Schlosse in Heidelberg befand. Ein Schriftsteller jener Zeit schildert uns dieses achte Weltwunder folgendermaßen: „Durch große Fenster, welche man nach Belieben schließt und öffnet, wird der Raum erleuchtet, an schönen Tugen aber scheint die Sonne herein, um die Bäume zu erfreuen. Wenn schließlich die schöne Jahreszeit gekommen und die Furcht vor Frösten geschwunden ist, werden alle diese Bäume von Wandung und Decke befreit und der Macht des Sommers überlassen. So regiert vermöge dieses kostbaren Aufwandes in diesem Aufenthalt beständig die Milde des Frühlings und des Sommers und nie wird die Strenge des Winters daselbst empfunden." Solche Wintergärten bleiben jedoch immer ein Vorzug, welchen sich nur der wirklich Begüterte gestatten darf. Der breite Mittelstand ist daraus angewiesen, den knappen Raum am Fenster für die Pflege der Kinder Floras frei zu halten. Und die fortschreitende Zeit hat es gelernt, ihn zu einem köstlichen Schmuckplätzchen umzugestalten. Zwischen den Doppel« scheiben blüht die Hyacinthe, indem durch diese geschickte Einrichtung dem starken Dust der Zugang zu unseren Geruchsnerven verwehrt ist, während sich darum das Auge dennoch der Farbenpracht freuen darf. Die dankbare Fuchsie zeitigt ihren stets sich verjüngenden Blüthensegen innerhalb der übrigen Kinder Floras, wo selbstverständlich Veilchen und Rose, die steten Lieblinge unseres Volkes, niemals fehlen dürfen. Umrankt ist dieser Garten in unserem Zimmer von Schlinggewächsen, welche sich wie ein kunstvoll geschnitzter Rahmen um das blürhenreiche Bild legen. Alven strecken ihre fleischigen Blätter, Kakteen ihre gestachelten dazwischen, überragt von Palmenwedeln oder der dicht geschloffenen Krone eines Orangenbaumes. So einen sich beinahe alle Zonen, um mit ihren besten Gaben unser winziges Gärtlein am Fenster auszustatten. Mitunter fehlen nur die buntgefiederten Sänger darin, und wir glauben wirklich, daß dies Stückchen Zimmerraum einer tropischen Welt angehört. Die Kunst thut das Ihrige, immer neue Formen in dieses Gärtlein hineinzuschaffen. Bald erfindet sie eine Ampel, von welcher herab artige Blattranken nicken und grüßen, bald ein anderes nützliches Geräth, in welchem die Pflanzen unseres Wintergartens vornehmlich gedeihen oder zur Geltung kommen. Neuerdings hat man sogar Fruchtbäume im Zimmerraume gezogen. Der Erfolg that dar, daß es bei einiger Sorgfalt gar nicht schwer sei, dem Winter auf diesem Gebiet eine Ernte abzutrotzen. Aprikosen, Pfirsiche, Kirschen und sogar Wein reisten prächtig in dem kleinen Gärtlein zunächst dem Fenster. Die Bäumchen, ihrer dicksten Wurzeln beraubt, gedeihen ganz vortrefflich in unseren gewöhnlichen irdenen Töpfen. Die Königin Victoria hatte eine innige Freude, als es ihr aus diese Weise gelang, mitten im Winter vor ihren Augen einen Weinstock heranreifen zu sehen, welcher sechs prächtige Trauben trug. Gewiß ist es im Grunde eine Spielerei, aber eine, welche unsere Phantasie aus das Angenehmste beschäftigt und außerdem in einen engen Zusammenhang mit der Natur bringt. Einen allerliebsten Nutzen zieht man aus dieser Cultur, indem die bis zu einem Meter hohen Bäumchen an den Gesellschasts- abenden auf den Tisch gestellt werden, wo man dann die reisen Früchte als Dessert direct vom Aste brechen kann. Das konnte selbst Albertus Magnus bei dem oben geschilderten Gastmahl seinem Könige nicht spenden. Neben diesen Wintergärten im geschlossenen Zimmerraum bietet die Natur ihren mächtigen, weiten, welcher keine Umgrenzung kennt. Wem aber das Mannigfache, Regellose, wie es hier herrscht, nicht genügt, der kann sich im Freien selber ein Gärtlein zurechtmachen, wo alle Regeln der Hortologie ihre Anwendung finden. Carus Sterne, der liebenswürdige Beobachter der Natur, gibt die Anleitung dazu folgendermaßen : Man müsse eine abseits gelegene, durch die Garten, 1890 Samstag den 15. November Rr. 267 Aintr- und Anzeigeblatt ffit den Tkreir Gieren ]~ Gratisbeilage: chießmer IaMikienökätter. Anrtliche* Theil vember r 9513 13^ Annahm, von Anzeigen zu der Nachmittag- für den ftlycnben Tag erscheinenden Nummer bis Sonn. 10 Uhr. der die aus und 9000 92 1810 81.60 Die Gießener »erden dem Anzeiger ^chentlich dreimal beigelegt. Der Htzrtzener Zszetger erscheint täglich, Ausnahme de- Montag». 12612 42150 20160 140'’ sslfr • Moeser. ^genommen mb M mit Mchtig« MÄchn _________ 9510 geräumiger ist und allerlei köstliche Kinder Floras, welche aus den dürftigen Verhältnissen des Armen nicht hervorsprießen können, Blätter und Blüthen ineinander mischen. Gleichwohl hat es schon früh Zeiten gegeben, wo man sich selbst im Winter den Luxus eines wirklichen Gartens gestattete. So soll Albertus Magnus dem zum deutschen König gekrönten Grafen Wilhelm von Holland im Jahre 1249 am heiligen Dreikönigstage zu Köln ein Gastmahl gegeben haben, welches inmitten eines Gartens stattfand. Der froststarre Boden war mit grünem Rasen bedeckt, die Bäume mit Laub und Blüthen, während sich aus den Zweigen sröhlich zwitschernde Vögel schaukelten. Diese Nachricht ist einerseits lange angezweifelt worden, anderntheils glaubte man an einen Zauber, welchen ein so gelehrter Herr wie Albertus Magnus nach der Meinung seiner Zeitgenossen wohl zu Stande bringen konnte. Heute gehen wir wohl nicht fehl, wenn wir uns unter jenem Garten ein mächtiges Treibhaus vorstellen, welches in einer so blühenden Stadt, wie es das deutsche Rom bereits im Mittelalter war, und bei den reichen Mitteln, über welche die Kirche daselbst verfügte, wohl vorkommen konnte. Ein späterer Wintergarten dieser Art wird dann geschichtlich aus dem Jahre 1574 beglaubigt. Es ist dies das Orangeriehaus des Kurfürsten von der Pfalz, welches