1890 Sonntag den 20. April Zweites Blatt St. 91 Meßmer Anzeiger Kenerat-Mnzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Areis Giefzen. Hratisöeikage: Hießener Jamilienökätter wem ncij das Nach einzelnen Armuthsursachen gegliedert, entfielen auf 3.3 pCt. sämmtlicher Unterstützten, betrugen in le Fahrten, gm; I img, bittigftr // // Innobtnt von Lnzrigen zu der Nachmittag- für bcn jdgnuben Tag erscheinenden Nummer bi- Bonn. 10 Uhr. // // // H // // // u ■ u Die Gießener fiirttienStLIter ntbtn dem Anzeiger üLontlich dreimal beigelegt. // ‘ die Aus- Unfall ...... Tod des Ernährers Krankheit..... Gebrechen..... Altersschwäche . . . große Kinderzahl . . Arbeitslosigkeit . . . Trunk...... Arbeitsscheu . . . . andere u. unbek. Ursachen Im Jahre 1885 den für // // n n // // // // // Deutschland »lS K-reises Offenbach genehmigten Umlagen. V. Bekanntmachung Großh. Kreisamt S Offenbach, Lieunrausschlag für den Rabbinengehalt zu Offenbach Db9()—91 betreffend. VI. Bekanntmachung desselben Kreisamts, die für Hinijt tttijcAn: :e & Marsily, h G’nnmluypTit, )lu 1 in Langsdorf In Deutschland sind bisher von Reichswegen zwei große Ermittelungen über das Armenwesen, 1881 und 1885, veranstaltet worden, von denen namentlich die letztere von 1885 sehr werthvolle Unterlagen geliefert hat. Nachstehende Tabelle orientirt über die Zahl der Armen in den einzelnen deutschen Staaten nach der Armenstatistik des Jahres 1885. 17.2 27.9 12.4 14.8 7.2 6.0 2.0 1.4 7.8 Alle Annoncen-Burcaux deS In» und Auslandes nehm«» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen torli Stern £ i-Poftdervpsln Der ♦Irl-enez Anzeiger irlcheint täglich, «i Ausnahme deS Montags. CocaUs und provinzielles» Gießen, 19. April. Butzbach, 17. April. Das neue Schuljahr für unsere Realschule hat am Dienstag seinen Anfang genommen. Die Tags zuvor stattgehabten Aufnahmeprüfungen fiihrten unserer Anstalt insgesammt 34 Schüler zu, wovon 33 in die 6. und ein Schüler in die 5. Klasse Aufnahme sanden. Der Gesammtschülerbestand beträgt somit 138 gegen 122 im Ansange des Vorjahres. Nach Klassen eingetheilt entsallen Schüler aus die Klasse 6: 34 (gegen 28 im Vorjahre), Kl. 5: 29 (30 im Vorj.), Kl. 4: 26 (26 im Vor).), Kl. 3: 24 (16 im Vorj.), Kl. 2: 15 (15 im Vorj.), Kl. 1: 10 (7 im Vorj.). Homberg a. d. Ohm. Sonntag den 13. April hielt Herr Ingenieur Brockmann aus Offenbach einen gut besuchten Vor- rrag über das Zeichnen in den Handwerkerschulen und seine Bedeutung für Handwerker und Arbeiter. An den beisällig ausgenommenen, sehr lehrreichen Vortrag schloß sich eine lebhafte Erörterung über Schulgeld, Methode u. bergt, in den Handwerkerschulen an, an welcher sich außer dem Herrn Redner besonders Herr Zeichenlehrer Klemm, Herr Amtsrichter Schödler und der Vorsitzende, Herr Dr. Pitz, bethei- ligren. letzterer setzte in längerer Ansprache die Verhältnisse der hiesigen Handwerkerschule auseinander, legte den Meistern und Eltern dringend ans Herz, ihre Lehrlinge und Kinder zu recht regelmäßigem Besuche unserer Schule anzuhalten und führte aus, daß es nothwendig sei, daß die Handwerker fest zusammcnstehen und eifrig zusammen arbeiten müßten, um beizutragen zur Hebung und Förderung des Handwerkerstandes, der die Grundlage für eine ganze Nation bilde. Dies könne nur geschehen durch allgemeinen Beitritt nicht nur aller Handwerker, sondern auch Angehöriger aller Stände zu den Gewerbevereinen. — Noch in derselben Versammlung meldeten sich mehrere als Mitglieder an. kordost öest Abg. Sturmfels