Verein * Uhr ' «kernt Sälen; vahl. "Nl«Ng [=32 I?r bt6 M;s freiw, ■« «-"stand, 4‘Ö tk r Markt ♦ udschast einen kleinen ® remitni§ zu bringen, x saartn bedeutend im A großartige Abschlüsse ▼ Artikel zu offeriren: A wakaisoii: X eateratlasfe,Seide a M G «110 Ibmnde.MM. ▼ W- A von M. 2^! an. w vorgerückter A t Detfaufen: X iuilfnvon5O^an. ® rocke F 1.20. ▲ rncottailken ▼ 50 bis Mdseins. A ,eä SttmMm “ 180. ▲ nnbrsatzMr 85^ J ngarn. Llnuenhüte H i/.anb.zud. elegant. ▲ Alk- F. 1.80. CT 5io H SeiPWtN. | iaMslhäst 1« ' Soldrente «erMt- »errente UL . Ej,enb°^bl-t9' Br°emel (dsr.), die Regierung zu ersuchen, alle Abänderungen des amtlichen Waarenverzeichnisses zum Zolltarif mindestens vier Wochen vor Inkrafttreten derselben vollständig im „Centralblatt für das Deutsche Reich" zu veröffentlichen. 0 .. entwickelt sich eine längere Debatte, au welcher sich ^ie Ubgg. Broemel (bfr.), Hatzfeld (cons.), Witte (bfr.), ©truefmann (natl.), Golbschmidt (bfr.) wesentlich im Sinne des Antragstellers betheiligten. =^t(clt§JeCretäl t>* * dRaltzahn-Gültz versicherte, daß Allev geschehe, um den Wünschen des Antragstellers zu entsprechen, der Antrag selbst aber formell bedenklich sei. Der Antrag wurde mit großer Mehrheit angenommen unb der Etat des Reichsschatzamtes genehmigt. Sodann wird der Rest des Etats in zweiter Lesunq ohne tpeitere wesentliche Debatte genehmigt. Damit ist die zweite Etatberathung beendet. Nächste Sitzung Freitag 1 Uhr. Afrikanische Dampfer- Subvention, Petitionen. Schluß 5 Uhr. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 16. Januar. Se. Majestät der Kaiser ließ arT Magistrat und den Stadtverordneten das nachstehende Allerhöchste Handschreiben zugehen: ,r „Durch den Heimgang meiner geliebten Großmutter, der Kaiserin und Königin Augusta Majestät, wiederum in tiefe trauer versetzt, hat es Meinem niedergebeugten Herzen wohl- gethan, aus den zahlreichen und mannigfaltigen Beweisen aufrichtiger Theilnahme zu erkennen, wie mit mir das qefammte Vaterland schwer trägt an dem schmerzlichen Verluste, den Gottes unerforschlicher Rathschli ß Mir und Meinem Hause auferlegt hat. Auch der Magistrat und die Stadtverordneten Meiner Haupt- und Residenzstadt haben Veranlassung ae- nommen, Mir in warmen und zu Herzen gehenden Worten I niniges Beileid zum Ausdruck zu bringen. — Ich bin über- ^eugt davon, daß der edlen Fürstin, welche nur zu bald dem geliebten Gatten, dem unvergeßlichen Heldenkaiser Wilhelm, in die Ewigkeit gefolgt ist, angesichts der zahlreichen Denkmäler ihrer unermüdlichen werckthätigen Liebe für die leidende unb hülfsbedürftige Menschheit, wie im ganzen Lande, so be- sonders in den Herzen der treuen Bürgerschaft Berlins für alle Zeiten ein dankbares Andenken bewahrt werden wird diesem Bewußtsein spreche Ich dem Magistrate und den Stadtverordneten Meinen herzlichen Dank aus. Möge Gottes Segen auf den von der hohen Entschlafenen ins Leben ae- rufenen Veranstaltungen christlicher Nächstenliebe auch ferner i ruhen! Möge das hehre Vorbild Viele zur Nacheiferuna i anspornen! b I Berlin, 15. Januar 1890. . gez. Wilhelm R. ■ n aen JJiagqtrat unb bie Stabtverorbneten zu Berlin." Berlin, 16. Januar. Die Kaiserin Friebrich em- pstng