Amtlicher Theil Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- Bonn. 10 Uhr. handele sich in dem Falle des Angeklagten um die wissentliche Uebertretung eines rein politischen Gesetzes und das mit Wissen übertretene Gesetz müsse daher zur Anwendung kommen. In geschickter, aus das patriotische Empfinden der Franzosen berechneter Weise plaidirte Advocat Rousse, der Ver- theidiger des Prinzen, für denselben und kam er sogar zu dem Schlüsse, daß das Militärgesetz selbst die Wirkungen des Verbannungsgesetzes aushebe, welche kühne Auffassung der Gerichtshof durch seine Verurteilung des Prinzen allerdings nicht getheilt hat. Der Spruch des Gerichtshofes veranlaßte im Justizpalaste lärmende Kundgebungen der Royalisten und mußten deßhalb eine größere Anzahl Personen, unter ihnen auch mehrere Träger hocharistokratischer Namen, verhaftet werden. Von einer Begnadigung des Herzogs von Orleans durch den Präsidenten der Republik verlautet jetzt nichts mehr. Der Prinz wird wahrscheinlich an die Strafanstalt zu Clairvaux zur Verbüßung seiner Strafe abgeliefert werden, wenigstens schließt man dies aus einer vertraulichen Mittheilung des Ministers Constans an den Director genannter Anstalt, eine passende Zelle für einen demnächst eintreffenden politischen Gefangenen bereit zu halten. In England hat die Wiedereröffnung der Parlaments- session im Unterhause zunächst zu der üblichen langwierigen Adreßdebatte geführt, bei der die Regierungsvertreter den verschiedensten Anfragen Rede und Antwort stehen müssen. Von den bislang abgegebenen ministeriellen Erklärungen sind nur diejenigen über die englisch-portugiesische Streitfrage von allgemeinerem Interesse, aus ihnen erhellt, daß England es ablehnt, die Frage, nach dem Vorschläge Portugals, einer- europäischen Conferenz zur Entscheidung zu unterbreiten, die Engländer scheinen sich in ihren Rechtsansprüchen auf das strittige südafrikanische Gebiet doch nicht sicher zu fühlen'. Auch im Oberhaus hat die Regierung durch Lord Salisbury langathmige Erklärungen zur portugiesischen Angelegenheit abgeben lassen, welche offenbar das schroffe Vorgehen Englands gegen das kleine Portugal beschönigen sollen. welche diesmal die Wahlbewegung mehr oder weniger ausgeprägt beherrschten, irgendetwas Neues vorzubringen, vielmehr dürften die Parteileitungen bestrebt sein, ihre Heer- schaaren nochmals anzufeuern und zu mustern und überhaupt die letzten notwendigen Vorbereitungen angesichts der herangenahten Entscheidung zu treffen. Ueber deren Ausfall aber schon jetzt ein Urtheil zu fällen, wäre ein müßiges Beginnen, denn in sehr vielen Wahlkreisen ist es vollständig ungewiß, welche Partei schließlich den Sieg erringen wird und außerdem muß noch sehr abgewartet werden, ob bereits die Hauptwahl vom 20. Februar einen vollständigen Ueberblick über die Ergebnisse der Wahlbewegung ermöglichen wird, denn allem Anscheine nach dürste es zu zahlreichen Stichwahlen kommen. Die Beschickung der in den kaiserlichen Erlässen angeregten internationalen Arbeiterschuhconferenz durch alle Industriestaaten Europas soll nach einer Versicherung in den als zeitweilig „inspirirt" geltenden „Hamb. Nachr." gesichert sein, obwohl ein Theil der auswärtigen Presse den Conferenz- Vorschlag noch ziemlich mißgünstig bespricht. Die Frage sei eben, wie das genannte Blatt sich von osficiöser Seite schreiben läßt, von einer Beschaffenheit, daß es kein Cabinet wagen könnte, seine Betheiligung abzulehnen resp. von vornherein zu versagen. Dies verbiete sich nicht nur aus Gründen der Staatsmoral, sondern auch aus der Erwägung, daß die Ablehnung der deutschen Aufforderung die Arbeiterbevölkerung der eingeladenen Länder in Erbitterung versetzen würde. Einigermaßen widerspruchsvoll lauten die Meldungen über das Schicksal der von der Schweiz angeregten internationalen Arbeiterschutzconfcrenz, welche am 5. Mai in Bern zusammentreten soll. ^Während die Einen meinen, die Conferenz werde stattfinden, behaupten die Andern, die schweizerische Regierung würde ihre Einladungen