warnt vor erneuerten Pareellen- v'ermessungen, welche der Feldbereinigung mehr schaden wie nützen. Antrag 21, die landwirthschaftlichen Winterschulen bald möglichst nach den vom Ausschuß im Bericht niedergelegten Gesichtspunkten zu organisiren, veranlaßt den Regierungsvertreter, Oeeonomierath Müller, sich über die Nützlichkeit und die vortreffliche Organisation dieser Schulen im Lande zu verbreiten und stellt in Aussicht, daß Seitens Großh. Staatsregierung die Förderung der landwirthschaftlichen Winterschulen stets im Auge behalten werde und daß für Verwilligung größerer Mittel hierzu den Ständen demnächst eine Vorlage zugehen werde. Abg. Möhn fragt bei der Regierung an, ob der Errichtung einer landwirthschaftlichen Schule in Mainz etwas im Wege stehe und ob die Regierung dieser Schule wohlwollend entgegenkomme. Staatsminister Finger hegt keine Bedenken, wenn diese Schule richtig organisirt werde. Der Antrag wird angenommen. Die Anträge 22 bis 28, Beihilfe zu größeren Cultur- unternehmungen (Feldbereinigungen re.), Gesetzesvorlage wegen Bildung von öffentlichen Wassergenossenschasten, Beschaffung eines ausreichenden eulturtechnischen Unterpersonals, Sistirung des Gesetzes vom 14. Juli 1884 in einzelnen Landestheilen, in welchen Feldbereinigungen noch nicht statt, gefunden, Vereinigung der Verwaltung des Vermessungswesens re. mit der oberen landwirthschaftlichen Behörde, Aufstellung eirter landwirthschaftlichen Statistik re., werden einstimmig angenommen. Morgen Fortsetzung der Debatte. Statistik der Armenpflege. Wer sich an der Armenpflege seiner Gemeinde practisch betheiligen will, soll vor Allem die Menschen und Verhält- niffe in seiner Umgebung recht zu erkennen und mithin auch das Armenwesen in seinen Ursachen und Wirkungen zu ermitteln suchen. Es geschieht dies mit Hilfe der Armenstatistik, welche nicht nur den Behörden, sondern Jedermann im Volke Klarheit darüber verschaffen soll, wie viel Arme in dem weiteren und engeren Vaterlande, wie viele in der eignen Gemeinde wohnen, ob es Männer, Frauen, Kinder sind, wie sich die Unterstützten nach Alter, Berus, Civilstand, Gebürtig- keit gliedern, aus welchen Ursachen die Armuth entstanden ist, wie die Versorgung erfolgt, wie hoch sich die Aufwendungen für die Unterstützten belausen und vieles andere mehr. Niemandem kann es gleichgültig sein, ob die Armuth zunimmt oder abnimmt, ob sie mit unzulänglichen und gefährlichen oder mit wirksamen und heilsamen Mitteln bekämpft wird. 1890—91 zur Bestreitung der Communalbedürfnisse Stadt Offenbach zu erhebenden Umlagen betreffend. VII. Eoncurrenzeröffnungen. Erledigt sind: Die mit einem ev. Lehrer 311 besetzende Äm stelle an der Gemeindeschule zu Stornfels mit einem Hchaltte von 900 M. Mit der Stelle ist Organistendienst atriimbeii. Die mit einem ev. Lehrer zu besetzende Lehrer- ftelk nn der Gemeindeschule zu Ebersberg mit einem Gehalte non 9000 M. Dem Herrn Grafen von Erbach-Erbach steht Puräsentationsrecht zu derselben zu. Eine mit einem kath. • Ahm zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu : Dtteniieim mit einem Gehalte von 900 M. Die Lehrerstelle . im per: kath. Schule zu Nack mit einem Gehalte von 900 M. ttit mit einem ev. