reu Anzeige. 601b 'S^d nach schwerem Vater, von Giessen irl Köhler. a 1Unterbliebenen. JO. ;amstag Nachmittag 6018 ttilie Heerz, jmilie Baumann. ung. |er Mnrhme an bem uni rnrii linieren tr'efgesühltesten 1 Ein tüchtiges Rädchen, nÄ m ui WÜiM i n mi bew Neublki des Hkivr» "o^ ..Id 80 9400 783» 74.60 4022’ 20950 161.60 139 < 40 00 163.W 142.00 8370 lohrere Handlan9ßr 16IH 01 • «MstiMg,fll’ «wt4m2*2* i K “ ’lOf* »(Srer# 19.? 90 7' • --J7 9%$gSS ■' -ksncht« »!9S!Ü w Nr. 166. Zweites Blatt. Sonntag den 20. Juli 1890. Weßener Anzeiger Generat-Mnzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Ttreis Gieszen Gratisbeilage: Gießener Iamitienötätter Alle Annoncen-Bureaux des In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Redaction, Expedition und Druckerei: SchnlstraßeUr.7. Fernsprecher 51. Vierteljähriger «NoonnementspretOr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. Die Gießener Hs«mitten0tLlter werden dem Anzeiger '«vchentlich dreimal beigelegt. Der Eichener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Amtlicher» Theil. Nr. 22 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 15. d. M., enthält: (Nr. 1910.) Verordnung, betreffend die Ausdehnung der Zollermäßigungen in den Tarifen A zu dem deutschitalienischen und dem deutsch-spanischen Handels- und Schiff- fahrtsvertrage. Vom 9. Juli 1890. Gießen, den 18. Juli 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Bekanntmachung. Während der Beurlaubung des Unterzeichneten wird derselbe, mit Genehmigung Grobherzoglichen Ministeriums der Finanzen, Abteilung für Steuerwesen, soweit nothwendig, durch den Großherzoglichen Steuer-Assessor Herrn Kritzler vertreten werden. Gießen, den 20. Juli 1890. Der Großh. Steuer-Commiffär: Süffert. Die Reform der Eifenbahn-Perfonentsrife. „Immer langsam voran, immer langsam voran" — dieses alte Spottsprichwort aus die österreichische Gemächlichkeit und Gemüthlichkeit ist zu Schanden geworden, seit Oesterreich-Ungarn mit dem Zonentarif für den Eisenbahnpersonentransport einen so kühnen, fast revolutionär zu nennenden Schritt auf dem Gebiete der Eisenbahn-Wirthschaftspolitik Methan hat, und man muß die Genialität bewundern, mit welcher hierdurch im Kaiserstaate an der Donau auf einmal mit althergebrachten und bis jetzt für rationell gehaltenen Grundsätzen gebrochen worden ist. Nachdem Ungarn vor ungefähr Jahresfrist auf diesem Wege voranging, folgte am 1. Juni d. I. die cisleithanische Reichshälste nach und gelangte zunächst bei den österreichischen Staatsbahnen der .Zonentarif zur Einführung und zweifellos werden bald auch die anderen Bahnverwaltungen in Oesterreich diese hochbedeutsamen Eisenbahn-Reformen sich wohl oder übel aneignen müssen, und es steht zu vermuthen, daß bis Ende dieses Jahres in ganz Oesterreich-Ungarn der Eisenbahn-Zonentarif eingeführt sein wird. Es drängt sich nun die Frage auf, wie sich die übrigen Bahnverwaltungen des mitteleuropäischen Verkehrs zu der wichtigen Neuerung des Zonentarifs verhalten und welche Stellung speciell die größeren Bahnverwaltungen der an Oesterreich-Ungarn angrenzenden Gebiete des deutschen Reiches hierzu einnehmen werden. Man hat bis jetzt hierüber noch nichts Sicheres gehört, aber offenbar drängt die Sache zur Entscheidung und da wird man, wie die Verhältnisse einmal liegen, annehmen dürfen, daß auch die deutschen Bahnen in irgend einer Form auf den Zonentarif eingehen werden müssen. Denn es steht außer allem Zweifel, daß der Zonentarif der österreichischen und ungarischen Bahnen mit seinen beispiellos billigen Sätzen sich gegenüber den Sätzen, wie sie in Deutschland im Personentransportwesen der Eisenbahnen noch geltend sind, in kurzer Zeit machtvoll geltend machen muß und es droht mithin den Bahnverwaltungen der an Oesterreich stoßenden deutschen Staatsgebiete eine empfindliche Schädigung durch die Concurrenz des Zonentarises jenseits der schwarz-gelben Grenzpfähle, wenn letzterer nicht bald ein Paroli geboten wird. Wer künftig z. B. von Dresden nach Oderberg oder München, oder wer etwa von Schlesien nach Süddeutschland reist, der wird ganz sicherlich hierbei die österreichischen Bahnen, wegen der außerordentlichen Billigkeit des Zonentarifs, soweit benutzen, wie dies nur irgend angeht, und hierbei auch einen kleinen Zeitverlust nicht scheuen. Es bedarf daher wohl keiner näheren Darlegung, daß hieraus ein bedeutender Ausfall im Durchgangsverkehr der betheiligten deutschen Bahnen entstehen würde. Indessen erscheint es wohl begreiflich, wenn die deutschen Bahnen noch zögern, auf den Zonentarif einzugehen, denn er ist noch zu kurze Zeit in Thätigkeit, als daß man hieraus einen ganz bestimmten Schluß auf seine finanziellen Ergebnisse ziehen könnte. Allerdings hat er nicht nur in Ungarn, sondern auch auf den betreffenden österreichischen Linien eine ganz gewaltige Steigerung des Personenverkehrs zur Folge gehabt und dieselbe hat speciell für die ungarischen Bahnen auch nicht unerhebliche Mehreinnahmen gegenüber den früheren Einnahmen aus dem Personenverkehr ergeben. Hiermit ist jedoch noch nicht gesagt, ob diese günstigen Verhältnisse auch anhalten werden und ob nicht vielleicht nur vorübergehende Ursachen hierbei einwirken, nach deren Verschwinden für diejenigen Bahnen, welche den Zonentarif eingeführt haben, ein sehr empfindlicher Rückgang eintreten könnte. Aber die hohe Wahrscheinlichkeit ist doch vorhanden, daß mit dem Zonentarif für Personentransport eine gesunde und zeitgemäße Reform im Eisenbahnwesen zur Einführung gelangt ist und die deutschen Bahnverwaltungen werden sich daher ebenfalls genöthigt sehen, mit ihr zu rechnen, wenn sie anders der von den österreichischen und ungarischen Bahnen zu befürchtenden Concurrenz die Spitze bieten wollen. Da Ende dieses Monats in Dresden die alljährliche Versammlung des Verbandes deutscher Eisenbahnverwaltungen, denen