angesichts des Vorgehens Deutschlands wieder zurückziehen und eine dritte Version endlich will wissen, daß die beiden Conserenzpläne verschmolzen werden würden. Uebrigens hat Herr v. Bülow, der deutsche Gesandte in Bern, dem Leiter des schweizerischen Departements des Auswärtigen, Bundesrath Droz, die offizielle Einladung seitens der deutschen Regierung zur Beschickung der Berliner Conferenz für Arbeiterschutz überreicht. Die in Frankreich so viel Staub auswirbelnde Affaire des Herzogs von Orleans hat mit der gerichtlichen Verur- theilung zu zwei Jahren Gesängniß dieses „jüngsten Re- ernten der französischen Armee" ihren vorläufigen und nicht weiter überraschenden Abschluß erfahren. In der am Mittwoch stattgefundenen Verhandlung des Pariser Gerichtshofes hierüber erklärte der Herzog von Orleans nochmals, daß er aus keinerlei politischen Beweggründen, sondern lediglich in der Absicht, seinem Vaterlande zu dienen, nach Frankreich gekommen sei, während der Vertreter der Staatsanwaltschaft ausführte, es Deutsches Reich. Berlin, 12. Februar. Ueber die militärische Ausbildung des Lehrer st andes wird der „Köln. Ztg." aus Lehrerkreisen geschrieben: Am 13. Januar d. I. wurde im Reichstage bei der Berathung des Militär-Etats auch der Lehrer als Soldaten erwähnt und traten Uebelstände offen zu Tage, die bisher nur in Lehrerkreisen bekannt waren. Wie die Verhandlungen bewiesen, war der Lehrerstand in seinem innersten Gefühl bitter gekränkt worden. Mancher Lehrer muß in seiner Vaterlandsliebe aufs tiefste verwundet worden sein und doch ist gerade der Lehrerstand berufen, die. ersten Wurzeln der Vaterlandsliebe ins Kindesherz zu legen politische Uebepsicht. Gießen, 14. Februar. Wir werden nunmehr bald in die letzte Woche der Wahl- bewegung eintreten und in ihr werden sicherlich alle Parteien die äußersten Kräfte anspannen, um mit Ehren an dem Tage der großen Wahlschlacht, am nächsten Donnerstag, zu bestehen. Schwerlich wird es indessen noch möglich sein, zu den Fragen, Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. ____ _____________________r Betr.: Bildung einer öffentlichen Waffergenoffenschast zum Zwecke der Entwässerung von Grundstücken im sog. Stiegelgarten in der Gemarkung Lang-Göns. Bekanntmachung Nachdem zur Ausführung einer Entwässerung von Grundstücken im sog. Stiegelgarten in der Gemarkung Lang-Göns Antrag auf Blldung einer Wassergenossenschast gestellt worden ist und die Großh. Obere landwirthschaftliche Behörde als sachliche Centralbehörde das beabsichtigte Unternehmen als zweckmäßig und zulässig erachtet und die Einleitung des Verfahrens zur Bildung einer öffentlichen Wassergenossenschaft angeordnet hat, wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Vorarbeiten hierzu vom 18. Februar bis einschließlich 3. März l. I. auf dem Bureau der Großh. Bürgermeisterei Lang-Göns zur Einsicht sämmtlicher Grundeigenthümer, deren Grundstücke in die zu verbessernde Fläche fallen, offen liegen. Gleichzeitig werden diese Grundeigenthümer zur Verhandlung und Beschlußfassung, sowie zur Wahl ihrer Vertreter für das weitere Verfahren aus Mittwoch de« S. März l. I., Nachm. 2V. Uhr, in das Rathharr- zu Lang-Görr- vorgeladen unter Androhung des Rechtsnachthells, daß die Nichterscheinenden, sowie die Nichtabstimmenden als dem beantragten Unternehmen beistimmend, mit der Wahl der Vertreter einverstanden angesehen und mit ihren Einwendungen gegen die Art der Ausführung später nicht mehr gehört werden. Diejenigen Grundeigenthümer und Wassernutzungsb^rech- tigten, die an dem Unternehmen nicht unmittelbar betheiligt erscheinen, werden hiermit aufgefordert, etwaige Einsprachen gegen das Unternehmen in der vorerwähnten Tagfahrt geltend zu machen, widrigensalls die Einsprachen nach Ablaus der Frist nicht mehr berücksichtigt werden und nur noch privatrechtliche Entschädigungsansprüche gegenüber dem Unternehmen geltend gemacht werden könnten. Gießen, den 13. Februar 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. S 212*01 Feuilleton. Wie man vor 