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der 'Vmeiindeschule zu Güntersürft mit einem Gehalte von 900 M. Dm Herrn Grasen von Erbach-Erbach stehl das Präsenta- 1 Miismcht zu derselben zu. du. Darmstadt, 18. April. Hessischer Landtag. : fttd) Bekanntmachung einer Reihe neuer Einläufe und Be- 17ichl.'SAnzeigen setzt die zweite Kammer der Stände ihre Be- 1 Eini gen über die Ergebnisse der Erhebungen über die Lage ,n ^Andwinhschast in Hessen heute wieder fort und zwar 1 mii focm Antrag 17/18, wonach der Ausschuß empfiehlt, ,Aoch. Regierung zu ersuchen, für Anlage und Weiter- f uihmmg einer genauen Hagelstatistik für das Reich und das t. Gchhlerzogthum Hessen Sorge tragen zu wollen. Derselbe 1 niib ohne Debatte genehmigt. Au Antrag 19: „die obere landwirthschastliche Behörde ztz veranlassen, sowohl der Versicherung gegen Hagelschaden a ilii niiid) der Regelung und allgemeinen Einführung der ört- l .ichn und den Thiergattungen nach allgemeinen Viehversiche- r mz ihre besondere Ausmerksamkeit zu schenken" ergreift Abg. Äöiizt - Butzbach das Wort und wendet sich in scharser Weise gjejen die Feuerversicherungs-Gesellschaften und speziell gegen d m Magdeburger Feuer-Versicherungsgesellschaft, indem die 98k'htgungen derselben äußerst ungünstig und für den Land- niiml) Dor lamer Clauseln und Verdrehungen kaum verständ- 1 ia^eiien. Demgemäß stelle er daher den Antrag: Großh. 9 Hi^ierung wolle eine Untersuchung des gesummten Mobiliar- ^jmrversicherungswesens in Hessen eintreten lassen, nach der 9 ttinng hin, daß die, die landwirthschaftlichen Betriebe siWg.mden, sowie die Versicherung selbst erschwerenden 33e* d Wti gen in Wegfall kommen. Oeeonomierath Müller macht die Mittheilung, daß bnratitS- die Großh. Staatsregierung dem Versicherungswesen ü ibwha upt ihre Aufmerksamkeit zugewendet habe, daß sie aber c biic Erhebungen des Landesausschusses der landwirth- |\ Wichen Vereine abwarten müsse, ehe dieselbe nach dieser 'J ftmg hin bestimmte Vorschläge machen könne. Wenn diese Atot beendet sei, dann sei zu hoffen, daß dann eine be- ftMznnde Lösung der Frage stattfinden werde. 3|u dem Antrag sprechen noch die Abgeordneten Sturm- j v. Rabettau, Schröder, Muth und Schade u..ui miri) derselbe, nachdem Vogt-Butzbach seinen Antrag v iMst: zurückgezogen hat, einstimmig angenommen. Antrag 20, die Neuausstellung der Grundkataster und tv.n p erwartenden Kostenaufwand betreffend, bemerkt LMnismrialrath Jaup, wenn es vom Hause gewünscht w«lch sei die Regierung bereit, in aller Kürze einen Kosten- a;Efl|i)lQ|i3 zu geben. Er wiffe aber noch nicht, ob genügende LMel zu einer Bonitirung vorhanden seien. Die Grund- zlijj!;gi Wer die Bonitirung seien auch ausgearbeiret und könnten mmi übergeben werden. Derrtsches Reich. Darmstadt, 16. April. Das heute ausgegebene Großh. Regi erungsblatt (Beil. Nr. 7) enthält: kl. Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern :unb her Justiz, den Ausschlag der zur Bestreitung der all- gtmeinien Bedürsnisje der evangelischen Kirche des Großher- ijügtiMMs im Etatsjahre 1890—91 erforderlichen Steuern littrefjenb. lll. Bekanntmachung Großh. Ministeriums der Finanzen, Bit Prüfung für Brückenmeister-Aspiranten betreffend. LIL Zusammenstellung der Ergebnisse der Rechnung über Lik Snaatsschuldenverwalttlng für das Etatsjahr 1887—88. IV. Uebersicht der von Großh. Ministenum des Innern ■mb Her Justiz für das Jahr 1890—91 zur Bestreitung der «Lmmunalbedürfnisse der israelitischen Religionsgemeinden lus. W -°u Dom 19 Wendungen für Armenzwecke 90282159 Mk., d. i. pro Kops der Bevölkerung 1.93 Mk. Die nachfolgende vergleichende Zusammenstellung der Armenausgaben pro Kops der Bevölkerung ergibt, daß Deutschland bei seinem vorzüglichen Armenpflegesystem die geringsten Ausgaben für Armenzwecke ausweist. Oesterreich ist bei dieser Zusammenstellung weggelaffen worden, weil die gesummten Armenausgaben nicht bekannt sind. scheit emjfi m unb QuBti1/ r Erpeb. d. Autoritäten*) erpre» ittel gegen muth, sucht, ehezusto ter Haltbarkeit, Ai;/ k anweisnng Schutzmarke; )b|Nachahnin^-. W den ipothek® ▼ ^beziehe» heke Illg* Co*aL-Zl9..W til I880- J, r. tag* derremt : HL Lierteljährtge» Av»nne«n»t5prei» ; 2 Mark 20 Psg. w - Bringerlohn. Durch die Post bezog 2 Mark 50 Pfg Hedactton, Exp.dttt« und Drucker--,: -chulstratze Är.