Ur. 90 Samstag den 19. April 1390 vienhjs ' MM; 5.R Itafc •H i räumen. 2954 ?r, fertigt dl. Ht ZchlaMr an m Wrtzsttiv fjön möblirl« ) guter Bedi^ ; (Wiesenstrch!' üjffür zwelT MchtauchM GrÜnbeM? Werkstatt, ml >tn mbst fioffj KathackK 19. d. ' !«d, * Mal« l 1890. Soldreck er 9?tnl< rrente IL -Act- i-Act- •boft vov lN«d,e ießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger Redaction, Txpedtti«, und Druckerei: -ch-tfir-teAr.H. Fernsprecher 51. Die Gießener A.«irre«5kät1er Irt^ dem Anzeiger Merttlich dreimal deigelegt. Btklkeljährtgcr ASonnemeut5pret«» 2 Mark 20 Pfg. mtt Bringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Der •Menet Anzeiger i ischeim »öglich, ih Ausnahme des Montags. Aints- und Anzeigeblntt für den Nreis Gieren. -------- ■ —' - ■ _| -UJI ■■ ■ ■ ■ •- i i M hto^me von Anzeigen zu der Nachmittags für de« Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« Mßtmbtn Tag erscheinenden Nummer bi» Borm. IO Uhr. ^tUllZ>VvllUyte H VlUllXl. Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgeg«. Amtlichen Theil. Bekanntmachung. Wir bringen zur öffentlichen Kenntnin, daß nach Mit- tjeiln ng Großh. Kreisamts Büdingen die Maul- und Klauen- Inch! in dem ganzen Kreis Büdingen wieder erloschen ist. Gießen, am 17. April 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Deutsche- Reich. Darmstadt, 17. April. In Ergänzung bezw. Richtig- Irlluiag des Kammerberichts in gestriger Nummer unseres 8latics theilen wir im Nachstehenden lt. „Darmstädter Ztg." iie Triebe des Herrn Staatsministers Finger, Ercell., im $orilaut mit: °Aus den Ausführungen einzelner Redner, besonders tb Herrn Abg. Osann, könnte man folgern, die Zustände Mnes Staates seien ganz abnorm, so wie nirgends in Deutschland, unser Land sei in einer Weise verwaltet, daß t? fa ft als Muster einer schlechten Verwaltung dienen könne. $u| wille Einzelheiten könne er nicht eingehen, müsse es viel- uidji dem Urtheil der Kammer überlassen, ob die Aussüh- tungen des Herrn Abg. Osann, die er seiner Gewohnheit chäsß mit seiner Phantasie und seinem kritischen Verstand iva stark ausgetragen habe, in jeder Beziehung richtig seien Zunächst schließe er sich dem Dank an für alle diejenigen, die bei dem nmfangreichen Werk mitgewirkt hätten. 6t meine damit nicht die Regierung, sondern besonders diejenigen Herren, die in ihren gründlichen Berichten zur Asse rillig der Laudwirthschast mancherlei vorgeschlagen ijiitKin. Daß die Landwirthschast leide, bezweifle Niemand, über so schlimm sei es doch noch nicht, wie es nach den Menn der Enquete den Anschein habe. In der Land- imckq'chast gebe es ebenso wechselnde Zeiten wie in allen .«vdellen Zweigen des Lebens. Wer jo alt sei wie er, wisse, idaß ees für die Landwirthschast schon viel schlechtere Zeiten .Afoen habe, als heute. Es herrsche augenblicklich eine Stifte, die vielleicht schwerere zu überwindende Ursachen habe, di hie früheren, aber man sei ja auch überall damit be- Wftigt, den Ursachen zu begegnen. Einer Hauptursache iitr Schädigung der Landwirthschast, nämlich der Heber* ^roDuiction und billigeren Production in unendlich großen teiicten der Welt, die die Preise unserer Ackerbauerzeug- nijjc herunterdrücken, habe man durch die vielfach ange- Inffctwii Zölle zu begegnen gesucht. Nach dieser Richtung fjticn die Zölle das einzige Schutzmittel. Im Uebrigen gebe «5 (jmir viele Mittel, deren Zusammenwirken den Zustand ön iLandwirthschast bessern könnten, aber übertriebene Hoff- mvgjcn dürfe man in dieser Richtung nicht hegen. Die ÜMPthoffuuug liege in den Landwirthen selbst. Es sei givni kein Zweifel, daß in den Kreisen der Landwirthschast mmcherlei Unzufriedenheit herrsche, aber diese sei nicht so Sbjoöut begründet, wie es dargestellt werde, sic sei vielmehr Nidfliich durch Agitationen hervorgerufen. Die Lage der llMvvirthschaftlichen und der Arbeiterbevölkerung sei nicht ff schlecht. Die ganze Lebenshaltung sei entschieden besser idi irgend jemals. Als Product der Unzufriedenheit sei mii dem Herrn Abg. v. Rabenau der Antisemilismus be- :;ii£ptet worden. Der Antisemitismus sei eine recht bedauer- llik Erscheinung, die er umsomehr beklage, als sogar Wiener des Evangeliums und hochstehende Persönlichkeiten lliies Treiben begünstigt Hütten. Dieses Resultat sei nur ihiru.ni zu erreichen gewesen, weil da, wo Unzufriedenheit lhirfschc, diese leicht geschürt werde, und falsche Propheten li Unzufriedenen dann leicht ins Blaue hinein leiten könnten. «einer Richtung möchte er es als eine absolute Unreife '^lichneu, die fid) in dieser Anschauung zu erkennen gebe. : in man glaube, hiermit der Religion und der conser- : Mitten Richtung zu dienen, so täusche mau sich. Das Volk »trioe gar bald erkennen, daß die Juden nicht nach Palästina WManderten, und daß es seine Schuldscheine von den jnbieii nicht zurückerhalte. Es sei nicht leicht, diese Verdien in emessene Bahnen zurückzuführen. Die Begünstiger ter Richtung bereiteten hierdurch nur den Boden für den ßociialismus. Abg. Ulrich habe gestern gesagt, das einzige Heil der Mi sei der socialistische Staat, in welchem die heutige llpiMlistische Produetionsweise abgeschafft werde. Er frage min/v ob denn das nicht gleichbedeutend wäre mit der Ab- Wuug des Eapitals selbst. Wie wäre man denn int Elainde, ohne Capital, ohne Betriebsmittel etwas zu pro- .indüren ? Capital müsse also doch auch in der socialistischen Wirthschaft vorhanden sein. Wenn man aber nur eine andere Bertheilung des Capitals annehme, so sei das Capital z. B. in den Händen eines socialistischen Ausschusses, der daun eine Fabrik, etwa wie die Krupp'sche leiten könne. Er frage nun, ob die Socialisten der Ansicht seien, daß das Capital in den Händen eines socialistischen Ausschusses etwa besser verwendet werde, als von Krupp? Müsse denn nicht vielmehr ein genialer Mann mit den Mitteln mehr leisten können, als der schönste socialistische Ausschuß? Was der Socialismus im Auge habe, bedeute eine Bindung aller Kräfte. Der Individualismus würde getödtet mit allen Vortheilen, welche er der Gesellschaft biete. Aus einem lebenden wirkenden Menschen würde die reine Maschine gemacht. Wo aber bleibe dann die Kultur? Wer würde noch fortschreiten? Was würde aus