1890 Nr. 16. Zweites Blatt Amts- und Anzeigeblatt für den Aveis Gieren chratiskeikage: Gießener Kamilienökätter. Sonntag den 19. Januar Gemeinden sollen sich jedoch die einzelnen Landwirthe nicht vom Beitritt abhalten lassen, da bei Hinzutritt einer Gemeinde nur deren Bullen, nicht aber die Mutterthiere berücksichtigt werden. Die Statuten der Vereins werden erst nach der ersten Generalversammlung gedruckt und jedem einzelnen Mitglied übergeben. Einstweilen sind geschriebene Statuten in den Händen der Vorstandsmitglieder, der Herren H. Hoffmann-Stockhausen, Georg Fülberth-Eisenbach, vr. A. Backhaur-RMos, D. Schäfer-Sickendors, H. Dörr- Rixfeld, R o d e m e r - Angersbach, Hoffmann- Schlitz, befind- lich und werden von diesen bereitwilligst verliehen werden. Zur Veröffentlichung der Bekanntmachungen der Zucht- Vereins und belehrender Abhandlungen, die in das Gebiet der Rindviehzucht etnschlagen, hat sich der „LauterbacherAnzeiger bereit erklärt, dessen Abonnement daher den Mitgliedern empfohlen wird. Der Vorsitzende des Zuchtvereins Lauterbach. H. Hoffmann, Rentmeister. Vierteljähriger ASounementspretsr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, LxpedM« und Druckerei: KchutstratzeAr.'U Fernsprecher 51. Eine Weltausstellung in Berlin? In Berliner Blättern ist das Project einer Weltausstellung in Berlin angeregt worden und zwar wird als Zeit des geplanten Unternehmens das Jahr 1897 vorgeschlagen, das Jahr, in welchem Alldeutschland den hundertsten Geburtstag seines unvergeßlichen Heldenkaisers Wilhelm I. zu feiern hat und würde demnach die Weltausstellung in Berlin äußerlich an das genannte patriotische Ereigniß gewissermaßen anknüpfen. Vorläufig handel es sich in der Sache eben nur um eine erste Anregung und bleibt demnach durchaus noch abzuwarten, inwieweit die hierbei in erster Linie maßgebenden und interessirten Kreise aus diese Anregung eingehen werden, aber jedenfalls ist der Gedanke einer Weltausstellung in verdeutschen Reichshauptstadt keineswegs neu, sondern schon mehr als einmal in der Tagesdiscussion ausgetaucht. In der That hatte das Projeet in Anbetracht nicht nur der politischen Stellung, welche sich in Deutschland seit den gewaltigen Ereignissen von 1870/71 in Europa errungen, sondern auch seiner hervorragenden industriellen Bedeutung und des wirth- schaftlichen Aufschwunges, welchen es in der ersten Hälfte des vorigen Jahrzehntes genommen, entschieden etwas für sich und selbstverständlich war, daß, wenn überhaupt auf deutschem Boden ein industrieller Völkerwettkamps stattfinden sollte, der geeignetste Platz hierzu nur die Reichshauptstadt sein konnte. Dennoch verhielten sich den Stimmen gegenüber, welche dergestalt die Abhaltung einer allgemeinen internationalen Ausstellung in Berlin forderten und begründeten, die Reichs- _ Alle Annoncen-Burcaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. lernt auch so mancher die ihm bisher fremd gebliebene Sprache des Herzens. . Eine herrliche Sprache, die von Glanz und Schönheit, reden zu uns die Baupläne, mit deren Ausführung bereits in diesem Jahre begonnen wird. Da ist vor Allem der Abbruch der Schloßfreiheit und die Umgestaltung der Linden, für welche ein gewaltiges Stück Geld ausgegeben werden soll. An der Stelle des Hotel du Nord entsteht schon jetzt in dieser Straße ein mächtiger Bau aus Granit und Sandstein. Am Schinkelplatz, dem Platz, der nach Niederlegung der Schloßsreiheit dem Schlosse gegenüber liegen wird, entsteht an der Stelle, wo jetzt das Hotel de Russie und Hotel d Angleterre stehen, der große Neubau der Darmstädter Bank. Der alte Dom am Lustgarten dürste auch schon in diesem Jahre abgebrochen werden, um dem Bau des neuen Domes zu weichen, welcher nach den Plänen von Raschdorfi errichtet werden soll. Dicht dabei werden drei neue Museen entstehen, deren Pläne bereits genehmigt sind. Bedenkt man das Alles und vergegenwärtigt sich die Vollendung dieser Pläne, so erhält man im Geiste um das Schloß herum ein Städtebild, wie es in der ganzen Welt einzig dastehen dürste. Im Thiergarten soll ein Lessing-Denkmal, auf dem Schloßplatz der Begas-Brunnen und auf dem Neuen Markte das Luther- Denkmal entstehen. Was die Bauthätigkeit in Berlin selbst betrifft, so ist dieselbe in Folge des milden Winters noch kaum unterbrochen gewesen, so daß noch manches Haus bis zum 1. April beziehbar werden wird. Bezüglich der eigentlichen Neubauthätigkeit in diesem Jahre dürste dieselbe nach der „Baugew.-Ztg." davon abhängen, ob die jetzige Geldknappheit andauert oder gar noch Fortschritte macht. Vielleicht, meint das Fachblatt, wird durch diese Knappheit manches Uebel gemildert, welches ungünstig aus die Bauthätigkeit des vergangenen Jahres eingewirkt hat: die große Höhe der Baustellenpreise und die Strikelust. Vor einer Wohnungsnoth stehen wir noch 'nicht. Große Wohnungen Amtlichem Theil. Bekanntmachung de« Zuchtver^inS Lauterbach. Zn der vorigen Sonntag zu Lauterbach stattgehabten Verfammlung hat sich der „Zuchtverein Laulerbach constituirt. Es wurden bte von einer Commission vorher berathenen Statuten von der Verfammlung genehmigt, 60 Anwesende erklärten durch ihre Namensunter,chr,st ihren Beitritt und weitere zahlreiche Anmeldungen wurden m Aussicht gestellt. __ Der Zuchtverein stellt sich die Aufgabe, die Rindviehzucht in unferem Kreise zu heben, hauptsächlich