- ^iernlprecher öl yssers iptonisirte N Vermiete». * Aus Berlin wird geschrieben: „Da' überall in der Fremde sich Landsleute näher aneinander anzuschließen suchen, so war dies auch den in Berlin wohnenden Hessen ein Be- dürsniß. So vereinigten sich denn im Beginn des Jahres 1889 einige Landsleute, um den jetzt bestehenden „Verein der Hessen" zu Berlin ins Leben zu rufen. Man kann, nachdem der Verein nunmehr auf das vollendete erste Jahr seines Bestehens zurückblickt, wohl sagen, daß die Pläne, Staaten. Selbst- und Mit- unterstützte Ärmenztffer (Auf 100 der Bevölkerung entfielen insgesammt Unterstützte) Preußen........ 953 292 3.37 Sachsen........ 88 602 2.78 Württemberg....... 63 320 3.17 Baden......... 68 426 4.27 Hessen......... 30199 3.16 Mecklenburg-Schwerin .... 23 208 4.04 Sachsen-Weimar...... 6 799 2.17 Mecklenburg-Strelitz..... 7 990 8.12 Oldenburg........ 12 753 3.73 Braunschweig....... 14 540 3.90 Sachsen-Meiningen..... 4 641 2.16 Sachsen-Altenburg..... 2 922 1.81 Sachsen-Coburg-Gotha .... 4 548 2.29 Anhalt......... 7 732 3.12 Schwarzburg-Sondershausen . . 1 382 1.88 Schwarzburg-Rudolstadt . . . 1 569 1.87 Waldeck........ 1 643 2.90 Reuß ä. L........ 1339 2.40 Reuß j. L........ 2 569 2.32 Schaumburg-Lippe..... 657 1.77 Lippe......... 3 625 2.94 Lübeck ......... 4 173 6.17 Bremen........ 11 329 6.84 Hamburg........ 50 089 9.66 Geltungsgebiet des Unterstützungs- wohnsitzgesetzes...... 1 367 347 3.43 Bayern......... 151 550 2.80 ' Elsaß-Lothringen...... 73 489 4.70 Deutsches Reich 1 592 386 3.40 Deutschland .... 1.93 Mk., Frankreich .... 3.34 // Niederlande .... 4.70 // Großbritannien. . . 11.44 n Schottland . . . , 4.70 // Irland..... 5.11 n Italien..... 5.94 // Schweiz..... 3.83 // Dänemark .... 7.99 // Schweden .... 2.63 // Norwegen .... 4.15 // welche den Gründern des Vereins vorschwebten, bereits im ersten Jahre seines Bestehens in der schönsten Weise sich verwirklicht haben. Denn gern versammeln sich die Landsleute, sowohl Kurhessen als auch Angehörige des Großherzogthums, jeden Freitag in Anzahl von 30 Personen in dem „Linden- Hotel", woselbst der Abend immer in gemüthlichster Weise, oft auch gewürzt durch Borträge in heimatlicher Mundart, verbracht wird. Auch die Vergnügungen mit Damen, welche die Hessen im verflossenen Jahre veranstalteten, nahmen einen sehr guten Verlauf und plant daher der Verein für kommenden Sommer wieder ähnliche Veranstaltungen. In der letzten März-Sitzung fand die statutenmäßig alljährlich zu geschehende Neuwahl des Vorstandes statt und ist bei dem Interesse, welches sowohl der Vorstand, als auch jedes Mitglied dem Verein entgegenbringt, sicher anzunehmen, daß der „Verein der Hessen" zu Berlin auch fernerhin gedeihen wird." * Ein Blick auf die bürgerliche Stellung der Abgeordneten des neugewählten deutschen Reichstags gewährt ein lehrreiches Bild. Es gehören dem deutschen Reichstage an: 73 Majorats-, bezw. Rittergutsbesitzer, 24 Gutsbesitzer, 13 Landwirthe, 15 Landräthe, 2 Staatsminister a. D., 2 