Orstand, inhof). [5124 «6. 6 Uhr mtender Erntebericht in lm besten gehalten. Auf hwebende Angelegenheit chlutz der Woche wieder daß der Kaufschillings- treten sei- Staatsbabir oeizer Bahnen schwächer iarn. Argentinier ver- nif ungünstige Privat-. er ausgeglichen worben» ien (-5.90 °/o), Frank, mkirchener (-2‘/z). Druckwerke neuester tonstruction, igen Preisen start a. M. ' 4'- 8(6. SB. s*"' °nt' br. Ä 3.5o( 'oneIle foifang, 122 tt!rnatla8,tz.AÄl «• M. 4L. ' uud Hoheuzolleru. ^vsch. M. 10.5a tarse. H vm 5,/vn. 12./VH, 88U.89 . Gold- inbahn- L.A.. j. 1880t -Aul.' 93,90 93.80 86.95 86.8V 89.10 102.20, i 18.55 102.40 87.60 102.35 18.10 101.80 85.50 83.5V 15390 126 40 268.70 Kfolbbr- 95.60 101-50 58.50 65.10 9130 93.40 •86.80 105.70 99.50 66.35 101.10 101- 85.20 105.45 99.85 66.30 101.25 101.35 85.50 58.- 6495 94;- 93.25 86.— 101.6» 97.20 1169^51168.40 113.301111'10 261.20 181.6» 95.60 101.0° 101-60 97.20 W*1 nborboi do. do. Gold. (Sollt.) Lüder kL> n • • itjenb. a garnt. ,6t* Ma“ 2l9'" 15W®1 269.8° 1156 ***9V * ' V103V.° I* t i 126-30 l?c46 insbavl 89.6° . 10«.»0 ' Nr. 161 Dienstag den 15. Juli 1890. Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Aamlkienvtätter voerden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Weßener Anzeiger General-Anzeiger. Vierteljähriger ASonnemcntspreisr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Kchutstraße Ar.7. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblatt fih? den Urei» Gieren. Gratisöeikage: Gießener Jamikienötätter Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Sonn. 10 Uhr. Alle Annoncen-Burcaux des In» und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Theil. Nr. 20 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 10. d. M», enthält: t nn (Nr. 1905.) Gesetz, betreffend die Feststellung eines Nachtrags zum Reichshaushalts-Etat für das Etatsjahr 1890/91. Vom 5. Juli 1890. (Nr. 1906.) Gesetz, betreffend die Feststellung eines zweiten Nachtrags zum Reichshaushalts - Etat für das Etatsjahr 1890/91. Vom 5. Juli 1890. (Nr. 1907.) Gesetz, betreffend die Feststellung eines dritten Nachtrags zum Reichshaushalts-Etat für das Etatsjahr 1890/91. Vom 5. Juli 1890. (Nr. 1908.) Gesetz, betreffend die Ausnahme einer Anleihe für Zwecke der Verwaltungen des Reichsheeres und der Post und Telegraphen. Vom 5. Juli 1890. Gießen, am 14. Juli 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Deutsche- Reich. Berlin, 13. Juli. Der Bundesrath hat in voriger Woche seine Thätigkeit ebenfalls beendigt und der Schluß der Bundesrathssession bedeutet, daß wir nun vollständig in die sommerliche Ruhepause auf dem Gebiete der innern Politik eingetreten sind. In der That treten die hier noch schwebenden Tagessragen mehr und mehr zurück, da mit der Beendigung der parlamentarischen Thätigkeit auch die rechte Grundlage für die Erörterung dieser oder jener Frage fehlt. Bereits haben denn auch die Sommerurlaubsreisen der Mitglieder des preußischen Ministeriums sowie den Staatssecretäre begonnen und ist die Reihenfolge dieser Reisen derartig geordnet worden, daß immer vier Minister in Berlin anwesend sein werden. Gar keinen Urlaub werden bekanntlich nur Reichskanzler v. Caprivi und Finanzminister Dr. Miguel nehmen, da beide Herren sich möglichst rasch in ihre neuen Aemter hineinzuarbeiten wünschen. Besonders Herr Dr. Miquel entwickelt eine große Arbeitskraft und ist er gutem Vernehmen nach mit Aufstellung eines Finanzplanes beschäftigt, welcher, von den preußischen Etatsverhältnissen ausgehend, die Beziehungen feststellt, in welche das Reichsschatzamt zum führenden Bundesstaat Preußen treten soll. Die Regelung dieses Verhältnisses erachtet Dr. Miquel für d,ie natürliche Voraussetzung zu einer Reform des Steuerwesens in Preußen und zu einer Revision des Zolltarifs, welches Beides in Rede steht. Jedenfalls ist zu erwarten, daß bis zum Beginn der parlamentarischen Wintersession im Reiche und Preußen der Miquel'sche Finanzplan vollständig fertiggestellt sein wird. — Nachdem Fürst Bismarck in Friedrichsruh verschiedene auswärtige Journalisten empfangen hat, ist nun auch einem Vertreter der deutschen Presse, Julius Rittershaus, Herausgeber des nationalliberalen „Frankfurter Journals", die Ehre eines Empfanges durch den früheren Reichskanzler zu Theil geworden. Ueber den Verlaus seiner Unterredung mit dem Fürsten Bismarck hat Herr Rittershaus in seinem Blatte einen hochinteressanten Bericht veröffentlicht, dessen auch nur auszugsweise Wiedergabe an dieser Srelle indessen unmöglich ist. Es sei daher nur hervorgehobeu, daß sich Fürst Bismarck in der Audienz in äußerst charakteristischer Weise über die verschiedensten Themata sehr bestimmt und offen verbreitete, so über die deutsche Presse, über sein Verhältniß zu den Nationalliberalen, über Finanzminister Dr. Miquel, über die nun erledigte Frage der Candidatur des Fürsten im Wahlkreise Kaiserslautern-Kirchheimbolanden, ferner über das Socialistengesetz, über das deutsch-englische Abkommen, über die Arbeiter-Erlasse des Kaisers und die Berliner Arbeiterschutz-Conferenz u. s. w. Die Aeußerungen des Fürsten Bismarck enthalten manches schon