Börse. iure vom 7./XI. 14./"XI 90,10 89.- 1QW ombrrdm I108A5’ 238/ 101.60 \ 18.30 80.85 92.80 79,50 92.05 101.40 18.45 Itt • er • 88." 104.19 801°' lO»-10 !f. 881189 L. mbrhn- ,L.A. . 8.188ÖX L-M. 66.30 99.55 100.- 85.40 56.60 64- 94.60 93.50 84.05 66.45 99.95 99.90 85.90 56.90 63.80 93.90 93.35 84.70 ^nahmen gut tyaapttt, • Griechm und Portu- unter dem Einfluß der Tendenz: ansLnglich be- i« etwas ab. Immerhin vmn. Die übrigen Inch ist sür Brauereien die derselben im verflossenen anzunehmen gmcht war. md Türkische Tabakaetim nähme aus diesem Gebiet. 10L" 95.70 94.20 100.30 101." 95.20 93.70 100.^ Hjandbl- «.w** $«* 162.50 164--- 157 40 157.90 ll^O lH-50 88.35 88.20 93.— ' 92.20 _ 229.50 283.50 _ 182.40 M do. do. er Gold . d (Salz!.) ses Silber rant 3^ ahn - • er . • • 60 Liscnb. okas gnrni. itn.Sec.stli. "t??* ie Z ”bte Be- iu tonnen. «a SatnmelMen ^temhauermeister ^nonttnen. udfreuu-, 105.SO lOß.^J/" 104.60 J&E? u. ■Stimmen, ialt, 2980 ebauer. ,.«5011528» mr. ; • 0- ld»J» e grebttb- • «dLi 126.M 126'35 *■ I - 285.- 18/' 1890 Mittwoch den 19. November Rr. 270. Meßmer Anzeiger Keneral-Mnzeiger Aints- unb Anzeigeblatt für den Nreis Gieren 1 Grätisöeikage: Gießener Jamilienökätter Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für dm folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Redaction, Expcdittsv und Druckerei: Kchnlstraße Ar.L- Fernsprecher 51. Vierteljähriger Avonnementspreisr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringcrlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Die Gießener .Aamtlien v tätler «erdm dem Anzeiger Äv-chmtlich dreimal beigelegt. Der ffUtzever Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. 2lmtfid?er Theil. Bekanntmachung. Donnerstag den 4. December l. I., Vormittags 111/2 Uhr, findet in unserem Gerichtssaale Nr. 18 in öffentlicher Sitzung die Ausloosung der Schöffen für 1891 statt. Gießen, am 10. November 1890. Großherzogliches Amtsgericht. Fresenius. Lehrer-Conferenz des Conserenz-Bezirks Lich—Hungen. Mittwoch den 26. November, Vormittags 10 Uhr, in Lich. - Lieder: 19. 33. 34. Gießen, den 18. November 1890. Büchner, Schulrath. j?oUttsche Ueberficht. Gießen, 18. November. Eine vom 1. Mai 1889 datirte Cabinetsordre des Kaisers an das preußische Staatsministerium über den Schulunterricht gelangt erst jetzt zur öffentlichen Kenntniß. In ihr entwickelt der Kaiser seine Ansichten über die Grundlagen der im Schulunterricht zur Bekämpfung socialistischer und com- rnunistischer Ideen anzustrebenden Reformen und sollen dieselben namentlich dem Religionsunterricht und dem Unterricht in der vaterländischen Geschichte gewidmet sein. Dem Bundesrath ist das Etatsgesetz für 1891/92 in Verbindung mit dem neuen Anleihegesetz zugegangen. Das Etatsgesetz weist eine Gesammteinnahme und eine Gesammt- ausgabe von 1 134 491 942 Mk. aus; die für Zwecke der Verwaltung des Reichsheeres und der Marine, sowie der Reichseisenbahnen, der Post und Telegraphie aufzunehmende Anleihe beziffert sich auf 68 831963 Mk. Die großartige Entdeckung des Prof. Robert Koch in Berlin, die Auffindung eines Mittels zur sicheren Heilung der Schwindsucht, hat begreiflicher Weise namentlich in der rnedicinischen Welt des Inlandes wie Auslandes das größte Aufsehen und Interesse erregt. Bereits weilt eine stattliche Versammlung hervorragender Aerzte, unter ihnen viele ausländische Autoritäten, in der deutschen Reichshauptstadt, um das Koch'sche Verfahren zur Heilung der Schwindsucht an der Quelle zu studiren. Am Sonntag Vormittag fand in der Levy'schen Klinik zu Berlin eine Demonstration der bisher daselbst durch Anwendung des Koch'schen Mittels geheilten Fälle von Schwindsucht vor zahlreichen Aerzten statt. Mit besonderem Interesse beobachteten die ärztlichen Gäste den Fall von Hauttuberkulose (lupus), bei welchem zuerst die volle Wirksamkeit des Koch'schen Mittels zu Tage trat. Die fremden Aerzte schieden mit Ausdrücken höchster Befriedigung von dem Leiter der Klinik und seinen Assistenten. Der Versandt des Koch'schen Mittels, welches von seinem Entdecker mit dem vfficinellen Namen „Paratoloidin" belegt worden sein soll, nach auswärts hat schon begonnen, natürlich zunächst nur zu Versuchen. Nach Mittheilungen in der in Wien kürzlich abgehal- tenen außerordentlichen Sitzung des k. k. Obersanitätsrathes will die österreichische Regierung Vorsorge treffen, daß der Koch'sche Heilstoff alsbald in inländischen Staatsanstalten her- grstellt werde. Dem Reichstage soll dem Vernehmen nach eine Vorlage zugehen, welche die Gewährung einer Dotation im Betrage von einer Million Mark aus Reichsmitteln für Professor Dr. Koch vorschlägt. Es würde im Anschlüsse hieran, wie die „Freis, ßtg." versichert, auch