Deutsches Reich. Berlin, 15. März. Heute Mittag um 2 Uhr versammelten sich in dem sogenannten Congreßfaale, Wilhelm- strasze 77 (Palais des Reichskanzlers) die sämmtlichen bisher eingetroffenen Delegirten zur internationalen Arbeiter- schutz-Conferenz. Sie nahmen die Plätze ein, welche nach der alphabetischen Reihensolge der Staaten geordnet sind und wurden §on dem Herrn Handelsminister Freiherrn v. Berlepsch im Namen Sr. Majestät willkommen geheißen und ihnen der Kaiserliche Dank für das Entgegenkommen ausgesprochen, mit welchem ihre Regierungen der Einladung zur Conserenz gefolgt seien. Der Herr Handelsminister eröffnete nunmehr die Conserenz und bat, zur Wahl eines Präsidenten zu schreiten. Auf Vorschlag des österreichisch-ungarischen Delegirten, Herrn Ministerialraths Migerka wurde der Herr Handelsminister mit Acclamation zum Vorsitzenden erwählt,- derselbe nahm die Wahl mit Dank an und constatirte das Einverständniß der Versammlung damit, daß Unterstaatssecretär Magdeburg zu seinem Stellvertreter bezeichnet wurde. Der Herr Vorsitzende hielt hierauf in französischer Sprache eine Anrede, die in deutscher Uebersetzung wie folgt lautet: Meine Herren! Se. Majestät der Kaiser, mein Allergnädigster Herr, hat mich beauftragt, Ihnen die Gefühle der hohen Befriedigung auszusprechen, welche Allerhöchstderselbe darüber empfindet, daß diese hervorragende Versammlung, welche in die Berathung über die wichtigen, die europäischen Industrie-Staaten in diesem Augenblick beschäftigenden Fragen einzutreten im Begriffe steht, sich in Seiner Residenz vereinigt hat. Die Einladung Sr. Majestät, welcher Sie entsprochen haben, ist nicht die erste dieser Art, welche an die europäischen Regierungen ergangen ist. Schon im Jahre 1881 hatte die Schweiz eine ähnliche Einladung an dieselben gerichtet und sie ist auf diese im vorigen Jahre und dann wieder vor wenigen Wochen zurückgekommen. Der Kaiser ist erfreut, darauf Hinweisen zu können, daß Dank der ent- gegenkommenden Haltung der Schweizer Regierung die Bestrebungen Sr. Majestät gleichzeitig mit denen der Etdgenoffenschaft dm Gegen- stand der Eonferenzberathungen bllden werdm. Yeneste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Spandau, 16. März. Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin und Ihre Majestät die Kaiserin Friedrich trafen kurz vor 11 Uhr zur Einweihung der neuen Garnisonkirche auf hiesigem Bahnhofe ein, woselbst keinerlei Empfang stattfand, und fuhren von dort aus sofort zur Kirche. In den Straßen, welche Ihre Majestäten passirten, bildeten das Personal der königlichen Fabriken sowie die Kriegervereine Spalier. Vor dem Gotteshause wurden die Allerhöchsten Herrschaften von Ihren Königlichen Hoheiten dem Prinzen Friedrich Leopold und den Prinzessinnen des Königlichen Hauses, dem Feldmarschall Grafen Moltke, dem Chef des Generalstabes, General der Cavallerie Grafen von Waldersee, dem Kaiegsminister' Verdy du Vernois, dem General-Oberst der Infanterie von Pape, den General-Adjutanten, den Generalen ä la suite und den Flügeladjutanten Sr. Majestät des Kaisers, dem Cutusminister von Goßler, dem evangelischen Feldprobst der Armee D. Richter nebst den übrigen betheiligten Geistlichen, den Baubeamten 2c. empfangen. Der Commandant von Spandau überreichte Sr. Majestät einen Rapport, worauf der Kaiser aus den Händen des Baumeisters, Bauinspectors Roßteuscher, den Schlüssel zur Kirche entgegennahm und denselben dem Feldpropst I). Richter übergab. Nachdem dieser mit einem Segensspruche die Kirche geöffnet, betraten Ihre Majestäten und Gefolge die Kirche. Die Orgel spielte mit Posaunenbegleitung, bis Ihre Majestäten nebst Gefolge Platz genommen hatten. Fetdpropst D. Richter hielt sodann die Weihrede und segnete die heiligen Geräthe ein. Hofprediger D. Frommel hielt die Liturgie ab, worauf Garnisonpfarrer Meißner über den Text: „Siehe, wie heilig ist diese Stätte" die Predigt hielt. Nach einem Schlußgebet und dem Segen, gesprochen vom Feldpropst D. Richter, endete der Gottesdienst mit dem Gemeindegesang „Nun danket Alle Gott." Währenddessen. w. Auskunft rnhtiley: j Beoke & BfareUy,- thof. Ocr;cral,''."c-It)■. pstein in Lapggdort beabft£ fM t Mädchen einzurichten. “eferenjen über mein sch Am zu Diensten: ro! arrer Schlosser gern k Okulist zu erteilen. Anfragen nehme ich täglii Uhr entgegen. NM rtir, geprüfte Lehret Neuen Aue 16III. Auf einem dich 'Pir findet ein ju«: der feine Lehrzeit i , al» angelW S Beschäftigung, ftl. 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M—■ Amtlicher Theil. Gießen, am 14. März 1890. Betr-: Das UnterstützungSwohnsitzgefetz. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen (Utt die Grotzh. Bürgermeistereien des Kreises. Soweit Sie mit der Berichterstattung auf unsere Verfügung vom 17. Februar d. I. — Amtsblatt ohne Nr. — noch im Rückstände sind, erinnern wir Sie an umgehende Erledigung. v- Gagern. Bekanntmachung. Es wird hierdurch darauf aufmerksam gemacht, daß durch die Errichtung von Naturalverpflegungsstationen in Grünberg, Hungen und in der Herberge zur Heimath in Gießen in ausreichender und zweckmäßiger Weise für die hülssbedürstigen wamdernden Arbeiter im Kreise Gießen gesorgt ist In diesen Nolluralverpflegungsstationen erhalten die mit ordnungsmäßigen LeAitimationspapieren versehenen Handwerksburschen unentgeld- licj die erforderliche Verpflegung und Nachtquartier. Es wird deshalb wiederholt und dringend gebeten, den sogenannten armen Rasenden, welche vielfach nur Gewohnheits-Bettler und Stromer ftnin, keine Geschenke an Geld oder Naturalien zu verabreichen, fordern dieselben an die. Naturalverpflegungsstationen zu verteilen. Durch Verabreichung von Almosen wird der Gewohn- 'heidsbettelei und Landstreicherei nur Vorschub geleistet. Zugleich wird darauf aufmerksam gemacht, daß mit der Notturalverpflegungsstation in Gießen eine Arbeitsnachweisstelle veckunden ist. Gießen, am 13 März 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Bekanntmachung. Donnerstag den &T Mürz 1890, 9tachm. 3 Ahr wird in Lonys Felsenkeller zu Gießen eine Generalversammlung deS landwirthschaftlichen Bezirksvereins abgiehalten werden. Alle Mitglieder des landwirthschaftlichen Bezirksvereins iinb des Obstbauvereins und der landwirthschaftlichen Local- veneine, sowie alle Obstbaumbesitzer und Freunde der Land- wir thschaft werden zu dieser Versammlung ergebenst eingeladen. Dtt Herren Bürgermeister werden ersucht, den in ihren Gemeinden wohnenden Mitgliedern des Vereins von dieser Einladung Kenntniß zu geben und auf zahlreichen Besuch der Versammlung hinzuwirken. Tagesordnung. ^1) Vortrag des Herrn Dr. von Peter zu Friedberg über Zwergobstbau. 