1890 Samstag den 19. IM Rr. 165 Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger Amts- uttb Anzrigeblatt für den Nveis Gieren. chratisöeitage: Gießener Kamikienötätter Amtlicher Theil. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den 'olgenden Tag erscheinenden Nummer bis Sonn. 10 Uhr. Die Gießener IsmitienblLlter wetbm dem Anzeiger »Lchentlich dreimal beigelegt. Der Lietzener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. — Fürst Bismarck gedenkt sich kurz nach dem 20. d. M. von Friedrichsruhe zunächst nach seinem Stammgute Schönhausen zu begeben, welches er längere Zeit nicht mehr gesehen hat. Ueber die ferneren Reisedispositionen des Fürsten Bismarck ist noch nichts Näheres bekannt. — Die Krankheit des Reichscommissars v. Wißmann macht es immer unwahrscheinlicher, daß derselbe innerhalb einer gewissen Zeit nach Ostasrika zurückkehrt und wird daher, sicherem Vernehmen nach, Premierlieutenant v. Gravenreuth, der ja schon bislang die rechte Hand Herrn v. Wißmanns war, die Stellvertretung desselben übernehmen. Herr v. Gravenreuth beabsichtigt, schon in nächster Zeit die Rückreise nach Ostafrika anzutreten. Die bekannte sreimüthige Kritik, welche Herr v. Gravenreuth an dem deutsch-englischen Vertrage ausübte, scheint also seiner dienstlichen Stellung durchaus nichts geschadet zu haben. — Ueber eine angeblich im August oder September bevorstehende Zusammenkunft des Reichskanzlers v. Caprivi mit dem Leiter der auswärtigen Politik Oesterreich-Ungarns, dem Grasen Kalnoky laufen die wiedersprechendsten Nachrichten um. Alle diese Meldungen sind daher mit Vorsicht auszunehmen, obwohl ja ein Zusammentreffen zwischen Herrn v. Caprivi und dem Grasen Kalnoky sehr wahrscheinlich ist. Alle Annoncm-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Derstsctzes Reicy. nn. Darmstadt, 17. Juli. Se. Königl. Hoheit der Großherzog.traf gestern Vormittag von Schloß Wolfsgarten dahier ein und übernachtete im Großherzoglichen Schlosse. Heute Morgen früh begab sich derselbe zu Pferde auf den Griesheimer Schießplatz, um dem vor dem commandirenden General des XI. Armee-Corps stattfindenden Versuchsschießen mit neuen Granaten beizuwohnen. Berlin, 17. Juli. Mehr und mehr macht sich der Einfluß der sommerlichen Ruhepause in der innern Politik geltend und immer geringer wird darum auch die Ausbeute 'an nur einigermaßen wichtigeren Nachrichten aus diesem Gebiete. Begreiflich erscheint es daher, wenn in einer solchen Zeit politischer Ebbe manchen Vorgängen ein größeres Interesse entgegengebracht wird, als dies vielleicht unter andern Verhältnissen der Fall wäre. Dies gilt besonders von der im Wahlkreise Kaiserslautern - Kirchheimbolanden bevorstehenden Reichstagsersatzwahl, zu welcher sich die verschiedenen Parteien aus allen Kräften rüsten, um das durch die Ernennung des Herrn Dr. Miquel zum preußischen Finanzminister sreige- wordene Mandat zu erringen. Die Wahlbewegung nimmt, was die Aufstellung der Candidaturen anbelangt, den vorauszusehenden Gang, denn die Demokraten des genannten Wahlkreises candidiren wieder ihren alten Führer, Herrn Grohe- Hambach, für den auch die Freisinnigen gleich im ersten Wahlgange stimmen wollen, während die Socialdemokraten wiederum mit eigenem Candidaten vorgehen. Die Centrumspartei scheint noch nicht schlüssig zu sein, ob sie sich den Luxus einer eigenen Candidatur gestatten oder gleich für Grohö stimmen soll und die Conservativen endlich haben Wahlenthaltung beschlossen. Höchst wahrscheinlich wird es zu einer engeren Entscheidung zwischen dem nationalliberalen Candidaten, Herrn Brunck, und dem demokratischen Candidaten kommen, bei welcher die Aussichten des letzteren offenbar die günstigeren sind. Netteste Nachrichten. WolffS telegraphisches Correspondenz-Bureau. Aachen, 17. Juli. Dem Vernehmen nach hat die Mehrzahl der Arbeiter an der neuen Eisenbahn Herzogenrath-Nordstern wegen niedriger Löhne die Arbeit eingestellt. Zürich, 17. Juli. Die Todtenfeier Kellers, der bekanntlich die Verbrennung seiner Leiche angeordnet hat, erfolgt auf Kosten der Stadt Zürich. Zur Theitnahme an der Feier sind zahlreiche Abordnungen aller Cantone eingetroffen ; der Bundesrath ordnete den Bundeskanzler Ringier ab. Dem Vernehmen nach hinterläßt Keller mehrere unvollendete Werke, sein Vermögen hat er dem Winkelriedfond zu Gunsten der Hinterlassenen verunglückter Soldaten vermacht. Wien, 17. Juli. Einen Artikel des montenegrinischen Blattes „Glas Crnagorza" über die Zurückweisung serbischer Schweine und Getreides an der ungarischen Grenze sowie über das Verhalten der österreichisch-ungarischen Regierung keinen Antheil habe- ich werde zu ihm zurückkehren, müßte ich mir auch in dem fremden Lande das Geld für die Fahrt mit meiner Hände Arbeit verdienen." „Wenn Du wieder zu Deinem Vater willst, so kann ich Dir das freilich nicht verwehren," erwiderte er mit großem Gleichmurhe, „nur möchte ich Dir bemerken, daß es für ein einzelnes Mädchen keine so leichte Sache ist, das Geld für die Reise zusammenzubringen. Du wirst also besser daran thun, wenn Du Dich mit mir zu halten suchst, denn Du weißt, daß ich Dich ganz gut leiden kann, Kleine, und wenn Du nur einigermaßen verständig bist, sollst Du es nicht schlecht bei mir haben. Aber