlosse. Vormittags besuchte er Luisen- wahl, frühstückte um 1 Uhr bei dem Regierungspräsidenten und machte dann eine Fahrt nach Pillau. Abends ist Diner bei dem commandirenden General. Königsberg, 18. August. Morgen früh halb 8 Uhr erfolgt die Vorstellung der 4. Infanterie - Brigade vor dem Prinzen Albrecht auf dem großen Exereierplatze. Gegen Mittag kehrt der Prinz zurück und begibt sich um 12 Uhr 42 Min. nach Insterburg. Kiel, 18.August. Die Manöverslotte ist heute nach Sonderburg in See gegangen. München, 18. August. Der König von Rumänien mit dem Thronfolger ist gestern Abend, die Königin in Begleitung ihrer Mutter, der Fürstin Wied, heute Morgen hier eingetroffeh. Kisfingen, 18. August. Gestern Mittag stattete Fürst Bismarck dem Herzog von Edinburg einen Besuch ab. Abends wurde Bismarck ein Fackelzug gebracht, wobei Bürgermeister Fuchs die Ansprache hielt, Oie mit dem Wunsche schloß, es möge Bismarck vergönnt sein, noch oftmals nach Kissingen wiederzukehren. Bismarck dankte und schloß mit einem Hoch auf Kissingen. Kopenhagen, 18. August. Erzherzog Carl Stephan wird Nachmittags 5% Uhr von der Königin empfangen. Um 6 Uhr ist Galatafel, wozu 60 Einladungen ergangen sind. Abends in Tivoli ist Souper für die Offiziere und Beköstigung der Mannschaften. Der König beabsichtigt, morgen das Geschwader zu besuchen. Kopenhagen, 18. August. Anläßlich des Geburtstages des Kaisers von Oesterreich fand heute auf Schloß Amalien- borg ein Galadiner statt, wozu Erzherzog Karl Stefan und die übrigen Offiziere des hier vor Anker liegenden österreichischen Geschwaders geladen waren. Der Erzherzog führte die Königin von Dänemark zur Tafel. Der König toastete auf Kaiser Franz Josef, der Erzherzog auf den König und die Königin, sowie das ganze königliche Haus. Der König ernannte den Erzherzog zum Ritter des Elephanten- ordens. Paris, 18. August. Der Expreßzug Paris-Bordeaux ist gestern in der Nähe des Bahnhofs von Jonzac e nt g l e.i st. Der Loeomotivführer, ein Heizer und ein Reisender wurden verwundet. Paris, 18. August. Präsident Carnot ist Abends in La Rochelle eingetroffen und enthusiastisch begrüßt worden. Montpellier, 18. August. Die Municipalräthe, welche wegen der erwarteten Errichtung einer concurrirenden medieinischen Faeultät in Marseille demissionirten, wurden wiedergewählt. junge Held unversehrt, so viele französische Kugeln auch auf ihn gerichtet waren. Horch, Hörnerton und Trommelschlag! — General von der Tann rückte zur rechten Zeit mit dem Gros seines Armee- corps heran; um 10 Uhr waren die Franzosen geworfen und um 11 Uhr gehörte Bazeilles den Bayern. Als nun auch die Sachsen avancirten, konnten die Bayern sogar das Dorf Balan nehmen und bis unter die Mauern von Sedan Vordringen. Im Süden hatten die Franzosen bereits die Schlacht verloren, im Osten, Norden und Westen aber tobte noch der Kampf- unter den Augen König Wilhelms richteten die bayerischen Batterien bei Frenois unter den Feinden eine entsetzliche Verwüstung an. Am Nachmittag um 2 Uhr war der Kampf zu Gunsten der Deutschen entschieden und um 4 Uhr flatterte die weiße Fahne, das Zeichen der Ergebung, auf den Mauern von Sedan. Ein Jubelsturm brach unter den deutschen Truppen ringsum aus, besonders als es bekannt wurde, daß der Kaiser Napoleon in Sedan bei dem eingeschlossenen französischen Heere weile. Während die Truppen von schwerer Kampsesarbeit ruhten, wurden die Capitulationsverhandlungen angeknüpft und so in die Länge gezogen, daß man auf deutscher Seite zu einer nochmaligen Aufnahme des Kampfes schreiten mußte. Aber nur kurze Zeit gingen die deutschen Colonnen zum Angriff vor, dann erschienen wieder französische Unterhändler und erst am Morgen des 2. September ward die Capi- tulationsurkunde vollzogen, wonach 80,000 Mann Soldaten, 50 Generale, über 2000 Offiziere, viele Adler und Fahnen nebst 550 Geschützen in die Hände der Sieger fielen. Die Gefangenen wurden nach Deutschland eskortirt. Einige von ihnen konnten nun endlich den „Spaziergang nach Berlin" antreten. (Schluß folgt.) Loudon, 18. August. Unterhaus. Jackson erklärt, . die Regierung werde beim Beginn der nächsten Session den Erlaß einer kurzen Adresse zur Beantwortung der Thronrede beantragen, da sie hoffe, daß der einfache Ausdrucks des Dankes an die Königin die Adreßdebatte wesentlich abkürze. I Der Schluß des Parlamentes erfolgt heute Abend um 6 Uhr. A London, 18. August. Das Parlament vertagte sich nach I Anhörung einer Thronrede, welche die Beziehungen Eng- I lands zu allen auswärtigen Mächten als friedliche und freundliche bezeichnet und die mit Deutschland und Frankreich I getroffenen Abkommen