Bekannte, doch auch viel Neues und haben sie jedenfalls zur Klärung einer Reihe von Fragen und Vorgängen, über welche in der öffen- lichen Meinung bislang noch viele widerspruchsvolle Anschauungen verbreitet waren, beigetragen. Nur bezüglich der Gründe seines Rücktrittes beobachtete der Fürst große Zurückhaltung und deutete lediglich an, daß zwischen ihm und dem Kaiser, noch mehr aber zwischen ihm und seinen Collegen Meinungsverschiedenheiten bestanden hätten. — Herr Rittershaus ist von Friedrichsruh in dem wehmüthigen Gedanken geschieden — wie er am Schluffe seines Berichtes bemerkt — welch ungeheure Kraft, wie viel Genie, Arbeitslust und Energie in der Einsamkeit von Friedrichsruh latent (verborgen) bleiben müsse. Berlin, 12. Juli. Wie die „Nordd. Allg. Ztg." hört, werde die zur Beleuchtung des deutsch-englischen Vertrages bestimmte Denkschrift erst publicirt werden, wenn der Vertrag vom englischen Parlament sanctionirt sei. Der Zweck der Denkschrift sei, die Motive darzulegen, welche für die an England gemachten Zugeständnisse und die Deutschland gewährten Entschädigungen maßgebend gewesen seien, um das allgemeine Urtheil über den Vertrag zu klären. Lanterberg, 12. Juli. Major Wißmann hatte gestern stärker austretende Asthmabeschwerden. Heute ist sein Zustand befriedigend, jedoch ist er noch bettlägerig. Homburg v. d. Höhe, 11. Juli. Von Seiten des Civil- cabinets Sr. Majestät des Kaisers ist dem Vorstande dec Homburger Schützengesellschast folgendes Schreiben zugegangen: Potsdam, den 9. Juli 1890. Seine Majestät der Kaiser und König haben aus der Jmmediat-Eingabe des Vorstandes vom 3. vor. Mts. mit Interesse davon Kenntniß zu nehmen geruht, daß die Homburger Schützengesellschast in den Tagen vom 31. August bis 7. September d. I. das Fest ihres 5O0jährigen Bestehens und des 35Ojährigen Jubiläums der Einführung des Büchsen.schießens begehen wird. Allerhöchst dieselben haben die Gnade gehabt, das eingereichte Exemplar der Festschrift huldreichst anzunehmen und zugleich der Homburger Schützengesellschaft aus Anlaß ihres seltenen Doppelfestes einen silbernen Humpen zu verleihen, welcher dem Vorstande später zugehen wird. Seine Majestät wünschen der Schützengesellschast ein ferneres langes und fröhliches Gedeihen und halten Allerhöchst sich überzeugt, daß derselben die Allergnädigst gewährte Auszeichnung zum steten Antriebe dienen werde, sich selbst durch Festigkeit in der Treue für König und Vaterland auszuzeichnen. Ausland. Bern, 12. Juli. Die italienische Regierung hob ihrerseits das Verbot der Vieheinsuhr aus der Schweiz, sowie die Quarantäne vom 13. Juli ab auf, nachdem der schweizerische Bundesrath beschlossen hatte, die Einfuhr von Kleinvieh aus Italien vom 14. Juli an wieder zu gestatten. Wien, 12. Juli. Die „Polit. Corresp." ist von com- petenter Seite ermächtigt, die Nachricht, daß Kriegsminister Bauer zurücktreten und zum Corpscommandanten von Pest an Stelle des verstorbenen Grafen Pejacsevich ernannt werden solle, sowie alle daran geknüpften Combinationen für vollständig unbegründet zu erklären. Vofsewangen, 12. Juli. Der Kaiser hat am 11. ds., früh 8 Uhr, die Fahrt von Eide nach Vofsewangen im Cariol mit Gefolge bei gutem Wetter zurückgelegt. Um 11 Uhr erfolgte die Ankunft in Vofsewangen. Nach dem Frühstück, bei welchem der Kaiser das Wohl der Frau Prinzessin Heinrich aus Anlaß ihres Geburtstages ausbrachte, fand Weiterfahrt nach Stahlheim statt, wo der Kaiser, von den Anwesenden aufs Sympathischste begrüßt, eintras. Das Wetter war etwas regnerisch. Abends fand zu Ehren des Kaisers Feuerwerk statt. Heute, den 12. Juli, setzte der Kaiser die Reise zu Fuß und zu Wagen nach Gudwangen fort, wo ihn die „Hohenzollern" erwartet hatte. Gegen 7 Uhr erfolgte die Abfahrt nach Faleide. Feuilleton. Siegfried. Ein Bild aus dem Leben von Emma Dorn. (Schluß.) Sie zogen glücklich ab, voran der Aelteste mit dem doch noch erbeuteten Pfannkuchen, dann Fritzchen mit der Familien- nafe und zuletzt der Kleinste, von dem Niemand etwas zu sagen wußte. „Sie sind ja so still, gnädige Frau?" wandte sich das ältliche Fräulein, welches sich mittlerweile von seinem Schrecken erholt hatte, an die schweigsam dasitzende Frau Baumeister. „Ich weiß nichts mitzureden, die Damen sprechen nur von ihren Söhnen, ich bin fremd darin." „Sie haben keine Kinder?" * „Doch, drei Mädchen." „Oh!" „Drei Mädchen?" „Keinen Knaben, wirklich keinen Knaben?" So klang es durcheinander, und ungläubig starrte man, die Arbeit vor Schreck in den Schooß fallen lassend, zu der Frau herüber, die eigentlich gar kein Recht hatte, hier zu sitzen. Denn es war merkwürdig, die ganze Damengesellschaft mit Ausnahme der Frau Baumeister und des ältlichen Fräuleins, bestand aus Müttern von Knaben. Es war dies weniger Zufall als weise Berechnung der Hausfrau, welche ihre Bekannte gern unter diesen vom Schicksal Bevorzugten wählte. Da die mehr oder weniger tactlosen Tröstungen so energisch zurückgewiesen wurden, als es die Höflichkeit nur erlaubte, begann die Situation sich zuzuspitzen. Das ältliche Fräulein überlegte. Sie ernährte sich von den Anfangsgründen alles Wissens, welches