Vormittags 11-/2 Uhr das Reichstagspräsidium, um die Beileidsbezeugung des Reichstages über den Heimgauq der Kaiserin Augusta entgegenzunehmen. — Das Befinden des Reichstagsabgeordneten Frankenstein hat sich wesentlich treten Tft™6“' ^rt^uen5a Lungenentzündung ge- r -1®' J°nuar. Eine heute veröffentlichte Fortsetzung des Weißbuches über den Aufstand in Ostafrika I enthält Berichte über das Gefecht bei Saadani unb Panqam, über bas Vorgehen gegen Useguhha, über die Einnahme und Besestigung von Mkwadja, über die Bestrafung Oon Kipumbwe unb Ö£C Entsendung Lieutenants v. Gravenreuth zur Sichermiq der Straße von Mpwapwa nach Bagamoyo. Schließlich bringt das Weißbuch Berichte über Friedensverhandttingen mit SimbodM und über die Ankunft Emin Paschas und Stanleys in Mpwapwa, ein Schreiben Emin Paschas an I Wiszmann, ferner Berichte über die Bestrafung Buschiris, über den Angriff auf die befestigte Position Bana Heris und nbci die Einnahme derselben zum Abdruck. Berlin, J.6. Januar. Abgeordnetenhaus. In er heutigen Sitzung wurden das vorjährige Präsidium unb ^iebergewählt. Der Finanzminister legt für fltr 1886—87/ die allgemeinen Rechnungen für woö 8J und den Staatshaushalt für 1890—91 vor. Hamburg, 16. Januar. Heute ist ein Strike der •pei^er und Trimmer der im hiesigen Hafen liegenden Hamburger Dampfer ausgcbrochen. Die Veranlassung dazu * beabsichtigte Herabsetzung der Heuer von 85 auf • o jjiart. &d)ülern: „Meine Herren, Sie sehen, unsere Behandlunq nl-r Patient ist gestorben, aber er ist geheut gestorben." 1 London, 16. Januar. „Times" und „Morning Post" besprechen die p r e u ß i s ch e T h r o n r e d e beifällig. Times" sagt, die Erklärung des Kaisers über bie Beziehungen^Deutsch- l?uds zu den fremden Mächten werden überall mit Befriedigung aufgenommen werden. Diese Erklärung stelle eine Thatsache von höchster Wichtigkeit für den europäischen Frieden dar. Briiffel, 16. Januar. Ans mehreren Kohlengruben in der Umgegend von Charleroi ist wieder ein Strike ausgebrochen. — Der Strike im Kohlenbecken von Lüttich ist vollkommen beendet. Brüffrl, 16. Januar. Kamme r. Der Finanzminister brachte einen Gesetzentwurf ein über die Errichtung einer Husfkasse für die Opfer der Arbeit anläßlich des Regierungs- Jubiläums des Königs. Der Grundstock soll 2 Millionen betragen. Stockholm, 16. Januar. Morgen findet die Eröffnung des Reichstages statt. Der König ernennt den Grafen Lagerbjelke zum Präsidenten, den früheren Staatsrath Ehrenheim zum Vicepräsidenten der ersten Kammer, und den Kaufmann Olaf Wijk zum Präsidenten, den Hofbesitzer Liß Olof Larffon zum Vicepräsidenten der zweiten Kammer. Rom, 16. Januar. Prinz Amadeus ist an der Influenza erkrankt und bettlägerig. I Aom, 16. Januar. Der „Osservatore Romano" erklärt die Meldung der Blätter von angeblichen Schritten des Vati c ans, damit die schiedsrichterliche Entscheidung im engli^cheii Streite dem Papste übertragen werde, für er- finwen. Dieselbe habe augenscheinlich nur den Zweck, dann Wetter behaupten zu können, daß der Vatican einen Mißerfolg erlitten habe. Rom, 16. Januar. Die heute veröffentlichte Ency- ' olica empfiehlt die Liebe zum Vaterlande. Höher stehe aber- öte Siebe änr Kirche, welche