2) Wahl des Vorstandes und der Stellvertreter desselben für die Obstbausection Gießen. 3) Vortrag des Herrn Landwirthschaftslehrers Leithiger von Alsfeld über Bodenbearbeitung und Saat. Gießen, am 15 März 1890. Der Director des landwirthschaftlichen VezirkSvereins: Jost, Negierungsrath. politische Uebersicht. Gießen, 17. März. Seit vorigem Samstag tagt in den Mauern der deutschen Neuchshauptstadt jene bedeutsame internationale Versammlung, welche in Gestalt der Arbeiterschutzconferenz ein großes social- I politisches Friedenswerk vorbereiten soll. Ebenso wichtige hiie schwierige Fragen sind es, welche ihrer Lösung durch bie Berliner Conserenz harren und ob derselben die befrie- digimde Erledigung der ihr gestellten Aufgabe in allen Punkten gelungen wird, steht noch sehr dahin, denn noch vor dem Zu- jömmentritt der Conserenz ließ sich bereits erkennen, daß iMilche der betheiligten Regierungen über diese oder jene [peocteöe Seite des Arbeiterschutzproblems ganz besondere Ansamungen hegen. Aber es heißt schon unendlich viel ge- toomnen, daß überhaupt das Zustandekommen dieser Conserenz emiöglicht worden ist, nachdem zuerst verschiedene Regierungen bein Couferenzprojeet keineswegs sonderlich gegenübergestanden tzatven, und jedenfalls darf man gewiß sein, daß allseitig mit , Ernst und Eifer an die Confereuzarbeiten gegangen werden toft-b. Was die Dauer der Conserenz anbelangt, so läßt sich j)itrrü6cr zur Zeit noch gar nichts Bestimmtes sagen und wenn in der Tagespresse schon die Meldung ausgetaucht ist, die Conserenz werde etwa nur zwei Wochen zu ihren Ver Handlungen brauchen, so ist dies vorläufig nur eine Vermuthung. Sollte aber die Conserenz in der That ihre Arbeiten innerhalb der gedachten Frist erledigen — um so besser, denn alsdann würde der Mitte April zusammentretende neue Reichstag in den zu erwartenden Conserenzergebnissen bereits eine Grundlage vorfinden, die ihm für die von ihm zu erledigenden soeialpolitischen Aufgaben nur zu Statten kommen könnte. Die an dertz Conserenz betheiligten Staaten sind bekanntlich in ihrer großen Mehrzahl sowohl durch die officiellen Negierungsbevollmächtigten als auch durch technische Abgesandte auf der Versammlung vertreten, doch würde die Auszählung der einzelnen Herren hier zu weit führen un'b seien daher an dieser Stelle nur die Hauptvertreter der einzelnen Länder genannt. Es sind dies: Für Deutschland: Der preußische Handelsminister v. Berlepsch, welcher zugleich den Vorsitz in der Conserenz führt, für Oesterrei ch-U ngarn: Ministerial- rath Freiherr v. Weigelsperg vom österreichischen und Mini- sterialrath Dr. Julius Schnierer vom ungarischen Handelsministerium, für Frankreich: Senator Jules Simon, für England: der Berliner Botschafter Str E. Maler und der Unterstaatssecretär für Indien, Mr. Gorst, für Italien: Senator Boceardo, für die Schweiz: Landamann Blümer, für Holland: der Berliner Gesandte von der Hoeven und Ministerialrath von Wisseukerke, für Belgien: der Berliner Gesandte Baron Greindl und Staatsminister Jaeobs, für Luxemburg: Abgeordneter Dr. Brasseur, für Dänemark: Geh. Staatsrath Tiedgen, für Schweden und Norwegen: Schwedischerseits das Mitglied der ersten Kammer, v. Tham, norwegischerseits Ministerialseeretär Christie, für Portugal, welches doch noch die Conferenzeinladung Deutschlands angenommen hat, der Berliner Gesandte Marquis de Penafiel; die Delegirten Spaniens sind dagegen noch nicht endgültig ernannt. Das preußische Abgeordnetenhaus hat in voriger Woche anläßlich der Speeialberathung des Etats der Berg-, Hiitten- und Salinen-Verwaltung die Lage der Bergarbeiter und die sämmtlichen einschlägigen Fragen in interessanten mehrtägigen Debatten eingehend erörtert. Namentlich wurden die Ursachen des großen Bergarbeiterstrikes vom vergangenen Jahre behandelt, worüber allerdings zum Theil von einander abweichende Ansichten laut wurden und auch über die Vermeidung künftiger Maffenausstände gingen die Meinungen mehr oder weniger auseinander. Jedenfalls haben aber diese Debatten werthvolles Material zur Bergarbeiterfrage gefördert und steht zu hoffen, daß dasselbe seinerzeit in geeigneter Weise nutzbar gemacht werden wird. Nach Ansicht des Kaisers verlangt die Arbeiterfrage die Aufmerksamkeit aller civilisirten Nationen, seitdem der Friede der ve.', schiedenen Beoölkerungsklassen durch den Wettbetrieb der Snbuftrir bedroht erscheint. Stach einer Lösung dieser Frage zu suchen, ist nunmehr nicht allein eine Pflicht der Menschenliebe, sondern auch der staatserhaltenden Weisheit, welcher es obliegt, für das Wohl aller Bürger zu sorgen und gleichzeitig das unschätzbare Gut einer Jahrhunderte alten Eivilisation zu erhalten. Alle europäischen Staaten befinden sich Angesichts dieser Ausgabe in derselben oder in ähnlicher Lage; die Gleichartigkeit allein rechtfertigt den Versuch, unter den Regierungen eine Verständigung herbeizuführen, um den gemeinschaftlichen Gefahren durch vorbeugende Maßnahmen gemeinsam zu begegnen. Meine Herren! Das Programm, welches sich in Ihren Händen befindet, gibt den Rahmen für die technischen Berathungen, mit denen wir uns zu beschäftigen haben werden. Die Entschließungen, zu welchen die Verhandlungen in der Folge führen können, bleiben Ihren hohen Regierungen Vorbehalten. Meine Herren! Ich wage zu hoffen, daß die Berathungen, welche wir beginnen, nicht ohne Erfolg sein werden. Diejenigen, welche an ihnen Theil nehmen, sind Männer, gleich ausgezeichnet durch ihr Wissen und ihre Erfahrung und im höchsten Grade befähigt, sich über die Fragen zu äußern, welche die Industrie und die Lage der Arbeiter in ihrem Lande berühren. So darf ich wohl die Ueberzeugung aussprechen, daß Ihre Arbeiten einen wohlthätigen Einfluß in Europa ausüben werden. Sodann wurde das Seeretariat der Conserenz vorgestellt, die Vollmachten der Delegirten niedergelegt und die Geschäftsordnung berathen. Es wurde endlich ein Einverständniß dahin erzielt, daß die Sitzungen der Conserenz täglich um 11 Uhr beginnen sollen. Die nächste Sitzung wurde auf Montag anberaumt. Das Bureau der Conferenz ist aus den Herren Geheimer Legationsrath Dr. Kayser und Ober-Bergrath Dr. Fürst gebildet ; ihnen sind beigegeben der französische Botschafts- Seeretar Dumaine und der deutsche Legations-Seeretär in Paris Gras von Areo-Valley. Berlin, 15. März. Der Kaiser begab sich kurz vor Eröffnung der Conferenz ins