u. A. auch die östet- reichischen und ungarischen Bahnen größtentheils angehören, zusammentritt und hierbei ungarischerseits die Ausdehnung des Zonentarifs auf das gesammtr Verbandsgebiet beantragt werden wird, so dürften die bezüglichen Verhandlungen genügend darüber Aufschluß geben, wie man sich in Deutschland zum Zonentarif stellt. Cocak» und provinzieller. Gießen, 19. Juli. — Wir machen unsere geehrten Leser aus die für heute Abend und morgen angekündigte Production des Schnellläufers Dibbels aufmerksam. Derselbe wird den Oswalds Garten in einer Stunde 40 Mal umlaufen. Uns vorliegende zahlreiche Berichte aus deutschen, belgischen, französischen, dänischen, schwedischen, niederländischen und russischen Städten bestätigen die außerordentliche Leistungsfähigkeit Dibbels. Lauterbach, 17. Juli. Heute Nacht zwischen 1 und 2 Uhr zog ein schweres Gewitter über unsere Stadt. Secunden- lang anhaltende Blitze, begleitet von heftigem Donnerrollen, erhellten das Firmament. Nachdem das Wetter ungefähr eine Stunde angehalten und ein leichter Regen die Atmosphäre etwas abgekühlt, ging dasselbe, ohne Schaden verursacht zu haben, glücklich vorüber. ? Aus der Provinz, 18. Juli. Zu Beginn des Frühjahrs verfügten die interessirten Kreisämter an die betreffenden Gemeinden, daß man Seitens derselben eine Vergütung für den Abschuß der gemeinschädlichen Raben bewilligen und über das Vorkommen der Raben selbst in den einzelnen Gemarkungen Bericht erstatten sollte. Wir wissen allerdings nicht, wie diese Berichte gelautet, daß aber in vielen Gemeinden rein gar nichts zur Vertilgung dieser schädlichen Vögel geschehen ist, kann nicht bestritten werden. Die vielfachen Klagen der Landwirthe in jetziger Zeit beweisen, daß ein solches Ver- säumniß sich bitter rächt. Abgesehen von dem geringsten Schaden, welchen die Raben durch Verzehrung der Kirschen, namentlich der edlen, verursachen, fallen die Verheerungen, die sie beim Getreide und selbst auch bei den Setzpflanzen anrichten, sehr erheblich ins Gewicht. Während sie letztere ausziehen und bis aus die Wurzel verzehren, fällt ihnen bei ersterem die Ernte ganzer Aecker zum Opfer. Schon jetzt zeigt sich das beim Korn, noch mehr aber bei der Gerste. Wir haben im verflossenen Sommer Gerstenäcker gesehen, auf denen man kaum noch eine gute Aehre finden konnte. Noch Femlleton. Der Schatzgräber. Humoreske von E. Redenhall. (Nachdruck verboten.) Motto: „Arm am Beutel, krank am Herzen Schleppt ich meine langen Tage." „Ach was, Träume sind Schäume! Schlage Dir den Unsinn aus dem Kopse," sagte die Frau Actuar Finkenschlag, eine kugelrunde Frau mit etwas sanguinischem Temperament, in nicht zu sanften Tönen zu ihrem Gatten, der ihr seit einigen Wochen immer und immer wieder erzählte, welch glückverheißenden Traum er gehabt, und daß eine Ahnung ihm sage, daß derselbe sich erfüllen werde. Tag und Nacht beschäftigte dieser Gedanke den Herrn Actuar, eine kleine, hagere Gestalt mit eckigem, bartlosem Gesicht und bedeutendem Mondschein. Die Aussicht der Verwirklichung schien ihm um so verlockender, als er mit Glücksgütern gerade nicht reich gesegnet war, und er, sowie seine Gattin Lucinde oft an den letzten Tagen des Monats schmale Bissen beißen mußten. Es war aber auch ein gar zu merkwürdiger Traum gewesen, wohl geeignet, sogar ein so ruhiges Gemüth wie das des Herrn Actuars Johann Gottlieb Finkenschlag auszuregen. Dieser hatte eines Abends spät noch in seinem Stübchen aus dem erst letzte Weihnachten angeschafften neuen Sopha gesessen und darüber nachgedacht, wie qualvoll sein ganzes, nur der mechanischen Arbeit gewidmetes Leben sei und wie ihn das Schicksal doch stets recht stiefmütterlich behandelt habe. Welche Hoffnungen hatten ihn als Jüngling beseelt, wie viele Ideale hatte er gehegt ... und nichts von alle dem hatte sich erfüllt! Die Begeisterung war geschwunden, schablonenhaft war ein Tag wie der andere vergangen, sein ganzes Leben nur der Arbeit um des Lebens Unterhalt geweiht. Bei diesen philosophischen Betrachtungen mußte er eingeschlafen sein. Da, auf einmal war ihm so wunderbar zu Muthe geworden, eine blendende Helle hatte das ganze Zimmer überstrahlt und eine Fee in Gestalt eines schönen jungen Mädchens hatte Plötzlich, ohne daß er gesehen, von wo sie gekommen, vor ihm gestanden und folgende Worte zu ihm gesprochen: „Verzage nicht! Deine Sorgen um das tägliche Brod soll zu Ende sein! Hat das Leben Dir auch viele Enttäuschung gebracht, jetzt sollst Du und Deine Gattin Lucinde belohnt werden. In Deiner Wohnung ist ein Schatz verborgen und Dir ist es Vorbehalten, ihn zu heben. Wo er ist, darf ich Dir aber nicht sagen. Suche . . . und Du wirst finden. Sprich jedoch, sobald Du in seinen Besitz gelangt bist, zu Niemand als zu Deiner Frau davon. Hältst Du dies nicht, so verlierst Du ihn wieder." Also hatte die Fee gesprochen und war verschwunden. Unser Actuar aber war davon erwacht und befand sich nun in einer Aufregung, in der er sich noch nie befunden, auch nicht in jenem feierlichen Moment, als er vor zwanzig Jahren um seine geliebte Lucinde geworben hatte. Er war seitdem ganz verändert, der gute Actuar. Er, der wie ein Lastthier bisher alles geduldig ertragen hatte — sogar die Gardinenpredigten seiner Frau, wenn er in die srischgescheuerte Stube eingetreten war und vergeffen hatte, seine Stiefel ordentlich abzuputzen, oder Sonntags eine Cigarre geraucht, ohne die reinen Vorhänge zu berücksichtigen — er war jetzt unwillig und gereizt bei derartigen Anlässen, dabei von einer Ruhelosigkeit und Zerstreutheit, die Jedem auf- sallen mußte. Saß er auf dem Gericht über seine Arbeit gebeugt, so passirte ihm, dem so peniblen Beamten, es jetzt oft, daß er sich irrte, und er hatte sich deßhalb schon eine Rüge seines Vorgesetzten zugezogen. Stundenlang schritt er im Zimmer aus und ab, ohne ein Wort zu sprechen, bald auf den