das göttliche Vaterland der Christen sei, ihnen Pflichten gegen Gott auferlege, die heiliger als die Pflichten gegen die Menschen seien. Die Gegner Gottes suchten die Macht an sich zu reißen. Von vielen Seiten greife man den Katholizismus an. Der Papst empfiehlt bie Einigkeit der Katholiken, die Unterwerfung unter die Dogmen, bie Diseiplin der Kirche. Dem Papste stche das unumschränkte Recht über die Dogmen, bie Moral, so- toie die nothwendigen Heilmittel zu. Es sei nothwendig, baß die Rechte und Pflichten gegen die Kirche abgegrenzt würden, daß jeder Staat dieselben respectire. Die Kirche in den Parteistrclt hineinzuziehen, heiße die Religion mißbrauchen. Die Einigkeit der Katholiken betonend, führt der Papst aus daß man den Gegnern gegenüber weder furchtsam noch ver- wegen sein darf. Man müsse sich dem Papste und den Bischöfen unterwerfen und mit derselben Klugheit handeln, bie der Papst in den bürgerlichen Verhältnissen üben müsse Die Volker würden nur stark durch die praktische Hebung der christlichen Tugenden. Die Kindererziehung müsse nach christlichen Vorschriften geleitet werden. Der Papst ruft schließlich die Katholiken aller Nationen auf, die Gesellschaft zu erhalten durch die Hebung christlicher Tugenden am häuslichen Herde. Madrid, 16. Januar. 9Äch amtlicher Meldung ist der König in der Genesung begriffen. Belgrad, 16. Januar. Die Nachricht, Rußland garan- ttre die jüngste serbische Anleihe, wird von competenter Seite für durchaus unbegründet bezeichnet. Petersburg, 16. Januar. Der „Regierungsbote" veröffentlicht ein Handschreiben des Kaisers an den Generalgouverneur von Moskau, worin es heißt: Ins neue Jahr tretend, bitte ich Gott, es möge sich auch hinfort die Entwickelung der inneren Kräfte des geliebten Vaterlandes ununterbrochen und ungestört inmitten des von Allen gewünschten, Alle beglückenden Friedens vollziehen. Petersburg, 16. Januar. Das „Journal de St. P." sagt, Rußland werde mit Genugthnnng die Feststellung der Thatsache durch die auswärtigen Zeitungen aufnehmen, baB_ die so loyale Politik der kaiserlichen Regierung einen großen Theil habe an der allgemeinen Wiederbelebung des Vertrauens auf die Aufrechthaltung des Friedens. Diese Politik sei übrigens seit der Thronbesteigung des regierenden Kaisers dieselbe gewesen. Wenn einzelne Zeitungen ihre Bekehrung den friedlichen Versicherungen im Bericht des Finanzministers zuschrieben, so sei zu bemerken, daß ebenso kategorische Erklärungen von Letzterem Ende 1888 und 1887 abgegeben wurden, aber der psychologische Moment sei anscheinend noch Nicht gekommen gewesen. Endlich sei über die finanzielle Sage und die friedlichen Gesinnungen Rußlands Licht verbreitet, und es sei zu hoffen, es werde weder den Verleumdungen, noch interessirten Berechnungen ferner gelingen dasselbe zu verdunkeln. Der, Arzt Bo u vard sagte zu dem Abbe Terray, als hÄaerr Ietbc bie Dualen eines Verdammten, nur vas lakonische Wort: „Was? Schon?" * * ~ ’’^lc Arzneikunst", sagte Napoleon zu seinem Doctor Des gen et es, „ist die Wissenschaft der Meuchelmörder. — M-Cr'der Eroberer?" @i= * . * 3U dem Apostel und Begründer der Homöopathie, Hahnemann, tarn eines Tages ein reicher englischer