frjÄ*'18 8J/1 Uhr, i0 i Person, eiügung. ----??£Vorstan d. - Preise! 866 L"LL'-- gster Provisionsberechnung, )r Verfall ohne jegl. Abzug) nun Reichsbank-Zinsfuss). ! bedeutenden europäischen lätze. trieb Imepikanisehe 8960 9340 7810 79.50 42637 210.50 161.50 14720 9930 177.00 14400 8440 IankMt. jdrfer W Ulin« ne »ff •alitn'-T Wii« Ktlberrentt ientDL tobet rt MdB Ast schiffahrf ■NewYork m ^laufend «- 71WZ :e Postdampfer-V erbindung ” Hamburg^Vestindien. Hamborg-Havana. .. Hamburg-Mexico- • Giessen, ottlieb in Aldda, J* ft“ Schotte-, Theod. lowokyi-Homberg ^. ■-:r rr *>** fS90- 22110 2083» 98.6 169.« Nr. 244. Zweites Blatt. Sonntag den 19. October 1890 Gießener Anzeiger Heneral-Mnzeiger Amts- «nd Anzeigeblatt für den' Ureis Gieren. chraiisöeilage: Gießener JamilienKfäiter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme« Anzciqen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Redaction, Expedition und Druckerei: Schulstraße Ar.V. Fernsprecher 51. Vierteljähriger Aöouuementspreiar 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezöge« 2 Mark 50 Pfg. Die Gießener AamitieuStLlter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Der Hteßeuer Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS MontagS. Lheil. Gießen, am 16. October 1890. Betr: Die Ausführung der allgemeinen Bauordnung; hier die Rauhbaurevisionen. Das Grobherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürg,rwriftereien der Landgemeinden deS KretseS. Nach Artikel 77 der allgemeinen Bauordnung vom 30. April 1881 sind die Bauenden verpflichtet, Ihnen von der Beendigung des Rohbaues genehmigter Bauten und Feuerungsanlagen vor dem Beginn der Verputzarbeiten Anzeige zu machen, damit zur Prüfung der plan- und vor- schristsgemäßen Ausführung des Bauwesens eine Besichtigung desselben durch den Bezirksbauaufseher vorgenommen und je nach dem Ergebniß weitere Verfügung getroffen werden kann. Da dieser Bestimmung seitens der Bauenden vielfach nicht entsprochen wird, woraus denselben mannichfache Nachtheile erwachsen, so weisen wir Sie an, alsbald diese Verpflichtung durch ortsübliche Bekanntmachung in Erinnerung zu bringen, sowie etwa säumige Anzeigepflichtige noch besonders auf dieselbe aufmerksam zu machen. Gleichzeitig erwarten wir von Ihnen, daß sie unverzüglich nach empfangener Anzeige dem zuständigen Bezirksbauaus- seher um Vornahme der Revision ersuchen. v. Gagern. Eine Entschädigung für unsere Industrie. Die „Deutsche volkswirthschastliche Correspondenz" hat schon wiederholt darauf hingewiesen, daß an unsere Industriellen durch die socialpolitischen Gesetze Anforderungen herangetreten sind, wie sie bisher keinem anderen Erwerbszweige im gesummten Lande auch nur annähernd zugemuthet wurden. Unsere Großindustrie hat alle diese Opfer gern getragen und nicht ein einziges Mal etwaigen Unmulh laut werden lassen; dagegen wurde von sachverständiger Seite allerdings daraus hingewiesen, daß das Tragen dieser enormen Neubelastung unserer Industrie jetzt ja vielleicht möglich sei, allein was solle daraus werden, wenn einmal wieder schlechte Zeiten einträten, wie in den siebziger Jahren, wo viele Werke nur producirten, um ihre Arbeiter zu erhalten und oftmals sogar noch zusctzen mußten? Diese Frage blieb offen. Wenn wir ihr heute wieder näher treten, so geschieht es, weil neuerdings in den öffentlichen Blättern mehrfach von Compensationen für die Großindustrie die Rede war wegen der großen Lasten, die ihr in Folge der socialpolitischen Gesetzgebung aufgebürdet seien und zwar sollte kein geringerer die Initiative in dieser Sache I ergriffen haben, als unser Kaiser Wilhelm selbst. Würde dieser Vorgang ganz der überaus liebevollen Fürsorge entsprechen, von welcher unser Kaiser stets für das Gedeihen aller Zweige der öffentlichen Thätigkeit der Nation erfüllt ist, so würde Kaiser Wilhelm gleichzeitig auch einen erneuten Beweis seines hohen Gerechtigkeitssinnes dadurch geben. Es sind vornehmlich zwei Wege, welche zur Entschädigung unserer Industrie für die Mehrbelastung durch die socialpolitischen Gesetze zu Gebote stehen: einmal die Erhöhung der bestehenden Einfuhrzölle, andererseits eine Ermäßigung der Frachtsätze für Rohmaterialien und Fabrikate. Was zunächst die Erhöhung der Einfuhrzölle anlangt, so