die Zusammensetzung des Koch- schen Heilmittels bekannt gegeben werden. Merkwürdiger Weise wollen gerade jetzt auch französische Aerzte ein untrügliches Mittel zur Bekämpfung der Schwindsucht entdeckt haben. In der Pariser biologischen Gesellschaft Iheilten die Doctoren Richel und Höricourt ihre Jmpfungs- versuche mit, welche/sie^ an Schwindsuchts-Kranken mit von Mikroben ausgeschiedenen chemischen Substanzen angestellt hätten. Die beiden Forscher erklärten diese Versuche als erfolgreich und es wäre demnach ein geradezu wunderbares Zusammentreffen, daß genau zur gleichen Zeit mit Prof. Koch und völlig unabhängig von ihm auch in Frankreich ein Mittel zur Berämpsung der Schwindsucht entdeckt worden sein sollte. Freilich wird noch abzuwarten sein, ob sich das Mittel der Herren Richel und Höricourt ebenso bewähren wird, wie dies von dem Koch'schen Verfahren schon jetzt fast mit Bestimmtheit behauptet werden kann. Der österreichisch-ungarische Minister des Auswärtigen, Gras Kalnoky, hat von seinem kaiserlichen Souverän einen Nachurlaub bewilligt erhalten und wird daher der Rückkehr Kalnokys nach Wien erst Ausgangs November entgegengesehen. Jedenfalls erhellt aus dem langen Urlaube des Grafen, daß es zur Zeit in der auswärtigen Politik des Donaukaiserstaates durchaus nichts Dringendes gibt, welche Erscheinung mit dem so friedlichen Zuge in der allgemeinen Lage ja auch vollkommen übereinstimmt. Uebrigens weiß Graf Kalnoky sehr wohl, daß er in dem Sectionsches Grafen Szögiennyi einen höchst zuverlässigen und orientirten Vertreter besitzt. In Italien herrscht jetzt das Wahlfieber und eine Wahlrede jagt da die andere. Zu den bedeutenderen oratorischen Leistungen dieser Art gehört die römische Banketrede des ehemaligen Unterrichtsministers Bacelli, in welcher sich Bacelli begeistert für das Festhalten Italiens am Dreibund aussprach. In den wärmsten Ausdrücken gedachte der Redner der deutschitalienischen Freundschaft und hob namentlich hervor, daß Italien seine heutige Machtstellung zum größten Theile der treuen Freundschaft Deutschlands verdanke, welche Italien auch den Weg nach Rom gebahnt habe. Zugleich betonte Bacelli, daß Kaiser Wilhelm II. durch seinen Besuch in Rom das Recht Italiens auf Rom in feierlicher Weise anerkannt und besiegelt habe. Die Zuhörer begleiteten die Rede Bacellis mit stürmischen Hochrufen auf Kaiser Wilhelm und Deutschland. Die französische Regierung sieht sich genöthigt, ihre Aufmerksamkeit wieder etwas mehr dem dunklen Treiben der Anarchisten im Lande zuzuwenden. Sie hat das in London erscheinende Anarchistenblatt „L'Jnternational", welches in der Maske einer religiösen Broschüre nach Frankreich eingesührt worden war, verboten, weil die Sprache dieses Blattes immer aufreizender wurde. Ein Artikel der letzten Nummer enthielt sogar die Aufforderung an die Pariser Anarchisten, die Große Oper in die Luft zu sprengen! Aus welchen Gründen dieses wahnwitzige Verbrechen empfohlen wird, ist allerdings noch nicht bekannt, hoffentlich verbleibt cs aber bei dieser von den Londoner anarchistischen Kreisen gegebenen „Anregung". Deutscher Reich. Darmstadt, 17. November. Seine Königliche Hoheit der Großherzog und Ihre Königlichen Hoheiten der Prinz und die Prinzessin Heinrich von Preußen sind gestern Abend 6 Uhr 42 Min. nach Berlin abgereist. Seine Königliche Hoheit der Erb groß Herzog haben sich, von Gießen kommend, den Allerhöchsten Herrschaften zur Weiterreise nach Berlin in Fulda angeschlossen. Im Gefolge der Allerhöchsten Herrschaften befanden sich Gräfin Rantzau, Capitänlieutenant v. Basse, Obersthofmarschall Generallieutenant z. D. v. Westerweller und Flügeladjutant Hauptmann Frhr. Röder v. Diersburg. Darmstadt, 17.November. Das Amtsb latt des Groß-, herzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz/ Section für Justizverwaltung, Nr. 14, enthält Ausschreiben an die Justizbehörden, insbesondere den Oberstaatsanwalt und die Vorsteher der Provinzialarresthäuser und Haftlocale d. d. Darmstadt, am 5. November 1890, betreffend die Besichtigung der Provinzialarresthäuscr und Haftlocale im Jahre 1889. Berlin, 16. November. Die heute hier zusammengetretene socialdemokratischeGewerkschaftsconferenz war von etwa 70 Gewerkschaften aus allen Theilen des Reiches beschickt. Auch mehrere weibliche Vertreter waren anwesend. Die Conferenz bezweckt, die Arbeiterorganisation in ganz Deutschland vorzubereiten. Die Einzelgestaltung der Organisation soll dem allgemeinen deutschen Gewerkschastscongresse Vorbehalten bleiben. Arber Robert Kochs neues Hritorrfahren Wird der „Frankfurter Zeitung" aus Berlin, 17. November, telegraphirt: Der durch Kochs Entdeckung nach Berlin gelenkte Strom der Aerzte