deu Künstlern und den Männern der Wissenschaft werden? Er sei begierig, zu hören, wie der socialistische Staat eingerichtet werde. Es werde der Zustand der absoluten Unfreiheit sein, und er bitte Gott, ihn niemals, auch nur vorübergehend, diesen Zustand erleben zu lassen. Die Herren möchten bedenken, daß, wenn die Fluth überfluthe, sie auch wieder in die Ufer zurückkehren werde, aber er ft, nachdem Vieles zerstört und viele Unschuldige gebüßt hätten. Herr Abg. Ulrich habe die progressive Einkommensteuer empfohlen. Er wolle ihm gegenüber nur zwei Beispiele erwähnen. Wenn z. B. bei einem Einkommen von 1000 Mk. eine Steuer von 1 pCt. gezahlt werde, bei jeder Steigerung der Einnahme um 500 Mk. 2 pCt. hinzukämen, so steige bei einem Einkommen von 17,000 Mk. die Steuer derartig, daß das ganze Einkommen aufgezehrt werde. Oder wenn die Steuer von 1000 zu 1000 Mk. um 1 pCt. steige, so werde ein Einkommen von 100,000 Mk. ebenfalls ganz absvrbirt. Wenn mau die Progressiou in diesem Maße einführe, gelange man bald zu dem Zustande, den die Socialisten vor Augen hätten. Eine Aenderung der Einkommensteuer sei ja möglich, gehöre indessen nicht hierher. — Auf die Ausführungen des Herrn Abg. Osann könne er nicht alle eingehen. Es seien meistens Dinge, die gar nicht hierher gehörten und die auf das Wohlbefinden des Landmanns wenig Einfluß hätte». Der Laudmann müsse von seiner Arbeit leben und demjenigen, was er gelernt habe. Nach diesen beiden Richtungen werde er nach Möglichkeit gefördert. Die Gerichtskosten, die Abg. Osann so übermäßig hoch flnde, habe man gar nicht gemacht. Herr Osann könne ja im Reichstage daraus zurückkommen. Er (Redner) halte die Gerichtskosten übrigens gar nicht für so hoch, jedenfalls feien sie.geringer als früher. — Abg. Osann habe ferner die Verwaltung des Landes einer Kritik unterzogen. Er constatire, daß die große Mehrzahl der Kreisrüthe recht tüchtige und recht eifrige Beamte seien, die sich angelegen sein lassen, nicht blos die Verhältnisse ihres Kreises kennen zu lernen, sondern auch thätig uud fördernd einzugreifen. Wenn Abg. Osann meine, die Ausbildung der jungen Verwaltungsbeamten sei mangelhaft, so wolle er vielleicht zugeben, daß im ersten Halbjahre noch nicht sehr viel gelernt werde. Aber das werde auch gar nicht erwartet. Die Herren würden nicht so bald Kreisrath oder Amtmann, hätten darum in der langen Wartezeit vollkommen Gelegenheit, sich in alle Geschäfte einzuschießeu. Wesentlich sei nicht große Schulung, sondern ein offener Kops, freier Sinn und das rechte Herz für die Sache. Nicht Jeder, der das zweite Examen bestanden habe, werde in die Verwaltung herüber- genommen. Die Regierung scheide ganz genau. Wenn Herr- Osann einmal an der Stelle stehe, wo er sich jetzt befinde, würde er wohl Mittel und Wege finden, die Sache besser zu machen, aber bis dahin wisse er nicht recht, wie es geschehen solle. Die Regierung thue, was sie könne. Die Regierung sei auch bereit, mehr Beamte anzustellen, doch dürfe man nicht außer Acht lassen, ob hierfür auch ausreichende Mittel vorhanden seien. Wenn er auf alles klebrige, was vorgebracht worden sei, noch eingehen wolle, so würde er aus dieser Debatte eine Debatte über die Staatsverwal hing machen, wozu er sich nicht veranlaßt sehe. nn. Darmstadt, 17. April. Hessischer Landtag. Die zweite Kammer setzte heute die Berathungen über die Ergebnisse der Erhebungen über die Lage der Landwirthschast in Hessen fort und trat sodann, nachdem Seitens der verschiedenen Ausschüsse eine Anzahl neuer Einläufe bekannt gegeben waren, in die Special-Debatte der vom Sonderausschuß dem Hause gemachten Anträge ein. Zu dem Antrag 1: ,,ber Förderung und Unterstützung der Zuchtgenossenschaften, sowie der sorgfältigsten weiteren Ausbildung des Viehprämiirungswesens jede thunliche Berücksichtigung zu Theil werden zu lassen" ergreift der Regierungsvertreter Occonomierath Müller das Wort. Derselbe betont, daß die Großh. Staatsregierung bereit sei, der Landwirthschast und speeiell diesem Theil ihre besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Er verschließe sich aber auch nicht, daß das Viehprämiirungswesen äußerst schwierig durchznsühren sei. Bevor nicht einheitliche Normen nach dieser Richtung festgestellt seien, halte er es für sehr bedenklich, von Seiten der Negierung hierauf einzugehen. Abg. v. Rabenau theilt vollständig die Ansicht des Vertreters der Regierung hinsichtlich der Prämiirung von Zucht, weil hier vielfach nach dem äußeren Glanze geurtheilt werde. Solche rufe Unzufriedenheit unter den Landwirthen hervor. Der Antrag wird sodann einstimmig angenommen. Ebenso wird Antrag 2: „Maßregeln zur Herbeiführung einer in allen Theilen des Landes gleichmäßigen und gerechten Fleischbeschau zu treffen" ohne Debatte genehmigt. Bei Antrag 3: „im nächsten Staatsbudget ausreichende Mittel zur Hebung des Molkereiwesens, insbesondere zur Unterhaltung eines Molkerei-Jnstruetors und zur Errichtung von Fachkursen für Molkerei vorzusehen" spricht Oeconomie- rath Müller die Ansicht aus, daß er die Bestellung eines Molkerei- instructors nicht für so nöthig halte, da im Großherzogthum Hessen das Molkereiwesen nicht so ausgedehnt sei und vorerst noch in den Händen der Frauen liege. Die Regierung werde jedoch auch diesem Zweig des landwirthschaftlichen Be triebe» ihre volle Aufmerksamkeit jederzeit widmen. Abg. Haas-Offenbach kann sich mit den Ausführungen des Regierungsvertreters nicht einverstanden erklären, sondern glaubt, daß gerade eben durch das Emporblühen des Molkereiwesens in Hessen der Wunsch gerechtfertigt sei, durch geeignete Instruction und durch Fachkurse deu Landwirthen die nöthigen Kenntnisse in diesemBetriebszweig zugänglich zu machen. Der Antrag wird sodann einstimmig angenommen. Antrag 4: „einen gutachtlichen Bericht über den Zustand der in Selbstbewirthschaftnng des Staates befindlichen fiscalischcn Wiesen, sowie die Anstellung von Düngungsversuchen auf denselben anzuordnen und die Ergebnisse alljährlich zu veröffentlichen" findet ohne Debatte Annahme im Hanse. Der Antrag 5: „auf die Erhaltung der kleineren Brennereien in Hessen mit allen Mitteln hinzuwirken und den Vertreter im Bundesrathe in diesem