durch Ernfiihrung der Simmenthaler Rasse, die für die meisten.Ortschaften im Kreise wohl die empfehlenswertheste sein dürfte. Zu diesem Zwecke soll dar Rindvieh der Mitglieder von einer Commission besichtigt und die tauglichen Thiere als Stammzuchtthtere gekört und gezeichnet werden. Hierbei werden jedoch nicht blos etwa reine Simmenthaler Mutterthure angenommen, sondern alle Thiere mit gutem Körperbau und hohem Gebrauchs- werth ohne große Wcksicht auf die Raffe. Die reinen Simmenthaler Thiere werden befonders behufs Eintragung ,n dar Heerdbuch für dar Großherzogthum Hessen vermerkt. Zur Veredlung der vorhandenen Zuchtmaterials dürfen nur reinrassige Siminenthaler Bullen verwandt werden. Ueber die gekörten Stammzuchtthiere und deren Nachkommen chast wird ein genaues Zuchtbuch geführt, um Viehkäusern Aufschluß über die Abstammung eines jeden Thieres geben zu können untz um Anhalt zur Beurtheilung der eigenen Stammzuchtthiere zu ge- winnen ’ Ferner bezweckt der Verein seinen Mitgliedern den Bezug von Original-Rindern und -Bullen zu erleichtern. Es haben sich bereits verschiedene Mitglieder zur Anschaffung von Ortginal-Simmenthaler-Rindern bereit erklärt und wird dem- nächst vom Zuchtverein um Aufgabe fester Bestellung angefragt werden. EL soll weiter vom Zuchtverein eine Vereinbarung über einheitliche und zweckmäßigste Aufzucht des JunMehs, Belehrung der Mitglieder und Erzielung günstiger Absatzwege für Zuchtvieh in's Auge gefaßt werden - Der Beitrag ist für jedes Mitglied auf 3 .X, für >ede Gemeinde aus 5 p werden nun alle diejenigen Landwirthe, die dem Zuchtverein noch beizutreten wünschen, aufgefordert, ihren Beitritt baldigst schriftlich (Postkarte genügt) dem Vereins,ecretar Herrn Dr. A. Backhaus, Rudlos, anzumelden, damit deren Viehbestände bei der demnächst erfolgenden Körung berücksichtigt werden können. Namentlich werden die Gemeinden zum Beitritt eingeladen, damit ihnen der Zuchtvereinbehufs^Beschaffung von Zuchtbullen behülflich sem kann. Durch Beitritt de. Der Oietz«er Ai-Her erscheint täglich, mit Ausnahme deS MontagS. Die Gießener As««irie«ßtLlier werden dem Anzeiger »Schentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Mzeiger. regierung wie auch der überwiegende Theil der deutschen Großindustriellen und Gewerbetreibenden auffallend kühl und die von dieser Seite gegen den Plan vottzebrachten Bedenken waren allerdings auch schwerwiegende. Sie wurzelten haupt- ächlich in dem Hinweise darauf, daß die Weltausstellungen einander viel zu rasch folgen und daß hierdurch em Kostenaufwand verursacht wird, der durch den mannigsachcn Nutzen dieser Unternehmungen nur selten wieder ausgeglichen werde. Die bisherigen finanziellen Erfahrungen mit den internatimialen Industrieausstellungen sprachen allerdings auch deutlich für jene Bedenken, denn von den zahlreichen Weltausstellungen, welche im Lause von nun saft vierzig Jahren veranstaltet wurden, haben nur wenige, nämlich die erste Londoner Au stellung vom Jahre 1851, dann die Weltausstellungen von Amsterdam und Antwerpen und endlich die Pariser Ausstellung vom vergangenen Jahre, einen wirklichen Ueberschuß ergeben, während die übrigen ein mehr oder weniger großes Deficit auswiesen. Aber soll denn der Hauptzweck einer Weltausstellung auch der sein, für das unternehmende Comito und die Garantiesondszeichner ein möglichst großes Profitchen heraus- ruichlagen. Wohl kaum, vielmehr bezwecken diese friedlichen Wettkämpfe der Völker, eine lebhafte Anregung für die Industriellen und Gewerbetreibenden, die sich schließlich aus alle Gebiete des wirthschaftlichen Lebens erstrecken soll, zu geben und der indirecte Nutzen, welcher zunächst der Ausstellungsstadt und weiter dem ganzen Lande aus den Ausstellungen erwächst, dürfte das etwaige finanzielle Deficit derselben fast immer entschieden überragen. Jedenfalls sind aber gerade für die deutsche Reichshauptstadt "alle Vorbedingungen gegeben, um eine Weltausstellung glänzend durchzufübren und was die Rentabilitätsfrage an- bclangt, so gestattet der pecuniäre Erfolg fast aller bis jetzt in Berlin veranstalteten größeren Ausstellungen schon sttzt einen gewissen zuversichtlichen Schluß auch auf die glichen Ergebnisse einer Weltausstellung in seinen Mauern. Allerdings erfordert ein derartiges Unternehmen, soll es mit Aussicht auf' Erfolg durchgeführt werden, lange und gründliche Vorbereitungen, aber bis zum Jahre 1897 ist zu solchen auch mehr als genügend Zeit gegeben. Hoffentlich wird die erneute Anregung einer Weltausstellung in Berlin bei den zunächst beteiligten Kreisen nicht länger eine kühle Zurückweisung erfahren und die Verbindung derselben mit der patriotischen Feier des hundertsten Geburtstages Kaiser Wilhelms I. kann der Entwickelung des Unternehmens nur förderlich sein. Feuilleton. Aus der Reichshauptstadt. Berlin, 15. Januar 1890. Nur der Lebende hat Recht'. Zu merken ist des Wortes Wahrheit selbst bei dem Tode einer Kaiserin, die ehrlich e- trauert zur ewigen Ruhe gebettet wurde und deren Andenken als der „Diakonissin in Purpur" noch spatesten Geschlechtern theuer sein wird. An den Hausern sind die chwarzen Fahnen kinqezogen, die mit dunklen Stoffen ungefüllten Schausenstei der Modemagazine zeigen wieder die lichten, lebensfrohen Farben und nur das Militär mit seinen florumhullten Abzeichen erinnert an den jüngsten