Nr. 241. Dn Gießkner Avzeigrr rrlchrmr r«glich, w*t Ausnayme M MonlogS. Bit Gießener |6e«f.Heti8C6((tt akrbni dem Anzeiger «Schentlich dreimal heigelegt. Donnerstag den 16. October 1890. .. reßener Anzeiger Kenerat-Anzeiger. Bierteljähri-ger Avo«neme«Ls preis» 2 Maik 20 Pfg. vnR Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pf,. Redaktion, LxpedNirw und Druckerei: ZchvtSrsße -Ar.-S. Fernsprecher 51 Amts- unb Anzeigebtatt fttr den Nveis Wkeszen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den felgenbtn lag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. Gratisöeitage: chießmer Aarmlierrökatter. -x—' .......... 1- -J21LL—* Alle Annoncen-Bureaux deS In« und Auslandes nehm«« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. —MWWWWW-WMW-W— AwtlZchev Ehe». Bekanntmachung, Waffergenoffenschast Langsdorf betreffend. Nachdem Großh. Ministerium des Innern und der Justiz mit Verfügung vom 16. v. Mts, zu Nr. M. I 24075 dem Statut der rubr. Wassergenoffmschast die Genehmigung ertbeilt hat, wird in Gemäßheit des Art. 38 des Gesetzes vom 30. Juli 1887 nachstehender Auszug aus demselben unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß das Statut mit seiner Verkündigung in Kraft tritt. 1) Name der Genossenschaft: Waffergenoffenschast Langsdorf. 2) Sitz derselben: Langsdorf. 3) Gegenstand des Unternehmens: Entwässerung der Flur XII der Gemarkung Langsdorf 4) Die von der Genossenschaft ausgehenden Bekanntmachungen werden unter der Bezeichnung: „Waffer- genossenschaft Langsdorf" im Kreisblatt für den Kreis Gießen bekannt gemacht und vom Vorsteher unterzeichnet. Gleichzeitig wird Tagfahrt zur Wahl des Ge- nossenschaftsvorstandS auf Freitag den 31. October l. I . Nachm. LVr Uhr, in das Gemeindehaus zu Langsdorf anberaumt und zu derselben die GeneraiVersamMlung der Genossenschaftsmitglieder hierdurch einberufen. Gießen, den 12. October 1890. Großherzoaliches Kreisamt Gießen. v- Ga gern. _ Bekanntmachung. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß aebracht, daß das 1. Bataillon Jnf.-Regts. Nr 116 am 21. October l. I. von 9 Uhr Vormittags bis 4 Uhr Nachmittags auf der Schaf- weide bei Wismar eine Schießübung mit scharfen Patronen abhalten wird. Die Schußrichtung läuft vom Bogen der Lahn her in nordwestlicher Richtung gegen die Teufelsberge. Es wird daher gewarnt, das. Feld und den Wald 4000 Meter nordwestlich der Schafweide, speciell die von Wrsmar nach Crumbach, Kirchners, Salzböden führenden Waldwege, sowie die über die Teufelsberge führenden Feldwege zu betreten. Sodann wird das Betreten der Straße Ruttersyaufen-Wlsmar untersagt. , Gießen, am 13. October 1890. Großherzogliches Kreis amt Gießen, v. (Sagern. Bekanntmachung. Wegen Chausfirung des Warthweges vom Tonnenschuppen aufwärts ist der Verkehr daselbst für Fuhrwerke, Reiter und Viehtrieb bis auf Weiteres untersagt. Gießen, am 14. October 1890. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Bekanntmachung. Dem geprüften Hufbeschlagmeister Ernst Kliemchen aus Dresden wurde die Stelle eines LrhrschmiedeA an Großh. Veterinäranstalt dahier übertragen und dieselbe von ihm heute übernommen. Gießen, am 14. October 1890. Die Direction Großh. Veterinäranstalt. Pros. Dr. Pflug Bekanntmachung. Die Heberollr über die Beiträge zur -wb und forstwirtschaftlichen BerufSgerroffenfhruf liegt von heute an während vierzehn Tagen aus der unterzeichneten Bürgermeisterei zur Einsicht offen. Innerhalb einer weiteren Frist von zwei Wochen nach Ablaus der Offenlegungsfrist kann der in der Heberolle als beitragspflichtig in Anspruch Genommene gegen die Beitragsberechnung bei dem Vorstande der land- und forftwirthschaftlichen Berufsgenoffenschaft Einspruch erheben (f. § 21 der Verordnung vom 11. Juli 1888, Reg.- Blatt S. 83). Gießen, am 14. October 1890. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen Gnauth. Deutsches Reich. Berlin, 14. October. In seinem nichtamtlichen Theile schreibt der „Reichsanzeiger": Betrachtungen über die Personen höherer Offiziere und Beamten, verbunden mit Vermuthungen über deren fernere dienstliche Verwendung, haben in der Presse neuerlich in Bedenken erregender Weise ; zugenommen. Wenn auch die überwiegende Mehrzahl solcher i Auslassungen sich unschwer als aus Erfindung oder mehr oder . weniger geschickter Combination beruhend Erkennen läßt, so | werden dieselben doch nur zu bereitwillig ausgenommen und weitergegeben. Selbst eipe wohlwollende Besprechung ist unter j diesen Umständen für die Betreffenden fast immer unangenehm. I Offiziere wie Beamte aber stehen, durch dienstliche und persön- dfcmüeton. Moderne Piraten. Nautische Scizze von Friedrich Meister. (Nachdruck verboten.) Es war im Juli des Jahres 1888. Ich befand mich an Bord des Dampfers „Bismarck" auf der Fahrt von Hamburg nach London. ... Ich schritt mit dem Schiffsführer, Capttan Theodor Winzer, auf dem Achterdeck aus und ab- es war gegen Abend des zweiten Tages der Reise und in einigen Stunden mußte der englische Lootse an Bord kommen. Wir redeten über dies und das, hauptsächlich aber über die Seefahrt und über die mannigfachen Erfahrungen, die der Beruf eines Seemannes mit sich bringt. „Der „Bismarck" ist das erste Schiff, das ich als Capi- tän fahre," sagte mein Gefährte, nachdem er einen langen Blick voraus in die dunkelnde Ferne gethan hatte. „Die Londoner Fahrt bringt nicht viel Abwechselung - der Rhederei liegt daran, daß ihre Dampfer möglichst viel Reisen machen, daher muß alles beschleunigt werden, das Laden, das Löschen und die Fahrt. Und so ist meine Aufgabe nur eine einförmige. Meine letzte Reise als Steuermann war aufregender. Lassen Sie sich erzählen. , , . Im Frühjahr vorigen Jahres machte ich mein Schiffer- eramen. Kaurn hatte ich mein Patent in der Tasche, da sah ich mich auch schon nach einer Stellung um. Mein Zeugniß war ein gutes und ich meinte, daß mir die Schiffe nur so zufliegen müßten. Das aber war ein Jrrthum. Die Rheder, bei denen ich ansragte, benahmen sich zwar sehr freundlich und wohlwollend, allein ich erschien ihnen noch zu jung. So verging eine Woche nach der andern und meine Mittel wurden immer spärlicher. Niedergeschlagen saß ich eines Morgens in einem Gasthause am Hasen, wo sich stets eine Anzahl von Capitänen zu versammeln pflegt, um gegenseitig ihre Neuigkeiten auszutauschen. Ich starrte zum Fenster hinaus und grübelte darüber nach, welche Rhederei ich noch mit meinem Anerbieten beglücken sollte, als mir Jemand aus die Schulter schlug. „Hören Sie, Winzer," sagte ein mir befreundeter Schiffer, „Sie wissen hier am Lande ja besser Bescheid als ich, können Sie dem Capitän Hammer nicht einen tüchtigen Obersteuermann nachweisen? Es soll nach dem Schwarzen Meer gehen." Damit stellte er mir den Capitän Hammer vor, einen großen, sehr nett aussehenden und für einen Schiffer sehr gewählt gekleideten Herrn. „Was