erwähnt, sowie die Annahme der Acte I der Conferenz über den Sclavenhandel, welche von allen I Mächten, ausgenommen Holland, genehmigt worden sei. Die Regelung der Differenzen in Bezug auf Neufundland liege der Regierung am Herzen und beschäftige ihre Aufmerksamkeit im vollsten Maße. Schließlich werden die in der beendigten Session erledigten gesetzgeberischen Arbeiten aufgezählt. Rom, 18. August. Gestern Abend herrschte hier ein furchtbarer Sturm verbunden mit Hagelschlag. Bei I Cernaeio wurden bis zu 700 Gramm schwere Hagelkörner I gefunden. Zahlreiche Aecker sind verwüstet, auch der sonstige I Schaden ist bedeutend. Madrid, 18. August. Die spanische Regierung empfing ein Telegramm ihres Gesandten in Marokko, des Inhalts, I daß die Verhandlungen über Melilla und die sonstigen Angelegenheiten befriedigend verliefen. Der Sultan beklagte nach dieser Meldung die betreffenden Vorfälle und versprach einen Salut der spanischen Flagge, die Bestrafung der Schuldigen und Schadenersatz nach erfolgter Feststellung der Thatsachen. Maurische Truppen sind nach der Umgegend Melillas und anderer spanischer Festungen zur Aufrechterhaltung der Ordnung beordert. Narwa, 18. August. Zur Feier des Patronatsfestes | des Regiments Preobraschenski wurde MittagsFeld- gottesdienst und Parade gehalten. Der russische Kaiser, die Kaiserin, Kaiser Wilhelm, Prinz Heinrich und die Großfürsten mit dem Gefolge wohnten den Veranstaltungen bei. Die Damen trugen die Farben des Regiments. Kaiser Alexander und Kaiser Wilhelm trugen russische Uniformen mit dem Bande des schwarzen Adlerordens und dem Andreas- orden mit Ketten. Nach Beendigung des Gottesdienstes erfolgte ein zweimaliger Vorbeimarsch des Regiments vor beiden Monarchen, die hierauf einen Besuch des Lagers vornahmen und sich sodann zum Dejeuner und zum Besuch der Stadt, besonders des Rathhauses, begaben, wo ihnen Adreffen überreicht wurden. Später begab man sich nach dem Armenhause und dem Waifenhause, den Schulen und dem Peter- museum. Abends sand Galadiner und Marschalltafel statt. — Wäbrend des Dejeuners brachte der Zar in russischer Sprache einen Toast auf Kaiser Wilhelm, sodann auf Kaiser Franz Josef zu dessen heutigem Geburtstage aus. Kaiser Wilhelm erwiderte mit einem Trinkspruch auf den Zaren. Athen, 18. August. Heute Mittag erfolgte in Totoi die Taufe des Sohnes des Kronprinzen. Die Kaiserin Friedrich und die gesammte königliche Familie, sowie das diplomatische Corps und die Minister wohnten der Feierlichkeit bei. Der Täufling erhielt den Namen Georg. Mutter und Sohn befinden sich wohl. Rio de Janeiro, 18. August. Jtajuba wurde zum Gesandten in Merlin ernannt. Kriegergräberschmückung und Gedenkfeier. Metz, 15. August. Zum ersten Male, seit die Vereinigung zur Schmückung und dauernden Erhaltung der Kriegergräber hier besteht, sind gestern die Gräber der in den Kämpfen um Metz gefallenen Helden von Mitgliedern fast sämmtlicher hier und in der Umgegend bestehenden Vereine geschmückt worden. Es verlief dabei zwar nicht alles nach Wunsch, da eine vollkommen ausreichende Zahl von Kränzen nicht vorhanden war, aber das ist ja bei einer ersten Organisation schwer zu vermeiden- im nächsten Jahre wird solcher Mangel sicherlich ausgeglichen sein. In der Morgenfrühe, gegen 6 Uhr, fuhren am Theaterplatze 21 große Wagen vor, welche von I hiesigen Privaten und Truppentheilen gestellt wurden. Zum I Theil waren sie mit 4 Pferden bespannt und von beaufsichtigenden Unteroffizieren zu Pferde begleitet. Neben den Wagen nahmen die einzelnen Abteilungen, die zur Schmückung von 20 verschiedenen Abschnitten der Schlachtfelder bestimmt waren, Aufstellung und empfingen die für sie bestimmten Kränze, unter denen sich neben einfachen Kranzgewinden prächtige Kränze aus Lorbeer oder Metall befanden. Es wurden | 2400 frische Kränze übergeben. Außerdem waren 70 Special- aufträge zu erledigen, die zum Theil an weit abgelegene Stellen führten. Sieben Uhr war es geworden, ehe die Abtheilungen zur Abfahrt bereit. Durch die verschiedenen Thore der Stadt führte dann der Weg zu jenen Gefilden hin, wo sich die weißen Kreuze, um die mächtigen Denkmäler der Regimenter, Brigaden, Divisionen und Armeecorps geschaart, zu Hunderten erheben. Ein jedes Kreuz, auch das abgelegenste in einsamer Schlucht oder am stillen Waldwege, erhielt seinen grünen Schmuck zum Zeichen, daß die dankbare Nachwelt Derer nicht vergißt, die dort für des Vaterlandes Größe gefallen sind. Nur an den äußersten Grenzen der Schlachtfelder, im Bois de la cusse und in einem Winkel von Sl. Marie-aux-chenes mußte das eine oder das andere Grab bevorzugt werden, da der