■V'6' 8V. Ut.: S-l-dmM. .... jr-- dia. Mts.: k Arnsburg. Ünb die Fahrscheine pM Der Vorstand, mrg. [673» s'k.-H» ktieabiit ä 10 H. A, H. Carle. enkeller. ebener Bier ien ßetS « W. W Wch'»M ^cat in Gießen für toen unb Umgegenb . rrn C. G. Kleinhenn nben. KM i» M LlsVoW. r Lebens', Aussteuer-, Ktt angelegentliW und bin 6560 455 Aus* 6744 lester 3. ' Directiou- 90 lO 95 40 7920 76.50 Nr. 190.' F ErstcölBlatt. Sonntag den 17. August 1890 Der Oietzemer JUtjtigtt erscheint täglich, Bit Ausnahme des ? Montags. Die Gießener Msmitieußtätter »erden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal -eigelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Unzeiger. vierteljähriger 2 Mark 20 Pfg. m» Bringerloyn. Durch die Post bezöge« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Txpediti« und Druckerei: -chntstraße Ar.ö. Fernsprecher 51. Amts- mrd Anzeigebl«tt für den Areis Gieren. * ■am= । ■ ■■■......- - — -----— Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- vorm. 10 Uhr. Hratisöeitage: chießmer Jamilienötätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlicher TheU. Gießen, am 14. August 1890. Betr.: Die Unfallversicherungspflicht der von den Kirchhofs- verwattungen beschäftigten Arbeiter. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Kirchenvorstände und die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wie Sie aus nachstehender Entscheidung des Reichsver- ssicherungSamts entnehmen wollen, sind die durch Ausheben und Verfüllen der Gräber auf den Friedhöfen entstehenden Arbeiten nicht als versicherungspflichtige Bauarbeiten zu erachten. Die Pflege der gärtnerischen Anlagen und Baumpflanzungen aus den Kirchhöfen ist dagegen entweder als eine zu der landwirthschaftlichen Berufsgenossenschast gehörende Park- wirthschaft oder als eine nicht versicherungspflichtige Bewirth- -schaftung eines Ziergartens anzusehen. Insoweit die Herstellung von Erbbegräbnissen und das Entfernen alter Grabdenkmäler in Maurerarbeiten bestehl, hat die Versicherung der bei diesen Arbeiten beschäftigten Personen bei der Tiefbau-Berufsgenossenschaft zu erfolgen. Falls daher in Ihren Gemeinden sich Personen mit der .Herstellung von Erbbegräbnissen und dem Entfernen von alten Grabdenkmälern beschäftigen, empfehlen wir Ihnen, Verzeichnisse dieser Personen und die Anmeldungen derselben binnen 14 Tagen einzusenden. I. V.: Jost, Regierungsrath. Reichs Verficherungsamt. Berlin, den 26. Juni 1890. Auf den gefälligen Bericht vom 5. Juni 1890 — J. Nr. LEI 13 301 — betreffend die Versicherungspflicht der von den Kirchhossverwaltungen beschäftigten Arbeiter, theilt das Reichs-Versicherungsamt dem Vorstande die in der Angelegenheit anläßlich eines Einzelfalles ergangene diesseitige Entscheidung vom 23. April 1890 — R.-V.-A, I 8517L — umseitig in Abschrift zur gefälligen Kenntnißnahme er- gebenst mit. Für die hier und bereits in mehreren früheren Bescheiden zum Ausdruck gelangte Stellungnahme bezüglich der Versicherungspflicht des Aushebens und des Verfüllens der Gräber war insbesondere die Erwägung maßgebend, daß es bedauerlich sei, den beregten Arbeiten den Character von Bauarbeiten zuzusprechen- denn abgesehen davon, daß ihr Zweck nicht die Herstellung eines Bauwerks, sondern die Beerdigung der Verstorbenen ist, sie selbst auch nur einen Theil dieses religiösen Actes bilden, würden folgerichtig alle, auch die einfachsten Grabärbeiten — z. B. auf den schlichten Friedhöfen kleiner ländlicher Gemeinden*— als Bauarbeiten zu behandeln sein, und damit die erfahrungsmäßig bestehenden großen Schwierigkeiten der Regiebauversicherung in dieser Beziehung auf neue Kreise ausgedehnt werden. Aus diesen Gründen glaubt das Reichsversicherungsamt -auch nach wiederholter Berathung seinen bisher eingenommenen Standpunkt festhalten zu müssen. Dabei wird indessen die mit den fraglichen Arbeiten verknüpfte Unfallgefahr hier nicht verkannt, es ist vielmehr bereits wiederholt die möglichst baldige Ausdehnung der Unfallversicherung auf die Arbeiten $cr Todtengräber u. s. w. an zuständiger Stelle in Anregung gebracht worden. Die Frage endlich, ob die Pflege der gärtnerischen Anlagen auf den Friedhöfen als eine zu den landwirthschaftlichen Berufsgenossenschaften gehörende Parkwirthschast oder als Bewirthschaftung eines Ziergartens im Sinne des § 1 Absatz 5 des landwirthschaftlichen Unsallversicherungsgesetzes zu erachten ist, kann nur von Fall zu Fall nach Lage der besonderen thatsächlichen Verhältnisse entschieden werden. Das Reichs-Versicherungsamt, (gez.:) Bödiker. An den Vorstand der Tiefbau-Berufsgenossenschast hier. R.-V.