ist's für ein Schiff?" fragte ich. „Eine Barke von elshnndert Tonnen." Capitän Hammer hatte wirklich ein äußerst angenehmes, männlich kühn geschnittenes Gesicht und dabei ein Paar prächtiger, dunkelblauer Augen. Er maß mich bei der Vorstellung mit einem schnellen Blick von oben bis unten und lächelte mir freundlich zu. Ich dachte einige Secunden nach und dann sagte ich: „Wenn es Ihnen recht ist, melde ich mich selber zu der Stellung." Mein Freund sah mich erstaunt an. „Wollen Sie nicht lieber noch eine Weile warten?" meinte er. „Es wäre doch schade, wenn Ihr Capitänspatent müßig im Kasten liegen sollte." Ich sagte ihm, daß ich lieber mein Patent müßig liegen lassen, als mich selber noch länger müßig herumdrücken wollte, und in zehn Minuten war die Sache abgemacht. Hammer theilte mir mir, daß ein Heuerbaas ihm bereits die Mannschaft an Bord geschickt habe, daß ich also dieser Mühe überhoben sei. „Es ist ein zusammengewürfeltes Volk," lächelte er, „aber ich denke, daß wir sie im Zug haben werden, noch ehe wir Finisterre passiren." liche Rücksichten gebunden, diesem Treiben gegenüber nahezu wehrlos da. Auch die Regierung ist nur selten in der Lage, sich der Besprochenen öffentlich annehmen zu können. Selbst wenn sie sich daraus beschränken wollte, die bezüglichen That- sachen richtig zu stellen, würde sie Gefahr laufen, der weiteren Discussion von Verhältnissen, die ihrer Natur nach eine öffentliche Behandlung ohne Schädigung dienstlicher und staatlicher Interessen nicht ertragen, Vorschub zu leisten und den Schwerpunkt für die Beurtheilung von Personalien mehr und mehr aus den Händen der berufenen Organe in die der Presse gleiten zu sehen. Es ist dringend zu wünschen, daß die Er- kenntniß der schweren Bedenken, welche gegen die angedeutete Tendenz der Presse sprechen, und der ernsten Gefahren, welche für die Disciplin daraus erwachsen können, sich mehr verbreiten und daß die Blätter, welchen die Erhaltung des Staatswohls am Herzen liegt, es sich versagen, an diesem Unwesen theil- zunehmen. Neueste Nachrichten. WolffS telegraphisches Eorrespondenz-Burcau. Berlin, 14. October. Der „Nordd. Allgem. Ztg." zufolge hat der Oberbürgermeister Forckenbeck die Bürgermeister aller deutschen Städte von über 50,000 Einwohnern zu einer Versammlung nach Berlin eingeladen, um über die Betheiligung dieser Städte an den Ovationen für Moltke zu beschließen. Greifswald, 14. October. Der Universitäts'Curator Pro- feffor Drechsler ist in Folge eines Schlaganfalles heute früh gestorben, Breslau, 14. October. Die „Schles. Ztg." berichtet aus Räuden über das Jubiläum des Herzogs von Ratibor. Zur Gratulation waren Beamte des Union» elubs, die Pächter und Beamten der herzoglichen Güter, die Gemeindevorsteher der fünfzig herzoglichen Dörfer, sowie sämmtliche Wald- nnd Feldarbeiter und -Arbeiterinnen sammt der Raudener Schuljugend erschienen. Der Herzog gab den Arbeitern ein Fest, auf dem er mit seinen Angehörigen erschien. Abends brachten Mitglieder der herzoglichen Familie im Schloßtheater ein voki Schricker verfaßtes, Huldigungen für den Herzog enthaltendes Festspiel zur Aufführung. Berlin, 14. October. Die Enthüllung des Lessing- Denkmals im Thiergarten erfolgte heute Vormittag im Beisein des Prinzen Leopold, der Minister v. jBötticher, v. Goßler, Dr. Miquel, der Vertreter der Behörden und einer überaus zahlreichen Festversammlung. Studentische Corpora- tionen in Wichs bildeten Spalier auf dem Festplatze. Nach einer Instrumental-Einleitung durch die Bläserklasse der Kgl. Die bloße Erwähnung des brandungumtosten Caps von Finisterre ließ mein Herz schon höher klopfen, so sehr sehnte ich mich nach dem blauen Wasser. Wir plauderten noch eine Weile und dabei machte ich die Wahrnehmung, daß Capitän Hammer ganz auffällig viel Grog trank, was mich um so mehr wunderte, als sein ganzes Wesen und Aussehen dafür sprach, daß er nichts weniger als ein Trinker sei. Als wir uns endlich erhoben, sagte er: „Noch ein Glas, zu guterletzt. Ich weiß nicht, mir ist heute Morgen gar nicht so recht. Hier, Kellner! Aber sparen Sie den Rum nicht so wie bei den vorigen." Mein Freund sah ihn kopfschüttelnd an, als ob er nicht wisse, was er davon denken solle. „Wie kommen Sie mir denn vor, Hammer?" sagte er. „Das ist bereits Ihr siebentes." Der Capitän lächelte wie einer, dem es gar nicht fröhlich zu Sinne ist, und entgegnete: „O, ich bin heute nun einmal in der Laune." Und damit goß er den brennend heißen Stoff auf einen Zug hinunter. Damals war mir der Grund dieses Benehmens unbekannt, heute aber weiß ich, daß er sich dadurch innerlich Festigkeit verleihen wollte. Am nächsten Tage ging ich mit meiner Seekiste an Bord und zwei Stunden später bugsirte uns der Schleppdampfer der offenen See zu. Die Bark war ein schmuckes Fahrzeug, das wohl ein Seemannsherz erfreuen konnte, und auch die Mannschaft war noch lange nicht die schlechteste. Nach einer Weile kam der Cajütsjunge und meldete mir, daß der Rheder mich in der Cajüte zu sehen wünsche. Ich legte meine Mütze ans die Bank neben der Cajütskappe und ging hinunter. Herr Hippel, der Eigenthümer der Bark, saß neben dem Capitän am Tisch. „Sie müssen mit uns auf eine glückliche Fahrt anstoßen, Hochschule für Musik feierte der Festredner Prof. Dr. Erich Schmidt in einem schwungvollen Vortrage Lessing als Dichter gegenseitiger werkthätiger Liebe, als Phosphoros der deutschen Prosa, als Kämpfer für wahrhaften Fortschritt und nationale Ehre. Nachdem die Hülle des wirkungsvollen Denkmals gefallen, dankte der stellvertretende Vorsitzende des Denkmals- comites Geh. Justizrath Lessing dem Kaiser und der Stadt für die dem Unternehmen gewidmete Förderung und übergab das Denkmal dem Vertreter der Stadt. Oberbürgermeister Dr. v. Forckenbeck erwiderte mit einigen Worten des Dankes und schloß mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf den Kaiser. Ein Chorgesang von Mitgliedern der Singakademie schloß die weihevolle Feier, an welche sich eine Besichtigung des Denkmales schloß. Halle a. d. S., 14. October. Socialisten - Con- greß. In der heutigen zweiten Hauptversammlung, in welcher 410 Delegirte anwesend waren, erstattete Singer Bericht über die parlamentarische Thätigkeit der socialistischen Reichstagssraction und hob hervor, die Partei könnte dieser Thätigkeit zustimmen und verlangen, daß die Fraction die Forderungen der Partei, soweit dies möglich, erfülle. Die Befürchtung, daß die Partei versumpfe, sei durch die bisherige Thätigkeit derselben widerlegt. Die Fraction betrachte die parlamentarische Thätigkeit als Agitatwnsmittel, die Opposition unterschätze die Intelligenz und die Principiensestigkeit der Fraction, welche durch ihre parlamentarische Thätigkeit der Partei diene. Fischer (London) und Oertel (Nürnberg) beantragten auszusprechen, daß die Thätigkeit der Fraction den in St. Gallen