Lord, d» -Hs- consultirte. Hahnemann untersuchte ihn ganr ober- facte 'r? °'N^Fläschchen unter die Nase und sagte. „Riechen Sie! Gut, «,e sind geheilt!" — Mylord ?rua° was Hundertpfundnote hervor Lud frug, was er schuldig se,. „Tausend Franken", sagte der Homoopath. Mylord hielt ihm das Geld unter di- Nase unb sagte: „Riechen Sie!" und ging. „ Chesterfield, der englische Staatsmann und Schrift- steller, fragte seinen Arzt in seiner letzten Krankheit: „Nicht ^e lange leiden und so zu sagen zollweise ab- sterbeu - Der Arzt zuckte die Achsel und sagte: ^cb benähe." — „Dann ist es doch ein rechtes Glück," nene^te der Lord, „daß ich nicht so groß bin wie mein Bruder Lhomas." schreiben des Geh. Cabinetsraths v. Lucanus auf die an den Kaiser abgesandte Beileidsadresse mit. — Betreffs der projectirten Uebernahme der städtischen Turnhalle durch den Turnverein wurde mitgetheilt, das; der Verein gegenüber den von der Stadt gestellten Bedingungen auf den Ankauf der Turnhalle verzichte. Es wurde seinerzeit in der Stadtverordneten-Versammlung beschlossen, dem Turnverein die Turnhalle zum Preise von 32,000 Mk. käuflich zu überlassen und zwar unter Dreingabe des zur Erbauung einer Turnhalle in der Flucht der verlängerten Bismarckstraße bestimmten, von der Stadt erworbenen Geländes und unter der Bedingung, daß nicht niet-, nagel- und bandfeste Gegenstände, soweit solche in einer Schulturnhalle Verwendung finden können, der Stadt verbleiben sollen. — Mit Rücksicht auf die Klagen über den Gang der Parzellenvermessung hat Großh. Bürgermeisterei untern 2. October v. I. an die obere Behörde, den Großh. Steuertnspector, berichtet, daß die Frist, welche dem ausführenden Geometer gestellt, abge- laufen, ohne daß die Arbeit vollendet worden sei. Einer vom Großh. Obersteuerinspector damals vorgeschlagenen Bewilligung einer letztmaligen Frist bis zum 1. Januar 1890 wnrde im Stadtvorstande zugestimmt, ohne daß die Stadtverordneten- Versammlung, mit Rücksicht auf den seitherigen Fortgang der Arbeiten, der Versicherung des betreffenden Geometers, daß die letztgestellte Frist voraussichtlich nicht überschritten werden würde, Glauben zu schenken vermochte. Die Zweifel an der Fertigstellung der geometrischen Arbeiten haben ihre Bestätigung gefunden, denn nach Mittheilung des Großh. Obersteuerinspectors ist nur ein kleiner Theil der betreffenden Acten abgeliefert worden. Der Mitrheilung, daß nunmehr bei Großh. Ministerium Strafantrag gestellt worden sei, fügt Herr Bürgermeister Gnauth bei, daß auch von der Stadt aus der Klageweg beschritten werden würde, daß er aber die Methode des Großh. Steuerinspectors, wiederholte Fristertheilungen veranlaßt zu haben, nicht billigen könne. — Der letzte Gegenstand unter „Mittheilungen" betrifft den Beschluß der nichtöffelttlichen Stadtverordneten-Sitzung vom 9. Januar über das Angebot der jeweiligen Besitzer des Schüler'schen Gartens. Wir haben denselben in voriger Nummer dieses Blattes bereits mitgetheilt. Die Versammlung erklärt sich damit einverstanden, daß über das Angebot nunmehr ad acta verfügt werde. — Die folgenden beiden Gegenstände der Tagesordnung betrafen Gesuche um Er- theilung der Concession zum Wirthschastsbetrieb. Herr