kleinen Kindern beizubringen sie sich bemühte; nebenbei auch von Kaffees. Böse Zungen behaupteten, das letztere wäre ihr Haupternährungszweig. Also war Vorsicht geboten. Von der Frau Baumeister war nicht viel zu hoffen, da die Zwillinge längst über das bescheideue Maß ihres Wissens hinausgewachsen waren, an das Baby noch nicht zu denken war, und sie über die Kaffeegesellschaft im Hause nichts Bestimmtes wußte. Kurz entschlossen schlug sie sich auf Seiten der Jungensmütter. „Ja, ja, ein Haus ohne Söhne ist wie ein Garten ohne Bäume. Ich bin unter sechs Brüdern ausgewachsen, „wie eine Lilie unter Eichen", pflegte mein seliger Vater oft zu sagen." Ihre Nachbarin unterdrückte die Frage, warum die „jungen Eichen" ihre „Lilie" dem rauhen Schicksal überließen, von A-B-C-Schülern uud Kaffees zu leben. In diesem kritischen Augenblicke klingelte es. „Jetzt kommt sie doch noch!" rief die Hausfrau, nervös aufspringend. „Wer kommt?" „Die Frau Lohmeier." Eine kleine runde Frau mit blonden, spiegelglatt anliegenden Scheiteln trat ein. Frau Baumeister Stern athmete auf. Lohmeiers besaßen gleichfalls drei Tochter, wie die Orgelpfeifen, eine nur ein paar Fingerbreit höher als die andere. Lange hatte sie die kleine blonde Frau nicht gesehen, jetzt interessirte sie sich plötzlich lebhaft für sie und ihre drei kleinen Mädchen. Die Gastgeberin drückte die zuletzt Angekommene in einen Sessel und reichte ihr die Cremeschüssel, dabei lag ein Ausdruck hoher Spannung aus ihren Zügen, ein Ausdruck, den auch die Gesichter der anderen Anwesenden trugen. Alle blickten erwartungsvoll zur Frau Lohmeier herüber. „Trinkt er?" platzte endlich die Müllern los. „Trinkt er?" wiederholte es im Chorus. Die Frau Lohmeier lehnte sich in ihren Sessel zurück, strich mit beiden Händen ihre spiegelnden Scheiteln noch blanker und sagte, sich triumphirend im Kreise umblickend, mit tiefem Athemholen: „Ja, er trinkt." „Ah!" Aengstlich blickte die Frau Baumeister von einem zum anderen. Was war geschehen? Wer trank? Und warum diese allgemeine Befriedigung über eine sonst bedauerliche Thatsache. „Ueberhaupt ein großartiger Junge." „Welcher Junge?" kam es zaghaft von den Lippen der Frau Baumeister Stern. „Ach so, Sie wissen es am Ende noch gar nicht? Es hat doch im Blatt gestanden. Unser Junge nämlich, er ist heute schon sieben Wochen alt; anfangs wollte Siegfried gar nicht trinken, aber jetzt —" Bei dem Namen Siegfried war die Fragestellerin etwas zusammengezuckt. Also auch die! Dann hob sie anmuthig ihr Glas: „Aus den jungen Siegsried!" Eine Weile noch hörte sie dem Geplauder der Damen zu, dann rollte sie ihre Arbeit zusammen. „Ich muß fort, meine Liebe, vielen Dank für den reizenden Nachmittag." „Und ein Körnchen Wahrheit ist doch daran," dachte sie auf dem Heimwege, „sie waren ja insgesammt lächerlich in ihren Uebertreibungen, aber ein Körnchen Wahrheit ist doch dabei." — „Die Bowle war wohl schlecht, Du scheinst Kopfschmerzen zu haben?" meinte der Gatte beim Abendessen zu der schweigsamen Frau. Sie antwortete nicht gleich. „Du, Lohmeiers haben ja einen Jungen!" „Laß sie doch." „Und Siegsried haben sie ihn genannt," „Ein schöner Name!" London, 12. Juli. Heute Nachmittags um 2 Uhr sand die össentliche Trauung Stanleys mit Miß Tennant in der Westminster-Abtei statt. Konstantinopel, 12. Juli. Heute brach im Bauholz- Depot von Stambul ein großes Feuer aus, welches andere Depots und 900 Häuser der Umgebung in Flammen setzte. Bei Abgang dieser Depesche ist in Folge des andauernden Windes das Feuer noch nicht bewältigt. Sofia, 12. Juli. Die Regierung stimmte der Ernennung des bisherigen serbischen Generalconsuls St eit sch in Budapest zum diplomatischen Agenten für Serbien in Sofia zu. — Stambulow, der sich gegenwärtig in Sistowa aushält, reist nach Rustschuk, Varna und Burgas und kehrt in ungefähr zehn Tagen nach Sofia zurück. Rewyork, 12. Juli. Präsident Harrison sprach sich in einem Schreiben, womit er eine ihm von den Landwirthen Pennsylvaniens zugegangene Einladung zur Theilnahme an einer Versammlung beantwortete, sür den Schutzzoll aus und fügte hinzu, es würde große Nachtheile für das Land Hervorrufen, falls die Freihandelspartei bei den Wahlen 1892 die Oberhand gewönne. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Lauterberg a. H., 13. Juli. Die asthmatischen Beschwerden bei dem Reichscommissar v. W iß mann sind im Zurückgehen begriffen, dagegen treten starke rheumatische Erscheinungen auf, welche ebenfalls auf das angegriffene Nervensystem zurückzuführeu sind. Dieselben sind nicht Bedenken erregend, doch bedarf der Kranke längere Zeit absolute Ruhe. Bozen, 13. Juli. In Folge zweitägigen heftigen Regens ist die Etsch mit ihren Nebenflüssen bedeutend gestiegen, bei Branzoll hat ein Dammbruch stattgesunden, das Waffer flieht gegen Auer, die Eisenbahnverbindung ist unterbrochen, bei Atzwang ist die Brücke sortgerissen. Bukarest, 13. Juli. Der König empfing in Sinaja den neuen griechischen Gesandten Paparigopulo, welcher sein Beglaubigungsschreiben überreichte. Sofia, 13. Juli. Die „Agence Balcanique" hebt hervor, daß aus einzelnen Städten der Nachbarländer seit