Mittwoch beit 16. Juli Nr. 162 1890 Amts- und Anzeigeblutt für den Tkreis Gieren chratisöeikage: Gießener IamikienökätLer Amtlicher Theil Wahl. Innahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. diese Parteischattirungen pflegten, mit Ausnahme des geringen Häufleins der Conservativen, die immer gleich für den nationalliberalen Candidaten stimmten, bei den bisherigen Reichstagswahlen meist mit eigenen Candidaten vorzugehen, durch welche Vielseitigkeit von Candidaturen sich gewöhnlich in Kaiserslautern-Kirchheimbolanden engere Wahlen nöthig machten, bei denen dann regelmäßig die freisinnigen, socialisti- schen und clericalen Stimmen dem Candidaten der Volkspartei zufielen. Trotz dieser für sie ungünstigen Verhältnisse hat die nationalliberale Partei wie.derholt das Reichstags-Mandat für Kaiserslautern-Kirchheimbolanden besessen und befand sich dasselbe bekanntlich seit 1887 bis jetzt in den Händen Dr. Miquels. Für letzteren haben nun die Nationalliberalen den Gutsbesitzer Brunck als Ersatzmann aufgestellt, die Demokraten ihrerseits werden wieder ihren alten Führer, Grohe-Hambach, candidiren, für welchen, wie es heißt, diesmal die Freisinnigen und die Anhänger der Centrumspartei gleich im ersten Wahlgange stimmen wollen, die Socialdemokraten dagegen beabsichtigen wiederum mit einem eigenen Candidaten vorzugehen, während die Conservativen sich der Wahl enthalten wollen. Jedenfalls ist der Ausgang der Kaiserslauterner Nachwahl höchst ungewiß und erscheint daher das Interesse begreiflich, das ihr auch weit über die Grenzen dieses Wahlkreises hinaus entgegengebracht wird. Die Gießener M«milienSrätter werden dem Anzeiger wdchentlich dreimal beigelegt. Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme des Montags. 401$ 206$ 136* & 'S Nr. 21 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 11. d. M., enthalt: (Nr. 1909.) Niederlassungsvertrag zwischen dem Deutschen Reich und der Schweizerischen Eidgenosienschaft. Vom 31. Mai 1890. Gießen, den 15. Juli 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Vierteljähriger ASonnementspreisr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schukstraße Ar.1« Fernsprecher 51. Akle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Eorrespondenz-Bureau. Berlin, 14. Juli. Ein Artikel des „Reichsanzeigers" constatirt, daß die Convention wegen Abschaffung der Zuckerprämien bisher nicht ratificirt wurde. Der Austausch der Ratificationen bis zum 1. August sei mehr als unwahrscheinlich. Er wendet sich gegen die auf angebliche Erklärungen der Reichsfinanzverwaltung sich stützende wiederkehrende Zeitungsartikel, wonach der Verzicht aus die Rübensteuer ausgeschlossen und die Einführung fester Ausfuhrprämien zu erwarten seien und hebt hervor, derartige Erklärungen seien von der Reichsfinanzverwaltung nie abgegeben, vielmehr habe der Staatssecreiär des Reichsschatzamts in den letzten Reichstags-Sessionen es wiederholt abgelehnt, vor Ablauf der Ratificationsfrist über die spätere Gestaltung der Zuckersteuer-Gesetzgebung sich zu äußern und in der Reichstagssitzung vom 25. Juni nur ausgesprochen, daß, wenn aus dem Zucker höhere Reichseinnahmen fließen sollten, die Gestaltung des Gesetzes sich wahrscheinlich nach der Entscheidung, welche der 1./8. August bringe, richten werde. Camenz (Schlesien), 14. Juli. Wiederholte Gerüchte über die Erkrankung des Prinzregenten von Braunschweig sind vollständig unbegründet. Derselbe ist durchaus wohl. kein Erbarmen, wenn seine Schaulust nicht befriedigt wird. Mögen diese Zeilen dazu beitragen, daß das Publikum für die Folge gerechter urtheilt. Doch zur Sache. Um 5 Uhr 30 Minuten gab ich das Signal „Los!" An Bord hatte ich die Herren Kaufmann Peter Schmitz und Fabrikant Depenheuer, beide Herren aus Köln. Der Ausstieg ging glatt von Statten,- unser Curs war Südwest nach Nordost. In einer Minute hatten wir 1800 Meter erstiegen, die Temperatur war kühl,- rückwärts lag Köln in tiefem Nebel, ein Gewitterregen ging dort heftig nieder. Unser Stollwerck aber flog immer höher, dichter und dichter wurde der Nebel. Das Anerold-Barometer zeigt 2400 Meter- wir treiben heftig, die Gondel fängt rhytmisch au zu pendeln, ein Zeichen, daß wir schnell fahren. Ein Gewitter entladet sich unter uns. Nach 15 Minuten erhalten wir wieder freien Ausblick, wir steuern auf Bensberg zu. Nichts als Wald und abermals Wald unter uns; der Ballon geht ziemlich heftig nieder, kalt ist die Luftschicht, welche wir durchfallen. Endlich sehe ich vor mir eine lichte Schonung an einem Bergabhange, zur Landung geeignet- ein Zug am Ventil, der Anker setzt vorschriftsmäßig ein, der Ballon geht sanft zur Erde. Der heftige Wind läßt den Ballon noch einige Male auf- und niederstoßen, aber der Anker hält, man hat uns schon bemerkt, Leute eilen herbei, den Ballon zu packen. Der vereinten Kraft von acht Personen gelingt es, den Ballon zu bändigen. Ich ziehe noch kurze Zeit das Ventil, gebe meinem Reisegefährten Peter Schmitz die Weisung, die Gondel zu verlassen und dieselbe mit niederzuhalten - kurz hinterher stieg Herr Depenheuer aus. Soweit ging alles gut- ich reichte Mantel, Instrumente, sowie noch zwei Flaschen Wein hinaus. Da mit einem Male bricht ein Wirbelwind los- wir werden hestig hin und her geworfen, aber durch Anspannung aller Kräfte zwingen wir den Ballon zur Erde. Schnell fasse ich eine Nothleine und binde die Gondel an einem Baume fest, aber ein heftiger Ruck, ich fliege auf den Rücken in meiner Gondel, und als ich aufspringe, da schweben wir hoch empor und ich sehe zwei Menschen außen am Gondelrand hängen. Den einen, einen Landbewohner aus der Umgegend von Köln, will ich schnell hereinziehen, aber zu spät, die Kräfte hatten den Armen verlassen — ich sehe den Mann stürzen und höre mit schrecklicher Deutlichkeit das dumpfe Aufprqllen seines Körpers aus der Erde. Mir schien der Herzschlag zu stocken- indeß die Geistesgegenwart war mir nöthiger als je- hing doch der treue Genosse meiner Fahrt, Herr Schmitz, noch außen an der Gondel. Schon sanken die Wolken unter uns hinab und immer höher stiegen wir - meiner Schätzung nach mußten wir ca. 3000 Meter hoch sein. Ich suche meinem Freunde zu helfen, ihn in die Gondel hinemzuziehen- aber es geht nicht, ich kann ihn nur bis zum Ellenbogen-Gelenk über den Gondelrand bringen, und er selbst hat nicht die Kraft mehr, sich emporzuarbeiten. Unserer bemächtigt sich die Verzweiflung, alle Fibern sind aufs Aeußerste gespannt. Da fasse ich den in der größten Gefahr Schwebenden mit meinen Zähnen am Rock, ergreife eine Sturmleine, lehne mich so weit es eben möglich, hinaus und suche den Freund festzubinden. Aber zwischen Hoffnung und Todesangst vergehen einige fürchterliche Minuten, endlich kann ich den Strick zwischen den Armen des an die Gondel Geklammerten durchbringcn; fest ziehe ich an und es glückt, ich kann Schmitz festbinden. Aber es war ein Nothbehelf - hätte die Besinnung meinen Freund verlassen, so wäre er trotzdem aus der grausigen Höhe