Trauerfall int Hanse der Hohenzollern. Arn Sonntag haben auch die Privatbuhnen ihre Pforten wieder geöffnet und heute werden d-° königlichen Theater folgen. Ganz spurlos >st «n den ersteren die Landestrauer nicht vorübergegangen. Bei Kroll, woselb'I // Königsgardist", eine neue Operette des Mikado-Componisten, von einer eigens angeworbenen Truppe unter Leitung Direetors Scherenberg gegeben wurde, Hut dieser Direetoi während der Tage der Landestraner Coneurs angezeigt. Latz ein Bühnenleiter birect beim Gericht seine Zahlungsunsa )ig- keit anmeldet, ist in Berlin schon feit längerer Zett »uht d°- gewesen, und dieser „Theaterkrach" macht um ,° gr°tzeres Aussehen, als er daher ganz unberechtigt erscheint. In einer den hiesigen Blättern gemachten Zuschrift legt der Inhaber des Kroll'fchen Theaters dar, daß Herr Scherenberg nicht allein keinen Schaden erlitten, sondern allabendlich noch 172 Mk. über sämmtliche Kosten im Durchschnitt verdient habe. Die Truppe, welcher einige aus Wien verschriebene tüchtige Gesangskräfte angehören, setzt übrigens lau - kündigung heute ihre Vorstellungen fort. Ob fi /, l Theilung" spielt oder ob der Besitzer des Etablissements die Direction übernommen hat, das entzieht sich noch der open - Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. lichen Kenntniß. Jedenfalls sind diese Leute vor Noth geschützt und besser daran als ihre Collegen vorn Belle-Alliance- Theater, die von ihrem Director auf Grund der Landestrauer einfach auf die Straße gefetzt worden find. Ausbruch eines Krieges, Revolte, Brand des Theaters und Landestrauer lösen bekanntlich sämmtliche mit den Künstlern abgeschlossenen Contracte und diesen letzteren Umstand hat die Direction der genannten Bühne zu Nutze gemacht und ihrem gesammten Personal gekündigt. Als dieses ob solcher Härte vorstellig wurde und auf den ungünstigen Eindruck hinwies, welchen ein. derartiges Vorgehen in der öffentlichen Meinung Hervorrufen müßte, entgegnete der Director, daß es ihm höchst gleichgiltig sei, in welchem Lichte er der öffentlichen Meinung erscheine. Gewinnbringend mag es ja sein, solchen Ansichten zu huldigen, edel ist es jedenfalls nicht, und übel daran wäre die deutsche Metropole, wenn sich nicht in ihr noch genug Männer und Frauen fänden, die, nicht des eigenen Vor- theils gedenkend, dem allgemeinen Wohle zu dienen sich bestrebten. An der Spitze solcher Männer und Frauen steht die regierende Kaiserin. Der Vorsitzenden des Vereins Berliner Volksküchen, der Frau Lina Morgenstern, hat sie unmittelbar nach dem Hinscheiden der Kaiserin Augusta geschrieben, daß sie dem Verein nunmehr ihr dauerndes Interesse zuwenden wolle, in der Ueberzeugung, damit eine heilige Pflicht gegen die verklärte Fürstin zu erfüllen, ^etzt dürfte die Kaiserin auch mehr aus jener Reserve heraustreten, welche sie, wie es jetzt klar wird, zu Gunsten der kaiserlichen Großmutter einem Theile der Wohlthätigkeitsanstalten gegenüber ■ bisher bewährt hat. - Wenn solche jugendliche Kraft, erfüllt von gleichem Geiste, in die gelegte Bresche eintritt, dann wird das Banner der Humanität, heut noch umflort, bald wieder stolz und leuchtend emporragen zum Schrecken der dünkelhaften Selbstsucht und der oftmals nur gedankenlo en Herzlichkeit. Beispiele braucht die Menge- an Beispielen I lernen wir fremde Sprachen und werden sie gegeben, dann Localcs «nd provinzielles. Gießen, 18. Januar. — Bom städtischen Gaswerk. Vom 1. April 1888 bis 1. April 1889 betrug der Gesammt-Gasverbrauch 653,210 Cbm., er hat gegen das Vorjahr eine Zunahme von 17,585 Cbm. erfahren. Das Gaswerk verarbeitete in dem gleichen Zeitraum 2,431,086 Kgr. Kohlen. Der Gesammt- Gasverbrauch vertheilt sich auf folgende Verbrauchsgruppen: Privatbeleuchtung 419,596 Cbm., Motoren- und Heizgas 41,309 Cbm., Straßenbeleuchtung 153,387 Cbm., Gas- und Wasserwerk 10,084 Cbm., Condensation und Verlust 28,834 Cbm. Die Anzahl der Gasflammen für Privatabnehmer betrug 7836 für Beleuchtung, 399 Flammen für Heizung, die Zunahme gegen das Vorjahr beläuft sich auf 618 Flammen. Die Zahl der Gasmotoren betrug 21 mit 45 Pferdekräften. Die Anzahl der öffentlichen Gaslaternen betrug 418, darunter 147 Richtlaternen. Die Petroleumlaternen verminderten sich um 12 Stück, so daß deren nur noch 34 Stück verblieben. Ein Laternenwärter hat durchschnittlich 52 Gaslaternen zu bedienen. Die Kosten für die Straßenbeleuchtung mit Gas betrugen 19,719 Mk. 79 Pf., mit Petroleum (einschließlich Reparatur und Bedienung) 1924 Mk. 81 Pf. Es stellt sich der jährliche Verbrauch einer Richtungslaterne mit 3559,25 Brennstunden — 569,5 Cbm. Gas auf 73 Mk. 21 Pf., der Verbrauch einer gewöhnlichen Laterne mit 1637,25 Brennstunden — 262 Cbm. Gas berechnet sich auf 33 Mk. 68 Pf. jährlich. Die stärkste tägliche Gasabgabe sand statt am 19. Januar 1889 mit 3157 Cbm., die schwächste am 24. Juni 1888 mit 745 Cbm. — Die Hauptleitung des Gasrohrnetzes erweiterte sich im Rechnungsjahre 1888/89 um 1347 Meter, es betrug am 1. April 1889 die Gesammtlänge aller Haupt- röhren 20,600 Meter, die Länge aller Privat- und Laternenzuleitungen 4000 Meter, so daß sich eine Gesammtrohrlänge von rund 24,600 Meter — 3,28 deutsche Meilen ergiebt. — Die Gesammteinnahmen aus dem städtischen Gaswerk Gießen betrugen im Etatsjahr 1888/89 218045 Mk. 66 Pf. und brachten, nachdem 18766 Mk. 50 Pf. für 4°/0 