Fußboden, bald an die Mauer klopfend und ängstlich lauschend, ob der Ton vielleicht hohl klinge. Auch heute klopfte und horchte er fortwährend. Eine geraume Zeit hatte ihn seine Ehehälfte stillschweigend beobachtet. Endlich polterte sie los: „Hat man je so etwas erlebt? Alter schützt vor Thor- heit nicht! Wenn Du mit dem Unsinn jetzt nicht bald aufhörst, sollst Du mich kennen lernen." „Wer zuletzt lacht, lacht am besten!" sagte der Actuar mit einer gewissen Zuversicht. „Auf den ersten Hieb fällt kein Baum. Das geht nicht wie man will . . . dazu muß man erst einen gewissen Zeitpunkt abwarten." „Hoffen und Harren macht Manchen zum Narren, und viel fehlt nicht.mehr, dann verlierst Du wegen dieses albernen Traumes noch den Verstand!" erwiderte Frau Lucinde gereizt. So zankte sich das sonst so - friedfertige Ehepaar noch lange Zeit in allen möglichen Sprüchwörtern herum. Dies war nämlich eine Specialität von ihnen, wenn sie erregt waren, und so ging es dann fort, bis die Frau mit den Worten: „Wem nicht zu rathen, dem ist auch nicht zu Helsen," aus dem Zimmer ging und die Thür etwas bedenklich ins Schloß fallen ließ. Doch dies alles glitt spurlos an Herrn Johann Gottlieb Finkenschlag vorüber^ es störte seine Hoffnungsfrcudigkcit nicht im Mindesten, er hatte nur ein bedauerndes Lächeln für die Ungläubigkeit seiner Gattin. Er klopfte, horchte, untersuchte unermüdlich weiter. So waren wiederum drei Wochen unter fruchtlosem Suchen vergangen. Da, eines Tages — Frau Lucinde war einer Einladung zu einem Kaffeeklatsch bei der Frau Registrator Müller gefolgt, — beklopfte der Actuar wieder jene Stelle der Wand, und . . . barmherziger Gott! waS ift das? An dieser Stelle klingt der Ton hohl! (Fortsetzung folgt.) weittragender ist der Schaden der Raben durch Vertilgung der Eier und Jungen der 'nützlichsten Vögel, der sich meist unserem Auge entzieht, dessenungeachtet aber sactisch ist. Auch der Jagd schaden sie nicht unerheblich. So erzählte uns dieser Tage ein Landmann, er habe beim Mähen in einer Wiese ein Rebhühnernest entdeckt, in dem das Huhn über mehr als 20 Eiern brütete. Selbstverständlich flog die Henne, durch die Mäher scheu geworden, von den Eiern. Der Landmann ließ um das Nest, damit es vom Gras nicht zugeworfen wurde, einen Grasbüschel stehen. Nach vollendeter Mahd der Wiese sah er nochmals ms Nest und nicht mehr ein (Si war darin - die Raben hatten sie alle geholt. Und wie vielen jungen Häslein wird nicht von diesen räuberischen Vögeln der Garaus gemacht! Mögen diese Zeilen dazu beitragen, daß man dem schädlichen Rabengesindel energisch zu Leibe rückt. — Der Verein der Hessen in Berlin veranstaltete am vergangenen Freitag zu Ehren der landsmännischen Schützen einen Commers in seinem Vereinslocal, dem Lindenhotel, Unter den Linden, kleine Kirchgasse 3/4, welcher gut besucht war und zur allgemeinen Befriedigung verlief. Der Vorsitzende des Vereins, Herr G. Wagner (Gießen) eröffnete die Versammlung, indem er die Gäste aus das Herzlichste begrüßte und in warmer Rede aus den Verlauf des Festes und den überaus begeisterten Empfang, welchen die Schützen in Berlin gesunden, hinwies. Derselbe betonte besonders, daß der Glanzpunkt der Feier, der Festzug, welcher die Schützen deutscher und der uns befreundeten Nationen brüderlich vereint dem Festplatze zuführte, ein Triumphzug in des Wortes vollster Bedeutung gewesen sei. Die Begeisterung habe hier ihren Höhepunkt erreicht. Das Grüßen, Hüte- und Tücherschwenken, Blumenspenden und Hochrufen habe kein Ende gefunden — ein lebendiges Zeugniß dafür, daß die deutsche Einigkeit herrliche Früchte gezeiiigt habe. In erster Linie verdienten aber auch die Schützen solchen Empfang, da dieselben nicht nur einen Sport betrieben, sondern Hand und Auge in der Handhabung der Waffen übten, um jederzeit gerüstet für die deutsche Ehre eintreten zu können. Indem Herr Wagner noch den Wunsch aussprach, daß unsere Landsleute einen ebenso freundlichen Eindruck von unserem Verein wie von der Stadt Berlin mitnehmen möchten, bat er, die Grüße des Vereins der Heimath zu überbringen und schloß mit einem Hoch aus unsere lieben Landsleute, „die hessischen Schützen", welches begeisterten Widerhall fand. Hieraus dankte Herr Hickler (Darmstadt) im Namen der Gäste für die freundliche Begrüßung und hob hervor, daß der Empfang der Schützen in Berlin in jeder Beziehung ein über alles Erwarten herzlicher gewesen sei. Man habe gedacht, daß bei dem colossalen Verkehr der Millionenstadt das Schützenfest wenig zur Geltung kommen würde, aber der großartige und herzliche Empfang der Stadt Berlin stehe keinem anderen, weder in München noch Frankfurt, nach. Unter den besten Glückwünschen für das Gedeihen desselben schloß Herr Hickler mit einem Hoch aus den Verein der Hessen. Viele andere der landsmännischen Schützen — aus der Provinz und dem Großherzogthum — schlossen sich den Ausführungen des Herrn Vorredners an und waren alle des Lobes voll. Es wurden noch viele Toaste, auf unseren erhabenen Kaiser, unseren all- verehrten Landesvater den Großherzog u. s. w., ausgebracht und an Letzteren ein Ergebenheitstelegramm der Versammlung abgesandt. Mit besonderer Begeisterung wurde es ausgenommen, daß das nächste deutsche Bundesschießen in Mainz stattfinden soll, und nachdem noch die Mainzer Schützen versprochen, Alles auszubieten, um einen gleich herzlichen Empfang zu bereiten, schloß der officielle Theil der Feier unter dem Versprechen, daß man sich dort Wiedersehen wolle, und einem Hoch auf Mainz. ümntfdyte». * Ein automatischer Photographie-Apparat. Eine ganze Reihe Hamburger Blätter vom gestrigen Tage (16. Juli) — „Reform", „Hamburger Nachrichten", „Fremdenblatt", „General-Anzeiger" re. — spricht sich in höchst anerkennender Weise über die Erfindung eines hessischen Landsmannes, Herrn C. Ramspeck in Hamburg (Bruder des Redacteurs der „Neuen