gefaßten Beschlüssen entspreche. Der Parteitag fordert die Fraction auf zu einer rücksichtslosen Vertretung der Partei-Grundsätze und zur Erstrebung der bei der heutigen Form der Gesellschaft möglichen und im Interesse der Arbeiter nothwendigen Reformen, ohne jedoch über die Tragweite der Socialreform irgendwelche Zweifel zu lassen. Halle a. d. S., 14. October. Socialisten-Con- greß. v. Vollmar beantragt auf die Erweiterung des Coalitionsrechtes sowie daraus hinzuwirken, daß jede Seitens des Arbeitgebers gegen den Arbeiter bei Ausübung seiner gesetzlichen Rechte vorgenommene Bedrohung unter Strafe gestellt werde. An der hieran sich anschließenden Debatte, in welcher der Delegirte Werner den Delegirten Bebel wegen Aeußerungen im Reichstage angriff, welche letzterer richtig stellte, betheiligten sich außerdem noch Singer und Stadthagen. Schließlich wurde die Resolution Fischer-Oertel einstimmig, der Antrag v. Vollmars gegen zwei Stimmen angenommen. Halle a. d. S., 14. October. Socialisten-Con- greß. In der Nachmittags-Sitzung überbrachten Jules Guesde und das Mitglied der französischen Kammer, Ferroul, in französischen Reden die Grüße des Congresses in Lille, sowie diejenigen der socialistischen Fraction der französischen Kammer. Liebknecht dankte ebenfalls in französischer Sprache. Im Verlaufe der Sitzung erstattete Auer den Bericht über die Parteiorganisation. Bern, 14. October. Das Uebereinkommen über das Eisenbahnsrachtrecht ist heute unterzeichnet worden. Drei Monate nach der Ratification soll das Uebereinkommen in Kraft treten. In Bern soll nach diesem Zeitpunkt ein Centralamt für den Eisenbahnfrachtverkehr errichtet werden. Paris, 14. October. Im heutigen Ministerrathe einigte sich der Finanzminister mit seinen College» über die Mittel zur Deckung des Desicits von 19 Millionen im künftigen Budget dahin, daß außer der bereits geforderten Zuschlagssteuer auf Melasse und Reis, die 11 Millionen ergebe, noch eine Steuer auf pharmaceutische und hygienische Speciali- täten, die voraussichtlich 12 Millionen ergeben, gefordert wird, so daß nicht nur das Defizit gedeckt, sondern auch ein Ueberschuß von 4 Millionen erzielt würde. Paris, 14. October. Der heutige Minifterrath beschloß, den Kammern gleichzeitig einen Maximaltarif für die an Frankreich keinerlei Vortheile gewährenden Staaten und einen Steuermann," sagte er. „Außerdem wünsche ich Ihnen speciell eine glückliche Heimkehr." Damit stand er auf und vollzog die Ceremonie des Anstoßens und Austrinkens mit solchem Ernste, als beginge er damit eine religiöse Handlung. Herr Hippel galt allgemein für einen sehr reichen und dabei auch sehr frommen Mann, der mit peinlicher Gewissenhaftigkeit darauf hielt, daß keines seiner Schiffe an einem Sonntage in See ging. Weniger peinlich war er allerdings in der Ausrüstung der Fahrzeuge und unter den Seeleuten herrschte die Ansicht, daß das Hippel'sche Comptoir grundsätzlich den billigsten und daher auch den mangelhaftesten Proviant an Bord zu senden pflege. Der Schlepper warf die Trosse los und näherte sich der Bark, um den Lootsen und den Rheder abzuholen. Während der Letztere über die Fallreep kletterte, wechselte er mit Capi- täu Hammer einen s) c'genthümlichen Blick, daß ich mich nicht entrinnen konnte, jema.s über etwas so erstaunt gewesen zu sein wie über diesen Blick. Die Nordsee brachte uns Nebel und stürmisches Wetter und bald hatte ich heraus, daß Capitän Hammer ein Seemann erster Klasse war. Das Schränkchen mit den Spirituosen blieb verschlossen, nur am Sonntag gab es in der Cajüte eine Flasche Bier zum Mittagessen. Der Schiffer war höflich, ruhig und freundlich, dabei aber schien ihm etwas Schweres auf der Seele zu liegen. Er that seine Pflicht wie ein ganzer Mann, in unbeschäftigten Momenten aber saß er wie abwesend und in dumpfes Brüten verloren. In einer besonders dunklen Nacht tauchte dicht vor uns im Nebel ein schwerfälliger Kolljer (Kohlenschiff) ans und wir mußten uns erst heiser schreien und Magnesiumlichter und Raketen abbrennen, ehe wir den trägen Gesellen dazu bringen konnten, abzuhalten und uns Raum zu geben. (Fortsetzung folgt.) Minimaltari s für die Frankreich auch ihrerseits Vortheile einräumenden Nationen vorzulegen. Beide Tarife sind bereits fertiggestellt. Die Regierung kann nach eigenem Ermessen provisorisch den Minimaltarif solchen Nationen gegenüber anwenden, welche an Frankreich Vortheile gewähren, ür eine endgiltige Abmachung ist jedoch die Genehmigung der Kammer erforderlich. Lissabon, 14. October. In dem endgiltig constituirten Ministerium gehören der Präsident und Kriegsminifter Abreu e Souza und der Minister des Innern Antonio Can- dido den Progressisten, der Finanzminister Mello Gouvea und der Minister des Aeußeren Barbera Bocage den Con- ervativen, der Justizminister Sa Bjandao und der Minister der öffentlichen Arbeiten Ribeiro der kleinen Gruppe an, welche als nationale bezeichnet wird. Die Minister werden heute den Eid leisten und sich morgen den Cortes vorstellen. Heute werden die conservative Majorität nnd die pro- gressistische Minorität der Kammern zusammenkommen, um ich über ihre politische Haltung gegenüber dem neuen Ministerium zu verständigen. Gießen, 15. October. — Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigft geruht: am 8. October den Privatdocenten Lio. theol. Oscar Holtzmann zu Gießen zum außerordentlichen Professor bei der theologischen Facultät der Landesuniversität zu ernennen. a-w. Theater. Der „Bureaukrat" ist ein echt Moser- "cher Schwank, durchweht von fröhlicher Laune und reich an comischen Effecten/ die um so zündender sind, als sie hier wirklich einmal aus dem Character der Handelnden und der Handlung entspringen und nicht, wie sonst im modernen Lust- piel üblich, mühsam durch Rcproductionen von Mauern aus den Witzblättern hervorgebracht werden. Die Aufführung ging unter der umsichtigen und energischen Regie des Herrn Max Jaskowski flott von statten. Nicht minder erfolgreich war derselbe als Vertreter der Titelrolle des Stückes, in der er eine nach Maske und Spiel gleich ausgezeichnete, überaus comische Darstellung des verknöcherten Bureaukraten bot. Köstlich war insbesondere der Wechsel zwischen dem ergebensten Devotismus des Rendanten, dem erwachenden Männerstolz vor Präsidententhronen nach der Absetzung und der raschen Wiederbekehrung des neugebackenen Herrn Rech- nungsrathes wiedergegeben. Vollen Beifall fand fernerhin das treffliche Spiel der Frau Marie Jaskowski, die als Caroline Lemke allerdings weniger ^Gelegenheit hatte, heroorzutreten. Als Gertrude war Frl. Martin recht nett, während Frl. R e l l st a b auch gestern wieder zuerst den Eindruck machte, als habe sie sich nicht genügend in die betreffenden Situationen hineingelebt. Herr Schreiner war als Graf Meng nicht übel und spielte seine Rolle mit guter