Sinne mit Weisung zu versehen" erregt eine lebhafte Debatte. Ministeriairath Jaup erklärt, er könne die ausdrückliche Erklärung abgeben, daß die Großh. Regierung jederzeit bemüht war, auf die Erhaltung der kleineren Brennereien in Hessen hinzuwirken und daß sie neuerdings ihrem Bevollmächtigten im Bundesrath das Material und Instructionen habe zugehen lassen. Abg. v. Rabenau glaubt, daß den kleinen Brennereien überhaupt uicht mehr zu Helsen sei, da diese durch die Branntweinsteuer und durch die Groß-Brennereien zu Grunde gerichtet seien. Das Gesetz sei ein ungerechtes und nur sür die Großbrenner gemacht. Abg. Racke erklärt, es sei bedauerlich, daß die Klein- brennereien zurückgegangen seien. Nach der von Großh. Regierung abgegebenen Erklärung hoffe er auf eine befriedigende Losung der Frage, die aber unter dermaligen Gesetzen nicht zu erreichen sei. Abg. Schröder empfiehlt Beschleunigung der Angelegenheit beim Bundesrath, da neuerdings die Bestimmungen über die Kleinbrennereien auf weitere 3 Jahre ausgedehnt worden seien. Antrag 6: „Einführung und Forderung der Hausindustrie in den ärmeren Landestheilen", Antrag 7 : „der landwirthschaftlichen Versuchsstation nach jeder Richtung hin Unterstützung und Forderung zu Theil ■ werden zu lassen" wird ohne Debatte angenommen. Zu Antrag 8: „eine Streuabgabe aus den Staats- waldnngen, insbesondere in den bedürftigen Gegenden, in ausreichendem Maße und soweit es ohne Schädigung des Waldes irgend zulässig erscheint, zu verfügen" erklärt der Regierungsvertreter, demnächst würden Erhebungen über die Verwendung von Torfstreu in den Forsten angestellt werden, um dann eine größere Abgabe von Waldstreu zu ermöglichen. Der Antrag 9: „im nächsten Staatsbudget einen besonderen Betrag zur Prämiirung ganzer Wirthschaften einzustellen", wird, nachdem von Seiten des Regierungsvertreters und einer Reihe von Abgeordneten auf die außerordentlichen Schwierigkeiten hingewiesen wurde, abgelehnt. Anträge 10—12, welche von den Fideicommissen der Domanial-Erwerbungen und den Domanialbesitz handeln^ werden debattelos genehmigt- ebenso die Anträge 13 „Regelung der Bodenschätzungen", 14 „periodische Revision und Unterweisung der Schätzungsbehvrden", 15/16 „Revision der Bezirks- und anderer Sparkassen" werden sodann noch genehmigt. Morgen früh Fortsetzung der Berathung. Neueste Nachrichten. WolffS telegraphisches Corrcspondmz-Burcau. Berlin, 17. April. Der Kaiser begab sich Bor- inittags 83/4 Uhr in Begleitung seiner beiden Flügeladju lauten zum Fcldmarschall Pape, um diesem zum 60jährigen Dienstjubiläum zu gratuliren. Hieraus besuchte er das Generalstabsgebäude, ging mit dem Grasen Waldersce im Thiergarten spazieren lind kehrte um 103/4 Uhr zurück. Berlin, 17. April. Der Kaiser wohnte gestern Abend einer Zusammenkunft der ehemaligen Stäbe des Generalobersten v. Pape anläßlich dessen heutigen Jubiläums im Restaurant Borchardt bei und schenkte diesem beim heutigen Gratulationsbesuche sein lebensgroßes Oelbild, eine Garde- du-CorPs-Uniform mit schwarzem Küraß, sowie Kreuz und Stern der Großcomthilre des Hvhenzolleru-Hausordens. Der Kaiser nahm dann am Festessen im Casino des zweiten Garderegimcnts Theil. Pape empfing im Laufe des Tages zahlreiche Gratulationen sowie Depeschen gekrönter Häupter. — Im Lustgarten in Berlin werden anläßlich der Geburt einer Prinzessin die üblichen Salutschüsse abgegeben. Berlin, 17. April. Abgeordnetenhaus. Windt- horsts Schulantrag, betr. die Mitwirkung kirchlicher Organe bei Ertheilung des Bolksschulunterrichts, ist nunmehr eingegangen. Beim Etat des Justizministeriums bringt Rickert die dem Redacteur Bölger zu Theil gewordene Behandlung im Gefängniß zur Sprache, worauf der Minister des Innern, Herrfurth, erwiderte, er werde der Sache seine Aufmerksamkeit schenken, bis jetzt sei ihm nichts davon bekannt. Der Etat wurde hierauf genehmigt. Beim Etat des Ministeriums des Innern bringt Stöcker die Prostitutionsverhältnisse zur Sprache. Minister Herrsurth ist der Ansicht, daß die Dinge seit 12 Jahren sich gebessert haben- jedenfalls seien die Tribüne des Abgeordnetenhauses und Volksversammlungen kein geeigneter Ort für solche Erörterungen. Bruel und Windthorst bringen wiederum die Aufhebung des Welsensonds in Frage und behaupten, dieselbe könne ohne Gesetz erfolgen, was Minister Herrfurth unter Verlesung der gesetzlichen Bestimmungen zurückweist- die Aufhebung der Beschlagnahme könne nur durch ein Gesetz geschehen. Auch der Etat des Ministeriums des Innern, sowie der der landwirthschastlichen Verwaltung und des Gestütswesens werden hierauf genehmigt. Nächste Sitzung Freitag 11 Uhr. Dritte Berathung des Cultusetats. Berlin, 17. April. Die Einrichtungen zum Schutze der Gesundheit und Sittlichkeit der Arbeiter, welche durch die Reichsgesetzgebung für Privatbetriebe jetzt erstrebt werden, sollen im Reichs- und Staatsbetriebe schon vorweg eingeführt werden. Berlin, 17. April. Der Reichsanzeiger veröffentlicht die Aushebung der Sperre der Einfuhr von Schweinen in die Schlachthäuser von Beuchen, Myslo- witz, Ratibor und Gleiwitz. Munster, 17. April. Bischof Dingelstädt reift heute nach Berlin zur Vorstellung beim Kaiserpaar. Hamburg, 17. April. Die Gesammwirection des Centralvereins deutscher Industrieller wurde gestern vom Fürsten Bismarck empfangen und überreichte diesem eine Dankadresse. Sämmtliche Herren wurden dann zum Diner geladen und kehrten erst Abends nach Hamburg zurück. Bremen, 17. April. Anläßlich der Anwesenheit des Kaisers werden gutem Vernehmen nach auch Moltke und die Staatssecretäre Bötticher, Stephan und Maltzahn der Einladung des Senats Folge geben. Pest, 17. April. Der „Pester Lloyd" enthält eine Berliner Correspondenz, welche die Meinung englischer Blätter, die Leitung des Dreibunds werde nach dem Rücktritt des Fürsten Bismarck aus den Grasen K a l n o k y übergehen, zurückweist. Jeder der verbündeten Staaten habe seine eigenen vollständig unabhängig geleiteten Interessen, die von den gemeinsamen nicht so lösbar seien, daß für die letzteren eine gemeinsame Leitung zulässig erschiene. Auch Fürst Bismarck habe nie innerhalb des Dreibundes die Leitung gehabt. Daß dessen Rath ost entscheidend war, sei