Nr. 67. Der Wietzener Anzeiger erscheint täglich, mit ÄuSnahme deS Montags. Die Gießener ^«mllienVkLlter Verden dem Anzeiger »Schrntlich dreimal deigelegt. Donnerstag den 20. März 1896 Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Vierteljähriger ASonucmentspreirs 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: KchntstrnSeAr.»« Fernsprecher 5L Amts- und Anzeigeblatt ftu* den Nreis Gieren. folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. wuh-" | Hratisöeikage: Gießener AamikienökätLer. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen Abonnements Einladung! Zum Bezug des „ (Siebener Anzeiger" jiii das 2. Vierteljahr ladeu mir hiermit ergebeust ein. — Wie bisher, wird der „Gießener Anzeiger" die Tagesereignisse in kurzer objectiver Uebersicht zur Kmntniß seiner Leser bringen. Die neuesten Nachrichten des Wolff'schen telegraphischen Correspoudenz- BuL'eaus sowie zahlreiche Mittheilungen aus Stadt und Provinz wie auch des engeren und weiteren Vaterlandes halten den Leser stets über die Vorfälle in denselben ans dem Laufenden. — Die „Gießener Favlilienblätter", welche dem Anzeiger lvöchentlich .3 mal beigelegt werden, bringen stets ein gewähltes Feuilleton als Unterhaltungsstoff, lvie auch die gewerblichen, landwirthschaftlichen und Handelsnach- ridjten, Courstabellen und -Notizen im Anzeiger MNchem der Leser stets willkommen sein dürften. Wir ersuchen nun namentlich auswärtige Leser, ihre Bestellung bei der Post baldgefl. aufgeben zu trollen. Nenhinzutretende erhalten vom Tage der Bestellung bis 1. April den Anzeiger kostenfrei zu- gestM, wie wir auch gerne bereit sind, Probeexemplare nach auswärts postfrei zu versenden. Den Lesewn in hiesiger Stadt werden wir, wie seither, len Anzeiger weitersenden und den Abonnements- Ktmg durch Quittung erheben lassen, falls nicht aus- drülkliche Abbestellung erfolgt. Hochachtend Verlag des „Gießener Anzeiger" Brühl'sche Druckerei (Fr. Chr. Pietsch). Amtlicher» Theil. Af, Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Herr Kaufmann Wilhelm Spruck zum Wahlvorsteher für den II. Wahlbezirk der Stadt Gießen und Herr Kaufmann Theodor Geilfus zum Stellvertreter des Wahlvorstehers für den VI. Wahlbezirk der Stadt Gießen Kr die bevorstehende Neuwahl zum Reichstage ernannt wor- ' biflt ist. Gießen, am 18. März 1890. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Gießen, den 15. März 1890. *»\ ta-: Die Einkommensverhältnisse der Kreisboten. x Großherzogliche Kreisamt Gießen •m die Grotzh. Bürgermeistereien des Kreises. Sie wollen die Rechner Ihrer Gemeinden beauftragen, e m Zusammenstellung über die Bezüge der Kreisboten nach umstehendem Muster binnen 8 Tagen an uns einzusenden. v. Gagern. Berzeichuiß dm von der Gemeinde.........an den Kreisboten tinschließlich der Gebühren für die Zeugen bezahlten Psändungskosten. 65 wurden bezahlt Kosten Zusammen für Pfändungen für Versteigerungen c/M | jMa JL i h E-tat-jahr 1886/87 1887/88 w „ 1888/89 -------- Zusammen ......., März 1890. Der Gemeindeeinnehmer. /gX Gießen, am 17. März 1890. "^8etr.: Die Ableistung des Huldigung-- und Versassungs- eides. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzh. Bürgermeistereien des Kreises. Die Ableistung des Huldigungs- und Verfaffungseides Seitens der neu aufgenommenen Ortsbürger, sowie derjenigen Großh. Hessischen Unterthanen, welche sich, ohne Ortsbürger zu werden, verheirathet haben, soll, wie folgt, stattfinden: 1) der Orts- und Hess. Staatsbürger aus den im Amts- gerichtsbeznk Gießen liegenden Gemeinden Dienstag den 8. April l. I., Vormittags 1 r Uhr, in dem Regierungsgebäude (auf dem Brand) zu Gießen. 2) derjenigen aus den in den Amtsgerichtsbezirken Grünberg und Homberg liegenden Gemeinden Mittwoch den 9. April l I., Nachmittags 3 Uhr, in dem Rathhause zu Grünberg, 3) derjenigen aus den in den Amtsgerichtsbezirken Lich und Butzbach liegenden Gemeinden Mittwoch den 39. April 1890, Nachmittags 1 Uhr, in dem Rathhause zu Lich, 4) derjenigen aus den in den Amtsgerichtsbezirken Hungen, Laubach und Nidda liegenden Gemeinden Mittwoch den 7. Mai l. I., Nachmittags IVi Uhr, auf dem Rathhause zu Hungen. Wir beauftragen Sie hierdurch, die betreffenden Personen zu den Terminen vorzuladen und wie geschehen unter Angabe der Namen der Vorgeladenen anzuzeigen oder zu berichten, daß Niemand vorzuladen war. Halten sich derartige Personen auswärts auf, so wollen Sie deren Aufenthaltsort angeben. v. Gagern. Bekanntmachung, die Schafräude zu Reiskirchen betr. Die über die Gemarkung Reiskirchen wegen Ausbruchs der Schasräude verhängte Sperre wird nach Erlöschen der Seuche hierdurch aufgehoben. Gießen, den 18. März 1890. s Grobherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Bekanntmachung, die Abhaltung von öffentlichen Faselschauen betr. Vorbehaltlich näherer Mitthellung bringen wir zur öffentlichen Kenntniß, daß mit den am 27. März L I zu Grimberg, am 2. April l. I. zu Gießen und am 16, April l. I. zu Mendorf a. d. Lda. stattfindenden Viehmärkten öffentliche Faselschauen durch die Körcommiffion verbunden werden sollen. Gießen, am 17 März 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. -x// Gießen, den 17. März 1890. /QBetr.: Die Berichtigung der Forst- und Feldstrafen von der ' x I. Periode 1890/91. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an dke Großh. Bürgermeistereien de- Kreises. Wir beauftragen Sie, alsbald und jedenfalls noch vor Ende diese- MvnatS in Ihren Gemeinden in ortsüblicher Weise bekannt machen zu lassen, daß die Berichtigung der im Monat März 1890 gerichtlich erkannten Forst- und Feldstrafen in den ersten 25 Tagen des Monats April 1890 und zwar mit Ausschluß des 12., 13. und 14. an die betreffenden Districtseinnehmereien stattzufinden hat und daß nach fruchtlosem Ablauf dieser Frist gegen die säumigen Schuldner das für sie mit Kosten verbundene Beitreibungsverfahren eingeleitet wird. v. Gagern. Lehrer-Conferenz deS Conferenzbezirks Grün berg Mittwoch den 26. März, Vormittags 10 Uhr, in Grünberg. — Lieder 26, 38, 130; deS ConferenzbezirkS Lich-Hungen Donnerstag den 27. März, Vormittags 9Vz Uhr, in Hungen. — Lieder 19, 81. Gießen, den 18. März 1890. Büchner, Schulrath. Bekanntmachung. Mit dem 1. April fällt die Bezeichnung 1. Compagnie Gießen 2. „ Lich weg. Beide Compagnien bilden zusammen das den ganzen Kreis Gießen nmsassende „Hauptmeldeamt Gießen^. Bei den diesmaligen Frühjahr-Controlversammlungen des Hauptmeldeamts Gießen haben zu erscheinen: 1) Alle Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamten der Reserve und Landwehr I. Aufgebots. 