Laune; nur ist an dem Herrn zu rügen, daß seine Haltung, um ein höfliches Fremdwort zu gebrauchen, etwas gar zu nonchalant ist. Ein Graf, wie wir ihn uns wenigstens in Lustspielen denken, darf nicht mit eingesunkenen Knien dastehen, sondern muß bei aller Gemüthlichkeit stramm auftreten. Selbst für einen ganz gewöhnlichen Sterblichen wäre die Haltung des Herrn Schreiner noch zu nachlässig gewesen. Dagegen war Frl. Elisabeth Bischofs nach Erscheinung und Spiel eine gleich liebliche Ella. Nicht völlig können wir hinwider Herrn Fritz sch ler das Wort redens denn wenn er sich auch im Großen und Ganzen mit seiner Rolle befriedigend abfand, so bleibt doch noch zu wünschen, daß er sich eine freiere Haltung namentlich in Bezug aus Kopf und Arme angelegen fein lassen und sich einer einfacheren und .natürlicheren Sprechweise befleißigen möge. Herr Winol^ hatte, wie nicht anders zu erwarten, sein Spiel sorgfältig überdacht und gab eine sehr gut characterisirte Darstellung der höchst undankbaren Rolle des Rechnungsrathes Rosen, lieber Herrn Emil Medak konnten wir kein rechtes Urtheil gewinnen. Denn der von ihm dargestellte Leo Kraft tritt ja stets nur auf, um sofort wieder hinausgeworfen werden zu können. Herr B gebrach und Frl. Roland endlich waren in ihren kleinen Rollen recht gut. Zum Schlüsse möchten wir an die Regie die Bitte richten, den Feuereifer der Souffleuse doch etwas zu bezähmen und für thunlichste Abkürzung der Zwischenpausen Sorge zu tragen. — Gestern Abend gerieten ein Soldat vom hiesigen Regiment und der Taglöhner Heinrich Gimbel aus Schwarzenborn, welch letzterer als Messerheld bekannt ist, in der Schloßgasse in Streit, wobei Gimbel das Messer zog und dem Soldaten einen Stich in das Gesicht versetzte, so daß die abgebrochene Messerklinge im Backenknochen stecken blieb. Der Thäter ist verhaftet. — Zwei Fortbildungsschüler, von welchen der eine gestern Abend in der Unterrichtsstunde dem Lehrer fortgesetzt in roher Weise den Gehorsam verweigerte und der andere seinen Unwillen an dem Schulhosthor ausließ, wurden zwecks Mahnung an die Ordnung nach der Sandgasse transportirt. -d-. Lollar, 14. October. Heute Abend 7 Uhr 4 Min. wurde hier ein außergewöhnlich glänzendes Meteor beobachtet. Vom Sternbild der Krone bis zum Sirius zog sich ein Heller Streifen hin, etwa 6 scheinbare Monddurchmesser lang. Der Lichteffect war blitzähnlich. (Die Erscheinung wurde auch anderwärts beobachtet.) Bad-Nauheim, 14. October. Heute Nacht brach in dem Ockonomiebau des Gärtners Link mann daher Feuer aus, welches in kurzer Zeit das ganze Gebäude nebst Stallung rc. in Asche legte. Die Ursache der Entstehung des Brandes ist unbekannt. n. Trais-Horloff, 14. October. Der hiesigen Braunkohlen-Grube und Brikett- Fabrik „Friedrich" steht eine Erweiterung ihres Betriebes in Aussicht. Es sollen nämlich noch zwei neue Dampfkessel und ein Trocken-Ofen in Thätig- 3 feit gesetzt werden - zu dem Letzteren haben bereits schon die Erdarbeiten zu den Umfassungsmauern begonnen. Gewiß ein ehrendes Zeugniß, daß sich die hiesigen Braunkohlen-Briketts immer größeren Eingang bei der Bevölkerung verschaffen. verrmrischtes. * Darmstadt, 14. October. Der Staatsprüfung für das Justiz- und Verwaltungsfach, welche gestern ihren Anfang genommen hat, unterziehen sich 5 Candidaten, 2 aus der Provinz Starkenburg, 3 aus der Provinz Rheinhch'en. * Darmstadt, 14. October. Ernannt wurde i am 8. October Rudolf Simon in Büdingen zum Gehilfen bei dem Kreisamt Büdingen mit Wirkung vom 1. October l. I. an; am 9. October der Kanzleigehilfe Karl Wahl in Darmstadt zum Kanzlisten bei dem Oberconsistorium. Citexatur nnd Knnft — Meisterwerke der Holzschneidekunst aus dem Gebiete der Architectur, Sculplur und Malerei. 139.—144. Lieferung zu je 1 X Verlag von I. I. Weber in Leipzig. Die Meisterwerke der Holzschneidekunst haben mit der 144. Lieferung ihren zwölften Band vollendet und ist derselbe in seiner glanzvollen Ausstattung und mit seinem gediegenen Inhalt ein ebenbürtiger Genosse der früher erschienenen Bände. Einer besonderen Würdigung der in dem Bande enthaltenen 82 mustergültig ausgeführten Blätter bedarf es hier nicht. Was der Titel verspricht, das bestätigt der Inhalt: „Meisterwerke der Holzschneidekunst". Der Inhalt ist wie in den früheren Bänden ein möglichst vielseitiger und gegenständlich durch Nachbildung der vorzüglichsten Werke der Baukunst, Bildhauerkunst und Malerei bestimmt. Daß die Erzeugnisse der letzteren besonders ausführlich berücksichtigt find, ist eine Folge der in jedem Jahre veranstalteten Kunstausstellungen, auf denen gerade die Malerei nach den verschiedensten Richtungen hin vertreten war. So sind das namentlich die großen Kunstausstellungen in München und Berlin, deren Schätzen wir in ben „Meisterwerken" begegnen, welche im Hinblick auf die gegenständliche Auswahl des dargebotenen Stoffes zugleich einen Einblick in die Geschichte der modernen Malerei eröffnen. Hierdurch wird mit dem Unternehmen ein doppelter Zweck erreicht: einmal werden dem Künstler und kunstliebenden Publikum gute Originale in Reproduction, sodann aber sorgfältig und meisterhaft durchgesührte Proben der Holzschneidekunst geboten. Die Künstler, welche ihre Werke so trefflich vervielfältigt sehen, müssen der Verlagsanstalt dafür zu Dank verpflichtet sein und der deutschen Holzschneidekunst erwächst eine willkommene Förderung damit, daß ihr Gelegenheit zu so ausgedehnter Thätigkeit geboten wird. — Der Preis für das einzelne Heft stellt sich auf 1 X Die Verlagshandlung hat auch für den soeben vollendeten Band eine Einbanddecke anfertigen lassen, welche reichen Gold- und Schwarzdruck auf Deckel und Rücken zeigt und 4 X kostet. Es beginnt der dreizehnte Band der „Meisterwerke", welchem in nicht geringerem Matze wie den früheren das Interesse der kunstliebenden Welt sicher ist. Verkehr, £and> tinö L>»lk»wirthschaft — Das Amtsblatt des Reichs-Poftamts enthält folgende amtliche Mitthetluug, betreffend Anaobe des Grirn-eS der Nachnahme ans -er Antzenseite -er Nachnahmebriefsen-nngen, vom 30. September: Das Reichs-Postamt will mit Rücksicht auf die vorgetragenen Umstände nachgeben, daß bei Nachnahmebriefsendungen nach Orten innerhalb des Deutschen Reichs-Postgebiets der Grund der Nachnahme in gedrängter Kürze auf der Außenseite angegeben werde, z. B. „Bezugspreis für das 3. Vierteljahr 1890", „Mitgliedsbeitrag für den Verein N.", „Einrückungsgebühren", „Gerichtskosten", „Schreibgebühren" u. s. w. Voraussetzung ist jedoch, daß die bezüglichen Angaben einschließlich der sämmtlichen nicht die Beförderung betreffenden Vermerke rc. in ihrer Ausdehnung etwa den sechsten Thetl des Briefumschlags nicht überschreiten und am oberen Rande des Briefumschlags auf der Porderseite oder Rückseite sich befinden. * Stuttgart, 4. October. Allgemeiner Deutscher Ver- sicherungsoerein. Im