Ober-Präsidenten, 1 Ober - Präsident a. D., 1 Vice- Admiral z. D., 1 Obcrstlieutenant z. D., 2 Kgl. bayerische Kämmerer, 2 Regierungs-Präsidenten, 2 Ober-Regierungs- räthe, 1 Regierungsrath, 1 Kammerherr, 1 Hosjägermeister, 1 Geh. Ober - Regierungsrath , 2 Regierungsräthe a. D., 1 Legationsrath a. D., 1 Legationssecretär a. D., 1 General- Feldmarschall, 1 Landesdirector, 1 Landesdirector a. D., 1 Landdrost, 1 General-Landschafts-Director, 1 Obertribunals- Rath, z. D., 1 Geh. Ober-Justtzrath, 1 Kammergerichtsrath, 1 Ober-Verwaltungs-Gerichtsrath, 2 Oberlandes-Gerichts- räthe, 1 Ober-Staatsanwalt, 1 Landgerichtspräsident, 1 Landgerichtsdirector, 11 Landgerichtsräthe, 1 Landrichter, 1 Ober- Amtsrichter, 4 Amtsgerichtsräthe, 1 Stadtrichter, 1 Landesrath a. D., 1 Amtsrichter, 1 Amtsrath, 22 Rechtsanwälte, 7 Professoren, 1 Consistorialpräsident, 1 Domcapitular, 1 Domvicar, 1 Hofprediger, 1 Propst, 2 Erzpriester, 2 geistliche Räthe, 1 Stiftungsverwalter, 9 Pfarrer, 1 Domherr, 1 Amtsgerichtsrath a. D., 1 Amtsgerichtssecretär, 1 Eisenbahn-Director a. D., 1 Forstmeister a. D., 1 Postmeister a. D., 1 Civilingenieur, 3 Oberbürgermeister, 7 Bürgermeister, 4 practische Aerzte, 1 Genossenschasts - Anwalt, 1 Standesbeamter, 2 Syndici, 3 Priester, 1 Ghmnasial- director a. D., 3 Gymnasiallehrer, 1 Besitzer eines Ateliers für kirchliche Kunst, 2 Hüttendirectoren, 1 Bergwerksdirector, 1 Grubenbesitzer, 1 Bergwerksbesitzer, 1 Schiffsrheder, 1 Generaldirektor, 1 Generalsecretär, 4 Bankdirectoren, 1 Bankier, 2 Brauerei-Directoren, 1 Brauereibesitzer, 3 Bierbrauer, 1 Weingutsbesitzer, 2 Weingroßhändler, 5 Buch- drnckereibesitzer, 1 Buchdrucker, 16 Fabrikbesitzer, 20 Kaufleute, 15 Rentiers, 4 Fabrikanten, 1 Aquarmmsdirector, 11 Redacteure, 14 Schriftsteller, 3 Journalisten, 4 Eigarren- fabrikanten, 2 Cigarrenhändler, 2 Cigarrenmacher, 1 Lederhändler, 1 Schornsteinfegermeister, 2 Tischlermeister, 1 Hutmachermeister, 1 Gärtner, 1 Sattler, 1 Maler und Vergolder, 1 Bildhauer, 3 Gastwirthe, 1 Lithograph und 1 Schuhmacher. - 223 Abgeordnete sind evangelischer, 123 katholischer Consession, 5 Abgeordnete bekennen sich zur mosaischen Religion, 21 bezeichnen sich als Atheisten, bezw. als freireligiös, zum Theil auch als religionslos, 1 als Altkatholik und 1 als griechisch-katholisch. 124 Abgeordnete gehören dem Adel an; darunter befinden sich 5 Prinzen, 3 Fürsten, 32 Grafen und 26 Freiherrn. * Der älteste Feuerwehrmann Deutschlands ist nach einer auf dem Feuerwehrtag zu Gotha erfolgten Feststellung der frühere Schreinermeister, jetzige Rentner, Herr Heinrich Heiland in Wiesbaden. Derselbe feiert am ^0. Mai d. I. sein fünfzigjähriges Jub iläum als Feuerwehrmann. Trotz seines hohen Alters ist der Genannte noch heute Führer einer Abteilung der freiwilligen Feuerwehr. Literat«» «nd Arinft. — Die soeben zum Abschluß gelangte erste Hälfte vom lausenden Jahrgang der Großquart-Ausgabe der MDeirtschen Romaribiblio- (Herausgaben von Prof. Joseov Kürschner, redtgirt von Otto Baisch, Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt) umsaßt funs großentheils mehrbändig angelegte Romane von eindrucksoollster Bedeutsamkeit. Haben Hermann Heiberg, Richard Voß und Wtlkie Collins in ihren Romanen: „Die Spinne", „Juliane und „-ölinbe Liebe" eigenartige Conflicte modernsten Genres behandelt, so kleidet Walter Morgans „Honni soit qul mal y pense“ ein Stück inte ressantester Zeitgeschichte aus den letzten zwei Jahrzehnten, das so klar wie der Versasser wohl nur äußerst wenige zu