2) Alle Reservisten, sowie die zur Disposition des Truppen- theils und der Ersatzbehörden Entlassenen. 3) Alle Wehrleute I. Aufgebots, die vom 1. October 1877 ab eingestellt worden. 4) Alle Ersatz-Reservisten, geübte und nicht geübte. Nachstehend ist angegeben, wo und zu welcher Zeit die Controlpflichtigen anzutreten haben: A. Zu Gießen am 9. April 1890 im Oswald'schen Garten für die Bewohner von Annerod, Burkhardsfelden, Gießen mit Schiffenberg und Herrn- wald, Heuchelheim, Kleinlinden, Oppenrod. 1. Appell Vormittags 9 Uhr: Reservisten der Infanterie, sowie sämmtliche zur Disposition der Truppentheile und der Ersatzbehörden entlaffenen Mannschaften aller Waffen. 2. Appell Vormittags 10 Uhr: Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamte der Reserve und Landwehr I. Auf- gebotssowiedie Wehrleute 1. Aufgebots der Infanterie. 3. Appell Nachmittags 2 Uhr: Reservisten und Wehrleute 1. Aufgebots der übrigen Waffen. 4. Appell Nachmittags 3 Uhr: Ersatz-Reservisten. 5. Appell Nachmittags 4 Uhr und zwar für die Bewohner von Allendorf a. d. Lahn, Großen-Linden, Langgöns, Leihgestern, Watzenborn und Steinberg, Hausen. B. Zu Lollar am 10. April 1890 neben dem neuen Bahnhossgebäude für die Bewohner von Mendorf a. d. Lda., Alten-Buseck, Bersrod, Beuern, Climbach, Daubringen mit Heibertshausen, Großen-Buseck, Lollar, Mainzlar, Rödgen, Ruttershausen mit Kirchberg, Staufenberg mit Friedelhausen, Treis a. d. Lda., Trohe, Wieseck. 1. Appell Vormittags 8 Uhr 30 Minuten: Reservisten sowie die zur Disposition der Truppentheile und der ErsatzbehördenentlaffenenMannschaften aller Waffen. 2. Appell Vormittags 9 Uhr 15 Minuten: Wehrleute I. Aufgebots aller Waffen. 3. Appell Vormittags 10 Uhr: Ersatz-Reservisten. C. Zu Grünberg am 10. April 1890 an dem Bahnhose für die Bewohner von Allertshausen, Beltershain, Geilshausen, Göbelnrod, Grünberg mit der Dickelsmühle, Neumühle, Stadtmühle, Steinmühle, Obere und Untere Ziegclhütte, Latzmühle, Hattenrod, Harbach mit der Kolbenmühle und Sommermühle, Kesselbach mit der Rabenau'schen Papiermühle, Lauter mit der Arztmühle, Bingmühle, Georgenhammer, Strelles-Mühle und Walk-Mühle, Lindenstruth, Londorf mit der Burg Rabenau, Burgmühle, Schmidtmühle, Reitzenmühle und Ziegelhütte, Lumda (Groß- und Klein), Odenhausen mit Appenbörnerbof, Queckborn, Reinhardshain, Reiskirchen, Rüddingshausen, Saasen mit Bollenbach, Veitsberg und Wirberg, Stangenrod, Stockhausen, Weikartshain, Weitershain mit dem Hainerhof, Winnerod. 1. Appell Mittags 12 Uhr 30 Minuten: Reservisten, sowie die zur Dispositon der Truppentheile und der Ersatzbehörden entlaffenen Mannschaften aller Waffen. 2. Appell Nachmittags 1 Uhr 30 Uhr: Wehrleute I. Aufgebots aller Waffen und Ersatz-Reservisten. D. Zu Hungen am 11. April 1890 am Friedhof für die Bewohner von Bellersheim, Bettenhausen, Hungen, Inheiden, Langd, Langsdorf, Muschenheim mit Hof-Güll, Nonnenroth, Obbornhofen, Rabertshausen mit Ringelshausen, Rodheim mit Hof-Graß, Röthges, Steinheim, Trais-Horloff, Utphe, Villingen. 1. Appell Vormittags 9 Uhr 30 Minuten: Reservisten und Wehrleute I. Aufgebots, sowie die zur Dispofitton der Truppentheile und der Ersatzbehörden entlaffenen Mannschaften aller Waffen. 2. Appell Vormittags 10 Uhr 30 Minuten: Ersatz-Reservisten. E. Zu Sich «m 11. April 1890 am Bahnhose für bte Bewohner von Albach, Birklar, Dorf-Güll, Cberstadt mit Arnsburg, Ettingshausen, Garbenteich, Grüningen, Holzheim, Lich mit Albacher- Hof, Kolnhausen und Mühlsachsen, Mtnlster, Nieder.Bessingen, Ober-Bessingen, Ober-Hörgern, Steinbach. 1. Appell Nachmittags 3 Uhr: Reservisten, sowie die zur Dis- pofition der Truppentheile und der Ersatzbehörden entlassenen Mannschaften aller Waffen. 2. Appell Nachmittags 4 Uhr: Wehrleute 1. Aufgebots aller Waffen sowie Ersatz-Reservisten. Befreiungsgejuche sind bis längstens 8 Tage vorm Appell auf dem Dienstwege durch das Hauptmeldeamt einzureichen und muffen durch die Bürgermeisterei beglaubigt fein — werden aber nur im dringendsten Nothfalle genehnügt. Die Leute treten in bürgerlicher Meldung an: Stöcke, Schirme, Pfeifen und Cigarren sind vorher abzulegen. Die Rlilitärpapiere (Paß und Führungsattest) müssen zur Stelle sein. Sänlmtliche Mannschaften stehen im Laufe des ganzen Controttages bis einschließlich Mitternacht unter dem Militärgesetz. Gießen, den 26. Februar 1890. Caspary, Oberstlieutenant z. D. und Bezirks-Commandeur. Gießen, den 27. Februar 1890. Betreffend: Frühjahr-Controlversammlungen des Haupt- meldeamts Gießen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgerweiftersien de- Kreise». Vorstehende Bekanntmachung wollen Sie auf ortsübliche Weise zur öffentlichen Kenntniß bringen. von Gagern. polttifd^e Ueverficht. Gießen, 19. März. Die seit Monaten schwebende „Kanzlcrcrisis" ist unerwartet schnell an dem entscheidenden Punkte angelangt. Eine hochosftcielle Meldung aus Berlin vom 18 d. M. besagt hierüber kurz Folgendes: „Die Kaiserliche Genehmigung des gestrigen Entlassungsgesuches des Fürsten Bismarck als Reichskanzler und Ministerpräsident wird unmittelbar erwartet. Graf Herbert Bismarck wird im Amte bleiben." Die endgültige Entscheidung des Kaisers über das Entlassungsgesuch des Fürsten Bismarck stand also zur Zeit der Versendung obiger Meldung noch aus, aber die Form dieser Mittheilung, welche ja die kaiserliche Genehmigung bereits voraussetzte, läßt es kaum zweifelhaft, daß die Demission des leitenden Staatsmannes inzwischen angenommen worden und daß somit der Rücktritt des Fürsten Bismarck