und Kranken nimmt eine Ausdehnung an, die alle Erwartungen übertrifft und der Beschreibung spottet. Alle an der Entdeckung Betheiligten oder richtig gesagt, im Besitz des Geheimmittels, denn das ist es vorläufig, Befindlichen wissen sich vor den sie bestürmenden Aerzten und Patienten kaum zu retten, alle zur Verfügung stehenden Räume sind bereits überfüllt, auch Hotels fchon stark belegt. Man hört über Preise, die für Cur und Verpflegung gefordert und geboten werden, bereits Dinge die ernste Bedenken, namentlich auch in ärztlichen Kreisen erregen. Es geschieht nicht ohne Absicht, wenn ein Gelehrter, wie Professor Rrieger, zu constatiren bittet, daß er an keiner privaten Unternehmung zur Heilung Tuberkulöser nach der Koch'schen Methode betheüigt sei. Es scheint die Gefahr vorzuliegen, daß die große Entdeckung des selbstlosen Forschers, einer von diesem am Wenigsten gewünschten Überschätzung und einer allerdings auch durch den Ansturm der Hülfe- suchenden veranlaßten, aber doch den bisherigen vornehmen Anschauungen ärztlicher Praxis nicht ganz entsprechenden Fructificirung verfällt. Der Staat und das Reich können gar nicht schnell und nachhaltig genug eingreisen, um den Nutzen der neuen Entdeckung allen Leidenden, nicht nur den mit kräftigen Ellbogen und großem Geldbeutel Versehenen, zu Theil werden zu lassen. Zu warnen ist auch vor übertriebenen Erwartungen, zu denen Kochs Publication am wenigsten Anlaß giebt. In dem demonstrativen Vortrag, den Professor Bergmann gestern vor einem ärztlichen Elitepublikum hielt, hat er bei der höchsten Anerkennung für die neue Methode, doch auch ausgeführt, was die Behandlung der inneren Erkrankungen, z. B. der Lunge anlangt, so sei man noch im Ungewissen. Die Besorgniß liege nahe, daß bei Anwendung des Mittels Erstickungsgefahr eintrete, wenn die abgelösten Theile sich in der Luftröhre und der Kehle festsetzten. Bei einem Kehlkopfkrauken habe das Koch'sche Mittel ebenso wie bei den äußeren Erkrankungen gewirkt/ die abgelöste Haut sei dann glücklich durch eingetretenen Husten entfernt worden. Ob das auch bei tiefer liegenden inneren Leiden zu erwarten stehe, sei noch nicht sicher. Im Anschluß hieran verlas Oberstabsarzt Köhler die Resultate, welche er im Verein mit Dr. Westsal an einigen Kranken des Charitö- Krankenhauses seit fünf Wochen gesammelt hatte, Ergebnisse, welche die von Koch publicirten Beobachtungen im Wesentlichen bekräftigen. Von einem wirklichen Fall von Heilung kann Köhler indessen nicht berichten,- doch sei bei zwei Patienten die Besserung eine derartige, daß man demnächst endgültige Heilung erwarten dürfe. — Die Nachricht hiesiger Blätter, daß das Koch'sche Heilmittel Paratalo'idin sei und in einer hiesigen Apotheke verkauft werde, ist natürlich unrichtig. — Der Verein für innere Medizin hielt heute unter Anwesenheit fremder ärztlicher Celebritäten, darunter Professor Ziemssen-München eine überfüllte Sitzung ab. Bei Beginu derselben feierte Leyden die großen Verdienste Kochs, der darauf zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Hieraus trug Professor Fränzel über 12, nach Koch'scher Methode behandelte Fälle von Lungentuberkulose vor, von welchen 4 bereits in sehr vorgeschrittenem, die Uebrigen im Anfangsstadium zur Behandlung gelangten. Entsprechend den eigenen Angaben Kochs, aber doch zur Ernüchterung der zu weit gehenden an die Entdeckung geknüpften Folgerungen und Hoffnungen sei bemerkt: es ging aus der sehr detaiüirten Mittheilung hervor, daß der Erfolg bei den 4 schweren, durch bereits eingetretene Höhlenbildung complicirten Fällen, ein negativer, in den acht anderen Fällen nach vier- bis achtwöchentlicher Behandlung der Erfolg ein überraschend günstiger gewesen ist. Die Tuberkel-Bacillen verschwanden aus dem Auswurf zum Theil ganz, dieser selbst wurde geringer. Das Allgemeinbefinden hob sich, es trat bedeutende Gewichtszunahme ein. Der Verlauf entsprach durchaus den Angaben in Kochs Publicationen. Neueste Nachrichten. Wolffb telegraphisches Torrespondenz-Bureau. Berlin, 17. November. Der „Reichsanzeiger" publicirt die auf Ansuchen erfolgte Entlassung des Staats- Ministers von Lucius unter Belassung des Titels und Ranges eines Staatsministers und unter Verleihung des Sterns und Kreuzes der Großcomthure des Hohenzollernjchen Hausordens, sowie die Ernennung des Regierungspräsidenten von Heyden zum Staatsminister und Minister für Landwirthschast, Domänen und Forsten. Berlin, 17. November. Nach dem „Reichsanzeiger" sind bei den 16 Armeecorps der preußischen Contingentsverwaltung während des Sommerhalbjahrs 82 Mann vom Hitzschlag betroffen worden, von denen 10 gestorben sind. Während der Herbstübungen in den Monaten August und