eine Folge seines Prestige gewesen; die Vorstellung, daß Oesterreich-Ungarn jetzt vom Dreibunde mehr als bisher in Balkanangelegenheiten zu erwarten habe, lasse gänzlich außer Acht, daß, wie man auch eine solche künstliche Interessengemeinschaft construire, die Selbständigkeit Oesterreich- Ungarns in der Wahrnehmung seiner eigenen Orient- interessen Einbuße erlitte. Auch zu einer Verschlechterung der Beziehungen zu Rußland würde derartiges führen und die Friedenschancen vermindern, die sich auf die friedlichen Neigungen des Zaren stützten. Deutschlands Stellung zu Frankreich ginge dieses andererseits allein an. Prag, 17. April. Heute Abend sand eine Demonstration der strikend en Bäckergesellen vor der Wohnung des Genossenschastsvorstehers statt, wobei mehrere Verhaftungen vorgenommen wurden. Paris, 17. April. Dem „Soir" zufolge genehmigte der Municipalrath die Errichtung des Veterinärsanatoriums von La Villette zur Beobachtung seuchenverdächtiger ausländischer Hammel. Paris, 17. April. Constans conferirte gestern mit dem Seinepräsecten und dem Polizeipräsecten über die Munizipalwahlen und über den 1. Mai. Aus den Departements sowie aus Algier werden Vorbereitungen zu größeren Demonstrationen unter Theilnahme der socialistischeu Deputaten gemeldet. Marseille, 17. April. Carnot ist gestern Abend hier eingetroffen und trotz des Regenwetters von einer zahlreichen Volksmenge empfangen worden. Marseille, 17. April. Carnot besuchte heute noch die Handelskammer. Er drückte, auf eine Ansprache des Handelskammerpräsidenten erwidernd, seine Zuneigung gegen die Stadt Marseille aus und hob hervor, daß sich die Einfuhr und Aussuhr dieses Hafenplatzes verdoppelt habe, seit er als Ingenieur-Eleve in Marseille gewesen sei. Er werde sich glücklich schätzen, wenn er zum weiteren Gedeihen der Stadt beitragen und derselben eine noch glänzendere Zukunft sichern könne. Stets werde er den ihm von der Marseiller Bevölkerung bereiteten Empfang im Gedächtnis; bewahren. Toulon, 17. April. Das zu Ehren Carnots hierher entsandte i t a l i e n i s ch e G e s ch w a d e r ankerte gestern vor dem Hafen und traf heute Vormittag auf der kleinen Rhede von Toulon ein. Das Geschwader gab Salutschüsse ab, die vom Fort Couronne her erwidert wurdet!. Der italie- uische Admiral Lovera und sein Generalstab statteten einen Besuch an Bord des sranzösischen Geschwaders ab. Die Franzosen erwiderten denselben später, wobei wiederum Salut geseuert wurde. Am Nachmittage begab sich Admiral Lovera an Land und besuchte die See- und Militärbehörden. London, 17. April. Fergusson theilte heute im Unter- Ha u s e mit: Angesichts der neuerdings wieder ausgetretenen Gerüchte habe ihm der portugiesische Minister des Aeußeren wiederholt erklärt, daß er zwar keine offizielle Kenntniß von einer portugiesischen Expedition nach dem Shire-Fluß besitzt, daß er jedoch den Rückzug hinter den Ruo-Fluß angeordnet habe, für den Fall, daß sich die diesbezüglichen Gerüchte bestätigen sollten. Gleichzeitig, setzte Fergusson hinzu, habe die britische Regierung neuerdings die positive Versicherung erhalten, die Portugiesischen Behörden würden keine neue Action billigen oder dulden, die mit den englisch-portugiesischen Abmachungen unvereinbar sei. Petersburg, 17. April. Das „Journal de St. Peters- bonrg" bemerkt, daß gewisse auswärtige Zeitungen auf Kosten Rußlands falsche Nachrichten erfinden und verbreiten, die geeignet seien, die öffentliche Meinung zu beunruhigen, das Blatt hebt mit Genugthuung lobend die Proteste hervor, welche gegen ein solches Treiben selbst in der Presse des Westens laut würden. Belgrad, 17. April. Die „Agence de Belgrade" erklärt die Meldung eines ungarischen Blattes, die Brüder Karageorgiewitsch hätten um Ausnahme in den serbischen Staatsverband nachgesucht, sowie die Meldung des „Standard", Königin Natalie habe durch Verwendung des russischen Kaisers directen Einfluß auf den König erlangt, für gänzlich unbegründet. Washington, 17. April. Der Finanzausschuß des Repräsentantenhauses befürwortete eine Tarifvorlage, welche Zucker unter 16 holländisch Standard sowie Melassen auf die Liste der frei einzuführenden Maaren setzt, dagegen rafftnirten Zucker über 16 holländisch Standard mit 4/10 Cents besteuert und heimischem Zucker für 15 Jahre eine Prämie von 2 Cents gewährt. Darmstadt, 18. April. Seine Königliche Hoheit der Großherzog wird in Begleitung des Erbgroßherzogs heute Nachmittag aus Oberhessen hierher zurückkehren. »nd provinzielles Gießen, 18. April. — Seine König!. Hoheit der Großherzog traf heute Vormittag 8 Uhr, von Romrod kommend, hier ein und reifte mit dem Schnellzuge 8 Uhr 9 Min. nach Friedberg weiter, von wo er Mittags 1 Uhr nach Darmstadt zurückkehrt. — Sitzung der Stadtverordneten vom 17. April. Anwesend: Herr Bürgermeister Gnauth, Herren Beigeordneten Keller und Langsdorff, Seitens der Stadtverordneten die Herren Adami, Georgi, Grüneberg, Habenicht, Hoch, Homberger, Heyligenstaedt, Jughardt, Keller, Löber, Petri, l)r. Ploch, Scheel, Schmall, Schopbach, Simon, Pros. Thaer und Vogt. — Herr Stadtverordneter Wallenfels hat schriftlich mitgetheilt, daß er behufs Herstellung seiner Gesundheit einen vier- bis fünfwöchentlichen Badeaufenthalt genommen habe und während dieser Zeit den Sitzungen fernbleiben müsse. — Von dem Verfasser eines die hydrographischen Verhältnisse des Rheines und seiner hauptsächlichsten Nebenflüsse beschreibenden Werkes ist der Stadt ein Exemplar als Gescksenk überreicht worden, dasselbe wird dankend angenommen. — Das Comite für Errichtung eines Kaiser- Friedrich-Denkmals auf dem Schlachtfelde von Wörth hat an die Stadt das Gesuch um Bewilligung eines Beitrages gerichtet. Um ein dem Kaiser Friedrich würdiges Denkmal zu errichten, reicht nach Angabe des Comites die vorhandene Summe von 157 OOO Mk. nicht aus.' Herr Bürgermeister Gnauth bemerkt, daß es sich hier, im Hinblick auf einen früheren ablehnenden Beschluß in Betreff der Bewilligung eines Beitrages für ein Denkmal auf dem Schlachtfelde bei Leipzig darum handle, ob im vorliegenden Falle die Versammlung auf dem damals eingenommenen Standpunkte, aus Mitteln der Steuerzahler einen Beitrag nicht zu bewilligen, sondern