von seinen Aemtern als Kanzler des deutschen Reiches und preußischer Ministerpräsident als vollzogene Thatsache zu betrachten ist. Allerdings warf dieses hochbedeutsame Ereigniß schon längst seine Schatten voraus und sein Eintritt kann somit an und für sich nicht mehr besonders überraschend erscheinen, aber dennoch wird die kaum mehr zu bezweifelnde Kunde von der definitiven Amtsniederlegung des größten Staatsmannes und Politikers unseres Jahrhunderts nicht nur in Deutschland, sondern auch in der ganzen Welt wie ein electrischer Schlag empfunden werden, denn ein Mann von der weltgeschichtlichen Größe und Bedeutung eines Qzßo von Bismarck kann nicht von der politischen Bühne «Meten, ohne daß nicht ein solches Ereigniß tausendfach in -kn weitesten Kressen nachempfunden würde. Die KanzlercrV? trat zum ersten Male schärfer in die Erscheinung, als Fürst Bismarck Anfang Februar dieses Jahres das preußische Handclsmiinsterium abgab, doch schien hiermit die Crisis, die ihren Grund offenbar in socialpolitischen Meinungsverschiedenheiten zwischen Kaiser und Kanzler hatte, damals wieder beigelegt zu sein, aber dies schien eben nur so. Der Ausfall der Reichstagswahlen ließ die Crisis augenscheinlich von Neuem auftebcn, faum ein Tag verging seitdem, Der nicht von einschneidenden Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Kaiser und seinem obersten Rathgeber zu berichten und im Anschlüsse hieran von dem bevorstehenden Rücktritte des Fürsten Bismarck gerüchtweise zu melden gewußt hätte, während anderseits all dem immer wieder entgegengetreten wurde. Nunmehr ist aber dieser auf die Dauer ganz unhaltbar gewordene Zustand durch das Entlassungsgesuch des Kanzlers mit einem Male geklärt worden und das Schmerzliche daran ist nur, daß diese Klärung erst durch einen derartigen Schritt erfolgen mußte. Fürst Bismarck würde demnach kurz vor Beendigung seines 75. Lebensjahres aus feinen jetzigen Aemtern scheiden, von denen er den Posten eines preußischen Ministerpräsidenten über 27 Jahre, denjenigen als Kanzler des deut- scheu Reiches beinahe 19 Jahre, nämlich seit der Gründung des neuen Reiches, inngehabt hat, nachdem er bereits vorher norddeutscher Bundeskanzler gewesen war; was er innerhalb dieser ereignißreichen Zeit seinem Vaterlande und seinem Volke geworden sst, was er für Preußens und Deutschlands Macht und Größe in diesem langen Zeitraum geleistet und geschaffen — das steht längst mit goldenen Lettern im Buche der Geschichte verzeichne:! — lieber die zu erwartende gänzliche Neugestaltung in der Leitung der preußischen und Reichs- regierung, welche durch den Rücktritt des Fürsten Bismarck bedingt werden würde, liegen noch keine cheren Meldungen vor. Das preußische Abgeordnetenhaus führte am Montag die große Arbeiterdebatte, welche sich anläßlich der Berathnng des Specialetats der Berg-, Hütten- und Salinenverwaltung erhoben und die eingehendste Erörterung der Verhältnssse der Bergleute zur Folge hatte, nach viertägigen Verhandlungen zu Ende und wurden die sämrntlichen Positionen des genannten Etats unverändert genehmigt. Am Dienstag trat das Haus in die Specialberathung des Cultusetats ein, welche vermuthlich ebenfalls mehrere Tage umfassen mirb. Fast zur gleichen Zeit wie in Ungarn hat auch in Frank reich ein nenes Ministerium das Licht der politischen Welt erblich und trügt es den Namen Freycincts, des bisherigen Kriegsministers. Herr Freycinet hat im neuen Cabinet, abgesehen von feiner nunmehrigen Ministerpräsidentschaft, sein nmimehriges Portefeuille beibehalten. Es ist das vierte französische Ministerium, tvelches Herr de Freycinet jetzt leitet, so daß er in seiner gegenwärtigen hohen Stellung nichts weniger als ein Neuling mehr ist, aber alle die von ihm bisher geleiteten Ministerien waren ziemlich kurzlebig und ob das nunmehrige Cabinet Freycinet eine längere Lebensdauer aufweisen wird, steht mindestens noch sehr dahin. Heute gedachte sich dasselbe der Deputirtenkammer vorzustellen, und dürften unter den hierbei verlesenen ministeriellen Programm- punkten die folgenden betont werden: Anwendung der neuen liberalen Schulgesetze, Aufrechterhaltung des bisherigen Budgets sowie Aufrechterhaltung des französisch-türkischen Handelsvertrages; bezüglich der übrigen im Jahre 1892 ablaufenden Handelsverträge will das Ministerium der Kammer volle Actionsfreiheit lassen. Deutsches Reich. Darmstadt, 18. März. Seine Königliche Hoheit der Groß Herzog haben Allergnädigst geruht: Am 12. März den practischen Arzt Dr. Wilhelm Groos aus Nidda zum Kreisassistenzarzt bei dem Kreisgesundheitsamt Offenbach mit dem Sitze in Offenbach zu ernennen. Darmstadt, 18. Februar. Nr. 6 des Amtsblattes des Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz, Section für Justizverwaltung, enthält Ausschreiben vom 28. Februar, betreffend die Revision des Gerichtskosten- wesens in den Jahren 1888 und 1889; — hier die Berechnung der Gebühren der Großh. Notare und des Stempels für die Notariatsurkunden. Neueste Nachrichten. Wolfs? telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 18. März. Das Entlassungsgesuch des Reichskanzlers wird heute Mittag an den Kaiser abgehen. Man bezweifelt nicht länger, daß es genehmigt werden wird. Graf Bismarck hat sein Entlaffungsgesuch noch nicht unterbreitet, doch dürfte dasselbe nach Annahme des vom Reichskanzler eingereichten Gesuches ebenfalls erfolgen. Berlin, 18, März. Die kaiserliche Genehmigung des gestrigen Entlassungsgesuchs des Fürsten Bismarck als Reichskanzler und Ministerpräfident wird unmittelbar erwartet. Berlin, 18. März. Der Kaiser verlieh den Chefs der ostafrikanischen Schutztruppe, dem bayerischen Reservelieutenant Dr. Schmidt, Premierlieutenant v. d. Zalewski, Hauptmann a. D. Richelmann den Kronenorden 4. Klasse mit Schwertern, dem Capitän des Dampfers München, Max Brager, und dem Beamten der Ostafrikanischen Gesellschaft Otto Ostermann denselben Orden mit Schwertern am weißen Bande mit schwarzer Einfassung. — Der Kaiser verlieh dem Feldprobst Richter das Ritterkreuz des Hohenzollernordens. — Im