sich bei seinem Neueste Nachrichten. WolffS telegraphisches Torrespondenz-Burcau. Berlin, 13. November. Die „Berl. Pol. Nachr." melden: Dem Bundesrath ging eine kaiserliche Verordnung zu, wodurch das Invaliditäts-Gesetz am 1. Januar 1891 in Kraft tritt. Berlin, 13. November. Das Abgeordnetenhaus wählte heute durch Acclamation das bisherige Präsidium wieder. Der Reichskanzler v. Caprivi bringt die Steuerreformgesetze, Abänderung des Volksschulgesetzes und die Landgemeindeordnung ein und hob hervor, daß bei allen Entwürfen die sociale Frage berücksichtigt sei, um den Staat gegenüber den staatsfeindlichen Elementen zu stärken- die Staatsregierung sei sich ihrer Macht, die bestehende Ordnung zu schützen, wohl bewußt, glaube aber, daß die bestehenden Gesetze ausreichen, man wolle durch die Gesetze Liebe zum Staate und zur Gemeinde erwecken. Wie bei den gesührten großen Kriegen, so sollten auch jetzt alle Parteien einmüthig zusammenstehen in einem Kriege, der nicht weniger bedenklich sei, warum sollten wir hier auch nicht sagen: Hier ist das Vaterland, bei dem wollen wir stehen, für das wir arbeiten, für Fenilleton. Winter-Flora. Von Sylvester Frey. (Nachdruck verboten.) „Das Fenster ist der Garten des Armen," lautet sinnige Ausspruch eines Denkers. Im Winter aber, wo Natur mit ihren Gaben kargt, bleibt selbst der Reiche dieses Gärtlein angewiesen. Nur daß es hier Heller unterrichte beizuwohnen, Fragen zu stellen und den Lehrer nach Schluß des Unterrichts sachlich zu berichtigen. Für den evangelischen und katholischen Religionsunterricht gilt der Pfarrer als gesetzlich beauftragt. Die Zurückweisung des Beauftragten ist nur zulässig, wenn derselbe die Ordnung in der Schule gestört hat. Die Träger der Rechtsverhältnisse der Volksschulen sind die bürgerlichen Gemeinden, die selbständigen Gutsbezirke und die Schulverbände, welchen auch die Aufbringung der Kosten für die Errichtung und Unterhaltung der Volksschulen obliegt und die Verwaltung der äußeren Angelegenheiten zusteht. Berlin, 13. November. Nach dem in der morgigen Extraausgabe der „Deutschen Medicinischen Wochenschrift" erscheinenden Aufsatze Robert Kochs, betitelt: „Weitere Mittheilungen über ein Heilmittel gegen die Tuber- culose" ist die wichtigste Eigenschaft seines Mittels die specifische Wirkung desselben auf tuberculose Proceffe jeder Art. Das Mittel ist neben seiner Heilwirkung auch wichtig für diagnostische Zwecke. Volle Heilerfolge sind erzielt bei Lupus, Drüsentuberculose, Knochentuberculose, Gelenktuber- culose; beginnende Lungenschwindsucht ist durch das Mittel zu heilen. Ueber Zusammensetzung und Herstellung des Mittels macht der Aussatz noch keine Mittheilung. Berlin, 13. November. Das Landesöconomie- Collegium nahm mit großer Majorität den Abänderungs- Antrag zum Unterstützungs-Wohnsitzgesetz in folgender Fassung an: „Der Erwerb und Verlust des Unterstützungswohnsitzes hat bereits nach zurückgelegtem 16. Lebensjahre zu beginnen." Berlin, 13. November. Das Landesöconomie-Collegium erkannte mit großer Mehrheit das Bedürfniß der Neuregelung der bestehenden Vorschriften über die Verwendung der zur Hebung der Rindviehzucht bestimmten öffentlichen Geldmittel an und ersuchte den Minister um Einsetzung einer Commission. Berlin, 13. November. Die Berliner Medicinische Gesellschaft ernannte den Cultusminister G oßler, den Generalstabsarzt Coler und den Herzog Carl Theodor von Bayern wegen Förderung des medicinischen Congresses und der medicinischen Wissenschaft zu Ehrenmitgliedern. — Der „Börsencurier" erfährt, Geheimrath Bergmann beabsichtige, am 17. November in der Freien chirurgischen Vereinigung eine Vorstellung von an chirurgischen Leiden Erkrankten vorzunehmen, die mit dem Koch'schen Mittel behandelt wurden. Breslau, 13. November. Die Provinzial-Synode beschloß, der „Schlesischen Zeitung" zufolge, um sich eine wirksame Theilnahme an den Berufungen in evangelisch-theologische Professuren zu sichern, für den durch den General- synodal-Vorstand verstärkten Oberkirchenrath die Erlaubniß zu zerbrochene« vlas> loneltan-Wrann, Tafel- und ttiWtv Dpsfigmen, Fächer, , wie abgebrochene ndSchülerschochtUn, UtWWtttvw I- w. zerrissene e-chnl- liLereten auf Haus' r Firma Preis per tter.1 Glashandlung^ lang ■’Ä's 5uÜ0caIe ht Alice- das wollen wir die kleinen inneren Streitigkeiten vergessen. Nächste Sitzung am 20. dfs. Mts. Erste Berathung der Einkommensteuer, Erbschaftssteuer. Berlin, 13. November. Nach der dem Abgeordnetenhause heute zugegangenen Einkommensteuer-Vorlage hört die Steuerfreiheit der vormals unmittelbaren deutschen Reichsstände gegen eine zu gewährende Entschädigung vom 1. April 1894 ab auf. Die Steuerpflicht beginnt bei einem Einkommen von mehr als 900 Mk. mit 6 Mk. jährlich, steigt in 25 Stufen bis zu 10 500 Mk. Einkommen mit 300 Mk. jährlich, bei höheren Einkommen bis einschl. 