dies der privaten Opferwilligkeit zu überlassen, beharren solle.' Herr Beigeordneter Langsdorff bemerkt hierzu, bei all' der hohen Verehrung für den großen Helden und Dulder Kaiser Friedrich müsse er sich auch hier wieder gegen die Bewilligung eines Beitrages aus städtischen Mitteln aussprechen. Er wünsche, daß dem Kaiser Friedrich ein großes Denkmal gesetzt werde, bitte aber die Mithülfe zur Ausbringung der Mittel der Einwohnerschaft zu überlasten und eine Sammlung anzuregen, der er guten Erfolg wünsche. Herr Georgi wünscht den Einwohnern Gelegenheit zu geben, zu dem Denkmal beizutragen, er bittet zu erwägen, ob die Stadtverordneten-Versammlung vielleicht die Sammlung in die Hand nehmen könne. Herr Hornberger spricht sich für Bewilligung eines Beitrages aus städtischen Mitteln aus, indem er glaube, daß der Stadtvorstand einen solchen wohl Namens der Stadt bewilligen könne- eine Sammlung sei umständlich, er glaube zwar nicht, daß Jemand in der Stadt sei, der nicht nach Kräften beitrage, es werde aber auch Niemand etwas gegen Bewilligung eines städtischen Beitrags haben, dies fühle der Einzelne weniger, als wenn er eine Kleinigkeit beifteure. Herr Dr. Ploch spricht sich auch gegen Bewilligung eines städtischen Beitrages aus, eine Sammlun ergebe jedenfalls mehr, als man in der Stadtverordnetenversammlung bewilligen könne. Herr Grüne berg hat kein Bedenken gegen einen Beitrag aus der Stadtkaffe, würde sich aber auch für den Antrag des Herrn Georgi auösprechep Herr Schmal! spricht sich für Bewilligung eines $eitraqeö aus, es entspreche nicht der Würde der Stadt, mit dem Klingelbeutel herumzugehen, es handle sich um Ableistung einer Ehrenpflicht gegen den Kaiser Friedrich. Herr Lüder spricht sich auch für einen Stadtbeitrag aus, ' desgl. Herr Petri, der in vorliegendem Falle eine Ausnahme zu machen empfiehlt. Die Bewilligung eines Beitrages aus städtischem Mitteln wird abgelehnt. Herr Georgi stellt hieraus den Antrag, auf Veranlassung der Stadtverordneten-Versammluna eine Sammlung zu eröffnen und die Stadtverordneten mit Beiträgen obenan zu stellen. Die Versammlung ist mit dem Anträge einverstanden- Herr Bürgermeister Gnauth wird die Sache in die Wege leiten und demnächst die Zeichnungslisten in Circulativn setzen. — Dem Hilfsverein deutscher Angehöriger in Prag wird auf Gesuch ein Jahresbeitrag von 10 Mk. bewilligt. — Dem Gesuch des Oberhessischen Vereins für Lvealgeschichte um Ueberlassung je eines Zimmers im Bürgermeistereigebäude für einen Tag in der Woche und im alten Rathhause wird statt- gegeben. Das Zimmer im Bürgermeistereigebäude soll zur Durchsicht und Ordnung des städtischen Archivs, durch welche sich der Verein eine reiche Ausbeute an Wissenswerthem namentlich aus der Zeit des dreißigjährigen Krieges verspricht, außerdem einen freieren Ueberblick über den Inhalt des Archivs zu erhalten sucht, dienen. Das Zimmer im alten Rathhause, seither zur Rathsdiener- wohnung gehörig, soll die bessere Aufbewahrung uni übersichtlichere Anordnung der Sammlungen des Oberhessischen Vereins für Localgeschichte ermöglichen. Die Genehmigung zur Benutzung des Zimmers im Bürgermeistereigebäude soll unter der Voraussetzung erfolgen, daß die Ergebnisse der Sichtung des Archivs im allgemeinen Nutzen Vcrwerthung finden, resp. publicirt würden. — Betr. der im Schlachthause vvrzunehmenden Verwiegungen von geschlachtetem Vieh und Häuten, für welche ein Gebührensatz noch nicht besteht, wird beschlossen, für das Verwiegen eines Viertels Großvieh 10 Pf., eines ausgeschlachteten Schweines 10, eines Kalbes, Schafes ober einer Ziege 5 Pf., einer Haut ebenfalls 5 Pf. Gebühren zu erheben. Das zum Betrieb der Freibank erforderliche Mobiliar und Werkzeug, wie Ladentisch, Waage, Messer, Spalter, Tisch, Hängekrappen, Mulde, Lampe, Firmenschild 2c., soll beschafft, die Lieferung mb händig vergeben werden. — Der zur Beschaffung von k ü n ft l i ch e m D ü n g e r für die städtischen Wiesen vorgesehene Betrag von 600 Mk. reicht zu einer von der landwirthschaii- Üchen Commission für nöthig erachteten nachhaltigen Düngung der Wiesen nicht aus- es wird deßhalb ein weiterer Betrag von 400 Mk. zur Beschaffung von 200 Ctr. Dünger und 5 Gentner Hornmehl bewilligt. — Bei der Löberschm Stiftung werden in nächster Zeit 10,000 Mk. in Kolgc Kündigung vom Darlehen flüssig. Es soll, sofern Hypotheken zu 4 pCt. nicht zu erlangen sein sollten, die Verzinsung dieses Capitols durch die Stadt, und zwar zu 3i/2 pCt., stattsinden. — Der Israelitischen Religionsgemeinde wurde s. Z. zum Preise von 8 Mk. pro Hj Meter ein 132 m Meter großer Begräbnißplatz auf dem städtischen Friedhöfe käuflich iiber- laffen. Nach einem neueren Gesuche bittet der Vorstand der israel. Religionsgemeinde, eine an den israel. Begräbniß- platz stoßende Gräberreihe nicht zu belegen, sondern der Religionsgemeinde behufs später nothwendig werdender Vergrößerung desselben zu reserviren. Es wird dem Commissionsantrage gemäß beschlossen, fragliches Gelände der israel. Religionsgemeinde schon jetzt zu überlassen, anstatt für spätere Erwerbung zu reserviren. Dagegen soll Stundung des Kaufpreises bis 1. April 1892 gewährt, die alsbaldige Eiir sriedigung des betr. Geländes mit Fichten zur Bedingung gemacht werden. — Herr Carl Wenzel hat ein Stück an die Frankfurter Straße stoßenden, früher als Straße im Bauplane eingezeichneten Geländes zwischen den Häusern 36 und 40 in Pacht und darauf einen Garten angelegt. Für dieses Gelände haben sich zwei Liebhaber gefunden, die einen höheren Pachtpreis (Herr Wenzel bezahlt 9 Mk.) zahlen, hauptsächlich aber durch pachtweise Uebemahme des Geländes verhindern wollen, daß dasselbe, wie schon mehreremale, mit Jauche gedüngt und dadurch die Nachbarschaft belästigt werde. Da letzterer Umstand für die Stadt nicht Anlaß zur Kim- digung des Pachtvertrags ist, sondern die Polizei gegen eine derartige Verunreinigung der Luft cinzuschreitcn hat, so kann hier nur der Erlös eines höheren Pachtgeldes für den Beschluß, Herrn Wenzel den Pachtvertrag zu kündigen, maßgebend sein. Da das bisher gezahlte Pachtgeld von der Versammlung als zu niedrig befunden wurde, beschließt dieselbe, den Pachtvertrag für 1. November