Hess. Volksbl." in Darmstadt) aus: Die Herstellung eines automatischen Photographie-Apparats, der einige bereits bestehende Systeme dieser Art in jeder Weise überflügelt. Der Apparat, welcher gegenwärtig in Hamburg ausgestellt ist und dort allgemeine Bewunderung erregt, verfertigt aus rein mechanischen Wege ohne jegliche menschliche Hülfe Bilder auf Blechplatten (sog. Ferro- typen), welche vorzüglich gelingen und ein durchaus ausdrucksvolles Gepräge zeigen. Die sinnreiche Erfindung beruht ausschließlich aus dem Rotationssystem, dessen großer Vorzug- im Gegensatz zu den anderen Systemen, in dem raschen und sicheren Functioniren, sowie in der billigen Fabrikation des Apparats besteht. Jeder sich Photographirende muß zunächst ein Uhrwerk, welches die alleinige Thätigkeit ausübt, aufziehen, alsdann eine bestimmte Münze in den Apparat werfen, wodurch dieser zu functioniren beginnt. Jetzt hat der Betreffende genügend Zeit, sich aus einen vor dem Objectiv bereit stehenden Stuhl zu setzen. Alsbald ertönt eine electrische Glocke, welche das Zeichen zum Stillsitzen giebt- nach einigen Secun- den verstummt ^>as Läuten — und die Aufnahme ist erfolgt. Nach ca. 45 Secunden fällt das fertige Bild aus eine erwärmte Metallplatte. Während dieser Zeit kann der Betreffende durch Einwurf einer zweiten Münze dem Apparat einen Rahmen zum Bild entnehmen. Der ganze Vorgang, vom Einwurf der Münze bis zum Herausfallen des Bildes, währt 2^2—3 Minuten, mithin liefert der Apparat nicht nur 20 Bilder pro Stunde, sondern präparirt dazu gleichzeitig selbst die nöthigen Blechplatten, eine Leistung, die kein anderer Apparat erreicht und in Anbetracht des chemischen Prozesses in einer kürzeren Zeit kaum ausführbar ist. Der Apparat ist für alle Länder des Continents, sowie für England und überseeische Länder patentirt. Der Erfinder, Herr C. Ramspeck, hat sich bereits früher durch sinnreiche Automaten, z. B. den automatischen Münzprüfer, bekannt gemacht. Kandwirthschastliche Umschau. △ AuS Oberhessen, 18. Juli. Muß man nicht sagen: Die Scenerie ist völlig verändert, wie durch einen Zauberschlag ist es über Nacht anders geworden, das Hangen und Bangen in schwebender Pein ist einer schaffensfreudigen Zuversicht gewichen, denn wir stehen mitten in der Kornernte und diese fallt recht befriedigend aus. Die energische Julihttze, welche sich dem vorangegangenen aprilmäßigen Wetter gegenüber etwas empfindlich geltend macht, zeitigt die Halmfrüchte rasch; es knistert in den Aehren und über den wogenden Getreidefeldern flimmert die heiße Luft. „Sanct Margrit bringt die Schnitter mit!" Diese Bauernregel ist im laufenden Jahre so zu sagen auf Tag (13. Juli) und Stunde eingetroffen und veranlaßt mich, einige Bemerkungen über Bauernregeln und sog. LooStage hier folgen zu lassen. Die Tage Pauli Bekehr (25. Januar), Lichtmeß (2. Februar). Petri Stuhlfeier (22. Februar), Georgi (23. April), Pankraz-Servaz (12. und 13. Mat), Johanni (24. Juni), Peter und Paul (29. Juni), Margarethentag (13. Juli), Jacobi (25. Juli), Bartholomäi (24. August), Michaeli (29. September), Gallustag (16. Octobcr), Stmon-Judä (28. October), Martini (11. November), Kathartnentag (25. November), Nikolaustag (6. December) u. n. v. A. sind sog. Loostage, an die der Bauer gereimte Sprüchlein knüpft, die Bezug aus seine Thätigkeit haben. Diese Bauernregeln Leuten ganz allgemein an, wie das Wetter ist oder sein wird, und was der Bauer zu gewissen Zetten thun oder unternehmen soll. Sie sind schon Jahrhunderte alt und wurden aus den Erfahrungen vieler Jahrhunderte abgeleitet. Wer sich also streng an diese Regeln halt, der kann große Mißgriffe machen, denn durch die intensivere Bodencultur, durch größere Entwaldungen, durch Austrocknen von sumpfigen Gegenden und manches Andere sind die klimatologischen Verhältnisse ganzer Landstriche völlig verändert worden. Kommen dann sehr zeitige oder sehr späte Frühjahre hinzu und der Landwirth läßt sich von seiner Regel nicht ad- brtngen, dann fügt er sich ganz bedeutenden Schaden zu. Ein Beispiel für viele! Der Mai 1889 war ein so wundervoller, wie er alle hundert Jahre nur einige wenige Male auftritt. Die Vegetation entwickelte sich so rasch, daß in der ersten Junidekade ein Vorsprung von 2 bis 3 Wochen vorhanden war und daher mit der Heuernte hätte begonnen werden müssen, denn die Gräser traten in Blüthe. Alle rationelle Landwirthe verlangten das Mähen des Heugrases, aber es half nichts: Johannistag war noch nicht gekommen, eS mußte gewartet werden. Als dieser Tag endlich erschien, waren die Gräser überständig geworden; die Wtesengründe sahen eselsgrau aus und die beste Kraft des Futters war verloren. Wir sehen daraus, daß das Heumachen nicht an den Johannistag, sondern an die Reife der Graser geknüpft werden muß. Ader unsere oberhesstschen Landwirthe sind sehr eigensinnig und lassen sich nur sehr schwer zn neuen Cultur- arten über führen, selbst wenn die Vorlheile so klar und deutlich vor Augen liegen, wie bei dem Zuckerrübenbau. Ihre Zeitung brachte dieser Tage einen kurzen Berndt über die autzerordentlichen Erfolge der Stockheimer Zuckerfabrik. Sie wurde 1884 gegründet, steht also jttzr in ihrem 7. Eampagnejahr und ist in dieser kurzen Zeil im Stande, für das abgelaufene Jahr 11%, sage elf Procent Dividende zu verthetlen. Und dabei hört man fortwährend über schlechte Zeiten, ungenügende Ertrage, ungenügende Bodenrente klagen. Welcher Geschäftsmann, Handwerker, Fabrikant, Beamte kann von elfprocenttger Dividende sprechend Nun sollte man glauben, überall da, wo es die Bodenverhältnisse gestatten, fände der Rübenbau begeisterte Aufnahme, denn solche Resultate wären in der Land- wirthschaft ja gar nicht mehr zu finden! Das ist aber ein Jrrthum. Man steht der Cultur, besonders auch von Seiten des weiblichen Theils der landwirthschaftlichen Bevölkerung, ablehnend gegenüber, obgleich