Vorrath nicht für alle reichte. Doch haben auch dort am gestrigen Tage pietätvolle Besucher an den Gräbern geweilt und sich vorgesetzt, die äußeren Zeichen ihrer Dankbarkeit noch zur Stelle zu schaffen. Dies wird sich um so leichter bewerkstelligen lassen, als im Lause des gestrigen und heutigen Tages noch Kranzspenden eingetroffen sind, welche noch nachträglich an Ort und Stelle niedergelegt werden müssen. Nachdem so der Todten an jedem einzelnen der Massengräber und Denkmäler gedacht worden war, war die Zeit herangerückt, wo die Gedenkfeier die patriotisch gesinnte Bevölkerung von Metz in der Schlucht bei Gravelotte vereinigen sollte. Niemals zuvor hat diese Gedenkfeier eine so außerordentlich rege Betheiligung gefunden. Die Witterung war eine unsichere; am frühen Morgen herrschte eine empfindliche Kühle., Vormittags wehte ein lebhafter Wind und gegen Mittag erschien dunkles Gewölk, welches einen Gewitterregen in Aussicht stellte. Das hat jedoch nur wenige abgehalten, sich zur Gedenkfeier in die Schlucht zu begeben. Kurz nach 1 Uhr waren die zum Hauptbahnhofe und zum Moselfort führenden Straßen außerordentlich belebt. Hunderte drängten zum Bahnhof hin, um den Extrazug nach Ars zu benutzen. 1500 Billets wurden daselbst gelost. Der eine Extrazug genügte nicht, um die Menschenmenge zu fassen, und so erfolgte denn mit dem fahrplanmäßigen Zuge um 2 Uhr ein erheblicher Nachschub. Unter den Klängen der Musik, welche von der Capelle des 8. bayerischen Infanterie-Regiments gestellt wurde, setzten sich bann die Tausende, in Reihen geordnet,'church Ars und das Maneethal hinaus nach Gravelotte in Bewegung. Andere benutzten die Pferdebahn bis Moulins, wieder Andere den Omnibus, eigenes ober Privatfuhrwerk, oder endlich sie machten den ganzen Weg per pedes aposto- lorum. Die mit schwarzweißrothen Flaggenstreifen einfach becorirte Schlucht gewann nach Ankunft bieser Schaaren bas Aussehen eines mächtigen Feldlagers. Wo nur ein bequemes Plätzchen zu finden war, da wurde es schnell beschlagnahmt. Aus den Wagen, Droschken, Velocipedtaschen, Ueberziehern u. s. w. holte man den Mundvorrath hervor, Bier spendeten verschiedene Wirthe, deren Bierwagen ständig umlagert waren. Nachdem dem ersten Bedürfnisse nach Erquickung Genüge geleistet war, begann die Gedenkfeier. Der Choral „Wie sie so sanft ruh'n" und ein weihevoller Lobgesang versenkten die eben noch so fröhlichen Schaaren in feierliche, dem Ernste des Augenblickes angemessene Stimmung. Dann betrat der Herr Oberregierungsrath von Kramer die Rednertribüne, an deren Grunde die Fahnenträger der verschiedenen Vereine mit insgesammt 14 Fahnen Ausstellung genommen hatten, und sprach, weithin vernehmbar, mit klangvoller, von tiefer Empfindung beseelter Stimme eindrucksvolle Worte an die Versammlung, mit einem Hoch auf Se. Majestät den Kaiser schließend. Diese schwungvolle Rede, an einem solchen Orte vorgetragen, rief eine wahrhaft zündende Wirkung hervor. Wie ein Aufjauchzen der Begeisterung erklangen aus der Brust jedes Einzelnen unter den Tausenden von-Zuhörern die Hochrufe auf Seine Majestät den Kaiser durch die Schlucht und über das Schlachtfeld dahin, feierlich susklingenb in der Nationalhymne, welche von der Musik intonirt und von den Anwesenden gesungen wurde. Es trat dann der Fahnenträger mit der Fahne des Kampfgenossenvereins vor, an welche das jüngst eingetroffene, von Sr. Kgl. Hoheit dem Prinzregenten von Bayern gestiftete Fahnenband befestigt wurde. Abwechselnd concertirte hierauf die Musik und trugen die vereinigten Sänger Volks- und patriotische Lieder vor, unter denen die markigen Weisen der „Wacht am Rhein" und „Steh fest du deutscher Eichenwald" und die wehmüthigen Lieder „Zu Straßburg auf der Schanz" und „Es geht bei gedämpfter Trommel Klang" aufmerksame Hörer fanden. Noch spät am Abend hörte man aus den zahlreichen, die Straße Gravelotte-Metz hinabrollenden Wagen diese Wessen erklingen. So kam denn die Stunde des Aufbruchs nur allzu schnell heran. Mit dem Gebete des Zapfenstreichs ordneten sich die Reihen und unter den Klängen des Zapfenstreichs wurde der Rückmarsch nach Ars angetreten, von wo aus die Fahrt nach Metz per Extrazug erfolgte. Wohl Keiner der Teilnehmer wird sich der Empfindung verschlossen haben, daß er gestern in der Schlucht bei Gravelotte denkwürdige Stunden verlebt hat. provinstelles» Bad Nauheim, 18. August. Nach der letzten K urliste beziffert sich die Gesammtfrequenz auf nahezu 7200 Personen, was einen Vorsprung gegen die entsprechende Zeit des Vorjahres von ca. 400 Personen bedeutet. Es werden täglich noch gegen 1000 Bäder verabfolgt. Friedberg, 