-A. I. 15052. Reichs Verficherungsamt. Berlin, den 23. April 1890. Auf das durch Vermittelung des Königlichen Polizeipräsidiums Hierselbst eingereichte Schreiben vom 24. De- cember 1889, betreffend die Versicherungspflichtigkeit der von der Verwaltung der Kirchhöfe der Jerusalems- und Neuen Kirche zu Berlin beschäftigten Arbeiter, erwidert das Reichs-Versicherungsamt der Commission ergebenst, -aß die Pflege der gärtnerischen Anlagen und der Baumpflanzungen aus den genannten Kirchhöfen nach Lage der obwaltenden thatsächlichen Verhältnisse sich als eine versicherungspflichtige Parkwirthschast darstellt, welche der Brandenburgischen landwirthschaftlichen Berufsgenossenschaft zugehört. Das Ausgraben und Verfüllen der Gräber dagegen ist, da dasselbe eine Bauarbeit im Sinne des § 1 bezw. § 4 Ziffer 1 des Bauunsallversicherungsgesetzes nicht darstellt, nach gegenwärtiger Lage der Gesetzgebung nicht versicherungspflichtig. Insoweit endlich die Herstellung von Erbbegräbnissen und das Entfernen alter Grabdenkmäler in Maurer- rc. Arbeiten (§ 1 Absatz 2 des Unsallversicherungsgesetzes) besteht, hat die Versicherung der bei diesen Arbeiten beschäftigten Personen bei der nordöstlichen Baugewerks-Berufsgenossenschaft zu erfolgen. Das Reichs-Versicherungsamt. (gez.:) Dr. Bödiker. An die Commission zur Verwaltung der Kirchhöfe der Jerusalems- und Neuen Kirche zu Berlin, z. H. des Stadtverordneten Herrn Reichnow, Wohlgeboren hier. R.-V.-A. I. 85171- ____________________________ Bekanntmachung, Maßregeln gegen die Maul- und Klauenseuche betreffend. Nachdem die Maul- und Klauenseuche in einem weiteren Umkreis wieder erloschen ist und deshalb eine erhebliche Gefahr der Verschleppung derselben durch Schweine nicht mehr besteht, ertheilen wir auch den Schweinehändlern wieder die Erlaubniß, die im Kreis stattfindenden Vieh Märkte mit Schweinen zu befahren. Es wird jedoch daraus aufmerksam gemacht, daß die Polizeiorgane angewiesen sind, die Bestimmungen wegen der Seitens der Händler milzuführenden thierärztlichenZeug- nisfe strengstens zu überwachen und Händler, welche vorschriftsmäßige Zeugnisse nicht besitzen, neben Erhebung von Strafanzeige unnachsichtlich vom Markt wegzuweisen. Damit wegen des Inhalts und der Form der von den Schweinehändlern zu führenden Zeugnisse kein Zweifel besteht, bringen wir die bestehenden Bestimmungen nochmals zur Kenntniß: Es muß vor Allem bescheinigt sein, daß die fraglichen Thiere sich seit mindestens sieben Tagen in seuchefreiem Zustand am Ort der Untersuchung befunden haben. Der Händler, welcher Schweine von seinem Wohnort auf den Markt bringt, kann also ein Zeugniß überhaupt nur erhalten, wenn die Thiere bereits seit sieben Tagen dort waren. Die Zeugnisse sind nur fünf Tage gültig. Sie müssen enthalten: Ort und Datum der Ausstellung, .den Namen des Händlers, die genaue Zahl der Schweine. Werden die Zeugnisse von einem Thierarzt ausgestellt, welcher nicht Kreisthierarzt ist, so muß dessen Unterschrift beglaubigt sein. Gießen, den 15. August 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Jost, Regierungsrath. Gießen, den 15. August 1890. Betr.: Wie vorstehend. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an das Grotzh. Polizeiamt Gießen, an die Grotzh. Bürgermeistereien u. an die Grotzh. Gendarmerie des Kreises. Unter Hinweis auf die vorstehende Bekanntmachung beauftragen wir Sie, die gegebenen Bestimmungen schärfstens zu überwachen. xf- • Jost, Regierungsralh. Betr.: Die Feldbereinigung in der Gemarkung Saasen. Bekanntmachung. Die Verhandlungen über die Aufstellung des allgemeinen Meliorationsplanes für die Gemarkung Saasen liegen zur Einsicht der Betheiligten vom 25. August bis 8. September l. I. auf dem Amtszimmer der Bürgermeisterei Saasen offen, nämlich: 1) die Karte mit Einzeichnung des neuen Wege- und Grabennetzes; 2) die Erläuterungen dazu mit den Beschlüssen der Vollzugscommission in einem Hefte; 3) das Protokoll über die Prüfung dieses Meliorationsplanes durch die LandescaMission vom 4. Juni L I.; 4) die Akten über die geplante Regulirung der Gemarkungsgrenze von Saasen mit: a. Lindenstruth, b. Göbelnrod, c. Harbach, d. Reinhardshain; 5) die Akten wegen Anlage verschiedener Waldtheile zu Feld und umgekehrt. Am 10. September l. I., Vormittags 9 Uhr, wird der Unterzeichnete mit der Vollzugscommission auf dem Bürgermeistereibureau in Saasen zur Auskunstsertheilung und Entgegennahme von Anträgen anwesend sein. Etwaige Einwendungen gegen die vorgenannten Arbeiten müssen bei Meidung späterer Nichtberücksichtigung entweder während obiger Frist schriftlich bei der Bürgermeisterei Saasen überreicht oder in der erwähnten Tagfahrt den 10. September eingebracht werden. Darmstadt, den 11. August 1890. Der Vollzugscommiffär: Nover, Regierungsrath. Gefunden: 1 Taschentuch, 1 Schlittschuh, 1 Handschuh, 1 Milchkanne, 1 Vorhangschloß, 1 Vorstecknadel. Zugelaufen: 1 Hammel. Gießen, den 16. August 1890. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V-: Kraemer. Deutsche- Reich. Darmstadt, 15. Augst. Das Amts blatt des Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz, Section für Justizverwaltung, Nr. 8, enthält Ausschreiben vom 7. August 1890, betreffend die Dienstaufsicht über die Amtsgerichte, insbesondere den amtsgerichtlichen Termins- und Sitzungsdrenst. Neueste Nachrichten. WolffS telegraphisches Torrespondenz-Bureau. Berlin, 15. August. Dem „Reichsanzeiger" zufolge ist beabsichtigt, dem Landtage unmittelbar bei seinem Zusammentritt außer den Entwürfen eines Volksschulgesetzes und einer Landgemeindeordnung für die sieben östlichen Provinzen Gesetze über die Reform der directen Steuern vorzulegen. Hoffentlich werde es auf diese Weise gelingen, diese bedeutungsvollen Reformgesetze in der nächsten Landtagssession zur Verabschiedung zu bringen. Berlin, 15. August. Der jüngst wegen angeblich tödt- licher Körperverletzung verhaftete griechische Journalist, Nicolai des, wurde heute Nachmittag aus der Haft entlassen. Münster, 15. August. Der Anthropolog en-Con- greß wählte Königsberg als Ort für die nächstjährige Versammlung. Flensburg, 15. August. Der Generalstabschef Graf Waldersee ist Vormittags gegen 11 Uhr zur Besichtigung des Manöverterrains hier eingetroffen. Köln, 15. August. In der Nacht brach im Haupt- empsangsgebäude des Centralbahnhofs Feuer aus- um 3 Uhr stand der Dachstuhl in Flammen. Es gelang, den Brand aus den Dachstuhl zu beschränken- um 4 Uhr war das Feuer bewältigt. Der Expeditionsdienst erleidet keine Unterbrechung. Kiel, 15. August. Die „Kieler Zeitung" erfährt aus amtlicher Quelle, das Gerücht vom Abhandenkommen eines Torpedobootes sei absolut unbegründet gewesen. Saßnitz, 15. August. Der Kaiser wurde auf der Höhe von Arkona von dem Kronprinzen und dem Prinzen Eitel- Fritz und Adalbert an Bord der „Hohenzollern" begrüßt. Nach viertelstündigem Aufenthalt kehrten die Prinzen nach Saßnitz zurück. Varel, 15. August. Als der Groß Herzog von Oldenburg auf der gestrigen Besichtigungstour in einem Vierspänner durch das Münsterland fuhr, wurden bei der Stadt Frisoythe die Pferde unruhig und drängten den Wagen in den Chauffeegraben, wo er umstürzte. Der Großherzog blieb unverletzt, Oberschloßhauptmann Freiherr von Heimburg brach das linke Handgelenk, das übrige Gefolge ist unbeschädigt. Die Fahrt wurde mittelst Privatfuhrwerks fortgesetzt. Metz, 15. August. Nachdem die Kriegergräber am frühen Morgen von 30 Vereinen mit Kränzen geschmückt worden waren, wurde Vormittags in der Schlucht von Gravelotte eine erhebende Gedenkfeier an die Metzer Schlachten abgehalten, wobei Oberregicrungsrath von Kramer eine begeisternde Rede hielt. Die Stadtbewohner hatten sich mittelst Extrazugs über ArS sehr zahlreich ein^ gefunden. Hamburg, 15. August. Heute Mittag 12 Uhr fand durch den Bischof von Osnabrück die feierliche Grundsteinlegung der neuen katholischenKirche in St. Georg statt. Wien, 15. August. Der Handelsminister verfügte eine siebentägige Beobachtung für Schiffe aus den spanischen Mittelmeerhäfen und den spanischen Häfen westlich von Gibraltar. Wien, 15. August. Das „Fremdenblatt" bezeichnet die Reise des Kaisers Wilhelm nach Rußland als ein Friedenssymptom, das nicht ohne Einfluß aus die Ausgestaltung der Verhältnisse Europas sein werde. Der Kaiserbegegnung in Rußland folge die Begegnung mit dem Kaiser von Oesterreich in Schlesien, die gleichfalls als werthvolle Bekräftigung der Erhaltung der Völkerruhe erscheint, wobei sich Reflexe der Begegnung in Rußland selbstverständlich geltend machen dürsten. Wien, 15. August. Der Botschafter Prinz Reuß ist zurückgekehrt und hat die Geschäfte wieder übernommen. Ischl, 15. August. An dem Diner in der Kaiser- Villa um 4 Uhr nahmen das Kaiserpaar, der König und der Thronsolger von Rumänien, die Prinzessinnen Gisela, Elisabeth und Augusta von Bayern, die Würdenträger und das Gefolge Theil. Um 6 Uhr unternahmen der Kaiser, der König von Rumänien und der Thronfolger eine Spazierfahrt noch Goisern und wohnten um 7 Uhr der Vorstellung des „Zigeunerbaron" bei. Paris, 15. August. Der „Temps" will wissen, daß der amerikanische Gesandte dem Minister Ribot eine nicht officielle Note zukommen ließ, worin Ersterer, ohne sich auf Einzelheiten einzulassen, erklärt, daß die amerikanischen Consuln übereingekommen seien, der amerikanischen Regierung eine Erklärung zu übermitteln, worin sie um Erleichterung gewisser Formalitäten in der Anwendung der Mc Kinley- Bill nachsucheu. Paris, August. Es verlautet, die Regierung beabsichtige, demnächst die Herabsetzung des gesetzlichen Zinsfußes von 5 aus 4 pCt. vorzuschlagen. Paris, 15. August. Der Prinz von Wales ist gestern Abend in Calais gelandet und hat sofort die Reise nach Frankfurt und Homburg fortgesetzt. — Carnot begibt sich Montag nach La Rochelle zur Einweihung des neuen Hafens und kehrt Mittwoch nach Fontainebleau zurück. — Heuie sind zur Feier des Napoleonstages eine Anzahl von Banketten organisirt. Dem Hauptbanket im Saale Wagram präsidirt der ehemalige Präsident des Staatsraths Boinvilliers als Delegirter des Prinzen Victor. Paris, 15. August. Den Morgenblättern zufolge wäre zum Commissär für