die elf Procent Dividende noch lange nicht alle Vortheile in sich schließen, die der Zuckerrübenbau im Gefolge hat. Hier Ist in erster Linie der treffliche Bau hervorzuheben, in den die Rüben- äcker versetzt werden. Von Tiefeultur wußte man früher wohl etwas, that aber nichts dafür. Wenn ein Bauer 15 Eentim. pflügte, meinte er schon viel gethin zu haben. Jetzt pflügt man 25 bis 30r ja sogar 40 Eentim. tief mit dem Dampfpfluge und man holt da unten Boden herauf, der noch ganz jungfräulich ist und die reichlichsten Ernten liefern kann. Durch das fleißige Behackm des Ackers wird er rein von Unkraut, die Bodenkrumme wird productionsfähiger und die nachfolgendm Getreideernten werden quantitativ und qualitativ bester als früher, was sich am deutlichsten dadurch zeigt, daß. man alle früheren Rübenäcker in den Fluren jofort herausfindet und daß die Zuckerrübenbauern ihre Scheuern vergrößern laffen müssen. Diese wenigen Andeutungen mögen für heute genügen. Wir werden später bei einer anderen Gelegenheit Veranlassung finden, auf diesen ungemein wichtigen Gegenstand noch einmal zurück zu kommen. — Vielfach ist man der Ansicht gewesen, daß die 14tägigen Regen in letzter Zett empfindlich geschadet hätten, wenigstens hat der Vogelsberg sein Heu eingebüßt. Gerade der Vogelsberg hat aber durch den reichlichen Regen ungemein in Bezug auf feine Sommerfrüchte r Heu «Nd Hafer gewonnen. Ohne die kühle feuchte Witterung wärm nämlich — wie ich in einer Reihe von Gemarkungen beobachten konnte — jene Getreidearten gar nicht aus den Hosen gekommen, hätten also nur sehr geringfügige Erträge geliefert. Die Hackfrüchte machen jetzt dem Landmanne das Leben sauer; er muß dm Roggen heimbringen, denn die Gerste zeitigt äußerst rasch bei dieser Witterung und kommt in nächster Woche sicher. Dabei sollen Runkelu und Zuckerrüben noch einmal behackt werden, weil das Unkraut sonst übermächtig wird. Ja wenn der Bauer jetzt 4 oder 6 Hände und der Tag 36 Stunden hätte, da ließe sich eher darkommen. Dtejmt- gen, welche für einen 8stündigen Arbeitstag (wir gönnen ihn Jedem von Herzen) schwärmen, könnten in jetziger Zeit bei dem Bauer einsehen lernen, daß oft 16 Stunden zu wenig sind. Gegenwärtig ist die Ernte der Beerenfrüchte gekommen unb die fleißigen Hausmütter haben alle Hände voll zu thun, um ba& Einkochen zu besorgen. Zwar die Erdbeerm sind, weil es im Juni rauh und trocken war, nicht sonderlich ausgefallen, aber Heidelbeeren, Johannisbeeren, Himbeeren und Stachelbeeren giot es genug. Die Brombeere folgt etwas später. — Alle Gemüse- und Gartengewächse- sehen vortrefflich aus. Bohnen und Gurken, welche anspruchsvoll in Bezug auf Wärme sind, standen etwas still, sind aber jetzt wieder thätig geworden. Alle Salatarte« waren seither ausgezeichnet. Solch' prächtige Salatköpfe, die mitunter die Stärke von kleinen Weißkrauthäuptern erreichen wie in diesem Jahre, sieht man selten. Die Gewitter in den letzten 24 Stunden Haben etwas Abkühlung gebracht, was ein wahrer Segen ist. Menschen und Thiere leiden schwer in der tropischen Hitze. Hie und da haben Blitzschläge Schaden gethan, der aber gegen den großen gespendeten Nutzen verschwindet. Ciieratut und Nunst. — Vorn ^Universum", der allbeliebten Familienzeitschrift, ist soeben das 24. Heft erschienen, reichhaltig und werthvoll nach Inhalt und Ausstattung. Schon die Kunstbeilagen, Vollbilder und Vignetten machen einen bestechenden Eindruck; anziehende Sujets vereinigen sich mit vollendet schöner Ausführung. Der Bilderschmuck ist ein Schatz für die Familie, durch den sie mit allen bedeutenden Erscheinungen der modernen Kunst vortrefflich vertraut wird. — Der Lesestoff ist erfreulich reichhaltig. 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I , Vormittags von 9—12 Uhr und Nachmittags von 2—6 Uhr, wirb die Wahl von 38 Wahlmännern für die Gemeinde Gissten zum Behuf der Wahl eines Abgeordneten in der Gemeinde Gießen in dem Sitzungszimmer des Bürgermeisterei-Gebäudes vorgenommen werden. Alle stimmberechtigten Staatsbürger werden daher eingeladen, an dem gedachten Termin sich persönlich einzufinden und ihre Stimmen abzugeben. Zugleich wird daraus aufmerksam gemacht, daß diejenigen, welche mit der Entrichtung ihrer schuldigen directen Staatssteuer, oder falls sie zu einer solchen nicht herangezogen sind, ihrer Communalsteuer länger als zwei Monate sich im Rückstände befinden, zur Abstimmung nicht zugelaflen werden und daß daher alle Diejenigen, welche bis zum 16. dieses Monats, bezw. bis zum 19. d. Monats mit der Entrichtung der betreffenden Steuer über zwei Monate im Rückstände waren, nur dann zur Abstimmung zugelassen werden können, wenn sie diesen Rückstand noch bis zur Wahl abführen und daß solches geschehen, der Wahlcommission durch Vorzeigung ihrer Steuerquittung nachweisen. Gießen, am 15. Juli 1890. Die Wahlcommission: Der Bürgermeister; Die Urkundspersonen: ________Gnauth._____________Keller. Vogt._______5940 Bekanntmachung Alle Steigerer, welche ihr im Gießener Stadtwald ersteigertes Holz noch nicht abgefahren haben, werden aufgefordert, dies um so gewisser bis 25. dieses Monats zu thun, als sonst Anzeige gegen die Säumigen erhoben werden wird, Gießen, den 14. Juli 1890. Grcßherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 5939 GrotzeMöbelversteigerung wegen Aufgabe des Geschäfts. Dienstag -en 22. und Donnerstag -en 24. Juli, Nachmittags 2 Uhr werden im Hotel Weber in Gießen, Liebigstraße, sämmtliche meist feine Möbel und sonstige Gegenstände, namentlich: 14 sehr gute vollständige Betten, theilweise französ. Bettstellen, Waschkommoden mit Marmoraufsätzen, Nachttische, Sophas, Tische, Stühle, Kommoden, Kleiderschränke, Spiegel, Eisschrank, Küchengeräthe und verschiedene andere Gegenstände freiwillig versteigert. NB. Sämmtliche Gegenstände sind erst kurze Zeit im Gebrauch und vollkommen gut erhalten. Auf