Monat September 1890 wurden 349 Schaden- fälle durch Unfall angemeldet. Von diesen hatten 4 den sofortigen Tod und 22 eine gänzliche oder theilweise Invalidität der Verletzten zur Folge. Von den Mitgliedern der Sterbekasse starben in diesem Monat 31. Neu abgeschlossen wurden im Monat September 1710 Versicherungen. Alle vor dem 1. Juni 1890 der Unfall-Versicherung angemeldeten Schäden incl. der Todes- und Invaliditäts-Fälle sind bis auf die von 13 noch nicht genesenen Personen vollständig regulirt. Auf Grund der Haftpflichtversicherung wurden 40 Forderungen gestellt. ___________________ Frankfurt, 13. October. Viehmarkt. Es waren angetrieben 415 Ochsen, 35 Bullen, 393 Kühe, Stiere und Rinder, 242 Kälber, 356 Hämmel und 286 Schweine. Die Preise stellten sich für Ochsen 1- Qual, auf X 71—74 pr. Ctr Schlachtgewicht, 2. Qual. X 65—67, Bullen X 58—6 , Kühe und Rinder 1. Qual. X 63—66, 2. Qual. X 54—58, Kälber 1 Qual. 75—80 2. Qual 65-70 Hämmel 1. Qual. 64—66 2. Qual. 50—55 H per Pfd., Schweine 1. Qual 67—69 H, 2 Qual. 65—66 pr. Pfd- Schlachtgewicht. Frankfurt, 13. October. Fruchtbericht. Weizen hiesiger und Welterauer X 19 25 bis —fremder X 21.50 bis 2250, Roggen hiesiger X 16.75 bis —, Hafer prima X 14.50 bis 15 50, mittel X —.— bis —. Teiden Damaste, schwarze,weißen, farbigem Mk.2.36 bis Mk. 12.40 p. Met. (ca. 35 Qual.) — versendet roben- und stückweise porto- und zollfrei das Fabrik-D6pöt G. Henneberg (K. u K. Hoflies.) Zürich. Muster umgehend- Doppeltes Briefporto nach der Schweiz. 8547 ?>* Pfarrer, Lehrer, Gutsbesitzer, Beamte rc. rauchen mit Vorliebe d. HollLn-. Tabak von B. Becker in Seesen a. H., 10 Pfd. lose in 1 Beutel fco. 8 X 156 Wöchentliche Ueberficht der Todesfälle in Gießen 41. Woche. Vom 5. Octoder bis 11. October 1890. Einwohnerzahl: 20 500 (incl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 15,2 f'/oo. Kinder Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1.Lebensjahr: 2.—15.Jahli Diphtherie 1 — — 1 Lungenschwindsucht 2 2 — — Bauchfellentzündung 1 (1) 1 (1) — — Tuberkulöser Hirnhautentzündung 11 — — Unbekannter Ursache 1__________—_________1______ — Summa: 6 (1) 4 (1) 1 1 Anm. Die in Klammern gefegten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in her betreffenden Krankheit auf von AuswärlS nach Gießen gebrachte Kranke kommen Briefkasten. Herrn G. Ihre Flohwette eignet sich nicht zur Veröffentlichu.J im Anzeiger. Sie klingt doch gar zu unwahrscheinlich in Anbetrach, der dabei betheiligten Persönlichkeiten. Dck»6 Die ’S «■ u W Mn! Die als Au Maschen SubnHonslvege 27. Oktober, kesser zu Gieße ein. Die Gebote besonderes Blatt, Forstverwaltung z zureichen und tön Die gewünschten D näher anzugeben. Gegen genügende gewährt- Nähere Verwaltungen für I. Gräflich Eichen'Grubenhol Gerüste und ho; Grubenholz. II. Fürstli 235 fm Eichen-C Scheiter, 50 fm Stangenholz, 24{ D[. Fürst 100 fm Eichen- 100 nn ErlenH IV. Gräsl 900 fm Buchet Stammprügel,- 4 stangen, 100 fm V. Großer 2h' und Gruben 1000 Fichten'Hopf Ä.x VL W ElcheN'Schmllen' prügel, 600 fm ! VILM «W'i’Stamijo VIII. Gri HO fm Schnitt, unb § Ich-Iholz, 30 f Wenstangen, Schwellenholz. n x IX' Gräff N-n-SchnW ex V- Urflliii Ai'«-, «au-, ; l4 IIn HMch M°N, 385 fm "rch-n-Grubenbol Ach ®ber' Mn treffen heute ein bei Gerichtstaxator. 8562 Shiljlflcdjlroljr Die Waaren-Handlung 8584 Gnaurh. empfiehlt billigst Louis Lony von RobeH Stuhl, Neustadt 23 Bahnhofstraße 27. 8591 8600 re. re. IVeaheiteii ar Seltersweg 20 7917 Schwellenholz. V la Pfg. 2028 04 große Auswahl bei [8311 Otto Schaaf, Drogenhandlung. an AepfelMost 8515 Zur Nachricht. Gefchw. Aron C\ Roth II 7952 8470 Carl Haas. 32 Warktstraße 32 i i empfehlen ihre Neuheiten in Preisen. 8605 00 00 2 1(D 1738 343 08 78 45 20 <£> im g H. Götz & Co., Waffenfabrikanten Berlin, Seydelstr. 20. C Centralleuer- »oppelflinien Vergebung von Drainage-Arbeiten u. Materiallieferungen zu Dorf-Mll. Dienstag den 24. d» Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen in Der erwartete Posten Kurzwaaren, worunter eine große Parthie Pelusch und Seidereste. Winterhandschuhe, Kinderwagen in größter Aus-^ wähl zu billigsten Preisen bei [511 A. Kilbinger, L- Senners Nchf. Nutz- und Brennholz - Verkauf aus standlsherrtichm Gemeindewaldungen. Die als Auskunstsbehörden nachstehend angeführten Forstverwaltungen wünschen nachverzeichnetes Holz aus dem Holzerntejahr 1890/91 auf dem Submissionswege zu verkaufen, haben hierzu Termin auf Montag den 27. Oetober, Nachmittags 2 Uhr, im Lenz'schen Felsenr keller zu Gießen angesetzt und laden die Herren Käufer zur Betheiligung ein. Die Gebote sind verschloffen, für jeden Verwaltungsbezirk auf ein besonderes Blatt, entweder bis zum 25. October an die Fürstlich Solmsische Forstverwaltung zu Lich oder spätestens vor Beginn des Termins einzureichen und können sich auch auf Theile der einzelnen Loose erstrecken. Die gewünschten Maße, sowie die Art der Aufarbeitung sind in der Offerte näher anzugeben. Die Bietenden bleiben 14 Tage an ihre Gebote gebunden. Gegen genügende Sicherheit wird Zahlungsfrist bis 11. November 1891 gewährt. Nähere Auskunft ertheilen die als Auskunftsbehölden bezeichneten Verwaltungen für die ihnen unterstehenden Verwaltungsbezirke. L Gräflich Solmsische Forstverwaltung zu Arnsburg bei Lich: 130 fm Eichen-Grubenholz, 120 fm Fichten-Schnitt- und Bauholz, 1800 Fichten- Gerüst- und Hopfenstangen, 100 rm Fichten-Celluloseholz, 100 fm Kiefern- Grubenholz. II. Fürstlich Solmsische Forstoerwaltung zu Braunfels bei Wetzlar: 235 fm Eichen-Schnitt-, Bau-, Schwellen- und Giubenholz, 180 rm Euchen- Scheiter, 50 fm Hambuchen-Stammholz, 167 fm Fichten-Bau-, Gruben- und Stangenholz, 245 fm. Kiefern-Bau-, Schwellen- und Grubenholz. HL Fürstlich Menburgisches Forstamt zu Büdingen (Oberheffen): 100 fm Eichen-Grubenholz, 1000 fm Buchen-Schnitt- und Schwellenholz, 100 nn Erlen-Prügelholz, 400 fm Kiefern- und Lärchen-Grubenholz. IV. Gräflich Solmsische Forstverwaltung zu Laubach (Oberheffen): 900 fm Buchen-Schnitt- und Schwellenholz, 500 rm Buchen-Scheiter und Stammprügel; 40 rm Aspen-Rundholz, 300 fm Fichten-Bauholz und Derbstangen, 100 fm Kiefern-Grubenholz. V. Großherzogliche Oberförsterei Laubach (Oberheffen): 100 fm Eichen- Bau- und Grubenholz, 40. fm Buchen-Schnittholz, 240 fm Fichten-Bauholz, 1000 Fichten-Hopfenstangen, 195 fm Kiesern-Bau- und Grubenholz. VI. Fürstlich Solmsische Forstoerwaltung zu Lich (Oberhessen): 300 fm Eichen-Schwellen- und Grubenholz, 300 rm Buchen-Scheiter und Stammprügel, 600 fm Fichten- und Kiefern-Bauholz VII. GEch Jsenburgische Forstoerwaltung zu Meerholz: 565 fm Buchen-Stammholz, 50 fm Erlen-Stammholz, 825 fm Kiefern-Grubenholz. VIII. Gräflich Stolbergisches Rentamt zu Ortenberg (Oberheffen): 140 fm Eichen-Schnitt-, Schwellen- und Grubenholz, 1050 fm Buchen- Schnitt- und Schwellenholz, 1900 rm Buchen-Faßholz, Scheitholz und Prügelholz, 30 fm Hambuchen-Stammholz, 210 fm Fichten-Bauholz, 6000 Fichtenstangen, 100 rm Fichten - Celluloseholz, 20 fm Kiefern-Bau- und hierzu eingeladen. Dorf-Gill, am 13. October 1890. Der Vorstand der Waffergenossenschaft Dorf-Gill. Kuhl, Bürgermeister. 