September wurden 48 Mann vom Hitzschlag betroffen, von denen 4 Manu gestorben sind. Es ist nur der Aufbietung aller Vorsichtsmaßregeln und der Anwendung der schnellsten Hilfsmittel zu verdanken, daß die Zahl der Todesfälle durch Hitzschlag ver- hältnißmäßig gering geblieben ist. Berlin, 17. November. Bei den gestrigen Demonstrationen über Kochs Heilverfahren harren fünf Lupuskranke Einspritzungen erhalten, bei Allen trat Fieber und Entzündung ein. Bergmann führte aus, die unfehlbare Sicherheit, womit das Mittel Fieberanfall und Schüttelfrost herbeiführe, sichere demselben das volle ärztliche Interesse. Die nächsten drei Patienten, welche bereits einige Zeit in Behandlung. "MM* die er hier genossen hat! Das ist der ausrichtige Wunsch,, mit dem wir unseren geliebten Seelsorger scheiden sehen! totales tmb promnjkUw. Gießen, 18. November. — Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten am Donnerstag den 20. November 189 0, Nachmittags 4 Uhr: 1. Gesuch des Vereins gegen den Mißbrauch geistiger Getränke. 2. Gesuch der Fleischerinnung um Unterstützung ihres Antrages aus Aushebung der Vieheinsuhrverbote. 3. Die Rechnung des Realgymnasiums und der Realschule für 1889/90. 4. Gebührenrechnung der Feldgeschworenen für den Grenzrundgang. 5. Abhaltung von Festlichkeiten im Gießener Stadtwald; hier Vergütung der Forstwarte für Beaufsichtigung derselben. 6. Baugesuch des Julius Buch. 7. Gesuch des Johs. Bernhardt zu Gießen um Erlaubniß zur Beseitigung eines städtischen Rains vor seinem Acker in der Schwarz- lach. 8. Die allgemeine Bauordnung, insbesondere Anlage von Einfriedigungen. 9. Unterhaltung des LtebigdenkmalS. 10. Gesuch des Bauunternehmers Georg Koch um Benutzung eines städtischen Weges und um käufliche Ueberlassung von städtischem Gelände. 11. Gesuch des Louis Hellmold um Erstattung vorgelegter Kosten für Straßenauffüllungen in der Steinstraße. 12. Die directe Verbindung der Bahnhöfe mit den südlichen Stadttheilen. 13. Anlage eines Kiestrottoirs in der Alicestreße. 14. Ausbau der Wodestraße. „Die Ehre". Dem Vernehmen nach wird demnächst in unserem Theater „Die Ehre" von Hermann Sudermann zur Aufführung gelangen, jenes Schauspiel, das seinen Verfasser mit einem Schlage zu einem berühmten Manne gemacht hat. Mit fester Hand hat hier ein deutscher Dichter, wie schon vorher Henrik Ibsen im Norden, die Nachtseiten des socialen Lebens ausgedeckt und aus Gebrechen unserer heutigen Gesellschaft hingewiesen. Sudermann führt uns in das Haus eines reichen Mannes und läßt uns erkennen, wie niedere, gemeine Begriffe und wie kranke Vorstellungen von Moral und Ehre hier bestehen, und dann wieder tritt der Dichter Httiverfitdt»' 2iadn*id^tett. Breslau, 16. November. Proiefsor Flügge, Director be& Hygieint'chen Instituts echlett einen Ruf al» Dinctor der hygieini- ld?cn Alithetiung öeö neu zu begründenden Äoch'sHeu dactertologtschex. Instttuls in Berlin. — Seinen achtziüsten Geburtstag feierte vorgestern in München P.of. Earl Friedlich Roth, Ordinarius in der dortigen staatswissen- stehen, haben mehrfache Jnjectionen erhalten, welche immer schwächere Reactionserscheinungen hervorriefen, somit sei die beginnende Rückbildung zu verzeichnen. Das Mittel wird angewandt, bis kein Fieber mehr austritt. Zwei Fälle von Lymphdrüfen-Tuberkulose an zwei kleinen Mädchen von echt scrophulösem Aussehen zeigten deutliche Reactionen. Besondere Aufmerksamkeit erregten mehrere Fälle Kehlkopf-Tuberkulose, bei dreien sind schwere Zerstörungen am Kehlkopf uachgewiesen. Hierbei ist das Mittel von besonderem diagnostischem Werthe, weil die Verwechselung mit Krebs ungemein naheliegend sei. Das Ausbleiben der Reaction nach > der Einspritzung spricht mit absoluter Sicherheit für Krebs. Berlin, 17. November. Die socialpolitische Ge- werkschafts-Conserenz schloß mit der Anuahme enter Resolution, welche die centralistische Organisationssorm als die zur Zeit allein richtige erklärt, die Normen derselben dem demnächst zusammentretenden Congresse anheimgibt und die Wahl einer Commission zur Agitation für die Ziele der Gewerkschaften empfiehlt. Köln, 17. November. Professor Bardenheuer begab sich nach Berlin zum Studium des Koch'schen Heilverfahrens. — In ' einer auf den 30. November hierher anberaumten Versammlung der Vorstände von Krankenkassen und Aufsichtsbehörden Rheinland - Westsalens wird die Errichtung von Lunaenheilanstalten berathen werden. Stuttgart, 17. November. Aus Befehl des Königs reiften die Mediciualräthe Remboldt und Burckardt nach Berlin, um Kochs Verfahren zu studiren. Lübeck, 17. November. Der lübeckische Staat schickte den Krankenhaus-Oberarzt Dr. Hofstätter zur Kenntniß- uahme des Koch'schen Heilverfahrens nach Berlin. Wien, 