1800 Jahren aß. Die Römer, die von den besiegten Griechen erst ihr Brod backen lernten, hatten zu Livius Zeiten schon sechs Arten von Brod und eine Tafel von drei Gängen, deren erster aus Eiern, Austern und anderen die Eßlust reizenden Dingen bestand, und welchem das sogenannte Hauptessen und endlich das Dessert, aus Obst und Backwerk bestehend, folgte. Eine einzige solche Mahlzeit kostete schon bei Lucullus mehr als 30,000 Mk. — Aber der Uebermuth sollte noch steigen. Vitellius, das kaiserliche Schwein, wie ihn Tacitus sehr deutlich bezeichnet, verschwendete im Essen in 7 Monaten 126,000,000 Mk. Dem Kaiser Verus kostete ein einziges Abendessen für 12 Personen 750,000 Mk. Am wahnsinnigsten trieb es Heliogabalus, der schlimmste aller jener Kaiser. Nicht zufrieden mit der Verschwendung in Speisen, verband er mit seiner Mahlzeit eine Lotterie, wodurch jedem Gaste zehn Kameele, Bären, Strauße oder zehn Pfund Gold zufielen, und überschüttete seine Gäste mit einer solchen Menge der seltsamsten und kostbarsten Blumen, daß einige von ihnen wirklich erstickt wurden. Es wäre unglaublich, daß ein Gastmahl jener Zeit mehr als die Ausrüstung einer ganzen Armee kosten konnte, wenn man nicht wüßte, daß die gewöhnlichsten Speisen aus Gehirn von Flamingos, aus Pfauen- und Papageienzungen bestanden, und daß man die großartigsten Etablissements errichtet hatte, um Fische Q^er Meere, Vögel aller Nationen, um Murmelthiere, Pfauen, um Austern und Schnecken zu mästen, daß man selbst Heere abschickte, um für die Tafel eines Großen irgend einen seltenen Leckerbissen zu erobern. Wir lenken nun unsere Blicke auf unsere frugaleren deutschen Vorfahren. Was uns freilich Plinius und Tacitus von dieser deutschen Frugalttät berichten, klingt keineswegs sehr erbaulich. Haferbreis Holzäpfel und sauere Milch sollten die einzigen deutschen Speisen gewesen sein. Zum Glücke sind diese Berichte sehr ungenau. Von den alten Galliern lautet es schon ganz anders. Gehackte Kräuter, gekocht und in hölzernen Näpfen auf eine Ochsenhaut aufgetragen, die auf dem Rasen des Waldes ausgebreitet war, Klöße aus dem Mehl verschiedener Getreidearten, aus Kohlen geröstete Stücke Fleisch, das waren die Grundarten der gallischen Küche. Eine Schilderung, die uns Athenäus zu Ende des zweiten Jahrhunderts gibt, erinnert uns aus der einen Seite an die reiche ^Fleischkost der homerischen Helden, auf der anderen an die Gefräßigkeit amerikanischer Wilden. / „Die Nahrung der Gallier", sagte er, „besteht aus wenig Brod, aber vielem Fleisch, sowohl gekochtem als gebratenen und gerösteten. Diese Speisen sind aus eine reinliche und appetitliche Art ungerichtet, aber sie essen sie aus eine unsaubere Weise. Sie packen mit den Händen ganze Stücke Fleisch, wie die Löwen, und zerreißen sie mit den Zähnen. Wenn auf diese Art ein Stück nicht losgehen will, so schneiden sie es mit einem kleinen Messer, das sie immer an der Seite tragen, vor dem Munde ab. Ihre Flüsse und die beiden Meere, die sie umgeben, verschaffen ihnen auch Fische, die sie mit Salz und Essig würzen. Des Oels bedienen sie sich wenig, weil es bei ihnen selten ist. In alle ihre Getränke mischen sie Kümmel." Den alten Deutschen konnte es an Fleisch nicht fehlen. Ihre Wälder und Sümpfe lieferten ihnen Auerochsen, Elenthiere, Rennthiere, Bären, Luchse, Wasserhühner, Rohrdommeln und Störche. Aber ihr Lieblingslleisch war und blieb noch lange das Schweinefleisch. Als ‘ die Deutschen in engeren Verkehr mit den Römern traten, nahmen sie auch mehr und mehr von den feineren Sitten der römischen Küche an. Zur Zeit der | ersten fränkischen Könige hatte die Mahlzeit bei aller Frugalität schon ein ganz römisches Gepräge. Den Anfang machte Gemüse, roh oder als Salat, um den Appetit zu reizen, auch trank man Wein und aß Eier dazu. Der zweite Gang bestand ganz aus Fleischspeisen, die in hohen Pyramiden ausgetischt wurden/ das Schweinefleisch behauptete auch hier noch seinen Vorrang. Das Dessert bildeten Backwerk und Früchte. * Reingefalleu. „Ja, meine Herren!" so