PH. Rühl hat die Restauration zum „Lahnstein" übernommen, Herr Friedr. Jordan will in seinem Specereigeschäft in der Bismarckstraße (Werner'sches Haus) Branntweinverkauf über die Straße betreiben. Beide Gesuche werden befürwortet. — Herr L. Huh n beabsichtigt, an der Ecke der verlängerten Flügelsgasse und der Nordanlage ein Wohnhaus zu errichten und ersucht, da ohne den Besitz eines Theiles des Ernst Wallenfels'schen Geländes dies nicht zu ermöglichen, die Forderungen für das benöthigte Gelände auch zu hohe seien, gemäß § 69 der Allgemeinen Bauordnung um Einleitung des Enteignungsverfahrens über das näher bezeichnete Gelände. Aus Grund des eben angeführten Paragraphen wie der Ausführungsverordnung zur Allgemeinen Bauordnung wurde ein Vergleichsversuch zwischen den Interessenten angebahnt; derselbe hat jedoch zu keinem Ergebniß geführt, da Herr Wallenfels nur das ganze Wiesengelünde zum Preise von 45 Mk. pro Quadratklaster und unter der Bedingung der Belassung eines 6 Fuß breiten Fußweges nach der Nordanlage abzutreten gewillt ist, wogegen Herr Huhn nur einen, im Plane mit a. b. c. d. bezeichneten Theil zu dem angegebenen Preise erwerben will. Die Baudeputation hat beantragt, daß über den von Herrn Huhn bezeichneten Geländetheil, also nicht über das Ganze, das Enteignungsverfahren eingeleitet, von Herrn Huhn aber in Anbetracht der der Stadt durch Einleitung des Verfahrens erwachsenden Verbindlichkeiten eine Caution von 5000 Mk. gefordert werden solle. Herr Huhn hat sich zur Stellung dieser Caution bereit erklärt, worauf die Versammlung im Sinne des Depntations- antrages beschließt. — Unter Hinweis auf die Anzeige des Kaufmännischen Vereins (siehe Inserat) gestatten wir uns, unsere Leser auch an dieser S.ellc auf den morgen (Samstag) Abend in den oberen Sälen deS Cafe-Restaurant „Bavaria" stattfindendcn Vortrag des Herrn Wilh. Käser über „Die mißliche Lage der deutschen Creditverhältnisse, ein Krebsschaden an der Entwickelung unserer Volkswohlfahrt" aufmerksam zu machen. Wie wir in Erfahrung gebracht haben, behandelt der Vortragende erwähntes Thema vom volkswirthschaftlichen Standpunkte, angesichts dessen solches Jedermann, namentlich aber auch den Gewerbetreibenden Nützliches und Belehrendes bietet. Bemerken wollen wir noch, daß der Eintritt frei ist. 's GroßeN'Liudcn, 16. Januar. Gestern wurde hier wegen eines in einem Ladengeschäft verübten Betrugsversuchs eine Zigeunerin verhaftet. Friedberg, 16. Januar. Gestern gegen Abend erschoß sich in seinem Logirzimmer, aus der Kaiserstraße gelegen, ein aus Kreuznach gebürtiger Architect, Namens Hartmann. Derselbe war bei der Erbauung des hiesigen neuen Post- gebäudes beschäftigt und stand in dem noch jugendlichen Alter von 18 Jahren. Das Motiv der That ist unbekannt. — Auf dem großen Bauterrain an dem Johannisberg zu Nauheim, welches dem Herrn Sanitätsrath Dr. Müller gehört, wird ein großes Actien-Hotel nebst fünf kleineren Villen errichtet. Für das Unternehmen, an dessen Spitze Herr Dr. Müller steht, sollen über 600,000 Mk. verwendet werden. Vermischtes. A Mainz, 16. Januar. Vorder Strafkammer des hiesigen Landgerichts kam heute ein Proccß zur Verhandlung, dem Wechfelfälfchungen