* d« Seiet. ch den 17. b. U Miene (Sefellen, ' '** Weise et Sotieeb; Dingel^. «enstraße 5. ung. m Leige ergebenft IG t< und Löpfer- ionKigen Hau»- lsgkschknkk! dienung zeichnet tungsvoll anft. nenffrapc 5. 2 LL S* co ■ SIS (ft C5 0 8.2- d SöS 5 ® Q** (8 5 * 5 4a J u Ti öS? k H 0 p:!8j ■Ws 4 ll“ jjjo 0 Erstes Blatt. 1890. Donnerstag den 18. December Stt. 295. Gießener Anzeiger Keneral-Wnzeiger. Amt«- «nd Anzeigeblatt für den Kwk Gieren Hratisöeikage: chießmer Jlaulikienökatter. tmMMMMMaBMMMWMWwaBi jftii ijimiui iqai!!Wm! Alle Annoncrn-Bureaux des Ja- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegn«. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den f-ltzenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Redactton, Splitts» und Druckerei: -chnkSrahe Ar.Z« Kernsprecher 61. viertelfShriger ASouuemenlapreiSV 2 Mark 20 Pfg. m» Dringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pf,. Vir Gießener zSavkiitteaßtLIt-r -»«den dem Anzeiger kLtzentlich dreimal deigelegt. Der Anzeiger erjchernt räglich, mit Ausnahme des Montags. Abonnements - Einladung ! Zum Bezug des „Gie^enev Anzeiger" für das 1. Vierteljahr 1891 laden wir hiermit ergebens! ein. — Wie bisher, wird der „Gießener Anzeiger" die Tagesereignisse in kurzer objectiver Uebersicht zur Kenntniß seiner Leser bringen. Die neuesten Nachrichten des Wolff'schen telegraphischen Correspvndenz- Bureaus sowie zahlreiche Mittheilungeu aus dem engeren und weiteren Vaterland halten den Leser stets Liber die Vorfälle in demselben auf dem Laufenden. Unterstützt durch au allen Orten der Provinz Oberhessen ansässige Berichterstatter, ist der „Gießener Anzeiger" ferner in der jLage, die interessanten Vorgänge in der Provinz so friihzeitig wie möglich zur Kenntnis; seiner Leser zu bringen, desgleichen wird den Begebenheiten in der Stadt Gießen die gebührende Besprechung im localen Theile des Anzeigers -zu Theil werden. Der in der Provinz Oberhessen betriebenen Landwirthschaft wird der Anzeiger durch Veröffentlichung von allem Wissens- werthen aus dein Gebiete derselben besondere Berück- sichtigung zu Theil werde!: lassen, daneben aber auch die Beobachtungen und Erfahrungen in Haus- wirthschaft, Handel, Gewerbe, undJndustrie in den Kreis seiner Besprechungen ziehen. Ein gediegenes Feuilleton wird neben besonderen Artikeln ernsteren und heiteren Inhaltes den erwünschten Unterhaltungsstoff bieten. Außerdem werden die „Gietzener Familienblätter", welche dem Anzeiger wöchentlich 8 mal beigelegt werden, und die stets ein gewähltes Feuilleton als Unterhaltnngsstoff I bringen, namentlich im Kreise der Familien eine beliebte Beigabe bieten. Wir ersuchen nun namentlich auswärtige Leser, ihre Bestellung bei der Post baldgefl. aufgeben zu wollen. Neuhinzutretende erhalten vom Tage der Bestellung bis 1. Januar den Anzeiger kostenfrei zu- geskellt, wie wir auch gerne bereit sind, Probe- Exemplare nach auswärts postfrei zu versenden. Den Lesen: in hiesiger Stadt werden wir, wie seither, den Anzeiger weitersenden und den Abonnements- betrag durch Quittung erheben lassen, falls nicht ans- )n!ckliche Abbestellung erfolgt. Hochachtend Verlag des „Gießener Anzeiger" Brühl'sche Druckerei (Fr. Chr. Pietsch). politifd^e Ueversieht. Gießen, 17. December. Die auf parlamentarischem Gebiete eingetretene weihnacht- üdx Stille ist nunmehr eine vollständige geworden, da jetzt uuch die bislang aus dem Plane zurückgebliebenen Commissionen des preußischen Abgeordnetenhauses in die Weihnachtsferien gegangen sind. Sowohl in der Commission für die Volks- ichalvorlage, wie in den beiden Steuercommissionen und im Ausschüsse für die Vanfegemeinbeorbnnng ist die Vorberathung j)er betreffenden Entwürfe bereits ein erhebliches Stück gefördert worden, indessen haben die Commissionserörterungen schon gezeigt, daß in den ihnen unterbreiteten Resorm- kagen noch große Schwierigkeiten zu überwinden sind. Trotzdem steht zu hoffen, daß mau in allen Commissionen schließlich noch zu einer Verständigung gelangen wird und aus Grund derselben dürsten auch die im neuen Jahre bevor- 1 sichenden weiteren Plenarverhandlungen der preußischen Volksvertretung über die großen Reformgesetze einen ersprießlicheren Verlauf nehmen, als in manchen Kreisen an» gcmommen wird. Dagegen ist jetzt in der Reichshauptstadt eine Commission en derer Art trotz der Nähe des Weihnachtsfestes zusammen- gettreten, diejenige zur Vorberathung des Entwürfe- deS bürgerlichen Gesetzbuches für das deutsche Reich. Zunächst bovidrlt es sich bei ihr jedoch nur um einleitende Vorbesprechungen, denn die eigentlichen Arbeiten der gedachten Commission sollen erst am 1. April 1891 ihren Anfang nehmen. Wie bekannt, ist dieselbe zu einem Theil aus hervorragende» deutschen