Reichskanzlerpalais, hatte längere Conserenz mit dem Reichskanzler und empfing sodann im königlichen Schlosse den Minister Berlepsch. — Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Ernennung des Oberbauraths Voigtel im Kriegsministerium und des Geh. Postraths im Reichspostamt Skalweit zu außerordentlichen Mitgliedern der Akademie des Bauwesens. Braunschweig, 15. März. Auf dem Bergwerk Victoria bei Hötensleben erfolgten heute mehrere Verhaftungen wegen grober Excefse seitens strikender Bergarbeiter. Die Ruhe ist jetzt vollständig wieder hergestellt. Die Bergleute fordern eine Abkürzung der Arbeitszeit und eine Erhöhung des Schichtenlohnes um 50 Pfennig. Es ist alle Aussicht vorhanden, daß der Strike keine größeren Dimensionen annehmen und die Arbeit bald überall wieder ausgenommen werde. läuteten die Glocken und wurden inni der Citadelle 30 Kanonenschüsse abgefeuert. Nach einer näheren Besichtigung der Kirche verließen die Allerhöchsten Herrschaften mit Gefolge das Gotteshaus. Inzwischen hatte sich die gesammte Garnison und die Militar-Schießschule in der Nähe der Kirche zum Parademarsch aufgestellt. Se. Majestät der Kaiser nahm die Parade ab und begab sich sodann nach dem Denkmale des Kurfürsten Joachim II., das nach einer begrüßenden Ansprache des Bürgermeisters einer Besichtigung unterzogen wurde. Hierauf folgte Se. Majestät der Kaiser mit dem Feldmar schall Grafen Moltke, dem Grasen Waldersee, dem Kriegsminister und Allerhöchst seinem militärischen Gefolge einer Einladung des Osfiziereorps des 3. Garde-Grenadier-Regi mcnts „Königin Elisabeth" zum Frühstück im Offizier-Casino. Die übrigen Allerhöchsten und Höchsten Gäste waren sofort nach der Parade mittels Sonderzuges nach Berlin zurückgekehrt. Die ganze Stadt prangte zur Feier des TageS in festlichem Schmuck und Ihre Majestäten wurden überall von der zahlreich versammelten Menschenmenge mit begeisterten Zurufen begrüßt. Elberfeld, 16. März. Ein von Vohwinkel kommender Güterzng ist heute von dem bei Elberfeld über die Wupper- führenden Viaduet in den Fluß gestürzt. Mehrere Personen sollen getödtet sein. Amtliche Meldungen stehen noch aus. Pest, 16. März. Das Amtsblatt veröffeutlichl die Demission des gesammten Cabinets, ferner ein überaus huldreiches Handschreiben deS Kaisers an TiSza, durch welches derselbe seiner Stelle als ungarischer Minister-Präsi deut aus eigene Bitte enthoben wird. In dem Handschreiben heißt es : Ihre nahezu fünfzehnjährige Wirksamkeit ist an und für sich ein glänzender Beweis deS Vertrauens, welches Sie in dieser Reihe von Jahren sowohl meinerseits als auch Seitens des Landes unausgesetzt, und zwar mit Recht, begleitete, in dem die hervorragenden Dienste, welche Sie, oft unter schwierigen Umständen, beseelt vom reinsten patriotischen Gefühle, mit tiefer Einsicht, Selbstverleugnung und aufopfernder Thätigkeit mir, dem Lande und der ganzen Monarchie geleistet haben, fürwahr der Anerkennung würdig und auch immerdar in dankbarer Erinnerung bleiben werden. Empfangen Sie nebst dieser Anerkennung und Versicherung meiner unwandelbaren Gnade zugleich meinen innigsten Dank für die treuen Dienste, auf welche Sie mit dem reinen Bewußtsein patriotischer Pflichterfüllung zurückblicken können, und woran ich die Hoffnung knüpfe, daß Sie auch fernerhin den öffentlichen Angelegenheiten Ihre von reichen Erfahrungen und reiner Vaterlandsliebe geleitete Mitwirkung nicht entziehen werde. Budapest den 13. März 1890. Franz Joseph m. p. Ein weiteres kaiserliches Handschreiben an den Grasen Szapary betraut diesen mit der Bildung des Ministeriums. Ferner veröffentlicht das Amtsblatt die folgende Zusammen- setzung des Ministeriums: Baron Orczy, Minister am königlichen Hoflager- Freiherr Fejervary, Minister für Landes- vertheidigung- Baroß, Handel- Graf Czaky, Cultus und Unterricht- Szilagyi, Justiz - Josipovich, Minister für Kroatien und Slavonicn- Bethlen, Ackerbau- mit der Leitung des Ministeriums des Innern ist der Ministerpräsident betraut. Ein weiteres kaiserliches Handschreiben enthebt den Grafen Teleky von der Leitung des Ministeriums des Innern unter Verleihung der Geheimrathswürde. Paris, 16. März. Nach einer Meldung des „XIX Jahrhundert" wäre die französische Streitmacht bei Kotonu von 30000 Schwarzen, die mit Gewehren bewaffnet seien, blokirt. Paris, 16. März. Wie das „Memorial Diplomatique" mittheilt, hätte der französische Botschafter in London, Waddington, dem englischen Premierminister Lord Salisbury aus eine Anfrage bezüglich des Vorgehens Frankreichs in Dahomey erklärt, Frankreich beabsichtige nicht die Annexion Dahomeys, indessen könnten die Uebelthaten des neuen Königs von Dahomey nicht geduldet werden. Paris, 16. März. Herr v. Frey ein et hat die Verhandlungen wegen der Cabinetsbildung noch nicht abgeschlossen. * Es gilt nunmehr als gewiß, daß Constans wieder Minister des Innern werden wird. Das Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten soll Ribot angeboten worden sein. Paris, 16. März. Das „Journal des Debats" ist mit der Berufung Freycinets zur Cabinetsbildung sehr unzufrieden, weil dessen Programm lediglich in Nachgiebigkeit gegen die Radicalen bestehen würde. Alle, welche nicht die bisherigen Irrwege weiter verfolgen wollten — so schließt das Blatt seine Ausführungen — dürften eine Verantwortlichkeit für etwa bevorstehende Katastrophen nicht auf sich nehmen. Rom, 16. März. Wie „Capitan Fracassa" meldet, hat König Men elik, um seine ernste Absicht, dem den Selaven- handel verbietenden italienisch - äthiopischen Vertrag nachzukommen, zu betätigen, die italienische Regierung ersucht, Abessynien auf der Brüsseler Anti-Selaverei-Conserenz durch einen eigenen Delegirten vertreten zu lassen. Madrid, 16. März. Den bereits bekannten Delegirten Spaniens auf der Berliner Conserenz werden auch noch besondere Kenner der industriellen Verhältnisse Castiliens und der Minen von Rio Tinto folgen. Lissabon, 16. März. Die Antwort, welche der König der studentischen Abordnung ertheilte, ging im Wesent lichen dahin, daß er sich glücklich schätze, seine innige Befriedigung auszudrücken über solch patriotisches Gefühl in den Schulen des Landes- er werde gern seiner Regierung ans Herz legen, ihre Entschließungen im Einklänge mit den Wünschen der Studirenden zu fassen. Bern, 17. März. Im (Santon Wallis ist in der Nacht von Samstag auf Sonntag das Dorf Gampel, am Eingänge des Dötschthales gelegen, zu zwei Dritteln nieder- Z eb rannt- 70 Familien mit 300 Personen sind obdachlos. Paris, 