Festsetzung der Grenzen im östlichen Sudan der Sectionsches des Colonialamts, Haußmann, ernannt worden. London, 15. August. Dem Parlamente ging die diplomatische Conferenz zwischen England und den Vereinigten Staaten betreffs der Beringhsmeer-Frage zu. Salisbury protestirt hiernach gegen die Beschlagnahme und Vertreibung englischer Fischerboote, widerlegt die amerikanischen Ansprüche und gesteht Amerika dort gleiche Gerichtshoheit zu,- wie England sie Rußland zugestanden hat. Er schlägt die Regelung der Angelegenheit durch ein Schiedsgericht vor. London, 15. August. Im Unterhaus erklärte Fer- gusson, daß das englisch-portugiesische Abkommen noch unter Erwägung stehe. Er hoffe, man stehe am Vorabend einer befriedigenden ehrenvollen Lösung. Rom, 15. August. Heftiger ©türm und Hagelschlag verheerten gestern Nacht einen großen Theil der Umgegend von Pavia. Fünfzehn Ortschaften wurden betroffen; die Reisfelder sind vernichtet. In der Provinz Mantua wurden 4 Ortschaften vom Hagelschlag heimgesucht. Der Schaden ist bedeutend. Durch entwurzelte Bäume sind mehrere Personen verletzt worden. Neapel, 15. August. Gestern Vormittag stürzte die Bad e- anstalt am Strande Marinellas ein- gegen 100 Personen sielen ins Wasser, von denen zwei ertranken- eine wurde verwundet, die übrigen gerettet. Brüffel, 15. August. Der „Resorme" zufolge bringt Janson beim Wiederzusammenrritt der Repräsentantenkammer einen Antrag auf Revision des Artikels 47 der Verfassung zur Erweiterung der Grundlagen des Stimmrechts ein. Madrid, 15. August. In den Provinzen Alicante, Badajoz, Toledo und Valencia kamen gestern 55 Cholera- Erkrankungen und 26 Todesfälle vor. — Einer Meldung aus Tanger zufolge erlitt das Heer des Sultans von Marokko den Berbern gegenüber bei Mequinez eine Niederlage. Die Berber machten sich zu Herren von Mequinez und schnitten die Arriöregarde des Sultans ab. Madrid, 15. August. Die Cholera ist in der Provinz Badajoz fast erloschen, dauert aber in den Provinzen Alicante und Valencia fort. Im Gesängniß von Valencia, wo 1500 Verurtheilte sind, kamen heute zwei Cholerafälle vor, von denen einer tödtlich verlief. Sofia, 15. August. Aus dem gestrigen Bankett in Widdin hielt Prinz Ferdinand eine Ansprache, in welcher er die guten Beziehungen Bulgariens zu den Souveränen hervorhob und auf den Ruhm, die Größe und den Fortschritt des Vaterlandes, sowie auf dessen treue Diener und die tapfere Armee toastete. Petersburg, 15. August. Zum Empfange des Kaisers Wilhelm ist in Reval ein russisches Uebungsgeschwader ein- gerroffen, welchem nächster Tage sechs weitere Kriegsschiffe sich anschließen. Athen, 15. August. Kaiserin Friedrich verweilt hier noch längere Zeit. Das Befinden der Kronprinzessin ist sehr befriedigend. Die Taufe des Sohnes des Kronprinzen findet am 18. August durch den Metropoliten von Athen statt. Die Minister und das diplomatische Corps werden zu derselben eingeladen. Der König wird kurz nach ber Taufe eine Reise nach Kopenhagen, Berlin, Wien und Paris antreten und vor den Wahlen im October hierher zurückkehren. — In Folge anhaltender Hitze ist eine bedauerliche Dürre eingetreten. Buenos Ayres, 15. August. Deo Finanzminister erklärte, er werde von der Emission neuen Papiergeldes absehen. Melbourne, 15. Autzust. (Meldung des Bureau Reuter). Die Offiziere der Handelsmarine stellten in Folge von Meinungsverschiedenheiten mit den Rhedern, die sich weigern, ihre Vereinigung anzuerkennen, den Dienst ein. Es wird befürchtet, daß der Handel im Hafen von Melbourne vollständig lahmgelegt werde. In den Häfen von Sidney, Brisbane und anderen Orten ist die Lage ebenfalls ernst. Darmstadt, 16. August. Seine Königliche Hoheit der Großherzog reist heute mit dem Erbgroßherzog zum Empfang des Kaisers nach Narwa. focokf «nd provinzielle» Gießen, 16. August. — Der von den Lehrern und Schülern lang ersehnte Samstag ist da, unsere höheren Lehranstalten haben ihren Unterricht für das Sommersemester heute Morgen um 10 Uhr geschlossen. Wir sahen um diese Zeit recht viele fröhliche Gesichter nach Hause eilen, bemerkten aber auch hier und da manches betrübte, dessen Censur wohl die Ursache gewesen sein mag. Möchten diese die langen Ferien nicht ausschließlich der Erholung, sondern auch der Wiederholung des gehabten Pensums — wenn auch nur eine Stunde täglich — widmen, damit sie um die Weihnachtszeit ihre Eltern mit einem besseren Christgeschenk erfreuen können. — Wie aus dem Jnseratentheil ersichtlich, ladet der Schützenverein Gießen seine Mitglieder auf nächsten Dienstag Nachmittag zu einem kleinen Preisschießen ein. Der zu Besuch in vergangener Woche hier weilende Schütze W. Ehren- ford aus San Franzisko hat dem Gießener Schützenverein bei Gelegenheit eines gemüthlichen Beisammenseins hier im Schützenhaus einen Werthpreis gestiftet mit dem Wunsche, denselben am 19. August er., als an seinem 63. Geburtstage, mit einer Ehrenscheibe unter