herabgestürzt. Ich ries ihm zu: „Lehne Dich auf den Strick, Arme recht breit machen!" Dabei brachte ich es fertig, eine Strickschlinge unter seinen rechten Fuß zu ziehen, Deutsches Reich. Darmstadt, 14. Juli. Seine Königliche Hoheit der Groß Herzog haben Allergnädigst geruht: Am 12. Juli den Steuercommissär des Steuercommissariats Michelstadt, Steuerrath Ludwig Kritzler, in gleicher Diensteigenschaft in das Steuercommissariat Darmstadt zu versetzen- — an demselben Tage dem Ministerialprotocollisten bei dem Großh. Ministerium der Finanzen, Matthäus Schönberger, den Character als Ministerialregistrator zu verleihen. Berlin, 14. Juli. Die norwegische Reise Kaiser Wilhelms ist bislang leider nicht sonderlich vom Wetter begünstigt gewesen, so daß es heißt, der hohe Herr gedenke infolgedessen seine diesjährige Nordlandsfahrt eher zu beendigen, als ursprünglich geplant war. Indessen liegen in dieser Beziehung bestimmtere Meldungen noch nicht vor. Auf seinem von Bergen aus unternommenen größeren Ausflug traf der Kaiser im Laufe des Samstags in dem Hasenorte Gudwangen ein, wo sich der Monarch wiederum an Bord der ihn hier erwartenden Jacht „Hohenzollern" einschiffte und Abends 7 Uhr nach Faleide weiterreiste. — Die Meldungen über den angeblich bevorstehenden Rücktritt des preußischen Unterrichtsministers Dr. v. Goßler, die sich anfänglich mit großer Bestimmtheit geltend machten, sind allgemach wieder verstummt. Bekanntlich hieß es, daß ernste Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Kaiser und Herrn v. Goßler wegen der von dem Monarchen gewünschten einschneidenden Unterrichtsresormen bestünden und auf diesen Gerüchten fußten offenbar die erwähnten Meldungen. Neuerdings wird indessen entschieden bestritten, daß irgendwelche Differenzen zwischen dem Kaiser und dem Cultusminister bestünden und aus diese Versicherung ist es wohl zurückzuführen, wenn die über Herrn v. Goßler verbreiteten Rücktrittsgerüchte vorläufig wieder verstummt sind. Ueberhaupt sind weitere Crisen im preußischen Cabinet während der nun eingetretenen sommerlichen Ruhepause in der innern Politik nicht sehr wahrscheinlich, so daß man auch die Gerüchte über die angeblich ebenfalls erschütterte Stellung des Kriegsministers v. Verdy und des Eisenbahnministers v. Maybach einstweilen aus sich beruhen lassen kann. — Mit einer gewissen Spannung sieht man allseitig der Ersatzwahl zum Reichstage entgegen, die in dem pfälzischen Reichstagswahlkreise Kaiserslautern-Kirchheimbolanden an Stelle Dr. Miquels bevorsteht. Der Wahlkreis bietet ein besonders treues Spiegelbild der zerissenen politischen Parteiverhältnisse in Deutschland dar, denn neben den beiden sich hier stets gegenüberstehenden Hauptparteien, den Nationalliberalen und der süddeutschen Volkspartei, giebt es in dem genannten Wahlkreise noch mehr oder weniger freisinnige, clericale und socialistische Minderheiten und sogar an Anhängern der conservativen Partei fehlt es nicht. Alle Bekanntmachung. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Frau Helene Müller von Großen-Buseck nach Mittheilung der Großh. Direction der Universitäts-Frauenklinik zu Gießen zur Ausübung der Hebammenkunst „sehr gut" befähigt ist, als Hebamme verpflichtet wurde und sich dahier niedergelaflen hat. Gießen, den 11. Juli 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern 77 4' 7B' Feuilleton. Eine Ballonfahrt auf Leben und Tod. Unter dieser Ueberschrist veröffentlicht Herr Maximilian Wolff im „Köln. Tagebt:" folgende Schilderung seiner am 6. Juli Nachmittags vom Kaiser-Garten in Köln aus unternommenen Luftschifffahrt: Wir schreiben den 8. Juli, der Morgen fängt an zu grauen- meine Nerven schlagen hestig, ich kann den Schlaf nicht finden, weil die Nervenüberreizung sich immer noch nicht legen will. Ich glaube, daß ich von meiner letzten Ballonfahrt dauernd ein Nervenübel davontragen werde," wenn nicht noch Schlimmeres eintritt. Allein dies sind die Folgen meiner letzten Fahrt mit meinem Ballon Stollwerck, wie sie die Annalen der Luftschifffahrt grausiger nicht ausweisen. Am 3. d. Mts. erhielt ich die ehrenvolle Weisung von der Leitung der Kriegskunst-Ausstellung, den Ballon Stollwerck für seine vierte Freifahrt im Kaisergarten herzurichten und zwar sollte diese Fahrt am 6. dss. Mts. stattfinden. Während ich gewöhnlich des Nachts die Füllung vornahm, um mit derselben zeitig fertig zu sein, konnte ich diesmal erst am 6. d. M. früh 8 Uhr damit beginnen, weil Sturm und Regenwetter herrschten. Meine Absicht war, überhaupt nicht zu füllen- aber als Luftschiffer kann man nur Geld verdienen, wenn man fährt. Allmählich flaute der Wind ab und wir konnten den Ballon füllen. Gegen 5 Uhr Nachmittags, als die Sonne uns wieder mit einigen spärlichen Strahlen grüßte, machte ich den Ballon Stollwerck für seine vierte Fahrt fertig. Immer noch wollte ich zurückbleiben, aber es war zu viel Publikum im Kaisergarten, man hätte mich der Feigheit beschuldigt und vielleicht insultirt, wäre ich zurückgetreten. Kennt doch das Publikum methen. ' 3ube% per 1. AuM -___SMerstraße 25»?” ttSiiä” Asterweg 6 (s-icßener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. 3S. t. t lll. geraum- , vreism- Mres dtordmilB^ ^"bauten amOswM Det Wohnungen von it m vemietben. 1 Arckitect C. Sockcrbeä lr. G. Pfaff, Oswalds a^e 13 und Leihgesternen kleines Logis von 2 Zim- Hör, w vermieten. Leihgesternerweg 24. ittlere Etage, Gattenstraße ntenantbeil per 1 August rthen. Näheres Nordanlage 33. Löhnung von 3-4 Zim- hör, sofort zu vemiethen,, ilienwohnung per L Aug. Nüller, Weserstraße 7. Mansardenwohnung. 3 Z., erl , per 1. Oct., ev. auch it Bahnhofstraße 'ferne öobnunß an ruhig! ’tben vbach, Neuen Baue 7. 'Versetzung des Hem •S von Riefel tft die nemes Hauses zum ersten weit zu vemiethen. llsuxt, Asterweg ardenlogis zu vemiethen. z. Mfftt, Marktplatz- rs mtd ein größeres M iMersweg 31. Mansarden - Wohnung per ermiethen. $ Seliersweg oö. 3leiKnweflJ2_L2L JtölK ” Dammstratz^. iM'meines 2«behör, alsbald mr- enlM 7- Versammlung des Obstbauvereins. Sonntag -en 20. Juli I. I., Nachmittags 2V4 Uhr, findet im „Solmser Hof" zu Hungen eine Versammlung der Section Gießen des Obstbauvereins für die Wetterau statt. Herr Landwirthschaftslehrer Dr. v o n Peter aus Friedberg wird einen Vortrag über „Obftbau- schädlinge und deren Bekämpfung" halten; außerdem werden Fragen, den Obstbau betreffend, beantwortet werden. Die Mitglieder des Obstbauvereins sowie alle Freunde des Obstbaues werden zu dieser Versammlung freundlich eingeladen. Die Herren Bürgermeister werden ersucht, gegenwärtige Bekanntmachung in ihren Gemeinden verkündigen zu lassen. Gießen, den 14. Juli 1890. Der Vorsitzende der Section Gießen des Obstbauvereins. Nebel, Amtmann. Wies eck, den 14. Juli 1890. Betr.: Die Schiffenberger Conferenz. Tas Großh. evangelische Dekanat Gießen au die evangel. Pfarrämter des Dekanats. Es wird Ihnen andurch mitgetheilt, daß die für den 21. d. Mts. in Aussicht genommene Schiffenberger