17. November. Professor Albert besprach in seiner heutigen Vorlesung Kochs Heilmethode und sagte u. A.: „Bewahren Sie erstens Ruhe und kaltes Vlut, die Menschheit befindet sich in einem Taumel, der gar gewaltig ubsticht von der nüchternen, streng-wissenschaftlichen Form der Aeußerungen Kochs. Koch selbst sagt, daß mit dem Mittel in inveterirten Fällen der Lungenschwindsucht die Heilung nicht zu erzielen sei. Die Tuberkulosen befinden sich in der größten Hoffnungsfreudigkeit - alle diese Leute werden nach Berlin zusammenströmen und daselbst Heilung suchen. Wenn die Resultate den Erwartungen nicht entsprechen, wird es heißen, das neue Mittel sei Schwindel. Dieser Taumel sei darnach angethan, der überaus werthvollen Entdeckung den Todesstoß zu versetzen. — Auch Prosessor Stellwag-Carion warnt in seiner Vorlesung über Kochs Heilmittel vor allzu großen Hoffnungen und glaubt, daß die Resultate nur bei tuberkulösen Hautkrankheiten und beginnender Phthise günstige sein könnten. Wien, 17. November. Der vom Kriegsministerium dele- girte Regimentsarzt Kowalski reist morgen nach Berlin ab, um das Koch'sche Verfahren zu studiren. Meran, 17. November. Mehrere hiesige Kurärzte sind zum Studium des Koch'schen Heilverfahrens nach Berlin abgereist. Paris, 17. November. Der Deputirte Ramel brachte einen Gesetzentwurf ein betreffs einer Jnvaliditäts- und Altersversicherung für Industrie- und Landarbeiter wie für alle Bedienstete, deren Salär 3000 Fres. nicht übersteigt. Der Jahresbeitrag wird vom Taglohn mit mindestens 5 Centimes täglich eingehoben. Dem Arbeiter stehe es frei, seinen Beitrag beliebig zu erhöhen. Der Arbeitgeber ist zu einem gleichen Beitrag wie der Arbeiter, jedoch nur bis zu 10, bei gesundheitsschädlichen Industrien bis zu 15 Centimes, verpflichtet. Die höchste erreichbare Arbeiterpension beträgt 1000 Fres. mit 61 Jahren. Paris, 17. November. Die Arbeiter der staatlichen Tabaksabriken beschlossen gestern eine Resolution, in der verlangt wird, daß den Arbeitern und Arbeiterinnen dieser Etablissements gleich den übrigen Angestellten nach 25jähriger Dienstzeit feste Pensionen gewährt werden. mit uns in die Dachstube der Enterbten in der Gesellschaft । und wir erschrecken zuerst über die sittlichen Anschauungen, I die hier schalten und walten. Aber er entläßt uns nicht mit 1 dem Gefühle der Unbefriedigung, schließt nicht mit dem be- I kannten Jbsen'schen Fragezeichen, sondern er versöhnt uns | durch den Grafen Traft, der uns zeigt, daß es keinen all- I gemein giltigen Normalleisten für die Ehre gibt, über den | jeder Mensch seine Handlungen schlagen müßte, sondern daß I sich auch hier eines nicht für alle schickt, und ebenso die näm- | liche Handlungsweise nicht für jeden gleichmäßig unehrenhaft I ist, daß man also einen schweren Fehler begeht, wenn man I die sittlichen Anschauungen einer Menschenklasse als maßgebend I hinstellen wollte auch für alle anderen. = Aus dem Kreise Friedberg, 17. November. Das Fest der goldenen Hochzeit feierte heute Herr Bürgermeister I Rumps in Ziegenberg, zugleich Bürgermeister von Langen- I Hain, mit seiner Ehefrau, geb. Huth, im Kreise, seiner Kinder, I Enkel und Verwandten. Das Jubelpaar erfreut sich noch I der vollen körperlichen Rüstigkeit und geistigen Frische. Nidda, 17. November. Donnerstag den 20. November I l. I., Vormittags 9 Uhr, findet in der Uhl'schen Wirtschaft I hier die statutenmäßige Herbstgeneralversammlung des land- wirthschastlichen Bezirksvereins Büdingen statt, wozu folgende Tagesordnung festgesetzt worden ist: Prüfung und Genehmi- I gnng der Rechnung der landw. Winterschule zu Büdingen I pro 1889/90 und des ^Voranschlags derselben pro 1890/91. Berathung und Beschlußfassung über die Zuwendung einer I Unterstützung an die Viehzuchtgenossenschaft Büdingen wegen der solcher durch Einführung von Simmenthaler Rindvieh I aus der Schweiz entstandenen Kosten. Berathung und Be- I schlußfassung über die Unterstützung an Vereinsgemeinden, | welche anstatt Bastardbullen, Bullen rein Simmenthaler Rasse | anschaffen.