geht denn die Geschichte noch immer nicht voran?" sagte er mit einem Male heftig, ohne sich an das vor Empörung leichenblaß gewordene Gesicht seiner Begleiterin im Mindesten zu kehren. „Das wird ja ganz infam spät, bis wir abreisen. Es wird doch wohl nichts Besonderes geschehen sein!" „Sie allein sind die Ursache, daß die Abreise noch nicht stattgesunden hat, Herr Emil Müller!" sagte in diesem Augenblicke eine tiefe Stimme zu dem ersteren, während eine Hand sich schwer aus seine Schulter legte. Emil fuhr bei dieser Anrede zusammen und drehte sich rasch um und auch Sophie hatte unwillkürlich dasselbe ge- than. Vor sich erblickte sie drei ernste Männer, darunter einen stattlichen Herrn von etwa fünfzig Jahren, der sie mit unbeschreiblichem, schmerzlichem und dabei doch unendlich zärtlichem Ausdruck betrachtete. Einen leisen Schrei stieß sie bei diesem Anblicke aus, und sie wäre unfehlbar zusammengebrochen, wenn nicht der alte Herr rasch herbeigeeilt wäre und sie in seinen Armen ausgefangen hätte. Während er zwischen den ehrerbietig zurückweichenden Passagieren hindurch seine Last von dem Schiffe weg und nach dem festen Lande trug, beschäftigten sich die beiden anderen Männer mit Emil, der keinen Blutstropfen mehr im Gesichte hatte und an allen Gliedern bebte. „Sie heißen Emil Müller?" srug ihn der eine, der ihn am Handgelenk gepackt hatte und dasselbe mit eiserner Kraft umschlungen hielt. . Gießen, am 15. Juli 1890. Betr.: Die allgemeine Bauordnung für das Großherzogthum Hessen, II. Theil, bearbeitet von F. Pfaff, Rechtsanwalt in Darmstadt. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an Großh. Polizeiamt Gießen und die Großh» Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Wir machen Sie darauf aufmerksam, daß in dem Verlage von I. Diem er in Mainz ein 2. Th eil des Werkes: Die allgemeine Bauordnung für das Großherzogthum Hessen, bearbeitet von F. Pfaff in Darmstadt, erschienen ist. Dieser Theil enthält die Gesetzes- und Verordnungs-Novellen, Mini- sterialausschreiben, die hauptsächlichsten neueren Local-Baustatuten und -Polizeireglements nebst einer tabellarischen Ueber- ficht und einem ausführlichen Sachregister. Laut Mittheilung der Verlagsbuchhandlung beträgt der Preis pro Exemplar bis zum 1. Januar 1891: 3 «X 50 von da an 4 Wir empfehlen Ihnen die Anschaffung dieses Werkes mit dem An fügen, daß wir bereit sind, bis zum 1. August d. I. einlausende Bestellungen zu vermitteln. v. Gagern. Der Verbrecher vermochte als Antwort nur mit dem Kopse zu nicken. „In diesem Falle verhaften wir Sie," fuhr der erstere fort, „wir sind Beamte der geheimen Polizei." Ein unheimliches Knacken ließ sich hören und gleich darauf schritt Emil Müller mit zu Boden gesenkten Augen und schlotternden Knieen zwischen den beiden Polizisten dem Ufer zu. Kaum hatten sie das Ufer betreten, als abermals die Dampfpseife sich hören ließ. In einem Nu waren die Taue gelöst, ein Rauschen und Wühlen im Wasser begann am Hintertheile des Schiffes und stolz und majestätisch fuhr der „Westerland" der Mitte des Stromes zu, während die Auswanderer aus ihm ein lautes und fröhliches Hurrah ausstießen. Zwei Tage später saßen in einem Coupe 1. Klasse des von Antwerpen nach Deutschland fahrenden Schnellzugs ein älterer Herr und ein junges Mädchen allein zusammen. Das letztere sah sehr blaß und angegriffen aus uud mit zärtlicher Besorgniß ließ der erstere häufig seine Blicke auf dem feinen bleichen Gesichte ruhen. Aber seine Gefährtin schien diese Blicke überhaupt nicht zu bemerken. Theilnahmlos starrte sie hinaus aus das im Fluge an ihr vorüberziehende landschaftliche Bild, wobei ihre Miene einen immer schmerzlicheren, zuletzt saft verzweifelten Ausdruck annahm. „Kind, was ist Dir nur ?" frug er mit wirklicher Angst, indem er seinen Arm um sie schlang. „Kannst Du denn wirklich jenen unglückseligen Menschen noch immer nicht vergessen, kannst Du nach dem Vorgefallenen denselben in der That Aoch lieben?" Statt aller Antwort warf sie sich stürmisch an seine Brust und verbarg schluchzend ihr Haupt an derselben. „O, guter, bester Vater," stammelte sie endlich, „Du bist noch immer so unendlich gütig gegen mich, aber gerade der Gedanke, daß ich diese Güte nicht verdient habe, der drückt mich mit fürchterlicher Gewalt zu Boden. Jenen Menschen verachte und verabscheue ich heute, nur mit tiefstem Entsetzen Vierteljähriger Abonnementspreisr 2 Mark 20 Pfg. mH Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redactton, Expedittov nnd Druckerei: Schrrlstraße Ar.1. Fernsprecher 51. Bekanntmachung. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der Großh. Bürgermeister Friedrich Klinkel von Ruttershausen zum OrtsgerichtSvorfteher und Stande sbeawteu ernannt und diesen Eigenschaften verpflichtet worden ist. Gießen, den 16. Juli 1890. Grobherzogliches Amtsgericht. Fresenius. Gießen, am 15. Juli 1890. Betr.: Verminderung der rabenartigen Vögel und der Eichhörnchen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen au die Grotzh. Bürgermeistereien des Kreises. Soweit Sie unseren Verfügungen vom 23. und vom 30. April l. I. — Kreisblätter Nr. 95 und 101 — noch nicht nachgekommen sind, erinnern wir Sie an Erledigung binnen 8 Tagen. v. Gagern. Bekanntmachung. Zu Ebsdorf, Kreis Marburg, ist in zwei Gehöften Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. Gießen, den 16. Juli 1890. > Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Feuilleton. Eine einfache Geschichte. Von G. Slruder. (Schluß.) „Gott sei Dank, endlich geht die Reise vor sich," ries Emil aus, in dessen Augen es lriumphirend aufleuchtete und dessen Brust wie von einer schweren Last befreit sich hob, „endlich sind wir aus jeder Gefahr und können sorglos mit dem Gelde Deines guten Vaters ein munteres Leben führen. Komm, gib mir einen Kuß, mein Schatz, und dann gehen wir in die Cajüte und trinken ein Glas guten Wein aus die Gesundheit des Herrn Steiner, dessen Schätze uns diese fröhliche Reise ermöglichten." „Emil, was sollen diese Worte bedeuten?" frug Sophie entsetzt, indem sie ihn mit weit ausgerissenen Augen anstarrte. „Du sagtest mir doch, daß Du so viel erspart hättest, um uns drüben eine Existenz begründen zu können." „Erspart habe ich freilich einiges Geld," lautete die von einem lauten, höhnischen Lachen begleitete Antwort, „aber da man mit sünszigtausend Mark schon eher sich eine Existenz gründen kann, als mit fünfhundert, so war ich so frei, den fehlenden Betrag aus der Kasse Deines Vaters zu entnehmen. Mache Dir hierüber weiter keine Sorgen, mein Engel, denn Dein Vater kann das Geld leichter verschmerzen als wir, und außerdem warst Du mir ja auch zur Erlangung jener Summe insofern behilflich, als Du mir den Schlüssel zu der Kasse zu verschaffen wußtest, in der ich etwas Wichtiges nachzusehen hatte, wie ich Dir damals mit sehr schönen und wohlerdachten Gründen begreiflich machte." „So bist Du also ein Dieb, ein Verbrecher!" brachte das junge Mädchen kaum hörbar hervor. „O, Gott, und erst in dieser Stunde kommt mir diese Erkenntniß, wo ich nicht mehr von dem Schiffe fortkommen kann! Aber jetzt kann ich nicht mehr bei Dir bleiben, ich muß zurück zu meinem Vater, um seine Verzeihung mir aus den Knieen zu erflehen und ihm wenigstens zu sagen, daß ich an jenem Verbrechen KtS.: ■t Arnsburg. ■■ md di! Fahrscheine präcis Der F-Hyrek für eine J Pfg. Der Vorstand. '"«7»-spr.ch«n- ^°dn>!«Raainab "Kommando. ,£ ,*9 vdk irten. |uft: i-Concerl Stttitt mit dem Piston- iS btt NlseHm Kllpck, Dtrtn E Krauste. Sbaüitt (3hiboW Nch- jj Pfg. sMS ..SW. • - 8930 7820 73-80 40250 209$ 162.50 139 20 40 00 163.80 14170 83 i» * VS ■' habr ich mich entschloßen, an) mcrde ich w'gen oorgerMr v- Jornrtfi reicht, für die Halste un» m - Samirtn M" £>utennn> c6 ««• t, d" «Th. Hasch Milg durch den Hos. rauche In Glessen, xn deMn Fabriken. - Mchlmg m ;0 Pffl. an. 2” ■•«gSS «■’S? SyS** W , 1l(ii 189° 1- ™ 220-40 19500 100 erloosM ssr rf- 6r»**6e 9' rjie6enjuJ*.—- anläßlich der Aushebung des Salzmonopols in Serbien richtigstellend, sagt das „Fremdenblatt" gegenüber dem Wunsche des „Glas Crnagorza", dieses Ungemach möge die Serben ihre häuslichen Zwistigkeiten vergessen und allesammt zur Vertheidigung ihres Herdes vereinigen lassen- die Consolidirung der serbischen Verhältnisse entspreche den Wünschen und Interessen Oesterreichs, denn sie böten eine Gewähr für die Erhaltung und Pflege guter nachbarlicher Beziehungen, welche durch Parteileidenschaften sehr erschwert seien. Paris, 17. Juli. Der deutsche Botschafter Graf Münster ist nach London abgereist. — Den Morgenblättern zufolge befürwortete der höhere Handelsrath eine Herabsetzung der Taxen des Durchgangstarifs. London, 17. Juli. Der „Times" wird aus Buenos Ayres über den Aus st and der Salpeterarbeiter in Chile gemeldet: Da die Truppen von Antofagasta nach Jquique abrückten, erzwangen die Aufständischen in Antofagasta von den wehrlosen Arbeitgebern eine Lohnerhöhung. London, 17. Juli. Unterhaus. Smith erklärte, er werde die zweite Lesung der Helgolandbill nicht vor nächsten Donnerstag, vielleicht erst später, beantragen. Die Verhandlungen mit Frankreich betreffs Zanzibar würden beiderseits durchaus in freundlichem Sinne geführt- er könne zwar nicht versprechen, daß darüber schon gelegentlich der zweiten Lesung der Helgolandbill eine Erklärung thunlich sei, doch werde jede Information, welche ohne Nachtheile für die Staatsinteressen ertheilt werden könne, gemacht werden. Fergusson erklärte, der Regierung sei keine Mitteilung darüber zugegangen, daß Harrison geäußert hätte, er halte es sür die Pflicht der Unionstaaten, die englischen Seehundsfischer im Behringsmeere künftighin summarisch zu behandeln. — Die Vorlagen betr. die Volkszählung in England, Irland und Schottland wurden in erster Lesung angenommen. Kopenhagen, 17. Juli. Die Erbprinzessin-Wittwe von Anhalt reiste heute Morgen via Gjedser ab. Das Königspaar geleitete sie bis zum Bahnhof. Kopenhagen, 17. Juli. Die Mannschaften der acht dänischen Dampfer, welche am letzten Samstag in Newcastle bei den dortigen Arbeiterunruhen die Ladungen selbst ge- löscht haben, erhielten von den betreffenden Rhedereien tausend Kronen. * Nordsfjordeid, 17. Juli. Der Kaiser ist gestern Abend um 6 Uhr von einem achtstündigen Ausflug nach dem Brix- dalgletscher unter strömendem Regen im besten Wohlsein an Bord des „Hohenzollern" zurückgekehrt. Brussel, 17. Juli. Dem „Journal de Bruxelles" zu- : tge spricht sich der Bericht Nothombs über die Congo- : orlage