einiger Zeit systematisch falsche Nachrichten über Bulgarien verbreitet werden, deren Zweck lediglich die Verhetzung und Beunruhigung der Gemüther sein könne. Bueuos-Ayres, 13. Juli. Die Kammer hat die Vorlage, durch welche die Regierung zur Emission von Noten n Betrage von 100 Millionen Dollars zur Einlösung der ^edulas ermächtigt wird, angenommen. Washington, 13. Juli. Das Haus der Repräsentanten hat die Silbervorlage der Conferenz-Eommission mit 122 gegen 90 Stimmen angenommen. €®c«Us nnd provinzielle» Gießen, 14. Juli. — Kirchenconcert. Ueber die Solistin des Concerts am Mittwoch den 16. d. Mts., Frau Hoeck-Lechner, theilen wir aus einer großen Zahl von Concert-Berichten Folgendes mit: Zürich. Concert von Frau Müller-Bächi in der Augustinerkirche. Prof. Dr. Nagel schreibt in der Neuen Züricher Zeitung Nr. 310. In einzelnen Duetten mit der Concertgeberin und Soli (Arie aus Judas Makkabäus und Arie von Keiser) führte sich Frau Hoeck-Lechner. bei uns ein. Die Stimme ist wahrhaft berauschend schön und weich, die Register sind so vollkommen ebenmäßig ausgeglichen, daß man den Tönen des einen vor andern kaum Vorzüge wird nachrühmen können. Und doch ist es nicht so sehr die sinnliche Schönheit der Stimme, als vielmehr die künstlerische Totalität der Dame, die im Augenblick fesselt. Frau Hoeck- Lechner singt mit feinstem musikalischen Geschmack und lebensvoller Wärme der Auffassung, die von vollendetem künstlerischen Fühlen zeugt. Wir dürfen uns glücklich schätzen, wenn wir „Lächerlich, ein Kind Siegfried zu nennen, das vielleicht klem und schwächlich bleibt oder gar krumme Beine bekommt." Er sah sie etwas anzüglich an. „Aber Du wolltest doch selbst —" Sie öffnete den Mund zu einer heftigen Antwort. Da stürmten Lotte und Käthe mir aufgeregten, glänzenden Augen ins Zimmer. „Mama, Mama, komm schnell, Erika läuft!" — Und richtig, da patschte das süße, kleine Ding in seinem weißen Nachtröckchen, die Bäckchen heiß geröthet und vor Freude laut krähend, geradewegs mit ausgebreiteten Aermchen aus die Mama zu. Sie hob es in überströmender Zärtlichkeit empor. „Du bist mir doch lieber als alle Jungen der Welt." „Es ist ein Prachtmädel," sagte der Vater stolz, „so früh haben es die beiden andern nicht fertig gebracht, und was das Ding für ein paar Augen hat!" Und die Zeit verging. Da kam doch ein Tag, an welchem die Frau Baumeister mit bewegter Stimme und innigem Tone „Mein Sohn, mein lieber Sohn" sagen konnte. Sie war keine junge Frau mehr, silbern lag es auf ihrem Scheitel, und neben ihr stand ihre Tochter Käthe, mit glücklichen Augen zu dem Manne aufsehend, in dessen Hand sie die ihre für Lebenszeit gelegt. Jetzt sind auch darüber Jahre vergangen, auch Lotte hat den Eltern einen Sohn zugeführt. — Und die kleine Erika? Ja, die ist noch zn haben- sie ist ein lustiger Backfisch, ein Kernmädel, mit einem Paar Schelmenaugen, die es Jedem anthun. Aber — aber — im Hause geht ein krausköpfiger Student ein und aus, ein wahrer Hüne, ganz so, wie die Frau Baumeister sich einst ihren Siegfried geträumt, und da habe ich so meine Gedanken. der Sängerin einmal in unseren großen Concerteu begegnen. — Der Tenorist des Mittwoch-Concerts, Herr Julius Zarnecko hat im letzten Winter mit außerordentlichem Erfolge in Berlin, Hamburg, Rostock, Rotterdam 2c. gesungen. Er ist ein Schüler der Königlichen Hochschule für Musik in Berlin. E. Butzbach, 13. Juli. Für unsere Bürgermeisterwahl | sind bis jetzt drei Candidaten aufgestellt, nämlich der Bei- I geordnete Ioutz und die Gemernderäthe Carl Flach III. I und Gernand Wilh. Küchel. Letzterer hat indeß im „Wetterauer Boten" angezeigt, daß geschäftliche Verhältnisse ihn veranlassen, eine auf ihn fallende Wahl nicht annehmen zu können. x Willingen, 13. Juli. Heute beging der hiesige Kriegerverein das Fest seiner Fahnenweihe, verbunden mit dem Bezirksfeste des Bezirks Laubach. Um V23 Uhr durchzog ein großer Festzug die wirklich prächtig geschmückten Straßen unseres Ortes. Achtzehn auswärtige Kriegervereine marschirten im Zuge. Nach Ankunft aus dem Festplatze entwickelte sich bald nach der Festrede und Uebergabe der Fahne ein fröhliches Leben, zu welchem verschiedene Ansprachen und Gesangsvorträge wesentlich beitrugen. /X Ruppertsburg, 13. Juli. In unserem' Orte herrschen die Masern und sind viele Kinder an denselben erkrankt. 8. Södel, 13. Juli. Die Masern herrschen hier seit einiger Zeit ui^er den Kindern; es sind infolge der Krankheit schon verschiedene Sterbesälle vorgekommen» /X Aus der südlichen Wetterau, 13. Juli. Die Maul- und Klauenseuche, dieser tückische und unheimliche Gast in den Viehställen, welcher kürzlich durch Schlachtvieh aus Frankfurt eingeschleppt wurde, wird von den Verwaltungsbehörden mit dankenswerther Energie bekämpft und dennoch greift sie weiter um sich. Wie ansteckend das Nebel ist, beweist folgende Thatsache: Ein Knecht schlief in einem Stalle, in welchem die Seuche herrschte. Unvorsichtigerweise kam er in einen Nachbarstall und siehe da! am folgenden Tage brach hier die Seuche aus. Sie kann also, wie auch anderweit nachgewiesen ist, durch die Kleider verschleppt werden wie