d. I. zu kündigen- bei einer Neuverpachtung aber die Anlage als Ziergarten nach der Frankfurter Straße hin und die Verwendung künsr lichen Düngers zur Bedingung zu maclM. — Das Gesuch des Herrn Johannes Seibel um Trottoirpflasterung vor seinem Hause an der Frankfurter Straße wird abgelehnt/ da bei der ifotirten Lage des Gebäudes keine Veranlassung zur Trottoirherstellung vorliege. — Herr Löber macht au; die schlechte und gefährliche Beschaffenheit des Pflasters am Tiefenweg aufmerksam. Herr Bürgermeister Gnauth be^ merkt, daß z. Z. eine Colonne Arbeiter mit Ausbesserung dc Pflasters an verschiedenen Stellen der Stadt beschäftigt sei- cr werde veranlassen, daß die schadhaften Stellen am Tiefenweg auSgcbeffert würden. — Herr Scheel empfiehlt, bei einer demnächst vorzunehmenden Trottoirlcgung Versuche ml Cementplatten anzustellen, dieselben schienen sich nach «einen in Frankfurt gemachten Wahrnehmungen zu bewähren. soll gelegentlich eine Probe damit augestellt, vorerst aber fil' gestellt werden, wie sich Asphalttrottoir, das in diesem die Neustadt erhalten soll, bewährt. — Das Gesuch eme Anzahl Bewohner der Sandgasse um Erweiterung 1 e '"Mert ich M Aphas, K 2) ; Holzw iim Tiehm Montag 11890, von $ 'M im Gießen LDistrictenHM ! Tannkops und Bezirk Fernewal »versteigert werd A Bau-, W • 98 ßichen-Sll meter, H86 Fichten- u mit 90,43 11121 Fichtenstanc Meter. B. 9 Echrüh. 3 Rmtr. Kuchen 2 Mchen 20 Winden 2 -Nadel 27,3 Zujamn kvtrang-Viese. am Trotz. M'b'( _ Ss« «S-J» I ISÄ; L.-S- Sti-A* leistet. 8 t ii s9bltÄit€tUhr erklär', » X bereit treten alailbnlv f aU$ji r-e 1). Zum« lMgksmden, ’i IMid ' ßGau He^n •24.38 M- un »Verbänden zahl : richt" sv N 112. bis 4- W i £. Daubert-W : cand. Y-rmgdl «Butzbach, .4'^ Wieseck-GießeN/ r demselben als i technisches Tun S Schneider-Mark kTurner: Andrem kBudingen, |§r. Helm-Gieß mnb Chr. Schoi ftiir Kreis- und meitsprnng und letzteres findet tdie Gauturnsak fFreihochsprung 15. Juni cr. pfür die Geräth rerft im Mai vr Bereinigung bei Vereinen recht - Das jstelll, uns hier Muse vorzusüh^ icharvn" von Si istlhrung dieser mmd zeugte vo * L«« 10 Qu Qbk ■ «4# Ql9efc berblick I1/ dienen. M Ratz lusbewah^ Mgen bes ■ glichen. । n Bürgern! erfolgen, ^gemeinen! in. - H Vermiegunzn he ein Gebiik as Vemiegtl lachteten LL: Ziege 5 Pj,. • Das zuni^ Werkzeug, Wien ngekrappen, L die Liesem; Zeschassunz 1 Wiesen Borgt: der landwich achhaltigenN ein weiterer b 0 Ctr. Diinzn !i der Löbc: OOO Mk. in/ »*N ^lgebach v '^lvs, buti - "Wissen^' ^tQbt, . - hi N^.v jni JÜ b.j stellt C- :rZ kündigt" Ä--A rna^m» de- *' )« Eh«'» ch°st 6=** # )ie PolO E, M***S er ' ?aU»*; 'qober ÄiK Mdtbl^^' °l e*14 cF9 caA i( < - ®>rt 1/ sofern hyP lie Verzinsung! is, M., stach )e wurde s. J 32 Dieter t: edhofe fäujiit ■ tet der Sorjici.’ , israel. Wgi^ liegen, fonbtr nbig werdend;!! rd dem CoM- Gelände her / n, anstatt für soll Stnnditz t die alsbaldig!! cf)ten S“1 %t". nzel 6«ttll!: äiher als ©“■ litten de« ?- nen Gar!««-/ f An en Sandgasse wird abg?lehnt, es soll auf dieser AMHrmng so lange beharrt werden, bis der Besitzer epier biie Verbreiterung hindernder eingesriedigter Mistftätte sich bi Eid erklärt, dieselbe zu einem annehmbaren Preise an die TW abzutreten. — Herrn Carl Logt II. wird die Er- laim>i ertheilt, die AuMllung vor seinem Hause in der ^Vtmtraße auszusühren, der bei Ausbau der Straße später atv's die Stadt fallende Theil der Kosten dieser Auffüllung saill dam Herrn Logt zurückvergütet resp. in Anrechnung g^Iiach» werden. — Behufs Begießung des Realschul- h tchjes sollen in demselben die nöthigen Vorrichtungen ge- trnajskn, Hydranten u. s. w. angelegt werden. Die Kosten «■390 Mk. werden bewilligt. 1). Turnerisches vom Gau tzeffeu. Nachdem die Der emigimg zwischen Lahn-Wetter-Gau und Gau Hessen nunmehr st-aligkstunden, wurde gestern die erste Sitzung des verstärkten G^anSschusses, bestehend aus den Turnern: K. Demuth- Mnkpr. A. Hartwig-Wetzlar, W. Herbert-Gießen, Karl MMei sch-Butzbach, L. Mank-Wieseck, V. Schneider-Marburg u wd H, Völtzel II. - Wieseck-Gießen, abgehalten. Von dem @hu Hessen wurden noch an Baarbestand übernommen 21S.38 Mk. und verfügt derselbe nunmehr über eine zu den TMänwen zahlende Mitgliederzahl von 3659. Als Kampf- ri:*ltn für daS 18. Kreisturnfest in Coblenz, welches vom 2a bis 4. August d. I. stattfindet, sind erwählt die Turner VL Daiubert-Wieseck, L. Frech-Gießen, A. Hartwig-Wetzlar, o ovnil. Hering Marburg, C. Häuser-Marburg, Karl Kalbfleisch- Bk Hach, I. Kleinfelder Wetzlar, K. Köhler-Gießen, H. Völtzel- MAkieck Gießen, Franz Wigandt-Gießen, außerdem gehören dtünjelbsen als ständige Mitglieder an: K. Demnth-Gießen als tiditzisä es Turnausschußmitglied und der Gauturnwart Volp. O^netl er-Marburg. Als Stellvertreter wurden bestimmt die Arunter Ändreas-Bad-Nauheim, H. Arnold-Usingen, H. Albert- Gingen, A. Bender-Gießen, C. Th. Helsenbein-Lauterbach, 8pr. hkLm-Gießen, L. Mank-Wieseck, Rönnemüller-Marburg uinl 6for. Schopbach-Gießen. Als volksthümliche Hebungen sis r Krms- und Gaufest wurden bestimmt: Wettlaufen, Frei- ttiKitipring und Gewichtheben (mit einem Arm 25 Kilo). VJs|tcreS findet am 20. und 21. Jult in Schotten statt. Für dt«k Gatuturnsahrten ist als vierte volksthümliche Uebung noch Umihochsprulig bestimmt worden und findet eine solche am IS. Juni er. nach Wölfersheim statt. Die Pflichtübungen fitzt die Geräthe würben ebenfalls festgestellt, werden aber ci^ft im Mai veröffentlicht werden. Hoffend, daß durch diese BlMinicgung der Turnsache gedient, möge sie den betheiligten VAsttirwi recht gute Früchte zeitigen. Gut Heil! — Das Baars'sche Theater, welches sich die Ausgabe ftfeL II! ns hier einige der besseren Produete der leichtgeschürzten Muse v orzuführen, hat gestern Abend mit dem „Zigeuner- btx.ron" von Strauß seine Vorstellungen begonnen. Die Auf- fr Dung dieser melodienreichen Operette ging flott von Statten u:;tü zmigte von tüchtiger Einstudirung; die Leistungen der einzelnen Kräne sowie die des gesummten Personals waren sowohl schauspielerisch wie gesanglich zufriedenstellend. Von den Mitwirkenden sind lobend hervorzuheben die Damen Tauben (Zigeunerin Czipra) und Rel off (Saffi), die Herren Kisker (Barenkay) -, Hertzog (Commissar) und Albers, welch letzterer als Schweinezüchter Zsupan eine köstliche Figur bot. Auch die Leistungen des Orchesters unter Leitung des Herrn Capellmeisters Buhrdorff waren an- erkennenswerth. — Die städtische Turnhalle wurde an Herrn Buchhändler Reimer für die Summe von 40,144 Mark verkauft. Grünberg, 17. April. Herr Ingenieur Harer aus Frankfurt a. M. wird am nächsten Sonntag im Gasthaus zum „Englischen Hof" einer Bürgerversammlung das Prv- ject einer Wasserleitung für Grünberg vvrlegen. Laubach, 17. April. Seine Königliche Hoheit der Groß- herzog haben Allergnädigst geruht: am 5. April nach Uebernahme des Gymnasiums Fridericianum hier als staatliche Lehranstalt: den seither an dieser Anstalt angestellten Direetor Dr. Ernst Ritsert zum Direc tor, sowie die seither an derselben angestellten Lehrer: Dr. Karl Wetzel, Dr. Wilhelm Lahm, Dr. Gustav Mohr und Dr. August Röschen zu Lehrern an dem Gymnasium Fridericianum zu Lallbach, sämmtlich mit Wirkung vom 1. April an, zu ernennen. * Alsfeld, 17. April. Am vorigen Montag, um 10 Uhr Vormittags, fand in der Aula der Großh. Realschule dahier die feierliche Einführung des Herrn Dr. Scheuermann aus Gießen in fein neues Amt als Director dieser Lehranstalt statt. Eröffnet wurde die Feier durch einen sehr schönen Vortrag einer Hymne seitens des Sängerchors der Schüler, woraus zunächst Herr Oberschulrath Soldan aus Darmstadt eine Ansprache hielt, um Herrn Dr. Scheuermann die Leitung der Realschule zu Alsfeld zu übergeben. Herr Rcallchrer Dr. Klein begrüßte hierauf den neuen Director und dankte feinen Collegen für die ihm während seiner interimistischen Amtsführung zu Theil gewordene liebenswürdige Unterstützung. An die Ansprache des Herrn Dr. Klein anknüpfend nahm Herr Director Scheuermann zuerst Veranlassung, dem Vertreter der Regierung für das Vertrauen zu danken, das sie ihm durch llebertragung der Stelle eines Directory bewiesen habe und um das er auch die anwesenden Herren des Lehrercollegiums bei ihrem nunmehrigen Zusammenwirken bat. Sich dann an die Schüler wendend, versprach er ihnen stets ein aufrichtiger Freund zu sein, von dem sie versichert sein dürften, daß er in allen seinen Anordnungen nur immer ihr Bestes im Auge haben werde. Vor einer ausführlichen Entwicklung und Darlegung eines vollständigen Programmes absehend, entwickelte er nun in klarer, bündiger Weise einige pädagogische Grundsätze, die für ihn besonders bei seiner erziehlichen Thängkeit die leitenden sein würden. Eine größere Anzahl hiesiger Bürger, die Vertreter staatlicher lind städtt- scher Behörden, die beiden hiesigen sowie mehrere auswärtige Geistliche, die Lehrer der Stadschule dahier und noch mein ei e Herren mm auswärts beehrten den für die Realschule so wichtigen Aet durch ihre Anwesenheit. *△ Mainz, 16. April. Zur Arbeiterbewegung. Um einem Strike vorzubeugen, hat die Geschästsleitung der Lederfabrik von Mayer, Michel u. Denninger hier den im Tagelohn stehenden Arbeitern aus eigenem Antrieb eme Lohnerhöhung zuweisen lassen. — Zn einer größeren Versammlung besprachen gestern die hiesigen Schneidergehilsen Die Verhältnisse des Schueidergewcrbes an dem Mainzer Platze. Die Hauptklagen richteten sich neben den Lohnforderungen gegen die Hmisectionsgeschäste und gegen die Hausindustrie, welch letztere viele sanitäre und wirthschaftliche Schäden nach sich Zöge. In einer Resolution beschloß man, die Arbeitgeber auszufordern, entweder einzelne Werkstätten einzurichten oder eine Centralwerkstätte zu schaffen, jedenfalls aber die Hausindustrie zu beschränken. Rohseideve Bastkleider Mk. 16.80 pr. Stoff zur compl. Robe und bessere Qualitäten veri. potto- und zollfrei das Fabrik-DSpVt G. Henneberg (K. u. K. Hofltef.) Zürich. Muster umgehend. Briese kosten 20 Psg. Porto. 1983 Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Sonntag Misericordias Domini, 20. April. Vormittags 9V» Uhr: Pfarrer Dingeldey. Nachmittags 2 Uhr: Vorstellung und Prüfung der Confirmanden aus dem Realgymnasium und der Realschule. Pfarrer Schlosser. Kinderkirche, Vormittags 11 Uhr, Pfarrer Schlosser. Am Sonntag den 27. April: Konfirmation der Real- gymnasiasten und Realschüler und Feier des heiligen Abendmahls; die Beichte am Samstag zuvor, Nachmittags 2 Uhr. Am Confirmationstag Collecte für die Armen der Gemeinde. Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 20. bis 26. April besorgt Pfarrer Schlosser^ Katholische Gemeinde. 2. Sonntag nach Ostern, 20. April. Samstag: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um Ve8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag: Morgens von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um Vz7 Uhr Austheilung der hl. Communion; um Vt8 Uhr Frühmesse; um 8/<10 Uhr Hochamt mit Predigt Nachmittags um V-3 Uhr sacramentalische Bruderschaftsandacht mit Predigt. Gottesdienst in der Synagoge. 19. April. Freitag Abend 6“ Uhr, Samstag Morgen 800 Uhr, Samstag Mittag 4°° Uhr, Samstag Abend 740 Uhr. Holzversteigerung iti»6iie8etier Stadlwalde. vlentag den 21. April 11890, von Vormittags 9 Uhr an, jo il in Gießener Stadtwalde in den Mißriete n Habichtswald, Strangswiese, TLimnlospf und Dachsbau im Schutz- beWk g ernewald nachverzeichnetes Holz veÄige rt werden: JL Stau-, Werk- und Nutzholz. LiK kichen-Stämme mit 36,26 Fest- mcter, IM sichten- und Kiefern - Stämme mitt 90,43 Festmeter, INH Kichtenstangen mit 3,63 Festmr ter. B. Brennholz. Scheith. Prügelh. Stockh. Rersh. 