lebhaft für die Fortführung des afrikanischen Unternehmens aus und nimmt die eventuelle Uebernahme des ongostaates durch Belgien in Aussicht- der Bericht führt weiter aus, daß die Vorlage die Interessen des Landes sicherstelle, und weist bestimmt nach, daß die Vorlage keinesfalls das Land verpflichte- er legt alle Vortheile dar, welche Belgien aus der Uebernahme des Congoftaates erwachsen würden. Rom, 17. Juli. Der Senat genehmigte den Gesetzentwurf betreffend die Maßregeln zu Gunsten der Stadt Rom in der Fassung der Deputirtenkammer und vertagte sich sodann. Rom, 17. Juli. Der König empfing Casati. Neapel, 17. Juli. Hassan, der Gefährte Emms, ist hier angekommen. Sofia, 17. Juli. Die Regierung ordnete gegen Provenienzen aus Spanien Quarantäne in Burgas, Varna und Baltschik an. In Küstendil haben vorgestern Wolkenbrüche beträchtliche Schäden angerichtet. Konstantinopel, 17. Juli. Der „Agence de Constanti- nople" zusolge hätte die Cholera-Epidemie in Kleinasien gegen den Wansee in der Richtung aus Diarbekir Fortschritte gemacht. Die türkischen Behörden träfen verschärfte Vorsichtsmaßregeln. kann ich daran denken, in welchen Abgrund er mich beinahe gerissen hätte, wenn Du mir nicht zur rechten Zeit zur Hilfe gekommen wärest. Vater, mein guter, treuer Vater, kannst Du mir jemals vergeben, was ich an Dir verbrochen, wärest Du im Stande, von ganzem Herzen Deinem Kinde zu verzeihen, wenn ich Dir bei dem Andenken meiner Mutter aufs Heiligste versichere, daß kein Mahel auf meiner Ehre ruht und daß es nur durch die listigsten Vorspiegelungen und durch die feste Versicherung, daß Dein Segen uns nicht ausbleiben würde, dem Schändlichen gelungen ist, mich zur Flucht mit ihm zu bewegen?" Der alte Herr wischte sich eine Thräne der Rührung aus den Augen. Inniger preßte er seine Tochter an sich und erwiderte mit bewegter Stimme: „Bestraft bist Du schwer genug durch die bittere Erfahrung, welche Du gemacht hast. Wo aber das eigene Kind so hart gebüßt hat und noch leidet, da kann das Herz des Vaters nur mehr verzeihen. Die Liebe der Eltern'ist eine grenzenlose, sie dulden unsäglich, wenn sie sehen, wie ihr Kind aus Irrwege geräth, und daher sind sie auch nicht im Stande, dem reuig zu ihnen zurückkehrenden ihre Verzeihung zu verweigern. Doppelt theuer bist Du mir in Zukunft, meine Sophie, da ich Dich beinahe verloren, aber noch rechtzeitig wiedergefunden habe- Du dagegen wirst die Liebe Deines Vaters von jetzt an um so mehr zu schätzen wissen, als Du es kennen gelernt hast, wie trügerisch und haltlos zuweilen dasjenige im Leben zu sein pflegt, was man mit dem Namen „Liebe" bezeichnet, welches aber häufig nichts als eine selbstsüchtige Leidenschaft ist oder anderen Absichten als Deckmantel dient." Sophie, die ihre Augen zu ihm emporgehoben hatte und seinen Kuß auf ihrer Stirn verspürte, konnte nicht sprechen. Aber der verklärte Ausdruck auf ihrem Gesichte sowohl wie aus demjenigen des Herrn Steiner verrieth, daß auch die Herzen von Vater und Kind sich verstanden und wieder- gesunden hatten. £o.Ä\ D-r D ysss Mit innerer GenugthM feit des Landtags und i Men Gebiete, H* Men Enquete, bei welch aufs Entschiedenste dem der Erhöhung der staa und der weiteren Eutw lasten aus den Staat. Herabsetzung der 5tem: Jnventarien und Hypot! begrüßt werden. Die i die höheren Lehranstalten gesunden. Die Qtbuw -Besoldung der Bollssch' Beitragstzslicht der Gen Früchte nagen. Die Unterstützung der lau Werkerschulen, welche i Ausdruck gebracht wer bürfniffe zu befriedig ftandes beizutragen, die reichen Bewilligung wichtigen Nebenbahnen mit gerechtem Stolze hi großes Feld der Segnr Änntöia Der sich im Schlachthc Äalbamienbünger soll Dienstag den 22 Vormittags 1- w Schlachthos vecheige Gießen, dm 18. Juli Grodh. Argerrneisie Gnauth BelamtW ÄX?“; "dbm n* Mim Montag ben z, «n Ort und ©teile w| ®*, ta 18. J ®r* Mrgemejgj ~ örn 16 f»l auf Äff“»8 41 geb. r-wan Nur iv ^tr ?Mgasse, .Verstejjk 6033 4»: zu erscheinen. 6035 M 4010] Mn -rotzer Oleander und zwei grobe Zeigen-BLnme zu ver- 1 kaufen. Wo t sagt die «xped. >• Bl. Verkaufsstelle Giessen: Hell» Wallach, Markt 8. I Goldene Medaille. Silberne Medaille. Adolf Felchner, akademisch er Musikdirector. Unentbehrliches Schutzmittel. Verhütet Ansteckung 6041] Eine Parthie Reale billig abzugeben bei „ „ c «rünevaum, Sonnenstraße 5. Höchste Auszeichnung Cöln 1889 Ssmstsg den 2. August, I Nachmittags 4 Uhr, I sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den Heinrich Gchieferstein Eheleuten in Gießen und Wilhelm Walter Eheleuten daselbst gehörigen, in der Gemarkung Gießen gelegenen Immobilien: Flur 40 Nr. 1613/io — 691 Meter Hof- raithe im Gartfeld bei der Stadtmühle, Flur 40 Nr. 162Vio — 2163 Meter Acker daselbst öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 19. Juni 1890. Großherzogltches Ortsgericht Gießen. 8Vjt. 5270 Bekanntmachung. Der sich im Schlachthaus ergebende Kaldaunendünger soll Dienstag den 22 d. MtS., Vormittags 11 Uhr, im Schlachthof versteigert werden. Gießen, den 18. Juli 1890. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 6037 Hoppes Butterpulver | erleichtert das Buttern, vermehrt die Ausbeute, verschönert Farbe undGeschmack, Schachteln ä 25 und 50 Pfg. echt bei Heinrich Wallach, Giessen, Marktstr. Gießener Uenensnchter-Verein. Sonntag den 20. d. M , Nach«, ä1/, Uhr, bei Felfing: V ersammlung. Tagesordnung: Prämiirungen. Wanderung in die Heide. Liebig-Denkmal. Die hiesigen Mannergesangvereine, welche ihre Betheiligung an der am 28. Juli d. I., 12 Uhr Vormittags, stattfindenden Denkmals- Enthüllung zugesagt haben, werden gebeten, ihre Einzelproben so einrichten zu wollen, daß die erste Gesammtprobe am Mittwoch den 23. Juli, um 8Vr Uhr Abends in Steins Garten (Saal) pünktlich stattfinden kann. Diejenigen Mitglieder anderer Vereine, welche sich den am 18., 19., 21. und 22 d. MtS. stattfindenden Proben des akademischen Gesangvereins-Männerchors anschließen wollen, werden hiermit eingeladen, jedeS- mal 8V2 Uhr Abend- in der kleinen Aula der Universität pünktlich Conditorei & Cafe Hettler, Südanlage, empfiehlt Gefrorenes, vorzüglicher Güte, in verschiedenen Sorten stets vorräthig; ferner la Berl. Weißbier, Eiskaffee, eisfrisches Bayrisch- und RöhrleS Pilsener Bier in Flaschen, guten Speeialwein (Markgräfler) vom Faß. Täglich frisch verschiedene «Obstkuchen, Kaffeebäckereien, Torren re. re. 6039 Schöner Garten. . vermischte*. * Darmstadt, 15. Juli. Der Landesausschuß der nationalliberalen Partei erläßt für die Landtagswahlen folgenden Ausruf: „Wir stehen unmittelbar vor den Wahlen zum 27. Landtag. Am 23. Juli d. I. werden die Wahlmänner gewählt. Der hessische Landtag besteht seit längeren Jahren in seiner überwiegenden Mehrheit aus vationalliberal gesinnten Männern. Dieselben geben durch ihre jahrelang erprobte Thätigkeit die Gewähr ruhiger, fortschreitender Entwicklung aus allen Gebieten des bürgerlichen Lebens. Diese gedeihliche Förderung der Verhältnisse in unserem engeren Vaterlande weiterzusühren, erscheint gewiß geboten. Dies muß zur möglichsten Fernhaltung extrempolitischer und socialer Richtungen drängen. Roth thun uns ruhige, verständige, arbeitssreudige Männer, welchen das Wohl des großen und engeren Vaterlandes höher, als Parteigetriebe steht! Der jüngst verabschiedete Landtag hat eine große Reihe wohltätiger gesetzgeberischer Arbeiten im Verem mit der Großh. Staatsregierung zu Stande gebracht, er hat eine Menge förderlicher Einrichtungen theils angeregt, theils durch seine Zustimmung ermöglicht. Wir erwähnen nur beispielsweise die Landesseuerlöschordnung, die Brandversicherungsanstalt für Gebäude, die Einführung der .Landescreditkasse, die Aushebung des Gesetzes über die Wahl von Forensen u. a. Mit innerer Genugtuung gedenken wir der vielfachen Thätigkeit des Landtags und insbesondere aus dem landwirtschaftlichen Gebiete, so namentlich aus Anlaß der landwirthschaft- lichen Enquete, bei welcher Gelegenheit gerade unsere Partei aufs Entschiedenste dem Wuchergeschäft entgegengetreten ist, der Erhöhung der Staatsbeiträge zu den Schulhausbauten und der weiteren Entwickelung der Uebernahme von Schullasten auf den Staat. Die von dem Landtag beantragte Herabsetzung der Stempel und Gebühren auf Immobilien, Inventarien und Hypotheken wird allerwärts mit Freuden begrüßt werden. Die nothwendigen erhöhten Ausgaben für die höheren Lehranstalten haben stets unsere volle Zustimmung gefunden. Die Hebung des Volksschulwesens durch bessere Besoldung der Volksschullehrer und zwar ohne Erhöhung der Beitragspflicht der Gemeinden wird dem Lande sicherlich gute Früchte tragen. Die von unserer Partei beantragte bessere Unterstützung der ländlichen Localgewerbevereine und Handwerkerschulen, welche in dem nächsten Staatsvoranschlage zum Ausdruck gebracht werden wird, ist geeignet, dringende Bedürfnisse zu befriedigen und zur Hebung des Handwerkerstandes beizutragen. Ganz besonders aber dürfen wir aus die reichen Bewilligungen des Landtags zur Erbauung der wichtigen Nebenbahnen in allen drei Provinzen des Landes mit gerechtem Stolze Hinblicken und freuen uns, daß wir ein großes Feld der Segnungen des Landes durch Aufschließung seiner an Eisenbahnen noch unberührten Theile eröffnet und damit zur Befriedigung so vieler gerechter Wünsche und Beschwerden und zu einem großen Werk ausgleichender Gerechtigkeit beigetragen haben. Möge Alles zum Heile des Vaterlandes ausschlagen! An Euch, Mitbürger, geht wiederum unser Ruf, national und liberal gesinnte, bewährte, hervorragende, dem öffentlichen Wohl sich mit Freude hingebende Männer in den hessischen Landtag zu wählen. Der Ernst der Lage macht sich bedeutsam geltend. Der Gegner haben wir Viele. Der hessische Landtag hat für das Wohl und Wehe des engeren Vaterlandes seine große Bedeutung! Thue jeder Wähler seine Schuldigkeit. Darmstadt, im Juli 1890. Der Landes-Ausschuß der nationalliberalen Partei im Großherzogthum Hessen. Dr. Osann I-, Rechtsanwalt." * Darmstadt, 16. Juli. Die zweite Gesellenprüfung des Ortsgewerbevereins Darmstadt sand am Samstag den 13. Juli mit der Ueberreichung der Gesellenbriefe in der Aula des Realgymnasiums ihren würdigen Abschluß. Zahlreiche Bürger der Stadt wohnten der Feier bei, und wohl den meisten Theil- nehmern ist der Eindruck geblieben, daß es ein werthvolles und segensreiches Beginnen ist, wie in früheren Zeiten blühenden Handwerks den Zeitpunkt durch einen Merkstein zu bezeichnen, an welchem der Lehrling so viel gelernt hat, um nun freier