16. August. Seit einigen Tagen werden die Reben in der ganzen Gegend, in Weinberganlagen, in jedem Hausgarten, sogar jeder einzeln stehende Stock, auf Rebläuse untersucht. Bis jetzt ist nirgends etwas Verdächtiges gefunden worden. t Friedberg, 17. Aug. Heute feierte dahier der Veteranen- und Militärverein sein Stiftungsfest, verbunden mit der Gedenkfeier der Schlacht bei Gravelotte. Die Stadt war aufs Prächtigste geschmückt. Die Veteranen zogen morgens früh mit Fahne auf den Friedhof, um die Gräber der Verstorbenen zu bekränzen. Dann fand Festgottesdienst statt, zu dessen Verschönerung der Chor der Candidaten des Predigerseminars wesentlich beitrug. Mittags war Festzug durch die Stadt, dann Coneert, ausgeführt von der Capelle des Brandenburgischen Fußartillerie-Regiments Nr. 3. Bis spät in den Abend dauerte die mit Trinksprüchen gewürzte Festlichkeit. Ober-Eschbach, 18. August. Gestern Vormittag während des Gottesdienstes brach hier Feuer aus, das zwei Hofraithen, । eine Scheuer, zwei Ställe und einen Schuppen einäscherte. Wirksame Hülfe leisteten außer den Ortsbewohnern die hier zum Manöver einquartirten Dragoner, sonst hätte der Brand noch größere Dimensionen angenommen. I> Herbstem, 17. August. Der hiesige Kriegerverein veranstaltete heute Abend 6 Uhr ein Cvneert mit freiem Entree zur 20jährigen Gedächtnißfeier der Schlacht bei Gravelotte. Der Garten des Herrn Bierbrauereibesitzer Supp es war festlich geschmückt, auch trug der edle Gerstensaft des ! Herrn Supp es dazu bei, daß Mitglieder des Kriegervereins tiotn Fr sch * tnt|el H e Slinbet- sA 5» «■*•* 6*1*" „X hinter war doch Schnee, daß auch konnten. mache Thterg« kommende Murere. noch em 9' benen uns die M = Aus dm L fehr Heiken Tage I treibe zur Reise ge Weizen, Gerste un Fruchtgattungen Hal können sagen, daß d •erfüllen, sondern not ton künstlichen Dünc hat sich in diesem 5 reichlich. Die Vor mittel, abwechselnd^ Bei dem vorjähr sich eben deshalb d , ihre Anwendung a Sehr laute Klager Raben und Sperli Gerste empfindliche Zeit, für beide 2 führen, wie vor ei linge mit großem Sperlinge und S Vögel sür den L< werden, aber wo Schädlichkeit evider Wich«, H biüigß Ferner lj^ d.«ts pagili ¥ pagni elM *m. Damßad Rohheit wurde heut Ahe des Holzhose- mit einer anderen geringfügigen Sach, Schippenstiel und Kopf, bis sie leblos 1151 Regiment, w< "ach heftiger Gege Mi hinzugekomm Dre Frau wurde und daselbst verbr geführt. ^nn- Heppen 5 Beisein non 6en Mnöorf, sowie D ftm bit ien Nffen » D iMm d-r 36 SAm I N ä iu nn ÄllB Wichtig für Wirthe n. Private 6103 Ernst Blödner Ä| Tapeten-, Teppich- und Möbelstoff-Geschäft. d Billigste- Speeialgeschäft. 6782 Neustadt 1L 6552 Preise billigst. Ferner liefere unter den günstigsten Bedingungen: deutsche u. franz. Rothweine, Pfalzer Weine, Coguae, Sherry, Malaga und Madeira, Champagner, deutschen Seet und Aepfelwein-Cham- Guten Mittagstisch empfiehlt ___ 6806 I. Arnold, „Brauerei Fortsch . in Düsseldorf einen Maler mit Namen Schulz-Briesen und einen Kunstsalon von Eduard Schulte. Ein Schulte Briesen aber extstirt überhaupt nicht. — Sie gehen nun weiter und sagen wörtlich: „Gar oft sind junge Maler in der irrigen Meinung befangen, in kleineren Orten, die abseits von den großen Kunstcentren liegen, sei das Ver- ständnttz für bildende Kunst so wenig entwickelt, daß man sich bei Ausstellungen nicht sonderliche Mühe zu geben brauche und das, was für Düsseldorf, München, Berlin zu gering, fei z. B. für uns in Gießen noch lange gut genug, eine Auffassung, .«egen die wir hiermit aufs Allerentschiedenste Protest erheben mochten. Gut gebrüllt, Löwe'. Aber sagen Sie, wen verstehen Sie unter Den „jungen Malern?" Dietz etwa? Ist so ganz jung nicht mehr, um nicht selbst zu wissen, was er ausstellen dürfte. Oder meinen Sie mit Ihren jungen Dialern etwa denjenigen, dessen Namen Sie so beharrlich verschweigen, aber hinterrücks mit Nadeln zu stechen versuchen. Lassen Sie sich zum Tröste gesagt sein, daß er sich daraus nichts macht und daß auch unter seinen ausgestellten Sachen Arbeiten sind, die Leute, wie Professor Sohn und Eduard von Gebhard für gut befunden haben und diese Autoritäten dürften für Sie die beste Abfertigung sein. Sie sind eben vom wahren Kunstverstandniß viel zu weit entfernt, als daß man sich aus Ihrem Urtheil überhaupt etwas machen würde, und diese Zeilen gelten blos als Abwehr gegen die Art und Weise, wie Sie stümperhafte Dllettantenpfuschereien auf Kosten guter Arbeiten zu Kunstwerken stempeln wollen. Ihre ganze Kritik läuft eben darauf hinaus, die Damenmalerei in dm Himmel zu heben. Ich glaube, das Urtheil über diese Arbeiten dem gefunden Sinn