Cholera, Scharlach, Diphtherie und andere menschliche Krankheiten. Einsender theilt dies Beispiel aus der Praxis mit, auf daß die Landwirthe die Bemühungen der Behörden nicht durch Indolenz lähmen, sondern selbst eifrig bei Bekämpfung des Nebels mitwirken möchten. Stockheim, 11. Juli. Dieser Tage hat die Zuckerfabrik Stockheim den Verwaltungs-Bericht des abgelaufenen Jahres an ihre Actionäre verschickt. Aus demselben ist ersichtlich, daß in dem abgelaufenen Geschäftsjahre 365,448 Ctr. Rüben mit einem Kaufpreise von 374,598 Mk. 57 Pf. zur Verarbeitung kamen. Obige Rüben wurden aus 2264 Morgen gezogen- demnach wurden durchschnittlich pro Morgen 161 Ctr. gegen 143 Ctr. im Vorjahre geerntet. Der Gesammtgewinn des verflossenen Jahres beläuft sich auf 116 148 Mk. 68 Pf. und verbleiben nach Abzug von 35 799 Mk. 13 Pf. Abschreibung noch 80 349 Mk. 55 Pf., über deren Verwendung die Generalversammlung, welche am 25. Juli, Nachmittags 733 Uhr, in Stockheim stattfindet, zu beschließen hat. Durch die ver-! I schiedenen Verbesserungen an der Fabrik haben sich die Gesammt- unkosten per Ctr. Rüben um 10,19 Pf. niedriger, wie im Vorjahre gestellt. Die nächste Campagne scheint aller Vor- I aussicht nach noch einen befferen Ueberschuß zu liefern, da daselbst 700 Morgen Rüben mehr zur Verarbeitung kommen. I § Vom Vogelsberg, 12. Juli. „Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen". Dieses Sprüchwort haben kürzlich zwei Schuhmacher aus dem Orte G. wieder I erfahren. In hiesiger Gegend ist es Sitte, daß die Schuhmacher jeden Markt im Umkreis von 4—5 Stunden mit I ihrer vorräthig angefertigten Maare, sog^Marktwaare, besuchen. Oben genannte Schuhmacher gingen nun, ihre Maare auf dem Rücken, auch ganz fidel letzthin auf den Krämermarkt nach dem einige Stunden entfernten Reichenbach. Als dieselben ankamen und etwas zu verdienen hofften, vernahmen sie mit Entsetzen, daß der Markt bereits am Tage vorher stattgefunden hatte. Unter dem Spotte der Umstehenden traten die beiden Schuhmacher die Rückreise wieder an. Wahrscheinlich hatten die Enttäuschten in einen vorjährigen Kalender gesehen oder waren durch sonstige Zufälligkeiten zu der Annahme verleitet worden, daß „heute Markt in Reichenbach" sein müsse. § Grebenhain, 12. Juli. Bange Sorgen haben die beiden drei- und vierjährigen Kinder eines hiesigen Geschäftsmannes ihren Eltern bereitet. Die Kinder waren nämlich Plötzlich verschwunden, ohne daß auch nur eine Spur von ihnen entdeckt werden konnte. Nach langen Nachforschungen stellte es sich denn heraus, daß die Kleinen ihren in Lichenroth wohnenden Onkel besucht hatten. Die Kinder, welche nur ein einziges Mal per Wagen in Lichenroth gewesen, hatten den cci. Ii/z Stunden langen Weg allein zurückgelegt und richtig ihren „Unkel" gefunden. Q Bleichenbach, 13. Juli. Eine unheimliche Person macht seit einigen Tagen in der Umgegend von sich reden. Sie trägt weibliche Kleidung, die Kopfbildung und das kurz geschnittene Haar lassen aber auf einen Mann schließen. Tags über treibt sich die Person im Walde umher, Nachts kommt sie in die Dörfer und schläft in den Kuhftällen, wobei sie die Kühe melkt und die Milch trinkt. Obgleich die Leute Nachts ihre Häuser verschließen, ist es der Person doch eine Kleinigkeit, die Schlösser mit wenigen Handgriffen zu öffnen. An Geld fehlt es der Vagabundin durchaus nicht, denn verschiedene Leute sahen bei ihr ein mit Silber- und Goldstücken gefülltes Portemonnaie. Schon hat sich eine förmliche Legende um die Stromerin gebildet- es wird behauptet, sie verstünde unerhörte Dinge zu vollbringen und sei körperlich ganz abnorm gebildet. Manche Waldbezirke der Umgegend, in denen sich die Stromerin blicken ließ, sind verrufen und die Leute meiden jene Gegenden. Die Kinder unbemittelter Eltern, welche durch Einsammeln dvrr allerhand Beerenfrüchten: Erdbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren u. st ro. sich etwas verdienten, wagen sich gar nicht in die Wälder, aus Furcht es möchte ihnen ein Seid angethan werden. Am besten wäre es, wenn die Polizei, welche sich seither nicht um die Sache kümmerte, die Person einmal inquirirte, der Spuk hätte dann wohl schnell ein Ende. § Hartmannshain, 12. Juli. Vor einigen Tagen hat endlich der seitherige Bürgermeister Christian Schmalbach sein Decret erhalten, nachdem die Wahl schon im vorigen Sommer stattgefunden hatte, wobei Herr Schmalbach 22 Stimmen und sein Gegeneandidat Ahlbrand 22 Stimmen erhielt. Die obere Behörde hatte infolge dieses Stimmenverhältnisses durch das Loos zu entscheiden. *△ Mainz» 13. Juli. Das 25jährige Jubiläum des Mainzer Männer-Gesangvereins, das sich in der Stadt durch reichen Flaggenschmuck rmd lebhafte Fremdenbewegung in den Straßen äußerlich bemerkbar macht, nahm gestern Abend durch eine imposante Jubelfeier in der Stadthalle seinen Anfang. Dieselbe wurde durch einen Festmarsch von Lux eingeleitet, worauf nach Ansprachen des Präsidenten und Ehrenpräsidenten und Weihe einer neuen Fahne die verschiedenen, an dem Feste mitwirkenden Vereine von hier und den Nachbarstädten dem Mainzer Männergesangverein durch Gesangsvorrräge ihre Huldigung darbrachten. Nach