den Mitgliedern des hiesigen Schützenvereins herauszuschießen. Bei dieser Gelegenheit hat sich genannter Herr über die Anlagen des hiesigen Schützenvereins sehr lobend und anerkennend ausgesprochenes dürfte dieses Urtheil einen um so günstigeren Eindruck machen, als Herr Ehrensord ein alter bewährter Schütze und Ehrenmitglied einiger amerikanischer Schützenvereine ist. Möchten deshalb die Mitglieder des Gießener Schützenvereins für die Zukunft den Schießplatz recht häufig benutzen, um demnächst auch einmal als Schützenkönig von einem deutschen Schützenseste heimzukehren. Butzbach, 14. August. Gestern Morgen gegen 7 Uhr brach in einem der Frau Wittwe I. H. gehörigen Hause in der Badbrunnengaffe Feuer aus, das, Dank den ungeheuren Anstrengungen aller hiesigen und auswärtigen Löschmannschaften und der Garnison, auf einen kleinen Raum beschränkt wurde, so daß nur zwei Gebäude dem verheerenden Elemente zum Opfer fielen. Der Feuerherd war der denkbar ungünstigste. Unsere gesammte Feuerwehr war sofort zur Stelle und es gebührt ihr Dank und Anerkennung, aber auch unserer braven Garnison, die mit allen entbehrlichen Mannschaften ebenso schnell auf der Brandstelle erschienen war und kühn und unermüdlich das entfesselte Element bekämpfen half. — Unsere hier garnisonirenden Leib-Dragoner- Escadrons werden uns am 16. August früh Morgens verlassen, um sich zum Regimentsexerzieren bei Darmstadt zu begeben. Während der Dauer derselben werden die Escadrons und zwar bis zum 3. September im Griesheimer Barackenlager einquartiert - sie kehren dann wieder nach Butzbach zurück, um am 6., 7. und 8. September hier zu verbleiben und dann an den in Oberhessen stattfindenden Manövern theilzunehmen, von wo sie am 23. September wieder nach hier zurückkehren. Trais-Horloff, 14. August. Der seit dem 7. d. Mts. vermißte G., von dessen Verschwinden ich Ihnen berichtete, ist heute Nacht 1 Uhr wieder in seiner Wohnung angekommen. Seiner Aussage, nach weiß er selber nicht, wo er herumgewandert ist. Er hat zuletzt .‘in der Gemarkung Feldheim unter einem Haufen Korn gelegen. Wie er dahin gekommen ist, weiß er auch nicht. + Lauterbach, 15. August. Heute wurde dahier der Großh. Kreisarzt i. P., Medicinalrath Dr. Sartorius, zur ewigen Ruhe gebettet. Der Dahingeschiedene war ein sehr tüchtiger Arzt und betrauern ihn sehr Viele, welchen er geholfen hat. Er war sehr liebreich gegen seine armen Mitmenschen, welche er heilte ohne ihnen etwas abzunehmen. Sein hohes Alter, 78 Jahre, zwang ihn, in den letzten Jahren von der ärztlichen Praxis abzustehen. Ein großer Leichenzug von ca. 300 Personen zeugte von der großen Anhänglichkeit. Friede seiner Asche! VevMtschtes. * — Frankfurt a. M., 15. August. Unser Zoologischer Garten, der gestern sein 32. Stiftungsfest feierte, war gestern Abend das Ziel vieler Tausende. Das Gesellschasts- yaus prangte in bengalischer Beleuchtung, im Garten con- certirten zwei Kapellen und eine große Schaar fröhlicher Menschen erging sich in den dichten, prachtvollen Laubgängen. Es war ein anziehendes Bild: diese vielen Lichter, die zahlreichen Hellen Sommertoiletten der Damen, das dunkle Grün der Bänme, dazwischen die lustigen Weisen der Musik, das Lachen der Besucher, das Jauchzen der Kinder. Den Hauptanziehungspunkt bildete wie. immer das Feuerwerk, das diesmal dadurch ein besonders Interesse gewann, daß, als Nr. 6 vorgesehen war: Inmitten eines lebhaften Bombardements erscheint das mit Lorbeeren und Rosen geschmückte Bildniß des Herrn Dr. Miquel in einem Rococorahmen, iw farbigen Lichtern dargestellt- dazu zwei Batterien römischer Lichtersterne, welche sich in der Lust öffnen und bunte Sträußchen aussenden. Daß diese Nummer gefiel, bekundeten die zahlreichen Ahs und Bravos aus der Zuschauermenge und in der That, das Arrangement war vortrefflich. Aber auch die übrigen Darbietungen des Höchster Pyrotechnikers^. Herrn G. Wassem, durften sich sehen lassen. Das Bouquet von 150 Raketen, der Feuerregen vom Thurm, die bengalische Beleuchtung der Burgruine u. a. m. boten dem Auge einen mehr als alltäglichen Genuß. Das Fest war erst gegen 1/212 Uyr beendet. Die Besucherzahl wird auf mehr als 6000 geschätzt. Kandwirthschastliche Umschau. A A«S Oberheffen, 15. August. Wir sind in der Mitte des August ängelangt, aber die Erntearbeiten haben wahrend dieses halben Monats wenig gefördert, denn eine Gewitter- und Wolkenbruchperiode liegt hinter uns, wie sie glücklicherweise nur selten vorzukommen pflegt und die das Arbeiten auf dem Felde schwierig machte. Zu Anfang des Monats waren es die südlichen Provinzen unseres Landes, welche von Blitz, Hagel und Sturmwinden durchtobt wurden; vom 9. d. M. an wurde aber auch unsere Provinz in Mitleidenschaft gezogen und die Unwetter hausten,, daß man glauben konnte, wir seien in die Tropen versetzt worden. Mehrere Tage lang waren keine Erntearbeiten zu unternehmen, es war ein Kampf mit den