Verlangen der Interessenten können auch ganze Zimmer-Einrichtungen zusammen genommen werden. Nähere Auskunft ertheilt J. Kothenberger, Ger. - Taxator, Lindenplatz 8. In Auftrag: 5880 Vogt. Waaren - Versteigerung. Mittwoch den 23. d. M., Nachmittags von 2 Uhr an und folgende Tage, werden sämmtliche Waarenvorräthe des Herrn Alb. Behrend in seinem Geschäftslocal, Marktstraße 32, wegzugshaiber versteigert. — Besonders sind dabei: Regenschirme, Herren- und Damen-Strohhüte, Filzhüte, 60 Stück garnirte Damenhüte, Putz-, Weiß- und Wollewaaren, Hüte für Knaben und Mädchen, zwei Stück schwarze Cachemire und verschiedene andere Artikel. Auch kommen einige Glasschränke, Theke, Reale und einiges Mobiliar zur Versteigerung. In Auftrag: Louis Kothenberger, Ger -Taxator. AHM' Der Ausverkauf wird inzwischen fortgesetzt._________[5904 Bau der Zellenstrafanstalt Butzbach. Schriftliche Angebote für die bei der Haupteinfriedigung der Zellenstrafanstalt vorkommenden Mouerarbeiten, bestehend aus der Herstellung von 546 cbm Grundgraben, ca. 321 cbm Grundmauerwerk und ca. 2345 cbm zweihäuptiges Mauerwerk, der dazu gehörigen Materiallieferungen von ca. 5970 Stück Falzziegel erster Sorte, ca. 9000 Stück Ofenbrandsteinen, ca 267 cbm Grubensand, ca. 533 cbm Schlackenfand, ca- 140 cbm Schlackenmehl, ca. 22 Tonnen Cement, ca. 66 cbm Sckwarzkalk, ca. 37 cbm Weißkalk, ferner dem Abloschen von ca. 66 cbm Schwarzkalk und ca. 37 cbm Weißkalk, sowie die etwaige Anfuhr genannter Materialien von Bahnhof Butzbach bis zur Baustelle, werden bis zum Montag den 21. Juli, Vormittags 10 Uhr, erbeten. Zeichnungen, Voranschlag und Bedingungen liegen von Mi'twoch den 16. d. M auf unserem Bureau zur Einsicht offen Butzbach, den 14. Juli 1890. Grobherzogliche Baubehörde für die Zellenstrafanstalt Butzbach I. V: D i e h m, Großb. Baumeister. 5953 Verdingung. Die Ausführung von 6930 m Reihenpflaster auf den Bahnhöfen Treysa, Marburg und Lollar soll in einzelnen Loosen öffentlich vergeben werden- Hierzu ist Sonnabend den 26. Juli, Vormittags W/2 Uhr, in dem Amtszimmer des Unterzeichneten Termin anberaumt. Angebot sformula re sind gegen freie Einsendung von 0,50 Mark von hier zu beziehen. Marburg, den 10. Juli 1890. Königliche Eisenbahn-Bau-Jnspection. Schwamborn. 5823 40f 0] <6in großer Oleander und zwei große Feigen - Bäume zu verkaufen. Wo 1 sagt die Cxprd. d. Bl. Bekanntmachung Die Kornernte eines V2 Morgen ! haltenden Ackers auf der Warthe, neben den neuen Klinikbauten, soll Montag den 21. d. Mts., Nachmittags 6 Uhr, an Ort und Stelle versteigert werden. Gießen, den 18. Juli 1890. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 6038 Montag den 21. Juli, Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich Marktplatz 20 dahier: 5 vollständige Betten, 2 Sophas, 2 Spiegel, 2 Tische, 1 Kleiderschrank. 2 Commoden, 1 Nähmaschine, 1 Brand- ktste u. a. Sachen. Versteigerung voraussichtlich sicher. Born, 6034 Großh. Gerichtsvollzieher. Der Bau eines neuen Pfarrhauses zu Hochelheim, veranschlagt zu rund 17000 Mark, soll öffentlich vergeben werden. Forderungen sind genau schriftlich nach den Bedingungen gestellt, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum 29. d. M., Vormittags 9 Uhr, hierhin einzu- reichen, zu welcher Stunde Eröffnung derselben erfolgt. Kosten-Anschlag mit Bauplänen und Bedingungen sind Hierselbst Vormittags einzusehen. Groß-Rechtenbach, 15. Juli 1890 5989 Das Bürgermeister-Amt. Neubau einer Turnhalle. Die zum Neubau einer Turnhalle für den Gießener Turnverein erforderlichen Rohbauarbeiten, wie: 1) Erd- und Maurerarbeiten, 2) Lungsteinarbeiten, 3) Sandsteinarbeiten, 4) Zimmerarbeiten, 5) Dachdeckerarbeiten, 6) Spenglerarbeiten 7) Schmiedearbeiten sollen vergeben werden. Pläne und Voranschläge liegen auf dem Bureau der Architecten Stein Meyer zur Einsicht offen. Angebote sind verschloffen mit entsprechender Aufschrift versehen dem Vorsitzenden, Herrn W. Herbeet, Marktplatz, bis zum 25, b. M. einzureichen. [5995 Gießen, den 17. Juli 1890. Der Vorstand des Giestener Turnvereins. Zmiebelkuchen jeden Montag, Mittwoch und Freitag, von 9 Uhr Morgens an. Fried. Moll 5912 „im Stern", Mäusburg 12. 604 i] Eine Parthie Reale billig ab- zugeben bei Grünebaum, Sormenstraße 5. Zum Äiisetzei»: Ganz alten Kornbrannt- weia in Krügen, Nordhäuser, Rum, Arrae, Cognae, sowie sämmtliche Gewürze rc., empfiehlt [6008 Emil Elschbach* 6031] Neuer verschli.ßbarer Handwagen für Bäcker, Colonialwaaren-', Flaschenbier- oder Wasserhandlungen geeignet, billig zu Derfauren. Näheres in der Exoed. b. Bl. MM-LGnar aus nur Wein gebrannt, ohne den geringsten Spritzusatz, in Brüssel mit der silbernen Medaille gekrönt, empfiehlt die Cognae-Destillerie von A» L Glfen. Trier a/Mosel. Niederlage für G i e ß e n bei Herrn Ph. Bauer II., 554] Bahnhofstraße. i n Glas und Flaschen bei: C. 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Central-Anzeiger Nr. 3, von 1890. Medic. Central-Ztg., Berlin, vom 16. Oct. 1889« Möbelfabrik ttnb Lager Th« Brück in Giessen 16 Schloßgaffe Schloßgaffe 16 16 complette eingerichtete Musterzimmer in besonderem Hause. Größte Auswahl aller Arten Möbel in bekannt gediegener Ausführung. — Eigene Schreinerei und Polsterwerkstättey. Reichhaltigste Auswahl in Teppichen, Vorhängen, Möbelstoffen, Portieren, Bettsedern u. Dannen. Reparaturen prompt u. billigst. Aranco-^ieferung jeher Bahnstation. — «Kostenanschläge ganzer Siurichtnngen gehen Kostenlos z» Diensten.2802 58711 Ein Logis, 4 Zimmer und Küche mit Zubehör per 1. September zu vermieden. Schützenftraße 11. 5870] Ein Logis zu vermiethen Sand- aaffe 46. Näheres Schützenftraße 11. "5845] Eine Wohnung im 8. Stock mit SBafferleitung Su Wermielhungen. • 5856] Erster und zweiter Stock in meinem Hause, Ecke der Eder- und Steinstraße, zu vermiethen und alsbald zu beziehen. 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Kamerad Jetdhaus. 