erzählt der Rentier Quielitz am Kneiptisch, — „einmal haben wir unseren guten Hotelier Schlaumeyer doch ganz gehörig übers Ohr gehauen, als gerechte Vergeltung für seine gar zu gepfefferten Weinpreise. Der Schlaumeyer ist nämlich immer sehr fix mit dem weitgehendsten Credit bei der Hand, wenn nur möglichst viel „theure Marken" consumirt werden. Erzählen wir ihm da kürzlich, daß zwischen mir und dem Collegen Knobelwitz eine Wette um zwanzig Flaschen Sekt abgeschlossen worden ist, auf deren Entscheidung unser ganzer Kreis gespannt sei." „I der Tausend!" meint Schlaumeyer, „um was handelt sich's denn?" „Ja," antworten wir, „das wollen wir Ihnen sagen, wenn Sie uns heute schon die zwanzig Flaschen Sekt Vorfahren lassen und den Betrag bis zur Erledigung der Wette creditiren!" „Natürlich, natürlich?" schmunzelte Schlaumeyer, und nach zehn Minuten steht der Sekt aus dem Tisch. Um vier Uhr des Morgens war die Kneiperei zu Ende und Schlaumeyer nahm uns — von Neugierde gefoltert — bei Seite, um nähere Auskunft über die Wette zu fordern, die ich ihm nunmehr bereitwilligst in folgender Weise gab: „Ich habe gesagt: Wenn der Rathhausthurm einmal umsällt, dann fällt er aus die rechte Seite, Knobelwitz dagegen hat gewettet, er fiele auf die linke! Wenn die Angelegenheit entschieden ist, bekommen Sie den Sekt bezahlt. — Guten Morgen, Herr Schlaumeyer!" 1890 Samstag den 15. Februar Nr. 39. Gießener Anzeiger Keneral-Wnzeiger. Amts- unb Anzeigeblatt für den Nreis Gieszen. Die Gießener D««rkten0tätter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Bietteljähriger AVonnementspreisr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Nedaction, Expedition und Druckerei: Zchutstraße Ar.?. Fernsprecher 5L und die Vaterlandsliebe zu hegen und zu Pflegen. Erfreulich ist eS deshalb, daß nach den ministeriellen Auslassungen jener unwürdigen Behandlung durch eine allerhöchste Kundgebung ein Ende gesetzt werden soll. Doch aus welche Weise läßt sich daö am besten erreichen? Diese Frage ist nicht schwer zu beantworten. Der preußische Wahlspruch lautet: „Suum cuique“. Wende man diesen ans den Lehrer an und die Frage ist gelöst. Der Lehrerstand besitzt heutigen TageS im Heere eine Ausnahmestellung, indem die Lehrer nur 6 bezw. 10 Wochen zu dienen haben. Der Herr Kriegsminister bezeichnete diese kurze Dienstzeit als eine Vergünstigung und droht sogar, diese eventuell aufzuheben. Das würde die gesammte deutsche Lehrerschaft mit Jubel begrüßen. Die kurze Dienstzeit war bis jetzt nur ein Lockmittel, um jüngere Leute in den schweren und verantwortungsvollen Lehrerberus heranzuziehen und trotzdem herrscht im Lehrerstande stets Mangel an Lehrkräften, während alle anderen Stände überfüllt sind. Fällt dieses Lockmittel der kurzen Dienstzeit weg, so wird der Lehrermangel wohl noch fühlbarer werden, und will man ihm abhelsen, so muß man zu einem durchgreifenderen Mittel seine Zuflucht nehmen. Man wird sich bequemen müssen, den Lehrern ein besseres Gehalt zu zahlen. Aber darum brauchen wir uns ebensowenig zu ängstigen als daß der Herr Kriegsminister seine Drohung ausführt und die Lehrer zum dreijährigen Militärdienst verpflichtet, denn dann würde die Studienzeit eines Lehrers gerade neun Jahre umfassen, um dann mit einem Gehalt von 900 oder 1050 Mk. angestellt werden zu können. Aber warum löst man diese Frage nicht einfach dadurch, daß man diese Zwitterstellung des Lehrerstandes aufhebt. Man läßt die Vergünstigung fallen und verpflichtet den Lehrer zum einjährigen Dienste. Wer nur einigermaßen den Bildungsgang der Lehrer kennt und die hohen Anforderungen, die man an sie stellt, weiß, daß die Lehrer ihrer Bildungsstufe gemäß sicher die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst verlangen können. Seit länger als einem Jahrzehnt ist „die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst" zu erlangen der Wunsch der deutschen Lehrerschaft. Der IV. Deutsche Lehrertag faßte bereits 1882 zu Kassel folgenden Beschluß: 1. Die sechs- wöchenrliche active Militärdienstpflicht