100 500 Mk. in Stufen von je 1000 Mk. um je 30 Mk. und von da ab in Stufen von je 5000 Mk. um je 150 Mk. jährlich- bei Einkommen bis zu 6000 Mk. können die die Leistungsfähigkeit der Steuerpflichtigen beeinträchtigenden wirthschaftlichen Verhältnisse in gewissem Maße berücksichtigt werden. Jeder Steuerpflichtige mit einem Einkommen von über 3000 Mk. ist jährlich zur Angabe der Steuererklärung verpflichtet mit der Versicherung, daß die Angaben nach bestem Wissen und Gewissen gemacht sind. Actiengesellschaften, Commanditgesell- schaften, Berggewerkschaften, Genossenschaften sind verpflichtet, ihre Geschäftsberichte und Jahresabschlüsse dem Vorsitzenden der Veranlagungscommission jährlich einzureichen. Berlin, 13. November. Die Bestimmung über die Verwendung des Mehrauskommens an Einkommensteuer lautet: Uebersteigt die Einnahme an Einkommensteuer für das Jahr 1892/93 den Betrag von 79 833 000 Mk. und für die folgenden Jahre einen um je 5,15 % erhöhten Betrag, so ist der jedesmalige Ueberschuß, soweit darüber nicht zur Bedeckung von Staatsausgaben durch den Staatshaushaltsetat verfügt wird, bis zu anderweiter gesetzlicher Regelung zu einem besonderen, von dem Finanzminister zu verwaltenden Fonds abzuführen, welcher einschließlich der davon auskouMenden Zinsen bei der ferneren Reform der directen Steuern behufs Erleichterung der kleinen und mittleren Einkommen, insbesondere auf die Ueberweisung von Grund- und Gebäudesteuer an communale Verbände bestimmt bleibt. — Nach der Volksschulgesetzvorlage bestimmte die Schulaufsichtsbehörde den Lehrplan und die innere Einrichtung der Volksschule; bei der Einrichtung der Volksschulen sind die confessionellen Verhältnisse möglichst zu berücksichtigen- es soll grundsätzlich kein Kind ohne Religionsunterricht seines Bekenntnisses bleiben- sind Kinder verschiedener Religionsgesellschaften in einer Schule vereinigt, so ist für die Angehörigen einer jeden, wenn deren Zahl nicht unter 15 beträgt, ein besonderer Religionsunterricht einzurichten. Den Religionsunterricht leiten die betreffenden Religionsgesellschaften, deren Organen die Mitwirkung zusteht bei Einführung nener Lehrpläne und Schulbücher für den Religionsunterricht. Delegirtc der Religionsgesellschaften sind berechtigt, dem Religions- DglsOsi- M 189° di- KsldrAente ,v6öaber ♦ * t ■V»r»in8: | onceri i 2 19420 1 $er. ♦ der Rosin» j Jert Trinkl. ♦ T Rieder von Y aMlf Panzer) ♦ "s«pieWalkü'‘’< Dvorak,’ < )err8itz a •} XV in I i AttMe je ®atto, ”Kt' ieb. böiieri, üft Ml°f" * Mdlitbtnc" o nht, vovi LllMtz “ y 9511 itellung frrrppe 4 harnen, Herren, fäeitynift* M aMiebte iü tin Fr. Strvoti Direktor. sowie Ausbildung im r gute billige Pension. Stets engt- und fransen in Würzburg, sowie n (staatl. gepr.) osse, NubaM W-_____ Bekanntmachung. Nachdem die Schafräude zu Lang-Göns gemäß § 130 der Reichsinstruction, betr. Abwehr und Unterdrückung von Viehseuchen, als erloschen gilt, werden die angeordneten Schutzmaßregeln hiermit aufgehoben. Gießen, am 13. November 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Gießen, den 12. November 1890. Betr.: Die Vertilgung der Raupennester; hier die Vertilgung des Frostschmetterlings (Frostnachtspanner). Das Großherzogliche Kreisamt Gießen att die Grotzh. Bürgermeistereien de- Kreises. Soweit Sie mit der Berichterstattung auf unsere Verfügung vom 14. October d. I. — Anzeiger Nr- 242 — noch im Rückstände sind, erinnern wir Sie an baldige Erledigung. Nach allen bis jetzt eingelaufenen Berichten ist die Ausführung der von uns zur Vertilgung des Frostnachtspanners angeordneten Maßregeln von günstigem Erfolg begleitet gewesen. Wir empfehlen Ihnen daher wiederholt, auch Ihrerseits die Durchführung nach Kräften zu fördern. v. Gagern. HJ_JLJBL2gS MIUÜl-t—L I k.BJ ■ ■ —1UJJL-1IB 11-1.----" Alle Annovcen-Bureaux de- In- und Au-lande- uehw"- Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegn reßener Anzeiger W Keneral-Mnzeiger. HwT erstreben, kirchliche Bedenken gegen die Vorschläge unmittelbar dem Könige vvrzutragen. Augsburg, 13. November. Der Ches der ostasrikamschen Schutztruppe, Frhr. v. Gravenreuth, wohnte heute einer Feier bei, welche der Colomalverein ihm zu Ehren veranstaltet hatte und an welcher auch die Spitzen der Civil- und Militärbehörden theilnahmen. Frhr. v. Gravenreuth hielt bei dieser Gelegenheit eine Rede über den großen Werth von Ostafrika und forderte zu einer Beisteuer zu den Seedampsern auf. — Das hiesige Offiziercorps ehrte seinen früheren Kameraden durch ein Festessen. Wien, 13. November. Die land- und forstwirth- schastliche Ausstellung ergab, wie jetzt sestgestellt, ein Deficit im Betrage von 108 454 Gulden. Das Ausstellungspräsidium wurde ermächtigt, zur Deckung desselben die erforderlichen Maßregeln zu ergreifen. Wien, 13. November. Die „Presse" hebt den hoffnungs- krästigen Eindruck der preußischen Thronrede hervor. Die Vorlage hochbedeutsamer Gesetzentwürfe ist eine überzeugende Bürgschaft für die vollkommene Friedenszuversicht, mit der man in den höchsten Berliner Kreisen den Ereignissen der kommenden Winterzeit entgegensieht. — Die „N. Fr. Pr.", die Vorlagen besprechend, betont: Der Kaiser will nicht länger ausschieben, was er als erforderlich ansieht. — Das „Fremdenblatt" verweist mit gutem Rechte darauf, daß dem Kaiser selbst ein bedeutendes Verdienst an der Schaffung der Friedenslage zukomme. Keiner der vorgelegten Entwürfe werde einer so großen Opposition begegnen, um dessen Verwirklichung zu verhindern. Es werde sich zeigen, daß der Standpunkt der Regierung die richtige Mitte einhalte. Madrid, 13. November. Nach weiteren Meldungen über den Untergang des englischen Kreuzers „Serpent" stieß derselbe so heftig gegen die Klippen, daß er sofort sank unb daß keine Zeit blieb, die Boote herabzulassen. Die drei Matrosen, welche sich durch Schwimmen ans Ufer gerettet haben, wurden gegen die Klippen geschleudert und sind verletzt. Die Katastrophe sand gegen Mitternacht statt. Palermo, 13. November. Bei dem gestrigen, zu Ehren Crispis gegebenen Banket drückte der Präsident des Wahlcomites den Wunsch aus, Palermo möge durch ein Plebiscit seine Zustimmung zur Politik Crispis geben. Crispi erklärte hieraus, er sei nach Palermo gekommen, nicht um eine Rede zu halten, sondern um den Wählern zu danken. Seine Gegner versuchten, seinen Character, seine Natur und seine Handlungen in falschem Lichte darzustellen. Er kümmere sich aber nicht um dergleichen Beschuldigungen. Ein Mann, der sich der Politik widme und ein