Abgeordneten Hause bildete das Entlassungsgesuch des Fürsten Bismarck den Gegenstand allgemeinsten Gesprächs. In den überfüllten Nebenräumen hatten sich überall lebhafte Gruppen gebildet. Die verschiedensten Gerüchte schwirrten durcheinander; vielfach wurde erzählt, das gesammte Ministerium habe ebenfalls seine Entlassung eingereicht, welche jedoch nicht angenommen. Verbürgtes liegt bis jetzt nicht vor. Berlin, 18. März. Die gestern von der Arbeiter- schutz-Conferenz gewählten Commissionen bestehen aus folgenden Mitgliedern: Erste Commission (Bergwerksarbeiten) Deutschland Hauchecorne, Oesterreich Haberer, Ungarn Gränzenstein, Belgien Harze, Frankreich Burdeau und Linder (als Adjuncten und Secretäre Jaquot und Pelle), England Dale und Gorst (als Adjuncten Burt und Burnett), Italien Bodio (Adjunct Calatabiano), Luxemburg Wissenkerke und Struve, Norwegen Christie. Vorfitzenöer ist Hauchecorne, Berichterstatter Harze, dessen Gehilfe Pelle. — Die zweite Commission (Sonntagsarbeit) für Deutschland Kopp und Heyl, für Oesterreich Weigelsperg, für Ungarn Sterengi, Belgien Jacobs oder Greindl, Dänemark Tietgen, Frankreich Simon und Tolain (Adjunct und Secretär Labon), Großbritannien Gorst und Houldsworth (Adjuncten Burnett und Whymper), Italien Ellena (Adjunct Maini), Luxemburg Brasseur, Niederlande Hoevern und Struve, Portugal ein Portugiese, welcher später angezeigt wird, Schweden Thom, Schweiz Blümer und Kausmann. Vorsitzender ist Kopp, Stellvertreter Tietgen, Berichterstatter Blümer. — Dritte Commission (Arbeit der Kinder, jugendlichen Personen und Frauen) für Deutschland Landmaim und Köchlin, Oesterreich Plappart und Migerka, Ungarn Schnierer, Belgien T'kint, Frankreich Delahaye und Simon (Adjunct und Secretär La- porte und Jaquot) Großbritannien Houldsworth und Scott (Adjuncten Birthwistle und Whymper), Italien Boccardo (Adjunct Stringher), Niederlande Hoeven und Wiesenkerke, Portugal ein Portugiese, welcher anzuzeigen, Schweden Thom, Norwegen Christie, Schweiz Blümer und Kaufmann. Vorsitzender ist Simon, Stellvertreter Schnierer, Berichterstatter über Arbeit der Kinder und jungen Leute T'kint, über Frauenarbeit Kaufmann. Berlin, 18. März. Heute Nachmittag um 5 Uhr fand großer Empfang und Abends um 7 Uhr das Galadiner zu Ehren der C o n f e r e n z d e l e g i r t e n in der Bildergallerie des Schlosses statt. Zur Rechten des Kaisers saß Jules Simon, zur Linken der Däne Tietgen; gegenüber Graf Moltke, zur Rechten v. Bötticher, zur Linken Maybach. Auch Herbert v. Bismarck war anwesend. Der Kaiser und die Kaiserin zeichneten viele Delegirte durch längere Ansprachen aus. Der Kaiser befand sich in leutseligster Stimmung und schien erfreut, daß die Aussichten auf das Gelingen der (£on. ferenz für vorzügliche gelten. Der Kaiser verweilte bis 9l/z Uhr. Morgen sind die Sitzungen der Commissionen aus 10 und 11 Uhr^ anberaumt. Abends wird Defilireour inj Schlosse erfolgen; auf Donnerstag ist eine Reunion beim Minister v. Berlepsch anberaumt. Potsdam, 18. März. In der Berlin-Nauendorfer Kammgarn-Spinnerei (Actiengesellschaft) brach gestern ein Strike aus. 500 Arbeiter feiern. Barmen, 18. März. Die heute angekündigte Versammlung der Riemendrehergesellen wurde auf Grund des § 9 des Socialistengesetzes verboten. Barmen, 18. März. Die Commission der Riemendrehereibesitzer veröffentlicht in der „Westdeutschen Ztg." eine Erklärung, wonach bei der Fortdauer des Ausstandes am 21. März die allgemeine Betriebssperre verhängt werden würde. Die Strikenden werden aufgefordert, die Arbeit auszunehmen, da sonst 1800 ruhige Arbeiter brodlos würden. Bonn, 18. März. Heute Nacht um 11 Uhr 6 Min. erfolgte ein heftiger Erdstoß in Bonn und Umgegend. Stettin, 18. März. Sämmtliche Schiffszimmerleute auf allen Werften Stettins stellten die Arbeit ein. Dresden, 18. März. Der apostolische Vicar Bischof B e r n e r t ist heute früh gestorben. Leeds, 18. März. Der Kohlenmangel verursacht schwere Störungen in den Geschäften. In Uorkshire und Lancashire herrschen ähnliche Zustände. In Burnley sind 6000 Arbeiter beschäftigungslos. Mehrere Fabrikbesitzer bewilligten die Forderungen. Liverpool, 18. März. Die Lage ist etwas gebessert, aus anderen Landestheilen sind 13,000 Arbeiter ein getroffen, um die Strikenden zu ersetzen und arbeiten bereits. Die in den Docks Strikenden hielten in Liverpool und Birkenhead Versammlungen ab, auf welchen beschlossen wurde, weiter zu striken. Machugh sprach in diesen Versammlungen und betonte, die Arbeiter brauchten noch nicht Hungers zu sterben, vorher könnten aber Verzweiflungsacte vorkommen. Das Unterhausmitglied Graham klagte die Arbeitgeber unö Capitalisten an und rieth den Arbeitern, sich nicht mit den Verhältnissen zufrieden zu geben. .Haag, 18. März. Die Regierung legt ein Gesetz vc:, wodurch der Dienst zweier Milizjahrgänge um ein Jahr verlängert wird, so daß dann sieben Jahrgänge disponibel sein werden; dasselbe wird mit Hinweis auf die dauernde Steigerung der Armeen Europas begründet und stellt ein Gesetz über den obligatorischen Militärdienst in Aussicht. Madrid, 18. März. Heute Morgen wurde ein heftiges Erdbeben in Malaga und den Nachbarstädten verspürt. Dasselbe verursachte große Bestürzung unter den Einwohnern, richtete aber keinen Schaden an. Bukarest, 18. März. Der Senat nahm mit 43 gegen 4 ^Stimmen die Handelsconvention mit Serbien an. Belgrad, 18. März. Der frühere Finanzminister Rakie ist gestorben. — Gutem Vernehmen nach wird die Regierung bei der Skupschtina beantragen, den bestehenden Ausfuhrzoll auf Bodenproducte, namentlich Getreide und Schlachtvieh, abzuschaffen. | Rewyork, 18. März. Gestern brach in einer großen Buchhandlung in Indianapolis Feuer aus, wobei 13 Feuerwehrleute getödtet und 19 meist tödtlich verletzt wurden. Dieses Unglück wurde dadurch verursacht, daß eine Mauer gerade in dem Augenblicke einstürzte, als eine größere Anzahl Feuerwehrleute die Leitern bestieg. Cocalcs ttnd provinzielles. Gießen, 19. März. — Als Einladung zu den am 21. und 22. d. Mts. stattfindenden