8599] Grube Pferdemist zu verkaufen- G.ünbergerstraße 12. Donnerstag den 16. d. M., Nachmittags von 2 Uhr an, werden in der Villa Pietsch, Nahrungsberg 8, meistbietend versteigert: In Kübeln. 3 hohe Juccas, 4 große Oleander, 4 Dracaenas, 2 Aloes in eisernen Postament-Vasen, mehrere exotische Kübelpflanzen; Feigen- und Lorbeerbäume, 1 Parthie Blumenstöcke in Töpfen, Gemüse im Garten (Schwarzwurz, Blumenkohl, Kraut rc.) Gartentische, Bänke und Stühle, Blumengestelle, Blumenscherben, 1 Parthie Tannen- und Buchenholz, 1 Stamm, Kohlen, Reiser, circa zwei Wagen Pflastersteine u. s. w. Im vormundschastlichen Austrag: Louis Rothenberger, IX. Gräflich Görtzisches Forstamt zu Schlitz (Oberhessen): 160 fm Buchen-Schnittholz, 20000 Fichten- und Lärchen - Hopfenstangen, 600 rm Fichten-Celluloseholz, 1300 fm Kiefern-Grubenholz, theilweise in Schichten. X. Fürstlich Isenburgisches Forstamt Wächtersbach: 144 fm Eichen- Schnitt', Bau-, Schwellen- und Grubenholz, 460 fm Buchen-Stammholz, 44 irn Hünbuchen-Rollen, 28350 Fichten-, Hopsen-, Spund- und Bohnenstangen, 385 fm Kiesern-Bau- und Schnittholz, 580 fm Kiefern- und Lärchen-Grubenholz, 300 Stück Lärchen-Sparren. Lich (Oberheffen), am 8. October 1890. [8586 I. A.: Fürstlich Solmfische Forstverwaltung. Tüchtiges Ladenmädchen, gewandt im Schreiben und Rechnen, in eine Schweinemetzgerei gesucht. Nur solche mit guten Zeugnissen wollen sich melden. 85b5 C G. Hartmann, Frankfurt a. M., große Eschenheimerstraße 25. veranschlagt: 1) Fertigung von 14486 lsd m Draingraben incl. des Röhrenlegens und Wiederzusüllens der Gräben . 2) Lieferung der erforderlichen Drainröhren von 37 bis 137 mm Lichtweite mit circa 49 200 Stück . . 3) Anfuhr der Ziegelröhren mit ca. 1719 Centner . 4) Lieferung der Mündungsste ne von Haustein nebst Beste Taschentuch-Parfüms in decorirten Gläsern und offen zum Auswiegen empfiehlt 8310] Otto 8elraat, Drogenhandlung. Neubau der städtischen Knabenschule in Gießen. Die Ausführung des I. Looses der Schloffrrarbeiten, Stockwerkstreppen von Schmiedeisen mit Belägen von Eichenholz, für oben bezeichneten Neubau soll rm Wege öffentlicher Ausschreibung vergeben werden. Angebote in verschlossenem Umschläge mit entsprechender Aufschrift sind bis spätestens Montag den 27. d. M, Norm. 11 Uhr, hei unterzeichneter Stelle einzureichen. Arbeitsverzeichniß, Lieferungsbedingungen, Zeichnungen und Muster können im Geschäftszimmer Nr. 3 eingesehen und bezw. von dort bezogen werden. Gießen, den 16. October 1890. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Feinste Toilettefeifen Der beste Kamm der Welt, ich tausche jeden Kamm, welcher binnen Jahresfrist im Gebrauch zerbricht, gegen einen neuen um, nur allein echt zu haben bei 4971] Gustav Gerhardt. 5 Illust. Preisbücher gratis u. franco. 8-237 eT Schuss v. M. 34 an, L « Jagdcarabiner i. Schrotu. Kugel M. 23.50 £ Teachins, Gewehrform, von M. 6.50 an, © < n Luftgewehre (zu Geschenk geeignet) ä ES für Bolzen u. Kugeln, für Knaben M. II, g E o) grösser u. stärker M. 20 u. 25. £ = BÜchsfllnten,Scheibenbüchsen. Revolver etc. 57 ® ® 3 jähr. Garantie, Umtausch bereitwilligst, c g « Nachnahme oder Vorauszahlung ® Eisengitter...... 5) Lieferung der Nivellirpfähle die Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden und sind Lusttragende für die Serhß- und yinterfnifon m • Kleiderstoffen « • Üg. Regenmänteln 2 hiesigem Rathhaufe die bei Drainirung der Fluren VI, VII und VIII Gemarkung Dors - Gill vor kommenden Arbeiten und Materiallieferungen Mark Wintermänteln S empfiehlt in größter Auswahl billigst Hermann Katz Schellfische Versteigerung von Zierpflanzen 1 1 Holz und Kohlen re. Tanin-Balsam von E. A Ullmann & Co. Plauen i. V- I ist das beste Mittel gegen Kopfschuppen und dient zur Erhaltung und Förderung des Haarwuchs es. Zu haben bei 8369 Gustav Gerhardt. chte,. l?eI*nS^s1'8 fSt d°r 1 ® ^anbibaten ? ®nfQn9 Ernannt „ '9en Sum ®ehi[fe„ h8,.Oe ! 1. Ocm t ( I K°>l Wahl in i Hiiotiunt. 9 ®««nftabt ! 8ietai8 ,u i; Imbrt'mb fcS* der Ui 8ebitgmttib&to, Menen $inb? »tMtenen 82 mutii*8 LA-Dr ■a&ari w 4, Ist taftaMwn, ailf g biWuWn blnwthete lle »"ßm SunftauSHunatn t B * ta ten .wS bk WinMitae tomatl bei “ ki die 0ej4td|te bt >ur4 toitbmil dem Unten* 11 werden dem Künstler und kuch le in 3teprobuctlon, sodann abn uhrte Pioben der HolzschneidekW ire Werke so trefflich veroielsälttz )-fur zu Dank verpflichtet sein un! vächst eine willkommene ftöibenm: io ausgedehnter Thatigkeit gcdoler ilne Hest stellt sich aus 1 * Di den soeben vollendeten Sanb eint oelche reichen Gold- unb Schwarz- t und 4 kostet. Es beginnt dv rfe*, welchem in nicht geringeren Meresse der kunftltrbendm Wei. Wilh. Wipper, Uz' Kunst- und Handelsgärtner 8W* Laden: Neustadt 11. "Z28 Bringe einem verehr!, hiesigen u. auswärtigen Z Publikum zur Anzeige, daß ich eine Sendung achter Harlemer Blumenzwiebeln erhalten habe und solche zu billigen Preisen abgebe. Gleichzeitig empfehle meine Kranz- u. Bouquet- , Binderei, sowie meine Neuheiten in Staffeleien, Körbchen, Jardinroren, Manschetten in allen Großen und Farben; Braut-und Makart-Bouquets in künstlerischen Arrangements in allen Größen; Mooskränze. Ferner empfehle mich in Neuaulage und Unterhaltung von Gärten, Anlagen, Gräbern und dergl. bei sorgfältigster Ausführung zu soliden Preisen. 8286 Pelzwaaren Alle Arbeiten, die in das Kürschner- fach einschlagen, werden prompt und dauerhaft ausgesührt in der Kürschnerei von A. Rs-ei Mciuniir __________Seltersweg 41. 8450 ,10 bis 15 tüchtige Arbeiter werden in meinem Steinbruch auf dauernde Winterarbeit sofort angenommen. billig ver kaust bei 7038 Schurzen, Hemden, Nacht- L. Mühlhausen, Westanlage 15. fack-n, Beinkleidern u s.w. in ., bekannt guter Qualität, zu den billigsten empfiehlt ihr reich affortirtes Lager in nachfolgenden gg- Winter-Bedarfs-Artikeln. HZ zur geneigten Abnahme unter Zusicherung reellster Bedienung. Wollene, halbwollene u. baumwollene Unterhofen, Hemden und Hautjacken für Männer und Frauen, Gestrickte und gewebte Jacken und Jagdwesten, Leibhöschen für Kinder, Handschuhen, Strümpfen, Socken und Filzschuhen Wafchbiitten. Wafchzüber, Wafchkörbe. Waschklammcrn empfiehlt Louis Lony, 7913______________Bahnhofstraße 27. 8355] Eisernr Geldktftr 82 cm lg 55 cm h und 48 cm br. (lichte Maße), mit Untersatz zu verkaufen. Gießen, Südanlage 23. Wafferdiedte Pferde-, Wagen- u. Waggondecken zu Fabrikpreisen bei Louis Wittich II., Sattler, 7533]__________Neustadt 6.____________ 8580] Starkes solides Kutschpferd, einspännig gefahren, zu verkaufen- Zu erfragen in der Exped- d- Bl. Ferd. Drehes, 8601_________21 Marktplatz 21. 