Conferenz zwingender Gründe halber bis auf Weiteres hat verschoben werden müssen. München, 14. Juli. Amtlich wird gemeldet: Gestern Morgen um 3 Uhr stietzen in der Station Zapsendorf bei starkem Nebel zwei Güterzüge zusammen, deren Kreuzung wegen Verspätung verlegt worden war. Zwei Bedienstete wurden leicht verletzt, drei Maschinen erheblich beschädigt, fünf Güterwagen zertrümmert. Die Verkehrsstörung ward bis Mittags behoben. Stuttgart, 14. Juli. Gegenüber der Nachricht des „Beobachters", daß ein preußischer Beamter an die Spitze der württembergischen Staatseisenbahnverwaltung gestellt werde, erklärt der „Staatsanzeiger" im Auftrage Mittnachts, daß an jener Nachricht kein Wort wahr und nie ein Wort wahr gewesen sei. Wien, 14. Juli. Eine Karlsbader Meldung der „Pol. Corr." versichert aus gut unterrichteter bulgarischer Quelle, daß alle Meldungen von Abdankungs-Gedanken des Prinzen Ferdinand und ebenso jene von einem Attentat auf Stam- bulow willkürliche Erfindungen seien. Der Oberhofmeister des Prinzen, Foras, geht heute mit zweimonatlichem Urlaub nach Savoyen. — Nach der „Polit. Correspondenz" überreichte der serbische Gesandte dem auswärtigen Amte eine Note, in welcher | die Vermittlung bei der ungarischen Regierung betreffs der Einfuhr von Borstenvieh nachgesucht wird. Von einer Absicht der serbischen Regierung, event. zur Grenzsperre gegen Oesterreich-Ungarn schreiten zu wollen, ist in der Note | keine Rede. St. Moritz (Bad), 14. Juli. Nach außergewöhnlichem Schneefall lacht heute ein wolkenloser Himmel und eine warme Julisonne über dem Engadin. London, 14. Juli. Unterhaus. Fergusson erklärte, daß am 20. Juni mit Zustimmung des Bischofs in Erzerum eine Durchsuchung der armenischen Kirche und Schule nach Waffen stattgefunden habe. Die Armenier, darüber empört, hätten den Bischof angegriffen und aus ihn geschossen. Von den zur Herstellung der Ordnung herbeigezogenen Truppen seien im Handgemenge 20 getödtet und 200—300 Mann verwundet worden. Der Gouverneur habe die Ruhe alsdann hergestellt. Der englische, französische und russische Vertreter hätten in Konstantinopel Vorstellungen und gewisse Vorschläge gemacht. Rom, 14. Juli. Der Senat genehmigte den Gesetzentwurf betreffs der frommen Stiftungen in der von der Kammer votirten Fassung und begann sodann die Be- rathung des Gesetzentwurfs betreffs Errichtung eines Boden- credit-Jnstituts- von letzterem wurden die ersten vier ..rtikel in der von der Kammer votirten Fassung angenommen. .. rorgen Fortsetzung. Rom, 14. Juli. Der „Opinione" zufolge sind in Ho- deida (Rothes Meer) unter den indischen Pilgern einige Cholerafälle vorgekommen. Die Direction des Gesundheitsamts des Ministeriums des Innern versandte an die Signatarmächte der Pariser Convention von 1852 eine Denkschrift über die Reorganisation des internationalen Sanitätsdienstes, besonders für Länder wie Indien und Cochinchina, wo die Cholera endemisch sei. Nordfjordeide, 14. Juli. Die „Hohenzollern", mit dem Kaiser an Bord, ist nach 17stündiger Fahrt bei schönstem Wetter, welche zum Sognefjord hinaus, dann ein Stück der Küste entlang durch die Scheeren und in den Nordsjord hineinführte, gestern um 1 Uhr Mittags in Olden angekommen. Kurz vor der Ankunft hielt der Kaiser Gottesdienst an Bord. Newyork, 14. Juli. Ein furchtbarerWirbelsturm suchte St. Paul (Minnesota) und die benachbarten Seen heim. Ein Sommerhotel wurde zerstört, wobei mehrere Gäste getödtet oder verletzt worden sind. Zahlreiche Insassen von Vergnügungsbooten sind dem Sturm zum Opfer gefallen. Aus dem Pepin-See schlug eine Dampfer um, wobei gegen 200 Personen umgekommen sein sotten. wodurch der Arme doch etwas Halt hatte. Die ganze Procedur hatte 25 Minuten in Anspruch genommen- jetzt hing alles davon ab, schnell zu landen. Ich ziehe das Ventil, allmählich sinken wir- wir befinden uns in einer Gewitterwolke, der Ballon wird wie ein Kreisel gedreht, es hagelt, regnet, blitzt, als wäre die Hölle los. I Immer heftiger pendelte die Gondel, ich liege fast auf dem Bauche, ganz horizontal- heftiges Ohrensausen tritt ein, aber ich darf den Kopf nicht verlieren. „Peter," rufe ich, „halt aus, halt aus!" Ich konnte den armen Freund nicht sehen- er hing nur noch mit den Fingerspitzen am Korbe, durch das starke Schaukeln hatte sich der Strick gereckt und mein Freund war nach unten gerutscht. Da packe ich sein rechtes Handgelenk mit der linken Hand, noch mehr das Ventil, aber ich muß die Zähne zu Hilfe nehmen. Da keucht mein Freund: „Ich kann nicht mehr, ich rutsche hinab." — „Nimm alle Kräfte zusammen," schreie ich, „noch eine Minute und dann haben wir den Boden erreicht." — Aber je näher wir dem Boden kommen, desto heftiger wird das Schaukeln der Gondel. Ich rufe noch hinab, daß mein Freund nur ja nicht loslassen soll, wenn er den Boden berührt, denn sonst seien wir beide verloren, dann gehen wir über ein Haus und eine Scheune, ein Krach, ein Ruck, wieder ein Ruck, wir werden geschleift- in Schnellzuggeschwindigkeit fahren wir dahin. Da kann nur das äußerste Wagniß Rettung bringen. „Laß los, Peter," rufe ich hinab, „laß los, spring zur Seite, daß Dich der Anker nicht packt." Zur rechten Zeit folgte er der Weisung. Der Ballon, abermals um 195 Pfund leichter, saust mit mir wieder bis zu den Wolken- mit allen Kräften reiße ich am Ventil und laffe nicht eher los, bis der Anker einen Baum packt. Doch der Anker reißt den Riesenbaum um, die Gondel schlägt mit großer Gewalt bis zum Ballon hinauf, so daß ich für eine Weile mit dem Kopfe nach unten hing. Da packt der Anker Die neuen Klinikbauten in Gießen. ii. Die Universitäts-Frauenklinik. Westlich von der inneren Klinik erhebt sich der dreistöckige Neubau der Univ.-Frauenklinik mit einer imposanten Fayade gegen die Stadt hin, während zwei Flügel in der Richtung nach Süden die Fortsetzung bilden. Der Gesammt- bau zersällt seiner ganzen Anlage nach in zwei Hälften, von denen die eine den gynäkologischen Kranken und den Lehrtöchtern, die andere den Schwangeren, Kreißenden und Wöchnerinnen bestimmt ist. In der Mitte des Hauptgebäudes befindet sich der klinische Hörsaal, über ihm der mit breiten nach Süden liegenden Fenstern ausgestattete Operationssaal, während das für drei Betten eingerichtete Kreißzimmer in dem rechten Flügel desselben Geschosses (1. Obergeschoß) belegen ist. Zu allen Einzelzimmern, die je nach Bestimmung untereinander und mit den Räumen der Wärterinnen ver- I Kunden oder abgeschlossen sind, führt ein breiter, heller I Corridor. Links neben der Haupttreppe liegt das Sprechzimmer des Anstaltsdirectors Pros. Löh lein, mit Wartezimmer, dem rechtsseitig ein Wartezimmer für poliklinische Kranke entspricht. Von den übrigen Räumen des Hauptgebäudes seien erwähnt: das Mikroskopirzimmer und die Präparaten- Sammlung. Der dem Ausgang unmittelbar gegenüberliegende klinische Hörsaal, für 60—80 Hörer berechnet, ist hoch und hell- daselbst sind alle Apparate für Demonstration der Kranken und der Präparate, sowie Zeichnungen