wäre es unseres Erachtens in der gegenwärtigen kritischen Zeit, wo das Abläufen einer größeren Zahl von Handelsverträgen vor der Thür steht, wohl nicht am Platze, gerade jetzt einseitig mit Zollveränderungen vorzugehen. Fassen wir dagegen die Ermäßigung der Eisenbahnfrachtsätze näher ins Auge, so haben wir ein Gebiet vor uns, aus dem noch sehr viel Nützliches geleistet werden kann. Während vor der Verstaatlichung des Eisenbahnwesens in Preußen die -Concurrenz der Privat- und Staatsbahnen unter einander in die Bewegung der Gütertarife regulirend eingriff, und obwohl diese Concurrenz keine absolute war, da die Privatbahnen ihren Localverkehr vielfach monopolartig beherrschten, dieselbe sich im durchgehenden Verkehr oft in recht wohlthuender Weise geltend machte und manche Gewerbszweige diesem Wettstreit die große Ausdehnung ihres Absatzes zu verdanken gehabt haben, ist mit der Uebernahme der Eisenbahnen auf den Staat die Wettbewerbung der einzelnen Bahnlinien um den Erhalt von Transporten fortgefallen und das absolute Staatsmonopol in seine Herrschaft getreten. Der Staat, im Besitz aller Hauptverkehrslinien, kann heute die Eisenbahnfrachten also nach seinem Gutdünken regulären und erreicht damit einen hohen Einfluß auf die Verkehrsund Absatzverhältnisse aller Industrien, ja seine Frachtpolitik ist für die letzteren jetzt oft wichtiger und von einschneidenderer Bedeutung als die Zollpolitik, deren Wirken durch die Frachtpolitik sogar unter Umständen ganz illusorisch gemacht werden kann. Neben den geschilderten Erfolgen hatte aber die Concurrenz der Privatbahnen große Mißstände für die heimische Production herbeigesührt. Es fehlte vollständig an einer einheitlichen Tarispolitik,- einerseits waren gewisse Gegenden und Industriezweige vor anderen in hohem Maße begünstigt, andererseits wurden durch Differentialtarife und andere Maßnahmen ausländische Transporte auf eine künstliche Weise ins Land gezogen. Diese Anomalien zu beseitigen war also eine der ersten Aufgaben der Staatsverwaltung. Neben dieser ausgleichenden Thätigkeit besteht aber eine nicht minder wichtige Aufgabe der Eisenbahnfrachtpolitik darin, die heimische Industrie durch billige Frachten in ihren Productionsbedingungen zu begünstigen, soweit dies mit den finanziellen Anforderungen der Staatsverwaltung irgend vereinbar ist. Handelt es sich hierbei einmal um die billige Zufuhr von Rohstoffen und Materialien zur Verarbeitung, so ist andererseits der billige Transport der Fabrikate nach allen Punkten und nach den Grenzen des Landes, speciell nach den Seehäfen, ein dringendes Erforderniß. Daß in letzterer Beziehung bei uns noch weit mehr geschehen kann und muß, ist längst allgemein anerkannt und täglich aus den Klagen ersichtlich, welche unsere Industrie über die theuren Transportpreise und die dadurch herbeigeführte Erschwerung der Concurrenz mit dem Auslande führt. Leider hat die preußische Staatsbahnverwaltung den betreffenden Wünschen unserer Industrie noch erst wenig Gehör geschenkt- möchte man in Hinblick aus die große Mehrbelastung, welche den Industriellen nach und nach durch die socialpolitische Gesetzgebung erwachsen ist, jetzt endlich den berechtigten Klagen derselben willfahren, und für Rohproducte, wie Brennmaterialien und Fabrikate ermäßigte Tarife einführcn- ein finanzieller Ausfall der Staatskasse wäre dadurch wohl kaum zu befürchten, da die Thätigkeit der Industrie neu belebt, die Transporte vermehrt und die Ausfuhrverhältnisse erheblich gebessert werden würden. Deutsches Reich. Darmstadt, 17. October. Seine Königliche Hoheit der Großherzog wohnten heute Vormittag einer Felddienstübung des 1. Großherzogl. Jnfanterie(Leibgarde)Regiments Nr. 115 bei und sahen bei dieser Gelegenheit den größten Theil der gegenwärtig beim Regiment eingezogenen Reservisten und Ersatzreservisten. Darmstadt, 15. October.. (Gründung eines Pen- sionssonds für die evangelischen Geistlichen.) Die Abgeordneten Dr. Weiffenbach, Dr. Ree und Schäfer haben bei der Landessynode den Antrag eingebracht: „Großh. Oberconsistorium zu ersuchen, dasselbe möge bald thunlichst die Maßregeln ergreifen, welche zur Gründung eines eigenen Pensionsfonds für die evangelischen Geistlichen der hessischen Landeskirche erforderlich erscheinen." In der