8587] Ein schöner Aucht-Eber, Karfenrasse, dienstfähia, zu verkaufen bei H. Bingel zu Sichertshausen. Stadt. Schlachthaus Gießen. Freibank. 8606 Von heute ab Pu. Ochsenfleisch, nicht ladenreiu, per Pfund 45 Pfennig, toffiLb und Silber, Zinn, Kupfer. Messing, Blei, $int ^isen. Ofen- uud ^-raschinengutz kaust zu den höchsten Tagespreisen Louis Rothenberger, 6724 Neuenweg 22. 8550] Gesucht auf Weihnachten ein Kindermädchen mit guten Zeugnissen Frau Tyrom, Liebigstraße 17 L w । । । Vorzüglichstes Lrzt- /WlöhQPl/ lich empfohlenes LW uUuuKi Gebäck für «ranke, Schwache,Magenleidende und als Kindernahrung unentbehrlich für iede Mutter, welcher die kräftige Entwicklung ihres Kindes am Herzen liegt. Zum Gebrauche selbst für Kinder im zartesten Atter und für solche, welche die beste Milch nicht vertragen 1 Orig.-Kistchen ä 120 St. zu M. 2.80 bei 2 Orig.-Kistchen ä 120 St. zu M. 5.00 franco nach ganz Deutschland. [8514 Zwieback-Fabrik Hofheim a Taunus GaraMictoria-Kamm. Neue Kliniken. Ein Hausburfche und ein Küchen- Mädchen auf sofort gesucht. 861" 8603] Gründlicher Unterricht in allen Elementarsächern, sowie im Hebräischen wird ertheilt. Offerten unter A. W. 94 an die Exped- d. Bl- 794t] 1—2 Schüler können Kost und Logis erhalten. Näheres in der Exped- d. Bl. Wirthschaft gesucht von einem Fachmanns in Gießen. Gefl Offerten an die Exp. d. Bl. unter „Wirth 100". [8433 8476] Ein junger Kaufmann sucht Stelle. Näheres ____ Sllicestratze 27 I 85-7] Mädchen zum Bekleben von Cigarrenktstche« gesucht. ______________I» Barn atz. 8517] In Weitzbinder und Lackierarbeiten emvfieMt sich Jos. Möhl, Wieseckerweg 13. Ein tüchtiges gewandtes Mädchen für Küche und Haus gesucht von Frau Professor Birnbaum, 7880] Altcestraße 11 LL 8573] Junges Mädchen für leichte Hausarbeit tagsüber gesucht. Teufelslustgärtchen 8. 8576] Ein junger ComWiS mit befch^idrnen Ansprüchen wird für da- Comptoir eines diesigen Fabrikgeschäfts zum sofortigen Eintritt gesucht. Offerten mit Aeugnisiab- schrift u. GehaltSansprüchen befördert unter M. 300 Die Exved. d. Bl. 8341] Ein braves Mädchen mit guten Zeugnissen auf Ende dieses Monats zu miethen gesucht- Kircheuplatz 21, 1. St iö vtlktwirchschast. -s-Postamts enthalt folgende am! ibe des GttMdts-tt Rachnah«- rchnahm-örtefs-n-onge«, vor latrt Dill mit Wcksichl auf dl baß btiMnabmtbxiefftnbunto xn Ketchs-Postgeötets der ®iun\ -ie auf der Außenseite angenebto hw#* !ungsgebüdren", MM ist jrdoch, day die deziik ämmtlidien nicht die Befordem Ausdehnung etwa dm \* -rfdirelten und am oberen Rand rfeüe oder »leite sich Seftabtt idble™ eteibeto ft "71bo$« ft 68 waten anffi unb Rinde', lä Preise sieM 286 Sch>°ch>»^ iMfiSrsis UiÄ« Apr' * Fruchtb^SÄZ _____—— ' "aot 2,3a um i” ** .— r.u ifl Sicßk« . tlll , , tnnidlie”1! ybenü*' ' j kaust man billigst im intcrmmitcl Ausverkauf xO 00 Seltersweg 5Z 382 8426 A 8146 E. Challier, Neuenweg. 8607 in Gisßen vvM 20, d M. an« 8419 Hermann Dietz Atelier und Zeichenschule 8424 ■uv i» p< .£ Gertrud J =° y Bernhard Mantius, Musiker Elly, seine Tochter Vera von Bagoleff Boris BoranofT, deren Bruder Alexander Jordan Graf Settwitz Gerlach, Kanzleirath Hempel, Diener Fräulein Dollwitz Stubenmädchen Vermischte Anzeigen, taes Theater, Giessen. (Direction: Adam Reiners). Donnertag den 16. October 1890: „Das letzte Wort“. Theaterstück in 4 Acten von F. v. Schönthan. ^omp. G) MarKtstrasse -4. Geschäftsbetrieb: An- u. Verkauf von Staatspapieren unter billigster Provisionsbereclinung. Einlösung sämmtlicher Coupons (1 Monat vor Verfall ohne jegl. Abzug) Beleihung börsenfähiger Werthpapiere (zum Reichsbank-Zinsfuss). An- und Verkauf von Wechseln auf alle bedeutenden europäischen und überseeischen Plätze. Tagesordnung: Mittheilung der Jahresrechnung und Geschästsbilanz t Beschlußfassung über Vertheilung des Geschäftsgewinnes und die dem Vorstand zu ertheilende Dicharge. Ergänzungüwahl des Aufsichtsraths. Ausschluß von Mitgliedern aus dem Verein. Anschluß an den Verband der Erwerbs- und Wirthschasts - Genoficn- schasten der Provinz Oberhessen. Lang-Göns, am 14. October 1890. Der Dorstand der Spar- und Leihkasse ;u Lang-Göns l Eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht) 21, Henriep, Director.8595 vcrhaitung unb daraus , , . . Schwindel, Athemnoth, Beklemmung, Abpetitlosigkeit rc. Apotheker Richard Brandt'S Sckweizcrpillcn sind wegen ihrer milden Wirkung auch von Frauen gern genommen und den scharf wirkenden Salzen, Bitterwässern, Tropfen, Mixturen rc. vorzuzichen. Einladung. Die Generalversammlung des Verein- der Spar- und Leihkaffe zu Laug-Gön-, eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Hastpflicht, soll Sonntag, den 26. d. Mts., Nachmittags 3 Ahr, in dem Gemeindehaus daselbst abgehalten werden und werden zu dieser Versammlung die Genossenschafter hiermit eingeladen. vir . ...Hit-'""" Betresseud: T V n Das AM au die Groß Wie Ihnen I den Obsibäumen ( Mirabellen') den i Oktober bis Decei Puppe und klettert der Obstbaume em: welchen im nächste sofort an den M zu ihrer Vernicht Es iß deM den Zutritt ten am grimtiidfien bu Wtän) erreicht wii sich in Nr. 238 u Sie hiermit verweis' Wir beachratz zur Vertilgung de Wenngen ösjentlr Baumbesihern durä M Seite Wp. stucken wollen Sie kosten alsbald verc ,, zum io. Es den Vollzug »ruber entgegen, bentn9 entsprochen ""'M Herbst -W Dio C rd Ql d«r w'aett»nnti SA I Kassenöffnung 7 Vs Uhr. Anfang 8 Uhr. Freitag den 17. October 1890: ^en! „Der Zaungast“. Ken! Geschäfts-Empfehlung. Den geehrten Bewohnern von Gießen und Umgegend mache ich die Anzeige, daß ich in der SESsf2* Marktstraße 26 ein 8chuhwaaren-gejchäff eröffnet habe und halte mich bei billiger und reeller Waare bestens empfohlen. Reparaturen werden schnell und billig ausgeführt. 6480| Wohnung von 3 Zimmern, Küche, > und sonst. Zubehör, per sofort zu ver- mietben. K Hamel, Afterweg "16 *6d X J9.be, 11 h* fln 6,c Großh ..ft*» entstehenden Beschwerden, seit über 10 Jahren von Professoren, praktischen Aerzten und dem Publikum als billiges, angenehmes, sicheres und unschädliches Haus- u. Heilmittel angewandt und empfohlen. Erprobt von: glt gait*'1 Z Frita ItowMk, Seltersweg. | G AusstattuugHgefchäft u. Wäsche-Fabrik. O ® ' Großes Lager in Baumwoll- Waaren, j M Damen , Herren- und KinderweLsche, Gardinen, W H Steppdecken, Schlafdecken, Tischdecken, Bettdecken, H M Bettwaaren re. £ Ausführliches Preisbuch steht gern zu Diensten. 8521. G0GGGOGGOO««OSSGOMOGOHW Prof. Dr. v. Frerichs, Berlin (t), v. Seanzoni, Würzburg, C. Witt, Copenhagen, Zdekauer.St.Petersburg, Soederstädt, Kasan, Lambl, Warschau, Forster, Birmingham, Unterleibs-Organen, daldeschwcrdcn, trägem hcit gewordener Stuhl- Steins Garten. Achmer ZWer-Club »**!