den Gesangsvorträgen nahmen in langer Reihe die Vertreter der einzelnen Vereine das Wort, um unter Ueberreichung von Geschenken — meistens Kränze mit kostbaren Schleifen — in mehr oder minder schwungvollen Ansprachen den Mainzer Männer-Gesangverein zu feiern. Der Redner etwas allzu langer Reihe folgte, nachdem es bereits 111/2 Uhr geworden, zunächst die „Tannhäuser"-Ouverture und dann verschiedene Chöre des festgebenden Vereins, sowie des Mainzer Sängerbundes, welche sich eines stürmischen Beifalles zu erfreuen hatten. Heute Morgen versammelten sich die Sänger auf dem Bahnhofsplatz und zogen mit ihren Bannern in langem, festlichen Zuge nach der „Stadthalle". Hier wurden sie Namens der Stadt Mainz vom Beigeordneten Dr. Gaßner in einer warmen Ansprache herzlich willkommen geheißen und I darauf durch den Stadtverordneten Ring zu einem von jungen Damen credenzten Ehrentrunke kostbarer Rheinweine eingeladen, den sich die fremden und einheimischen Sänger auf das Beste munden ließen. Das den Mittelpunkt der Feier bildende Hauptconcert, welches um 4 Uhr Nachmittags seinen Anfang nahm, war überaus zahlreich besucht. Bei demselben wirkten neben dem festgebenden Verein mit: Cäcilia-Wies- baden, Liederkranz - Aschaffenburg, Liederkranz - Bockenheim, Liederkranz-Friedberg, Liedertafel-Darmstadt, Männergesang- I verein-Darmstadt, Männergesangverein-Wiesbaden, Melanaria- Aschaffenburg, Sängerchor des Lehrerverems-Wiesbaden und die Liedertafel und der Liederkranz von Mainz. Als Solisten wirkten mit: Fräulein Frieda Schletterer-Augsburg, Frau Johanna Reuter-Mainz und Hofopernsänger Krauß-Berlin. Das Programm war ein gut gewähltes und wurden die verschiedenen Vereine mit reichem, wohlverdienten Beifall belohnt. Mit besonderem Beifall wurden die Solisten und unter denselben hauptsächlich Hofopernsänger Krauß ausgezeichnet. Einen bedeutenden Eindruck erzielte der zweite Theil des Concerts, „Coriolan", dramatische Scene für Männerchor, Soli und Orchester, componirt von Friedrich Lux, welche .unter persönlicher Leitung des Componisten vorgetragen wurde. — Frankfurt, 12. Juli. Die Begründung einer ,Srankfurrer Heimstätte für Genesende" scheint gesichert. In einer jüngst von den Zeichnern von Beiträgen abgehaltenen Versammlung konnte mitgetheilt werden, daß die -Ausführung des Unternehmens gesichert sei und zur Bildung des Ausschusses geschritten werden. In den letzteren wurden gewählt die Herren: Jos. Wertheim, Schmidt Knatz, Gg. Henrich, Stadtrath H. Flinsch, Sanitätsrath Dr. Spieß, W. Merton und Stadtrath Dr. Flesch. Die Statuten, welche im Entwurf vorlagen und in ihren Grundzügen genehmigt wurden, sehen die Bildung eines Vereins vor, dem nicht nur Private, sondern namentlich auch Krankenkassen und Verbände von solchen als Mitglieder angehören können. Dem Vorstand des Vereins sollen stets Arbeitnehmer angehören, die ihrerseits Mitglieder des Vorstandes solcher Kaffen sind, so daß sämmtliche Vereinsgeschäfte, insbesondere auch die Verwaltung der Anstalt, stets unter Theilnahme und Aufsicht derjenigen stattfinden, denen sie in erster Linie zu Gute | kommen joden. Die Aufnahme in die Anstalt wird nicht unentgeltlich, sondern allemal auf Kosten der Genesenden oder der Krankenkassen u. s. w., denen diese angehören, stattfinden. Arbeitgebern und Freunden der Anstalt soll aber die Möglichkeit geboten werden, sich durch einmalige Bezahlung eines größeren Kapitals das Recht zu erkaufen, jährlich für eine, dem Zinserträgniß angemessene Anzahl Tage Genesende der Anstalt zuzuweisen. Daß die Aufnahme von keiner Confes- sionsrichtung, keiner Parteistellung u. st w. abhängig gemacht I wird, braucht kaum gesagt zu werden. -st Kassel, 13. Juli. Glückliche Gewinner. Bei I der Berliner Schloßsreiheit-Lotterie, deren Gewinnchancen I gerade keine sehr günstigen waren, hat die launige Glücks- I güttin ihr Füllhorn in sehr reicher Weise über Kassel aus- I geschüttet. Drei junge, mit einander bekannte Geschäftsleute I hatten noch erst wenige Tage vor der jüngsten Schlußziehung I ein Loos gemeinschaftlich erworben urd haben darauf einen der Hauptgewinne mit 100000 Mk. erhalten. Emer von ihnen, ein Gastwirth, spielte dasselbe zur Hälfte und erhält I 50 000 Mk., die beiden andern, ein Kaufmann und ein I Mehlhandler je J/4 und sie erhalten jeder 25000 Mk. ohne allen Abzug. Ferner haben zwei hiesige Schlossermeister, die I geschäftlich miteinander zu thun haben, aus das gemeinschaftlich gespielte Loos 50 000 Mk. (jeder 25 000 Mk.) gewonnen. I Weiter haben sechs verheiratete Frauen hiesiger kleinerer **2« »uf s«°3 Ä) * 1 man Ln 40000 Ä* nur eitii «l[o l-dem "», „ Familien «9l“ - der ■ein s*®® s * ' geilte ein I-d-rdUl Dkl Hii spricht sich dn J° oiannschast in W Angelegenheit nebe «hschajtliche Int ung der Preis der l tanb§ hat im Iah' entwickelt, namentüi die Mangelhastigken mehr zur Gewißheii Terminmarkt und wohnlich stark zur W bezugsquelle war bi Beständen das fübli allen StaMätzen Roggen biente viel Theil Feuchten und Weizen- und Rog des Jahres auf x Juni mehr abwä Wendung ein- di des östlichen Der kein Zweifel fein, ihren neuen Ernte zurückbleiben würde dem ersten