6024 Samstag Abend 9 Mr Versammlung M einer wichtigen Besprechung bei Concordia. Sonntag den 20 d. Mts.: Ausflug noch Kloster Arnsburg. Abfahrt 1 Uhr 20 Min. Mittags und sind die Fahrscheine präcis 1 Uhr an der Bahn in Empfang zu nehmen. Der Fahrpreis für eine Person beträgt für die Hin- und Rückfahrt 60 Pfg. 5986 Der Vorstand. Dritter Musikalischer Abend, Sonntag den 20. Juli, 8 Uhr (pünktlich), im grossen Saale des Gesellschaftsvereins. [5907 Giessener Zither-Club (Woh!2S9it8' Sonntag den 20. Juli: auf dem Lensscheu Kelsenkeller. NB. Entree : Mitglieder frei, Nicht-Mitglieder 20 Pf. Anfang Abend- 8 Uhr. [5980] Der Vorstand. Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. 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Montanwerthe im Allgemeinen, wenn auch nicht beträchtlich, schwächer. Der Privatdtscont ist eher steifer als zu Ende der vergangenen Wache, trotzdem der Rückfluß zur Bank ungewöhnlich rasch von statten geht. Ausfällig bleibt auch eine ständige Abnahme der Depositen. 5990] Ein Rollwagen mit flachem Boden und Federn zu kaufen gesucht. Offerten unter Z Nr. 5990 nimmt die Exped d. Bl. entgegen Der Provinzia ine W 1891 * MMwstiuer 4VsO/oPortug.-A. 88 u.89 5o/o amort. Serb. Gold- Rente . . . . 5% SerbischeEisenbahn- <Ö9p.=£)6l.L. A. . 4o/oSchwed.Oblig.l880r 1% Türken conv. . „ Argent. Gold - Anl. v. 1887 . . . 3Vao/oPriü. (Sgppter, ♦ . 105.50 | 105.5 Tüchtige Metalldreher finden dauernde Beschäftigung. 5944 Hch Schaffstaedt. -1 Ni J b°r S 40/0 Hessische Obligation. „ Bauern .... „ Baden ..... 30/g Sächsische Rente. . 3V3°/o BremerStaatsanl. „ Ham'o.Staatsrente 40/0 Oestr. 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Die Börsenlage war am Ende der vorigen Berichtspertode, wenn nicht gerade trostlos, doch so unfreundlich, daß eine Besserung auf lange Zeit hinaus ausgeschlossen schien, und dennoch ist im Verlauf der neuen Woche ein Umschwung eingetreten, der gestattete, daß sich die Course auf den meisten Gebieten erholten. Diese Wandelung isi — wie sonderbar es auch scheinen mag — einzig dem Witterungswechsel zuzuschreiben. Die lange Regenperiode hatte hie und da ungünstig auf den Saatenstand eingewtrkt und sie hielt außerdem den Strom der Sommerfrischler zurück, der bekanntlich für einzelne Bahnen von ausschlaggebender Bedeutung ist. Insofern ist der Besserung eine gewisse Berechtigung nicht abzusprechen, es wirkt aber bei diesem Umschwung ein Moment mit, das schwerer zu rechtfertigen ist, das aber nicht unterschätzt werden darf und in Betracht gezogen werden muß, um die Einwirkung aus andere Marktgebiete zu erklären. Es ist dies ein Moment subjectiven Empfindens, welches der Börse immer anhastet, selten aber so klar zu Tage liegt wie bei diesem Stimmungswechsel. Die Dinge sehen sich anders an im Hellen Sonnenlichte, als wenn der Regen in Strömen vom Himmel herntederfällt, das hat Jeder schon hundert Mal an sich selbst erfahren, und doch muß es überraschen, ein solches persönliches Empfinden im ernsten Geschäftsleben wtederzufinden, wo nur die Thatsachen gewogen werden sollten. Aber wie gesagt, der Börse haftet diese Subjectivität in hohem Maße an, sie tritt bei tausend Anlässen zu Tage, wirkt heute nach oben, morgen nach unten, heftig in diesem, kaum bemerkbar in jenem Falle, stets unberechenbar in ihrer Wirkung erschwert sie die Stellung einer Prognose ungemein, und das wechselvolle Bild, welches die Börse immer bietet, ist nicht zum geringsten Theil ihr Werk. In den thatsächlichen Verhältnissen hat sich bis auf die Hoffnung auf ein erhöhtes Ernteerträgniß und einen steigenden Personenverkehr nichts geändert. Die schweren Mängel, welche dem Markt anhaften und welche in früheren Berichten zur Genüge besprochen wurden, bestehen unverändert fort, und die leichte Erholung soll nicht darüber hinweg täuschen, wie tief die Geschäftsunlust bei Publikum und Speculatton eingerissen ist. Schon die letzten Tage der Woche brachten Realisationen in großem Umfange, soweit von „groß" bei dem beschränkten Geschäft überhaupt gesprochen werden kann, und am Freitag war die Tendenz wieder genau so zerfahren, wie je zuvor. Für einzelne Bahnen bekundete sich noch erhöhtes Interesse, theils auf Grund der Erntehoffnungen, theils auf Grund eines Tarifabkommens, welches einige böhmische Bahnen mit den sächsischen Staatsbahnen geschlossen haben und welches bezweckt, der böhmischen Braunkohle ein erhöhtes Absatzgebiet zu verschaffen. Dies allein verlieh dem Verkehr noch einige Lebhaftigkeit und ein freundliches Gepräge. Die Einzelheiten, welche über die Lagern Argentinien bekannt werden und eine scandalöse Finanzwirthschaft mit allen Schäden der Corrumption aufdecken, machen fortgesetzt den schlechtesten Eindruck. Die geplante Notenemission, welche gegen den Rath des Ftnanzministers vottrt wurde, ist inzwischen Gesetz geworden. Man beabsichtigt mit dieser Emission, den Betrag ber umlaufenden Cedulas zu vermindern, aber da man weiß, wie dringend der argentinische Staatsschatz einer Unterstützung bedarf, so herrscht ein berechtigtes Mißtrauen über die Verwendung dieser Gelder und das Goldagio hält sich daher, bei allerdings großen Schwankungen, auf 200 %. In Montevideo scheint die Panic im Abnehmen zu sein und das Goldagio fängt an, sich zu vermindern. Die in Deutschland plactrten Uruguay-Bonds repräsenttren aber zu geringfügige Beträge, als daß die Börse daraus Nutzen ziehen könnte. In den Vereinigten Staaten ist die viel besprochene Silberbill zum Gesetz erhoben worden. Der Silberprets und damit die österreichische und russische Valuta ist daraufhin gestiegen, hat sich aber nicht voll behaupten können, denn der Einfluß der Silberkäufe wird sich nur sehr allmältg geltend machen. Immerhin beginnt man jetzt bereits auch für New-Aork mit der Möglichkeit eines Goldagios zu rechnen. Im Montanmarkt dauert