der Besucher der Ausstellung überlasten zu können. Es thut mir leid, durch Ihre Kritik veranlaßt auch ein wenig ungalant sein zu müssen; aber tritt eine Dame als Malerin vor die Oestentlichkeit, so sollte doch an sie derselbe Maßstab gelegt werden, wie an dm Mann, und da mutz man sagen, datz der Passus von den „jungen Malern", dm ich eben aus Ihrem Bericht citirte, hier ganz und voll zutrisft. Sie habm eben nie gemalt, noch sich dm Flieder einmal ernstlich angesehen, sonst tonnten Sie das Bild von Fraulein Dingeldein nicht gut finden. Das sogenannte Genrebild derselben Dame entlehnt autzerdem die Figur des jungen Mädchens aus einem Gemälde des hessischen Malers Bantzer das die „Kunst für Alle einmal brachte. Nicht ohne Farbenfrische dagegm sind die Kirschen von Fräulein Dingeldein, wenngleich auch sehr wenig Original. Zum Schlüsse, verehrtester Herr Kunstschreiber oder Kunstschreiberin, möchte ich Ihnen noch sagen, datz Sie in einer gröberen Stadt, an einem Kunstorte mit solcher Urtheilsunfähigkeit wahrscheinlich der Lächerlichkeit verfallm würden. F. Bindewald, Maler. 6775] Ein Mädchen empfiehlt sich zum Flicken. Näheres bei Frau Hüttenverger, Seltersweg 52 tuie Nichtmitglieder in vergnügter Stimmung bis Nachts zusammen waren. qD Ulrichstein, 18. August. Unter tieftraurigen Umständen erhängte sich in dem benachbarten Eichelhain ein Mann. Derselbe war mit zur Beerdigung seines Vaters gewesen, kehrte vom Friedhof zurück, ging auf den Speicher und erhängte sich. Noch mit den Trauerkleidern angethan, sand man' ihn entseelt. Der Unglückliche hinterläßt zehn unversorgte Kinder. Anhaltspunkte zu der traurigen That sind gänzlich unbekannt. Vom Vogelsberg, 18. August. Von dem früheren Wegzug der Zugvögel als gewöhnlich auf einen baldigen und kalten Winter schließen zu wollen, wie der Artikel von Nidda in Nr. 189 des „Gieß. Anz." besagt, ist sehr trügerisch. Das haben uns die Erfahrungen, namentlich im vorigen Jahre, gelehrt. Damals rüsteten die Zugvögel auch früher wie gewöhnlich und man prophezeite hieraus, sowie noch aus anderen Erscheinungen, wie das starke Verharzen der Bienenwohnungen u. a. m. einen strengen Winter. Aber der letzte Winter war doch nichts weniger als streng, so mild, einige kalte Tage ausgenommen, wie möglich und dabei so wenig Schnee, daß auch nicht einmal die Schlitten gebraucht werden konnten. Gewiß ist es eine unbestreitbare Thatsache, daß manche Thiergattungen ein ganz besonders seines Gefühl für kommende Naturereignisse besitzen, aber es gibt dessenungeachtet noch eine große Zahl Vorgänge im Thierleben, zu denen uns die Aufklärung noch fehlt. = Aus dem Ohmthal, 18. August. Die gegenwärtig sehr heißen Tage haben mit einem Male sämmtliches Getreide zur Reise gebracht. Neben einander schneidet man Weizen, Gerste und Hafer, lieber die Aussichten dieser Fruchtgattungen haben wir wiederholt berichtet und wir können sagen, daß die gestellten Erwartungen sich nicht blos erfüllen, sondern noch übertroffen werden. Die Anwendung von künstlichen Düngern, welche sich in jedem Jahr vermehrt, hat sich in diesem Jahre ganz besonders bewährt und lohnt reichlich. Die Vorbedingung zum Wirken künstlicher Dung- mittel, abwechselnde feuchte Witterung, war wie selten gegeben. Bei dem vorjährigen, sehr trockenen Sommer bewährten sich eben deshalb diese Dungmittel nicht, gegenwärtig aber ist , ihre Anwendung an jedem Getreideacker dem Auge bemerkbar. Sehr laute Klagen werden seitens des Landmannes über die Raben und Sperlinge geführt, welche dem Weizen und der Gerste empfindlichen Schaden zufügen. Es wäre sehr an der Zeit, für beide Vögelgattungen einen »Vernichtungskrieg zu führen, wie vor einigen Jahren ein solcher gegen die Sperlinge mit großem Erfolg bewerkstelligt worden war. Raben, Sperlinge und Staare sind das Kleeblatt der schädlichsten Vögel für den Landwirth- ihr Nutzen soll nicht bestritten werden, aber wo sie in Ueberzahl vorkommen, da ist ihre Schädlichkeit evident. Freihand- und Kunstgewerblichen Zeichnen, Entwerfen von | Wohngebäuden, sowie die technischen Zeichnungen liefern den Beweis, aus welch' hoher Stufk in Hessen die für das Handwerk so nützlichen Schulen ftelen und wie die Lehrer derselben, selbst der kleinsten Orte, von dem Streben beseelt sind, ihren Schülern diejenigen Fertigkeiten beizubringen, welche heutzutage in dem großen Kampfe ums Sein oder Nichtsein nöthig sind, um sie als tüchtige Gesellen heranzubilden. Hauptsächlich die Kunstschulen zu Mainz und Offenbach a. M., sowie die Landesbaugewerkschule zu Darmstadt haben wahrhaft großartige Leistungen auszuweisen. Besonderes Interesse erregen fünf