Zinsen und 12000 Mk. für 3% Amortisation zur Stadtkasse abgeführt waren, einen Ueberschuß von 40245 Mk. 69 Pf. gegen 34844 Mk. 04 Pf. im Vorjahre. Von dem Ueberschuß des Jahres 1888/89 werden laut Beschluß der Stadtver- ordueten-Versammlung vom 26. September 1889 13945 Mk. 69 Ps. weiter zur Schuldentilgung im Betriebsjahr 1889/90 verwendet. — Die Schuhmacher ganz Deutschlands wollen mit dem 1. April d. Js. mit einem einheitlichen Preisaufschlag vorgehen. Ein in Berlin gebildetes Comite richtet an die Gewerksgenossen in allen deutschen Städten das Ersuchen, Localcomites zu diesem Zwecke zu bilden. Vermischtes. * Frankfurt a. M., 17. Januar. Wie man feine Gläubiger los werden kann. Ein hiesiger Sportverein hatte erfahren, daß einer seiner Gläubiger im Wege der Klage gegen ihn vorgehen wolle. Da gerade große Ebbe in der Vereinskasse war, beschloß der Vorstand, eine Generalversammlung einzuberufen und ihr den betreffenden Gläubiger als Ehrenmitglied des Vorstandes vorzuschlagen. Die Generalversammlung fand statt, der Vorschlag wurde beifällig ausgenommen und der betreffende Gläubiger nicht allein zum Ehrenmitgliede des Vorstandes, sondern sogar zum Ehrenpräsidenten ernannt. Mit dem Sitzungsprotocoll in Händen, begab sich noch an demselben Abend die ganze Gesellschaft zu dem Gläubiger, um ihm den Beschluß mitzutheilen. Der Mann war darob so gerührt, daß er nicht blos auf seine Forderung verzichtete, sondern auch noch 100 Mark zum Besten gab. * Der „Frks. Gen.-Anz. veröffentlicht folgende, augenblicklich besonders angebrachte und deßhalb recht beherzigens- werthe Zehn SanitLtsgebote. I. M e n s ch, ä r g e r e D i ch nicht/ solches ist in Jnfluenzazeiten ganz besonders verwerflich, denn es schwächt die Nervenkraft, die wir sehr nöthig haben. — II. Mensch, ziehe den Hut nicht ab, besonders wenn sind jetzt reichlich, kleine ausreichend vorhanden, am meisten gesucht sind Mittelwohnungen tm Preise von 700—1200 Mk. Versteift sich der Geldstand noch mehr, so wird ohne Frage die Bauthätigkeit verringert, aber auch solider gemacht- kehren die leichten Geldverhältnisse des Vorjahres wieder, dann wird sich eine ebenso große Bauthätigkeit entwickeln, aber die Unsolidität dürfte immer größere Fortschritte machen und, was die^ Arbeiter mit ihren Arbeitgebern machen, das überlegen sie sich wohl noch in ihren Fachvereinen. Die bisherigen Sitzungen dieser Fachvereine waren nur spärlich besucht und fast immer beschlußunfähig — eine Folge der Influenza. Jetzt wird das Vereinsleben wieder ein regeres werden, denn die Krankheit ist, wie ärztlicherseits bestätigt wird, in Berlin im Rückgänge. Allerdings wird sie gegenwärtig in erheblichem Umfange durch eatarrhalische und Lungenentzündungen complieirt bezw. abgelöst, so daß jetzt die Fälle von Lungenentzündung, die in hiesigen Krankenhäusern zur Aufnahme kommen, etwa 25 von 100 der Kranken bilden. Bezeichnend für die Verbreitung ist dte Thatsache, daß selbst in Hospitälern Personen, die schon seit Wochen sich dort befanden, von der Krankheit ergriffen wurden. — Eine Maffenerkrankung an der Grippe hat in einer Gemeindeschule Platz gegriffen. Die Zahl der erkrankten Kinder beträgt 52 und ist die Schule in Folge dessen bis auf Weiteres geschlossen worden. Es ist dies der eine Fall, daß im Verlause der Epidemie eine Schule den Unterricht aussetzen mußte. 400,000 Menschen sollen der Krankheit im Ganzen zum Opfer gefallen sein. Es ist demnach immer noch eine Million gesund geblieben. Aber darüber sind Alle einig: Wiederkehren soll sie nimmer, nicht um eine Million. Heinrich Blankenburg. Du eine Glatze hast oder warm am Kopse bist, lasse Dich lieber einen Grobian schelten. — III. Bleibe nicht in einem warmen Zimmer, Mensch, so lange Du einen lieber- zieher oder Pelzrock auf dem Leibe hast und jtoieber auf die Straße gehen willst. — IV. Halte, ob Du alt oder jupg, Männlein oder Fräulein bist, keinen Klatsch an der Straße, insonderheit an zugigen Ecken.—V.Esse und trinke, aber nur einfach und kräftig und schone Deinen Magen. — VI. Wenn Du Volksredner bist, befolge den Rath Luthers: „Tritt fest auf, thu's Maul auf, hör bald auf", denn es kommen sonst zuviel Batterien in den Mund. Willst Du denn Dein junges Leben einem garstigen Bacillus geben? — VII. Du sollst zu Bett gehen, wenn es Zeit ist und nicht die Nacht zu Tage machen. — vni. Du sollst Dir Theuerungszulage geben lassen, falls Du Beamter, Commis oder noch weniger bist, denn ein gutes Beefsteak und ein Glas Bordeaux sind in Jnfluenzazeiten Gold werth. — IX. Du sollst kein Hasen- fuß sein und nicht gleich das Fieber bekommen, wenn Dich eine Blähung sticht. — X. Wähle, wie Du, wenn Du stirbst, wünschen wirst gewählt zu haben. (20.Febr.) * Der „Frankfurter Zeitung" schreibt man aus Hamburg: Die Auswanderung über Hamburg ist im Jahre 1889 ganz erheblich hinter derjenigen des Jahres 1888 zurückgeblieben, es ist dies wohl relativ eine erfreuliche Thatsache für den Bevölkerungsstand unseres Vaterlandes, allein die aus ein blühendes Auswanderungsgeschäft angewiesenen Transatlantischen Dampferlinien werden wenig' erbaut hiervon sein. — Es sind nämlich über Hamburg befördert worden im Jahre 1885 69403 Auswanderer, „ 1886 88633 „ „ 1887 71007 „ 1888 88737 „ „ 1889 74343 „ Während also Hamburg im letztverflossenen Jahre eine Abnahme um 14394 zu verzeichnen