und Modelle rc. | in durchaus practischer Weise vorgesehen. Die Vorbereitung der Kranken, bei denen Untersuchung in Narkose vorgenommen werden muß, erfolgt in einem besonderen, neben dem Auditorium liegenden Zimmer. Es braucht wohl kaum hervorgehoben zu werden, daß sowohl im Hörsaal als auch im Operationssaal und dem Kreißsaal alle Vorbedingungen erfüllt sind, um eine peinliche Desinfection sowohl des lehrenden wie des lernenden ärztlichen Personals zu ermöglichen. Wenn das gefürchtete Wochenbettfieber im Gegensatz zu früher jetzt seltener in den großen Entbindungsanstalten vorkommt, als bei Privatentbindungen, so ist doch sein Auftreten auch in dieser Klinik vorgesehen, indem zwei besondere, von den übrigen abgetrennte Wochenzimmer mit besonderem Wärterinnenzimmer für die Jsolirung fieberhaft erkrankter Wöchnerinnen bestimmt sind. Im ersten Obergeschoß befinden sich freundliche Dienstwohnungen für die Assistenten und Volontärärzte, ferner ein Raum für die reiche Jnstrumenten-Sammlung der Anstalt, i sowie zur Unterbringung der Bibliothek, welche, zumal sie die wichtigsten Fachzeitschriften des In- und Auslandes enthält und die älteren Lehrbücher ziemlich vollständig umfaßt, die wissenschaftlichen Arbeiten des ärztlichen Personals und der Doctoranten in der wünschenswertesten Weise erleichtert. Im rechten Flügel dieses Geschosses befindet sich neben | dem Kreißsaal zunächst ein bequem eingerichtetes Wartezimmer für die Klinikisten, in welchem sie bei länger dauernden Geburten sich zeitweilig ausruhen oder wissenschaftlich beschäftigen können. Ferner liegt hier die Wohnung der Ober- Hebamme. Im zweiten Obergeschoß, das einen entzückenden Blick über die weite Landschaft mit ihren romantischen Burgen und ihren malerischen Höhenzügen des Taunus, Westerwaldes rc. gewährt, finden sich neben einer Anzahl von Zimmern für Privatkranke sehr freundliche und lichtvolle Räume für in der ersten Hälfte des Jahres hier ausgebildet werdende Hebammen- Lehrtöchter. Außer Hebammen werden alljährlich eine Anzahl von Wochen- und Krankenwärterinnen in kürzeren (dreimonatlichen) Cursen hier ausgebildet- ihre Wohnräume liegen in der Anstalt vertheilt, je nach den Stationen, denen sie zu- gewiesen sind. Ueberall besteht electrische Centralluftheizung und -Beleuchtung- auch telephonische Verbindung, namentlich des Gebärsaales mit dem Arbeitszimmer, sowie mit der neben dem Hauptgebäude befindlichen sehr freundlich eingerichteten Dienstwohnung des Directors ist vorgesehen. wieder — momentane Ruhe, die Gondel fährt zwischen den Riesenbäumen bei Overath, ein Ruck, ein Krach, wieder ein Baum umgerissen, ich werde wie ein Ball geworfen, da, beim fünften Male, als die Gondel wenige Meter von einem Baume entfernt ist, springe ich, mit dem Kopfe voran, in die Aeste des Baumes und schlage von Ast zu Ast bis zur Erde. Der Anker raffelt in unmittelbarer Nähe über mich weg- der Ballon hatte sich abermals frei gemacht, ein starker Baum hatte nachgegeben und der Ballon schwebte nach Nordost weiter und ging später, wie eine Depesche meldet, bei Olpe in Westfalen nieder. Ich war beim „Neuen Hause" in Cleve gelandet. Dort angekommen, brachte ich die ganze Gegend auf die Beine, um meinen armen Freund zu suchen, da ich annahm, daß er mindestens Arme oder Beine gebrochen haben müßte- doch Bote auf Bote kehrte zurück, mein Freund Schmitz war nicht aufzufinden. Niedergeschlagen, mit zerschundenen Gliedern mache ich mich auf den Weg nach Station Overath. Als wir den Ort beinahe erreicht, sahen wir seitwärts einen Trupp Menschen. „Da führen sie Jemanden herbei," ruft man - ich beschleunige meine Schritte und eine Minute später liegen wir uns in den Armen. Am Abend fuhren wir nach Köln zurück, woselbst wir um 11 Uhr 20 Miu. eintrafen- eine Anzahl Freunde holten uns von der Bahn ab. Heute ist mir der Kopf dumpf, schrecklich hämmern die Schläfen, ich kann die Ruhe nicht finden, da mir die Nachricht über den Landmann fehl^, der das Opfer seiner Hilfsbereitschaft wurde- wahrscheinlich hat der Tod den Armen von seinen Qualen erlöst. Ich werde I wohl nie die gräßlichste Fahrt meines Lebens vergessen. (Dem betr. Landmann hat sein Sturz aus der Höhe nicht viel geschadet, er wurde sofort in eine Heilanstalt verbracht und befindet sich bereits auf dem Wege der Besserung. Red.) Bezüglich der Ausstattung der Kranken- und Wöchnerinnen- Räume ist die größte Rücksicht darauf genommen, daß Der Boden, die Wände und das Mobiliar rasch und gründlich gereinigt werden können. Die Wände sind emaillirt, Bettstellen, Kinderbettchen, Nachttische rc. sind so gewählt, daß sie unmöglich Schmutz- und Krankheitsherde werden können. Betrachtet man das Gesammtbild dieser neuen Klinik, so kann man sich dem Eindrücke nicht entziehen, daß ein kleiner Staat mit Aufwendung beträchtlicher Mittel bestrebt gewesen ist, seiner Landes-Universität alle die Vortheile zu gewähren, welcher sich die besten gleichartigen neuen Institute größerer Staaten erfreuen. Es ist bekannt, daß Viele meinen, Staat und Gemeinden gingen in der Einrichtung ihrer großen Krankenhäuser, denen gegenüber sie früher etwas geknausert hatten, jetzt etwas zu weit. Der letztere Vorwurf dürfte gegen das eben besprochene Institut von keiner Seite erhoben werden können- denn es ist frei von jedem überflüssigen Zierrath, dabei aber ein würdiger und prächtiger Bau, den Anforderungen an das Wohl der Kranken, an die klinische Ausbildung der Heranwachsenden ärztlichen Generation und an den guten Geschmack in allen Einzelheiten Rechnung tragend. CecaU» «nd protmtjtcllcs. Gießen, 15. Juli. — Zur Landtagswahl erhielten wir nachstehende Zuschrift: Auch hier beschäftigen sich die politischen Parteien mit der bevorstehenden Landtagswahl. Wenn wir es auch seither schon nicht billigen konnten, daß das politische Parteigetriebe auch in Landtags- und Gemeindewahlen zum Ausdrucke kam, so erachten wir es aber bei der gegenwärtigen ganzen politischen Lage des Reiches geradezu für einen groben Fehler, diesen Parteikampf auch hier weiterzuführen. Bietet der vor- gefchlagene Candidat durch seine Person Garantie für eine das Wohl des Staats wie der Stadt fördernde landständische Thätigkeit, dann soll man ihn wählen, unabhängig davon, ob und welcher Partei er zugehört. Wir möchten einen Mann Vorschlägen, der dem politischen Parteigetriebe vollständig fern steht und dessen vorzugsweise Befähigung zu dem Amte eines Landtagsabgeordneten bei allen einsichtigen und politisch vorurtheilsfrcien Wählern nicht in Zweifel gezogen werden kann. Wir meinen, man sollte versuchen, Herrn Professor Or. Bostroem zur Uebernahme dieses Amtes zu gewinnen. Durch seine Wahl würde zugleich eine sachkundige Vertretung der Universität auch in der Zweiten Kammer gesichert, die bei der Bedeutung der Universität für unsere Stadt gewiß nicht gleichgiltig sein kann. Daß andere Universitätsstädte (z. B. Marburg) auch ähnlich verfahren haben — und dies nicht zu bereuen brauchen, lehrt die Lectüre der Landtagsverhandlungen anderer deutscher Staaten. — Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten am Donnerstag den 17. Juli 1890, Nachmittags 4 Uhr: 1. Die Vertheilung der Hast'schen Zinsen. 