*"» Sonntag den 19. Oktober 1890 Prof. Dr. R. Virchow, Berlin, V. Gietl, München (f), Reclam, Leipzig (t), V. Nussbaum, München. Hertz, Amsterdam, V. Korczynski, Krakau, Brandt, Klausenburg, bei Störungen in den Lcberlcideu, Hamorrboi- Stuhlgaug, zur Gewohn- 6876] Der Parterre- «nd dritte > miethen. Stock meines Hanfes, Sonnenftratze j Nr. 3, mit Wasserleitung und allem | Zubehör, sofort zu vermietben. ____________________L. Feidel. 6729] Wohnung mitWerkstatte zu vermiethen. eventuell ist auch das Haus zu verkaufen. Dammstrahe 6. 5382] Ein Logis, 5 Zimmer nebst Zubehör, sofort zu vermiethen. B. Strauch, Bletchstraße 15. 6049] Ein Familienlogis. bestehend aus 4 bis 5 Zimmern mit Wasserleitung, so- fort zu vermiethen. Dr. Felflng. 6376] Eine Wohnung, vier Zimmer, Küche und Zubehör im Nebenbau, zu vermiethen. Helm, Bismarckstraße. 8453] Kleines Logis im Vorderhaus, zwei Zimmer, Küche, Wasserleitung nebst Zubehör, zu vermiethen. Ostanlage 9. 8332] Durch Versetzung des Herrn Universitäts-Amtmanns Dr. Dietz ist die Parterre - Wohnung Aliceftraße 23 (7 Zimmer mit allen Bequemlichkeiten) anderweitig zu vermiethen. Näheres im Hause selbst oder durch K. Klees, Südanlage 18. 8204] Grünbergerstratze 12 schönes Mansardenlogis mit Wasserleitung ver- setzungshalber per 1. Noo. zu vermiethen. 8101] Im Hause Nordanlage 29 ist die untere Etage mit allen Bequemlichkeiten und Gartenantheil, auf Wunsch auch mit Pferdestall, zu vermiethen und gleich beziehbar^, W. Seuling. 8048] Weserstraße 4, parterre, an der Nordanlage, Wohnung von 5 Zimmern mit Zubehör und Wasserleitung, alsbald zu vermiethen. __ 8010] Goethestratze 15 ist eine schöne Mansardenwohnung von 5 Zimmern. Küche mit Wasserleitung, zu vermiethen bei Ehr. Schmidt, Weißbindermeister. 7888] Im früher Bender'schen Hause, Selter-weg 83, ist der Parterre^ und 3. Stock, je 6 Zimmer mit Zubehör und Gartenbenutzung, alsbald m vermiethen- Näheres K Klees, Südanlage 18. 7583] Logis, bestehend aus zwei Zimmern und einer Kammer, zu vermiethen. Ehr. Wallenfels, Marktplatz. ' 7451] Logis im 2. Stock, 3' Zimmer nebst Zubehör, alsbald zu vermiethen Frankfürterstraße 76. Hol). Der«. "7435] Kleines Familienlogis zu vermieden _____Schloßgasse 17^ 7300) Ludwigspl. 3 sind 3, a. Wunsch auch 4 Zim. i. Nebenh , nebst Wasser!., Zubehör u. Bleichpl, z. verm- Näh, das-im 3. Stock - 7414] Mansa'rdenlc gis'zu vermiethen. I. Arnold Wwe«, Asterweg 23. ~ 72391" Ein schönes Mansardenlogis mit allem Zubehör (Wasserl-, Bleichpl), vom 1. Decbr an eoent. auch früher, an eine rubige Familie zu vermiethen. Löberstraße 4.______Dr. Bitcklhold. 6898] Im Hause Nordanlage >8: 2. Stock mit 5—6 Zimmern nebst Zubehör und Pferdestall zu vermiethen. Martin Dörr, Schlossermeister, Dammstraße 6. ihrer leichten An- — — — wendung empfehlungswerthest. Form, sind: Fl 0 K EM B™ B Leicht lösliches Saccharin. Probebriefchen 1k gl I " I " U 18 fij B tvtkl ä 3,5 gr. - 1 Ko. Raffinade - 50 Pf. Sac- fl® B B M VA H ß™ charin-Tabletten,Proberöhrchenä25Tabletten ■ H frä B ■ B 'n B 8 BTr?. ö iiBfl =25 Stückwürfelzucker = 25 Pf. Zu haben VB Be KB 911 ■ in jeder besseren Droguerie, Apotheke. Man verlange Kochbücher, Gebrauchsanweisung. H anpt-X iederlage bei Otto Schaaf in Cxiesseii^ großes Mherconcert mit darauffolgendem Tan]. Anfang 4V-2 Uhr. — Programm a. d. Kasse. — Entrs für Herren Mark 0.50, für Damen Mark 0.20, Mitglieder frei. — Bier im GlaS. — Der Vorstand. 'Bankgeschäft Emil Schmidt, Tiefenweg. i 7205] Zwei möblirte Zimmer per sofort > !zu vermiethen Hess. Hof. \ Mermielyungen. 8589] Der untere Stock der Villa Pietsch am NahrungSverg ist zu vermi-then (alsbald beziehbar) durch JLabroisse, Rechtsanwalt. 8604] Logis, sowie einz. Zim.m- Zubeh^, neu herger., gl. beziehb. Neuen Bäue 20 8586] Schönes Logis, 6 Zimmer mit allem Zubehör und Bleichplatz, Bahn- hofsttaße 66 (zunächst der Wieseckbrücke), alsbald zu vermiethen. _______________Wilhelm Reiber. 8593] Zwei Familienlogis sofort zu vermiethen. Frau Hudeler, Brandgasse. " 8554] Wohnung zum Lllleinbewohnen, 3 Zimmer mit Zubehör, zu vermiethen. Licherstraße 5. 7941] „Erlengasse 15" ein Logis zu vermiethen. Näheres Neuenweg 15 7868] Sonnenstraße 27 111 eine kleine Wohnung, bestehend aus einer Stube mit Cabinet, Küche, Boden- und Kellerraum, sofort beziehbar, zu vermiethen. Näheres bet der Bürgermeisterei. ~ 3055] Süd-Anlage 4 ist der mittlere Stock, bestehend aus 8 Zimmern und Zubehör mit Gartenantheil, per sofort zu vermiethen.A« Alker. 2774] Mein Nebenhaus an eine ruhige Familie zu vermiethen. ___________Dr. Ploch Asterweg 9. 8127] Ein schönes Familienlogis zu vermiethen bei S. Katz, Afterweg 10. 7763] Grabenstr. Nr. 9 sind zwei Woh- nungen von je 4—5 Zimmern mit Zubehör zu vermiethen. Näheres ________________Bahnhofstraße 39. 8193] Der II Stock meines Hauses 5 Zimmer mit Zubehör, neu hergerichtet ist sofort zu vermiethen. Chr. Zimmer, Bahnhofstraße 12. 8575] Ungenirte, freundlich möblirte Zimmer sofort zu vermiethen. Liebigftraße 61, __in der Nähe der Ludwigstraße. 8572] Ein freundliches Zimmer mtU Cabinet (oder kleines Familienlogis) zu vermiethen._____________Ktrchenvlotz 15. 8577] Zwei gut möblirte Zimmer, aus Wunsch mit Cabinet, an solide Herren oder Damen per 1. Nov. zn vermiethen. Piano z V., eoent auch Pension. Frankfurterstraße 40, Nähe des Bahnhofs und der neuen Kliniken. ____________I. A-: Carl Wenzel. 8578] Schlafstelle zu vermiethen. Asterweg 9, Hinterhaus links. _ 8596])Möblirtes Zimmer mit Cabinet zu. vermiethen. Schillerstraße 20, vart. 8588] Zwei ineinanderg. möbl. Zimmer u. Cabinet zu vermiethen. Schulstr. 2. .-.8582] Ein Beutelchen mit Inhalt gefunden auf dem Marktplatz. Abzuholen Weserftraße 9, 3. Stock- 8581] Geräumiges Kneiplocal gesucht Gefl. Offerten unter 8t. 52 an die Exped- d. Bl. 8383] Laden in besserer Geschäftslage zu miethen gesucht. Offerten unter C. 15 an die Exped. d. Bl. erbeten.____________ Gesucht” ein Laden für Conditorei und Safe. Näheres in der Exped. d. Bl. |'8598 ___Ueuenweg Hr. S 8513] Ein schönes großes möblirtes 8592] bei Wlttwe Schlatter. | Heh. Krug, Schuhmacher. -------------- _____—--------— , zusammen oder getrennt zu vermietben. Vormundschaftscapitalien 4516] Südanlage 17: Mansarde, vier ' Bleichstraße 4. | auszuleihen durch Zimmer rc., zu verm- C. Schlüter. ! 8512] Nrn möblirtes Parterre» 8482] Zwei möbl. Zimmer (Wobn- und zimmer an e. ruhigen Herrn zu Schlafzimmer) in freier Lage, im Mittel-; vermiethen.--------------Löberstraße 5. --„Z,"--"- -, »- -! .8548] Em möblirtes Zimmer mit Ca- zu leihen gesucht gegen Sicherstellung. miethen in Dr. Webers Mittelhans, binet zu vermiethen. Offerten unter M. T. 18 an die Erped. Oswalds Garten 48. Carl Steinberger, Löwengasse. 1 dieses Blattes. 8602 8590 .Labroisse, Rechtsanwalt. Mark Nähe der neuen Kliniken.________________ ________________________________. 'Geschäfts-Verlegung ■ MefcÄttion: L. Scheyd». — Druck unO Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in ^)scäao.