öffentlichen Prüfungen der Schüler des Großh. Realgymnasiums und der Realschule Hierselbst versendet die Direction dieser Anstalt ihren Jahresbericht. Aus dem Inhalte desselben ist hervorzuheben ein von Herrn Professor Dr. Otto Buchner verfaßtes Lebensbild „Professor Dr. Hugo von Ritzen", in welchem der Verfasser den hohen Tugenden des Verblichenen, seiner ersprießlichen Wirksamkei' als akademischer Lehrer und seiner großen Verdienste um t Kunst, gedenkt; ferner eine Abhandlung des Herrn Dr. Augss Sturmfeis „über den Aufenthalt der Neuphilologen w England," worin der Verfasser seine, auf Grund persönlich von ihm in England gemachter Erfahrungen gewonnenen Anschauungen über die practische Ausbildung der Neuphilologen niederlegt und Fingerzeige gibt, wie die im Ausland zu verbringende Zeit gewinnbringend zur Bereicherung der Kenntnisse von Sprachen, Land und Leuten Englands aus genutzt werden kann. Der dritte Theil des Berichts umfaßt Schulnachrichten, aus welchen wir erwähnen die Uebersicht des während des Schuljahrs durchgenommenen Lehrstoffs und die Tabelle der Unterrichtsvertheilung in der II. Hälfte dev Winterhalbjahres unter die 26 an der Anstalt thütigen Lehrer Die Gesammtzahl der Schüler betrug 618, von denen 48' Einheimische, 89 auswärtige Hessen, 40 auswärtige Reich»' angehörige und 1 Ausländer, der Religion nach 538 Eva"' gelische, 31 Katholische und 48 Israeliten waren. Das IW gymnasium hatte im Herbst 1889 4, zu Ostern 1890 9 Abt turienten, die Realschule zu Ostern 1889 7, im Herbst 18 - 1 Abiturienten. Aus der Geschichte der Anstalt sind heroor- zuheben die Todesfälle unter dem Lehrercollegium und de" Schülern der Anstalt. Es verstarben am 3. April Dr. ö • Theisen, am 9. August Cantor Steiner, am 10.Augu> Realgymuasiallehrer Dr. Karl Walther, am 13. Reallehrer R. Dietz, sowie die Schüler Karl ^Irno (am 1. April 1889), August Heck (am 17. December löW und Heinrich Rusag (am 31. Januar 1890). — Prüfung der Fortbildungsschule. In den oberen Sälen des Neustädter Schulhauses vollzog sich gestern A e die diesjährige öffentliche Prüfung der Fortbildungsschule der vorher angedeuteten Weise. Zugegen waren Herr Sch i fl#r/ ^eunde d mb Mi« ’ Jit 1 infofet" „ : wetten, B [teil ■ D Sy*4 2 v 4 MN ntdp Untere s «*&»>■ fes» ÜSÄ jchächm' 3*' wähl nicht s-hlg wesentlich eine > die Einführung Lehrherren uno M Entla hnnungsmeister linge und Belohr tadellosen Benehm Möchten die schule Erlernten e - dabei in Achtung j schätzbare Gut mi — Zur Wa und bergt., theiü Zeitungs-Expedit daß der Annahn Echtheit prüfen : Reichsgericht kür ■ welchen eine An, ■ Privaturkunde i Wer also eine g einer Urkundenfä gerichtserkenntnis fälschten Annonce „Scherz" hatte zu einem Mon^ Annahme milde „Scherzbolde" sic f Das Lch i einen jener Mein 1 Ursachen ihre Ent l leider längst nicht Angeschuldig ■ Ulm von Münd 1 Schöffengerichte i welcher er als > . Zeugniß abgegeb eine despectirlichc und Feldfchützen ! gethan haben sol 1 bor dem Schöffen ' Beisein gefall ' bem Ludwig Eul - Diese Aussage d 1 Jung, jed« u flogen lllm wegen ■ iw'famg nicht c j J““», M Ulm ' «ft eini tau6ct; im . Pahrnehmnngin < Rind, Die Susfüt <“■ 'M qni 6 Wege » ®le bezüglich bei “"Mieter < •SA* St ^oivie A J, ’’ mth 8it|)ggen; Xu ^'lit '"-'s eine s Perre, M iwbert ihh »L» 1 u ibji ,ft* «» 'nmangeij^ ;, 't" N» ere Fabrik ^/st etwas oft J ^beiter einger. Ufib _ arbeiten l> !? in Liverp^.. i^en beschlossen: diesen Versaw, "och nicht Hunzr chungsacte Dorfe te die Arbeitgebe ern, sich nicht t \ legt ein Gejr; 'änge um ein ZE hrgänge disponfe if die dauernde c t und stellt ml in Aussicht, gen wurde ein jr ^achbarstädten vch unter den 6iniM. lat nahm mit 43 c on mit Serbien e Finanzminister $: ö die Negierung bei en Aussuhr^li und Schlachtvieh brach in einer gt : aus, wobei 13 ? Mich verletzt rsachl, datz eine A als eine größere A oinzielles. gießen, 19. MH [ 21. und 22. d. her Schöler beS hierseW versend sbericht. Aus dein von Herrn vj- -bensbild „Pros* berS*1”.' chrießlichw $* jrosen $«b* »des He«" ® bei N°^^° ' gU| @ruri N tusbilbung J» Z z »Wenrtf, teil des B-r» ' n. F iHel'910" n“j N* aeüte" ?a” 1890 »! 'tSity Stcm1et» ! {o» *1800). „ 3^ 1 „ 4 SS »IMH1' «W‘,^4äjafc~y- PC,TUM MH Ott. Cöln 1889! Cöln 1889! MSbcl (1792 Seifen L Pulver 2365 Schutz- Marke. zu verkaufen. Marktstraße 30. I .AlleinJ’airik.:R.Thompson & C9, Aachen\ 2iarper er )ftpreußen 11 11 ii n Oesierr. Crediraetten Oesterr. StLatßbahn-Actteu Dortmunder Union-Actirn Darmstädter Bankaetten 164.00 | Bochumer Gußftahlactten Tendenz: matt. und zwar: Erd- und Maurerarbeiten Steinhauerarbeiten Zimmerarbeüen Dachdeckerarbeiten Spenglerarbeiten Schlofferarbeiten Schreinerarbeiten Weißbinderarbeiten Blitzableiteranlage Eisenlieferung 106.15 Oesterr. Silberrente 101.50 Russ. Orient in. 8570' 91.10 745') 67.60 pCt. Reichsanleihe i ir w „ Preuß. ConsolS I A: Hoffmann. Buchen-Reis'colz I. Hohensolms, den 18. Fürstliche Oberförster ei Buschtherader Elbethal-Babn-Act. Gotthard-Bahn-Act. Schweizer Nordost West Gelsenkirchener Ver. Kön.- und Laurahütte-Act. Oesterr Alpine-Montan Der Kreisingenieur: Stahl. in dem Gemeindehaus zu Beuern im Submissionswege vergeben werden Disconto-Conlm. Darmstädter Bank-Act. Dresdener Bank-Act. Berliner Handelsges- Oesterr. Credit-Act- Wiener Bankoereins-Act. Oesterr. Staatsbahn Lombard. Eisenbahn 1890. 229-6° 211-00 8775 180.75 224.70 160.1.0 147.50 166.40 258.75 10'62 185 50 103 03 “'Sfr.a 350.75 18625 162.1° 132.06 34.60 171* 146.0° 7600 1 1 3Vg 4 3Vi Bekanntmachung. Für die Strecke Fronhausen— Gießen sollen 2000 chm Kies angeliefert werden, wozu öffentlicher Termin am Sonnabend den Ph. 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Mendelsohn, Procura ertheilt. 4) Das seither unter der Firma Joh. Balth. Roll und Gebrüder Bücking in Gießen betriebene Tabak- und Cigarren - fabrikationsgeschäst ist am 27. vor. Monats aus Georg Roll Adolf C. E. Roll und Georg Emil Möhl in Gießen übergegangen und wird solches unter der seitherigen Firma weiter geführt. Jeder der Theilhaber ist zur Zeichnung berechtigt. 