im Betrag von nahezu 200 000 Mk. zu Grunde lagen. Angeschuldigt, Wechsel in dieser Höhe gefälscht zu haben, ist ein aus angesehener Familie stammendes 29 jähriges Frauenzimmer, Josephine Best von Osthofen, Geschäftsführerin einer dortigen, ihrer Familie gehörenden, im Herbst vorigen Jahres in Concurs gerochenen Zucker-, Stärke- und Backstein-Fabrik. Nach dem Tode ihres Vaters übernahm die damals erst 19 jährige Angeklagte mit Rücksicht auf die große Familie — außer der Mutter waren noch 8 unmündige Geschwister zu ernähren — die Geschäftsführung und arbeitete mit großem Fleiß. Das Geschäft nahm einen erfreulichen Aufschwung, bis ein größeres Capital gekündigt wurde. Um die hierdurch entstandenen finanziellen Schwierigkeiten von dem Geschäft fern zu halten, machte die Angeschuldigte alle Anstrengungen, um schließlich, als gar nichts mehr helfen wollte, auf das verfehlte Mittel zu verfall?!?, Wechsel zu fälschen, die sie den Geschäftsfreunden als Zahlung gab. Das Urtheil lautete gegen die Angeschuldigte auf 3 Jahre Gefängniß, wobei das Gericht als strafschärfend die hohe Summe der Fälschungen nnd als strafmildernd in Erwägung zog, daß die Angeschuldigte ein Opfer der Kindes- und Geschwisterliebe geworden. * Heppenheim a. d. B., 15. Januar. In der Gemeinde E. sollte am letzten Sonntag eine großartige Hochzeitsfeier stattfinden, wozu der Brautvater 4 Mastschweine und ein feistes Rind geschlachtet und nicht weniger als zehn Dialter Getreide für Hochzeitsgebäck verwendet hatte. Doch der Liebe Mühe war umsonst, denn sowohl die Brautleute als auch die meisten der geladenen Hochzeitsgäste erkrankten plötzlich an der unheilvollen Influenza und verspürten nicht den geringsten Appetit. Unter sothanen Umständen mußte die Hochzeitsfeier einstweilen unterbleiben und die guten Sachen werden „altbacken^. * Marburg, 16. Januar. Am Mittwoch den 22. Januar beabsichtigt, gutem Vernehmen nach, die conservative Partei eine Reichstags Wahl-Versammlung in den Saal des Cafe Quentin ein^uberufeu. Die Einladung wird sich nicht allein auf die Conservativen, sondern auch auf die Liberalen erstrecken, welche die Candidatur Steinmetz unterstützen. Der Herr Geh. Rath Steinmetz wird sich in der Versammlung den Wählern vorstellen und seine politische Stellung entwickeln. Weiße Seidenstoffe von 95 Psge. bis 18.20 p. Met. — glatt gestreift und gemustert lca. 150 verschied. Qual.) — vers. roben- und stückweise porto- und zollfrei das Fabrik-DöpSt G. Henneberg (K- u. K- Hoflief.) Zürich. Muster umgehend. Briefe kosten 20 H Porto. 564 Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. 2. Sonntag nach Epiphanias, 19. Januar. Vormittags 9V, Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Kinderkirche, Vormittags 11 Uhr, Pfarrer Schlosser. Bibelstunde am Mittwoch den 22. Januar, Abends8Uhr, in der Kleinkinderschule, Offenbarung Johannis, Cap. 1, von Vers 4 an, Zueignung und Inhalt des Buchs. Pfarrer Dr. Nau mann. Am Sonntag den 26. Januar: Beichte und heiliges Abendmahl im Abendgottesdienft. Die Kirchencollecte am 1- Christfeiertag für die Klein- kinder-Bewahranftalt betrug 41,81 JL, die am 2. Christfeiertag für die Armen 47,18 jl, die am Neujahrstag für die Armen 33,42 Jt, die am Landesmissionsfest für die Heidenmission 43,45 Für den Kirchbaufonds gingen weiter ein: aus den Opferbüchsen in der Kirche im October, November und December v. I. 79 at, von N- N- durch Herrn Pfarrer Schlosser 10 X, von Fräulein Kißner im Andenken an ihre verstorbene Mutter, Frau Pfarrer Kißner, 100 JL Gesammtbetrag jetzt 14372 «X 53 Die Pfarrgeichäite in der Woche vom 19. bis 25. Januar besorgt Pfarrer Dr. Naumann. Katholische Gemeinde. 