der deutschen Volksschullehrer fördert nicht das Wohl der Volksschule, sondern übt durch die dadurch geschädigte berufliche Stellung der Lehrer einen nachtheiligen Einfluß aus dieselbe aus- 2. der deutsche Volksschullehrer muß gleiche Rechte und Pflichten mit jedem andern Deutschen gemeinsam haben und tragen und muß berechtigt sein, auf Grund der Befähigung für das Volksschulamt seiner activen Militärdienstpflicht durch den einjährig-freiwilligen Dienst zu genügen. Fällt diese Ausnahmestellung der Lehrer fort, so verschwinden auch bald die Klagen der Lehrer und vielleicht wäre jetzt der geeignete Zeitpunkt für die Lehrerschaft, dem Herrn Minister ihre Wünsche darzulegen. — Es mag manchem Leser auffallen, daß die Lehrer selbst ihre militärische Dienstpflicht so erheblich verlängert zu sehen wünschen. Die Thatsache ist nichtsdestoweniger richtig; der Beweis dafür ist in dem oben angeführten Beschlüsse des Deutschen Lehrertages in Kassel [gegeben und liegt uns außerdem in mehreren auf dasselbe Ziel gerichteten Zuschriften vor. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 13. Februar. Zu der morgigen Staats- rathserösfnung sind 94 Einladungen ergangen. Im Elisabethsaal, wo die Feierlichkeit stattfindet, ist eine Längs- tafel mit vier Quertaseln aufgestellt. An der ersteren nimmt der Kaiser Platz, neben demselben der Reichskanzler sowie voraussichtlich die übrigen bei dem Staatsrath amtlich fungirenden Herren. Die Plätze gegenüber dem Kaiser bleiben frei. Die Tische sind grün bedeckt. Breslau, 13. Februar. Wie die „Schles. Ztg." meldet, ist der Herzog von Ratibor kürzlich vom Kaiser empfangen worden, um als Präsident des schlesischen Provinziallandtages die Einladung der Provinz zu dem im Herbst gelegentlich der Anwesenheit des Kaisers geplanten Feste vorzutragen. Der Kaiser nahm die Einladung an. Die Kaiserin stellte ihre Anwesenheit in Aussicht. Wien, 13. Februar. Die „Pol. Corr." erfährt, daß dem Ministerium des Aeußern am 7. Februar eine Einladung der schweizerischen Regierung zur Theilnahme an der internationalen Arbeiterschutzconserenz nebst einem Entwurf des Discussionsprogramms zugegangen fei. Wien, 13. Februar. Abgeordnetenhaus. In Bezugnahme auf die beiden Erlasse des deutschen Kaisers richtet der Abgeordnete Kraus an den Ministerpräsidenten Grafen Taaffe folgende Anfragen: 1. Erscheint die Annahme gerechtfertigt, daß die Nichterwähnung Oesterreich-Ungarns in dem betreffenden kaiserlichen Erlaß mit dem bestehenden engeren Vertrags- und Bundesverhältniß im Zusammenhänge steht, durch welches die Verständigung beider Staatsgebiete in der Arbeiterfrage selbstverständlich ist? 2. Im bejahenden Falle steht die österreich-ungarische Regierung in diesem Augenblicke auf dem Standpunkte, welchen sie durch ihre Haltung gegenüber den im vorigen Jahre von der Schweiz ausgegangenen Anregungen eingenommen hat, und insbesondere welche Stellung gedenkt die Regierung in der durch die deutsche Regierung angeregten Frage einzunehmen. Wien, 13. Februar. Die „Polit. Corr." meldet aus Belgrad: Der Präsident der Skupschtina, Paschics, wird aus der Reise durch Europa auch nach Petersburg kommen. Derselbe ist beauftragt, der russischen Regierung die Bereitwilligkeit Serbiens auszusprechen, in handelspolitische Beziehungen zu Rußland zu treten. Budapest, 13. Februar. Der Kaiser empfing den Grasen Hartenau (Prinz Alexander von Battenberg) in halbstündiger Privataudienz. Paris, 13. Februar. Die gestern Nachmittag verhafteten Manifestanten wurden sämmtlich im Laufe des Abends entlassen. Es heißt, der Herzog von Orleans habe feinen Verteidigern erklärt, auf die Appellation gegen das Urtheil verzichten zu wollen. Paris, 13. Februar. Die Morgenblätter besprechen die Verurtheilung des Herzogs von Orleans nach ihrem Parteistandpunkte. Die republikanischen Blätter billigem die rückhaltlos strikte Anwendung des Gesetzes. Das „Journal des Debats" weist aus die royalistischen Demonstrationen- hin und meint, die Urheber derselben hätten, wenn sie die