'Kuttr. Rmtr. Rmtt. Wellen. BMttzen 2 1,4 — — kW, 20 29 17,8 1920 ßiÄi 2 — — 310 M! 27,3 43 59,4 5285 Dk Zusammenkunft ist an der S:AinzSwiese. Bitten, am 15. April 1890. choßh. Bürgermeisterei Gießen. G n a u t h._______3384 "Terfteigerung. < Dla^tag re« 19. April d. IS. verMeire ich Marktplatz 20: . Iljxrsichiedene Hausmobilien, als: eosyhas, Schränke, Betten, Tische, kpiegel, Schreibsecretäre, Verticows, s-mmoden rc. ^iimderhüte, Capotten, Umhänge- ificfcer, goldene und silberne Uhren, 12 goldene Kaffeelöffel, 12 silberne gleichen, 18 silberne Messer und ßMeln, goldene Brechen, Medaillons inbo Ohrgehänge. Bor«, 348ful Gerichtsvollzieher in Gießen. .Smstag den 19. April, Machmittags 1 -2 Uhr, wtalto r:m Gasthaus rinm Adler" am «mch Eingang vom Burggraben auÄ : He-rre«-, Dame«- und Ähtfrtt« ftrii»MtIe, Seiden- u. Seidenfammt- refü:«,Hserrenkragen. Shlipfe, Schür- im* Spitzen, Blnmen Bänder, KeMnn,. Druckzeug Dorhangftoffe «wiD rtinige große Teppiche, ein «o.e:eriäiufer (12 ■ lg., 1,80 m breit) «sMkM. 347l'ü S. Hoffman«. Mobiliar-Versteigerung. Montag den 21. April, 'Nachmittags von 2 Nhr an, und Dienstag den 22. April, Dormittags von 9'/r Nhr an und Nachmittags von 2 Nhr an, werden Wilhelmstraste 2 II nachbenannte Gegenstände versteigert: Guterhaltene Möbel, darunter eine fast neue elegante Speisezimmer-Einrichtung, sowie eine schöne Garnitur, ein großer Teppich, Haushaltungsgeräthe und eine eomplete Küchen-Einrichtung, ein feuerfester Kaffenschrank, eine feuerfeste Doeumentenkiste re. Montag kommen die Möbel und Nippsachen zum Ausgebot. Dienstag Vormittag von 9*/, Uhr an das Küchenmobiliar, Geräthe rc. Dienstag Nachmittag wird mit einer großen Attzahl Blumen und Pflanzen in Töpfen, sowie 1 Mähmaschine und Garten- möbelu begonnen. Im Auftrag: 3349 Louis Rothenberger/Gerichts-Taxator. Die Gegenstände können Montag Morgen von 10 Uhr an besichtigt werden. Nähere Auskunft ertheilt LouiS Rothenberger, Neuenweg 22. Schirme! Schirme! bei Georg Gchrrdeckcr, [3213 _ . 2527] Zwei Bettstelle« billig zu Zimmer^latz verlängerte Bismarckstraße. verkaufen- Bahnhoffttaße 11. Einem geehrten hiesigen Publikum, sowie dem der Umgegend 8 erlaube ich mir hierdurch ergebenst mitzutheilen, daß ich mit zehn Ä Kisten Sonnen und Regenschirmen (für Herren und X Damen) hier eingetroffen bin und sollen dieselben innerhalb weniger £ Tage ausverkauft werden zu jedem nur annehmbaren Preise. o Namentlich mache tch aufmerksam auf eine große Patthie X Kinder-Sonnen- und Regenschirme (500 Siück). g Größte Auswahl. Enorm billige Preise. £ Nur Neuheiten der Saison. Nur einige Tage diese günstige Gelegenheit, welche man nicht versäumen sollte. Hochachtend (3488 S J» Scäanudua, Schiemfabriklager aus Frankfurt a. M. Trockene Zimmerspähne । taufen. J Näheres in dir Erped. d?Bl. Samstag, 19. ds. Mts., Morgens IO Uhr, 3494 findet im Burggrabe« eine Versteigerung von altem Bauholz «. Ziegeln statt. Jeilgebotenes. Dickwurr und Kartoffeln verkauft [3365] Kriedrich Coft. Backsteine (Feldbrand) (Neustädter Feld) [3497 verkauft_____Chr. Pe ri V. Leere Oelfäffer, von 10 bis 20 Ctr. 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Bl. 3378] Gin Schüler, oder ein Mädchen, welche- die Alieeschule besuchen will, findet freundliche Aufnahme. RähereS Grünbergerstraße Nr. 2a, II. Stock.________ 3410] Wir suchen für daS Comptoir unserer Cigarrenfabrik einen Lehrling i mit guten Vorkenntniffen zum baldigen Eintritt. __Gebrüder Schurall. Lehrlingsstelle gesucht. Für einen jungen Mann aus guter Familie, der Ostern das Reifezeugniß erhalten hat, wird in einem hiesigen kaufmännischen Geschäfte sogleich oder in einigen Wochen eine Lehrlingsstette gesucht. Ges. Offerten beliebe man unter G. 17 m der Exped. d. Bl. abzugeben. (3423 Hau-Haltungswäsche, Vorhänge (auch Cr6me), wird übernommen und bestens besorgt. 6435_______R-uenw-g 40. 2589] Das ehemalige E. Tlieverffche Ha«S, Marktstraße, ist zu oermiethen oder zu verkaufen Näheres Gewerbebank zu Gieße«, e. G. m. u. H. - Herrn Rechtsanwalt Hermann Steinberger 3496 aus Samstag den 19. d. Al., um 4 Vs Uhr statt. «r ?,1' ■ ber 1 i schrei, i> teio Statt jeder besonderen Nachricht zeigen wir hiermit das in Locarno plötzlich rfokte Ableben unseres theueren Bruders, Schwagers und Onkels, des Annahme von fotgcnbtn^ <_/ 2954 iS*-*w‘". *■*-•«*•«*'- "E" ♦ ZL Äw ÄÄ Mw N**«. ** **» - W«- WM x X X — Groszev Posten Aleidevstostveste. — Ak. Docter, Seltersweg 57. G Hermiethungen. 3482] In meinem neuen Hause Frankfurterftraße ist der 2 Stock, 5 Zimmer Küche mit Zubehör, durch Versetzung des S-rrn Assistenten Schrater anderweit zu vermietben-__Pb» Größer. Ö48ö] Ein freundliches Logis, oesteheud aus 5 Zimmern mit Zubehör, rft an eme ruhige Familie per 15. Iu« zu vermiethen-1 Georg Schreiber Schtllerstraße 16 1.1 "" 3491] Ein kl. Logis im Hinterhaus zu vermiethen__Leop. Schlatter. ' 3489] Kleines Logis zu vermiethen. __Neuenweg 3L_ " 3372]"In meinem Hause, Bahnhofstraße 18, ist eine Wohnung von 4Ztm- mern, Küche und Zubehör, mit Wasser- eitnng, vom 4. Jult an zu vermiethen. 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Bl,________ ”3448] Gymnasiasten finden gute Pension und liebevolle Aufnahme in einer gebildeten Familie Gießens- Auf Wunsch Beaufsichtigung der Arbeiten und Nach- hilfe. Wo? sagt die Exped- d. Bl- 3498] Ein kräftiger Bursche zum Milchfahren gesuchk. Näheres in der Exped. d. Bl. 3121] Ein Logis von 3 Zimmern, Küche mit Wasserleitung, ist zu vermiethen- ______________________Flügelsgasse 23. 3055] Süd-Anlage 4 ist der mittlere Stock, bestehend aus 8 Zimmern und Zubehör mit Gartenantheil, per 1. Juli zu vermiethen-________ I» Alker. 3480] Zwei gut möblirte Zimmer sofort zu vermiethen- Frau Dr. Spengel, Südanlage 22 II. 3479] Möbl. Zimmer zu vermiethen. Bismarckstraße 14^ ^Schönes möblirtes Zimmer mit Cabinet, ganz nahe den Kliniken, billigst zu vermiethen» 3450 Frankfurterstraße 43 II. 3411] Möblirtes Zimmer mit beson- berem Eingang zu vermiethen Asterweg 53, parterre. 3360] Großes möblirtes Zimmer zu vermiethen. Gvetbestraße 2 III. ___________________(Sübanlage)- 3330] Ein gut möblirtes Zimmer mit ober obne Schlafstube (in ber Nahe ber Universität) ist sofort zu vermiethen- Näheres Lubwigstraße 52, parterre. 1786j Ein schön möblirtes Zimmer zu vermiethen- Louis Petri III Asterweg. 3367] Zwei fein möbl. Zimmer an einen ober zwei Herren zu vermiethen. ____Bleichstraße 16 II. 3429] Möbl. Zimmer zu vermiethen. Kreuzplatz 3. Spar und Leihkasse Gießen Au-schußsttzung im Sparkassehause: Sam-tag den 26. l M., Nachmittags 4 Uhr Gießen, am 16. April 1890. Die Direction des Spar- und Leihkasse-Vereins. __Langsdor fj_______- Ausverkauf sämmtlicher aus der Conr. Jos. Krller'schm Concursmaste vorhandenen Kurzwaare«, Spitzen, Bänder, Verzierungen, Knöpfe u. s. ro. zu bedeutend herabaesetzten «« von Montag den 14. April ab in dem seitherigen Geschäft« Markrstraße 18. F. HofEmann, Concursverwalter.