17. März. (Privatdepesche.) Uuterrichteterseits verlautet, daß das neue französische Cabinet wie folgt gebildet wurde: Fr ei einet Präsidium und Krieg, Constans Inneres, F a l l i e r s Justiz, R i b o t Auswärtiges, R o u v i e r Finanzen, Barbey Marine, Bourgeois Unterricht, D e r el le Ackerbau, I u le s R och e Handel, G u y o t Arbeiten. Die offizielle Bekanntgabe ist noch nicht erfolgt. Locale» nn- provinzielle». Gießen, 17. März. — Die allgemeine Annahme, daß die am 28. März stattfindende Nachwahl eines Reichstagsabgeordneten für den 1. Hessischen Wahlkreis glatter von Statten gehen würde, als die Wahl am 20. Februar, hat sich nicht verwirklicht. Nicht weniger wie fünf Kandidaten werden den über 20000 Wahlberechtigten als besonders zur Vertretung des Wahlkreises geeignet empfohlen, und so ist wohl nicht zu viel gesagt, wenn angesichts der doch unfehlbar eintretenden Stimmenzersplitterung die Wähler sich auch noch auf eine Stichwahl gefaßt machen müssen. Es sind aufgestellt: Herr- Landrichter Dowe in Frankfurt a. M. von der deutschfreisinnigen Partei, Herr Fabrikant Louis HeyligenstaeVi in Gießen von der nationalliberalen Partei, Herr Schreiner und Gastwirth Corl Orbig in Gießen von der socialdemo- kratischen Partei, Herr Wilhelm Pickenbach in Berlin von der antisemitischen Partei und Herr Pros. A. Wagner in Berlin von der conservativen Partei. — Am gestrigen Sonntag, wohl dem schönsten Tage in diesem Jahr, wurde die sterbliche Hülle unseres noch jungen Stadtrechners, Herrn Enders, zur Ruhe gebettet. Daß der Verstorbene es verstanden hat, sich in der kurzen Zeit seiner treuen und gewissenhaften Amtsführung tjc Zufriedenheit seiner Vorgesetzten und Aller, die in seinem -Dienste mit ihm verkehrten, sowie einen großen Bekanntenkreis hier und auswärts zu erwerben, dies bezeugte der stattliche Zug Leidtragender, darunter der Stadtvorstand, verschiedene Vereine, Herren aus der Umgegend und von Darmstadt, welche dem frühe Dahingeschiedeuen die letzte Ehre erwiesen. — Möge ihm die Erde leicht {ein! — Am Samstag Abend wurde endlich die Leiche des am 2. Januar in der Lahn ertrunkenen Metzgerlehrlings Wirth aus Niederwöllstadt in der Nähe der Burk'schen Mühle gesunden. Hiermit fallen die über den Meister des betr. Lehrlings verbreiteten böswilligen Gerüchte, an die übrigens ein vernünftiger Mensch nicht zu glauben vermocht, in sich zusammen. Friedberg, 15. März. Die hies. Realschule und das Progym nafium waren im verflossenen Schuljahre von 270 Schülern besucht und zwar von 136 einheimischen und 134 auswärtigen. Der Cvnfession nach vertheilten sich dieselben in 205 Evangelische, 25 Katholische und 40 Israelitische. Das Progymnasium besuchten 61 Schüler. Eröffnet wurde das Schuljahr mit 262 Schülern, eingetreten sind 8, abgegangen 11, so daß der Bestand am Schluffe des Schuljahres 259 Schüler beträgt. Die Prüfungen finden am 20. März, der öffentliche Schlnßaetus am 21. März statt. Lauterbach, 15. März. Von Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog wurde am 28. Februar dem Bürgermeister Friedrich Schrimpf zu Rixfeld, im Kreise Lauterbach, das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für längjährige treue Dienste" verliehen. Vermischtes. nn. Darmstadt, 15. März. Die Landesbaugewerkschule beging gestern die Schlußfeier ihres 15. Jahrescurses. Aus diesem Anlaß hatten sich als Vertreter der Großherzogl. Regierung Herr Ministerialrath Emmerling, Geh. Bau- rath Müller, die Mitglieder der Großh. Centralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbeverein, Herr Geh. Baurath Sonne und Herr General - Secretär Dr. Hesse, sowie die Lehrer und Schüler der Anstalt in den neuerbauten Schulräumen eingefunden. Zunächst wurde die außerordentlich reichhaltige und 4 Schulsäle füllende Ausstellung der Schülerarbeiten eingehend besichtigt. Diese Ausstellung legt Zeugniß davon ab, daß die an der Anstalt für die technischen Fächer wirkenden Lehrer, und zwar im unteren Curs Herr Ingenieur Esselborn, in den beiden (Surfen für Bautechniker die Herren Professoren Müller und Baumeister Moritz, sowie in dem Curs für Metallarbeiter die Herren Ingenieur Ackermann und Alberti der Aufgabe, Heranbildung eines guten und tüchtigen Handwerkstandes, vollauf gerecht geworden sind, indem die Leistungen der Schüler als vorzüglich bezeichnet werden können. Der Präsident nahm daher auch Veranlassung, den Lehrern der Anstalt Dank zu sagen 'für ihre Thätigkeit. Im Laufe des Winters wurden von den Schülern sog. Ferienaufgaben selbstständig gelöst und für die besten Arbeiten Preise, bestehend in werthvollen Büchern aus dem Baufach ausgegeben. Es erhielten aus diesem Anlaß Preise die Schüler Gg. Härter, Maurer aus Darmstadt, F. Holzhammer, Maurer aus Heusenstamm, E. Buxbaum, Electrotechniker aus Bensheim, A. Krodel, Maschinenbauer aus Niederramstadt, G. Hubertus, Schlosser aus Darmstadt, Hch. Christ, Steinhauer aus Groß-Biberau und H. Glaser, Maurer aus Wembach i. Odenwald. — Nachdem noch der Präsident Großh. Centralstelle, Herr Geh. Baurath Sonne die Schüler ermahnte auf dem von ihnen betretenen Weg nicht stehen zu bleiben, sondern immer rüstig vorwärts zu schreiten und weiter zu arbeiten und zum Handwerk zu halten, damit dereinst ein tüchtiger Handwerkerstand erblühe, wurden dieselben entlassen. Besucht wurde die Anstalt von 138 Schülern- davon waren 104 aus der Provinz Starkenburg, 16 aus Oberhessen, 15 aus Rheinhessen, 2 aus Preußen, 1 aus Sachsen. Abends vereinigten sich Lehrer und Schüler zur gemeinsamen Feier des Tages auf dem Chausseehaus zu einem guten Glase Bier aus dem Rummelbräu. nn. Darmstadt, 16. März. Der wegen des Mordes an feiner Frau vom Schwurgericht zum Tod verurtheiltL 40jährige Jacob Zöller von Biblis wurde von Sr. Königl Hoheit dem Großherzog begnadigt und zu lebenslüng'' lichem Zuchthaus verurtheilt. Derselbe wurde heute Morges, unter scharfer Gendarmeriebewachung nach dem Landeszuchthaus Marienschloß verbracht. — Gestern Morgen wurde aus der von Darmstadt nach Heidelberg führenden Landstraße, und zwar in dem sogen. Bickenbacher Wald, in dem Chausseegraben die Leiche eines' der Kleidung nach den besseren Ständen angehörigen älteren Mannes von Passanten aufgefunden. Derselbe hatte sich, wie die neben ihm liegende Flasche schließen läßt, mittelst Carbob säure vergiftet. Seine Identität konnte bis jetzt nicht fest- gestellt werdeit. * Offenbach, 13. März. Ein seltsames Placat hat ein hiesiger Wirth in der Trinkstube aufgehängt. Wie es scheint wird bei diesem häufig gerauft, denn mittelst dieses