durchschauen in der Lage waren, in ein durchsichtiges Romangewand; K. Th. Zingeler aber führt uns in seinem „Reichskanzler" in die Zetten des Mittelalters zurück, dessen Kämpfe um Macht und Ansehen das Gepräge unverhüllter Gewaltthätigkeit tragen und dadurch Vieles frank und sret zur unmittelbaren Anschauung bringen, was heutzutage mehr hinter den Coulissen als auf offener Scene zu spielen pflegt. Trotz dieser Verschiedenheit ergeben sich zahlreiche Parallelen zwischen jener Zeit und unseren Tagen ganz von selbst. In seiner Gesammtheit repräsenttrt der vorliegende Halbjahrsband der „Deutschen Romanbibliothek", dessen Preis nicht mehr als 4 at betragt, den Gehalt von etwa acht ansehnlichen Romanbänden intereffantesten Characters. Im Abonnement kostet das Journal bekanntlich vierteljährlich für 13 Wochen-Nummern nur 2 at, das 14tägige Heft nur 35 H. — In 12 monatlichen Lieferungen zu je 1 at erscheint im Verlage von I. I. Weber in Leipzig: Urriversal'Lrxieon der Kochkunst. Wörterbuch aller in der bürgerlichen und feinen Küche und Backkunst vorkommenden Speisen und Getränke, deren Natur- I geschichte, Zubereitung, Gesundheitswerth und Verfälschung. Heber I 10,000 Recepte enthaltend. Nebst Anhang: Die Tranchirkunst mit 19 Jllustr Mionen, sowie Universal - Küchenzettel für alle Taae Jahres in dreifacher Auswahl und 27 Original-Menus in auiben tischen Nachbildungen. Vierte Auflage. Ein gediegenes Werk Vu die deutsche Kochkunstliteratur ein zweites nicht auszuwetsen'bo Das Werk verdient das Piädicat „universal" mit vollstem Reckt- es macht thatsächlich alle anderen Hilfsmittel entbehrlich. Hier etnta' Beispiele aus dem reichen Inhalt: Der Apfel in seinen verschiedenen Verwendungen hat 84, Brot 43, Butter 68. das Ei 114, die Km» 34, Erbse 38, Erdbeeren 75, die Gans 67, Graupen und Gries & Gurke 43, Huhn 66, Kaffee 27, die Kartoffel 152 Artikel und s« fort. Dann finden wir noch Abhandlungen über Abendessen Anrichten der Speisen, Aufbewahrung von Fleisch rc., Regeln'beiw Backen, Decken einer Tafel rc. Die stilistische Beh andlung ist bei möglichster Kürze elegant und von großer Klarheit, so daß auch u Anfänger und in der Küchensprache noch Unbewanderte sich uon zurechtfindet, eine Eigenschaft, die dem Werke zum ganz besonderen Verdienste angerechnet werden muß. — Alle Buchhandlungen nehmen Bestellungen auf dieses gediegene Kochbuch an. verkehr, Land- und L>olkrrvirthfchaft. — In den Bestimmungen über die Ausgabe von zusammen« stellbare« Fahrscheinheften (frühere combintrbare Rundreise: dillets) treten mit dem 1. Mai dss. Js. einige nicht unerhebliche Aenderungen ein. Die seit dem 1. December v. I. und 1. Januar dss. Js. eingeführte Aenderung, daß für solche Reisen, welche nur innerhalb des deutschen Reiches zurückgelegt werden, von der Bedingung einer Rundreise abgesehen wird, soll vom 1. k. M. für den gesammten Bezirk derjenigen Eisenbahnverwaltungen, welche sich der Einrichtung zusammenstellbarer Fahrscheinhefte angeschlossen haben in Kraft treten, derart, daß ohne Rücksicht, über welche Bahnens durch welche Länder die Reise unternommen werden toll, von der Bedingung einer Rundreise abg sehen, und Hii • wie Rücktour über dieselbe Linie zurückgelegt werden kann. Eine mehr als zweimalige Befahrung einer und derselben Strecke ist jedoch auch für die Folge nicht gestattet; ein und derselbe Fahrschein darf nur zwei Mal, das eine Mal für die Hinfahrt, das andere Mal für die Rückfahrl in einem Hefte vorkommen. In denjenigen Fällen, in welchen