Selbstbestimmung in seiner Weiterentwickelung als Geselle überlassen werden zu können. Wir sehen von Neuem die Ordnung einziehen im gewerblichen Bildungswesen, die leider schon zu lange einseitigen Theorien zum Opfer gefallen war, hier speciell den Lebensabschnitt der ersten tastenden Versuche im Handwerk, den wir Lehre nennen, deutlich abgegrenzt von dem späteren Kamps ums Dasein und ordnungsmäßig zugewiesen der verantwortlichen Leitung der kundigen Hand des Lehrmeisters. Nicht ganz leicht ist , es, den Grad eines geprüften Gesellen zu erreichen. Aber die ausgestellten Gesellenstücke, welche unter Aufsicht der Schaumeister, ausge- sührt sind, legten Zeugniß ab, daß die durchschnittlichen Leistungeit den berechtigten Anforderungen wohl entsprechen. Mit ernsten Worten leitete der Vorsitzende der Gesellenprüfungscommission, Herr Professor Lincke, die Verkeilung der Gesellenbriese ein; ihm folgten kurze und kernige Ansprachen des Herrn Spenglermeisters Rockel und des Herrn Weißbindermeisters Kinckel im Namen des Vorstandes des Ortsgewerbevereins. Alle Redner legten den jungen Leuten ans Herz, daß sie nicht glauben sollten, nun schon etwas Fertiges zu sein, sondern daß das rechte und selbständige Lernen nun erst angehen solle. Möchte die Feier mit dazu beitragen, dem gemeinnützigen Unternehmen, dessen Ausbreitung über das ganze Großherzogthum im Werke ist, immer mehr Freunde und opferwillige Männer, namentlich aus den durch Cholera, Diphtheritis, Typhus, Scharlach, Keuchhusten, Schwindsucht etc. Verhindert Fäulnis»- und Schimmelbildung. Vertreibt lästige Insecten aller Art. In Wirthschafts-, Schlaf-, Kinderstuben, Schränken aller Art, Closets anzuhängen oder aufzustellen. Beliebig an- und abzustellen < Regulirt sich selbst durch die Temperatur der Luft. Per Stück 30 Pfg. allein zu haben bei 6042 Otto Schaaf. Als Geschenk sowie für^Theater, Concerte und Ball emvf. die neuesten und prachto- Parfüms fort, in feinste, beliebteste und anhaltendste Blumen- u. Fantaste-Gerüche ä Fl. 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Gegen 10 Uhr wurde es serneZ Wetterleuchten deutele Snilflbungen stattfanden. Um ein Setter Ser unserem Me Mfrftigfeit zu donnern und Men Md Erzittern der Häuser raaeshell von den ununter- $ en erleuchtet waren. Plötzlich i p die Stadt herab, es knatterte Lui, Jedermann wußte, daß e- nriüjt. So war es auch. ■ des iwrrn MetzgniMMs L, entlang weiter, [prang auf d-° ... ,mBaben. Zwar ®“tb" nie, ** 8ft 'M 6ct 3= aulcn^ i» m» dram« » *e9mb . man nach ) «allDie er- • ■■garten an ein'« ® $ 6i! ’Ä 9enommcne ß^'fcrei *****Mt${ Zu..*,3*. ... ft» «HS, “ “ v* Hoheit des ßjrnc des Siebi3; » Rgl. Hahej, L Jfi'' Mmigung "ÄSÄ'ti obin die Seitung her qe. ebauat|eflar herrnaon Daudl ien «ergangenem Sonntag ist lem und regnerischem Wetter reicn' ium Tröste für Sanb« der astikamschen Hitze von ' Zwischen 1 und 2 Uhr mehrere gussen. In unseren Nachbar- delbach jal, wie ich höre, der nennenswerthen Schaden an- m früheren kurhessischen Dorse n vor etwa 10 Jahren eben- uis eingeäschert und mehrere n waren, ein Rind vom Blitz Triumph- Klappstühle von Mk. 2.25 an bei Th. Brück, 4902____________Schlotzgaffe 16. Vaselme-Gold-Cream-Zkise mildeste aller Seifen, besonders gegen rauhe und spröde Haut, sowie zum Waschen und Baden kleiner Kinder. Vor- , » äthig ä Packet 3 Stück 50 $ bei [5630 H. Tichy (Ga- Petri Wwe. Nachf.) Brennholz. Buchen- und Tannenholz, ir guter trockener Waare, per Meter und per Gentner, billigst bei 343 Andreas EuSer. Gebrannte Kaffees, rein und kräftig, empfiehlt» Pfd. 1.60, jt» 1.80 und Jt* 2.— 5776 Robert Stuhl, Neustadt 23. berufenen Kreisen, zuzuführen, damit wir auch in dieser Richtung mit unseren Nachbarstaaten Schritt halten können. Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst- 7. Sonntag nach Trinitatis, 20. Juli. Frühgottesdienst in der Kirche: Vormittags 73/* Uhr. Pfarrer Dingeldey. _ ~ , Vormittags 9Vi Uhr: Reisepredrger Wagner aus Darmstadt Collecte für die innere Mission. Kinderkirche Vormittags 11 Uhr: Pfarrer Schlosser. Vormittags 8«/2 Uhr in der Friedhofscapelle: Pfarrer Schlosser. (Zugleich Christenlehre für die confirmirten Realgymnasiasten und Realschüler). Katechismuslehre für die confirmirten Mädchen in der Friedhofscapelle Vormittags 11 Uhr. Pfarrer Dingeldey. Mittwoch den 23. Juli, Vormittags 10 Uhr: Jahresfest des Oberhessischen Vereins für innere Mission. Festprediger Frohn- Häuser aus Mainz. Die Pfarrgeschäite in der Woche vom 20. bis 26^Juli besorgt Pfarrer Dingeldey. Derselbe wird auch in der Woche vom 27. Juli bis 2. August die Pfarrgeschäfte übernehmen. Katholische Gemeinde. 8. Sonntag nach Pfingsten, 20. Juli. Samstag: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um V28 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag: Morgens von 6 Uhr an Gelegenheit z«r hl. Beichte; um d Uhr Austheilung der hl. Communion; um W Uhr Frühmesse; um 3/410 Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags um Vr3 Uhr sacramentalische Bruderschaftsandacht mtt Predigt. Gottesdienst in der Synagoge. 