Placats werden die „merken" Gäste ersucht, sich bei Schlägereien keiner Stühle oder Gläser zu bedienen, am Buffet ständen massenhaft Prügel zur Verfügung. * △ Mainz, 16. März. In seiner am 14. d. Mts. stattgehabten Generalversammlung hat der Mainzer Rad, fahr er-Verein beschlossen, in diesem Jahre zwei Reunseste zu veranstalten. Das erste der Feste soll bereits am 4. Mai stattfinden, während für das zweite der Termin noch später bestimmt wird. Durch Anknüpfung freundschaftlicher Beziehungen zu den Mitgliedern der Allgemeinen Radfahrer-Union wurde schon vor einigen Wochen eine starke Betheiligung seitens der Fahrer aus Mannheim, Karlsruhe, Landau, Germersheim, Speyer, Dürkheim und Kaiserslautern für die nächsten Rennfeste gesichert und wird daher für den 4. Mai auf eine Anzahl Radfahrer gerechnet, wie sie in Mainz noch nicht znsammengekommen ist. — Die städtische Verwaltung hat beschlossen, dem Mainzer Gewerbverein den Jahreszuschuß von 5000Mk. auf 10,000 Mk. zu erhöhen. An diesem Beschluß soll indetz nur dann festgehalten werden, wenn auch die hessische Staats- regiermig ihren Beitrag entsprechend erhöht. * Babenhausen, 13. März. Einem Lcmdwirth unserer Nachbargemeinde Dudenhofen wurden seit einiger Zeit geringere Heu- und Strohquantitäten entwendet, ohne daß die Ermittelung des Thäters gelungen wäre. Ein Freund, dem der Bestohlene sein Leid klagte, gab ihm den Rath, sich in der Scheuer verborgen zu halten und den Thäter abzufassen. Er befolgte den Rath, ging anscheinend in den Wald, kehrte aber auf Umwegen zurück, versteckte sich am Heuhaufen und ertappte richtig auf frischer That seinen — Freund und Rathgeber, welcher die rasche Rückkehr nicht vermuthet hatte und die günstige Gelegenheit zum erneuten Heudiebstahl benützen wollte. * Babenhausen, 12. März. Ein erschütternder Unglücksfall ereignete sich gestern in der hiesigen Dragonerkaserne. Bekanntlich werden auch unsere beiden Hessischen Dragonerregimenter gleich den Ulanen für die Zukunft ebenfalls mit der Lanze ausgebildet. Bei einer Hebung stürzte ein Dragoner so unglücklich vom Pferde, daß ihm die Lanzenspitze dabei in den Unterleib drang. Der Unglückliche ist schwer verwundet, so daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. * Worms, 10. März. Das Aeltesten - Collegium (Arbeiter-Ausschuß) der Firma Doerr u. Reinhart in Worms hat folgende Kundgebung an die deutschen Arbeiter erlassen, um deren Interesse für diese Institution zu wecken: „In den Lederwerken der Firma Doerr und Reinhart besteht seit dem 15. Juni 1889 ein Arbeiter-Ausschuß. Derselbe wurde von der Arbeiterschaft gewählt und besteht aus acht Arbeitern, welche den verschiedenen Fabrikationszweigen angehören. In gemeinsamen Sitzungen bringt der Arbeiter - Ausschuß die Wünsche oder Beschwerden ihrer Mitarbeiter direct zur Kennt- niß von einem Mitglied der Firma, welches jeweils in der Sitzung den Vorsitz führt. Heber die Verhandlungen wird ein Protoeoll geführt und erhalten die betr. Antragsteller in einer folgenden Sitzung entweder gewährende ober ablehnende Antwort. Alle von dem Arbeiter-Ausschuß bis jetzt vorgebrachten Reclamationen wurden in einer die Arbeiterschaft zufriedenstellenden Weise erledigt. Durch den Arbeiter- Ausschuß wurde der schon Jahrzehnte lang bestehende persönliche Verkehr zwischen Arbeitgeber und Arbeiter in feiner Weise beeinträchtigt. Die Mitglieder des Arbeiter-Ausschusses haben die Erfahrung gemacht, daß die in den Betrieben der Firma Doerr u. Reinhart bestehende Einrichtung sich nach jeder Seite bewährt hat und halten es für Pflicht, im Interesse der Arbeiter sowohl, wie auch der Arbeitgeber, die Nachahmung dieser Einrichtung zu empfehlen." * = Frankfurt a. M., 15. März. Bereits vor einigen Tagen tauchte in der hiesigen Presse die Nachricht auf, der Leiter der „ Fraukfurter Sparbank", einer im Jahre 1873 errichteten Verkaufsstelle von Anlehensloosen aus Raten, Theodor C. Wahlkampf sei flüchtig geworden, da ihm Verhaftung wegen Unterschlagung gedroht habe. Diese anfänglich etwas ungläubig aufgenommene Nachricht hat sich nunmehr bestätigt, die Staatsanwaltschaft hinterläßt hinter dem Genannten, der im Jahre 1838 zu Budapest geboren und österreichischer Offizier ist, einen Steckbrief. Als Aufsichtsräthe der genannten Bank fnngirten 4 Herren. Das nominale Actieneapital der „Frankfurter Sparbank", deren größter Aetionär Wahlkampf selbst gewesen zu sein scheint, betrug der „Fr. Ztg." zufolge 450,000 Mk., auf welches angeblich 270,000 Mk. eingezahlt waren. Ende 1888 sollten nach der Bilanz 31,000 Mk. Reserve vorhanden sein. Die Verbindlichkeiten waren damals mit 153,000 Mk., Kasse- und Loosbestände mit 60,000 Mk., gewöhnliche Debitoren mit 281,000 Mk., Debitoren aus dem Verkauf von Werthpapieren mit 33,000 Mk., Immobilien mit 89,000 Mk. verzeichnet. Die Verhältnisse Wahlkampfs galten schon lange als ungünstige. Wie man allgemein annimmt, hängen die Unterschlagungen mit dem Vertrieb von Anlehensloosen auf Raten zusammen. Nach dem Adreßbuch war W. auch Inhaber einer 2347 Das Bürgermeisteramt. 2365 27 2342 dm empfiehlt [1728 Reiser: Stöcke: (2348 2356 Großh. Geiichtsvolljieber. 280 2) 110 2333 3) 54 7) 60 H m 2335 2344] Ein wachsamer Hofhund abzugeben. E. MattomefiuS, Neuenw. 27. 4) 5) 6) 1300 36 46 Flur Flur Flur 27 27 Acker Wiese Wiese zur 1) Geschwister Petb Georg Böger. Stockholz, Kiefern - Scheit und -Knüppel, Kiefern-Reiser. I. A. Vogt. Rmtr. u Der Bürgermeister: Wagner. [«idfabrik, die indcß nicht prvsperirte. Donnerstag hatte 8. vor dem Untersuchungsrichter ein längeres Verhör zu be- tzhc^n, das wohl ungünstig für ihn ausgefallen fein muß, foitii am Freitag sollte er verhaftet werden. Nach der einen [tSart soll Wahlkampf sich der Verhaftung durch die Flucht m zogen haben,' Andere wieder behaupten, er sei noch in Krainkfurt. Gewiß ist jedenfalls, daß er streckbrieflich ver- iilgt wird, mag er sich nun z. Z. in oder außerhalb den Wanern Frankfurts aufhalten. *= Frankfurt a. M., 15. März. Ein Fernsprechnetz, mtches die Hauptverkehrsplätze Süddeutschlands mit granf f urt verbindet, ist von der hiesigen Handelskammer iei der Oberpostdirection beantragt worden. Die Verbindung sall sich erstrecken auf die Städte Cassel, Gießen, Worms, Lchlweinfurt, Aschaffenburg, Würzburg, Bamberg, Nürnberg, Augsburg, München, Pforzheim, Stuttgart, Ulm, Coblenz, Kremznach rc. Aus all diesen Plätzen ist an die hiesige Han- delslkammer die Nachricht gelangt, daß man einer telephonischen Verbindung mit Frankfurt durchaus sympathisch gegenüber- sicht und daß die Zahl der Theilnehmer der freudigen Zu- Itimmung des Gedankens entsprechen werde. Die Erhebungen der hiesigen Handelskammer sind von der Oberpostdireetion Frankfurt dem Reichspoftamte in Berlin vorgelegt worden. Die an die Handelskammer hierfelbst daraufhin ergangene Benachrichtigung besagt, daß zunächst eine Verständigung mit dm Ibetheiligten Verwaltungen, speciell dem bayerischen Staats- inimsterium darüber erforderlich fei, ob und in welcher Art die ^Anlagen ausgeführt und unter welchen Bedingungen sie dem Publikum zur Benutzung überlassen werden könnten. Jn- zwiicchen fördert die hiesige Handelskammer die Ausführung des Gedankens dadurch, daß sie an die Interessenten die An- sragse richtet, ob sie an der Fernsprechverbindung mit den ober genannten Städten Theil nehmen und auf welche Ver- tinhungen sie unter billigen und gerechten Bedingungen eine Verpflichtung zum Abonnement übernehmen wollen. 