neben den für längere Strecken geltenden (sogenannten btrecten) Fahrscheinen noch Fahrscheine (mit anderen Nummern) für Theile jener Strecken bestehen, ist die Aufnahme zweier sogenannten binden Fahrscheine gleicher Nummer und von Einzelfahrtscheinen für di- gleiche Strecke oder Theile derselben in das gleiche Heft ebenfalls nicht gestattet, auch dann nicht, wenn die sogenannten directen Fahrscheine auf verschiedene Wege lauten, unter denen der Reisende einen zu wählen hat. — Das in den Vereins-Reise Verkehr einbezogeni Gebiet in einer Rundreise zwei oder mehrere Male zu verlassen und wieder zu betreten, ist nicht gestattet, wohl aber ist es erlaubt, bai Vereinsgebiet einmal, jedoch nur auf besonders bezeichneten Grenz- oder Hafenstationen zu verlassen und wieder zu betreten. Die Umschläge um die Fahrscheine werden ohne Rücksicht auf die Wagen- klasse, für welche die einzelnen Fahrscheine giltig sind, hellgraue Farbe haben. Schtffenachrichten. Der Poftdampfer „Belgenland" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 15. April wohlbehalten in Philadelphia angekommen. Der Poftdampfer „Friesland" der „Red Star Line" in An,. ! werpen ist laut Telegramm am 16. April wohlbehalten in NaviM I angekommen. I 6* ftimnrtnm in ®*n Anmeldung neuer Schüler: Montag den 21. April, Vormittags 9 bis werden aus den Districten Hasenkops 5, 26 81 2169 12 211 10 möbeln begonnen. Heyer. 3223 Mineral-Brunnen. Schmitt. 3392 nwarr [35211 1141] [3057 Barth in Gießen. Meter Meter Meter Mi 63,6 57 Das in dem District Rückars lagernde Nadel-Brennholz wird nicht vorgezeigt, sondern kommt am Schluffe der Versteigerung im District Sommerberg 35 a zum Ausgebot. Nähere Auskunft er- theilt der Großh. Forstwart-Aspirant R o b e r t zu Baumgarten. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr auf der KreiS- straße Gießen—Haufen an der Zellen- rodfchneise. Gießen, den 10. April 1890. Großh. Oberförsterei Schiffenberg. Vorzügl. kohlensaur. Mineralwasser. Ausgezeichnet begutachtet v. zahlt. Professoren u. Aerzten. Niederlage in Giessen bei Emil Fischbach. eventuell zu verpachten. Näheres durch Herrn Rechtsanwalt Eichenstämme von 13—28 cm Durchmesser und 4—9 m Länge mit 8,79 fm, Kiefernstämme von 22—30 cm Durchmesser unb 5 -13 m Länge mit 9,83 fm, Fichtenstämme von 13—28 cm Durchmesser und 8—16 m Länge mit 25,73 fm, Eichenderbstangen von 10—12 cm Durchmesser und 5 m Länge mit 0,62 fm, Nadelderbstangen von 6—11 em Durchmesser und 8—12 m Länge mit 8,49 fm, Nadelreisstangen mit 0,12 fm. Brauhofsberg 43, Dörnergrund 28, 46a, c, 55a, Sommerberg 35a, Spiegel- Aufforderung. Die Rechnungen über Lieferungen und Arbeiten für die Universitätsinstitute aus dem abgelaufenen Rechnungsjahre — 1. April IS89/»» — sind, soweit dies noch nicht geschehen, al-bald bei den betreffenden Jn- stitutsdirectoren einzureichen. Gießen, den 15. April 1890. GroßherzoglicheSjUniversitätS-Rentamt acker 35b, Rückars 41 versteigert: Buchen 103,6 Rm. Scheiter, 84,2 Rm. Knüppel, 6730 Wellen, 163,9 Rm. Stöcke; Eichen 40,6 Rm. Scheiter, 18,5 Rm. Knüppel, 1270 Wellen, 30,1 Rm. Stöcke; Nadel 2 Rm. 3512] Ein Schreibpult billig zu verkaufen. F. Holberg, Kirchenplatz. Mobiliar-Versteigerung. Montag den 21. April, Nachmittags von 2 Uhr an, und Dienstag den 22. April, Uarmittags von 9'/r Nhr an und Nachmittags von 2 Uhr an, werden Wilhelmflraße 2 II nachbenannte Gegenstände versteigert - Guterhattene Möbel, darunter eine fast neue elegante Speisezimmer-Einrichtung, sowie eine schöne Garnitur, ein