2. Erbauung einer zweiten evangelischen Kirche. 3. Die Regulirung des Klingelfluss^ 4. Die Verwerthung des Düngers im Schlachthaus. 5. Gesuch des Heinrich Engel um Erlaß von Pflasterungskosten. 6. Gesuch der Garnisonverwaltung um Abgabe von Kies aus der Grube an der Grünbergerstraße. 7. Das städtische Bau-Bureau. 8. Herstellungen am Bürgermeistereigebäude. — Der nächste Oberhesfische Feuerwehrtag findet in Gießen statt. * — Vom Wetter. ' „Nun armes Herz vergiß der Qual, es muß sich Alles wenden!" Mit dem vorigen Sonntag hat das Wetter endlich eine Wendung zum Besseren genommen und seit langer Zeit dürfen wir wieder einmal den klaren Himmel schauen, den heute nicht ein leises Wölkchen trübt. In der That war der vorgestrige Sonntag der erste Sonntag seit dem ersten Pfingsttag, an dem wirklich schönes Wetter herrschte. Es war aber auch die höchste Zeit für die Land- wirthschaft, daß besseres Wetter eintrat, sollte sie anders nicht schwer geschädigt werden. Alles auf den Wiesen lagernde Heu, das allerdings eine gar böse Farbe angenommen hat, kommt nun in die Scheunen, und emsig wird mit der Mahd des noch stehenden überreifen Grases begonnen. Hoffen wir, daß nun das barometrische Maximum von recht langer Dauer ist, denn schon bleicht das Korn. Dann kann noch Alles gut werden und die Landleute stellen mit Vergnügen ihre meteorologischen Lamentationen ein. — Im Hinblick auf die jetzige Reifezeit seien alle Reifenden, die irgend welchen Werth auf ihr Gepäck legen, daran gemahnt, ihre Koffer u. s. w. bei der Aufgabe auf der Bahn zu versichern. Die Versicherungsgebühr beträgt nur wenige Pfennige und die Reifenden erhalten in Verlustfällen den vollen versicherten Werth ersetzt. Allerdings ist die Bahnverwaltung auch ohnedies ersatzpflichtig. Aber für die Eigen- thümer der abhanden gekommenen Gepäckstücke ist es zumeist sehr schwer, den Werth der letzteren nachzuweisen. Der Verlust wird dann nach dem Entschädigungstarif der Bahn abgeschätzt und dieser ist selbstverständlich auf einen besonders werthvollen Inhalt der Gepäckstücke nicht eingerichtet. * Pohl Göns, 12. Juli. Die am 6. Juli dahier abgehaltene Sectionsversammlung des Obstbauvereins verlief in gelungenster Weise. Der Saal des Herrn K. Klaum III. war, obgleich ein Familienfest viele Theilnehmer abgehalten, doch gedrängt voll. Nach einigen einleitenden Worten des Vorsitzenden, Herrn Forstinspectors Renß, worin er getonte, daß der Obstbauverein eine rationelle Behandlung des Obst- baumes und Feststellung der Sorten und Namen des zu cultivirenden Obstes bezwecke, sprach er die Erwartung aus, daß sich Pohl-Göns diesem Vereine anschließen möge, da es durch die rege Betheiligung an den früheren Ausstellungen zu Butzbach gezeigt habe, daß hier Verständniß dafür vorhanden fei. Hieran schloß Herr Lehrer Metz von Friedberg ein gediegenes Referat über feine in Gemarkung Pohl-Göns tie7Wnd« 1,1 i«u®e '"-L " Äinty*“ *"ie 'S idbli'iy'“* j* i6rt jerf iifer “•’fV yj(ran B&rai •L' eW«1* itÄunben (ttffl- L i* di- w. bann würden auch » F Schafsnasen gedeihen, l fum des Obstweins gegenu sich vermehren würde, wei stellt würde. Das sur Lebe im Land, während Ausland stießen. Auch ei Gemeinde durch Ausbildun Mchsen und wie diesen L ben Obstbauverein ein seh Zn dieser Beziehung N der großes Interesse süi zu. Der interessante V> Lofynt und sosort meidet' Len Verein. Es schloß itr interejsirlen Obstzü allfcitig befriedigt trenn GrotzeM wegen Dienstag den werden im Hotel Weber Möbel und sonstige Geg 14 sehr gute stellen, Waschkoo Tische, Ltiihle, , Küchengeräte u swEg versteigert. M. Eämrntliche ( Mtanm gut ftialttt SW Nw-faitytoi Äte AuÄunst Mnpta s. 1 5880 I 9 8 r» L Neuft Parben, tz \6,C' Ch’ Ihee, c provinzielle». Na. 15. FM ,tcn nachstehende Zuschrift- ^lltischen Parteien mit der ,nn 'vir es auch seither ' polmsche Paneigetriebe 'Zahlen zum Ausdrucke kam, r gegenwärtigen ganzen poli- :;u kür einen groben Fehler, "crlunihren. Bietet der vor- ae Person Garantie für eine fördernde landständische n wählen, unabhängig davon, ^ugeh'ön. Wir möchten einen vo.itischen Parteigetriebe vvll- 7orzugsweise Besähigung 'geordneten bei allen einsichngeit 7 Mülern nickt in Zweifel meinen, man sollte versuchen, ®x" ‘iar ra,ch,.J ÜQB der '■ "nb io 2?' *«■ u^-rd- Mfe Ölbild öiefer „toni,en- ’’** ^tziehkn h„lUe!' Mittel bt,ttt6tl"flti"et tn neuen ‘KmI 9en>°9reil< “'M Xn’’> .Mtung jhr" '7'°°' trüber ,3t’6e« Der leXe « 9eEllaut»t rrLSL ' ^lten Rechnung gemachten Beobachtungen, wobei er lobend hervorhob, daß hier reges Interesse für Obstanlagen herrsche, was auch schon die neue Anpflanzung der Gemeinde im Walde zeige. Bezüglich der Behandlung aber erwähnte er, daß die Zwetschen- bäume in den Grasgärten viel zu dicht stehen. Die Aepfel bäume würden vielfach nicht genügend ausgeputzt, gekratzt und mit Kalk bestrichen. Gerade das sei für hiesige Gegend absolut nöthig, indem die schädlichen Jnsecten unter den alten Rinden ihre Winterwohnungen aufschlügen uud dann im Frühjahr als Apselblüthenstecher, Frostspanner, Apselmotten, Bohrkäfer u. dergl. m. ihre zerstörende Thätigkeit an den Baumen wieder aufnehmen. Hieran schloß Herr Dr. v. Peter in beredtem Vortrag über die Zwecke und Vortheile, welche durch den —'bft= bauverein erreicht würden, die Aufforderung, sich reger zu betheiligen. Er hob hervor, daß es in erster Linie die Absicht sei, durch Belehrung die Obstzüchter aus eigenem Antrieb zur richtigen Behandlung der Obstanlagen zu veranlassen, eventuell aber müßte solche durch Zwangsmaßregeln erreicht werden. Er führte sachgemäß an, wie in früheren Zeiten die Menschheit durch Blattern, Pest und anderen Epidemien fortwährend geschädigt worden sei, bis die Regierung mit Zwangsmitteln hiergegen eingeschritten und die Seuchen verschwunden seien. Ebenso müßten eventuell mit Zwang die Schutzmaßregeln gegen dieJnsectenschäden eingesührt werden,- dann sehe die Obstzucht einer besseren Zukunft entgegen, dann würden auch die feineren Sorten Aepfel, nicht blos die Schafsnasen gedeihen. Er hob ferner hervor, daß der Con- sum des Obstweins gegenüber dem Bier, wie in Württemberg, sich vermehren würde, wenn solcher aus besseren Sorten hergestellt würde. Das für dieses Getränk ausgegebene Geld bliebe im Land, während jetzt Hunderttausende für Malz in's Ausland fließen. Auch erwähnte er, welche Vortheile einer Gemeinde durch Ausbildung eines tüchtigen Baumwärters erwüchsen und wie diesen Wärtern in Folge der Anregung durch den Obstbauverein ein sehr guter Verdienst in Aussicht stände. In dieser Beziehung sagte auch Herr Bürgermeister Schepp, der großes Interesse für die Sache zeigt, seine Mitwirkung zu. Der interessante Vortrag wurde mit lautem Beifall belohnt und sofort meldeten sich 16 Mitglieder zum Eintritt in den Verein. Es schloß