entfesselten Elementen, die die Gottesgaben zu verschlingen drohten. Ein sonderbar Jahr ist das 1890er! Immer sieht der Land- wirth, der Winzer, der Gärtner die Bodenerzeugnisse in selten schöner Entwickelung vor sich stehen und wie er darnach reichen will, kommt ein neidisches Geschick und rückt die Früchte seines Fleißes wieder in die Ferne. So geht es seither mit Weizen und Gerste, die man nach Hause schafft, auch wenn sie nicht hinreichend getrocknet und dürre geworden sind. Muß man nicht riskiren, sie ganz zu verlieren r Also lieber ein halbes Et, als eine leere Schale. Die Drusch^ resrrliate beider Fruchtgattungen sind brrrcharrs befriedigend $ schade daß Kern und Mehl durch das ekliae Regenwetter an Qualität einbüßen mußten. Der Hafer ist inzwischen reif geworden; er liegt fast glatt auf die Erde gedrückt und der Wiederwachs steigt daraus in die Höhe. Doch der Hafer ist ein robuster Geselle, ihm schaden einige Stöße nicht so leicht. Von den Kartoffeln muß leider gemeldet werden, daß sie durch die Nässe stark gelitten haben. Bei so feuchtwarmem Wetter schießen die Pilze milliardenmäßig auf und verderben Stengel und Knollen. Die Kartoffel muß im August, besonders in der ersten Hälfte, warm und trocken haben, sonst wird sie gertngwerthig. Nur in ganz leichtem Sandboden bleiben sie gesund; aber: „wenns geräth im Sand, gibts Theuerung im Land", heißt eine Bauernregel für nasse Jahrgänge. Man findet überall kranke Kartoffeln in kräftigen Böden. Bei den Gemüsepflanzen sieht es besser aus; ihnen schadet der Regen weniger. Nur die Gurken, mitunter auch Bohnen haben nahezu eine Mißernte zu verzeichnen. Die Ranken der Gurken sind mit Mehlthau überzogen oder liegen krank und unthätig auf dem Boden. Für das Obst sind die stürmischen Tage des August sehr von Nachthell gewesen. Nicht blos, daß die Früchte herabgeschüttelt wurden,, die schwerdeladenen Aeste brachen nieder und sogar ganze Bäume wurden ausgerissen und vernichtet. Sieht man von diesen Beschäm digungen ab, so ist zu bemerken, daß das Obst hinsichtlich seiner Quantität und Größe Fortschritte gemacht hat; aber Wärme und Sonnenschein sind nöthig, wenn es auch qualitativ genügen soll. Die Firitergewüchse aller Art, altz: Weiße und gelbe Rüben, Dickwurzeln, Klee und Gras haben verhältnißmäßig am meisten durch das feuchtwarme Wetter gewonnen; ihre edlen,Eigenschaften müßte aber die August- und Septemberfonne noch bringen. Heute scheint ein Umschlag in der Witterung eingetreten zu fein;, wir haben Nordwind, es ist rauh geworden. Heute sind aber auch die 7 Wochen der Siebenschläfer herum, auf deren Tag (27. Juni) es heftig regnete !„ Anhaltend gutes Wetter ist unbedingt noch nöthig, wenn die Halmfrüchte vollends unter Dach gebracht werden sollen! Hoffen wir, daß es besser werden wird! Was verdorben ist, läßt sich nicht mehr verbessern; aber was noch nicht geerntet ist, d. h. das Meiste verdient eine gute Bergung. SchiffrnaLhrkhten. Bericht der D««tsch.A»stratischen Dampsschiffs>«esellscha?t in Hamburg für 1890« Dampfer „Barmtn" von Australien nach Hamburg, hat am 19. Juli die Rückreise von Sydney angetreten. Dampfer „Chemnitz" von Hamburg nach Australien, am 18. Juli von Suez weitergegangen. Dampfer „Elberfeld" von Hamburg nach Australien, am 22. Juli in Adelaide angekommen. Dampfer „Erlangen" von Australien nach Hamburg, am 24. Juli von Colombo weitergegangen. Dampfer „Essen" von Australien nach Hamburg, am 21. Juli, von Port Said weitergegangen. 8 > Dampfer „Solingen" von Hamburg nach Australien, am 30. Juli von Antwerpen weitergegangen. Dampfer „Sommerfeld" von Hamburg nach Australien, wird am 20. August die Reise antreten. Der Postdampfer „Rhynland" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 14. August wohlbehalten in Newyork anaekommen. Verkehr, £auö< unö Votkrwirthschaft. Gießen, 16. August. (Marktbericht). Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. 1,10—1,15, Hühnereier 1 St. 6,-2 St. 11 H, Enteneier 1 St.--2 St. - Käse pr. St. 4—7 Käsematte pr. St. 3 Erbsen pr. Liter 16 Linsen pr. Liter 26 H, Tauben pr. Paar 0,60—0,70, Hühner pr. Stück JL 0,90—1.30, Hahnen pr. St AL 0,55—0,90, Enten pr. Stück AL 1,40-1,60, Ochsenfleisch pr. Pfd. 70—74 H, Kuh- und Rindfleisch 60-64 H, Schweinefleisch 68-70 H, Hammelfleisch 50—68H, Kalbfleisch 56—60 Kartoffeln pr. 100 Kilo AL 5,00—9,00, Weißkraut pr. St.---Ä, Zwiebeln per Centner AL 6,00—7,00, Milch per Liter 12—18 H. — Lauterbach, 14. August. Auf bemheutigen Vtehmarkte waren angefahren ca. 220 Stück Rindvieh und 370 Schweine. Durch den Schottener Sommermarkt war der Handel sehr beeinträchtigt. — Für die durch Hagelschlag Beschädigten in Königsberg gingen ferner ein: Von der Knobelgesellschaft im Cafö Leib 2 AL, B. Lenz 2 AL, F. Eurich, Frankfurt a. M., Brauerei Essiahaus 10 AL,. Tribus & Sundheim 20 AL, Stgm. Reinach 1 AL, L. W. 1 AL, B. H. 2 AL, Metzger Meister 20 AL, C. Schwan fen. 10 AL Zusammen 68 AL Jnsgesammt nunmehr 269 AL Für den bedürftigen Conrad Röhrsheim in Crumbach gingen ferner ein: Von H. W. 0.50 AL, C. H. 3 AL, ,E. R. 2 al» F. Eurich, Brauerei Efsighaus, Frankfurt a. M. 2 AL, L. W. 1 AL, S. F. 3 AL, Schm. 3 Au, 23. 