34 Eichenstämme mit 21,35 Fstm.; 76 Nadelstämme mit 23,81 Fstm.; 2 Buchenstämme mit 0,38 Fstm. und 8 Buchen-Derbstangen mit 0,23 Fstm., 5 Rm. Buchen- und Eichen-Scheiter; 15 Rm. Eichen-Knüppel; 1045 Rm. Buchen-, Eichen- und Radel- rc. Reisig in 105 Haufen. Zusammenkunft Morgens präcis 9 Uhr im District Oberfeilbach auf Fahrweg nach Alten-Buseck am Jagdhäuschen. II. Dienstag -en 25. d. Mts. in den Districten Heege, Holz- Der Anfang ist Morgens 10 Uhr im District Pfaffenberg. Crumbach, den 15. März 1890. Zwangsversteigerung. Mittwoch den 19. März 1890, Nachmittags 2 Uhr, werden im „Adle r" dahier — Marktplatz 20 — gegen Baarzahlung versteigert: 30 Rollen lein. Spitzen, 40 Stück feine Spitzen, 42 Schachteln mit «raufen, eine Partie Arbeiterhemden, 5 Dutz. seid. Handschuhe, 3 Gros Corsettschließer, 1 viersitziger Comptoirpult; ferner ein gut erhaltenes Ptanino und eine Scheibenbüchse (System Stahl) mit Patronenkasten Die Spitzen werden auch in kleineren Quantitäten ausgeboten Das Pianino kann Dienstag den 18. März angesehen werden- Versteigerung aller Sachen ganz bestimmt. Geikler, Gießen, am 14. März 1890. Großherzoglich hessische Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Grünberg, im März 1890. Großherzogliche Bürgermeisterei Grünberg. Pracht. Treis a. d. Lda., den 16. März 1890. Großherzogliche Oberförsterei Treis a. d. Lda. Amendt. öffentlich meistbietend versteigert werden- Gießen, 15. März 1890. Großh. Ortsgericht Gießen. Maiglöckchen- und Blnmen-Eau de Cologne von Johann Maria Farina gegenüber dem Gereonsplatz jcjdjiirr, Altnummer, Scheid und Zipsenwald (rechts der Lumda): 28 Eichenstämme mit 12,70 Fstm. und 144 Nadelstämme mit 27 Fstm.; 27 Rm. Buchen- und Eichen-Scheiter; 93 Rm. Eichen-, Nadel- und Aspen-Knüppel; 970 Rm. Buchen-, Eichen- und Nadel-Reisig in 97 Haufen. Zusammenkunft Morgens um J/29 Uhr am District Pfingstkopf auf irr Chauffee von Mainzlar nach Treis a. d. Lda. in der Nähe von Treis 1.t>- Lda. Holzversteigerung im Münchholzhäuser Wald SawStag den 22. März er. a) Nutzholz von Vormittags 8 Uhr ab, Zusammenkunft auf der Gießener Chauffee: Eichen-Stämme: 1 Stück I- Klaffe mit 3,21 fm, 7 Stück III. Klaffe mit 4,13 fm, 19 Stück IV. Klaffe mit 10,12 fm, Eichen-Stangen: 5 Stück I. Klaffe und 5 Stück II. Kl., Eichen-Rundnutzholz: — 21,5 rm, Erlen-Stärnme: 3 Stück III. u. IV. Klaffe mit 1,15 fm, Nadelholz-Stämme: 45 Stück III. und IV. Klaffe mit 8,16 fm, Nadelholz-Stangen: 4 Stück I. Klaffe und 2 St. II. Kl., Nadelholz-Nundnutzholz: — 20 rm. b) Brennholz von Mittags 12 Uhr ab, in der Wirtschaft von A. Loh daselbst: Derbholz: — 56,5 rm Eichen, 8 rm Buchen, 13 rm Weichholz und 42 rm Nadelholz; 140 rm Eichen, 246 rm Buchen, 524 rm Weichholz, 259 rm Nadelholz und 129 rm Gemischte; 32V« rm Eichen, 16 rm Buchen und 223/< rm Nadelholz. Fichten stangen I., II. und III. Klaffe, Stück Fichten-Schichthaufen zu Spalier und bergt, Rmtr. Eichen- und Buchen- Knüppelholz, Eichen- und Buchen-Wellen, Geschäfts-Verlegung. Von jetzt ab befindet fich unser Geschäft im Hause des Herrn August Voigt, Seltersweg 46 MmaM llndMWu mit Inkötuitg iird mit dem am 27. d. M. statthabenden Vieh- und Krämermarkt Kunden, dahier abgehalten. Weggeld für nicht angekört werdende Bullen wird ausgezahlt werden. Neue Sendung Trlcot-Rester Dirbo billig abgegeben in der LMchmarm'scherr Schürzeusabrik, Südanlage 15. Bekanntmachung. Neubau der Stadtknabenschule in Gießen. Die Ausführung der Zimmerarbeiten Dachdeckerarbeiteu (ta. 1268 qm Schieferbedachung und ca. 140 qm Holzcementdach) und Spenglerarbeiten, sowie die Gisenlieserung soll an im Wege öffentlicher Submission vergeben werden. Die bezüglichen Angebote find bis spätestens Montag, 31. März 1890, Dormittags 10 Uhr bei umterzeichneter Stelle einzureichen. Zeichnungen, Bedingungen und Angebotsformulare liegen im Geschäftszimmer Nr. 3 Großh. Bürgermeisterei zur Einsicht offen, bezw werden dasei bst abgegeben. 2357J Eine große Partie moderner Strohhüte (für Damen und Herren, Knaben und Mädchen) billig zu verkaufen bei [2357 L* Mühlhausen, Westanlage 15. am Langenstein, Str. 242 - 425 Meter nm alten Schlag, Nr. 243 — 412 Meter daselbst Holzversteigerung. Es werden versteigert: I. Montag den 24. d. Mts. in den Districten Aspenftrauch, Obt rseilbach, Niederseilbach und Neuerwald (links der Lumda): Lohrinde. Freitag de« 28. d. M.. um 11 Uhr, soll dahier die in diesem Jahre in den Gemeinde - Waldungen zu gewinnende Eichenlohrinde, geschätzt für Launtz- bach 90, Salzböden 120, Atzbach 80, Dorlar 100, Garbenheim 80 und Kinzenbach 50 Ctr. verkauft werden- Briefliche Gebote werden angenommen. Auskunft über die Lohschläge rc. ertheilen die Herren Förster. Krofdorf, den 16. Mär; 1890. kommt in dem Pfarr- und Kirchenwald zu Crumbach folgendes Gehölz Versteigerung: AerhesMe Ziseubahve«. Die am 11. d- M stattgehabte Versteigerung der alten Bahnschwellen ist genehmigt. Gießen, am 17. März 1890. 2345 Die Großh. Magazinsverwaltung. 