und zwe Oesterreich-Ungarn hatte. Hafer hat strebender Preisbei reichlichen deutschen Feit hte Pfund Feil türkisch.! p«r Psuu «n?Wt Carl W st< cbm. G 5^ ^vare es ^nen ■=* te - ife Ä»S »Sä* t,9c tiubilänm h". «'■baS i» °bh°st°Fremdm- nahm »IWt in der Stadt- eMn Festmarsch ie« des KDenten wen Fahne die ver- >rreine von hier und ergesangverein durch hten. Nach den Gele die Vertreter der r Überreichung von slbaren Schleifen - prachen den Mainzer Redner etwas allzu 114/2 Uhr geworden, nd dann verschiedene 'es Mainzer Sknger- eisalles zu erfreuen Ich die Sänger aus Bannern in langem, . Hier wurden sie ordneten Dr. Gatzner kommen geheißen und zu einem non jungen t Heimeine einheimischen Sänger auf ditteiynM der Feier ,x Nachmittags seinen -sucht. Bei demselben i mit: Cäeilia-Wies- ederkranz-Bockenheim, istadt, Männergesang- biesbaden, Manaria- ererns-Wlesbaden und Winz. Als Solisten :r er-Augsburg/ Frau isänger Krauß-Berlin, und wurden die ver- Lerdienten Beifall be- ben die Solisten und Mger Krauß ausge- f erzielte der gft n uon Fnednch gompuniften W ,, SegrüHbung ®K ©eneienbe" Ztbeift »erden, M Statuten^ Sn n-ö .Ä aud,,ti«n t6«» ed-rEL-r °ng-- rt» «*'SktMf» w'”" lefonbe« 1U? äste, W’ ult[) Aus- tctflMjl zu ®«tc in ^lttJt „iri st-n W*"’putfcW- ie Oft » M-S- «II eU,t '-"SsKch men- >7 e"d° - HI Ate volt re .^achl ***9 et 5811 -d>- Dassel o"8’ ’5Ä / rt'X: und erhalt &ufietiPn ■'nüO V* Geschäftsleute, welche hinter den Rücken ihrer Männer ein Loos zusammen auf gemeinschaftliche Rechnung spielten, ebenfalls 50000 Mk. (eine jede 833373 Mk.) gewonnen. Die freudige Ueberraschung der Ehemänner über diese freudige Botschaft kann man sich leicht denken. Ein fernerer Hauptgewinn von 40 000 Mk. fiel auf ein solches Loos, welches von 30 und mehr geringen Leuten, Subalternbeamten, Handwerkern, Angestellten re. gespielt wurde. Zumeist waren es 7i6-, 1ls2' und 764-Loosantheile, die dabei figurirten- es hat also jedem nur einige tausend Mark getragen, aber auch viele Familien „glücklich" gemacht. — Endlich har eine Frau von außerhalb, welche hier die Messe regelmäßig bezieht und bei der hiesigen Bankstelle das Loos kaufte, 100000 Mk. gewonnen. — Der Hauptgewinn von 300000 Mk. ist nach Fulda gefallen. Der Gewinn geht in 8 bis 10 Theile. Ein Kaufmann erhält davon 60 000 Mk., zwei Schriftsetzer und ein Maschinenarbeiter, sowie noch mehrere andere geringe Leute ein jeder 30000 Mk. Wer die Preise der Lebensmittel spricht sich der Jahresbericht der Aeltesten der Kaufmannschaft in Berlin in folgender Weise aus: Die wichtigste Angelegenheit neben der Höhe der Arbeitslöhne ist für das wirthschaftliche Interesse der großen Mehrzahl der Bevölkerung der Preis der Lebensmittel. Der Getreidehandel Deutschlands hat im Jahre 1889 eine außerordentliche Thatigkeit entwickelt, namentlich in der zweiten Hälfte des Jahres, als die Mangelhaftigkeit der jüngsten deutschen Ernte mehr und mehr zur Gewißheit wurde. Insbesondere hat der Berliner Terminmarkt und haben die norddeutschen Mühlen ungewöhnlich stark zur Versorgung Deutschlands beigetragen. Hauptbezugsquelle war das ganze Jahr über neben den heimischen Beständen das südliche Rußland. DaS Jahr 1888 hatte an allen Stapelplätzen große Vorräthe zurückgelassen- russischer Roggen diente vielfach zur Ausbesserung unserer eigenen zum Theil feuchten und untergeordneten Sorten der 1888er Ernte. Weizen- und Roggenpreise hielten sich in der ersten Hälfte des Jahres auf mäßigem Preisstand; derselbe ging bis zum Juni mehr abwärts als aufwärts. Seit dem Juli trat eine Wendung ein; die Gewißheit einer sehr ungenügenden Ernte des östlichen Deutschlands lag vor und auch darüber konnte kein Zweifel sein, daß Rußland und Oesterreich-Ungarn mit ihren neuen Ernte-Erträgen weit hinter dem vorigen Jahre zurückbleiben würden. Für Gerste war der Unterschied zwischen dem ersten und zweiten halben Jahr um so empfindlicher, als Oesterreich-Ungarn auch eine mangelhafte Ernte zu beklagen hatte. Hafer hat sich durch das ganze Jahr in auswärts strebender Preisbewegung befunden, da die Ueberschüsse der reichlichen deutschen Haferernte von 1887 ausgezehrt waren. Ganz enorme Mengen von Getreide mußten daher 1889 vom Ausland und zwar weit überwiegend aus Rußland für den deutschen Bedarf bezogen werden, über 5 Mill. Doppel- Ctr. Weizen, über lO1/^ Millionen D.-Ctr. Roggen, über 21l2 Millionen D.-Ctr. Hafer, über 6l/2 Millionen D.-Ctr. Gerste. Dazu über 3 Millionen D.