der Kampf der verschiedenartigen Interessen fort. Der tatsächliche wettere Rückgang der Kohlenpretse kann nicht mehr bestritten werden, auf der anderen Seite aber wurden von Glasgow steigende Warrantcourse gemeldet, welche bekundeten, daß die stark engagirte Baissepartei zu Deckungen gedrängt wurde. In Deutschland kann von einer Besserung keine Rede sein, vielmehr sind weitere Preisrückgänge zu verzeichnen. In Cöln hat in den letzten Tagen eine neue Schtenensubmission stattgefunden. Soweit aus den bisher vorliegenden Depeschen ersichtlich, bestehen zwischen den verschiedenen Offerten große Preisdifferenzen, und man glaubt daraus folgern zu können, daß das Schtenencartell thatsächlich nicht mehr besteht. Dieser Schluß ist bet den bisher vorliegenden kärglichen Berichten vielleicht zu weitgehend und die Bestätigung der Depeschen bleibt jedenfalls abzu- I warten, trifft er aber zu, dann würde sich das Tempo der Preisrückgänge bedeutend | Ausstattungen. | »mW1*! Dkl hum kl-id-,/U J** “W*. Er ? töie ?h« £,**> 4-dQen . . nnte s. .. Er flöt N ,• U jtz, Bauptniederlagen der ächten Friedrichsdorfer Zwiebacke. Hauptnahrung • Mittel für Kranke, Magenleidende, Wöchnerinnen, Greise und Kinder. — Feinstes Gebäck für Kaffee, Chocolade, Thee und Wein. Aerztlich empfohlen. Nur allein ächt zu haben bei den Herren Ferd. DrebeS, £. Kalkhof, E. Orbig, Bahn- hofstraße, ®. Dort, Wallthorstraße, Ä. Möser Alicestraße. 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Aus dem Tendenzumschwung der Woche haben auch Renten einigen Vor- theil ziehen können, der zwar nirgends bedeutend war und durch Realisationen am Schluß der Woche auf ein Minimum zusammengeschrumpft ist, aber doch beachtens- werth bleibt, weil selbst Türken, Egypter und Argentinier davon berührt wurden. Voll behauptet wurden die Besserungen nur von den österreichischen und russischen Valutaanleihen, die beide ca. 1 °/o gewonnen haben. Deutsche 3% % Anleihen sind wieder auf den Paricours zurückgesunken, und die abermalige Verlängerung des Verkaufssyndtcats bis zum 15. August hat nichts daran ändern können. Deutsche Bahnen ohne große Bewegung, obgleich der Ausweis z. B. für die Pfälzer Bahnen außerordentlich günstig lautet. Oestcrreichtsche Bahnest besser, namentlich die böhmischen Kohlenbahnen, welche aus dem erwähnten Tartfabkommen Vorthetl zu ziehen hoffen, und die Getreidebahnen. Es nottren Böhmische Weftbahn 81/» fl-, Nordbahn 10 fl., Duxer 6 fl., Galizier 5 fl., Staatsbahn 2 fl., Elbthal 3 fl. höher. Schweizer Bahnen profitirten auf Grund des günstigen Reisewetters, mußten aber bet Bekannt- ße 26. werden des ungünstigen Ausweises der Gotthardtbahn einen Theil ihrer Avancen [1836 i wieder abgeben. > Die Selbsthilfe, ä treuer Rathaeber für alte u. junge Personen, die f! in Folge übler Iugendgewohnheiteu sich ge- ti| schwächt fühlen. ES lese eS auch Jeder, der an Nervosstät, HerzNopfen, Vcrdauungsbeschwer- K den, Hömorrhoiden leidet, seine aufricbtige Be- lehruu^«hilft jährlich vielen Tausenden zur H Gesundheit und Kraft Gegen Einsendung «I von 1 Mark in Briefmarken zu beziehen » von 8i llr.med. I^.Kriist, Homöopath,« ien,6i8vls- Strasse Nr. 11. Wird in Couv. verschl. überschickt. Gisenbahu-PriorttLte«. 40/0 Pfälz. Ludwigsbahn 5o/o Südbahn Lombarden 105.45 105.35 (Bexbach) . . . 103.05 103.05 40/0 do. do. 99.85 100.— „ Hessische Ludwtgsb. 30/g do. do. 66.30 66.30 68/69 garant. . 102.20 102,10 40/g Prag-Duxer Gold . 101 25 101.10 „ Elisabethb. steuerfrei „ Rudolf Gold (Salzk.) 101 35 101.10 Gold .... 101.70 101.40 „ Franz-Josef Silber 85 50 85 50 50/0 Oestr. Staatsbahn. 107.55 107.60 3o/g staatl. garant. Jtal. 40/0 do. do. 101.40 101.45 Eisenbahn . . 58.— 58.— 30/0 do. do. 30/0 Livorneser . . . 64 95 64.85 I.—VIII.Emiff. 84.— 84.05 40/g Russ.Südw Eisenb. 94.— 94.15 30/g do. Ergänzungsnetz 80.60 80.90 4o/g Wladikawkas garnt. 93.25 93.30 5% Nordwestbabn Gold 107.50 108.— 40/g gar. Sardin.Sec.ftsr. 86.— 86.20 «iserwahrr-Actte«. Ludwigshafen-Bexbach. 230.— 229.15 Lübeck-Büchner . . . 168.40 169.20 Hessische Ludwigsbahn. 119.60 119.30 Mecklenburger . . . —.— —.—- Pfälzische Nordbahn . 120.40 120.20 | Gotthardt..... 162.10 161.60 Martenburger-Mlawka. 63.— 64.— Jtal. Mtttelmeer . . 111.70 113.— Bank-Actien. Deutsche Reichsbank . 142.30 142.20 Dresdener Bank. . . 1 53 90 155.80 Berlin. Handelsgesellsch. 163.80 165.— Mitteldeutsche Credttb. . 110 — 110.20 Deutsche Bank . . . 165.30 167.90 Wiener Bank-Verein . 103.75 104/Sg DeutscheGenossenschftsb. Württemb. Vereinsbank 126 40 125.90 v.Soergel,ParrisiusLCo. 129.80 129.80 Industrie-Papiere. Binding-Brauerei . . 163.— 163.— Deutsche Verlagsanstalt 268.70 266.95 Stern- do. (Oberrad) 137.60 137.70 Farbwerke,vorm.Meister, Bad. Anilin- u. Soda- Lucius & Brüning. 267.20 269.65 fabrik .... 271 — 271.— Riebeck'scheMontanwerke 181.60 180.20 Pfandbriefe. 4% Franks. Hyp.-Pfdbr. 4o/gDeutscheGrundschld.- v. 86 ab . . . 102.— 102— Bk.-Pfandbr. . 101.60 101.60 3%o/oFrnkf.Hyp.-Pfdbr. 97.30 97.50 3%o/s do...... 97.20 97.— 4o/gPreuß.Hyp.-Act.-Bk.- 3%o/g Rhein. Hyp.-Bank- Psandbr. . . . 101.70 101.70 Pfandbr. . . . 95.60 95.60 3V2°/o do...... 97.20 97.— 40/0 Meininger Pfandbr. 101.50 101.50 40/gPreuß. Cmtt.-Bod.- Cred.-Pfandbr. bis 1885 ..... —.— 101.40 Loose. Oestr. 1860t fl. 500-Loose 126.05 126.60 Braunschweig. 20 Thlr.- „ 1854r fl.250- „ 120.50 — Loose .... 104.95 104.95 4% Meininger Prämien- 3o/o Oldenburger Loose. 130.80 131.40 Pfandbr. . . . 132.50 132.95 3V»o/gKöln-MtndnLoose —.— 138.65 ««rerikanische «isenbahn-Bonds. 60/gChic.MUw.f.St.Paul 4o/g Chicago Burlington Prt., rückzahlb. 1910 . 114.30 114.50 Nebraska 1927 . . 89.50 89.45 A -rr i B « G 4V8% California Pacif. Prt., rückzahlb. 1921 . 105.55 105.40 I. M., rückzahlb. 1912 106.80 __ 6o/oCentr.Pacif.I.Mrtg. 60/gPacif.ofMtssouri con- rückzahlb. 1896 . . 107.— 107.05 soltdated I. M. r. 1920 108.60 —.—