hatte, ist die Auswanderung über Bremen von 95207 Köpfen im Jahre 1888 auf 102 923 Köpfe im Jahre 1889 gestiegen, diese Thatsachen beweisen deutlich, daß man die bei weitem erheblichen Vortheile der Reise über Bremen allseitig immer mehr anerkennt. ^Marburg, 18. Januar. Das am nächsten Dienstag den 21. d. Mts. hier im Saalbau stattfindende III. Concert des Akad e m i scheu Concer t-Vereins wird gewiß auch für die Musikfreunde unserer Nachbarstadt Gießen von besonderem Interesse sein. In demselben kommen zwei hochklassische Compositionen unserer ersten Tonmeister zur Aufführung. Zunächst das große „Magnificat" von Joh. Seb. Bach für Soli, Chor und Orchester. Ein Werk von eigenster großartigster Schönheit, dessen Solis durch hervorragende Kräfte besetzt sind, und dessen Chöre sich der sorgfältigsten Ein- ftudirung zu erfreuen haben. Als zweites Werk des Abends kommt die „Neunte Simphonie" von Beethoven zur Ausführung. Auch diesem Werke liegt die gründlichste Einstudi- rung unter der bewährten Leitung unseres Univ.-Musikdirectors Herrn Pros. Barth zu Grunde. Auch hierbei wirken in dem Schlußchor hervorragende Solisten mit. Das Orchester besteht aus der Capelle der 83er in Cassel und der hiesigen Jäger-Capelle. Es gehört gewiß zu den Seltenheiten, zwei so bedeutende Compositionen an einem Musikabend zu hören. Die Abendzüge der Bahn haben für einen Besuch von Gießen günstige Ankunsts- und Abfahrtszeiten. Bei dem zu erwartenden zahlreichen Besuch des Concertes dürfte es sich empfehlen, Billets vorher in der Elwert'schen Buchhandlung zu bestellen. * Es dürfte viele Gewerbetreibende interessiren zu erfahren, daß die dauernde Gewerbe-Ausstellung in Leipzig aller- wärts vielen Anklang findet, weil dafür gesorgt wird, daß in ihr Gegenstände derselben Gattung und von gleicher Ausführung nur durch eine beschränkte Anzahl Aussteller gleichzeitig vertreten sein dürfen. Es ist demnach die Coucurrenz im gewissen Sinne eine beschränkte und gleichzeitig wird hierdurch die Ausstellung abwechslungsreich gestaltet. Ferner ist geplant, neben den gewerblichen Erzeugnissen aller Art eine Schlosserwerk st ätte, ausgerüstet mit allen Werkzeugen und Hilfsmaschinen der Neuzeit, vorzuführen. In gleicher Weise ist die Anordnung einer vollständig eingerichteten Küche und anderes mehr in Aussicht genommen. Im Ganzen läßt sich erkennen, daß die Ausstellung, trotzdem dieselbe eigentlich nicht großartig geplant ist, dennoch ungemein vielseitig und interessant werden wird; außerdem aber, was die Hauptsache sein dürste, auch Nutzen für die Aussteller zu stiften vermag, zumal die Ausstellung unentgeltlich geöffnet sein wird. * Eine Bewegung gegen das Grüßen durch Hutabnehmen ist in Pest angeregt worden. Nachdem von dem „Pest. L." von ärztlicher Seite eine bezügliche Zuschrift veröffentlicht worden ist, ergreift zu dieser Frage in demselben Blatte nun auch Sanitätsrath Dr. E. Hertzka wie folgt das Wort: „Herr Professor Dr. Stiller hat einem glücklichen Gedanken Ausdruck gegeben, einem Gedanken, den ich schon seit Jahren practisch ausgeführt. Herr Professor Stiller hat es jedoch unterlassen, uns zu sagen, was an die Stelle des Grußes durch Hutabnehmen zu treten hätte, denn man kann ja nicht an Bekannten — von den Damen seiner Bekanntschaft ganz abgesehen — wie ein Fremder vorübergehen. Da erinnere ich mich, daß mein Weimarer College Dr. Pfeiffer, sobald Allerheiligen ins Land gezogen, in die dortige Localpresse zwei Zeilen einrücken ließ: „Vom 1. November ab grüße ich militärisch." Und Jedermann ist zufrieden/ ist ja der militärische Gruß einer der schönsten, und so paradox es klingt, einer der demokratischsten, ein Gruß, der für den Corporal gerade so gleich ist wie für die Höchststehenden in der Armee. Ergänzen wir also die Idee des Herrn Professor Stiller, indem wir allen unseren Bekannten zurufen: „Grüßet militärisch!" — In einem anderen Schreiben an den „P. L." heißt es: „Mit großem Beifall begrüße ich die Zuschrift des Herrn Professor Dr. Stiller in Betreff der widersinnigen Gewohnheit des Grüßens durch Hutabnehmen zur Winterszeit. Der Gruß mit Hutabnehmen stammt ans der Zeit der Franken. Bei diesem Volksstamme durften nur die vornehmen Personen und Patricier langes Haupthaar, die Plebejer und Diener mußten kurzgeschorcnes Haupthaar tragen. Wenn nun solch ein Plebejer einem Patricier begegnete, war er bei großer Strafe verpflichtet, seine Kopfbedeckung abzunehmen, damit sich der Patricier überzeugen könne, daß sein (des Plebejers) Kopfhaar kurz geschoren sei. In Amerika kennt man diese Art des Grußes gar nicht. Dort grüßt man Winter und Sommer nur durch eine einfache Handbewegung. Es ist wirklich kaum faßbar, wie sich diese schädliche Sitte in unserer aufgeklärten Zeit bei uns so lange erhalten konnte." * Heppenheim a. d. B., 15. Januar. Ein Fechtbruder wurde kürzlich dahier abgewiesen, weil der betreffende Hausherr Mitglied des Armenvereins sei. „In diesem Falle," sagte der Bettler in strengem Tone, „muß ich Sie bitten, mir Ihre Mitgliedskarte vorzuzeigen." Tableau! littitxrfWäis - ,, r. Herborn, 15. Januar. Professor Dr. Sachtze. Director des hiesigen theologischen Seminars, hat einen Ruf an dte Universität k°nn als Professor der Theologie an Stelle des verstorbenen Professors Christlieb angenommen. . ^of. Noroenskjöld machte in der schwedischen Akademie