5) Friedrich Carl Benjamin Koch in Gießen betreibt daselbst seit 1. d. M. ein Corset-Fabn- kationsgeschäft unter der Firma F. C. B. Koch. Dem Louis Kreiling in Gießen hat er Procura erthellt. aus nur Wein gebrannt, ohne den geringsten Spritzusatz, in Brüssel mit der silbernen Medaille gekrönt, empfiehlt die Cognac-Destillerie von A. L. Elfen, Trier a/Mosel. Niederlage für Gießen bei Herrn Gstereierfarben zu haben in der [2439 Drogenhandlung von Otto Schaaf, Seltersweg 39. 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Theilnehmenden Freunden und Bekannten machen wir hiermit statt besonderer Anzeige die traurige Mittheilung von dem gestern Mittag 21/2 Uhr erfolgten plötzlichen und unerwarteten Hinscheiden unserer treuen Gattin, lieben Mutter und Großmutter, der Frau Margarethe Vogel geb. Benner im 75. Lebensjahre. Um stilles Beileid bittet Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Johannes Bogel, Großh. Bürgermeister. Mainzlar und Gießen, den 18. März 1890. Die Beerdigung findet statt: Donnerstag den 20. März, Mittags 12Vr Uhr. 2147 12. April 1890, Vormittags 11 Vr Uhr, in dem Amtszimmer des sajy? KLSNKS'SZ Ä"® ” 05 3)iarf ”on ba ru>ds. Mts. hierhin verschlossen und Königliche ®ifen6al)n.S8au.3nfpection.: SuS?6"06' ** ”Crfe6en Schw-mborn. 2431 °'"N-isung über die bez. Lobe, Verkaussbedingungen, sowie Karte in das Handelsregister Großh. in der Fürstlichen Oberförstern Amtsgerichts Gießen Vermischte Anzeigen. E^4^^efücht^ür^!nfän^!pri?zwei elegant mödlirte Zimmer in der Nähe der Klinik. 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Prinz Emil hatte alle Leiden und Gefahren mit seinen Truppen getheilt. Das hessische Kontingent war bis auf wenige Trümmer in Rußland zu Grunde gegangen. Bald indeß war wieder ein neues bundesgemäßes Kontingent gebildet und noch im selben Jahre 1813 nahm das neugebildete Korps schon wieder Theil an den Schlachten bei Lützen, Bautzen, am 18. October bei Leipzig, wo die hessische Brigade zum zweiten Male aufgelöst lind zersprengt ward Da erfolgte am 4. November der Austritt Hesiens aus dem Rheinbunde und schloß sich den Verbündeten an. So finden wir denn unsere Truppen 1814 und 18lo m Frankreich, wenn anch weniger activ eingreifend. Ks würde den uns zustehenden Raum weit überschreiten, wollten wir die Geschichte des Korps auch nur in großen ^üqen weiter ausspinnen. , Von 1816—1848 ist die Zeit der Organisation und inneren Ausbildung. In den Jahren 1848 und 1849 war das Korps thätig gegen den badischen und Frankfurter Auf- stand ; 1866 in den Gefechten bei Frohnhofen, Aschaffenburg re. Die Geschichte von 1870/71 ist noch in Aller Gedächtmtz. In heldenhafter Weise fügte das Corps, an der Seite der deutschen Brüder, bei Vionville, Gravelotte, Orleans und ut einer ganzen Reihe anderer Schlachten dem alten Ruhm neue Lorbeeren hinzu. Im Jahre 1874 erfolgte die Umbildung m em Regiment unter der Benennung „Großherzoglich Hessisches Feld- Artillerie - Regiment Nr. 25 (Großherzogliches Artillerie- ^o^Fürwahr, es ist ein reiches Ehrenblatt, auf welches das Regiment in seinem 100jährigen Bestände zurückblicken kann. In 100 Schlachten hat es gefochten nnd geblutet- m ganz Kuropa, von den eisigen Gefilden Rußlands bis im fernsten ! Süden, wo die Rosse im Tajo und Douro getränkt wurden, . bleichen die Gebeine der tapferen Krieger, die immer furchtlos dem Tode ins Auge geschaut. Unter den schwierigsten Verhältnissen hat das Korps, immer dem Rufe seines Fürsten folgend, keinen Augenblick in der Erfüllung seiner Pflichten ! gewankt - stets hat es durch seine Tapferkeit auch dem Femde ! Achtung abzugewinnen gewußt. Und derselbe Geist ist es, ■ der das Regiment heute noch beseelt und der es immer ' beseelen wird, so lange der Ruf ertönt, mit dem der hoch- ! selige Großherzog Ludwig III. am 23. Juli 1870 feine ' Truppen nach Frankreich entließ: Vorwärts mit Gott für Ehre und Vaterland! 4,50 fm Inhalt, 70 Nadelreisstangen von 3 bis 6 lang, *ben über wirt$ •«Teilung Berlin ! berIin V, Sellerstn und franco. ieii Erfolg Mobiliar Versteigerung. Murata« 6m 20. Mm,, «achmtta,- °»n 2Wan, ifcXWJi äx äs ä Übergardinen mit Zubehör, Teppiche, sämmtliches zusammen paffend. 1 Coueertflügel, Haushaltungsg-g-nstande rc. Auftrag: Rothenberger, Gerichtstaxator. w ade, er. rf sejeijt, 'M sich verpflichtet, 4000 Mann zur französischen Armee zu stellen. Am 18. August desselben Jahres erfolgte das Decret welches das Feldartilleriecorps zum „Großherzog- I lichen Artilleriecorps" erhob. Im October marschirten die hessischen Truppen aus- die Großh. Artillerie kam nn December bis in die Gegend von Warschau, wurde spater nach Bromberg zurückdirigirt, um zu den übrigen hessischen Truppen zu stoßen, erreichte im Januar 1807 unter großen । Schwierigkeiten Thorn und begann bald darauf Graudenz , zu blockiren. Die Hessen waren hier dem Marschall Berna- | hotte unterstellt. Es herrschte eine ungewöhnliche Kalte, ; hoher Schnee lag und die Straßen waren unsahrbar^ Die ; Zurückbleibenden erfroren, viele Leute waren ohne Schuhe. ; Am 11 März wurde die Stadt (nicht die Festnng) genommen- ein Theil nnserer Artillerie wurde zu der neu errichteten polnischen Division Zayenczek beordert, später aber wieder zurückberufen. Unterdessen wurde der Friede von Tilsit geschlossen nnd die Belagerung aufgehoben. Die ' hessischen Truppen erhielten Befehl, nach Schwedisch- I Pommer n abzurücken (der König von Schweden war am 5 Friedensschluß nicht beteiligt) zur Belagerung von Stralsund- am 20. August ergab sich dasselbe. Am li. Sep- ; tember setzten sämmtliche hessische Truppen nach der ^znfe Rügen über, woselbst sie bis zum November blieben- am 30. December rückten sie wieder in Darmstadt ein. Von 1808 kämpfte von Hessen ein Regiment Infanterie ■ und eine halbe Batterie auf Napoleons Befehl in Spanien. , Die Artillerie verliest am 21. August 1808 Darmstadt- der ! Marsch ging über Mainz, Worms, Kaiserslautern, Zwei- ! brücken, Metz, Troyes, Orleans und Bayonne- die Marsche , waren sehr anstrengend, am 13. Oetober wurde