von Ingenieur Ackermann, Lehrer an der Landesbaugewerkschule zu Darmstadt, ausgestellte und von ihm eonstruirte und ausgesührte Modelle zur Veranschaulichung der wichtigsten Lehrsätze aus der Polarperspeetive, welche in erschöpfender Weise zur Darstellung gelangen. In sachgemäßer Weise sind die Sehstrahlen und Lichtstrahlen durch rothe Seidenfäden, vom Auge einer an jedem Modell befindlichen, Figur ausgehend, dargestellt. Die perspeetivischen Bilder werden aus einer Scheibe aus feiner Drahtgaze, welche die Seh- und Lichtstrahlen durchschneidet, mit farbiger Serbe gestickt wiedergegeben. Hierbei sind die Hilfslinien aus blauer Seide ausgeführt. Ein besonderer Vorzug an diesen für die Lehre der darstellenden Geometrie, speeiell der Polarperspeetive, äußerst nützlichen Modellen ist der, daß diese von sämmtlrchen Schülern einer Klasse vom Platz aus gesehen werden können. Diese Modelle unterstützen in wesentlicher Weise dre äußerst schwierige Lehre der Polarperspective, welche ohne Hilfsmittel dem Schüler sehr schwer verständlich ist. Die General-Versammlung der Mitglieder des Landesgewerbevereins findet am 28. d. M. statt. * _ Qn der Schlacht von Gravelotte wurden von der Infanterie der Großh. Hess. (25.) Division 196 860 Zündnadel-Patronen verschossen, dre Artillerie gab 4447 Schüsse ab. * Iw Gebet vom Blitz erschlagen. Nach einer Meldung aus Morva Lieszko wurden, wie man der „N. Fr. Pr." aus Preßburg schreibt, bei einem am letzten Freitag stattgehabten Gewitter ein dortiger wohlhabender Landwirth und dessen Frau in ihrem Zimmer, vor dem Bilde des Heilands knieend und Gebete verrichtend, von einem Blitzstrahle getroffen und auf der Stelle getödtett Vermischtes. *nn. Darmstadt, 17. August. Ein Act grenzenloser Rohheit wurde heute Mittag von einem Feldarbeiter in der Nähe des Holzhoses begangen. Die Frau desselben gerieth mit einer anderen Arbeiterin in Wortwechsel wegen einer geringfügigen Sache. Ohne Weiteres nahm der Unhold einen Schippenstiel und schlug der Arbeiterin so lange aus den Kops, bis sie leblos zusammenstürzte. Hauptmann v. M. vom 115. Regiment, welcher zusällig am Thatort vorbeiritt, nahm mach heftiger Gegenwehr den Thäter fest und ließ ihn durch zwei hinzugekommene Soldaten zur Polizei transportiren. Die Frau wurde in die naheliegende Train-Kaserne verbracht und daselbst verbunden. Später wurde sie ins Spital über- aeführt. *nn. Heppenheim, 18. August. Heute Morgen wurde im Beisein von Mitgliedern Großh. Centralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbeverein, des Bürgermeisters Allendors, sowie Mitgliedern des Gewerbevereins zu Heppenheim die Ausstellung von Schülerarbeiten aus den Kunstschulen zu Mainz und Offenbach, der Landesbaugewerkschule zu Darmstadt, sowie sämmtlichen Handwerkerschulen der Provinz Starkenburg eröffnet. Im Ganzen sind etwa 36 Schulen vertreten. Die Arbeiten, Leistungen im pagner. Louis Goebel, Frankfurt a. M, Zeil 74. I Ankauf alter Bücher n. Bilderwerke. Angebote ganzer Bibliotheken, sowie einzelner Bücher erbittet die [579 J. Ricker’sche Buchhandlung G-iesseix. - Für die durch Hagelschlag Beschädigten in Königsberg gingen ferner ein: Von W. Löber 6 vM, N. N. 6 »M, M. u. S. B. 2 JL, P. von Rodheim a. B. 3 JL, S. G. 5 Jt, L. M. 4 JL, R. S. 2 JL Zusammen 28 Jnsgesammt nunmehr 315 JL Für den bedürftigen Conrad Röhrsheim in Crumbach gingen ferner ein: Von W. Löber 1JL, W. Benner 0.50 *4L, M. B. 1 Frau Steuerrath Schuster 5 Jt, S. G. 5 JL, Ungenannt 1 Jt Zusammen 13.50 X Jnsgesammt nunmehr 55 X Weitere Gaben nimmt gern entgegen Die Expedition des „Gießener Anzeiger". Gaben für Königsberg an Stroh u. bergt, nimmt Herr H. Schomber, Rodheimerstraße 56, entgegen. Grosser teverkanf v. Wo. Wegen Geschäftsaufgabe gebe sämmtliche Möbel zu und unter Fabrikpreisen ab. Roßhaar- «nd SeegraSmaschiuen zum halben Preise. Sämmtliche Locale (großer Laden, Bettenlager, 62 □.Stttt. groß, Werkstätten u. s. w.), find billig zu vermiethen. Offerire meinen bittet importier«» hochfeinen italienischen Rothweia „Apulia“ Nr. 1 und Nr. 2 garantirt naturrein; für Reconvalescenten sehr zu empfehlen. Temperatur der Lahn und der Lust am 19. August, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: -Wasser 18‘/2, Lust 22 Gr. Rübsamen. Eingesandt. In der Mittwochnummer vom 13. August befindet sich unter -h. eine Kritik der vom Kunstverein für Hesien veranstalteten Ausstellung, eine Kritik, die sicher nickt im Stande ist, in Gießen, das diese Kunstausstellungen erst seit Kurzem sieht, das Kunstverstandniß zu wecken, da ihr das Laienhafte zu deutlich aufider Stirn geschrieben steht. Das wäre jedoch weiter nicht schlimm, wenn besagte Krim nicht mit einer solchen Arroganz aufträte und Urtheile fältte, die geradezu dazu angelegt scheinen, das Publikum über die wirklich werthvollen Bilder und ihre Schöpfer zu tauschen. Sie sagen, verehrter Herr Kritiker, in Ihrer Besprechung der Bilder, datz man Kraft und Ausdruck dem Historienbilde Frinds -ufprechm .