Begründung ist als unerläßliche Vorbedingung des so nothwendigen Pensionsgesetzes die Schaffung eines Pensionssondes hervorgehoben, welcher zur Zeit nicht besteht. Für die Art, wie ein solcher Fonds zu schaffen sei, werden gewisse Andeutungen gegeben. Abgesehen von den Erträgen aus dem Verkaufe der biblischen Geschichte und des Gesangbuches, komme die staatliche Beihilfe in Betracht. Was in anderen Ländern und Landeskirchen in dieser Hinsicht möglich gewesen, das dürfte bei FersMeton. Moderne Piraten. Nautische Sctzze con Fr tedi ich Meister. (Fortsetzung.) Zwei Tage später gingen wir unterhalb der Stadt Kertsch zu Anker. Nach einer Stunde kam der Agent an Bord, ein mit alberner Eleganz gekleideter Grieche von widerlich schmeichelnden Manieren. „Sie brauchen das Schiff nicht viel zu erleichtern, Capitän," sagte derselbe, „der Canal ist ausgcbaggert worden, so daß Sie sich bequem hindurchschleppen lassen können. Ich bleibe an Bord, bis wir binnen sind." Wir warteten auf die Leichtersahrzeuge. Es wurde dunkel. Der Agent und der Schiffer waren in die Cajüte gegangen. Das Skylight (Oberlichtsenster) stand offen. Ich ging mir nackten Füßen dicht heran. ,/Jch sage Ihnen, daß ich nicht an Deck bleibe, wenn es geschieht," hörte ich Hammer mit unterdrückter Heftigkeit rufen. „Das brächte mich um. Ich will die Arbeit am Lande übernehmen und den Bericht ans Consulat schreiben. „Ah bah, Capitän, Sie haben ein viel zu zartes Gewissen. Thun Sie aber, was Sie wollen. Moro wird die Sache schon besorgen. Aber lassen Sie uns im Karten- Häuschen weiterreden, hier könnte einer Ihrer Offiziere uns belauschen." Ich schlüpfte eiligst nach vorn, ries den Bootsmann und hieß ihn ein Segel über mich decken, während ich mich auf dem Dach des Kartenhäuschens ausstreckte. Der Capitän und der Levantiner kamen langsam heran, um in der dumpfigen, kleinen Bude ihr Gespräch fort- zusetzen. //Und wie viel beansprucht Leonidas?" fragte Hammer. „Sie zahlen ihm achttausend Pfund Sterling, dann sorgt er auch noch dafür, daß Ihr Bericht gehörig beglaubigt wird. Sie ziehen einen Wechsel aus Hamburg, die Bank von Kertsch djscontirt denselben^ dann bezahlen Sie Leonidas und er und Ihr Freund Hippel finden sich mit der Ver- sicherungsgesellschast ab. Sie selber erhalten von mir fünfhundert Pfund Sterling und dann haben Sie mit der Sache nichts weiter zu thun." Hieraus und aus den nachfolgenden Reden ersah ich, daß der Besitzer der Bark, der rechtschaffene Hippel, der Spießgeselle einer Bande von Spitzbuben war, die der ehemaligen Korsarengilde an Verschmitztheit und Gemeingefährlichkeit noch ein ganzes Theil überlegen waren. Dieselben arbeiten nach folgendem Plan: Die Schiffe werden durch die erkauften Lootsen auf den Strand gefahren, der Capitän fürchtet sein Fahrzeug zu verlieren und zahlt eine enorme Summe an ein organisirtes Rettungscorps, welches die Ladung theil- weise löscht und das erleichterte Schiff wieder abbringt. Diese Unkosten haben die Versicherungsgesellschaften zu tragen und die Spitzbuben theilen sich in den Raub. Hippel stand mit den Piraten unter einer Decke und sein Capitän hatte sich einverstanden erklärt, die Bark den Händen der Räuber zu überlasten, deren Ches wiederum den Rheder gut dasür bezahlte, daß derselbe ihm das Plünderungsrecht gewährte. Auf diese Weise kam außer den Versicherungsgesellschaften Niemand zu Schaden und alles ging dem Anscheine nach ganz rechtmäßig und natürlich zu. Nachdem ich die Sache durchschaut hatte, suchte ich den Bootsmann in seiner Kammer auf und verabredete mit ihm unseren Actionsplan. Der Lootse kam an Bord und wir machten am Schleppdampfer fest. Der Kerl war unbewaffnet. Ich wich keinen Schritt von seiner Seite. Nach einer Weile erschienen an der Steuerbordseite eine Anzahl Leichterfahrzeuge und ein zweiter Schleppdampfer. Ich sah den Capitän erbleichen. „Ich gehe einen Augenblick in die Cajüte," sagte er zu dem Lootsen. „Sie finden den Weg ja wohl auch ohne mich." Der Grieche nickte lächelnd. Das Fahrzeug hielt nach Steuerbord ab. „Bootsmann!" rief ich. Das war das verabredete Zeichen. Der Bootsmann rannte die Treppe hinunter, schloß den Capitän in die Cajüte ein und stellte sich mit einer Handspake als Wachtposten davor. Der zweite Steuermann, den wir in