^Die Besprechung der landw. Arbeiterfrage- die Einleitung übernimmt Herr Oeconomierath Müller von I Darmstadt. Vortrag des Landwirthschaftslehrers Andrae von I Büdingen über die Vieheinstellung. Neuwahl des Curatoriums I der landwirthschastlichen Winterschule. Ulrichstein, 14. ^November. Am 11. l. M. tagte dahier I im Saale des Gasthauses „Zum Darmstädter Hof" die dies- I jährige Hauptversammlung der für den Amtsgerichtsbezirk I Ulrichstein gegründeten Spar- und Leihkasse, welche I Herr Kreisrath Schönfeld von Schotten als Vertreter der I Aufsichtsbehörde durch seine Anwesenheit beehrte und die von I etwa 140 Mitgliedern besucht war- Der Vorsitzende, Großh. I Amtsrichter Engel, gedachte nach Eröffnung der Versammlung I zunächst des am 9. d. M. nach kurzem Kranksein verstorbenen I Mitgründers und langjährigen Controleurs der Kasse, Herrn I Sauer von hier, welcher in gleicher Weise, wie der im I vorigen Jahre verstorbene frühere Rechner für dieselbe bis zuletzt unermüdlich thätig gewesen. Nach Neuwahl und Er- I gänzung des Vorstandes, in Folge dessen in letzteren die I Herren Bürgermeister Rühl hier als zweiter Vorsitzender, die I Herren Bürgermeister Roth, Rahn, Rau und Hohmann, so- I wie der Beigeordnete Rühl von hier als Ausschußrnitglieder I eintraten, wurde unter Vorlegung der revidirten und ab- I geschlossenen Rechnung der Rechenschaftsbericht für 1889 erstattet, welcher nach Deckung aller Ausgaben, Zahlung von I Zinsen und Gewinnantheil an die Mitglieder mit einer Ver- । Mögensvermehrung von Über 3000 Mk abschloß, und gleich I wie der aufgestellte Voranschlag für 1891, der u. A. wie alljährig wieder Ausgaben für gemeinnützige und wohlthätige ; Zwecke, sowie Verzinsung der Einnahmen bis zu 1000 Mk. mit 4 pCt. vorsieht, gutgeheißen. Im Laufe der weiteren I Verhandlung berichtete der Vorsitzende über das erfreuliche Ergebniß der in diesem Jahre errichteten Pfennigsparkassen, I bei welchen in 14 Orten des Bezirks innerhalb kaum dreier Monate fast 2000 Mk. eingelegt worden waren, und dankte allen Erhebern derselben für ihre erfolgreiche Thätigkeit. I -n- Grüningen, 17. November. Heute verließ uns nach l Ojähriger, reich gesegneter Wirksamkeit unser bisheriger I Seelsorger, Herr Pfarrer Walz, um die Pfarrstelle zu I Lang-Göns anzutreten. Mit aufrichtigem, tiefem Schmerz hatte die Gemeinde die Kunde vernommen, daß derselbe ans ihrer Mitte scheiden würde. Gar manche Einrichtungen aus I kirchlichem und bürgerlichem Gebiet verdanken wir seiner I Thätigkeit - er gründete und leitete unsere Pfennigsparkasse, I die überaus segensreich wirkt - auf seine Anregung hin bc= I willigte uns die Postbehörde eine zweimal täglich verkehrende I Landpost. Unser Gotteshaus wurde gleich im ersten Jahre I feiner Thätigkeit in unserer Gemeinde gründlich und schön I renovirt, eine neue Orgel eingeweiht, Kirchenheizung angelegt I und die Kirche erhielt überhaupt mannigfachen Schmuck, denn I Herr Pfarrer Walz hat es verstanden, den Sinn der Gemeinde I für würdige Ausschmückung des Gotteshauses zu wecken und I zu pflegen. Was unser scheidender Pfarrer den Armen, I Wittwen und Waisen gewesen, wird nie vergessen werden. I Auch muß erwähnt werden, daß während seiner Berussthätig- I feit hier die Gaben für Zwecke des Reiches Gottes und die I Opserwilligkeit der Gemeinde sich von Jahr zu Jahr vermehrt haben. So konnte es nicht fehlen, daß die Gemeinde nur I mit großem Schmerz sich an den Gedanken gewöhnen konnte, I daß ihr Pfarrer sie verlassen würde, und man fühlte das Bedürfniß, der Liebe und Anhänglichkeit gegen ihn auch Aus- I druck zu verleihen. Die Vorstände der Gemeinde ver- I sammelten sich mit dem Gesangverein, dem Herr Pfarrer I Walz stets ein reges Interesse gewidmet hatte, um mit ihm noch einige Stunden gemi'tthlichen Beisammenseins zu feiern. An dem Sonntag, wo er die Abschiedspredigt hielt, war das Gotteshaus überfüllt, auch viele Auswärtige harten sich ein- gefunden. Tiefe Rührung und Weinen bewegte die Versammlung, als Herr Pfarrer Walz auf Grund von Col. 2, 6. 7. der Gemeinde Abschiedsworte zurief. Am Abend brachte | der Gesangverein ihm ein Ständchen, wobei der Dirigent den Dank der Gemeinde für seine 10jährige Thätigkeit und ihre Glückwünsche zum Ausdruck brachte. Herr Pfarrer Walz dankte mit bewegten Worten. Möge ihm in seiner neuen Gemeinde dieselbe Liebe und Anhänglichkeit zu Theil werden, nn. Darmstadt, 16. November. Die Großh. Ceutral- stelle für die Gewerbe ersucht mittels Rundschreiben die Ortsgewerbevereine im Großherzogthum, sich zu äußern, ob und nach welchen Richtungen hin, etwa über das bereits bestehende Maß hinaus, eine beschränkende Besteuerung des Hausirgewerbes nöthig ober wünschenswerth erscheine. Dabei sollen die das Bedürfniß einer weitergehenden Einschränkung dieses Gewerbes begründende Thatsachen und Verhältnisse erörtert werden. Aus Grund der Anträge der Commission für Untersuchung der Beschwerden und Wünsche über die Sage des Kleingewerbes im Großherzogthum Hessen hatte bereits der Ausschuß des Landesgewerbevereins im Frühjahr dieses Jahres sich einstimmig für eine Besteuerung des Hausirhandels im Großen bei den inländischen Hausirern ausgesprochen zum Schutz des seßhaften Gewerbes und demgemäß die entsprechende höhere Besteuerung der ausländischen Hausirer gefordert. Auf obige Anfrage hin hat sich der Ortsgewerbeverein Darmstadt