20. Juli. Freitag Abend 715 Uhr, Samstag Morgen 800 Uhr, Samstag Mittag 4« Uhr, Samstag Abend 85» Uhr. Zur Feier des Namensfestes unseres hochwürdigen Herrn Decanes Dr. Elz ladet der Unterzeichnete die Mitglieder der Gemeinde zu einer geselligen Zusammenkunft bei einem Glase Bier auf Sonntag den 20. l. Mts., Abends 8 Uhr, in Lonys Felsenkeller ergebens: ein. 6036 Der Vorstand der katholischen Kirchengemeinde. Temperatur der Lahn «nd der Lust am 18. Juli, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 18, Luft 14 Gr. Rübs am en. 0. M., E. W., Fr. G., L., G. W. in Berlin. Ihrem „Eingesandt" müssen wir die Ausnahme verweigern. Wollen Sie durchaus die Begeisterung der Berliner für die fremden Schützen beweisen (wir selbst zweifeln ja nicht daran), so wenden Sie sich an die I „Frkf. Ztg.", der wir frag!. Artikel entnahmen. Versteigerung SamStag berr IS. Juli b. IS.- Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich Marktplatz 20 dahier: 115 Damenhüte, 93 Kinderhüte, verschiedene Goldwaaren, 2 Spiegelschränke, 2 Schreibsecretäre, 1 Sopha, 4 Betten, 2 Commoden, 2 Kletder- schränke, 1 Küchenschrank mit Glas- aufsatz und 4,50 Meter ©omnur= Buxktn- Versteigerung theilweise bestimmt, insbesondere bezüglich der zuletzt genannten Sachen- Born, 6033 Großh- Gerichtsvollzieher. Montag den 21. Juli, Nachmittags 2 U6r, «ersteigere ich Marktplatz 20 dahier: 5 vollständige Betten, 2 Sophas, 2 Spiegel, 2 Tisch-, 1 Kleiberschrank, 2 Commoden, 1 Nähmaschine, 1 Brand- ktst- u. a, Sachen. Versteigerung voraussichtlich sicher. Born, 6034 Großh- Gerichtsvollzieher. Jlfues yninkern 6031] Neuer verschließbarer Handwagen für Bäcker, Colonialwaaren-, Flaschenbier- oder Wasserhandlungen geeignet, billig zu verkaufen. Näheres in der Exoed. d- Bl. Gesangverein „Eintracht" Klein-Linden feiert Gonntag den 20. Juli d. I. fein 23jahriges Stiftungsfest im „Deutschen Hof". Coneert und Tanzmustk, ausgeführt von der Gießener Civilcapelle. Es ladet freundlichst ein [6026 _____________________________Der Vorstand. ersuchen Sie gefl. 455 Schusters Caffee. Bekanntmachung. Die Kornernte eines i/2 Morgen haltenden Mrs auf der Warthe,! neben den neuen Klüukbauten, soll Montag den 21. d. MtS., Nachmittags 6 Uhr, an Ort und Stelle versteigert werden. Gießen, den 18. Juli 1890. Großh. Bürgermeisterei Gießen. __________Gnauth.______6038 Ssmstag den 16. August, Nachmittags 4 Uhr, soll auf dem hiesigen Ortsgericht die der Jacob Wacker Ehefra« Susanne, geb. Schmall, in Gießen zustehende ideelle Hälfte an nachbezeichneten Immobilien: Flur I Nr. 32 — 94 Meter Hofraithe in der Mühlgaffe, Flur IV Nr. 14 — 19* 0 Meter Acker am Krofdorfer Weg öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 4. Juli 1890 Großh. Ortsgericht Gießen I. A.: Bogt. 5650 v,t>t scheint M 14.3**11-iein, 6® ' \ Sänne. , - neues ')rachnn"°S ” »«-sä t tM -es^' AB* । M. 1*!Ü 2lti Amt Liederkranz 6G28 Uhr in Laubach statt. 4 6018 Freitag Abend 9 Uhr: Singstunde 6019 100 15 Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 3 Uhr, vom Johannesberg aus statt. 6032 Tendenz: still. Laden 5743 Telegraphischer Lomttericht her Berliner Börse vom 18. Zuli 1890. 91.70 HÜHNERAUGEN 219 90 194.90 99 25 163.60 402 25 209 50 161.60 139 40 40 00 163.60 142.00 83 70 8940 94 00 78 30 74.60 106 601 Oesterr. Silberrente, 100.051 Ruff. Orient IH. Ottilie Heerz, Familie Baumann 155.90 Bochumer Gußstahlatt.ev Teudenr: schwach. 220 20 155.60 155.70 165.30 26462 104 37 207 25 12012 Irr 3 Hulnorrske Oesterr. Ereditaetien Oesterr. EtaatSbahn-Aetten Dortmunder Union-Actien Darmstadter Bankactiev Billete im Vorverkauf bei Herrn G. Challier (Rudolphs Nachfolger) a SO Pfg., Abends an der Kaste 73 Pfg. [5946 6021] Eine gebrauchte Zink - Badewanne zu kaufen gesucht- Offerten mit Preisangabe unter Nr. 501 an die Erped. [6011 • d Bl. erbeten. der hiesigen Regimentscapelle im Verein mit dem Piston Virtnosen Herrn Türpe, früher Solist der Bilse'schen Capelle, unter Leitung des Musikdirektors Herrn C. Krauste. Harper er Ostpreußen Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gieße» 9fr. 22 H M «-. der Zcknnäßigungen i italienischen und dem bei sMvertrage. Vom 9. Gießen, dm 18. Grohherzog! sthr geräumig, beste Lage, mit oder ohne Logis zu vermiethen und kann sofort bes zogen werden. August Roll I. Laden [5352 zu vermiethen. I. Buch, Wettergasse 3. Wahrend der Bem' mit Genehmig Finanzen, Adtheilung durch den Großherzogli vertreten werden. Gießen, den 20. Der Gro Mehrere Handlanger finden dauernde Beschäftigung am 5942 Neubau Ludwigstraße. zu haben bei [5177 Robert Stuhl, Neustadt 23. °o« E. Wasserschleben, Bankgeschäft. SvraMfurteL vom 18. Juli 1890« Danksagung. - Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme an dem uns betroffenen Verluste sagen wir Allen hiermit unseren tiefgefühltesten Dank. 5 „ Italiener Rente 4^ pCt- ReichSanleihe 4 I PreuA Consols 8Vi , . J< Gesucht ein Eisendreher für die Eisenbahn' Reben-Wertstätte «letzen. [60111 Todes-Anzeige. "Allen Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, daß unser lieber Gatte, ^Sohn, Schwiegersohn, Bruder und Schwager Ludwig Schneider im Alter von 29 Jahren sanft verschieden ist. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Wieseck, den 18. Juli 1890. Gchlußeourl- 1 Uhr 15 Mtn. 107.4014 pCt. Ungar. Goldrerte 165 90 DiScontooLom.