letzter Stunde ins Vertrauen gezogen hatten, schnitt die Fangleine deS Lootsenbootes ab und ich sprang auf den Lootsen selber zu, packte ihn an der Kehle und hielt ihm den Revolver vors Gesicht. „Sowie die Bark den Grund berührt, schieße ich Dich todt, Du Hund!" sagte ich. „Ich weiß, was Ihr vorhabt, also richte Dich danach." (Schluß folgt.) * Schusterjunge im Krämcrladen: „Jeben Se mich 'ne vejetar'sche Wurscht!" — Krämer: „Was willst Du haben? Drücke Dich doch gefälligst deutlicher aus." — Schusterjunge: „Na, ja doch, 'ne vejetar'sche Wurscht will ick- waS man so vor jewöhnlich 'ne — saure Jurke nennt!" Kirchlein, das weit von dem Friedhose verschiedene Ahnen 600 Jahren dort Inschrift bezeugt: dem nicht zu bezweiselnden guten Witten unserer Staats- regterung schließlich für die hessische Landeskirche auch zu erreichen sein. Sodann sei eine Besteuerung des ansehnlichen localen Kirchenfonds und weiter ins Auge zu fassen, ob nicht auö vaeanten Pfarrstellen Beiträge in den Pensionssond ab- geführt werden könnten. Darmstadt, 15. October. Die oberste Schulbehörde hat dieser Tage eine principiell wichtige Entscheidung getroffen. Der Lehrer eines Ortes in dem Streife Oppenheim machte bei Gelegenheit deS letzten Sedansestes mit seinen Schulern einen Spaziergang, der Bater eines Kindes, der sich mit einer Sedanseier, auch in der Form eines Spazierganges für die Schulkinder, nicht einverstanden erklären konnte, verbot seinem Kinde die Theilnahrne an dem Spaziergange. Kurz vor dem Weggange sendete der Lehrer nochmals nach dem Kinde, der Vater beharrte aber bei seinem Beschluß mit der Bemerkung, daß er einmal sehen wolle, wer ihn deshalb bestrafen könne. In dieser Angelegenheit hat nunmehr die obere Schulbehörde entschieden, daß die Zurückhaltung von einem einen Theil der angeordneten Schulseier bildenden Spaziergang, mit dem keinerlei Geldausgaben verknüpft waren, als straffällige Schulversäumniß zu betrachten und zu behandeln sei. umgeben. Aus diesem Friedhose ruhen der Familie Ehelius, welche vor mehr als lebten und wirkten, wie folgende Haus- Citeratar u«»& Itnnft. Otto Kaemmel» »Deutsche «Aeschlchte* liegt abgeschlossen vor uns, ein Werk, dessen Fortsetzung und Beendigung wir mit immer steigendem Interesse verfolgt haben. Zwar sind aus den „etwa 10 Heften" 13 Hefte geworden, indessen lassen auch diese sich noch zu einem handlichen Bande in Großoctav vereinen. Die letzten in rascher Folge erschienenen Hefte 9—13 behandeln die Geschichte von 1648—1871 alv den „Ausbau einer nationalen Staatsordnung auf dem Grunde deS weltlichen Fürstenthume« und der Glaubens- frelhctt". Mit Recht ist auf eine auSsüh'liche Darstellung der letzten zwei Jahrhunderte mehr al« ein Drittel deü gesammten Werkes ver- wendet worden- Alle die früher gerühmten Vorzüge deS Werkes: durchsichtige Gliederung deS Stoffes bei straffem Zusammenschluß Jeder Versuch bringt dauernde Abnehmer des Hollünd. Tabak«, 10 Pfd. sco ft Mk. nur bei V. Becker in Seesen a. Harz. [Ibo Bestrebungen unserer Zeit. Diese Vereine haben schon seit Jahren die öffentliche Ausmerksamkeit aus die Massenthierquälerei gelenkt, welche sich leider bis heute im größten Theile Deutschlands erhalten hat, und die jeden nicht gemüthsrohen Menschen mit tiefem Mitleid erfüllen muß. Es handelt sich um die ganz unnöthigen Martern, welche im Deutschen Reiche beim Tödten von über 100000 Schlachtthieren täglich verübt werden. Diese Martern können leicht vermieden werden durch die Betäubung der kleinen, wie der großen Schlachtthiere mittelst Beilschlags, Schlachtmaßke oder anderer zweckmäßiger Betäubungsinstrumente. Selbst wenn wir absehen von dem Erbarmen für die gequälten Thiere, so müssen wir schon ans Rücksicht aus die Sitten der Menschen ein humanes Schlacht- versahren anstreben- besteht doch ein unleugbarer Zusammenhang zwischen der Grausamkeit »gegen Thiere und den Rohheitsvergehen und Verbrechen gegen Menschen. Alle Schritte der deutschen Thierschutz-Vereine um eine gesetzliche Anordnung der — von verschiedenen Schlachthäusern mit vielen rationellen Schlächtern bereits eingeführten — Betäubung auch der kleineren Schlachtthiere sind bis jetzt vergeblich gewesen. Es muß deßhalb das Volksgewissen geweckt werden, damit das unnöthige Todtmartern unserer