Juristen, zum andern Theil aus angesehenen Vertretern wirthschastlicher Interessen zusammengesetzt ; den Vorsitz führt der Staatssecretär im Reichsjustizamte, Dr. v. Oehlschläger. Die Wiener zollpolitifchen Verhandlungen zwischen den Vertretern Deutschlands und Oesterreich-Ungarns nähern sich allgemach dem entscheidenden Punkte betreffs der gegenseitigen Zugeständnisse. Deutschland hat sich bereit erklärt, seine Getreide-, Vieh- und Holzzölle gegenüber Oesterreich-Ungarn zu ermäßigen, verlangt aber dafür von letzterem außer der Herabsetzung einiger Jndustriezölle besonders Zugeständnisse auf jenem Gebiete, auf welchem Deutschland durch Abschaffung des bis 1878 bestandenen Appreturverfahrens Schaden erwachsen ist. Von Seiten der österreichischen Unterhändler macht man noch Schwierigkeiten, hierauf eiuzugehen, während die Delegirten der ungarischen Regierung die deutschen Forderungen rückhaltlos unterstützen. Die Verhandlungen sollen kurz vor dem Weihnachtsfeste unterbrochen, aber bald nach Neujahr wieder aufgenommen werden und wird die schließliche Entscheidung über den abzuschließenden deutsch- österreichischen Tarifvertrag noch im Laufe des Januar erwartet. Die belgischen Bergarbeiter drohen mit einem neuen allgemeinen Ausstand, wie die Beschlüsse ihrer zu La Louviere versammelt gewesenen Delegirten bekunden. Seltsamer Weise wird aber der Ausbruch des angekündigten Strikes von dem Ausgange einer rein politischen Frage abhängig gemacht, nämlich davon, ob die belgische Deputirtenkammer sich für die liberalerseits beantragte Verfassungsrevision entscheidet oder nicht, in letzterem Falle soll der Strike ohne Weiteres beginnen. Es ist das jedenfalls eine merkwürdige Verquickung der belgischen Vefassungsrevisionsfrage mit social- politischen Angelegenheiten. In Irland macht sich allmählich eine schärfere Opposition breiter Bevölkerungsmassen gegen Parnell geltend. In Tipperarh und Newry fanden große, von antiparnellistifchen Abgeordneten geleitete Volksversammlungen statt, die sich nach theilweife stürmischen Verhandlungen für Entfernung Parnell's von seinem Posten als Führer der irischen Partei aus- sprachen. Auch mehrere Zweigvereine der Nationalliga haben sich im gleichen Sinne erklärt. Mr. Parnell denkt aber freilich gar nicht daran, seine Führerrolle aufzugeben, die Fehde zwischen den Parnelliten und den Antiparnelliten in Irland wird demnach immer heftiger entbrennen. Neueste Nachrichten. WoM telegraphische- Lorrespondenz-Bureau. Berlin, 16. December. Der „Reichsanzeiger" berichtet über den Schluß der Montagssitzung der Schulfragen- Confer enz im Wesentlichen bereits Gemeldetes und fügt über die heutige Sitzung Nachfolgendes (im Auszüge) hinzu: Die gestern begonnene Abstimmung zur Frage der Lehrerbildung wurde beendet und seitens der Mehrheit ein Ein- verständniß dahin erzielt, daß eine grundsätzliche Aenderung in der wissenschaftlichen Ausbildung der Lehrer nicht erforderlich fei; daß die Universitäten und ihre Bildungsmittel sich bisher dazu ausreichend erwiesen hätten und daß durch Aufstellung hvdogetischer Studienpläne die Studirenden anzuweisen sind, daß der Schulunterricht zum freien mündlichen und schriftlichen Gebrauche der lebenden fremden Sprachen anleite. — Betreffs der Frage der Reifeprüfungen wurden in der Hauptsache folgende Sätze von der Mehrheit genehmigt: daß die Reifeprüfung bei höheren Schulen beizubehalten und als staatlich beaufsichtigte Versetzungsprüfung aus der Oberprima auszusassen und auf deren Pensum zu beschränken sei; daß an der schriftlichen Prüfung alle nach ihrem Klassenalter berechtigten Oberprimaner theilzunehmen haben, ausgenommen hiervon sind nur durch einstimmigen Beschluß des Lehrercollegiums als unreif zurückgewiesene Schüler; daß die mündliche Prüfung nur in Fächern abzulegen sei, in denen der Schüler nach seinen Klassenleistungen und der schriftlichen Prüfung ein volles „genügend" nicht erhalten hat; daß die Reifeprüfung zu vereinfachen sei bei der schriftlichen Prüfung durch Wegfall des lateinischen Aufsatzes und des Hebräischen, bei der mündlichen Prüfung durch Wegfall des Lateinisch - Sprechens, der Geographie, des Hebräischen und event. bei guten Klassenlelstungen in der Religion und Geschichte durch Dispensation. Zur schriftlichen Prüfung gehört noch die mathematische oder mathematisch- physikalifche Arbeit. Abgelehnt wurde der Wegfall der Ueber- setzung aus dem Deutschen in'S Lateinische bei der schriftlichen Prüfung, sowie der Wegfall der Prüfung in Religion und Geschichte. — Betreffs der Frage des Kaisers wegen der Controle der Schulanstalten wurden die Thesen des Referenten mit großer Majorität angenommen, daß für die Controle des Unterrichts und der Erziehung in höheren Schulen die