reines Gewissen besitze, müsse nur das ihm gesetzte Ziel vor Augen haben und dasselbe trotz aller Hindernisse und ungeachtet aller Verläumdun- gen zu erreichen suchen. Sollten schlimme Zeiten für Italien kommen, so würde er und der König das Vaterland mit ihrem Leben zu vertheidigen wissen. Am Schluß der Rede brachte Crispi noch ein Hoch aus den König und die savoyische Dynastie aus. Cocales rrrrd prot>in$UlUs, Gießen, 14. November. — Se. Königl. Hoheit der Erbgroßherzog begeben sich am nächsten Sonntag nach Berlin. — Mit Rücksicht auf den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in der Umgegend kann den Milchconsumenten nur dringend die größte Vorsicht bei Verwendung der Milch anempsohlen werden. Besonders warnen wir vor dem Genuß in ungekochtem Zustand- es ist vielmehr angezeigt, alle Milch, vor Allem aber die von Kindern zu genießende, gründlich durchzukochen, da nur hierdurch die in derselben enthaltenen, unter Umständen lebensgefährlichen Krankheitsstoffe unschädlich gemacht werden. — Nach den soeben erschienenen Mittheilungen der Großh. Centralstelle für die Landesstatistik haben sich die bei der Einschätzung zur Einkommensteuer zu Grunde zu legenden Steuercapitalien innerhalb des Großherzogthums Hessen seit dem Jahre 1870 von 12751303 Mk. aus 26 215 735 Mk. erhöht, gleich 105,6 °/0. Den höchsten, in Procenten berechneten Zugang seit 1870 an Einkommensteuercapitalien weist mauer oder noch durch hohe Gebäude gegen den Nordost geschützte, der Mittagssonne aber offene Ecke des Gartens auswählen. Die hereinschauenden kahlen Mauerwände sind mit Epheu zu bekleiden, welchem man wiederum durch davor gepflanzte Bäume Schutz gegen die allzu grelle 'Sommersonne gewähren müßte. An stetem Laub vor Allem fehlt es uns nicht, denn „Epheu, Buchsbaum, Wintergrün Trotzen allen Wettern; Mag des Lenzes Schmuck vert-lühn, Nichts wird euch entblättern; Ruht erstarrt das Saatgefild. Bleibt ihr treuer Hoffnung Bild." Auch an Blumen fehlt es unserem so vielgeschmähten Himmel keinesfalls. Weit über den Herbst hinaus spenden Saffran und Zeitlose ihre Farben und ebenso treffen wir noch im November die lichten Augensterne der Winteraster. Die Zauberhasel, ein an Wuchs und Blattform unserem Haselstrauch vergleichbares, aber schöneres Zimmergewächs, zeigt ihre citronengelben Blüthen, die sich kokett wie vierzipselige Seidenschleifen ausnehmen. Die Pflanzen, in correct ab- gesteckte Beete gestellt, treten um so gefälliger hervor, wenn sie sich von einer gleichfarbigen Umgebung abheben dürfen. Wir wählen dazu den Wachholder, der, niedrig gehalten und sauber geschoren, mit seinem dichten Nadelgefüge ganz gut das saftige Grün des Rasenteppichs ersetzt. (Schluß folgt.) * Vielleicht. Kunde: „Aber etwas können Sie mir doch ablassen vom Preis!" — Kaufmann: „Bedauere- ich muß die Maare vielleicht selbst bezahlen!" Weisenau auf mit 536,3 %, die zweite Stelle nimmt Castel mit 320,2 °/0, die dritte Stelle Gießen mit 240,9 % ein. In Gießen betrug 1870 das Steuercapital 331414 Mk., der neunzehnjährige Zugang von 1871 bis incl. 1889/90 758116 Mk.- für 1890/91 berechnet sich das Steuercapital auf 1 129 900 Mk. gegen 1089 530 in 1889/90. — Zu dem Projecr der Erbauung einer direkten Bahnlinie von Munster (Westfalen) nach Frankfurt a. M. wird der „Frkf. Ztg." geschrieben: In neuester Zeit wird bekanntlich zwecks Herbeiführung einer kürzeren Eisenbahlwerbindung zwischen Münster i. W. und Frankfurt a. M. lebhaft für Erbauung einer neuen Bahnlinie mit theilweiser Benutzung der vorhandenen Linien gearbeitet. Bis zur Verwirklichung dieses Planes dürste, wie der „Sauerl. Ztg." geschrieben wird, die nothwendige schnellere Verbindung zwischen Münster (Wests.) und Frankfurt (Main) dadurch hergestellt werden können, daß zwischen Hamm (Wests.) und Gießen Schnellzüge eingerichtet würden, welche an die bereits bestehenden Schnellzüge Gießen- Frankfurt (Main) und Hamm-Münster (Wests.) Anschluß erhielten. Es dürsten z. B. folgende Schnellzüge unschwer einzurichten sein: Richtung Münster (Wests.) und Frankfurt (Main): ab Münster 3.35 Nachm. im Anschlüsse an den Schnellzug von Bremen-Osnabrück an Münster 3,28 Nachm., an Hagen 5 Nachm., an Gießen 8.40 Nachm. (206.1 Km. oder 56 Km. die Stunde), ab Gießen 8.55 Nachm., an Frankfurt (Main) 10.3 zum Anschlüsse an den Zug 10.25 Abends nach Straßburg, Basel, Stuttgart, München, Wien. Richtung Frankfurt (Main)-Münster (Wests.): ab Frankfurt 8.14 Vorm. im Anschlüsse an die Züge von Basel, Straßburg, Wien, München und Stuttgart, an Gießen 9.40 Vorm., ab Gießen 9.50 Vorm., an Hagen gegen 1.50 Nchm. (206.1 Km. 4 Stunden oder 52 Km. Fahrgeschwindigkeit), an Hamm 2.53 Nachm., an Münster 3.27 Nachm. zum Anschlüsse nach Osnabrück-Bremen. Die Fahrtgeschwindigkeit von 56 Km. in der Stunde dürfte auf der Linie Hagcu-Gießen keine Schwierigkeiten bereiten, da auf ähnlichen Bahnlinien Züge mit größerer Fahrgeschwindigkeit verkehren, z. B. Frankfurt - Lahnstein- Deutz-Köln, Gießen-Coblenz Trier, Hagen-Arnsberg-Kassel. — Jubiläum. Briefträger Arnold (früher Postillon in Gießen, nunmehr in Bingen a. Rh.) begeht am nächsten Sonntag, den 16. November er., sein 50jähriges Jubiläum als Postbediensteter. — Am Sonntag den 30. November ds. Js. findet im Gasthause „Zum Storch" zu Frankfurt a. M. eine Abgeordneten - Versammlung hessischer Feuerwehren statt. Die Tagesordnung enthält: Berichterstattung über den Stand des Löschwesens im Großherzogthum, Rechnungsablage, Wahlen, Antrag betreffs fachgemäßer Prüfung der bei hessischen Feuerwehrtagen ausgestellten Löschgeräthe, Bitte an die Großh. Staatsregierung um Veröffentlichung der das Löschgesetz ergänzenden Verordnung und um