Schlachtthiere allgemein als ein Unrecht erkannt werde, obgleich es bis jetzt nicht durch das Gesetz verboten ist. Es muß besonders dahin gewirkt werden, daß möglichst viele Gemeinde- nnd Bezirksbehörden mit der ihnen zustehenden Polizeigewalt die Betäubung der Schlachtthiere anordnen. Wir sind überzeugt, daß das Gefühl aller guten gesitteten Menschen verletzt wird durch die Massenthier- solter, wie sie heute noch bei unserem Schlachtbetrieb stattfindet, und wir bitten sie, die Bestrebungen der Thierschutz- Vereine zur Beseitigung dieser ganz unnöthigen Thierquälereien in jeder ihnen möglichen Weise zu unterstiitzen. Besonders richten wir diese Bitte an die Bezirks- und Gemeindeverwaltungen, an die Geistlichen, Lehrer, Schriftsteller und Zeitungs- Redaeteure. * In Thüringen erinnert man sich jetzt bet dem allgemeinen Fleischmangel und der damit verbundenen Fleischtheuer- ung eines amüsanten Vorkommnisses aus einer früheren Zeit, in der ebenfalls das Schlachtvieh selten geworden war. Ein populärer Fürst begegnete damals ans seinem Spaziergang seinem Hosmetzger, unterhielt sich mit diesem und bedauerte । dabei, daß das Ochsenfleisch jetzt immer seltener zu werden scheine. Der biedere Hosmetzger entgegnete daraus: „Durchlaucht, so lange wir beide leben, giebt es noch Ochsen genug!" Es war dies derselbe wackere Bürgersmann, der bei seiner goldenen Hochzeitsseier den Besuch seines glückwünschenden Landesherrn empfing. Als der Fürst sich bald wieder ent- sernen wollte, meinte der Jubelbräutigam in seliger Gemüth- lichkeit: „Ach bleiben Sie doch noch ein Bischen, Durchlaucht haben ja weiter Nichts zu versäumen!" * Westerland, 15. October. Statistik der Eurzeit I 1 890 der Nordseebäder Westerland und Wenningste dt I auf Sylt. Bäder wurden genommen: a) am Strande 37241 I gegen 46154 im Vorjahre- b) im Warmbadehause 3190 I gegen 4379 im Vorjahre. Das Nordseebad Westerland wurde I besucht von 7139 gegen 7184 Personen im Vorjahre. Das I Nordseebad Wenningstedt wurde besucht von 153 gegen 207 I Personen im Vorjahre. Der gesammte Fremdenbesuch in der Eurzeit 1890 belief sich auf 7292 gegen 7391 Personen I im Vorjahre. Mithin 99 Personen weniger. Schluß der I Eurzeit. * Rappoltsweilcr (Oberelsaß), 14. Octvber. In der I oberhalb des Winzerdorfes Zellenberg gelegenen Wirthschaft I Ackermann hat sich am 10. d. Mts. ein Austritt von un° I glaublicher Rohheit zugetragen. Frau Ackermann, die allein zu Hause war, wurde um 10 Uhr Morgens von einem I auö der Richtung von Bebelnheim hergekornrnenen Individuum I mit einer Axt übersatten und am Kopse verwundet. Die I junge Frau wars sich entschlossen aüs ihren Angreifer und I umfaßt denselben. Beide fielen zu Boden. Ein großer Hof- I Hund, welcher gesehen hatte, wie seine Herrin übersatten wurde, I riß sich von der Kette los und stürzte sich auf den Bandit. I Die Frau konnte sich lvömachen und auf die Straße entfliehen, wo sie verzweifelte Hülferufe ausstieß. Zunächst eilte I ein alter Mann, Namens Rudolf, aus Zellenberg herbei, I welcher einen fürchterlichen Axthieb in den Nacken erhielt, dann I ein junges Mädchen, Frl. Fuchs, das an der Hüfte verwundet I wurde. Endlich kam eine ganze Schaar mit Knüppeln und I Hacken bewaffneter Männer und Frauen an. ES entspann I sich ein erbitterter Kamps, in welchem der Räuber aber die I Oberhand behielt. Schließlich holte der Bruder des Wirthes einen Revolver nnd gab drei Schüsse auf den mit der Axt I wild um sich schlagenden Wütherich ab. Dieser stürzte am I Kops und in die Brust getroffen zu Boden- aber mau hatte I dennoch die größte Mühe ihn zu bewältigen und zu sesseln. I AIS der von Neichenweier herbeigeholte Dr. Herrenschneider I den Verwundeten nach dem Beweggrnnde seines tückischen An- I griffet srug, erwiderte derselbe, er hätte sich vorgenommen gehabt, Jemanden aus Zellenberg ums Leben zu bringen. I JnS AmtSgesängniß nach Kayseröberg abgesührt, gab er an, I daß er Martin Tauchmann heiße, Zimmermann sei, 37 Jahre I alt und auö BischvsSheim im Unterelsaß gebürtig. Tödtliche Wunden haben ihm die Revolverkugeln nicht beigebracht. Frau Ackermann und Frl. Fuchö sind ebenfalls verhältnißmäßig I leicht verwundet. Der arme Rudolf hingegen ist schwer, I vielleicht tödtlich, verletzt. __________________ * Wald-Michelbach, 15. October. Die Wohnungsfrage. Die vielgerühmten Annehmlichkeiten der Landlehrer im Gegensatz zu ihren städtischen Eollcgen werden durch nachstehende Thatsache tresslich illnstrirt. Der verheirathete Lehrer Otto dahier erhielt kürzlich daö Decrct seiner Versetzung nach Froschhausen bei Seligenstadt. Obwohl diese Gemeinde ziem- Ikli groß ist und drei Schulklassen hat, ist daselbst, wie Herr SBiirgcrmeiflcr Lornmel von Froschhausen dem Lehrer Otto amtlich bescheinigte, für einen verheiratheten Lehrer keine Privatwohnung zu beschaffen. Die Versetzung dürste unter diesen Umständen rückgängig gemacht werden. * Zur Beseitigung der Martern beim lobten der Schlachtthiere wird folgender, von einer großen Anzahl allen Berns«, ständen nnd Eonsessionen angehörenden Männern auö allen deutschen Gauen unterzeichneter (auö unserem Großherzogthnm finden wir darunter die Namen Wirkt. Geheinierath, Ober- eonsistortalpräsident Dr. Goldmann Exz., Oberlandeögerichtö- Präsident Görz, Provinzialdireetor Frhr. v. Gagcrn nnd Frhr. Heyl zu herrnöheiin) Attsrus und Bitte veröffentlicht: „Die Gesittung der Menschen nnd die wahre Religiosität erweist sich sletö auch durch eine barmherzige Be- Handlung der Thiere. Daö Jnölebentreten der Thierschntz. Vereine hängt innig zusainmen mit allen anderen humanen provinsiclles* M Diebach a. Haag, 16. October. Unter großer Betheiligung auö Nah und Fern wurde heute Herr Beigeordneter Gerth zu Grabe getragen. Er büßte in tragischer Weise das Leben ein. In seinem Hose bei einem Gespanne be- schästigt, rannte ein fremdes Schwein zum Thore herein, die Zngthiere wurden scheu, rissen den Verblichenen zu Boden, dieser stürzte auf das Hinterhaupt, die Thiere gingen über ihn weg, und der Unglückliche wurde in schrecklicher Weise verwundet. Alle angewandte ärztliche Kunst war vergeblich. Der Verstorbene war im Porigen Jahre zum zweiten Male zum Beigeordneten gewählt worden- er war ein braver gediegener Mann, der sich der allgemeinsten Achtung seiner Mitbürger erfreute. AusOberhessen, 12. October. Interessante Häuserin sehr ist en. Vor mehreren Monaten brachte Ihre Zeitung verschiedene, ungemein interessante Häuserinschristen, von denen etliche aus dem ehemaligen .Kurhessen, die übrigen — wenn ich mich recht erinnere — aus unserer Provinz Oberhessen stammen. Durch diese Proben angeregt, habe ich eine Reihe von Dörsern und Städtchen durchforscht und eine ganz hübsche Sammlung von Häuserinschristen gefunden, von denen ich einige hier folgen (affen will. Ich beginne mit dem an der Bahnlinie Gleßen-Gelnhanfen gelegenen freundlichen Dorfe Ober-Widdersheim. Auf einem stell ansteigenden Hügel liegt daö in diesem Sommer srisch reftaurirte, hell angestrichene in die Ferne leuchtet. Das Kirchlein ist aller Theile zu einem einheitlichen Kunstwerke, genaue Berücksichtigung aller Zweige des deutschen Eultur- und Geisteslebens, seines Ver- ftändniß für volkswirthschaftliche Fragen, warme deutsche Gesinnung, markige und anschauliche Sprache kommen auch in den letzten Heften zur erfreulichen Erscheinung. Damit der spätere feindliche Dualismus zwischen Oesterreich und Preußen voll verständlich werde, beginnt der Abschnitt mit einer äußerst lichtvollen Schilderung der Regierung des Großen Kurfürsten, besonders auch seiner epochemachenden inneren Politik, wozu die zerfahrene Verwaltung der habsburgischen Lande in scharfen Gegensatz tritt. Weiterhin fesselt besonders die formvollendete Darstellung des Zeitalters Friedrichs des Großen; daran schließt sich eine umfassende Schilderung der Zustände in allen deutschen Landschaften, der Bildung und VolkSwirthschaft, der Dichtkunst und Wissenschaft, der bildenden Künste, der politischen Anschauungen, wie sie sich zeigten, bevor diese Dinge durch die Folgen der französischen Revolution und durch die Napoleonische Fremdherrschaft eine gründliche Umbildung erfuhren. Eine herrliche Erbauungsstunde gewährt die Lectüre der Schilderung der deutschen Erhebung und der Freiheits- Kriege. Auch durch die Wirren der folgenden Jahrzehnte ist uns Kaemmel ein einsichtiger und lichtverbreitender Führer. Am Eingänge der letzten Periode „Die deutschen Einheitskriege und die Gründung des neuen Reiches 1858—1871" steht die wunderbare Eharakteristik Wilhelm« I., am