vorhandenen Aufsichtsorgane genügen, bei den bevorstehenden Aenderungen des Unterrichtsbetriebes - jedoch die Vermehrung der Zahl der Provinzialschulräthe dringend wünschenswerth- fei. — Die Landgemeindeordnungs-Commission erledigte den Rest der von den allgemeinen Bestimmungen handelnden Paragraphen unverändert nach der Regierungsvorlage. — Die Volksschul-Commission beschloß, von dem auf die confesfionellen Verhältnisse bezüglichen § 14 nur den das Princip confessioneller Berücffichtigung enthaltenden ersten Satz stehen zu lassen und in einem neuen Paragraphen 14 A die übrigen Bestimmungen, theilweife verschärft, zusammen zu fassen. Insbesondere soll grundsätzlich fein Kind ohne Religionsunterricht seines einer staatlich anerkannten Regionsgesellschaft angehörigen Bekenntnisses bleiben. Alsdann wurde feer §15 (Errichtung besonderer Volksschulen bei 60 Schulkindern einer Religionsgesellschaft) mit Anträgen feer Abgg. Olzen und Weffel angenommen, nach welchen eine solche Errichtung nur bei Zustimmung der Gemeinde stattfinden soll, resp. diese Zustimmung bei ländlichen Schulbezirken durch feen KreiS- ausschuß, bei städtischen Schulbezirken durch den Bezirksausschuß ergänzt werden kann. — Die Commission wurde hierauf bis 12. Januar vertagt. Dortmund, 16. December. Wie die „Rhein.-Westsäl. Zeitung" meldet, wurde heute auf der Zeche „Freie Boget und Unverhofft" durch das Schadhaftwerden der Maschine für die Personenbeförderung feer Förderkorb bis unter feie Seilscheibe geschleudert. Dabei wurde ein Bergmann ge- tödtet und zwölf Bergleute verwundet. Esten, 16. December. Laut der „Rheinisch-westfälischen Zeitung" stellte gestern die Belegschaft der Zeche Blankenburg im Revier Sprockhoevel feie Arbeit ein, weil drei abgekehrte Bergleute trotz dem Wunsche der Belegschaft keine Beschäftigung erhielten. Heute betrug die Anfuhr unter Tage ein Viertel feer Belegschaft; über Tage arbeitet Alles. Die gejammte Belegschaft besteht aus 340 Mann. Bern, 16. December. Die Namen der vom Bundes- rathe ausgewiesenen Anarchisten sind: Paul Bernard aus Crest (Frankreich), Louis Josef Galleani aus Vercelli, Petra- roja, gen. Janvier, aus Neapel, Rovigo Hiskio alias Marelli aus Triest, Stojanow Pervskiew aus Bulgarien, Lucien Weil aus Frankreich, sämmtlich in Gens wohnhaft.^ Paris, 16. December. Die „Estafette" meldet: Freycinet erklärte der mit der Frage feer Entfestigung feer Westtheile von Paris betrauten Commission des Municipalraths und deS Generalraths der Seine, daß er feie Auflassung der Befestigung zwischen Point du Jour und Saint-Denis dem höheren Ver-' theidigungsrathe vorgelegt habe, jedoch gegenwärtig im Genie- feepartement ein Project studirt werde, wonach die befestigte Ringmauer auf feer Linie der früheren Forts wiederherzustellen sei. Rocroy, 16. December. Unter feen Schmelzarbeitern von Revin ist ein Strike ausgebrochen. Zur Aufrechthaltung der Ruhe find zwei Compagnien Infanterie dorthin abgegangen. Mehrere ©trifenfee wurden verhaftet. Edinburg, 16. December. Der Municipalrath stimmte einer Resolution seines Ausschusses zu, den Namen Parnell aus der Liste der Ehrenbürger der Stadt zu streichen. Rom, 16. December. Der Senat genehmigte die Antw ^r tadr esse auf die Thronrede. Dieselbe führt aus, daß die Sicherheit für Italien für feie nächste Zeit durch die Allianz mit den Centralmächteu verbürgt sei: die mächtige Gesammtkraft zur Erhaltung des Friedens sei im Stande, nöthigensalls den Frieden aufzuerlegen, die Jsolirung Italiens,- selbst wenn es genügende eigene Kraft besäße, wäre jetzt voller Gefahren und käme einem Verzichte Italiens auf jegliche Einmischung in die Angelegenheiten der Welt gleich. Rom, 16. December. Kammer. Im Adressenentwurf der Beantwortung der Thronrede heißt es: Stets sei es für Italien die heiligste Pflicht, in Allianzen treu, in Freund schäft herzlich, in dem Wunsche, die Beziehungen mit allen Mächten zu pflegen und zu verbessern, standhaft zu fein. Wenn Italien in der Pflichterfüllung mitzuwirken vermöchte^ die Gemüther zu beruhigen, dürfte es hierin die Belohnung, seiner Loyalität erblicken. Neapel, 16. December. Bei einer großen Feuersbrunst, die in einem Privathause ausgebrochen war, erschietr der Kronprinz an den bedrohtesten Punkten. Die Be- völkerung brachte dem Kronprinzen für den bezeugten Muth und seine Kaltblütigkeit enthusiastische Ovationen dar. Petersburg. 