sich hieran eine anregende Discussion der interessirten Obstzüchter, bis sich die Gesellschaft Abends allseitig befriedigt trennte. △ Leusel, 14. Juli. In schönster und gelungenster Weise nahm das gestern dahier abgehaltene Bezirks-Krieger- feft des Kreises Alsfeld in Verbindung mit der Fahnenweihe des hiesigen Gesangvereins seinen Verlauf. Nachdem am Samstag Abend ein Concert auf dem Festplatz und Zapfenstreich das Fest stimmungsvoll eingeleitet, weckte in der Frühe des gestrigen Morgens eine Tügesreveille die Einwohner aus ihrem Schlafe und verkündete den Anbruch des Festtages. Ein Festgottesdienst ries gegen 9 Uhr die Einwohner zur Kirche. Nach und nach trafen die eingeladenen Vereine, ca. 25 an der Zahl, ein. Dazwischen wurden die amtlichen Verhandlungen des Bezirkstags abgehalten. Hierbei wurde Herr Kreisrath v. Grolman einstimmig zum Ehrenpräsidenten des Bezirks ernannt und ihm sofort durch eine Deputation die Ernennungsurkunde überbracht. In herzlichen Worten dankte derselbe für die ihm zugedachte Ehre. Die Deputation bezw. ein Mitglied derselben übermittelte diesen Dank der Festversammlung. Nach 1 Uhr fand in programmmäßiger Weise die Aufstellung des in der That imposanten Festzugs statt, der sich nach dem Durchzug durch das schlich geschmückte Dors auf den Festplatz begab. Hier begrüßte zunächst der Präsident des hiesigen Kriegervereins die zahlreich erschienenen Vereine und Festgäste in herzlichen Wortefi. Nach dem allgemeinen Gesang „Brüder reicht die Hand zum Bunde" hielt Herr Pfarrer Trautwein von Alsfeld in markigen Worten die formvollendete Festrede. Der Bezirkspräsident Herr Kurz- Alsfeld brachte ein begeisternden Widerhall weckendes Hoch auf Se. Königl. Hoheit den Großherzog aus. Der Gesangverein Groß-Felda, der einmal sehr splendid ist, überreichte dem Gesangverein Leusel eine schöne Fahnenschleife. Auch der Gefallenen im Feldzuge 1870/71 wurde in pietätvoller Weise gedacht- zu ihrem ehrenden Andenken entblößte tue Versammlung das Haupt. Nun wechselten die Gesänge der Gesangvereine mit lustigen Tanzreigen und in fröhlichster Weise nahm das Fest seinen weiteren Verlauf. vermischter. = Frankfurt, 14. Juli. Am 23. und 24. September d. I. findet Hierselbst die XI. Jahresversammlung des deutschen Vereins für Armenpflege und Wochlthätigkeit statt. Die Tagesordnung für dieselbe lautet: 1) Geschäftliche Mittheilungen,' 2) Mitteilungen über den Stand der Haushaltungsunterrichts-Commission, Berichterstatter Vorsitzender der Commission F. Kalle-Wiesbaden ; 3) das Landarmenwesen, Berichterstatter Bürgermeister Dr. Münsterberg-Jserlohn - 4) ine Wohnungsfrage, Berichterstatter Amtsrichter Dr. Aschrott-Berlin und Stadtrath Dr. Plesch-Franksurt- 5) die Grenzen der Wohlthätigkeit, Berichterstatter Rechtsanwalt Dr. Fuld-Mainz und Direetor Dr. Emminghaus-Gotha - 6) Wahlen- 7) Beschlußfassung über Zeit und Ort des nächsten Congresses. * Berlin, 14. Juli. Der Dienstknecht Wilhelm Kunusch aus Coswig, Kreis Kalau, welcher am 24. Deeember v. I. den Kutscher Friedrich Luft in Tempelhof ermordet und beraubt hatte und deshalb vom Schwurgericht des Landgerichts II zum Tode verurtheilt wurde, ist, wie der Erste Staatsanwalt Müller öffentlich bekannt macht, heute früh im Hofe des Strafgefängnisses zu Plötzensee hingerichtet worden. Verkehr, Land« unb Vstk»lvirthscbaft. Gießen, 15. Juli. (Marktbericht). Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Lutter pr. Pfd. X 0,80-0,90, Hühnereier 1 St. 5—6, 2 St. — H, Enteneier 1 St. 6— H, 2 St. — Käse pr. St. 5-7 A, KLsematte pr. St. 3 Erbsen pr. Liter 17 H, Linsen pr. Liter 28 H, Tauben pr. Paar X 0,60-0^0, Hühn^pr- Stück X 0,90—130, Hahnen pr. Sb X 0,70-1,20, Enten pr. Stück X 1,50-1,80, Ochsenfleisch pr.Pfd 68-72 Kuh-und Rindfleisch 60—62 H, Schweinefleisch 60-70 H, Hammelfleisch 56—68^, Kalbfleisch 52—60 Kartoffeln pr. 100 Kilo X 4,80—5,20, Weißkraut pr. St- 6—8 Zwiebeln per (Zentner X 8,00—9,00, Milch per Liter 12—18 H, Kirschen per Pfd- 16—20 H. Farbige Seidenstoffe von 95 Pfge. bis 12.55 p. Met. — glatt gestreift, karrirt und gemustert, (ca. 2500 versch. Farben und Dessins) — vers. roben- und stückweise porto- und zollfrei das Fabrik-DäM G. Henneberg (K. u. K Hoflief.) Zürich. Muster umgehend. Brrefe kosten 20 Pfg. Porto. 15 Temperatur der Lahn und der Lust am 15. Juli, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 15, Luft 21 Gr. Rübsamen. billigst 5915 feine Bett- Port weine. Port Old bis zu Mark 10.— per Flasche. Mark 4.- Verdelho Wallthorstraße 51. 5934 Carl Schwaab, Seltersweg 23. 5182 Seltersweg. 5011] Seltersweg. 5941 Benner & Krumm. 5177 stets frisch. 5932 Liudeuplatz 4 Zum Photographie an [5922 4957 i 4902 en detail. en «ros. Xeres Gold Oloroso Amoroso kV Mark » n g w ? a r- ’S ■B 5 Madeira. Mark 3 — | Sao Martinho jede Flasche ist mit uns. Firma u. Trade-Mark versehen. General-Vertretung und Niederlage für Giessen: Ladenmädchen, tüchtig im Rechnen und Schreiben, mit prima Zeugnissen gesucht. Offerten mit Zeugnißabschristen und Sherry. I Mark Triumph- Klappfliihle von Mk. 2.25 an bei Th. Brück, Gchloßgaste 1«. f in alten Weinen für 2* Reconvalescenten. Seifen, Parfümerien. Firnisse-, Lacke, Pinsel. Farben, trocken und in Oel (strichfertig). Gement, Kreide, Gyps, Carbolineum. Schrot. Gesundheits, Vegetarianer-, Graham-Brod ■' nach Karlsbader Backart Gebrüder Adami, 14 Mäusburg 14. Zug-Jalousien neuester Construetiou liefert aus Bestellung Ernst Blödner, Zwiebelkuchen jeden Montag, Mittwoch und Freitag, von 9 Uhr Morgens an. B. Schomber, 5624] Ein erstes Malaga-Wein-Haus sucht einen tüchtigen Vertreter. Offerten eub Nr. 10U0 an Rudolf Moste, Mainz. 5798] Ein Mädchen tagsüber zu Kindern gesucht. Näheres in der Exped. d. Bl. M. M <7 * ? «jährig, äußerst fromm und zuver« lässig, verkauft [5878 Karl Euler, Hammstraße Nr. 5. Imperial Wine Comp London E. C. Awiebelkuchen Montag. Mittwoch und Freitag, Morgen« um 9 Uhr, bei Fr. Hennings, Benner & Krumm, Giessen Bahnhofstrasse 410. Neuesöauerkraul empfiehlt Wilh. Schomber, 5943 Neuen Bäue 10. Alten Wetterauer uud Nordhäuser -kornbranut- weiu zum Ansehen, sowie ächten sranzöfischeu Cognac empfehlen 2.- 2.25 2.75 2.- 2.25 2.75 ZwiebelKuchm jeden Montag, Mittwoch und Freitag, von 9 Uhr Morgens an. Fried. Holl 5912 „im Stern", Mäusburg 12. werden im Hotel Weber in Gießen, Liebigstraße, fämmtliche meist Möbel und sonstige Gegenstände, namentlich: 14 sehr gute vollständige Betten, theilweise franzöfi stellen, Waschkommoden mit Marmoraussätzcn, Nachttische, Sophas, Tische, Stühle, Kommoden, Kleiderschränke, Spiegel, Eisschrank, Küchengeräthe und verschiedene andere Gegenstände Vaselin-Theerseife von Carl John & Co., Berlin N. und Cöln a. Rh. erweicht durch ihre Milde alle unter der Haut entstehenden Ablagerungen, entfernt Hautausschläge und selbst veraltete Gesichtsflecken, ä Stück 50 Pf. zu hab. bei E. Dort, Wallthorstraße 45, Wilhelm Fritsch. [3922 Drogen, Chemiealien, "Verbandstoffe, med. Weine. Thee, Cacao, Chocolade, Materialwaaren. freiwillig versteigert. NB. Sämmtliche Gegenstände sind erst kurze Zeit im Gebrauch und vollkommen gut erhalten. Auf Verlangen der Interessenten können auch ganze Zimmer-Einrichtungen zusammen genommen werden. Nähere Auskunft ertheilt J. Rothenberger, Ger. - Taxator, Lindenplatz 8. In Auftrag: 5880 Vogt. | 40( 0] Ein großer Oleander und zwei große Zeigen-Bäume zu ver- I kaufen. Wo 1 fagt die Exped. d. Bl. stroem zurUebernahrne dieses fine Wahl würde zugleich eine iucrfität auch in der Zweiten Bedeutung der Universität für rgärig sein kann. Daß andere ibur^ auch ähnlich verjähren rcuen brauchen, lehrt die öectüre -.derer deutscher Staaten. e rittrrg btt Stadtverordneten . Zull 1890, Nachmittags anid)tn8inien. 