2. Sonntag nach Epiphanie, 19. Januar. Samstag: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um V28 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag: Morgens von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um 'Izl Uhr Austheilung der hl. Communion; um V>8 Uhr Frühmesse; um 3/tl0 Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags um Uhr sacramentalische Bruderschastsandacht mit Predigt. Gottesdienst in der Synagoge. 18. Januar. Freitag Abend 416 Uhr, Samstag Morgen 830 Uhr, Samstag ■ Mittag 3m Uhr, Samstag Abend 515 Uhr. Bekanntmachung. Im Genossenschastsregifier des unterzeichneten Gerichts ist eingetragen, daß der landwirthschaftliche Consumoerein zu Reiskirchen laut Beschluß vom 11. September 1889 den Zusatz „eingetragene Genoffenschast mit unbeschränkter Haftpflicht" in seine Firma ausgenommen und in folgenden Punkten Statutenänderung beschlossen hat: 1. Gegenstand des Unternehmens ist: gemeinschaftlicher Einkauf von Verbrauchsstoffen und Gegenständen des Haus- und land- wirthschaftlichen Betriebs, sowie gemeinschaftlicher Verkauf land- wirthschastlicher Erzeugnisse; 2. die Bekanntmachungen der Ge« nossenschast erfolgen in der deutschen landwirthschastlichen Ge- noflenschaftspreffe; 3. Willenserklärung und Zeichnung des Vorstandes muß durch zwei Vorstandsmitglieder geschehen, die Zeichnung geschieht durch Beifügen der Namensunterschriften zu der Firma der Genossenschaft. Gießen, 6. Januar 1890. Großh. Amtsgericht. __Kullmann.______549 Samstag den 18. d. Ms., versteigere ich zu Gießen: » Mittags 12 Uhr auf der sog. Insel bei der nuteten Burk'schen Mühle »Zusammenkunft bei dieser Mühle): 1 Fischernachen (fast neu), b. Nachmittags 2 Ubr in der früber Bram m'schen Hofratthe: 2 Verticows, 1 Sopha, 1 Commode, 2 Kleiderschranke und andere Mobilien- Versteigerung a. bestimmt, die der übrigen Sachen voraussichtlich theilweife Gießen, den 15. Januar 1890. Sngel, 537 Gr. Gerichtsvollzieher. Ausschreibung. Für die Menage der Unteroffiziere und Mannschaften des 2. Bataillons Infanterie-Regiments Nr. 116 sollen für den Zeitraum vom 1. April bis 31. October 1890 nachstehende Fleischwanten auf dem Submissionswege contractlich zur Vergebung gelangen: Ochsenfleisch bezw. Rindfleisch, Schweinefleisch — frisch, gesalzen und geräuchert —, Kalbfleffch, Hammelfleisch, Nierenfett, Schweineschmalz und Speck, Frankfurter Würstchen, Brat-, Leber- und Blutwurst. Bedingungen liegen aus dadV Täglich frisch gefüllte und ungefüllte Kreppel. H. Kinkel Nachf., 395] Marktstr. 32. H. NESTLE’S KINDERMEHL fcOjübriger Erfolg. Zahlreiche EEUGIVISSE der ersten medicinisohen Autoritäten. Vollständiges Nahrungsmittel für kleine Kinder. 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