Anweisung der Bürgermeister zur ausgiebigen Benutzung der Telegraphen- und Telephonverbindungen in Brandsällen, Errichtung von Musterlagern von Uniforms- und persönlichen Ausrüstungsgegenständen durch den Verband, genaue Bestimmungen über die Abzeichen der Chargirten- ferner eine Reihe technischer Dinge, wie die geeignetsten Dachleitern, längere oder kürzere Strahlrohre, Anbringung des Schlauches, Aufwickeln desselben, Vorführung eines Rauchapparates, einer Laterne, welche im Sturme nicht erlischt u. s. w. behandelnde Fragen, sowie verschiedene Abänderungen der Verbandssatzungen. Nach Schluß der Versammlung findet im selben Locale ein gemeinsames Mittagessen und nach diesem ein Besuch der Centralstation der Berussfeuerwchr, Allarm und Vorführung einiger Uebungen durch dieselbe statt. Laubach, 12. November. Am nächsten Sonntag, den 16. d. M., des Nachmittags um Zl/z Uhr, soll die diesjährige Hauptversammlung der Mitglieder des hiesigen Armenvereins auf hiesigem Nathhause stattfinden, in welcher der Rechenschaftsbericht- über das Ergebniß der Thätigkeit des Vereins erstattet und weiter noch eine Mittheilung bezüglich der Wirksamkeit der neu angestellten Diaconissin erfolgen wird. Nieder-Ohmen, 11. November. Vorigen Sonntag, den 8. d. M., Abends von 7 Uhr an, fand in der Langohr'schen Wirthschast dahier eine Versammlung von mehreren hiesigen Einwohnern behufs Gründung einer Spar- und Darlehn skasse statt. Nachdem die von einer Commission vor- berathenen Statuten verlesen waren, wiirde obengenanntes Institut definitiv gegründet und sofort ein Vorstand gewählt, wobei Herr Pfarrer Jost ziim Direcior der Kasse gewählt wurde. Queckborn, 12. November. Wir wollen nicht versäumen, auf die erfreuliche Thatiache hinzuweisen, daß hierorts der Aufforderutlg Großherzoglichcn Kreisamts Gießen betreffs Pflege der Ob st bäume allgemein Folge gegeben wird. Jedermann bemüht sich, seine Bäume mit Kalkanstrich zu versehen, Klebringe anzulegen und den Boden um den Stamm auszugraben. Und daß diese Mühe nicht vergeblich ist, zeigt sich jetzt schon allenthalben, die Klebringe sitzen voll der für die Entwickelung der Knospen so schädlichen Frostnachtspanner. SS AuS -em DogelSberg, 12. November. Die landwiuh- schafUichen Interessen roeitkn tu Ihrer ZeUung in dinkenswei thester Werse vertreten. Es möge dahrr für diesmal ein Punkt zur Sprache gebracht werben, der unseres Wissens noch niemals berührt wurde, aber von großer Wichtigkeit ist. Wir meinen das Verstell« oder Einsteüvieh. Viele Leser dieses Blattes, selbst manche Landwirlhe, wissen unter Umständen nicht genau, was unter Beistellvieh- oder Einstelloteh zu verstehen ist. Wir lassen deshalb einige erläuternde Bemerkung vorausgeben. In capitalarmen, besonders in Gebirgsgegenden — bei uns z. B. im Vogelsberge — möchten viele Leute gern ein Stück Vieh: ein Rind, eine Kalbin, eine Kuh baben. Wegen Mangel an Capital kann der Bauer keins anschaffen, während das Futter zu erschwingen wäre. MU Bürgschaft sieht eS schief aus; bleibt also nur der Ausweg, daß er sich Vieh einstellen läßt. In den meisten Fällen ist das eingestellte Stück eine trächtige Kalbin. Das Stück Vieh wird dem Bauer in den Stall gebracht, es bleibt aber Eigenthum des Verstellers. Dieser taxirt das Stück selbstverständlich sehr hoch; der Bauer muß es sorgfältig füttern und pflegen und darf den Duns für sich verwerthen und das Stück zur Arbeit benutzm. Wenn die Kalbin ein Kalb geworfen hat, mutz der Bauer sich erklären, ob er es behalten will oder nicht. Will er es behalten, so muß er es theuer übernehmen; will er es nicht, so wird es so billig wie möglich angeschlagen. Der Versteller bat dies in der Hand, beim der Bauer besitzt nichts, er mutz nolens volens ja segni. So bleibt die Kuh stehen; der Bauer daif Mich, Dang und Zugkraft ausnützen, mutz aber die zwei Stücke ernähren, bis das folgende Kalb dazu kommt, sodaß die ehemalige Kalbin zuDritt steht. Gewöhnlich gehen 16 bis 18 Monate darüber hin, kann wird wieder taxirt und der Vertrag erreicht sein Ende. Die Resultate sind schon angedeutet. Der Viehversteller hat es in der Hand, den Preis hinauf- oder hinunterzusetzen, benn bei Bauer ist machtlos. Er füttert bas Smck oder beide Stücke 18 bezw. 9 Monate und erhält für die Fütterung pro Tag vielleicht 10 Pfg. Vergütung, wahrend er an Futterstoffen, Mühe und Arbeit mätzig gerechnet, täglich 30 bis 40 Pfg. aufzuwenden hat. Der Viehversteller macht nach billiger Berechnung ein Geschält von 100 bis 150pCt., der Bauer hat nichts. Wir könnten eine Reihe von Dörfern im Vogelsberge namhaft machen, wo im dritten, fünften, siebenten, Xten Hause Einstelloteh gehalten wird. Datz es für die Leute völlig unmöglich ist, zu Kräften zu kommen, bedarf keiner weiteren Erläuterung. Von Zett zu Zeit kommt der Viehversteller, er rahmt ab und dem Einsteller bleibt die Schlippermilch. Die Verhältnisse, wie sie hier angedeutet wurden, fanden sich im Elsaß, in Württemberg und an anderen Orten. Zu ihrer Beseitigung ist in erster Linie daS Genossenschaftswesen, die Spar- und Darlehnskasse berufen. Unter Bethüste einer wichen Kasse kauft der Bauer die Kalbin; diese aber bleibt als Faustpfand Eigenthum der Kasse, bis das Stück Vieh abgezahlt ist. Der Bauer muß das Thier versichern, wodurch der Kasse nicht der geringste Verlust erwachsen kann. Wie sieht es nun für den Bauer aus? Er verzinst das Ankaufscapital des Thieres mit 5pCt. und entrichtet die Versicherungsprämie; was er erzieht und erwirbt, ist fein eigen, das Abrahmen unterbleibt. Geht das Thier durch Krankheit oder Seuchen zu Grunde, so ist die Kasse und der Bauer durch das Versicherungscapital geschützt. Für jedes Nickelstück ä 5 