364] Die berühmten WieSbadenerHauS- macher Nudeln v C. Weiner, keine sog' Fabriknudeln, empfehlen W. Schomber, Neuen Bäue 10 u. E. Roth, Wallthor str. 5 gehörigen Immobilien: Flur 5 Nr. 317 — 1788 Meter Acker am Wismarer Weg, links, Nr. 2 5 - 27t0 Meter Lehrling gesucht. Friedrich Georg, Handelsgärtner, Seltersweg 41. [1796 Augen links!!! Die „Berliner Morgen-Zeitung" h°t sich in d-m letzten siegreichen Kampfe um die Dolksrechte als tapferer Soldat bewährt. Sie hat in 11 Monaten bereits 74 Tausend Abonnenten erreicht, der beste Beweis dafür, daß dieselbe, was Inhalt und Geist anlangt, Tüchtiges leistet! DI- „Berliner Morgen-Zeitung" bringt im täglichen Familienblatt große, spannende Romane und 2369 k°st-t nur 1 Mark vierteljährlich!! Bestellungen nehmen alle Postanstalten sowie die Landbriefträger entgegen. Wer sich das Blatt erst einmal ansehen will, verlange kostenfrei eine Probenummer von der Expedition der „Berliner Morgen-Zeitung", Berlin SW. in erschütternder U„M hiesigen DragoneckM iden Hessischen DtWner- »e jiifunft ebenM r Icbung stürzte ein Du daß ihm die Lanzensp n Unglückliche i\t ich« mmtn gezwüstll toirt. weitesten-Collezim -> u. Reinhatt in Mmö eutschen Arbeiter «lafitn, irion zu wecken: „Jii iXr Reinhart besteht seit dem iujj. Derselbe mürbe vor steht aus acht Ä iszweigen angchoreii. < r Arbeiter - Ausschuß - tarbeittrbirect zur Am , welches jeweils in i die Verhandlungen r n die bett. AnttagM ier gewährende ober : lrbeiter-Ausschutz W P n in iiner di- Ar« igt, Dnrch den W te lang b-fth-od-M und r dcd Ärb-it-r-« *' di- in dm ,de Eimich'M v für $ereit§ 60t -ui. - , einen . rren, (furt« gc-rkfen ' L o.fXX’Sisss'd «t®' Samstag den 22. d. W., Vormittags 11 Uhr, werden in dem Hose der Zenghaus- kaserne die vom Abbruch des Wagen- Hauses herrührenden Baumaterialien versteigert, als: ca. 30 Cbm. altes wohlerhaltenes Eichenholz, eine große Partie eichene Dach- latten, ca. 20,000 alte Dachziegel, ca. 200 Dielen, (2361 eine Partie Sandsteinplatten, Sandsteinbänke (Fensterkreuze), alte Fenster, Thüren und Treppen rc. Montag den 28. Aprrl, Nachmittags 2i/2 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die der Emil Möhl Wittwe in Gießen Gr.-Rechtenbach, 13. März 1890. 2336] Das Bürgermeisteramt. Holzversteigerung. Donnerstag den 20. d. M , bon E*» di-8, ^> ten läs>t JQtte N k Willst, .,elthie§ 'gehängt. £CQl tnen- 4 ■Cl Termin nod, t RadsahreL ri Mer für den 4, ' w,e I« in Mainz, '9 hat befchiaff^ t blt h-fsifcheS» ^erhöht. knem Üandwirth M leu leit einiger K,- emwendet, ohne daji wäre. Ein Freund,: b ihm den Rath, s,° nb den Thäler abzuiisl lend in den Wald, fe e stkh nm Heuhausen m (einen — Freund n ehr nicht vermuthel h-a erneuten Heudiebslch« Perfekt, Canft» unb Grüuverg, 15. März. (Fruchtpreise). Weizen Jt 20,40, Korn X 18,50, Gerste X 18,20, Hafer X 17,60, Erbsen X 19,00, Samen X 00,00, Lein X 00,00, Kartoffeln X 0,00, Linsen 00. Frankfurt, 15. März. Erbsen ganze per Pfd. 14—18 do. geschälte 16-20 Linsen 15-25 H, weiße Bohnen 16—20 gelbe Kartoffeln per Gescheid 14-16 H, rothe Kartoffeln per Gescheid 12-14 Butter per Pfd. X 1,00-1,20 Eier daS Stück 4-^ Blumenkohl 40-70 Weißkraut das Stück 15-30 H, Rothkraut 20—30 Wirsing 12—20 Ä- Spielplan ber vereinigten frankfurter Stabttljeater; Opernhaus. Dienstag den 18. März: Zum ersten Male wiederholt: Vaterland. Große Preise. Mittwoch den 19. März geschlossen. Donnerstag den 20. März: Einmaliges Gastspiel des Kammersängers Emil Götze. Str adella. (Stradella: Herr Götze.) Hierauf: Die Puppenfee. Außer Abonnement. Erhöhte Preise. Freitag den 21. März geschlossen. Samstag den 22. März: Fidelio. Gewöhnliche Preise. Sonntag den 23. März: Lohengrin. Große Preise. EchauspielhanS. Dimstag den 18. März: Viel Lärm um Nichts. Gewöhnliche Preise. Mittwoch den 19 März: Ehre. Gewöhnliche Preise. Donnerstag den 20. März: Ehre. Gewöhnliche Preise.^ Freitag den 21. März: Götz von Berlichingen. Gewöhnliche Preise. Samstag den 22. März: Ehre. Gewöhnliche Preise. Sonntag den 23. März: Ehre. Gewöhnliche Preise. Montag den 24. März: Zum ersten Male: In eiserner Zett. Trauerspiel in 5 Acten von Fr. Spielhagen. Gewöhnliche Preise. ___ Kirchliche Anzeigen ber evangelischen öemeinbe. Bibelstunde heute Montag den 17. März, Abends 8 Uhr, in der Kleinkinderschule, Offenbarung Joh. Cap. 3, von Vers 14 an, Sendschreiben des Herrn für die Gemeinde zu Laodicea- Pfarrer Dr. Nau mann. 5. Passionsandacht am Mittwoch den 19. März, Abends 6 Uhr. Pfarrer Schlosser. Aeikgeöotenes. 2343] Schreibputt, Sopha, Stert, t&r u. A billig abzugeben. Seltersweg 20, I. St. Verbesserte • Lilienmilchseife • v- Bergmann & Co., Berlin u. Arkf. M vollkommen neutral mit Boraxmilchgehalt und von ausgezeichnetem Aroma ist zur Herstellung und Erhaltung eines zarten blendendweitzen LetntS unerläßlich. Bestes Mittel gegen Sommersprossen. Vorr- ä Stück 50 H bei: 2338] H. Tichy, Seltersweg 43. H Tichy, Parsürnerie-Hdlg., Georg Petris Nachfolger Schürzen. Durch eine besondere Gelegenheit bin ich in der Lage, eine große Parthie Damen- u. Kinber-Schürsen, Hattshallunggschürsen, nur prima Qualitäten, sehr bMg zu verkaufen. Robert Haas, Seltersweg 18. 1993 * Berlin. Durch einen Dimimenjullgeustreich ist am Samstag Vormittag einem Maurer schweres Leid zugefügt worden. Derselbe war auf einem Bau in der Görlitzer- straße mit dem Löschen von Kalk beschäftigt, als ein etwa zwölfjähriger Knabe einen großen Stein erhob und diesen in die zischende und brodelnde Masse schleuderte, daß sie hoch ausspritzte. Der flüssige Kalk traf den Arbeiter gerade in das Gesicht und zwar so unglücklich, daß er ihm in beide Augen drang. Der völlig hilflos gewordene Mann mußte von seinen Kameraden weggeführt werden, und man brachte ihn in die nächst belegene Sanitätswache. Eine dort vorgenommene Untersuchung ergab leider, daß das rechte Auge bereits völlig zerstört war. Zur Erhaltung des andern Auges wurden auf der Wache sofort die geeigneten Maßnahmen ergriffen und bann der Unglückliche nach einem Krankenhause überführt. Nach Meinung der Aerzte ist die Hoffnung vorhanden, wenigstens das eine Auge zu erhalten. * Unfreiwillige Selbstkritik. Man schreibt aus Halle: An einem neugebauten großen Hause am Wettinerplatz dahier sieht man bereits mächtige Risse vom Erdgeschoß bis unters Dach — und über dem Portale in Sandstein gemeißelt die stolzen Worte: „Dies Werk lobt seinen Meister." Aus Göttingen schreibt man: Den ersten Preis der Benekestistung für 1890 im Betrage von 1700 X hat Dr. Hans v- Arntm-Fredenwalde in Halle a. d. S. erhalten. Es waren zwei Arbeiten etngeltefert. — Der Prtvatdocent der historischen Theologie an der Universität Kiel, Dr. Müller, ist zum außerordentlichen Professor der christlichen Archäologie in der theologischen Facultät der Berliner Universität an Stelle des vor einiger Zeit verstorbenen Professors Piper ernannt worden. — Der Professor der deutschen Sprache und Literatur, Dr. Paul Pietsch in Greifswald, folgt am 1. April ds. Js. einem Rufe nach Berlin als philologischer Letter der im Auftrage der preußischen Regierung erscheinenden Jubiläumsausgabe der Weile Luthers. Alter von 58 Jahren sanft dem Herrn entschlafen ist. 2364 Giessen, den 17. März Die Beerdigung findet statt: Mittwoch den 19. März, Nachmittags 23|4 Uhr, vom Sterbehause Frankfurterstrasse 75 Seltersweg 31. zu vermieden- Stadtrechner Heinrich Enders 2373 Die tieftrauernden Hinterbliebenen Johannes Zecher 2370 2360 Worte Grabe 5 Italiener Rente 2341 Die trauernde Familie Idoipli Ni Tendenz: matt. Giessen, 17. März 1890. Telegraphischer Eonrsberichl der Berliner Börse vom 17. März 171.101 Dtsconto-EoM-AntHrile 1C4.2I 93 60 9525 8721 9221 7491 683) arperer )stpreußen Nadel- Buchen« NadebDe Nadel-Re rm Buch! Aotien-Cap tal und Reserven . - . Versicherungsbestand...... An die Versicherten bisher ausbezahit 166.501 Bochumer Guhstahlactter! Tendenz: behauptet. —15 pCt. BuderuS-Obligotiouen pCt. — Frankfurter Bank-DtSkont 4 pCt. 106.251 Oesterr. Stlberrente 102101 Rufs. Orient III. 3553: 1892' 1627! 