der Wissenschaften die Mittheilung, daß er und Frdr. Oskar Dickson Beihilfe im Jahre 1891 eine schwedische wissen- gastliche Südpol-Unternehmung ausrüsten werden. Citeratur rrnd Arrrrft. t , —7 Erläge von Albert Rathke in Magdeburg erschien soeben das Lied für vierstimmigen Männerchor: »Im Hinterland*. «^rtvondemGroßh. Hess. Musikdtrector Herr" Krauße in Gießen. Dasse be durfte für ine Gesangvereine der Provinzen Ober- hessen, Hesfen-Rassau u. s. w. von ganz besonderem Interesse sein pfcblen°4tCn m r ba8 ^esen Vereinen angelegentltchst em- , . .Die strStzte Auflage aller bestehenden Kunstreitschrifte« ^at dte »Moderne Äunft* (Berlin, Verlag von Rich. Bong) welche gegenwärtig in einer Auflage von 25,000 erscheint Dtesä in kurzer Zett erreichte Resultat beweist, daß das Gute noch immer ferne Anerkennung findet. Dte prächtigen Kunstbeilagen, der reiche Inhalt und die vortreffliche Ausstattung der „Modernen Kunst" haben dem Blatte einen Weltruf verschafft. Der berühmte Kunlt- schrtftsteller Prof. Wilh v Lüdke schrieb vor Kurzem: „Wir sehen Kunst" den deutschen Holzschnitt zu einer Höhe technischer Meisterschaft gediehen, welche ihm die unbedingte Aner- kennung der Kunstfreunde verbürgt und ihn befähigt, jeder Intention des Zeichners und Malers zu ihrem vollen Rechte zu verhelfen " "rltegende Heft IV ist wieder ein Beweis, wie sehr Redaction und Verlag der „Modernen Kunst" es sich angelegen sein lassen, das Interesse der Abonnenten durch Verbesserungen und Ueberraschungen zu fesseln. u , t ?*?Escher Comptoirkalender ist für jedes kaufmännische Geschäft, für jeben tm öffentlichen Verkehr Stehenden ein unentbehrliches Erforderntß. Und doch gtebt es wenige Kalender welche im Stande sind, verschiedenen Bedürfnissen zugleich zu genügen' Als ein solcher kann dagegen der soeben ausgegebene Insertions- Kalender für 1890 der Annoncen-Expeditton von Rudolf Mosse mit Recht bezeichnet werden. Da heutzutage die siebente Großmacht „Presse" in unserem täglichen Leben eine so bedeutende Rolle spielt ist ein Hülfsbuch, das dem Interessenten als zuverlässiger Wegweiser durch das Gesammtgebiet der in- und ausländischen Zeitungs- und Zettschriftenpresse dient, ein wichtiges Erforderntß. Der Mosse'sche Insertions-Kalender zerfällt in zwei Hauptthetle. Neben einem vollständigen Kalendarium des Jahres 1890 enthält er auf gutem Schreibpapier eine Agenda mit hinreichendem Raum für dte täglichen Eintragungen von Notizen. In seinem zweiten Theile dagegen, dem fachmännisch und unparteiisch bearbeiteten Zeitungskatalog, bringt er dte für jeden Interessenten werthoollen Angaben über dte Erscheinungsweise sämmtlicher Zeitungen Deutschlands, Oesterreichs und der Schweiz, sowie aller wichtigen Organe des Auslandes, über Auflage, Jnserttonspreis, Spaltenbreite rc.; dte Erscheinungsorte der Zeitungen sind nach Ländern geographisch geordnet, jeder Platz mit der Einwohnerzahl versehen. — In welchem Berufe käme man heute nicht fortgesetzt in die Lage, die Presse als Verkündtgungsmittel zu benutzen, sei es für geschäftliche Anzeigen, fei es auch für Gesuche und Angebote des Prtvatpubltkums. Darum wird auch der Mosfe- sche Insertions-Kalender, welcher als Vorwort eine interessante Abhandlung über dte zweckmäßigste Art des Annonctrens bringt, eil ein nützliches Handbuch überall gern entgegengenommen werden. Unter den Zeitschriften, welche sich ein dauerndes Heimaths« recht in der deutschen Familie erworben haben, nimmt »Schorers Aamilienblatt" eine der ersten Stellen ein. Diese illuftnrte Zeitschrift besteht jetzt 10 Jahre und hat sich während dieser an sich nicht sehr langen Zett so fest eingebürgert, wie kaum ein anderes Blatt Die Vorzüge von „Schorers Familienblatt" fallen leicht in die Augen. Ist eS doch die vielseitigste und auf allen Gebieten am meisten anregende Zeitschrift, bringt es doch allen Familtengltedern die angenehmste Unterhaltung. An Illustrationen bringt „Schorers Familienblatt" anerkanntermaßen das Beste, was heute geboten werden kann. Es hat deshalb auch für seine hervorragenden Leistungen auf dem Gebiet der Literatur und Kunst auf der Weltausstellung zu Melbourne den ersten Preis erhalten. Der neue, elfte Jahrgang wird eröffnet durch einen Roman „Glückbeladen" von I. von Kapff-Essenther und eine ;„curtofe" Geschichte „Wenn Zwei sich nur gut sind" von Nataly von Eschstruth. Vrodpreise 00m 19. Januar bis 2. Februar 1890. Bei den Bäckern. a 1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod ..............29 2 „ (4 Pfd.) Weißbrod........... 58 1 „ (2 Pfd.) Schwarzbrod 1. Sorte . ........27 2 „ (4 Pfd.) Schwarzbrod 1. Sötte ...... 54 1 „ (2 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte........ 2- bei K. Lenz Wwe. 24 2 „ (4 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte ......... 50 bei K. Lenz Wwe. 48 3 „ (6 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sötte bet I. Lein, K. Haas, L. Keil 75 Bei de« BrodverkLrrserrr. a 1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod.......... ... 28 1 " (2 * J Schwarzbrod 1. Sötte ‘ * 27 2 , (4 . ) Schwarzbrod 1. Sötte........' 54 3 „ (6 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte • .......— 1 „ (2 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte . 25 2 „ (4 , ) Schwarzbrod 2. Sötte.....‘ ’ 59 3 , (6 , ) Schwarzbrod 2. Sorte........ __ Vietze», den 18. Januar 1890. «rotzh. Polizeiamt Vietze», irefeniig. Kirchenplatz 18. 149 Aerd. DrebeS. 483] binnen 14 Tagen nach Gegen Bürgschaftsleistung Walz. 494 232 4 50 130 Eichenstämme it 30 Brennholz. 536 120 144 Rhein - Weine pr. Fl. A 0.80, Neuen BLue 7. ;65 Bäckermeister. 428 580 Ferd. Jost. 579 583] BraveS SanfmLdcherr gesucht. I WO] «in E»^iedlehrling gesucht. Goethcstraße 12 UL | XtzeoH-r Beet, Löwengaffe IS. 180 Derbstanzen. 680 Reisstangen. Nadel Die 273 6 Buche Nadel H II ff Kinderwagen in größter Auswahl zu billigsten Preisen bei [511 A. Kilbinger, L- Senners Nchf tf u ii Reistg Wellen 300 4675 b) Scheit rm 25 Knüppel rm 4 115 Stock rm 6 35 Holzversteigerung. Donnerstag den 2^. Januar, 498] Ein tüchtiges, braves Mädchen vom Lande gegen guten Lohn sofort oder bis 1. Februar gesucht. Näheres in der Erped- d. Bl-________ Gg. Scherer & Co., Langen. Alleinige Niederlage G. C. Windecker Seltersweg 2, Ecke am Kreuz. Laubenheimer Niersteiner Binger Eisler Ober-Ingelheimer (Rothwein) stangen zur Versteigerung kommen. Oppenrod, den 13. Januar 1890. Großherzogliche Bürgermeisterei Oppenrod. Petri. Länge = 60 Festmtr-, Fichtenstämme und -Stangen — 6 Festmtr., Rm. Eichenscheiter, zu Küferholz Die Zusammenkunft ist zur bestimmten Stunde in der Lehmkaute und zwar kommt am ersten Tag das Bauholz, am zweiten Tag das Brennholz zur Versteigerung. Bemerkt wird noch, daß am zweiten Tag 8—10 Haufen Bohnen- von Mk. 1.50 an von 528] Einige Grundstücke (Wiesen) zu verpachten. Näheres bei Arau S- Katzenstein, Wilhelmstratze 1. Pferde- und Mobiliar- Versteigerung. Donnerstag den 23 d. M., Vormittags 9 V2 Uhr beginnend, kommen auf der Oberschmitter Papierfabrik zur nochmaligen Versteigerung: 1 Paar 12jährige Füchse, 1 schwerer Einspänner, Fuchs, lOjährig, Ferner: verschiedene Wagen, 1 Chaise, Pferdegeschirre, Möbel, als: Kleiderschränke, Sopha. Betten,Spiegel, Tische, Commoven, Nachttische rc.; Comptoirgegenftände.Pulte,Bücherschränke, Copirpreffe, Schlosserwerkzeug, 1 Schraubstock, 2 Am- bose, 1 Bohrmaschine, 1 Schleifstein, 1 Drehbank; eine Parthie Heu, 1 Häckselmaschine, verschiedene Decimalwaagen; eine Parthie Mauersteine, Ziegel, Packpapier, Briefumschläge (für Acten) und noch verschiedenes Andere. Nidda, 17. Januar 1890. Der Concursverwalter: Forderungen jeder Art an den Nachlaß meine» Schwiegervaters Earl Balthafer Stohr sind innerhalb 11 Tagen bei mir geltend zu machen anderenfalls dieselben keine Berücksichtigung finden. Balth. Schvmber. Holz-Versteigerung im Kicher Gemeindewald. Donnerstag den 23. d. M., Vormittags um 9 Uhr anfangend, kommen in den Distiricten Vorder- Wald und Kronau folgende Holz- fortimente zur Versteigerung: 264,4 Rmtr. Buchen-Scheiter, 164 „ Buchen-, Eichen-,Nadel- und Weichholz-Knüppel, 5392 Buchen-, Eichen-, Nadel- und Weichholz-Wellen, 370 Rmtr. Buchen-, Eichen-, Nadel- und Weichholz-Stöcke, 375 Stück Fichtenreisstangen. Die Zusammenkunft ist an der Steinbruchsschneise am Hattenröder Vicinalweg. Lich, den 14. Januar 1890. Großh. Bürgermeisterei Lich. Versteigerungs-Anzeige. Dienstag den 21. Januar und Donnerstag den 23. Januar d. I., Vormittags von 9Vi Uhr an, versteigere ich an der Semler'schen Fabrik zu Bad-Nauheim folgende Gegenstände zwangsweise gegen Baarzahlung: 1 Feldschmiede mit versch. Schmiedehandwerkszeug, 1 Filterpresse, mehrere Abfüllgestelle, 2 Haspel, 1 Gasometer, 1 Kreissäge mit Gestell, 1 Excenter mit getheilter Riemenscheibe, 1 Pumpengestell mit Schwungrad, Riemenscheibe und Holzunterlage, 1 Dampfspeise- Pumpe, 1 vollst. Saug- und Druckpumpe mit Röhren, 1 eiserne Winde, 1 Pulsometer, 1 Bohrmaschine mit Schwungrad für Hand- und Dampfbetrieb, 1 Gasrohrschneidkluppe, 1 Regenpumpe mit Saug- und Ausgußrohr, 1 Fußwinde, 2 Decimalwaagen, 1 Balkenwaage, 1 kleine desgl., 2 Ventilatoren, 3 Schornstein-Ventilatoren, 3 Ventile, 3 Tafeln Zink, 2 Wasserbottiche, 2 Hobelbänke, versch. Schreiner-Handwerkszeug, 1 Fahnenstange, 1 eiserne Thür, 3 tupf. Bleche, 1 kupf. Schippe, 1 Doppelpumpe, ca. 8 Mtr. galvanis. Gasrohr, ca. 16 Mtr. Zinkrohr, 1 Blasbalg zum Treten, 1 Karren, 1 Sackkarren, 1 Bohrwinkel mit Kurbel, 1 Parthie Gußstahl, neue und alte Schrauben, Winkel, Fenstereisen, alte Maschinentheile und altes Eisen, ca. Id Mtr. Treibriemen, 1 Riemenspanner, 3 Wasser- tonnen, 3 Schiebkarren, 1 große Sandsteinplatte, 3 Leitern, 3 Roll- seile, 38 große und kleine Kisten, 150 Stück feuerfeste Steine, 1 Parthie Falz- und Flachziegel, Mettlacher Thonplättchen, Schachteldielen, Latten, altes Holz u. a. m Ferner: ca. 2000 blaue Ustaflafchen, 1700 Blechdosen, 30 große desgl., verschiedene Chemikalien und Magnesia-Vorräthe, verschiedene chem. Utensilien, Glaszeug-Material, 1 Faß Wasserglas, Vr Faß Antichlor, 1 Ballon Alcohol, 1 Ballon Schwefeläther, 7 Ballon Salzsäure, 3 Ballons Schwefelsäure, Vr Faß Eisenvitriol, 1 Fa Citronensäure, 3/< Faß Bittersalz, ca. 100 Kilo doppelkohlensaures Natron, 1 Natronsieb, 1 chem. Waage, ca. 350 große und kleine Glasflaschen, 1 Signir-Alphabet mit Schildern u. bergt m. Hieran anschließend im Saale des Herrn Richard Langsdorf: 1 Schreibtisch, 1 Pfellerschrank mit Spiegel, 1 Spieltisch, 1 Chaiselongue, 2 Oelgemälde, 1 Copirpreffe. Versteigerung bestimmt. SamStag den 28. Januar 1890, Nachmittags 2 Uhr, soll die Mainzlarer Gemeindejagd auf hiesigem Gemeindehaus anderweit auf 6 Jahre verpachtet werden. Mainzlar, am 6. Januar 1890. Großh. Bürgermeisterei Mainzlar- Vogel. 