Ende eine gedankenschwere Betrachtung über des Reiches Zukunft. Kaemmels „Deutsche Geschichte" (Preis in Prachtband 16 Mark) ist ein Volksbuch in des Wortes edelster Bedeutung; es eignet sich wie kein anderes Geschichtswerk zu einem Geschenke von unvergänglichem Werthe als echt deutsches Familienbuch. — Das neue Quartal der »Gartenlaube", das letzte des laufenden Jahrganges, bringt den Lesern eine besonders willkommene Gabe. Seit die Marlitt die Feder niedergelegt, hat keine Schriftstellerin es so verstanden, die entstandene Lücke auszufüllen und sich die unbeschränkte Gunst der Leserwelt zuzuwenden, wie die Heimburg. Und so ist denn auch eine Erzählung von der Heimburg immer ein Ereigniß in^der Schaar der Abonnenten und darüber hinaus. Die neue Novelle, die in Nr. 40 zu erscheinen beginnt, führt den Titel „Auf schwankem Boden" und der sich andeutende Conflict beruht darauf, daß ein junges begabtes Mädchen sich vom sicheren Grund der Familie loslöst und auf den „schwanken Boden" der Theater- weit begibt. Der feingestimmte Ton der Erzählung, die Wärme und Tiefe der Empfindung, die, man möchte fast sagen, aus jedem Worte spricht, daö alles gewinnt gleich wieder von vornherein. Wir freuen uns von Herzen über dieses neueste Erzeugniß der Heimburg'schen Muse und wünschen der hochverehrten Verfasserin eine dauernde Kräftigung ihrer angegriffenen Gesundheit, damit sie noch lange fortfahren könne, die Wett mit den köstlichen Blüthen ihres Talents zu erfreuen. — Der Herbstwind rüttelt die Bäume und die dürren Blätter rauschen zu unseren Fußen und rufen unS die Botschaft zu: der Sommer ist dahin und mit eiligen Schritten kommt der weißbärtige Winter daher gegangen. Puh, schüttelt sich manch Einer, der schon im Vorau« friert, dieser langweilige Winter! — Aber der Mann hat gar nicht recht, denn hinter der rauben Außenseite verbirgt sich auch bei dem Winter ein warmes Herz, man muß es nur zu finden wissen. Wie gemüthlich sitzt sich« da nicht in der Stammkneipe am Scattisch und wie viel gemüthlicher nicht noch daheim im behaglichen Familienkreis, wo Jeder sich seiner Beschäftigung hingibt oder der Hausvater zu dem Gelingen der weiblichen Handarbeiten sein Theil beiträgt, indem er etwa? Hübsches vortiest. Aber da heißts: erst etwas Schönes haben, daran alle sich erfreuen. Nun, wir wollen einen Fingerzeig geben. Wozu wären denn die Familienzeitschriften ba? Rauscht draußen der Herbstwind in den dürren Blättern, so leben um so mehr unsere. Unterhaltungsblätter auf und gehen mit frischem Winde in die Winterzeit hinein, wohlausgerüstet mit vielem Schönen. Wir haben dabei besonders »SchorerS ftamilienWatt* tm Auge, welches in immer steigendem Maße sich unsere Sympathie erobert und heute zu den bestredigirten Zeitschriften der Welt gehört. Hat es doch auf der Weltausstellung zu Melbourne für seine literarischen und künstlerischen Leistungen den ersten Preis bekommen. Für diese Wintersaison stellt es seinen Lesern wieder viel reichen Genuß in Aussicht. Vor uns liegt das erste Hefi der schönen Salon-Ausgabe in Octavformat und wir sind erstaunt über die Fülle vorzüglicher Beiträge, die darin enthalten. Wir heben besonders hervor: „Künstlerblut", Roman von H. Schobert; Der erste Schultag, Erzählung von M. z. Megede. „Der Gast". Ein Bild aus dem Theaterleben von Julius Freund. „Schipka", Novelle von Nataly v. Eschstruth. „Lang, lang ists her," Novelle von M. Taunus. — An Illustrationen ist daS Heft sehr reich und sei besonders erwähnt: „Der Traum des Abiturienten" von A. Oberländer, und „Es ist schwer, gegen den Strom zu schwimmen" von demselben. Portratt Ad. Oberländers von Franz von Lenbach. Wir erwähnen noch als besondere Etgenthümltchkett von „Schorers Familienblatt" den graphologischen Briefkasten, eine Einrichtung, welche die weitgehendste Beachtung verdient. In geradezu verblüffender Weise sagt der Gra- pholog auö der Handschrift Jedem, der es will, die Wahrheit über seinen Eharacter. Abonnenten können für 1 JK, Nichtabonnenten für 4 JL ihre Schrift analystren und ihr Herz erforschen lassen, auch wohl über eines Andern Eharacter sich unterrichten. — Wir empfehlen „Schorers Familienblatt" als die unterhaltendste und vielseitigste Zeitschrift und zwar besonders die in jährlich 14 starken