-Ctr. Mais, der diesmal eine größere Rolle als sonst im deutschen Handel spielte. Die Vereinigten Staaten hatten 1889 eine große Ernte darin gemacht. Zum Glück erfreuten sich die Vereinigten Staaten, England > Frankreich, auch die westlichen Gebiete Deutschlands befriedigender Ernten, und die Mitbewerbung Englands und Frankreichs bei dem Einkauf in den Productions- ländern war daher keine übergroße. Auch hielt Rußland von seinen früheren großen Ernten noch immer bedeutende Vorräthe. So konnten die Preise in Deutschland, das von seiner eigenen 1889er Ernte aus den gewohnten Kornkammern der östlichen Provinzen in der zweiten Jahreshälfte nur sehr dürftige Nahrung zog, keine ganz ungewöhnliche Höhe annehmen, obgleich fett der letzten Zollerhöhung aus Getreide die Zölle mehr als je den Consumenten zur Empfindung kamen. Was Deutschland an Getreide an andere Länder abgeben konnte, war nur in Gerste von einigem Belang, in anderen Getreidearten ohne Bedeutung. Zu derselben Zeit, als die Getreidepreise zu steigen anfingen, machte sich auch eine zunehmende Theuerung der Fleischpreise fühlbar, zum Theil eine Folge der Abwehrmaßregeln, welche die Regierung des deutschen Reiches gegen die Einschleppung der Maul- und Klauenseuche ergreifen mußte, welche von Rußland und Oesterreich eindrang und' unseren Viehstand längere Zeit thatsächlich in Gefahr setzte. Die Einfuhrverbote, welche England und Frankreich auch ihrerseits erließen, haben die gewohnte deutsche Ausfuhr bedeutend herabgedrückt,- nur die Ausfuhr von ausgeschlachtetem Fleisch ist gestiegen. Gerichtliche Entscheidungen. — Ein Grundstück wird auch dann als „enclave* angesehen, wenn es durch einen Bach oder Fluß von einer öffentlichen Straße abgeschnitten ist. Ein Nothweg über umgrenzende, fremden Eignern gehörige Felder kann dann nicht beansprucht werden, wenn das ein- geschlossene Grundstück leicht durch Ueberbrückung des betreffenden Gewässers zu erreichen und diese Ueberbrückung nicht mit unver- hältnitzmäßig hohen Kosten verbunden ist, auch andere Angrenzer des Baches diese Ueberbrückung thatsächlich bereits ausgesührt haben. (Entsch. W. c. G. U. 51/88.) Entscheidung Großh. Oberlandesgerichts. Verkehr, £attö< «nd Vslk.wirtbschatr Grünberg, 12. Juli. (Fruchtpreise). Weizen 21.00, Korn JC. 19.10, Gerste Hafer JL 18.60, Erbsen JL. 19.30, Linsen ——, Lein — —, Wicken —, Samen —, Kartoffeln 4.70. — Johannisbeergelee. (Nachdruck verboten.) Die Johannisbeere eignet sich besser zur Bereitung eines feinen Gelees als bie meisten anderen Beerenfrüchte. Unübertrefflich wird dasselbe durch Zusatz von Himbeeren, welche ihm ein ungemein feines Aroma geben. Die Früchte, welche möglichst frisch gepflückt sein müssen, werden ausgepreßt und dem Saft ca. Va Gewichtstheil Zucker zugesetzt. Das Ganze wird dann auf einem Hellen Feuer schnell aufgekocht, wozu man sich eines recht tiefen Saftkessels bedienen muß. Durch fleißiges Umrühren wird das Ueberkochen verhindert. Der Saft wird nach dem Aufkochen in Gläser gegossen, diese verbunden und das Gelee, ist fertig. Schrffsncrchvichten. Hamburg, 8. Juli. Das Hamburg-Newyorker Post-Dampfschiff „Danta", Capitan Schulz, fft am 8. Juli, 12 Uhr Mittags, wohlbehalten in New-Jork angekommen. Bremen, 12. Juli. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Saale, Eapt. B. Blanke, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 2. Juli von Bremen und am 3. Juli von Southampton abgegangen war, ist gestern 12 Uhr Mittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Hamburg, 12. Juli. Das Hamburg-Newyorker Postdampfschiff „Wieland", Eapttän Barends, ist am 11. Juli, 7 Uhr Abends, wohlbehalten in Newyork angekommen. Der Postdampfer „Rhynland" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 10. Juli wohlbehalten in Newyork angekommen.____________________ _ Gummi- Paris. Feinste Specialitäten. 4447 Zollfr. Versandt durch W. H. Mielck, Frankfurt a. M. Special-Preisliste in verschloss. Couvert geg. Eins. v. 20 Pfg. in Briefen. Hpielplan der vereinigten Frankfurter Stadttheater. Opernhaus. Gesammt-Gastspiel der „Münchener", Mitglieder des König!. Theaters am Gärtnerplatz in München, unter Leitung des König!, bayr. Hofschauspielers Max Hofpauer. Dienstag den 15. Juli: Die Zwiderwurzen Außer Abonnement. Gewöhnliche Preise. Mittwoch den 16. Juli: Der Pfarrer von Kirchfeld. Außer Abonnement. Gewöhnliche Preise. Donnerstag den 17. Juli: Der Protzenbauer von Tegernsee. Außer Abonnement. Gewöhnliche Preise. Freitag den 18. Juli: Pfarrer von Ktrchfeld. Außer Abonnement. Gewöhnliche Preise. Samstag den 19. Juli: Vorletzte Vorstellung der Münchener. Zum letzten Male: Hans im Glück. Außer Abonnement. Gewöhnliche Preise. Sonntag den 20. Juli: Abschieds-Vorstellung der Münchener. 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Großherzogliches Amtsgericht. _________Fresenius.5899 Submission. Die für den äußeren Verputz und Anstrich des Schulhauses an der Westanlage erforderlichen Gtein- hauer-, Schreiner- und Weiß- binder-Arheiren sollen mittelst Submission vergeben werden. Voraus chlag und Bedingnißh eft hierzu liegen aus dem Stadtbauamte offen, woselbst die bezüglichen Angebote bis zum 17. L MtS., Vorm. 10 Uhr, abzugeben sind. 5887 Gießen, den 12. IM 1890. Stief, Stadtbaumeister. findet Dienstag den 15. Juli, Abends ^9 Uhr, im Cafe Balzer statt. Tagesordnung: 1) Rechenschaftsbericht und Vorstandswahl. 2) Die bevorstehenden Landtagswahlen. Der Vorstand. 0ö41 ______________ Vollständiges Bete mit Sprung- und Roßhaar-Ma- tratze zu verkaufen. 5918________Ederstraße 4. Neue hoNndische AMHarmge empfiehlt (5700 Emil Fischbach- 4787] Ein Familtenlogis zu vermiethen Neuenweg 40 I. St. ~ 5155] LÜdwiäsiraße' 19 r Parterre- Wohnung des Herrn Prof. Dr. Philippi per 1 Octbr. zu vermiethen. 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