nunmehr dahin geäußert, daß er den Hausirhandel überhaupt höher besteuert haben will, wie dies neuerdings in Württemberg erfolgt fei und in Preußen bereits der Fall wäre. Ein Ueberhand- nehmen des Hausirens besonders auf dem Lande und in kleinen Städten, speeiell mit Wagen voll Maaren einer und derselben oder verschiedener Gattung von meist sehr geringer Beschaffenheit und Güte, sei leider in heutiger Zeit zum Schaden des Gewerbes wahrnehmbar. Auch in größeren Städten bestehe ein ähnlicher Unfug durch den vielfach gewerbsmäßig betriebenen und fast ständigen Ausverkauf in Läden. Auch diese sollen durch die höhere Besteuerung getroffen werden. Natürlich soll das Hausiren mit Lebensrnitteln, z. B. mit Fischen, Gemüse, Butter, Eiern und Geflügel rc. steuerfrei bleiben. Auch bezüglich der dem Reichstag vorgelegten und noch nicht erledigten Abänderung der Gewerbeordnung hat sich der Ortsgewerbeverein Darmstadt in einer birecten Eingabe an den Reichstag kurz geäußert. Dabei hat er sich jedoch auf nur wenige Bestimmungen jener Gesetzesvorlage beschränkt betreffend die Sonntagsruhe, das Uebrige den betheiligten Handels-Fabrikanten und anderen Kreisen überlassend. Die Eingabe sührt aus, daß man es im Allgemeinen i nicht für günstig halte, wenn heute schon an dem bestehenden I Gesetz etwas geändert werde und kaum eingelebte Rechtszustände in's Wanken kämen. Dabei wird zugegeben, daß ein Theil der neuerdings zur Abänderung der Gewerbeordnung erlassenen Gesetzesnovelle berechtigten Bedürfnissen, zu entsprechen geeignet wäre. Nach auf Erfahrungen aus den Kreisen unseres Mittelund Kleingewerbestandes beruhenden Mittheilungen gestützt, glaubt der Verein, daß die geltenden hessischen landesgesetzlichen Bestimmungen für die Arbeit an Sonn- und Festtagen ausgereicht hätten. Ein Hinausgreisen über die im Gesetzentwurf vorgeschlagene Ruhezeit und Sicherung der Sonntagsruhe erscheine nach vielen Seiten hin bedenklich, ja ge- I sährlich, da sich in unserer Zeit ohnehin das Bestreben. I geltend mache, sich möglichst arbeitsfrei zu stellen. Wenn I für Sonn- und Festtage mehr als 24 bezw. für zwei aus- I einandersolgende Sonn- und Festtage 36 und für gewisse I Feiertage 48 Stunden Ruhepause gesetzlich vorgeschrieben I würden, so könnten dte daraus erwachsenden wirtschaftlichen. I und geschäftlichen und vielleicht die moralischen Nachtheile I größer werden, als die damit in Aussicht gestellten inneren I und äußeren Vortheile. * Darmstadt, 17. November. In der am Samstag. I Abend stattgehabten Versammlung des hiesigen national I liberalen Vereins wurde nach einem längeren Bortrage I des Reichstagsabgeordneten Dr. Osann über die Thätigkeit I des Reichstags eine Resolution angenommen, daß das Central- I Comite der national-liberalen Partei in Berlin ersucht wer- I den möge, eine allgemeine Parteiversammlung anzuberaumen, I um das Heidelberger Programm einer Revision zu unterziehen. * — In Deutschland werden jährlich etwa 700 Millionen I Mark für die Armenpflege ausgegeben, meist in Form von I Almosen, was die zweckwidrigste Art ist. Für dieses Geld I sollten, wie Prosessor Johannes Huber von München meint, I Landankäuse gemacht und Armen-Colonieen gegründet werden, I in denen Arbeits-Gelegenheit verschafft wird. * E. Wetzlar, 17. November. Herr Landrath Stackmann I hat auf Mittwoch den 19. d. M., Nachmittags 3 Uhr, eine I Versammlung von Interessenten an dem projectirten Bahnban I Münster-Franksurt a. M. einberusen. - In der Ver- I sammlung, die im „Römischen Kaiser" stattfindet, soll gleich- I zeitig die Bildung eines Zweig-Comites für den Kreis Wetzlar I vorgenommeli werden. * München, 15. November. Heute Morgen wurde der I junge Raitz hingerichtet, der eine Versetzerin zum Zwecke I der Beraubung erschlagen hatte. Der nach der That und I in der Gerichtsverhandlung überaus freche Bursche wurde I angesichts des Todes sehr reumüthig. * In einem Gasthof in Budapest liest man folgende ge- 1 druckte Bitte: „Jeder Gast wird ersucht, mit den Auf- Wärterinnen aus der Treppe nicht allzu freundlich zu sein, weil auf diese Weise zu viel Tafelgeschirr zerbrochen wird." * Verfchnappt. „Ist Ihr Herr Onkel zu sprechen?" — | „Bedauere, er ist für drei Monate verreist!" — „Wie, schon wieder?" — „Pardon? Das war's erste Mal, daß er I bestraft wurde!" SW kWL - D°s nt&Doa« Mi HW als MdMM kubn) M £* w * _ Dn f (ferne Sie auf HW Habicht, Detinom K°4nnd § 8 und 9 her „Leg beMW auf dem Gießen zurück, sofern fiter wohnende Verum das Eigentum solche! fordern die Berechtigt unersirecklicher Friß bi Gießen, den Gro 8 Der Vorani 27. November l I der Betheiligten und Langd, den C in -er Vill Mittwoch, de 9340 ausgeboten-. Fahm, 3 BkMNMN Mnratagäm: ftW“1* "“MWnte 11 ft’ J StrtiM HU*8'1 Helt, 1 9652 ^8-5 ’S’ä» ma W, 1 J * 2) In?"109''2* hu arotzt ( IS"-*« Dam' 7853 W'-Gä "•ÄS’* SWä - L*lk»witthschaft. Gießen, 18. November. Marktbericht. Auf dem heutige« Wochenmarkt kostete: Butter pr. Psd. X 0,95—1,00. Hühnereier 1 St. 8—, 2 St. — H, Enteneier 1 St.