2. Erbaumg .... 3. Die ReguliiMg dl- ^ngd-sMz-rsimS«'- - ;-ngel um Erl°K .-„nuioOTtmaltung um Abg» ■ „ eriinbngetftraBe. 7; ®a8 «fit Mildestev£:n Seife garantirt rein und sehr aromatifch, empf. in Packeten ä 3 St. — 40 5919] Wir suchen für unsere mechanische Bauschreinerei einen tüchtigen erfahrenen Gchreinermeister. Eintritt sofort resp. 1. October. Bang & Baumbach, Dampfsäge, Biedenkopf. und zum Einmachen: Sämmtliche Gewürze, Feinster Weingeist, Arae, Rum, Mmrsterl. alter Kornbranntwein, Kirfchwaster, Zwetschenwasser, Weinstein und Weinftetnsäure, Bester Raffinade-Zucker, Einmachefsig, Essigestenz, Esfigsprit, Salieylsäure, Saccharin, Pergamentpapier, Korke, Harz, Flaschenlack, Schwefelband, Schwefelfaden :c. ic. Drogengefchäft von Otto Äc/ia af, SelterSweg 89. [5867 Arbeiterkleider empfiehlt in nur besten Qualitäten und dauerhafter Arbeit 52oi Robert Stuhl, Neustadt 23. Sup. old Port very sup. tawny bis zu Mark 10.— per Flasche. Nicht zu übersehen! Der Rest meines Lager» wird von heute ab Sonnenstraße 5 zu jedem annehmbaren Preise abgegeben. 5930 A. Grünebaum. Zwiebelkuchen Montag-, Mittwochs und Freitags, von Morgens V29 Uhr ab, bei [5892 Emil Noll, Löwengasse. GroßeMöbelverfteigerimg wegen Aufgabe des Geschäfts. Dienstag de« 22. und Mittwoch den 23. Juli, Nachmittags 2 Uhr mhhmhsmhs G wegen oorgerüeäter Saison G verkaufe: _ G M Damen-KleiderstoEEe MM f W Promenadm-Mantel, Umhänge M M und Zaquets O bedeutend unter Preis. OP Gleichzeitig empfehle in größter Auswahl die neuesten MZk Damen-Staubmäntel W G in Gloria (wasserdicht) zu sehr billigen Preisen. Neuheiten in Regenmänteln sind eingetroffen. "3MZ AB Hermann Katz, a Manufaktur-, Modewaarm und Consection, Seltersweg 20. [5330 Strohhüte und Sonnenschirme verkaufe, um damit zu räumen, zu jedem annehmbaren Preis. [5936 5 Lindenpt. 5 Heinrich Repp 5 Lindrnpi. 5. C G Hartmann, Schweinemetzgerei, Frankfurt a-M-, gr.Eschenheimerstr.25. Spengler gesucht. Kauffmann & Eo., 5926_______________Lampenfabrik.______ 5923] E- achtb. Dame kann sich durch Uebernahme eines gangb. Artikels lohnend- Nebenverdienst verschaffen. Adr. mit Aufgabe von Referenzen sub K. A. 1924 an Rudolf Moste, Berlin c. 2. : :ing F» < elt ffaren n-ckr e.n J ^ste M . a ? für ;-c bock'le 3 - anders * Ile» „genommen |»‘i . bfe a"9L der N» ■: cmM öoffen W Dann kann ^eteoro ■ L ÜeW* . •: ' Aber P .Meist 11 I * I ,5r <’" • ,«NN,,JOlil>-| d-M« de» i» " »«(,l .-'t :-*S I ' ?^'eh6ler-1 Oeffentliche Aufforderung. Ansprüche an die unten mit Flur und Nummer bezeichneten, den bei- bemertten Namen in den Grundbüchern zugeschriebenen Liegenschaften, die theils veräußert, theils überschrieben werden sollen, sind so gewiß innerhalb 6 Wochen vom Erscheinen in den Blättern gerechnet, dahier vorzubringen und zu begründen, als sonst die vorliegenden Verträge bestätigt, die Beschränkungen gelöscht und die Einträge in die Mutationsverzeichnisie versügt werden. 1) Gemarkung Mendorf a. d. Lumda. Vorm Namen: Benner, Heinrich III. Frau, geb. Michel, 11/65 und 204. Vorm Namen: Wagner, Balthasar III. und Frau, geb. Wießner, XVI/174. Vorm Namen: Wießner, Melchior Wittwe, XVI/25. S) Gemarkung Ber-rod. Vorm Namen: Wilhelmine Nürnberger K. T., VII/478. 3) Gemarkung Beuern. Vorm Namen: Balthasar Arnold, V/367. 4) Gemarkung Climbach Vorm Namen: Heinrich Stein und Frau, geb. Stiehl, 11/264. 3) Gemarkung Großen Linden. Vorm Namen: Schmidt, Johannes, Wagner in Hörnsheim, X/69. 66. 6) Gemarkung Leihgestern. Vorm Namen: Paulus Heß HI. und Ehefrau Christine, 1/132. 7) Gemarkung Rei-kirchen. Vorm Namen: Ludwig Launspach V., 1/219. Gießen, 5. Juli 1890. Großherzogliches Amtsgericht. Fresenius. 5928 Bekanntmachung. Am Mittwoch den «S Juli d. I., Vormittags von 9—12 Uhr und Nachmittags von 2—6 Uhr, wird die Wahl von 38 Wahlmännern für die Gemeinde Gießen zum Behuf der Wahl eines Abgeordneten in der Gemeinde Gießen in dem Sitzungszimmer des Bürgermeisterei-Gebäudes vorgenommen werden. Alle stimmberechtigten Staatsbürger werden daher eingeladen, an dem gedachten Termin sich persönlich einzufinden und ihre Stimmen ab- Zugleich wird darauf aufmeMam gemacht, daß diejenigen, welche mit der Entrichtung ihrer schuldigen directen Staatssteuer, oder falls sie zu einer solchen nicht herangezogen sind, ihrer Communalsteuer länger als zwei Monate sich im Rückstände befinden, zur Abstimmung nicht zugelaffen werden und daß daher alle Diejenigen, welche bis zum 16. dieses Monats, bezw. bis zum 19. d. Monats mit der Entrichtung der betreffenden Steuer über zwei Monate im Rückstände waren, nur dann zur Abstimmung zugelaffen werden können, wenn sie diesen Rückstand noch bis zur Wahl absühren und daß solches geschehen, der Wahlcommission durch Vorzeigung ihrer Steuerquittung nachweisen. Gießen, am 15. Juli 1890. Die Wahlcommission: Der Bürgermeister: Die Urkundspersonen: Gnauth. ___________Keller. Vogt._______5940 Bekanntmachung. Alle Steigerer, welche ihr im Gießener Stadtwald ersteigertes Holz noch nicht abgefahren haben, werden aufgesordert, dies um so gewisser bis 25. dieses Monats zu thun, als sonst Anzeige gegen die Läunngen erhoben werden wird. Gießen, den 14. Juli 1890. Grcßherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 5939 Steins Garten. Freitag den 18 Juli: Grosses Exlra-Concert der hiesigen Regimentscapelle im Verein mit dem Piston- Virtuosen Herrn Türpe, unter Leitung des Mustkdirectors Herrn C. Krauste. Anfang *1 Uhr. Billete im Vorverkauf bei Herrn E. Challier (Rudolphs folger) ä 80 Pfg., Abends an der Kaffe 73 Pfg.l5946 Jahresfest Bekamltmachimg. Die Lieferung von 4400 Ctr. Nußkohlen Nr. II für die städtischen Anstalten für das Etatsjahr 1890/91 soll unter den auf unserem Bureau zur Einsicht offen liegenden Bedingungen vergeben werden. Offerten, in welchen der Preis pro Doppelwaggon franco Bahnhof Gießen anzugeben ist, sind bis zum 19. diese- Monats. Vormittags 12 Uhr, mit der Aufschrift „Kohlenlieferung" versehen, in unserem Bureau abzugeben. Gießen, den 14. Juli 1890. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 5929 Gnauth. Mittwoch, 16. Juli L J>, Nachmittags 2 Uhr, werden im „Adler" gegen Baarzahlung versteigert: 1 Plüschgarnitur (Sopha mit 6 Sr sseln >, 1 Verticow. 