„darf und thue gut daran. Besser hatten Sie über ein solches Bild überhaupt nichts gesagt. Wie Sie nun aber dazu kommen, das religiose Bild von Radtke aus Blankenburg so über Bausch und Bogen zu verdammen, laßt sich nur daraus erklären, daß Ihnen wahrschein ch das Verständniß für derartige Stoffe abgeht. Es steckt doch wahrlich tausendmal mehr redliche Arbeit und ehrliches Können in Radttes Bild, als in Ihrem „Spatzenclub" und „Buchfinkenpaar , die Sie so „reizvoll" finden und wahrscheinlich deshalb loben,well dieselben von Marie Laux sind. Ohne mick bei Allem, was Sie gejagt, aufhalten zu wollen, will ich hier gleich vorerst feststellen, daß unter den Landschaften die des Strützel am besten ist, die Sie noch eben „erwähnenswerth" finden. Andere Arbeiten haben Sie ja sowie so schon todtschweigen wollen. Von den Landschaften gehen Sie nun zur Besprechung der Portrats über. Sie sagen, es ließe sich da nicht viel Gutes melden, es trage Alles den Stempel des unseren Dilettantismus und man überginge diese Arbeiten am besten mit Stillschweigen. Allerdings! Das Schweigen scheinen Sie meiste^ haft zu verstehen! Warum haben Sie den Namen Dietz nicht auch noch verschwiegen? Nicht wahr: bei den vielen Arbeitcn d°si-lb-n wäre die Absicht doch zu sehr ausgefallen? Ich dachte, Dietz hätte sein Können und echt künstlerisches Empfinden doch in einer Weise dargethan, daß er mehr verdiente, als so mißhandelt zu werden. Daß unter den vielen Arbeiten des Herrn Dietz auch vereinzelte schwächer sind, ist selbstverständlich. Das finden Sie bei jebem Meister, aber bllettantenbaft sind die Porträts denn doch nicht, wenn Sie auch glauben, der Maler würde sie in Düsseldorf bei „Sckulte Briesen" oder Morschhäuser nicht gewagt haben, auszustellen. Einen Kunstsalon von „Schulte Briesen" gibt es in Düsseldorf überhaupt nicht. Es ist Ihnen da ein kleiner Lapsus pa sirt, was ja bet bedeutenden Kunstgelehrten häufiger Vorkommen soll. Cs gibt namucy Farbige Seidenstoffe von 95 Pfge. bis 12.55 p. Met. — glatt gestreift, karriri und gemustert (ca. 2500 versch. Farben und Dessins) — vers. roben- und stückweise porto- und zollfrei das Fabrik-DSpöt G. Heimeberg (Ä- u. Ä. tiofltef.) Zürich. Muster umgehend. Briefe kosten 20Pfg. Porto. 15 n einem solchen Orte vollende Wirkung hervor. Wie । erklangen aus der Brust iden von Zuhörern dkhoch- ijer durch die Schlucht und eierlich rusklingend in der Musik intonirt und von den Ls trat dann der Fahnen- Mpsgenofsenvereins vor, an von Sr. Kgl. Hoheit dem iftete ga^ttatbanb befestigt icrauf bie unb trugen nb patrwtijfy Lieder vor, n der „Wacht am Rhein" Mld" und dre tvchmMgen Lchauz" und „Ts geht bei »H« Janbai. n au? dm ** ? ilmdm W°gm dich >tunbt deS Abmchs mr ck- °b«t des : dm Klmzm des ■•‘“•■’S.“«.’ ® Wege» Umbau des Ladens J ® grosser Ausverkauf z W säMmtlicher Waarenvorräthe. W • Die Geschäftsräume befinden sich im Nebenbau. X ® Eingang: Plockstraß« 2. W b-i Br- * Di- $ t «ufa. herrschte etUn9 war Elfter b"^dliche * « * § out toemy1” Regelt iu begeben n9*t£«, H unb -elrdt. ftlmk ',L Di' eine Zuge um 2 U()t ei l°"gen der Musik LtT tuw • 9w,cnt8 ge- Ä * 1,1 Reihen L ""nPridatsuhr»-r! SÄ**» ' ' nur ein bequemes es IchMll beschlagnahmt, laichen, Ueberziehernu.s.tv. ■vor, Bier spendeten verständig umlagert waren, se nach Erquickung Genüge 'er. Der Choral „Meße r Lobgesang versenkten die in feierliche, dem Ernste nmung. Dann betrat der 'amer die Rednertribüne, r der verschiedenen Vereine stellung genommen hatten, mit klangvoller, von tiefer indrucksvolle Worte an die uf Se. Majestät den Kaiser Schrffsnachoichterr. Bremen, 16. August. sPer transatlantischen Telegraph.] Der Schnelldampfer Saale, Capt. H. Richter, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 6. August von Bremen und am 7. August von Southampton abgegangen war, ist gestern 12 Uhr Mittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Verkehr, £an*>« rrnd votkrwirthschaft. ®legen, 19. August. (Marktbericht). Auf d°m r-E-u Wochemnarkt kostete: Butter pr. Pfd. JfU 1,15—1,20, Hühnereier 1 St. 6.-2 St. 11 H, Enteneier 1 St.