Bayonne i erreicht, am folgenden Tage, also nach achtwochentlichem • Marsche, betrat unsere Artillerie den spanischen Boden, am 23. October war sie in Vittoria. Bald kam es zu Gefechten, bei Tudela und Lama, bei Arzebispo, Almaraz, Medellin, Toledo, Ocana u. s. w. Ueberall, wo die hessstche Artillerie ins Feuer kam, wurde ihre Geschicklichkeit gerühmt. Am 3. December 1811 rückte sie in Madrid emz am 10. Januar 1812 in Sevilla - schwere Leiden hatten die Hessen bei der Vertheidigung von Badajoz an der portu- aiesischen Grenze. Bei der Einnahme dieser Festung durch die Engländer wurde die ganze Besatzung gefangen genommen, nach Portugal und dann auf Schiffen nach England verbracht. Im Frühjahr 1814 gelangten die gefangen gewesenen Hessen nach Deutschland und am 14. Juli ruckten sie nach 6jähriqer Abwesenheit in Darmstadt ein. Im Jahre 1809 finden wir unsere Artillerie m O e st e r- reich. Am 22. Mai war sie an der Schlacht bei Aspern beteiligt, am 4. Juli bei Wagram - am 27. December trat die Batterie den Rückmarsch nach Darmstadt an, woselbst ste am 21. Januar 1810 eintraf. . _ Es folgte der schreckliche Feldzug m Rußland. Am 17 Februar 1812 setzte sich unsere Artillerie m Bewegung nach dem Norden, wo so mancher brave Soldat sem Grab finden sollte. Erst nach fast 9 Monaten, am 1. November, wurde Kowno erreicht, fünf Tage später Wilna bei 25 Grad Kälte und hohem Schnee — - überall mutzten Kranke zurückbleiben, so daß sich der Bestand um em Viertel verringert hatte. Dann ging der Marsch nach Damlowiczi. 154 79 54 .für Handwerker Lehrlinge! Wen, Hemden, Mausen «. Schüren ä .wMit Robert Stuhl, Neustadt 21 ofc® HnteckickW ogel, elfter, linz 1390. «09 d« 20- * „ig 01 ft 610 ♦ nn. Das Großh. Hess. Feld-Artillerie-Regi- Jjiit Nr. 25 (Großh. Artillerie - Korps) wird in aller- nräfptcL1 Zeit ein seltenes Fest begehen : am 6. April blickt eJ auf ein Jahrhundert seines Bestehens zurück, aur eine itzAmliich wechselvolle Geschichte, die aber immer reich an Nknihm und Ehren. In zahllosen Schlachten hat es mit- ffifcfirniyft und stets, auch wo ihm das Glück nicht zur L-eite Md, doch seiner Fahne und seinem Vaterlande Lob und abzugewinneii gewußt. Und so^ dürste es wohl angebracht sein, heute schon auch an dieser Stelle eine kurze Cscizze dieser ruhmreichen Vergangenheit, angepaßt dem engen alten eines Zeitungsartikels, wiederzugeben. Äm 6. April 1790 wurde das landgraflich heststche sr-eldarttillerie-Korps errichtet, zunächst die 1. Kompagnie, bald timaus die 2. formirt. Nicht lange währte es, bis sich das GCorpd auf dem Felde der Ehre die ersten Lorbeeren pflücken tote. Jenseits der Vogesen bereitete sich schon das Un- c«Witter vor, welches fast ein Menschenalter hindurch die LW im Blut und Elend versetzte. Im April 179- erkarten Lße Fimnzosen dem deutschen Kaiser und Reich den Krieg. Oeserlolate alsbald der Feldzug am Main und Mittel- vl'heiil. Unsere Artillerie blieb bis Ende November m 0&|n„ war später bei der Belagerung von Königstein be- tcheiligl und garnisonirte dann während des Winters in SDannitabt und Umgegend. 1793 kämpfte sie vor dem be- Qhderttm Mainz und kehrte, nachdem die Festung am 23. Mm riM den Franzosen übergeben, wieder nach Darmstadt zuruck. , "Fon 1793 bis 1797 kämpfte die 1. Kompagnie des Korps ; MHiiber am Rhein- es folgte Schlacht aus Schlacht, beson- ' di-is nuhmreich zeichnete es sich in dem Gefechte bei Buchs- , tmeiler am 18. November 1793 aus, ferner am 13. De5 cembcT bei Lembach, am 2. December 1795 bei Biebelsheim, 1M iim Feldzuge an der Lahn, bis es 1<9< bei der ?kaiserl ichen Observations - Armee unter Erzherzogs Karl in sDcfte rreid) stand, der nach dem Friedensschluß Hesiens i »mil Firankreich die hessischen Truppen mit der Aeufzerung erlief, „daß er sich in dem Augenblick einer kräftigen Offen- ' jjl>e h»chst ungern einer so ausgezeichneten Truppe, wie der < :Men-DarmstädUschen Brigade, entschlage". 1 Währenddessen machte die 2. Compagme von 1/93 bis als Hilsscorps der Engländer den Feldzug in den' ?8jed«rland en mit, kämpfte bei Nechin, bei Harlebeke, bei , CUirtrap, bei Jngelmünster, Bevern, Boxtet u. s- w-- fm - 1796 rückten die Truppen wieder w Darmstadt ein. ?Cic si ets, so hatten sich dieselben auch in der Niederländischen ßLampDgne durch unerschütterliche Disciplin und mannhaf e j f Bcn" Ä1806 herrschte für das hessische Militär i Im November 1805 besetzten die Franzosen das WtnD; der Artilleriepark wurde nach Gießen geschafft. Am Qiuli 1806 wurde das Konföderationstractat mit Frant- iJd) inbaeschlossen und die landgräflichen Staaten wurden zum -OMränen Großherzogthum erhoben. Der Großherzog hatte _______..... 2334] Ein MndermLdche« tagsüber I 2u2ö] Einen Lehrling sucht Wieseckerweg 3. > gesucht. Neuenweg 39. 8. Decheri, Friseur, Grünbergerstr. 13. Wei« Verfieiger ungin Mainz w'eaU8a,f bi Saale des ^„Weißen Rößchm", Gaugaffe 73 - W 6=rr Carl Brass in Mainz »folgende flafchenreife reine Oriainalweine öffentlich »erfteigern. «84: ti/1, 1/2, 2'4 Stuck, Badenheimer, Nackenheimer, Niersteiner, «85: 3/1 und 5/2 „ ! Oppenheimer, Ranenihaler Scharlach- 188'6: 4/1 und 22 2 „ t berger, Aßmannshauser Rothwem- 188'7: 111 und 8/2 „ 1 »luSUCtn, 2139 Unter diesen befinden sich eine Rnhe 'fei- , Bei steigerungslocal Gau- Probetage: 24., 2^, und 27 Mar^ tm ^enreig Mt 73, im Saale des .Weißen Rößchen^, Morgnis^Notar. Donnerstag bm 3 April l I., Nachmittags 2*/a Uhr, soll auf dem hiesigen Ortsgericht die dem Heinrich Lind in Gießen gehörige Hofraithe: Flur I Nr. 773,6 — 113 Meter auf dem Marktplatz öffentlich meistbietend versteigert werden Gießen, 19. Februar 1890. Großherzogliches Ortsgericht Gießen- _________Bogt._______1465 Samstag den 22. d. W., Vormittags 11 Uhr, werden in dem Hose der Zeughauskaserne die vom Abbruch des Wagenhauses herrührenden Baumaterialien versteigert, als : ca. 30 Cbm. altes wohlerhaltenes Eichenholz, eine große Partie eichene Dachlatten, ca. 20,000 alte Dachziegel, ca. 200 Dielen, (2361 eine Partie Sandsteinplatten, Sandsteinbänke (Fensterkreuze), alte Fenster, Thüren und Treppen rc. Aeitgeßotenes. KilliK ftagsqwlk in Hüten (v. vAL 1.50 an u. höher), Schirmen „ „ 1.40 „ „ „ Allllhrn „ „ 0.70 „ „ „ sowie Kragen, Binden, Hand fchube, Hosenträger, Spö- zierstocke rc. in größter Auswahl bei Heinrich. Repp, 1359] 5 Lindenplatz 5. 