1 AL Zusammen 15.50 AL Jnsgesammt nunmehr 29 AL Weitere Gaben nimmt gern entgegen Die Expedition des „Gießener Anzeiger". Von Herrn Pfarrer v. Andel in Königsberg abquittirt: Von. Herrn Pfarrer Dr. Haupt in Gießen 6 AL erhalten. ZÄ-W jial-lbst. wVf HÄ« ffl Helma. • jSfa* * 24 3* .SS 51 Jahre alt, @nfriib Wf M--l TM W köpf dahier. 10. Hausbmfche JohM Mel, geb. Mel dahier. W alt, Tochter von Ba Förster, geb. Schatz' Forster zu WM von Gleiberg. 14 E I Wegen Von Montag den 18. Gießen, b ( Kriimi Berste, bei derSta Montag den 2! den 26, iMmol von Vor Wl bas Grummel scheu Wiesen unb steigert werben, un fc/ag ben w ben Wiesen v am Neuenwegntho «en, Mseäthl Kuch,uml0^Uh ^ünstag der M ben Ochsemvief Mzenmorgen, Ul W und Strangs ‘ Uhr von ben 9 markung Mgen- von ben Wiesen > n Men» K Nifi am - Dienstag den A Mnnnchn. ®lefa, den 15 •* «Ä, „Kill, 'N btt ? köt" '&1 r KcretSr- u Waffe -r'ILr» leit 12 lOrirW*2. Kelter (Obstpresse) zu verkaufen. 6767 Marburgerstratze 44. 6775] Ein Mädchen empfiehlt sich zum Flicken. Näheres bei Frau Hüttenberger, Seltersweg 52. Commis gesucht 6793] Ein tüchtiger junger Mann der die Eifenbranche gründlich versteh^ wird gegen gutes Gehalt per 1. October gesucht. Offerten unter J. 10 befördert die Expedition dieses Blattes. Weisender sucht. Offerten unter L. luO an die Exped- d. Bl. erbeten. 6785] Gesucht ein zuverläss. 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Krautze, Musikdirector. 161.901 Bochumer GußstahlacLtev Tendenz sehr fest. welcher in bmm Gießen, de Der Rechne Kranbauer, Zahlmeister. Laber, W., Stadtrath. Laber, W., Spenglerineister. Lott, Canzleidiener. Mayer, Postsecretar. Moll, Rathsdiener. Schmall, Stadtrath. Schmitt, K., Kaufmann. Schoybach, Stadtrath. Seidewand, Schuhmachermeister. Vigelius, Schuldirector. Wagner, Cassierer der Gewerbebank. Cursus in Filigran-Arbeiten ergebenst einzuladen und sind geschätzte Anmeldungen an Herren L Relnach & Co. zu richten. — Beginn des Cursus wird bekannt gemacht. Ottilie Blankenburg. Nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause (Bahnhofstraße Nr. 57) aus statt. Zusammenkunft 2V3 Uhr Nachmittags auf dem Lenz'schen Felsenkeller. [6773 B der m k Rchnuiig der \ 6814] Kleines Logis zu vermiethen. Krofdorferstraße 17. Von -er Meise zurück. Dr. Haupt Sick-Nr. 1. Kchoomu 2, Ausstände o 3. Bckrätze de 4. KiMzinst 5. Proceßloste tz. Beitrag ai 8, Eriatzposte' 12. Zurückemp Revidirt, vl eine Aenderung e Darmstad Großh 173 001 DiSconto-EoM.-Authelle 105.50 Stadt Marburg Sonntag den 17. August: In Gemäß! ^lovmMlordM Kenntniß gebrach, ließen, b ie5 Provtzi- Bürgergesellschaft. r r. ^brsen-Wochenbericht de- Herrn E. Waffersch- "bsu mußte wegen Raummangel für die nächste Nummer Zurückbleiben. Aermielyungen. 6763] Schöne Wohnung, 4 Zimmer mit Wasserleitung rc., per 15. September zu vermiethen.____Grünbergerstraße 27. 6777] Wohnung, 3—4 Zimmer, zu ver- DtSconto-Eomm. Darmstädter Bank-Act. Dresdener Bank-Act. Berliner Handelsges. Oesterr. Credtt-Act. Wiener BankoereinS-Act. Oesterr. EtaatSbahn Lombard. Eisenbahn Bolenlohn Mr Burec Erbauung straßen . Uneinbiino Ausgeliehei Gleichzeitig empfehle ein gutes Glas Aetienbier ä 10 Pfg. Zu zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein Carle« 16. 17. 18. 4 pCt. Reichsanleihe 3Vi , , 4 , Preuß. ConsolS BVi , , , Wirthschafts - Eröffnung. Einem hiesigen sowie auswärtigen Publikum die ergebene Anzeige, daß ich unter Heutigem Neustadt Nr. 79 (am Oswalds Garten) eine Wirtti^eisaO eröffnet habe, und wird es mein Bestreben sein, durch gute und aufmerksame Bedienung meine werthen Gäste zufrieden zu stellen. 3WK* Vorzügliches Pilsener Bier aus der Brauerei der Herren Gebe. Röhrle. Um geneigten Zuspruch bittet Geschäfts-Empfehlung. Einem geehrten Publikum von Lollar und Umgegend die ergebene Mittheilung, daß ich neben meiner Wisthschaft, die ich in gleicher Weise wie seither weiter betreibe, ei« Speeereigeschaft mit dem heutigen Tage eröffne. Indem ich für gute Maaren und reelle Bedienung bestens sorgen werde, bitte um geneigten Zuspruch. 6764 Hochachtungsvoll H. Geissler VI., Lollsr. Heirath! aus bester Familie mit 30,000 jt Vermög , wünscht sich zu verheir. Nicht anonyme Anerbiet, unter M. 3870 an »General- Anzeiger", Berlin SW. 6L [6780 Steins Garten. Sonntag, den 17. August: Restauration in -em noch festlich deeorirten Saale CorrrsÄericht 00« E. Wasserschieben, Bankgeschäft. GtamSfvfttar Vbrfs vo» 16. Augnst 1880, Gchlutzeouri- 1 Uhr 15 Min Telegraphischer Leurttericht btt Berliner Börse vom 16. August 1890. Oesterr. Credttactieng Oesterr. StaatSbahn-Acti« Dortmunder Union-Acttev Darmstädter Baukaettev 4°0 Nassauer von 1858. Der Rest dieses Anlehens ist per Octol>er 1890 gekündigt worden. Wir nehmen die Obligationen heute schon zum Tausch oder zur Auszahlung an. 6787 Schulhof & Comp. „it AurnohlNt gRontag»- ——— Die Men" ff» beigele^ W Iweig-cheschäfte in: £ Gießen, Frankfurt a. M. (2 Gesch.), Aachen, München, Cöln, Dortmund, Crefeld, Düffel darf, Elberfeld, Fulda, Kreuznach, Alsfeld Wiederverkäufe? erhalten Rabatt. bei & ln den [Eh, LdL: An « 6798] Ein kleines Logis (nach hinten gelegen), von zwei Zimmern und einer Kammer (auch ohne diese), zu vermiethen- Ehr. Wallenfels, Marktplatz. 