--H, 2 St. — 4, Käse pr St. 4—8 Käsematte pr. St. 3 Erbsen pr. Liter 16 Linsen pr. Liter 28 Tauben pr. Paar 0,50—0,70, Hühner pr. Stück Ji. 0,85-100, Hahnen pr. St- 0,60-1,00, Enten pr. Stück JL 1,40—1,60, Ochsenfleisch pr. Pfd 70—74 Kuh- und Rindfleisch 60—64 Schweinefleisch 70-80 H, Hammelfleisch 62—68 Kalbfleisch 60- 64 3i, Kartoffeln pr. 100 Kilo 3,50-5,50, Weißkraut vr. St- 3—7 -Sf, Zwiebeln per Centner JC 5,00—0,00, Milch per Liter 12-18 Gänse pr. Pfd. 50-56 H. Friedberg, 15.November. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. JL 0.85 -0.90, Eier 1 St. 9 2 St. 17 H. Butzbach, 15. November. Wochen markt. Butter kostete per Pfund Jt 1,00—0,00, Käse per Pfund 45—46 Eier zwei Stück 15 z$. 0 Herborn (an der Köln-Gießener Eisenbahn), 17. November. Auf den heutigen hiesigen Markt wurden gebracht: 1055 Ochsen, Kühe und Rinder, und 1031 Schweine. Der nächste.Markt ist am 4. December l. I. 'Ishögel — Assen — SL4| Geweih, — Preisliste, reich- X7 'llustrirt, interessant für Thier- ~ freunde, fenbeUegeu Einsendung von 20 H in Markur [9523 H- Äu mft, Warmbrnnn. Welt - Versandgeschäft lebender Thiere Mum, r?*«i6.n übt? fenbe yeL„ SSL» .«bO! 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I. 9L-: Vogt. 9633 Vermischte Anzeigen. Kaiser-Panorama, Mäusburg 12, parterre. Diese Woche prachtvolle Reise durch Von besonderem Interesse die prachtvollen Bauwerke und die St. Paulskirche in Antwerpen mit den wundervollen Marmorgruppen, das Leiden Christi darstellend, die weltberühmte Kanzel von St- Rom- banb, hochinteressante Badeseenen von Ostend-' m d Blankenberqde. der Löwe von Waterloo v!e Vrrfricfion der Patro- «enfabrif in Antwerpen re- Entiee 30 -S>, Kinder 20 Abonnements: !D Retten 2 JL, Schüler 1 JL 50 — Geöffnet von Morgen? 10 Uhr bis Abends 10 Uür. [9555 Jeden Sonntag neue Nelsen. D^icd. rdolungen finden nicht statt. 9634] E n tüchtiges Mädch'N mit guten Ze -en ssen tftr Küche und Hausarbeit oiis Wett, neiden gesucht- Fiau LHar'e Euler Steinst'üße 7. 9638] Ein junger Kellner sofort gesucht. I. H ü h n e r , Marbura a. d. L. 9612] Eine Cigarren * Etigrr^tcn- Fabrik ersten R^"ges sucht,inen tüchtigen Vertreter für (Hießen. Offerten sub H 1406 an Rudolf Moste Frankfurt a. 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Versicherungs-Anträge nimmt entgegen und nähere Auskunft ertheilt die Haupt-Agentur der Gesellschaft für Giessen: Wirbeln» Fritsch, 9546 W.Sanlage 2 — T-lephon 18. finden lohnende und dauernde Beschäfti- i gung bet _ Ä Joseph Kremer, Tabak- und Cigarren-Fabrik, Limburg^-. L.9640 9636] Ein braveS Mädchen, welches gut kochen kann, auch in anderen Hausarbeiten erfahren ist, wird für Weihnachten von Frau Amtmann Dr. Steeg in Lauterbach (Oberhessen) gesucht. (Etwaigen schriftlichen Anmeldungen sind Zeugnisse über das frühere Dienst- verhältniß beizufügen). _________ 9645] Ein solider tüchtiger Kutscher zu sofortigem Eintritt gesucht; gedienter Caoallerist bevorzugt. Näheres in der Erved d. Bl- 963" ] Tüchtige Mädchen suchen Stellen durch Vermiethfrau Oertel, Wetzlar. Pisaaws -ÄM vermiet laesa. Monatliche Miethpreise : 3, 4, 5, 6 Mk. und höher. Freie Stimmung. Auf einzelne Tage zu Hochzeiten, Concerten, Tanzunterhaltungen etc. 6, 7, 8, 9 Mk. und höher (einschliesslich der Transportkosten). 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Königs-Laurah.-Act. 139.10 Gelsenk. Bergw.-Act. 168.60 Tendenz: beruhigt. Reichsbank-Discont 5'/s pCt. — Frankfurter Bank-Discont ö1/« pCt. . Redaction: A. Schevda. - Druck wib Verlag der Brühl'scheu Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. #“’T ,il 1»»*’ Die Sitter »- * &tigrfejL Äi 9 Schastäude Unter der ta Wnde Wßem über die Gemrkung Wrnng nur ;um 3" mstrrr jebesmol ein; Zuwiderhandlun ließen, den Großhe pol Ein überaus in diesen Tagen । Mctoria von Preuh burg'Lippe am Be Berlin weilenden ' und seinen von c riehmen an den fchleswig-holsteinisc Hauses, ferner die ^roßherzog unb bi if/ der Fürst Olbenburg, bei. Für prinzliche Paar, der der herzoz von Cl> Töchtern und der hvchMtsWchlüte deim Kaiserpaare s sich die Festvorstel hau-e anschloß. Zum dritten uiarck ist mit dem j für Landwirthschaf, preußischen Staats, ff «b-r 11 Jahr- politischen Ge ^dehnten Reffo Wt° und sich M hervorragend j'? """Ehr Hm i 7 tr W-chttt 5er //Neuen Aera" i Daß, « eiS?ottreffiid le®mf hte t“"en.6»n? ‘Uft. 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