131.9 351 172.0 147 (X 78 Ü 189» 22701 88« 184« nach langem schweren Leiden im Um stille Theilnahme bitten ca. Mk. 25,100,000 n v 83,660.000 „ n 23,900,000. Für die in so reichem Maasse bewiesene herzliche Theilnahme an unserem schweren Buschtherader Elbethal-Bahn-Act. Gotthard-Bahn-Act. Schweizer Nordoft „ West Gelsenkirchener Ver. Kön.- und Laurahütte-Act. Oesterr Alpine-Montan 4 pCt. Gießener Obligationen ReichSbank-DtScont 4 Oesterr. CrediLacrieu Oeften. StacttSbahn^Artten Dortmunder Union-Actien Darmstädter Bankactien Disconto-Comm. Darmstädter Bank-Act. Dresdener Bank-Act. Berliner Handelsges. Oesterr. Credit-Act. Wiener Bankoereins-Act. Oesterr. Staatsbahn Lombard. Eisenbahn sagen wir Allen für die zahlreichen Blumenspenden , insbesondere dem Herrn Pfarrer Dingel dey für seine trostreichen Worte, unseren innigsten Dank. ÄÄ 106.8514 pCt. Ungar. Goldrente 101 551" *•* '• ~ ' Köln, 12. März 1890. Die Expedition der Kölnischen Zeitung. Basler Lebens-Versicheriiogs-Gesellsctoft. (Gegründet 1864). Concesaionirt in allen deutschen Staaten. Verluste, sowie für die trostreichen des Herrn Pfarrer Schlosser am sagt innigsten Dank Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Karoline Sier, geb Wagner. Ludwig Sier. Heinrich Sier. Lina Sier 1890. Medaclion: A. Schepda. — Druck und Verlag der Brühl'scheu Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Die heutige Nummer umfaßt 6 Seite« 227.80 16060 149.00 169.CO 26325 101.25 186 50 106 50 86 Hundert * „ ! H3 rm Buche i i, Eichen ? H Radel- 8ufami Willzbach. ^toßen-Buse Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei unserem schweren V erluste lagt innigsten Dank 2358 Familie toj*®. :xped- b. Bl. 2827 Ä empfiehlt Aug. Montanus. | 9tordbahn und Westbahn trotz der geringeren GetretdetranSporte bessere Einnahmri, Hermischte Arteigen p 1597} Ein «necht zu einem Pferd gesucht bet Giseiwahu-Prioritüteir. 5o/q Südbahn Lombardm 4% do. 103.05 103.05 do. 3% 102.95 Gisevdatzn-rtetie«. Lübeck-Büchner . 228.25 229.— 54.45 I Jtal. Mtttelmeer 58.15 mit A«d«strie-Papiere< |416 ist daS berühmte Werk: 90.6k 108.10 I 4»/»o/gGrafHenkelv.Don- | nerSmark, rückz. A105 b»/o Buderu«-Odligat. . | Shbodion: «. Gcheyda. - Druck und Verlag bet Brstftl'schen Druckerei «w. Ghr. Pietsch) I* Sietzm. 101.50 105.90 100.50 101.40 106.20 100.40 82.50 80.40 57.55 64.75 92.80 92.40 86.80 101.45 98.65 63.90 100.95 101.05 82.90 172.80 164.25 16440 1074» 82.80 80.15 102.05 98.80 63.80 100.85 101.25 82.40 Nicht so könnte, müssen. 272.50 276.20 194.40 105.60 183.6k 109.7k Deutsche Reichsbank . Berlin. HandelSgesellsch. Deutsche Bank . . . DeutscheGenossenschftSb. v.Soergel,ParristuSäCo. do. do. 118.20 118.65 I Mecklenburger 119.60 119.— I Gotthardt . 101# 98.W 97.10 lOl.tO 171.70 163.85 163.90 107.— 57.50 64.45 93.— 92.70 86.10 wird für etntm mUtägSstunden zu Kindern gesucht Auskunft bet der Exped. d. Bl- 20701 Lehrling für mein Colonial. «aaren-Geschäst aus Ostnn ficfu4t. 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I "203)Schillerst raße Iß. 1690J »in Aeeordant zum vack. steinmachen gesucht von I. Dtrn, jyrantsurterftratze ßß. werden für 1 an- /jOpiC gefertigt. Perrücken, Doupcs, Scheitet nach Matz. «rspse werden gefärbt bei l.bAen Conferenzdeli liGe Sitzung hielt h, bsginnend, ab. c ’ ^ochrcnzverhandlu! i Wjelt werben, Qi i MÜMführen; auct 5 bie Geheimhaltnna \ der Oesfen | und dem 5 pWtf an ber Ito?"/"1*6«1 eil\ Vertreter dce iS'101 « ' Mchm, baB der | CT'eni !-> F taten s.rics »(•erbe. - 0 M,»«... *)lt PM mit bet < l! i'-ricn Feinc»! w s>4, $ br | tpevöen.nCn bon ^io 4 ""Mlschf w&abc*$ ll?tn neuen GQt.an bc: b'netsc ’ln nbc4cn bC’9 ?iö Meijrg. cv. f $aro ^r6Uhn^tn«ß n "3taal b,i Wine für jeden Laudwirth -..mfeblenSwertbe Zeitschrift ist unstreitig die in Frankfurt a. M., Berlin und Kassel (Haupt-Expedition) erscheinende Z Är Sr n 7ketfelb Walter Behrend, Dtrector Dr. Brümmer, Dr. Droysen, Dr. Edler, Dr. Franz, Director S UMeraß6au»tm® n W8, Dr. Gienibera, Dr. Kitt-l, Dtrector Mr-, Dr. tiangkavel, MoehrUn RostchaLdrup, Ed. Ruff, Ober- aLrtner tic nmüUcr Eh W-tgond und laffen dl- In den Streiten ter l!andwlrthtch-tt h°chge°cht-ten ««men jebe wettere (»mnfebhma ter ® ulfSen Allgemeinen Z-tiung für L-ndwirihfchafi g-wlh al« überflafsig -rfchetnen Im Potzzettnng«- erMchnib ttt dles-lde unter No 1506 aufgeführt; sie kann aber auch dtrect von der Expedition in Frankfurt a. M., sowie durch die Ferber'sche Buchhandlung in Gtetzen bezogen werden._______ erzielen. Staatsbahn sind matt. Die Aussichten auf eine unverkürzte Dividende werden wieder schwächer. Heute verlautet sogar, dah außer den bereit« gezahlten Fr. 12,50 keine wettere Zahlung erfolgen werde. Außerdem drohte eine neue Per onalkrtsts im Schootze der Verwaltung. Renten liegen noch schwach. Rur Türken find als bevorzugt zu melden. Argentinische Werthe sind wesentlich schwächer, da die Krisis in Buenos AyreS immer größere Dimensionen anntmmt. Geld bleibt knapp. Der letzte Reichsbankauswets brachte keinen erheblichen Rückfluß und schon im nächsten werden sich die Anforderungen des Quartalswechsels geltend machm. Wad) den Erfahrungen früherer Jahre sind die Anforderungen bis zum 31. Mg bedeutend, daß die Bank bet ihrem jetzigen Stand in Verlegenheit kommen Immerhin aber wird man sich auf einen hohen Privatsatz gefaßt machen 40/0 Pfälz. LudwigSbahn (Bexbach) . . . „ Hessische LudwigSb. 68/69 garant. . „ Eltsabethb. steuerfrei Gold . . . . 50/0 Oestr. StaatSbahn. 4o/g do. do. 30/e do. do. I.—VHI.Emtss. 30/0 do. Ergänzungsnetz 5°/o 9lordwestbahn Gold LudwigShafen-Berbach. Hessische LudwigSbahn. Pfälzische Nordbahn . Martenburger-Mlawka. Börf«»wochenberi