großer Teppich, Haushaltungsgeräthe und eine eomplete Kuchen-Einrichtung, ein feuerfester Kaffenschrank, eine seuerfeste Documentenkiste rc. Montag kommen die Möbel und Nippsachen zum Ausgebot. Dienstag Vormittag von 9>/z Uhr an das Küchenmobiliar, Geräthe -c. Dienstag Nachmittag wird mit einer großen Anzaht »lumen und Pflanzen in Töpfen, sowie 1 Mähmaschine und Garten- Im Auftrag: 3349 Louis Rothenberger, Gerichts-Taxator. Die Gegenstände können Montag Morgen von 10 Uhr an besichtigt werden. M Nähere Auskunft ertheilt LouiS Skothenberger, Neuenweg 22. Aufgebot. Die am 2. December 1816 zu Burkhardsfelden geborene Katharine Wiegand oder Geißler, voreheliche Tochter der E l i s a b e t h e, geb. Wiegand, Konrad Schafe r II. Ehefrau daselbst ist vor vielen Jahren nach England ausgewandert und verschollen. Auf Antrag der Johannes Becker V. Wittwe und Ludwig Becker II. Wittwe von Burkhardsfelden wird dieselbe bezw. ihre etwaigen Leibeserben aufgesor- dert, ihre Ansprüche und Rechte schriftlich oder mündlich spätestens im Aufgebotstermin Montag den 16. Juni l. I., Vormittags 9 Uhr, bei unterzeichnetem Gericht anzumelden, widrigenfalls dieselbe für todt erklärt und der Nachlaß den sich gemeldet habenden nächsten Verwandten überwiesen werden wird. Gießen, den 15. April 1890. Großherzogliches Amtsgericht. Gebhardt. 3518 Bekanntmachung. Die Holzversteigerung vow 15. April in der Freiherrlichen Oberförfterei Rabenau ist genehmigt. Die Absuhrscheine können vom 28. April ab auf Freih. Rentei zu Londorf in Empfang genommen werden. Ueberweisung und erster Fahrtag Dienstag den 29. April. Kesselbach, den 18. April 1890. Freiherrliche Oberförsterei Rabenau. Schlotterer. 3517 Flur 8 Nr- 36Vio — daselbst, Flur 8 Nr 37‘/t0 - 462 daselbst, . Flur 8 Nr. 38Vio - 462 Meter W daselbst, Flur 8 Nr. 39 - 625 Meter Acker do Flur 8 9ir.l40 - 625 Meter Acker b« selbst, Flur 8 Nr. 41>/l0 - 1944 Meter AK Flur 9 Nr. 46 — 1350 Meter Mr« Flur 30 Nr.^l?2^/io"—2634 Meter Wiv über der Erdkaute auf dm » hinter dem Fluthgraben, Flur 3 Nr. 188 - 1869 Meter Ackert dem Krofdorferweg, ,, Flur 8 Nr. 24 - 1600 Meter Acker die seits am Grasweg öffentlich meistbietend versteigert werde' Gießen, 18. April 1890. Großh- Ortsgericht Gießen- I- A-: 353 V S g t. Scheiter, 105,6 Knüppel, 3520 Wellen, Rm. Stöcke. Dienstag den 29. April, Nachmittags 21/« Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht bii dem Uaspar Gchonrber und Älnhti Philipp Tchomber und EliseTchoadtt gehörigen, in der Gemarkung Gießen gt legenen Immobilien: Flur 3 Nr. 144 — 2550 Meter Acker A dem Leufertsröder Weg, Flur 8 Nr. 16 — 2825 Meter Acker e dem Holzweg hinter den Sch«? gärten, Flur 8 Nr. 16a — 2819 Meter M' daselbst, Flur 8 Nr. 261Vioo — 847 Meter M hinter den Schießgarten an her Rodheimerstraße, Flur 8 Nr. 26^ 0 — 1339 Meter # raithe daselbst, Flur 8 Nr. 26^/1Oo — 123 Meter Grab- garten daselbst, Flur 8 Nr- 28»/io — 2044 Meter Hof- raithe daselbst, Flur 8 Nr. 3O3/io — 4296 Meter Wi daselbst« Flur 8 Nr. 32«/io — 6840 Meter » daselbst, Flur 8 Nr- 35%o - 1988 daselbst, worin seither Wirthschaft betrieben wurde, wozu die Concession fortbesteht, nebst großer, fast noch neuer Scheuer und Stallung, so daß sich dieselbe auch zur Metzgerei, Bäckerei oder jedem sonstigen Betrieb eignet, preiswürdig zu verkaufen, Ha«Si.Wiesem«nzugfti«f Mkisrrt, Stuttgart. 3243] Break, fast neu EiSschrank für Wirthe billig zu verkaufen- _________________________Neustadt 48. 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