-Amhr^ 104 40 ' DtSconto-Eomm. Darmstädter Bank-Act. Dresdener Bank-Act. Berliner HandelSges. Oesterr. Credit-Act. Wiener Bankoereins-Act. Oesterr. Staatsbahn Lombard. Eisenbahni Weinblüthen-Duft von Earl John & Eo., Berlin N. und Ebln a. Rh. verbreitet beim Zerstäuben in Zimmern ein erfrischendes feines Aroma und ist ein liebliches Parfüm für das Taschentuch, ä Flacon Mk. 1.00 rr.1.88 zu hab bet E. Dort, Walltboxstr. 45, 3922] Wilhelm Fritsch. Sm? »<«.' ••Cm- ’ '»cht :u mit tön SW Hs tag Die Rchrvl irr //Immer langsam dieses alte Spottsprichivi ^keit und Gemüthlichkeit i reich-Ungam mit dem Z, Transport einen so kühne Schritt aus dem Gebiei * hat, und man n ^lcher hierdurch im Kai Mü althergebrachten und Mundsätzen gebrochen w! fsahr Jahres,rist aus , vl,n* b. I. die cisle langte zunächst bei de ^nentans zur Einsühri ""d-r-n Sal^ertia *'« «men Wmbahn-H 7''°", .unb °s tat in ganz Oester, tt"9Wt (ein mir >»Ä“ Steins Garten. Freitag den 18. Juli: Grosses Exlra-Goncerl Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme, sowie für die zahlreichen Blumenspenden bei dem schweren Verluste unseres Gatten und Vater Herrn Peter Fischer sagen wir sowohl den Leuten der Margarethen-Hütte, als auch den Mitgliedern des Veteranen-Vereins und allen Bekannten unseren innigsten Dank. 6025 Die trauernden Hinterbliebenen. Der 4***’ff MontagS- ___— Die Vießknrr —"S Buschtherader Elbethal-Bahn-Act. Gotthard-Bahn-Act. Schweizer Nordoft „ West Gelsenkirchener Ver. Kön.- und"Laurahütte-Act. Oesterr. Alpine-Montan sofort schmerzlos zu machen und sicher zu entfernen, erreicht man unbedingt am bequemsten durch das weltbekannte Boxbergers Hühneranqenpftaster aus der Hofapotheke Bad Kisfingen. Röllchen ä „M 0,50 zu haben in Gietzen in den Apotheken. [5251 5950] Ein überzähliger, fast noch neuer einspänniger Wagen zu verkaufen. Christian Petri V., Grünbergerstraße 21. 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MontanuS. 6009] Ein kleines Logis zu vermiethen. _________Unverzagt, Schottstraße 11. 6023] Zwei schöne Mansardenzimmer billig zu vermiethen Dammstraße Nr. 2'4. Näh, bei ft. Bänderer, Wallthorstr. 21. 6029] Stallung, Heuboden u. Burschenz, ev. Lagerraum, zuverm. Frankfurterstr. 11. 1274] Der 2. Stock m Hauses (5 3tm: wer rc.) zu verm. Dr Dornselff, Schulstr. 4998] Mehrere kleine Familtenlogts billigst zu vermiethen. Näheres __ __________Nordanlage 33. 5359] Mansardenlogis in der Dammstraße zu vermiethen L. Huhn, Architect. Samstag Abend 9 Mr Versammlung ?u einer wichtigen Besprechung bei Kamerad Ieldhaus._________6024 Auf Oswalds Garten. Samstag de« 19. Juli, Abends 7 Uhr, und Sonntag den 20. Juli, von 6—7 Uhr Abend-: Große Production des berühmte« Schnell- und Dauerläufer- A. Dibbels aus Wien. Derselbe wird den Platz in einer Stunde 40 Mal umlaufen, was einer Distanz von 2V2 deutschen Meilen gleichkommt. Während der Vorstellung wird gesammelt. Für Sonntag ein neues Programm. [6027 flußeroröentC flenera(oerfamm(ttng Samstag den 19. d. Mts. (Restauration Feidel). [6010 Tagesordnung: Ermäßigung des Sterbegeldes, Aenderung der vier ersten Paragraphen, sonstige wichtige Angelegenheiten. Der Vorstand. 5382] Ein Logis, 5 Zimmer nebst Zubehör, bis zum 1. Octbr. zu vermiethen. __Bleichstraße 15. 4732] Mansardenlogis zu vermiethen. __I. Pfeffer, Marktplatz. 5910] Ein kleines Familienlogis zu ver- miethen._________________Rittergasse 16. 5770] Eine schöne Mansardenwohnung zu vermiethen. Dammstraße 29. 4787] Ein Familtenlogis zu vermiethen __Neuenweg 40 I. St- 3701] Eine Mansarden - Wohnung per 1. August zu vermiethen. __53 Seltersweg 53. 5656] Ein möblirtes Parterrezimmer zu vermiethen. Seltersweg 56. 5979] Zwei einzelne Stuben als Logis zu vermiethen.Neuenweg 2. 5832] Ein tüchtiges Mädchen, welches Liebe zu Kindern hat, per August gesucht. Neuenweg 33. Maurer und Handlanger | finden an dem NeubO des Heinr. Schmidt an der Bahnhofstr. Beschäft. 5966] Ein Schreinergeselle sofort gesucht von Schreinermeister Weber, Krofdorf. -Hausbursche gesucht von [5935] Chr, Wallenfels. 5999] Zum Frühjahr nächsten Jahres wird ein großes Geschäftshaus zu miethen, event. zu kaufen gesucht. Schriftliche Offerten sub j. k. 20 an die Exped. d. Bl. Brauerei Texkoc Tüchtiger Pferdeknecht ge- sucht. Gute Zeugn. erfordert. [5911 6020] Ein braves sauberes Mädchen im Alter von 14—16 Jahren gesucht. Näheres in der Exped. d. Bl- 6017] Ein Geselle erhalt dauernde Arbeit. H- Sack, Schreinermeister, ___________________Mühlgasse._________ Mädchen zum Bekleben von Cigarrenkistcheu gesucht. 6030 Schillerstraße 18 6022] 4-5 Pflasterstein Zurichter werden gegen hohen Lohn für dauernde Arbeit gesucht von Gerhard Schwalb, Gaftwirrh in Lollar._________________ Schlachtete heute ein fettes Pferd» 6040 Keßler, Pferdemetzger. 5949] Ich suche für Michaeli l. I. ein tüchtiges Mädchen für Küche und Hausarbeit. ________Frau Rechtsanwalt Lauer. 5913] Ein gebildetes fträulein, welches sich der häuslichen Arbeiten annehmen müßte, wird zur Erziehung der Kinder nach Marburg gesucht. Näheres zu erfahren bei ft. Kühne, Seltersweg 26. ', dass Bekannten Hirsch verschieden ist. heute nach Schulrath, 6015 Hirsch . Fulda, Sterbehause aus schweren Leiden i. Freiin von Ende, i 1890. staff den Tiefbetrübt machen wir theilnehmenden Verwandten, Freunden unsere treue Schwester, Schwägerin und Tante,