Pfg., das er dem Vereine zahlt, erspart er sich ein Silberstück L 20 Pfg. dem Viehversteller gegenüber. Mit Hülfe dieser Kaffen bat man in Württemberg (Spaihingen) und im Elsaß, wo das Ein- und Verstellen besonders verderblich hauste, die Plage aus dem Lande geschafft. Unser Großherzogthum ist allen anderen Ländern hinsichtlich des Genossenschaftswesens, speciell des landwirthschaftlichen, voran- geedt. Im vergangenen Sommer brachte Ihre Zeitung Nachrichten über eine Jnstructionsreise, die ein Königl. sächsischer Beamter in der Provinz Ober Hessen unternahm; besonders wurden auch Vogelsberger Kassen belobt und Vogelsberger Orte besichtigt. — In Bezug auf das Verstell- und Einstelloteh könnten die Kassen ihre segensreiche Wirksamkeit entfalten, denn hier schmerzen und brennen offene Wunden, wie sie nicht häufig Vorkommen. Um ein Scherflein zur Beseitigung dieses Notbstandes beizutragen, baden wir diese Zeilen geschrieben. Vielleicht finden sie Gehör und Beachtung. Veklnifchte«. *△ Mainz, 13. November. In der gestrigen Sitzung der hiesigen Stadlverordneten-Versammlung stellte der Stadtverordnete Wasserburg den Antrag, eine Eingabe an die Regierung zu richten mit dem Ersuchen, eine Aenderung des Gesetzes über die Gemeindeumlagen bei den Ständen zur Vorlage zu bringen,' und zwar dahingehend, daß es den Gemeinden gestattet sein möge, von einer oder mehreren Steuerklassen keine Gemeindeumlagen zu erheben, ohne daß dadurch die politischen Rechte der von diesen Steuern Befreiten geschmälert würden. Anlaß zu diesem Antrag, den der Antragsteller den Bürgermeistereien der anderen hessischen Städte zur Unterstützung bei dec Negierung unterbreitet wissen will, gab ein jüngsthin auf Befreiung der drei untersten Steuerklassen von der Gemeindesteuer hier gestellter Antrag, welcher mit Rückcht auf die dermalige hessische Steuergesetzgebung nicht durchführbar war. * Marburg, 13. November. In der vergangenen Nacht kurz vor 12 Uhr brach in dem in Zwischenhausen gelegenen Wohngebäude Nr. 21 Feuer aus. Dasselbe ergriff in kurzer Zeit den ganzen Bau, so daß an eine Rettung desselben nicht zu denken war und sich die Feuerwehr in der Hauptsache nur auf den Schutz der angrenzenden Gebäude beschränken mußte. Wenige Minuten vor dem Ausbruche des Brandes hatten die Straßenpassanten noch nicht das geringste Anzeichen desselben bemerkt, ja, ein Hausbewohner hatte noch um 3/<12 Uhr die Treppe passirt und wurde erst eine Viertelstunde später durch intensiven Brandgeruch aufmerksam gemacht. Beim Ocffuen der Thüre brannte schon der ganze untere Corridor, so daß die nun durch Lärmschlagen aus dem Schlafe anfgeschreckien übrigen Bewohner des Hauses sich, aufs Nothdürfligste bekleidet, sämmtlich auf Leitern durch die Fenster retten mußten. * Frankfurt a. M., 12. November. Der Inhaber eines Bank- und Commissionsgeschästes auf der Bockenheimer Landstraße, Adolph Reiß, hat mit seinem Bruder unter Hinterlassung von über 400000 Mark Passiven das Weite gesucht. Die Defraudanten hatten die ihnen an- vertrauten Depositen angegriffen, woraufhin durch einen Conditor, den sie um einen bedeutenden Theil seines Vermögens gebracht haben, die Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erfolgte. Die Flüchtlinge haben einen Vorsprung von zwei Tagen. Die Verfolgung ist eiugcleitet. *= Frankfurt a. M., 13. November, lieber die nach dem Koch'schen Heilverfahren in Frankflirt bchandel- ten zwei Lupus-Fälle berichten die Blätter weiter in ausführlicher Weise. Bei dem 9jährigen Knaben wurde derselbe Krankheitsverlauf beobachtet, wie bei dem 16jährigen Mädchen. Nach 10 Stunden traten die ersten entzündlichen Neac- tionen in der tubereulösen Gesichtshälste und am Halse auf. Das Fieber stieg bis auf 40 Gr., der Patient machte den Eindruck eines Schwerkranken. Dennoch schlief er gut und war bei Appetit. Heute ist das Fieber bedeutend gefallen. Die Lupusstellen zeigen jene Veränderungen, die auch beim ersten Falle beobachtet wurden: Röthe und Schwellung, Zerfall der oberen Haut, Borkenbildung rc. Bei dem Knaben dauerte die böse Krankheit bereits 8 Jahre, bei dem erst- behandelten Mädchen 4 Jahre. Dr. Libbcrtz' Voraussetzungen sind vollständig eingetroffeu. Bemerkt sei noch, daß Herr Dr. Libbertz, um zu beweisen, daß die Impfung völlig Gesunder mit der Koch'schen Flüssigkeit ohne jede Wirkung bleibt, tat unb 8ÖW2S mittler« * teJI ’tw 1,20 Ult- fleiscb per 1 k?.öon Sa Hfl Ml. Hammel, bigl.iu.w- * 9(ia 1kg von 2,80--^ per Pfund .* 0,9a 0,0 Sluck 15 4 Hin k Die Arbeiten zu legen von ca-1800 q | an einen oder mehrere Arbeitsverzeichni 1 Bürgermeisterei zur Ei Die Angebote st Mittwoch 6t bei unterzeichneter St Gießen, den Gr l Aur der ,,Fr 1880 an zehn feburj ober einzeln Itytnbe Bewerbungen haben l K geschehen. Gießen, den ®Ti Der Borans, N vom 14. bis 22. ««zur Wcht d 9537 *“w ft»' j ’SomniDbtn, i ' &'! te Mt» SÄ k Bremen 9526 Säte« >« ■ «litt tu®1* sich «MS!« "*Wft äää .-sss-r namhaft lnung. «uJ U*fträ ,fn "-«'»L-S Ä.