beabsichtigte Anwendung des Gnadenrechts hätten erschweren wollen, nicht anders handeln können. Die Regierung werde sich hoffentlich nicht durch Provocationen beeinflussen lassen. Der „Gaulois" spricht seine Genugthuung über die Kundgebungen aus, welche bewiesen haben, welch großen Dienst der Herzog von Orleans ohne sein Wissen und Wollen der monarchischen Sache geleistet habe. Paris, 13. Februar. In der Frage der Ar beite r- schutzconferenz in Berlin setzte in dem heutigenMinister- rathe Spuller seinen Collegen die Fragen auseinander, welche seiner Ansicht nach durch die Einladung angeregt wären und theilte mit, daß er beabsichtige, weitere Aufklärungen über verschiedene Punkte nachzusuchen. Die beiden Regierungen würden noch einige Zeit zu verhandeln haben, ehe Frankreich eine definitive Antwort geben könne. — Wie gerüchtweise verlautet, soll die Schweiz beabsichtigen, die zum 5. Mai ausgesandten Einladungen zur Theilnahme an der in Bern abzuhaltenden Conserenz zurückzunehmen und sich den deutschen Vorschlägen anzuschließen. — Der „Temps" bemerkt, die Berliner Con- serenz über die Arbeiterfrage scheine eine ganz andere Tragweite zu haben als der bezügliche Vorschlag der Schweiz. Es dürfte deshalb nicht überraschen, wenn die Regierung sich ihre Antwort noch überlege. Loudon, 13. Februar. Staatssekretär des Innern, Matthews, brachte in der heutigen Sitzung des Unterhauses den Bericht der Parnellcommission ein. Fergusson erklärte, daß die Regierung bisher keinerlei Mittheilung der deutschen Regierung über die beabsichtigte Conserenz betr. die Arbeiterfragen erhalten habe. Rom, 13. Februar. Die „Risorma" dementirt die Nachricht, daß die italienische Regierung deutschen Bank- bäusern hundert Millionen Rente überließe. Der „Esercito" bezeichnet die Meldung von der Ernennung des Kriegsministers Bertole Viale zum ersten Adjutanten des Königs als unrichtig. Rom, 13. Februar. Nach einer Meldung der „Ag. Stefani" aus Adizana vom 26. Januar hat dort zwischen Degiae Sejoum und Ras Alula eine Schlacht stattgefunden, in welcher Letzterer geschlagen und schwer verwundet wurde. Belgrad, 13. Februar. Der Finanzminister brachte in der heutigen Sitzung der Skupschtina eine Vorlage betreffend die Aufnahme einer Eisenbahnanleihe von 266/10 räß. Francs, ferner die Vereinbarung mit der Anglo-Oesterreichi- schen Bank wegen Ablösung des Salzmonopols ein. Die Bank erhält die Caution von 500 000 Frcs. zurück, die Ablösungssumme beträgt 5 614 673. Co8 Uhr Frühmesse; um 8/*10 Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags um V»3 Uhr sacramentalische Bruderschaftsandacht und Predigt. Mittwoch: Abends um 6 Uhr Faftenandacht. Gottesdienst in der Synagoge. 15. Februar. Freitag Abend 5°° Uhr, Samstag Morgen 8* Uhr, SamStag Mittag 3« Uhr, Samstag Abend 6W Uhr. Äaufli wollen baffe Zch« Kopf am 5 Kalkosen-A Arn 1262 Lomlttags 11 138 40 34001 43 etwft 2000 Die 3 ien Hiebwtl Sich, Mittwoc häufe Mn? Freitag i tzard öffentlich v! 20 75 32 7 56 328 r 3 52 n C 807 r JO- Dienst« Nachmittags Rathhaus z der Feldgem sechs Jahr Steinberg, Großh. Bür i ?Ettw *',3 wer ^indelvald steigert: ' 93 Kiefern Rtr- & Aurchrn 7R» L^ete 788 Md *tenb U, ^N«n Mer, 1 M !8ür Mstag । in u Jh ei,K btn i 1296 1 noiiN,r„ „ ’ 36 rn 128 , SS > 1400 6 ze 16? 2) auf bet 1 55i 65 26 850 Die \ Än kow ftdgetung i ent l’/i U Holzversteigerung II i Gießener Stadtwalde. U Monrag den IT Februar BI UN Seltersweg Fritz 13-6 110 Die Zellen sind durch Dampf geheizt. Alle berühmten Fabrikate. deepielte Klaviere von Ml. 50.— an. — Umtausch alter Klaviere. Freie Lieferung. Langjährige Garantie. Bedeutende AuswaM. "Willi. Rudolph, Pianomagazin, Neuen weg 9 1277 470] Schloßgasse 19. 