6796] Familien-Wohnung per 15. September zu vermiethen. E. LeiSler, Neuenweg, Ecke Weidengasse. 6801] Ludwigspl 3 sind 3, a- Wunsch auch 4Zim. i. Nebenb-, nebst Wasser!., Zubehör u.Bleichpl-,zu verm. Näh das, im 3. Stock- 6794] Zwei ineinandergehende möblirte Parterreztmmer sofort zu vermiethen. Löberstraße 15. örbacxwiv, C — nuu u>. Verlag der Brühl'schm Druckerei (^r. Ehr. Pietsch) in Gießen. Die heutig« Rümmer umfaßt 8 Seiten. An die Bewohner Gießens! Am 2. September d. I. sind es 20 Jahre, daß sich bei Sedan die großen Ereignisse vollzogen, welche uns ein geeintes Vaterland brachten. Nur noch wenige unserer hervorragenden Führer aus dieser großen Zeit weilen unter uns. Allerorten regt und rührt es sich, den Tag, wie es ja schon unser Heimgegangener großer Kaiser Wilhelm wünschte, zu einem nationalen Festtage zu machen. Das unterzeichnete Comite, welches sich zur Feier dieses Tages auch in unserer Stadt gebildet hat, bittet die Einwohnerschaft, sich an der Feier recht zahlreich zu betheiligen. Um die Kosten zu decken, circulirt eben eine Sammelliste, welche hiernrit recht warm empfohlen wird. Das Gönnte möchte den Tag zu einem richtigen Volksfeste machen, zu welchem Jedermann unentgeltlich Zutritt hat. iol-mdm Tag erM „Geld gespart, iß Geld verdient!" 4. Durch den enormen C 0 n s u m unserer vielen Filialen sind wir in der Lage, fäinmtliche Schuhwaarcn X Weit billiger als jede andere Correurrerrz der- kaufen zu können. Ein Preisverzeichniß zu veröffentlichen, ist bei der Reichhaltigkeit unseres Lagers nicht möglich. Wir empfehlen alle erdenklichen Sorten: Schnitt-, Knops- und Hackenstiefel, Tanzschuhe, Hausschuhe, Krame- • uadeuschllhe und Segeltuchschuhe für Damen, Herren und Kinder zu staunend billigen Preisen. ▼ tiMF* Selbst der allerbilligste Stiefel ist von tadelloser Güte. Die Meise find streng fest, aber sehr billig. T Für Damen steht ein Scparat-Anprobe- zimmer zur Verfügung. 6821 JV. Reiss ♦ Frankfurter Schublager । Giessen ▲ ^Hrlegerverein Giessen Montag den 18. August 1890, Abends 8 Uhr: Gedächtnissfeier der Schlacht bei Gravelotte. Zusammenkunft mit Familie auf dem Lenz'schen Felsenkeller. Musikalische Abendunterhaltung.___ Schützenverein Gießen Die Mitglieder werden auf nächsten Dienstag den 19. August, Nachm. zu einem kleinen Preisschiessen eingeladen. Eröffnung 3 Uhr. Nach Schluß des Schießens: Geselliges Beisammensein im Vereinshaus. 6795] Zwei schön möblirte Zimmer mit guter Bedienung sofort zu vermiethen, daskeine mit Cabinet. Ostanlage, Wiesensir. 2, III. St. 6790] Ein kleines möbltrtes Zimmer mit Kost zu vermiethen. Lindenplatz 7. 6778] Ein möbl. Zimmer zu vermiethen. _____________________Bahnbofstratze 49. 6784] Out möbl. Zimmer zu vermiethen. _ Seltersweg 71 im 3. Stock. 6769] Zwei Zimmer mit Zubeh. sofort zu vermiethen.___Neuenweg 58. 6768] Zwei hübsche Mansardenzimmer per 1. October an eine einzelne Person zu vermiethen ________I. Seeger, Neuen Bäue 5. 6762] Möbltrtes und unmöbl. Zimmer m vermiethen.______Bahnhofstraße 56. 6^11] Mövltrtes Zimmer mit ob. ohne Cabinet zu vermiethen. Mäusburg 7. 6804] Laden zu vermiethen in der Ludwigstraße 28. Wilh. Seipp I. 6788] Ein stud. ertheilt Privat- stunden in allen Fäch rn, auch Hebräisch. Zu erfragen in der Exped d. Sl- 6802] Gründlichen Unterricht im Schönschreiben, sowie Nachhilfestunde« in den Elementarfächern ertheilt _____KarKFranz, Reallehrer. 6803] Gegen mäßiges Honorar werden von einem stud. phll. Privat« resp. Nachhilfestunden in allen Fächern er- thetlt. Zu erfragen in der Exped- d. Bl. 6807] Ein stud. phll. ertheilt während der Ferien Nachhilfeunterricht in allen Nealfächern. Wer? zu erfragen in der Exp d Bl. Während der Herbstsericn, am 18. August beginnend, ertheile ich Privat- und bezw. Nachhülfeunter- richt im Franz., Englischen und in sonstigen Schulfächern gegen mäßiges Honorar Lehrer W. Plant, 6600 Ludwigsplatz 14. 107 00 99 40 106.50 9950 4 pCt. Ungar. Goldrente 5 „ Italiener Rente Oesterr. Silberrente! Ruff. Orient in. 9050 95 40 79.00 76.80 . 225 80 Buschtherader 414 75 «•SXfc, 1hl 80 Elbethal-Bahn-Act. 210.62 163.00 Gotthard-Bahn-Act. 165 90 Tonnen?' ^ieg 17210 Schweizer Nordost 147.80 Wf S! Di- 275 62 „ West 94 00 ' W°r,h u. 107 00 Gelsenkirchener 179.50 -oerlin oejpnyf । 209.87 Ver. Kön.- und Laurahütte-Act. 153 00 129.25 Oesterr. Alpine-Montan 87 20 “, 8 Ehr,