Heften A 75 erscheinende Salon-Ausgabe. Anno Omni 1576 JounnoB Oholius W. F. F. NoHtrum Opus ut luudi Horviat omno timo. (Unsere Arbeit möge Deinem Lobe dienen.) DaS Haus Ist von Stein erbaut, zeigt an ThÜren und Fenstern gvthifche Formen und scheint das ehemalige ArntS- hauS gewesen zu fein. Verhältnißmäßig reich an Inschriften ist daö kleine Dorf Vllliugen, an der Bahnlinie Hungen Laubach gelegen. Ick habe dort zwei Inschriften notirt, eö gibt aber deren mehrere. Die erste Inschrift (vertiefte Steinschrift) lautet: Dieses HauS steht in Gottes Hand, Gott bewahre eS.vor Jeuerbrand; ** Er segne unseren Eingang und AuSgang. Die zweite Inschrift befindet sich an einem Hause, das durch feine schöne Holzconstructlvn sofort in die Augen leuchtet. Die Balken sind mit Röthelsarbe hervorgehobeu. Die Balkenlage zwischen dem ersten und zweiten Stock trägt eine vertiefte Inschrift, welche durch weiße Oelsarbe hervorgehoben wird und folgendermaßen lautet: Diese« Hau« steht in Gottes Hand, Gott bewahre dessen Einwohner vor Sünd und Schänd, Damit er seinen Segen In diese« Hau« möge legen. (1787.) Durch Gotte« Hand und Hüls erbaut Dem Schutz des Höchsten anvertraut Heil unter dessen Gnadenschein, Da« ganze Hau« kann sicher sein. Villingen, 13 Mär» 1787. Drrfctye. u*ö I»o4f«n>i»tbfah — Aufbewahrung der Georginenkrrollen. Nachdem die oberirdischen Stengel dicht über der Erve abgeschnitten sind, werden die Knollen sorgfältig aus der Erde genommen und von der anhaftenden Erde befreit, hieraus an einen frostfreien Ort gebracht und über zwei Latten so gelegt, daß die Stengelreste nach unten zwischen den Latten zu hängen kommen. Auf diese Weise verlieren die Knollen einen großen Theil ihrer Feuchtigkeit, wodurch sie vor Fäulniß geschützter werden. Nach einigen Wochen kann man die Knollen zusammen an einen trockenen Ort bringen. Mey'S Stoffkragen, Manschetten und Vorhemdchea, au« starkem pergamcntähnltchen Papier gefertigt und mit letneu- ähnlichem Webstoff überzogen, sehen ganz wie Leinenwäsche aus. Mey'S Stoffkragen übertreffen die Leinenkragen dadurch, daß sie niemals kratzen oder reiben, wie cs schlecht gebügelte Leinenkragen stets tinin. „ Mey'S Stoffwäsche steht in Bezug auf Schnitt und bequemes Passen trotz außerordentlicher Billigkeit unerreicht da. Sie kostet kaum mehr als da« Waschlohn leinener Wäsche und beseitigt doch sowohl alle Differenzen mit der Wäscherin, alS auch den Aerger der Hausfrau über die beim Waschen oder Plätten verdorbene Letnen- wäsche. Mey'S Stoffkragen find ganz besonders practisch für Knaben jeden Atter«. Auf Reise« ist Mey'S StoffwLsche die bequemste, weil bei ihr da« Mrtrüb en her benutzten Wasche fortfällt. Mey'S Stoffwäsche wird fast in jeder Stadt von durch Plakate kenntlichen Geschäften verkauft, welche auch von Zeit zu Zeit durch Annoncen in dieser Zeitung namhaft gemacht werden. Sollten dem Leser diese Verkaufsstellen unbekannt sein, so wolle er sich an daS Versandt Geschäft Mey & Gdlich in Leipzig Plagwih wer,den, welche« auf Verlangen auch bas PrctSverrerchnrß über Mey'S Ltoff- Wäsche unberechnet und portofrei versendet. 7188 'S*«**,’S io. **>«' SÄ*? Br» jorbfiwn auf Vormittags vor dem untern Termin anberaumt. 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October 1890. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. hierzu eingeladen. Dors-Gill, am 13. October 1890. Der Vorstand der Waffergenoffenschast Dorf-Gill. Kuhl, Bürgermeister. Zacke, Farben, M" Materialwaaren, Specialität: Drogerie. Z,ßbl,bkI»Ilstriche. Ausverkauf von Polstermöbeln. Wegen Bauveränderung meines Lagers gebe ich 16 eomplete Polstergarnituren, sowie 30 St. Sopha und Divan in modernster und solider Ausführung in Seide-, Frise-, Plüsch- und Gobelinstoffen, sowie mehrere Speise- und Schlafzimmereinrichtungen in Eichen und Nußbaum zu FabrikationSpreisen ab. [7640 Möbelfabrik von Carl Ttückrath, Asterweg 47. Schaaf, Giessen Seitenweg Nr. 39. ___ Doppelt kohlens. Natron 24,38029 Chlornatrium . . . 11,98433 Doppelt kohlens. Lithion 0,19981 Schwefelsaures Natron 4,24915 Kohlensäure, ar. die Salze gebundene und völlig freie zus. 8,45243 In 10000 Ge w.’Iheücn 11. Analyse 2 Fritz Nowack, Seltersweg. • Ausstattungsgeschäft u. 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