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Ms , Nachmittags 2 Uhr, in der früher BrammNchen Hofraithe dahier sollen gegen Baarzahlung öffentlich versteigert werden: 1 Wagen, 1 Hobelbank, 1 Ladeneinrichtung, 1 Eisschrank, 2 Commoden, 1 Büffet, 2 Verticows, 2 Betten, 1 Pianino, 1 Nähmaschine, 2 Kleider- fchränke, 2 Sophas, 1 Regulator u A. m. Versteigerung vorauSfichtlich theilweise bestimmt. Gießen, den 13. Februar 1890. Krämer, Ottsgerichtsvorsteher. Toilette-Abfall-Seife, per Pfund 60 Pf., [119 Glycerin - Transp. - Seife, per Pfund 70 Pf. in vorzüglicher Qualität empfiehlt: «g. Petri Wwe. Nachf., ch. Tichtz. — 4,38 lrn, 11 Fichten von 15—38 cm Durchmesser und 10—20 m Länge, 16 Fichtenstangen von 6—12 cm Durchmesser und 6—12 m Länge. 2) auf dem Plateau jenseits des Lich-Muschenheimer Wegs: 55 rm Buchen-, 18 rm Eich en-Scheitholz (letzteres ungespalten), 65 „ Buchen-, 79 „ Eichen-Knüppel, 26 „ Buchen-, 89 „ Eichen-Stöcke, 850 Stück Buchen-, 2430 Eichen-, 250 Weichholz-Wellen. Die Zusammenkunft ist am Wald bei Kolnhausen. — Die besseren Fichten kommen gleich zu Anfang, die Eichen aber erst am Ende der Versteigerung zum Ausgebot. Liebhaber für diese letzteren brauchen sich erst mn l'/r Uhr beim Pflanzgarten einzufinden. B. Dienstag den 23. Februar Vormittags genau 9% Uhr im Distriet Niedwald: 11 rm Buchen-Scheiter, 138 „ Buchen-, 13 rm Eichen-, 36 rm Kiefern-Knüppel, 40 „ Buchen-, 4 „ Eichen-, 70 „ Fichten-Stöcke, 3400 Stück Buchen-, 800 Eichen-, 9550 Kiefern-, 3440 Weichholz-Wellen, 43 Fichten von 15—21 cm Durchmesser und 7—20 m Länge, etwa 2000 Fichtenstangen, Hopfenstangen und geringere Sorttmente. Die Zusammenkunft ist auf der sogen. Laubacher Straße, wo dieselbe Buchen- 95 242 42 Eichen- 76 56 54 ie. A'lld' 1273] Ein transport. GarrendäuS- chen billig zu verkaufen. Neuenweg 2tt. Apricosen-Marmelade, BHMnBMBLJi Gegen Baar oder Raten, Pianinos von Hk. 350.— an. Flügel von Mk. 1000.— an, Harmoniums von Mk. 70.— an. Carl Doos in Gießen. 1304] Ein junger HauSbursche gesucht. A. Hennings, Seltersweg. Ich erkläre hierdurch, daß ich die Beleidigungsworte, welche ich gegen den hiesigenGemeinderath ausgesprochen habe, hiermit zurück nehme und um Verzeihung bitte. Mufchenheim, den 12. Febr. 1890. Achtungsvoll 1299] Heinrich Schudt!• Masken- Xk Anzüge MW u. Domino 82AU für Herren u. Damen Äg von den bMgsten bis zu den elegantesten sind zu verleihen bei D W. Karnbach 639 Kirchenvlatz 18, 1 Tr. 1290] Junger HauSbursche gesucht. Näheres in der Exped. d. Bl. 1265 Ein braves Mädchen wird tagsüber zu einem zwei Jahre alten Kinde gesucht._____________________Lindenplatz 3. S2 Neuenweg 22. An- und Berkans von: Möbeln, Betten, Kleidern, Haus- haltungsgegenstanden, Gold- und Sil^er- sachen. Kupfer, Zinn, Messing, Blei, Zink, Eisen und alten Oefen, alterthümlichem Porzellan, Münze«, alten Büchern, Papier und Acten zum Einstampfen, Flaschen u. a. gebrauchten Gegenständen. Neuenweg 22. [331 Damen-Klei-erstoffe. 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Weiter wird bemerkt, daß die Derbholzstangen erst nach 11 Uhr zur Versteigerung kommen. Die Zusammenkunft ist am Wege nach Bersrod am Eingang des Waldes. Reiskirchen, am 13. Februar 1890. Großh. Bürgermeisterei Reiskirchen. __________Jünger.______1300 Samstag -en 15. Februar^ Nachmittags 2 Uhr, werden in der Nestauration Klingen- berg — Neustadt — gegen Baarzahlung versteigert: verschiedene Möbel, Betten, Gold- und Silbersachen, 1 Drehbank, 150Damen- und Kinder-Schürzen, Blechwaaren, 1 Kassaschrank, 1 Etsschrank u. a. «eitzler, Michael Pfisterer gestern Nachmittag 3*/r Uhr nach kurzem Krankenlager sanft entschlafen ist. Giessen, Mannheim, Grünberg, den 14. Februar 1890. Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 3 Uhr vom Sterbehause (Liebigstrasse 4 7) aus statt. 1318 4 Nachruf! Sleins Mi Gestern ist nach kurzem Krankenlager unser lieber Mitarbeiter Herr Werkmeister Michael Pfisterer Möge ihm die Erde leicht sein! Poplllar-llatllrmjseuschaM. Nerlag von Vito Weiser!, Stuttgart. b. 60 Pf. 122 Giessen, den 14. Februar 1890. 1319 Vorbereitungsschule Wermiethungen. Rahmer, Physiologie, broschiert M.5.— gebunden M. 6.— Alsberg, Anthropologie, brosch. M. 6.— gebunden M. 7.— Roßmäßler-Engel, Die Geschichte dey Erbe, 4. Aufl., br. M. 6, geb.M.7. Roßmäßler, Die vier Jahreszeiten 6. Aufl.. br. M. 5, geb. M. 7. Claras Sterne, Die allgem. Weltan« schauung, br. M. 6., geb. M. 7.50. Klein, Allgem. Himmelskunde, 2. Aufl. br. M. 5.