--H, 2 St. — Käse pr. St. 4—7 Käsemotte pr. St. 3 Erbsen pr. Ater 16 ßtnfen vr Liter 26 Tauben pr. Paar JL 0,60—0,70, Hühner pr. Stück v**0,90—1,30, Hahnen pr. St- 0,55—0,90, Ent^ X 1,40-1,60, Ochsenfteisch pr. Pfd. 70-74 ^.U^Rmdfleisch 60—64 A, Schweinefleisch 68—70 H, Hammelfleisch 50—684^, Äaws a-rsch 56—60 Kartoffeln pr. 100 Kilo JL 5,00—9,00, Weißkraut pr. St---Zwiebeln per Centner 6,00—7,00, Mlch per Ater 12-18 * _________ 6866s Ein junges braves Kinder- Mädchen wird tagsüber gesucht- _____________________Lindenplatz 3. 6865] Tüchtiges Dienstmädchen für Haus- und Gartenarbeit per sofort gesucht. Schillerstraße 27. ÄS ibeutet. llSt' n °>°rdw » tZS&A iS w f«flb £iw« - , 610t d°r F-« ' Ö ; her Capelle beitroS' Ais b. 68781 Gesucht ein braves kräftiges I« Accord z drei Drescher gesucht von I. Dern, Franksurterstraße 86. "68371 Ein 15jähriges Mädchen sucht Stellung bei Kinder ober für leichte häusliche Arbeit. I. sts N U st, ________UlbSkMirsen bei Wetzlar. 6852] Eine für das höhere Lehrfach geprüfte Lehrerin ertheilt Nachhilfe wahrend der Ferien. Zu erfragen in der Exped d Bl. Inspections-Beamter für Heften zu sofort oder später gesncht von einer der ältesten Lebens-Berstche« rnngS-Gefellfchafte«. Die Stelle ist dauernd und gut bohrt unb wollen repräsentationsfähige, rebe- gewanbte unb gutempfohlene Herren ihre Bewerbungen mit Lebenslauf, Zeugniß- abschriften, Photographie unb Referenzen einreichen sub Z. 6. 951 burch Haasen- stein & Dogler, A.«G. in Frank- snrt a. M._________ 6872 Billige Arbeiter | finden von heute früh 6 Uhr ab einige Tage Beschäftigung bei der Dreschmaschine im Neustädter Feld. 10 Schreiner, ständige, für Vauarbeiten in Lohn und Accord sofort gesucht. 6826 Bang Baumbach. Dampfsägewerk und mechanische | Bauschreinerei, Biedenkopf. | 6879] Ein fleiß. Mäbcken suckt AuS- I hülfe. Frau Strack, Erlengasse 15. susgesührt von der hiesigen Regimentsmufik. Entree 30 Pfg Anfang 8 Uhr. [6880] Kunstverein 6844 isarvativ-Cr^ CO [6859 geben werden. SS Gesetzlich geschützt Eäiianl Gerlach. Lübbecke iW. =S» Geschäfts Empfehlung as.o miethen. Lindengasse 1- 5743 Laden zogen werden. August Noll I. 4902 6842 F. Hoffmann Braubach & Fischer 6871 Zahnarzt lloddes 6600 wohnt jetzt Marktplatz 21 Sprechstunden: 9—19 und 3—6 Uhr 4820 Erfrischend, wohlschmeckend, kühlend. Leinen-, Wäsche- und Aussteuergeschäst. 6874 Portweine bis zu Mark 10.— per Flasche. Mark 4.— Verdelho fiinnpioiifät tn alten Weinen für WPeCiai IIWI Beconvalescenten. Carl Schwaab, Seltersweg 23. 5182 4299 Tendenz fest. Redaction: A. Sche^da. — Truck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. 2.- 2.25 2.- 2.25 2.75 Xeres Gold Oloroso Amoroso SS o Ä Keller, Beigeordneter. •5= a Old Port Sup. old Port Mark n Madeira. Mark 3 — | Saö Martinho Lehrer W. Plaut Ludwia?platz 14. Sherry» Mark Jede Flasche ist mit uns. Firma u. Trade-Mark versehen. General-Vertretung und Niederlage für Giessen: versteigert. 6856 sehr geräumig, beste Lage, mit oder ohne Logis zu nermiethen und kann sofort be- Rächsten Dorner-tag den 21. I. M., Nachmittags um 4 Uhr, sollen aus dem Krömermarktplatze und an der Nordanlagi mehrere Parthien Werk- und Brennholz versteigert werden. Gießen, den 18. August 1890. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Submission. Die Lieferung von 62 Stück dreiteiligen Roßhaarmatratzen für Erwachsene und 14 Stück für Kinderbetten soll auf dem Submissionswege ver, Veitzler, Großh. Gerichtsvollzieher. , ä 5 Kistchen mit 96 Donnerstag den 21. August, Nachmittags 2 Uhr, werdenim Unverzagt'schen Hause, Schottstraße 11, die zur Hinterlassenschaft des Chr. Heddeeich gehörigen noch fast neuen Möbel, nämlich ein ovaler Tisch, sechs Stühle, eine Commode, ein Küchen- schrank mit Glasaufsatz, Vorhänge, Sprungfedermatratze, Bettzeug u. s. w. Achtungsvoll •J. Noll Wwe unter der Firma Braubach theilt. Zu erfragen in der Exped- d. Bl. 6723] Ein cand. phil. ertbeilt Nach hilfeunterricht- auch während der Ferien. Näheres in der Exped. d. 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KredttaLtttzvH Oefterr. Staats bahn- Ä' 173 25 LiSconto-Tom --AnthrM 227 50 107 50 Harper er 217 50 Dortmunder Union-Actim 103 50 Ostpreußen 100 75 Darmstädter Brrckaetiev 164.25 Bochumer Gußftcchlaettev .74 80 Kk. 1^ Dtr ,it SW*' ° Montags- -—• Die Aießmer «„den dem Snzt'gtt 'S* beigelegt. InnahmevonAl solgenden TogjW a Es wird hierd^ die Bataillone des1 Samstag den 23. dem Gelände mM Übungen mit Msi richtung M von zwischen Grob-Rrä Das Schieden am 30.1. 5 \ an dichn Tagen Morgens, am 3C Gelände innerhalk 1) Weg von 2 2) Weg von 2 3) Chaussee We bis Groß-Ri 4) Chaussee Gl 5) Chaussee Lü Gießen, de Gro] 5 , 8*10» HU mit MM W beflimmt, baj MchhNpgthM,U enbigt Ai Jagb au mit dem 25.1. U sieben, an ®rof Sie W fÄftS Mu», 9ehuiücnen e 1 ’**** L “e» d° $L Ai üb sts