1 Weißzeugschrank, 1 Hobelbank, 1 Kleiderschrank, 1 Commode, Bilder, Spiegel u. A. Geißler, 5909 Großh. Gerichtsvollzieher- Mittwoch den 16. Juli, Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im Hinterhause de- Herrn Kaufmann Kroll, Selter-weg 12, den Nachlaß der Frau Noll, als: Möbel, einen einthür.Kleiderschrank, Commode, Tische, Stühle, sowie sehr gute Frauenkleider uud Weißzeug, Betten. 30 Glleu Hausmacher - Tischtücherzeug, ein neues Wagentuch, Ginmachfäffer re. und sonstige HauShaltungsgegen- stände. J. Rothenberger, 5814 Ger.-Taxator. Vermietungen. 5382] Ein Logis, 5 Zimmer nebst Zubehör, bis zum 1. Octbr. zu vermiethen. ________________________Bleichstraße 15. 5931] Ein kleines Logis zu vermiethen. Lindenplatz 4. 5937] Goethestratze 15 ist eine schöne Mansarden«Wohnung weg- zrrgSlmwer viS 1. October zu vermiethen.__ 4998] Mehrere kleine Familienlogls billigst zu vermiethen. Näheres ____________________Nordanlage 33. 5359] Mansardenlogis in der Dammstraße zu verm'ethen ________________L. Huhn, ArchUect. 4732] Mansardenlogis zu vermiethen- _____________I. Pfeffer, Marktplatz. 5884] Ein Logis, sof. beziehb-, vermiethet Christ. Jungblut, Rodheimerstr- 2. 5886] Hammstr. 16 drei neue Logis zu vermieden und alebald zu beziehen. Näheres bei Christian Jungblut. 5860] Ein Logis zu verm., sowie ein Stübchen mit Bett. Katharinengasse 10. 5795] Ein Logis, 2 Zimmer nebst Zubehör, mit Wasserleitung, an ruhige Leute zu vermiethen.__Marktstr. 32. 5801] Der 2. Stock meines neuen Hauses in der Bleichstraße, 6—8 Zimmer, zu vermiethen und alsbald zu beziehen. Näheres Löberstraße 3 I. _________________W. Steinbach. 5809] Logis, 3 kl- Zimmer mit Zubehör, vermiethet Theodor Schmidt, Ederstr. 6. 5571] Durch Umzug des Herrn Verwalter Keller ist der II Stock meines Hauses, 5 Zimmer nebst Zubehör, per 1. October anderweit zu vermiethen. Chr. Zimmer, Bahnhofstraße J2,_ 4739] Ein Logis von 4 Zimmern, Cor- ridor und Wasserleitung, zu vermiethen. __Kanzleiberg 7 2615] Wegzugshalber der 1. u- 3. Stock, ein jeder mit 6 Zimmern, Küche und Zubehör, auf Wunsch auch Gartenantheil, zu vermiethen. Frankfurterstraße 53. am des verstärkte durch [5774 Amil 5938 an den Bahnhöfen- Neubau Ludwigstraße. 5942 5927 Der Vorstand. 5947 Die trauernden Hinterbliebenen 100 35 Tendenz: fest. Telegraphisch» ksvMttitzt der Berliner Börse v»m 15. Zuli 1890. 5743 Laden Tendmz: fest. ReickSbank-DiScont 4 pEt. — Frankfurter Ban'-TiScont 4 pCt. Mdaetion: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'fchen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gieß« 22110 156 60 165 80 164.70 26475 104 62 206 87 121.00 165 90 10400 9160 155.75 106 65 Oesterr. Silberrente 500 35 Ruff. Orient in. 89 40 94 20 77 70 73.70 I Oesterr. Eredit«eticu Oesterr. GtaatSbahrEettert Dortmunder Union-Actteu Darmstädter Bavkattien 220 90 196.10 10000 165.50 404 00 208 50 163.70 139 50 39 90 164.80 141 50 83.30 Die Beerdigung findet Donnerstag Nachmittag 2 Uhr vom Sterbehause (Hinter den Bahnhöfen 46, bei Rüsing) statt. Jenseits abzuberufen. Gießen, den 15. Juli 1890. Disconto-Eomm. Darmstädter Bank-Act. Dresdener Bank-Act. Berliner Handelsges. Oesterr. Credit-Act. Wiener Bankoereins-Act. Oesterr. Staatsbahn Lombard. Eisenbahn DiSconto-EoW.-NnLheilt Harper er Ostpreußen Bochumer Gußstahlaettsn Schlußeourse 1 Uhr 15 Mn. 107 35 4 pCt. Ungar. Goldrente Buschtherader Elbethal-Bahn-Act. Gotthard-Bahn-Act. Schweizer Nordost „ West Gelsenkirchener Ver. Kön.- und'Laurahütte-Act. Oesterr. Alpine-Montan (98. Vereinsjahr) Mittwoch den 16. Juli 1890, Nachmittags 5 Uhr, in der Stadtkirche unter Leitung Grossh. Universität^ - Musikdirectors Herrn Adolf Felchner. Mitwirkende: Hausbursche gesucht von [5935] Chr. Wallenfels. auswärtige Künstler Vereinsorchester. Freitag den 18. Juli, im Saale der städt. Turnhalle, Südanlage, Anfang punkt halb *7 Uhr: Vortrag von Frl. Natalie Köhler. Oedipus in Kolonos. Tragödie des Sophokles, deutsch v. Donner. Als Melodrama mit der Musik von Mendelssohn. Harmonium- u. Pianofortebegleitung, Eintrittskarten im Vorverkauf in der Ferber’schen Univ.-Buchhandlung, sowie bei Herrn Ernst Challier (Rudolphs Nachf.) Elnzelbillets L 125, Famillenbillets für drei Personen ä «>4L 2 50. [5933 An der Kasse Einzelbillets «vH. 150 Giessener Concertverein. Sechstes Concert Sängerkranz. Die auf der Karte vorgesehene Farthie in den Philosophen wald stndet SMgT Donnerstag den 17. Juli, Abends 8 Uhr, statt. GsKISAericht von L. WasserschlebeK. BülckMfchitll Wrenkfartee Gürs« vom 15. Juli 1880. des OtmhejMen Vereins für innere in der Stadtkirche zu Gießen am 23. Juli 1890, Vormittags 10 Uhr. I. FestgotteSdienst: Pfarrer Frohnhäufer aus Mainz. II. Verhandlungen: 1. Jahresbericht: Pfarrer Schloffer-Gießen, 2. Welche Aufgaben erwachsen den Vereinen für innere Mission aus der gegenwärtigen Lage? Referenten: Reiseprediger Wagner aus Darmstadt, Professor Dr. Gottschick und Professor Stamm aus Gießen. III. Borstandswahl. Um 3 Uhr gemeinschaftliches Mittagessen im Hotel zum Einhorn . (trockenes Couvert 2 an der $otn™ i fingiert ' t(f£ d< er (ut S' den P .. . in" ften. Sfr* ifi» S, L Programm. I. Theil Ouvertüre, Arien und Chöre ans dem Oratorium „Der Messias“ v. G. F. Haendel. II. Theil Lobgesang, eine Symphonie-Cantate, nach Worten der heiligen Schrift v. F. Mendelssohn- Bartholdy. Eintrittskarten für Nichtmitglieder (Sperrsitz im Schiff der Kirche zu <^L 3.—, un- nummerirter Platz im Schiff der Kirche und der ersten Emporbühne zu JL 2.—., zur zweiten Emporbühne zu JL 1.—, zur Generalprobe zu 1 —, sowie Textbücher zum „Lobgesang“ für 10 H sind in der Musikalienhandlung des Herrn Ernst Challier (Rudolphs Nachf.) zu haben. 5882] Einen Lehrling sucht Ludwig Faber, Schlossermeister, Großen-Linden. Verloren eine Frauentasche m. Portemonnaie und Schlüffe! ans dem Wege vo« Grotzen-Buseck nach Wiese«, i Abzugcben gegen Belohnung auf 5945 Bürgermeisterei Wiese«. Gefunden eine goldene Damennhr. Abzuholen Frankfurterftraße 47, j^yeteranenverein Giessen./^" Die von dem Veteranenverein Gießen arrangirte Fährt nach den Schtachtftldern um Metz findet am Samstag den 9. August statt. Die Kameraden, sowie alle Diejenigen, welche an dieser Fahrt theilnehmen wollen, können sich bei Kamerad Gg. Schwan, Messerschmied, Marktstraße, melden, daselbst auch nähere Auskunft erhalten. Am 20. Juli wird die Theiln ehmerliste geschlossen. Das Programm der Reise wird später veröffentlicht. 5920 Der Vorstand. 5656] Ein möblirtes Parterr.zimmer zu vermiethen.________ Seltersweg 56. 5925] Bleichstrahe 5 III sind zwei ineinandergehende unmSblirte Zimmer sofort zu vermiethen. 5756] Ein möblirtes Zimmer zu ver- aiethen. Südanlage 3, Hinterhans. 4760] Ein möbl. Zimmer zu vermiethen. A. Wallenfels Wwe., Kirchmplatz 21. 5651] Ein schön möblirtes Zimmer zu vermiethen-__Stadt Cassel. 5848] Möblirtes Zimmer zu vermiethen und alsbald beziehbar. Marktplatz 1. Tüchtige Metalldreher finden dauernde Beschäftigung. 5944 Hch. Schaffstaedt. Mehrere Handlanger finden dauernde Beschäftigung am