16. December. Durch einen heute veröffentlichten kaiserlichen Befehl wird die Errichtung von drei Reservebatterien leichter Artillerie angeordnet, welche in Friedenszeiten nur je zwei Geschütze bespannt führen sollen. — Am Sonntag wurde das 250jährige Bestehen der hiesigen schwedisch-lutherischen Kirche gefeiert. Petersburg, 16. December. Dem „Grashdanin" zufolge hat Prinz Alexander von Oldenburg der Regierung seine Anstalt für Experimental-Medicin, worin auch Impfungen mit Köchin stattgefunden haben, geschenkt. Die Anstalt wird dem Medicinal-Departement des Ministeriums des Innern zur Benutzung überwiesen. Newyork, 16. December. Nach einer Meldung des Generals Miles hat die Polizei gestern den Häuptling Sitting Bull verhaftet, um ihn zu verhindern, daß er sich den feindlichen Indianern in Badlands anschließe. Seine Anhänger machten einen Versuch, ihn zu befreien und in dem Handgemenge wurden der Häuptling, dessen Sohn, mehrere andere Indianer und fünf Polizisten getödtet. Washington, 16. December. Der republikanische Eaucus beriet!) gestern Abend über die zur Regelung der Finanzkrise vorgeschlagenen Maßregeln und entschied sich für die Streichung der Bestimmungen des Senatsberichts über die Ausgabe 2procentiger Bonds. LseGLes smfc KroViMztelLes. Gießen, 17. December. — Der provisoristhe Reallehrer Df. Carl Dorfeld hier wurde zum Lehrer an dem Gymnasium ernannt. — Am 13. December d. I. erfolgte die Wiederwahl des Herrn Amtsrichter Gebhardt zum ersten Director des Gesellschaftsvereins und zwar mit allen gegen eine Stimme. — Der Antrag auf Neuregulirung der Beamtengehalte, -resp. Wiederherstellung der fixen Etats, den die Abgeordneten v. Rabenau, Bergsträßer und Wernher unterm 24. Februar 1888 eingebracht haben, ist jetzt von denselben Abgeordneten wieder eingebracht und lautet: „Großherzogliche Regierung zu ersuchen, eine durchgreifende, neue Regulirung aller Beamtengehalte unter Berücksichtigung der Rangstellung des Grades, der zur Bekleidung des Amtes nothwendigen praktischen und theoretischen Ausbildung, der Aussicht auf größeres oder geringeres Avancement und dergleichen ins Auge zu fassen und in den Ansätzen des Budgets folgender Finanz- perioden in der Art zum Ausdrucke zu bringen, daß für die betreffenden (Kategorien der Beamten — Rangstufen — Gehaltsklassen gebildet werden, in denen ein Aufrücken in bestimmten Zeitläufen erfolgt, so daß mit Erreichung eines gewissen Dienstalters — tadellose Dienstführung vorausgesetzt — auch der höchste Gehaltssatz der betreffenden Rangstufe erreicht wird." — Es sind nicht geringe Strafen, welche allen Denjenigen angedroht werden, die sich gegen die Bestimmungen des am 1. Januar in Kraft tretenden Alters- und Invaliden Versicherungs-Gesetzes vergehen. So hat eine Ordnungsstrafe biß zu 500 Mk. der Arbeitgeber oder dessen Beauftragter zu gewärtigen, welcher wider besseres Wissen oder aus grobem Versehen falsche Eintragungen in die Versicherungspapiere wacht. Mit Ordnungsstrafe bis zu 300 Mk. können ferner Arbeitgeber oder deren Beauftragte belegt werden, welche versäumen, vorschriftsmäßig Marken zu verwenden. Diese Marken sollen bekanntlich bei der Bezahlung auf die Quittungs- karten geklebt werden. Eine Geldstrafe bis zu 300 Mk. oder Haft trifft den Arbeitgeber oder dessen Beauftragten, welcher wissentlich mehr als die Hälfte des Wochenbeitrages einem Versicherten' bei der Lohnzahlung in Anrechnung bringt. Vermerke in die Quittungskarten zu machen, darf sich ebenfalls Niemand erlauben, darauf steht eine Strafe bis zu 2000 Mk. ober Gesängniß bis zu 6 Monaten. Wer Marken fälscht oder bereits entwerthete Marken abermals verwendet, wird mit Gesängniß nicht unter drei Monaten bestraft. Diese Strafbestimmungen lehren, daß es gut ist, recht pünktlich den Vorschriften des Gesetzes nachzukommen. — In Folge einer Eingabe an Großherzogliches Ministerium der Finanzen (unterzeichnet von verschiedenen Jägern) betreffend Unterbringung der Jagdhunde ans den Oberhessischen Eisenbahnen in den'Personenzügen, wurde durch Großherzogliches Ministerium der Finanzen unterm 8. d. M. verfügt: //Jagdhunde dürfen in Personenwagen III. Klasse ausnahmsweise mitgenommen werden, sofern leere Ab- theilungen zur Verfügung stehen, welche ausschließlich mit den Besitzern der Hunde bezw. mit den in Gesellschaft der ersteren sonst noch etwa reisenden Jägern besetzt werden können. Solche in Personenwagen zugelassenen Hunde sind an der Leine zu führen." — Theater-Verein. Wir können mitlheilen, daß zunächst der 15. Januar, der 5. Februar und der 5. März zu dramatischen Vorstellungen bestimmt worden sind. — Theater. Als Reif-Reiflingen hat Herr Adalbert Brümmer am Montag von Gießen Abschied genommen und wenigstens an seinem letzten Spielabend ein einigermaßen erträgliches Haus erzielt. Ursprünglich war das Gastspiel Brümmers für acht Abende in einigen weiteren interessanten Werken der neueren Literatur von Lindau und anderen uain hasten Autoren vorgesehen. Diese Absucht zeigte sich aber rasch unausführbar, als schon die zweite Vorstellung, die zudem Blumenthals bekannten