—, geb. M. 6.—. Heß, Prof. Dr. W-, Spezielle Zoologie, Bd. I., br. M. 4., geb. M. 5. Ledebur, Die Metalle, br. M. 3.50, geb. M. 4.50. Claras, Die rationelle Ernährung, eines unerwarteten, aber sanften Todes verschieden. In dem Verblichenen verlieren wir einen unermüdlichen, pflichtgetreuen Beamten, liebevollen Collegen, hebenswürdigen Freund und wohlgesinnten Vorgesetzten, dem Alle, die ihm im Leben näher traten, ein über das Grab hinaus dauerndes Andenken bewahren werden. 436] Ein kleines möblirtes Zimmer zu vermiethen. Eduard Noll, Neustadt. L. Heyligenstaedt nebst Beamten und Arbeitern Um stille Theilnahme bitten die tieftrauernden Hinterbliebenen. Louis Kramer, BrmdM- 5 empfiehlt einem verehrt. Publikum seinen Salon zum Haarschneiden, Frisiren und Rafire«. 1314 Hübner, I. G., Pflanzenatlas, 6. Aufl., £ neue Ausg., kart. M. 4.50. von Mariens u. Kemmler, Flora von । Württemberg und Hohenzollern, 1 Band I u. II., brosch. M. 10.50. t MM—MIIII—Ih 1 IIII li V'' ' Masken-llnzuge und Dominos in sehr großer und schöner Auswahl zu ver-^ lechen bei [891 Gustav Gerhardt. 1 Aufträge nach Auswärts werden bestens besorgt. Todes - Anzeige. Freunden und Bekannten hiermit die traurige Mittheilung, dass unser inniggeliebter Gatte, Vater, Bruder, Schwiegersohn und Schwager Sonntag ff den 16. Februar 1890: Grosser =*■ Entree-Maskenball. Billete im Vorverkauf: bei Herrn G. Gerhard, Llnden- platz 12 und A. Kretzfchmar, Seltersweg 41: für Herren ä 1.20, „ Damen ä „ 0.50. An der Kaffe nur 1 JL 50 pro Person. Anfang 8 TThr 11 Minuten. ■■■ Zu recht zahlreichem Besuche ladet ergebenst ein 1248 C. Stein. 2. Vortrag von Frl. Dr. E. Mensch: Aas Arama der Norweger „Ibsen" ß Samstag den 15. Febr-, Nachm. 6—7 Uhr, in der Realschule. Einzelkarten zu JL 1.50 sind beim Pedellen der Realschule zu haben. das die I. Stuttgarter SerienlooS- Gesellschaft verfolgt, ist, für ihre Mitglieder 4 in der Serie bereits gezogene Staatsanlehens- v loose zu erwerben, welche bei der folgenden Prämienziehung unbedingt gewinnen müsse«. Jeden Monat eine Pramien- ziebung. Im Jahre 1890 kommen unter die Mitglieder Haupttreffer im Gesammtvetrag von 900 000 zur Verkeilung. Jahresbeitrag JL. 42.—, ^/»jährlich M 10.50, monatlich M 3.50. — Statuten versendet 1297 F. J. Stegmeyer in Stuttgart. _____________________________________• Todes-Anzeige. Statt jeder besonderen Anzeige machen wir Verwandten und Freunden die traurige Mrttheilung, daß am 12. d. Mts. nach kurzem Krankenlager Herr Philipp Theodor Braun im Alter von 73 Jahren sanft verschieden ist. Gießen, am 14. Februar 1890. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Samstag Nachmittag 3 Uhr vom Sterbehause (Asterweg 21) aus statt. 1312 Gestern Abend 9V- Uhr entschlief nach langem Leiden unsere innigstgeliebte Schwester und Tante Marianne Müller Tochter des verstorbenen Rentamtmann Karl Müller zu Schloß Ilbenstadt im 83. Lebensjahre. Gießen, den 14. Februar 1890. Im Namen der Hinterbliebenen: Therese Müller. Die Beerdigung findet Samstag Nachmittag 4 Uhr vom Sterbehause (Neuenweg 6) aus statt. 1309 550] Südanlage 23, Nebenhaus, zwei Zimmer mit Küche, an kinderlose Leute zu vermiethen._________________________ 1110] Eine kleine Familienwohnung (zwei Zimmer nebst Küche und Zub.) zu vermiethen bei Dr. Weber (Mittelhaus). 1237] Ludwtasstraße 19 mittlerer Stock, 6 Zimmer, Badez. u. s. w-, per 1- April zu vermiethen- Anton Petri Wwe., Neuenweg 41. 745] 2. Stock, 4 Zimmer m- all. Zub-, Gartenantheil, per 1. April preisw- zu vermiethen. Pfaff, Steinstraße 55. 601] Hammstraße 12 ein freundliches Familien-Logis von 3 Zimmern und Zubehör zu vermiethen. Näheres _______________________Lahnstraße 11. 1257] Wegzugshalber der 2. Stock, vier Zimmer mit Zubehör und Wasserleitung, anderweitig zu vermiethen. _________________Grünbergerstraße 27. 1213] Kl. Familienlogis zu vermiethen- __________G. 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