256 5701 Bitt tüchtiger Hausbursche gesucht. Steins Garte«. Friedberg, den 16. Januar 1890. Bangel, Großh. Gerichtsvollzieher. ärztlich empfohlen — Liter - Flasche Mk. 2.—. — lAqttewre Rum, Arac, Punsch-Essenzen etc., etc., t/i Flasche von Mk. 2.—, Vr Flasche a) Bau-, Werk- und Nutzholz. Nadelstämme von 13—37 cm Durchmesser, 8—15 m lang, Holzversteigerung in dem Walde der Gemeinde Wieseck. Freitag den 24. Januar 1890, von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Wiesecker Gemeinde-Walde, District Hundskopf, das nachverzeichnete Holz versteigert werden: A. Bau-, Werk- und Nutzholz: von Nachmittags 1 Uhr an, oll im hiesigen Gemeindewald Wehr- ;olz, District Rosengarten, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Eichenstämme von 36—66 cm Durchmesser und 6—10 Meter wird sechsmonatlicher Zahlungstermin und Abfuhrtermin festgesetzt. Die Offerten sind bis zum 3. Februar d. I. bei der unterzeich. neten Stelle einzureichen, woselbst die Eröffnung am 4. Februar c., Vor- mlltags 11 Uhr stattfindet. — Die Gebote können für das Schnitt- und Schwellenholz, sowie andererseits für das Bau- und Grubenholz im Ganzen und auch abtheilungsweise eingelegt werden. Nähere Auskunft ertheilen die unterzeichnete Stelle und die betreffenden Forstwarte, zunächst Forstwart Brück dahier. Gießen, den 4- Januar 1890. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Moussir. Rheinweine: Kupferberg, Gold, Silber u. Kupfer, Schloss Wilhelm, Hochheimer, llrachenblul(moussirenderRochwein), Spirituosen, Liqueure und Essenzen empfiehlt Friedrich Stoosa, Hochfeine Wein-Essige, vorzügliche Speise- und Einmach- Essige, per Liter 15, 18 und 24 Pf. Feinsten deutschen der Genehmigung bis zum 15. Mai geeignet. Die Zusammenkunft ist auf der Kreisstraße nach Niederkleen am Wald. Lang-Göns, den 15. Januar 1890. Großh- Bürgermeisterei Lang-Göns. Brückel. 530 Nadelstämme mit 43,71 Festmeter, Nadelstangen mit 2,15 Festmeter. 8. Brennholz: Holz-Bersteigerung. Dienstag den 21. und Mittwoch den 22. Januar, Vormittags 10 Uhr anfangend, sollen in dem Oppenröder Gemeindewald, District Lehmkaut und Eichbusch nachverzeichnete Holzsortimente versteigert werden: Schetth. Knäppelh. Sttckh ReiSH. Rmtr Rmtr. Suttr Wellen 241 93 12 2970 Nutzholz Berkaus. Aus den Waldungen der Stadt Gießen, 4—6 km von Gießen entfernt und an chauffierte Abfuhrwege angrenzend, soll das folgende, zu Schnitt-, Schwellen- und Grubenholz rc. geeignete Gichenstammholz LubwisstonSweise vergeben werden: Zusammenkunft ist zur angegebenen Stunde in dem genannten District an der Straße nach Daubringen. Wieseck, am 17. Januar 1890. Großh. Bürgermeisterei Wieseck. Sommerlad. [571 Gegen Influenza, Husten u.s.w. Mch-Extrsct undMts-Extrart- Husten-Laramellen von L. H. Pietsch & Co., Breslau, Seit 12 Jahren in guter sanitärer Wirkung, durch Erfahrung und tausende von Dankschreiben festgestellt, unübertrefflich bei Uebeln der Ath- mrrngSorgane, und daher ärztlich gern empfohlen bei Husten, Heiserkeit, Berschleimung, HalS» und Brustleiden rc. rc- Zu haben in Gießen bei 12-15 „ 97 Eine tüchtige Dienstmagd auf sofort oder später gegen hohen Lohn gesucht- __________Neuenweg 33. - „ 1—, „ 1.20, „ 1.50. 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Holberg, Bahnhofstraße 10 584] Tüchtige KSchi« nach auswärts gegen guten Lohn, sowie Mädchen für hier finden Stellen durch Frau Bärrn, Asterwcg 7. US - Hochstämme und Zwergbäume, ■UteihflBBUA bedeutende Vorräthe. Obst- lUdUlllwl haumschulen v Karl Umber in Lanbenhele tz. Maliz. — | Kataloge umsonst.[368 Friedb. Pferdeloose, Ziehung 15 Februar, [574 empfiehlt JuliuS Wallach Für Kellner. Frack und Westen sind billig zu verkaufen, nach Maß ohne Preiserhöhung. D. W. Karnbach, Kreppet täglich frisch bei [410 ______Aug Roll im Steru. Ein junges Pferd § von 4 Jahren, zugfest, dunkler Grauschimmel (Wallach) ist zu verkaufen bei Schultheis Siedler in Dorlar b. Wetzlar. 487] Ein in unmittelbarer Nähe der Stadt im Bauplan gelegener, zwei Morgen großer Garten — auch zur Gärtnerei geeignet —, mit Gartenhaus und Brunnen, ist zu vermiethen oder zu verkaufen. Anfragen unter K. R. befördert die Expedition d Bl. Bouquets, Krame und dergleichen fertigt billigst 501 IV. Wipper, Mäusburg 1. Msöerstchmmg. 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Februar unter Vorlage ihrer Zeugnisse bet Unterzeichnetem in dessen Prioatwohnung (Bleichstraße) Nachmittags um 3 Uhr zu melden- Militär anwärter können bevorzugt werden. Gießen, den 17. Januar 1 90. Die Direktion der Großh- Veterinäranstalt. Prof. Dr. Pflug. [583 Täglich frische Hreppeln. Fritz Schreiner, 413] Ltndenplatz 4. Meter Sprotten täglich frisch geräuchert, große 1 Kiste 120 Stück 2,00 A 2 Kst 3,50 A mittel 1 Kiste 240 Stück 1,50 A 2 Kst. 2,k0-3,0<> A Bücklinge 1 Kiste 40-45 St. 1,80-2,00 A frische Schellfische, schollen, Dorsch, Eab- Hau, ausgeweidet, Postkiste 2,50—2,80 A versendet gegen Nachnahme F. Hörich, Fischräucherei, 370 Altona bei Hamburg. »MT-Wünschm sich zu verheiraten. Herren erhal.-dM sofort unter der denkbar größten Dis- ^^^eretion Näheres durch General-Anzet- stM^ger Berlin SW. «1. Porto 20 Pf.'M» ________________379__ Ausgckämmte HaareV kauft H. Plank, Kaplansgasse 2. 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