Probepseil brachte, einen kaum nennenswerthen Besuch auszuwciseir hatte. Reif-Reiflingen, mit dem der Gast darum sein Gastspiel vorzeitig abbrach, bildet die Fortsetzung zu dem „Krieg im- Frieden" desselben Verfassers, der nach dem außerordentlichen Anklang, den das Letztgenannte Lustsptel auf allen deutschen Bühnen und sogar im AuSlande fand, sich entschloß, ein zweites Lustspiel mit den nämlichen Hauptpersonen zu verfassen und es verstanden hat, der naheliegenden Gefahr zu entgehen, lediglich einen schwächlichen zweiten Ausguß des zum ersten Mal kredenzten Trankes zu liefern und in seinem Rets-Reiflingen ein zweites frisches und auch verhältnißmäßig originelles Lustspiel geschaffen hat. Indessen wandeln die beiden Stücke „Krieg und Frieden" und „Reis-Reiflingen" keineswegs auf neuen Bahnen, sondern sind echte und rechte Repräsentantcu der ganzen modernen deutschen Lustspielliteratur. Der ungemein große Erfolg der beiden Moser'schen Lustspiele ist denn auch hauptsächlich auf die eine, wirklich originell und sehr glücklich und lebenswahr characterisirte Figur des Reif-Reiflingen zurückzuführen. Es bleibt zu bedauern, daß man sich hier in weiteren Kreisen den Genuß hat entgehen lassen, sich an der ganz vorzüglichen, in dem kleinsten Zuge wahren und aufs Feinste ausgearbeiteten Darstellung Adalbert Brümmers zu erfreuen. Einem solchen Künstler gegenüber haben die übrigen Mitwirkenden immer einen schweren Stand und es ist immer ein besonderes Lob, wenn man ihnen einräumt, daß sie mit Ehren neben ihm bestanden haben. Wir können dies leider diesmal nicht von Allen sagen, wie bei den voraus- gehenden Gastvorstellungen. Frau Anni Reiners allerdings stand völlig auf der Höhe ihrer Ausgabe und machte mit ihrem lieblichen Spiel einen so schönen Eindruck wie immer. Ebenso gab sich Herr Rudolph Biebrach alle Mühe und wurde den Anforderungen seiner Partie vollkommen gerecht. Frl. Rellstab dagegen konnte nicht befriedigen- es wäre der Direction zu empfehlen, da sie ja reichlich über die nöthigen Kräfte verfügt, Frl. Rellstab in weniger hervor- tretenben Rollen zu beschäftigen. Warum hat zum Beispiel gestern Frl. Bischoff ihre Partie nicht übernommen? Auch von den übrigen Mitwirkenden waren einige nicht ganz an ihrem Platze. — Kaiser-Panorama. Wenn wir nach dem bisher im Panorama Gesehenen bei Ankündigung einer neuen Serie auch jedesmal überzeugt sind, daß dieselbe nur gut cmssallen werde, so müssen wir doch gestehen, daß wir bet Besichtigung der in dieser Woche ausgestellten Bilder „Die Schweiz — Cyklus II" geradezu erstaunt gewesen sind. — Der Effect, den diese Serie in Bezug auf Auswahl der Ansichten, Natur- treue und Farbenbeleuchtung hervorzaubert, drängt alles bisher Gebotene in den Hintergrund. Der Zauber, den die Landschaften ausüben, wirkt in der That überwältigend. Liebliche Ortschaften an malerischen Seen gelegen und bc« strahlt vom Hellen Sonnenschein, lachen uns an. Grüne, duftige Matten, murmelnde Quellen und Bäche erfrischen unser Auge, während wir an den eisgeharnischten Riesen der Gletscherwelt, den tief gähnenden Schluchten und den imposanten Felsmassen so recht die Großartigkeit der Natur bewundern können. Das ist die Schweiz, wie sie lebt und webt. — Aufmerksam machen wir besonders auf folgende Punkte: Panorama von Prätigau, Appenzell, die weltberühmte Via-Mala, Graubünden, die Rheinquellen und Gletscher 2c. Wir können den Besuch des Panoramas für diese Woche nur vor allen Dingen empfehlen. — Anschließend an die Localnotiz aus Heuchelheim in unserer Nr. 251 vom 28. October, wonach ein junger Bursche daselbst mit einem Spaten so schwer verletzt wurde, daß er zur hiesigen Klinik verbracht werden mußte, theilen wir ergänzend mit, daß der unglückliche junge Mensch seinen schweren Verletzungen gestern eriegen ist. — Mit dem 15. December ist die Winterschonzeit für Fische in allen fließenden Gewässern des Großherzogthums beende^. — Mit dem gleichen Tage beginnt auch die Heegzeit für weibliches Rehwild und dauert bis zum 15. October des nächsten Jahres. — Erledigte Stellen für Milit'äranw'ärter im Bezirke des 11. Armeecorps. Halver, Postamt, Landbriefträger, auf vierwöchige Kündigung, 650 Mk. Gehalt und 72 Mk. Wohn- ungsgeldzuschuß. Direction der Saale-Eisenbahn-Gesellschaft in Jena, Hilsswärter. auf Kündigung, Tageloyn Mk. 1.80 im Sommerhalbjahr, 1.70 Mk. im Winterhalbjahr - als Uniformsstücke werden ein Ueberzieher und eine Mütze geliefert. Bezirk des Kgl. Eisenbahn-Betriebsamts zu Wiesbaden, zehn Stationsaspiranten für den Stations- und Expeditionsdienst, nach beendigter Probezeit und abgelegter Prüfung zum Stationsassistenten auf einmonatliche Kündigung als Diätar, anfänglich je 85 Mk. monatlich. Im Bezirke der Großh. hessischen (25.) Division. Darmstadt, Großh. Landgestüts- Direction, Landgestütsbeiknecht, auf Kündigung, 900 Mk. jährlich und Antheil an den Trinkgeldern im Durchschnitt von 55 Mk. jährlich. Gernsheim (fliegende Brücke), Wasserbauamt WormS, Brückenwärter, auf Widerruf im Sinne des Großh. Hess. Gesetzes vom 10. Mai 1875, 1100 Mk. Gehalt. Worms, Wasserbauamt Worms, ein Brückenwärter und ein Oder-Brückenwärter, auf Widerruf im Sinne des Großh. Hess. Gesetzes vom 10. Mai '1875, ersterer 1200 Mk., letzterer 1600 Mk. X Laubach, 16. December. Der provisorische Gym- nauallehrer Friedrich Becker hier niurbe zum Lehrer an dem Gymnasium Friedericianum zu Laubach ernannt. * Darmstadt, 16. December. Gestern Abend gegen 7 Uhr wurde in dem Hause LuZnvigstraße Nr. 3 in einem Mansarbenstübchen ein 67jähriges Fräulein Marianne Duft auf einem Stuhle in unmittelbarer Nähe des Ofens fistend, tobt, in theilweise verkohltem Zustande, aufgefnubeu Vis | jetzt hat man noch keine Anhaltspunkte dafüru zu. entdecken vermocht, auf welche Weise der entsetzliche Unglücksfall sich ereignet hat. *△ Mainz, 16. December. Heber ; ben am Sonntag j hier stattgehabten hessischen Kat ho lick en tag ist noch nachzutragen, baß bie Versammlung ein Telegramm au tun ’ Großherzog gerichtet hat, des .Inhalts, die nach Lausenden zählenden, dahier in der „Stadthalle" versammelten Katholikc." Heffens senden Ew. Königl. Hoheit ehrerbietigen Gruß, erneuern das Versprechen treuer Ergebenheit und vertrauen auf den bekannten Gerechtigkeitssinn des Landesvaters." Aus «das Telegramm traf folgende Antwort ein: „Ich spreche meinen herzlichen Dank für ben übermittelten Ausdruck der Gesinnung au5 und freue mich, daß Sie meiner Gerechtigkeit vertrauen. Ludwig." * Von der Bergstraße, 15. December. Das diesjährige Tabakgeschäft ist im Ried und an der Bergstraße nunmehr als beendet zu betrachten. An der Bergstraße wurden durchweg per Centner nur 18 Mk., im Ried dagegen 28 bis 32 Mk. erzielt. Der Tabakbau ist in unserer Gegend immer mehr im Rückgang begriffen und wird durch den Hopfen-, Futter- und Gemüsebau verdrängt. *= Frankfurt a. M., 15. December. Erfroren ist in der Nacht vom Freitag zum Samstag der Fuhrmann Georg Hoffmann aus Bockenheim. Er wurde Samstag früh von einem Bahnwärter in der Nähe des Biegwaldes in einem Graben, durch dessen Eisdecke er durchgebrochen war, erfroren aufgefunden. Der Kopf des Unglücklichen ragte nur noch heraus. Bei der augenblicklich herrschenden empfindlichen Kälte — das Thermometer zeigt früh an exponirten Stellen 10 und mehr Grad unter Null — ist es zu verwundern,, daß man nicht von mehr Unglücksfällen hört. — Oberbürgermeister Adickes verläßt morgen wieder unsere Stadt, in der er seit einigen Tagen weilt. Mehrere Festessen wurden ihm zu Ehren in engem Kreise veranstaltet. Samstag war Herr Adickes in Wiesbaden und stellte sich dem Herrn Regierungspräsidenten vor. Wie es heißt, wird Letzterer zu Anfang des neuen JahreS bas neue Stabtoberhcmvt in feierlicher Weise einfübren. Eine Wohnung, welche Herr Adickes jetzt hier suchte, hat er noch nicht gemietet. — Eisenbahnunfall. Auf dem Hauptbahnhof passirte gestern Vormittag ein kleiner Unfall. Zwei ins Rollen gekommene Eisenbahnwagen fuhren einem zur Abfahrt bereit stehenden aber noch unbesetzten Personenzug in die Flanke, wodurch zwei Wagen entgleisten und der Postwagen uni- geworfen wurde. Die Wagen wurden theils wenig, theils erheblich beschädigt. Eine Betriebsstörung fand durch den Vorfall nicht statt. — Am 20 und 21. October tagte in Berlin ein Kongreß deutscher Nähmaschinenfabrikanten und Händler, der während seiner Verhandlungen auch folgende, von Herrn Commerzienrath Naumann in Dresden beantragte Resolution einstimmig annahm: »Irr A«» betracht der schädigenden Wirkungen der Mac Sinley Bill auf den gekämmten deutsche« Handel und Gewerbe beschließt der Csngreß, an das deutsche Publikum die Bitte zu richten, amerikanische Industrie-Grzeugnisse, rramitt- lich Nähmaschinen, nicht mehr zu kaufen, sondern durch Unterstützung der vaterländischen Industrie dazu beiz«- tragen, datz die durch diese Mae Kinley Bill erwerbloS gewordenen Arbeiter in andere« Industriezweigen Beschäftigung finden." Diese Bitte ist umsomehr berechtigt, als es deutschen Fabrikanten des hohen Zolles wegen absolut unmöglich ist, Nähmaschinen nach Nordamerika zu liefern, während der hiesige minimale Zollbetrag es der Singer Comp. in New-Aork, vertreten in Deutschland durch Herrn Netdlinger, ermöglicht, den deutschen Markt mit Nähmaschinen zu überschwemmen. Die deutsche Nühmaschtnenindustrie zählt zu den hochentwickeltsten Judustrieen, besonders haben sich eite, schon lange Jahre bestehende Firmen, wie Seidel u. Naumann in Dresden, Pfaff in Kaiserslautern, Gritzmr