16 ffiedaillen u. 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Gießen, den 6. März 1890. 1974 Der Vorstand. — Den Alleinverkauf meiner aus der Püssekdorser Kewerve - Ausstellung prämiirten Nauch- tabak-Fabrikate für Gietzen habe dem Herrn Äug. Voigt übertragen. Burgsteinfurt, den 11. März 1890. 2292 Fr. Rotmann. Die Wieder - Eröffnung meines Geschäftes erfolgt am 23. d. M. und beginnt von da ab das Waschen und Fayonnirrn der Strohdüte. 2108 Wetlergaffe 3.___Li. Bertr&ttCL S Garlengerälhe S Spaten, Rechen, Hacken. Eiserne Schieb karren. Künstliche Dünger für Wiesen, Blumen und Gemüse. Grassamen und Kleesamen. Verzinkter Draht für Spaliere, Stacheldraht. Gartenscheeren, Hecken- scheeren, Baumkratzen, Baumbürsten. 11 Emil Pistor. “aT' Louis Lon y “T' empfiehlt ein reichhaltiger Lager iL Küchen- und Haushalta. ikeln, Bürsten-, Korb- und Aüferwmreii. Z Redaction. A. Dchepda. — Druck und Verlag der Brübl'scheu Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Vermischte Anzeigen. 1690] Ei« Slceordant zum Back, steinmachen gesucht von I. Dern, Arankfurterstratze 8g. 22 Neuenweg 22. An« und Verkauf von: Möbeln, Betten, Kleidern, Haushaltungsgegenständen, Gold- und Silbersachen. Kupfer, Zinn, Messing, Blei, Zink Eisen und alten Oefen, alterthümlicherv Porzellan, Münzen, alten Büchern Papier und Acten zum Einstampfen' Flaschen u. a. gebrauchten Gegenständen'. ___Neuenweg 22. jjji 2376] Tüchtiger jüngerer Thieranl gesucht. Näheres durch A. Hetz, Ermershausen (Baiern). Gesucht ausgebildete Arbeiter iu Marmor, Granit rc. nur für Grabstein-Arbeiten von Franz Hewel, Grabsteingeschäft, j Gietzen und Nidda. 2 <70] Lehrl ing für mein ColoM- waaren-Geschäft auf Ostern gesucht. _ Carl Petri, Marktplatz 18. 2340] Eine Wohnung mit Werkstatt zu vermiethen und eine große PartieSchreinerwerkzeug zu verkaufen. Näheres in der Exped. d. Bl._______ 2359] Ein Lehrling kann unter günstigen Bedingungen eintreten bei Th. Brück. Strohhüte zum staeonire«, Waschen und färben nach neuesten Facons besorgt bestens A. 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Dern, Frankfurterstraße 76 1973] Es wird zu einem jüngeren Gymnasiasten ein zweiter Pensionär gesucht.Bleichstraße 26 UL, 2379] Ein brauner Pudel abhanden gekommen- Wiederbringer erhält gute Belohnung- Vor Ankauf wird gewarnt. Näheres Kirchenplatz 21.m 2116] Ein braver Junge wird in die Lehre gesucht. Philipp Henkel, Stuhl- macher, Sonnenstraße 14._____________ ÖÖT Vorbereitungsschule für Postgehülfen in Wetzlar. Aufnahme zu jeder Zeit- Näheres der Unterzeichnete. Charfreitag 1 Parthie nach Biedenkopf. Näheres im Gesellschastsloeab „ An Mr Wit des ersten hessischen Reichstagswahlkreises'. f HkyIigkilKiit, MuHiiikilfabriKililt tu ffiirfirn Für die am 28. d. Mts. stattfindende Nachwahl schlagen wir, nachdem Herr S ch l e n k e zurückgetreten ist, den Wählern vor, ihre Stimmen zu vereinigen auf unfern Parteigenossen, Herrn Als ein Mann, der seine geachtete Stellung im Gewerbsleben, wie auch im Rathe der Stadt Gießen, lediglich der eigenen Thatkrast und Geschäftstüchtigkeit verdankt, wird er der beste Berather sein, den wir in den Reichstag senden können für die Gesetzesvorlagen zuiu Meilen her Aröeiler, welche der hochherzige Entschluß unseres Kaisers in Aussicht gestellt hat. Dies bezeugt insbesondere das gute Einvernehmen, in welchem er mit seinen eigenen zahlreichen Arbeitern steht, und das Vertrauen, das er in weiten Kreisen der Gewerbetreibenden genießt. In volkswirthschaftlicher Hinsicht ist unser Kandidat ein überzeugter Anhänger der bestehenden Zollgesetzgebung. Bei den nahen Beziehungen, in welchen er zur IßltbßöUtrciBcnbni MevölsierUNg steht, uud bei seiner genauen Kenntniß der Bedürfnisse derselben, würde er insbesondere auch für die Aufrechterhaltung dtt IflHiHDirtlMnftlirimi ZchlltzM eintreten. Als mitten im Verkehrsleben stehender umsichtiger Geschäftsmann würde er ferner sowohl die Fähigkeit als auch deu festen Willen besitzen, um auf dem Wege der Gesetzgebung denjklttgkN WklltiindeU kUtgkgkllMetkll, welche durch UNkhrllchtS UNd wucherisches Trribru im Groh- und Kleinhandel verursacht werden. Dieses Ziel wird durch die Wahl des Herrn Heyligenstädt ohne Zweifel sicherer erreicht werden, als auf dem Wege der antisemitischen Agitation, welche, luie das Ergebniß der vorigen Wahl beweist, nur unseren Gegnern zum Siege verhalfen hat. Wähler des ersten hessischen Wahlkreises! Ihr habt stets bewiesen, daß Ench dNS Mahl NNsekkS IhkNrrN VntkrlNNdkS über Alles geht. Der selbständige Charakter und die liberale Gesinnung unseres Kandidaten sind uns Bürgen dafür, daß er für alles einsteht, was unsere nationale Entwickelung fördern und beitragen wird zur Aufrechterhaltung von Ordnung und Recht und zum Ausbau und Schutz unserer verfassungsmäßigen Zustände und Freiheiten. Wer diese Bestrebungen unterstützen, wer treu zu Kaiser uud Reich stehen will, der gebe am 28. März feilte Stimme dem Herrn C fieijfigenlläifi zu Gehen. Gießen am 14. März 1890. Die Vertrauensmänner Versammlung der nationalliberalen Partei. Druck und Verlag von G. v. Munchow, llmveisitäts-Druckerei, Gießen. Knnahlnr von senden Tag . *5>t. -S •S"« il,iai* gnjrifl« „rch-ntl'ch Dy betgM !UhoMe ßum Bezu Mr das 2. Vi likhl. — ®c hie Tagesemgw Kenntniß seiner Achten des Ao! Mreaus sowie iuni) Provm « Waterlandes füll :in denselben aw DamilienÄtter 13 mal beigelegt Feuilleton als gewerblichen, l Achten, Cours manchem der l Wir ersuch« ichre Bestellung tvollen. Neuhi Bestellung bis gestellt, wie r Exemplare nach L'-esern in hiesi 5 en Anzeiger lettag durch Qi Znickliche Meß Br die Reichs In Berichtigunc *' Wifler Nr. 62 m Ermittelung Wmkgdm 1. Sitzung, Wen wird. @i*tt,ben K°"gelGn MW litt ä *"£Ä jSs’ss Trotz« „ «! »öh« Weiitejift6* 3lii Rdlt hM °°rg°s> Sw