ÄS- Z«ck«L « bleSMr= '»uT' J014“ Saffe lauft J Der Bauer muß das ld,t geringste Verlust verzinst ba8 entrichtet die Vel sicherungS- Wn eigen, das Abrahmm moder Seuchen zu Grunde, °2 Berficherungscapttal gc- er dem Vereine zahlt, emViehvnsteüer gegenüber. Württemberg sSyLihtugen) Men besonders verderbttch ft. lndercn Landern hinsichtlich andwillhichofilicheii, voran- le Ihre Zeitung Nachrtchtm wtgl. sächsischer Beamter in mders wurden auch Vogels- )rte besichtigt. - In Bezug iten die Kassen ihre segens- chmerzen und brennen offene l Ilm ein Scherflein zur m, buben mir diese Zeilen nb Beachtung. L i der gestrigen Sitzung alung stellte der Stadt- ine Eingabe an die Rett, eine Aenderung des ;gen bei den Ständen I rahingehend, dast es den n einer oder mehreren \ ju erheben, ohne daß i von diesen Stenern Be- v zu diesem Anttag, den »ien der anderen hessischen c Regierung unterbreitet efteiung der drei untersten ,er hier gestellter Anttag, Jigt ^efftfie ®W9* !n d-r M*"'”,9* ° D°ss--b° »6 an eine ft«* ich » ÖS oSU** »I »auTXÄ«ttli “ roUtbV auintttiam 9e‘ mdgttUch ' b£t ganz! ;5'«i *■•“* i Oark p ' jhnen an- ... *"•*,« * >otL> )1C »5,1, Ntilkve Ead- tt tT. 1Bib ant H ' ^n , ° > schlies(t 9 (jaden. rfn"t| [beuW,b V 6iim ,Hebet d,e öU^ 2er- v« Sei erst' ung £ hre, bet "Lungen « - Lnor^’ a fiet1 „ »hne i -ie subcutane Einspritzung an einem Verwandten (seinem Schwiegervater) vorgenommen hat, ohne daß auf die Impfung die geringste Reaction erfolgte. Die „$L Pr." kann noch melden, daß Koch an seiner epochemachenden Erfindung 3 Jahre gearbeitet hat und seine Versuche jetzt auch auf die unzählige Opfer fordernde Diphtheritis ausdehnt. Land- und r-slk-wirthschaft Airankfurt, 12. November- Marktpreise. Heu pro 100 Ko- JL 5 60 -7-00, Stroh M 4.60-5 20, Kartoffeln JL 4.50 bis 7.50, Butter per Pfb. JL 1.15—0.00, Eier per St- 6-10 Roggenbrod 4 Psd 45 do- feines 48 gemischtes 6 Psd- 86 Marktpreise in Berlin, am 12. Novdr., nach Erm ltelun^en des Königlichen Polizei-Präsidiums. Weizen v r 100 kg guter von 19,50—19,00 Mt., mittlerer von 18,80—18,40 Mk., geringer von 18,30—18,00 Mk. Rogs.en per 100 kg „uter von 18,50—18,30 Mk., mittlerer von 18,10—17,90 Mk., geringer von 17,70—17,50 Mk. Gerste per 100 kg gute von 20,50—17,40 Mk., mittlere von 17,20 bis 15,80 Mk., geringe von 15,60—13,70 Mk. Hafer per 100 kg guter von 15,40-14,80 Mk., mittlerer von 14,60-14,30 Mk., geringer von 14,20-13.80 Mk. Stroh, Richt- per 100 kg von 4.80-4,00 Mk. Heu per 100 kg von 6,20—3,50 Mk. Erbsen per 100 kg von 40.00 bis 22,00 Mk. Speisebohnen, weiße per 100 kg von 40,00—22,00 Mk., Linsen ver 100 kg von 56,00—26,00 Mk. Kartoffeln per 100 kg von 7,50—4,00 Mk. Rindfleisch von der Keule per 1 kg von 1,60 bis 1,20 Mk. Bauchfleisch per 1 kg von 1,40-1,10 Mk. Schweinefleisch per 1 kg von 1,80-1,20 Mk. Kalbfleisch per 1 kg von 1,80 bis 1,10 Mk. Hammelfleisch per 1 kg von 1,60—1,10 Mk. Butter per 1 kg von 2,80-2,00 Mk. Eier per 60 Stück von 4,80-3,00 Mk. Butzbach. 12. November. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund 0,95—0,00, Käse per Pfund 45—46 H, Eier zwei Stück 15 H. O Grünberg, 13. November. Den heutigen sogenannten zweiten Gallusmarkt begünstigte ungleich schöneres Wetter als seinen Vorgänger. Der Markt war denn auch sehr stak besucht und der Virhmarkt mit Schweinen überaus stark Mabrer. Dieser Markt ist der letzte Schm.inemsrkt im Jahre und da der Rückgang in den Schweinepleisen den Handel auf den Märkten der Umgegend gedrückt, so suchten die Verkäufer die unverkauften Stücke hier los- zu'ch'agen. daher die ungewöhnlich starke Auffahrt von Schweinen. Beim Handel machte sich der Rückgang in den seitherigen hohen Preisen sehr bemeifhar und da das Angebot die Nachfrage ganz bedeutend überstieg, so werden die Jungschweine für Preise verkauft, wie sie Niemand diesen Herbst geglaubt oder erwartet hätte. Die Differenz per Paar Ferkel gegen die seitherigen Preise betrügt 20—30Mk. Die gegenwärtigen Preise sind dessen ungeachtet durchaus noch keine niedrigen, sie scheinen es nur im Vergleich zu den früheren ungewöhnlich hohen, die tum allgemeinen Besten herabqeg-n nen sind._________ titaratur u»6 "Knnfi. — Wassersport, 1890, Nr. 45. Inhalt: Termine. — Unter Amtlicher Theil: Mtttheilungen der Clubs. — Unter Rudern: Die Amateur-Frage in Englund. Die Wettfahrten im Jahre 1890. Statistische Rückblicke. (Fortsetzung aus Nr. 44.) Nachrichten. — Unter Segeln: Die extremsten Rennflunder „Swantewitt". (Mit Abbildungen.) Die Höhe der Meereswellen. Nachrichten. — Unter Schwimmen: Nachrichten. — Unter Eislauf: Ausschreibungen des Deutschen und Oesterreichtschei, Eislauf- Verbandes und des Münchener Eislauf-Vereins. Nachrichten. — Anzeigen. Schifssnarhriiheen. Bremen, 12. November. (Per transatlantischen Telegraph] Der Schnelldampfer Ems, Capt. R. Sander, vom Norddeutschen Lloud in Bremen, welcher am 1. November von Bremen und am 2. November von Southampton abgegangen war, ist heute 2 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommerr. Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. 24. Sonntag nach Trinitatis, 16. November: . Vormittags 9*/« Uhr: Pfarrer Schlosser. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Beichte und heiliges Abendmahl im Abendgottesdienst. Kinderkirche Vormittags 11 Uhr: Pfarrer Schlosser. Bibelstunde am Montag den 17. Novbr, Abends 8 Uhr, in der Kleinkinderschule; Jaksbusbrief Cap. 2, von Vers 14 an, der Glaube, die Werke, Leben und Seligkeit. Pfarrer Dr. Naumann. Am Sonntag den 27 November als am letzten Sonntag des Kirchenjahrs: Gedächtnißfeier für die Verstorbenen; an diesem Sonntag wird der Nachmittagsgottesdienst um 2 Uhr in der Friedhofscapelle gehalten werden. Di? Pfarraeschäiic in der Woche vom 16. bis 22. November besorgt Pfarrer Schlosser. Katholische Gemeinde. 25 Sonntag nach Pfingsten, 16. November: Samstag: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um V-8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. ,. Sonntag: Morgens von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl Beichte; um Vz7 Uhr Austheilung der hl Communion; um V«8 Uhr Frühmesse mit Predigt; um 3/<10 Uhr Hochamt. Nachmittags um Uhr sacramentalische Bruderschaftsandacht mit Predigt. Gottesdienst in der Synagoge. Samstag, 15. November. Freitag Abend 415 Uhr, Samstag Morgen 830 Uhr, Samstag Mittag 3°° Uhr, Samstag Abend 50u Uhr. DirecKFabrik 9454 9518 Gnauth 9488 [9429 empfiehlt 9520 1> Tage. Mt sind eingetroffen. [8914 Fritz JVowack, Seltersweg. Bremen nach Amerika von Fr. Seibel 8941 Neustadt 58. 