in Durlach, Bär u. Rempel in Bielefeld, ein bedeutendes Renommäe in der Branche erworben. Deutschland war von jeher besonders in der Kleinmechanik den Nachbarvölker» überlegen und es kommt der Nähmaschinenindustrte ein großer Stemm wohlgeübter Mechaniker zu Statten. Ein großer HLndler- stand hat sich berangebildet, der, von genügenden (Kapitalien unterstützt, auch Zahlungserleichterungm gewähren kann. Kurz, die deutsche Nähmaschmentndustrie, die auf dem Weltmarkt so großartige Erfolge aufzuweisen hat, glaubt einer billigen Rücksichtnahme vollauf werth zu sein; ste appellirt an den gesunden praktische« Din« der Bevölkerung und reclamtrt zum Bortheil der Branche wie des gesammten Vaterlandes den deutschen NLHmaschinenmarkt für die dentsche« Fabrikanten und Händler. __________ £»erfefre, Ca*ö- unfe DoifiMxrtrtfrfdbaft. — Die Durchschnittspreise der wichtigste« Lebensmittel in Frankfurt a. M. betrugen im November 1890 im Vergleich zu den in Klammern beigefügten Verkaufszahlen im October d. I. für 1000 Kilogramm: Weizen «X 189 (187), Roggen 174 (168), Gerste JL 160 (158), Hafer JL 140 (140), Kvcherbsen JL 236 (231), Sveisedobnen Jt 279 (278), Linsen JL 424 (423), Eßkartoffeln JL 56,5 (56,2), Richtstroh JL 40,7 (41,5), Heu 51,2 (50,7); für 1 Kilogramm Rindfleisch JL 1,31 (1,33), Schweinefleisch JL 1,41 (1,45), Kalbfleisch JL 1,30 (1,34), Hammelfleisch ** 1,29 (1,32), geräucherter inländischer Speck JL 1,82 (1,86), Eßbutter 2,38 (2,27), Weizenmehl Nr. 1 JL 0,34, Roggenmehl Nr. 1 X 0,30, Javareis JL 0,55 (0,55), mittlerer roher Jaoakaffee X 2,86 (2 85), gelber gebrannter Jaoakaffe 3,76 (3,76), inländisches Schweineschmalz JL 1,71 (1,75), für ein Schock Eier JC 4,33 (4,03). Frankfurt, 15. December- Viehmarkt. ES waren angetrieben 376 Ochsen, 15 Bullen, 459 Kühe, Stiere und Rinder, 278 Kälber, 115 Hämmel und 406 Schweine. Die Preise stellte« sich für Ochsen 1- Qual, auf JL. 70—72 pr. Ctr Schlachtgewicht, 2. Qual. 62—66, Bullen «X 53—58, Kühe und Rinder 1- Qual. 60—62, 2. Qual. 52-56, Kälber 1 Qual. 65—70 H, 2. Qual- 55—60 H, Hämmel 1- Qual. 61-63 H, 2. Qual. 50—51 H per Pfd, Schweine 1. Qual 56—60 H, 2 Qual. 52—55 H pr. Pfd. Schlachtgewicht. Frankfurt, 15-December. Fruchtbericht. Wetzen hiesiger und Wetterauer Jü 1925 bis 19.40, fremder 22— bis 22.50, Roggen hiesiger 17.75 bis ——, Hafer prima on Nimendungi «rzeichch der bi bMchtigenden WuMng d W nicht terrae1 Me der Schliff Dmerstag bet Bormitti Dor dem Großh selbst bestimmt. Gießen, 13.5 Der Ge des Großher^ c i r WM Montag \ d I sollen i And keewald Derben: neuer le, 71b™ .ea», ®tm Saale des j »•»«, 2 g 'lnrauk, g $ batij t g Dlaöaufsah „Ferrm H Alder, 1 1 tu ÄV'" »»schN"; Ne Q 1) 105 guter, fontirntter . bis 25 Mete ■2) 90 Kiesmsic textetet 'S 13 Meter S 3) 53 Eichenst 'Wagnerho! Die Zusamtr straße, Distric Hungener Gre Nonnenroth, ^roßh. Bürge t Heil, Verlag1 des Bibliographischen Instituts in Leipzig u. Wien. besten ackiiigmlienzieii Emil Fischbach zur Confect- u. 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Grünebaulu zu Gießen ist tur Abnahme der Schlußrechnung des Verwalters, zur Erhebung von Ein- Wendungen gegen das Schlußverzeichniß der bei der Vertheilung zu berückfich- tigenden Forderungen und zur Be- schlußfaffung der Gläubiger über die nicht verwerthbaren Vermögensstücke der Schlußtermin auf Donnerstag den 15. Januar 1891, Vormittags 10 Uhr, vor dem Großh. Amtsgerichte Hierselbst bestimmt. Gießen, 12. December 1890. Gl äs sing, 10474 Gerichtsschrelber des Gr. Amtsgerichts. Clnicursverfthrtv. BREHMS . • . ■ / ... ; ■ Sämmtliche Wintmimntd 10483 verkaufe, um zu räumen, zu herabgesetzten Preisen. 8. Weimersheim Jladjfofger 369 Spar- und Leihkaffe Gießen. ! tzcheMchk ,ää sMüL- BENEDICTIW Ferd. Drehes Am Schlüsse Kirchenplatz. 10480 miethen. I. Bernhardt 10354 Wiederverkäufer erhalten Rabatt. 9949 In Giessen bei Carl Schwaab. Dem Re Hochachtungsvollst auf’S Angelegentlichste zu empfehlen. Bahnhofstraße 6l. 10489 d. Bl. 0484 Haar ketten re 9985 fertigt billipst an 66 001 Ver. 