6948 ober dessen Agenten r [3197 9327] Kreuzplatz. 9087 empfiehlt die Dornselff, Schulslr. 9231] Mehrere kleinere Familienlogis zu vermiethen. Näheres Nordanlage 33. _ 9333] Wohnung mit 7—8 Mcen z. v. «ahnhofstratze 50 bet Ang. Merz. 5113] Wobnung im mutieren Stock, 5 Zimmer mit allem Zubehör u. Wasserleitung, per sofort zu vermiethen Nordanlage Ederstraße 5 I. 835bJ Logis, 2—3 Zimmer nebst Zub. an ruh. Leute zu verm. Seltersweg 31. 8807] Der 2. Stock meines Hauses, 4 Zimmer, Küche rc., per sofort zu ver- mietben. AuliuS Schulze, am Kreuz. 9385] Der 2. Stock m. Hinterh, neu herger., zu verm W. Ferber Wwe. 9121] Bahnhofstraße 53 ist der von Herrn 2L Noll II innehabende Laden «ebst Wohnung und Lagerräumen vom 1. Januar ab anderweit zu vermiethen. Näheres Frievr. Textor, Hardt. 9476] Ein Familienlogis zu vermiethen im Vorderhaus.________Neuenweg 40 6845] In meinem neuerbauten Hause, Ecke der Damm- und Steinftraße, sind zwei schöne Logis, je vier Zimmer und Küche mit allem Zubehör, per sofort zu vermiethen. Das Haus ist auch unter günstigen Zahlungsbedingungen zu verkaufen. RudreaS Euler, Nordanlage 5. 9451] Ein schön möbl'rtes Zimmer zu vermiethen. Frankfurterstraße 83,1. St. 9281] Möbltrtes Zimmer zu vermiethen. ___________ Frankfurterstraße 23. 9208] Zwei Zimmer mit Cabtnet, Wasserleitung und Zubehör, sofort zu vermiethen. Markt- und Schulstraßen-Ecke. 8063] Ein großes schön möbl. Zimmer zu vermiethen._________Mäusburg 12. 9019] Ein Familienlogis zu vermietben. W. Loeber, Brandgasse. Vermischte Anzeigen. 9519] Mehrere große Räume mit «lavier abzugeben. Guter Mittagstisch 60 Pfg. Prima Elberfelder Bier. Wiener Hof. Kaiser-Panorama, MäuSburg 12, parterre. Diese Woche herrlichste Reise: Riviera und Gestade deS Mittelmeers. U. a.: Marseille, Beulen, Nizza, Monaco, Monte-Carlo nut dem weltberühmten Spielsaal rc. 510 JA Prämie, daß kein Panorama (außer meiner Verbindung) diese Pracht - Serie in solcher Ausführung aufzuweisen im Stande ist. Jeden Sonntag neue Reisen. Wiederholungen finden nicht statt. Abonnement: 10 Reisen 2 Jt-, Schüler _____________1 JL 50 _________8996 9516] Für ein junges Mädchen wird eine Stelle gesucht bei einer Familie, wo dasselbe die Hausarbeit erlernen kann Lohn wird nicht beansprucht. Schriftliche Angebote unter B. N. an die Exped. d. Bl. ögel — Assen — Geweih, — Preisliste, reich- illustrirt, interessant für Thier- freunde, sendet gegen Einsendung von 20 4 in Marken [9523 H Kumst, Warmbrunn, Welt • Versandgeschäft lebender Uiere. Bürger - Gesellschaft. Samstag de« IS November, Abends 8 Uhr: Feier des 26. Stiftungsfestes in der Restauration Herbert. [9521 Sonntag den 16. Novbr.: Ausflug nach dem Windhof» Männer-Turnverein Gießen. Gamstag den IS. November, Abends 8 Uhr: Fest-Commers M Irrer des fünfjährigen Stiftungsfestes in Steins Garten. 9532________________________________Der Vorstand. Concordia. Nächsten Sonntag Familien Abend im Dereinslocal.[9538]Der Borstand. Cafe Ebel. Heute, Freitag den 14. November r 9540 Grosse Abschieds-Vorstellung von der rühmlichst bekannten GervoS'schen Künfilertruppe, 4 Damen, 3 Herr^ Mit eigens dazu bestimmtem Familienprogramm. Hierzu ladet ergebenst ein_____________________Fr. GervoS, Director. Ich eröffne am 1*7. November einen GrrrsuS für Blumenmachen. Der Unterricht ist Mittags von 4 bis 6 Uhr. Diejenigen Damen, welche daran Theil nehmen wollen, können sich alsbald bei mir melden. Ann n Singer, 9282 geprüfte Lehrerin. Extracf Zu haben in den Colonial-, Delicatesewaaren- und Drogen- Geschäften, Apotheken etc. 207 Mur reckt F- j io BMUERFARBBIrätf. Kutscher 9528 sofort gesucht. Lather, Wallthorstr. 41. 9530] Ein Bursche auf sofort oder Weihnachten gesucht- TpieS, Frankfurterstraße 78. Conrsbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft. Franksurter Börse vom 14 November 1890. Schlußcourse 1 Uhr 15 Min- 3% Reichsanleihe 3V2% do. 3% Preuß. Conscls 3Vs% do. 86 50 97.95 86 45 98.00 4% Ung. Gold-Rente 5o/o Jtal. Rente 41/50/0 Oest. Silber-Rente 5% Rufs. III. Orient 90.00 9260 78 10 81.20 Disconto-Command.-Anth. 216.20 Lomb. E.-B.-Act. 124.37 Darmstädter Bank-Act. 155.90 Buschtherader E.-B.-Act. 421.50 Dresdener Bank-Act. 152.80 Elbthal-Bahn-Act. 207 25 Nordd. Lloyd-Act. 148.00 Gotthard-Bahn-Act. 157.90 Wiener Bankoer.-Act. 104.62 Schweizer Nordost-B.-Act. 140.70 Oest. Credit-Act. 266 75 Mainzer E.-B.-Act- 116 80 Oest. Staatsb.-Act. 213 00 Marienburger E.-B.-Act. 59 7V 3Vi% Gießener Gelsenk. Bergw.-Act. 96.001 Der. Königs-Laurah.-Act. 172.70 | Tendenz: matt. 136.00 Reichsbank-Discont 61/i pCt. — Frankfurter Bank-Discont 5J/t pCt. . Redaction: A. Scheyda. — Druck uub Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Vrr u An Ke Nildmz einer der Fluren III und Nachdem zur Aus stücken in den Flurei Antrag aus Bildung e stellt worden ist und i Hörde als sachliche Cei als zweckmäßig und z Berührens zur Mm angeordnet hat, wird h daß die Vorarbeiten h Meilich 1. Deeem Großh. Bürgermeistere eigenthümer, deren sallen, offenliegen. Gleichzeitig werde lung und Beschluhsass das weitere Verjähret Mittwoch, 3. De in da vorgeladen unter A Nichterscheinenden so tragten Unternehmen tretet einverstanden i gegen bieflrt der Sm diejenigen Grün ligten, die an dem U erscheinen, werden hie »das Unternehme ^ machen, widrigenjl Nt * berückfichti M/chadlgungsansprüc Stacht werden könnt Kletzen, den L Großher> gfinoimteott W He Oxyßh. j us*,-- * .i*’S . ilbrr die Im» ®'den > um 16 pslii f°9ena k ‘W e » . r -n r v. Mit Mion hJamm.. ,6» lä b,t < vau e erbT 5,l|°