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[8840 * . , Süsser Medicinal- Dr. Aumanns ▼▼ • i 11 ttt • Heidelbeer - W em bit Abhallu A wird hnr Landwirl 1) Ton 3 Uh Wr» 2) Tos 5% lanb, künW 3) Tom 3 Uhr Harn t) 8on 3 Uhr über M und I «orträge halte . Alle Mit Wie her IM dnLWnnE ein« ., Die Her ^Vorträge c mnndm ®etil der Ve .Gießer Der Direc Redaction: A. Schevda.. — Druck und Verlag bn Drühl'scheu Druderet (Fr. Ehr. Pietsch) in Gtetzen. Di« heutige Stummer umfaßt 8 etitc*. eut-" eit ti»** jjinnt*' jit »*“n -totniM " Jiürnßerqer Lebkuchen aus der Fabrik von J. C. lienck, in allen Sorten und Größen, in hochfeinen Qualitäten, in feinst sortirten Marzipan-, Makronen-, Elisen-, Cboeolade-, dickgemandelten Braune-, dickgemandelten Ba-ler. Weiste-, Magen-, Königs-Lebkuchen, sowie alle anderen Sorten empfiehlt die alleinige Niederlage: Eberhard Dort, Walllhorstrsße 45. Internationale Ausstellung Cöln a Rh. 1889: Goldene Medaille. Gie"sZSugebS: Friedr. Leo in Giessen. Wir laden hierdurch freundlichst ein zu der WelhnachlsBescheerirog -er Kleinkinder Bewahraustalt, die am nächsten Sonntag den 21. December, Nachmittags 3 Uhr, in der städtischen Turnballe stattfinden soll. Eintrittsgeld zum Besten der Anstalt für den Saal unten 20 für die Gallerten 10 Eingang von der Südanlage aus. — Eintrittsgeld für die besonders ab geschloffenen nummerirten Plätze im Saal 50 Eingang vom Hof der Turnhalle aus; die Karten zu diesen Plätzen wolle man bei den Schwestern in der Kleinkinderschule oder bei dem Unterzeichneten abholen lassen, auch find sie, soweit der Platz ausreicht, am Sonntag an der Kasse zu haben. Für die Angehörigen unserer Kinder werden gleichfalls besondere Plätze hergerichtet, Eingang vom Hof der Turnhalle aus. Die Turnhalle wird um 4 Uhr geöffnet. Gießen, den 17. December 1890. Der Borstand der Kleinkinder-Ivewahranstalt: Dr. Naumann, 1. Pfarrer.________________ Julius Schulze, am Kreuz empfiehlt als passende Weihnachtsgeschenke: Caputzen, Pellerinen und Tücher in Chenille und Wolle, Tricot-Taillen, -Kleidchen und -Anzüge, Damen- und Herrenwesten, Unterrocke, Winterhandschuhe, Glacehandschuhe mit und ohne Futter, Corsetten, seidene, wollene und gestickte Schürzen, Schleier, moderne Rüschen und Boas, Taschentücher, Schoner, Decken und Läufer, Tuchgamaschen für Damen und Herren, Herrenkragen, Manschetten, Shlipse in grösster Auswahl und besten Qualitäten zu sehr billigen 3e/o Reichsanlethe 3«/t% da. 3% Preutz. Conseils 3Vt°/o do. unb loi; Sy* -rhöh° Der d 11* öle & '«eii E bii «Hit aus der Heidelbeere rein und unverfälscht dargestellter Beerenwein, welcher ärztlicherseits als Ersatz der zumeim gefälschten Tokayer- Weine dringend empfohlen wird. — Dr. Aunuom’s .-dieser Heidelbeer - Wein ist ein vorzügliches Getränk zur Kräftigung für Rewnvaleseenten und Kinder, und auch als Hausmittel gegen Husten, Heiserkeit, Verschleimung, Magenleideu etc. etc. mit gutem Erfolg angewendet — */j Originalflasche Mk. 1.9O.< Man achte Schetzmarke. aef den Namen Dr. Aumann. Zu haben in nachfolg. Depots: Agenten gesucht für einen leicht verkäuflichen Artikel gegen gute Provision. Offerten an [lOPtf Ad. Mehlhase in Bremen erbeten. Geübte Cigarren-Sor- tirerin per sofort gesucht. Näheres in der Exped. Pfungstädter Bier. Die EWrttnerbrlmerei Justus Hildebrand, Pfungstadt beehrt sich hiennit bekannt zu geben, daß mit der Vertretung in Gießen und Umgegend von heute ab Herr Joh. Fr. Schaaf in Gießen betraut ist. • Das Pfungstädter Bier nur aus Gersten - Malz und Hopsen gebraut, erfreut sich wegen seiner vorzüglichen Zusammensetzung des besten Rufes, sowohl auf dem Continent, als auch in überseeischen Ländern und wurde auf allen Ausstellungen, wo solches exponirt, 12ma! mit den höchsten Auszeichnungen prämiirt, auf der internationalen Hopfen- und Bierausstellung in Hagenau mit dem Ehrenbecher „für das absolut beste Bier". Aufmerksamste Bedienung zusichernd, erlaube ich mir den Herren Wirthen das Pfungstädter Bier Gießen, am 16. December 1890. Die Direction des Spar- und Leihkasse-Vereins. _________________________Langsdorfs,'____ Wie in früheren Jahren habe ich auch diesmal der Jugendschriften-Litteratur meine besondere Aufmerksamkeit zugewandt und empfehle gediegene und unterhaltende Bücher für Knaben und Mädchen jeden Alters. Ebenso dio Geschenk-Litteratur für Erwachsene in eleganten Einbänden ist nach verschiedenen Richtungen aufs beste vertreten. Ferner empfehle mein reichhaltiges Lager von Kunstblättern und gerahmten Bildern. Ferber’sche Univ.-Buchh., Giessen, Max Rüger, Wettergasse 5. Ur L. z T Obligt. Conf. □ I. Gr. 19/12 Abd V/2 Uhr. 10477 | Nürnberger Lebkuchen | Jin großer Auswahl empfiehlt [9937 * Emil Orbig, Bahnhofstraße 30. 41 ■t Krankfurter Zeitung / %| und «Äandetsötatt. t Täglich drei Ausgaben.-------- IT ©roßte und reichhaltigste Zeitung Süd- und Mitteldeutschland», er %l frflnkfarltr Körsellkaleuder pr, 1891 gretir. 10482 Gratis'Lieferung deS Blattes bis Ende December. er %l 15®** Inserate 35 Pfennige die Colouelzeile. > Abonnementspreis: U u: 7/'V 5 *) in Metzen: Heinrich Wallach, Marktplatz 8. Seifen und Parfümerien, achtes Eau de Cologne, Zabn, Nagel-, Kops- u. Tasckenbürsten, Kämme, Spiegel, Haarwasser, Färbmittel, Oele, Reis« rollen, Schwämme, Frottir- und Waschhandschuhe, sowie sonstige Toilette-Artikel bei Georg Petri Wwe. Siachf., 10471 Seltersweg 43. Vermischte Anzeigen. 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